1891 / 254 p. 10 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Strenge und in vershärstem Mp durcbzuführen. Es dürste dabe“

im Auge zu behalten sein, daß sämmtlihe Bundesregierungen sich in diesem Bestreben vereinigen müßten, und daß nit aus\{hließli< dem Aus]and die Schuld an der Eins<hleppung der Seuche in vater- ländische Bezirke zuges<oben wird. Es ist z. B. zweifellos, daß seit Menschengedenken gewisse fränkishe Gebiete Bayerns endemische Seucenheerde gebildet haben, und daß fie au obne alle neue Zufuhr fortbestanden haben würden, da die Veterinär- Polizei nur eine be- \<ränkte Wirksamkeit erlangt hatte.“

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

London, 27. Oktober. Jn den Bergwerksbezirken von Corn- wallis ist laut Meldung des „W. T. B.* die Influenza epidemis<h aufgetreten. In Redruth sind bereits zahlreiche Per- sonen davon ergriffen.

Handel und Gewerbe.

Das zwishen Großbritannien und Bulgarien im Jahre 1889 abgeschlossene Handelsabkommen (Deutsches Han- dels-Archiv 1890 Th. I. S. 97), in welhem für die britische Einfuhr na< Bulgarien ein allgemeiner 8prozentiger Werth: zoll festgeseßt wurde, ist bis zum 1. Januar 1893 verlängert worden. Auf Grund der Meistbegünstigung kommen die Be- stimmungen des Abkommens au< während der weiteren Geltungsdauer desselben für die deutshe Einfuhr gleich- falls in Anwendung.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Obersclesien. An der Ruhr sind am 27. d. M. gestellt 10553, nit re<ht- zeitig gestellt keine Wagen. In Oberswlesien sind am 26. d. M. gestellt 4319, nit rechtzeitig gestellt keine Wagen.

Subhastationen. S Beim Königlihen Amtsgeriht T Berlin wurde das Verfahren der Zwangsversteigerung in Bezug auf die nahverzeihneten Grundstü>ke aufgehoben: Spandauer Brü>ke 10, dem Techniker Heinrich Nebendahl gehörig und der Termin am 27. Ok- tober d. J. Hinter der Straße 15, Abtheilung XI], dem Fräulein Auguste Werner gehörig, und der Termin am 2. November d. J.

Die Grundstimmung des Rheinish-Westfälishen Eisenmarktes bleibt lustlos. Ueberall wird über ungenügende Beschäftigung geklagt. Es haben jedo<h, wie die „Köln. Ztg.“ schreibt, bisher weder größere Betriebseins<hränkungen no< Ent- Tafsungen von Arbeitern stattgefunden. Manche Klagen sind vielleicht ungere<tfertigt ; indessen haben Roheisen und Eisenerzeugnisse vielfa mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Jn vielen Zweigen unterbieten die nit dem Verbande angehörigen Werke; ebenso steht es im Eisen- handel. Eifenbahnwagen- und Lokomotivfabriken sind lohnend be- schäftigt, Gießereien, Röhrenwalzwerke und Maschinenfabriken ungleih- mäßig und zu s{<le>@ten Preisen. Allgemein wird über theure Kohlen- preise geklagt. :

In der gestrigen Generalversammlung der Vereinigungs- Gesells<haft für Steinkohlenbau im Wurmrevier wurde eine Dividende von 11 9%, am 2. November zahlbar, genehmigt. Der von dem Ober - Bergrath Breuer erstattete Bericht äußerte sih über die bisherige Periode des laufenden Geschäftsjahres sehr günstig. Fünf- se<stel der Produktion an Fettkohlen und Flammfkohlen seien bis zum 1, April 1892 zu guten, dur< Verträge gesicherten Preisen be- reits vers<leißt.

Wie die „Kölnische Zeitung" meldet, wurde der Formeisen- verband Behufs Fortseßung der Verhandlungen über die Bildung eines Syndikats verlängert, den Verbandswerken jedoch freiere Hand gegenüber dem Mitbewerb außenstehender Werke gegeben.

In der Generalversammlung der Maschinenbau-Gesell- schaft München vom 24. d. M. wurde die vorgelegte Bilanz ge- nehmigt; der erzielte Gewinn von 42934 #4 wird zu Abschreibungen verwendct, Der Vorsißénde des Aufsihtsraths machte die Mitthei- lung, daß die Lee sich freiwillig bereit erklärt haben, 30 000 A zur Einlösung des Coupons Nr. 5 zur Verfügung zu stellen; die Generalversammlung nahm das ‘Anerbieten an.

Leipzig, 27. Oktober. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B. per November 3,65 !,4, per Dezember 3,672 „4, per Januar 3,70 4, per Februar 3,724 , per März 3,75 4, per April 3,75 6, per Mai 3,75 46, per Juni 3,772 #Æ, per Juli 3,77} #, per August 3,80 M, per September 3,80 Æ, per Oktober 3,80 A Umsay 125 000 kg. Behauptet.

Wien, 27. Oktober. (W. T. B.) Die soeben erschienene Vilanz der Waffenfabriks-Gesellschaft weist ein Rein- erträgniß von 1526 665 Fl. auf. Hiervon wurde der am 1. Juli fällig gewesene Coupon mit 5 Fl. per Aktie im Betrage von 150 000 Fl. eingelôft. Von dem restirenden Gewinne erhalten die Verwaltungsräthe und Beamten 10% gleich 136 354 Fl,, sodaß die Generalversammlung noch über 1 240 310 Fl. zu verfügen hat. Hier- von wurden 1020000 Fl, zur Einlösung des am 1. Januar 1892 fälligen Coupons mit 34 Fl. per Aktie bestimmt. Der Ueberschuß von 20 310 Fl. soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Die Gesammteinnahmen der Orientbahnen betrugen in der Woche vom 1. bis 7, Oktober cr. 353 688,08 Fr., vom 1. Januar bis 30. September cr. 8 605 277,36 Fr., zusammen seit Beginn des Betriebsjahres 8 958 965,44 Fr. auf einer Länge von 1265 km.

Wien, 28. Oktober. (W. T. B.) Die Generalversammlung der Prager Eisenindustrie-Gesellshaft genehmigte den Rechenschastsberiht sowie die Vertheilung des Reingewinns von 1 228207 Fl. in der Weise, daß außer der Verzinsung des Aktien- kapitals mit 5% eine Superdividende von 9 °%/% zur Auszahlung P soll. 40000 Fl. werden zur Stärkung des Reservefonds

estimm

London, 27. Oktober. (W. T. B.) An der Küste 3 Weizen- ladungen angeboten

Manchester, 27. Oktober. (W. T. B.) 12r Water Taylor 53, 30r Water Taylor 8, 20r Water Leigh 7, 30r Wate! Clayton 7#, 32r Mo> Brooke 73, 40r Mayoll 81, 40er Medic

Wilkinson 9, 32r Warpcops Lees 74, 36r Warpcops Rowland 8, 40r Double Weston 9%, 60r Double Courante Qualität 128 32“ 116 vards 16 K 16 grev Printers aus 32r/46r 161. Stetig.

Sofia, 27, Oktober. (W. T. B.) Durgt ein Ministerial - dekret wird die Banque ottomane ermädbtigt, neben einer Filiale in Sofia Sub-Agenturen im ganzen Fürstenthum zu erriten.

New-York, 27. Oktober. (W. T. B.) Naw anfängliher fester Stimmung erfolgte im weiteren Verlauf der B örse eine Ab- \<wähung. Der Schluß war fest aber lustlos. Der Umsatz der Aktien betrug 216 000 Stü>k. Der Silbervorrath wird auf 3 800009 Unzen geshäßt. Die Silberverkäufe betrugen 65 000 Unzen.

Der Werth der in der vergangenen Woche ausgeführten Produkte betrug ‘8393 648 Dollars gegen 8 442 094 Dollars in der Vorwoche.

New-York, 27. Oltober. (W. T. B) Wetzen - Ver- \<ifsungen der lezten Woche von den atlantishen Häfen der Vereinigten Staaten nah Großbritannien 150 000, do. nah

Brareeis 90 000, do. nah anderen Häfen des Kontinents 37 000, do. von alifornien und Oregon na< Großbritannien 57 000, do. na& anderen Häfen des Kontinents 8000 Qrts.

Mannigfaltiges.

Der zur Vorberathung des neuen Regulativs für die Erhebung der Hundesteuer von der Stadtverordneten-Versammlung nieder- geseßte, dur< fünf Mitglieder verstärkte Auss<huß hat am Montag

/

unter dem Vorsiy des Stadtverordneten Nicolai und im Beisein des Magistrats-Kommissars, Stadtraths Weise beschlossen, bei seiner früheren Ansicht stehen zu bleiben und die Steuer auf 20 4 für alle Hunde vom 1. April 1892 ab festzuseßen. Abänderungen wurden nur insofern getroffen, als im Falle des Bedürfnisses Hunde blinder Per- sonen sowie die in den ftaatlihen wissenshaftlihen Instituten als Versuhshunde zu Forshungszwe>en gehaltenen Hunde von der Steuer befreit sein sollen. Die zur Bewachung von Ladenräumen und Waaren- vorräthen nothwendigen Hunde sollen zwar na< dem Vorschlage des Aus\cuf}ses ebenfalls steuerfrei sein, jedo dürfen diese Henne die Straße ni<t betreten und müssen ebenso wie die achthunde bei Tage an der Kette liegen oder in einem die Freiheit des Hunudes vollständig ausschließenden Huandezwinger gehalten werden. Die Meldepfliht der Hausbesißer hat der Aus\{uß sowohl entgegen einem auf ihre Abschaffung gerichteten Antrage, bestehen lassen, weil es, für den Eigenthümer wie au< für die Stadtgemeinde von Wichtigkeit ist, cine Kontrole über die von den Miethern gehaltenen Hunde ausüben zu lassen. Die von dem Wirth auszustellende Be- scheinigung soll dabin lauten, daß na< scinem besten Wissen ander- weite als die in der Liste angegebenen Hunde in seinem Hause nit vorhanden sind.

Wie die „Nat.-Ztg.* berichtet, liegen den Ministerial-Behörten zur Zeit der Entwurf eines Berliner Ho<hbahnneßes von Siemens, das mit der „Süd-“* oder „Kanallinie* beginnen joll, sowie der Ent- wurf einer Untergrundbahn, die unter der Friedrichstraße vom Wedding bis zum Kreuzberg führen soll, zur Prüfung vor. Zu dem Entwurf einer Untergrundbahn bemerkt das genannte Blatt: par war man bisher vielfa< der Meinung, in Berlin werde wegen hohen Grundwasserstandes eine Untergrundbahn nicht ausführbar sein. Auch hatte man hier im Hinbli> auf das abshre>ende, rauige Dunkel der (troßdem so gewaltig verkehrsreichen) Londoner Untergrundbahnen mit Recht einen gewissen Abseu vor dem Hinabsteigen in die dunkle Tiefe. Alle diese Uebelstände sind jedo< dur< die heutigen Mittel der Technik glü>- liherweise vollstäntig zu beseitigen. Daß man au unter dem Grund- wasserstande, ja unter dem Meeresgrunde, tro>ene Verkehrswege schaffen kann, ift ni<ts Neues. Haben wir do< derartige „Unter- wassertunnel“ bereits von erbebliGßer Ausdehnung entstehen schen, wie z. B. den Mersey-Tunnel zwishen Liverpool und Birkenhead von 3,2 km Länge, den Severn-Tunnel zwischen Bristol und der Wallisishen Küste von 7,25 km Länge und manwe andere Beispiele namentli<h in Nord-Amerika. Und da galt es, ganz andere Schwierigkeiten zu überwinden, als sie bei der geringen, leiht überall zugänglichen Tiefe im vorliegenden Falle entstehen können. Zwei wasser- dite Röhren von etwa 3 m Durchmesser, wie sie dem Personenverkehr vollständig genügen, sind in der That nicht so überaus \<wierig her- zustellen. Rauch aber und Dunkelheit sind für das Zeitalter der Elektrizität ein „überwundener Standpunkt“. Wie mit Zauberma<ht sind sie dur die elektrishe Betriebskraft und das elektris<e Licht verbannt. Auch die Wagen werden mit einem solchen Licht taghell erleuchtet sein, und niht minde- die hinabführenden übrigens ni<ht allzu- boben Treppen und Einsteigeräume, welche bei der raschen Folge kurzer Züge nit viel Plaß in Anspru<h nehmen und in den Unter- geshossen der E>khäuser an den wichtigeren Straßenkreuzungen an- zulegen sind. Mit dem Rauch vershwinden au die Lokomotive und der Schornstein, sodaß die Höhe und damit die ganze Größe der Tunnel- röhre wesentli) ermäßigt werden kann. So ist es denn charakteristis{< sür unsere Zeit, daß ebenso wie bei der Hohbahn auch hier eine unserer großen elektrotehnishen Firmen, die „Allgemeine Elektri- zitäts-Gesellschaft“, auf dem Plan erscheint, um dem Berliner Ver- kehr Hülfe zu bringen, und zwar gerade da, wo diese Noth am Größten ist und wo an eine Howbahn nicht zu denken ist.“ Die Rd des Anlagekapitals für die Untergrundbahn foll bereits gesichert sein.

Posen, 27. Oktober. Eine große Feuersbrunst äscherte nah einer Meldung der „D. B. H.* in Breschine bei Iutroschin über zwanzig Gebäude ein, darunter mehrere Scheunen mit sämmt- lien Erntevorräthen,. .

Breslau, 28. Oktober. Heute Vormittag wird dem ,W. T. B.“ zufolge der zur Errichtung des Kaiser Wilbelm-Denkmals in Auésidt genommene Plat von der Stadt dem Denkmal-Comité Übergeben werden.

Görliß, 27. Oktober. Heute Nachmittag um 1 Uhr fand auf dem Blockhausplateau die feierlihe Enthüllung des Friedrich Karl - Denkmals unter Theilrahme der städtishen und ständischen Kêrperschaften, der Spitzen der slädtishen Behörden, der Sculanstalten, der Garnison, sowie zahlreiher Vereine statt. Jn Vertretung Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Friedri Leopold war, wie das „W. T. B.* berihtet, Hofmarschall Graf Kaniß erschienen, für den Herzog von Connaught der erste Botschaftsrath der englishen Botschaft in Berlin. Divisions- pfarrer Wölfing feierte in seiner Weiherede das Feldherrntalent des lorbeerreihen Prinzen, der ein Vorbild unbedingter Pflichttreve ge- wesen sei, und {loß wit einem Hoh auf Seine Majestät den Kaiser. Hierauf übergab General der Infanterie z. D. Freiherr von Wrangel das Denkmal an die Stadt Görliß im Namen Aller, die bei der Errichtung des s{önen Denkmals mitgewirkt hätten, in der Ueberzeugung, daß es nicht bloß ho< in Ehren werde gehalten werden, sondern au< für die Lebenden und für die spätesten Nach- kommen Zeugniß ablege von der aufrihtigen Verehrung des Helden- prinzen, sowie von der unverbrü<lihen Treue zum Hause Hohenzollern. Nachdem Ober-Bürgermeister Reichert in warmen patriotischen Worten gedankt hatte, {loß die Feier mit dem Gesang der „Wacht am Rhein“. Sodann erfolgte der Vorbeimarsh des Militärs, der Vereine und der Sculanftalten. Die Stadt hatte reihen Fahnen- \{mu> angelegt, das Wetter war nicht. besonders günstig. Das Denkmal (kein Reiter-Standbild) erhebt si< auf einem granitenen So>el und zeigt, wie die „Sl. Z.* beribtet, auf der Vorderseite des Prinzen Namen, auf der Rü>seite seinen Wahl- spruh: „I wags, Gott walts*“, Die lebensgroße Bronzefigur stellt den Prinzen in Husaren-Uniform dar, das Antliy gen Osten, dem Neissethale zugewendet, die Linke am Degenknopfe, die Rechte bo erhoben und gleih feinem gebietenden Antliße na< vorwärts weisend.

Lauffen a. N. Die der „Magd. Ztg.“ entnommene Notiz in Nr. 253 des „R.- u. St.-A.*, wonach die elektrische Anlage Lauffen Heilbronn von Siemens u. Halske ausgeführt wird, ift irr- thümlih. Es wird vielmehr dabei, wie uns mitgetheilt wird, das ODrebstromsystem der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft angewendet, welhes die au<h von der Gesellshaft ausgeführte Lauffen-Frankfurter Kraftübertragungsanlage ermöglicht hat, und es werden zum Theil die dort beaußten Mascinen sür Lauffen-Heilbronn verwendet, wofür sie ursprüngli< bestimmt waren, Die Dynamomaschinen werden von der Schweizer Maschinen- fabrik Derlikon geliefert, Elektromotoren, Schaltbrett und Instal- lationsmaterial von der Allgemeinen Clefktrizitäts-Gesellschaft,

Hamburg. Der der Hawburg-Amerikanishen Pa>etfahrt- Aktiengesellshaft gehörende Sh nelldampfer Augusta Victoria, der am Sonnabend wohlbehalten von New-York in Hamburg ein- getroffen ift, hat eine außerordentlih stürmische Reise zu bestehen gehabt. Der Orkan erreichte am 9, Oktober eine sol<e Stärke, daß Kapitän Barends das Schiff beidrehen und die Maschinen zeitweilig auf „langsam“ stellen lassen mußte, Jedo<h haben die aus amerika- nishen Zeitungen übernommenen Nachrihten, wona<h eine ganze Anzahl von Personen aus der Mannschaft und au< von den Fahr- gästen während des Unwetters ih arie Vecleßungen zugezogen hâtten, wie die „Köln. Ztg.“ s<{reibt, si< glü>licherweise niht bestätigt, ebensowenig die Angabe, daß das Stif

großen Schaden gelitten habe, Es erscheint im Gegentheil geradezu

auffallend und \pri<t im bohen Maße für die solide Bauart des Schiffes, daß, während fast alle übrigen Dampfer, welche bei jenem fürhterliGßen Unwetter unterwegs waren, mehr oder minder große Havarien melden, gerade die „Augusia Victoria“, wit Ausnabme einer zum Zwischende> führenden Thür, die v:m Wasser zershlagen wurde, keine nennenswerthen Beschädigungen zu verzeihnen hat. Jhre Majestät die Kaiserin hat, wie das genannte Blait hört, nahdem sie von der {weren Reise des Schiffes gehört, der Hamburg-Ameri-kanishen Pa>etfahrt-Aktiengesell{chaft telegraphis< ihre Freude über die glüdlid bestandene gefahrvolle Fahrt ihres Pathenschiffes ausgedrü>t und näheren Bericht über vie Reise eingefordert.

Wien, 25. Oktober. Die „N. Fr e schreibt: Kaiserin Elisabeth von Oesterreih ist bekanntlih eine große Ver- ehrerin H einrih Heine's und steht im Begriff, ihrem Lieblings- dihter in der Nähe ihres neuerbauten Schlosses auf Korfu ein Denkmal zu errihten, Die Kaiserin hatte den dänishen Bild- hauer Hasselriis mit der Ausführung des Denkmals in Marmor beauftragt. Das Denkmal ift jeyt vollendet und vor zebn Tagen nah Bcindisi abgeshi> worden. Der Dichter des „Bues der Lieder“ ift sißend dargestellt, den Kopf sinnend auf die re<hte Hand gestüßt, während der auf der Lehne ruhenden Linken ein Blatt Papier entgleitet, worauf sein Lied mit der ershütternden Klage „Was will die einsame Thräne ? 2c.“ zu lesen ist. Dieses Lied ift auf Wunsch der Kaiserin in den Marmor eingemeißelt worden. Wo das Standbild aufgestellt werden soll, ob in einem dunklen Lorbeer- hain des Schloßparks oder auf hochragender Felskante Angesichts des Meeres, das der Dichter so wahr und ergreifend besungen, darüber ist eine Entscheidung no< niht getroffen worden.

London, 27. Oktober. Ucber den in Nr. 253 des „R.- u. St.-A * gemeldeten Zusammenstoß zweier S {iffe berichtet die „A. C.“ : Gestern in der Frühe wurde die Lioerpooler Barke ,Charl- wood*, Kapitän Hisco>, im englishen Kanal, drei Meilen vom Eddystone-Leuchtthurm, von dem Londoner Kohlendampfer „Boston“ in den Grund gerannt. Der Kapitän, seine Frau und sein Sohn, die Erzieherin und ein Dienstmädchen, alle Offiziere, vier Matrosen und zwei Schiffsjungen sind ertrunken. Die Gereiteten wurden nah Fal- mouth gebra<ht. Der Kanallootse des „Charlwood* batte das Schiff \hon verlassen, als sih das Unglü> ereignete. Der „Charlwood*® be- fand sich auf der Fahrt von Antwerp¿zn na< Valparaiso.

London, 27. Oktober. Zwei Knaben, zwölf und elf Jahre alt, erschienen na einer Mittheilung des ,W. T. B.*, heute vor dem Polizei- geriht in Croydon unter der Anklage, am 21. d. M, eine Ent- gleisung des Eastburner Eisenbahnzuges herbeizuführen versuht zu haben. Die Angeklagten räumten ein, Hindernisse auf die Schienen gelegt zu haben, beshuldigten si< aber gegenseitig der Anstiftung zur That, Die Verhandlung wurde vertagt.

Paris, 27. Oktober. Amtlich wird mitgetheilt, daß bei dem Bahnunglü> (vergl. Nr. 253 d. Bl) bei Moirans zwei Personen getödtet wurden; verwundet wurden einundzwanzig Personen, dabon Niemand \{<wer. Ueber die Ursachen des Unglü>sfalls steht no<h nichts fest, Dem „D. B. H.* wird darüber berichtet, daß noh verschiedene Verwundete in der Naht vom 26, zum 27, Oktober im Hospital zu Moirans gestorben sind, Der Zug wurde von zwei Lokomotiven gezogen und lief, wie die Reisenden erzählten, mit ershre>ender Schnelligkeit, weil er Verzögerung hatte. An einer neuea Weiche entgleiste die zweite Lokomotive und stellte sih quer über die Schienen, während die vordere Lokomotive thren Lauf fortsezte. Die Rettungsarbeiten wurden während der Nat fortgeseßt. Etwa fünfzig Reisende, die wunderbarer Weise unverleßt waren, wurden unter den Trümmern hervorgezogen.

St. Petersburg. Ein hiesiger Ingenieur-Oberst N. K. ftellte, wie die „St. Pet. Zta.“ mittheilt, beim St. Peteréburger Bezirks- geriht den Antrag, bei Verhandlung von Krimitnalprozessen im Gerichts\aal die Laterna magica zu benußen, um sowohl den Geschworenen als au<h dem Gericht das detailltrte photographis< treue Bild des Ortes vor Augen zu führen, wo das dem Prozeß zu Grunde liegende Verbrechen ges{<ah, und auf diese Weise die Ver- handlung zu erleihtern. Außerdem re<hnet Herr N. K. au<h no< auf den Effekt, den die unerwartete Reproduzirung des Orts der Katastrophe auf den Verbreher ausüben muß, der vielleiht unter diesem Eindru> zum Geständniß gebra<t werden könnte.

Bern, Das Projékt ciner Drahtseilbahn auf den Seelis- berg, zu welcher die auf elektrishem Wege übertragene Wasserkraft des Kohlthalbaes benußt werden foll, wird, wie der „Bund“ mit- theilt, bercits ernstlih becatben.

Meiringen. Ueber den Brand in Meiringen, der das all- bekannte stattliche, von fast dreitausend Menschen bewohnte Dorf im Berner Dberland binnen drei Stunden größtentheils in Asche legte, entnehmen wir dem Berner „Bund“ no<h Folgendes: Meiringen war bereits am 10. Februar 1879 größtentheils abgebrannt; es zählte no< einige alte Holzhäuser neben vielen neuen in Stein auf- geführten Gebäuden. Soantag früh halb aht Uhr brach in Stein, im Hause der Wittwe Brügger das Feuer aus, wie man glaubt, aus einem eisernen Dfen, dessen Rohr dur eine Holzwand ging. Als zweites Gebäude wurde eine Scheune vom Feuer erfaßt und dann die Brauerei. Die Löshmannshaft glaubte an- fänglid, das Feuer lofalisiren zu können, da das Dorf Meiringen von Stein dur< eine bedeutende Entfernung, durch den Alpbah und eine Mauer getrennt ist. Aber der Föhn trug die Flammenfunken über die nächsten Häuser weg zum „Hotel Krone“, das sofort in Flammen stand. Im Nu war die ganze Kirch- gasse abgebrannt; der Föhn jagte rasend die Flammen von Óaus zu Haus. Man konnte kaum die Bewohner retten und hie und da einiges Mobiliar. Das Feuer pflanzte si< weiter gegen den Bahnhof fort; dieser und das gegenüberliegende Rez= staurant Richard blieben unversehrt; aber Eisenbolgen brannte nieder, und weiter unten im Thal, zwanzig Minuten von Meiringen entfernt, brannten im Weiler Hausen alle alten Häuser ab, die neuen mit harter Bedachung, seit dem Brande von 1879 neu aufgebauten, fingen nit Feuer. Abgebrannt sind die Gasthöfe „Zum Bären“, „Zur Krone“, e Victoria“, ,Meiringer- Hof“, „Brünig“, „Kreuz“ und „Adler“, die Amts- \caffnerei, die Post, die Amtsersparniß- und Leihkasse; es stehen noch : die Kirche, das Pfarrhaus, das Haus des Regierungs-Statthalters, das Schulhaus und das Krankenhaus, das Gefängniß, eine Häuserreihe bei der Kirche, der Gasthof zum „Wilden Mann“ und die Häuser vom „Wilden Mann“ zu beiden Seiten der Straße mit dem Gasthof zum „Hirshen“. Der Schaden an Immobilien beträgt wohl zwei Millionen Francs. Die Versicherung trägt der ganze Amtsbezirk ; einige Hotels waren rü>versichert, au< zwei Drittheile des Mobiliars waren verfichert.

San Franciêco, 24, Oktober. Auf Hawaii ist, einem Reuter's<hen Telegramm zufolge, ein wunderbar s{höner S e e Namens Alia Paakaia entde>t worden. Er soll no< salzhaltiger als das Todte Meer sein.

Tunis, 28. Oktober. Eine zur Minenanlage aufgeführte Mauer stürzte, vom Regen unterwaschen, ein und peraane den Einsturz zweier Häuser, wo Eingeborene ein Hochzeitöfest be- gingen, Etwa 30 Personen fanden laut telegraphisher Meldung ihren Tod; 18 Leichen sind bereits hervorgeholt worden.

1. Untersuhungs-Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl.

3. Unfall- und Invaliditäts- 2. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Dritte Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Mittwoch, den 28. Oktober

Oeffentlicher Anzeiger.

9, Bank-

10. Verschiedene

1891,

6. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesells<. 7. Erwerbs- und Wirthschafts-Genossenschaften. 8. Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten.

pi ekanntmachungen.

1) Untersuchungs-Sachen.

944 Stectbriefs-Erneuerung. : Der 0 der zweiten Beilage zum Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger Stück 178 unter Nr. 26693 pro 1891 hinter den Maurer Carl Kielon aus Zedliß geboren den 22, April 1852, ledig, evangeli\< erlassene Ste>brief vom 17. Juli 1891 wird biermit exneuert.

Karlsruh O.-S., den 19, Oktvber 1891, Königliches Amtsgericht.

[43154] : Der unter dem 8. Februar 1888 gegen die Kellnerin Johanne Steinfatt, gen. Oldag, aus Schönberg erlassene Ste>brief wird hiermit zurü>- genommen Hannover, den 9, Okftcber 1891. Königliches Amtsgericht. Abtheilung VI C.

[43155] Gegen den Arbeiter Roman Grzechß, geboren am 30. August 1865 in Guhren, Krets Czarnikau, zuletzt in Stemmern wohnhaft gewesen, jeßt unbekannten Aufenthalts, soll eine dur< Urtheil des Königlichen Schöffengcrichts in Gr. Salze vom 22 Mai 1891 erkannte, an Stelle ni<t béeigetriebener Geldstrafe von 30 M getretene Gefängnißsirafe von 10 Tagen vollstre>t werden. Es wird um Strafvollstre>ung und Nachri@t zu den Akten D. 7/91 ersucht. Gr. Salze, den 23.. Oktober 1891. Königliches Amtsgericht.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[42962] Zwangsverfteigerung.

Im Wege oer Zwangsvolstre>kung soll das im Grundbuche von den Umgebungen Band 37 Nr. 2236 auf den Namen des Maurermeisters Otto Schni>e hier eingetragene, in der Invalidenstraße Nr. 131 belegene Grundstü>k am 11. Januar 1892, Vormittags 10Î Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtsftele, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., part., Saal 36, versteigert werden. Das Grundstü> is weder zur Grundsteuer no< zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuch- blatts, etwaige Abschäßungen und andere das Grundstü betreffende Nachweisungen, sowie be- sondere Kaufbedingungen können in der Gerichts- schreiberei ebenda, Flügel D., Zimmer 41, eingesehen werden. Ale Realbere<htigten werden aufgefordert, die ni&t von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorbandensein oder Betrag aus dem Grundbue zur Zeit der Eintra- gung des Versteigerungsvermerks ni<ht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Koften, \pä- testens im Versteigerungstermin vor der Aufforde- rung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widersprciht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls die- selben bei Feslstellung des geringsten Gebots nicht berü>sihtigt werden und bei Vertheilung des Kauf- geldes gegen die berüd>si<tigten Ansprüche im Range zurücttreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücs beanspruGen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstü>s tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 11. Januar 1892, Nachmittags 1 Uhr, an Gerichts\telle wie oben angegeben, verkündet werden.

Berlin, den 2. Oktober 1891,

Königliches Amtsgericht 1. Abiheilung 51.

[42958] Zwangsverfteigerung. Im Wege der Zwangsvollitre>kung soll das tim Grundbuhe von den Jnvalidenhaus-Parzellen Band 12 Nr. 418 auf den Namen des Bauunter- nehmers Carl Reimann hier eingetragene, in der Straße 11, Abtheilung 1X. (Pflugstraße Nr. 17) belegene Grundstü> am 21, Dezember 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsstelle, Neue Fricdrichstraße 13, Hof, Flügel C., Erdges<hoß, Saal Nr. 40, ver- steigert werden. Das Grundstü> ift 9 a 20 gm groß und weder zur Grundsteuer no< zur Gebäude: steuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, be- glaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschäßungen und andere tas Grundstü> be- treffende Nachweisungen, sowie besondere Kauf- bedingungen können in der Gerictsshreiberei ebenda, Flügel D., Zimmer 42, eingesehen werden. Alle Realberehtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden An- sprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche e Zeit der Giatragung des Versteige- rungsvermerks nit Zervorong, insbesondere derartige orderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden ebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubt- ger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des gerin ten Gebots nit berü>sihtigt werden und bei Ver- theilung des Kaufgeldes gegen die berü>sichtigten Ansprüche im Range zurü>treten. Diejenigen, wel<he das Eigenthum des Grundstü>ks be-

fahrens berbeizuführen, widrigenfalls na& erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zushlags wird am 21. Dezember 1891, Nachmittags 1 Uhr, ax obenbezeichneter Gerichtsstelle verkündet werden. Verlin, den 15. Oktober 1891, Königliches Amtsgecicht T. Abtbeilung 53.

[42961] Zwang3versteigeruug.

Im Wege der Zwangsvollstre>kung foll das im GrundbuHe von der Köniastadt Band 23 Nr 1871 auf den Namen des Architekten Johannes Eppen und des Maurermeisters Georg Wiewert eingetragene, in der Großen Frankfurterstraße Nr. 52 belegene Grundstü> om S. Januar 1892, Vormittags 107 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtsftelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., part., Saal 40, versteigert werden. Das Grund- stü> ist weder zur Grundsteuer noH zur Gebäude- steuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, be- glaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, eiwatge Ab- \<äbungen und andere das Grundstü>k betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichts\<reiberei ebenda, Zimmer 41, eingeschen werden. Alle Realberehtigten werden auf- gefordert, die ¡it von felbst auf den Ersteher über- gehenden Unsprüche, deren Vorhandensein oder Betrag «ais dem Grundbuße zur Zeit der Eintragung des Verstecigerunçe8vermerks niht Hervorging, ins- besondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiedertehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Ab- gabe von Geboten anzumelden und, falls der he- treibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte alaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Bebots nit berüÆfi<tigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes geger die berücsi<tigten Ansprüche im Range zurü>- treten. Diejenigen , welhe das Eigenthum des Grundsiü>s beanspru<hen, werden aufgefordert, vor S<hluß des Verstetgerung8termins die Cin- stellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfallg na erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zu- {lags wird ain 8. Januar 1892, Nach- mittags 123 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben, verfünder werden.

Verlin, den 16, Oktober 1891, Kontgliches Nmt8geriht 1. Abtheilung 52.

[429609] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwahngsvollstre>ung soll das im Srundbuche von den Niebershönhaufener Parzellen Band 17 Blatt Nr. 675 auf den Namen des Tech- nikers Heinri Nebendaÿhl hier eingetragene, in der Pappel- Allee Nr. 128 belegene Grundstück «am 17. Dezember 1891, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeineten Gericht, an Gerichtsstelle, Neue Friedrihstr. Nr. 13, Hof, Flügel C, Erd- ge\<hoß, Saal Ne, 409, versleigert werden. Das Grundstü ift 13 a 33 qm groß und weder zur Grund- fteuer no< zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Äbschrift des SGrunds- bu<blatts, etwaige Abschäßzungen und andere das Grundstück betreffende Nachwetungen, sowie besondere Kaufbedingungen können m der Gerihts\{reiberei, ebenda, Flügel D, Zimmer 42, eingesezen werden. Alle Nealverechtigten werden aufgefordert, die nicht 30n selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüce, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Bersteigerungsvecrmerks nit hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kaptial, Zinsen , wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungätermin cor der Auffordecung zur Äbgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger œitversprici, dem Gerite glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berüdsictigt werden und bei Ber- theilung des Kaufgeldes gegen die berücsic- tigten Ansprüche im MNange zurücktreten. tes jenigen, weiche das Eigenthum des Grundstüt8 be- anspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß bes Ver- steigerungstermins die Einstellung des Verfahrens kerbeizufübren, widrigenfalls na< erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru an die Stelle des Grundstü>s tritt. Das Urtheil über die Grtheilung des Zuschlags wird am 17. Dezember 1891, Nachmittags 1 Uhr, an obenbezeichncter Gerichtsstelle, verfündet werden.

VBerlin, den 19, Oktober 1821, Königliches Amtsgericht T. Äbtheilung 53.

[42959] Zwangsversteigerung. i Im Wege der Zwangsvollitre>ung foll das im Grundbuche von den Umgebungen im Kreise Nieder- barnim Band 8 Nr. 471 auf den Namen des Kaufmanns Otto Wiene>e hier eingetragene, in der Waldstraße Nr. 4 hierselbst belegene Grund- am 20. Januar 1892, Vormittags 102 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Ge- ri<ts\telle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., parterre, Saal 36, versteigert werden. Das Grundstü> ist für das Gtatsjahr 1892/93 mit 17700 4A Nuzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglau- bigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Ab- \{hätzungen und andere das GrundstüX betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichts\<hreiberei, ebenda, Flügel D., Zimmer 41, cingésehen werden. Alle Realbereh- tigten werden aufgefordert, die ni<ht von selbst auf den Ersteher‘ übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein ‘oder Betrag aus dem Grund-

vermerks ni<t hervorging, De naen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden ebungen oder Kosten, spätestens ira Versteigerungs- | termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots ni<t berü>sichtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berük- sihtigten Ansprüle im Range zurü>treten. Diejenigen, wel<he das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfaßrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 20. Fanuar 1892, Nachmittags 122 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben angegeben, verkündet wezden.

Verlin, den 21, Oftober 1891.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 51.

42963] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das im Grundbuche von den Umgebungen Berlins im Kreise | Niederbarnim Band 10 Nr. 609 auf den Namen des Maurermcisters Heinrich Hennig hier eingetragene, in der Kirstraße Nr. 5 zu Moabit belegene Grund- süd am 22. JZaunar 1892, Vormittags 103 Uhr, voc dem unterzeichneten Gericht, an Ge- ritsftelle, Neue Friedrichstr. 13, Hof, Flügel C,, parterre, Saal 36, versteigert werden. Das Grund- tü> ist mit ciner Fläche von 4 a 28 gm roeder zur Grundfteuer no< zur Gebäudesteuer veranlagt. Aus- zug aus der Steuerrolle, beglaubigte Ab\chrift des Grundbu<hblatts, etwaige Abschäßungen und andere das Grundstück betreffende Nachwetsungen, sowie besondere Kaufbedingungen köëznen in der Gerichts- {chreiberei, ebenda, Flügel D, Zimmer 41, ein- geschen werden. Alle RaealbereWtigten werden aufgefordert, die nit von selbst auf den Er- steher übergehenden Ansprüche, deren Verhanden- sein oder Beirag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eiatragung des Versteigerungsvermerks nicht hervor- ging, insbesondere derartige Forberungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten \pä- testens im Bexrsteigerungstermin vor der Uufforde- rung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Fest- stellung des geringsten Gebots ni<ht berü>sichtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berü>sihtigten Ansprüche im Range zurü>treten. Diejenigen, wel<he das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor S{hluß des Bersteigerungstermins die Einstellung des Versahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf dea Anspcu<h an die Stelle des Grundstücks tcitt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 22. Januar 1892, Nachmittags 1 Uhr, an Gerichtsstelle wie oben angegeben verkündet werden.

Berlin, den 21. Oktober 1891. Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 51.

[42954] Bekanntmachung.

In Sachen Zwangs3versteigerung des Grundstücks Nieder-Schönhausener Parzellen Band 18 Nr. 697, hinter der Straße 15, Abth. X11, des Fräu! zins Auguste Werner, werden die Termine am 2. No- vember d. Is. aufgehoben.

Berlin, den 24. Oktober 1891

Königliches Amtsgericht. T. Abtheilung 51.

[41940] Beschluß. :

Auf Grund Antrags des Vereins „Gemüthlic- keit“ in Burgfarrnbach, vertreten dur den Vor- stand Joßann S<hmaus, Maurer daselbst, und auf Grund glaubhaft gemachten Vorbringens, daß dec Haftschein der Spar- und Hilfskasse der Gemeinden des Kgl. Amtsgerichts Fürth vom 14, Juli 1889 Nr. 11094 über 100 #Æ, auf genannten Verein lautend, abhanden gekommen sei, wird gemäß $. 823 ff. der N-C-P.-.D. und Art. 69 des Ausf.-Geseßes hiezu das Aufgebotsverfahren zum Zwecke der Krast- loserklärung des bezeihneten Haft|weins beschlossen, Aufgebotstermin bestimmt auf Samstag, den 11. Juni 1892, Vormittags 9 Uhr, Zimmer Nr. 18/11, und der Inhaber des Haftscheins aufge- fordert, spätestens im Aufgebotstermine seine Rechte bei dem Gericht anzumelden und den Schein vorzu- legen, widrigenfalls derselbe für kraftlos erklärt würde.

Fürth, am 16. Oktober 1891.

Königliches Amtsgericht. gez. Lehnerer. Zur Beglaubigung: y (L. S.) Hellerich, ges><äftsleitender Kgl. Sekretär.

[43165] Aufgebot.

Das Quittungsbu<h der Sparkasse der Stadt Hagen zu Hagen Nr. 25 410, über ctne Sparcinlage von 250 lautend, welche bis zum 11. September d, I 259,70 betrug, ausgefertigt für den Plap- arbeiter Heinri Rump zu Wehringhausen, ift an- geblih verloren gegangen und soll auf Antrag des Eigenthümers aufgeboten und für kraftlos erklärt werden.

insbesondere derartige | [42966]

Nawlaß deë âm 26. November 1890 storbenen Eifenbahntelegraphifien Fciezrib Leopold Manhoid,

j _ Aufgebot.

Das Aufgebot ift beantraat worden :

1) von dem Rechtsanwalt Wedekind hier ier den hiex ver-

2) von demsclben über den NaGlaß der am

18. Februar 1891 hier verstorbenen Wittwe Mar- garetba Catharina Maas, geb. Clafohm,

verwoitiweten Clafen,

3) von demselben über den Nachlaß der am 19. Februar 1891 hier verstorbenen Dienstmagd

Dorothea Johanna Czristine Glöwe,

4) von demselben über den Nablaß der am 2. März 1891 hier verítorbenen Eb-frau Johanna Caroline Louise Westphal, aeb. Wolf,

5) ven demselben über den Nachlaß der am 24. De» zember 1890 hier verstorbenen Arbeiterwittwe Sophis Auguste Be>edorf, geb. Weigend,

6) von dem Justizrath Jungclauffen hier,

a, über den Nahiaß des am 29, Dezember 1890 hier verstorbenen Wilhelm Ferdinand Richard Cíiare,

b über den Na<hlaß der am 20. April 1891 hier verstorbenen Witiwe Anna S: phie Mar- gar:-tha Grudtmaun, geb. Holstein,

7) von dem Rcchtsanwalt Lassen bier über den Nachlaß nah dem am 9. April 1891 hier ver- storbenen Sw@Wlachtergesillen WGotifried Wilbelm Ferdinand Dänhart,

8) von dem Arbeiter Carl Ludwig Eke aus Bramfeld über das angeblich verbcannte Buch des Aitona’ischen Unterstüßungsinstituts Litt. I, oder Y. Nr. 4147 über 503 4 61 9, lautend auf Carl Luzwig Eke oder Frau Änna Dorothea Elise, geb.

Luneburg, in Fartmsen,

9) von dem Arbeiter {Friedri Vaehl aus Altona-

ODtiensen über das angeblich g<itohlene Buch des- selben Instituts Litt T. Nr. 1867 über 66 M. 11 s, lauieid auf den Antrazsteücr

oder Fcau Gmma Catharina Amalie, geb. Plebn,

10) von dem Jusiizrath Jessen hier im Auftrage des Schlachters Hermann Heinri Böge, z. Zt. in Kellinghusen, über das angeblich verloren gegangene Buch desselben Instituts, Litt. B. Nr. 4242 über 508 M 72 S, lautend auf Hermann Heinrih Böge in Hamburg,

11) von dem Rechisanwalt Max Schmidt hier im UÜuftrage des Friedri Köster in Altona über die gestoblenen Sparkassenbücher deéfelben Instituts,

a. Litt. Y, Nr. 1048 über 1839 #, lautend auf Irhaber,

b. Litt. D. Nr. 8959 über 3970 4, lautend auf Friedrih Köster oder Frau Dorothea, geb. Mahn>e, in Ultona,

c, Litt, V, Nr. 5232 üter 5 #, lautend auf Minna Köster in Altona,

d. Litt. E, Nr. 5233 über 3 Æ, lautend auf Ella Köster in Altona.

Alle diejenigen, wel<e Rechte und Ansprüche irgend welcher Art an obige aufgebotene Nacblässe und Sparkassenbücher zu haben vermeinen, werden aufgefordert, dicse Rehte und Ansprüche spätestens in dem am 3. Mai 1892, Vormittags 11 Uhr,, vor dem hiesigen Königlicen Amtsgericht an dec Allee, Zimmer Nr. 16, anstehenden Autgebotstermine in gehöriger Weise anzumelden, widrigenfalls sie da- mit auszes<losffen und die Sparkassenbüher für kraftlos erklärt, die Nachläfse aber werden dem: Fisfus zugesprochen werden.

Altona, den 21. Oktober 1891.

Königliches Amrsgeriht. Abtheilung II. Bähr. Beröffentli{t: Hartung, Secretair, als Gerichis\{reiber.

[22300] Aufgebot.

Der Kaufmann F. H. Wagner, vertreten dur>! die MNechtsanwälte Dres. VDonnenberzg, Jaques, Aérens und Stra, hat das Aufgebot beantragzï zur Kraftloëerflärung des am 30, November 1890: von dem Antragsteller Kaufrnaun I. H. Wagner ausgestellten, am 15. Mai 1891 fällig gewesenen, auf E. Goldschmidt in Hamburg gezogenen und“ 3on: diesem acceptirten Wecsels, groß H 314,65.

Der Inhaber der Urkunde woixrd aufgefordert, feine Rechte bei dem unterzeichneten Umtsgerichte, Damm- thorstraße 10, Zimmer 20, spätestens aber in deng auf Mittwoch, ven 22. März 1892, Nas mittags 2 Uhr, anberaumten Aufgebotstermiz1e, daselb)t Parterre Zimmer Nr. 7, anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftäcs« erklärung der Urkunde erfolgen wird.

Hamburg, den 3. Juli 1891,

Das Amtsgeriht Hamburg. Abtheilung für Aufgebotsfacan: gez. Se8dorpf, Dr. A Veröffentlicht: Ude, Gerichtsschre?bercehülfe.

43073) Anfgebot. ( Zur Erlangung. von AusfchlußurtZeilen zunt Zwe der Vesittitelberihtigung ist das Jufgebot folgender Grundstü>ke na< den Vorschriften. des Seseßes vou 7. März 1845 beantragt: a, dur den Beramann “Gutav Klappert zu Eifenfeld, Flur VI. Nr. 203, Flur ULI. Nr. 3539/2 St. G. Holzhausen, N A b. E den Veashinenwär!fer Heinrich Uebach I. zu Altenseelbah, Flur I. Nr. 605, Fiur 11. Nr. 678/2

Es wird daher der unbekannte Inhaber des Buches aufgefordert, \pätestens im Aufgebotstermine den 23. Juni 1892, Vormittags 11. Uhr, bei dem unterzeiwneten Gerihte Zimmer Nr. 15 seine Rechte anzumelden .und das Buch vorzulegen,

St. G. Altenseelbac. A

Es werden deshalb alle diejenigen Perfonen, wel,e Rechte und Ansprüche auf die aufgeführten Grundstücke zu haben vermeinen, aufgefordert, die- elben spätestens in dem quf den 28. Dezemberc

widrigenfalls die Kraftloserklärung desfelben erfolgt. Bacon, den 20. Oktober 1891.

anspruhen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Ver-

buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs-

Königliches Amtsgericht.

( 1891, Vormitto,gs 10 Uhr, anberaumten Ter»

mine anzumelden, unter der Verwarnung, daß im

-