1892 / 8 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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. Mit 2 Tafeln und 8 Abbildungen. Verein deuts<er Ma- Peiee-Îne enieure: Versammlung am 24. November 1891. Wirth- schaftliche Beziehungen zwischen Dru>luft und Elektricität. Vortrag des Herrn Ingenieurs Ludwig Baumgardt, Posen. Die Raths- ernennungen bei den preuß. Staatseisenbahnen. ¿— Verschiedenes: Elektrotechnisher Verein. Personal-Nachrichten. IRREE: In- dustrieshuz. Beilagen: Tafel 1: Elektrische Untergrundbahn zum Vortrage des Herrn Direktors Kolle. s /

Das „Gewerbeblatt aus Württemberg“, heraus- gegeben von der Königlichen Centralstelle für Gewerbe und Handel in Stuttgart, hat in der Nr. 2 des 44. Jahrgangs vom 10. Januar 1892 folgenden Inhalt : Bekanntmachung des Königlichen Ministeriums des Innern, betreffend Tarifermäßigungen für Handlungsreisende auf den österreichisben Eisenbahnen. Das Reichsgeseß vom 29. Juli 1890, betreffend die Gewerbegerihte. Ausstellun swesen. Literarische Erscheinungen. Neues im Landes-Gewerbe-Museum. Aus dem Lesezimmer der Königlichen Centralstelle. 2. :

Leipzig, 9. Januar. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B. per Januar 3,625 Æ, per Februar 3,65 4, per März 3,65 #, per April 3,65 #, per Mai 3,674 Æ, per Juni 3,70 Æ,_per Juli 3,727 #, per August 3,79 M, per September 3,75 K, per Oktober 3,75 #, per November 3,75 M per Dezember 3,75 A Umfayz 45 000 kes E _ Hamburg, 9. Januar. (W. T. B.) Der Mitinhaber der Kaffeefirma Wille, Shmilinsky & Co. in Rio de Janeiro Theodor Wille ift heute früh hier gestorben. |

Wien , 9. Januar. (W. T. B.) Die Gefammteinnahmen der Orientbahnen betrugen in der Woche vom 10. Dezember bis 16. Dezember cr. 291 226,20 Frcs., vom 1. Januar bis 9. De- zember cr. 11 916 361,06 Fres., zusammen seit Beginn des Betriebs- jahres 12 207 587,26 Frcs., auf einer Länge von 1265 km. |

London, 9. Januar. (W. T. B.) An der Küste 1 Weizen- ladung angeboten. i : L

1lZanuar. (W. L. B) Die „«Getréidezu suhLen betrugen in der Woche vom 2. bis 8. Januar: Engl. Weizen 1552, fremder 50853, engl. Gerste 3019, fremde 40805, engl. Malz- gerste 17 785, fremde —, engl. Hafer 3297, fremder 138 770 Orts., engl. Mebl 16 416, fremdes 76 600 Sal. _ j | e

St. Petersburg, 9. Januar. (W. T. B.) Die „Börsen- zeitung“ will wissen, daß die Gerüchte von der Einleitung neuer Finanzoperationen des russischen Staats in Paris un- begründet seien. Die Hinfälligkeit dieser Gerüchte werde {on dadur<h dargethan, - daß . die russische Finänzverwal- tung gegenwärtig fast über eine Milliarde Frcs. Gold verfüge. Das Blatt meldet ferner, daß eine Gruppe Moskauer Capitalisten der Gesellschaft der Mosfkau-Kasaner Eisenbahn die Realisirung ihrer neu auszugebenden Obligationen zu 88 9% offerirt habe. Gleiche Unterhandlungen wegen Realisirung neuer Obligationen würden von der Gesellshaft der Kursk-Kiew-Eisenbahn mit St. Petersburger Banken geführt. | A E

New-York, 9. Januar. (W. T. B.) Nach fester Eröffnung der Börse trat alsbald Abschwächung ein, die sich bis zum Schlusse fortseßte. Der Umsay der Actien betrug 286 000 Stü>k. Der Silbervorrath wird auf 370 000 Unzen geschäßt. Die Silbe r- verkäufe betrugen 57 000 Unzen.

Theater und Musik.

Königliches Schauspielhaus.

Neben H. von Kleist’s Lustspiel „Der zerbrochene: Krug“ ging am Sonnabend Moslière's Lustspiel „Der eingebildete Kranke“ neu einstudirt in Scene. In s<hnellem Zeitmaß, fris und lebendig gespielt, traten alle humoristishen Feinheiten der Cha- rakterzeilbnung, alle satiris{-fomishen und ironis<en Seiten- sprünge des scharfen Moslière’shen Geistes, wie er im

ialog zum Ausdru> fkommt, endli< au<h alle derben Situationsscherze des Lustspiels kräftig und flar, Beroun- derung und Heiterkeit erregend, hervor. Die lustige aber überaus harmlose kleine Intrigue, die um die Gestalt des eingebildeten Kranken gesponnen wird, leiht begonnen und naiv gelöst, hängt freili<h wie ein altmodishes Gewand und verblichener Zierrath um die Gestalt Argan's, des eingebildeten Kranken; aber der komische Held selbst ift so lebensprühend und launigen Scherzes so voll, daß er no<h beute ergößlih, wenn au< ni<t mehr überwindend wirft, wie im Zeitalter Ludwig's des Vierzehnten, in dem der Dichter wirkte.

Le malade imaginaire ift: eine tyvishe Gestalt, wie sie das lâchelnde Auge eines liebenswürdigen Schalks, der zugleich einen feinen und philosophish angelegten Geist besaß, erbli>te; eine Indivi- dualität, die in allen Generationen wiêderfehrt und mit der ihr inne- wohnenden fomischen Kraft immer wieder die Menschen ergößt und heiter stimmt. Darum konnte das Lustspiel, in dessen Mittelpunkt der ein- gebildete Kranke steht, Jahrhunderte überdauern ; das naive Gemüth, das ohne Kritteln die einfachen, natürlichen Scherze hinnimmt, wie der literaris<h und ästhetis< gebildete Geist, der dur den altmodischen Zierrath hindur< den ewigen, rein mens<hli<en Kern des Lustspiels erfaßt, werden si<h an ihm in gleichem Maße erfreuen.

_ „Der eingebildete Kranke“, Molière's letztes Bühnenwerk, bei dessen Aufführung den Dichter der Tod in verhältnißmäßig noch rüstigen Jahren ereilte, hat wobl na< dem „Tartuffe“ und dem „Getizhals“ von des Dichters Lustspiclen den breitesten Plat im Re- pertoire der deuts<hen Bühnen eingenommen. Vor Jahren sahen wir eine gute Aufführung auf der Bühne des Deutschen Theaters: die in allen Theilen wohlgelungene und fünstleris< abgerundete Vorstellung auf der Königlichen Bühne am Sonnabend läßt auf eine lange Reihe von Wiederholungen hoffen.

._ vLerr Vollmer brachte als Argan eine übermüthige Laune mit auf die Bühne, die si<h in manchen spaßigen Uebertreibungen Luft machte ; sein eingebildeter Kranker war im ganzen ein fröhlicher, gut- launiger Gesell, dem die tausendfahen Mirturen und sonstigen medictinischen Eingriffe no< kaum das Herz vergällt und den E verbittert haben. Sein Humor durchleuctete die ganze Gestalt und fam besonders den derben, auf den rein natürlichen Menschen basirenden Scherzen zu gute, die so immer üm Felde lachenden Frobsinns i bewegten. Herr Purschian war ein gelliger Liebhaber, und die Herren Link, Herter und Krause timmten in den Ton fe>er Laune und drastishen Wites, der das Lustspiel beherrscht, harmonis< ein. Die Rolle der Toinette, dieses erfahrensten, „weltklügsten und zuglei<h übermüthigsten aller Dienst- mädchen, spielte Fräulein Conrad carakteristis< und fris; freilih war es ein fehr kleiner und sehr jugendlih aussehender Arzt, der aus den faltigen Gewändern und der riesigen Perrüde berausfah; aber die tolle Magd stellte in ibrer Verkleidung die Diagnose der Krankheit Argan's mit so viel läherlihem Ernst und komischem Svos daß die sherzhafte Wirkung siegte. Frau Kahle traf den on der gleißnerishen zweiten Frau und bösen Stiefmutter vor- ¿üglid, und Frau von Hochenburger machte sich als Angélique vortheilhaft bemerkli<. Die Darstellung wurde daher mit vielem Beifall A pCoemen:

Der ufführung wohnten Ihre Majestäten der Kaiser und die Kai] erin, Seine Königliche Hoheit der Prinz Heinrich und Seine Hoheit der Erbprinz und Ihre Königliche Hoheit die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen bei.

O _ Wallner-Theater. Ü „König Krause“, eine Posse mit Gesang von J. Keller und L. Herrmann, zu der Capellmeister V. Holländer die musikalische Begleitung geliefert hat, fand gestern bei der ersten Aufführung einen starken äußeren E a

Die Verfasser h die erhabene Tragödie des „König Lear“ in

das Berliner Tee Tee eaMun der Gegenwart übertragen, und hatten

so wenigstens mit der rung leihtes Spiel. Der Zwe>, für die Handlung dur die Anlehnung an ein claffif Vorbild, einen fräf- tigen Halt zu gewinnen, wurde ziemli errei t; aber wenn der alte Krause, na<dem er-von seinen beiden älteren, rei< und vornehm ver- beiratheten Töchtern übel behandelt worden ist, si in einem Gewitter- sturm einen tüchtigen Rausch antrinkt, so wirkt diese Parallele

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mit der Wahnsinnsscene des „Königs Lear“ im Sturmesgebrause der Gewitternaht mehr unangenehm als fomis<. Im übrigen haben die Verfasser Wortspiele und Scherze älteren und neueren Datums reihli< in den Dialog eingestreut und die Posse erdem mit mehreren sehr beifällig aufgenommenen Couplets ausgestattet. Die Charaftere der in der Novität handelnd auftretenden Personen baben si< den gewohnten früheren Erscheinungen älterer Berliner Possen gegenüber nur wenig verändert: der reich ewordene ungebildete Vater, die vom Reichthum wver- lendeten, s{<le<t erzogenen und hohmüthigen Töchter und Schwiegersöhne, die häusliche brave Tochter, die mit einem Hand- werker glü>li< und der Trost des Vaters im Unglü> wird; neben diesen Hauptpersonen spielen ein Hauskne<t, ein komischer aber ehr- licher Freund des Hauses und ein weiblihes Wesen, das, halb Verwandte, halb thatfräftige Wirthschafterin, allen Leuten derb die Wahrheit sagt. eine Rolle. Es waren fomit alle Ingredienzien vorhanden, die, von der vortrefflichen Trupve der Wallnerbühne vorgeführt, die Zu- schauer in eine gute Stimmung verseßen müssen, und in- der That ist ein neuer Lacherfolg zu verzeichnen. :

Die Darstellung bot, E was die männlichen Mitglieder der Bühne betrifft, re<t erfreulihe Leistungen. Herr Guthery spielte den alten Krause mit Humor und in den Rührscenen mit warmer Empfindung ; ihm stand Herr Worli b #< als sein Lebensretter und lebens- länglicher Hausfreund kräftig zur Seite. Herr Meißner tonnte wieder die Hausfnetstugenden, die seinen Ruhm ausmachen, unübertrefflih bewähren. Herr Ottbert, als früherer naseweiser Berliner Junge, der si zu einem respectablen Koh ausgewacsen hat, ließ öfter ur- wüchsige fröhliche Laune aufblißen. Von den Damenrollen ift weniger Bemerkenswerthes zu berichten; nur Fräulein Glö>ner, welche die wenig beredte, aber desto tiefer empfindende dritte Tochter spielte, die dem Vater im Unglü> Haus und Herz öffnet, brate durch einen hübschen Gesangsvortrag im dritten Act ihre sympathische klare Stimme treffli< zur Geltung und zeichnete sich au< im übrigen dur< ihr anmuthiges Spiel aus.

Die Darsteller wurden wiederholt gerufen und nah dem dritten 5

und vierten Act erschienen mit ihnen die Verfasser und der Componist. Thomas-Theater.

Vor etwa zwanzig Jahren wurde eine Posse „Luft\<lösser“ von Mannstädt und Weller mit Josephine Gallmeyer im Wolters- dorf-Theater, und zwar mit großem Erfolg gegeben. Jett ist sie in das Repertoire des Thomas-Theaters aufgenommen worden, und ihre erste Aufführung am Sonnabend bestätigte, daß die Wiederaufnahme eine berehtigte war und niht minder erfolgreih sein wird. Die Vandlung ift zwar sehr dürftig, aber bei Possen bat no< Niemand ierauf Gewicht gelegt; die Hauptsache hierbei ist, daß das Stück mit guten Wißen und unterhaltenden Couplets gewürzt ist und daß es inébesondere einigen Koryphäen Gelegenheit giebt, zu paradiren. Diese Koryphäen waren und sind an dieser Bühne Herr und Frau Director T h oîmas, deren ergößliche Leistungen der alten Posse wieder neuesj Leben eingchauct haben. Herr Thomas spielte den Berliner Haus- besißer mit uners{öpfliher Komik, und Frau Thomas-Dambofer wußte ganz besonders den gefanglihen Theil der Nolle, in der fie eine nah Berlin verslagene und von allerhand Luftshlössern träu- mende s{lesis<e Bäuerin darstellt, vortreffli<h zu gestalten; in der Champagnerscene und in dem musikalishen Scherz „Kommt ein Vogel geflogen“ errang sie den lebhaftesten Beifall. Neben den Genannten maten si< no< Fräulein Schlüter als Paula Erbswurst und Herr Grünfeld als Inspector um die Vorstellung verdient, die auch jeßt wieder siherlih eine große Reibe von Wieder- bolungen erleben wird.

Am Mittwoch gelangt im Königlichen Opernhause „Cavalleria rusticana“ mit den Damen Pierson, Rotbauser und Lammert, den Herren Rothmühl und Bulß zur Darstellung. Zugleich gehen „Die Verlobung bei der Laterne“ mit den Damen Herzog, Rothausfer,Hellmuth-Bräm undHerrnLieban, sowie dasBallet „Covpelia“ in Scene. Am Donnerstag findet die erste Aufführung der neu einstudirten, von Herrn Kapellmeister Kahl geleiteten Oper „Dinorah“ statt. Fräulein Dietrich singt darin die Titelrolle, den Hoël Hr. Beg, den Corentin Herr Lieban, den Jäger Herr Krolop, den Mäher Herr Philipp, die Hirtenknaben Fräulein Hiedler und Fräulein Rothauser.

Im Friedri<h-Wilhelmstädtischen Theater nähern ih die „Mikado“-Aufführungen ihrem Schlusse, da Millö>ker’s neue Dperette „Das Sonntagskind“ am 21. Januar zum ersten Mal in Scene gehen foll.

Im Belle-Alliance-Theater findet, wie {on gemeldet, morgen die erste Aufführung von Anzengruber's Volkëschauspiel „Der ledige Hof“ dur die „Münchener“ statt.

Der Clavierabend von Frau Teresa Carreño findet morgen Abend um $8 Uhr in der Sing-Akademie statt. Dr. Ernst JIedliczka bringt in seinem am Donnerstag in der Sing- Afka- demie stattfindenden Concert eine Reibe hier no<h gar nicht, oder selten gehörter Compositionen zu Gehör, darunter Godard?s Etude B-dur op. 107, Moszfowsfi’'s Etude de Concert op. 24, Arensfy!s „Bigarrures“ und das dem Grafen Hochberg gewidmete Trio G-moll von Fr. Kiel, an dessen Ausführung si< noch die Herren Kammer- virtuos Fel. Meyer (Violine) und Kammermusikfer Eug. Sando (Cello) betheiligen.

Der Ober - Regisseur des Braunschweiger Hof - Theaters, Hans Förster, ältester Sohn des ehemaligen Societärs des Deutschen Theaters zu Berlin, ist gestern. in Braunschweig verstorben.

__ Die deutsche Nea eilus für die internationale Aus- stellung für Musif- und Theaterwesen in Wien verbreitet folgende Mittheilung: Nachdem die bis Ende v. M. eingelaufenen Anmeldungen für die deutshe Reichsabtheilung der Wiener Aus- stellung ein befriedigendes Resultat ergeben, ist derSchlußanmeldetermin auf den 15. Februar festgeseßt worden. Der Königlich sächsishe Staats- Minister des Innern von Metßsc< is dem Reichsaus\chusse bei- getreten. Das Musik-C omité der Ausstellung hat beschlossen, \ih an alle hervorragenden Componisten des In- und Auslandes mit der Vitte zu wenden, dem Unternehmen ein bisher öffentli no< nit bekanntes Werk zur Aufführung abzulassen. Ferner wurde der Beschluß gefaßt, in den intimen Concerten, für welhe in der Rotunde ein eigener Saal eingerihtet wird, hauptfächlih Musikwerke vorzuführen, welhe man in Wien wenig oder gar nicht kennt. Zum Dirigenten des Concert-Orchesters wurde Herr Profefsor Hermann Grädener in Aussicht genommen. Die Ausführung des Ausstellungsplacates wurde dem Maler Klimt übertragen, dessen Con- currenzskizze sich den Beifall der Jury in vollstem Maß erwarb. Kammersänger Theodor Reichmann hat seine Mitwirkung {für ver- schiedene Concertaufführungen zugesagt.

Jagd. Stre>enrapport der Königriche1

Hofjagden im Grunewald am Sonnabend, 9. Fanuar. __ Ein unweit des Teufelsees in Ae Zeuge eingestelltes,

mit Kammern und Doppellauf ve Eee Jagen auf Dam-

wild ergab nah anderthalbstündiger Dauer auf der nah dem

Früystüd im agdgelte beim Saugarten verrichteten Stre>e 9 Schaufler, 153 Stü> Damwild und 1 Hasen. iervon

aren Seine Majestät der Kaiser und König 18 Schaufler und Stück Dammwild erlegt.

Mannigfaltiges.

Felde Atbes, _welche E ma O E Gas eldma Aen rafen von Moltke werden, er bi die „Nat.-Z.“ berichtet, demnächst im Beigbinase ¡ur Ausstellung gelange. -

Auf das von der Stadtverordneten-Versammlung ur Besdlyß vom 4. Juni 1891 an den Magistrat gerihtete Ersu wegen Verbreiterung des Fahrdammes der Potsdamer

u. \. w. hat der Magistrat der Versammlung mitgetheilt, daß für den Neubau der Potsdamer Brü>e, den auch er als geboten er- achte, bereits ein Flan auégearbeitet worden ist; er behalte si vor, sobald die landebpolizeilihe Zustimmung erfolgt is, der Versammlung eine Vorlage darüber zugeben zu lassen. Was die Verbreiterung des Fahrdammes der Potsdamerstraße, vom AaDauter Plaß bis zur Lüßowstraße, anbetreffe, so habe die tädtishe Baudeputation, der die Angelegenheit vorgelegen , fich dahin ausgesprochen, daß sie eine Verbreiterung des Fabrdammes mit Rücksicht auf die Erhaltung breiter Bürgersteige und die voraussiht- liche Ablenkung des Verkehrs dur< Erbauung ciner Brü>e im Zuge der Köthenerstraße nit empfehlen fönne. Er sei dem Beschlusse bei- gs und ersuche die Versammlung, von der Absicht einer Ver- reiterung der Potêdamerstraße Abstand zu nebmen.

ImStädtishenFleis<hs<au-Amt sind im Monat Dezember 1891 48057 Schweine gegen 45 429 im Dezember 1890 auf Trichinen untersu<t und darunter 24 trichinöfe und 161 finnige er- mittelt worden, die als zur mens{lihen Nahrung ungeeignet ver-

worfen worden sind.

_Die diesjährige Speisung von hundert Armen auf Kosten der L’Abaye*schen Lung findet am Sonnabend, Mittags 12 Uhr, im Englischen Hause, Mohrenstraße 49, statt.

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Eine Abänderung der Chaussee vom Brandenburger Thor dur< den Thiergarten nah Charlottenburg steht, wie die „N. Pr. Z.“ erfährt, in Aussicht: die Pferde-Eisenbahn soll auf der Mitte der Chaussee fahren, von der die eine Hälfte mit Wiener Pflaster, die andere mit Asphalt versehen werden soll. Die Gräben zu beiden Seiten des Weges fallen weg, die Entwässerung der Straße wird dann direkt in die Anlagen des Thiergartens binein geführt, nachdem das Wasser Schlammkästen durchlaufen hat.

In der RNoller’shen Stenogravphie beginnen in dieser Woche neue Lehrcurse: am Dienstag im „Nordpark“, Müllerstraße 161, nahe dem Weddingplaß; am Mittwoch im Restaurant Beer, Post- straße 29, und im Restaurant Los{<, Alt-Moabit 114; am Donnerë- tag im Restaurant Hinsche, Neue Königstraße 59; am Freitag im Restaurant Hensel, Brunnenstraße 129a, Ee der Invalidenstraße; am Sonnabend im Restaurant Strauch, Barutherstraße 1, Ee der Belle-Alliancestraße, und am Montag, 18. Januar, im Restaurant Prot, Annenstraße 49 überall Abends 8 Uhr. An den Unter- riht ließen sih Schreibübungen an. Das Honorar für den ganzen Cursus, der bei der Einfachheit des Roller’shen Systems nur vier bis fünf mden umfaßt, ist eins{ließli< der vellständigen Lehr- mittel 5 M

Aachen, 10. Januar. Auf dem Schacht „Wilbelmine* bei Nothberg wurden laut Meldung des „W. T. B.“ zwei Bergleute infolge des vorzeitigen Losgehens eines Sprengschusses getödtet.

Hamburg, 6. Januar. Major Clüver von der Eisenbahn- Linien-Commission, der vogz etwa vier Monaten bei Besichtigung des Nangirbahnhofes auf Wilhêlmsburg von einer Locomotive erfaßt und schwer verleßt wurde, ist, wie der „Nat.-Ztg.“ mitgetheilt wird, so weit wieder genesen, daß er einen längeren Urlaub antreten fonnte.

Wien. Aug. Frankl theilt in der „Neuen Freien Presse“ mit, daß der Shädel Mozart's dur einen Zufall dem Massengrab entrissen und der Welt erbalten geblieben sei. Ein Bruder des Pro- fefsors Hyrtl lernte auf dem Friedbof von St. Marx einen Todten- gräâber kennen, der ihm den Schädel Mozart's mit folgender Erklärung übergab. Der Todtengräber war ein großer Verehrer des Meisters. Einmal während heftigen Schneegestöbers am 5. Dezember 1791 in der Abenddämmerung brachten vier Träger einen Sarg und übergaben ihm den üblichen Zettel, auf welchem der Name des Todten und die Anweisung auf ein ge- meinsames Grab vom Pfarramte geschrieben stand. Der Todtengräber las den Namen Eoitana Amadeus Mozart. Für Mozart war kein eigenes Grab bestellt und so wurde er in einer „G’magruben“ in einen Schacht gelegt. Es wurden in einen folchen Schacht immer vier Särge neben einander gelegt, mit Erde über- s{<üttet und so fort, bis se<zehn Leichen die Grube füllten. Mozart wurde in die leßte oberste Schicht gelegt. Der Todtengräber notirte sih dies in seinen Schreibkalender. Diese Gruben werden na zehn Jahren, um neuen Todten Plat zu machen, geleert. Als die Reihe an den Schacht kam, in weldem Mozart lag, verfügte si<h der Todtengräber zu der font nur den Knehhten überlassenen Arbeit, ließ die Erdde>e abnehmen und eignete si aus den ver- morshten Brettern des Sarges den Schädel Mozart’s sammt dem Unterkiefer, der losgelöst lag, an. Professor Hyrtl, ein Verehrer Mozart’'s, nabm den Schädel aus den Handen seines Bruders und trug ihn in seine Wohnung. Später aber wünschte der Bruder Srofefsor Hyrtl’'s niht, daß der Fund bekannt werde, weil der Todtengräber wegen Entwendung des Schädels bestraft werden könne. Heute steht der Veröffentlihung nihts im Wege, und Frankl giebt die Beschreibung des Schädels, wie sie Professor Hyrtl ibm in die Feder dictirte.

St. Petersburg, 9. Januar. In der Stadt Puschkary im Gouvernement Tula wurden nah einer Meldung des „D. B. H." Nachts gegen fünfzig Häuser dur< Feuersbrunst eingeäschert. In einem Hause verbrannten sieben Kinder und drei Frauen.

New-York, 9. Januar. Ueber das Grubenunglü> (vergl. Nr. 7 d. Bl.) am 7. d. M. in einem Bergwerk bei Krebs im Indianer-Territorium wird dem „R. B.“ telegravbirt: Um 5 Uhr Nachmittags, nachdem die Tagesschicht des Schachts Nr. 5 der Ojage Koblen- und Bergwerks-Gesellschaft aus der Grube war, sah man Rauch aus dem Schacht aufsteigen. Ein donnerähnlicher Knall [otte bald darauf. Es war klar, daß si eine Explosion unten im

ergwerkt ereignet hatte. Zu dieser Zeit waren 350 Mann im Bergwerke. ie meisten von ihnen gehörten zur Tagesschicht und warteten unten beim Fahrstuhl, um in die Pie ezogen zu werden. Es liegt deshalb an der Stelle, wo der Fahrstubl ift, ein wirres Knäuel von Leichen. 85 Arbeiter retteten sih durch die alte Einfahrt und 42 dur den neuen Schacht. Alle diese haben aber starke Brand- wunden erlitten und faum die Hälfte von ihnen wird mit dem Leben davonkommen. Die Urfache der Explosion war die Abfeuerung einer Fn, obgleich Gase im Bergwerk waren. Bisher sind se<zig

eihen gefunden worden. 25 Bergleute wurden lebend ans Tageslicht gebraht, do find seither aht von ihnen gestorben. Die Jbl der noh vershütteten Männer beträgt nah einer glaubwürdigen S pu 218. Viele Aerzte aus Krebs und 300 Bergleute aus der Nachbarschaft sind na< der Unglücksstätte auf ebxochen, um die seit UperNios bcs an den Rettungsarbeiten thätigen Mann- s h En Guitirtiae nach os i n E über

&uß bohe Flamme aus dem Schacht hervor. Die Erschü erung war fo stark, daß die innerhalb eines Umkreises von 5 Meilen anfsäfsigen Personen an ein Erdbeben- glaubten. Bei dem Munde des tes, wo die Frauen und Kinder der vershütteten Ber leute warten, tragen fich herzzerreißende Scenen zu. Die Rettungsarbeiten nehmen rüstigen Fortschritt und es ist Aussicht vorhanden, anscheinend no< eine ganze Anzahl Bergleute am Leben deutliche

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Zweite Beilage zum Deufschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 11. Januar

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der auf deutschen Eisenbahnen (aus\hließli< der bayerischen) im Monat November 1891 bei den Bezeichnung

der Eisenbahnen.

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Anzeigen.

1) Untersuhungs-Sahen.

[59341] Vermögensbcs{<lagnahme. Durch Urtheil des Königlichen Militär-NRevisions- gerichts Stuttgart vom 30. Dezember 1891 wurde der Arbeitsfoldat (Soldat 11. Klasse) Wilbelm Adam aus Küllstedt, Neg.-Bez. Erfurt, eines Ver- brechens der Fahnenflu<t im wiederholten Nücffall in contumaciam für f<uldig erflärt und demgemäß das ibm gegenwärtig zustehende oder sväter anfallende Vermögen mit Beschlag belegt.

Ulm, den 7. Januar 1892. Der Königlich Württembergische Kontingents-Aelteste

der Festung Ulm.

[59477 Beschluß.

In der Strafsache gegen den Unteroffizier Johann Glieden der II. reitenden Batterie Feld-Artillerie- Regiments Nr. 15, beimathbere<tigt zu Baldringen, Regierungsbezirk Trier, wegen Fabnenflu<ht, wird die durch diesseitigen Beschluß vom 4. November 1891 verfügte Beschlagnahme des Vermögens des Glieden aufgehoben, na<hdem deren Grund durch Gestellung des Beschuldigten weggefallen ift.

Saarburg, den 6. Januar 1892.

Königliches Amtsgericht. Kewenig.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[59489] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung foll das im Grundbuche von den Umgebungen Berlins im Kreise Niederbarnim Band $1 Blatt Nr. 3404, auf den Namen des Kaufmanns Otto Schni>ke zu Berlin eingetragene, hierselbst in der Straße 17 b, nah dem Kataster Stephanstraße Nr. 22 belegene Grundstü am 2. März 1822, Vormittags 105 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsftelle, hier, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C, parterre, Saal 36, versteigert werden. Das ‘Grundstück ist mit 30 Reinertrag und einer Flâhe von 3 a 8 qm nur zur Grundsteuer ver- anlagt. Auszug aus der Steuerrolle, be- slaubigte Abschrift des Grundbuchblattes, etwaige Abschäßungen und andere das Grundstü> be- treffende Nachweisungen, sowie besondere Kauf- bedingungen können in der Gerichtsschreiberei, ebenda, Flügel D, Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Real- bere<tigten werden aufgefordert, die nit von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vor- handensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks nit hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, svätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls die- selben bei Feststellung des geringsten Gebots nit berü>sichtigt werden und bei Vertheilung des Kauf- geldes gegen die berüd>sihtigten Ansprüche im Range zurü>treten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstü>s beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungêtermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah er- folgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 2. März 1892, Nachmittags 1 Uhr, an Gerichtsstelle wie oben angegeben, verkündet werden.

Berlin, den 19. Dezember 1891. | :

Königliches Amtsgericht 1, bisher Abtheilung 51,

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[59490] Zwangsversteigerung. : Im Wege der Zwangösvollstre>ung foll das im Grundbuhe von den Umgebungen Band 160, Nr. 7009, auf den Namen des Baumeisters Her- mann Sprung hierselbst eingetragene, zu Berlin in der Swinemünderstraße angebli<h Nr. 60 belegene Grundstü am 19. März 1892, Vormittags 107 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtëstelle Neue _Friedrich- straße 13, Hof, Flügel C, parterre, Saal 40, versteigert werden. Das Grundstü> ist mit 7,11 Reinertrag und einer Flähe von 10 a 12 qm zur Grundsteuer und für“ das Etatsjahr 1893/94 mit 13 000 G Nußzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abshäßungen und andere das Grundstü> betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsfchreiberei, ebenda Binder 41, eingesehen werden. Alle Realbere<tigten werden aufgefordert, die niht von selbs auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Ver- steigerungsvermerks ni<ht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- kebrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Ver- steigerungstermin vor der Aufforderung zur A von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des eringsten Gebots nit berü>sihtigt werden und bei ettheilung des Kaufgeldes gegen ie berüdsihtigten J

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