1892 / 23 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

sein. an allem Besiß edelster Cultur und dem neuen Geschlecht der weithin fihtbare Bannerträger in allen auf die Sicherung und Förderung des Reichs und- das Gedeihen des Vaterlandes erichteten Bestrebungen. In diesem Sinne wenden \si<h Ihm die

zen Seines Volkes zu und aus diesen Empfindungeu heraus steigen wie täglich, so mit verdoppelter Jnnigkeit an dem heutigen nationalen Festtage, innig und aufrihtig die Gebete Seiner Schußbefohlenen zum Bimmel auf mit dem Wunsche, daß Gott über dem Kaiser [<hüßend walten, daß er Ihn mit seiner Weisheit erleu<hten und Ihn mit Kraft und Gesundheit für Seinen hohen fürstlichen Beruf stärken möge!

Jn einem Artikel der „Leipziger Zeitung“ heißt es:

__ Kräftig vorwärts zu schreiten auf der Bahn socialen Fortschritts, die dem Deutschen Neich vorgezeihnet wac durh die hohe Dol seines glorreihen Begründers , die sittlihen und wirthschaftlichen Kräfte der Nation unter Sicherstellung des bereits Erworbenen weiterer Entfaltunc fnigecen zu führen in diesem, aber auch nur in diesem Sinne wollte Kaiser Wilhelm 11. ein Mehrer des Reichs sein. Und er hat es bis jeßt durchgeführt, ni<ht entgegen dem Willen seines Volks, aber ohne eine dauernde und festgefügte Parlamentsmajorität, berathen dur felbstlose, kundige Staatsmänner, unterstüßt von allen Vaterlandsfreunden, indem er das Gute nahm, wo er es fand, und felbstsüchtigen Klasseninteressen keinen Raum gönnte, wo sie sih an- \chi>ten, sih das Ganze dienstbar zu machen. Das fei ihm heute von M gedankt. Gott erhalte uns auf diesem Wege, mögen dunkle

olken ihn auch zeitweilig verhüllen. Gectt s{<üße das Reich, Gott segne und erbalte den Kaijer! i

Wie in Berlin, so wurde auch außerhalb, in Preußen wie im Reich, der Geburtstag gefeiert. Es liegen darüber Meldungen vor aus:

Potsdam, Bromberg, Breslau, Halle, Aachen, Dresden, Leipzig, Weimar, Eisenach, Braun- Na, Bremen und Lübe>, wo Morgens Festgotte8- ienste und Festacte in den Lehranstalten , Mittags Parole- Ausgabe der Garnison und Paraden stattfanden und für den Abend seitens der Behörden, der Kriegervereine und anderer Corporationen besondere Festfeiern in Aussicht ge- nommen waren. Die öffentlihen und viele Privatgebäude trugen Flaggenshmuc>.

In Wien fand heute bei dem Botschafter Bei ngen Neuß ein Festmahl statt, an wel<hem die Gesandten von Bayern, Sachsen und Württemberg theilnahmen.

Jn Paris fand gestern Abend im Hôtel Continental ein. Bankett der deutschen Colonie statt, an welchem der deutshe Botschafter Graf Münster, die Comtesse Marie Münster , die Gräfin v. d. Asseburg, der Botschafts-Rath von Schön jowie über 200 Herren und Damen der Colonie theilnahmen. Gegen 10 Uhr brachte der Botschafter einen Toast auf Seine Majestät den Kaiser aus, in welchem cr hervorhob, Seine Majestät sei sih der hohen, Jhm von dec Vorsehung zugewiesenen Aufgabe vollbewußt, welche darin bestehe, das Deutsche Reich auszubauen und dessen Jnstitutionen auszugestalten. Seine Majestät wisse, daß diese große Ausgabe nur im Frieden erfüllt werden könne; deshalb seien au< alle Be- strebungen des Kaisers darauf gerichtet, den Frieden

zu erhalten. Der Redner rühmte sodann Jhre Majestät die Kaiserin als ein Vorbild der deutshen Frauen, gedachte in beredten Worten des* ganzen Kaiserlihen Hauses und {loß mit einem dreimaligen Hoch auf Seine Majestät den Kaiser, in welches die Anwesenden enthusiastish einstimmten.

Für die Reichs- und die preußischen Staats- Anleihen bestand bisher hinsichtlih der Zinszahlung ein abweichendes Verfahren insofern, als die Zinsscheine zu den preußishen Staatsschuldverschreibungen hon mehrere Tage vor dem Fälligkeitstermin, die Zinsscheine der Reichs - Anleihe dagegen erst von dem älligkeits- tage an zur Einlösung gelangten. Diese Verschiedenheit ist nunmehr beseitigt. Nach einer neuerdings getroffenen Anord- nung wird die Einlösung der Zinsscheine der Reichs-Anleihe bis auf weiteres bereits mit dem 21. des dem Fälligkeitstermine voraufgehenden Monats beginnen.

Das „Armee-Verordnungs-Blatt“ enthält folgende Allerhöchste Cabinets-Ordre über die Anlegung von Trauer für den verewigten Prinzen Albert Victor von Großbritannien und Jrland, Herzog von Clarence und Avondale, Königliche Hoheit:

__ Um das Andenken des verewigten Prinzen Albert Victor von Großbritannien und Irland, Herzogs von Clarence und Avondale, Könl: lihe Hoheit bisher à la suite des Husaren-Regiments Fürst Blü er von Wahlstatt (Pommerschen) Nr. 5 zu ehren, bestimme Ich hierdurh , daß die Dffiziere dieses Regiments drei Tage Trauer durch Tragen des Flors am linken Oberarm anlegen. Aen hat eine Abordnung des Negiments, bestehend aus dem MRegiments- Commandeur, einem Rittmeister und cinem Lieutenant, an den Bei- seBungs-Feierlichkeiten Theil zu nehmen. Ich beauftrage Sie, Vor- stehendes der Armee bekannt zu machen. An das General-Commando des XVITI. Armee-Corps habe Jch verfügt. Berlin, den 15. Januar 1892. Wilhelm. An den Kriegs-Minister.

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Ferner wird im „Armee-Verordnungs-Blatt“ folgende Allerhöchste Cabinets-Ordre über die Anerkennung hervor- ragender Leistungen in der Ausbildung der Truppe im Schießen veröffentlicht :

Ich will zur Hebung des Interesses für den Schicßdienst hervor- ragende Leistungen in der Ausbildung der Truppen im Schießen be- sonders anerkennen und bestimme, daß Mir die commandirenden Generale, die General-Infpecteure der Fuß-Artillerie und der Pioniere, die Inspecteure der Jäger und Schüßen und der Infanterie-Schulen sowie der Chef des Generalstabes der Armee alljährlih zum 30. No- vember bezw. bei Vorlage der Schießberihte diejenigen Compagnie-, Escadrons- und Batterie-Chefs unter besonderer Begründung namhaft machen, welche si dur< außergewöhnliche Leistungen in der Ausbil- dung ihrer Compagnien, Escadrons und Batterien im Schießen aus- gezeichnet haben. Jh behalte Mir vor, die Art und den Umfang dieser Anerkennung Flgusefen, und willi Ihren bezüglichen Vorschlägen dieserhalb entgegenschen. Sie haben hiernah das Weitere zu veran- lassen. Neues Palais, den 22. Dezember 1891. Wilhelm. An den Kriegs-Minister.

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t vom 27. Januar, Morgens.

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Uebersicht der Witterung.

. Cin tiefes Minimum unter 735 mm liegt nord- westlih von den Lofoten und ist gefolgt von einem ¿weiten im Norden Schottlands, während über dem

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Faust’s Tod.

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Anfang 7 Uhr. Stuart.

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abgenommen hat, aber no< überall ein hoher ift.

Das Maximum des Luftdru>s in einer S über Angen: 770 mm befindet do über dem südwestlichen Frank- reich. / Bei meist schwacher südwestlicher Luftströmung ist das Wetter über Deutschland mild und trübe, vielfach_neblig ; fast allenthalben fielèn Niederschläge, über - Ost- und Süd-Europa stellenweise Schnee. Da das im Nordwesten neu erscheinende Minimum in östlicher Richtung fortschreiten wird, so ist Fort- dauer’ der milden Witterung bei an der Küste auf- frishenden südwestlichen Winden zu erwarten.

: Deutsche Seewarte. a ——————ÊÒIÒIÒIÒIÒIÒIÒIÒIÒIÊIÒIò Theater -- Anzeigen.

Königliche Schauspiele. Donnerstag: Opern- haus. 25. L Cavalleria rusti- cana (Bauern - Ehre). Oper in 1 Aufzug von Pietro Mascagni. Text nah dem gleich- namigen Volks\tü> von Verga. n Scene geseßt rl «vom ‘Ober - Regisseur Raf, irigent: Kapell-

"meister Weingartner. Vorher: Der Barbier vou

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Sevilla. Komische Oper in 2 Acten von Rossini. Dirigent : Kapellmeister Weingartner. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. Lustspiel in 2 Acten nach der glei von Edmond Abouts, von F. Zell. vom Regisseur A. Plaschke. Die alte Schachtel. Lustspiel in 1 Aufzug von G. zu Putlitz. Regie: Anfang 7 Uhr.

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Berliner Theater. Freitag: 20. Abonnements-Vorstellung.

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Wallner- Theater. (Lebte Woche.) Donnerstag : Zuni 19. Me A eule, ang in 4 Acten von J. Keller und L. Herrmann. Musik von V. Holländer. Anfang 74 Ü : Creitag und Sonnabend: Köni

onntag: Nachmittags-Vorstellung zu bedeutend ( ten reisen. Ein toller Einfall. Schwank in 4 Acten von Carl Laufs. Anfang 4 Uhr. Abend - Vorstellung. Zum 1. Male: Komödie in 4 Acten von Ernst von olzogen. Anfang 74 Uhr.

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Directicn: Emil 6. Male: Cacao. von Friß Berend. In Scene Regisseur August Kurz. Freitag: Cacao.

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Male: Unter vier

Costume vom Garderoben-Inspector Ventky.

Residenz-Theater. Direction : Sigmund Lauten- burg. Donuerstag : Lebte Aufführung von: Madame Mongodin. Schwank in 3 Acten von Ernest Blum aoul Toché. Deuts von Emil Neumann. In Scene geseßt von Sigmund Lautenburg. Schwank in 1 Act von Benno Jacobson. Jn Scene gefeßt von Emil Lessing.

G Musoite. in 3 Acten von Guyde Maupassart.

Belle-Alliance-Theater. Donnerstag : 28. En- semble - Gastspiel der Müncherer unter Leitung des Königlich bayerischen ee Herrn Mar

er. Zum s _’s Nullerl. mit Gesang in 5 Aufzügen von Karl Morré.

&reitag: 29. Ensemble-Gastspiel der Münchener.

Adolph Erust-Theater. Donnerstag: Zum Gesangsposse in 4 Acten voa Ed. Jacobson und W. O theilweise von Gustav Görß. Musik von

In Scene geseßi von

Thomas-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. 8s. Donnerstag: Zum (Novität!) Posse in 4 Acten

gese t vom Ober- Anfang 74 Ühr.

_ Nach einer Allerhöchsten Cabinets-Ordre vom 7. Januar d. J. haben die Offiziere von jeßt ab jun Parade- und Kirchenanzuge mit angezogenem Paletot an Stelle der Epauletts die Achselstüc>ke anzulegen. Ferner sollen fortan die Meter va BLEgaN ss und Reserve- Ulanen - R e- gimenter die Bekleidung und Ausrüstung der Linien-Re- gimenter, von welchen dieselben eingekleidet werden, ohne Nummern bezw. Namenszüge auf den Schulterklappen und SUC Gen, mit dem Landwehrkreuz an der Kopfbede>ung, ragen.

Unter Bezugnahme auf $ 2, 1 þ der Heerordnung hat das Kriegs-Ministerium bestimmt, daß Stabsoffiziere des Garde - Corps den diesjährigen Aushebungs- geschäften in den Bezirken der 4., 8, 12., 16., 20., 24. 28., 92.,39., 40., 44., 66. und 71. Jnfanterie-Brigade event. in den Gebietstheilen derselben beizuwohnen haben, welhe Ne- kruten für die Garde stellen. Jm Bezirk der 28. Jnfanterie- Brigade erstre>t sich die Theilnahme auf das Aushebungs- eshäft der beiden Ober-Crsaßcommissionen dieses Bezirks, soweit ein gleichzeitiges Tagen der leßteren dieses niht aus- ließt bezw. cine Unterbrehung der Reise des betreffenden

Stabsoffiziers dadurh nicht bedingt wird. Die Reisepläne

sind seitens der bezeichneten Brigaden rechtzeitig dem König- -

lihen Gencral-Commando des Garde-Corps vorzulegen.

_In der Nacht vom Sonntag zum Montag verschied zu Wiesbaden nach langwieriger shmerzliher Krankheit an cinem Nicrenleiden der Kaiserlihe Geheime Ober-Regierungs-Rath und vortragende Rath im Reichs-Schaßamt August Leopold Thorwald Hugo Neumann. Geboren am 4. Juli 1841, trat der Verstorbene im Jahre 1862 in den preußischen Zustizdienst, aus welchem er 1874 in die Verwaltung der in- directen Steuern überging. 1880 aus der Stellung cines Regierungs - Raths bei der Königlichen Provinzial - Steuer- Direction zu Danzig in das Reichs-Schaßamt berufen, ent- widelte er seitdem als Referent auf dem Gebiete des Reichs - Steuerwesens eine vielseitige und erfprießliche Thätigkeit. Die Erinnerung an seine hingebende Mitwirkun bei den s{hwierigen Arbeiten zur Durchführung des Zoll: anschlusses von Hamburg und Bremen wird bei den Mit- gliedern der hierfür vom Bundesrath niedergeseßten Com- mission ebenso fortleben, wie ihm durch die stete Bethätigung geschäftlicher Tüchtigkeit, lauteren Charakters und collegialen Sinnes bei Vorgeseßten und Amtsgenofsen dauernd ein ehren- des Gedächtniß gesichert bleibt.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.)

An- Concert-Haus. Donnerstag: Karl Meyder-

Concert. Gesellschafts-Abend. Anfang 7 Uhr.

Circus Renz. Karlstraße. Donnerstag, Abends 74 Uhr: Auf gane oder: Ebbe und S Große hydrol. Ausstattungs-Pantomime in 2 A theilungen mit Nationaltänzen (60 Damen), Auf- zügen. Neue Einlage: „Die Garde - Husaren“. Fernere Einlage: „Die Tfcherkessen“ 2c. Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasfserfälle, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffecten. Neu: „Die Grottenbeleuch- tung“ 2c. arrangirt und inscenirt vom Director E. Renz. Außerdem: Die eisernen Ritter des Mittelalters, dargestellt von 12 Herren mit hierzu eigens dressirten Schulpferden. „Coriolan“, ge- ritten von der Schulreiterin Frl. Oceana Renz. „Horaz“ und „Merkur“, zusammen vorgeführt von Herrn Ernst Nenz (Enkel). Mlle. ahe auf dem 20 Fuß hohen Drahtseil. Gebrüder Briatore, Akrobatcn. Auftreten der vorzüglichsten Reitkünst- lerinnen und Neitkünstler 2c. Komische Entrées und Intermezzos von sämmtlichen Clowns.

Täglich: Auf Helgoland.

Sonntag: 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr (1 Kind frei). Auf vielfeitiges Verlaugen: Die lustigen Heidelberger. Abends 74 Ühr: Auf Helgoland.

S Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Helene Schönfeld mit Hrn. Pre- digtamts-Candidaten Mar Ulich (Berlin—Rudow).

Verehelicht: Hr. Oberst-Erblandjägermeister Karl Graf von Baudissin-Zinzendorf mit Frl. Nora „von Buchwaldt (Hagen in Holstein).

Geboren: Ein Sobn: Hrn. Hauptmann Arnold (Jauer). Eine Tochter: Hrn. Amtsrichter Vogt (Schildberg in Posen). Hrn. E Baron von Bistram (Gnesen). Hrn. Pastor

Hökel (Lubowo). Gestorben: Hr. Oberst a. D. Otto von Koppenfels (Breslau). Fr. Hofkammer- und Münch, geb. Littmann

Vorher :

Sittenbild Vorher : 1 Aft von

Bolfks-

annstädt. Adolph

Geöffnet von 12—11 Ühr. wissenschaftlichen Theater.

Posse mit Ge- zettel. Anfang 74 Uhr.

Urania, Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes - Ausstellungs - Park T Bahnhof). äglih Vorstellung im

Näheres die Anscþlag-

, Verw. Fr. Criminal-Director Jo- anna Nichter, geb. Janaßi (Berlin). Hr. Oberst a. D. Heinri Schna>kenberg (Görlitz). Fr. Friederike von Berg, geb. Freiin von Bar- nekow (Silenz, Jusel Rügen). Hr. Pfarrer em...

rorstrath Clara von Berlin).

Christian Bernstorff (Plön). Hr. General-

Krause. Concerte.

Lumpen- von Frl. Helene Frank,

Mme. A In Scene geseßt von Julius edermann. Die

Piano), Prof.

Baß), Mr. ua ILDE

Sing- Akademie. Donnerstag, Anfang 8 Uhr: Concert von Richard Hagemeister unter Mitwirkung Herren Ludwig Hirschberg, Th. Krelle, und den Mitgliedern der Königlichen Kapelle, Herren Gehwald und Lüdemann.

Philharmonie. Donnerstag, Anfang 7F Uhr: Concert E h tr N a e ina Valleria (Prima Donna), Miß Dews Musik von } (Alt), Mr. Orlando Harley (Tenor), San Foli faye (Viol.), Señor Albeniz

m Ganz (Piano).

Carl Rudolp orf (Riesenburg). Hr. Graf n

Lieut. z. D. Rudolf Walther Monba (Potsdam). / ¿it

von

Redacteur: Dr. H. Klee, Director. Berlin:

Verlag der Expedition (Scholz). Dru> der Norddeutshen Buchdru>erei und Verlags- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen (einshließli4 Börsen-Beilage),

und das- Verzeichnis. der gezogenen Schuld= verschreibungen der Preußischen Staats- Prämien-Anleihe vom Jahre 1855.

Mitwirkende :

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Slaals-Anzeiger.

2 23.

Nichtamtliches.

Eine Deputation des Cürassicr-Regiments Herzog Friedrich Eugen von Württemberg (Westpreußisches) Nr. 5, bestehend aus dem Commandeur, Oberst-Lieutenant Grafen von Ma- tuschka Freiherrn von Toppolczan und Spaetgen, dem Rittmeister Freiherrn von Seherr-Thoß und dem Premier- Lieutenant von Hartmann, ist zur Meldung bei dem Aller- höchsten Chef des Regiments, Seiner ajestät dem König von Württemberg, hier eingetroffen.

Der General der Cavallerie z. D. Graf von Bismar>- Bohlen, General-Adjutant Seiner Majestät des Kaisers und Königs, ist hier eingetroffen.

Der Königliche Gesandte in Oldenburg Graf von der Golz ist von dem ihm Allerhöchst bewilligten kurzen Urlaub auf seinen Posten zurü>gekehrt und hat die Geschäfte der Ge- sandtschaft wieder Übernommen.

Bayern.

München, 26. Januar. Die Leiche weiland Jhrer Königlichen Hoheit der erzogin Maximilian in Bayern wird nah der „Allg. dig. am Freitag früh 4 Uhr, begleitet von der la Geh mit brennenden Flambeaux, nah der Bahn gebraht und na< Gmund transportirt werden, von wo die Ueberführung nah Tegernsce zu Wagen erfolgt. Die Familienangehörigen mit ihrem Gefolge begeben sih um 11 Uhr nah Tegernsee, wo eine Trauervigil abgehalten wird; am andern Morgen um 6 Uhr findet dort ein Trauergottes- dienst statt und in der nächsten Woche ein solcher bier in der Ludwigskirche, dessen Tag und Stunde jedo<h no<h nicht be- stimmt ist.

Sachsen.

Dresden, 26. Januar. Die Zweite Kammer be- willigte heute, wie das „Dr. J.“ berichtet, auf Antrag der Finanz-Deputation B unter Tit. 9, 11 und 48 des außerordent- li en Staatshaushalts-Etats die für Erweiterung der Station Plagwitz-Lindenau und der daselbst einmündenden Jndustrie-

leise, für Erweiterung des Bahnhofs Borsdorf einschließlich der

eseitigung zweier Niveauübergänge und zur Erbauung von Woh- nungen für Beamte und Arbeiter der Staatseisenbahnen in Dresden, I und Chemniß geforderten Summen von 569 200, 350 und 1500000 #. Gegen die Erbauung von Arbeiterwohnhäusern erhob Abg. Geyer das Bedenken, daß diese Maßregel dazu benuzt werden könnte, die Arbeiter mehr als jezt an die Scholle zu fesseln, und veranlaßte hier- durch eine léngere Debatte.

Baden.

Karlsruhe, 26. Januar. Die Zweite Kammer ge- nehmigte nah einer Meldung. des „W. T. B.“ mit 32 gegen 28 Stimmen den Gesegentwurf, betreffend die Errichtung eines vierten inisteriums. Dafür ‘stimmten die Libexalen und Conservativen, dagegen das Centrum, die Frei- stnnigen und Socialisten.

Deutsche Colonien.

Wie' die „Kölnische Volkszeitung“ in ihrer gestrigen Nummer weiter meldet, hat der Missionar Pater Schynse seinen Tod bei dem Ueberfall einer Karawane gefunden.

Oesterreich-Ungarn.

__ Ihre Majestät die Kaiserin und Königin ist nah einem Telegramme des „W. T. B.“ durch ein rheumatisches Leiden sowie durch das andauernde Unwohlsein der Erzherzogin Valerie verhindert, an dem Leichenbegängniß der Herzogin Marx theilzunehmen. 8

__ Seine Majestät der Kaiser und König fe durch anen General - Adjutanten Grafen Paar dem russishen Bot: hafter anläßlih des Ablebens des Großfürsten Constantin Nicolajewiish sein Beileid ausdrücken lassen.

__ Das Herrenhaus und das Abgeordnetenhaus er- mächtigten gestern ihre Präsidenten, dem Kaiser und der Kaiserin ihre Theilnahme beim Hinscheiden der Herzogin Max in Bayern auszudrücken. /

Ueber die Valuta-Regulirung wird dem „Frdbl.“ aus Budapest gemeldet:

Der ungarische und der österreihishe Finanz-Minister werden nun ihre gemeinsamen denselben zuin den beiden Minister-Conseils

vorlegen. Wenn diese denselben zustimmen, dann A E die Action,

und zwar mit der Einberufung der Enquêten, auf welche Berathungen mit der Rothschild-Gruppe wegen der GBoldbeschaffung, wozu jeder Staat das auf ihn entfallende Quantum aufbringen muß, folgen werden. Daran werden sich sodann die Verhandlungen mit der Desterreichish-ungarishen Bank wegen deren Beitragsleistung und wegen der Reconfstruction des Noteninstituts reihen.

Rußland und Polen.

_ Der Kronprinz von Schweden und Norwegen L t Nachmittag zum Besuh am Kaiserlihen Hofe in

t. Petersburg eingetroffen. Zum Empfange des Kron- Furt waren auf dem Bahnhofe der Kaiser, der L Urst-Thronfolger und die anderen dort weilenden Großþ- : Die Ehrenwache hatte ein Garde- egiment gestellt. Die dem hohen Gaste zugetheilten Ehren - Cavaliere sowie die Mitglieder der \{<we- dischen Gesandtschaft waren demselben bis Wirballen bezw. Luga entgegengefahren. Nachdem der Kronprinz von dem Kaiser in sein Absteigequartier im Winterpalais be- hatte: worden war und sih daselbst kurze Zeit aufgehalten

ürsten anwesend.

| Propaganda fide, der Cardinal Vannutelli zum Secretär

Erste Beilage

Berlin, Mittwoch, den 27. Januar

Kronprinz an der Familientafel bei den Kaiserlihen Majestäten im Añkitshkow-Palais theil. L l i ür den verstorbenen Großfürsten Constantin Ni- colajewits< fand am Montag in dem Palais zu Paw- lowsk eine Seelenmesse statt, welher der Kaiser, die Fail erin sowie die übrigen Mitglieder des Kaiserlichen Haujes beiwohnten. Die Tochter des Verewigten, die Herzogin era von Württemberg wurde s tern Abend in St. Peters- burg erwartet. Anläßlih des Ablebens des Großfürsten ist eine Hoftrauer von drei Monaten angeordnet worden. ie Kreise Wolmar, Wenden und Oesel des Gouvernements Livland sind in militärisher Beziehung der Verwaltung des Wilnaer B Goa und der- eaen des St. Petersburger ilitärbezirks über- wiesen. Der „Nowosti“ zufolge ist die Erledigung des dem Reichs- rathe zugegangenen neuen Judengeseßes vertagt worden, da der Entwurf einiger Abänderungen bedürfe, welche die Commission, die die Vorlage ausgearbeitet hat, vornehmen soll. Auf Befehl des Kaisers wird in den von dem Noth- stande betroffenen Gouvernements den Bauern, welche ein Hauzsgewerbe betreiben, das nöthige Holz aus den Kron- for sten unentgeltlich überlassen.

Ftalien.

Der König hat aus Anlaß des Ablebens der Her- a Marx in Bayern eine dreißigtägige Hoftrauer an- eordnet. / Der Papst führte gestern Vormittag in einer Congrega- tion behufs Canonisirung des Redemptoristen Majella, welche zwei und eine halbe Stunde währte, den Vorsigß.

Der Cardinal Ledochowski ist zum Präfecten der

für die Apostolishen Breven und der Cardinal Ricci zum Secretär der Memoralien ernannt worden.

In der gestrigen Sißung der Deputirtenkammer stand eine Jnter pellation des Abg. Rossi über den Noten- umlauf zur Berathung. Der Schaß-Minister Luzzatti er- klärte, dem „W. T. B.“ zufolge, in Beantwortung derselben: Das Interesse an der Erhaltung der italienishen Münz- union sei ni<ht nur ein italienishes oder ein lateinisches, sondern ein allgemeines; er beabsichtige, eine Commiss:on behufs Sfudiums einer für Jtalien zwe>mäßigeren Münz- politif einzusezgen. Den Antrag Rossi's, die Zölle in Gold oder mit einem entsprehenden Aufgelde zu zahlen, müsse er jedo<h ablehnen. Was den Notenumlauf be- treffe, so werde die Regierung einen Geseßentwurf vorlegen, durch welchen der A möglichst geregelt werden solle. Der Minister {hloß mit der Versicherung, er werde mit aller Entschiedenheit vorgehen, um die wirt schaftliche Größe des Landes zu erreichen. Seine Nede wurde von der Kammer ‘mit lebhaftem Beifall aufgenommen.

Im Senat wird heute die Berathung der Handels- verträge beginnen.

Die internationale Sanitäts-Conferenz zu Venedig hat gestern Vormittag, nach einer Beileidskundgebun anläßlich des- Todes des Großftrsten Constantin Nicolazewits von Rußland ein Reglement für den Seepolizeidienst und die Quarantäne, insbesondere für Cholerafälle, berathen. Jn ihrer estrigen Abendsizung genehmigte die Conferenz ein allgemeines

eglement, ferner ein solches für den Sanitätsdienst bei Wall- fahrten , dann Vorschriften für die Durchfahrt durh den Suez- Canal zu Quarantänezeiten und endlich die Errichtung eines

Sanitätswachtcorps. die Be-

Es erübrigt jeßt nur no rathung der Finanzfrage, die Gu die heutige Tagesordnung

geseht it. : : A Auch die U Mee in Turin ist leßter Tage der

Schauplag studentisher Demonstrationen gewesen. Jn- folge dessen hat der akademische Rath die S ließzung der Universität verfügt, welche ohne Anstände durchgeführt wurde.

Spanien.

Die Verlängerung des spanish-s<weizerishen M Es gs ist laut telegraphisher Meldung aus adrid am Montag Abend N worden. Die Decrete übec die Verlängerung der Handelsverträge mit Schweden- Norwegen und Jtalien sollen am 1. Fe- bruar d. J. veröffentlicht werden.

Belgien.

Bei der gestern in der Repräsentanten-Kammer ortgeseßten Berathung der Handelsverträge nahm der inanz-Minister Beernaert wiederum das Wort. Nach dem ericht des „W. T. B.“ betonte der Minister in seiner Rede, daß die Opposition sih weniger gegen die Handelsverträge rihte, sondern vielmehr aus einer politishen Tendenz gegen die Regierung entspringe. Unter den jeßigen er- hältnissen würde es sich nicht empfehlen, den gegen- wärtigen Zolltarif umzugestalten; man müsse daher diese Le einer neuen geseßgebenden Körper- schaft überlassen, wel<he aus einem anderen Wahlsystem her- vorgehen und vielleiht zu einer neuen Lage der Dinge führen A Der Minister erklärte sih ferner egen die Absicht, an Stelle der Zölle ad valorem Gewichtszölle zu seßen, und ab \hließli< seiner Ueberzeugung Ausdru>, daß die Kammer fein edenken tragen werde, dem deutsh-belgischen Han-

delsvertrage ihre Zustimmung zu ertheilen.

Türkei.

Aus Konstantinopel von estern wird dem „W. T. B.“ berichtet, daß bei dem Diner zu Ehren des Prinzen Carl Anton von Hohenzollern, Bruders des Thronfolgers von Rumänien, welchem auch der deutshe Botschafter von bes beiwohnte, der Sultan einem ernsteren Un a nur dadur entgangen sei, o ein auf ihn stürzender Wandschirm recht- zeitig von dem * emen aufgefangen wurde. Der Sultan verlieh aus diesem Anlaß dem Prinzen die Rettungs- Medaille und den Cordon des Osmanié-Ordens. Der Prinz

T

1892.

Griechenland.

Die Königin hat, wie dem „W. T. B.“ aus Athen ge- meldet wird, mit Rücksicht auf ihren Gesundheitszustand die beabsichtigte Reise nah St. Petersburg, zur Beisezung ihres verstorbenen Vaters, des Großfürsten Constantin Nikolajewitsch, im leßten Augenbli> wieder aufgegeben. Dagegen ist der Großfürst Paul von Rußland dorthin abgereist.

Rumänien.

Bukarest, 26. Januar. Anläßlih des Geburtsfestes Seiner Majestät des Deutschen Kaisers wird, wie „W. T. B.“ berichtet, morgen ein feierlihes Tedeum in der Kathedrale abgehalten werden. Der belgishe Gesandte

oori>x ist, nahdem er gestern sein Abberufungsschreiben überreicht hatte, heute nah Konstantinopel abgereist. Morgen wird Sir H. Drummond-Wolff, der zum aen ot- hafter in Madrid ernannt worden is, sein Abberufungs- schreiben überreichen.

Serbien.

Belgrad, 26. Januar. Jn der gestrigen“ geheimen Sus er Skupschtina soll nah einer Meldung des „W. T. B.“ die von den Liberalen vorgelesene J nterpella- tion die Frage wegen ciner Anleihe von 10 Millionen zu Ausrüstungszwecken behandelt haben.

Dem Vernehmen nach hat der Kriegs-Minister Praport- \chetowits<h seine Entlassung eingereicht.

Bulgarien.

Sofia, 26. Januar. Das Befinden Stambulow's ist telegraphisher Meldung zufolge andauernd befriedigend. Die vergangene Nacht verbrathte er ruhig und ohne Fieber.

Amerika.

Eine in Washington eingetroffene Depeshe des Ge- sandten der Vereinigten Staaten in Santiago Egan bestätigt den bereits gemeldeten Jnhalt der Antwort der <hilenishen Regierung auf das Ultimatum der Unions- Regierung.

Afrika. /

Die egyptishen Offiziere haben, wie aus Kairo berichtet wird, gestern früh dem Khedive Abbas auf dem Ae vor dem Abdin-Palast den Eid der Treue geleistet. Dem feierlichen Acte wohnten der Kriegs-Minister, der Scheikh- ul-Jslam und der General Grenfell bei. Nach der Beeidigung schritt der Khedive die Front der Truppen ab.

Deutscher Reichstag. 157. Sizung vom Dienstag, 26. Januar. 1 Uhr.

Am Tische des Bundesraths der Reichskanzler Graf von Caprivi, die Staatssecretäre Dr. von Boetticher, Frei- herr von Malßahn und Freiherr von Marschall, sowie der O preußishe Staats-Minister Freiherr von Berlepsch. -

Zunächst steht das Abkommen mit Oesterrei ch- Ungarn über den gegenseitigen Patent-, Muster- und Markenschugß zur zweiten Berathung.

Abg. Schmidt-Elberfeld (dfr.) L im Namen der Com- mission, daß die zum Artikel 1 (gleiches Recht für Angehörige jeder der beiden Staaten) vorgebrahten Bedenken durh den Hinweis be- seitigt worden seien, DaA über etwaige Unzuträglichkeiten jeder Zeit neue Verhandlungen angeknüpft werden könnten.

Zu Artikel 2 bemerkt der Abg. Dr. Hamma cer (nl.), vas nach den in der Commission abgegebenen Erklärungen unter seinem Schuge nicht nur einzelne Unternehmer, sondern au<h Collectivgesellschaften Rechte erwerben könnten.

Zu Artikel 3 und 4 erklärt der Berichterstatter, daß das Priori- tätsreht mit dem Tage der Anmeldung des Patents beginne, va aber die dreimonatlihe Frist, welhe die Rechte des Erfinders au in dem andern vertragschließenden Staate wahre, erst vom Tage der Patentertheilung an gere<hnet werde. :

Abg. Dr. Hammacher (nl.): Seine Bedenken gegen diese Bestimmungen habe die Commissior: nicht Das doch werde er darum das Abkommen nicht ablehnen. Daß es in Oesterreich viel sicherer sei, ein Parent zu erlangen als in Deutschland, hätten au die Regierungsvertreter zugegeben. Das werde viele Erfinder veranlassen, ihre N in Oesterreich zuerst cinzumelden. / i

Bei Art. 5 weist der Berichterstatter darauf hin, daß die ver- Bs Höhe der Gebühren sih nicht bei Gelegenheit eines solchen

bkommens, sondern nur dur<h die Geseßgebung der einzelnen Staaten ausgleihen lasse. Die Aufhebung des Ausführungs- zwanges wäre an sih wünschenswerth gewesen; man habe aber die entspcehende Bestimmung fo {nell in das Abkommen nicht mehr hineinbringen können, andererseits jedo auch eine vertragslose Zeit nit eintreten lassen wollen. j ;

Das Abkommen nebst Schlußprotokoll wird darauf an-

enommen, und ebenso ohne Besprehung in zweiter Berathung das Oa Uebereinkommen mit Jtalien. nter allgemeiner Zustimmung beglü>wünscht der Pr ä - sident biéraut den Abg. Bree von Tettau zu seinem 82. Geburtstage. Auch der Reichskanzler, der erst später in Lf Haus eintritt, hat ihm seine Glückwünsche zukommen assen. Es folgt die dritte Berathung des s<hweizerischen Handelsvertra gs.

Abg. Freiherr von Stumm (Np.): Die Eröffnungen in der He ommission hätten es ihm sehr ershwert, seinem Entschluß, ür den Vertrag zu stimmen, treu zu bleiben. Jn der von dem Abg. Dr. von Bennigsen angeregten freicn Commission seien gewisse Zahlen als vertraulih bezeichnet worden, woraus man habe entnehmen können, daß die übrigen Angaben nicht vertraulih zu behandeln gewesen seien. Wenn die ierung den Grundsaß, daß die Mittheilungen in ibe reien Commission vertraulich ju behandelu seien, zu scharf durhführe o werde das Haus künftig bei derartigen Gelegenheiten nur nod U Commissionen einseßen. Die deutsche Ra r, in die

weiz T zur Zeit die der Schweiz nah Deutschland um ein Geringes. as werde si<h aber im Laufe der nächsten zwölf Jahre zu Ungunsten Deutschlands ändern, da die irkungen des neuen Vertrags no< durh den Aufs<wung der elekktri- schen Nr würden vershärft werden. Die Handels- bilanz werde sih also unter dem neuen Vertrage für Deutschland

atte, begab er Ls alsbald zur Begrüßung der Kaiserin in as Anits<hkow-Palais und Fattete dann den Mitgliedern des Kaiserlichen Hauses Besuche ab. Gestern Abend nahm der

ist, fe schon gemeldet, am Montag Abend nah Athen ab- gereist.

erhebli<h vershle<tern. Die Darstellung des Geheimen. Dbers