1892 / 49 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

pt0 Odi F a f - E et, A O N B R E: A aron w an de.

Preußische Klafsenlotterie. (Ohne Gewähr.)

Bei der gestern fortgeseßten Ziehung der 2. Klasse Ÿ preußischer Kla}senlotterie fielen in

186. Königli der Nachmittags-Ziehung :

1 Gewinn von 10 000 M auf Nr. 163 121.

2 Gewinne von 500 # auf Nr. 85021. 149 159.

13 Gewinne von 300 4 auf Nr. 8848. 17 669. 31 678. 48 989. 73704. 85755. 87547. 123150. 142771. 182817.

183 291. 185 552. 188 031. Bei der heute beendeten

1 Gewinn von 1500 # auf Nr. 97 954.

3 Gewinne von 500 # auf Nr. 112203. 128208.

| 16 110. 66 483. 67 472. 67 843. 86745. 93549. 96811. 126564. 162 078.

168 526. i 10 Gewinne von 300 M auf Nr. 12755.

Mannigfaltiges.

Von dem bisherigen javanischen Militär-Attaché, Major Fufkuschima, der die Rückreise in seine Heimath zu Pferde auszuführen beschlossen und sie vor etwa acht Tagen angetreten hat, sind bei der „N. A. Z.“ Nachrichten aus Warschau eingetroffen, wona er den Ritt bis jeßt obne Unfall bis zur Hauptstadt Polens ausgeführt hat. Von Warschau beabsichtigt Major Fukuschima nah St. Petersburg zu reiten, wo seine Ankunft gegen Mitte März - er- wartet wird. Der auf etwa zrdei Jahre berechnete Distanzritt¿ foll über St. Petersburg, Moskau, Jekaterinenburg, Tomsk, Irkutsk, über die Pässe des Baikalgebirges, das Amurthal entlang, dur die Mandschurei nach der Halbinsel Korea gehen. Beritten ist er mit einer zehnjährigen

englishen Cobstute, ungefähr 1,65 m groß, die

Jahre dur die Firma Woltmann eingeführt wurde, und die der unternehmungslustige Japaner, bereits mit Rücksicht auf den beab-

D)

Pn Distanzritt, im Berliner Tattersall erkaufte. Major F. enußt den Offizier-Bosattel, wie ihn die preußischen Offiziere ver- wenden, darunter cin Militärwoylach bester Beschaffenheit. Das Gepät wird in vier Pataschen mitgeführt, und zwar befinden sich zwei größere Paktaschen am Vorderzwiesel, zwei Paftaschen zu den Seiten und binten der Regenmantel im Futteral, fowie der Futtersack.

Die Direction der Urania macht bekannt, daß von nächster Woche ab jeder Montagabend für diejenigen reservirt werden wird, die obne Abonnements, Familienkarten u. #. w. die Vorstellung zu besuhen und insbesondere von den vhysikalishen und astronomischen Einrichtungen nähere Kenntniß zu nehmen wünschen. An den Montagen werden daber bis auf weiteres alle Ermäßigungen ungültig sein. Auf Sen wurden getödtet: sieben Leichén liegen noch unter den die Berechtigung der Actionâre ist diese Maßnahme ohne Einfluß. 5

Bei dem Familien-Ballfest, das am 1. März (Fastnacht) in den Gesammträumen des Concerthauses stattfindet, wird die Ballmusik von der Capelle des Cavellmeisters Philippi ausgeführt. Während der Pause wird die Karl Meydershe Capelle unter Leitung

ibres Dirigenten spielen. Logen und Nischen stehen

Gesellschaften zur Verfügung; Bestellungen darauf werden im Bureau

des Hauses entgegengenommen.

Schleswig, 24. Februar. Dem Dichter

Holstein-Liedes, dem verstorbenen Amtsrichter Chemni aus Altona, wird, wie man der „N. A. Z.“ mittheilt, demnächst in Schleswig ein Denkmal errichtet werden. Am 24. Juli 1894 hofft man den

E De E. n Ziehung der 2. Klasse 186. Königlich preußischer Klassenlotterie frelen: 2 Gewinne von 3000 A auf Nr. 4485. 10722.

mit der Denfmalseinweihung ein

er seit dem Jahre 1823.

Konstanz, 24. Februar.

Wochen Gefängniß verurtheilt.

elf Perfonen starke Bemannung R

zur * Dampfschiffabrtsgesellshaft

im vergangenen

getriebenen Scbiffstrümmern welche an den Capitän der Bark,

Schiff ging nah ciner Meldung

London, 25. Februar. In C

Fabrik und begrub einen Theil

rümmern.

Basel, 24. Februar.

ein Boot mit fünf Perfonen le : kehrten. Alle fünf Personen find für Vereine und

Erinnerungsstein feßzen zu können. Es ift 1! 1 Provinzial-Sängerfest zu vereinen.

Wittlich, 23. Februar. Der „N. A. Z-“ wird geschrieben : Es o älteste A E Ee D Me ene ist der iesige Gefangenaufseher Müller, der am 20. d. - . feinen 2 ? bhundertsten Geburtstag feierte. Seine jeßige Stelle bekleidet 3000 Personen theilnahmen.

Am Sonntag strandete die norwegische Bark „Dronning Sophie“ in der Nähe des Gallevhead-Leuchthauses an der irischen Küste. Die

apparat in Sicheryeit. In Llanelly landete gestern der Dampfer

„Electric" die hiffbrüchige Mannschaft des Schooners „Courier“,

der am Sonnabend auf der Fahrt von Parr nach Nuncorn unter-

gegangen war. Während eines Nebels lief ferner fe der 4

Postdampfer „Prinz Hendrik“ auf den Strand, ohne bis jeßt wieder flott geworden zu sein. Das bei Penzance während des Sturmes untergegangene Schiff (vergl. Nr. 47 d. Bl.) war kein Dampfer, wie zuerst berichtet, sondern wahrscheinli die österreichische Bark ,„ Fratelli Fabris“, die am 15. d. M nah Buenos Aires in See gegangen war.

b fand sih auch ein Paket mit Briefen,

London, 23. Februar. Ein unbekanntes großes spanisches

Cornwallis unter. Die ganze Besatzung ist ertrunken. zufolge, gestern die Esse einer Fabrik zusammen, ftürzte auf die

eiter, welche überwiegend aus Fraucn bestanden. Fünfzehn

: l Gestern Abend zerschellte, wie der „K. Z.° telegraphirt wird , auf dem Rhein an einem Brükenpfeiler

Es it in Ausficht genommen, Kremenß

Die biesige Strafkammer hat

in Chemnitz

Wasser und gilt als verloren.

brachte sich durch den Rafketen- | verstoße; die

werden. olländische

„Zealand“ gehörige

von Antwerpen Unter den an die Küste

Fabris, gerichtet waren. der „Köln. Ztg.“ an der Küste von

heckheaton bra, dem ,W.T.B.* | Bourgeois,

: I LUTZ berufen. der in derselben beschäftigten Ar - [

Messerstih

, die von einer Spazierfahrt zurück-

ertrunken. aulasjung.

des Schleswig-

Vormittag 10 Uhr fand

Nach Schluß der Redaction eingegangene Depeschen.

Paderborn, 2. Februar. (W.

Y

&?

B.) Heute ihe Conse-

—_—

die feier

Pilgrim von Winzer von Arnsberg wohnten der Feier bei. Das Wetter ist prachtvoll, die Stadt und der Dom haben glänzenden Fest: f E s{chmuck angelegt. Zahlreiche Fremde sind zur Theilnahme an London, 23. Februar. Die „A. C.“ berichtet: Die Stürme | den Feierlichkeiten eingetrossen. _ : der leßten Tage haben, wie aus den nah und nah eintreffenden Leipzig, 25. Februar. (W. T. B.) Das Reichsgericht Berichten hervorgeht, eine bedeutende Zahl von Schiffsunfällen zur Folge gehabt. Am Freitag Morgen lief der franzöfische Dampfer .Tunésie“ auf der Fahrt von Cardiff nach Marseille bei der Insel Lumdy auf ein im Wasser verborgenes Felsenriff und blieb da- selbst, ungeachtet aller Anstrengungen, das Schiff wieder flott zu machen, fißen. Die Mannschaft vermochte sih nur mit großer Mühe zu retten. Das Schiff steht unter

vember v. J. Neichsanwalt Tessendorf stimmte dem Antrage des Ver- theidigers zu, daß das Verfahren gegen Schmidt für unzulässig zu erklären sei, da es gegen die Verfassung

Paris, 2

_ Sofia, 25. Februar. (W. T s Finanz-Minister Sallabascheff ist zum Justiz - Minister ernannt worden.

cration des Bischofs Simar durch den Erzbischof von Köln unter | Bij

Dingelstad von Münster und des Weihbi von Paderborn statt. Gestern Abend war dem Bischof Simar ein großer Fackelzug dargebracht worden, an welchem

Nssistenz des : \chofs Dr. Gee

Heute Nachmittag findet ein

officielles Festmahl zu 160 Gedecken statt; am Abend wird die Stadt festlich beleuchtet. De Le DOBBa na, M. Sue, - Que Age Ls von Westphalen tp vis der E von Sachsen aut Meldung des „W.- T. B.“ das Urtheil des öffengerichts in P - Es Regi - If 1

Ueberlingen, Seiburch der Maler Professor Koppay es rechts- von Pommer -FLYE, M egierungs - Proident ven widriger Aneignung dreier Engelsstatuetten zu aht Tagen Gefängniß verurtbeilt worden war, aufgehoben und den Angeklagten zu vier

Der Ober-Präsident

Minden und der Regierungs - Präsident

verhandelte heute über die Revision des Reichstags- Abgeordneten Schmidt, welcher während der Ver- tagung des

Reichstags von der Straffammer strafrechtlich verfolgt und am 2. No- verurtheilt worden war. Der Ober-

Consequenzen seien allerdings unliebsame,

fönnten aber nur auf dem Wege der Geseßgebung beseitigt

Wien, 25. Februar. (W. T. B.) Dem „Fremdenblait“ zufolge ist zwishen dem Landes-Präsidenten der Bukowina Grafen Pace und dem Landes-Hauptmann Baron Wassilko, die sich infolge persönlicher Zerwürfnisse ihreZeugen gesendet hatten, gestern ein den Chrenhandel beseitigender gütlicher Aus- glei ch erfolgt. DieMandatsniederlegung von 15 deutschen, ruthenishen und polnishen Landtags-Abgeordneten der Bukowina, welche erfolgte, um dur die Beshlußunfähigkeit des Landtags die Auflösung desselben und damit den Ablauf der Amtszeit des rumänishen Landes-Hauptmanns Wassilko herbeizuführen, ist dagegen bis jeßt aufrecht erhalten worden. i 5. Februar. (W. T. B.) Rouvier hat es endgültig abgelehnt, ein Cabinet zu bilden. Der Präsident Carnot wird Nachmittag den Unterrichts-Minister

welcher der radikalen Partei angehört, zu sich

Konstantinopel, 25. Februar. (W. T. B.) Der hiesige bulgarishe Agent Wulkowitsh wurde vorgestern Abend, als er sich nah dem Clublocal begeben wollte, von einem unbckannten Jndividuum überfallen und durch einen

an der linken Seite verwundet. Der Thäter

entkam. Man hält die That für einen Act der Privatrache. Der Zustand des Verwundeten giebt zu keinem Bedenken Ver-

(W. T. B.) Der ehemalige

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten

Beilage.)

E

Wetterberiht vom 25. Februar, 8 Uhr Morgens. 2E | | 225 D'am:Z | | 223 B | E Stationen. | SÉS | Wind. | Wetter. |ES || Sf | Es, v S m | | Mullaghmore| 754 SO 4'halb bed. 6 Aberdeen .. | 759 |SSO 2s|bedeckt 5 Ghristiansund 766 |SSW 1 wolkig 5 Kopenhagen . | 768 |SO 5\wolkenlos | 3 Stockholm .| 775 S 2'wolfenlos | —1 aranda . | 774 |N 2 bede | —b t.Petersbg. | 775 |WNW 1 bedeckt —s Moskau . .. | 776 |W 1 wolkenlos | —7 Cork, Queens- | | | | E town ... | 754 |SSO 4lheiter Cherburg . . | 757 |SSO 2hheiter e G IEW l\wolfig | ee 3\wolkenlos | mburg . . | 763 |SO 3'halb bed. | winemünde | 769 |SO Öö\wolkenlos | Neufahrwasser 774 |SO 2\wolfenlos | Memel . .. | 776 |SOD 3'wolfenlos | [SO 2\wolkenlos |-

Haris L E TOL Karlsrube . . | 763 Wiesbaden . | 763

e Ee 2

_ 2wolkig

still bedeckt

still/bedeckt | 1/halb bed. |

N OLNLIIINI I LIMIIMOMORH-1

2\wolkig | S | 6

München .. | 763 |SW

Chemniy . . | 765 |SO 4 heiter !)

Berlin . .. | 767 |DSO 4s[wolkenl.2) |

Wien ..…. | 769 |SO 2\wolkenlos |

Breslau... | 770 |SO 1\wolfenlos |

Se VA.… | SSO 4hheiter 5 i | O 5

O

758 E e] O4 iel 60 1) Schwacher Reif. 2) Reif. Uebersicht der Witterung. Die Luftdruckuntershiede zwishen Osten und Westen find seit gestern etwas geringer geworden, indessen dauert die vorwiegend füdöstliche Luftströ- mung über Central-Europa noch fort. Bei durch- \hnittlich nahezu normalen Wärmeverhältnissen ift das Wetter in Deutshland an der Westgrenze_vor- wiegend trübe und stellenweise neblig, im Osten beiter ohne nennenswerthe Niederschläge. Die Frost- renze verläuft von Lübeck über Berlin nah Wien in. In Ostdeutshland hberrs{cht leichter Frost. Nach der gegenwärtigen Wetterlage scheint eine wesentlide Aenderung der Witterung demnächst noch nicht bevorzusteben.

Deutsche Seewarte. m i E A

Theater - Anzeigen.

Königliche Schauspiele. Freitag: Opern- haus. 51. Vorstellung. Die Meistersinger von Nüruberg. Große Oper in 3 Acten von Richard agner. In Scene geseßt vom Ober - Regisseur Teßlaff. Dirigent: Kapellmeister Weingartner. An- fang 64 Uhr.

Schauspielhaus. 57. Vorstellung. Der neue Herr. Schausviel in 7 Vorgängen von Ernst von MWildenbruch. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Mar Grube. Anfang 7 Uhr.

Sonnabend: Opernhaus. 52. Vorstellung. Caval- leria rusticana (Bauern-Ehre). Oper in 1 Aufzug von Pietro Mascagni. Tert nach_dem gleihnamigen Bolks\tück von Verga. In Scene geseßt vom Ober - Regisseur Teßlaff. Dirigent: Musßikdirector Wegener. Vorher: Das goldene Kreuz. Oper in 2 Acten von Ignatz Brüll. Tert nah dem Französischen von H. S. von Mosenthal. Tanz von Paul Taglioni. Dirigent: Musikdirector Wegener. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 58. Vorstellung. Das heilige Lachen. Märchen-Schwank in 6 Bildern von Ernst von Wildenbruch. Musik von Ferdinand Hummel. Tanz von Emil Graeb. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Marx Grube. Musikalishe Direc- tion: Herr Steinmann. Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Freitag: Die Kiuder der Excellenz. Anfang 7 Uhr.

Sonntag: Faust.

Berliner Theater. Freitag: 24. Abonnements- Vorstellung. Kabale und Liebe. Anfang 7 Uhr.

Sonnabend: Schlimme Saat.

Sonntag: Nachmittags 25 Uhr: Schlimme Saat. Abends 774 Uhr: Der Hüttenbesiter. Da

Lessing-Theater. Freitag: Die Grofßstadt- luft.

Sonnabend: Sodoms Ende.

Sonntag: Nachmitiags 24 Uhr: Der Fall Clé- manceau. Abends 7# Uhr: Die Grofßstadtluft.

Nächste Nachmittags-Vorstellung zu volksthümlichen

reisen (Parquet 2 #4): Der Fall Clémenceau. Borverkauf obne Aufgeld täglich.

Voranzeige. Dienstag : Sin 1. Male: Para- graph 330. Schwank in 3 Acten nah „Fiaker 117* von A. Millaud und E. de Najac. Der Vor- verkauf beginnt heute an der Tagesfa}se.

Wallner-Theater. Freitag: Zum 7. Male: Yvette. Carnevalsposse in 3 Acten mit Gesang (nach einer französischen Idee) von Carl Laufs und Maximilian Kraemer. Musik von Victor Holländer. Anfang 7x Uhr.

Sonnabend u. folg. Tage: Yvette.

Sonntag: Letzte Nachmittags - Vorstellung von: Ein toller Eiufall. Schwank in 4 Acten von Carl Laufs. Parquet 1 M 2x. Anfang 4 Uhr.

Friedrich - Wilhelmstädtishes Theater. Freitag: Mit neuer Ausstattung zum 37. Male: Das Sonntagskiud. Operette in 3 Acten von Qugo Wittmann und Julius Bauer. Musik von

erl Millôcker. In Scene geseßt von Julius Fritsche. Dirigent: Kavellmeister Federmann. Die

Decorationen aus dem Atelier von Falk. Die neuen

Costume vom Garderoben-Inspector Ventky. An- fana 7 Uhr. Sonnabend: Das Sonutagskind.

Residenz-Theater. Direction : Sigmund Lauten- burg. Freitag: Zum leßten Male: Musotte. Sittenbild in 3 Acten von Guy de Mauvpassant. In Scene geseßt von Sigmund Lautenburg. Vorher : Hohe Gäste. Schwank in 1 Act von G. Belly und P. Henrion. Anfang 7# Uhr.

Die Aufführung von „Musotte“ beginnt um 8 Uhr.

Sonnabend: Zum 1. Male: Riquette. Lustspiel in 3 Acten von Henri Meilhac.

Belle-Alliance-Theater. Freitag: 57. En- femble - Gastspiel der Münchener unter Leitung des Königlich bayerishen Hofschauspielers Herrn Marx Hofpauer. Zum 3. Male: Almenrausch und Edelweiß. Oberbayerishes Charaktergemälde mit Gesang und Tanz in 9 Acten von Dr. Hermann von Schmid. Musik von Müller. Im 3. Act: „Schuhplattl-Tanz“. Anfang 73 Uhr.

Sonnabend : 58. Ensemble-Gastsviel der Münchener.

Sonnabend: College Crampton. \ Almenrausch und Edelweifß:.

Adolph Ernst-Theater. Freitag: Zum 64. Male: Der Tanzteufel. Gesangsposse in 4 Acten von Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von Gustav Görß. Musik yon Gustav Steffens. In Scene geseßt von Adolph Ernst. Anfang 72 Uhr.

Sonnabend: Der Tanzteufel.

Thomas-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Direction: Emil Thomas. Freitag: Zum 13. Male: Reif - Reiflingen. Schwank in 5 Aufzügen von G. v. Moser. In Scene geseßt vom Ober-Negisseur August Kurz. Anfang 7# Uhr.

Sonnabend: Dieselbe Vorstellung.

Montag: Erstes Gastspiel des Königlich bayerishen Hofschauspielers Conrad Dreher aus München, der Damen Schäfer, Neubauer und der Herren Jäger, Terufal, Stöhr, Brandtner (Schuhplattler), sämmtlih vom Gärtnerplaßz-Theater in München. Novität! Zum 1. Male: Jägerblut. BVolksfstück in 4 Acten (6- Bildern) von Benno Rauchenegger. Musik von Josef Krägel.

Billets zu dieser Vorstellung können von heute ab an der Tageskasse erhoben werden.

Urania, Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes - Ausftellungs - Park (Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 12—11 Uhr. Täglih Vorstellung im wissenschaftlihen Theater. Näheres die Anshlag- zettel. Anfang Uhr.

Concerte.

Sing-Akademie. Freitag, Anfang 7# Ubr. Concert der Pianistin Muriel Elliot mit dem Phil- harmonischen Orchester, unter gütiger Leitung des Herrn Bernhard Stavenhagen.

Concert-Haus. Freitag: Karl Mevder- Concert. Strauß-Millöcker-Suppé-Offenbach-Abend. Anfang 7 Uhr.

Dienstag, 1. März (Fastnacht), letztes

i Familien-Ballfes. Billrts à 3 A im Bureau des Hautfes.

Circus Renz. Karlstraße. Freitag, Abends 74 Uhr: Große Komiker - Vorstellung. Auftreten der Clowns C. Godlewsky, 3 Gebrüder Briatore, Paul und William, Gebrüder Kronemann, Gebrüder Dianta und Warne, Herrmann, Misco 2c. in ihren höchst komischen Entrées und Intermezzos. Außer- dem: Quadrille des Fleurs de noblesse, geritten von 16 Damen. „Elimar“ (Stri{springer), vor- geführt von Frl. Occana Renz. 4 ÖOrientalen mit arabischen Vollblut-Schulpferden, von 4 Herren dargestellt in Prachtcostum. Jeu de la rose, gé- ritten von Fr). Clotilde Hager und Mlle. Therefina. Sisters Lawrence am fliegenden Trapez. Auf- treten der vorzüglichsten Reitkünstlerinnen und Reit- fünstler c. Zum Schluß: WEck Auf Helgo- land s oder: Ebbe und Fluth. Große hvydrol. Ausstattungs-Pantomime in 2 Aktheilunger mit Nationaltänzen (60 Damen), Aufzügen. Neue Einlage: „Die Garde-Husaren“. Dampfschiff- und Bootfahbrten, Wasserfälle, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffecten 2c. Arrangirt u. inscenirt vom Director E. Renz.

Täglich : Auf Helgoland.

Sonntag: 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Ubr (1 Kind frei). Auf vielseitiges Verlangen: Die lustigen Heidelberger. Abends 74 Uhr: Auf Helgoland.

R Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Elisabeth Rau mit Hrn. Referendar Dr. jur. Eduard von Joeden-Koniecpolski (Darn! stadt—Frankfurt a. M.). Frl. Rosa Neumann mit Hrn. Rechtsanwalt Gumpel (Meiningen— Dessau). E

Geboren: Ein Sobn: Hrn. Hauptmann Dunkel (Grottïau). i

Gestorben: Hr. Rechnungs - Rath Friedri Rautenberg (Königsberg). Verw. Fr. Sep. Regierungs - Rath Charlotte Sattig, geb. von Eartsberg (Görlitz). Hr. Stadtpfarre! Aloys Koturek (Dobrau). Hr. Geh. JZulllz“ Nath und Notar Eduard Kaehrn (Salzwedel). Hr. Geh. Baurath a. D. Gustav Dóbbel (Köslin).

Redacteur: Dr. H. Klee, Director. Berlin:

Verlag der Expedition (Scho kz).

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlag Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen (einsGliezlih Börsen-Beilage).

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

A4; 49.

Berlin, Donnerstag, den 25. Februar

1892.

L A

Königreich Preufßen. Bedingungen,

welche bei der Vergebung von Arbeiten und Liefe-

rungen im Bereiche der Allgemeinen Bauver-

waltung, derStaatseisenbahn- und Bergverwaltung zur Anwendung kommen.

E S Persönliche Tüchtigkeit und Leistungsfähigkeit der Bewerber.

Bei der Vergebung von Arbeiten oder Lieferungen bat Niemand Aussicht, als Unternehmer angenommen zu werden, der nicht für die tüchtige, pünfktlihe und vollständige Ausführung derselben auch in tecnisher Hinsicht die erforderliche Sicherheit bietet.

S. D: Einsicht und Bezug der Verdingungsanschläge x.

Nerdingungsanschläge, Zeichnungen, Bedingungen 2. sind an den in der Ausschreibung bezeichneten Stellen einzusehen und werden auf Ersuchèn gegen Erstattung der Selbstkosten verabfolgt.

Form und Inhalt der Angebote.

Die Angebote find unter Benußung der etwa vorgeschriebenen Formulare, von den Bewerbern unterschrieben, mit der in der Aus- sPreibung geforderten Ueberschrift versehen, versiegelt und frankirt bis :u dem angegebenen Termine einzureichen.

Die Angebote müssen enthalten:

2. die auêdrüdlihe Erklärung, daß der Bewerber sih den Be- dingungen, welche der Ausschreibung zu Grunde gelegt find, unterwirft ;

b. die Angabe der geforderten Preise nah Reichswährung, und .war sowobl die Angabe der Preise für die Einheiten als auch der Gesammtforderung : stimmt die Gesammtforderung mit den Einheits- vreisen niht überein, so sollen die leßteren maßgebend sein;

c. die genaue Bezeichnung und Adresse des Bewerbers:

4. seitens gemeinschaftlich bietender Personen die Erklärung, daß e sid für das Angebot solidarish verbindlih machen, und die Be-

¿cihnung eines zur Geschäftéführung und zur Empfangnahme der Zahlungen Bevollmächtigten: leßteres Erforderniß gilt auch für die

Angebote von Gesellschaften ;

“e. nâbere Angaben über die Bezeihnung der etwa mit einge- reidzten Proben. Die Proben selbst müssen ebenfalls vor dem Bietungs termin eingesandt und derartig bezeichnet sein, daß sich ohne weitere erfennen läßt, zu welchem Angebot sie gehören :

f. die etwa vorgeschriebenen Angaben über die Bezugsquellen von Fabrifaten.

Angebote, welche diesen Vorschriften nicht entivrechen, insbesondere solche, welhe bis zu der festgesetzten Terminstunde bei der Behörde nicht eingegangen sind, welche bezügli des Gegenstandes von der Ausschreibung selbst abweichen oder das Gebot an Sonderbedingungen fnüvfen, baben feine Aussibt auf Berücksichtigung.

Gs sollen indessen lolche Angebote nicht ausgeschlossen fein, in welchen der Bewerber erklärt, si nur während einer kürzeren als der

R

in der Ausschreibung angegebenen Zuschlagsfrist an sein Angebot ge-

l;

bunden halten zu wollen.

8 4. es Angebots.

Wirkung d

on dem Eintreffen des Angebots bei der 1 l

TT Die Bewerber bleiben v Ei n_ des é de! i n Ablauf der festgeseßten Zuschlagsfrist l

Li ausschreibenden Behörde bis zum f L neten kürzeren Frist (S 3 leßter Ablaß) an

5 t [nd

1

bezw. der von ihnen beze ibre Angebote gebunden. Die Bewerber unterwerfen si mit Abgabe des Angebots in Bezug auf alle für sie daraus entstehenden Verbindlichkeiten der Gerichts- barkeit des Ortes, an welchem die ausscreibende Behörde ibren Siß hat, und woselbst auc sie auf Erfordern Domicil nehmen müssen. : Qi

Zulassung zum Eröffnungstermin. Den Bewerbern und deren Bevollmächtigten steht der dem Eröffnungätermin frei. Eine Veröffentlichung der ab Gebote ist nicht gestattet.

Zutritt zu

! gegebenen

S Gi Ertbeilung des Zuschlags. Der Zuschlag wird von dem ausschreibenden Beamten oder von der auss{reibenden Bebörde oder von einer diefer übergeordneten Be- 1 von dem gewählten der durch besondere

bôrde entweder im Eröffnungétermin zu dem Unternehmer mit zu vollziehenden Protokoll o icbriftlihe Mittheilung ertheilt.

Letterenfalls ist derselbe mit bindender Kraft erfolgt, wenn die Benachrichtigung hiervon innerhalb der Zuschlagsfrist als Depesche oder Brief dem Telegraphen- oder Postamt zur Beförderung an die in dem Angebot bezeichnete Adresse übergeben worden ist.

Trift die Benachrichtigung troß rehtzeitiger Absendung erst nah demjenigen Zeitpunkt bei dem Empfänger ein, für welchen dieser bei rdnungsmäßiger Beförderung den Eingang eines rechtzeitig abge-

r

endeten Briefes erwarten darf, so ist der Emvfänger an sein An-

gebot niht mehr gebunden, falls er ohne Verzug nach dem verspäteten

Eintreffen der Zuschlagéerklärung von scinem Rücktritt Nachricht ge- geben hat.

Nachricht an diejenigen Bewerber, welhe den Zuschlag nicht er-

S AR

balten, wird nur dann ertheilt, wenn dieselben bei Einreichung des

Angebots unter Beifügung des erforderlichen Frankaturbetrages einen desfallsigen Wunsch zu erfennen gegeben haben. Proben werden nur dann zurückgegeben, wenn dies in dem Angebotsschreiben ausdrüdlich verlangt wird, und erfolgt alsdann die Rücksendung auf Kosten des betreffenden Bewerbers. Eine Nückgabe findet im Falle der Annahme des Angebots nicht statt: ebenso kann im Falle der Ablehnung des- selben die Nückgabe insoweit niht verlangt werden, als die Proben vet den Prüfungen verbraucht sind.

Eingereichte Entwürfe werden auf Verlangen zurücgegeben. D (F «f Spa 2, lags ‘eibe! Tf k Sor U1 Pr eh I - Den Empfang des Zuschlagsfchreibens hat der Unternehmer um- gehend \riftlih zu bestätigen. @

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S l.

A Vertragsabsc{luß. L i 4; Vér Bewerber, welcher den Zuschlag erhält, it verpflichtet, auf Srfordern über den dur die Ertheilung des Zuschlags zu stande geiommenen Vertrag eine schriftliche Urkunde zu vollzieben. Sofern die Unterschrift des Bewerbers der Behörde nicht bekannt ilt, bleibt vorbehalten, eine Beglaubigung derselben zu verlangen. …_, Die der Ausschreibung zu Grunde liegenden Verdingungéanschläge, oetihnungen X., welche bereits durch das Angebot anerkannt find, hat der Bewerber bei Abschluß des Vertrages mit zu unterzeichnen.

S6

A Cautionêéstellung. 1 Innerhalb 14 Tagen nach der Ertheilung des Zuschlags hat der Unternehmer die vorgeschriebene Caution zu bestellen, widrigenfalls die Vehörde befugt ist, von dem Vertrage zurückzutreten und Schaden- friaß zu beanspruchen.

i 8 9.

N Kosten der Ausschreib E e ar den durch die Ausschreibung selbft entstehenden Kotten bat nternehmer nicht beizutragen.

E; Allgemeine Vertragsbedingungen für die Au der Bauten.) Ï i S1. : _ Gegenstand des Vertrages. _

Den Gegenstand des Unternehmens bildet die Herstellung reîp. Ausführung der im Vertrage bezeichneten Bauwerke resp. der Arbeiten und Lieferungen. Im einzelnen bestimmt fsich Art und Umfang der dem Unternehmer obliegenden Leistungen nach den Verdingungs- anshlägen, den zugehörigen Zeichnungen und fonstigen als zum Ver- trage gehörig bezeihneten Unterlagen. Die in den Verdingungs- ans{lägen angenommenen Verdersäße unterliegen jedoch denjenigen näheren Feststellungen, welhe ohne wesentliche Aenderung der dem Vertrage zu Grunde gelegten Bauentwürfe bei der Ausführung der betreffenden Bauwerke ch ergeben.

Abänderungen der Bauentwürfe anzuordnen, bleibt d leitenden Behörde vorbehalten. Leistungen, welche in de entwürfen nicht vorgeseben find, fönnen dem Unternehmer nur mit seiner Zustimmung übertragen werden.

& 2. Berechnung der Vergütung.

Die dem Unternehmer zukommende Vergütung wird nah den wirklichen Leistungen bezw. Lieferungen unter Zugrundelegung der vertragsmäßigen Einheitépreise berenet.

Die Vergütung für Tagelobnsarbeiten erfolgt nah den vertrags-

tg af T1 e -- e _ = a

er bau- 1 Bau-

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mäßig vereinbarten Lohnfäßen.

Ausschluß einer besonderen Vergütung für Neben- leistungen, Vorhbalten von Werkzeug und Geräthen, Rüstungen 2. Insoweit in den Verdingungsanschlägen für Nebenleistungen fowie für das Vorbalten von Werkzeug und Geräthen, Rüstungen und für Herstellung und Unterhaltung von Zufuhrwegen nicht befondere Preis- ansätze vorgesehen sind, umfassen die vereinbarten Preife und Tage- lobnfätße zuglei die Vergütung für die zur planmäßigen Herstellung des Bauwerks resp. für die Erfüllung des Vertrages gehörenden Nebenleistungen aller Art, insbesondere auch für die Heranschaffung der zu den Bauarbeiten erforderlichen Materialien aus den auf der e

10 i

Baustelle befindliben Lagerpläßen nah der Verwendungsstelle am N ï ; ; [s s Af R S2 - + N p14 04 A5 Bau, sowie die Entschädigung für Vorhaltung an Werkzeug, Ge-

râtben x.

Auch die Gestellung der zu den Absteckungen, Höhenmessungen und Abnabmevermessungen erforderlichen Arbeitskräfte und Geräthe liegt dem Unternehmer ob, ohne daß demselben eine befondere Ent schadigung hierfür gewährt wird, jedoch wird diese Gestellung für die Höhenmessungen bei den Wasserbauten nicht verlangt.

S D Meßbrleistungen gegen den Bertrag.

Obne ausdrückliche s{riftlihe Anordnung oder Genebmigung

A l ì ; ing des bauleitenden Beamten darf der Unternehmer keinerlei vom Vertrage abweichende oder im Verbindungsanschlage nicht vorgesehene Arbeiten

oder Ueferungen ausführen.

Diesem Verbot zuwider einseitig von dem Unternehmer bewirkte Leistungen ist der bauleitende Beamte ebenfo wie die bauleitende Be hörde befugt, auf dessen Gefahr und Kosten wieder befeitigen zu lassen; au bat der Unternehmer nicht nur keinerlei Vergütung für derartige Arbeiten und Lieferungen zu beanspruchen, sondern muß auch für allen Schaden auffommen, welcher etwa durch diese Abweichungen vom

Vertrage für die Staatsfaste entstanden ist.

r 8 4. Minderleistungen gegen den Vertrag. Bleiben die ausgeführten Arbeiten oder Lieferungen zufolge der von der baukeitenden Behörde oder den bauleitenden Beamten ge- troffenen Ancerdnungen unter der im Vertrage festverdungenen Menge

LrTd1 urück, so bat der Unternehmer Anspru auf den Ersaß des ihm L Ih

nacbweislih bieraus entstandenen wirklichen Schadens.® S

Nötbigenfalls entscheidet hierüber das Schiedsgericht 19).

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Fortführung und Vollendung der Arbeiten x., Conventionalstrafe.

Der Beginn, die Fortführung und Vollendung der Arbeiten und

ieferungen bat nach den in den besonderen Bedingungen festgesetzten

risten zu erfolgen.

Fst über den- Beginn der Arbeiten 2c. in den befonderen Bedin- aungen eine Vereinbarung nicht enthalten, so bat der Unternehmer ivätestens 14 Tage nah schriftlicher Aufforderung seitens des bau leitenden Beamten mit den Arbeiten oder Lieferungen zu beginnen.

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e Zabl der zu verwendenden Arbeitskräfte und Geräthe, sowie die Vorräthe an Materialien müssen allezeit den übernommenen Leistungen entsprechen.

Eine im Vertrage bedungene Conventionalstrafe gilt nicht für erlassen, wenn die verspätete Vertragserfüllung ganz oder theilweise obne Vorbehalt angenommen worden ist.

Cine tagewcise zu berechnende Conventionalstrafe für verspätete Ausführung von Bauarbeiten bleibt für die in die Zeit einer Ver- zögerung fallenden Sonntage und aklgemeinen Feiertage außer Ansaß.

S8 6. Hinderungen der Bauausführung.

Glaubt der Unternehmer sich in der ordnungsmäßigen Fortführung der übernommenen Arbeiten durch Anordnungen der bauleitenden Be- börde oder des bauleitenden Beamten oder durch das nicht gehörige Fortschreiten der Arbeiten anderer Unternehmer behindert, fo hat er bei dem bauleitenden Beamten oder der bauleitenden Behörde hiervon sofort Anzeige zu erstatten. ;

Andernfalls werden schon wegen der unterlassenen Anzeige keinerlei auf die betreffenden, angeblich hindernden, Umÿjtände begründete An- sprüche oder Einwendungen zugela}en.

Nach Beseitigung derartiger Hinderungen find die Arbeiten ohne weitere Aufforderung ungesäumt wieder aufzunehmen.

Der bauleitenden Behörde bleibt vorbehalten, falls die bezüglichen Beschwerden des Unternehmers für begründet zu erachten find, eine angemessene Verlängerung der im Vertrage festgeseßten Bollendungs- fristen längstens bis zur Dauer der betreffenden Arbeitshinderung zu bewilligen. 5

Für die bei Eintritt einer Unterbrechung der Bauausfübrung bereits ausgeführten Leistungen erhält der Unternehmer die den ver- tragsmäßig bedungenen Preisen entsprechende Vergütung. Ift für ver!'chiedenwerthige Leistungen ein nah dem Durchschnitt bemesjener Einbeitsvreis vereinbart, so ist unter Berücksichtigung des höheren oder geringeren Wertbs der ausgeführten Leistungen gegenüber den noch rüständigen ein von dem verabredeten Durchschnittspreise entsprechend abweichender neuer Einheitspreis für das Geleistete befonders zu er- mitteln und darnach die zu gewährende Vergütung zu berechnen.

Außerdem fann der Unternehmer im Fall einer Unterbrebung oder gänzlichen Abstandnahme von der Bauausführung den Ersaß des

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Die Arbeit oder Lieferung muß im Verhältniß zu den bedungenen Rollendungsfristen fortgesetzt angemeijen gefördert werden.

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*) Anmerkung. Durch Erlaß des Herrn Ministers der öffent-

lichen Arbeiten vom 26. Oktober 1888 sind bezüglich der Ausführung von Leistungen und Lieferungen für dte Königlich preußishe Staats- eifenbabnverwaltung befondere „Allgemeine NVertragsbedingungen“ fetît-

gestellt worden.

ibm nachweislich entfstan

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die die Fortseßung des 2 7

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nen wirklichen Schadens beanspruchen, aues bindernden Umstände entweder von der

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bauleitenden Behörde und deren Organen verschuldet find oder insoweit zufällige, von dem Willen der Behörde unabhangige Umiîtande in Frage stehen sh auf Seiten der bauleitenden Behorde zU-

getragen baben. Eine Entschädigung für entgangenen Gewinn kann in keinem Falle beansprucht werden. y In gleicher Weise if der C pflichtet, wenn die betreffenden, die Fortfü Umstände von ifm vêérs{uldet" find oder auf getragen haben. Ist die Unterbrechung dur Naturereignisse herbei

6 ork rt Ar Sort JeTUPrIî worten,

( H E Ea iE atio An a E L aa eas so fann der Unternebmer einen Schade nit beanspruchen. 6 Gr K Cas on bte Dik I me n D D Fe L edO Auf die gegen den Unternehmer g machenden Schadens- T T Pr r Ener 7 Bt? , L al M Tab De E s erfaßforderungen tommen die eh n oder verwirftten (Con- + Cb T. 2 7 G n a D ies a Ci Did ventionalstrafen in Anrech! die Schadensersaßzforderung Nt ADP 12 0 E d v5 ? V 5 n + cas Bd tro 2119 niedriger als die L onvenTtiona o Tomtnt nur die leßtere T lt Citnziebung. X (Crmangeluna U E THKE Gor Bio horlta AIEE rmangeiung nq CenTiMeItt Uber Ie DEIUGY

galti ul lichen Ansprüche das Schiedsgericht. 19.) Dauert die Unterbrechung der Bauausführung 1 nate, so stebt jeder der beiden Vertragéparteien der Nücktritt vom Vertrage frei. Die Rütrittserklärung inuß \{riftlich und spätestens 14 Tage nach Ablauf jener 6 2 anderen Theil zugestellt inzwischen etwa er-

werden: andernfalls bleibt

TInaer als 6 Mo-

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wadsenen Ansprüche auf Schadensersaß fe der Vertrag mit der Maßgabe in Kraft auS- bedungene Vollendungéfrist um die Dauer ver längert wird. S T.

Güte der Arbeitsleistungen und der Materialien.

Die Arbeitsleistungen müssen den besten Regeln der Technik und den besonderen Bestimmungen des Verdingungsanschlages und des Ver-

trages entsprecheu, Bei den Arbeiten dürfen nur tüchtige und geübte Arbeiter be- schäftigt werden.

Arbeitsleistungen, welche der bauleitende Beamte den gedachten Zedingungen nicht entsprechend findet, find sofort und unter Auss{luß er Anrufung eines Schiedsgerichts zu beseitigen und durch untadel- afte zu erseßen. Für bierbei entstehende Verluste an Materialien hat

* Unternebmer die Staatskasse schadlos zu balten.

1 Arbei

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4. T A E Sn + L 1 2 Ra "f S A Rat t Arbeiter, welche nach dem Urtheil des bauleitenden Beamten un- ee T2 T A D CARER: Md P R E tuchtig ind, muten auf Verlan( en entiatjen und dur tüchtige er]eßt

A werden.

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A LMALULIMLiC, L 4! Cn dMngungen Oder C ë oro C4110 entivrechen, nnd a1

aner von tbm zu bef

welde dem Anschlage bezw. den besonderen Be- dem Vertrage zu Grunde gelegten Proben nicht nordnung des bauleitenden Beamten innerhalb menden Frist von der Baustelle zu entfernen.

Bebufs Ueberwachung der Ausführung der Arbeiten steht dem bauleitenden Beamten oder den von demselben zu beauftragenden Per- sonen jederzeit während der Arbeitsstunden der Zutritt zu den Arbeits- vlätzen und Werkstätten frei, in welchen zu dem Unternehmen gehörige

c T 4+ 7 yotorttiA Ao Arbeiten angefertigt werden.

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G 8 Erfüllung der dem Unternehmer Handwerkern und Ar- beitern gegenüber obliegenden Verbindlichkeiten. Der Unternebmer hat der bauleitenden Behörde und dem vau-

leitenden Beamten über die mit Handwerkern und Arbeitern in Betreff der Ausfübrung der Arbeit geschlossenen Verträge jederzeit auf Er- fordern Auskunft zu ertheilen. Sollte das angemessene Fortschreiten der Arbeiten dadurch in Fort

Frage gestellt werden, daß der Unternehmer Handwerkern oder Ar-

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beitern gegenüber die Verpflichtungen aus dem Arbeitsvertrage nicht

oder nicht pünktlich erfüllt, so bleibt der bauleitenden Behörde das

Net vorbebalten, die von dem Unternehmer geschuldeten Beträge

für dessen Rechnung unmittelbar an die Berechtigten zu zahlen. DEX order

( : : 4 p ' 4 "la A0 hn isto 6 Unternehmer hat die bierzu erforderlichen Unterlagen, Lobnlisten 2e. der bauleitenden Behörde bezw. dem baulcitenden Beamten zur Bel

fügung zu stellen.

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O9: Entztehung déx Arbeit X. Die bauleitende Behörde ist befugt, dem Unternehmer die Arbeiten und Lieferungen ganz oder theilweise zu entzichen und den noch nicht vollendeten Theil auf seine Kosten ausführen zu lassen oder felbst feine Nechnung auézuführen, wenn a. seine Leistungen untüchtig sind, oder b. die Arbeiten nah Maßgabe der verlaufenen Zeit nicht genügend gefördert sind, oder | : K

©. der Unternehmer den von der baulcitenden Behörde gemaß

& S getroffenen Anordnungen nicht nachkommt.

Vor der Entziehung der Arbeiten 2c. ist der Unternehmer zur Beseitigung der vorliegenden Mängel bezw. zur Befolgung der ge- troffenen Anordnungen unter Bewilligung einer angemestenen Frit

aufzufordern. i

Von der verfügten Arbeitsentziehung wird dem Unternehmer dureh eingeschriebenen Brief Eröffnung gemacht. .

Auf die Berechnung der für die ausgeführten Leistungen dem Unternehmer zustehenden Vergütung und den Umfang der Ber- vflichtung desselben zum Schadensersayz finden die Bestimmungen im § 6 gleihmäßige Anwendung.

Nach beendeter Arbeit oder Lieferung wir cine Abrechnung übec die für ihn fich ergebende mitgetheilt.

Abschlagszahlungen können im Falle Unternehmer nur innerhalb desjenigen Betr welcher als sicheres Guthaben desselben unter B standenen Gegenansprüche ermittelt ift.

Ueber die infolge der Arbeitsentziehung eben mögenérechtlihen Ansprüche entscheidet in Ermangelung guktächer

gung das Schiedsgericht 19).

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C 10; Ordnungsvorschristen.

Der Unternebmer oder dessen Vertreter muß sih zufolge Auf

forderung des bauleitenden Beamten au? der Baustelle einfinden, ?o oft na dem Ermessen des Leßteren die zutreffenden baulichen An- ordnungen cin mündlihes Benehmen aur der Baustelle erforderlich

c ftigten Bevollmächtigten, ind bezüglih der Bau- ausfübrung und der Aufre{terhaltung der Ordnung auf dem Bauplat den Anordnungen des bauleitenden Beamten bezw. deten Stellvertreters unterworfen. Im Falle des Ungehorfams kann ihre sofortige Ent- fernung von der Baustelle verlangt werden. L Der Unternehmer bat, wenn nicht cin Anderes ausdrücklich ver- einbart worden ist, für das Unterkommen seiner Arbeiter, tn}oweit ¡ies von dem bauleitenden Beamten für erforderlich erachtet wird, selbst zu sorgen. Er muß für seine Arbeiter auf eigene Kosten an den ibn angewiesenen Orten die nöthigen Abtritte herstellen, owie für- deren regelmäßige Reinigung, Desinfection und demnäcbstige Be- scitiqung Sorge tragen. e N “Für die Bewachung seiner Gerüste, Werizeuge, Geräthe 2c. sowie einer auf der Baustelle lagernden Materialien Sorge zu tragen, ist ediglich Sache des Unternehmers.

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(Gebilfen und Arbeiter des Unternehmers

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