1911 / 203 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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„Die Nixe vom Güldensee." Ein Märchen der Gegen- wart von Georg Hirschfeld. S. Schottlaenders Schlesische Ber- lagsanstalt, Berlin. Die alte Mär von der Wasserfrau, die den sterb- lien Mann liebt und in der Vereinigung mit ihm kein dauerndes Glü findet, weil sie ihre eigentliße Natur nicht zu verleugnen ver- mag, hat Georg Hirschfeld in seiner Nixe vom Güldensee ins moderne Leben verseßt. Er sucht dem in Volksmärchen und Sage {hon mehr- fach ansgestalteten Stoff es Beziehungen zur Gegenwart neue Seiten abzugewinnen. Der Verfasser bringt für seinen Vorwurf dur die ihm eigene Gabe innerer dichterisher Anschauung vieles

Wertvolle mit. Das Naturleben an und in dem weltverborgenen Alpen- see, der den Schauplaß des Märchens bildet, ist anshaulich und retz- voll geschildert. Auch das Treiben in dem durch das Nixengold schnell hervorgezauberten Berghotel bietet im Gegensaß da¡u viel mit treff- licherer Mealistik Geschautes. Aber es darf nicht vershwiegen werden, daß die Länge der Erzählung dem unbeirrten Festhalten des Märchen- tones widerstrebt. Das allzu breite Ausmalen einzelner Situationen, das Heranziehen gar zu fremdartiger Bestandteile gefährden vielfach die Stimmung, obwohl man in einem modernen Märchen an die Ver- mischung von dichterishen und satirishen Elementen ja gewöhnt ist.

Land- und Forstwirtschaft.

Saatenstand in Ungarn.

Der Saatenstandsberiht des ungarishen Ackerbauministeriums vom 25. d. M. bebt hervor, daß in der zweiten Hälfte des August- monats Hitze dur wohltätige Niederschläge abgelöst wurde, und daß fi der Negen im ganzen Lande gleihmäßig verteilte. Die Regen- älle kamen besonders den Hafrüchten und den Futterpflanzen zugute, und nur dort, wo die Trockenheit die Stengel der Pflanzen vergilbte, haben die Niederschläge die Ernteaussichten nicht mehr verbessern können. Auch im Alföld und in den nordöstlichen Komitaten sind Weiden und Wiesen als verloren zu betrachten. Bezüglih der Haupthalmfrüchte ist seit der lezten Schäßung nichts zu melden; der Drusch |st im Zuge, und die Witterungsverhältniffe begünstigen die diesbezüg- lichen taten. Da der Boden durhfeuchtet ist, können die Anbau- arbeiten ruhig vor dn gehen. Die Maispflanze litt stark unter der Trockenheit. ‘Die Kolbenbildung ist mangelhaft, besonders auf Sand- bôden, wo die Regenfälle die Aussichten kaum zu verbessern vermochten, nichtsdestoweniger sind die Ernteau-sihten noch immer besser, als man vor einigen Wochen erwarten konnte. In Siebenbürgen gestalteten ih die Ernteaussichten günstiger als im Vorjahre. Die Pflanze ist gesund, die Kolben- und die Körnerbildung sind tadellos. Auf einer Anbaufläche von 4,33 Millionen Katastraljoch ist für das Katastraljoch ein Ertrag von 6,67 Meterzentnern, zusammen also ein Ertrag von 33,22 gegen 47,68 Millionen Meterzentnern im Vorjahre zu erwarten. Die lang- anhaltende Trockenheit begünstigte die Kartoffelentwicklung niht. Die Blätter verdorrtea, ehe Niederschläge eintraten, und nur die auf ge- bundenen und tieferen Boden verpflanzten Arten entwidckelten sich befriedigend. In Siebenbürgen entwickelt sih_ die Kartoffelpflanze befriedigend und bercchtigt zu guten Erntehoffnungen. Auf einer Fläche von 1,09 Millionen Katajtraljoch dürfte per Katastraljoh ein GCrträgnis von 35,61 Meterzentnern, zusammen also ein Ertrag von 39,21 gegen 48,15 Millionen Meterzentnern im Vorjahre zu er- warten sein. Hirse und Buchweizen entwickeln sih #{chwach; stellenweise is die Keimbildung \{chon ungünstig gewesen, und die ausgekeimten Pflanzen sind in vielen Gegenden so s{chwach, daß sie abgeweidet werden. Krautarten zeigten gegen die Hiße eine verbältnismäßig genügende Widerstandsfähigkeit. Die Niederschläge haben den Pflanzen viel genügt, nur im Alföld blieb die Entwicklung zurück. Hopfen lieferte quantitativ kein befriedigendes Ergebnis; die Qualitäten sind jedo besonders in Siebenbürgen vortrefflid. Hanf und Flachs befriedigen überwiegend. Die Tabakpflanze wurde dur die Niederschläge sehr wohbltätig beeinflußt; sie gewann an Ueppigkeit und entwickelt fich nunmehr günstiger. Das Erträgnis kann als gut- mittel bezeichnet werden. Die infolge der Trockenheit abgevorrte Zuckerrübe wurde durch die leßten Niederschläge erfrisht, und mit Ausnahwe von sandigem Boden entwickelt ih die Pflanze nunmehr befriedigend; besonders der Zukergehalt der Rüben wird sehr gelobt. Die Futter- rübe dürfte faum eine Mittelernte liefern. Künstliches Futter wird sich infolge ausgiebigen Regens noch bessern, doch if im Landesdurch- schnitt kaum ein Mittelerträgnis zu gewärtigen. Weiden und Wiesen find \{chwach. In der Entwicklung des Weinstcckes is infolge der Trockenheit ein Stillstand eingetreten; die Ausbreitung der Peronospora und von Meltau is in Abnahme begriffen; es wird ein Mittel- erträgnis erwartet. Obst dürfte ebenfalls ein Mittelerträgnis liefern, mit Ausnahme von Nüfsen, welche eine reihe Ernte versprechen.

(Wiener Zeitung.)

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Das Kaiserlihe Gesundheitékamt meldet das Erlöschen der Maul- und Klauenseuche aus Hamburg am 26. August 1911.

Griechenland. Gemäß den Vorschriften zur Verhütung der Einschleppung der Cholera ist angeordnet worden : 1) durch Königliches Dekret vom 17. d. M. cine Quarantäne von 2 Tagen, ohne Einrehnung der

Theater. Königliche Schauspiele. Mittwoch: Opern-

haus. 174. Abonnementsvorstellung. La Traviata. (Violetta.) Oper in vier Akten von Giuseppe

Verdi. Musikalishe Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: Herr Oberregisseur Droescher. M Dae Herr Ballettmetister Graeb. Anfang 74 Uhr.

* S&cuspielhaus. 178. Abonnementsvorstellung. Der Schwur der Treue. Lustspiel in drei Aufzügen von Oskar Blumenthal. Negie: Herr Regisseur Keßler. Anfang 74 Uhr.

onnerstag: Opernhaus. stellung. (Gewöhnliche Preise). Fidelio. Oper in 2 Akten von Ludwig van Beethoven. Text nah dem Französishen von Ferdinand Treitshke. Zu

Beginn : „Ouvertüre Leonore (Nr. 3)“. Anfang

74 Ubr. / 179. Abonnementsvorstellung.

Schauspielhaus. E 1 1 Die Journalisten. Lustspiel in vier Aufzügen Anfang 74 Uhr.

von Gustav Freytag.

Donnerstag studeuten.

175, Abonnementsvor-

8 Uhr:

Gilberi.

Deutsches Theater. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Faust, L, Teil.

Donnerstag: Der Arzt am Scheidewege.

Freitag: Ein Sommernachtstraum.

Sonnabend: Der fette Caesar.

Sonntag: Die Räuber.

Kammerspiele. Mittrooh, Abends 84 Uhr: Gyges und sein

ug. Donnerstag: Zum 200, Male: Frühlings Er- wachen. Oa Gawäân. onnabend: Der verwundete Vogel.

Sonntag: Frühlings Erwachenu.

Berliner Theater. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Bummelstudenten. Posse mit Gesang und Tanz in fünf Bildern nach E. Pohl und Musik von Conradi. und

Lessingtheater.

Glaube uud Heimat. Die Tragödie eines Volkes. Drei Akte von Karl Schönherr. Donnerstag: Glaube uud Heimat. Freitag: Hedda Gabler. M S1 E Lustspielhaus. (Friedrichstr. 236.) Mittwoch, Abends 8,20 Uhr: Die goldene Schüssel. Komödie in drei Akten von Rudolf Strauß.

Neues Schauspielhaus. Mittwoh, Abends Donnerstag und folgende Tage:

Ensemblegastspiel des „Neuen Operetten- theaters*: Die feushe Susaune. 3 Akten von Georg Okonkowsky. Musik von Jean

Donnerstag: Die keusche Susaune. Freitag: Eine Million. y ENE von Berr und Guillemaud. Deuts von Erih Moy.

Komishe Oper. Mittwoh, Abends 8 Uhr: Gastspiel des Central-Theaters aus Dresden: Der

verbotene Nuf Donnerstag: Der verbotene Kuß.

Schillectheater. 0. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Der dunkle Punkt. Lusispiel in drei Akten von Gustav Kadelburg und Nudolf Presber.

Donnerstag: Der Buzrd der Jugend.

Freitag: Nathan der Weise.

Fahrtdauer, für die Herkünfte aus Chios und Mytilene; 2) durh

Königliches Dekret vom 18. d. M. eine d5tägige Quarantäne die

h eingerechnet mit Desinfektion Fir die Herkünfte aus alona. (Vergl. „Reichsanzeiger“ vom 6. v. M., Nr. 157.)

Verkehrswesen.

Ausgabe eines neuen Postwertzeichens.

Am 1. Oktober tritt zu den im Reichspostgebiet geltenden Post- wertzeihen eine Freimarke zu 60 hinzu. Sie wird auf weißem Papier in violetter Farbe in der Ausfü Hud der übrigen Pfennigwerte hergestellt. Freimarken zu 60 „F werden bei den Postämtern bereit- gehalten werden, wo sie häufig zur rh von Postsendungen E werden. Auch bei den Postanstalten in Bayern und Württemberg werden von dem genannten Tage ab Freimarken zu 60 „S erhältlih sein.

Vom 15. September ab sind im Verkehr zwischen Deutschland einerseits und den am Postanweisungsdienst teilnehmenden deutschen Postanstalten in Marokko anderseits telegraphische D N bis zum Meistbetrage von 800 4 für eine

ostanweisung zulässig. Die Ueberweisung durch den Telegraphen ist in der Richtung aus Deutschland auf die Strecke bis Tanger, in der umgekehrten Nichtung auf die Strecke von Tanger bis zur deutschen Bestimmungkn beschränkt. Telegraphische Postanweisungen nach oder von anderen deutschen Postanstalten in Marokko als Tanger werden von Tanger ab oder bis Tanger mit der Briefpost befördert. Für telegraphische Postanweisungen nach den deutschen Postanstalten in Marokko sind zu entrichten: die Postanweisungsgebühr von 10 4 für je 20 Æ (mindestens 20 4) und die Gebühr für die telegraphische Ueberweisung bis Tanger na dem jeweilig geltenden Telegramm- gebührentarif. Ueber die sonstigen Bedingungen erteilen die Post- anstalten Auskunft.

In Maron (Deutsh-Neuguinea) auf den Hermitinseln ist eine Postanstalt eingerihtet worden, teren Tätigkeit sich auf die Annahme und Ausgabe von gewdöhnlick&en und eingeschriebenen Brief- sendungen erstreckt. i

Theater und Musik.

Im Königlihen Opernhause geht morgen, Mittwoch, Verdis Oper „La Traviata“, mit Fräulein Hempel als Violetta und Herrn Jadlowker als Alsredo, in Szene. Die Rolle des Vaters singt Herr Bronsgeest. Dirigent ist der Kapellmeister von Strauß. Gounods Oper „Nomeo und Julia“, die für Sonntag angekündigt ist, wird in teilweise neuer Beseßung der Hauptrollen gegeben werden. Die Julia singt Fräulein Hempel, den Nomeo Herr Jadlowker. Für die Nolle des Pagen Stefano wurde Frau Andrejewa-Skilondz, für den Mercutio: Herr Bronsgeest, für den Lorenzo: Herr Fischer und für den Gregorio: Herr Mang bestimmt. Die musikalische Leitung übernimmt der Kapelln:eister von Strauß.

Das Königliche Schauspielhaus bringt morgen das Lust- spiel „Der Schwur der Treue“, mit den Damen Arnstädt, von May- burg ‘und Heitler sowte den Herren Staegemann, Pohl, Kraußneck, Eggeling und Werrak in den Hauptrollen. In der am nächsten Montag stattfindenden Aufführung von Shakespeares „Hamlet“ spielt Herr Staegemann die Titelrolle.

Das Schillertheater bringt in seinen beiden Häusern am Don- nerstag Stücke, die seit längerer Zeit niht gegeben worden sind, zum ersten Male wieder in dieser Spielzeit. Im Schillertheater O. (Wallnertheater) geht Ib)ens Lustspiel „Der Bund der Jugend“ in Szene, das Schillertheater Charlottenburg bringt eine Auf- führung des Schauspiels „Revolutionshochzeit" von Sophus Michaelis.

Die neue Direktion des Friedrich-Wilhelmstädtischen Schau) ptelhauses bat mit dem System des bisheriger festen Abonnements aus wirtschaftlihen Gründen gebrochen, dafür aber zur Erleichterung des regelmäßigen Besuches ein freies Abonnement ein- geführt, das den Äbonnenten ten Vorteil bietet, Tag und Stück zum Besuche selbst zu wählen, und eine Ermäßigung der Ein- trittspreise gewährt. Der Spielplan i durch das Theater- bureau zu beziehen. Die Eröffnungsvorstellung „Sigfried der Cherusfker“, beginnt am Sonnabend, den 2. Sacbeiiber, Abends 73 Uhr, während der üblihe Anfang auf 8 Uhr festgeseßt ist. Am Montag, den 95. September, geht als erste Klassikervorstellung Hebbels „Judith“, mit Una Nordau als Judith und Wolfgang Neff als Holofernes, in Szene.

Der Essener Männergesangverein veranstaltet unter der Leitung des Königlichen Musikdirektors Mathieu Neumann am 6. September, Abends 8 Uhr, in der Philharmonie in Berlin ein Konzert zum Besten des Kalserin Augusta-Fonds des Vater- ländishen Frauenvereins anläßlich der 100 jährigen Wiederkehr des Gekurtstages Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta.

Jacques Urlus, der diesjährige Bayreuther Tristan, wird im Herbit in Berlin auftreten, und zwar hat der Künstler zugesagt, am 16. Oktober im Konzert des Philharmonischen Chors (Dirigent : Profesor Siegfried Ochs) die Partie des „Judas Makkabäus“ zu übernehmen.

Mannigfaltiges.

München-Gladbach, 28. August. (W. T. B.) Bei dem Orte Vlodrop, der ersten bolländishen Statton an der Bahnstrecke München-Gladbach—Roermond, ist auf holländishem Gebiet ein Waldbrand ausgebrochen, der, wie berichtet wird, große Aus- dehnung angenommen hat und bei Clmpt auf e Ge- biet übergegriffen hat. Militär ist nach der Grenze abgegangen.

__ Lübeck, 28. August. (W. T. B.) In der vorigen Nacht ers eignete sih auf dem hiesigen Hauptbahnhofe auf Gleis 9 am Bahnsteig 4 ein leichter En Loh Der um 12 Uhr 5 Minuten Nachts aus der Nichtung “e ommende Personen- zug fuhr auf mehrere versehentlih stehen gebliebene leere Wagen. Einige Reisende erlitten leihte Verleßungen. Der Schaden an Betriebsmitteln is unerheblich.

__ Karlsbad, 28. August. (W. T. B.) Heute vormittag fand die feierlihe Enthüllung des von Professor Boermel-Berlin geschaffenen Kaiser Franz Ioseph -Denkmals in Anwesenheit des Crzherzogs Friedrich und des Statthalters Fürsten Thun sowie zahlreiher Neichsdeutscher statt. Die Festrede hielt der Ge- heimrat Dr. Paasche.

London, 29. August. (W. T. B.) Wie Lloyds Agentur aus Ant o- fagasta meldet, ist der Hamburger Bi mtaiber ¿S Petla auf der Fahrt von Cardiff nah Valparaiso in der Le Maire- Straße bei Feuerland gestrandet. Neun Mann der Be- saßzung wurden von einem anderen deutschen Schiffe gerettet und in Antofagasta gelandet. Ueber den Verbleib des übrigen Teils der Besatzung ist nihts bekannt. Ferner soll ein Schiff unbe- kannten Namens in der Le Maire-Straße gestrandet sein; das Schicksal der Mannschaft ist unbekannt, doch wurden Leute an der Küste gesehen.

Paris, 29. August. (W. T. B.) Ein Mitarbeiter des Blattes „Paris-Journal“ teilte diesem mit, ein Unbekannter habe ihm eine Büste, die er vor einiger Zeit im Louvre gestohlen habe, übergeben. Dabei habe der Unbekannte eingehend erzählt, daß er seit März 1907 im Louvre vier derartige Diebstähle bégangen habe. Der Konservator der ägyptishen Altertümer des Louvremuseums Pottier habe, wie der Mitarbeiter berichtet, tatsählich die Büste als Eigentum des Louvre erkannt.

Paris, 29. August. (W. T. B.) Auf einem Bauplay bei Marseille sind 150 kg des gefährlihen Sprengstoffs Cheddit und 4900 Zündkapseln gestohlen worden. Vier Verhaftungen wurden vorgenommen.

Brest, 29. August. (W. T. B.) Auf dem hiesigen Markt nahmen die Hausfrauen eine drohende Haltung gegenüber den Händlern an, sodaß diese genötigt waren, Butter- und Eier- preise bedeutend zu verringern. Aus verschiedenen anderen Orten werden gleiche Kundgebungen gemeldet.

Pjätigorsk, 28. August. (W. T. B.) In dem bei Beschtau gelegenen UÜspensfkifkloster rief jemand während des gestrigen Abendgottesdien stes: Die Dee stürzt ein! Infolgedessen ent- stand unter den Anwesenden eine ungeheure Panik. Alles drängte dem Ausgange zu. Mehrere Personen wurden erdrückt, viele verwundet.

Cosenza, 28. August. (W. T. B.) In Verbicaro ist es infolge sanitärer Maßnahmen zu ernsthaften Ausschreitungen gekommen. Die Menge, die sich in dem Wahn befand, daß die ansteckenden Krankheiten künstlih verbreitet würden, hat etnen Kommunalbeamten getötet, das Nathaus angezündet, die Telegraphenlinie zerstört und die Straßen verbarrikadiert. Der Unterpräfekt Paola ist sofort mit Truppen, Krankenpflegern und ärztlichen Hilfsmitteln aufgebrochen. Durch seine strengen An- ordnungen wurden Nubhe und Ordnung wiederhergestellt. Die Tele- graphenlinten wurden sofort wieder in Stand gesett.

Saloniki, 28. August, (W. D. B) Der -FIngenteur Nichter ist in Kozani eingetroffen und hat von dort an einen ihm bekannten deutschen Herrn telegraphiert, daß dieser morgen abend nah Karaferia kommen möge, um ihn dort zu erwarten. Somit kann Nichter erst Mittwochabend in Saloniki sein.

Aarhus, 28. Angust. (W. T. B.) Auf dem zum Uebungs- geschwader gehörigen Torpedoboot „Havhesten“ plagyte heute ein Dampfrohr, wobei fünf Mann verleyt wurden.

New York, 28. August. (W. T. B.) An der Küste von ud-Carolina hat in der vergangenen Nacht ein \chwerer turm mannigfahen Scbaden angerichtet. Wie der Korrespondent der „Associated Preß“ aus Charleston meldet, sollen an zwanzig Menschen getötet und viele verleßt worden sein.

S S

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Charlottenburg. Mittwoch, Pannune. Lustspiel

H. Wilkens. Skowronnek.

Bummel- Freitag: Der Probekandidat.

folgende Lage:

Mittwoh, Abends 8 Uhr:

Die geschiedene Frau.

von Victor Léon.

Frau.

Operette in | Schüfsel.

Burleäke in 5 Akten S@wank

Deutsch von Benno Jacobfohn. Maxim.

Kraaßz

(Wallnertheater.) | I- Gilbert.

schaft.

in drei Akten Donnerstag: Revolutionshochzeit.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer

Garten. Kantstraße 12.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Operette tin dret Akten

¿usik von Leo Fall. Donnerstag und folgende Tage : Die geschiedene

Residenztheater. (Direktion : Richard Alexander.)

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Die Dame von Maxim. e in drei Akten von Georges Feydeau.

Donnerstag und folgende Tage: Die Dame von

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.)

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Polnische Wirtschaft. Schwank mit Gesang und Tanz in drei Akten von und Okonkowsky, bearbeitet von J. Kren. Gesangsterte von Alfred Schönfeld, Musik von

Donnerstag und folgende Tage: Polnische Wirt-

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedrihstr.) Mittwoh, Abends 84 Uhr: Gastspiel

des „Neuen Schauspielhauses“ : Das Vrinzchen. Liebes\{wank in 3 Akten von Robert Misch. Donnerstag: Das Prinzchen. Freitag und folgende Tage: Jhr Alibi,

Abends 8 Uhr: von Richard

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Elisabeth von Schlieben mit Hrn. Leutnant Freiherrn von Gleichen genannt von RNRußwurm (Taubenheim a. Spree, O.-L.—Zerbsi).

Geboren: Etn Sohn: Hrn. Negierungsreferendar Kurt von Borries (Frankfurt, Oder). Eine Tochter: Hrn. Referendar Wolf von Niebels{chüß (Stettin). Hrn. Leutnant Hans-Henning von Gersdorff (z. Zt. Weimar). j 2

Gestorben: S. D. der Prinz HeinriÞh XXV. Neuß j. L., Oberstleutn. à la suite der Armee (Groß-Krausche). Hr. Oberst a. D. Freiherr Heinrih von Schuckmann (Breslau). V! Oberst a. D. Gottlob Moriß Ferdinand von Lud- wiger (Halle, Saale). Fr. Nosalie von Kleist (Belgard, Perf.).

Die goldene

Verantwortlicher Redakteur : Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (I. V.: Koye) in Berlin,

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlagb- Avstalt Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünf Beilagen

ins{ließlich Börsenbetlage und Warenzeichen- at beilage Nr. 71),

sowie die Juhaltsangabe zu Nr. 5 des

öffentlichen Anzeigers (einschließlih der unter

Nr. 2 veröffentlichten Bekanutmachungen)-

betreffend Kommanditgesellschaften auf Aktie!

und Aktiengesellschaften, die Woche vos 21, bis 26, August 1911.

(Sommerpreise.)

Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

203,

Ea

1911

Berlin, Dienstag, den 29, August

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ichte von deutscher Fruchtmärkten.

Qualität

mittel | Verkaufte

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Marktorte

niedrigster M

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

höchster | niedrigster

Menge

höchster | niedrigster Hödster M | Mh M Mb M

Doppelzentner

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nah überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

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Bemerkungen.

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20,80 20,00

Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt.

Weizen.

19,50 20,00 19,00 _—_ 19,29

19,00

19,10 19,20

19,09 19,80 _— 20,40

19,80 19,80

19,00 18,50 18,29 18,10

18,30 19,40

19,40 + 21,80 21,80 20,60 20,60 Hs A

Kernen (enthülster Spelz, Dinkel, Fese 21,00 21,00 21,60 21,69 21,60 22,00 22,00 20,20 20,40 21,00

Roggen. 15,20 15,80 15,80 16,00 16,40 16,50 16,00 16,80 16,03 16,20 16,40 16,60

=ck 18,00 20,00

19,50 19,00 18,75 18,20 19,05

20,00

19,50 20,10 19,80 90,40 20,20

21,40 | 21,40 21,00 20,20

15,00 15,40 15,40

15,20 16,00 16,00 16,20

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15,20 15,60 19/00 16,00

15,80 16,30 17,00 16,80 16,20 16,80 18,00 92,00 22,09

22,00 22,00

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13,80 14,00 13,40 16,00

17,20

14,00 14,25 13,50 16,00 17,00

14,20 14,50 14,20 17,40 17,00

17,60 19,80

15,00 15,50 18,00 18,00 18,00 18,00 90,00 20,20

O 1480 | 17,90 | 18,00 | 18,00 | 17,80 | 20,00 | 20,20 |

afer. 15,60 17,00 16,00 16,80 16,40 17,20 16,80 16,00 16,40 17,60 17,20

17,40 19,60

15,60 17,40 16,20 17,30 16,60 17,20 16,80 16,20 z 16,40 88 17,60 s 17,00 17,40 131 19,00 9

14,80

15,40 16,10 16,00 16,20

15,40

15,20

15,60 16,20 16,10 16,70 16,30 15,60 16,00 17,20

16,20 16,60 ca 18,40

15,20

15,80 16,70 16,30 16,70 16,30 15,80 16,20 17,40

E 17,00 | (07,00 A E 4

293 283

19,50 19/21 6 667 19,05

44 20,39 82 \

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17,00

19,74 20,20

10.20 L1G

16,70 16,70 15,80 | 21.8.

2218 16,91 16,83 | 2L8. 167 18/56 19,00 | 2/8 68 17,00 E Ï

1426 16,20

Der Durchschnittspreis wird aus den unabgernndeten Zahlen berechnet.

Ein liegender Strih (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, cin Punkt (.) in den leßten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.

Berlin, den 29. August 1911.

Kaiserlicher Statistishes Amt. van der Borght.

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.) Belgien.

Ergänzung und Aenderung des Zolltarifs und des Amtlichen Warenverzeichnisses. In Ausführung der König- lihen Verordnung vom 19, Oktober 1910 hat der Finanzminister unterm 11. Zuli 1911 angeordnet, daß der Zolltarif folgendermaßen abzuändern und zu ergänzen ist:

h d Gegenstände 38 Kurz- und Quincailleriewaren (a): (a) Diese Anmerkung bleibt bestehen. Zündhölzer (a): Wachszündkerzchen . « » « « - 5 andere Zündhölzer « « + « » « «- 100 kg 9 a. Einschließlih des Gewichts der Schachteln, Säckchen (sachets), Um- hüllungen usw.,, worin fi die Wachszündkerzchen und Zündhölzer

befinden. Andere Gegenstände . « + « « « «V, Werte 13 v. H,

Infolge dieser Aenderung des Zolltarifs hat das Amtliche

Warenverzeichnis entsprehende Aenderungen und Ergänzungen ers fahren. (Recueil d’Administratif des douanes Nr. 2965.)

Eingangszölle

Mafßstab Ss

. 100 kg 20

Konkurse im Auslande.

Rumänien. Amtsbezirk des Galayer Konsulats. T Anmeldung -| Verifikation der der

Domizil Forderungen bis

Fallite Firmen Forderungen

am

JulianD.Popescu| Constanya /18./5, August /80./17, August

911 1911.

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 28. August 1911: NRuhrrevier Oberschlesishes Revier Ynzahl der Wagen 23 854 9863

Cestellt 7 1410

Nicht gestellt

Laut Meldung des „W. T. B." FEeruges die Einnahmen dre Anatolishen Eisenbahnen vom 6. bis 12. August 1911: 344 182 Fr. (+ 154 951 Fr.), seit 1. Januar 1911: 7453 142 Fr. (4+ 2545 699 Fr.). Die Einnahmen der Macedonischen Eisenbahn (Salonik—Monastir) betrugen vom 6. bis 12. August 1911: Stammlinie (219 km) 60589 Fr. (weniger 7564 Fr.), feit 1. Januar 1911: 2014533 Fr. (mehr 773829 Fr.). Die Ein- nahmen der Canadian Pacific-Etsenbahn betrugen im Juli 9 661 818 Dollars, die Ausgaben 5 958 789 Dollars, der Reingewinn 3 703 028 Dollars (218 408 Dollars mehr als im Vorjahre).

Berliner Warenberichte.

Produktenmarkt. Berlin, den 29. August. Die amtlich ermittelten Preise waren (per 1000 kg) in Mark: Weizen, märkisher 203,00—205,00 ab Bahn, Normalgewtcht 755 g 206,50 bis 208,00—207,75 Abnahme im September, do. 209, 00—208,75 bis 209,75—209,50 Abnahme im Oktober, do. 210,75—210,50 bis 211,25—211,00 Abnahme im Dezember, do. 216,50—217,00 bis 216,75 Abnahme im Mai 1912. Fest.

Roggen, inländisher 175,00—176,00 ab Bahn, Normal- gewicht 712 g 177,75—178,50—178,00—180,00 —179,50 Abnahme im September, do. 179,75—180,50—179,75—182,25—181,25 Abnahme im Oktober, do. 182,50—182,75—182,25—184,25--183,50 Abnahme im Dezember, do. 188,50—188,25—189,75—189,25 Abnahme im Mai 1912. Steigend.

Hafer, Normalgewiht 450 g 175,00—175,75—175,50 Ab- nahme im September, do. 177,75—178,00 Abnahme im Oktober, do. 181,00—181,75—181,50 Abnahme tm Dezember, do. 186,50 bis 187,00—186,75 Abnahme im Mai 1912. Fest.

Mais (per 1000 kg) ohne Angabe der Provenienz 163,00 bis 164,00. Abnahme im Dezember. Fest.

Weizenmehl (per 100 kg) ab Waggon und Speicher Nr. 00 25,75—28,75. Fester.

Noggenmehl (per 100 kg) ab Waggon und Speicher Nr. 0 und 1 22,10—24,10, do. 22,30—22,45 Abnahme im September, do. 22,35—22,50 Abnahme im Oktober, do. 22,65—22,75 Abnahme im Dezember. Steigend.

Rüböl für 100 kg mit Faß 68,10 G. Abnahme im Oktober, do. 67,40—68,10 Abnahme im Dezember, do. 67,90 u. G. Abnahme im Mai 1912. Steigend.

Berlin, 28. August. Marktpreise na Ermittlungen des Königlichen Poltizeipräjidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Der Doppelzentner für : Weizen, gute Sorte) 20,20 4, 20,18 4. Weizen Meittelsorte 20,16 4, 20,14 6. Weizen, geringe Sorte 20,12 4, 20,10 #46. Roggen, gute Sorte) 17,20 4, 17,19 6. Roggen,

4

Mittelsorte}) 17,18 4, 17,17 Æ.— Roggen, geringe Sorte}) 17,16 #4, 17,15 Æ. Futtergerste, gute Sorte*) 19,10 #4, 18,40 #. Futtergerste, Mittelsorte*) 18,30 #, 17,60 #. Futtergerste, geringe Sorte*) 17,50 4, 16,80 4. Hafer, gute Sorte*) 19,40 M, 19,00 M. Hafer, Mittelsorte*) 18,90 46, 18,50 #4. afer, geringe Sorte*) 18,40 4, 18,00 Æ. Mais (mixed) gute Sorte 16,80 4, 16,60 46. Mais (mixed) geringe Sorte —,— #, —,— #. Mats (runder) gute Sorte 16,80 4, 16,40 6. Richtstrob —,— M, —,— M. Heu, alt —,— M, —,— #Æ, neu —,— M, —,— M. (Markthallenpreise.) Grbsen, gelbe, zum Kochen 50,00 4, 34,00 4. Speisebohnen, weiße 50,00 4, 35,00 4. Linsen 60,00 #6 20,00 6. Kartoffeln (Kleinhandel) 14,00 46, 9,00 46. Rind eis von der Keule 1 kg 2,40 4, 1,60 #4, do. Baulhfleish 1 kg 1,70 M, 1,20 #. Schweinefleisch 1 kg 1,80 #, 1,30 . Kalbfleish 1 kg 2,40 4, 1,40 AÆ. Hammelfleish 1 kg 2,20 4, 1,30 # Butter 1 kg 3,20 4, 2,40 6. Eier 60 Stück 6,00 46, 3,20 X. Karpfen 1 kg 2,40 #,

Aale 1 kg 2,80 4, 1,60 #. Zander 1 kg

Hechte 1 kg 2,80 4, 1,40 . Barsche 1 kg

Sleie 1 kg 3,20 4, 1,40 #4. Bleie 1 kg

Krebse 60 Stück 36,00 4, 2,50 6.

+4) Ab Bahn. *) Frei Wagen und ab Bahn.

Kursberichte von auswärtigen Fondsmärkten.

Hamburg, 28. August. (W. T. B.) (S@luß.) Gold in Barren das Siloceanm 2790 Br., 2784 Gt ilber p Barren das N 7 e da I R Gd.

Wien, 29, August, Vormittags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B. Einh. 4% Rente M./N. pr. ult. 92,05, Einh. h 0 Rent Januar/Juli pr. ult. 92,05, Oesterr. 49/6 Rente in Kr.-W. pr. ult. 92,05, Ungar. 49/9 Goldrente 111,50, Ungar. 40/9 Rente in Kr.-W. 91,00, Türkishe Lose per medio 251,50, Orientbahnaktien pr. ult. —,—, Oesterr. Staatsbahnaktien (Franz.) pr. ult. 745,00, Südbahn- ge/ellshaft (Lomb.) Akt. pr. ult. 122,00, Wiener Bankvereinaktien 549,00, Oesterr. Kreditanstalt Akt. pr. ult. 656,75, Ungar. P Kreditbankaktien 853,50 Oesterr. Länderbankaktien 552,50, Untonbank- aktien 629,00 Deutsche Retichsbanknoten pr. ult. 117,45, Brüxer Kohlenbergb.-Gesellsch.-Akt. —,—, Oesterr. Alpine Montangesell- schaftsaktien 836,25, Prager Eisenindustrieges.-Akt. —,—.

London, 28. August. (W. T. B.) (Scluß.) 249% Englische Konsols 782, Silber prompt 24!/,;, per 2 Monate 24/6, Privat- diskont 23. Bankeingang 16 000 Pfd. Sterl.

Parts, 28. August. (W. T. B.) (S@luß.) 3% Franz, ai e ade d August

adrid, 28. August. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 108,60.*

Lissabon, 28. August. (W. T. B) Goldagio 7.