1911 / 125 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Lehrer sie wünschten, sondern daß die gesamte organisierte Lehrecschaft dafür eintrete. Die Lehrer wollten nicht als minderwertig angesehen werden. Es könne der formale Einwand erhoben werden, daß das Haus nicht die Regierung bitten könne, selbst diese Petition zu berücksichtigen, er beantrage daher: die Petition zur Berücksichtigung dahin zu über- weisen, daß die Negierung im Bundesrat ihre Stimme in diesem Sinne geltend mache.

Abg. Dr. Iderhoff (freikonf.) erklärt si<h mit diesem Antrage einverstanden.

Abg. von Pappenheim (konf.): Meine Freunde haben im Neichstag erklärt, daß sie in den Lehrern cin vorzüglihes Material für das Amt des Schöffen und Geschworenen sehen; aber wie andere Stände das Recht haben, sich von der Geschworenenliste streichen zu lassen, wenn sie berufli< unentbehrli<h sind, so müssen wir auch bei den Lehrern auf solhe Fälle Nücksiht nehmen. Wenn der Lehrer in An- \spru< genommen wird und dadur<h die Schule einen ganzen Tag lahmgelegt wird, so wird der Vorteil für die Allgemeinheit, daß der Lehrer ein vorzüglicher Schöffe ist, dur< den Nachteil, daß die Kinder einen ganzen Tag lang ohne Schule sind, aufgewogen. Es muß des- halb eine Form gefunden werden, dur die die Unentbehrlichkeit des Lehrers berücsi<htigt wird. Daß wir eine Minderung des Ansehens unserer Lehrer haben wollen, ist ausgeschlossen, im Gegenteil, wir halten sie für unentbehrli<h, und das ist gerade ein Beweis unseres Nespektes für die Lehrer. Wir wünschen, daß die Sache im Reichs- tag bald erledigt werde, aber wir brauchen nicht gleich die Ueber- weisung zur Berücksichtigung zu beschließen, sondern können es bei dem Beschluß der Kommission bewenden lassen.

Die Abgg. Heine (nl.) und Bru st (Zentr.) erklären \i< für den Antrag Schepp.

Abg. Peltasohn (fortshr. Volksp.) wendet sih gegen dié Be- denken des Abg. von Pappenheim ; das Haus müsse den Wünschen der Lehrer Nechnung tragen.

Das Haus beschließt nah dem Antrage Schepp.

Eine Petition des Fischereiverbandes von Vorpommern und Nügen in Stralsund fordert Shuß maßregeln gegen die Konkurrenz ausländis<her Fischer und Fishverkäufer in den Ostseehäfen. Die Agrarkommission will sie der Regierung als Material überweisen.

Abg. Graf von der Gröben (kons.) weist besonders auf den großen Wert hin, den die Ausrüstung der Fischereifahrzeuge mit Motoren haben würde. Die Beihilfen für die Fischer zur An- schaffung von Motoren müßten in reichherem Maße gewährt werden.

Abg. Gyßling (fortshr. Volksp.) {ließt si<h diesen Dar- legungen an.

Die Petition wird als Material überwiesen.

Cie Petition von Altwarenhändler Pawlas und Genossen in Myslowiß um Verbot der Ausübung des Gewerbebetriebes für Altwarenhandel dur< Ausländer beantragt der Bericht- erstatter Thurm (fortshr. Volksp.) im Namen der Handels- und Gewerbekommission durh Uebergang zur Tagesordnung zu erledigen. Die Petition enthalte fast nur gehässige Angriffe auf die Ausländér, besonders auf die polnischen Juden.

Das Haus beschließt nah diesem Antrage.

Ueber eine Petition der Knappschaftsältesten Schneider und Ge- nossen in Wahlba<h um Abänderung der 8 171d Ziffer 3 und 109 des Allaéemeitnen : Werage) ees. (Wal Der Knappschaftsältesten) wird, nachdem Abg. Imb 110) (Zentr.) über die Verhandlungen der Handels- und Gewerbekommission berichtet hat, zur Tagesordnung übergegangen.

Die Petitionen des Cisenhüttenwerks in Thale (Harz) um Ab- Tehnung -der Anträge, die eine Aufhebung oder höhere Besteuerung des Wanderlagergewerbes bezwe>en, sowie des Verbandes katholischer faufmännischer Vereinigungen Deutschlands in Essen (Nuhr) und des Niedersächsishen Schutzverbandes für Handel und Gewerbe in Braun- {weig um Verbot der Warenvermittlung dur<h Wanderlager werden mit Rücksicht auf den Beschluß des Hauses über den Antrag Hammer und die dazu gegebene Erklärung der Köntglichen Staatsregierung als erledigt betrachtet und als Material überwiesen.

Es folgt die Beratung des Antrags der Abgg. von Wenden (konf.) und Gen., die Regierung zu ersuchen, im Hin- bli> auf die Tatsache, daß die zur Bekämpfung des Animierkneipenunwesens bisher beschrittenen Wege sich

treiben, dann sollte man es au auf der anderen Seite vermeiden, mit Steinen auf die Angehörigen „anderer sehr deutlih be- zeihneter Kreise zu werfen. Wir leugnen garnicht, E gewisse Tanz- salons durhaus ebenso verwerfli<h find, wie die Animierkneipen, und wir würden es in höchstem Maße begrüßen, wenn diesen elenden Tanzsalons ein Ende bereitet werden könnte. Wenn ein Antrag nah dieser Nichtung eingebracht würde, würden wir die leßten sein, die dagegen stimmen. Der Abg. Liebknecht meint, N nur die Notlage die Kellnerinnen in die Prostitution treibe; er übersicht, daß au< bodenloser Leichtsinn bei den Kellnerinnen die Ursache mit ist. Nichtig ist es, daß die Kashemmen ebenfalls streng überwacht werden müßten. Jch stehe durchaus nicht an, ohne weiteres zu erklären, daß na der äußerlihen Erscheinung die Verhältnisse in Berlin in den leßten 20 Jahren besser geworden sind, weil gegen die Animierkneipen, ebenso wie gegen die Prostitution auf der Straße, energis< vor- gegangen ist, aber es ist do<h noch ein erheblicher Teil von Animier- fneipen vorhanden. Jeder im Hause müßte diesen Antrag unterstüßen. Ich bitte, den Antrag einstimmig anzunehmen.

Abg. S<hmedding (Zentr.): Den Ausführungen des Abg. von Wenden stimmen wir vollkommen zu. Es mag sein, daß die Ver- hältnisse in Berlin etwas besser geworden sind, es bleibt aber noch viel zu tun übrig, niht nur in Berlin, sondern au< in der Provinz.

Abg. Hoffmann (Soz.): Durch einen Todesfall in seiner Familie ist der Abg. Dr. Liecbknecht soeben gezwungen worden, das Haus zu verlassen. Deshalb möchte i<h Herrn Strosser erwidern, daß wir wünschen, daß die Schäden von unten herauf geheilt werden. Gerade die älteren Herren sind die besten Kunden der Animierkneipen, wenn es auh hier und da vorkommt, daß eine Portokasse vershwindet. Die Ballsalons machen gerade zu den Zeiten der landwirtschaftlichen Woche die besten Geschäfte.

Abg. Strosser (kons.): Herr Hoffmann kämpft gegen Wind- mühlenflügel. Wir würden es durchaus begrüßen, wenn diese Ball- falons ebenso energis<h bekämyft würden, wie die Animierkneipen. Wenn die Sozialdemokraten aber immer darauf hinweisen, die Jugend komme gar nicht in Betrat, dann möchte ih sie do bitten, sich den Antrag durchzulesen. Da steht gar ni<hts von Jugend. Es ist nur darauf hingewiesen worden, daß die Jugend leicht verführt wird. Im übrigen weiß ih niht, woher der As: Hoffmann seine Kenntnis hat; aber er muß es ja wohl besser wissen.

Abg. Hoffmann (Soz.): Es ist bei der Begründung immer nur von der Jugend gesprochen worden; ih habe darauf hingewiesen, daß es vor allem die älteren Männer sind, die sih dort Anregung suchen. Die Ballsäle machen gerade während der landwirtschaftlihen Woche die größten Anstrengungen. Wenn Sie mich fragen, woher i< die Kenntnisse habe, dann brauchen Sie sih do< nur die Anschlagsäulen anzusehen; da werden in dieser Woche alle Tri>ks angekündigt, weil die Leute wissen, daß da Geld nah Berlin kommt.

Damit ließt die Besprehung. Jm Schlußwort bemerkt

Nbg. von Wenden (kons.), es sei kein gutes Zeichen, daß die Negierung sih in volles Schweigen gehüllt habe.

Der Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemo- kraten angenommen. i

Ein Antrag der Abgg. Schmedding (Zentr.) und Genossen, die Regierung zu ersuchen, zur Ausfüllung der in den Beständen der Universitätsbibliotheken vorhandenen Lücken in die Haushaltspläne der Jahre 1912 bis einschließlich 1916 außerordentliche Beträge von je etwa 200 000 s ein- zustellen, wird ohne Debatte auf Antrag des Antragstellers an die Budgetkommission überwiesen.

Schluß 41/4 Uhr. Nächste Sißung Montag 12 Uhr. (Geseßze über Entlastung des Oberverwaltungsgerichts und über den Losehandel, Anträge und Petitionen.)

Statistik und Volkswirtschaft.

Gemeinnükßige Vermögensanlagen der Träger der Invalidenversicherung im Deutschen Neich.

Die im Märzheft der „Amtliben Nachrichten des Reichsversiche- rungsamts“ (Jahrgang 1911) veröffentlichte Statistik über die gemein- nüßigen Vermögentanlagen der Träger der Invalidenversicherung zeigt wiederum, daß die Vermögensbestände der leßteren von Jahr zu Jahr

Die gesamten für gemeinnüßlge Zwe>e bergegebenen Darlehen fs. laufen sich bis zum Schlusse des Jahres 1910 auf 877,1 Millionen Mark. Rechnet man die bis dahin aufgewendeten »9,9 Mill. Mark für die cigenen Veranstaltungen hinzu, fo ergibt fi die in der ersten Uebersicht genannte Gesamtsumme von 937 Millionen Mark.

ÎÍn der Statistik sind“ die Darlehen na< den einzelnen Ver. wendungszwe>en in drei Hauptgruppen geschieden. Die erste Gruppe umfaßt die Wohnungsbaudarlehen, getrennt nah Familien- und Ledigenwohnungen. Die Darlehen zum Baue von Arbeiterfamilien- wohnungen betragen im ganzen 301,3 Millionen Mark, jene zum Baue von Ledigenheimen (Hospizen, Herbergen, Gesellenhäusern usw.) 18,8 Millionen Mark, sodaß bis zum Schlusse des Jahres 1910 320,1 Millionen Mark für diese Zwe>ke ausgeliehen waren, wovon etwa 39,6 Millionen Mark auf das Jahr 1910 entfallen. Die Darlehnsempfänger sind in vier Gruppen zerlegt. An Genossenschaften, Gesellschaften, Aktienbauvereine, sonstige gemein- nügige Vereine und Stiftungen sind 200,2 Millionen Mark, an weitere Kommunalverbände (Provinzen, Kreise), Gemeinden, Sparkassen und sonstige Anstalten oder Verbände des öffentlichen Nechtes 39,9 Mill. Mark, an Arbeitnehmer (Versicherte) 63,4 Mill. Mark und an Arbeitgeber 16,6 Mill. Mark ausgeliehen worden. Von den am Ende des Jahres 1910 no<h laufenden Wohnungsbaudarlehen von rund 282,6 Mill. Mark nahezu 37,5 Mill. Mark nd inzwischen an die Versicherungsträger zurü>gezahlt worden waren angelegt unter 3 v. H. 0,4 Mill. Mark, t 3 be Qr L007 Ml Ader 3, E Unter J (V) O. 19,9 Millzu 35 v Q 842 Vell, Uber v6, ‘aber unter 4 v Q 116 Mil, zu: 4 Q: 80G Und Uber 4 O. 4,2 Mill. Mark. Betrachtet man die Darlehen für den Bau von Arbeiterwohnungen na< ihrer absoluten Höhe, so stehen die Landesversicherungsanstalten Rheinvrovinz mit 56,0, Hannover mit 34,8 und Westfalen mit 33,7 Mill. Mark an der Spiye. Ihnen folgen die Landesversicherungsanstalten Königreih Sachsen mit 25,5, Baden mit 22,6, Württemberg mit 17,8, die Pensionskasse für die Arbeiter der preußis<-he\ssishen Etsenbahnbetriebêgemeinschaft mit 14,7, die Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau mit 13,7 Mill. Mark usw. Nur dret Kasseneinrihtungen haben bisher no< niht diesem Zweige der Wohlfahrtspflege ihre E R zugewendet. Zum Wobnungsbaue für nichtversiherte Personen haben Träger der Invalidenversiherung bis zum Schlusse des Jahres 1910 rund 13,6 Mill. Mark hergegeben. Dieser Betrag ist in den vorgenannten Darlehen nicht mitenthalten.

Die zweite Gruppe der gemeinnützigen Vermögen®sanlagen umfaßt die Darlehen zur Befriedigung des landwirtshaftlihen Kreditbedürfnisses. Sie werden Ker tbe für Bodenverbesserung, Ent- und Bewässerung, Moorkultur, Aufforstung, Wegebau, Klein- bahnen, Hebung der Viehzucht, Linderung der Futternot usw. Von sämtlichen Versicherungsträgern find für die genannten Zwedke bis Ende 1910 109,6 Mill. Mark ausgegeben worden. Dieser Betrag, der gegen das Vorjahr um 6,7 Mill. Mark gestiegen ist, stellt aber bei weitem nicht die ganze Summe der von den Versicherungsträgern zugunsten der ländlihen Bevölkerung hergegebenen Mittel dar. Denn die für den Arbeíterwohnungsbau ausgegebenen Beträge umfassen au< die Darlehen zur Verbesserung des Wohnungs- bedür fnisses ländlicher Arbeiter. Ferner entfällt von den Darlehen für allgemeine Wohlfahrtseinrihtungen ein Betrag von über 193 Mill. Mark auf Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern. In diesem Betrage sind allerdings auch Darlehen für Krankenhäuser usw. enthalten, die zwar auf dem Lande liegen, aber in erster Linie zur Aufnahme von Kranken und Erhbolungsbedürftigen aus der Stadt bestimmt sind. Indessen bleibt nah Abzug dieser Darlehen noch eine teträhtlihe Summe übrig, die aus\<ließli< zur Hebung der Wohl- fahrt der ländlichen Bevölkerung verwendet worden ist. Endlich wurde die Landwirtschaft mittelbar no< dadur< gefördert, daß eine arößere Anzahl von Versicherungsträgern (Westpreußen, Pommern, Schlesien, Sachsen-Anhalt, Hannover, Westfalen, Nheinprovinz usw.) landscaftlihe Pfandbriefe, Rentenbriefe, Provinzialanleihescheine, Pfandbriefe von Landwirtschaftsbanken usw. im Nennwerte von 126,3 Mill. Mark angekauft hat.

Zur Förderung der allgemeinen Wohlfahrtspflege die dritte Gruppe der gemeinnützigen Vermögensanlagen find bis Ende 1910 von sämtlichen Versicherängsträgern 447,4 Mill. hergegeben worden, und zwar:

a. für den Bau von Kranken- und Genesungs-

Am Shlusse

des

Jahres

1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909 1910

Auf dem Gebiete der allgemeinen Wohlf samtaufwande von 447,4 Mill. Mark nur 6,9 Mill. Mark, d. h. etwa 1,5 v. H., niht mündelsihhere Anlagen gegenüber.

118,4 133,2 151,0 172,6 195,8 239,4 280,5 320,1

waren aus- geliehen für die Wohnungs- fürforge

davon nit

mündelsicher

Millionen Mark 20

21,5 24,6 27,4 32,4 37,2 42,0 46,3

Vom Hunderk

der

Darlebnssfumme waren nicht mündelsicher

17,3 16,1 16,3 15,9 16,9 15,5 15,0 14,5

ahrtspflege stehen dem Ge-

Die Aufwendungem für etgene Veranstaltungen (Grunderwerbs- und Baukosten) der Versiherungsträger zu- gunsten der Versicherten haben bis zum Ende des Jahres 1910 nahezu 60 Mill. Mark errei<ht. Dabei handelt es sih um 37 Lungen- beilanstalten, 35 Sanatorien, Genesungs-, Kranken- und Erholungs- bäuser und 13 Invalidenheime, in denen rund 7700 Betten zur Aufnahme von Kranken und Invaliden vorhanden sind. Ferner sind hierher zu renen ein Zentralarbeitsnahwetsgebäude (Berlin), ein Geschäftsgehilfinnenheim (Baden) und eine Walderholungsstätte (Rheinprovinz); endlich gehören hierber die eigenen Arbetterwohnhäuser zweier Kasseneinribtungen (der Arbeiterpensionskasse der Königlich fächsishen Staatseisenbahnen und der Pensionskasse der Reichseisen- bahnen). Am Ende des Jahres 1900 betrugen die Aufwendungen auf diesem Gebiete es waren damals nur 14 eigene Heilstätten vor- handen 11,6 Mill. Mark; die Aufwendungen sind also in den leßten 10 Jahren dur(schnittli<h jährlih um 4,84 Mill. Mark, im

anzen um mehr als das Fünffahe gestiegen. In demselben Maße hat \si< au< die Zahl der eigenen Heilstätten ver mehrt. Nahezu der dritte Teil der Aufwendungen (18,2 Mill. Mark) entfällt auf die eigenen Veranstaltimgen der Landesversicherüung8aänstalt Berlin. - Darauf folgen die Landesversicherungsan|talten Schlesien mit 4,5 Mill. Mark, Rheinprovinz und Königreih Sachsen mit je 3,8 Mill., Württemberg mit 3,7 Mill., Baden mit 3,4 Mill, Hansestädte mit 2,8 Mill., die Pensionskasse für die Arbeiter der preußish-hes\i- \hen Eisenbahnbetriebsgemeinschaft mit 2 Mill, der Allgemeine Knappschaftsverein in Bochum mit 1,8 Mill. Mark usw. 8 Versiche- rungsträger (darunter 4 Kasseneinrihtungen) haben bisher eigene Heilanstalten oder fonstige eigene Wohlfahrtseinrihtungen no< nicht ins Leben gerufen.

1911,

2) Die Bezeichnung „Gehöfte“ {ließt ein: Aus

Tierseuchenu im Auslande.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungsmaßregeln.

Nr. 22.

(Na den neuesten im Kaiserlihen Gesundheitsamt eingegangenen amtli<ßen Nachweisungen.)

Vorbemerkungen: 1) Ein Punkt in einer Spalte der Uebersicht bedeutet, daß in der betreffenden Nachweisung eine Angabe für diese Spalte niht enthalten ist; ein Strich bedeutet, daß Fälle der betreffenden Art nach den vorliegenden Angaben niht vorgekommen (

Norwegen), Bestände (Dänemark). : 3) Die in der Uebersicht nicht aufgeführten wichtigeren Seuchen, wie Rinderpest, Naushbrand, Wild- und Rinderseuche, Tollwut, Lungenseuhe, Schafpo>ken, Geflügelholera, Hühnerpest, Büffel-

seuhe, Hämoglobinurie usw., sind in der Fußnote nahgewiesen.

find. ( brüche (Großbritannien), Ställe, Weiden, Herden (Schweiz und Frankreich), Besißer (Luxemburg und Niederlande), Ställe

Staaten 2c.

r

ouvernements

Zahl der vorhandenen G Sperrgebiete 2c.)

Bezirke (Provinzen, Departe-

ments,

Zeitangabe.

Ge-

meinden

Milzbrand

Gehöfte | Bezirke

Maul- Not und Klauenseuche

Ge- meinden Gehöfte

v u

= S8 is L V) [40 Z B

Schafräude

e. Gehöfte | Bezirke Ge-

L Swalieslaudi) Rotlauf der Schweine ")| (.ins{ließ;li< Schweinepest)

Gehöfte | Bezirke | Se- | Gehöfte

meinden meinden

u + | B S! O

2

S ce)

Oesterrei Ungarn.

Kroatien-Slavonien

Serbken Numäntien.

Bulgarien.

Sa» Schweiz

Luremburg Dânemark.

Außerdem:

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. . 12

19

Rauschbrand: Oest

April errei< 3 Bez., 7 Gem.

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Wöchentliche, bezw. viermal im Monat erscheinende Nachw

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R L E c a ¿ M e ¿d Ol Sl R A Oa E ¿ MOGSE S s e S S O U 4610 Halbmonatliche und monatliche Nachweisungen. —| —| —| —l —| —| 31 21 31 21 7 4| —|

E A l 1 O

eisungen. 6) 47|

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T D N 84| 29 M 30| 7

\

6: 176 - Sa E R o | (4 20 | . | . | . . U d . L d F | / , 11 Geb. überhaupt verseu<t; Ungarn 29 Bez., 61 Gem., 65 Geh. überhaupt verseu<t; Kroatien-Slavonten 2 Bez., 5 Gem., 14 Geh. über- haupt verseu<t; Jtalien 1 Bez., 2 Gem. überhaupt, 2 Geh. neu verseu<ht; Shweiz 3 Bez., 5 Gem. neu verseucht.

Tollwut: Oesterrei 12 Bez., 18 Gem., 22 Geh. überhaupt verseuht; Ungarn 52 Bez., 247 Gem., 254 Geh. überhaupt verseu<t; Kroatien-Slavonien 3 Bez., 7 Gem., 7 Geh. überhaupt verseu<ht; Serbien 4 Bez., 6 Gem. überhaupt verseuht; Rumänien 8 Bez., 8 Gem., 16 Geh. überhaupt verseu<ht; Bulgarien a. 2 Bez., 3 Gem., b. 5 Bez., 6 Gem. neu verseucht ; Ftalien 8 Bez., 13 Gem. überhaupt, 1 Geh. neu verseu<ht; Schweiz 2 Bez., 2 Gem. neu verseucht.

Schafpoken: Ungarn 13 Bez.,, 28 Gem., 40 Geh. überhaupt verseucht; ] Bez., 4 Gem., þ. 3 Bez., 3 Gem. neu verseuht; Italien 2 Bez., 3 Gem. überhaupt, 1 Geh. neu verseucht. ut; Ungarn 11 Bez., 94 Gem., 977 Geh. überhaupt verseu<ht; Numänien 1 Bez., 1 Gem., 15 Geh. überhaupt verseucht.

Ungarn 1 Bez., 1 Gem., 5 Geh. überhaupt verseucht.

d. 4

Geflügelcholera: Oesterrei < 6 Bez., 6 Gem., 50 Geh. überhaupt verse Hühnerpest: Oesterreich 1 Bez.,, 2 Gem., 16 Geh. überhaupt verseucht ;

Beschälseuche: Rumänien 1 Bez., 8 Gem., 25 Geh. überhaupt verseucht.

1) S<hwetz: Stäbchenrotlauf und S{hweineseue. ?) Italien: Shweineseuchen (allgemetn).

Nachweisung über den Stand On Cen in Oesterreich-

am 24. Mai 1911.

Kroatien-Slavonien 1 Geh. verseu<ßt; Rumänien 4 Bez., 5 Gem., 9 Geh. überhaupt verseu<ht; Bulgarien

S S E

2

b. Ungarn.

K. Jász-Nagykun-Szolnok K. Kleinkokel (Kis-Kükülls),

K. Abauj-Torna, M. Kaschau

s i 7 i (Kassa) (Kroatien-Slavonien am 17. Mai 1911.) K. Unterweißenburg (Alfs: K.Klausenbura (Kolozs), M.

(Auszug aus den amtlihen Wochenausweisen.) Fehör) s Klausenburg (Kolozsvár) s Arad, : ( St. Bóga, Boksánbánya,

R Schweine: Notlauf M A U acHIO, gele Mara ebe Lugos, pest der __Világos, M. Arad aros, Temes, Städte

Mui reie Roß| Klauen- ean S&weine St. Borossebes, Marta- Karánsebes, Lugos seuche_ Mus radna , Nagyhalmägy, E JIám, Ujmol-

ahl der verseu<ten &SOornova - i | ova, raviczabánya, Zahl der vers Hten _ K. Arva, Liptau (Lipts), E | Orsova, Resiczabánya, Turócz | Di | S Teregova St. Bácsalmás, Baja, M 2IAIUNIatOS. «6 Topolya, e Zombor, K. Maros - Torda, Udvar- Städte agyarkanizsa, hely, M. Marosvásárhely enta, M. Baja, Maria K. Wieselburg (Moson), heresiopel (Szabadka), j i Oedenburg (Sopron), M. Zomber 4 h Sopron C St. Apatin, Hódság, Kula, K. Neograd (Nógrád) .

als nicht zum Ziele führend erwiesen haben, nunmehr andere, häusern, Volksheilstätten, Invaliden- und Ér- bolungsheimen, Siechenbäusern und für Kranken- und Invalidenpflege überhaupt L . zur Förderung der öffentlichen Gesundheits-

vflege, insbesondere zum Baue von Volksbädern, Maul- waren der tatsächlihe aufs Hundert

Schlachthäusern, Wasserleitungen, Kanalisationen, Fricdhöfen C Ee E T ADEE el i ] : : zurü>- Bestand der der Gesamt- c. für Erziehung und Unterricht, Hebung der Volks- | Nicht einmal der Zektelverteilung is man zuleibe gegangen. Zwede gezablt Anlagen anlaaen waren bildung S S 82,3 a

Ungeniert werden De U N Ren elordecnngen t Wrirtiovnèn Märk zurü>gezahlt g I a s Do a e s N ui D ( 00 f: teilt, auf denen versprohen wird, daß der Besucher mit Liebens8- M F, E R n dieser leßten Gruppe befinden 1c) namentU arlehen zum Vall würdigkeit, e und Grazie bedient wird, daß ihm ngtuene s SUe reit p 14 eh Een Le D Laa ola und Sa aba ane, e Stunden ereitet werden, gan Wie M Wars; Selbst ie R Ce fd S ' Strartecn- anals, YVasen- rudcen- amm- und er]QuBbauten, Giaind des Königlichen Schlosses, ist nit 24 Gen Mituior- 1906 998,2 98,4 479,8 10,9 für Flußregulierungen, Erwerbung von Wasserrechten, Bespitigung kneipen vers<hont. Vor einigen Tagen ist \sogar in einer Animier- 1907 624,8 63,8 996,0 11,0 von Hodhwassershäden, Bau von Talsperren sowie zur Förderung des fneipe in der Gabelsbergerstraße ein Mordversu<h passiert. E C aas “irt 8 Gewerbes, ferner Darlehen zum Bau von Kirchen, kirchlichen Ge- Es muß energish der Hebel angeseßt und mit eisernem Besen gekehrt 1910 9370 124 1 8129 139 meindebäusern, <ristlihen Vereins- und Versammlungshäusern, Heimen D

î | Jl, “E, / 16. L

weitergehende Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind, die | in immer größerem Umfange dem öffentlichen Wohle dienstbar gemacht Großkokel (Nagy-Küküllö)

Animierkneipen innerhalb Preußens verschwinden zu lassen. werden. Seit dem Jahre 1904, also innerbalb von sieben Iabren, Abg. von Wenden (kons.): Die Regierung hat ihr Versprechen, haben sih die gemeinnützigen Vermögensanlagen mehr als verdoppelt.

das sie bei Beratung des konservativen Antrags im Jahre 1909 gegeben Venn

hatte, das Animierkneipenunwesen energis< zu bekämpfen, nicht Gosarhts

gehalten. Ich habe den Glauben daran verloren, daß die Regierung S&blusss L fir

den ernsten, energis<hen Willen hat, dieses Uebel zu. beseitigen. Schusse anmiagen [U [ des gemeinnuüßtge

betrugen die 4+ avon mithin betrug

Jahres

Komitate (K.) Stuhlbezirke (St. Munizipalstädte (M.)

Nr. des Sperrgebieis

Gemeinden o| Gemeinden =—| Gemeinden

Gemeinden

[4 t —_ O

werden, wenn es uns wirklich ernit ist mit der Fürsorge für unsere für Gemeindes<bwestern, Lehrerinnen, Seemannsheimen usw. Ferner finden s< bier Darlehen zur Errichtung von Kleinkinderbewahranstalten,

MWaisenhäusern, Kobs<hulen, Armenhäusern, Arbeiterkolonien, Kretinen- anstalten, Nettungshäusern für gefallene Mädchen und gefährdete Kinder, für Sypar- und Konsumvereine, Volkstheater, Badeanstalten, Feuer- lô\{<wesen und für Einrichtungen zur Bekämpfung des Alkoholmiß- brauchs. Vergleicht man die Leistungen der einzelnen Versicherungs- träger auf dem Gebiete der allgemeinen Wohlfahrtspflege unter Zu- grundelegung der absoluten Zahlen, so ergibt \si<, daß die Landes- versiherungéanstalt Königreih Sachsen mit ihren Darlehen in Höhe von 86,2 Mill. Mark bei weitem alle übrigen Versicherungsträger übertrifft: auf diese Anstalt entfällt mehr als der fünfte Teil sämt- licher Darlehen zur Förderung der allgemeineu Wohlfahrtspflege. An zweiter Stelle steht bei Berücksichtigung eines der Landesbank der Provinz Wesifalen gewährten Darlehens von 45 Mill. Mark die Landesversicherungsanstalt Westfalen mit 48,1 Mill. Mark. Es folgen dann die Landesversicherungsanstalten Brandenburg mit 39,1, Schlesien mit 27,0, Hessen-Nassau mit 26,9, Thüringen mit 24,5, Baden mit 22,4, Rheinprovinz mit 20,9, der Allgemeine Knappschafts- verein in Bochum mit 19,3, Schleswig-Holstein mit 17,4, Württem- berg mit 17,1 Mill. Mark usw. Von den Versicherungsträgern haben nur drei Kassenetnrihtungen sol<he Darlehen nicht hergegeben. Bei der Anlegung des Anstaltsvermögens dürfen die Grenzen der Mündelsicherheit bis zu einem Viertel des Vermögens insbesondere dann mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde überschritten werden, wenn es fi< um Veranstaltungen handelt, die aus\ließlid oder überwiegend der versicherungspflihtigen Bevölkerung zugult fommen (8 164 Absay 3 des Invalidenversicherungêgeseßes)- Die Statistik ergibt, daß tie Ber Ge ga user von dieser Befugnis namentli< bei der Förderung des Wo znungsbedürfnisses in erbeblihem Umfange Gebrauh gemaht haben. Bon den 320,1 Milltonen Mark, die für die Atbeiterwohnungsfürsorge bis Ende 1910 ausgeliehen wurden, find 46,3 Millionen Mark, also etwa 14,5 v. Y-/ niht mündelsiher angelegt. Betrahhtet man die seit dem Fahre 1900 ausgeliehenen Wohnungsbaukapitalien und die dabei zugelassenen Uebershrzitungen der Mündelsicherheit, so ergibt

sih folgendes Bild: ¡8- om Hundert Am S@hlusse aeliélitn n die davon nicht Ÿ No des Wohnungs- mündelsicher QDarlehnéjumme

ü waren niclit Jahres r ionen Mark mündelsicher 1900 78 128 16,4 1901 87 f) 1 16,8 1902 103,4 18: 174

deutshe Jugend, für die männlihe sowohl wie für die weibliche. Man braucht kein Freund von Traurigkeit zu sein und kann doch diesem Unwesen mit vollem Ernst begegnen.

Abg. Dr. Liebknecht (Soz.): Das Animierkneipenwesen bängt eng zusammen mit der Prostitution. Es sind beides Erscheinungen des modernen sozialen Lebens, die eng mit unseren wirtschaftliczen und sozialen Zuständen zusammenhängen. Nicht die Arbeiterjugend besucht diese Lokale, sondern gerade die Jugend der besseren Stände. Geseßlihe Maßnabmen sind gar nicht nötig; denn es gibt {hon genug polizeilihe Verordnungen, die dem Animierkneipenwesen ein Ende machen würden, wenn man fie nur durhführen würde. Man müßte ebenso dem Tanzsaalwesen entgegentreten, wo gewisse Organisationen von politishen Parteien zu manchen Zeiten gern ver- kehren. Dem Antrag liegt ein gesunder Gedanke zugrunde, wir find aber nicht bereit, dem Antrage in der vorliegenden Form zuzustimmen.

Abg. Heine (nl.): Es muß von Staats wegen gegen das Animierkneipenwesen eingeshritten werden. Vorschläge will ih nicht wachen, erkläre aber, daß wir für den Antrag stimmen werden.

Abg. Dr. Schepp (fortshr. Volkép.): Gegenüber der Zeit vor 20 JIahren ist in der Bekämpfung des Animierkneipen- wesens ein großer Erfolg erzielt worden. Früher war fast an jedem Hause eine rote Laterne. Mordversu<he kommen au< anderwärts vor; da müßte die Polizei vor allem dem Kaschemmenwesen zuleibe gehen, das viel größere Gefahren in fich birgt. Es handelt ih bier nicht um die Arbeiterjugend, sondern um die Sugend der besseren Stände, ja nicht einmal um die Jugend, sondern es 1ít cine erwiesene Tatsache, daß gerade in Berlin der größte Teil der Besucher der Animierkneipen s< aus verheirateten Männern refrutiert. Es wird aber außerordentli<h {wer sein, den Begriff der Animierkneipe ju bestimmen. Man darf nicht das Kind mit dem Bade autshütten: denn die Kellnerinnenbedienung, wie wir sie in Süddeutschland baben, kann durchaus nicht als unsittlich bezeichnet verden.

Abg. Strosser (kons.): Nach dem ersten Teil der Rede des Abg. Liebknet schien es, als gäbe es feinen besseren Befürworter des Antrags: er hat die groben Mißstände, ja die verbrecherischen Mifß:stände in den Animierkneipen richtig geschildert, und des- balb war i< verwundert, daß er zu einem ablehnenden Resultat gekommen ist. Wenn er bemerkt, daß die Jugend der ar- beitenden Klassen in diesen Kneipen nit zu finden sei, fo hat das fein Mensch von uns behauptet, aber dann wäre es auch besser ge- wesen, wenn er ni<t solhe Anspielungen auf Kreise, die anderen Parteien angehören, gema<t bätte. Wenn wir ni<t den Arbeitern besonders nachgesagt haben, daß sie sich in diesen Lokalen herum-

Aus einem Vergleihe der gemetnnütßigen Vermögens- anlagen mit dem Gesamtvermögen der Versicherungsträger in den Jahren 1904 bis 1909 zeigt sich, wie die nachstebende Uebersicht erkennen läßt, in welhem Maße diese Anlagen gewachsen sind.

betrug das Ge- Dáavon entfielen Aufs Hundert des lamtvermogen auf dîe gemein- Gesamt- N A aller nüßzigen Anlagen vermögens Am Dihulle Versicherungs- nah Abzug der betrugen die Jahres träger Rückzahlungen gemeinnützigen

$ Millionen Mark Anlagen 1904 1160,4 379,5 S2

1905 1237,59 424,8 34,3

1906 13185 479,8 36,4

1907 1404,1 556,0 39,6

1908 14896 643,3 43,2

1909 1574,1 721,4 45,9.

Zur Erläuterung sei bemerkt, daß bei dem Gesamtvermögen der Mert der Inventarien (1909: 6,4 Millionen Mak) uicht berü>- sichtigt worden ist. Vergleihbare Werte für das Jahr 1910 konnten in die Uebersicht ni<t aufgenommen werden, weil die Höhe des Gesamtvermögens der Versicherungsträger am Schlusse des Jahres 1910 erst im Laufe des Jahres 1911 re<nungsmäßig festgestellt wird.

Um ferner zu veranschaulihen, in welhem Verkbältnis die gemeinnützigen Vermögensanlagen na< Abzug der darin mit- enthaltenen Aufwendungen für eigene Veranstaltungen der Ver- sficherungêträger (Bau von Lungenheilstätten, Sanatorien, Kranken- häusern, Invaldenbeimen usw.), also die ausgegebenen Dar- leben zu gemeinnützigen Zwe>en seit dem Jahre 1904 gestiegen sind, werden in der folgenden Zusammenstellung nur diese Darlehen na< Abzug der Rückzahlungen dem Gesamtvermögen gegenübergestellt.

Davon entfielen Aufs Hundert des auf Bardarlehen Gesamt- nah Abzug der vermögens Rückzahlungen betrugen

Millionen Mark die Bardarlehen 1904 1160,4 346,5 299 1905 12375 388,6 3 1906 1318,5 438 8 Di 1907 14041 509 4 1908 1489 6 589 6 1909 15741 665,0

betrug Am S{hlusse das des Gesamtvermögen

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St. Berettyóujfalu, recske, Ermihályfalva, Margitta, Sárrét, Szé- felvbid

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St. Bôl, Belónyes, Ma- ayarcséke, R Ent,

Tenke, Vaskó ¿ . Borsod, M. Miskolcz . Kronstadt (Brafsó), DRLONIDIOL «s ode 666 K. Csanád, Csongrád, M. Hódmezövásárhely, Sze- gedin (Szeged) . Gran (Esztergom), Raab (Györ), Komorn Komäárom), M. Györ, Stb burg(Fejöór) „Stuhlweißenburg(Fejör), M Ste E ar buen (Szókes-Fehöórvár) . K. Fogaras, Hermannstadt

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St. Abony, Dunavecse, Kalocsa, Kiskörös, Kis- kunfélegyháza, Kunszent- miklós, Städte Kiskun- félegybáza, Kiskunhalas K. Preßburg (Pozsony), M. Pozsony K. Sáros St. Igal, Lengyeltôt, Mearczal, Tab St. Barcs, Csurgó, Ka- posvár, Nagyatäd,Sziget- vár, Stadt Kaposvâár . . K. Szabolcs K. Szatmár, M. Szatmär- Nômeti K. Zips8 (Szepes)

K. Szilágy

K. Szolnok-Doboka .

St. Buziäsfürdö, Központ, Lippa, Temesrâkás, Uja- rad, Vinga, M. Temesvár

St. Csák, Detta, Weiß- kirhen (Fehärtemplom), Kevevär, Werschey (Ver- secz), Stadt Fehdsrtem- plom, M. Versecz . . « «

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St. Ciecne, Großlkikinda (Nagykikinda), Nagy&zent» miflôs, Pâárdänv, I tämos, Törökdecse, Török-

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