1911 / 169 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Ebers: Deutsches und preußisches Verwaltungsrecht, 5, Einführung in die Rechtswissenshaft, 4, Konver Maas des öffentlichen _{Staats-, erwaltungs-, Kirhen- und Völker-) Rechts, 2,

eshichte des Verhältnisses von Staat und Kirche (für Hörer aller Fakultäten), 1 g., Kirchenreh1liches Seminar : Eherechtliche Uebungen, 1 g. Modersohn: Immobiliarsachenrecht, 2, Freiwillige Gerichts- barkeit, 1, Konversatorishe Uebungen über Bürgerliches echt unter Besprechung von Abögeri@dtbentlWeidungen, 2, Lotz: Geschichte des deutschen Beamtentums, 1 f: ea ish-deutshe Wirtschaftsgeschichte der Gegenwart (für Hörer aller Fakultäten), 2. Besserer: Ge- richtlihe Medizin mit Demonstrationen, Obduktionen usw., 2 g. Többen: Liest nur im Sommersemester. P oe t \{ch: Konversatorium über B. G..B. 1V (Er 2, Die Hauptlehren des g deutschen Zivilrechts, für Hörer aller Fakultäten, 1, Streifzüge durch die neuere deutsde Rechtsgeschichte (für Juristen und Dei 1 g. Busz: Staatsbürgerkunde (Allgemeine Nechts- und Wirtschafts- [lebre) für Hörer aller Fakultäten, 2, Mobiliarsachenreht, 2.

Philofopbishe und Naturwissenschaftlihe Fakultät.

Hittorf: liest niht. Stahl: liest nit. Spicker: Ge- schichte der grie{isGen Philosophie, 4, Konversation in Verbindung mit geeigneter Lektüre, 1g. Salkowsfki: Anorganische Chemie, 5, Die zyklishen Verbindungen, 2 g., Chemisches Praktikum, tgl. außer Sa., Anleitung zu wissenschaftlihen Arbeiten, zusammen mit Ley, tgl. außer Sa., Chemisches Praktikum für Mediziner, gemeinsam mit Kaßner und Ley, 6. Killing: Differential- und Integral- rechnung 11, 4, Uebungen zur Differenttal- und Integralrehnung, 1 g, Uebungen des mathematischen Unterseminars, 2 g., Deter- minanten und niedere Algebra, 2, Wiederholungen und 1 ge für die zweite Lehrstufe in der athematik, 2. Seeck: Quellenkunde zur

alten Geschichte, 4, Uebungen in der Interpretation von Lactanz, Je mortibus persecutorum, 2 g. Andresen: liest nit. Erler: Geschihte des Reformationszeitalters, 4, Geschichte der Deutschen Universitäten und des akademischen Lebens, 2 g., Uebungen - über aus8gewählte Fragen aus der Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit im Historishen Seminar, 2 g. Lehmann: liest nicht. Sonnenburg: Einführung in das Studium des Plautus und Erklärung der Menaehmi, 4, Philologishes Seminar 1: Catulls 64. Gedicht, 2g. König: Uebungen im Laboratorium der agrikultur- chemischen Versuhsstation, tgl. g. Kroll: Ausgewählte Satiren (Episteln) des Horaz und Juvenal, 4, Im Philologishen Seminar Abt. 1: Besprehung von Arbeiten und Problemen aus der römischen Literatur, 2 $ Busz: Allgemeine O mit FKristalli- graphie, 4 etamorphismus der Gesteine, 1, Mineralogishe und etrograpbische Uebungen, 2, Anleitung zu selbständigen Ar- eiten im mineralogish - geologishen Institut, tgl. g. yon Lilienthal: Analytische Geometrie Teil 11, 4, Ana- lytishe Mechanik, Teil 11, 4, UPebungen des mathematischen Oberseminars, 2 g. Jostes: S es Seminar, 2 g. Meister: Vérfa N des ittelalters (eins{chließlich Italiens, Frankreichs und Englands), 4, Historifches Seminar: Uebungen zur Verfa oe Bitte für Fortgeschrittene, 2 g. Spannagel: Deutshe Geschihte von 1815 bis 1871, 4, Der deutsh-französishe Krieg von 1870/71, 1 g., Historishes Proseminar, 2 g. Ghbrenberg: Michelangelo und Naffael (mit Lichtbildern), auch für Gasthörer, 2, Deut|he Plastik (mit Lichtbildern), für immatrikulierte Studierende aller Fakultäten, 1 g., Kursthistorische Uebungen, 1. G. Schmidt: Experimentalphysik (Elektrizität und Optik), 5, Physikalishes Praktikum gemeinsam mit Matthies: “3 und 6, Physikalishes Praktikum für Fortgeschrittene, gemeinsam mit Konen, tgl., Physikalishes Seminar, gemeinsam mit Konen und Matthies, 1 g. Ballowiß: Systematishe Anatomie des Menschen, 1. Feil (Allgemeine Anatomie, Muskeln und Eingeweide mit Aus\{chluß des Urogenitalapparats), 5, Prä- parierübungen, und zwar: 1) Musk.ln, Gelenke und in- geweide mit Situs viscerum für Anfänger, 2) Gefäß- und Nervensystem, Sinnesorgane, Situs viscerum für Geübtere, . 3) Präparierübungen für Studierende den Zahnheilkunde, tgl., Zellen- und Gewebelehre mit Demonstrationen, 3, Der Urogenital rat des Menschen, 1, Zoologish-zootomisthes Praktikum für iziner und Naturwissenschaftler mit veryleichend - anatomischen Demon- es 3, Ani O e Demonsträtionen, 1 g., Anleitung zu selb: bigen 'issenschaftl

e R) D Untersuhungen für Geübtere, tgl. Experimentalphysiologie 11. Teil, 5, Gg ichen

U _Rosemann: raktikfum, 4, Ueber den Bau und die Funktionen des mensch örpers (für Hörer aller Fakultäten), 1 g., Anleitung zu selbständigen

wissenshaftlihen Arbeiten, tgl. Koepp: Geschichte der Kunst im Altertum mit Lichtbildern, 4, Die Gräber des Altertums mit Licht- bildern, für Hörer aller Fakultäten, 1 g., Archäologische Uebungen, 2 g. Schwering: Deutsche Literatur vom Ausgang des Mittel- alters bis Goethe, 3, Die deutsche Lyrik seit Goethe, 1, Deutsches Proseminar, 1 g., Deutsches Seminar, 2 g., Althochdeutsche Uebungen, 1. Hoffmann: Griehishe Grammatik, Einleitung, Laut- und

ormenlehre mit einem Ueberblick über die Geschichte der griechi- den Sprache, 4, Gotishe Grammatik mit Erklärung aus- gewählter - Abschnitte der Bibelüberseßung des Ulfilas, 3, Einführung in dasz Mittelhochdeutsche, 2, T Mensantriche Uebungen (im Institut für Altertumskunde) Abteilung l (für An- fänger): Die Sprache Homers, 1, Abteilung 11 (für Vorgerükte vom 5. Semester an): Varro de lingua Latina, 1g. Becher: Erkenntnistheorie und Logik, 4, Philofophishes Seminar, Abt. B: 1) Uebungen zur Erkenntnistheorie und Logik, 2 g., 2) Selbständige experimentell-psychologische Arbeiten, nach Vereinbarung, g. Correns: Spezielle Botanik (Systematik), 5, Mikrofkopischer Kursus, zusammen mit Tobler, 3, Kursus im Untersuchen von Drogen und Drogenpulver mit dem Mikroskop, 3, Kursus im Unter- suhen von Nahrungs- und Genußmitteln (aus dem Pflanzenreich) mit dem Mikroskop, 3, Kolloquium über neue botanische Literatur, zu- fammen mit Tobler, 1 g., Anleitung zu wissenschaftlihen botanishen Arbeiten, tgl. außer Sa. Meinardus: Geographie der Süd- kontinente mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien, 3, Wiitschaftegeographie, 2, Geographishe Uebungen, 2 g. Keller: Historische Grammatik des Englishen 1 (Lautlehre), 4, Miltons Verlor:nes Paradies, 1, Englishes Seminar: Altengliste Texte, 2 g. Grimme, Grammatik der altarabishen Sprache, 3, Jslam 1. Teil: L:ben und Lehre Mohammeds, 1, Assyrishe Uebunaen (Eiklärung von Kontrakten), 2 g., Uebungen in der hebräischen Metrik, 1 g. Wiese: Historishe Lautlehre des Französischen mit Berücksichtigung der provenzalischen und italienischen Lautentwicklung, 3, Entwicklung des französishen Dramas 1, 2, Uebungen im romanischen Seminar, 2 g. Geyser: Psychologie, 4, Besprechungen über die Geschichte der griehischen Philosophie. Im Philosophischen Seminar Abt. A, 2, Uebungen über Kant, 1 g. Stempell: Spezielle Zoologie, 5, Vergleichende Anatomie ter Wirbeltiere (für Mediziner und Naturwissenschaftler), 1, Die moderne Abstammungslehre (für Hörer aller Fakultäten), 1 g.,, Anleitung zu selbständigen wissenschaftlihen Untersuchungen, tgl., Zoologisches Seminar, gemeinsam mit Thienemann (Vorträge und Literatur- besprehungen: Stempell und Thtienemann, 1, Museums- und Sammlungstechnik: Stempell, 3, Bestimmungsübungen: Thiene- mann, 2). Philippi: Nechts- und pverfassungsgeschichtlicye Uebungen, 1 g. Cauer: Interpretation von Homers Iltas, 2, Kaner und Methoden des sprahlihen Unterrits, 1.

Kaßner: Maßanalyse, 1 g., Organische Chemie mit besonderer Be- rüdsihtigung der Medizin und Pharmazie, 4, Kolloquium über pharma- zeutische Präparate und die Gegenstände des deuti\chen Arzneibuchs, 1, Ausgewählte Kapitel der chemisden Technologie, mit besonderer Be- rüdsitigung der Analyse der Gafe, 1, Pharmazeutish-chemische und toxikologishe Ucbungen im Lak oratorium; Darstellung chdemiscker Präparate. Für Vorgerücktere Bearbeitung wissenshaftlider oder tehnisher Aufgaben, 25, zusammen mit Salkowski und Ley: Chemisches Praktikum für Mediziner, 6. Konen: Theoretische

hysik 1: Theorie der Wärme und der Strahlung, 4, Uebungen zur

Ee t

dt und Matthies, 1 g., Uebungen in Demon-

der Anfertigung etnfaher Apparate, gemein-

ählte Kapitel der neueren Physik (mit Expe-

allec Fakultäten, 1 g. Ee:

eit im Y. und IV. Jahrb. v. Chr., 4, Dhilo: L

gens tra Ns e sam n riment 1ogisdes G ANE 11A: ll ogildes Seminar, Abt. I1 A: Hymnen des Kallimachos, 2 g., Philo- logishes Seminar, bt. 11B: Hypereides, 2 g. s ey: / M igrw a “Chemie . 1, 2, nwendung \pektroskopischer Methoden auf “chemishe Probleme, 1 g., Anleitung zu wissen- schaftlichen Arbeiten, gemeinsam mit Salkowski, tgl. außer Sa., Chemisches Praktikum für Mediziner (gemeinsam mit Salkowski und Kaßner) 6, Uebungen in Demonstrationëversuhen und in der An- Ri einfaher Apparate (gemeinsam mit Konen),. 3. Tobler: harmatognosie 2, Ueber foloniale Nuzpflanzen, Bedeutung, Ge- winnung und Handel ihrer Produkte: für Hörer aller Fakultäten, mit Lichtbildern, 1 g.,, Mikroskopisher Kursus über Friptogamen, 2, M krosfopishe ebungen, zusammen mit Correns, 3, Ko botanische Literatur, zusammen mit Correns, 1 g. Wegner: Ha laeogecarm oie 2, Geologishe Uebungen für Geographen, 2, eologie der Kolonien, 1 g. Arneth: Geschichte der Medizin, 1 g,, Allgemeine ärztliche Technik und Krankenpflege, 1 g, Apffel- staed t: Lis inik für Zahn- und Mundkrankheiten: zahnärzt- lih-diagnostishe Besprehungen mit Uebungen im Etxtra- hieren, sowohl in der Narkose, wie ohne dieselbe, 5, Kursus der zahnärztlihen Technik: a. Uebungen für Anfänger, b. Klinik für Zaähn- und Kieferersaß, c. Arbeiten für Fortges-hrittene unter Berück a der Orthodontie, der Gußmethoden und Keramik, tgl. außer Sa., Kurse der konservierenden Zahnheilkunde: a. Uebungen am Phantom für Anfänger, b. Arbeiten am Patienten für Fortgeschrittene, tgl. außer Sa., Zahn- und Mundkrankheiten I. Teil, 4, Zahnärztlihe Materialienkunde, 1. Simon: Johannis- evangelium (Auswahl). Mit Berücksichtigung der des Griechischen Unkundigen, L nend off: Hebrätshe Grammatik, 11. Teil, 3, O e Uebungen, 1, Arabishe Uebungen, 1 g., Hebräische rchäologie, I. Teil, 1. Krummacher: Grundzüge der Physio- logie für Studierende der Zahnheilkunde und des höheren Lehramts, 2, Harn und Harnuntersuchung, 1. R. Schmidt: Sanskrit-Gram- matik, I. Kursus, 2, Sanskrit-Grammatik, 11. Kursus, 2 g., Sanskrit- Literaturgeshihte im Umriß, 1 g., Die religiösen und philosophischen Systeme der Inder, für Hörer aller Fakultäten, 1 g. Schmißtz- Kallenberg: Quellen und LUkeratur zur Geschichte des 16. Jahrhunderts, 2, Urkundenlehre des Mittelalters, 2. mer: Chemie dér Nahrungs- und Genußmittel, 2 g., Repetitorium der Nahrungsmittelchemie, 1 g. Koch: Geschichte der venezianischen Malerei (mit Lichtbildern), 2, Dürer, Grünewald und Holbein d. F. (mit Lichtbildern), 1, Kunsthistorishe Uebungen, 1 g. Koppel- mann: beurlaubt. Brodersen: Knochen- und Gelenklehre, 3, Situs viscerum des Menschen, 2. Voigt: Geschichte des Papst- tums von seinen Anfängen bis zum 12. Jahrhundert, 2, Inter- N von Aktenstücken zur mittelalterlihen Geschichte (für An- anger, f p: Gottlob: Kaisertum und Papsttum in der 2. Biste des Mittelalters, 2, Historishe Uebungen: Schriftliche Arbeiten, mündlihe Referate, Lektüre eines mittelalterlihen Schriftstellers, 2 g. Hielscher: Einleitung in die Philosophie, 2, Uebungen zur deutschen Philosophie (Repetitorium, besonders S 1. Matthies: Physikalishes Praktikum, gemeinsam mit Schmidt: 3 u. 6, Einführung in die Vektoranalysis, 1, Physikalisches Seminar, gemeinsam mit Schmidt und Konen, 1 g. Thienemann: Zoologishes Seminar, gemeinsam mit Stempell: (Vorträge und LiteraturbespreWungen: Stempell und Thienemann 1, Museums- und ate pu, Stempell 3, Bestimmungsübungen : Thienemann 2), Geschichte der Zoologie bis zum Durchbruch des Deszendenzgedankens 1. Witte: De Epigraphik, 3, Im hilologishen Seminar: Abt. 111: Lateinishe Stilübungen und ursorishe Lektüre von Plinius? Briefen, 2, ¿SriolilGer Anfänger-

fursus für Realabiturienten, 3. Bombe: beurlaubt. Braun: hilosophie der ichte, 1, Geschichte der neueren Philosophie fit ant, 3, Richard 1g. N\N.: Darstellende Geometrie {nit Üebungeti, 4, Ueber tehnik hr drer aller Fakultäten), 1. Hase: Für die Mitglieder des englishen Seminars: Lesung und Er- lärung (in englisher Sprache) von ausgewählten Dichtungen Shelleys, 2 g., Gnglishe Grammatik mit \{riftlichen Uebungen, 2, Englische Konversationsübungen, 2. Mettli ch: Ausgewählte Kapitel der französishen Grammatik. Mündliche und s{chriftliche Nebungen, 2, Französishe Spreh- und Vortragéüöbungen im Anschluß an die Lektüre von Pousards „La Bourse“, 2, Für die Mitglieder des romanishen Seminars: Französische Stil- und Uebersezungsübungen, 2g. Plaßmann: Mathematische Geographie und elementare Astronomie. Für Hörer aller Fakultäten, 2 g., Anfangsgründe der Bahnbestimmung, 2, Zeitrechnung und Kalenderkunde für Historiker, 2, Uebungen im Be- obahten und Rechnen, nah Zeit und Gelegenheit, 1g. Niessen: Musiktheoretishe Uebungen für Anfänger (Harmonielehre I. Teil), 1 g., Musiktheoretishe Uebungen, für Fortgeschrittene (Harmonielehre, Kontrapunkt, Formenlehre), 1 g., Chorgesangübungen. (Näheres am Anschlagbrett des Akademischen Gefangvereins), 3 g. Seidel: Einführung in die konservierende Zahnheilkunde, 2, Anwendung der Glektuizität in der Zahnheilkunde mit besonderer Berücksichtigung der N 1g. Schew ior: Methoten der Geodäsie, 2, Aus- gewählte Methoden der geographischen Ortsbestimmung, 1, Praktische Uebungen zur geographishen Ortsbestimmung, 2 g. Sachse: Die Technik des Sprechens, für Hörer aller Fakultäten, 2, Die Kunst des Vortrags, für Hörer aller Fafultäten, 1 g. Karst: Elementare Freihandzeidben-, Mal- und Modellierübungen für Anfänger, 2 g., Freies künstlerishes Zeichnen und Malen: Porträt, Akt, Blumen, Pflanzen, Architektur, 2 g., Anatomisches Zeichnen u. Modellieren für Mediziner und Naturwissenschaftler, 2g., Schematishes Pflanzen - und Tierzeichnen, Zeit nah Vereinbarung, Mathematisches und tech- nishes Zeichnen, Projektionslehre, Schattenkonstruktion und Perspektive Sie E und Fortgeschrittene, 4 g. Wegener: Turnen und emen.

Der staatliche Kursus zur Ausbildung von Turn- und Schwimmlehrern, welcher vorzugsweise für Studierende der philoso- phishen und naturwissenschaftlihen Fakultät nah vollendetem zweiten Studiensemester bestimmt ist, findet voroussihtlich tn der Zeit vom 17. Oftober 1911 bis Mitte März 1912 statt unter Leitung des städtishen Oberturnlehrers Strohmeyer aus Dortmund, des Universitäts; turn- und Fechtlehrers Wegener, des Rektors Renfert und tes Lehrers Scheffler sowie des Medizinalrats Dr. Schlautmann und des Gym- nasialoberlehrers Professor Schmidt. Meldungen sind schriftli an den Universität: kurator zu rihten. Der Stundenplan wird bei Er- öffnung des Kursus bekannt gemacht.

Münster, den 14. Juli 1911.

Der Rektor der Wesifälishen Wilhelms-Universität. Diek amp.

Abgereist: __ Seine Exzellenz der Staatsminister und Minister der öffentlihen Arbeiten von Breitenbach, mit Urlaub nach der Schweiz.

Nichkamllicßes. Deutsches Neich. Preußen. Berlin, 20. Juli.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten gestern in Balestrand an Bord der Jacht „Hohenzollern“ die Vorträge der Chefs des Marine- und des Militärkabinetts

Vorlesung über theoretishe Physik, 1 g., Physikalishes Praktikum für Fortgeschrittene, gemeinsam mit Sh midt, tgl., Physikalishes Seminar,

oquium über

Laut Meldung des „W. T. B.“ sind | S. M. S. „Eber“ in Santa Cruz (Tenerier" L. d} „Tsingtau“ ‘in Samshui und vorgestern S. M. S.

in Montreal angekommen.

4 Sachsen-Coburg-Gotha.

| eine Königliche Hoheit der Her

sein 27. Lebensjahr vollendet. Der Gebriato 9 au herrn wurde in Stadt und Land festlich begangen.

Deutsche Kolonien.

Dem „Reuterschen Bureau“ wird aus Lipyi (Rhodesia) unterm 19. Juli gemeldet: L ivingsy er Verwaltung ging aus esheke an

Deutsch-Südwestafrika die Nabriht zu, nad Gele! unter den Eingeborenen dort umliefen, sei eine Patrouille" | stehend aus dem Son U von Frankenberg d A Sergeanten, 14 s{warzen Polizisten und 20 Trägern, von Leute f a E S E E A aa niedergemadt A nberg sei auf einem Mau j J

sei bisher unbestätigt. A Ven …_ Das ‘„Reutersche Bureau“ erfährt dazu, Chartered Company feine Mitteilung erhalten habe obnd Ngamiland zum englischen Gebiete gehöre. Die Anwesen der deutschen Patrouille auf englishem Boden erkläre daraus, daß die Grenze noh nicht genau festgelegt sei. „_ An amtlicher Stelle in Berlin liegt, wie „W. T. Y.,“ y teilt, keinerlei Meldung vor. Richtig ist, daß Herr von Fray berg sih nah dem fogenannten Caprivizipfel begeben sollte |

daß au i D

Oesterreich-Ungarn.

Das österreihishe Herrenhaus hat, „W. ufolge, beschlossen, in Beantwortung der A ruck der Hingebung, der unauslöschlihen Dankbarkeit und h furhtsvollen Huldigung an den Thron gelangen zu lassen,

Die gestrige Sißung des ungarischen Ab eor) A wurde gleih der vorigen von der technis(z Obstruktion aus efüllt, sodaß die auf der Tagesordny stehende Wehrvor age niht zur Verhandlung kommen fon Die Negierungspartei beabsichtigt, obiger Quelle zufolge, h Obstruktion, die die Arbeitsfähigkeit des Abgeordnetenhau völlig lahm legt, vorläufig freien Lauf zu lassen.

Erofbritannien und JFrlaud.

Jm Unterhause erklärte gestern der Staatssekretär fi die Kolonien Harcourt in Beantwortung einer Anfrage, Premierminister der Dominien mit Selbstregierung seien uy der Erneuerung des 2 E mit Japan befragt worden hätten sih einstimmig dafür E Das Hau ist bis heute früh 51/4, Uhr versammelt geblieben, nd die Arbeiterpartei lebhaften Einspru gegen die V nahme des $ 11 des Versicherungsgeseßes erhoben hat der bestimmt, daß Personen, die nah dem Arbeit entf gs N ieh, und ähnlihen Bestimmungen Ex schädigungen erhalten, nah dem P NUgaueiet Feiner

ahlungen erhalten sollen. Wie „W. T. B.“ meld ‘erklärte ‘der Vertreter - der Arbeiterpartei Ramsa Macdonald, daß die Arbeiterpartei vor dem Entschluß sth das Geseg überhaupt abzulehnen, falls ihre Vorschläge au weiterhin ständig zurückgewiesen werden sollten. Llo) George erwiderte: wenn die Arbeiterpartei dieses Geseh i Fall bringe, so übernehme sie eine Verantwortung, die er nil! mit ihr teilen möchte. Der $ 11 wurde darauf mit 99 geq0 23 Stimmen angenommen.

Frankreich.

Nach einer Note der „Agence Havas“ hat der spanisd! Botschafter Perez Caballero gestern den Minister des Ab wärtigen de Selves besuht und ihm erklärt, er wäre l auftragt, ihn wissen zu- lassen, daß seine Regierung da Zwischenfall Boisset bedauere. Der Minister habe nd Botschafter, nahdem er von den offiziellen Jnformationt der französischen Regierung Kenntnis genommen hatte, stl lebhaftes Bedauern ausgedrückt. Die spanische Regierun fügte Perez Caballero hinzu, habe ihn gebeten, den Ausdru es Bedauerns zu erneuern, und beabsichtige, sobald sie sell unterrichtet sei, den Oberst Sylvestre aufzufordern, Boisset seit Entschuldigungen auszusprehen. Die s\panische Regierun wünsche, mit Frankreich herzlihe Beziehungen zu unterhaltei sie habe übrigens in diesem Sinne Anweisungen an ihre V treter in Elksar erlassen.

Spanien.

dung des „Heraldo“ gestern abend aus Elksar ein Radiogramn des Obersten Sykvestre empfangen, in dem der Zwischenfall

bereits mehrere Posten, die ihn erkannten, unbehelligt passiert. & begegnete dann zwei Soldaten aus dem Taborgebiet, die ihn au} forderten und nötigten, zum nächsten Posten zu gehen, wo der Haup! mann Pidat ihm solche Aufklärungen gab, daß er den Offizier ba die Leute nicht zu bestrafen, da auch er als Militär die Strenz der Jnstruktionen kenne und achte. Sylvestre fügt noh hin er habe, nahdem er von dem Vorfall Kenntnis erhalten, am lichen Bericht erstattet, die Soldaten bestraft, die Jnstruktiont erneuert und Boisset Erklärungen abgegeben.

Türkei.

Wie „W. T. B.“ meldet, soll der Ministerrat außer det Bau der Adriabahn noch den Bau einer Bahn Monastit” Janina —Reschadic sowie den einer Anschlußlinie die bulgarishe Grenze über Tscharevo, Kotschana, Jst! Krivolak, Perlepe, Monastir definitiv beschlossen haben.

Bulgarien.

Die Nationalversammlung hat, wie „W. T. V meldet, gestern den Artikel 127 der Verfassung im Er vernehmen mit der Regierung dahin abgeändert, daß jährlid nur eine Session des Parlaments vom 1. Oktober bis 15. Ml mit einer Unterbrehung vom 15. Dezember bis zum 1. Febru! stattfinden foll.

Amerika.

Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hat die n ani ersucht, Maßnahmen zum Schuße del amerikanischen Ansiedler in Niederkalifornien }!

sowie des Vertreters des Auswärtigen Amts.

treffen, die, wie berichtet wird, von den sogenannten mer

Thronrede den Jl

teinen Bericht darüber empfangen, aber er habe dem französis

Der Ministerpräsident Canalejas hat nah einer Ml}

Boisset, wie folgt, erklärt wird: Boisset, der bewaffnet war, hal}

W. T. B.“ zufolge ist

; rxalen - bedroht werden. nische E Kriegszustand verhängt

über Agua Prieta (Mexiko)! der

Warden. Nach den leßten Meldungen aus Haiti beherrschen die Revolutionäre das Norddepartement mit Ausnahme von Fort Liberté und Ca L sie haben St. Marc beseßt und marschieren auf Ar ahaie. Die Regierungstruppen seßen Port

Prince in den Verteidigungszustand. Die Meldungen ent-

halten nichts über Verluste an Menschenleben.

Asien.

ah Meldungen des „Reuterschen Bureaus“ ist das e N eise Kahinett nunmehr gebildet worden und seßt sich, wie folgt, zusammen: Premierminister Sepehdar, Krieg Samsam es Sultaneh, Jnneres Vosuk ed Dauleh, Post und Telegraph Muschir ed Dauleh, Unter- richt Hakim el Mulk, Aeußeres Motaschem es Sultan eh, Finanzen Moaven ed Dauleh.

Gestern hat ein Kabinettsrat stattgefunden, dem der Regent beiwohnte. Verschiedene hervorragende Persönlichkeiten und Führer, so auch der oberste Polizeichef, beeilten sich, die Regierung ihrer Unterstüßung gegen den früheren Schah zu versichern. Das Geleit Mohammed Alis durch russische Be- hörden und die ihm gewährte Erlaubnis, ihr Gebiet zu durch- ziehen, wurden einer allgemeinen Erörterung unterzogen. Das Medschlis trat gestern zu einer außerordentlichen Sißung zusammen, in der der Premierminister und der Präsident unter allgemeiner Begeisterung darauf hinwiesen, daß es durchaus e sei, in Einigkeit du handeln. Das Medschlis ermächtigte die Regierung, ein Kriegsrecht \schärfster Art zu verhängen. ; : :

Eine aus 500 Bachtiaren, 500 Reitern und einer Anzahl Freiwilliger zusammengeseßte Expedition wird alsbald gegen den ehemaligen Schah aufbrechen. Der Polizeichef Jefriem wird zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Teheran urückbleiben. Sardar i Geng und Sardar Jafar werden mit 9000 Bachtiaren gegen Salar ed Dauleh Pn. Sardar Yahadur mit 1800 bachtiarischen Reitern wird binnen kurzem in Teheran erwartet. / A

Wie „W. T. B.“ meldet, haben die Streitkräfte des Scherifs von Mekka am 2. Juli die Aufständischen geshlagen und die Garnison von Abha enfseßt, die zehn Monate lang belagert worden war. Die Armee des Scherifs marschiert nunmehr nah Süden gegen Sabyeah, wo sich der Prätendent Said Jdris stark befestigt hat. Die türkischen Ver- stärkungen sind in Geezan eingetroffen.

Afrika.

Der General Moinier ist am Sonnabend in Mekines an- gekommen und hat dort die Unterwerfung der Beni Mtir, soweit sie sich noch nicht unterworfen hatten, entgegen- genommen. Ferner wird die Unterwerfung der Uled Jorifla und der Uled Mimonn gemeldet. j

Wie die „Agence Havas“ aus Larra\sch vom 18. Juli meldet, ist ein Transport von Lebensmitteln und Munition mit Begleitung nach Elksar abgegangen. Gelandete Marine- infanterie und Matrosen bewachen die Tore der Stadt. 80 Deserteure der scherifishen Mahalla von Elksar sind estern dort angekommen und werden instruiert und nah Melilla ge- hickt werden. Der Pascha hat si bei der Konsularbehörde über die Haltung der spanischen Soldaten beklagt.

Statistik und Volkswirtschaft.

Deutscher auswärtiger N im Juni und im ersten Halbjahr.1911.

Nah dem Junihefte der vom Kaiserlichen Statistishen Amt herausgegebenen „Monatlichen Nachweise über den auswärtigen Handel Deutschlands" hat die Einfuhr im Juni d. I. 6118572 t, ferner 13767 Stück gegen 6 431 364 t und 13715 Stück im Junt v. J., die gleichzeitige Ausfuhr 4398524 t, ferner 595 Stück gegen 4 652 652 t und 483 Stück im Junt v. J. betragen. i

Die Gesamteinfuhrmenge belief sich im 1. Halbjahre 1911 auf 31 540 573 t und 91900 Stück gegen 29536 836 t und 81859 Stück im 1. Halbijahre 1910, die Gesamtausfuhr auf 97720 116 t und 3719 Stück gegen 24996 088 t und 3655 Stü im Vorjahre. /

Die Einfuhr hatte im reinen Warenverkehr im 1. Halbjahre 1911 einen Wert von 4644,1 Millionen Mark gegen 4419,0 Mil- lionen Mark im 1. Halbjahce 1910, die Ausfuhr im |. Halbjahre einen Wert von 3899,9 Millionen Mark gegen 3%542,7 Millionen Mark im 1. Halbjahre 1910. : :

Die Goldeinfuhr belief sich im Juni d. I. auf 31,3 Mil- lionen, im 1. Halbjahr d. J. auf 99,0 gegen 167,0 Millionen Mark im 1. Halbjahre v. I., die Goldausfuhr auf 2,0 bezw. 20,9 und 88,3 Millionen Mark. Die Silberetinfuhr ergab im Juni d. J. einen Wert von 3,1 Millionen Mark und einen solchen von 288 Millionen Mark gegen 24,4 Millionen Mark im 1. Halb- jahre d. u. v. F., die gleichzeitige Silberausfuhr 3,9 bezw. 17,1 und 15,2 Millionen Mark.

Das Einkommen der Haushaltungsvorstände und Einzels- wirtshaftenden in Preußen im Jahre 1910.

In einem früheren Artikel (s. Nr. 96 des „Reichs- und Staats- anzeigers" vom 24. April d. J.) ist gezeigt worden, wie si die ge- samte Bevölkerung Preußens (Haushaltungsvorstände nebst Ange- bôrigen und selbständige Einzelpersonen) auf die drei Hauptetnkommens- gruppen bis zu 900 4, über 900 bis 3000 G und über 3000 verteilt. Im folgenden foll nun die R der Haus- baltungsvorstände (ohne Angehörige) und Einzelwirtschaftenden für sid, also des Teiles der Bevölkerung, der für den selbständigen Cinkommenserwerb in Betracht kommt, dargestellt werden. /

Vom Tausend der Haushaltungsvorstände und Einzelwirt- haftenden hatten nah der „Stat. Korr.“

ein Einkommen von ..

bis 900 über 900 bis 3000 1909 | 1910 | 1896 | 1909 | 1910 794,7| 773,01 114,4| 178,6| 195,3 746,3| 718,51 132,3| 223,7| 245,2

433,2) 428,4] 350,3| 514,1| 516,9 596,1| 504,0| 224,0| 413,7| 428,8 699,7| 678,5| 177,0) 266,0| 281,9] 25,1| 34,3| 39,6 753,4| 721,2| 130,4| 217,5| 244,2] 16,7| 29,1| 34,6 695,7| 677,0| 144,4| 273,2) 288,0] 21,1|31,1| 35,0 563,3| 546,0/ 221,3| 393,1| 406,1] 32,7| 43,6

552,9| 534,3| 235,4| 402,3) 415,6] 30,7| 44,8 570,5| 549,5] 217,3| 386,4/ 401,7] 30,0| 43,0 425,8| 417,6] 321,2) 539,6| 544,8] 25,3| 34,6 537,3| 522,8] 209,2| 408,0| 416,9 40,4| 54,6 454,3| 4396| 269,7| 502,0| 512,5] 31,0| 43,7

«M

über 3000 1896/1909| 1910 17,6/ 26,8| 31,7 21,2 30,0| 36,3

48,0|/ 52,7| 55,1 30,5 60,1/ 67,2

pt der rovinz Ostpreußen . . | 863,0 estpreußen . | 846,5

Stadtkreis Berlin . . . [601,7 Brandenburg. | 745,5 ommern. . . 797,9 852,8

. 1834/6

Sawhsen. . . . | 746,0

Holstein . . | 733,9

Fannover UTB2,7

estfalen. . . [653,5

Hessen-Nassau | 750,4 heinprovinz .

1896

«p:

_

eines Einkommens von nicht mehr als 960 4 im Zeitraume 1896—1910

* sett sind.

47,9"

F

Hiernach ist also im Gesamtstaate der Bruchteil der Bezieher

stark zurückgegangen; er umfaßte aber auch im Berichtsjahre noch etwas über die älfte der Gesamtzahl der Lnge tände und selbständigen Einzelpersonen, während diese, wie wir früher sahen, zusammen mit den Angehörigen \{chon seit 1908 als Mehrheit der Gesamtbevölkerung der Einkommenöklasse von über 900 „4 angehörten. Leßtere Erscheinung is unschwer dadurch e erklären, daß \ich unter den Personen mit einem das Existenzminimum von 900 # über- steigenden Einkommen weit mehr Haushaltungsvorstände mit An- gehörigen befinden als unter denen mit Einkommer bis zu 900 , die besonders stark mit einzellebenden Personen ohne Anhang durch-

In der Einkommens von über 900 bis 3000 4 hat si die Schicht der Einkommensbezieher von etwas über einem auf zwet ünftel der Gesamtzahl der Haushaltungsvorstände und Einzelwirt- haftenden, in der von über 3000 4 von rund einem Fünfunddreißigstel auf fast ein Zwanzigstel vergrößert. |

Wie im Gesamtstaate hat auch in den einzelnen Landesteilen im Zeitraume 1896—1910 durchweg eine mehr oder weniger erhebliche Verschiebung zugunsten der Gruppen mit höherem Einkommen statt- gefunden. Während im Jahre 1896 die Verhältnißziffern der An- gehörigen der Einkommenögruppe bis zu 900 4 von annähernd neun Zehnteln der Gesamizabl der Haushaltungsvorstände und Einzel- wirtshaftenden in Ostpreußen bis zu drei Fünfteln in Berlin {chwankten, waren sie im Berichtsjahre in Ostpreußen mit etwas über drei Vierteln am höchsten, dagegen in Westfalen mit wenig mehr als zwei Fünfteln am niedrigsten. i Außer in Westfalen hatte 1910 auch noch in Berlin und in der Rheinprovinz mehr als die Hälfte aller Haushaltungsvorstände und selbständigen Einzelpersonen ein Einkommen von über 900 bis 3000 4, wogegen dies in Ostpreußen bei noch nicht einem Fünftel und in Posen und Westpreußen bei noch niht einem Viertel von jenen der Fall war. 4 h

In der Einkommensabstufung von über 3000 6 findet man im Berichtsjahre den höchsten Anteil an der Gesamtheit der Haus- haltungsvorstände und Einzelwirtschaftenden mit einem Fünfzehntel in der Provinz Brandenburg, demnächst in P reh mit rund einem Siebzehntel, den niedrigsten wiederum in Ostpreußen mit etwas weniger und sodann in den Provinzen Posen und Schlesien mit etwas mehr als einem Dreißigstel. Sowohl in der Einkommensgruppe von über 3000 4 wie in der von über 900 bis 3000 4 wies in dem zum Verglei herangezogenen Jahre 1896 die Stadt Berlin die bedeutendsten Verhältnisziffern auf, während sie 1910 in jener Gruppe die zweite, in dieser sogar erst die dritte Stelle einnahm.

Unterscheidet man auch zwischen Stadt und Land, so hatten vom Tausend der Haushaltungsvorstände und Einzelwirtschaftenden

ein Einkommen von...

bis 3000 1896 | 1910 }| 1896 | 1910 805,4 | 660,0] 156,7 | 282,9 899,0 | 848,1] 93,5 | 137,4 790,3 | 638,0] 168,9 | 302,7 879,8 | 784,0] 110,7 | 198,4] 601,7 | 428,4] 350,3 | 516,5 723,5 | 460,8 | 233,6 | 456,4 763,1 | 557,3] 216,3 | 394,7 730,4 | 603,6 | 226,7 | 340,0 851,4 | 759,11 137,7 | 219,4 780,1 | 654,5] 183,4 | 283,6 893,1 | 771,31 101,1 | 214,6 764,3 | 603,2] 193,2 | 335,2 874,1 | 728,2] 117,0 | 255,2 688,6 | 494,81 265,1 | 439,1 802,3 | 602,0] 178,3 | 370,0 662,8 | 450,21 292,6 | 483,4 789,3 | 621,7] 190,9 | 345,0 688,1 | 452,81 261,7 | 474,6 794,7 | 626,11 188,5 | 344,0 631,2 | 384,7

329,4 |- 561,3 667,6 | 446,4

318,6 | 530,4

693,9 | 449,11 235,7 | 459,6

808,0 | 619.01 182,2 | 361,4

679,5 | 394,61 272,9 | 540,0

720,4 | 501,01 266,3 | 475,0 | 549,3]

344,1 Hohenzoll. Lde. | Od 697,0| 278,5 Stadt] 692,2 4e 261,3 | 458,81 46,6 | 65,8

im Staate | Land | 803,1 183,8 | 3502| 13,1 | 2418.

Hier zeigt sih also, daß im Berichtsjahre abweichend von der in der vorhergehenden Uebersiht aufgeführten Staatsgesamtziffer in den Städten Preußens bereits die Mehrzahl der Haushaltungsvorstände und Einzelwirtschaftenden cin über das Existenzminimum von 900 hinausgehendes Einkommen bezog; provinzweise war dies indes nit der Fall im Stadtgebiete Ost- und Westpreußens, Pommerns, Posens, Schlesiens und der Hohenzollernschen Lande, also im größten Teile des städtishen Ostens der Monarchie. j

Auf dem Lande befanden sich dagegen auch 1910 im Gesamt- staate noch etwas über drei Fünftel aller Haushaltungsvorstände und selbständigen Einzelpersonen in der Einkommensgruppe bis zu 900 4; im einzelnen ging nur in der Provinz Westfalen bei über und in der Nheinprovinz bei fast der Hälfte jener das Einkommen über 900 4 hinaus.

Was insbesondére die Einkommen von über 3000 4 anlangt, so waren lie im Staate bci den Haushaltungsvorständen und Cinzel- wirtshaftenden in den Städten i. I. 1910 mehr als doppelt, i. J. 1896 fogar mehr als dreimal so häufig als auf dem Lande vertreten. Im einzelnen fällt namentli auf, daß im Stadtgebiete nähst West- falen Berlin i. J. 1910 die niedrigste Verhältnisziffer aufwies, während i. F. 1896 nur in den Städten der Provinzen Hessen-Nassau und Hannover die Einkommen von über 3000 4 stärker als in der Neichs- hauptstadt vertreten waren. Für Berlin dürfte dies zum großen Teil auf den Abzug wohlhabenderer Einkommensbezieher nah den Vororten der Reichshauptstadt zurückzuführen sein.

über 3000

1910 57,6 14,5 59,3 17,6 55,1 82/8 48/0 56,3 21,5 62,0 14,0 61,6 16,6 66,0 27,9 664 A3/3 72/6 29,9 54/0 939 913 19,6 65,4 24.0 106,6 24.5

in der Provinz: tn

Stadt

Ostpreußen - . | Sah

Westpreußen . \

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Schlesien . . .

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Schleswig- Holstein

Hannover . Westfalen .. Hessen-Nafsau Rheinprovinz

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Zur Arbeiterbewegung.

Zu der Lohnbewegung der in Cisengleßereien Berlins und der Umgegend beschäftigten, im Deutshen Metallarbeiterverband organisierten Former und Berufsgenossen (f. Nr. 168 d. Bl.) wird der „Frankf. Ztg." berichtet, daß der von den Vertrauensleuten ausgearbeitete Entwurf eines neuen Tarifs, zu dem eine Former- versammlung ihre Zustimmung gegeben hat, folgende wesent- liche Bestimmungen aufweist: 9-stündige Arbeitszeit, Cinstellungs- lohn für Former nicht unter 75 Pfennig, für Maschinenformer, angelernte Handformer, Kernmacher, Pußer und Schleifer 70 -, für Schmelzer 60 «4, für Hilsarbeiter 45 „4, für Kernmacherinnen nit unter 35 4 für die Stunde. Bet vorkommendem Aus\{hußguß ist dem Akkordarbeiter der volle Akkordpreis e ausgenommen wenn dem Arbeiter grobes Selbstvershulden na dpelvia wird. Die Akkordpreise sind \o aufzubessern, daß der Arbeiter mindestens pes aren N i Zshende bessere Arbeitss verbältnisse dürfen niht verschlechterk werden.

In Bis eldors ist nah etner Mitteilung der „Köln. Ztg." zwischen der Wagenbaue rzwangsinnung und den Vertretern der Arbeiterorganisationen ein bis zum 1. Mai 1914 geltender Tarif- vertrag vereinbart worden, der neben einer Herabsezung der Arbeits- zeit auf 94 Stunden Erhöhungen der Stundenlöhne vorsieht.

Einer Meldung desselben Blattes aus Mannheim zufolge ver- weigern seit dem 18. Jult von den rund 500 Magazinarbeitern der Badischen Anilin- und Sodafabrik etwa 150 die Arbeit.

als Ae zurückgewiesen hat. Die übrigen 350 Mann ‘haben \ih der Bewegung nicht angeschlossen.

Straßburg |. E. ist, wie der „Frankf. Ztg.“ berihtet wird, von einem allgemeinen Trambahnerausstand bedroht. Seit vier Wochen streiken dort die Depotarbeiter. Nunmehr hat vorgestern abend eine von etwa 250 Personen besuchte Versammlung des Fahr- personals die Leitung des Transportarbeiterverbandes beauftragt, die Forderungen des Fahrpersonals zu formulieren und mit der Direktion der Straßburger traßenbahn in Verbindung zu treten.

In Amsterdam haben nach einer Meldung von ,W. T. B.“

alle Fuhrleute in einer heute abgehaltenen Versammlung beschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen (vergl. Nr. 168 d. Bl.). Aus Cardiff (\. Nr. 168 d. Bl.) berihtet ,W. T, B.“ vom gestrigen Tage, Mi in einer von allen Arbeiterklassen besuhten Ver- sammlung eine Resolution zugunsten. eines allgemeinen Aus- standes gefaßt wurde, der so lange dauern soll, bis die Schiffs- eigentümer in Verhandlungen mit der Vereinigung der Seeleute ein- treten würden. Die Seeleute sind entschlossen, sich auf keinem Schiff hzuern zu lassen, au nit gegen erhöhten Lohn, bis ihr Ver- band von den Schiff8eigentümern anerkannt ist.

In AENOES haben nach einer Meldung desselben Bureaus die Dockarbetter, Kohlen verlader und Transportarbeiter in einer stark besuhten Versammlung beschlossen, sich dem Ausstand a Pen, In Hull ift es gestern in T mit dem M üllerstreik abermals zu Nuhestörungen gekommen. aren von Ausständigen zogen durch die Straßen und zers{hlugen die Maler der Mühlen. Jeder Mehlroagen wird von vier Polizisten begleitet. Einer weiteren Meldung des genannten Bureaus aus London zufolge bewarfen Ausständige vorgestern abend die Gebäude der Tarneni-Kohlenbergwerke im Swansea-Tal mit Steinen, ebenso wurden die Häuser zweier Bergwerksbeamten mit Steinen be- worfen. Polizei griff} die Ausständigen mit Knütteln an und trieb sie auseinander. Auch Frauen und Kinder wurden dabei nieder- getreten. Verschiedene Schußleute und Ausständige wurden verleßt, darunter ein Shußmann \{chwer.

In Paris haben die Bauarbeiter nah einer Mitteilung des „W. T. B.* beschlossen, die Arbeit heute wieder aufzunehmen.

Der Ausftand der Grubenarbeiter auf der italienischen Insel Elba hat, wte der „Post“ aus Rom vom 19. Juli berichtet wird, sih nunmehr nah P iombin o in der Provinz Pisa ausgedehnt und droht, andere Grubenzentren von Jtalien in Mitle denon zu ziehen. Die Führer der Bewegung haben geschworen, daß sie, solange sie nicht für alle ihre Forderungen Befriedigung erhalten hätten, au die an- dern Arbettergruppen von Italien zum Streik bringen wollen, sei es durch freundlihe Mittel, sei es durch Gewalt. Die Aktionäre der Grubengesellshaften auf der Insel Elba haben in einer am 18. Juli abgehaltenen Versammlung einen Beschluß gefaßt, in dem die Not- wendigkeit einer Negelung der industriellen Arbeiterverbältni}e hervor- gehoben und die Regierung gebeten wird, zum Schuße der Gruben- unternehmungen Truppen va den bedrohten Punkten zu senden und die durchaus notwendigen Arbeiten durch Militär ausführen zu lassen. Einige Soldaten, die von der Regierung {hon zu diesem Zwecke nah Elba gesandt worden find, follen sich geweigert haben, derartige Arbeiten zu übernehmen.

(Wettere „Statistise Nachrichten" \. i. d. Ersten Beilage.)

Kunft und Wissenschaft.

Die im Hege Königlichen Kunstgewerbemuseum stattfindende Ausstellung „Neue deutsche Buchkunst“ ist am Sonntag, den 23. d. M.,, von 12 bis 6 Uhr zum leßten Male geöffnet. -

Bauwesen.

An der Königlichen TEGU L Be Hochschule in Aachen findet in der Zeit vom 2. bis 21. Oktober d. J. ein Fortbildungs- kursus für Statik und Eisenbetonbau mit folgendem Pro- ramm statt: Professor D Statik der Baukonstruktion mit Lisönderer Berücksichtigung der Aufgaben im Eisenbetonbau. Erste Woche, 2. bis 9. Oktober, tägliß von 9—11 Uhr und #12—|2 Uhr Bortrag; Dienstag, Donnerstag, Freitag von 5—7 Uhr Uebungen ; zweite Wodhe, 11. bis 18. Oktober, Montag, Mittwoch von 9—11 Uhr Vortrag; Dienstag, Mittwoch von 5—7 Uhr Uebungen. Professor Domke: Theorie, Entwerfen und Konstruktion der Cisenbetonbauten. Zweite Wodhe, täglich von 9—11 Uhr und Donnerstag bis Samstag von #12 bis 22 Uhr Vortrag; dritte Woche, täglich von 9—11 Übr Vortrag; Montag, Mittwoch, Freitag von 5—7 Uhr Uebungen. ODr.-Ing. Mautner, Oberingenieur der Firma Brandt in Düsseldorf: Moderne Eisenbetonbauten, vier Stunden in der leßten Woche. N. N. (der Vortragende wird später bekannt gegeben werden) : Sr nte der neueren Eisenbetonversuhe, vier Stunden in der legten Woche. N. N. (der Vortragende wird später bekannt gegeben werden): Herstellung und Eigenschaften der neuen Zementarten, vier Stunden in der leßten Woche. Geh. Regierungsrat Prof. Dr. M. Schmid: Künstlerische Behandlung der Eisenbetonbauten.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten nud Absperrungs- maßregeln.

Dem Kaiserlihen Gesundheitsamt ist der Au8bruch und das Erlöschen der Maul- und Klauenseuhe vom Schlachthofe zu Lübecck am 19. Juli 1911 gemeldet worden.

Malta.

In Malta ist durch eine Regterungsverfügung vom 11. d. M. Piräus wieder als fret von \schwarzen Blattern erklärt worden, (Vergl. „Neichsanzeiger“ vom 21. März d. I., Nr. 69.)

» d RNußlan

Die russische Kommission zur Bekämpfung der Pestgefahr hat die Städte Neapel und Palermo tin Italten für cholera- verseucht erklärt.

Türkei.

Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel hat verfügt, daß die Herkünfte von Zongouldak außer einer ärztlichen Untersuchung auch der Desinfektion im Lazarett von Sinope oder in demjenigen von Monastir-Aghzy (Cavak) unterliegen. Die Ausführung der Desinfektion darf 24 Stunden nicht übersteigen. (Vergl. „Reichs- anzeiger“ vom 11. d. M., Nr. 161.)

Schweden

Nach einer Santa Qua des O shwedischen Kommerz- follegiums vom 10. d. M. ist die Insel Langeland des dänischen Amtes Svendborg als von Maul- und Klauenseuche befallen erklärt worden. l

Naqh derselben Bekanntmachung sind die Provinz Uleaborg in Finnland und die preußishe Provinz Westpreußen als wieder frei von Tollwut erklärt worden.

Dänemark.

Nach einer Bekanntmachung des Justizministeriums vom 6. d. M. sind die Häfen von Neapel und Palermo als cholera- verseucht und der Hafen von Odessa als pestverseucht an- zusehen. Die vorgeschriebenen Quarantänemaßregeln treten diesen

Häfen gegenüber in Kraft.

Marseille, 19. Juli. (W. T. B.) Obwohl der Gesundheits- zustand im allgemeinen normal ist, sind hier vier Fälle von Cholerá aufgetreten, jedoch sämtlich isoliert und ohne gemeinsamen Herd. Seit 48 Stunden wurde kein neuer Fall verzeichnet. Alle Vorsichts»

1 Lo S D V H C DNRADAID 00D D I D

699,3 Hohenzoll. Lde. lm Staate 750,8

692,7| 674,71 |274,8| 288,4] |/32,9 562,1| 544,9] 220,4| 395,9| 408,4] 28,9| 42,1

Die Ursache davon sind Lohnforderungen, welche die Fabrikleitung

maßregeln sind getroffen.