1911 / 189 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

dem Amtsgericht in Harburg, Dr. Heinrichs aus Bitburg bei dem Amtsgericht in Boppard, Dr. Echte aus Uetersen bei dem Amtsgericht in Schenefeld und Dr. Köller aus Karls- hafen bei dem Amtsgericht in Delbrück, die Gerichtsassessoren Dr. Julius Jandorf bei dem Landgericht T in Berlin, osef Zumloh bei dem Landgericht in Münster, Wienke bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Beuthen i. O.-Schl., Dr. Werny bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Cöln, Dr. Bertermann und Kleine - Möllhoff bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Essen, Dr. Doß bei dem Amtsgericht in Arnswalde, Noters bei dem Amtsgericht in Kirchen, Sturm bei dem Amtsgericht in Niederlahnstein mit dem Wohnsiß in Oberlahnstein, Hammer bei dem Amts- gericht in Kaukehmen und Dr. Noch owicz bei dem Amtsgericht in Wreschen.

D U toatrichiarat Noth in Charlottenburg, der Amts- rihter Müller in Striegau, die Rechtsanwälte und Notare Geheimer Justizrat Berger in Breslau und Justizrat Friß Sche ff in Berlin sowie der Rechtsanwalt Dr. Leopold Schachtel in Berlin sind gestorben.

Ministerium der öffentlihen Arbeiten.

Verliehen sind: |

dem Regierungs- und Baurat Grund in Berlin die Stelle eines Mitglieds des Eisenbahnzentralamts in Berlin,

den Regierungsbaumeistern des Eisenbahnbaufachs Ahrons in Kattowiß die Stelle eines Mitglieds der Eisen- bahndirektion daselbst und Meßger die Stelle des Vorstands des Eisenbahnbetriebsamts 1 in Kattowiß,

dem Regierungsbaumeister des Maschinenbaufahs von Strenge die Stelle des Vorstands des Eisenbahnmaschinen- amts 1 in Breslau, 5

den Regierungsbaumeistern des Eisenbahnbaufachs Delvendahl in Landsberg (Warthe), Kriesel in Danzig- Langfuhr, Christfreund in Cöln und dem Regierungsbau- meister des Maschinenbaufahs Reiniß in Berlin etatsmäßige Stellen von Regierungsbaumeistern bei der Staatseisenbahn- verwaltung und

den Regierungsbaumeistern des Hochbaufahhs Lange in Marienwerder und Scherrer in Znin etatsmäßige Stellen als Regierungsbaumeister. -

Ministerium für Landwirtschaft, Domênen und Forsten.

Dem Rittergutsbesißer Keibel-Klein-Lu>kow und dem Stationshalter Landwirt Karl Schwarz zu Alt-Reeß ist die in Silber ausgeprägte Medaille. für Verdienst um die Vferdezudit verliehen worden.

Hauptverwaltung der Staats\chulden.

BDéeanutmachung.

Die Zinsscheine Reihe IIT Nr. 1 bis 20 zu den Schuldverschreibungen der preußischen konsolidierten 3prozentigen Staatsanleihe von 1891 über die iten für die zehn Jahre vom 1. Oktober 1911 bis 30. September 1921 nebst den Erneuerungsscheinen für die folgende Reihe werden

vom 1. September d. J. ab ausgereicht, und zwar

durch die Kontrolle der Staatspapiere in Berlin SW. 68, Oranienstraße 92/94,

durch die Königliche Seehandlung (Preußische Staatsbank) in Berlin W. 56, Markgrafenstraße 46 a,

durch die Preußische Zentralgenossenschaftskasse in Berlin C. 2, am Zeughause 2,

durch sämtliche preußische F EUGUn g um taset, Kreiskassen, S ocfagaen Zollkassen und hauptamtlih verwaltete

orstkassen,

dur<h sämtliche Reichsbankhaupt- und Reichsbankstellen und sämtlihe mit Kasseneinrihtung versehene Reichsbank- nebenstellen, sowie

durch diejenigen Oberpostkassen, an deren Sit sih keine Reichsbankanstalt befindet.

Formulare zu den Verzeichnissen, mit welchen die zur Ab- ein der neuen Zinsscheinreihe berehtigenden Erneuerungs- cheine (Anweisungen, Talons) den Ausreichungsstellen ein- zuliefern sind, werden von diesen unentgeltlih abgegeben.

Der Einreichung der Schuldverschreibungen bedarf es zur Erlangung der neuen Zinsscheine nur dann, wenn die Er- neuerungsscheine abhanden gekommen sind.

Berlin, den 5. August 1911.

Hauptverwaltung der Staatsschulden. von Bischoffshausen.

Vorlesungen und praktishe Uebungen an der Königlichen Tierärztlihen Hochschule zu Hannover. Winterhalbjahr 1911/1912.

Direktor, Geheimer Regierungsrat Dr. Dammann: Encyklopädie und Methodologie der Tferheilkunde, während der ersten beiden Semesterwochen tägli<h von 9—10 Uhr Vormittags. Diätetik Hygiene), Dienstag bis Donnerstag von 9—10 Uhr Vormittags, stündig. Die Tätigkeit des beamteten Tierarztes, Freitag von 9—10 Uhr Vormittags, 1 stündig. Hygienische und seuchenklinische Uebungen und Demonstrationen, Sonnabend von 9—10 Uhr Vor- mittags, 1 stündig. _Vebungen im Anfertigen von Berichten.

Geheimer Regierungsrat, Professor Dr. Kaiser: Exterieur des Pferdes und der übrigen Arbeitsticere, Montag von 4—6 Uhr Nach- mittags, 2stündig. Tierzuchtlehre und Gestütskunde, Dienstag von 3—5 Uhr Nachmittags und Mittwo<h von 4—5 Uhr Nachmittags, 3stündig. Vie Beurteilung der Futtermittel nebst Uebungen - in derselben, Donnerstag von 4—5 Ühr Nachmittags, 1 stündig. Bujatrik, Arta von 4—5 Uhr Nachmittags, 1 stündig. Ambulatoriïche Klinik.

Geheimer Regierungsrat , Professor Dr. Tereg: Phy tologie TI, Montag bis Donnerstag von 12—1 Uhr Mittags, 4stündig. Physiologishe Chemie, Freitag und Sonnabend von 12—1 Uhr Mittags, 2 stündig.

Professor Dr. Arnold: Anorganische Chemie, von 1—2 Uhr Nachmittags, 6 stündig.

Prosesor Boether: Anatomie der Haustiere, Montag, Diens-

und Mittwoh von 9—10 Uhr Vormittags und von 12—1 Uhr

ttágs, Donnerstag, Freitag und Sonnabend von 12—1 Uhr Mittags, in der ersten Semesterhälfte 9 stündig, in der zweiten Sémestechälfte 6 stündig. Anatomische Uebungen, tägli Vor- mittags von 9—12 Uhr.

Professor Dr, Malkmus: Spezielle Pathologie und Therapie, Y von 8—9 Uhr Vormittags, is, Propädeutische Klinik

d Spitalklinik für große Haustiere (Medizinische Klinik), täglich Vormittags von 10—12 Uhr.

Professor Fri>: Theorie des Hufbeshlages, Sonnabend von 9—10 Uhr Vormittags, 1 stündig. Spezielle Chirurgie, Montag von 9—10 Uhr Vormittags, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 12—1 Uhr Viittags, 4 stündig. Propädeutishe Klinik und Spital- kflinik für Argße R Stlere (Chirurgische Klinik), tägli<h Vormittags von 10—12 Uhr. Operationsübungen, Montag und Mittwoch von 2—4 Uhr Nachmittags, 4 stündig. j |

P Dr. Nievel: Fleishbes<hau mit Demonstrationen, Montag, Mittwoch und Sonnabend von 12— 1 Uhr Mittags, 3 stündig. Spezielle pathologishe Anatomie, Montag, Dienstag und Don- nerstag bis Sonnabend von 1—2 Nachmittags 5 stündig. Milch und Milchkontrolle, Mittwo<h von 1—2 Uhr Nachmittags, 1 stündig. Pathologish-anatomische Demonstrationen, je nah Material. Obduktionen, täglich, je nah vorhandenem Material.

Professor Dr. Künnemann: Arzneimittellehre (Pharmakognosie und Pharmakodynamik), Dienstag, Mittwoh und Donnerstag von 8—9 Uhr Vormittags und Freitag von 4—5 Uhr Nachmittags, 4 stündig. Spitalklinik für kleine Haustiere, tägli<h Vormittags von Lo, Uhr. L N 5—6 Uhr NaGmitt

rosessor Haeseler: Physik, Montag von 5—6 Uhr Nachmittags und Diego W Freita N 6—7 Uhr Nachmittags, 5 stündig. Physikalische Uebungen, Früitaa von 7—8 Uhr Nachmittags, 1 stündig.

rofessor Dr. Otte. Ueber das Wesen und die Bekämpfung der Geschlehtskrankheiten des Menschen und sonstige hygienische Fragen, Montag von 4—b Uhr Nachmittags, 1 stündig. |

Professor Dr. U de: Zoologie, Montag von 6—7 Uhr Nachmittags und Dienstag bis Freitag von 5—6 Uhr Nachmittags, d stündig.

Dbertierarzt Ko <: Fleis<beshaukurse auf dem hiesigen Schlacht- hofe, jeder Kursus von 3 wöchiger Dauer. E i

Prosektor Dr. Herbig: AnätamisGes NRepetitorium, Montag bis Donnerstag von 5—6 Uhr Nachmittags, 4stündig. ,

Nepetitor Gläßer: Nepetitorium der pathologishen Anatomie, Freitag von 3—4 Uhr Nachmittags, Lo ; |

Repetitor Dr. Wolff: Chemische Repetitorien, Mittwoch bis Freitag von 5—6 Uhr Nachmittags, 3 stündig. /

MNepetitor Lorsheid: Uebungen in der chemischen und mikro- skopischen Diagnostik, Donnerstag von 3—4 Uhr Nachmittags, 1 stündig.

Dr. Gerke: Die Drogen und Chemikalien des Deutschen Arzneibuhes, Dienstag und Donnerstag von 4—5 Uhr Nachmittags, E Pharmazeutishe Uebungen, tägli<h Vormittags von

7: * NRepetitor Dr. Tang: Nepetitorium der Chirurgie, Dienstag von 3—4 Uhr Nachmittags, 1 stündig. E

Zur Aufnahme als Studicrender ist die volle Absolvierung eines Gymnasiums, eines Realgymnasiums oder einer Oberrealshule oder einer durch die Andige Zentralbehörde als gleihstehend anerkannten höberen Lhranstalt erforderlih. Der Nachweis ist dur Vorlegung des Neifezeugnisses einer der bezeihneten Schulen zu führen.

Ausländer können mit geringeren Vorkenntnissen aufgenommen werden, wenn sie die Zulassung zu den tierärztlichen Prüfungen in Deutschland nicht beanspruchen. 7

Nähere Auskunft erteilt auf Anfrage unter kostenfreier Zusendung des Programms

Hannovek, den 8. August 1911.

Die Direktion der Tierärztlihen Hochschule. Dr. Dammann.

Angekommen:

Seine Exzellenz der Unterstaatssekretär im Justizministerium, Wirkliche Geheime Rat Dr. Kün tel, vom Urlaub.

7 Wúhlamllicßes. Deutsches Reich. Preußen.

Cronberg, 12. August. Seine Majestät der Kaiser und König und Jhre Königlichen Hoheiten die Kron- prinzessin von Griechenland und die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen sind, „W. T. B.“ zufolge, gestern aus Mainz hier eingetroffen.

Württemberg. Die Zweite Kammer hat das Hauptfinarizgesez und das Etatsgeseß ur 1911/19, wie. C. V.“ melbet, mit 62 gegen 14 sozialdemokratishe Stimmen angenommen.

Defterrcich-Uugarn.

Jm ungarischen Abgeordnetenhause beantragte gestern der Graf Theodor Batthanyi mit Rücksicht darauf, daß eine Krise im Kriegsministerium ausgebrochen sei und der Kriegsminister demissionieren würde, die Vertagung der Ver- handlung über die Wehrvorlage. Der Ministerpräsident Graf Khuen-Hedervary erwiderte laut Bericht des „W. T. B.“ : selbst wenn die Demission in beglaubigter Form vorläge, wäre kein Grund zu einer Vertagung vorhanden, da die ungarische Regierung für die Vorlage verantwortlich sei. Der Antrag Batthanyi wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

Groftbritanuien und ‘Frland.

Jn der gestrigen Sizung des Unterhauses erklärte der Ge- neralpostmeister Samuel in Beantwortung einer Anfrage wegen des Streiks, daß die Regierung alle Maßnahmen ergriffen habe, um die Lebensmittelversorgung Londons für alle Fälle zu sichern.

iFraukrxeich.

Die Einleitung zu dem französish-amerikanischen

Vertrag enthält, wie „W. T. B.“ meldet, den Entschluß der beiden Regierungen, an Stelle eines beschränkten Schieds- gerihisvertrags einen allgemeinen Schieds8gerichts- vertrag zu segen. „Artikel 1 bestimmt, daß alle Streitigkeiten, die niht auf diplomatischein Wege geregelt werden können, dem Sciedegerihtähof itr oder einem anderen Schiedsgerichtéhof unterbreitet werden ouen,.

Artikel 2 sieht die Einseßung einer gemis<ten Üntersuchungs- kommission vor. Die Streitigkeiten werden dicser Kommissicn über- wiesen, bevor sie dem Schiedsgerichtshof unterbreitet werden. Die Kommission seyt sich aus Angehörigen beider Parteien zusammen.

„Art i kel 3 umschreibt die Nole, die der gemischten Kommission zufällt. Sie prüft die ihr überwiesenen Fragen und erstattet Bericht.

„Die Artikel 4 und 5 beziehen \si< auf die Vollmachten und die Tätigkeit der Kommission.

Niederlande.

Ein amtliches Communiqué besagt, paß, während die Ver- handlungen zwischen Portugal und den Niederlanden im Gange waren, zwischen den portugiesishen und nieder- ländishen Truppen auf der Jnsel Timor ein Schar-

müßel stattgefunden habe, wobei drei -ein giesishe Soldaten getötet und ein Offizier u offiziere von den Holländern gefangen genommen Der Generalgouverneur von Niederländisch - W dem Gouverneur von Portugiesish-Timor. sein den Tod der Soldaten ausgesprochen und die Gefangenen angeordnet.

geborene portu: wei Unter- worden seien, estindien habe Bedauern übey &reilassung der

Nach einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ frühere Schah in Barfrush, hundert Meilen Teheran, eingetroffen.

i „St. Petersbur Astrabad vom 10. d. M. melde Reschid es S1

nördlich von

ger Telegraphenagentur“ qug , hat ein Teil der Abteilung 1ltans, eines Anhängers des das vier Tagemärsche von Teheran entfernte Einer Meldung der ,„, 12. d. M. zufolge ist es bei Firusk Kampf zwischen der Vorhut Reschid es Sultan gekommen, wurden. Reschid es Sultan selbst wurde fangen genommen.

heren Schahs, Semnan ein- Morning Post“ vom uh zum einem der Bachtiare Truppen zerstreut verwundet und ge-

genommen.

Nach Meldungen der „Agence $ Truppen Aiïn Galakka die französische

vavas“ haben türkis<e Hiergegen hat ellungen er- daß diejes Vorgehen phäre dem Uebereinkommen vom und keineswegs

in Borku besegt. Negierung bei der türkischen Vo hoben, in denen darauf hingewiesen wir in einer französischen Einfluß 1899 zuwiderlaufe Tatsache werden dürfe, türkischen Kommission im Herbst die Bestimmung der Sahara-Grenze von irgend wel sein könnte.

eine vollendete der von einer französisch- ses Jahres vorzunehmenden

em Gewicht

Statistik und Volkswirtschaft.

Die Ergebnisse der Produktio Salinen Deuts Von ten vom Neichsrat des crhebungen in der deuts tungéindustite liegen nunmebr en für die Jahre 1908 und 1909 im Dru> vor. genauen Einbli> in die wirtschaftliche Salinen zu erhalten, nah der Men Mineralsalzes und nach Kochsalzes gefragt

tonéerhebungen über die <lands für die Jahre 1908 und 1909.

: Innern veranstalteten Produktions- <en Montan-, Hütten- und Metallverarbe!- bezüglih der

Bedeutung der hat das Reichsamt des Innern nicht l: ge des zur Auflösung oder als Einwurf verbrauchten der Menge und dem Werte des gewonnenen , sondern es sind ermittelt worden: Gesamtrohsalzgehalt der verbrauchten Sole, 2) VYèen Stein-, Siede- und fonstigen aus wässerigen L Salzes als Einwurf, 3) Yenge und Weit a. de falzes, getrennt nach Speisesalz, Viebsalz und V Gewerbesalz, þÞ.

1) Menge und enge und Wert des ösungen gewonncnen s bergestellten Siede- \ iehsal;le>steinen sowie des gewonnenen Psannsteins und sonstigen Abfali- der verwerteten rohen Mutterlauge, l (kondensierten) 4) Wert der auf Nehnung der Salinen Von den Berufêgenossen\{< 67 Betriebe für das Jahr 1908 und mitgeteilt worden, Vom Kaiserlichen Statistischen triebe ermittelt, die Kochsalz a1 darunter befinden si< aber Fabriken, stellen (4. B. Glyzerinfabriken, kamen für die Erhebung des Die Zahl der in ten Salinen gewesenen, berufs jonen betrug im Ja gegen 3849 bezw. 3760 nah ten EAnzaben Die böhetien Zahlen der gegenw daher, daß darin,

Mutterlauge verwendeten Vergällungs- aften sind der RNetchsregierung 63 Betriebe für das Jahr 1909 gebogen beantwortet haben, Amt wurden für beide Jahre 77 Be- seriger Lösung gewonnen haben; die Salz im Nebenbetriebe ber- Salpeterfabriken usw.). Diese Fabriken amts des Innern ni<t in Frage. dur<hs<nittli< beschäftigt versicherten

eingedi>ten (Batesalz),

die sämtlih die Fra

enossens<haftli< re 1908: 4052 und im Jahre 1909: 3940 i des Statistischen Amts. ärtigen Erhcbung rühren zum Teil um eine Uebereinstimmung mit der Knappschaftsberufegencssenschaft v herbeizuführen,

den Angaben

Betriebsbeamten Diensteinkommen Statistischen daß von einigen nur die Arbeiter

Amts fehlen. Andererseits beruhen sie darauf, Salinen dem Statistishen Amte Salinenbetriebe, d. h. die bei den Sietepfannen bes wesenen Personen, angegeben wurden, bei ter E amts des Innern dagegen die

häftigt ge- den, | Erhebung des Yeichä- lämtlihen iun der Saline tätig:n

Die Löhne und Gehälter stellten si< im Jahre 1908 auf 4,711 Millionen und im Jahre 1909 auf 4,741 Millionen M in Durchschnittslohn von 1163 6 im Jahre 1908 und von 1203 X im Jahre 1909 ergibt.

Der Verbrau 3124917 cbm mit im Jahre 1909 auf 3 058 854 chm m

woraus sich ein

< von Sole belief si< im Jahre 1908 auf alzgehalt von 712 900 & und it einem Gefamtiohsfalzgehalt hterna<h bere<hnet ih der Nohsfalzgehalt im 22,8 9/0 und im Jahre 1909 auf 22,5 9/ auf 1 cbm. alzgehalt der Sole ist in den einzelnen Wirt!chaftsgebieten rfchi ; _am geringsten ist er mit je 2,0% im mittelrbeinis{- fränkischen Salinenbezirk, der die Bädersalinen Kissingen, Bad Nauheim, Kreuzna<, Münster a. Stein und Dürkheim umfa sifälish - westhannoversh-n Saltnenbezirk, am v. 31,29% im badis<h-\{wäbishen und tim ober- i norddeutschen Sole ist so angegeben worden, wie sie aus dem Wurde die Sole vor dem Sieden Sole na< Menge und Nohsalzgehalt

eincm Gesamtrohs\

689 068 t; Jahre 1908 auf

ßt, und mit 7,4 bezw. 7,7 9% höchsten mit 31,1 bez bayeris<hen S Salinenbezirk. Bohrloche gewonnen gradiert, so ist die ungradierte aufgeführt worden.

alinenbeztrk

er die in der Saline zur Herslellung von Salz hen zum Teil auf Schäßung, weil eine berall stattgefunden hat.

glih Steinsalz, und zwar 1908: 16 273t 12155 t im Werte von Der Durchs nittswert für 1 1 mit auf 9,6 bezw. 92 M.

An Siedesa lz wurden im Jahre 1908: 649756 t im Werte bon 19,524 Mill. Mak und im Jahre 1209: 634 399 t im Werte von 19,273 Mill. Mark hergestellt. berehnet sih demna<h im Jahre 190 auf 30,88 4.

Von der hergestellten Siedesalzmenge entfallen

verbrauhte Solemenge beru Messung der Sole nicht ü

Als Einwurf ist ledi im Werte von 156 336 111592 M, verbrau<t worden. Steinsalz stellt s< so

Der Preis für 1 t Siedefalz 8 auf 30,05 4 und im Jahre 1909

12 aur Speisesalz . . Viehsalz und Vie

Gewerbesalz . . ;

Nach den Erhebun der Salinen an Siedes 18,446 Mill. Mark betragen. Innern weist somit mehr nach.

ih dadur,

gen des Statistishèn Amts hat die Erzeugung alz im Jahre 1909: 632 019 t im Werte von C Die Erhebung des Reichsamts des | 2380 t = 0,4% und 827000 # = 4,39% Die höheren Werte der gegenwärtigen Erhebung erklären Gliederung der Frage nah der Erzeu lz, Viehsalz und Vichsalzle>steinen < die in den Erläuterungen gegebenen Be- Ermittlung der Werte diese mit größerer

l daß durch die unterschieden nah Speisesa Gewerbesalz, und dur stimmungen

Sorgfalt festgestellt worden find, während bei der bisherigen Erhebung der Wertermittlung vielfa<h nur ein allgemeiner Durchschnittswert zu Grunde gelegt wurde.

An Pfannstein und sonstigem, Abfallsalz wurden im ahre 1908 : 6295 t im Werte von 58 000. 6 und im Fahre 1909: 6022 t im Werte von 55 000 4 gewonnen; hiernah berechnet sich der Dur<hschnittswert auf 9,2 bezw. 9,1 H für 1 t.

An roher Mutterlauge wurden 1908: 6517 cbm im Werte von 61 700 M und 1909: 6556 cbm im Werte von 60 300 # ver- wertet. Darin ist diejenige Mutterlauge nicht enthalten, die in der Saline selbst eingedi>t wurde. An eingedi>ter (kondensierter) Mutterlauge (Badesalz) sind 1292 t ta Werte von 85 100 6 im Sahre 1908 und 1283 t im Werte von 92 000 46 im Jahre 1909 her- gestellt worden. Liese Angaben umfassen auch den von etnigen Salinen als Badesalz vermendeten stark mutterlaugehaltigen Salzrest , der nah Auszug des Speisesalzes in der Lan zurü>geblieben ist. Der OUT Sf Pa ttamert für 1 cbm rohe Mutterlauge berechnet sih hiernach auf 9,5 bezw. 9,2 /6 und der für 1 t eingedi>te PVèutter- lauge auf 65,9 bezw. 71,7 46. Die Werte sind in den einzelnen Be- zirken ret verschieden. Weitaus die höchsten Werte weist der mittel- rheinish-fränkishe Salinenbezir® auf, der die oben angegebenen Bäder- salinen umfaßt. :

Der Wert der auf Ne<hnung der Salinen verwendeten Ver- gällungsmittel betrug im Jahre 1908: 104 774 46 und im Jahre 1909: 113 675 A.

Zur Arbeiterbewegung.

Vom Gesamtverband Deutscher Metallindustrieller wird geschrieben: Das Kartell der sächsishen Bez irks- verbände des Gesamtverbandes Deutscher Metallindustrieller macht bekannt, daß es am 3. August einstimmig beschlossen hat, _am 26. August 60 v. H der Gesamtbkelegschafien der kartellierten Verbände Chemniy, Leipzig, Dresden aué zusperren, falls nicht bis zum 23. August die in Leipzig ausständige Metallarbeiters<haft von ihrem Standpunkt abgegangen ist, daß über die etngereihten Forderungen nux mit den Organen des Deutschen Metallarbeiterverbandes verhandelt werden kann, und falls ni<t bis zum 23. August im Wege direkter Ver- handlungen zwischen den beteiligten Firmen und ihren Arbeitern eine Einigung über die eingereihten Forderungen zustande gekommen ist (vgl. Nr. 187 d. Bl.).

In Schöningen wurde, wie die „Schöninger Zeitung“ meldet, in einer Donnerétagabend abgehaltenen Bezirkskonferenz der litten Bergarbeiter, an der au der Generalsekretär Steger aus Essen und mehrere Bezirkszleiter teilnahmen, mit 35 gegen 9 Stimmen be- {lossen, den Streik im Helmstedter Braunkohlenrevier abzubrechen. Dieser Beshluß wurde heute den Arbeitern in einer Versammlung bekannt gegeben. Damit ist der fast neun Wochen währende Streik, ohne daß die Arbeiter einen Erfolg gehabt hätten, beendet.

In den kleineren und mittleren bayeris<hen Maschinen- fabriken ift, dortigen Blättern zafolge, ein Lohnkampf ausgebrocen. Die Arbeiter verlangen sogenannte Einstellöhne; in München wurden Verhandlungen vor dem Cinigungsamt angebahnt, die sich jedo zer- schlagen haben Die Fabrikanten haben \i< solidaris< erklärt und werden auf den Auéstand mit einer allgemeinen Aussperrung ant- worten. Es kommen ungefähr 1000 Metallarbeiter in Betracht.

Der Ausêstand der Auslader in London ist, wie v, Q Be meldet, beigelegt worden. Damit tst- das letzte Hindernis einer end- gültigen Schlichtung der Arbeitss\treitigkeiten beseitigt. Die den Aus- ladern zugebilligte Lohnerhöhung beträgt 25 9/9; außerdem ist ihre Arbeitezeit von 12 auf 10 Stunden kberabgeseßzt worden. Dbwohl der Streik beigelegt is, \ind seine Wirkungen no< zu spüren. Viele Fabriken im Stadtteil Bermondsey ruhen, und es herrscht Not unter der Bevölkerung. Tausende von Handshuhmachern, Marmeladensiedern und _Leder- arbeitern sind untätig Die Lage auf der Paddingtonstation ist unverändert. Andererseits nimmt das Geschäft auf dem Fleischmarkt von Smithfield wieder normalen Charakter an. Jn Liverpool wurden gestern abend bei Streikunruhen mehrfa< Ziegel- steine geworfen und Läden geplündert, worauf die Polizei mit ihren Knütteln gegen die Nuhesiörer vorging. Mehrere Per- S verleßt; gegen Mittecnaht war die Ruhe wieder- ergestellt.

(Weitere „Statistise Nachrichten“ \. i. d. Ersten Beilage.)

Literatur.

Das Genossenschaftswesen in Deutschland. Von Pro- fessor Dr. W. Wygodzinski. VIl und 287 Seiten. Leipzig, Verlag von B. G. Teubner. Geh. 6 4. Für die Wirtschafts- verfassung der Gegenwart ist kaum eine Erscheinung <harakteristischer als das Vordringen des genossenschaitlihen Betriebes gegenüber der Einzelunternehmung; denn - der Großbetrieb erfordert eine so weit- gehende Zusammenfassung von Kapital und geistigen Potenzen, von wirtschaftliher Macht und tehnis<em Wissen, daß die Kollektivunter- nehmung mehr und mehr die einzige Form ist, in der er sich wirksam realisieren läßt. Nachdem diese Sachlage bereits eine reihe Literatur über den Gegenstand ins Leben gerufen hat, die fast ausschließli< aus dem Kreise der Interessenten hervorgegangen ist, gibt der Verfasser des hier angezeigten Werkes eine objektive Darstellung des ganzes Gebietes. Nach einem Veberbli> über die geshihtlicze Entwi>klung des _ Genossenschaftswesens, das erade in Deutschland seine stärksten und tiefsten Wurzeln at, folgt eine eingehende Schilderung der organisatorish- tehnishen Struktur der verschiedenen Genossenschaftsformen, der Einzelgenossenshaft und des genossenschaftlihen Ver- bandes. Daran {ließt \si< «ine Darstellung der wirtschaftlichen Betätigung der Genossenschaften, und zwar der verschiedenen Arten von Kredit-, Konsum- und Fed SonagenolsemtMalter Den Sthluß bildet ein interessanter Ausbli> auf die Zukunft des Genossenschafts- wesens, dessen Wichtigkeit für unser wirtschaftliches Leben in steter Zunahme begriffen ist. Die Daritellung ist fesselnd und allgemein verständlih, und da stets der Gesichtspunkt der allzemetien wirt- scaftlihen Bedeutung innerhalb der gegenwärtigen Zustände Deutsch- lands in den Vordergrund gestellt- ist, darf das Werk wohl des Dereies weitester sozial- und wirtschaftspolitis< beteiligter Kreise icher sein.

Jahrbuch der Bodenreform. Vierteljahrshefte, heraus- gegeben von A. Damaschke. -V11. Band, 3. Heft. Verlag von Gustav Fischer, Jena. Preis des Bandes 5 4, des Einzelheftes 2 M. Im ersten Teile dieses Heftes veröffentliht der Geheime Justizrat, Professor an der Universität Berlin Dr. von Gierke Beiträge über „die preußishe Städteordnung von 1808 und ihre Nachfolgerinnen“. Der hervorragende Vertreter des deutschen Rechts begründet hier eingehend eine Reihe von Refor!nvorschlägen, die er bereits in einem am 16. Mai d. J. in der Vereinigung für staatêwissenschaftlihe Fortbildung zu Berlin gehaltenen Vortrage ge- macht hat. In einer Untersuhung über „S äuglingsfürsorge und Wohnungsfrage“ weist der Direktor des Cölner Kinderho'pitals und Professor für praktishe Medizin Dr. F. Siegert auf Grund etnes reihen Tatsachenmaterials na<, daß alle Ver- suche, die Säuglingssterblihkeit in unserem Volke einzudämmen, vergeblih bleiben müssen, wenn niht auf dem Gebicte der Boden- und Wohnungsreform Durchgreifendes geschieht. Geheimer Rat, Professor Dr. Wuttke von der Technishen Hochschule in Dresden zeigt aus der eigenen Erfahrung, wie wihtig und fruchtbar die Be- handlung der Bau- und Bodenprobleme an den te<nischen Hoch- schulen gestaltet werden kann. Besonderes Interesse wird in diesem Heft der Abschnitt „Dokumente der Bodenreform* erregen, da hier die juristishen Grundlagen der einzigen deutshen Gartenstadt, die bisher Erfolg hatte, der Gartenstadt Hellerau bei Dresden, niedergelegt find. Außerdem enthält tas Heft interessante kürzere Mitteilungen.

Laud- und Forstwirtschaft.

Ein- und Ausfuhr von Getreide und Kartoffeln in Antwerpen im Monat Juli 1911.

(Nach einem Bericht des Kaiserlichen Generalkonsuls in A ntweryen.)

Einfuhr:

aus Rußland Numänien

30910 dz

Argentinien

TTT00950 dz.

aus Deutschland . Argentinien . British-Indien

Rumänien

den Vereinigten Nordamerika.

Australien .

i Staaten von

den Niederlanden Frankreich .

Großbritannien ; /

1940500 dz. aus Britis<-Indien . 48710 dz Numänien

den Niederlanden der Türkei Argentinien .

aus Nußland

den Vereinigten Staate Nordamerika . den Niederlanden

Argentinien

aus Deutschland .

den Vereinigten

l Staaten von Nordamerika. ;

den Niederlanden :

Großbritannien . : den portugiesishen B an der ostafrikanishen Küste

Kartoffeln: aus Deutschland .

den Niederlanden

Ausfuhr:

nah Deutschland. den Niederlanden

270 10'000" Qik:

na< Deutschland . 279 840 dz den Niederlanden Großbritannien . 312 640 dz. na<h Deutschland . den Niederlanden

dem Congo

Hafer: nichts.

nah Deutschland . 17100 dz

den Niederlanden

68 070 dz.

Kartoffeln: na< Großbritannien .

dem Congo

Saatenstand, Getreideernte und Rosensölernte in Bulgarien.

Das Kaiserliche Konsulat in Sofia berichtet unterm 6. d. M. : Troß des Schadens, der den Saat?e“ in Bu Tagen des Monats Juni durch Unwetter, zugefügt worden war und der nah amtlicher Feststellung auf über 9 Millionen Franken beziffert wird, ist der gegenwärtige Stand zufriedenstellend.

Die Ernte

' garien in den leßten Hagel und Uebers{wemmung

allgemeinen

sehr förderlich der Wintersaaten konnte unter günstigen Bedingungen zu Ende ge- führt werden und gegen Schluß des Berichtsmonats hat man bereits überall mit dem Drush begonnen. Die Qualität des diesjährigen Getreides soll vorzüglich sein. Auch die Frühjahrssaaten befinden fi in sehr guter Verfassung. Jn einigen Gegenden hat man bereits mit Sommergerste

Der Stand

des Getreides

des Hafers

der Neisfelder Philippopeler und Tatar- Pazardjiker Bezirke ist au in den von der Üebers<hwemmung betroffenen Gegenden durchaus befriedigend. Ebenso läßt der Stand der Tabakfelder ni<ts zu wünschen übrig. In den Bezirken Harmanli, Haskowo und Tatar-Pazardjik hat man bereits mit der Ernte der Tabokblättec begonnen. haben Früchte in rci<hem Maße angeseßt. In Wallnüssen re<net man auf einen besonders reichen

Die Rosenernte hat im Durch auf den Hektar ergeben. Im Philippopeler Bezirk (Kreise: Karlovo, hilippopel, Peschtera, Panagurischte), wel<er 3987 Rosengärten be- ißt, rehnet man auf etwa 600 kg im Vorjahre.

dem Schnitt verspriht etne

Fast sämtlihe Obstarten Roatit 1500—2000 kg Blüten

für den Hektar Mehrertrag an Der Bezirk Stara Zagora (Kreise:

Stara und Nova Zagora) Blütenertrag Das in Kazanlik in diesem Jahre gewonnene

157-—158 000 Muskal (1 kg Oel hat 208 Mußékal) ges{äßt im Gegensaß zu etwa 200 000 Muskal im Vor- jahre. Zu einem Muskal Nosenöl sind dagegen in diesem Jahre nur 13—15 kg Rosfenblüten nötig gewesen, während man im Vorjahre zur Erzeugung derselben Menge Nosenöl 18—19 kg Blüten verwenden inußte. Der Preis der Blüten stellte sh zur Erntezeit auf 0,45 Fr. für das Kilogramm. Der Preis des ho< und beträgt 7—9,50 Fr. für den Muskal gegen 5—7,50 Fr. im

Zlüten als Kazanlik, Tschirpan,

zeihnen gehabt. Nosenöl wird auf

osenôls ist gegenwärtig sehr

Gefundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Oesterreich.

Die österreichische Negierung hat unterm 4. d. M. folgende Ver- ordnung erlassen: 5

Auf Grund des Artikels VIT des Zolltarifgeseßes vom 13. Fe- bruar 1906, N.-G.-Bl. Nr. 20, wird zur Verhütung der Einschleppung der Cholera die Ein- und Durchfuhr folgender Waren und Gegenstände aus den Provinzen Caserta, Neapel, Salerno und Palermo eins<hließli< der Häfen dieser Provinzen verboten, beziehungsweise bes<ränkt : i

1) Gebrauchte Leibwäsche, alte und getragene Kleidungéstücke (Gebrauchseffekien), gebrauhtes Bettzeug (gebrauchte Bettsedern). Werden diese Gegenstände als Reisegepä> oder infolge Wohnungs- wecsels befördert, Jo unterliegen sie den fallwetse geltenden besonderen Bestimmungen über sanitätspoltzeilihe Revision und Behandlung beim Grenzübertritte,

2) Hadern, Lumpen.

Von diesem Verbote sind ausgenommen:

a. Hadern und Lumpen, wel<he zusammengepreßt und in mit NAN zusammengebundenen Ballen als Großhandelswaren befördert werden ;

b. frishe Abfälle aus Spinnereien, Weberzien, Konfektions- O oder Bleichereien, Kunstwolle, Shoddy und Abfälle neuen

apiers.

Die Dur{hfuhr der unier 1 und 2 bezeihneten Waren und Gegen- stände ist jedo O wenn diese so verpa>t sind, daß eine Mani- pulation mit denselben unterwegs niht möglich ist.

Eine Desinfektion darf nur bei Waren und Gegenständen, welhe die örtlihe Sanitätsbehörde als verseucht ansieht, Anwendung finden.

Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Kundmachung in Kraft.

Frankret<.

Die Sanitätsbehörde in Dünkirchen hat unterm 8. d. M. folgende Mitteilung bekannt gema<t: Für die Herkünfte von Triest ist eine besonders sorgfältige Ueberwahung auszuüben. Wenn es die Umstände erfordern, wird diese Ueberwachung bis zur Forderung von Pässen und Gesundheitssheinen gehen, um die beste Möglichkeit zu geben, gegen Personen einzuschreiten, die, obwohl sie gehörig ge- warnt worden sind, versuchen, die eins{lägigen ministeriellen An- ordnungen zu umgehen oder zu verlegten.

Türkei.

Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel hat folgende Quarantäneverfügungen erlassen :

Die Herkünfte von Adalia, von Antivari, von Dul- cigno und von Odessa unterliegen einer ärztlichen Untersuchung bet der Ankunft im ersten türkischen Hafen, in welchem si ein Sanitäts- arzt befindet.

Die von Britis<-Indien und von Niederländis<- Indien über Aegypten und Syrien ankommenden Personen werden na< günstig verlaufener ärztlicher Untersuchung zum freien Verkehr zugelassen, wenn sie dartun können, daß sie keine Pilger {ind und daß ihnen in einem ägyptischen Hafen bereits der freie Verkehr zugestanden worden ist.

Die Herkünfte von Samsun unterliegen einer ärztlichen Untersuhung nebst Desinfektion. Diese Maßnahmen haben im Lazarett von Sinope oder im Lazarett von Monastir-Aghzy (Cavak) - exfolgen und dürfen einen Zeitraum von 24 Stunden nicht über-

reiten.

Die Herkünfte vom ganzen Golf von Smyrna, von Foglieri bis Vourla, diese beiden Häfen einge\<lossen, unterliegen einer 24stündigen Beobachtung nebst Desinfektion in einem Lazarett oder einer Sanitätsstation der Türkei.

(Weitere Nachrichten über Gesundheitswesen 2c. \. i. d. Ersten Beilage.)

Verdingungen.

(Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „Neihs- und Staats- anzeiger“ ausliegen, können in den He T R in dessen Expedition während der Dienststunden von 9 bis 3 Uhr eingesehen werden.)

Oesterrei<h-Ungarn.

28. August 1911, 12 Uhr. K. K. Staatsbahndirektion in Krakau. Ausführung von Wasserwerksaufseher - Türmen und Häuschen auf der Eisenbahnstation in Tarnów. Die Gesamtkosten betragen ungefähr 26 000 Kronen; die Arbeiten sollen am 30. No- vember 1911 beendet sein. i

1. September 1911, 10 Uhr. K. K. Staatsbahndirektion in Krakau. Lieferung eines Dampfkessels mit Wasserröhrensystem oder anderer Konstruktion mit einer A von mindestens 400 m, 2 Heizflähen und 11 Atmosphären Dru>. Näheres bei der genannten Direktion.

Norwegen.

25. August 1911, 3 Uhr. Norwegisße Staatsbahnen in Kristiania: Lieferung von einem eisernen Oberbau zu einer Brücke über den Fluß Laagen bei Talleraas, Gewicht ca. 141 t. Versiegelte Angebote mit der Aufschrift „Anbud paa leveranse av bro over Laagen ved Talleraas“ werden im Erpeditionsbureau der Eisenbahn- verwaltung in FKristiania, Jernbanetorvet 8/9, entgegengenommen. Bestimmungen, Bedingungen und 8 Zeichnungen im Bureau des Eisenbahndirektors ebendaselbst. Für die Zeichnungen find 0,50 Kronen für jede zu zahlen. Vertreter in Norwegen notwendig.

Theater und Mufik.

Im Königlihen Opernhause wird morgen, Sonntag, die neue Sptelzeit mit E. Humperdin>s Musikmärchen „Königs- kinder“, unter der musikalischen Leitung des Kapellmeisters Blech er- ffnet. Fräulein Clâäre Dux vom Opernhause in Cöln tritt mit der Nolle der Gänsemagd in den Verband der Königlichen Oper. Die Here singt Fräulein Ober. Herr Jadlowker, nun glei<falls dem Königlichen Institute angehörig. singt den Königssohn, Herr Bronêgeest den Spielmann. In den übrigen Rollen sind die Herren von Schwind, Lieban, Bachmann, Krasa, Schöffel sowie Tone Nothauser und Frau von Scheele-Müller beschäftigt. Am ontag wird „Der fliegende Holländer“ unter der musikalis{en Leitung des Kapellmeisters von Strauß und in folgender Beseßung egeben: Senta: Frau Kurt, Mary: Frau von Scheele-Müller, Holländer : Herr Bischoff, Daland: Herr Griswold, Erik: Herr Sommer, Steuer- mann: Herr Philipp.

Das Königliche Schauspielhaus eröffnet morgen, Sonn- tag, die neue Spielzeit mit einer Aufführung voa Gustav Frey- tags „Journalisten“, worin die Damen Arnstädt, Stein- fiel, Buße und Schramm fowie die Herren Keßler, Boettcher, Schroth, Werra>, Vallentin, Patry und Eichhol die Hauptrollen spielen. Am Montag geht , opf und Schwert“, Lustspiel von K. Gußkow, in Szene. Die Beseßung lautet: Friedri<h Wilhelm T.: Herr Patry, Königin: Frau uge, Prinzessin Wilhelmine: Fräulein Arnstädt, Erbprinz von Bayreuth : Herr Staegemann, Ritter Hotham: Herr Boettcher, Eversmann : Herr Eggeling. :

Die Hagin-Oper im Neuen Königlichen Operntheater \hließt am Dienstag ihre Spielzeit mit demselben Wagnerwerk, mit dem sie eröffnet wurde, mit den „Meistersingern von Nürnberg“. Morgen geht no< einmal „Lohengrin“ in Szene, mit Frau Junker- Burchardt als Elsa, und Montag „Carmen“, mit Fräulein von Martinowéska in der Titelpartie. „Carmen“ wird zu ermäßigten Preisen gegeben. i