1911 / 178 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

der ungünstigen Ueberwinterung vielenorts \{chüttere Saaten vorhandea sind. Das Stroh ist überall \{chôn hoch. Die ursprünglich bebaute Fläche reduziert sich nach -Abzu “des auszgeackerten Gebiets auf 1,88 Millionen Kastraljc Auf dieser Senlvtiädlo ist der Ertrag laut der auf Druschproben beziehungsweise Druschresultaten basierenden Berichte der landwirt- \aftlihen Junspektoren und Referenten im Landesdurhschnitt auf 6,92 Meterzentner für das Katastraljoch, insgesamt also auf 13 Millionen Welorzoniner gegen 13,29 Millionen Meterzentner im Vorjahre zu äßen.

N eie wurde mit Ausnahme der gebirgigen Gegenden meistens überall abgemäht, und der Drusch ist besonders im Alföld in vollem Zuge. Die bisherigen Druschresultate befriedigen überall und über- treffen vereinzelt nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ die gebegten Erwartungen, da Köocnbildung und Reife gge des warmen Metters an den meisten Stellen fehlerlos vor sih gingen, welhem Unistand es zu verdanken ist, daß heuer ein welt größerer Ertrag an weißer Biergerste zu verzeichnen ist wie in den Vorjahren. Die Anbaufläche reduziert sich nah Abzug der Ausackerungen auf eine Erntefläche von 1,93 Millionen Katastraljoh, und ist den Berichten der Referenten zufolge ein Ertrag von 15,80 Millionen Meterzentner gegen 11,67 Millionen Meterzentner im Vorjahre zu erwarten.

Hafer ist in der Neife begriffen und wird in den südlichen Landesteilen bereits geschnitten; die Fahne ist größtenteils genügend schön, die Körner sind aber infolge der rasheù Reife dünn geblieben. In den höher gelegenen bergigen Gegenden ist die Fruht noch grün, und hier wäre auêgiebiger Regen von großem Nußen. Das Stroh ist vielenorts niedrig und verunreinigt. Die Erntestäche wird nah Abzug von Ausackerungen auf 1,87 Millionen Katastraljoh geschäßt. Der s{äßzungsweise Ertrag stellt sich bei einem Landesdurbshuitt von 6,84 Meterzentner für das Katastraljoch auf 12,809 Millionen Meterzentner.

Napys ist in Schnitt und Drusch bereits überall beendct, das Nesultat aber nur mittelmäßig, teilweise sogar unter miitel, und nur im Theis;-Maros-Winkel gut. Die Maispflanze wurde ebenso wie die Kartoffel hon in der ersten Julibälïte dur die Trockenheit un- günstig beetnflußt. Die seitdem verflossenen zwei Wochen brachten ke'nen sih auf tas ganze Land erstreckenten Regen, fo daß sich der Stand beider Pflanzen im ganzen Lande, mit Ausnahme der jenseits des Königssteiges gelegenen Felder, vershlehterte. Jm all- gemeinen ist die Entwicklung des Maises ins Stocken geraten, die Pflanze vergilbt und welkt, die Blätter trocknen. Die Kolbenbildung beginnt s{hwierig, und die Kolben bleiben, besonders im Aiföld, steril. Am günstigsten stehen die Maispflanzungen in den Komitaten Bacsbodrog und! Torontál, am ungünstigsten im Pester Komitat, in der Ebene des linksfeitigen Donauufecs und in einzelnen jen\eits der Donau gelegenen Komitaten_ In diesen Gebieten trocknet nicht nur das Blatt, sondern auch der Stamm der Maiepflanze. In einzelnen Orten kann auch bei Eintritt von Negen keine nennenswerte Besserung mchr crwartet werden, im allgemeinen jedoch kann aber Regen, wenn er nicht mehr lange auf sih warten läßt, in vielen Landesteilen nützen und die Lage verbessern. j

Die Kartoffel leidet infolge der Trockenheit ebenfalls stark, besonders bei den spät gebauten Sorten verderben Tag für Taa nicht nur die Blätter, sondern es welken und trocknen au die Stiele. Die Knollen entwickeln sich nicht und sind sogar hier und da im Ver- trocknen begriffen. Im größten Teile Nordungarns aber, wo die Kartoffel die größte Fläche in Anspruch nimmt und das wichtigste Lebensmittel der Bevölkerung bildet, steht die Frucht leidlih gut, vielenorts sogar ausgesprochen gut, und wenn rehtzeitig Regen kommt, fann sie noh einen befriedigenden Ertrag liefern. In Siebenbürgen steht die Kartoffel im allgemeinen gut, vereinzelt sogar ausgezeichnet, und besitzt dihtes und gesundes Laubwerk.

Ga rtengewächse verspüren im überwiegend großen Teile des L1ndes die ungünstige Einwirkung der Trockenheit und sind im Wachs- tum stehen geblieben. Dort, wo nicht genügend Wasser zum Gießen vorhanden ist, sind die Pflanzen im Aussterben begriffen. Verhältnis- mäßig am günstigsten \t-hen Gartengewächse im Theis-Maros-Eck sowte jenseits des Königssteiges. Die Entwicklung von Bohnen und sonstigen Hülsenfrüchten wurde durch die Hiße ebenfalls gehindert, doch sind die Ernteaussichten immer noch über mittel. Erbsen, die bereits eingeführt wurden, lieferten einen guten Ertrag. Die Hirse fann si infolge der Hitze nicht überall genügend entwickeln. Krau t- arten stehen auf berzigen Gegenden genug gut, in der Gbene, besonders im Alsöld, befriedigt der Stand nicht, wobei außer der Trockenheit vielseitig auch Feltflöhe und Naupen s{hädigend einwirken. Nur ausgiebi1:e Niederschläge könnten noch zur Erzielung cines be- friedigenden Erträgnisses beitragen. Die Hopfenanlagen erwiesen egenüber der Trockenheit eine genügende Widerstandsfähigkeit; die

[lüte vollzo, sih unter günstigen Umständen, und avch der Ertrag ist ein ausziebiger. Jn Gebieten mlderen Klimas wird bereits ein- gesammelt. Hanf und Flachs werden bereits gerauft und versprechen größtenteils einen befriedigenden Ertrag.

Die Ertragsaussichten der Tabakpflanze haben sich verringert, da die Entwicklung infolge der Trockenheit zurückgeblieben ist. Die unteren Blätter sind ausgetrocknet und die übrigen Élein geblieben. Guter Regen könnte noch vieles verbessern.

Die Zucker- und Futterrübenverarbeitung ist beendet. Die bis- herige günstige Entwiklung der Zuckerrübe wurde durh die Hiße und Trockenheit unterbrohen. Die unteren Blätter beginnen daher hon zu welfen und zu vergilben, und auch das Wurzelwerk entwickelt ih niht. Jenseits des Königssteiges trat infolge der früheren ausgiebigen Negengüsse Unkraut auf, das die Entwicklung beeinträchtigte, aber infolge der neuerlich warmen Witterung konnte diesem Uebel begegnet werden.

Die Fut terrübe leidet ebenfalls unter der Trockenheit, wenn- glei sie genug Widerstandsfähigkeit bezeugt. Wenn daher binnen kurzem Regen eintreten würde, wäre auch hier ein gutes Erträgnis zu erwarten.

Künstlihes Futter litt ebenfalls stark unter der Trockenheit. Die He uernte befriedigt ebenfalls und ist bereits eingeheimst, wobei nh eine gute Qualität ergab. Weiden stehen größtenteils voll- fommen kahl, so daß schon jeßt gefüttert werden muß.

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_ Der Weinstock wurde von der Trockenheit niht sehr be- einträchtigt. Er steht vielenorts Gu gut, und wenn es u Niedershlägen kommt, ist überall eine Mittelernte zu erwarten. Peronospora und Mehltau haben infolge der Trockenheit abgenommen.

er Obstertrag hat sich infolge der Trockenheit verringert. Am günstigsten stehen Nüsse; Aepfel und Birnen sind überwiegend mittel-

mäßig und die Pflaumen \{chwach. (Ungar. Telegr.-Korr.-Bur.)

Saatenstand, Ernteaussi®Gten und Getreidehandel in Serbien.

Der Kaiserlihe Konsul in Belgrad berichtet unterm 24. d. M. : Die anhaltende Dürre in der ersten Hälfte des Monats Juli hat, wie ih nunmehr zeigt, eher günstig als {hädlich auf den Saaten- stand in Serbien eingewirkt. Cs gilt dies allgemein von den Getretdefeldern. Namentlich günstig war diese Witterung für das Einbringen ter Gerste, die denn au in diesem Jahre eine vorzüg- lihe Körnerbildung aufweist. Da auch der Ertrag hinsichtlich der Menge bei dieser Fruchtgattung reihlich ist, so kann man die dies- jährige Gersienernte hier als sehr gut bezeichnen. Das Erdreich'hat von früher her noch genügend Feuchtigkeit, und es ist bisher noch kein Grund zu Befürchtungen wegen der Entwicklung der Kulturen vorhanden. Auch vom Weizen liegen bereits. genügend Druschproben vor, sodaß man ein ziemlih sicheres Urteil über die zu gewärtigende Ernte fällen kann: man ist bei dem Weizen ebenfalls sowohl mit der Menge als mit der Beschaffenheit sehr zufrieden. Die Getreideernte ist gegenwärtig in vollem Zuge. Nur bei dem Mais und den anderen Hackfrüchten (Gemüse, Zuckerrüben, Kartoffeln usw.) würde Regen bald nôtig sein, weil diese Pflanzen noch nicht vollständig ausgewachsen sind; ein empfindlihes Zurükbleiben dieser Kulturen ist jedoch bisher nicht zu beklagen. Die Heuernte haite günstige Witterung und brachte einen sehr guten Ertrag.

Den Berichten der staatlichen Oekonomen zufolge verspricht die Obsternte in qualitativer Hinsicht ein vorzüglihes Ergebnis, namentlich bei den Pflaumen; man hofft daher, daß hierdurch wenigstens etwas der Ausfall wettgemaht werden wird, mit dem infolge der zu erwartenden geringen Menge bestimmt zu renen ist.

Die Weingärten weisen fast überall einen vorgeschrittenen Stand auf. Im großen und ganzen bemerkt man von Jahr zu Jahr ein Zurückgehen der Verseuhung dur Peronospora und ODidium durch Anwendung zeitgemäßer Abwehrmittel, doch sind noch immer manche Weinçärten vorhanden, die wegen der Verseuhung nur wenig Frucht tragen und keinen Nußen abwerfen.

Die Getreidepreise sind gegenwärtig in Belgrad: Weizen: 16,00—16,60; Roggen: 11,00; Gerste: 12,00; Hafer: 12,50 bis 12,90 Dinar für 1 dz.

Verkehrswesen.

Die Amtliche Auskunftstelle ter Könialih Bayerishen Staats- eisenbahnen im Internationalen öffentlichen Verkehrsbureau in Berlin teilt mit, daß am 14. August d. J. die neugebaute, für den Reife- verfebhr bedeutsame Bahn Schliersee-Bayrischzell teilweise bis zur Station Fishbahau in Betrieb genommen wird. Der Neft der Strecke gelangt voraussih1lich am 1. Oktober d. J. zur Eröffnung. Diese Bahn erschließt ein landschaftlih hervorragend s{ônes Gebiet und erleichtert wesentlih die Besteigung der Hochwarten ter Schlier-

seer Alpenwelt. Theater und Musik.

Neues Königliches Operntheater.

Als einziae Neuheit führte gestern die Hagin-Dper die zweltaktige Oper „Der Musikant“ von Sulius Bittner auf. Der Erfolg war mäßig, da die Schwächen des Werks, sowohl dichterister wie musikalis{er Art, allzudeutlih zutage traten. Auf beiden Gebieten, auf dem dichterishen wie auf tem musikalischen, erwies si{ch ihr Verfasser nur als begabter Dilettant, dem die Kraft, das Gewollte zu gestalten, mangelt. Durch Dehnungen und lustigfein- sollende Episoden \treckt er die Handlung, eine rührsame Ent- führungsgeschichte, die kaum für einen Akt zulangt, auf zwei; in der Musik verfällt er, wo er komish und volfstümlih wirken will, ins Triviale, wo er ernst wird, ins Schwülstig-pathetishe. Am besten gelungen sind einige lyrisde Episoden und eîn Lied, das fn ter Oper eine bedeutsame Nolle spielt, das zu des Komponisten Ehre sei das angenommen bewußt die s{lidte Form unserer ersten deutschen Kunstlieder nahahmt. Die Aufführung nahm fich des Werkes mit aller Liebe an. Der musikalishe Leiter Herr Selberg vermochte aker niht zu verhindern, daß das Orchester zumeist zu laut spielte und Wort und Sinn der Vorgänge auf der Bühne zeitweilig völlig in seinen Tonfluten ertränkte. Unter den Mitwirkenden ist besonders der Inhaber der Titelpartie Herr Nöséner hervorzuheben, der fih im Besitz einer mühelos strahlenden Tenorstimme von guter Kultur zeigte. Ihm {lossen sih die Herren Svanfeldt, vom Scheidt, Aschner, Nenner, Koß und Albert mit guten Leistungen an. Die weiblichen Partien wurden von zwei Gästen, den Damen Jovanovi& und Kleinert, gesungen, von denen namentlich die erstere durch ihre wohlgebildete Sopranstimme auffiel. Der Direktor Hagin hatte tas Werk stimmungêvoll in Szene geseht.

In der Hagin-Oper im Neuen Königlihen Dpern- theater geht morgen abend im „Ning des Nibelungen“ der 2. Tag „Sieafried®“ zu ermäßigten Preisen in Szene, und am Mittwoch {ließt „Götterdämmerung“ die Gesamtauführung. Am Donnerstag beginnt dann das bereits angekündigte Gastspiel von Emmy Destinn als Elsa in „Lobengrin" ; die Titelpartie wird Herr Decker vom Hof- theater in Mannheim singen.

Die unter dem Protektorate Seirer Hoheit des Herzogs Georg von Sadsen-Meiningen stehende Deutsche Brahmsgesellschaft veranstaliet das 11. Deutsche Brahmsfest vom 29. Mai bis 3. Juni 1912 in Wiesbaden. Dle Leitung des Festes ruht wie bei dem ersten Brahmsfeste in München in den Händen des General- musikdirektors Fri Steinbach.

Maunigfaltiges.

Karthaus, 30. Juli. (W. T. B.) Das Dorf Jamen j Kreise Karthaus wurde dur eine verheerende Feuersbrunst fg vollständig eingeäschert. Auch Vieh ist verbrannt. Steh geblieben find die beiden Schulen, das Gasthaus und die Gebäu von zwei kleineren Besißern. Das Feuer ist zurückzuführen auf de Spielen kleiner Kinder mit Schwefelhölzern. Die Gebäude find zuy Teil nur mäßig, das Mobiliar ist fast durchweg gar nicht versichert.

Bres lau, 29. Juli. (W.T B) Amtlich wird gemeldet: Y infolge des Brandes des Holzlagerplaßes am Wiene Nordbahn hof die Einlagerung von Holz Gaeta unmögltch { ist die Annahme von Soli en bungen n Wagenladungen f Wien-Nvordbahnhof bis auf weitcres eingestellt worden.

_ Primfkenau, 31. Juli. (W. .T. B.) Gestern mittag bra ein großer Waldbrand aus, der über hundert Morgen dg Bunzlauer Forst und mehrere Morgen der Koßenauer For vernichtete.

Emmerich, 80, Juli W. VV) Der: Ballon „Pri Adolf“, der gestern abend in Bonn zu einer wissenschaftliche Fahrt für astronomishe Ortsbestimmung unter der Führung des Fabri! besigers Andernah-Beuel aufgesttegen war, mußte nah kaum vie slúndiger Fahrt wegen der Nähe des Zuidersees bei S teenderen i Holland niedergehen. Die Landung war bei der nächtliche Dunkelheit und dem her: \chenden Bebel außerordentli \chwterid Als wissenschastliher Beobachter machte Dr. Heimann. Bcchum di e Die Durchschuittsgeshwindigkcit war annähernd 50 k

ie Stunde.

“Pvreilassing, 29. Juli. (W. T. B.) Hier stießen heuß die vom Zuge 880 auf den Schnellzug B überzustellende Personenwagen mit großer Wucht auf den Schnellzug au sodaß der Meifende Konrad Fasold aus Berlin \{chwer, fün weitere Reisende leiht verleßt wurden. Materialscck;ade wurde nicht verursacht. Der Schrellzug erlitt eine halbslündig Vei spätung.

Schandau, 29. Juli. (W. T. B.) Auf einer Wanderung, di zahlreihe Mitglieder des XV. Turnertages durch die äh sisch Schweiz unternahmen, brach der Professor Fischer ausGreifen berg i. Pommern in der Nähe des Amselgrundes auf einer Anhöl plöglih zusammen. Er hatte diesen Weg gewählt, um eine shwierigeren zu vermeiden und befand sich daher allein. Ein Bauernsrau, die an dem Weg vorüberging, benachrichtigte mehrer Herren vom Ausschuß der deutschen Turnerschaft. Dieje eilten sofo an die Unfallstelle und riefen einen Arzt, der aber leider nur noch de infolge Hißschlags eingetretenen Tod feslstellen konnte.

Wien, 29. Iuli. (W. T. B.) Nach vierzehntägiger, imme steigender Hiße, die zahlreiche Todesfälle und Er krankungen durch Hißschlag verursacht hatte, ist heute nahmitta en a8 Hagel untecrmischter auégiebiger Gewitterregen ein getreten.

___ Paris, 29. Juli. (W. T. B.) Zwei Offiziere, die beut inNambouillet aufflogen, hielten im Verlaufe mehrerer Versuch eine drahtlose telegraphische Verbindung mit dem Ciffel

turm aufrecht. Die Militärbehörde nos: ferner an, daß miß

dem heutigen Tage die drahtlose telegraphische Verbindun zwischen Paris und Fes mit einer Statton in Dran gesicher sei. Weitere drahtlose Stationen follen im Innern Marokkos er rihtet werden.

Paris, 31. Juli (W. T B.). In der Nähe des Bahnhof Versailles wurde gestern nahmittag von bisher unbekannt ge bliebenen Vebeltätern eine Telegraphenstange mit Dynamit z Fall gebracht. Bei Yssigneaux (Departement Haute- Loire wurde in der vergangenen Nacht furz vor Ankunft eines Zuges ein großer Stein auf die Schienen der Sekundärbahn gelegß Der Lokomotivführer bemerkte jedoch das Hindernis und vermecht den Zug noch rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Bei Lorien wurden die Telephon- und Telegraphenleitungen zerstört weiche die Verbindurgen mit dem Depaitement Finistère herstellen.

Kopenhagen, 30. Juïi. (W.T. B.) Der unter der Führun| des Grafen von Moltke heute vormittag mit zwei Passagieren hie

aufgestiegene Ballon „Danmark“ ist, nahdem er von südlide|

Winden nordwärts über das Kattegat hinausgetrieben war. 1} Meile füdlich der Insel Hesselöen ins Meer gefallen. Voi

Hesselden ausgesandte Boote retteten die Balloninsassen un

nach längerer Zeit auch die Hülle des Aerostaten.

Saloniti, 29; Sul, (B, L. D): Me Nachforschungei nah dem Versteckl der Räuber dcs Ingenieurs Richte fonzentrieren sich zurzeit in der Gegend des griehishen Kloster Dionysios, das einige Wegstunden von Skala Katerinis entfernt liegt Bon allen Seiten werden Truppen zur Umzingelung der Räuber if

dieser Gegend herangezogen. Hamid Bey hat sih nach dem geß

nannten Kloster begeben, um persönli die Verfolgung zu leiten.

New York, 29. Juli. (W. T. B.) Wie aus Bangor i Staat Maine gemeldet wird, sind auf der Bangor—Aroostock Eisenbahn bei Grindîtone zwei mit Ausflüglern besetzte Züg zusammengestoßen. Fünfzehn Reisende sollen getötet ung mehr als zwanzig verle yt worden sein.

(Forisezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

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Glaube und Heimat. Die Tragödie eines Volkes. Mittwoch und folgende Tage:

Die lustigen Mittwoch und folgende Tage: Poluische

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Theater.

Neues Operntheater. Dienstag: Zu er- mäßiaten Preisen: Der Ning des Nibelungen. Bühnenfestspiel von Nichard Wagner. Zweiter Tag : Siegfried in drei Akten von Richard Wagner. Anfang 74 Uhr. '

Mittwoch: Zu ermäßigten Preisen: NRing-Zyklus 3. Tag: Götterdümmeruug.

Donnerstag: Lohengrin. (1. Gastspiel v. Emmy Destinn.)

Freitag: Der Musikant.

Sonnabend: Taunhäuser. (2. Gastspiel v. Emmy Deftinn.)

Sonntag: Die Meisterfinger von Nürnberg. (Gastspiel v. Marga Junker-Burchardt.)

M»ntaa: Lohengrin. (Gastspiel v. Marga Fiunkzer- Burchardt.)

Berliver Theater. Dienstag, Abends 8 Uhr: Bummelstudenten. Posse mit Gesang und Tanz in fünf Bildern nah E. Pohl und H. Wilkens. Mußk von Conradt.

\ Drei Akte von Karl Schönherr.

Donnerstag und Freitag: Glaube und Heimat.

Neues Schauspielhaus. Dienstag, Abends 8 Uhr: Ensemblegafstsptel des „Neuen Operetten- theaters": Die keusche Susanne. Operette in En von Georg Okonkowslky. Musik von Jean Gilbert.

Mittwoch und folgende Tage: Die keusche Susaune.

Komische Oper. Dienstag, Abends 8 Uhr: Gastspiel des Central-Theaters aus Dresden: Der

verbotene Nuf. Mittwoh und folgende Tage: Der verbotene

Kuß.

Schillertheater. Charlottenburg. Dienstag, Abends 8 Uhr: Der duukle Punkt. Lustspiel in drei Akten von Gustay Kadelburg und Rudolf Presber.

Mittwoch und folgende Tage: Der dunkle Punftt.

Nibelungen.

Lustspielhaus. (Friedrichstr. 236.) Dienstag, Abends 8,20 Uhr: Die dritte Eskadron. Schwank in drei Akten von Bernhard Buchbinder.

Mittwoch bis Freitag: Die dritte Eskadron.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Die goldene Schüsfel.

Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Wiedereröffnung : Neu einstudiert: Die Dame von Maxim. Schwank in drei Akten von Georges Feydeau. Deutsch von Benno Jacobsohn.

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedrichstr.) Dienstag, Abends 84 Uhr: Gostspiel des „Neuen Schauspielhauses“ : Das Priuzcheu. WUebes\hwank in 3 Akten von Nobert Misch.

Mittwoch und folgende Tage: Das Prinzchen.

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Dienstag, Abends s Uhr: Polnische Wirtschaft.

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Familienunachrichten.

Verlobt: Frl. Katharina Dzialas mit Hrn Leutnant Erich von Ferber (Breslau—(&leiwlh)- NVereh eltht: Hr. Leutnant (Frnst August Gra

von Hardenberg mit Frl. Gisela von Steinber(

(Schloß Brüggen, Hannover). S Geboren: EinSohn: Hrn. Oberleutnant Schul

(Neisse). Hrn. Pastor Pakt (Windehau!en be

Heringen, Helme). Hrn. Negierungsasse||or vos Kote (Berleburg). Eine Tochter: Hrn

Landgerihtsrat Rudolf Nudzinski (Charlo!tenburg Gestorben: Verw. Fr. Geheime Justizrat mm Lehnert, geb. Brandt (Berlin).

Verantwortlicher Redakteur: J, V.: Weber in Berlin. Verlag der Expedition (I. V.: Koye) in Berll Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Nerlagd Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32,

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zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen

Berlin, Moautag, den 31, Juli

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Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner.

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Verichte von deutschen Fruchtmärkten.

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Staatsanzeiger.

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19,80

19,71

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20,82 | 21,00 |

Außerdem wurden - am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher Schäßung verkaust Doppelzentner (Preis unbekannt)

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Mittwoch und folgende Tage: Bummelstudenten. A fragfurt a. O.

reifenhagen Kolberg - Köslin Breslau « Brieg Sagan «

j Schwank mit Gesang und Tanz in brei Akten von Theater des Westens. (Station: Zoologischer | Fraay und Okonkowsky, bearbeitet von J. Kren.

Lessingtheater. Mittwoch, Abends 8 Uhr: | Garten. Kantstraße 12.) Dienstag, Abends 8 Uhr: | Gesangstexte von Alfred Schönfeld, Musik von Wieterbeginn der Vorstellungen des „Lessingtheaters“ : Wiedereröffnung: Die lustigen Nibelungen. I, Gilbert.

(eins{ließlich Börsen-Beilage), (16843 und die Verzeichnisse, betreffend Aufkiüudigunl Schlesischer Pfaudbriefe.

15,50 16,40 1650| 220 1480 | 14,80 13,90 14,20 14,80 | 15,60 ins 15,00 15,00 15,30 15,30 | 16,80 16,80

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