1891 / 304 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Adolph Ernst-Theater.

es Adolph Erufst-Theaters if es ein Greigniß ch dem vorläufigen Verschwinden einer G über hvndert Mal die Lach-

und sie mit harmlosen Scherzen Werk dieser Art seinen Einzug wenn dies am ersten Weihnactsfeiertage der mit Spannuna erwarteten N kauft* vor der Theaterkasse, ganze zur Umfkehr veranlaßt. Der Tanzteufel“ mit Couplets von Gustav Görß, , erfüllte wenigstens im erften en im vollsten Maß I tend, doch äußerst lebendig; Die Couplets sind wirkungsvoll, dis deshalb der Beifall bei offener Scene ie Vorstellung längere Zeit unterbrochen gkeit ein wenig ab, es ohne jedo vollständig

ür die Freunde d on Bedeutung, wenn na ngspofse, die,

lust der Zuhörer erweckt halten hat, ein neues

‘Wunder deshalb, umsoweniger, geschieht, daß lange vor B beit das unerbittliche Plakat „Ausver Schaaren von Unterhaltungsbedürftigen neue Gesangé posse W. Mannstädt, Musk von Gustav Steffens Akte die auf sie geseßten Erwartung Handlung if wie gewöhnli ein Wig jagt den andern. Melodien ansprehend uüd häufig fo anhaltend, daß di werden muß. Später s{wächt sich treten Längen ein, das Interesse wird geringer, Dur cinige Kürzungen der bier leiht abgeho

wie „Der große Prophet“

ih die Lebendi

zu erlahmen. ausgedehnten Posse könnte Iustigen Stück eine lange Unter den Da1stellern sind wied längst bekannten haberin einer Puppen bein, der dur Verer teufel, sowie die Herren Guido Tiel ein mexikanischer Major ohne währte Coupletsänger Carl W der Direktor Adolph bei Frauen verwöhnter Champagner- Aber auch die anderen Mitwirkend Nach jedem A

Ifer und dann auch diesem Lebensdauer in Aussicht gestellt werden er die durch ihr humorvolles Spiel Bäckers als Laura Kipplich, die In- tartha Schiefel- behaftete Tanz- ls Hannibal Kruschke, litärische Erfahrung, der b eiß als Hans Vogelnapf un

Damen Anna fabrik, und JosefineDora als V bung mit unüberwindliher T

d besonders Ernft selbst als Reibedanz, Agert, in erster Linie zu nennen. ten fih um den Erfolg des ft und am S({hluß der Vorstellung Verfasser, der Covpletdichter und chlich ausgedrückte Anerkennung dankend

Abends verdient. nahmen mit den Darste der Komponist die ihnen rei

rau Svcher hat die für morgen im angekündigte Vorstellung der neu Afrikanerin* verlegt werden müfsen ; „Così fan tutte Herren Philipp, Schmidt Cavalleria rusticana“ mit Lammert, den Herren Sylva und stag findet die erste Aufführun

Wegen Erkrankung der Königlihen O einstudirten Oper „Die „Oberon“ in Scene. Am Mittwoch gelangt Damen Leisinger, Rothauser und Dietrich, den und Krolop in Scene. den Damen Pierson, Bey. Am Donner dirten Oper „Der Dorfbarbier“ Herren Lieban, Stammer, Darauf folgt das Ballet „Wiener Walzer“.

Fn der am Sylvester hause in Scene gehenden spielt Herr Krause den Dorfrichter Adam, Licht: die übrigen Rollen sind neu beseßt ; rau Marthe Rull übernommen, Putschian spielt den Ruprecht Tümpel. findet in der Sing-Ak des I. Cyklus) der fen statt, in dem die Quartette in 74 und A-moll op. 132 von Beethoven zur Umtausch der Abonnementskarten für den ei Bote u. Bock bis zum 4.

Dietrich und l g der neu einftu-

Herzog und Lam- Mödlinger und Krasa ftatt.

abend im Königlichen Schauspiel- Neueinstudirung des „Zerbrochenen Krugs“ Herr Link den Schreiber Frau Schramm hat die Fräulein Kramm das

Rolle der F Evchen, Herr

Morgen Abend 8 Uhr 1V. Quartett-Abend (leßter Abend fessor Josef Ioa ch F-dur op. 18, Es-dur op. Ausführung gelangen. II. Cyflus erfolgt b Ausgabe neuer Concert des II.

ademte der Herren Pro- im und Geno

Januar 1892, die Abonnements sowie der Einzelverkauf für das erste

Cyklus (8. Januar) beginnen am D

in 1 Aufzug, Verga. Musik von dem gleihnamigen Volks\tück von gesetzt vom Ober-Regisseur Teplaff. meister Weingartner. Vorher: Così Can tutte. lle!) Komische Oper in 2 Akten geseßt vom Ob

vom 28. Dezember, 8 Uhr Morgens.

Wetterberi

(So machen es A von W. A. Mozart. In Scene Regisseur Teglaff. Dirigent : Kapellmeister Sucher.

991. Vorstellung. Die Vüfte. Lustspiel in 2 Akten, nach der leichnamigen Novelle von Edmond Abouts, von F. 3

vom Regisseur A. Plaschke. Gardineupredigten. Lustspiel egie : Hr. Krause. Anfang

in 9 Celsius

do co | 50G. =49R.

Temperatur

Mullaghmore

Christiansund Kopenhagen . Stodholm .

t Petersburg Cork, Queens-

G. v. Moser.

Deutsches Theater.

Anfang 7 Uhr. Mittwoch : Der Hungerthur

Donnerstag: Plauderei in 1 Aufzug von Schwiegermama. Victorien Sardou und Raimond

Hierauf: Schwieger-

winemünde

Neufahrwafsser 3 Aufzügen von

Degslandes. Freitag: Der Olobus.

aris .….. 3 halb bed.

bi Co hD, D O D O bo A 055

Im Januar:

IIL. Goethe - Cyclus. und „Die Mitshuldigen. „Die Geschwister“ Tasso*. 5. „Egmont“.

„Stella“

2. „Gög von Berlichingen®. 3.

und „Clavigo“. 4. „Torquato

2 Iphigenie auf Tauris“. 7, „Faust, T.“ ) a

reise der Pläye für sämmtliche rch. u. Fremd.-Loge 45 &, I. Rang B u. Parquet-Loge 36 #4, Parquet 29 A, Il. R Balk. 18 4, Tribüne 1% 4, Spertsiß 12 M

Berliner Theater. Dienstag : Kean. Anfang

Uhr.

Mittwoch: Der HsitlenveVsen (Nusha Buyze, Agnes Sorma, Ludw. Barnay,

Donnerstag : Esther. Der Geizige. (Ludw. Barnay, Agnes Sorma.)

Lessing - Theater. Dienstag: Die Grof-

Mittwoch: Zum 50. Male: Die Grofstadtluft.

Donnerstag: Zum 1. Male: Die Dame in Schwarz. Lustspiel in 4 Akten von H. Wittmann und Fr. Herzl.

Freitag: Nahm. 24 Uhr: Der Fall Clémenceau. Abends 74 Uhr: Die Dame in Schwarz.

Wallner-Theater. Dienstag: Zum 2. Male: Es láäutet ! Lustspiel in 1 Akt von Meilbac und Haleby. Hierauf, zum 2. Male: Volksstück in 3 Akte

Chemniy s

00 =J) O] S tk O O p

Breslau. Ile d'Aix . Nizza .….…. B Uebersicht der Witterung.

Ein tiefes Minimum liegt nördli von Schott- . land, einen Ausläufer südwärts nah dem Kanal hin entsendend, welher sh wahrscheinlich weiter ent- ostwärts foripflanzen wird. ften ist der Luftdruck über Südwest- und Südost- Die Luftbewegung ist fat überall \{wach, Geaenden aus südliher bis westlicher das Wetter trübe und mild. Deutschland, Regen gefallen ist, ist froftfrei, nur Grenzgebieten herrscht noch leiter

Deutshe Seewarte. m Theater-Anuzeigen.

Vönigliche Schauspiele.

277. Vorstellung. Oper in 3 Aufzügen. l Die Recitative von F. Wüllner. Graeb. In Scene geseyt vom Ober-Regifseur Teh- ent : Kapellmeister Sucher. Anfang 7 Uhr. s . Vorstellung. S spiel in 7 Vorgängen von Ernft MWildenbruch. In Scene geseßt vom Ober-Regifseur

7 Uhr. Eta: 278. Vorstellung. C3a- (Vauérn-Ehre). Oper

WSW dv\Regen

D [O

wideln und

in unseren

wo stellenweise in den öôftlihen

Romantische Musik von C. M. von Weber. Ballet von Emil

Schauspielhaus Der neue

Max Grube. Mittwoch: Opern vallerin rusticanua

wärtig in seinem älteren, zollern-Museum enthält, jedoch die Sammlungsöräume in wären. Zunächst wird jener vorsprirgende Ofi in dem ih bisher die Gesckäftsräume einem Haupteingang für die Bes sodaß der jeßt im Mittelfl ferner wird ein neuer Raum handenen Andenke Bis zum Früßjahr

Na einer Verfügung der Direktion der sellschaft waren, cchaffner der abend von 6 Uhr ab vom D S(affner versahen ihn weiter.

aßenbahn hat, wie die „Voss. Ztg.“ Strecke Schöneberg (Schwarzer Adler) 15 S ermäßigt.

C.* berihtet: Seit Montag Ein undurh- üsteren Fittihe über die an der Ostküste und fast im eich blickt die Sonne aus wolkenloïem blauen dlihe Winterlandshaft herab in Lo giebt es auch nicht ein Haus, Die ganze Außenseite er- Möbel und Vorhänge ihre Frische ein, und viele Luxus- Verlust ihrer kostbarsten Gegenstände, zu beklagen.

P fexdeyah nei

verheiratheten

Die Berliner Dampfstr erfährt, den Fou für die chloßpark) und umgekehrt von 20 auf

—Stegligz (

London, 23. Dezember. Die „A. Aberd, büllt egyptische Finsterniß L dringlicher „\chwarzer“ Nebel hat feine Stadt ausgebreitet. ganzen Vereinigten Königr Himmel auf eine freun allein ist es Nacht. In der Riesenfladt das unter dem Nebel nit Schäden Fält ein verräubertes Aussehen, häufig für immer i geshäfte haben den alldurchdringende Nebel verdorben, fast völlig, und der unermeßliche Ver Todtenstille. Die Zahl der Krarkheiten, ( im Gefolge hat, ist groß, und immer aufs ob die Gesetzgebung n beschränken könne. ¡e Anzahl Unfälle der Dunkelheit gegen ein- und zablreihe Opfer des Besonders gefährlich war der welhe das Wasser Der Nebel be- sondern zeigte sich auch Der S chiffsverkehr war ährdet, sodaß au einigeZusammen f ß von Hull und der Skields zusammen, wobei der Bei Arran lief ferner der auf befindliche Dampfer „Naparina“

wie der jeßige,

\chäftigt sich die hauptstädtishe Presse mit der Frage, bel einschreiten oder es zum Mindeste Im Laufe des gestrigen Tages trugen sih zu. Droshken und Omnibusse rannten in ander an, Fußgänger wurden über Hospitäler gebracht. Docks, wo mehrere Personen, vit aewahrten, in die Themse fielen und er \chränkte sih indeß nit allein auf Londo über dem Tyne, Clyde und Mersey. außerordentlich gef So stießen der Schooner „Seabird“ dampfer „Jacinth®“ von Dundee bei Schooner ernstlih beschädigt wurde. der Fahrt von Loadon nah Gla8gow f auf den Strand. Der Verkehr im Kanal erlitt gleihfalls eine deutende Unterbrechurg und die Postdampfer ka Verspätung in ihren Bestimmun Nebel derart, daß am M oder Schottland abzufahren vermochte.

London, 24. Dezember. Der verbrannten Guion-Damp das Unglück nah der „A. C.* Folgendes am 13. Dezember mit einer aus vers

nit gegen das Ue

Nebels in die

Verkehr bei den

Ladung von New?

nah dem gleichnamigen Volksstück von Pietro Mascagni.

erga. In Scene Dirigent: Kapell-

Zum 1. Male:

Mannigfaltiges.

Sch{loß Monbijou wird, wie die eN. A. im Park gelegenen Theil, d einem Umbau unterzogen, ohne Mitleidenschaft gezogen oder gesch{lofssen flüugel des Gebäudes, ms befanden, zu Sammlungen umgewandelt, elegene Einçang fortfallen kann; der noch zahlrei vor- Howhseligen Kaiser Friedrich geschaffen. soll der Umbau vollendet sein.

* berihtet, gegen- er das Hohen-

des Museu

für die Aufnahme

Neuen Berliner

iefige Blätter melden, die \chaft am heiligen Wethnacts- ienste befreit; nur die unverheiratheten

An der Südküste,

hren Glanz und welche der

Das Geschäft rubt erkehr auf den Straßen weit einer die ein echter Londoner Nebel,

e vorkamen. Schrauben-

men nur mit stark In Belfa st| war der

gshâfen an. Abend kein Dampfer nah Ergland

dritte Offizier des auf hoher See * herichtet über : „Die „Abyssinia® segelte chiedenen Waaren bestehenden Vork na Liverpool ab. Alles ging gut bis zum

fers „Abyssinia

ch Dienstag: Zum 199. M. : in 2 Akten von von I. Frißsche. Regie: Herr Binder.

7U Mittwoch : Bei fefi Shauplates: Zum 200, Male in deutscher Sprahe: | Donnerstag, 31. Dezember (Sylvester): Der Mikado.

Residenz-Theater. Direktion : Sigmund Lauten- | Billets à 3 4 im Bureau des Hauses.

in 3. Akten roy Lame Bo Circus Renz. Karlstraße. Dienstag, Abends

Deutsh von Emil Neumann | 7 Uhr: Subiläums-Vorstellung. Zum 100. Male: M d ied von Sigmund Lautenburg. An- „Auf Helgoland, oder: Ebbe und Fluth?, ang r.

Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.

Belle-Alliance-Theater.

7, Male: Pecch-Schul Tanz in 3 Akten (6

ell. In Scene geseßt Herrn Kaudel's in 1 Aufzug von

burg. Dienstag: Zum 27. Male:

und Raoul Tos. Dienstag: Egmont.

m. —- Hierauf: Ju

Der Olobus. Alfred Klaar. Hierauf : Lufispiel in Anfang 74 Uhr.

Mittwoch :

mäßigten Preisen: Die He

Freitag: Erstes Ensemble- unter Leitung des Herrn Mox Meineidbauer. Volksftück mit Gesang in 4 Akten von Ludwig Anzengruber. Mathias Ferner: Lutwig | —— . L Martinelli vom deutshen Volks-Theater in Wien Familien-Nachrichten.

abt Abende: C S Adolph Ernfst-Theater.

udw. Stahl.)

Thomas-Theater.

Direkti ; . | Verehelicht: Hr. Lieut. Victor von der Oelsniz rektion: Gmil Thomas. Dienstag: Zur 5. More) | mit Frl. Anni Conrad (Schweidnis).

von Heinri Wilken. k / “Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann Wiedner ns Bos Die ar pa von n L As (Diedenbofen). Hrn. Prem.-Lieut. Frhra. von

In Scene geseßt vom Emil Thomas, edlit - Leipe (Graudenz). Eine arer: ch: Kläffer.

Urania, Anstalt für volfsthümlihe Naturkunde, | g ?9N Sthrabis® (Seba) | Gestorben: Hr. Graf Wilhelm Karl Fried. von Am Landes - Ausstellungs - Park á S 0a use 6A Park (Lehrter Bahnhof). | Wiser-Leutershausen (Leutershausen in Bader). wifienschaftlihen Theater. Anfang 7} Uhr. Concerte.

Sing - Akademie. Dienstag , Anfang 8 Ubr:

IV. Quartett-Abend. Joachim, de Ahna, Wirth, Ses Beilagen

(einshließlich Börsen - Beilage). (2065H)-

Sakobfiraße 30.

Kläffer. Posse mi! Gesang in 3 hannes Doebber.

lih Vorstellun

im Das neue Pro- s 2 Anschlag! Redacteur: Dr. H. Klee / Direktor. n von Kempner- ochstädt und William Schumann. Anfang 7 Uhr Mittwoch u. folg. Tage: neue Programm.

Es läutet! Das

r Nacmittags-Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Gewagte Mittel. Lustspiel in 3 Akten von Francis Stahl. Anfang 4 Uhr.

Hausmann.

18. Dezem halb zwei Uhr Mittags, als ih das Sf im e Breite und E S Linte MfauE Feuer im

Laderaum entdeckt wurde. Alle Austrengüegen, es zu unterdrücken, erwiesen sh als erfolglos. Die oote wurden

gelassen, und Fahrgäste wie Besayuna gelangten ohne Un- fall hinein, wobei der Bremer wpfer „Spree“ werth-

vollen Beistand leistete. Die Schiffbrüchigen schildern

die viele Liebe und Güte, die ihnen an Bord des deutsben Schiffes erwiesen wurde, in den glühendften Farben. Die „Abyssinia® hatte, Besatzung und Fahrgäfte zusammengerehnet, etwa 150 Personen an Bord. Einer der Fabrgäste des verbrannten Swiffes erzählt, -daß

Anfangs, als \sih die Kunde von dem Feuer verbreitete, die Aufregung -

groß war. Einer der Matrosen sprang, an der Rettung ver- zweifelnd, gleich über Bord. Es gelang jedo dem Kapitän bald, die Ordnung und Zucht wiederherzuftellen. Viel trug dazu bei, daß die Hülfe nabe war und der Norddeutsbe Lloyddampfer „Spree“

auf uns zusegelte. Die „Spree“ sandte uns zwei Boote zu Hülfe.

Wir baben natürlich alle unsere Sacen verloren. Die „Abyssinia“ gehörte ursprünglih der Cunard-Dampfs\ciffs-Gesellshaft. Sie wurde als Theilzablung für die Kosten des. Baues der „Etruria“ und „Umnbria“ angenommen. Die Heimath der aus 86 Köpfen bestehenden A s

ist Liverpool. Die meisten Zwiscbendeds-Fahraäste der „Abyisinia®

find Schweden und Norweger. Das Schiff hatte eine Wasserver- dränguyrg von 3651 t unb ift im Jahre 1870 in Govan gebaut worden.“ f

Rom, 22. Dezember. In garz Italien herrsht, wie der „Magdb. 3.“ mitgetheilt wird, seit einigen Tagen eine für diese Jahreszeit ungewöhnliche Kälte. In Rom ist früh Morgens regelmäßig das Wasser in ten Straßenrinnen gefroren, in Toscana hat es {on wiederho!t geschneit und felbst an der Riviera, wo sonst zu Weihnachten die Veilen blühen, ist der Winter in all seiner Strenge eingezogen und die Temperatur bis zu 3 Grad unter Null gesunken. Am Hâärtesten scheint man die Unbill der Witterung in Sizilien zu fühlen. Die Ausftelung zu Palermo liegt verlassen, die \chöônen Gartenanlagen drohen dem Frost zum Opfer zu fallen. In Catania ist sogar ein bis heute in Sizilien unerbörtes Ereigniß in der Naht auf den Sonntag ein Mann, der im Freicn nältigte, erfroren.

Nach Sghluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Pes, 28. Dezember. (W. T. B.) Das Oberhaus hat sämmtli®e Handelsverträge sowie die Viehseuchen- und Mustershuß-Konventionen angenommen. Der Minister-Präsident Graf Szapary theilte mit, daß der König den Vorschzläg der Regierung wegen ter Auflösung des Abgeordnetenhauses genehmigt habe. L

Mitau, 28. Dezember. (W. T. B.) Das Bezirks- geri cht verurtheilte den Gutsbesißer Baron Hahn zu drei Monaten Gefängniß, weil er ein Schild mit dem rufsi- \hen Reihswappen, welches über der Thür des bäuer- lihen Gemeindegerichts seines Gutes angebracht war, hatte abreißen lassen. / i

Charkow, 28. Dezember. (W. T. Ei Bei der Station Dulejewka der Kursk: Charkow-Asow-:Ei enbahn stieß der nah Rostow gehende Postzug mit einem entgegenkommenden Güterzuge zusammen. Die Lokomotiven beider Züge, vier Wagen des Postzuges und zehn Wagen des Güterzuges wurden beschädigt. Vier Passagiere und ein Beamter erlitten Verletzungen.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Friedrich - Wilhelmstädtishes Theater. Concert-Haus. Dienstag: Karl Meyder- Der Mikado. Burleske- | Concert. Anfang 7 Uhr.

W. S. Gilbert. Deutsh | Ouv. „Phèdre“ von Massenet. „Martha“ von Mok von Arthur Sullivan. | Flotow. Fest-Polonaise von Stôr. Yalse caprice

Dirigent : Herr Kapellmeister | von Rubinstein, „O Cara memoria“ für Cello von

Servais (Herr Smit). Warum? für Piston von

r. tliber Beleuchtung des äußeren | Drexel (Herr Böhme).

Familien - Ball - Fest. (Gesellshafis-Anzug.)

große hydrologische Ausstattungs - Pantomime in Aufzügen 2c. (neu? Einlage: „Ts\cerkessentanz“),

Dienstag: Zum | firner: Dampfscis{- und Bootfahrten, Wafser-

fällen, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffelten

e, Posse mit Gesang und | fowie neue Arrangements vom Dir. E_Renz. ildern) von H. Salingré. | Bz] et Concert bi vi nue, dargestellt von 8 Schimmel- Musik von A. Lang. In Scene geseßt vom Di- | hengsten, dressirt Pr L vorgeführt von Herrn Franz rektor Sternheim. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Voranzeige.

Renz. Solon, geritten von der Schulreiterin l. Clotilde Hager. Ein mittelalterlihes

jelfahen Wuns | & einmalige Kinder-Ferien-Vorstellung zu bedeutend er- Carouffel, geritten ‘von D gund Herren Be

inzelmännchen._ mit verschiedenen Hindernissen von der Elton Troupe. T E M anGener Auftreten der vorzüglichsten Künstlerinnen und ospaur: eter | Künstler. Komische Entrées 2c.

Verlobt: Frl. Else von Balluseck mit Hrn. Lieut. von Sellin (Berlin). Frl. Ella von Hollen

Dienstag: Zum n S E A ues 5, Male : Der Tanzteufel. Gesangsposse in 4 Akten ru ohenwalde). Br! von edt- von Ed. Jacobson und s add Couplets Leopold Graf Gessler

theil Rothen-Clampenow). F Steffens: U Sas gefelt üba ÁtolDh S, An: mit Hrn. Prediger Atfred Reuter (Weißenhöhe

74 Uhr. ittwoh: Dieselbe Vorftellung.

terswaldt mit Hrn. Lieut. doit 9 rl. Elisabeth Gerlach

Heu, Domänenpächter Anton Kern (Borganie b.

ngramsdo:f—Fürftli% Neudorf bei Dratiny,

/ fe Gertrud Griebsch mit Hrn. Gerichts- eferendar Gustav Fischer (Breslau).

rn. Pastor Reinhard Weichbrodt (Friedenau Berlin). Hrn. Amtsrichter Guenther (Herrn- stadt). Hrn. Kammerherrn Frhrn. Woltersdorf

Berlin: Verlag der Expedition (Scholz).

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei ‘und Ver A der Na n ilbelmiteahe Nr. 32.

Ane

zum Deutschen Reich W 304.

Nr.51 der Ver öffentl 8 vom 22. Dezember hat folgend Mittheilungen über Volkskrankheit ten mit 40 000 unt mehr On

ichungen desKaiserlichen Gesund- en Inhalt: Gesund- en. Sterbefälle in ern. Desgl. in ankungey in Berliner dt- und Landbezirken. Berichtigung. Medi- Reg -Bez. Osnabrück 1886/88. gegen Volkskrankheiten. A Thierseuchen in der eterinärpolizeilihe Maßregeln. (Preußen Medizinalgesetzgebung u. \. w. (Sóluß.) Kommission für stark wirkender (Ftalien.) Leichen- Landesgeriht Hamburg). bez. Geheimmitteln.

beits8amt

deutschen Städ eren Städten des Auslandes. kenbäusern. Desgl. in deutshen Sta Pockentodesfälle in deutshen Orten und Sanitätswesen im Maßregeln

weiz, 3. Vierteljabr. V Reg.-Bez. Oppeln. Lübe. Oesterreich). Deutsches Reich.) Handelsverträge.

earbeitung des deutshen Arzneibuhs. A Arzneimittel. (Preußen). Lumpensammler. olizei. (Schluß). Rechtsprehung. (Ober- npreisen und Feilbieten von Arznei-

g,

Entscheidungen des Reichsgerichts.

Ein Handlungsbevollmäctigter

VI. Civilsenats, vom 9. 8 befugt, seine Ermä(tigung zum Einkassiren v Geldern willkürlih auf einen Anderen zu übertragen; an einen solchen Substituten für den Prinzipal geleistete Zahlung braucht taher dieser gegen sih nicht gelten zu lassen. ist ein Handlungs8gehülfe oder sonstiger Geschäfstsbediensteter, Ermätigung zur Entgegen nahme stellungen für das Geschäft erhalten hat, dadurH nicht ohne Weiteres zur Einkassirung von Geldern aus den von ihm entgegen- genommenen Bestellungen ermäwtigt.

Die ven einem Unternehmer nur für seinen Noten, nicht für mit Dampf betriebene Arbeitsbahn fällt nah Reichsgerihts, VI. Civilsenats, vom 15, Oktober 1891 nit unter das preußishe Eisenbabngeses vom 3. November 1838; es findet demnach auf solche Arbeitsba Gesetzes angeordnete erhöhte Haftpflicht n-Unternehmer si von

ist, nah einem Urtheil des Reichsgerichts, November 1891, ni ch

ohne Weiteres bef

welcher die

öffentlihe Zwecke einem Urtheil des

hnen die im §. 25 des für Sacbeschädigungen der Haftpflicht nur durch 1 kann, daß der Schade entweder dur die eigene Schuld des Beschädigten oder durch einen unabwendbaren Zufall bewirkt worden) keine Anwendung.

(wonach der Eisenbah den Beweis befreien

Kunst und Wissenschaft.

Aus den Königlichen Museen.

4 Der vor Jahresfrist auf einem Landgut in der Nähe Venedigs gefundene und für die Königlichen Museen erworbene Marmorlöôwe, gleih den vor dem Arsenal zu Ve gestellten Bildwerken wohl eine attishe Arbeit, durch den bei ) tigten Bildhauer Frères seine in der Rotunde des Alten Museums gefunden. Ergänzung der Pranken des Thieres in Gips daß der Löwe ursprünglih niht ruhend, erüstet dargestellt war, und die in chtfertigt sich

Muskellage

nedig auf-

Wiederherstellun der Museen Ausfstellun

stellte es sich heraus, sondern zum Sprunge diesem Sinne durchgeführte Wiederherstellung re esihts der neuen Ausstellung von selbst. Die Leibes erscheint erst jeßt motivirt und verständlich; der Ausdruck des besonders sorgfältig durhgeführten Kopfes paßt zu einem angreifenden Thiere weit besser als zu einem ruhenden. Wer die plumpen modernen Ergänzungen kennt, die z. B. den aussreitenden antiken Löwen an der Treppe des. Museums llen, wird der Arbeit des Restaurators ge- llen. Unser Museum aber darf sich rühmen, Erwerbung eine der s{hönsten von den nicht griechischer Arbeit zu besißen. : l ( in der Abtheilung der antiken Gipsabgüsse nehmen rüstigen Fortgang, und er neuarrangirten Säle dürsten in nicht zu ferner Zeit den Besuchern wieder zugängli dieser Gelegenheit gedenken wir auf Bedeutung zurückzukommen., Die Sammlung von Bil Epoche hat eine ansehnlihe Reihe von Geschenken Glasschranke den wir neben den alck aus London Bronzen aus dem Beginn des Cinq ine besonders reizvolle Bronzestaluette einer nad die nach Motiv und Körperbehandlung zu eit zu zählen

zu Neapel entste rechten Beifall z in dieser neuen gerade häufigen Thierstatuen alt

9 Abtheilungen mit National-Tänzen (60 Damen), Die Umstellungsarbeiten

emacht werden. Bei e Neuerung und ihre

Bildwerken der christlihen Neuerwerbungen einem neu aufge- Abtheilung Sammlung

ausgestellt. italienischen Hauptstücken

cento é weiblichen Figur, den reifsten und gefälligsten Schö ist, ein Geschenk des H errn Generalkonsul A. Thieme ammlung ein Bron Deckel die Gestalt

Bronzetaufbrunnen des Ti Vitale in der Kirche della Casa San steht, als den Werken des ebenfalls in Lo gewesenen Venezianers Andrea Sa vegmuthungsweise zugeschrieb tatuette aus Bronze ist ein in London, während eine andere w bemalte Stucxgruppe eines Knaben,

ihre Jungen geraubt Art Andrea della

riedrichstein verdankt wird. ortragkreuze und P außerdem noch enthält, sind von ungenannten Gönnern der Sammlun ch in der deutshen Abthei aben einige Neuerwerbungen Ausstellung ge- das in den Erdgeschoß- wieliht erheblich hrhundert an

pfungen der ernher in in Leipzig -Tintenfaß geschenkt worden, dessen exr Geschihtsshreibung krönt , eine allegorijhen burzio Vercelli und Giambattista ta zu Loreto fast no reto zeitweise beshäftigt nsovino, Eine kleine Neptun- Geschenk des Herrn H. Pfun erthvolle Gabe,

der einer Hündin s Genrestück in der bbia’s, dem Grafen Dön Die zahlreichen Plakette welhe die Vitrine ebenfalls großentheils Geschenke

lung Gristliher

a. d. Neze—Neustettin). Frl. Bertha Wilde mit - en wurde.

ein reizende

erlmutterreliefs ,

Skulpturen funden, deren räumen des Neuen M ershwert. Eine noch dem vierzel Holzstatue der Madonna mit vortrefflich erhalten sowie ein aus New

ung freili : herrschende

er alter Be- -York erworbener larelief in Kelhei lers und ein unbemaltes sti am Oelberge sind hier

mer Stein

mit der Darstellung Chri besonders hervorzuheben.

__ Das Kupferstih-Kabinet hat, wie rihte aus den Königlichen Kunstsammlung das Studium der Geschihte des Kup| \chnittes neuerdings einen Hülfsapparat aus mechanischen

cer seltenen Blätter zusammengestellt, deren

Originale unserer a fehlen oder do nur in unzuläng-

ind. Diese Ergänzungssammlung,

die fi zumeist aus Zuwendungen auswärtiger Sammlungs-

vorstände und einzelner Kunstforsher zusammenseßt und vor-

aussihtlich von dieser Seite noch weitere

Vervollständigung erfahren wird dürste den kunstwissenschaft- lihen Studien in erwünschter Weise Förderung gewähren.

Aus Schulte's Kunstsalon.

4+ Während der Weihnachtstage war in der Kunsthand- lung von Shulte, Unter den Linden, ein Kaiserporträt von Franz von Lenbach ausgestellt, welhes den Haupt- anziehungspunkt für die zahlreichen Besucher des Kunstsalons bildete. Der Herrscher ist in ganzer Figur in Kürassieruniform dargestellt, von den Schultern fällt ein weiter {warzer Pel mantel herab, die Hände stüßen fich auf den Pallaschkorb, das vom Kürassierhelm bedeckte scharf beleuchtete Haupt ist Seite gewendet, und die Augen senden ihren ru in die Weite. Die durch Kraftbewußtsein gefestete Ruhe

Reproduktionen fo lihen Abdrückten vorhanden

und Geshlossenheit des Wesens

nicht flarer und überzeugender künstlerish ausprägen, als es Lenbach hier gelungen ist. Die Leistung des Künstlers wirkt zunächst als Charafterstudie packend ; das Seelenleben, welches aus diesen Zügen so kraftvoll zu uns spricht, giebt dem Werk sein eigentliches Gepräge, und der dadur hervorge Eindruck läßt uns über die Wunderlichkeiten des Beiwerks, über den in nächtlihes Dunkel getauchte Hintergrund, die zahlreihen Verzeihnungen und Na keiten, die freidigen Töne und matten Farbenstellungen des Kolorits, den Mangel an kräftiger plastisher völlig hinwegsehen. Lenbah versteht es eben, des Beschauers auf die wesentlihen Züge zu bannen und zu konzentriren, und gerade dieses Bild ruft uns wieder das Wort eines französischen Kritikers lebhaft in die Erinnerung, der den Münchener Meister so treffend als ,, âmes“ fennzeihnete. Solhen Werken

die \{chulmeisterlihe Ueberhebung,

die einzelnen Zeichenfehler nachrechnet,

Nachtleben Londons r Die Trafalgarsquare, am Fu

shwendet worden ist.

Unter den kleineren Werken der Ausstellung fesseln einige neuere Bilder Skarbina's durch die eminente Geschicklichkeit, verschiedenen koloristishen Problemen gerecht zu werden, bald in derberer Weise, wie in der „Seemannsstube“, bald in Abwägung der seinsten Tonwerthe gegeneinander, der reizvollen kleinen Jnterieur-Studie „ein neues deren L förmlih zu phosphoresziren seinen.

karbina meist nur das Auge zu interessiren, H und Gemüth gehen bei seinen versiandesmäßig he Arbeiten vielfa leer aus. Ein jüngerer Karlsruher der aus Königsberg stammende G. Tyrahn, hat ein weib- lihes Porträt ausgestellt, dessen Vorzüge ebenfalls mit dem ; Das Fleish der im reien gemalten Dame besißt keine rechte Dur(hsihtigkeit und euctkraft, es erscheint wie mit Puder und Schminke inkrustirt, enatürlihe Umgebung. Episode aus

weiß

Begriff Geschicklichkeit ershöpst sind.

eineunbewußteJronie auf die ungezwungen

Auch Breling's (roßem Schlachtenbild, welches eine

eaune la Rolande (28. November 1870) darstellt, fehlt troy des Plein-air die rechte Körperlichkeit dex Gestalten, ein Mangel, den das bei solhen Scenen an pan- oramenartige Naturtreue gewöhnte Auge besonders lebhaft

dem Kampf bei

empfindet.

Eine optische Spielerei sei {ließlich noch an welche

ips aus: geführtes Jntaglio, d. h. eine vertiefte plastishe Darstellung, lachreliefs erwedcken l i l iesem wunderlichen Einfall zeichnen das Relief keine bemerkenswerthen Eigen-

Stephan Linding ausgestellt hat:

welche dem Beschauer die Jllusion eines soll und auch thatsächlich erweckt. Außer

\hasten aus.

8. Von der berühmten Maya-Handt Ge der Königlichen die photographishe Nachbildung, ôrstemann daselbst 1880 ertling in Dresden) er- \Mhienen. Sie umfaßt, wie die erste jeßt vollständig vergriffene, zehn öst genaue ‘und \charf abt, indem daraufhin auch die anderen Maya-Handscriften, der Troanus und der Cortesi

der Maya-Sprace der Maya-Forschung

Bibliothek in Dresden is soeben die der Ober-Bibliothekar Professor Dr. besorgte, in einer zweiten Auflage (bei R.

Exemplare zum Preise von 200 6 iese photographische Wiedergabe hat gute Folgen ge

in Madrid und der Peresianus wurden und . dadurh die Erforshung lebhaft angeregt worden ift. Der Stand ist folgender. Während man früher Codex, der dem Bibliothekar Joh.

überlassen worden war, für ein wertbloses Ding erachtete,

“Erfte Beilage : s-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 28. Dezember 1891.

iftmal, bis man endlich zu der es mit dem Erzeugniß einer der aber unabhängigen, den mexikani- nämli der hocent- Zeit der spanishen Eroberung Amerikas Amerika bewohnten. Unsere Kenntniß - Wir besißen zwar Gram- nur in spanischen cion de las cosas de Yucatan von sogarck* ein angeblihes Alphabet Gelehrte Brasseur

ihn später für ein aztekishes Schr Ueberzeugung gelangte, daß aztekishen {war stammverwandten, \chen fogar überlegenen Kul widelten Mayas, die zur

die Halbinsel Yucatan in Mittel- der Maya-Schrift ift noch recht gering. matiken und Wörterbücher der Maya-Sprahe, freilih Lettern, und, seitdem die Rela Diego de Landas gefunden wurde , der Maya-Sprache.

die „Amtlichen Be- en“ mittheilen, für

ferstihs und

tur zu thun habe,

Indeß als der französishe de Bourbourg und der Engländer William Bollaert auf Grund des teren die Entzifferung der Handsthriften versuchten, stellte sich bald öllige Unzulärg!ichkeit des Alphabets heraus, sodaß man von Neuem versuchen mußte, die Handschriften nur aus si selbst zu er- Nun hat Professor L. de Roëny in Paris das eigenartige und darauf hin haben besonders der amerikanische Forscher Professor von Landas’ Nachrichten über das Kalender- wesen der Mayas unsere Kenntnisse der Sache einigermaßen ge- Man kann darnach als feststehend annehmen, daß die cin religiöser

Vermehrung und

Zahlensystem der Mayas entdeckt, Professor Förstemann in C. Thomas mit Hülfe

Dresden und

Dresdner Handschrift Millionenzahlen, die Professor Förstemann in der Handschrift nach- gewiesen hat, beweisen, daß er sch über weite Zeiträume hin erstreckt. Man weiß ferner, in welcher Richtung und Reihenfolge die Zeichen zu lesen sind, man ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß wir es ebenso wenig mit einer Buwstabenschrist zu thun haben, wie mit reinen Hieroglyphen in dem Sinne, daß das Zeichen nur ] : Aber es is noch nit gelungen, Daten irgend eine Gruppe von Schriftzeichen so zu entziffern, daß wir uns von dem Sinne der Zeichen eine Vorstellung machen könnten. Erfreulicher Weise ist von der neuen Auflage der Dresdner Maya- Handschrift {hon ein Theil in die Hände von Gelehrten übergegangen, und es läßt sich hoffen, daß es ihren vereinten Anstrengungen endli gelingen werde, Licht in die wihtige Sache zu bringen.

Durch eigenes Handschreiben hat Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Oldenburg in Anerkennung der verdienst- im Verlage der Sw{ulze’shen Hof-Buch- ( ershienenen Werks „Das Leben der Prinzessin Charlotte Amélie de la Trémoïlle, Gräfin von Aldenburg (1652—1732)“, das in Nr. 251 des „R. u. St.-A.“ vom ) dem Ober - Bibliothekar Dr. R. Mossen die große goldene Medaille für Kunst und Wifsen-

heinishen Provinzial-Musum in Welschbillig begonnenen Ausgrabungen nehmen, wie der „Köln. Ztg.“ geschrieben wird, unter der örtlichen Leitung des, Bautechnikers Ebert ihren rüstigen Fortgang. Bis jeßt sind fünfzehn Hermenksp \echs Stück Mitglieder der Gutsbesißerfamilie, Sklaven, zwei Stück asiatishe Sklaven, eines einen Satyr darstellen ; ein behelmter Kopf rührt vielleiht von einem Marsbilde her. Außerdem sind noch viele Hermenshäfte und Geländertheile z Vorschein gekommen und jüngst auch eine, erhaltene Ara, die dem in der Trierer Gegend häufiger vor- kommenden, keltishen oder germanishen Lenus Mars geweiht ist. Au über die Anlage des Fishweihers, den das Herm gab, haben die leßten Wochen w legung des Weihers mit Sandst Zeit ; viele Platten und überdie

Festkalender

für den dargestellten

Gegenstand gilt. außer Zahlen und

n landschaftlichen

vollen Herausgabe des

bandlung (A. S(oarß) in Oldenburg

Modellirung das Jnteresse

24. Oktober besprochen worden

{aft verliehen.

évocateur des Die vom r

gegenüber

dem Künstler in keiner Weise am Plage. Jn ihnen lebt eine wunderbare magnetische Kraft, welche unmittelbar vom Kunstwerk auf den Beschauer ein- wirkt. Gerade diese fehlt einem anderen, bei Schulte ausgestellten metergroßen Sensationsbilde von Dudley-Hardy, welhes uns ein shauerliches Bild aus dem Obdalhlosen auf dem des Nelson-Denkmals zusammen- gekauert, erblicken wir in dem durch die Nebel der Millionen- stadt mühsam durhbrehenden Zwielicht der Morgendämmerung. Weder Mitleid noch Abscheu vermag diese Darstellung, welhe offenbar nur solche Absichten verfolgt, in höherem Grade in uns zu erregen, da die fkünstlerishen Mittel dazu sich durchaus unzulänglih erweisen. Unsere Malerei hat fih seit 1888, dem Entstehungsjahre dieses Bildes, glücklicher- weise bereits aus dem farbensheuen Pessimiamus herausge- arbeitet, für welchen die Obdaclosen Dudley-Hardy's als ein MPori es und gleichzeitig warnendes Beispiel gelten können.

er gleihförmige grün-graue Nebelton, in den die ganze Scene unterschiedslos getaucht ist, der auch die Gesichter mit fahler Leichenblässe überzieht, darf ret eigentlih als Negation aller Malerei gelten, und ein Jnteresse an solher Malerei fann wohl nur der Farbenfabrikani eben jenes Grüns haben, das in solchen Massen an eine so ge

fe gefunden, von denen fünf Stüdck germanische

ebenfalls zur Zeit

engeländer um- eitere Aufschlüsse gebracht. einplatten stammt aus einer späteren früheren anderweitigen Be- 8 befindet sh darunter eine starke Estrich\hicht, Boden des Weihers bei seiner ursprünglihen Anlage bildete. Am Ende einer in der Mitte des Weihers laufendven Mauer wurde die Bleiröhrenleitung eines Springbrunnens entdeckt. Der Weiher hatte eine Breite von 17,50 m. Die Längenausdehnung konnte nicht ermittelt es wurde aber festgestellt, daß sie mindestens 38 m beträgt; her dehnte sich nämli, wie ein Versuchs8graben ergeben hat, noch bis vor den mittelalterliGen Burggraben aus. Damit er- öffnet si{ch für weitere Gr von der Umfass Weihers \ih mindestens wie an dem untersuhten Theile, und 50er Jahre 29 Hermen ergeben hat. einiger Bodenplatten des Bassins heraus, daß der künstliche MWeiher an der Stelle eines natürlichen unter den Platten und dem Estrichbelag liegt eine tiefe voll verschiedener Schneckenarten.

zeigen Spuren einer

abungen eine ungeahnte Hoffnung, indem dieses noch nit untersuchten Theiles des ebenso viele Hermen erhalten haben können der einschließlih der Funde der 40er

Au das stellte sich nach

ungsmauer

Weihers hergestellt ist, denn

ringe Aufgabe ver- Sw{lammschicht

T U A L

Statistik und Volkswirthschaft.

—Verein zur Förderung des Wohles der arbeitenden Klassen im Kreise Waldenburg.

Dem von dem Vorsitzenden des Vereins, General-Direktor und erstatteten Bericht über tnehmen wir nah der Schweidnitzer „Täg- Die Bestrebungen des Vereins haben

Erfolg Anleitung in Tisch- Korbflehterei , Papp- erfreuten {fich großen Zuspruches ; bei den Schulen in Waldenburg und Gottesberg Zu den Unterhaltungs- das Ministerium der geistlichen , und Medizinal-Angelegenheiten eine Beihülfe von 2500 H, Niederschlesishe Bergbauhülfskafse 600 weiter Hausindustrie hat der Verein u. A. 154 Näh Die Anleitung im Gartenbau erfolgte unter der Le Die Zahl der Gartenbäuer wu des Baues von Arbeiterwohnungen wurden

Dienste der arbeitenden betrug 525, die Zahl der 17517. Die Einé f 18697 M Das rderung der Vereins- Vereins im Ganzen

Landtags - Abgeordneten Vereinsjahr 1890/91 en lihen Rundschau“ Folgendes : au im verflossenen Vereinsjahre Die Arbeits\hulen, in denen mit Drewsler- und Holzschnittarbeit , arbeit ertheilt wurde , sonders liefen die Anmeldungen sehr - zahlrei kosten gewährte Unterrichts- Zur Förderung ander- aschinen abgeseßt. ung des Garten- bauinspektor Kuhns. ch8 von 486 auf Zur Förderung

, Verfügung hat der Verein in mannigfaher Weise im ahl der Mitglieder

Klassen gewirkt. eiträge geleistet wurden,

Arbeiter, für welche nahme belief si auf 23 016 M4, die Ausgabe Vereinsvermögen beträgt 12830 4G Zur zwecke sind in den 14 Jahren des Bestehens des 171 212 M aufgewendet worden.

Arbeiterfürsorge.

stoff- und Papierfabri ittbeilung des „Ch. Tgbl.

k Nieder shlema aus Schneeberg drei- eihnahtsfreude dadur zwanzigjährige é durch den Kom- Einige bekamen die Prämie

In der Holz wurde nach einer M zehn Arbeitern und bereitet, daß ihnen f eit eine Sp oftosky übermittelt ward. ige zum dritten Male.

des Statistishen Amts der Stadt hiesigen Standesämtern in der Woche vom zur Anmeldung gekommen : 35 Todtgeborene,

Arbeiterinnen eine W fünfzehn- und arkasseneinlage von je 100 merzien-Rath R zum zweiten, ein

Nach Mittheilung Berlin sind bei den 13. Dezember bis

inkl, 19. Dezember cr. 274 Gbeschliekungen, 1004 Lebendgeborene, Sterbefälle