1891 / 239 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Beseßung dargestellt ; Hüttenbesißer“. Die erste Wiederholung der am näbsten Sonntag-Abend statt, während

Nawhmittag einer Auffübrung von „Ein Tropfen Gift“ gewidmet ist, i ( Rolle des Lothar darstellt. Das Repertoire des Les\ ing-Theaters für die neue Woche Montag: „Sodoms Ende“. : eFalsche eEine Geldheirath“

in wel<her Ludwig Barnay wieder die

lautet: Sonntag: E: „Eine Gesldheirath*. Donnerstaa: „Die Ehre“. Freitag: abend: „Der Fall Clémenceau* und Sonntag: Die Tageskasse für den Vorverkauf ist jegt Morgens an geöffnet.

„Eine Geldheirath“. Mittwoch

Im Wallner-Theater bleibt die neue Posse Amt VIT[“ die ganze Woche hindur< auf dem Repertoire.

Im Friedrih-Wilhelmstädtischen Theater witd „Der si wieder allseitiger Gunst rühmen darf, au<h noh an den nähsten Am Donnerstag geht zum Benefiz für Elise Schmidt Zeller's e Vogel- Das Personal ift zur Zit in allen Vorbereitungen zu Messager's „Basohe“ Die Musik zu diesem Werk

Die beliebten, vor einigen Jahren vom Belle-Alliance- T heater eingeführten Kinder-Nachmittags-Vorstellungen nehmen am Sonnabend, 17. Oktober, Nahmittags 34 Ukr, wieder ihren Anfang. Zur Aufführung gelangt zunä<hst die Märchen-Komödie mit Gesang und Tanz „Die

arme Jonathan*, der morgen (Sonntag) und

händler“ von Neuem in Scene. seinen Theilen durh die aus\<ließli<h in Anspru genommen.

bedingt eine Erweiterung des Orchesters.

männhen“ von Oécar Klein, für diese Kinder-Vorstellungen sind wie früher und betragen für Logen 14 50, für Fauteuil

stellungen werden schon jetzt an der Kasse des Theaters entgegengenommen. Montag die angekündigte

Im Thomas- Theater findet am Wohithätigkeitsvorstellung für den Nationaldank wobei das Lustspiel: „Herr und Frau Doktor «Der Präsident“ zur Aufführung gelangen.

ePräsident“ spielt Direktor Thomas. während an diesem Abend noh die Damen Alberti, Hohenthal, Körnig und Hagen und die Herren

t Kurz, Perers, Walden und Wirth be- \{äftigt sind. Am Dienstag nehmen die Darstellungen von

Barthold. Gathery, Kaiser,

shule“ wieder ihren Fortgang.

Im Concerthause gelangen am Montag,

Ouverturen zu Anacreon"

berrlihe A-dur-Sinfonie (Nr. 7) zur Aufführung.

CGoncerts ist ausnahmsweise auf 74 Uhr festgesetr.

JFagd.

Dienstag, den 13. d. M., findet Königliche Parforce- jagd statt. Stelldihein: Mittags 1 Uhr am Moosfenn an

der alten Langerwischer Straße,

Forstrevier Plantagenhaus.

der Dienstag bringt eine Wiederholung des

Musik von Friß Vollbah. Die Preise

von Cherubini und der „Zauberflöte von Mozart, ferner das Larghetto a. d. A-dur-Ouintett von Mozart (Klari- nette: Hr. Schwarz), das Concert für Violoncelo von de Swert (Hr. Swit), der Huldigungsmars<h von Wagner und Beethoven's

Lebterer dauerte

Seiner Majestät heiten der Prinz und der Großherzog

etw «Blutboczeit* findet q

der nä<hste Sonntag- von

Heilige“.

Sonn- e Eine Geldheirath“. bereits von 9 Uhr

„Telephon,

Sonnemann, widmete

Das auf die Nachricht

Abenden gegeben.

beflaggt.

Heinzel-

zu Bochum

bedeutend ermäßiat, | S&melnen

1 u. st w. Be-

für Veteranen ftatt, und, der Einakter Den Walter im

Mehrheit angenommen. Leipzig, 10. Oktober.

digung ist niht exfolgt.

Mädchen-

12. Oktober, die

von Tscherning, Lauterburg und F des Königs Wilhelm.

Der Anfang dieses Wien, 10. Oktober

Bett zu hüten. Minister Dr. Budget und betonte

Streven na< Wahrheit, stellung desselben

Potsdam, Belauf

Nach Schluß der Redaktion eing Depeschen.

Frankfurt a. M., 10, Oktober.

in der elektrishen Ausstellung erfolgte

Wetterbericht vom 10. Oktober,

(W. T. kunft Seiner Majestät des Kaisers sowie der Besuch ganz unerwartet.

egangene des laufenden Etatsjahres.

B.) Die An- | wünschten

Montaa: Opernhaus. 205. Vorstellung.

Morgens 8 Uhr.

E

S2 SE I

Stationen. Wind.

Wetter.

Temperatur

in 9

e S =

S A Q

red. in

Telsius =49R

von Scikaneder. In Scene geseßt vom Ober

gartner. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 214, Vorslelung. Der Kauf

mann von Venedig.

Anfang 7 Uhr,

Mullaghmore berdeen .. Christiansund Kopenhagen . Stockholm . aparanda . t.Petersburg Moskau Cork, Queens- town Cherburg elder... ylt amburg . winemünde Neufahrwasser Memel... |_766_ 61

eris S ünster. .. | 762 Karlsruhe . . | 763 ,_ Wiesbaden . | 764 München . . | 765 Chemniy . . | 766 Berlin... . | 766 Wien .... | 765 Breslau . . | 767

Fle d'Aix | 78

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heiter heiter halb bed. wolkig Nebel wolfktg Nebel wolkenlos

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753 754 763 765 764 770 770

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beiter Regen Nebel Dunst beded>t Nebel Nebel

|bede>t bede>t wolkig bede>t Nebel heiter heiter wo! U|Nebel

halb bed. taa A 763 wolkenlos Triest .…. . | 763 wolkenlos

Nebersi<t der Witterung.

Die Luftdru>vertheilung ist auf dem ganzen Ge- biete ziemli<h glei<hmäßig, die Witterung Central- Europas steht unter dem Einflusse eines Hochdru>- gebietes, dessen Kern über Rußland liegt, während eine Dipression mit abnehmender Tiefe nordwestlih von Schottland lagert. Bei {wacher meist \üt- ôstliber Luftströmurg is das Weiter in Deutshland dur<scnittli< mild, vielfad neblig, stellenweise beiter, ohne meßbare Niedershläze, nur an der deutshen Nordsce ist stellenweise etwas Regen ge- fallen. Archangelsk meldet minus 3 Grad.

Deuts<he Seewarte

Theater-Anzeigenu.

Königliche Schauspiele. Sonntag: Opern- haus, 204. Vorstellung. Tanuhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Romantische Oper în 3 Akten von R. Wagner. Ballet von Emil Graeb. In Scene gesctt vom Ober-Regisseur Fas Dirigent : Kapellmeister Sutter. Anfang

É ;

_ Sauspielbaus. 213, Vorstellung. Zriny. Trauer-

D 15%.

Dienstag: Opernhaus. und Zimmermaun. von Albect Lorßing Anfang 7 Uhr.

Swauspielhaus. 215, Vorstellung. des Herzens. Familienbild G. Gallina. In Scene geseßt vom Okber-Regisseur M. Grube Am Fenster. Lustspiel in 1 Philippi. In Scene geseßt vom Regisseur Plas<hke. Herrn in 1 Aufzug von G. b, Moser. Anfang 7 Ühr.

206. Vorstellung.

Regie : Hr. Krause.

Deutsches Theater. Sonntag: Nathan der Weise.

Montag: Die Kinder der Excellenz. Dienstag: Nathan der Weise. Mittwo<: Das Wintermärcheu.

Berliner Theater. Sonntag: Nachm. 23 Uhr: Wi!helm Tell. Abents 77 Uhr: Der Garnisons. teufel. Sabbath des Herzens. Montag: Schuldig. Anfang 7 Uhr. Dienstag: Der Hüttenbesiter.

Lessing - Theater. Soantag: Zum 2. Male;

Eine Geldheirath. Schauspiel in 3 Akten von

Salay Sc<hwarzkopf und C. Karlweis. Anfang T

74 j

Montag: Sodoms Ende. von Hermann Sudermann. Dienstag: Eine Geldheirath.

Wallner-Theater. Soantag: Zum 4. Male:

Telephon - Amt VIx. Posse mit Gesang in 3 Akten von Artony Mars und Maurice Desvallières. Deutsch von Herm. Hirschel. Musik von Gaston Serpette. Anfang 74 Uhr.

Montag und die folgende Tage: Amt VIL].

Drama in 5 Akten

Telephon-

Friedrih - Wilhelmstädtisches Theater. Sonntag: Der arme Jonathan. Operette in 3 Akten von Wittmann und Bauer. Musik von C Milöd>er. In Scene geseßt von Jultus Frißsdbe. Dirigent : Hr. Kapellmeister Karpa. An- fana 7 Uhr.

Montag: Der arme Jonathan.

: Residenz-Theater. Direktion : Sigmund Lauten- erg. Sonntag: Zum 12. Male: Besuch nacl der Hochzeit. Lustspiel in 1 Akt von Alexander Dumas. Deutsh von Paul Blo>. In Scene geseßt von

\piel in 5 Aufzügen von Theodor Körner. In E Use geseßt vom Ober-Regisseur Grube. Anfang « B

Sigmund Lautenburg. Hierauf, zum 12, Male! Von

Seine Majestät besichtigte, des Geheimen Raths Kittler der Führung der Vorstands-Mitgliedec von Miller und den größten Theil den Ausstellungshallen , den Werkstätten und dem Theater besonderes «Fnteresse, beehrte au verschiedene Aussteller mit huldvollen Anjsprachen. / ) _von der Ankunft Seiner Majestät des Kaisers zahlreih herbeigeströmte Publikum begrüßte Allerhöchst- denselben mit wiederholten lebhaften Zurufen. wurde die Reise nah Homburg fortgeseßt.

Homburg v. d. H., 10. Oktober. Majestät der Kaiser ist mit Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Heinrih um 10 Uhr 45 Jubel der Bevölkerung hier eingetroffen. Die Stadt ist reich

Sachsen reist morgen Ab

{lß sih der Minister den Finanz-Ministers Wekerle an.

Die Zauberflöte. Oper in 2 Akten von- Mozart. Text

Regisseur Teglaff. Dirigent: Kapellmeister Wein-

Komödie in 5 Aufzügen von Shakrspeare, über)eßt von A. W. v. Sthlegel.

j Zar Kowishe Oper in 3 Akten

Die Augen in 1 Aufzug von Aus dem FJtalienis<hen von F. Stinde. Aufzug von Felix

Kaudels Gardiuenpredigten. Lustspiel

zwei befanden si<h Jhre Königlichen Ho- Heinrih von Preußen mit Gemahlin Hessen mit der Prinzessin Alix.

Essen a. d. Nuhr, 10. Oktober. „Rheinisch-Westfälishe Zeitung“ stattgehabten Hauptversammlung des All[l- Knappschaftsvereins des werksbezirks Dortmund der Antrag auf des Vereins zu einer besonderen Versicherungsanstalt gemäß dem Alters- und Jnvaliditätsgeseß mit überwiegender

, „VEl s (W. T. B.) Der Buchdru>er- strike ist thatsächlih vertagt

Stuttgart, 10. Oktober. (W. T. B.) Laut einer Meldung des „Schwäbishen Merkur“ Friedrihs-Ordens General Adj Kabinets:Chef Dr. von Gri

Fm Abgeordnetenhause beleuchtete heute der Finanz- Steinba<h das dabei

mit

: vorgegangen worden gestellten Ziffern beruhten auf den bisherigen Ergebnissen Bezüglih der Valutaregulirung

die Valutaregulirung. Für die Beschaffung des hierzu nothwendigen Goldes sei das Abwarten günstiger Markt- verhältnisse und die Benuzung des richtigen Moments noth-

esinger, Hoskammer-Präsident Hofmarschall Freiherr von Wöllwarth- reiherr von Plato, der Hofmarschall

(W. T. B) Der König von Abend na<h Dresden zurü>. Der Erzherzog Albrecht is in Folge Erkältung genöthigt, das

Direkiion: 17. Male, Mädcheuschule. (4 Bildern) von Alexandec Bisson. Louis Gregh. Frei bearbeitet von Richard Genée. In Scene gesetz?

Sämmtliche neuen Costüme sind aus den Ateliers des Kaiserbazars.

des unter dem Wilhelm's T1 st

Stunden. Jn Begleitung

Anfangs unter der Führung aus Darmstadt, später unter

der Ausftelung und der Main - Ausstellung,

Um 101/4 Uhr

(W. T. B.) Seine Minuten unter großem (W. T. B.) Wie die meldet, wurde in der heute

Ober: Berg- Ummwandelung

worden; eine allgemeine Kün-

erhielten bas Großkreuz *des utant Freiherr von Molsberg,

von ihm die Vorsicht welchem hei sei.

eingebrachte und das der Auf- Die ein-

Aeußerungen des ungarischen Alle maßgebenden Faktoren

wendig. Ueber den Zeitpunkt der er Nichts mittheilen ohne eine Erschwerung der nothwendigen Maßnahmen zu schaffen und Nebenwirkungen hervor: pen Bei der ganzen Elastizität des Steuersystems ei die größte Selbstbeherrshung erforderlich, um ein eines Defizits entbehrendes Budget zu erhalten. Das Gegentheil würde das Ansehen Oesterreihs {mälern, den mühsam gekräftigten Kredit empfindlich s{<hwächen und die Pläne der Valutaregulirung sofort in die Registratur verweisen. Von Anlehen, abgesehen von solchen zu Jnvestitions- zwe>en, sei er (der Minister) kein Freund; eine Steigerung derx indirekten Abgaben erachte er für unthunlih, auf diesem Ge- biete müsse Ruhe eintreten. Auch die Reform der Zollpolitif sei niht ohne Opfer möglich. Der österreihishe Jngenieur- nnd Architektentag nahm eine Resolution an, die Regierung zu ersuchen, bei den Gesandtschaften in Washington, London, Paris, Berlin, St. Petersburg, Rom und einer Stadt im Orient baldigst Jngonieur-Attachéstellen zu errichten.

London, 10. Oktober. (W. T. B.) Das „Reuter sche Bureau“ meldet aus Rio de Janeiro von gestern, daß die daselbst stattgehabten Ruhestörungen auf einen Konflikt zwischen der Polizei und meh- reren Zuschauern während der Vorstellung im Theater am 6. d. M. zurüzuführen seien. Das Publikum sei in Folge des Verhaltens der Polizei so erregt gewesen, daß die legtere zurückgezogen werden mußte. Jn den Straßen patrouillirten Truppenabtheilungen; hier und da hätten auch gestern Abend no< Zusammenstöße zwischen Militär und Publikum stattgefunden.

St. Petersburg, 10. Oktober. hinesishe Gesandtschaft hat der gierung die Mittheilung zugehen lassen, Behörden alle zum Schuße der in Cvina O und ihrer Habe erforderlichen aben.

Hier eingelaufenen Nachrichten zufolge hat die Expedition des Fürsten Gallißin Kaschgar, Yarkand und Kargalik durchzogen, ohne irgend welchen Schwierigkeiten zu begegnen.

Odessa, 10. Oktober. (W. T. B.) Am Donnerstag fand die feierlihe Eröffnung der landwirthschaftlichen Farm beim hiesigen hebräishen Waisenhause statt. Bei dieser Gelegenheit gab der Stodthauptmann dem Wunsche Aus- dru>, es möchten solhe Farmen in Rußland weite Vecbreitung finden, und forderte die hebräishe Jntelligenz auf, auf ihre Glaubensgenossen einzuwirken, daß sie in Rußland bleiben, sich mit Landwirthschaft beschäftigen und nicht aufs Ungewisse hin auswandern sollten. Unter anderen Gratulations-Depeschen aus diesem Anlaß traf au< eine solhe vom Minister des

Valuta-:Regulirung könne

(W. T. B.) Die russishen Re- daß die chinesischen lebenden 1ussischen Maßregeln getroffen

Innern ein.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

von Labihe und Gondinet.

Regie: Anfang 7X Uhr.

Belle-Alliance-Tyeater.

an Dekorationen, Kostümen, siten, Beleuhtungseffecten 2c.

(7 Bildern) von Ernst Niedt. Im 6.

lihes Rennen auf ter Bühne

Pferden. Anfang 7} Uhr. Montag: Dieselbe Vorftellung.

Erste

Seinzelmäunchen.““ Märchen-Komöd und Tanz von Oscar Klein.

Adolph Ernsi-Theater. 41. Male: 4 Akten vo Görß. Musik von Gustay Steffens. ständig neuen Kostümen. Die neuen

Der große Prophet. G

sind aus dem Atzlier der Herren W Bukacz. Ánfang 7+ Uhr.

Montag: Dieselbe Vorftellung.

Thomas-Theater. Alte

Emil Thomas. mit vollständig neuer Vaudeville - Posse

vom Direktor

Anfang 7} Ubr. Montag: Wohlthätigkeitsvorstelluna

Dienstag: Mädchenschule.

Montag u. folg. Tage: Dieselbe Vorstellung.

Sonntag: 73. Male mit dur<weg neuer glänzender Ausstattung Ballets, Waffen-Requi-

Jung-Deutschlaud zur See. Großes Ausftcttungs-Zeitbild in 4 Akten

von Vorameige: Sonnabend, den 17. Oktober, Na<-

mittags 3¿ VPhr : Zu bedeutend ermäßigten Preisen. Kinder - Nacmittags - Vorstellung.

Sonntag: n Leon Treptow. Couplets von Gustav

In Scene gescßt von Adolph Ernst

Jakobstraße Sonntag:

Emil Thomas.

Protestorat Seiner Majestät Kaiser chenden Nationaldanks für Veteranen. Zum 1. Male: Herr und Frau Doktor. Lust- spiel in 4 Akten von H

4 Heinemann. Der Präsident. Lustspiel in 1 Akt von

Emil Lessing. | [37221]

Herivarthstraße 4. am Königsplay.

Zum

b. Morg. 9 Uhr bis zur Dunkelhcit. Eintr. tägl. 50 4. Soldaten u. Kinder 25 4.

Circus Renz. Karlstraße. Sonntag: 2 Vor-

stellungen Nachmittags 4 Uhr (1 Kind frei): „Aschenbrödel“. Phantastishes Zaubermärchen in 4 Abth., arrangirt und inscenirt vom Dir. E. Renz. (Ballet-Einlage: Frühlingsreigen-Walzer). Abends 7¿ Uhr: „Auf Helgoland, oder : Ebbe und Fluth“, gr. hydrologis<he Ausstattungs-Pantomime in 2 Abthei- lungen mit National:Tänzen (60 Damen), Aufzügen 2c. Dampfshisf - und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffekten 2c, arrangirt und inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunst- \{<wimmerinnen drei Geschwister Johnson. S(luß- Tableau: Grande Fontaine Lumineuse, in einer Höhe von mehr denn 80 Fuß auss\trahlend.

In beiden Vorstellungen Auftreten der vorzüg lihsten Künstlerinnen und Künstler, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirte# Schul- und Freiheits- pferde, Komische Entrées und Intermezzos von sämmtlihen Clowns.

Montag: Zum 24. Male: „Auf Helgoland“.

a Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Mathilde Bessert-Nettelbe> mit Hrn. Kadettenpfarrer Kurd Schneider (Köln— Oranienstein b. Diez)

Verehelicht: Hr. Leut. Georg von Bro>en mit Frl. Eva von Ramin (Berlin). Hr. Erich von Franzius-Pomedien mit Frl Mally von Alt-Stutterheim (Georgenau). -— Hr. Hubert von Arnim, Groß-Fredenwalde, mit Frl. Helene von der Hagen (Schmiedeberg). Hr. Gerichts-Assessor Richard Henning mit Frl. Marie Pzillas (Brieg). Geboren: Ein Sohn: Hrn. Ritiergutsbesizer R. Sptekermann-Rangsdorf. Hrn. Pastor Anderson (Pfarrhaus Petersdorf im Ries -Geb.). Eine Tochter: Hrn. Landrentmeister L. ron ODerten (S<hwerin).

Gestorben: Verw. Fr. Pastor Louise Luther, geb.

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Hierauf : M W. Klüger.

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Concert-Haus. Sonntag ges{los}sen.

Montag, Abeads 7} Uhr: Karl Meyder-Concert. Sinfonie Nr. 7, A-dur von L. v. Beethoven.

Hillefeld (Hamburg). Verw. Frau Geh Ad- miralitäts-Rath Anna Henni>ke, geb. Beramann (Berlin). Hrn, Major a. D Alex von Doerr Tochter Else (Kassel), Hr. Superintendent em. G. Lenz (Fciedenau b, Berlin). Hr. Geh. Kommerzien-Rath Wilhelm WVéanskopf (Frank- furt a. M.). Hr. Justiz-Rath Ludwig Lange

Am Landes - Ausstellungs - Geöffnet von 12—-11 Uhr.

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Urania, Anstalt für volksthümliche

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(Striegau). Hr. Regierungs-Rath a. D. Conrad

Naturkunde. Steu"mann (Breslau).

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L Direktor. e Anschlag- Redacteur: Dr. H. Klee, Dire

Berlin:

Verlag der Expedition (S holz).

Dru> der Norddeutshen Buchdru>kerei und Verlags

g Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen

(einschließli Börsen - Beilage).

Nur no< kurze Zeit. | National - Panorama / j „Das alte Nom“ mit dem Triumphzuge Kaiser Constantins. d

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

M 239. E Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee.

anitäts-Corps. JagdhausRominten, 27. Sep- U De Aßmann, Ober - Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt Von 4. Garde-Regt. z. F., zum Ober-Stabsarzt 1. Kl., Dr. Bugge, Stabs- und Bats, Arzt. vom 2. Bat. des Gren. Regts. König Friedri I. (4. Ostpreuß ) Nr. 5, zum Ober-Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt des Braunschweig. Inf. Regts. Nr. 92, Dr. Rothamel, Assist. Arzt 1. Kl. vom Brandenburg. Train-Bat. Nr. 3, zum Stabs- und Bats. Arzt des 3. Bats. Großherzogl. Med>lenburag. Gren. Regts. Nr. 89, Dr. Uppenkamp, Assist. Arzt 1. Kl. vom 1, Garde - Feld - Art. Regt, zum Stabs- u. Bats. Arzt des 1. Bats. des Inf. Regts. Graf Bülow von Dennewiß (6. Westfäl.) Nr. 55, Dr. Barchewit, Assist. Arzt 2. Kl. v. Hus. Regt. Graf Goeßen (2. Schles.) Nr, 6, Dr. Graßmann, Assist. Arzt 9. Kl, von der Versuhsabtheilung der Art. Prüfungskommission, zu Assist. Aerzten 1. Kl, befördert. Die Unter-Aerzte ; Dr. Stenger vom 5. Rhein. Inf. Regt. Nr. 65, unter gleichzeitiger Verseßung zum Westfäl. Drag. Regt. Nr. 7, Dr. Winter vom Inf. Regt. Herzog von Holstein (Holstein.) Nr. 85, unter Verseßung zum 3. Bad. Drag. Reat. Prinz Karl Nr. 22, Dr. Bru > e vom 2, Hannov. Feld-Art. Regt. Nr. 26, Dr, Kern vom Feld-Art. Regt. Nr. 15, dieser unter Verseßung zum Schleswig-Holstein. Ulan. Regt. Nr. 15, Dr. Kie vom Inf. Regt. Ne. 136, Dr. Beyer vom Inf. Regt. Nr. 130, dieser unter Verseßung zum Feld-Art. Regt. Nr. 34, Dr. Rahn vom Feld-Art. Regt. Nr. 35, dieser unter Verseßung zum Train-Bat. Nr. 17, zu Assist. Aerzten 2A Dr, Ziemann, Marine-Unterarzt von der 2. Matrosen-Div., zum Marine- Assist. Arzt 2. Kl.,, Dr. Rahts, Stabsarzt der Res. vom Landw. Bezirk 1. Berlin, Dr. Hartwig, Stabsarzt der Landw. 1, Aufgebots vom Landw. Bezirk Arolsen, zu Dber-Stabsärzten

9, Kl, ; die Assist. Aerzte 2. Kl. der Res.: Dr. Drühe vom Landw.

ezirk T. Trier, Dr. Danielsen vom Landw. Bezirk Hamburg, De Bol vom Landw. Bezirk 1. Berlin, Dr. Koerfer vom Landw. Bezirk Aachen, Dr. Braun vom Landw. Bezirk Halle, Dr. Seidel vom Landw. Bezirk Neisse, Dr. Aron vom Landw. Bezirk I. Berlin, Dr. Maaß vom Landro. Bezirk Göttingen, Dr. Epstein vom Landw. Bezirk L. Breslau, Dr. Heydri< vom Landw. Bezirk Liegniy, Dr. Hilvebrandt vom Landw. Bezirk Freistadt, Dr. Scheyer, Abraham vom Landw. Bezirk 1, Berlin, Dr, Mörlin vom Landw. Bezirk Stargard, Dr. Stroh vom Landw. Bezirk Frankfurt a, M., Dr. Konißky vom Landw. Bezirk Bremen, S<hustehrus vom Landw. Bezirk Danzig, Dr. Benninghoven vom Landw, Bezirk Teltow, de Beauclair bom Landw. Bezirk Koblenz, Dr. Salomon vom Landw. Bezirk T, Braunschweig, Ullmann vom Landw. Bezirk I. Berlin, Dr. Nürnberg vom Landw. Bezirk Halle, Dr. Schedtler vom Lantw. Bezirk Marburg, Dr. Randebro> vom Landw, Bezirk Dortmund, Dr. Wunderli<h vom Landw. Bezirk Mühlhausen i. Th.; die Assist. Aerzte 2. Kl. der Landw. 1. Aufgebots: Dr. Nits<hmann vom Landw. Bezirk Teltow, Dr, Hoth vom Landw. Bezirk I. Berlin, Dr. Neumann vom Landw. Bezirk Bromberg, Dr. Schott vom Landw. Bezirk I. Berlin, Dr. Trepte vom Landw. Bezirk Bremen, zu Assist. Aerzten 1. Kl. ; die Unterärzte der Ref.; Dr. Engelhard vom Landw. Bezirk 1. Berlin, Koppe vom Landw. Bezirk Kottbus, Dr. Scholz vom Landw. Bezirk Görliß, Dr. Veith, Gohlish vom Landw. Bezirk L. Breslau, Wolff vom Landw. Bezirk Gleiwitz, Dr. Lieven vom Landw. Bezirk Mülheim a. Ruhr, Dr. 1 Landw. Bezirk Siegburg, Dr, Wet s vom Landw. Bezirk IT. Trier, Dr Burger vom Landw. Bezirk Offenburg, Dr. Ellerhorst vom Landw. Bezirk Hamburg, Kr o Þþ vom Landw. Bezirk Detmold, Dr. Ernst vom Landw. Bezirk Celle, Dr Za dow vom Landw. Bezirk Deuts <-Krone, Dr, Semon vom Landw. Bezirk Danzig, Dr. Wiese, Dr.Richter, Unterärzte der Marine-Res. vom Landw. Bezirk Kiel, zu Assift, Aerzten 2. Kl., befördert. Dr. Villaret, Ober-Stabsarzt 2. Kl. und Garn, Arzt in Spandau, "ein Patent seiner Charge verliehen. Dr. Frißs\<en, Ober-Stabsarzt 2. Kl. und Negts. Arzt vom Braun- \{<weig. Inf. Negt. Nr. 92, zum Kaiser Alexander Garde-Gren. Regt. Nr, 1, Dr. Machatius, Stabs- und Bats, Arzt vom 3. Bat. des Großh. Mecklenburg. Gren. Negts. Nr. 89, zum 3. Bat. des Inf. Regts. Nr. 140, Dr. Styx, Stabs- und Bats. Arzt vom 1. Bat. des Inf. Regts, Graf Bülow von Dennewiy (6, Westf.) Nr. 55, zum 2. Bat. des Gren. Regts. König Friedrich I. (4. Ostpreuß.) Nr. 5, verseßt. Die Assist. Aerzte 1. Kl: Dr. Schürmann vow Königin Augusta Garde-Gren. Regt. Nr. 4, zum 1. Garde-Feld-Art. Regt., Dr, Grcsser von der Unteroff. Vorshule in Neu-Breisach, zu der am 1, Oftober d. J. in Wohlau zu! errihtenden Unteroff. Vorschule, Dr, Koh in der etatsmäß. Stelle bei dem Corps-Gen. Arzt des VI, Armee-Corps, zum Gren. Regt. König Friedri Wilhelm Il. (1. Stlef.) Nr. 10, Dr. Krüger vom Zuf. Regt. von Lüßow (1. Rhein.) Ne. 25, zur Unteroff. Vorschule in Neu-Breisach; die Assist. Aerzte 2. Kl.: Dr. Robert vom 1. Hess. Iaf. Regt. Nr. 81, zum Königin Augusta Garde-Gren. Regt. Ne. 4, Dr, Dertel vom 1. Großherzogl. Hes). Drag. Regt. (Garde-Drag. Regt.) Nr. 23, zum Brandenburg. Train-Bat. Nr. 3, Knoblauch vom Drag. Regt. König Friedri I1I. (2. Schles.) Nr. 8, in die etatsmäß. Stelle bei dem Carps-Gen. Arzt des VI. Armee-Corps, Aebert vom Füs. Regt. General-Feldmarschall Graf Moltke (S{hles.) Ne. 38, zum Drag. Regt. König Friedrich 111. (2, Schle\.) Nr. 8, verseßt. Dr, Zahn, Stabs- und Bats. Arzt vom 3. Bat. des Inf. Regts. von Borke (4. Pomm.) Nr. 21, mit Pension, dem Charakter als Dber-Stabsarzt 2. Kl. und seiner bisherigen Vniform, Dr. Steinmeß, Stabsarzt der Neserve vom Landw. Bezirk Kolmar, Dr. Rehfeldt, Stabsarzt der Landw. 1, Aufgebots vom Landw. Bezirk Frankfurt a. O, Dr, Rens<, Assistenzarzt 1, Kl. der Landw. 2. Ausgebots vom Lantw, Bezick Halle, Dx S ippel, Aisistenzarzt 1. Kl. der Landw. 2. Aufgebots vom Landw. Bezirk Frankfurt a. M., der Abschied bewilligt. Dr, Noessel, Assistenzarzt 2. Kl. vom 5. Westfäl. Inf. Gt Nr. 53, Dr. C Aan 2. Kl. vom Inf. Regk.

raf Kirhba< (1. Niedersczles.) Nr. 46, aus dem Sanitäts: Corps ar Sen und zu den Sanitäts-Offizieren der Res. Ubergetreten.

Boamte der Militär-Verwaltung.

Dur Verfügung des Kriegs-Ministeriums, 1. Sep- tember. Neuer Deobiantlamts-Conitoleux in Neisse, unter Er- nennung zum Proviantamts-Rendanten nah Danzig verseßt.

5. Scptember. Wagner, Proviantamts-Rendant in Demmin, der Charakter als Proviantmeister verliehen. :

. 7. September, Bußke, Proviantamts-Direktor in Brom- vera, auf seinen Antrag mit der geseßlichen Pension in den Ruhe- stand versetzt. s

14. September. S{ulhte, Proviantmeister in Saarhrü>en, na Bromberg, Nordmann, Schleicher, Proviantamts- Llendantea bezw, in Babenhausen und Neumünster, zur Wahrnehmung der Proviantmeistergeshäfte bezw. nah Saarbrü>ken und Wesel, Con B A H in Ae als Proviantamts-

ontroleur auf Probe na< Neisse, verseßt. See: JIbscher, Ober-Roßarzt und te<nis<er

Wallerstein vom

Berlin, Sonnabend, den 10. Oktober

Dur< Verfüguug der General-Inspektion des Ingenieur- und Pionier-Cocps und der Festungen. 26. Septemher. Gärtner, Festungs-Dber-Bauwart 2. Kl. von der Fortifikation Torgau, zur Fortifikation Swinemünde verseßt.

Statiftik und Volkswirthschaft.

Ein Arbeiter-Musterhaus. i z Das Arbeiter-Musterhaus, welches diz Baugefellshaft ,Eigenhaus auf dem vom Staatésekretär Dr. von Boetticher zur Verfügung ge- stellten reihsfiskalishen Grundstü> an der Sommerstraße dur den Baumeister Carl Bauer na< den Plänen der Herren Lilienthal und S<hmülling hat errichten lassen, ist heute Mittag einer größeren Zahl geladener Gäste gezeigt worden. Jn Vertretung der Gesellschaft waren der Vorsißende Graf Dönhof-Friedrihstein sowie andere im öffentliGen Leben stehende Herren anwesend. Das Haus ent- hält im Parterre eine Stube mit unmittelbar ans<hließender Kühe und einem etwas tiefer gelegten kellerartigen Neben- gema; im ersten Sto> befinden \i< eine re<t geräumige Schlafstube und eine \{<male Nebenkammer mit Wand- \hränken. Das Innere ist praktis< und freundli<h eingerichtet, das Aeußere wirkt namentlih in der großstädtishen Um- gebung etwas allzu nühtern. Das Normalgrundstü> hat Vor- und Hintergarten und eine Größe von 212,85 qm. Der Kaufpreis eines folhen Grundstü>s beträgt 3750 F ; davon find 375 anzuzahlen. Der jährlihe Miethspreis ist einshließlih 2 %/ Amortisation 280 M. Das Eigenthum des Grundstücks geht auf den Erfteher üver, fobald der driite Theil des Kaufpreises berichtigt ist. Die Verfügung über das Grundstü> unterliegt im gemeinnügigen Interesse gewissen grundbuch- mäßig einzutragenden Beschränkungen. Die Gesellshaft legte heute au< Pläne für Häuser vor, die 5200 6 bezw. 6500 6 kosten und 390 bezw, 500 G Miethszahlung pro Jahr erfordern; sie ist ferner bereit, für ganz bescheidene Verhältnisse Häuser für 2800 6 herzustellen. Das Terrain , das die Gesellshaften für ihre Arbeiterhäuser auserwählt hat, liegt an der Osftbahnstation Biesdorf; man verfügt hier über 200 Morgen und will innerhalb fünf Jahre 1500 Einfamilienhäuser in_vers{Giedener Größe und Gestalt errihten. Eine JIahreszeitkarte ab Schlesisher Bahnhof bis Bies- dorf kostet 70,00 1, für Arbeiterwochenkarten berechnet si< der Fahr- preis pro Jahr auf etwa 95 #6

Das Verhältniß der Miethe zum Einkommen der Arbeiter. E :

Der englishe Statistiker Dr. Ogle hielt im internationalen statistishen Institut zu Wien am 1. Oktober einen Bortrag über Civilstand, Familienverhältnisse, Wohnung und Miethe der Arbeiter- klassen in London, nah Angaben, die 1887 dur Zählkarten auf Kosten der englishen Regierung erhoben, aber niht weiter kontrolirt wurden. Die Gesammtzahl der Antworten betrug, wie wir einem Bericht der Böhmert'’sheu „Sozial-Correspondenz“ entnehmen, 29 432, dabei waren 27 °/o der Arbeiter arbeitslos. Die Untersuchung betraf daher nur 21 443 in Arbeit befindlihe Arbeiter, wel<e mit ihren Familien eine Bevölkerung von 97 784 Personen umfaßten. j

Die Zahl der 25—4 jährigen Arbeiter betrug unter 1000 Arbei- tern 623. Dr. Ogle bemerkte in Bezug auf das Familienverhältniß der betreffenden Arbeiter, daß jede Familie durhs{<nittli< 4,57 Per- sonen zählte, während für die Gesammtbevölkerung dieses Verhältniß die Zahl von 4 nur um einen geringen Bestaadtheil überschreitet. Mehr als die Hälfte der Familien hatten s oder mehr Zimmer zur Berfügung. Es ergiebt si, daß dur<s<nittli< 1,56 Personen auf ein Zimmer fallen. Die Miethe, wcl<he für die Wok,nung gezahlt wurde, betrug für 318 unter 1000 Arbeitern 4-—6 Swilling

entlich. : :

E Verhältniß der Miethe zum Einkommen beträgt na< Ogle dur<schnittli<h 23,05 9% und sinkt bei steigendem Einkommen. Der Pariser Professor Cheysson bemerkte, daß die Verwalter der Muster- Arbeiterhäuser in England 17 °/4 des Arbeitsverdienstes für die Woh- nungsausgaben anre<nen. Die Unterschiede von den Ziffern Dr. Ogle's sind wobk aus der Art ihrer Erhebung zu erklären. Wohlfahrts-Einrihtungen in Shlesien

Mit U n mitgetheilten gemeinnüßigen Werken is die Reihe dex in Schlesien geplanten Wohlfahrts-Cinrichtungen no<h niht abges<lossen. In Juliusburg soll no< im Herbst d. J. der Bau cines katholishen Waisenhauses zur Aufnahme von 400 Waisenkindern in Angriff genommen werden. In Liegnthz beab- sittigt der dortige Frauen - Verein au für diesen Winter im Dezember eine Volksküche zu eröffnen. Der Vate1:- ländishe Frauen - Zweigverein Waldenburg hat beschlossen, daseibst zur Aufnahme alter, kranker und erwerbsunfähiger Personen eine Siecchenstation mit voller Verpflegung und War- tung einzurihten und zunä<hst mit drei bis vier Stellen zu beginnen. Der Pastor Lobmeyer în Wüstewaltersdorf hat in dem Parochiedorf Heinrihau eine Krankenstube mit zunächst zwei Betten eingerihtet. In Langen3ls bei Lauban wird der Bau eines Ortskrankenhauses für die nächste Zeit beabsichtigt. In Landes hut wird der Bau eines Kreiskeankenhauses zur Ausführung kommen,

Die Frage des Heimstätten-Geseßes ,

ist von dem Deutscher Landwirthschaftöratb den landwirthschaftlihen Vereinen zur Begutahtung übergeben worden. Es liegen jeßt von

en Begutachtungen zwei vor. : Si des „Landwirthschaftlichen Vereins in Bayern“ verhandelte über diesen Gegenstand am 6. Oktober. Referent war Hr. Justiz-Rath Bachmair, Königlicher Notar in Neumarkt an der Rott. Sehr lange Debatten entspannen sih bei der Berathung dieses Punktes, und es fand s{ltießli< folgende Resolution Annahme: „Zur reichs8geseßlihen Einführung und Aus8gestaltung des Heimstätte- institutes erscheinen die erforderli{en, auf das / s die Kreditverhältnisse si beziehenden geseßli<hen und thatsäch ichen Voraussetzungen zur Zeit now nicht gegeben ; so „wünschenswerth au<h eine Verwirklihung des Heimstättegeseges ist, so scheint wegen der für seine Regelung besonders in Betracht kommenden Verschiedenheiten der wirthshastliGßen und erbre<tlihen Verhältnisse des ländlichen Grundbesißes Aussicht auf Erfolg zur Zeit nicht vor- handen zu sein.“ Etui

Die am 8. Oktober in Weimar versammelt gewesene Lan d- wirths<aftli<he Centralstelle für das Großherzog thum Sachsen kam, von einem von Hrn. Professor Freiherrn von der Golß erstatteten Referat ausgehend, na< eingehenden Ber- handlungen im Ganzen zu dem Schlusse, auszusprechen, das Be- dürfniß na< Maßregeln, wel<he zur Erhaltung eines leistungt fähigen Bauernstandes führen, set voll empfunden und anerkannt, do könne die Centralstelle einen Erfolg in dieser Richtung von einem Gesetz im Sinne des Entwurfs nicht erwarten. In der Begründung ging man u A au davon aus, daß von der Befugniß zur Errihtung von Besißsiellen, welche in gewissen Grenzen von Gläubigern unangreifbar „sein sollen, wegen der in der Ausführung si< aufthürmenden Schwierigkeiten und wirths<haftlihen Bedenken dort zu Lande wohl kaum Gebrauch ge-

2 Vorstand der Militär-Lehrshmiede in Breslau, auf feinen Antrag mit Pension in den Nuhestand verseßt.

macht werden dürfte.

Erbrecht und !

1891.

Zur Arbeiterbewegure. i i

Am Donnerstag Abend fanden hier in Berlin zahlreiche Versammlungen der sozial demokratischen Kommunal- wähler statt zur Vorbereitung der bevorstehenden Ersaß- wahlen für das Stadtverordneten - Kollegium. Jn einer solchen Versammlung, welche im Böhmischen Brauhause statt- fand, wurde nah dem Bericht des „Vorwärts“ im Anschluß an den erwähnten Hauptgegenstand der Verhandlung eine Resolution angenommen, die ihrem wesentlihen Fnhalt nah olgendermaßen lautet : folg LSN N der immer mehr weihenden Löhne der Textil- arbeiter und -Arbeiterinnen besHhließt die Kommunalwähler- Versammlung, nur Wirkwaaren, als: Strümpfe, wollene Hemden, Jacken, Rö>ke, Herren- und Damenwesten u. \. w zu kaufen, welche mit dem Korntrolstempel resp. der Marke der deutschen Textilarbeiter versehen sind," ; Z i

Aus Elberfeld schreibt man der „Rh.-Westf. Ztg.": Die Ab- haltung des von einem hiesigen Aus\{huß geplanten intecrxnatio- nalen es ist an der Ablehnung des Auslandes gescheitert. L

Nah A Mittheilung des „Chem. Tgbl.“ aus Grüna hat sh die Vereinigung der Stuhlhandshuhfabrikanten der Chemnißer Umgebung mit erfreulicher Uebereinstimmung über die Lohnfrage geeinigt. Man hat \si< zu dem Betrage von 1,40 # für ein Dugend 2f. 60er glatte Florhandshuhe 4 Knopflänge Primawaare vom Stuhl weg als geringsten Lohnsaß verpflichtet, Für jede Aenderung muß entsprehend mehr gezahlt werden. Ieder brance- kundige Kaufmann kann nunmehr genau wissen, wel<en Preis er anlegen muß und kann, um \sih und die Fabrikanten zu süßen. Der Lohn bei diesem Artikel ist so gering, daß keinesfalls der Durhschnittsverdienst eines Arbeiters mit gutem breitem Stuhle mehr als 6 # pr. Woche beträgt; die jeßigen Tagetpreise müssen jedo< auf dieser Grundlage um einige Groschen aufgebessert werden, wenn der Fabrikant, in dem Bestreben, seinen Arbeitern Brot zu \{afen, niht immer mehr in seinen Vermögensverhältnissen zurü>kgehen sol. Besser ist der Ver- dienst, wenn der Arbeiter bessere Artikel, namentli<h fol<e mit ge- minderten Fingerspizen, zu machen bekommt. Den Arbeitern wird in der Zuschrist des Blattes bemerkt, daß sie, wenn sie troß der billigen Löhne nicht genügende Arbeit erhalten, dur no< niedriger2 Lohn- angebote die Lage nicht aufbessern können. t .

Aus Apolda schreibt man der „Frkf. Ztg." unter dem 7. d. M.: In unserem Gemeinderathe hat die sozialdemokratische Partei die Mehrheit. Um den Parteigenossen die Erwerbung des Bürgerre<{ts thunlich zu erleiGtern, ist kürzlich erst die Gebühr für Erlangung desselben von 15 4 auf 9 4 ermäßigt worden und in der leßten Sitzung beschäftigte sti< der Gemeinderath abermals mit dem Bürgerrehtsgelde. Es war der Antrag auf völlige Aufhebung desfelben gestellt. Dieser Antrag wurde zwar abgelehnt, aber die Gebühr auf 3 46 herabgeseßt, au beschlossen, den in leßter Zeit neu eingetragenen Bürgern, welhe 9 #6 entrichtet haber, je 6 4 zurüczugewähren. Die nächsten Gemeinderathswahlen dürften in Folge dicser Maßnahmen weiteren fozialdemokratis<hen Stimmen-

iwas bringen.

N Die A iboier „Allg. Corr.“ beri<tet1 Der Ausstand auf der Canon- und der Hermitage-Wer ft glüht unter der Asche fort. Am Donnerstag arbeiteten etwa 200 „freie“ Arbeiter. Die Lichter- leute halten streng zu den Ausständigen, dagegen seinen die Karren- führer uneinig zu sein, ob sie si< dem Ausstand anshließcn sollen, Der Sekretär des S T e auch nit einmal eine Grundlage zu Unterhandlungen vorhanden Jet.

N Ii D emindVam trat am Dienstag der Jahreskongreß der vereinigten Eisenbahnbediensteten von England, Ir- land, Schottland und Wales zusammen. Der Vorsißende W. Hudson von Darlington entwarf in seiner Ansprache ein Bild ver von ihnen im leßten Jahre erzielten Erfolge. Nie zuvor wären die Beschwerden der Cisenbahnbediensteten wirksamer in die Deffent- lihkeit und zur Kenntniß des Parlaments wie ver Eisen- bahngesellshaften felbst gelangt und nie zuvor hätten diefe den Beschwerden ein fo geneigtes Gehör gesenkt. Zhre Agitation habe zusammen mit dem schoitis<hen Strike zu der Einseßung des Unterhausausshusses zur Untersuchung der Arbeitsstunden der Eisenbahnbediensteten geführt, vor wel<hem die Gerechtigkeit ihrer Sache und die Wahrheit ihrer Klagen glänzend bewiesen sei. Die Königliche Arbeitskommission wäre ein sehr wichtiger Faktor zur Abstelung von Mißständen und es würde von wesenilihem Nußen fein, wenn die verschiedenen Zweigvereine ihr geeignetes Material für die Erhebungen zur Ver- fügung stellten. Man müsse dahin wirken, daß dem Handelsamt Sabinspektoren für Eifenbahn- Angelegenheiten beigegeben würden. Die vor zwei Jahren in Hull gefaßten Beschlüsse im Sinne kürzerer Arbeitszeit \cien im Großen und Ganzen als die Basis zur Besserung der Dienstverhältnisse zu betrahten, Der Vorsißende betonte sodann den Gewerkvereinsharalter der Organisation und ermahnte alle An- wesenden, demselben treu zu bleiben, da darin allein ihre künftige Wohlfahrt: läge. Nach dem Jahresberiht zählt der Verein gegen- wärtig 852 Zwoetigvercine und mehr als 35 000 Mitglieder gegen 131 Zweigvereine und 12815 Mitglieder in 1877. Die Ge- sammt?einnahmen des Vereins beliefen sih in 1890 auf 37 325 Pfd. Sterl. oder 18 567 Pfd. Sterl. mehr als im Vorjahre. Am Scÿ)lusse des Jahres betrug das ‘Guthaben des Vereins 98 114 Pfd. Sterl. gegen 62 503 Pid. Sterl. am Ende von 1889. Zum Schluß empfahl der Baricht eine direkte Vertretung der Eisenbahnbediensteten im Parlament.

Kunst und Wissenschaft.

—s. Auf Einladung des Hrn. Archiv-Rath® Dr. Keller- Münster R Abend hierselbst im Hotel Mazdeburg, Mohren- straße 11/12, eine gut besuhte Versammlung von scl<hen Herren aus allen Theilen Deutschlands, aus Oesterreih, Mähren, Böhmen, Ungarn, Holland und anderen Kultucländern statt, wel<h2 auf Grund der „Vereinbarungen über Zwe> und Verfassung der Comenius- Gesellschaft“ ihren Anshluß an die Gesellschaft er- Härt haben Nachdem Hr. Dr, Keller die Erschienenen mit warmen Worten begrüßt hatte, entspann si< eine Erörterung über die Zwecke und Ziele, sowie Über die Ocganisation der Ge*ells<haft, deren Bildung im Ans<{luß an die Vorbereitung der Feier des Comenius- Jubiläums von weiten Interessentenkreisen lebhaft gewünscht wurde. Die Diskussicn über die Zwe>e und Ziele der Comeniuks- Gesellichaft beschränkte s< auf einen Hinweis auf die unter den bisher angemeldelen Mitgliedern getroffenen WVerein- barungen. Dana<h verfolgt die Comenius - Gesellschaft den Zwe>, dem Geiste des Comenius und der ihm innerli<h verwandten Männer dur< Schrift und Rede unter uns lebendige Verbreitung zu verschaffen und dur< die Pflege der aus diesem Geiste erwachsenen Literatur für die Aufklärung der Vergangenheit und die gesunde Ent- widelung der Zukunft in einigendem und versöhnendem Sinne zu wirken, sowie insbesondere ver Reform von Erziehung und Unter- rit im Sinne des Comenius die Wege zu ebnen. Hinsihtlich der Organisation der Gesellschaft bes<loß man, der für den folgenden Tag anberavinten Versammlung vorzuschlagen, einen provisorischen kooptationskere<tigten, in Berlin domizilirenden Ausshuß von

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