1892 / 9 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

und kleineren Fundstü>e von

. Furtwängler enthält. Ueber die neuejten Versuche zur Anordnung des vielumstrittenen Ostgiebels vom Zeustempel u Olympia berichtet E. Curtius in den Abhandlungen der Meiner Akademie, indem er sih gegen die Vorschläge Treu's, Sauer's und Furtwängler's wendet, während fur den augen- bli>lihen Stand der Parthenonforshung die neuen Unter- suhungen B. Sauer's und W. Dorpfeld's in den Mittheilungen des haet Gen Instituts von Hohem Interesse sind. Der Bericht Maus in derselben Zeitschrift über die Ausgrabungen in F giebt eine Ueber)icht über die wichtigsten Funde der leßten drei Jahre. Die „Ergeb- nisse der leßten Ausgrabungen Schliemann's in Troja hat die Gattin des verstorbenen Forschers mit Unterstüßung Doörpfeld's veröffentliht. Zwei der be- fanntesten antiken Bildwerke, die Laokoongruppe und die Aphrodite von Melos haben den Eifer der Alterthums- forsher wiederum von neuem angespornt; wir verweisen auf die zusammenfassenden Mittheilungen R. Förster's in den Verhandlungen der vierzig|ten Versammlung deutscher Philo- logen und Schulmänner in Görliß und auf die Erörterungen zweier französishen Gelehrten Ravaisfson und Reinach Über die milonishe Venus, welche si< in den Spalten der Chronique des arts und der Revue archéologique des vorigen Jahres abwi>elten. Ueber die in neuerer Zeit mit so großem Erfolge durchgeführten Ausgrabungen im Bezirke der Akropolis zu Athen, welhe wichtiges Material für die Geschichte der altattishen Kunst zu Tage gefördert haben, hat A. Schneider auf der genannten Philologen- versammlung in Görliß berichtct, eine populäre Darstellung der Ergebnisse O. Bie in Westermann's Monatsheften ver- sucht. Die erfolgreihen Ausgrabungsarbeiten der Ecole françcaise d’archéologie auf der Insel Delos schildert - Homolle in einer zusammenfassenden Studie: die Veröffent- lihung Benndorf s über das von der österreichischen Re- gierung ausgegrabcne Heroon zu Gjölbaschi liegt jeßt eben- falls abgeschlossen vor und ermöglicht einen Ueberbli> über die reihen Ergebnisse der österreihis<en Expedition.

Dem Nestor der Berliner Archäologen, E. Curtius ver- danken wir cine werthvolle Stadtigeshichte von Athen, welche dur die Zusammenstellung der Schriftquellen zur Topographie Athens (von Milchhöfer) zugleih den Charakter eines un- entbehrlihen Nachshlagewerks erhalten hat.

Einen Jahresbericht über die Forshungen zur Topo- graphie der Stadt Rom veröffentlihte C. Hülsen in den röômishen Mittheilungen des archäologischen Instituts. Die „Römische Ffkonographie“ Ber- noulli’s bringt in einem neu erschienenen Theile die Bildnisse der romischen Kaiser von Galba bis Commodus, eine Publication, wel<he an Reichthum der Ausstattung freilih hinter der prächtigen „Sammlung griechischer und römischer Porträts“ -in Lichtdru-Abbildungen von Brunn (Verlagsanstalt für Kunst und Wissenschaft F. Bru>- mann, München) zurüsteht, aber durch die eingehenden tert- lichen Erläuterungen thren selbständigen wissenschaft- lihen Werth behält. Die ebenfalls in Bru>mann's Verlag erscheinenden, sehr vornehm ausgestatteten Denkmäler griechischer und römischer Sculptur, welche für die Verbreitung archäologisher Anschauung ein überaus erwünshtes Hilfsmiitel bieten, sind bis zur Lieferung 831 vorgeschritten. Ein „Vorläufiger Bericht“, welchen die Herausgeber Brunn und Arndt dieser Lieferung beigegeben haben, erleichtert die systematishe Anordnung der bis jeßt erschienenen 180 Tafeln, deren Anschaffung für Gymnafialbibliotheken und Universitätsapparate niht warm genug empfohlen werden kann.

Jreibung der Bronzen

Am 15. Januar d. J. wird, wie schon kurz erwähnt, im Lichthofe des hiesigen Königlichen Kunstgewerbe-Museums, Prinz - Albrechtstraße, welcher dur<h die General - Verwal- tung der Königlihen Muscen in freundlihster Weise zur Verfügung gestellt wurde, eine Leih-Ausstellung tjapanisher Kunst- und kunstgewerblicher Pro- ducte älterer und neuerer Zeit zu einem wohlthätigen Zwecke eröffnet, nämli<h um den dur< das leßtvergangene furchtbare Erdbeben Geschädigten einen Beitrag zur Linderung der Noth und damit einen Beweis des Mitgefühls in Deutsch- [and zu geben.

Die Ausstellung, an welher Sih Seine Majestät der Kaiser und König dur<h höchst werthvolle Beiträge aus den Königlihen Schlössern, Jhre Majestät die Kaiserin und Königin Friedrih dur<h sehr s{höne Objecte aus dem hiesigen Palais, Seine Königliche Hoheit der Prinz Friedri<h Leopold, Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Sachsen, Seine Hoheit der Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin und zahlreiche Privatpersonen in dankenswerthester Weise. betheiligen, bietet einen guten Ueber- bli> über die auf diejem Gebicte in Berlin vorhandenen interessanien Gegenstände in Porzellan, Bronze, cdelen Me- tallen, La>, Sti>ereien, Webestoffen, Waffen, Rüstungen und Gebrauchsgegenständen.

_ Um weiten Kreisen den Anbli> zu gestatten, ist das Ein- irittsgeld auf nur 50 Z, an Montagen, wo das Museum

onst nicht geöffnet ist, während zweier Stunden auf 1 stgeseßt worden.

In der leßten Sißung der „Académie des Inscriptions et belles Lettres“ in Paris wurde na< einem Bericht der „Wien. Abdp.“ ein Schreiben des Herrn Geffroy vom 27. Dezember aus Rom verlesen, in dem dieser mittheilt, daß augenbli>li< dort in Gelebhrten- und Künstlerkreisen eine Statue des Apollo großes Aufsehen macht, die aus mehreren im Tiber gefundenen Bruchstücken wiederhergestellt worden ist. Der Kopf ift gut erhalten; der Unke Arm feblt, die Stellung der Schulter zeigt aber, daß er na< vorn ausgestre>t war. Troß der Verstümmelungen und der Verheerungen, die dur<h den langen Aufenthalt der Bruchstü>e im Wasser an- gerihtet worden sind, stellt sih das Kunstwerk no< als ein ehr be- deutendes dar. Eine endgültige Erklärung der s{<önen Statue hat man bis jeßt nit geben können. : i

Mit Beihilfe des vor zwei Jahren in Braunschweig be- gründeten Vereins zur Erhaltung der Kunstdenfktmaäler daselbst find, wie man dem „Hann. Cour.“ schreibt, dort im vergangenen Jahre wieder sc<s mittelalterlihe Fahwerksbhäujer stil- gerecht restaurirt worden. Der Verein gewahrt, wo es gefordert wird, zu den Restaurirungen Zuschüsse, tritt aber unter allen Umständen dabei mit den erforderlihen Anweisungen ein. Bemertenswerth ist unter den restaurirten Gebäuden besonders das dur seinen Reichthum an treffliden Schnißwerten in weiten Kreisen betannte Demmer"sche Haus im Sa>, dessen vielfarbige Bemalung vortreffli< wirkt. Die leßten Jahrzehnte haben unter den für Braunschweig charakteristisen mittelalterlihen Fahwerksbauten stark aufgeräumt, und das Bestreben des genannten Vereins, das no< Vorhandene mögli{ft zu erhalten und wieder berzustellen, ist daber vielseitig mit Freude begrüßt worden.

(F) In der Königlichen Bibliothek zu Kopenhagen bat man in diesen Tagen ein Kirhenhandbuch gefunden, das bei Lucas Brandis in Lübe> im Jahre 1483 für den dänischen Bischof Nönnow gedru>t worden ist. Es ift das einzige bisher befannte Eremplar von diesem Buche, das eins der ältetten in der dänischen Kirchenliteratur zu fein scheint.

Land- und Forstwirthschaft.

Auftreten der Nonnen - Rauve.

Auf Anordnung des Landwirthschafts-Ministers wird seitens der Königlichen Regierung zu Bromberg zurz êffentlichen Kenntuiß ge- bracht, daß in dem der tatholisdhen Pfarrgemeinde SlupÞy gehörigen Walde zu Gombin, Kreis Schubin, und den nächst angrenzenden Waldungen die Nonnenrauve in Gefahr drohender Menge bemertt worden ist.

In der Bromberger Fischbrutanstalt des Landwirth- \schaftlihen Provinzial - Vereins sind, wie das „Pos. Tgbl.“ berihtet, am 28. v. M. 100 000 Stück Schnäveleier (Coregonus oxyrrhynchus) aus Bienenbüttel bei Lüneburg angetommen, die der Vorstand des Deutschen Fischerei-Vereins dorthin überwiesen hat, um damit Versuche dieses werthvollen Fisches in hiesigen Gewässern zu maden. Der Schnäpel is ein den Maränen nahe verwandter Fisch. Er wird 20—25 ecm lang, bewohnt die Küsten der südöftlihen Nord- see und steigt im Herbst, um zu laichen, in die Flüsse auf. Es ist an- zunehmen, daß der Schnäpel ebenso wie andere, auch in un?eren tieferen Seen vorkommende Corregonenarten sich au<h in geschlossenen Ge- wäßsern heimis<h machen läßt.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Der Gesundheitsstand in Berlin war au<h in der Woche vom 27. Dezember 1891 bis 2. Januar 1892 kein günstiger und die Sterblichkeit eine nur wenig geringere als in der vorbergegangenen Woche (von je 1000 Einwohnern starben, aufs Jahr berechnet 23,9). Insbesondere sind es no< immer acute Entzündungen der Athmungsorgane, die in großer Zahl zum Vorscheine famen und in 85 Fällen (gegen 87 der Vorwoche) zum Tode führten. Au< Erkrankungen an Grippe waren wieder zahlreicher, aus drei Krankenhäusern wurden 37 Erkrankungen und aus der der Berichtêswoche vorhergegangenen Woche 44 Todesfälle an Grivpe gemeldet. Das Vorkommen von acuten Darm- krankheiten zeigte im Vergleiche zur Vorwecbe eine nur umwvesent- liche Veränderung, die Zabl der Sterbefälle blieb die gleihe. Die Theilnahme des Säuglingsalters an der Sterblichkeit war eine etwas kleinere als in der Vorwoche; von je 10000 Lebenden starben, auf's Jahr berechnet, 69 Säuglinge. Von den Infektionskrankbeiten wurden nur Erkrankungen an Unterleibswyphus und an Kindbettfieber in geringer Zahl zur Anzeige gebra<ht, während Masern wicder größere Ausbreitung fanden und ih be- sonders in der Schöneberger und NRofenthaler Vorstadt wie au< im Stralauer Viertel in größerer Zahl n Auch Er- franfungen an Scharlach und Diphtherie kamen mehr zur Meldung, und zwar leßtere aus der Tempelhofer Vorstadt, dem Stralauer Viertel und Moabit am häufigsten. MRosenartige Entzündungen des Zellgewebes der Haut und Erkrankungen an Keuchhusten gelangten etwas häufiger zur ärztliden Behandlung und führten in zehn Fällen zum Tode. Rheumatishe Beschwerden aller Art zeigten in threm Vorkommen keine wesentliche Veränderung.

München, 10. Januar. Die Zabl der Influenza - Erkran- fungen hat fi, wie der „N. Pr. Ztg.“ berihtet wird, im Laufe der leßten vierzehn Tage nicht unerbebli<h vermehrt. Zur Zeit sind in den biesigen öffentlichen Kranfen-Anstalten einsließlih des Militär- Lazaretbs 112 Erfranfte in Behandlung. Todesfälle sind seit Mitte November 12 zu verzeinen.

Paris. 9. Januar. In Arras mußten, wie der „Frkf. Z.“ berihtet wird, drei große Handlungshäuser \{ließen, weil alle ihre Leute an der Influenza erfranft find. In Lyon sind die Influenza- fälle sebr zablrei<, aber mild; bingegen in Trevour erliegen der Krankheit viele von ihr Befallenen. Jn Denain herrscht sie in mehr als 600 Familien; die Aerzte reichen niht aus. In den Ge- meinden um Denain zählt man bis zu acht Kranken im gleichen Haufe.

Au< în Cahors tritt die Seuche beftig n find über 1000 erkrankt. Daneben Croup unter den Kindern.

Handel und Gewerbe.

Mit Bezug auf den in Nr. 305 des „Reichs- und Staats- Anzeigers“ veröffentlichten Artikel über den_ L Mas Fluß-Schiffsbau is uns eine Zuschrift der Maschi abrif Gebr. Sa<senberg in Roßlau an der Elbe zugegangen, worin mit Bezug auf den Umstand, daß die holländi Jen Werften billiger als die deutschen liefern, behauptet wird, daß die Holländer die englischen Bleche zollfrei einführen können und daß sie billigere Arbeitslöhne zahlen. Die Lieferungen seien aber au< minder gut als die deutshen. Jm übrigen wird angeführt, daß die Besteller die von den Holländern gewährten Zahlungsmodalitäten au< in Deutschland genießen können.

Tägliche Wagengestellung für Koblen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien. An der Ruhr „sind am 11. d. M. gestellt 9747, niht re{tzeitig gestellt feine Wagen.

Zwangs-Versteigerungen. Beim Königlichen Amtsgericht 1l Berlin stand am 11. Januar 1892 das Grundstück des Rentiers Eduard Krüger zu Stegliß, Heefsestraße 3 belegen, zur Versteigerung: das geringste Gebot wurde auf 27 259 4 festgeseßt; für das Meistgebot von 42 550 Æ wurde die Handlung in Firma Siegfried u. Gruna> zu Berlin, Friedrihstraße 130, Ersteherin.

In der gestrigen Zechenversammlung in Dortmund wurden, wie die „Köln. Ztg.“ meldet, die Saßungen der Bergwerks- gemeinschaft angenommen. 85+ 9% der Nuhrzechen sind ihr bei- getreten. Die Glieder der Gemeinschaft sind: 1) die Hauptversamm- lung, 2) die Grupvenverfammlungen für a. Fettfoblen, b. Ggs- und Flammfoblen, c. Magerfoblen. Die Befugnisse der Hauptverfamm-

ung sind im Wesentlichen: Die Prüfung der von den Gruppen- versammlungen festgeseßten Preise, Feststellung der Verkaufs- und Zablungsbedingungen, Feststellung und Bezeichnung der Sorten, end- gültige Beschlußfaßung über die vom Vorstande verhängten Geld- strafen gegen Mitglieder, Aufnabme neuer Mitglieder und Auf- bringung der Gejschäftsfosten. Jede angefangene hunderttausend Tonnen s\teuerpflihtiger Förderung des vorhergegangenen Jahres gewähren eine Stimme. Unbedingte Stimmenmeßhrbeit ist er- forderli<h. Für die Gruppenver]ammlungen gilt das gleiche Stimmrecht, jedo< nur für die Förderung der entledhee Koblensorten: die Gruvpven seßen die Preise feit und können eine zeit- weilige Einschränkung der Förderung anordnen: zuwiderbandelnde Zechen sind bohen Geldstrafen unterwerfen, über deren Verwendun

die Hauptversammlung beschließt. Alle Streitigkeiten werden dur

ein Schiedögericht geregelt. Die Dauer des Vertrages ist: zunächst bis Ende 1892 festgesetzt; eine längere Dauer muß vor dem 1. Ofto- ber 1892 bes{lossen werden.

Leipzig, 11. Januar. (W. T. B.) Kammzug-Termin- bandel. La Plata. Grundmuster B. per Januar 3,625 46, ver Februar 3,627 Æ, per März 3,65 Æ, per April 3,677 #, per. Mai 3,677 M, ver Juni 3,70 4, ver Juli 3,70 , per August 3,75 M, ver September 3,775 #, per Oktober 3,77% 4, ver November 3,772 per Dezember 3,775 Umsaß 55 009 kz.

Lübe>, 11. Januar. (W. T. B.) Der D irector des practischen Handels-Lehrinstituts und Verleger der „Lübe>ischen Anzeigen“ G. W. Ney ift gestorben.

Wien, 12. Januar. (W. T. B.) Ausweis der Südbabn in der Wehe vom 1. bis 7. Januar 588 325 Fl., Mehbreinnahme 100 781 F.

London, 11. Januar. (W. T. B.) An der Küste 1 Weizen- Tadung angeboten.

Glasgow, 11. Januar. (W. T. B.) Die Vers von Roheisen betrugen in der vorigen Woche 4592 3956 Tons. in derselben Woche des vorigen Jahres.

Bradfor.d, 11. Januar. (W. T. B.) Tendenz ruhig aber stetig,

%

isfungen ons gegen

in Garnen mäßiges Geschäft zu niedrigen Preisen.

New - Yorft, 11. Januar. (W. T. B.) Nach rubiger Er- offnung der Börse machte sich eine Abschwächung bis zum Schlusse geltend. Der Umsay in Actien betrug 502000 Stü>. Der S ilber- vorrath wird auf 3700000 Unzen geshäßt. Für den Staats \caß wurden 450 000 Unzen zu 93,90 à 93,58 angeftauft.

: Visible Supply an Weizen 605 000 Bushels, do. an, Mais 7 819 090 Bushels.

Verkehrs-Anstalteu.

Laut Telegramm aus Herbesthal ist die zweite englische Post über Ostende vom 11. d. M. ausgeblieben, Grund: unbekannt.

Die mittels des Reichs-Postdampvfers „Karlsruhe“ beförderte Post aus Australien (Abgang aus Sydney am 7. Dezember 1891) ist in Brindisi eingetroffen und gelangt für Berlin voraussihtli<h am 13. Januar Vormittags zur Ausgabe.

Bremen, 11. Januar. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Schnelldampfer „Dresden“ ist beute von Buenos-A ires abgegangen. Der Dampfer „Darmstadt“ ist vor vier Tagen in Montevideo angekommen. Der Dampfer „München* ist beute von Southampton, der Schnelldampfer „E ider“ gestern Nach- mittag von Southampton und die Damvfer „München“ und „Köln“ sind gestern von Lissabon abgegangen. Der Dampfer e&ran kfurt“ ist gestern von Vigo weitergefahren. Der Dampfer „Hohenstaufen“ ist gestern von Port Said, weitergefahren. Der Damyfer „Bayern“ ift vorgestern in Col omb o angekommen. Der Damypfer „Weser* hat gestern Las Pal mas vafiirt. Der Dampfer „Stettin“ ift gestern Nachmittag mit der Post von Auftralien in Brindisi von Port Said angekommen.

1. Untersuhungs-Saen.

2 doe Zusiäliongen u. dergl.

3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4, Verienies Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Deffentlicher Anzeiger.

6. Dai RaN auf Aktien u. Aktien-Gesells<. 7. Erwerbs- und Wirthschafts-Genossenschaften.

8. Niederlassung x. von Rechtsanwälten.

9. Bank-Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Untersu<hungs- Sachen.

[59698] Stec>briefs-Erneunerung. er gegen den Sattlergesellen Carl Buchholz aus Seeburg am 13. November 1888, in Érste Beilage Nr. 292 unter Nr. 42 234, erlassene Ste>- brief wird hiermit erneuert.

Verlinchen, den 5. Januar 1892.

[59726 Im

[59699]

Der án Nr. 300 dieses Blattes ste>brieflih ver- folgte Johannes Opfermaun treibt s ceinlih in der Gegend des Mittelrheins oder an “E VO L a 2

ird wiedeè um Fahnd s Dana, dex 7: Jane , Der Üntersuchungöricht

beim. Königl. Landgerichte.

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aus

2) Aufgebote, Zustellungen

und dergl.

Zwangsversteigerung. ge der Zwangtvolistrectng soll das imGrund- buche von der Hasenhaide und den Band t Blatt Nr. F Wi L Den „D

T ; Frau Maurermeister Anna Marie Riege, geborenen Königliches Amtsgericht. Maéget bier, 2) des Bauunternebmers Fritz.“ Vergils bier eingetragene, in der Urbanstraße Nr. belegene Grundstü> am 3. März 1892, Vor: mittags 11 Uhr, vor dem un wahr- Gerictsftelle Neue Fri

4

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n 4,17 M. Reinertra a 58 qm zur : aber n s der Steuerrolle, benlavngte Grundbuchblatts, etwaige Abshäßungen und andere

besondere Gu R ritéscreiberei eben eingesehen werden. aufgefordert, die niht von selbst übergehenden Ansprüche, deren Weinbergen m ra s gung des Versteigerungsvermerks insbesondere derartige

insen, wiederkehrenden 118

orderung zur Abgabe von ihneten Gericht str. 13, Dok

, versteigert werden. und einer j: Grundsteuer, zur nicht veranl Auszug schrift des

- bei UN t Sal ite werden. und

treten. - nd i jus S Ber

das Grundstü> betreffende Nachweisungen, sowie können în der Ge- , Flügel D, Zimmer 42, Alle Realberechtigten werden

Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintra-

Forderungen von T nden Hebungen pâtestens im Versteigerungstermin vor der Auf- Geboten anzumelden und, ‘falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben eststellung des eir en Gebots nit berüd-

d ihtigten Ansprüche 7 gegen die berüdsi n Um ez iejenigen, welche das Gigenthum des

uchen, werden OT igerungstermins. die Ein

des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls na<

erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Wezu - auf den

Anspruch an A Stelle des Gru h

Urtheil über die Ertbeilung des Zuschlags wird

am 3. März 1892, Nachmittags L Uhr-

an Gerichtsftelle wie oben verkündet werden. Berlin, den 21. Dezember 1891.

nicht hervorgin Königliches Amtsgericht T, Abtbeilung 53,

Kapital, jeßt Abtheilung 77.

oder Kosten,

[59724] i

auf den Ersteher

wan Im Wege pi p s lol das im auf des Hames des Wanrerne ers: M ing bier ein ene, in belegene Grundstü am 23. M mittags 10 Uhr, vor dem téstelle, N

geldes urüd- ags vor | Flügel C, parterre, Saa ung Mig 2d: ift mit

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ndstü>ks tritt. Das-

Do Grundbuche von Alt -Schbneberg, Band 31 Nr. AAE

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z glâche E 31 a 56 qm zur Grundsteuer ver-

aus der Steuerrolle, be- des Grundbuchblattes, Gionao Ta L Geis sdteribecer, E î en fönnen in der Gerichtsschreiberei, ebenda, mer 41, eingesehen werden. Alle Realberec Fgten werden aufgefordert, die ni t von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vor- handensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur

it der Eintragung des Versteigerungêvermerfts nit hervorging, insbefondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der ufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, vem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls die- selben bei Feststellung des geringsten Gebots nit berücsichtigt werden und bei Vertheilung des Kauf- geldes gegen die berütsihtigten Ansprüche im Range zurüdtreten. Diejenigen, welhe das Eigenthum des Grundstü>s beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungêtermins die BENetnug des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah er- folgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 23. März 1892, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle wie oben, verfündet werden.

Berlin, den 30. Dezember 1891.

Königliches Amtsgericht T, Abtheilung 52, jeßt Abtheilung 76.

[59725] Zwangsversteigerung. -

Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das im Grundbuhe von den Umgebungen Berlins im Niederbarnims<en Kreise Band 34, Nr. 1766, auf den Namen des Zimmermeisters Oswald Defsort hier eingetragene, in der Biesenthalerstraße angeblich Nr. 16 belegene Grundstü>k am 25. März L892, Vorniittags 107 Uhr, ver dem unterzeichneten an Gerichtéstelle Neue Friedrich- straße 13, Hof, Flügel C, parterre, Saal 40, versteigert werden. Das Grundstü ift mit 0,30 Reinertrag und einer Flähe von 7 a 16 qm zur Grundfteuer und für das Etatsjahr 1894/95 mit 9000 Nutungäwerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrirt des Grundbucbblatts, etwaige Abschäßzungen und andere das Grundstü> betreffende Nachwei?!ungen, sowie bcfondere Kaufbedingungen Tönnen in der Gerichtsscretberei, ebenda Zimmer 41, eingesehen werden. Alle NRealberechtigten werden aufgefordert, die nit von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Ver- steigerungëvermerks ni<ht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- tehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Ver- steigerungêtermin vor der Aufforderung zur Abgabe ron Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspri<ht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des

eringsten Gebots nit berü>sihtigt werden und bei

Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berüsichtigten Ansprüche im Range zurü>treten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstü>s beansvrucben, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungs- termins die Einstellung des Verfahrens habn: führen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug -auf den Anspruch an die Stelle des Grundstü>ks tritt. Das Urtheil über die Er- theilung des Zuschlags wird am 25. März 1892, Nachmittags US?7 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben, verkündet werden.

Ve#in , den 30. Dezember 1891.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 52, jeßt Abtheilung 76.

[59738]

_ Auf Antrag der Erben der weiland Wittwe Colona Tôlle Nr. 40 in Schieder foll deren Colcnat, wozu außer dem Wohnhause 4,55 a Hofraum und Garten gehören, öffentlih meistbietend verkauft werden. Zermin dazu ist auf Mittwoch, den 3. Februar 1892, Morgens 11 Uhr, auf Zimmer Nr. 6 biers. anberaumt, wozu Kaufliebbabèr mit dem Vemerken geladen werden, daß der Zuschlag erfolgen wird, wenn mehr als F des Tarats geboten werden.

Ín demselben Termine haben Diejenigen, welche glauben Eigenthume- oder dinglihe Rechte an dem Colonate zu haben, sol<he anzumelden, widrigenfalls fur die ih niht meldenden ihr Recht gegen den neuen Erwerber verloren geht.

Die Bedingungen können 3 Wochen, die Tare 3 Ou vor dem Termine bier eingesehen oder von der Gerichtsschreiberei gegen Gebühr bezogen werden.

Blomberg, den 7. Januar 1892.

Fürstliches Amtsgericht. IT. C. Melm.

[59727]

In Sachen der Ebefrau des A>ermanns Vehl- haber, Marie, geb. Ueble>e, in Rühen, Klägerin, wider. den Maurer Heinrih A>kermann und dessen Chefrau, Anna, geb. Mittelstedt, daselbst, Beklagte, wegen Hypothekcapitals, is nachbezeihnetes. Grund- stü der Beklagten dur -heutigen Beschluß ein- getragen in das Grundbu) heute behuf der Zwangs- versteigerung bes{lagnahmt :

Stück des Planes Nr. 244 der Karte Rühener Feldmark, „die langen Stüd>e“ zu 75 a 5 qm, nit den darauf befindlichen Gebäuden. Termin zur Zwangsversteigerung ist unter Abkürzung der Frist auf den 29. Februar 1892, Nach- Nas 3 Uhr, vor Herzoglidem Amtsgerichte orsfelde in der Veblhabershen Gastwirthschaft in Rühen angeseßt.

Die: bvypotbekarishen Gläubiger haben die Hypo-

‘tenbriefe im Termine zu überreichen.

Die Versteigerungébedingungen, laut welcher jeder

eter auf Verlangen eines Betheiligten Sicherheit

10/0 seines Gebots dur Baarzahlung,

e derlegung kursfähiger Werthpapiere oder geeignete fans zu leisten hat, sowie der Grundbu{sauszug Born, innerbalb der legten zwei Wochen vor dem termine auf der L R reiberei ein-

die Grundstü>e felbst besichtigt werden.

den ge mi j er E

mtsgericht. is PranE,

]

In Sachen des Fabrikschlofsers Karl Le>e hier, Klägers, vertreten durh den tsanwalt Ca hier, wider den Arbeiter Friß Göe in Weddel, Be- klagten, wegen Darlebns, wird, nahdem auf Antrag des Klägers die Beschlagnahme des dem Beklagten gebörigen Anbauerwesens No. ass. 82 zu Weddel mit dem Plane Nr. 323h „am Staatberge“ zu 4 a 82 qm nebft Zubehör, wie solches im dortigen Grund- buche Bd. 1 Bl. 98 eingetragen steht, zum Zwe>e der Zwangsversteigerung dur<h Beschluß vom 17. Dezember 1891 verfügt, au< die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche am 17. Dezember 1891 erfolgt ift, Termin zur Zwangsversteigerung auf Freitag, den 22. April 1892, Morgens 11 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte Riddagshaufen zu Braun- schweig, Auguststraße 6, Zimmer Nr. 2, angeseßt, in welchem die Hypothekengläubiger die Hyvothekenbriefe zu überreicen haben.

Vraunschweig, den 4. Januar 1892.

Herzogliches Amtsgericht NRiddagshausen. E. Kulemann.

[59736]

In Sachen die Subhastation des dem Hütten- mann Carl Schellbach 11. zu Oker gebörigen daselbst belegenen Wohnhauses Nr. ass. 164 betr., werden alle Diejenigen, welche kraft eines dinglichen oder sonstigen Nets auf vorzugsweise Befriedigung aus dem Versteigerungserlöse Anspru machen zu können glauben, bierdur aufgefordert :

binnen zwei Wocheu ibre Ansprüche mit An- gabe des Betrages an Capital, Zinfen, Kosten und fonstigen Nebenforderungen, des Grundes der Forderung, sowie des beanspruchten Nanges, zugleih unter Verlegung der Beweiéurkunden, soweit solche nicht bereits überreicht find, bier unter dem Nechtêénachtheile anzumelden, daß hin-

sihtlih der Forderungen betbeiligter Gläubiger.

na< Maßgabe des $ 75 der Subhastations- ordnung werde verfabren, anderweite Ansprüche aber bei Aufstellung des Vertheilungsplanes un- berücsichtigt bleiben werden.

Zugleich wird zur Erklärung der Betheiligten über den gerichtsseits aufzustellenden Theilungéplan und event. zur Vertheilung des Subhaftationserlöses Ter- min auf Moutag, deu 15. Fevruar d. J., Morgens 10 Uhr, bier angeseßt, mit dem Be- merten, daß der Theilungéplan eine Woche vor dem Termin in der biesigen Gerichtëschreiberei zur Ein- sicht ausgelegt sein wird.

Harzburg, ain 7. Januar 1892.

Herzogliches Amtsgericht. (Unterschrift.)

Aufgebot.

[59732] haben das

Nachbenannte Personen verfahren beantragt :

1) Die Firma J. V. Frank zu Steinhude be- züglich der Antheilsheine der Herzogli<h Braun- shweigis<en Prämienanleihe d. d. 1. März 1869 Serie 8409 Nr. 25 und 26 über je 20 Thaler;

2) der Kaufmann Albert Daubert hier betreffs der geri{tliden Obligation vom 3. Mai 1877, [aut welcher für denselben an dem dem Polizeisergeanten Heinrich Quidde uud dessen Ebefrau, Henriette,- geb. Strümpel, hier gehörigen, Neupetritborfeldmark Blatt T11 Nr. 5a an der Petristraße belegenen Grundftüde zu 3 a 80 qm fammt Wohnhause Nr. 3981 14,000 ( nebst 4 9% Zinsen zur Hypothek haften ;

3) die Wittwe des Restaurateurs August Münster- mann, Minna, geb. Breuftedt, in Peine bezüglich der als Obligation ausgefertigten geri<tli<en Ber- handlung vom 27. Juni 1878, laut welcher für sie auf dem im Grundbuche hiesiger Stadt Band 67B S. 720 verzeichneten, an der Manaeuficatn Nr. 1751 belegenen Grundstüde 400 e Darlehn nebst 5 %/ Zinsen zur Hvpotbek eingetragen sind;

4) der Fuhrherr Heinrich Frede bezüglich der Obli- gation vom 5. April 1877, inhalts welcher an dem ibm gehörigen, Nr. 68 Blatt VI des Feldrifses Hagen an der Hamburgerstraße belegenen Grund- stüde zu 67 a 92 qm für die Wittwe des Schub- machers Carl E>ert, Marie, geb. Wehage, 1350 nebst 5 9% Zinsen zur Hypothek haften.

Die unbekannten Inhaber der bezeichneten Urkunden werden hierdur< aufgefordert, spätestens in dem auf den 21. September 1892, Morgens 10 Uhr, vor unterzeichnetem Gerichte, Auguststraße 6, Zimmer 24, angeseßten Aufgebotêtermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen unter dem Rechtsnachtheile, daß

a. die zu 1 bezei<neten Urkunden absolut,

b. die zu 2, 3 und 4 bezeibneten Urfunden den Eigenthümern der verpfändetcn Grundstücke gegenüber

für kraftlos erflärt werden. Braunschweig, den 18. Dezember 1891. Herzoglibes Amtêgericht. W. Kulemann.

Aufgebots-

[45599] Aufgebot.

Der Hauptlehrer und Rektor a. D. Franz Josef Sänger in Köln, vertreten dur<h Re<htsarwalt Vad> in Köln, bat ‘das Aufgebot der Aktie Nr. 453 der Bank für Landwirths{aft und Gewerbe zu Ehren- feld, lautend auf 300 #, und die Gebrüder Jakob Brohl und Jokann Brohl in Stommeln, vertreten dur< Rechtsanwalt Va> in Köln, haben das Auf- gebot der Aktie Nr. 60 der Bank für Landwirtk- {aft und Gewerbe zu Ehrenfeld, lautend auf 300 46, beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird auf- gefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, den 9. November 1892, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzei&neten Gerichte, an dessen ordent- liher Gerichtsstelle, anberaumten Aufgebotstermine seine Re<te anzumelden und die Urkunden vorzu- legen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden

olgen wird.

Köln, den 4. November 1891.

Königliches AmtsceriGt. Abtheilung 6.

[59730] Anfgebot.

Auf Antrag des Herrn aufsihtführenden Richters bei dem Königlichen Nee und Kurators der Königlichen Gerichtskasse bterselbft wird die Amts- faution des Gerichtsvollziebers Felix Bartsch von bier, welher dur<. rechtskräftiges Erkenntniß des Königlichen Kammergerichts vom 11. Mai 1891 aus dem Dienft entlassen: ift, aufgeboten.

Die Gläubiger des 2. Bartsh, welche an ibn Ford en aus feinem Brant als Gerihts- vollzieher haben, werden aufgefordert, diefe Forderungen bei dem unterzeichneten Gericht, spätestens im Auf- gebotstermine am 16. März 1892, Vormittags 10 Uhr, Zimmer Nr. 9 anzumelden, sofern ihre Forderungen ni<t aus den Aften und Registern des Gerichtsvollziehers ersichtlich sind.

Sich nicht meldende Gläubiger werden mit ihren Nechten an die Amtskaution auégeshlossen und darauf verwiesen werden, fich ledigli<h an die Person des x. Bartsch zu halten.

Kottbus, den 5. Januar 1892.

Königliches Amtsgericht.

[45608] Aufgebot.

Auf Antrag der Erben der am 15. November 1889 zu Angerburg verftorbenen Wirtbscafterin Heinriette Dunker, früber in Steinort, nämli der Geschwister Heinriette, Bruno, Mar, Elise, Clara, Gertrud, Emilie Mellien und der Ges{wister Arna Grat Emma Brauer, geborene Frost, Max Eugen

roft, sämmtli% in Memel und vertreten dur den

Retsanwalt Stein in Angerburg, wird das Spar- fafsenbu< Nr. 869 über 384 6 96 &S$ der hiesigen Kreissparkasse, au8gefertigt für Heinriette Duukcr bebufs neuer Auéfertigaung aufgeboten. . _ Der Inbaber deêselben wird aufgefordert, \pätester:8 im Anufgebotétermine am 16. Juni 1892, Vorm. 9 Uhr, Zim. 21, bei dem unterzeißneten Geriét sein Reit anzumelden uxd das Buch vor- zulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird.

Angerburg, den 2. November 1891,

Königlichcrs Amtsgericht.

[33749] _Aufgebot. 7 Die Sparkassenbücher der Sparkasse des Kreises Neumarît, a. Nr. 17898 über 539 03 S$ ausgefertigt für die Gemeindekasse Jacobédorf, b. Nr. 19 859 über 145 A C6 S4 ausgefertigt für Ioseph MünzLerg in Jacobsdorf, c. Nr. 20182 über 97 K 47 4 ausgefertigt für Herrmann Nitschke zu Jacotsdorf, d. Nr. 21795 über 77 M 87 A ausgefertigt für Carl Vec>ker in Jacobsdorf sind angeblih dur Diebstahl verloren gegangen und sollen auf den Antrag der Eigenthümer nämli : zu a. der Bemeinde Jacokbsdorf, zu b. des Ioseph Münzberg zu JIacobsdorf, zu c. der Vormünderin des Nitschke, der ver- wittweten Dominial-Vogt Theresia Nit'<ke, geborenen Blum, zu Jacobsdorf, zu d des Vorwœundes des Be>ker, des Stellen- befißers Wilhelm Kiesewettec zu Jacobtdorf. zum Zwe> der neuen Ausfertigung amortifirt werden. Es werden daher die Inhaber der Bücher auf- aefordert, späteftens im Aufgebotstermine den 19. April 1892, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzei<hneten GeriWßt Zimmer 11. ihre Rechte an- zumelden und die Bücher vorzulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung erfolgen wird. Neumarkt, den 8. September 1891, Könioliches Amtsgericht.

[58937] Aufgebot.

Dem Kaufmann L. Jienberg zu Korbach, welcher ¿- Zt. in Konkurs gerathen, is ein von ihm am 14./11. 1891 auëgestellter, von W. Dünneba>e zu Neuastenberg acceptirter, am 26./12. 1891 beim Acceptanten zahlbarer Wechsel über 204 4. angeblich abhanden getommen.

Auf Antrag des Konkursverwalters, Rechtsanwalt Voßz zu Korbach, wird der unbekannte Inhaber des Wechsels aufgefordert, svätestens im Termine, den 5. Angust 1892, Vorn. 114 Uhr, denfelken unter Anmeldung feiner Nechte vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloserkläning des Wechsels erfolgen wird.

Berleburg, den 2. Januar 18392.

Königliches Amtsgericht.

[59729] Oeffentliche Ladung.

Der Faßbinder Johann Peter Kesselmark zu Oberdollendorf hat das Aufgebot nachstehender Par- zelle zwe>s Eintragung in das Grundbuch beantragt:

Gemeinde Niederdollendorf Flur 1 Parz. 1871/555, eingetragen in der Grundsteuermutterrolle unter Artikel 148 auf den Namen der Wittwe C Kesselmark zu Oberdollendorf, der verstorbenen Mutter des Antragitellers.

Alle diejenigen, insbesondere etwaige weitere, ihrem Aufenthalte na< unbekannten Erben der Wittwe Peter Kesselmark, welhe behaupten, Rechte an der \raglichen Parzelle zu haben, werden gemäß $ 58 des Geseßes vom 12. April 1888 aufgefordert, etwaige Ansprüche spätestens in dem auf den 3. März 1892, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte, Zimmer Nr. 6, anbe- raumten Aufgebotstermine anzumelden, widrigenfalls sie mit denselben ausges{lofsen werden und die Ein- tragung des Antragstellers im Grundbuch erfolgen wird.

Königswiuter, den 4. Januar 1892.

Königliches Amtsgericht. III.

[59591] _ Oeffentliche Ladung.

Iu Sachen betreffend die Anlegung des Grund- buchs für die Gemeinde Luxem werden in Gemäßheit des $ 98 Abs. 2 des Gesetzes vom 12. April 1888 (cf. S. S. 52) die unbekannten Erben des zu Virne- burg verlebten A>eres Heinri<h Pung zu dem auf den 14. Juni 1892, Vormittags 10 Uhr, im Geschäftslokale des Königlichen Amtsgerichts Abth. TIT zu Mayen, Marktstraße 356 anberaumten Termine bierdur< vorgeladen, um über die Grundftü>e Flur 12 Nr. 18a ober der Straße, Oedland und

ide, groß 7 a 90 qm bezw. 3 a 94 qm, sowie Gla 12 Nr. 318/19 a obér der Straße, Ader 14 a

7 qm, wel<e von der Ehefrau des A>kerers Mathias Schumacher Maria Gertrud, geb. Hermes, in Nachts- beim als Eigenthum beansprucht werden, vernommen zu werden. Falls Ansprüche an die fraglichen Grund- stü>ke in dem Termine oder vor demselben nit an- gemeldet werden, wird die Eintragung der p. Schu- macher erfolgen, na<dem ihr Eigenthumsbesiß vor- schriftêmäßig bescheinigt oder na<gewiesen ift.

Mayen, den 5. Januar 1892. Gerichtsschreiberei des Königl. Amtsgerichts. 111.

Breidenbend, Actuar.

[59592] Oeffeutliche Ladung.

In Sachen betreffend die Anlegung des Grund- buchs für die Gemeinde Luren werden in Gemäßheit des $ 58 Abf. 2 des Gesetzes vom 12. April 18383 a S. S. 52) die unbekannten Erben des zu Virne-

urg verstorbenen A>erers Heinrich Wagner zu dent auf den 14. Juni 1892, Vormittags 10 Uhr, im Geschäftslokale des Königlichen Amtsgerichts Abth. IIT zu Mayen, Marktstraße 356, anberaumten Termine bierdur< vorgeladen, um über die Grund- stü>e Flur 12 Parzelle 17 a ober der Straße, A>er,. groß 3a 16 gm, jowie Flur 12 Parzelle 19 ober der Straße, A>er und Weide, groß 6 a 62 gm bezw. 3a 32 qm, welhe von dem Mathias Schumacher, A>erer in Nachtsheim, als Eigenthum beansprucht werden, vernommen zu werden. Falls Ansprüche an die fraglichen Grundstü>e in dem Termine oder vor dem- jelben ni<t angemeldet werden, wird, die Eintragung des x. Schumacher erfolgen, nahdem sein Eigen- thumsbesiß vorschriftsmäßig bescheinigt oder nah» gewiesen ist. Ss - i

Mayen, den 5. Januar 1892.

Gerichtsschreiberei des Königl. Amtsgerichts, Abth. TIT. Breidenben d, Actuar.

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[59735]

In der Odenkirhen*eer Grundbuchanlegungsfache sollen die Erben Wilhelm Dahmen in Dohr darüber vernemmen werden, ob sie bewilligen, daß der Rentner Wilhelm Rembges in Rhevdt und Ebefrau Emma Johanna, geb. Rembges als Miteigenthümer des Grundstü>s Artikel 359 Grundsteuermutterrolle Odenkirchen in das Grundbuch eingetragen werden. Auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts ift Termin hierzu auf den 24. März 1892, Vor- mittags L1T Uhr an Gerichtsstelle anberaumt, zw welchem dieselben gemäß $ 58 Gef. vom 12. April 1888 öffentlich geladen werden.

Odenkirchen, den 6. Januar 1892.

Hoffmann, Actuar, als Gerichtss<reiber Kgl. Amtsgerichts.

[59737] Aufgebot.

Auf den Antrag der verwittweten Johanne Hen-« riette Matke, geb. Petri>k, zu Creba wird die seit 1845 verschollene unverehelihte Charlotte PetriÆ. geboren zu Creba am 12. Februar 1830 als Tochter des Häuslers und Maurers Johann Christovß Petrik und feiner Ebefrau Johanne Charlotte, geb. Schulz, aufgefordert, sich spätestens in dem auf deu 1. Dezember 1892, Vormittags 10 Uhr, festgeseßten Aufgebotstermine bei dem unterzeichneten Gericht schriftlich oder persönlich zu melden, widrigen=- falls fie für todt erflärt werden wird.

Niesky, den 6. Januar 1892.

Königliches Amtsgericht.

[59884] Aufgebot.

Auf Antrag der Wittwe Elisabeth Dorau;, geb. Lettau, in Sicinny wird die unverebelichte Louïse Amalie Dorothea Dorau, Tochter der Arbeiter Wilbelm und Elisabeth, geb. Lettau, Dorau'schen Eheleute, weldhe fi bis zum 1. Januar 1879 im Sicinny, Kreis Tuchel i. W./Pr. aufgehalten bat und sodann verschollen ift, aufgefordert, sich svätestens im Aufgebotstermine den 26. Oktober 1892, Vorm. 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerihte Zimmer Nr. 11 zu melden, widrigenfalls ihre Todeserklärung erfolgen wird. F. 15/89.

Tuchel, den 21. Dezember 1891.

Königliches Amtsgericht.

[59734] Vorbescheid.

Nr. 316. Gegen den in Heidelsheim geborene zuleßt hier als Gendarm stationirt gewesenen Johann Georg Trautwein ist Antrag auf Verschollenheits- erflärung nah L. R. S. 119 gestellt, indem er {hon feit 6 Iabren spurlos vermißt ift und auch keinen Bevollmächtigten hinterließ: er wird deshalb auf- gefordert, binnen Jahresfrist anher von sih Nachricht gelangen zu laffen, widrigens er für verschollen erklärt wird. Zugleich werden alle diejenigen, die Auskunft über Leben und Tod des Vermißten ertheilen können, veranlaßt, binnen cinem Jahre anher Anzeige zu erstatten.

Lörrach, den 7. Januar 1892.

Großherzogliches Amtsgericht. gez. NÜßle. Zur Beglaubigung: Der Gerichtsschreiber Appel.

[59728] Aufgebot.

Auf Antrag der zum Nachlasse des am 28. De- zember 1891 zu Lehre verstorbenen pensionirten Wegewärters Johann Heinri<h Christian Krökel, rihtiger Schwerdtfeger, berufenen Intestat= Erben, als:

1) der Wittwe des Anbauers Heinrih Meine>e,

_ Dorothee, geb. Fri>e, zu Lehre,

2) e e Ee Heinrich Goes zu Nein-

orf,

3) des Schneidermeisters Friedrih Goes daselbft, werden. Alle, welche ein näheres oder glei nahes Erbrecht an diesem Nachlasse zu haben vermeinen, aufgefordert, ibre Ansprüche in dem auf Donnerstag, deu 3. März 1892, Vormittags 10 Uhr, vor unterschriebenem Gerichte, Augustitr. 6, Zimmer Nr. 1, angeseßten Termine bei Vermeidung- des Ausfchlusses und unter dem Rechtsnachtheile anzu- melden, daß die Antragsteller als die wahren Erben angenommen werden follen und daß die nah dem Aus\chlusse sih Meldenden und Legitimirenden alle bis dahin über den Nachlaß getroffenen Verfügungen anzuerkennen \{uldig sind, weder E no< Nutungen-Erfay fordern können, fondern ihre Ansprüche auf den vorhandenen Ueberrest des Nach- lasses zu beschränken haben.

Braunschweig, am 6. Januar 1892.

Herzogliches Amtsgericht Riddagshausen. Schottelius.

[59731] Aufgebot.

Der am 12. November 1890- zu Landeshut in Schlesien verstorbene Kaufmann Friedrih Robert Sturm hat in seinem Testamente von 10. März 1879 den Bildhauer - Eduard Kallinih zu Landeshut zum Erben eingeseßt, seinem Vetter, dem Tischlermeister

ulius Sturm zu Herde>e aber, Sohn des ver- quen ndshuhmachers Sturm daselbst, ein: Legat: von 1500 4 vermacht ünd bestimmt, daß das-

selbe, wenn der Legatär den Ane nicht erlebe, dessez.

nâchften Verwandten zufallen folle.