1891 / 221 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Barinkav, A. Keßler, E. Rudorf und Cl. Gerhard, die zum Theil dem Leben großer Tonmeifter entnommen sind. Altmeister Ernst Paëqué, der demnäcst seinen 70. Geburtéêtag feiert, seyt seine beliebte „Einführung in die Oper“ fort. Die Musikbeilagen enthalten Klavier- stü>e von Blan>, Lippold, Nürnberg und Lehnert.

Handel und Gewerbe.

Fondsbörse, Geld- und Kapitalsmarfkt.

Die Börse ist no< immer ni<t zu der erwünschten

Stabilität gekommen; von einer einheitlichen Tendenz der Spekulation kann überhaupt niht geredet werden. Die Course unterliegen niht nur von einem Tage zum nächsten, sondern {hon an einem und demselben Tage großen Schwankungen, die bald ein Uebergewiht der Contremine, bald die entgegengesezßte Strömung erkennen laffen. Béstimmend für diese Lage sind namentli<h zwei Um- stände, das Uebergewiht der Zeitgeshäfte im Börsen- verkehr und ein Gefühl der Unsicherheit, welches fi<h der Handelskreise bemächtigt und nicht in wirthschaftlihen Fragen allein seinen Grund hat. Jn leßterer Beziehung ist es be- dauerlih, daß das früher unbedingte Vertrauen in die Friedensdauer nachgelassen zu haben scheint. Es ist bekannt, daß man den unbedeutendsen Vorkommnifssen auf politischem Gebiet an der Börse größere Bedeutung beizulegen pflegt, als ihnen gebührt; wiederholt ist in den leßten Wochen und Tagen eine jedesmal {nell vorübergehende Beunruhigung der Quai dur< politishe Beweggründe zu erkennen gewesen. _ Was aber das Ueberwiegen des Terminhandels betrifft, so kennzeihnet fih hierin die unnormale Lage, in dem ih das gesammte Börsengeschäft befindet. Es giebt im Börsen- ges<häft Zeitabschnitte, in wel<hen das wirkliche Kassa- geschäft für die Börsentendenz ausschlaggebend is, weil es an Umfang das Zeitgeshäst bei Weitem überragt, und ein folher Zustand is offenbar der gesundere und erwünshtere. Gegenwärtig bewegen sih dagegen die Um- säße im Kassamarkt fortdauernd in sehr besheidenen Grenzen, eine Thatsache, die auf das allgemeine Coursniveau einen ganz besonders ungünstigen Einfluß gewinnen muß in einer Zeit, in welcher, wie gegenwärtig, au<h no< eine erheb- lihe Versteifung des Geldmarktes si< ankündigt. Man darf wohl annehmen, daß eine Wendung zum Besseren in niht ferner Zeit eintreten wird, wenn nit neue Beunruhigung aus Anschauungskreisen erwächst, die mit der Börse ni<t unmittelbar zusammenhängen. Inzwischen aber beschränkt si< die Hauptmasse der Abschlüsse auf solche, bei welchen beide Kontrahenten Geschäftsleute sind, die in jedem Augenbli> die Neigung haben, ihre Verbindlich: keiten zu lösen und neue im entgegengeseßten Sinne einzu- gehen; dadur< entsteht das fortwährende Schwanken des allgemeinen Coursniveaus, während in normaleren Zeiten einer längeren Periode der Aufwärtsbewegung eine Zeit des allmählihen Rückganges zu folgen pflegt.

Während die offizielle Bankrate 4 Proz. beträgt und die Entwi>elung des Status unserer Reichsbank eine durhaus normale ist, hat sih der Discont im offenen Markte allmählich auf 35/2 Proz. gehoben; dabei tritt mit dem bevorstehenden Ultimotermin, der zuglei<h die Quartalswende bezeichnet, erfahrungzmäßig größerer Geldbedarf ein, der in diesem Jahre wegen der großen Getreidebezüge aus dem Auslande wohl no höher als gewöhnlih veranschlagt werden darf. Mit diesen Umständen darf der weitere Rückgang aler Anlage- werthe in ursählihen Zusammenhang gebra<t werden. Die verhältnißmäßig großen Schwankungen, welche si selbst in Deutshen Reihs- und Preußischen fonsolidirten Anleihen vollziehen, haben um so weniger etwas Beunruhigendes, als die Beträge, die an den Markt kommen und zeitweilig einen Coursdru> auzüben, zumeist auf die Beschaffung dringenden Geldbedarfs und auf die Realisirung spekulativen Besißes zurü>zuführen sind und fast niemals größere Verkäufe aus Privatbeständen darstellen dürften. An der Berliner Börse

notirte man : 15. Aug. 31. Aug. 15. Sept. 17. Sept. 31/,proz. Reichsanleißhe . 96,90 9800 97,7 97,30 3proz. Reichsanleißhe . . 8340 8420 83,75 83,40 31/proz. Preuß. kons. Anl. 97,10 98,00 97,60 97,00 3proz. Preuß. kons. Anl. . 8340 825 83,80 83,40 4proz. Ruß. Anl. v. 1880 96,85 96,80 9760 4proz. Ungar. Goldrente . 89,20 88,90 8925 88/90 5proz. Jtal. Rente . . 89,60 89,60 89,50 8940 Die Lage des internationalen Geldmarktes giebt vorläufig zu Besorgnissen irgend welcher Art gleichfalls keinen Anlaß. Die Bank von England hat in der ersten Septemberwoche Gold in höherem Betrage an fich gezogen, als in der leßten Ultimowoche abgeflossen war. Jn der zweiten Septemberwoche hat fih nun aufs Neue ein niht unbedeutender Goldabfluß von 252 000 Pfd. Sterl. ergeben, von dem ein nit unwesent- liher Theil na< Deutschland gekommen ist; aber die Ge- sammtlage der Bank ersheint insofern niht un- günstig, als gleichzeitig der Notenumlauf um 253 000 Pfd. Sterl. und das Portefeuille um 530 000 Pfd. Sterl. abge- nommen hat, sodaß si<h noch eine kleine Zunahme der Total- reserve ergiebt; ferner erscheint die Höhe des Baarvorraths auch im Vergleih mit den Vorjahren niht ungünstig; derselbe belief si< na< der zweiten Septemberwohe 1888 auf 20 770000 Pfd. Sterl., 1889 auf .20887000 Pfd. Sterl., 1890 auf 21 742000 Pfd. Sterl. und 1891 auf 26 312 000 Pfd. Sterl. Bedenklih ist nur, daß in diesem Jahre großer Goldabfluß na< den Vereinigten Staaten vorhergesehen werden fann für die von dorther zu be- ziehenden Weizenmassen. Die Bank von Frankreich hat au< in der lezten Woche wieder eine kleine Abnahme von noch nit ganz 4 Millionen Fr. an ihrem Goldbestand erlitten, sodaß sih seit der dritten Augustwoche überhaupt ein Rü>gang des Goldvorraths von 29,1 Millionen Fr. herausstellt, ein Betrag, der gegenüber dem großen Goldshay des Jnjtituts nit ins Gewicht fällt. In London zeigte |< „der Privatdizcont, der si< {on bis auf die Höhe der offiziellen Bankrate von 21/2 Proz. am 7. September erhoben hatte, wieder rüd>läufig bis auf 17/3 Proz. am 10. d. M.; seitdem if in den leßten Tagen wieder eine Sleigerung bis auf 21/, Proz. erfolzt. ie Wechselcourse haben in Berlin in den leßten vierzehn Tagen wieder eine rüd>gängige Bewegung erkennen lassen. ie Devise „London“ 1|st von ihrem höchsten Stand- punkt von 20345 am 3. September bis auf 20,315, die Devise „New-York“ von 419,75 am 5. d. M. auf 419,25, „Wien“ von 173,60 am 14. September bis auf 173,15 am 17. September zurüc>gegangen. An der New- Yorker Börse hält die ungewöhnlich feste Tendenz an, die vom

Eisenbahnaktienmarkt aus früher an dieser Stelle erörterten Gründen ihren Ausgang nimmt, und welche dur< die be- festigende Einwirkung, die sie am Londoner Markt ausübt, au< auf die kontinentalen Börsen in Europa nit ohne Einfluß bleibt. Eine Reaktion gegen die großen Courssteigerungen, die die Aktien aller nordamerikani¡hen Eisenbahnen erfahren haben, kann nicht ausbleiben und wird dann auch in ungünstigem Sinne auf die europäischen Börsen einwirken; aber ein Gegengewiht gegen diese Ein- wirkung wird vielleiht aus dem Umstande erwasen, daß au< die Getreidepreise in Nord - Amerika dur spekulative Transaktionen in einer für die dortigen glü>- lihen Ernteergebnisse U E Weise in der Meinung hinaufgeshraubt wurden, daß die Mißernten Europas zum Bezuge des Weizens aus den Vereinigten Staaten zu den hohen Preisen zwingen werden. Wenn nun, wie siher anzu- nehmen is, diese Meinung si als irrig erweist, da andere Bezugsquellen, Jndien, Canada, Australien zur Verfügung stehen, fo werden fich die hohen Preise für Weizen, die übrigens schon in den leßten Tagen zu weichen beginnen, so erheblih ermäßigen, daß hieraus ein günstiger Einfluß au auf die Fondsbörsen hergeleitet werden darf.

Was im Uebrigen die Lage des Geschäfts an der Ber- liner Börse im Einzelnen anbetrifft, so finden fortdauernd Eisenbahnaktien am meisten Beachtung. Hier entwi>elt sih in österreichischen, russishen und shweizerishen Bahnen zumeist ziemli<h umfangreiches Geschäft und von inländischen Eisen- bahnpapieren zeigten wenigstens Marienburg-Mlawka, Ost- preußishe Südbahn und Lübe>-Büchen zeitweise bemerkens- werth große Abschlüsse. Den Eisenbaßnaktien {ließen sich dem Umfange des Geschäfts nah die Montanwerthe an, von welchen Aktien der Kohlenbergwerke fast immer bevorzugt werden. Unter den Bankaktien lenken nur einige Ultimowerthe fortgeseßt die Aufmerksamkeit der Spekulation auf si<; neben den Diconto-Kommandit-Antheilen, welche im Vordergrunde des Verkehrs stehen, fanden größere Be2- wegungen namentli<h in Aktien der Darmstädter Bank statt ; man nimmt an, daß dies Jnstitut wesentlih bei den portu- giesishen Finanzen interessirt sei, und jenahdem in dieser Richtung günstige oder ungünstige Nachrichten vorliegen, finden größere spekulative Käufe oder Realisirungen statt. Von andern Bank- werthen machen sih außer den Aktien der Oesterreichischen Credit- anstalt nur no< Aktien der Deuts%en Bank und Antheile der Berliner Handelsgesellschafi zeitweise dur belangreihere Ab- \<lüse bemerklih. Der Markt der eigentlihen Fndustrie- papiere verharrt in dauernder Geschäftslosigkeit, von der nur vereinzelte Papiere zuweilen eine Ausnahme machen; auf diesem Gebiete tritt gegenüber der früheren Periode die Zheil- nahmlosigkeit des Privatkapitals am schärfsten hervor. Zur Kennzeihnung der Bewegungen auf allen diesen Gebieten während der leßten Wochen seien folgende Course der Haupt- papiere vergleihend zusammengestellt:

ult. August 10. Sept. 17, Sept. Ostpreußishe Südbahn . . 75,80 76,30 76,80 Marienburg-:Mlawka. . . 55,70 57,30 Lübe>-Büchen . . 149,70 147,70 Lombarden. . . + - 44,50 46,40 Warschau-Wien . . 211,00 209,50 Gotthardbahn . . . ., 127,75 129 40 128,00 Disconto-Gesellsh. Anth. . 170,40 174,00 171,90 Aktien der Darmst. Bank . 129,75 130,00 128,90 Aktien der Deutshen Bank 144,00 146,25 145,00 Laurahütte-Aktien .. , 113,00 117,25 115,10 Aktien d. Harpener Bgwk. 177,90 187,00 182,30

Täglihe Wagengestellung für Koblen und Koks an der Ruhr und in ObersgHlesten. An der Ruhr sind am 18. d. M, gestellt 10 565, nit re<t- ¡eitig geftellt keine Wagen. In Obers<@lesien sind am 17. d. M. gestellt 3766, ni@t re<tzeitig gestellt keine Wagen,

Subbafstations-Resultate.

Beim Königlihen Amtsgericht T Berlin ftand am 18, September 1891 das Grunditü> des Restaurateurs Paul d’Heureuse hierselbst am Askanischen Play 1 und in der Bernburgerstraße 1 belegen, mit 50370 4A Nußungéwerth zur Gebäudesteuer veranlagt zur Versteigerung. Das geringste Gebot wurde auf 40090 Æ festgeseßt. Ersteher wurde der Konsul a. D Hugo Fuchs, Kronprinzen-Ufer 12, für das Meistgebot von 850 000 4

Berlin, 18. September. (Amtliche Preisfeststellung für Butter, Käse und S{bmalz) Butter: Hof- und Genofien- \chaftsbutter Ia. 109—111 #, Isa. 106—108 Æ, IIla. 102—105, do. abfallende 95—100 4, Land-, Preußische 85—95 #, Nehbrücher 78—88 M Pommersche 80—90 #, Polnishe 73—76 $, Bayer. Sennbutter H, do. Landbutter #, Sylesische 85—93 Æ, Galizishe 70—73 #4 Margarine 48—80 # Käse 1 S{weizer, Emmenthaler 93—98 A, Bayerischer 75—78 #, do. Osft- und Westpreußischer Ia. 72—78 Æ, do. Ila 60—65 A, Holländer 85—90 M, Limburger 38—44 #, Quadratmagerkäse Ia. 24—28 M, do. Ia. 18—20 Sw<malz: Prima Western 17 °?/o Ta. 44,00 4, reines, in Deutschland raffinirt 45,00—47,09 , Berliner Braten- {malz 47—5l A Fett, in Amerika raffinirt 39,00 #, in Deutschland raffinirt 44,00 # Tendenz: Butter: Bei lebhafter Nachfrage befestigten si<h dic Preise weiter. Schmalz: etwas ab- ges<wächt.

Nad dem Bericht der „Köln. Volks-Ztg,* über den rheinis<- westfälishen Eisenmarkt liefen Walzeisenaufträge in leßter Zeit ziemli< befriedigend ein. Die meisten Werke hätten deshalb den Betrieb voll aufre<terhalten können. Das Gleiche gelte von den Scienenwalzwerken und den Produk- tionéftellen des sonstigen Eisenbahnbedarfs. Baueisenwalzwerke seien dauernd ausreichend bes>âftigt, ebenso Werke für S@iffsbau- zwe>e und starken Draht. Der Handel in Roheisen und Erzen sei im Allgemeinen ziemli rubig; in leßter Zeit sei jedo eine Besserung eingetreten, weil die Stahlwerke einen großen Bedarf gehabt bâtten, Kokskohlen und Hochofenkoks seien billiger offerirt, Hausbrand- und Kefselkohlen im Preise fest.

Leipzig, 18. September. (W. T. B.) Kammzug-Termin- bandel. La Plata. Grundmuster B. per September 3,70 #, per Oktober 3,70 #4, per November 3,727 #, per Dezember 3,723 , per Januar 3,774 , per Februar 3,89 , per März 3,825 #6, per April 3,825 #, per Mai 3,85 #4, per Juni 3,85 #6, per Juli 3,877 M, per August 3,877 Æ Umsas 70000 kg. Rubig.

London, 18. September, (W. T. B) Wollauktion. Wolle bessere Nachfrage, Preise unverändert.

An der Küste 7 Weizenladungen angeboten.

Manchester, 18. September. (W. T. B.) 12r Water Taylor 6}, 30r Water Taylor 84, 20r Water Leigh 7F, 30r Water Glayton 7}, 32r Mo> Brooke 7}, 40r Mayoll 8%, 40er Medic Wilkinson 9}, 32r Warpcops Lees 74, 36r Warpcops Rowland 8, 40r Double Weston 9}, 60r Double Courante Qualität 12}, 32“ 116 yards 16 K 16 grey Printers aus 32r/46r 164, Stetig.

Glasgow, 18. September. (W. T. B.) Die Vorräthe von Robeisen in den Stores belaufen sih auf 501 435 Tons gegen 656 624 Tons im vorigen Jahre.

Die Zahl der im Betriebe befindlihen Hochöfen beträgt 74 gegen 73 im vorigen Jahr«í.

New-York, 18. September. (W. T. B.) Die Börse er- öffnete zu höheren Coursen bei lebhaftem Sesc&äft, au< war die Tendenz später günstig. Der Schluß war im Allgemeinen \{wa<. Der Umsaß der Aktien betrug 693000 Stü>. Der Silber- vorrath wird auf 4300009 Unzen ges<häßt. Die Silber- verkäufe betrugen 201 009 Unzen.

Baumwollen-Wowcenberiht. Zufuhren in allen Unions- bäfen 159 000 Ballen, Ausfubr na Großbritannien 33 000 Ballen, Ausfuhr nah dew Kontinent 9000 Ballen. Vorrath 381 000 Ballen.

Submissionen im Auslande.

Belgien.

1) Nächstens, Brüsseler Börse, Lieferung von Zubehör für Stienen von 38 kg der laufende Meter : y

1600 t W.nkellashen, Mod. 2, aus Eisen oder weihem Stahl.

400 t eis. Lashenbolzen mit Köpfen von 0,021 m Durhm.

250 t gewöhnl. eiserne Krampen.

150 t eiserne Winkellaschenkrampen.

100 t Zwischenplatten aus Eisen oder weihem Stabl.

Sicherheit : 15 Frs. für die Tonne Winkellaschen oder Platten. p 25 Frs. für die Tonne Bolzen oder Krampen.

2) Nächstens, Brüffeler Börse, Lieferung von Stakblschienen- Uebergängen, -Kreuzungen und Weichenvorrihtungen (Profil Vignoles ; 38 Kg lfd. Meter):

150 t Weichen Nr. 1 ohne Manövervorrihtungen.

250 t z ¿2 mit I

170 t Sgienenkreuzungen Nr. 2a. 150 t ; Nr. 3a, 70 t Ï Nr. 4a. 10 t Z Nr. 5a. 10 t Swienenübergänge (einfah) Mod. A a, 50 t n ü Mod. Ba, 10 t s ¿ Mod. Ca. Sigerheit: 35 Fr. für die Weite. S 2D v Neuung. z 20, »„ den Uebergang.

Rennen zu Hoppegarten. Freitag, 18. September.

I. Unverhofft-Rennen. Staatëpreis 5000 4 1100 m. Erbpr. Fürstenberg's dbr. St. „Fustanella“ 1.,, Hrn. V. May's br. St. „Wonretraum“ 2., Frhrn. v. Münchhausen's br. St. „Florette“ 3. Nach \{ärfstem Kampf um einen knappen Kopf herausgeritten ; „Florette“ anderthalb Längen hinter „Wonnetraum“ Dritte. Wert 5000 M der Siegerin, 1650 A der Zweiten, 100 H der Dritten.

IL. Herzog von Ratibor-Rennen. Union-Klub-Preis 10 000 A Für Zweijäbrige. 1200 m. Gr. Nic. Esterhazy's F.-H. „Correcticus*“ 1., Hrn. V, May's br. H. „Archer“ 2., K. Hpt.-Gest. Gradig? br. H. „Grobian“ 3. Siegte sehr sicher mit dreiviertel Längen; eine halbe Länge trennte „Grobian“ von Archer“. Werth: 14 150 A dem Sieger, 1800 # dem Zweiten, 800 # dem Dritten.

IIL. Hertefeld-Rennen. Chrenpreis und Staatspreis 8000 A Für Dreijährige. 3000 m. Frhrn. E. von Fürstenberg's dbr. H. „Martigny*® 1. Hrn, E. Lindner's F.-H. „Fra Diavolo“ 2, Hrn. U. von Oergen?'s dbr. H. „Wi>inger“ 3. Nach Gefallen mit einer Länge gelandet; „Wi>inger“ fünf Längen hinter „Fra Diavolo“. Werth: Ehrpr. und 9925 4 dem Sieger, 3925 A dem Zweiten, 809 M dem Dritten. Zeit: 3 Min. 34 Sek.

IV. Staatspreis 2. Kl. 4500 G 4800 m. Hrn. V. May's \{wb. H. „Königslieuterant*. Werth: 4900 #6

V, September-Verkaufs-Handicap. Klubpreis 2090 M 900 m. Frhrn. v. Scrader's br. H. „Calderon“ 1.,, Kapt. Joë's F.-St. „Schneekoppe“ 2, Hptm. Spiekermann's br. St. „Filine* 3. Siegte wie er wollte mit einer Länge; „Filine“ eine halbe Länge hinter „S<hneekoppe“ Dritte. Werth: 2570 #4 dem Sieger, 240 Æ der Zweiten.

VI. Trachenberg: Rennen. Klubpreis 3000 4 Herrenreiten. 2000 m. Hrn. von Tepper-Laski’'s W. „Notar“, Bes. 1.,, Erbpr. Fürstenberg's br. H. „Belhomme“, Mr. C. Hill 2., Hptm. R. Spieker- mann's F.-H. „Perdutto“, Hr. O. von Dewiß 3. Nach Kampf um einen Hals gewonnen ; eine Länge zwishen dem Zweiten und Dritten, aen 3330 A dem Sieger, 330 # dem Zweiten, 60 4 dem

ritten.

Jagd.

Aus der Eifel, 16. September. Im vergangenen Winter sind die zur Vertilgung des Shwarzwildes vor einer Reibe von Jahren eingeführten Makfregeln mit gutem Erfolg fortgeseßt worden. Es konnten im Ganzen fünf von Amtswegen veranstaltete Saujagden abgehalten werden. Die Jagden erstre>ten si<h auf Theile der Kreise Trier (Land) und Wittli< und dauerten zusammen fünf Tage. Dabei wurden, wie der „Rh.-W. Z.“ berihtet wird, 25 Sauen zur Stre>2 gebra<ht und einige weitere {wer angeshweißt. Außer diesen Saujagden wurden in der Eifel no< mindestens 50 Stü>k Schwarzwild erlegt, sodaß im Ganzen an 75 Stü> zur Stre>e gebraht wurden. Klagen über Schwarz- wildshäden sind im verfloffenen Jahre wenig vorgekommen, ein Zeichen, daß sih das S<hwarzwild in der Eifel überhaupt sehr vermindert hat ; man trifft Reviere an, in welchen kein Stü> Schwarzwild mehr zu erbli>en ift.

Mannigfaltiges,

London, 17. September. Im Westen Irlands will man, wie die „A. C.“ mittheilt, reiche Golderze entde>t haben. Der Erris- beg Berg in der Grafschaft Connemara soll vier Goldadern enthalten. Schon vor zwanzig Jahren wurde in der Gegend nah Gold gegraben. Die damaligen Ergebnisse waren aber niht sehr ermuthigend.

Paris, 12, September. Kürzlih erlo\<, wie der „N. Pr. 3.“ mitgetheilt wird, hier während der Vorstellung in der „Komischen Oper“ plôöglih die elektrishe Beleuchtung, ebenso in dem bena<hbarten „Théâtre Chätelet“*. Erst nah Verlauf von zroanzig Minuten konnten die Vorstellungen fortgeseßt werden. Unterdefsen \<affte die Polizei die Leiche eines armen Burshen na< der Morgue, der in dem Maschinenhaus, das die Theater mit dem elektrischen Strom versorgte, in die Maschine gerathen war und so mit seinem Körper die Leitung unterbrochen hatte.

Paris, 17. September. Gestern Abend 11è Uhr entstand, wie der „N. P. Z.“ telegraphirt wird, eine Panik im „Théâtre Variété* dadur, daß die Lampenschirme an der Rampe Feuer fingen, Die Zuschauer stürzten nah den Ausgängen, die Schauspieler aber blieben auf der Bühne. Das Feuer wurde bald gelöst.

Locarno, 18. September. Professor Viscardini, ein be- kannter Alpinist, stürzte nah einer Mittheilung des „D. B. H.“ bei eirer Besteigung des Grovairola in einer Höhe von 20 m von einem Felsen herab und erlitt einen Schädelbruch.

New-York, 17, September. Gestern ift na< einer Meldung des „H. T. B.* ein großes Möbelmagazin an der E>ke der Nafsau- und Falton-Street bis auf die Umfafsungêmauern ni eder- gebrannt. Das zahlreihe Geschäftspersonal wurde mittels Leiter und Sprungtuch gerettet; viele Personen und mehrere Feuerwehr- leute wurden verlegt.

Zweite Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Slaals-Anzeiger.

Berlin, Sonnabend, den 19. September

Ê—__ e rr——

1891.

M 221.

1. Untersuhungs-Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. hen

3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

1) Untersuchungs-Sachen.

{34815] Vermögensbeshlagnahme.

Gegen nachbezeihnete Wehrpfliwtigen :

1) Caire, Emil, geb. 15. 10. 68 zu Kaysersberg,

2) Kintz, Eugen geb. 30. 1. 68 daselbft,

3) Colin, Josef, geb. 1. 4. 68 zu Leberau, Fabrikarbeiter,

4) Fettet, Eugen, geb. 29. 5. 68 zu Lberau, zu- leßt in St, Kreutz,

5) Geler, Karl, geb. 17. 2. 63 zu Leberau, Fabrikarbeiter, _

6) Serth, Alfred, geb. 21. 6. 68 zu Leberau, Geistlicber,

7) Milduer, Iohann Josef, geb. 8. 3, 68 zu Leberau,

8) Stein, Eugen Paul, geb. 29. 6. 63 daselbft,

9) Anztzenberger, Josef, geb. 39, 4. 68 zu Marfir<, 2

10) Batot, Johaan Baptist, geb. 7. 12. 68 daselbst, /

11) Blum, August Adolf, geb. 22. 9. 68 daselbft, zuleßt zu Schlettstadt, :

12) Dietrich, Heixrich, geb. 22, 5, 68 zu Markirh, Sefselmacher,

13) Gerhardt, Ludwig Emanuel, geb. 7. 4. 68 zu Markirh, Geschäftsreisender,

14) Humbert, Iohann Baptist, geb. 2, 12. 68 zu Deutsh-Rumba{, zuleßt in Markir,

15) Suß, Alfon3, geb. 1. 8. 68 zu Markirh,

16) Keller, Albert, geb. 3. 5. 68 daselbft, Fabrik- angeîteliter,

17) Michler, Franz Ludwig, geb. 18, 8. 68 da- selbst, Fabrikarbeiter,

13) Schmitt, Ludwig, geb 25, 10. 68 zu Mar- kir, Bildbauer,

19) Zisette, Gustav Adolf, geb. 14. 3. 68 zu Rovpol:reweiler,

20) Delert, Peter, geb. 30. 4. 68 zu Reichenweier,

21) Woelflin, Georg Ernst, geb. 10. 6, 68 da- selbt, ¿zulegt in Colmar, Photograpb,

22) Fettet, Franz Adolf, geb. 5. 1. 68 zu St. Kreuz, Weber,

23) Collez, Josef, geb. 9. 8, 68 zu Swrierlac, zuleßt in St. Kreuz,

24) Wetter, Iohann Friedrih, geb. 8. 10, 68 zu St. Kreuz, ; 2 Mecert, Camille, geb. 4. 10. 68 zu Schnier- acl,

26) Roth, Emil Heinri, geb. 13, 9. 68 zu Markir, zuleßt in Sigolsheim, E Dietsch, Paul Constant, geb. 15. 1, 68 zu

cbeis,

28) Miclo, Iohann Peter Leo, geb. 27. 10. 68 daselbft,

29) Muth, Iohann Baptist, geb. 3. 11. 68 daselbst, :

30) Petitgenez, Iohann Baptist Alexander, geb. 24. 3. 68 da!elbft,

31) Delacôte, Julius Ludwig, geb. 19. 8, 68 zu Zell, zuleßt in Colmar,

32) Delacôte, Viktor, geb, 27, 8. 70 zu Zell, zulegt in Colmar,

53) Winter, Johann Michel, geb. 5, 9. 69 zu Beblenhbeim,

34) Frit, Simon Peter Karl, geb. 26, 8, 69 zu Bergheim, s

35) Haas, Alfons, geb, 28. 3. 69 zu Bergheim,

36) Jehel, August Peter, geb. 18, 5, 69 zu Deutsh-Rumbach, zuleßt in Markirch,

37) Wiß, Iakob, geb. 20. 7. 69 zu Ingersheim, zuleßt in Türkheim,

38) Gsell, Auguft, geb. 12. 1, 69 zu Kaysersberg,

39) Moos, Heinrich, geb. 16. 1. 69 daselbft, L R Alfons Blasius, geb. 6, 2. 69 aletbit,

41) Peter, Iohann Joseph, geb. 27. 3. 69 daselbst,

42) George, August Johann Baptist, geb. 24. 1. 69 zu Leberau, zuleßt in EC>kirch,

43) Guillaume, Quirin, geb. 23, 4, 69 zu Leberau,

44) Jeanelle, Marcelin Paul, geb. 3. 6, 69 daselbft,

B “afi Ee e S 9, S A Gs

art, Franz Iosef, geb. 17. 6, a-

felbst, Weber, Y LEA q

47) Bosh, Maria Josef, geb. 8. 9, 69 zu Markirch,

48) Vauer, Iohann Baptist, geb. 25, 10, 69 daselbst, : ; felbst Bauer, Julius August, geb. 20. 6. 69 da- exo1i,

50) Brandt, Friedrich, geb. 6. 8. 69 daselbft,

51) Doll, Karl, geb. 4. 4. 69 daselbft, Sattler,

52) Durracher, Ludwig, geb. 23. 8, 69 taselbst, Tapezirer,

53) Favre, Ernft, geb. 23. 7, 69 daselbft,

54) Glohr, Ludwig, geb. 15. 5, 69 zu Markir(, Fabrikarbeiter,

55) Graeff, Karl, geb. 17. 11. 69 zu Markir<,

56) Grandpré, Kal, geb. 21. 7. 69 daselbt, Schlofser, ? c

57) Loppin, Valentin, geb. 27. 2. 69 daselbst,

58) Lorenz, Karl, geb. 19, 2, 69 daselbst, Weber, \

59) Schmitt, Iosef, geb. 17. 2. 69 daselbft, Fabrikarbeiter,

60) Thomas, Karl, geb. 20. 1. 69 daselbst, Gärtner,

61) Uebel, Johann Georg, geb. 29. 10. 69 da- selbst, Kaufuiann, Z

62) Walter, Karl, geb. 9. 1. 69 daselbst,

63) Zurliuden, Emil, geb. 23. 10. 69 daselbft,

64) Ciaus, Marie Franz Anton, geb. 31. 7. 69 zu Rappoltsweiler, Maurer, :

65); Rebmann, Ludwig, geb. 9. 9. 69 daselbft,

66) Zisette, Robert Theophil, geb. 13. 8. 69 daselbst,

Deffentlicher Anzeiger.

67) Battand, Josef, geb. 16. 9. 69 zu St. Kreuz,

68) Soffner, Joseph Emil, geb. 11. 2. 69 daselbst, Fabrikarbeiter,

69) Soldenrieth, Josef, geb. 23. 6. 69 zu St. Kreuz, Weber,

70) Humbert, Josef Camille, geb. 13. 1. 69 daselbst,

71) Koch, Ernft Johann Baptist, geb. 24. 2. 69 ¿zu Urba, Maler,

72) Baltenberger, Johann Hubert, geb. 2. 11. 69 zu Urbeis,

73) Batot, Eugen Cyprian, çeb. 20, 2. 69 da- selbft, Fabrifkarkeiter, 4

74) Claudepierre, Johann Baptist Alexander, geb. 24. 7. 69 daselbst, Knecht, ; i Ee Viktor Johann Baptist, geb. 1. 10. 69 a] elbst,

76) Million, Eduard Josef, geb. 2. 4. 69 zu Urbeis, Knecbt,

77) Gerard, Marcelin Iosef, geb. 31. 5 69 zu

ell, Z 78) Parmentier, Marie Cölefstin, geb. 5. 2, 69 daselbst, 79) Uflaud, Friedrich, gb. 1, 1. 70 zu Huna- weier, zuletzt in Ammerschweier, 80) Voegtle, Iosef Theodor, geb. 17. 3. 70 zu Ammerschweier, Schreiner, 81) Hagenauer, JIudas, geb. 11. 10 70 zu Bergkbeim, j 82) Halbeisen, Iohann Baptist, geb. 25. 5. 70 zu Bergheim, s a) IRIEE, Héinrih Naphtalie, geb. 15. 3, 70 alelbît, 84) Keutzinger, Armand, geb. 25. 9. 70 daselbft, 85) Meyer, Franz Xaver, geb. 25 4. 70 da/elbît, _ 86) Anthy, Frarz Anton, geb. 17. 11. 70 da- selbst, Mezger, 87) Spielmann, Xaver, geb. 12. 7. 70 daselbst, 88) Witt, Eduard, geb. 7. 10. 70 daselbft, 89) Ancel, Maria Karl Iosef, geb. 5. 3. 70 zu Diedolsbausen, Fabrikarbeiter, 90) Mary, Josef, geb. 20. 8, 70 zu Gemar, 91) Fromm, Iohann Baptist, geb. 17. 11, 70 zu Ingert heim, Bä>ergeselle, 92) Gascye, Viktor, geb. 1. 4. 70 daselbft, 93) Lichtie, Michel, geb. 9, 8, 70 daselbt, 94) Escheubreuner, Zohann Karl, geb. 14 5, 70 zu Kaysersberg, 95) Keller, Georg Andreas, geb. 14. 4. 70 daselbft, 96) Kuntzmaun, Franz, geb. 9. 10, 70 dafelbft, 97) Mandel, Josef, geb. 17. 12. 70 daselbft, 98) Moser, Georg, geb. 26. 10. 70 dafelbît, 99) Duvic, Anton, geb. 23. 2. 70 zu Leberau, 100) Stauisiere, Johann Josef, geb. 11. 9, 70 dasfelbit, - : 101) Vaetz, Karl Eduard, geb. 9, 7. 70 zu Markirh, 102) Baumeyer, Emil, geb. 5. 1. 70 dafelbst, 103) BVe>, Johann Josef, geb. 7. 9. 70 daselbst, Fabrikarbeiter, _ 104) Benoit, Ludwig Julius, geb. 7. 2. 70 da- selbst, A>erer, _ 105) Berger, Albert, geb. 5. 3, 70 daselbst, Fabrikarbeiter, 106) Dubois, Julius, geb, 14. 11, 70 daselbst, Blechs<hmied, 107) Gauer, Johann Baptist, geb. 18. 7. 70 daselbft, 108) Gaspermenut, Franz, geb. 24. 12, 70 daselbit, E 199} Girard, Arsenius Eugen Ludwig, geb. 19. 8. 70 daselbft, S 110) HSaegy, Iosef, geb. 7. 11. 70 daselbft, 111) Seer, Emil, geb. 15, 2. 70 zu Markir{, zuleßt Conditorgehülfe in Colmar, i 112) Horuy, Emil, geb. 27, 2. 70 zu Markir{, Gärtner, 113) Jaegy, Alexander, geb. 9. 4, 70 zu Mar- kir, Bleschmied, 114) Lazarus, Constantin, geb. 30. 4. 70 da- selbst, Fabrikarbeiter, L 115) Michel, Ernft, geb. 31, 5. 70 daselbst, Fabrikarbeiter, S 116) Michler, Julius, geb, 16. 7. 70 daselbst, 117) Müller, Karl Jultus, geb. 2. 1. 70 daselbst, Schneidergefelle, 5 118) Pfeiler, Gustav, geb. 20. 2. 70 dafelbst, 119) Sommer, Paul, geb. 16. 4. 70 zu St. Dié, zuleßt in Markirch, : 120) Toubhans, Adolf, geb, 29, 10. 70 zu Markir{, Gyp1er, E 121) Weber, Emil, geb. 17. 1. 70 daselbft, Weber, t r Grauer, Daniel, geb. 6. 2. 70 zu Ostheim, net, à ay Hoffert, Iohann, geb. 7. 11. 70 daselbst, net, a O Manny, Mathias, geb. 14. 1. 70 daselbft, net, 125) Nadelhoffer, Johann, geb. 26. 11. 70 da- felbst, Knecht, : 126) Baudot, Heinri, geb. 12. 7. 70 zu Rap- poltsweiler, Maler, 127) Burg, Eugen Marie Alois, geb. 24. 4, 70 zu Rappoltsweiler, abs Faruy, Karl August, geb. 23. 6. 70 da- elbiît, L: e Gerard, Iohann Baptist, geb. 27. 5. 70 ajeltit, iti Menger, Iosef Acdill, geb. 14. 3. 70 da- ebt, Fetbt Müller, Franz Karl, geb. 4. 12. 70 da- eror, fb Roth, Ludwig Andreas, geb. 11. 5. 70 da- elbit, 133) Stoer>el, Ferdinand, geb. 28, 2. 70 zu Rodern,

Kommandit-Gesellshaften auf Aktien u. Aktien-Gefells<{.

134) Florence, Johann Iosef, geb. 27. 5. 70 zu St. Kreuz, Spinner,

135) Florence, Ludwig Iohann Baptist, geb. 18 6. 70 daselbs, Spinner,

13s) Gorius, Johann Baptist, geb. 3. 12. 70 daselbît,

137) Martin, Iobann, geb. 8. 10. 70 daselbît,

138) Normand, Ludwig Emil, geb. 9, 5. 70 zu St. Kreuz, Handscbubmacher, f

139) Riotte, Karl, geb. 23. 11. 70 dafelbît, Fabrikarbeiter,

140) Perrin, Iosef Conftantin, geb. 24. 11. 70 zu Schnierla<, Fabrikarbeiter, zuleßt in Altweier, _ 141) Kreder, Ferdinand, * geb. 29. 9, 70 zu Sigolsbeim, Ad>erer,

142) Sertaur, Urban, geb. 30. 7. 70 zu Urbach, Fabrikarbeiter,

143) Abend, Iosef August, geb. 7. 11. 70 zu Urbeis,

144) Glé, Nikolaus Emil, geb. 5. 2. 70 dafelbft,

145) Laurent, Karl Eduard, geb. 28, 9. 70 daselbt,

146) Marchane, Julian, geb. 16. 7. 70 zu Jandelincourt, zuletzt zu Urbeis,

f 2 Mouth, Josef Simon, geb. 29, 10. 70 zu rbeis,

148) Studer, Josef Anton, geb. 19, 1, 70 zu Kayseréberg,

149) Gerard, Johann Baptist, ges, 18. 6, zu Zell, ¿

150) Jacquat, Iosef Michel, geb. 13. 8, 70 daselbft,

151) Grollemund, Euzen, geb. 22. 9, 70 zu Gemar, Bäter, j

152) Oehlhafeu, Iosef, geb. 6. 2. 70. zu Berg- beim, zulegt in Colmar,

153) George, Iohann Baptist, geb. 24, 10. 69 zu Leberau,

154) Marchand, Josef, geb. 17. 3, 69 zu Rap- poltéweiler, Keliner, zuleßt in Barr,

155) Sutter, Gustav Iosef Karl, geb. 2. 11. 6 zu U: beis, Kellner,

156) Hirn, Franz, geb. 9. 5. 70 zu Matzenheim, zulezt in Matrkirh, Schuster,

157) Naegele, Sigismund, geb. 3. 7. 68 zu Wehr, zuleßt in Colmar, Schriftseter,

wo nit anders angegeben, it der Geburtsort der Angeklagten, au<h deren letter Aufenthaltêort und der Stand derselben unbekannt ist dur Beschluß der Strafkammer des Kaiser- lien Landgerichts zu Colmar vom 12. Juni 1891 wegen Entziehung von der Wehrpflicht die Bes(blag- nahme des im Deutswhen Meich befindlihen Ver- mögens in Höbe von je 10909 46 verfügt worden.

Colmar, den 8. September 1891.

Der Erste Staatsanwalt. Bernays.

[34973] Beschluß. Betreff; Bruno Bernhard, Maurer von Main- ascha, wegen Körperverletzung

Es bandelt si< hier um eine Beschlagnahme im Sinne des $. 332 der R. St. Pr. O,, denn es liegt gegen den Abwesenden, gegen welchen die öffentliche Klage erhoben ift, Fluhtverdacht, sona ein Grund vor, wel@er die Erlafsung eines Haftbefehles re<t- fertigen würde.

Aus diesem Grunde und weil die Strafsache gegen Bruro Bernhard von Mainas<baff wegen Körperverlezung in Folge der Ueberweisung durch die Strafkammer zur Zuständigkeit des Schöffen- gerihts gehört (Lôwe, Kommentar zur R. St. P. O. II. Auflage S. 596 Anmerkung) wird dem amtsanmaltschafiiihen Antrage entsprehend das Vermögen des Bruno Lernhard, Maurer von Mainascaf, mit Beschlag belegt.

Vschaffenburg, den 14. September 1891.

Königliches Amtsgericht. Der Königl. Ober- Amtsrichter. Ober-Landesgerihts-Rath Bauer.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

{34851] Zwangsverfteigerung.

Im Wege der Zwangsvolljtre>ung foll das im Grundbuche von den Umgebungen im Kieise Nieder- barnim Band 74 Blatt Nr. 3199 auf den Namen des Steinhändlers Eugen Jung zu Charlottenburg eingetragene, in der Beufselstraße belegene Grund- ftüd am 17. November 1891, Vormittags 103 Uhr, vor dem unterzeichneten Geriht an Gerichts|telle Neue Friedrichstr. Nr. 13, Hof, R C, Erdgeschoß, Saal 40, versteigert werden.

as Grundftü> ist 8a 05 qm groß und mit 1,89 M Reinert:ag zur Grunditeuer, zur Gibäudesteuer jedo no< nit veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abs<hrift des Grundbuchblatts, etwaige Ab1<häzungen und andere das Grundftü> betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsshreiberei, ebenda, Flügel D, Zimmer 42, eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die ni<ht von selbft auf den Ersteher übergehenden An)prüche, deren Vor- handensein oder Betcag aus dem Grund- buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks niht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspri&t, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots niht berüdsihtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berü>-

6. 7. Erwerbs- und Wirthscafts-Genofsenshhaften. 8. Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten.

9. Bank-Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

sihtigten Ansprühe im Range zurü>treten. Diejenigen, wel<he das Eigenthum des Grundftü>s3 beanspruchen, werden aufgefordert, vor S&luß des Versteigerungstermins die Einftellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug ‘auf “den Anspru< an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertbeilung des Zuschlags wird am 19. November 1891, Nachmittags 125 Uhr, an obenbezeihneter Gerichtsstelle verkündet werden. Berlin, den 29. August 1891, Königliches Amtsgeriht I. Abtheilung 53,

(34856] Zwangsverfteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das im Grundbue von den Umgebungen Bard 82 Nr. 4147 auf den Namen des Kaufmanns Edmund S6röder und des Tapezierers Albert Gerrmann bier, zu gleichen Re<ten und Antheilen eingetragene, am Kottbuser Ufer (Nr. 57) belegene Grundstü>, am 2. De- zember 1891, Vormittags 107 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht, an Gerihtstelle, Neue Friedribstraße 13, Hof, Flügel C., parterre, Saal 36, versteigert werden. Das Grundstü> ist mit einer Flâde von 14 a 48 qm weder zur Grundsteuer no< zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbucb- blatts, etwaige Absbätungen und andere das Grund- tü> betreffende Nachweisungen, fowie besondere Kaufbedingungen können in der Geri®ts\<reiberei, ebenda, Flügel D, Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Realbere{tigten werden aufgefordert, die nit von selbft auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorbandensein oder Betrag aus dem Grund- bude zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- »erwerfs ni<t hervorging, in8besondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe vox SVe- Scten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger wider! pribt, dem Gerichte glaubhaft zu mahen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des ge- ringsten Gebots nicht bercüd>sihtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die be- cü>sichtigten AnsprüGße im Range zurü>treten. Diejenigen, welhe das Eigenthum des Grundstü>s beanipruben, werden aufgefordert, vor SHluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls na< erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru an die Stelle des Grundstü>s tritt. Das Urtheil über die Frtheilung des Zuschlags wird am 2. Dezember 1%$1, Nachmittags 123 Uhr, an Sericytsitelle, wie oben angegeben, verfüundet werden.

Berlin, den 26. August 1891.

Königliches Amtsgericht I. Abtbeilung 951.

[34857] Zwangsverfteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>kung foll das im Grundbuche von der Königstadt Band 101 Nr. 4393 auf den Namen des Kaufmanné Carl Hinze zu Berlin ein- getragene, nah dem Kataster-Auszuge in der Linienstraße Nr. 131 belegene Grundftü> am 27. November 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtéstelle, Neue Friedrichstraße Nr. 13, Hof, Flügel C, parterre, Saal 36, versteigert werden. Das Grundftü> ift mit einer Fläche von 10 a 56 qm weder zur Grundsteuer no< zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuer- rolle, beglaubigte Abschrift des Grundduchblatts, etwaige ugen und andere das Grund- sttüd> becrefende Nahwet¡ungen, sowie besondere Kauf- bedingungen können in der Gerihtss{<reiberei, ebenda, Flügel D, Zimmer 41, eingesezen werden. Alle Real- bere<tigten werden aufgefordert, die nit von selbst auf den Eriteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhan- densein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital , Zinsen , wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin oor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des gering!ten Gebots nicht berüd>si{tigt werden und bei Ber- theilung des Kaufgeldes gegen die berüdsih- tigten Ansprühe im Range zurü>treten. ies jenigen, welche das Eigenthum des Grundstü>s be- ansprucen, werden aufgefordert, vor Schluß des Vers fteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens hecbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru an die Stelle des Grundstü>=s tritt. Das Urtheil über die Ertbeilung des Zuschlags wird am 27. November 1891, Nachmittags 1} Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben angegeben, verkündet werden.

Berlin, den 3. September 1591.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 51.

[34542] Aufgebot. A

Nr. 1. 41780. Auf Antrag des Wafferbau- Technikers Slenker in Lauchensee bei Lauten- bach i. E. erläßt das Gr. Amtsgericht III. bierselbft das Aufgebot der Pfandbriefe der Rheinischen

ypothekenbank in Mannheim Serie 59 Litt, C. tr. 1165 über 500 #, Serie 61 Litt. D, Nr. 9018 über 200 A und Serie 39 Litt. E. Nr. 1176 über 100 & Der Inhaber dieser Pfandbriefe wird auf- gefordert, spätestens in dem auf den 2. Juli 1896, Vormittags 9 Uhr, vor dem bezeihneten Gerichte bestimmten Aufgebotstermine seine Rechte bei dem Gerichte anzumelden und die Urkunden vor- zulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der- jelben erfolgen wird.

Mannheim, 12. September 1891.

Die M E Amtsgerichts, alm.