1891 / 281 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Der Dampfer , r der Dampfer „Habsburg“, Antwerpen eingetroffen. D kommend, hat heute Vlissingen passirt.

berg“ Der Dampfer „Gera ( Sénelldampfer „Kaiser Wilhelm Il.“

der Schnelldampfer „Havel * gestern früh in

ekommen s 28. November. (W. T. B.) Der Postdampfer „Virginia“ ist, von Hamburg kommend, gestern Nahmittag in Baltimore

eingetroffen. l fommend, gestern in St. Thomas eingetroffen.

„Europa“ hat, von New-York kommend, gestern Mitta

passirt. Hamburg, 27. November. (W. T. lf Hamburg-

kanisce / dampfer „Normannia“ ist, Morgen auf der Elbe eingetroffen.

„NorhamCafstle*“ angekommen.

147 241, 183 968.

120 439,

Verkehrs-Anstalten.

Bremen,

ist von Baltimore heute in / * ist gestern von Bahia abgegang ist heute in Co

New- Y

Der Postdampfer „Hungaria“" ist, von

Padletfahrt - Aktiengesell\Gaft. Der

928, November. (W. T. B.) Der Postdampfer

burg“, nah Brasilien bestimmt, hat am 25. November Nah

Las Palmas passirt. 3 i 1 97. November 2 Uhr Morgens mit der für Ost-Asien bestimmten Post von Brindisi in Port Said angekommen. ( i

„Sach fen“ hat am 27. November Morgens die Reise von Singapore

nach Colombo fortgeseßt. London, 27. November. (W.T. B.) Der Castle-Dampfer ift auf der Ausreise am Mittwoch in Capetown

Der Reichs-Postdampfer „Stettin

Der Castle-Dampfer „Garth Caftl der Heimreise gestern von Capetown abgegangen.

Preußische Klafsenlotterie. (Ohne Gewähr.)

Bei der gestern fortgeseßten Ziehung der 185, Königlich preußischer Klajsenlotterie

der Nachmittags-Ziehung:

1 Gewinn von 30 000 M auf Nr. 85 100. 1 Gewinn von 10000 4 auf Nr. 140 270.

4 Gewinne von 5000 #6 auf Nr. 15 466.

41 Gewinne von 3000 #4 auf

58 462, T6259. 76 444, 85914

92 199. 95 919. 98 777, 103 834. 106 071. 116 694. 127 306. 127 420. 129105. 131 345.

Wetterberi vom 28, November, 8 r Morgens.

| |

S D [S C = S | S D

Stationen. |

Aberdeen .. 753 | Christiansund 755 4 wolkenlos un Kopenhagen. T7557 2/Dunst Stocktholm. 756 2bedeckt aparanda . 758 2'bedeckt osfau... | 768 1 /bedeckt

Ton I (00

Cherbourg . | 758 r O

B... O8

Hamburg .. | 759 Swinemünde | 759 2 halb bed, Neufabrwasser 756 1/bedeckt

Memel . 755 ill Nebel

ugs N 762 ünster .. | 761 Karlsruhe. . 764 Wiesbaden . | 763 Mürchen .…. | 764 Chemniy .. | 764 Mei 761 C G 28 Breslau... |_759__ Fle d’Aix.. | 757 |SSO 758 |D 1\wolfkenlos | | 760 |ONO 3lhalb bed. Uebersicht der Witterung.

Ein tiefes barometrishes Minimum liegt westlich von Irland, auf den Scillys stürmishe Südwinde, über Nord-JIrland flürmise Südostwinde verur- sachend, während ein barometrishes Maximum über Central-Euroya lagert. In Deutschland ift das Wetter im Norden trübe und neblig bei wenig ver- änderter, im Süden vielfa beiter bei abnehmender Temperatur; fast allenthalben haben Niederschläge stattgefunden. Im östliwen Frankreih, sowie in Süddeutschland herrs{ht leichter Frost. Cork meldet 21, Valentia 24 mm Regen. Die Depression im Westen dürfte sh weiter oftwärts ausbreiten und demnächst die Witterung des nordwestlichen Deutsch-

land beeinflussen. Deutsche Seewarte. E Theater-Anzeigen.

Königlihe Schauspiele, Sonntag: Opern- haus. 250. Vorstellung. Cavalleria rusti- eana (Bauern-Ehre). Oper in 1 Aufzug, nach dem gleichnamigen Volksstück von Verga. Musik von Pietro Mascagni. In Scene geseßt vom Ober- Regisseur Teylaff. Dirigent: Kapellmeister Wein- gartner. Vorher: Der Waffenschmied. Komische Oper in 3 Akten von Albert Lorting. Dirigent: Musik-Direktor Wegener. Anfang 7 Uhr. :

Schauspielhaus. 261. Vorstellung. Neu einstudirt : Narziß. Trauerspiel in 5 Aufzügen von A. E. Brachvoçel. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Max Grube. Anfang 7 Ubr.

Montag: Opernhaus. 251. Vorstellung. Die lustigen Weiber von Wiudsor. Komisch-phan- tastishe Oper in 3 Akten von O. Nicolai. Text von H. S. von Mosenthal , nah Shakespeare's

4 wolkig

6 halb bed. 1'wolfkenlos 2 Nebel L, 3 bededckt

8

SQGESAO B90

9 wolkenlos | 4 bededt

Gl O

2\bedeckt | 3\wolkenlos

3'/bedeckt 2 \bedeckt 1'halb bed. |

SSLSSE

92 halb bed, |

97. November. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Graf Bismarck* ist auf der Fahrt nah Brasilien, von Baltimore heimkehrend, heute in er Dampfer, Leipzig“, von Brasilien Der Dampfer , Bremerhaven eingetroffen.

Der Postdampfer g Lizard

von New - York kommend, heute eStraß-

Der Reis: Postdampfer

Nr. 280, 3211. 9946, 18 440. 19 433. 27 166. 43 861. 49 933. 51 510. 52 022.

53 161, 55 212. . 90152.

Scausptelhaus. 262, : Serr. Schauspiel in 7 Vorgängen von Ernft von Wildenbruch. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Max Grube.

Dienstag: Opernhaus. valleria rusticana (Bauern-Ehre). Oper

in 1 Aufzug, nah dem gleichnamigen Volksftück von

Verga. Mußk von Pietro Mascagni. gesetzt vom Ober-Regisseur Teßlaff. Dirigent: Kapell-

Mullaghmore 738 | me ter Weingartner. ) ai

| 2 | Anfang 7 Uhr. Heller.

Schönthan. Anfang 7 Uhr. Tod.

1\wolkenlos8 2. bedet | und „Clavigo“. 4. „Torquato Tasso“. 5. „Ggmont*. 6. „Iphigenie auf Tauris“. 7, „Faust.“ 8, „Faust's

[W 3\bedeckt | u | - | Balk, 18 4, Tribüne 1b 4, Sper1siß 12

24 Uhr: 74 Uhr: Der Hüttenbesitzer.

138 802,

138 361. 172 457.

162 047. 8843.

Nürn- 112 806. 114828. 146 297. 148 009,

176 975. 179 306.

110 570. 145 354. 175 139,

en, Der lombo, ork an-

104 158. 122 781. 145 000.

103 610. 118 324. 144 736.

179315, 183 127.

Vei der heute fortgeseßten 185. Königlich preußisher Klassenlo mittags- Ziehung:

80 581. 108 341.

Hamburg 142 807.

Ameri- Swhnell-

mittags ist am 85 857.

42 Gewinne 23 870. 24 451. 62333. 67156. 67 362.

28 487. 44 824. 70 829, 127 006. 129 156 059. 173 295,

122 600. 151 222. 170 462.

116 388. 145 277. 162011. 188 963. 39 Gewinne von 1500 4 auf 24. 125, 24228, 28801. 45988. 68 563. 70 706. 72899, 76 480. S9 657, 118812. 124043. 145 586. 145964. 146 354. 160 545. 166 593. 169522, 184 400. 185648. 189009, 190 45 Gewinne von 500 4 auf 90 427. 22645. 24 867. 32 805. 59 506. 63117. 65217. 70919. S7 989, 93 215. 94 012. 95 261. 111591. 113942, 115505. 136 930. 147605. 148738. 167002. 168719. 169 490. 180 493. 182325, 183 001.

e* ift auf

á, Klasse fielen in

105 749, 4163.

119 118, 135 476.

142 249. 146 107. 149 052. 184 419. 187 375. 39 Gewinne von 1500 \ auf Nr. 1094. 2104. 6547. 16 438. 24 922, 26 755. 29297. 35466. 44877. 48 953. 48 416. 49 759, 57255. 63237. T35TT. 78 190 88 997, 97 843. 98 309. 99589. 101 470. 105 062. 130 874. 139 186. 160 645.

30 Gewinne von 500 4 auf Nr. 1527, 4839. 21087. 99 908. 29 175. 38 839. 39659. 44592. 51576. 63 320.

105 060. 126 928, 128 985.

145 264.

1 Gewinn von 15 000 A auf Nr. 143 272. 1 Gewinn von 10000 M auf Nr. 151 072. _ 4 Gewinne von 5000 auf Nr. 37 447. 38 203. 44 544.

von 3000 /(. auf Nr.

81 598. 90 508. 95 841. 101 482. 102 669. 111550.

156 258. 180 808,

127 816. 151 178. 178 509.

99 330. 116 299. 151 677. 169 824,

156 559. Dienstag, den

76 510.

133 930.

172 353, 173 788.

108 107. 140 710. 172 035.

105 611. 169 538.

Ziehung der 4. Klasse

iterie fielen in der Vor- | «¿spiegelt,

Bern, fommission des

12 995, 58 619, 79 318, 115 001. 141 880. 161 733. 186 145.

12 692. 55 509.

75 304.

mindert. 48 201. Bundesrath möge

73 136.

880. 140 084. 160 906. 185 957.

16 584, 53 492. 79 516. 142 231. 156 511. 182 620.

Nr. 4628. 8259. 46 872. 52 067, 77 348. T7 640.

134 286.

151 998.

179 408,

000.

Nr, 5183. 12611. 12671. 36 012. 49 762. 50594. 74752, 78471. 81 008, 107 340. 110 722.

121215. 123579.

159 920. 163 094,

176 315. 179 728.

Newski Orden,

Christian Pau 62, Lebensjahre a

(Fortseßung des

Paris, 28. November.

wendet sich mit großer Schärfe des russishen Finanz-Ministers daran, daß die Katastrophe des die plögliche Zurückziehung des der russischen Regierung 1 auf die Gefahr hin, welche darin 454 Millionen Gold vom Au

Jagd.

1. Dezember cr., findet Königliche

Parforce-Jagd statt. Stelldichein Mittags 123/4 Uhr Jagd- {loß Grunewald, 11/4 Uhr am Saugarten.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene

Depeschen.

(W. T. B.) Der „Siécle“ gegen die Finanzpolitik Wyschnegradsky, erinnert „Comptoir d’Escompte“ durch deponirten Kapitals von Seiten herbeigeführt worden sei, und weist liege, daß Rußland slande zu fordern habe. Bei e habe man den Franzosen vor-

der leßten russishen Anleih : ) 3 daß das Geld für Eisenbahnbauten bestimmt sei,

während Rußland damit auss\chließlich den Coupon der aus-

wärtigen Schuld bezahlen wolle. 28, November.

(W. T. B.) Die Budget- Nationalraths hat das Defizit dur

Streichungen an den Ausgaben um ca. 500000 Fr. ver- Die Kommission stellte ferner die Postulate: Der

die Eisenbahnverwaltungen zur

baldigen Ergänzung des Betriebsmaterials und zur Anlage eines zweiten Geleises, wo dies nöthig, anhalten; ferner: der Bundezrath möge die Frage der Erweiterung des administra- tiven Eisenbahn: Jnspektorats zum Zwecke einer ausreihenden Uebcrwachurg des Personen- und Güterverkehrs und -Be- triebs der Erwägung unterziehen.

Konstantinopel, 28. November, (W. T. B.) Fuad Pascha is aus der Krim hierher wieder zurückgekehrt und hat ein eigenhändiges Schreiben des Kaisers von Rußland an den Kaiser seinem Dank für die Entsendung der türkischen Mission Ausdruck giebt und den Sultan der freundschaftlihsten Ge-

sinnungen versichert.

Sultan überbraht, in weihem der

Fuad Pascha erhielt den Alexander-

Kopenhagen, 28, November. (W. T. B.) Der Führer der radikalen Oppositiontpartei und Mitglied des Folkethings

lsen Berg ist heute Naht 2 Uhr im m Herzshlag gestorben.

Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

Vorstellung. Der neue

Anfang 7 Uhr.

252, Vorstellung. Ca3-

In Scene

Vorher: Coppelia. Phan- tisches Ballet in 2 Aufzügen von Ch. Nuitter d A. Saint - Leon, Musik von Leo Delibes.

Schauspielhaus. 263. Vorstellung. Roderich Lustspiel in 5 Aufzügen von Franz von

Deutshes Theater. Sonntag: Doctor Klaus. Montag: Goethe-Cyclus. 7. Abend. Faust

Theil. Dienstag: Die Kinder der Excellenz.

Mittwoh: Goethe-Cyclus. 8. Abend. Fausfi’s

Am Freitag, den 4. Dezember, beginnend : Ix. Gocthe-Cyclus. : 1. Abend: „Stella®“ und „Die Mitschuldigen.

„Gö von Berlicbingen®. 3. „Die Geschwister“

od“. Preise der Plätze für sämmtliche adt Abende: 9

Orch. u. Fremd :Loge 45 4, T Rang Balk, Loge . Parquet-Loae 36 #4, Parquet #4, Il. Rang

Sonntag: Nachmittags Der Geizige. Abends

Montag: Der Hüttenbefizer. Anfang 7 Ubr. Dienstag : Esther. Der Geizige.

Berliner Theater. Esther.

Lessing - Theater. Sonntag: Die Grof- ftadtluft. Shwank in 4 Akten von Oscar Blumen- thal und Gustav Kadelburg. Anfang 7 Uhr. Montag: Die Ehre. Stauspiel in 4 Akten Hermann Sudermann. Dienstag: Die Grofßstadtluft. S{wank in 4 Akten von Oscar Blumenthal und Gustav Kadelburg.

Wallner-Theater. Sonntag: Zum 13, Male: Immer zerstreut! Posse in 3 Akten von Barrière und Gondinet. Bearbeitet von Franz Wallner Hierauf, neu einstudirt: Die Hanni weint der Hanusi lacht. Komishes Singspiel in 1 Aft von Facques Offenbach. Anfang Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung.

Triedrih - Wilhelmftädtishes Theater.

Sonntag: Mit neuer Ausstattung: Zum 4. Male: Polnishe Wirthschaft. Operette in 3 Akten von H. West und Rich, Genée, Musik von Hermann Zumpe (Komponist des „Farinelli“). Für das Friedrich - Wilhelmstädtische Theater be- arbeitet von Louis Herrmann. Jn Scene geseßt von Zul. Fritsche. Dirigent: Kapellmeister Federmcenn. Die neuen Dekorationen aus dem Atelier Falk. Die neuen Kostüme vom Garderobe-Inspektor Venzky.

Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung.

Residenz-Theater. Direktion : Sigmund Lauten- burg. Sonntag: Zum vorleßten Male: Dr. Jojo. Schwark in 3 Akten von Albert Carré. von Karl Lindau. Besuch uach der Hochzeit. von Alex3nder Dumas.

Lautenburg. Anfang 7# Uhr. [43641]

Montag: Dieselbe Borstellung. Dienstag : Zum 1. Viale:. Madame Mougodin.

Sch{wank in 3 Akten von Ernest Blum und Raoul Tocé. Deutsch von Emil Neumann,

mäßigte Eintrittepreise ! Leßte Sonntags-Vorstellung. Zum 122, Male: Ausftattung von Dekorationen, Kostümen, Ballets, Waffen, Requisit-n, Beleuchtungs8effekten 2c. Deutschlaud zur See. Eroßes Ausftaitungs-Zeit- bild mit Gesang und Tanz in 4 Akten (6 Bildern) von Ernst Niedt. Musik vom Kapellmeister G. R.

Kruse. zur See.

neuer Ausftattung zum

fänger von Komödie, mit Gesang in 10 Bildern von C. A. Görner.

Musik von Catenhusen.

in 4 Akten von Leon ptor Gustav Görß. Mußk von Gustav Steffens. vollständig neuen Kostümen. Die neuen Dekorationen

find aus dem 1 Bufkacz, In Scene geseßt von Adolph Ernst. An-

fang 74 Ubr.

Deutsch Gmil Lessing, Vorher: Lustspiel in 1 Akt äInscenirt von Sigmund

Regie:

Belle-Alliance-Theater. Sonntag: Er-

Mit durhweg neuer glänzender Jung-

Arfang 7F Uhr Montag: Zum 123. Male: Jung-Deutschland

Donnerstag: Neu einstudirt: Mit 1. Male: Der Ratten- Weihnachts - Märcken-

Voranzeige. Hameln.

Sonntag: Zum

Gesfangêposse Couplets von Mit

Adolph Ernst-Theater.

0. Male: Der grsfße Prophet. Treptow.

Atelier der Herren Wagner und

Montag: Dieselbe Vorstellung.

Alte IAakobstraße 30. Direktion: Emil Thomas. Sensationserfolg dieser Saison. Sonntag: Zum 24, Male: Der Kuust- Bacillus. Novität! Posse in 4 Akten von Rudolf Kneisel. In Scene geseßt vom Ober- Regisseur Adolf Kurz. (Igelfish: Emil Thomas.) Anfang 7# Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung.

Thomas-Theatec.

Concerte.

Sing - Akademie. Sonntag, Mittags 12 Uhr: Zum Besten der durch Brand eingeäscherten \Gweize- rischen Alpdörfer. Morgen-Concert, veranstaltet von Enmilie Herzog, Königl. Hofopernsängerin.

Hotel de Rome. Sonntag, Abends 7# Uhr: Robert-Franz-Abend von Emilie von Cölln, unter gefälliger Mitwirkung des Königl. Kammermusikers

Herrn R. Haagemeister. Billets à 2 und 3 X in der Hofmusikhandlung

der Herren Bote u. Bock (Leipzigerstraße 37) und Abends an der Kasse. :

Concert-Haus. Sonntag:

Concert. Aprfang 6 Uhr. III, Abend vom Raff: Cyclus.

„Beatrice“ von Bernard. „Mazeppa“

Beetkboven. Largo Fis-du

symphonische Dichturg von Liszt. Montag :

[43661]

Karl Mexder-

Symphonie Nr. 111. „Im Walde“ von Joachim Raff. Ouv. „Die Gestöpfe des Prometheus“ von

Anfang 7 Utír.

Urania, Anstalt für volksthümli%e Naturkunde. Am Landes - Ausstellungs - Park (Lehrter Bahnhof). GSeôffnet von 12-——11 Uhr. wissenschaftlichen Theater. zettel,

Täglich Borftellung im Näheres die Anschlage

„Nordlands- g„Lilelmfie. 10 ]

Schluß "Sti DO0 Pf

Nur noch kurze Zeit. 2F National: Panorama j Herwartbstraße 4 am Königsplah.

v, Morg. 9 Uh- bis zur Dunkelheit. Eintr. tägl. 50 §. Soldaten u. Kinder 25 .

B ¡(Das alte Nom“ i mit dem Triumpbzuge Kaiser Confstantins.

Circus Renz. Karlstraße. Sonntag: 2 Vor-

stellungen. Nacmittags 4 Uhr: Extra-Vorstellung. Nuf vielseitiges Verlangen: berger“, arrargirt und inscenirt vom Director E. Renz. Abends 7j erf „Auf Helgoland “Fig oder: Ebbe und Fluth“, große 2 Abtheilungen mit National-Tänzen (60 Damen), Aufzügen 2c, Dampfsciss- und Bootfahrten, Wafser- fällen, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffekten 2c.,

«Die lustigen Heidel- Original - Ausstattungs - Pantomime Neu

Ubr: Außerordentliche Vorstellung.

bydrologishe Ausstattungs - Pantomime in

arrangirt und inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunst-

\{wimmerinnen drei Geschwister Jobnson. S{luß- Tableau: Grande Fontaine Lumineuse, MRiesen- Fontaine, in einer Höhe von mehr denn 80 Fuß ausstrablend. Außerdem: In beiden Vorstellungen 7 Gire Vergnügunasfahrt mit verschiedenen Hinder- nissen, originelle, höchst komische Scene von der neu engagirten Elton Trovpe. Auftreten der vorzüg- listen Künstlerinnen und Künstler, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheit» pferde. Komiske Entrées und JIntermezzos von

sämmtl Clewns.

Täglich: „Auf Helgoland“.

e Familien-Nachrichten.

Verebeliht: Hr. Regierunas-Baumeister Georg Matdorf mit Frl. Emma Falkenbeim (Berlin). Geboren: Ein Sohn: Hrn, Prem.-Lieut Kurt von Prix (Königébera). Cine Tochter: Hrn. Hans von Korn-Rudelsdorf (Rudelsdorf, Reg.- Bez. Breslau). Hrn Kgl. Bayerischen Generals Konsul Dollmann (Hamburg),

Gestorben: Hrn. Recrungs- Rath Jaedecke Tochter Clärchen (Berlin). Hr. Prem Lieut Carl Noack (Potsdam). Fr. Charlotte von Dewig, geb von Kligirg (Frankfurt a. O). Hr. Pastor emer. Kuribert Mudrowski (Görliß). Hr. Rechnungs Ra1h a. D. Theodor Krausnick (Berlin). Hrn. Rittergutsbesizer Louis Frenzel Sohn Guido (Kelts{) Hr. Geh. Domänen- Rath Carl Hicketier (Liebethal). Hrn. Heinrich von Korn Sohn Ernst (Breslau).

Redacteur: Dr. H. Klee, Direktor.

Berlin: Verlag der Expedition (Scholz).

- | Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagse r Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen

von Haydn. Karl Meyder: Concert.

gleihnamigem Lustspiel. Tanz von Hoguet. Dirigent : Kapellmeister Kahl. Anfang 7 Uhr.

(eins{ließlich Börsen - Beilage).

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und König

M 281.

Deutscher Reichstag. 128, Sizung vom Freitag, 27. November, 1 Uhr.

Die erste Berathung des Reihshaushalt3-Et i 1892/93 wird eingeleitet von dem Iun ats für

Staatssekretär Freiherr von Maltzahn:

Meine Herren! Die erläuternden Bemerkungen, mit welchen ih Ihre Berathung der Ihnen gemaHten Vorlagen einleiten möchte beginne ih in übliGer Weise mit einem kurzen Rückblick auf die Wirthfchaftsergebnifse des verflossenen Etatsjahres 1890/91. Ueber die Wirthschaft dieses Jahres liegt Ihnen bereits die Vebersit vor. Sie werden daraus ersehen haben, daß das wirkliche Ergebniß der Jahreswirthsaft nit unerheblißH von der Shäzung abweicht E E p zu geben im Stande war. /

am 9. Dezember des vorigen Jahres hatte ih es als wa inli bezeichnet, daß \sih beim eigenen Haushalt des Reichs ein E von ctwa 10 Millionen ergeben würde und daß den Bundesftaaten etwa 66 bis 68 Millionen über den Etat hinaus überwiesen würden Das wirkliGe Ergebniß is gewesen, daß der eigene Haushalt des Jahres mit einem Ueberschuß von 15148201 M, also eiwa 5 Millionen höher abgeschlossen hat als wir vor Jahresfrift annehmen konnten. Die Hauptursachen dieses veränderten Ergebnis}ses sind erstens eine Minderausgabe fär Zinsen und zweitens sehr echebliße Mehr- e 4 dem Bankwesen gewesen. i

_Die Ue erweisungstitel aber Haben das i daß nit 66 bis 68 Millionen, sondern s E lionen über die Annahmen des Etats hinaus den Einzel- staaten überwiesen worden sind. Gegenüber dem ursprünglichen Etat ist dadur ch die Lage der Einzelstaaten freili{ niht voll um diese 80 Millionen verbessert worden, denn Sie werden ih entsinnen daß dur die verschiedenen Nachtrags-Etats die Matrikularbeiträge irie DAyte 1890/31 noch um etwa 47 Millionen stiegen; dennoch stehen N unter Abrechnung dieser erhöhten Matrikularbeiträge am Schlusse

er „WVüthschaft des Jahres 1890/91 die Bundesstaaten um etwa 33 Viillionen besser als es der Etat ursprünglich voraus eßte. Die Wirthschaft des Jahres 1891/92 dürfte ein gleih günstiges Resultat nit ergeben. Wir würden, wenn Sie den Na(htrags-Etat der Ihnen vorgelegt ist, wider Verhoffen ablehnen \ollten nit uf einen Vebersuf:, sondern auf einen Fehlbetrag zu bi Gia habdn Kay ih auf ungefähr 8 Millionen bezifern möchte. Auf der anderen Seite wird allerdings eine ziemlih erbebliG höhere Summe aa Ueber- weisungen ¿u erwarten sein, als sie der Etat annimmt. Dieser vor- auésihtliche Fehlbetrag von 8 Millionen bei der eigenen Wirthschaft des Reichs ergiebt sih daraus, daß wir eine Steigerung der Ausgaben na Abzug der Minderausgaben, dem Etat gegenüber von etwa 154 Millionea zu erwarten baben. Wir haben bei den eigenen Ein- nahmen des Reichs auf etwa 84 Millionen Mehreinr.ahmen und bei einer Position auf ctwa 1 Million Mindereinnahmen zu rechnen, fo daß, wenn Sie die verbleibenden Mehreinnahmen der eigenen Wirth- schaft des Reichs mit etwa 7x Millionen von jenen 154 Millionen Mehrausgaben abziehen, der von mir genannte Bélras von etw 8 N als Fehlbetrag ersheinen würde. : _An den zu erwartenden Mehrausgaben sind der e - wärtigen Amts und derjenige des e des E A zur Zeit vorliegenden Uebershlägen mit etwas über L Million u sammen betheiligt. Es kann allerdings scin, daß im Etat des Aus, wärtigen Amts eine höhere Ueberschreitung sich herausstellt, weil zur Zeit noch nit zu übersehen ist, welche Kosten bei der Merwallin von Ost-Afrila infolge der Ihnen Allen bekannten Ereignisse etwa in diefem Etatsjahr noch entstehen werden. Bei meiner Berechnung habe ih aber auf Grund der mir vorliegenden Mittheilungen der Refsorts annehmen zu follen geglaubt, taß das Auswärtige Amt und das Reichsamt des Innern zusammen etwa 4 Million mebr, als der Etat ihnen ausseßt, brauchen werden. | Der Hauptpofsten der Ausgabesteigerungen liegt bei er- waltung des Neichsheeres, Die Verwaltung f N etwa 18 Millionen an jener Gesammtsumme von 15: Millionen be- theiligt einschlicßlich der Verwaltung des allgemeinen Pensionsfonds und eins@ließlich der bayerishen Quoten. Ich hebe unter den ent- standenen Mehrbedürfnissen einzelne hervor. Wir werden zu erwarten haben ein Mehrbedürfniß von eiwa ¿7 Million für Unteroffiziersdienst- prâmien. Es liegt dies darin, daß naturgemäß die Ausgabe aus diesem Titel unmittelbar nach dem Inkrafttreten der neuen Einrichtung eine stärkere gewesen ist, als sie im Dur§schnitt in den späteren Jahren sein wird, weil natürli eine Menge von Unteroffizieren, die vor dem Abgang standen, mit ihrem Abgang bis zu dem Inkrafttreten dieser neuen Einrichtung gewartet haben. Weitaus den Hauptantheil an der Ausgabesteigerung haben die Titel für Brot- und Fourage- verpflegung und für Viktualicnverpflegung wegen der ungewöhnlichen Höhe der Preise der Naturalien im laufenden Jahre. Es wird dies verans@lagt für das preußische Kontingent auf etwas über 64 Millionen Es sind ferner wegen der gestiegenen Preise für Erleuchtungs- und Heizungsmaterial und für höhere Flurschäden Mehrausgaben zu er- warten im Betrage von etwa 4/5 Millionen. Es sind dann für Lazarethwirthschafts-* und Krankenpflegekosten au wegen der Stei- gerung der Preise aller Verbrauhsgegenstände etwa # Millionen P tadhe zu erwarten; für Remontepferde über 4 Million, weil e Pferdepreise um 91 Mark für das Pferd gestiegen sind. L A! taaten für Reisekosten und Tagegelder, für die Vorspann- M As osten werden erheblich höher ausfallen, als sie der Etat SSäurge h n 600 000 und 800000 A nah den vorliegenden alis Gie preußischen Etat, namentlih aus Anlaß zahl- lden Sue erle der Truppen für die Uebungen im dienst- drivceit Ea möchte ih hervorheben : eine voraus\ihtliche A f a einer halben Million an dem Bekleidungs- und Ga gesonds der Truppen zur Begleichung der entsprehenden

ebershreitungen des vorjährigen Gtats und eine ebenfalls nicht un-

Erfte Beilage

Berlin, Sonnabend, den 28. November

lih Preußischen Staats-Anzeiger.

erhebliche Ersparniß an is ällia t lt En A vefaiars für zufällige Manguements und für i Die Marineverwaltung it an der zu erwartenden » Helgeruns mit rund einer halben Million betheiligt. e S 15 Millionen, welche an den 15ck Millionen noch fehlen, fallen auf die E für die Reihs\&uld. : as nun die Ueberweisungen betrifft, so ist die SHä betreffenden Einnahmen erfolgt auf Grund der E der ersten 7 Monate des Etatsjahres; für die Monate November bis März haben wir Mangels einer besseren Grundlage die Erträgnisse derselben Zeit des Vorjahres einstellen müssen. Diese BéStun ergiebt eine vorautsidtlihe Mehreinnahme für Zölle und Tabak also eine voraussiwtlize Mehrüberweisung aus diesem Gebiet von 487 Millionen, dagegen eine voraussihtlihe Mindereinnahme aus der Branntwein-Verbrauchsabgabe und demna eine entsprechende voraus- sihtliche Minderüberweisung aus dem Titel um 74 Millionen und ebenso eine Verminderung der Einnahmen und demgemäß der Ueber- weisung aus dem Stempel für Werthpapiere um etwa 1700 000 Ñ Was die Mindereinnahme aus der Branntweinsteuer anlangt, so 1 innere ih daran, daß die Einnahmen aus diefer Steuer in doi Etat des [laufenden Jahres noch wieder mit der ursprünglichen Ziffer an- gefeßt sind, welche aus den Motiven des Gesetzes stammen Diese Ziffer ist thatsählih bisher nit erreicht worden, und wie Ste ee schen baben werden, ist deshalb in den neuen Etat für 1892/93 Lies eine verminderte Ziffer auf Grund der bisherigen Erfahrung ein- geftellt. Für das laufende Etatsjahr werden wir hier natürlih mit einem Ausfall an Einnahmen dem Etat gegenüber zu recknen haben Was nun die Einnahmen aus den Zöllen anlangt, fo darf es nicht überfehen werden, daß es ni§t unwahrscheinlich ift daß diese Einnahmen in den leßten Monaten des laufenden Jahres hinter der heutigen S{ätung, binter den entsprehenden Einnahmen des Borjahres vielleiht zurückbleiben können. Es ift den Herren ja be- tannt, daß ihnen in nähster Zeit Handelsverträge vorgelegt werden sollen. Handelsverträge pflegen Zollermäßigungen zu enthalten, und eine Wirkung bevorstehender Zollermäßigungen pflegt zu feln: daß von dem Augenblick an, wo das Eintreten solcher Zollermäßigungen wahrscheinli wird, der JImporteur wartet und seine Waaren erst einführt, wenn der ermäßigte Zollsaß auf dieselben Anwendung finden kann. Aus diesem Grunde ist es nit unwahrscheinlich, daß wir in den Monaten bis zum Februar eine verminderte Einfubr und dem- gemäß verminderte Zolleinnahmen zu erwarten haben. Den Betrag zu schäßen, halte ih für völlig unmögli, wenigstens für unmögli wenn die Zahlen irgend einen wirklißen Werth baben follen i ; Wenn ih mich nun zu dem Etat für das Iahr 1892/93 wende so möchte ih vorweg darauf aufmerksam machen, obwoBl den Herren dies nit entgangen sein wird, daß bei der Vergleihung dieses Etats mit dem Etat des Vorjahres selbstverständlihß der Ihnen jeßt vors gelegte Natrags-Etat für das laufende Jahr noch nit in B baun gezogen ift. In formeller Beziehung bringt der neue Etat i Novum, daß für die Scugzgebiete ein besonderer Etat vorgelegt ift Bas E Präsident eine besondere Nummer auf der Tagesordnung A hat, auf den einzugehen ich mir daher in diesem Augenblick Bei der Aufstellung des Etats mußten wir uns v: ärti daß im Ganzen die finanzielle Lage eine knappe i S S A daß allerdings bei den einmaligen Ausgaben, namentli bei nien, welche dur außerordentliche Mittel ihre Deckung finden sollen u sehr erhebliche Summe von Ihnen gefordert wird. Dagegen ist die R e E welche aus den ordentlichen : e eichs ihre Deckung empfangen, eine verhältnifienäßt e bobe, und. fie beschränkt sich wesentlih nur auf 4 ss im Landesvêrtheidigungsinteresse als unabweisbar nothwendig aiigeséden worden ist, und auf den durch die Natur der Dinge gegebenen Ausbau der Betriebsverwaltungen., Zu ihrem großen Bedauern sind di S O eat namentlich niht in der Lage gewesen die un j i j s Gras ea der Beamten in dem laufenden Jahre wesent- Die Steigerung bei den fortdauernden Ausgaben ift i Etat beigefügten Denkschrift Seite 46 in der S spezifizirt ; Sie finden dort, daß zwar bei den einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats eine gewisse Verminderung eingetreten ist daß dagegen die ‘fortdauernden Ausgaben um 30699 016 Mark also cin über 30 Millionen gestiegen sind. Unter diesen 301 Millionen sind eine Reihe von Augsgabesteigerungen enthalten, welche entweder auf höheren Ergebnissen der Durhschnitts\äge beruhen oder Folgen bereits bestehender Gesetze oder getroffener Einrichtungen sind, Derselbe Grund, welcher bei dem Militär-Etat des laufenden Jahres wesentlich höhere Ausgaben für Naturalienverpflegung erforderlich macht, als der Etat voraussah, wirkt natürli auch sür die entsprechenden Veranshlagungen des nächsten Jahres. Für die betreffenden Titel

sind, unter Einschluß der bayerishen Quote, etwa 7} Millionen mehr )

angeseßt.

Es ift dann in Etat des Reichs8amts des Innern Stei von annähernd 3 Millionen eingetreten wegen der e für die Alters- und Invalidenversiherung. Der Allgemeine Pensions- fonds, einscließlich Bayern, ist um etwa 1} Millionen böher an- A E E der Reihs\chuld ih komme später noch s A : s D e nach dem Anschlag eine Mehrausgabe

Wenn Sie diese und ähnliche Posten abziehen i finden, daß die wirklihen Neuforderungen nicht n fdie 1 Rogen bei den fortdauernden Ausgaben hinausgehen. Unter diesen wirklichen Mehrausgaben will ich nur einige wenige hervorheben. Sie finden im Etat des Auswärtigen Amtes eine neue Forderung von einer halben Million für einen Titel, der früher nur mit 48 000 4, wenn ih mi recht entsinne, dotirt war, „für geheime Ausgaben“. Ste werden es verständlih finden, day ih über den Zweck dieser Forderung hier im Plenum genauere Angaben zu maten außer Stande bin, ich möchte

aber, ohne Jhrer Berathung vorzugreifen, auch die Bitte aussprechen -

die Diskussion dieser Frage nach Möglichkeit in die Kommissions- berathung zu verlegen. Bei den Landesvertheidigungsausgaben finden Sie erhebliche Mebrforderungen : Bei dem Reichsheer z. B. für Uebungen, für BVorspann und Transportkosten, für Munitionébeschafung, bei der Marins für Personalvermehrung, welche in einer besonderen Denkschrift eingehend motivirt ist, für Indiensthaltungs;wecke etwa 1L Millionen, vorvergehende Verstärkung der Ausgaben zum Werfibetrièb diesem Jahre 7 Million, Diese Mehrausgaben zusammen belaufen si, wi gefagt, auf etwas über 11 Millionen. E Sehr bo sind, das gebe ih Ihnen von vornherein z11, die Neu- forderungen an einmaligen Ausgaben. Auf diese im gegenw Moment einzugehen, verzihte i. Es wird Gegenstand der Spezial- berathung sein, hier die einzelnen Fragen zu diskutiren and E E E o Mie dieser Forderungen mehr den Betreffenden Ressorts E der allgemeinen Finanzverwaltung des Reiches A Was nun die Einnahmen betrifft, so baben wir die eigenen, d Reiche verbleibenden Einnahmen, wie die DenksGrift, die eni Ha u Etat beigefügt ist, ergiebt, um annähernd 24 Millionen böber E E Unter dieser Summe fstecken allerdings elwás über 124 Millionen Mark, um welte der Ueberschuß des Vorjahres de wir dies Jahr einstellen konnten, den betreffenden Ansatz des vori E Etats übersteigt, und és flecken ferner darin etwas über 3 Millionen höhere Einnahmen aus den vershiedenen Verwaltungszweigzen E theilweise in niht regelmäßig wiederkehrenden Giinabmes : de Militärverwaltung ihren Grund haben. Zu jenen etwa 24 Millionen höheren eigenen Einnahmen des Reiches tritt nun das Mehr Gai di Ueberweisungstiteln mit 19 Millionen 743 Tausend Mark lf i annähernd 20 Millionen. s f Wenn dieser Etat bei der Wirthschaft des Jahres wirkli® so zur Ausführung kommt, wie er Ihnen beute vorliegt, so würden dann die Bundesstaaten etwa 5 Millionen mehr an Matrikularbeiträgen zu zahlen haben, sie würden aber annähernd 20 Millionen mebr 4 Ueberweisungen erhalten, es würde sih ihre Lage also dem vou A Etat gegenüber um 14 bis 15 Millionen bessern. In Wirklichkeit wird allerdings das Verhältniß si voraussi{lich wesentli anders geflalten. Wenn Sie den Ihnen demnäHst vorzulegenden Handels- verträgen Ihre Genehmigung ertheilen, so werden wir in Folge diéser Handelsverträze mit Einnahmeausfällen rechnen müssen ‘beret Höbe anzugeben ih heute nit in der Lage bin. Man hat in Lai Presse der Finanzverwaltung einen Vorwurf daraus gemacht, daß bie Etat ohne Berücksichtigung dieses Moments aufgestellt worde ist J muß ehrlich gestehen, daß ih über diesen Vorwurf erstaunt itwefén bin. Meine Herren, wir konnten gar niht anders bandeln als E gethan haben. Der Etat ist aufgestellt auf Grund b beutigen geseßlihen Lage. Veränderungen dieser geseßlihen Lage welche fd aus Ihnen noch niht einmal gemaHten Vorlagen ergeben können wir bei der Vorlegung des Etats unmögli berücksichtigen. Sit Gegentheil E wir es gethan hätten, fo würde der Neichëtag mit einem gewissen ! ete uns den Vorwurf machen können, daß wir Bes{lüsse des Reichstags nach ciner bestimmten Richtung als gewiß angenomme hätten, von denen es keinc8vegs gewiß wäre, ob sie in dieser Rit N gefaßt werden würden. / E Ueber diesen Gegenstand selbst werden wi ja \pâ unterhalten ausreihend Gelegenheit Gabe Sl L E G nur darauf aufmerksam machen, daß daselbe Moment vas: A ih vorher ausgeführt habe, voraussihtlih zu einer Verminderung vie Zolleinnahmen im laufenden Jahre vor dem Eintritt des neuen Zu- standes führen kann, naturgemäß dahin führen muß, daß in den ersten Monaten na Einführung des neuen Zustandes eine Verstärkung der Einfubr stattfindet und daß die aus dieser verstärkten Einfuhr erwafenden erhöhten Einnahmen die Minderung der Einnahmen 1a nâcsten Etatsjahr, wel{e an und für sih aus den Handelsverträ e folgen würde, abschwächen und vermindern. Den Betrag der s sichtlihen Mindereinnahmen kennen wir heute noch nicht, ih kann fle Ihnen au nit nennen, ih bin auÿ bisher nit im Besitz derartiger Unterlagen für eine Wahrscheinlichkeitsberehnung daß ich Ih ei folhe aufmacen könnte. P Nicht zu übersehen ist übrigens au dabei, daß die unmîi und ciner Verminderung der Zolleinnahmen A Ae A Reichsverwaltung, sondern nach unseren Einrichtungen nah der be- E clausula Franckenstein, die Einzelstaaten trifft welche S re m Theil ü i i | A S Theil über die betreffenden Einnahmen noch anders Was die Finanzirung dieses Etats betrifft, die Vertheilung de Ausgaben auf die Einnahmen des ordentlichen Etats und M die außerordentlichen Deckungsmittel, so ift sie im Großen und Gan N nah den bieherigen vom Reichstag gebilligten Grundsätzen erfolat, In einer Beziehunz ift eine kleine Abweichung von diesen Grundsägen vorgenommen. Wir haben seit einer Reihe von Jahren Uebershüfse aus der Verwaltung des Münzwesens, nit sehr erbeblih im Ver- hältniß zu dem Gesammtbetrage des Etats, aber an sich do nickt En unerheblich. Diese Uebershüsse haben wir bisher immer dem Haus- halt des cinzelnen Jahres zugeführt, also als ordentlihe Fahreë- einnahme bebandelt. In dem Etat des laufenden Jahres ist zum ersten Mal von diesem Verfahren abgewichen worden dahin, daß wir unter die ordentlihen Einnahmen nur den- jenigen Betrag des Gewinns aus dem Münzwesen aufgenommen haben, welcher der Ausgabe für das Münzwesen entspri{t,

daß wir aber den UebersGuß des Münzwesens unter die außerordentlichen Einnahmen gestellt haben. Um so viel also, als wir über den Jahresbedarf an Ausgaben aus dem Münzwesen ein- nehmen, um so viel werden wir von der, wie ih annehme, von Ihnen zu bewilligenden Anleihe demnähft weniger ausgeben.

Nun, diese Anleihe! Die Höhe derselben ist Ihnen aus dem Anleihegeset bekannt, insoweit es sich um neu zu bewilligende Anleihe handelt. Sie is in Wirklichkeit etwas höher, weil ein Theil der Ausgaben, welche der Etat auf Anleihemittel verweist, bereits dur

frühere Anleihebewilligungen gedeckt is, Die Gefammtktziffer unserer