1911 / 263 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

SHlichtheit von tiefer Wirkung. Ueberhaupt tritt Fräulein Ohlhoff in künßlerischer Vornetmbeit hinter das von thr dargestellte Werk tva Nach fünf eindrucksvollen Liedern von Grieg hörte man E ieder von Otto Naumann, der sie selbst am Klavier egleitete. Die Lieder sind im besten Sinne modern, natürlich und vornchm empfunden. Das reizende „Policker Polaker“ mußte wieder- holt werden. Nur möchte man Herrn Naumann den wohlgemeinten Nat geben, die Begleitung seiner Leder lieber anderen zu überlassen. Gr faßt alles zu derb-monoton an, ist nicht der Mann der feinen Nuancen wie Otto Bake, der bei den andern Programmnummern meisterlih feines Amtes waltete. Der Saal war vollbesezt und das Publikum sehr angeregt. Am Donnerstag hatte man im ausverkauften großen Saale der Philharmonie die willkommene Gelegenheit, Marcella Sembrich wieder zu hören. Die Künstlerin, die sich von der Bühne zurückgezogen hat und sih nur noch dem Konzertgesang widmet, steht noch auf der Höhe ihres besonders im Koloraturgesang meisterlichen Könnens, ja man darf sie als die legte große Vertreterin dieser Kunst bezeichnen, denn sie behandelt ihre Stimme dabei nicht lediglich wie ein virtuos gespieltes Instrument, sondern weiß threm Vortrag trop aller S{hwterigkeiten der Passagen, LTriller und Ftorituren ein persönlihes Gepräge zu geben. Die große Grnani- arie fann man nit vollendeter singen hören als von ihr, »Gine Rethe von Liedern in deutscher, russisder, polnischer und englischer Sprache zeigten, daß sie auch s{chlichten Weisen und Empfindungen vollendeten Ausdruck zu geben unstande ist. Den SgHluß bildete der Straufsche Walzer „Geschichten aus dem Wiener Wald® mit italienishem Text in der Bearbeitung La Forges, worauf zahlreiche Zugaben folgten. In die Begleitung teilten sih das Philbarmonische Orchester und (für die Lieder) Otto Bake. Daß die Künstlerin nach Gebühr gefeiert wurde, bedarf niht erst der Bestätigung. Mit einem Kammermusikabend im Bechsteinsaal führten sich, aleidfalls am Donnerstag, die Herren Edward Collins (Klavier), Nichard Heber (Violine), Emil Folgmann (Violoncello) glücklich ein. Die jungen Künstler bekundeten alle drei. in ihrem Vortrag eine wohltuende Sptelfreudigkeit, die von einem fräftig entwtckelten musikalishen Sinn getragen wurde; es lag jugendlicher Schwung und fünstleriswes WVerständnis in ihrem flüssigen, klangshönen Spiel. Die freudige Aner- kennung, die thnen zuteil wurde, war wohlverdient. Der gleichzeitig von Lilly Mayerhofer im Choralionsaal veranstaltete Klavierabend ließ ziemlih kühl; Rameaus „Sarabande" und Mozarts B-Dur-Sonate spielte die Dame wohl sauber, aber troden tim Klange und nüchtern im Ausdruck. Auch die Getgen- funst Werner Fishers im Klindworth-Scharwenkafaal (Donnerstag) ersien no® zu \chwächlid, als daß sie erheblide Ein- drücke hätte terlassen können. Die Kleinheit des Tons, die Mattig- feit des Ausdruck3 ließen kaum eine nennenswerte Wirkung zu. An demselben Donnerstag gab die finnishe Sängerin Maikki Färnefelt nad längerer Abwesenheit von Berlin tm Blüthner- saal einen Liederabend. Ihre Stimme ist besonders in der tiefen und mittleren Lage noch von bestrickendem Wohllaut; die Höhe ist nit mebr mübelos und weist im Forte eine gewisse Schärfe auf. Dieses sind aber geringfügige Mängel gegenüber der temperament- vollen Art des Vortrag8, dem künstlerishen Maß, mit dem die Sängerin Licht und Schatten zu verteilen weiß, und der innige Empfindung aufweisenden Wiedergabe der Gesänge. Gin etwas buntes, troßdem aber interessantes Programm lag den Darbietungen zugrunde und die Lieder der heimatlichen Komponisten Frau Järnefelts sprachen am meisten durch ihre: Stimmungsgebalt an. Die Begleitung lag in den Händen von Selim Palmgren, der sie mit feinem Verständnis ausführte, ih außerdem aber aud noch als ein Komponist von feinem Empfinden in seinem Liede „Herbst* erwies, dessen äußerst zarte Be- * gleitung im Verein mit der Singstimme einen eigenen Reiz hatte. Die Zuhörer ließen es an Beifall nicht fehlen, und sowobl das lett- erwähnte Lied wie manches andere mußte wiederholt werden. Frederick Dawson hatte bei seinem einzigen dieswinterlichen Klavierabend in der Singakademie ein gleih vielseitiges und interessantes Programm gewählt wie im Vorjahre. Auch diesmal zeichnete er sih durck technischce Gewandtheit, glänzenden Ton, Leichtkg- feit des Spiels und lebhafte Phantasie im Vortrage aus, beeinträhtigte nur bisweilen die günstige Wirkung dur allzu ausgiebigen Pedalgebrau. Besonders |chôn wurden „Toccata® (Schumann), „Pafssacaglia® (Couperin), zwet Etuden von Chopin und eine Ungarishe Rhbapsodie von U8zt vorgetragen. Elsa Dankewtt, auf deren s{öne, wohlgeshulte Stimme chon früher hingewiesen wurde, bereitete auch an ihrem diesjährigen einzigen Liederabend am Donnerstag im Beethovensaal ibren Zuhörern cinen musikalishen Genuß. Sie bat \ich inzwischen noch vervollkommnet, sowobl bezüglich der, früher beanstandeten, Aussprache wie bezüglih der Verinnerlihung ihres Vortrages. Das _e Ave Maria“ von Schubert und den „Kranz“ (Brahms) fang sie sehr \{ön; die größte Anerkennung aber verdiente und fand der „Vesperge)ang’, russi\shes Volkslied in der Bearbeitung Karl Kämpfs, vom Kom- vonisten, gleihwie die anderen Gesang8vorträge, begleitet. Die Klaviervorträge von E dgell Adams im Bechsteinfsaal regten am Freitag die Aufmerksamkeit lebhaft an; die junge Dame entwickelte zeitweise eine erstaunliche gene des Tons und Energie des Ausdru, die ganze Art ihres Spfels neigt ‘eber zu zielbewußter Kraftbetätigung als zu zarter Empfindung; dabet trat eine sichere musikalishe Begabung in der Gedankengliederung bervor, wenn auch noch vieles unharmon!s{ nebeneinander gestellt wurde. Die persörlicbe Anschauung, welche den Tondichtungen etne eigene, wenn aub noch unausgeglihene Form gab, versöhnte mit manchen Uebergriffen. Die Damen Hetta von Schmidt (Gesang) und Else Wagner (Klavier) konzertierten an demselben Abend gemeinsam imBlüthner- \aal. Obgleich die Altistin anscheinend mit einer Fndikposition zu fämvfen hatte und sih bei der Durchführung ibres Programms Be- \{ränkung auferlegen mußte, gelang es thr do, ihre woblges{ulte Stimme zur Geltung zu bringen und durch vornehme Vor- tragósweise die Zuhörer voll zu befriedigen. Hiervon zeugte der besonders nach „Rastlose Liebe“ (Schubert), „Auf dem See“ (Brahms) sowte „Weißt Du noch“ und „Morgens am Brunnen“ (Jensen) einsetzende lebhafte Beifall. Die Piankstin spielte mit gutem Verständnis zunächst Bachs Prâälubium und Fuge in Es-Moll, sodann die As-Dur-Sonate von Beethoven und fand eben- falls eine beifällige Aufnahme. Weniger erwärmten Mar NRegers „Episoden", obwohl die Vortracende auch bier ibre Aufgabe mit anerkennenéwerter Hingebung zu lösen suchte. Herr Walter Mever - Radon hatte die Klavierbegleitung der Sängerin über- nommen und führte sie gewandt durch. En Konzert, das der hier \chon bestens eingeführte Violinist Jafscha Sußmann, gleihfalls am Freitag, im Beetbovenfaal mit dem Philharmonischen Orchester gab, hinterließ einen recht bes friedigenden Eindruck und brachte dem feinsinnigen Interpreten der Konzerte in A- und G-Moll von Viotti und Bruch zum ersten Male hier gesvielten Konzertstücks (Op. 84) des leßtgenannten Komponisten reie Anerkennung.

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Der schöne gesangvolle Ton feines Spstruments sowie die sichere, gediegene Technik kamen den Wieder- gaben außerdem noch zu gute. Namentlich widmete der junge Künstler sein Können der Bruchschen Neuheit, deren tiefen musikalisGen Inbalt er voll zu ershôpfen wußte. Lotte Nofer (Klavier) und Ludwig Feuerlein (Getang) ließen fih um dieselbe Zeit im Klindworth-Scharwenkasaal hören. Die Pianistin besizt einen Anschlag von fast männlicher Kraft, der aber bisweilen hart ist; sie \pielt korrekt, aber etwas s{chulmäßig, und ihr Vortrag vermag daher nicht besonders zu erwarmen. Als Be- gleiterin des Sängers war sie an ihrem Playe und wurde ihrer Auf- gabe mit angemessener Zurückhaltung acrecht. Derr Feuerlein hat gute natürlihe Beanlagung, weiß scine Stimme aber ncch nidt ret zu verwenden, auch i1t die Vortrag8weise cin wentg unbeholfen, weler Cindruck noch dadur verstärkt wird, daß er dabei zu sehr an das Textbuh gebunden ist. Beide Konzertgeber versprehen aber für die Zukunft Gutes.

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“m Saale ter Singakademie land am Sonnabend unter Ossip Grabilowits\chs Leitung das Pilharmonische Orchester, um ein reihaltiges Programm durchzuführen. Als Solisten des Abends waren Profesjior Willy Heß (Violine) und Katharine Goodson genannt. Den Beginn machte Beetbovens Ouvertüre zu „Coriolan“, die in leuchtender Klarheit und sorgfältigster Präzision ge- spielt wurde. Ihr folgte ein melodiöses „Konzertstück“ des Alt- meisters der Violine M. Bruch (Op. 84), das dem Solisten genug Gelegenheit gab, sein reifes Können, seinen blühenden Ton zur vollsten Geltung zu bringen. „Drei Tanzitücke" aus dem Ballett „Céphale et Procris“ von Grétry glänzten dur ihre prickelnte, echt französishe Musik, während die symphonische Dichtung „Leonore“, die bier ihre Uraufführung erlebte, dem Komponisten Henrt Duparc feine großen Chren einbrabte. Sie gehört jener Art Kompositionen an, die, nur auf den Effekt gestellt, bei weitem das Maß edler Musik überschreiten, oft sogar das Gebiet des Seichten streifen und dann das äâsthetise Empfinden verlegen. Es ist nicht zu leugnen, daß der Komponist teilweise echt lyrishe Saiten an- {lagen fann, daß aber, um dramatisch zu wirken, seine Kräfte nit ausreichen. Ein Gleiches wäre der Pianistin Fräulein Goodson zu sagen, die das bekannte Es-Dur-Konzert von Ws8zt dur falschen Pedalgebrauh, unklate Disposition entflellte. thr fehlte in jeder Beztehung die Beherrshung dieser Lisztschen Mußk, das Geniale, das sie erfordert, wenn sie wirken foll. Im Schlußsay reichte ihre Kraft niht aus, um dem Inhalt dieses Werkes gerecht zu werden. Hecr Gabrilowitsch, der als Pianist vorzüg- lies leistet, vermodte mit seiner Stabführung die Orchester- begleitung nicht immer in glatten Bahnen zu balten. Vor einem großen Publikum zeigte am Sonnabend in der Phil- barmonie der in leßter Zeit oft genannte Schönbildner Professor Or. E. Jaques - Dalcroze in einer Schüleraufführung, inwieweit der Mens fähig ist, durch planmäßige Schulung feinen Willen zu meistern, den Körper zu allerhand rhythmisher Gymnastik, Gehbörsbildung und Improvisation zu erziehen. Es war erstaunlich zu schen, was Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren in dieser Erziehung zu leisten imstande sind, wie durch Konzentration der Sinne auf die Bewegungen des Körpers eingewirkt wird, wie dteser, alle gewohnheitsmäßigen Funktionen verleugnend, dem eisernen Willen folgen muß. Ein Vortrag des Musikschriftstellers Dr. Karl Stor ck, der die erzieherishe Bedeutung dieser Methode beleuchtete, ging den Vorführungen voran. Er betonte, daß vorerst die Mußk Gemkein- qut der Völker werden müßte, daß aus dieser heraus ein kommendes Geschlecht erzogen werden könnte, wie es im klassischen Hellas gewesen ift, das als vornehmste Forderung des Menschsetns die harmonische Bildung von Körper und Geist betrachtete. Die Aufführung, die in erster Linie pädagogishen Zwecken diente, brahte im wesent- lien eine Wiederholung {on früher vorgeführter Uebungen. Nutb-Cdith Daum, die um dieselbe Zeit im Choralion saale einen Vortrag8abend veranstaltete, fehlt mancherlei zu einer Sprech- fünstlerin. Jhr kleines, sprödes Oraan vermag kaum den Zuhörer- raum zu füllen, außerdem überhastet sie sich beim Sprehen. Be- fremdlih war au die etwas gesuchte Pose der Vortragenden in einem hochlehnigen Armsessel, von dem aus sie sprach. Eine Abwecbslung \chuf Leopold Hesse (Baßbariton) mit der Wiedergabe einiger Lieder. Wie {on gelegentlih eines früheren Auftretens ge}/agt worden ist, fehlt es ihm niht an poetishem Gefühl und Charak- terisierungs8vermögen. Die Stimmregister sind jedech immer noch zu wenig ausgeglichen, und die Tongebung ist niht immer zuverlässig. Ungeachtet dessen waren seine Darbietungen annehmbar, zumal fie von einer deutliGen Aussprache unterstüßt wurden. Einen „Schumann - Schubert - Abend“ veranstaltete Frau Cornelia Nider-P os \art(Klavier), gleihfallsamSonnabend, im Beet hoven- \aal unter Mitwirkung dreier Mitglieder des „Fityner-Quartetts“ sowie des Kontrabassisten Alexander Skibicki. Daß dur diese trefflihen Künstler das von ihnen gemeinsam gespielte „Forellen- Quintett“ (Schubert) in voll befriedigender Weise vorgetragen wurde, bedarf kaum der Bekräftigung. Dasselbe gilt von dem Klavier-Quintett (Op. 44) von R. Schumann. Außerdem trug Frau Rider-Possart noch einige Soli vor, bei denen thr leichter, gefälliger Anschlag und die ibr eigene glänzende Technik besonders zur Geltung kamen. Angefügt seien hier einige Worte über einen Vortragsabend, den Ernst von Possart und Helene Henke an demselben Tage im Theatersaal der Königlichen Hochschule für Musik gaben, obwobl er sireng genommen ntcht zu den musikalisben Veranstaltungen zu zählen ist. Er galt aber der Wiedergabe der Nichard Wagners Par sifal“ zugrunde liegenden Dichtung. Herr von Possart sprach in seiner edlen Art die männlichen Rollen, während Frau Henke die- jenige der Kundry vertrat und außerdem die szenishen Anordnungen Wagners, kleine Dichtungen für si, vorlas. Für den, der Wagners Musik nicht kennt, mag der Abend lehr- und genußreicher gewefen fein als für der sie kennt und die Sehnsucht danach eimvfand. Durch das SevTik-Lbots8ky-Quartett der Herren Lhotsky, Prochàzka, Moraveë, Zelenka fam am Sonnabend im Be h - steinsal an erster Stelle Anton Dvokaks Streichquartett G-Dur zu Gebör: es wurde damit ein voller Erfolg erzielt; die vier Künstler spielten das eigenartige, an Stimmungen und Gedanken reie Werk mit fortreißendem- Temperament: ihre etwas berbe Spielweise, die fris und kernig anmutete, konnte an rechter Stelle wieder eine über- rashend \{öne Fülle und Rundung des Klanges und hbingebende Innigkeit des Gefühls entwickeln; es pulsierte ein reges Leben in den Vorträgen, das erfrishend wirkte. An der Wieder- gabe von Tschaïkowskys A - Moll - Trio beteiligte sich der aus- gezeihnete Pianist Paul Goldschmidt am Klavier. Alice Baehr | um dieselbe Zeit im Klindworth-Schar- wenfasaal eine Anzahl Ueder und Arien mit mäßiaem Gelingen: ibr beller Sovran erschien für den Ziergesang, an welchem die Dam ih versuchte, bei weitem niht sorgfältig genug gebildet ; die bildung und auch der Toneinsay ließen an Sauberkeit mandes zu wüns{en übrig; da auch der Ausdruck si i landläufigen Schablone beweate, fonnte nicht viel an den gesanaliden QDarbietungen gewonnen werden.

Fm Blüthnersaal gab der bekannte Geiger Wladyslaw Wag- er (Sonnabend) ein Konzert, an dem « das Blüthner- unter Ignaz Waghbalters Leitung mitwirkte. An

telle stand eine neue Komposition Orchesterleiters, ein

C nzert mit Orchesterbegleitung, verzeichnet, das fast eindruckslos orüberging; weder von den Themen nochÞ von JInstrumentation f¿rablten irgend welche Anregungen oder Reize aus; die ganze Ton- dihtung mate einen saft- und fraftlofen Eindruck; der Geiger ver- subte sein Bestes, um der Komposition ben; dazu jedoch

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reite seine Geigenkunst, die über außergewöhnliche Eigenschaften faum verfügt, nicht aus.

Mitteilungen des Königlichen Aëronautiscken Dbservatoriums, veröffentlit vom Berliner Wetterbureau. Dracwenaufstieg vom 5. November 1911, 8 bis 9 Uhr Vormittags : [Station]

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Geschw. mps.| 8—9 | 29 M 4 2 Aa

Himmel ganz bedeckt, untere Wolkengrenze in etwa 900 m Hkbe.

Größte Windgeschwindigkeit: 26—27 m in der Sekunte in eiwa 700 m, zwischen 760 und 1200 m Höhe Temperaturzunahme von 6,4 bis 8,79,

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Die Depression über Nordeuropa hat abgenommen, nter 730 mm Liegen über Lapyland und den westlihen Lofoten, ein eue zicht von Irland heran; ein Hoch-

u eu druckgebiet über einen Ausläufer wedselnder Ber

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Minima

770 mm liegt über Südfrankreih und entsendet

nach Oecsterreih. olfung und

In Deutschland wehen bei vier bis sieben Grad Wärme mäßige,

an der Osiföfte lebhaftere Südwestwinde; fast überall haben Nieder-

{1 ige,

im Nordwesten auß Gewitiec stattgefunden.

Deutsche Seewarte,

zum Deulschen Reihsan

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Zweite Beilage

zeiger und Königlich Preußishen Staatsanzeiger.

Berlin, Dienstag. den 7. November

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Nachrichten über den Stand der Herbstsaaten am Aufang des Monats November 1911. Zusammengestellt im Kaiserlichen Statistischen Amt.

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Anfang

November war der Stand der Saaten:

Nr. 1 sehr E Nr. 2 gut, Nr. 3 mittel (dur{chschnittlich),

Nr. 4 gering, Nr. 5 sehr gering.

Winter- Weizen

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November war der Stand der Saaten:

Nr. 1 sehr gut, Nr. 2 gut, Nr. 3 mittel (durch\chnittlich),

Nr. 4 gering, Nr. 5 sehr gering.

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Winter-Spelz (auch mit Beimischung von Noggen oder Beizen)

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Die Witterung während des Monats Oktober war für die Be- stellung der Herbstsaaten im großen und ganzen günstig. hältnismäßig milden Tagestemperaturen fiel wohl ziemli überall mehr Jn vielen Gegenden reiten die Niederschläge allerdtngs nur gerade soweit hin, daß der festgetrocknete Boden be- arbeitet werden konnte und die ausgesäten Körner die zum Keimen j Für die fernere Entwiklung der Saaten und für eine gründlibe Durhfeuhtung des Bodens sind nach zahl-

oder weniger

nôötige Feuchtigkeit vorfanden.

reihen Berichten der Bundesstaaten noch weitere und kräftigere Nieder- p Die Feldmäuse treten immer noch zahlreih und s{adenbringend auf ; stellenweise mußte ihretwegen sogar mit der Ausfaat zurückgehalten werden.

{läge dringend erforderlich.

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Bayern. Reg.-Bez. Oberbayern .

Niederbayern . Oberpfalz Oberfranken Mittelfranken . Unterfranken . Schwaben .. Pal i

Königreich Bayern

Württemberg. E s e Schwarzwaldkreis . AGTEEIO 4 U o e me 6 Dai. Gta s Königreich Württemberg .

Baden. Landeskomm.-Bez.

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Deutsches Neich November 1911

Bemerkung En.

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nicht reht vorwärts kommen, leiden haben.

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ntersuch Aufgebote, aufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c.

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Nerlosung ?c. von Wertpapieren.

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#1) Untersuchungssachen.

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Gegen den unten beschriebenen Chevauleger der Neserve Georg Polenz, Shuhzuschneider zu Pir- masens, welcher flüchtig ist, soll eine durch Urtell des Krieasgerichts der K. 3. Division vom 13. Juli 1911 erkannte \trenge Arreststrafe ‘von 28 Tagen Es wird ersucht, Polenz zu ver-

vollstreckt werden. n0 A, baften und zur Strasvollstreckung an die nächste

kerlust- und Fundsachen, Zustellungen u. dergl.

| Öffentlicher Anzeiger.

eine im allgemeinen recht günstige Beurteilung. dichte Stand und die \{chöône, gesunde Farbe der Saaten werden öfters

Preis für den Naum einer 4gespaltenen Petitzeile 30 „K.

Winterung. | zet Der Noggen war kei Abgabe der Berihte durdweg ausgesät und | mit 2,5, auch aufgelaufen. Die Weizensaaten waren noch niht überall fichtbar, stellenweise auh noh nicht vollständig in die Erde gebracht. Angaben über den Stand der Saaten lauten noch recht verschieden, je nachdem die gefallenen Niederschläge mehr oder weniger ergiebig | V Verschiedentlich wird berichtet, daß die Saaten infolge von | Die Trockenheit ungleihmäßig aufgegangen sind und in ibrer Entwicklung | zumal sie Der größere Teil der Saaten findet aber zurzeit doch

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Erwerbs8- und Wirtschast3genoffenshaften. 7. Niederlassung 2c.

Unfall- und Invaliditäts- 2c.

Bankausweise.

Verschiedene Bekanntmachungen.

von Recht8anwälten.

Verficherung.

gesellschaften auf Aktien u. Aktiengesellshasten.

Steckbrief.

Milirärbehörde abzuliefern. Zweibrücken, 3. 11. 1911.

Gericht des Bezirkskommandos Zweibrücken.

Oberstleutnant 4. D. und Bezirkskommandeur. 1: 27 Iahre alt, 1,63 m groß, \{lank,

_Beschreibut Paare dklblo1

[68970]

Der gegen den Buchhalter Heinrih Oertel, ge- boren 6. Februar 1878 in M.-Gladbach, in den

Der Gerichtsherr: Mayer,

1d.

Steckbriefserledigung.

Akten 22 J. 1448. 10 wegen Untershlagung unter dem 10. Januar 1911 erlassene Steckbrief wird hier- durch zurückgenommen. Berlin, den 3. November 1911, Der Untersuchungsrichier beim Königlichen Landgericht T.

[68969]

Der Händler Albert Gruueiwald, geb. 29. Ok- tober 1861 zu Ball, Kreis Saayig, ev. Rel., ledig, z. Zt. unbekannten Aufenthalts, gegen welchen durch Bes{luß des Königl. Amtsgerichts hierselbst vom 16. September 1911 7 E. 203. 11 das Haupt- verfahren eröffnet worden ist, wird beshuldigt, am 22. Malt 1911 zu Lichtenberg, ‘also außerhalb feines damaligen Wohnsißes Berlin, ohne Begründung einer gewerblichen Niederlassung und ohne vorgängige Bestellung in eigener Person Waren feilgeboten zu haben, ohne im Besiße des hierzu erforderlichen Wandergewerbes{heins zu sein Uebertretung gegen 88S 1, 6, 18 des Geseßes vom 3. Juli 1876 —,

Derselbe wird auf Anordnung des Königl. Amts- gerihts auf den 22. Dezember 1911, Vor-

mittags D Uhr, vor das Königlihe Shöffengericht in Uchtenberg Zimmer Nr. 48 zur Haupt» | verhandlung geladen. Auch bei unentschuldigtem Ausbleiben wtrd zur Hauptverhandlung geschritten werden.

Lichtenberg bei Berlin, den 30. Oktober 1911. Der Gerichts\s{reiber des Königlichen Amtsgerichts: | Erdmann.

[68966] Fahneufluchtserkläruug.

In der Untersuhungssahe gegen den Musketier August Keusch der 3. Komp. Jnf.-Regts. 25, 3. 4. 87 zu Cöln - Niehl, Korbmacher, wegen | Fahnenflucht, wird auf Grund der §8 69 ff. des | Militärstrafgeseßbuh8 sowie der §8 356, 360 der | Militärstrafgerihtsordnung der Beschuldigte bierdurch | für fahnenflüchtig erklärt. |

Cöln, 4. 11, 1911.

Geri{t der 15. Division.

I » È C,

[68092] Fahnenfluchtserklärung. In der Untersuchungssache gegen den Rekruten Eugen Ernst Meistermann vom Landwehrbezirk

| [68967]

1. 1890 zu. Rufa, wegen Fabnenfludt, Grund der §8 69f. des Militärstrafgeseßbuh3 sowie der S8§ 356, 360 der Militärstrafgecichtsordnung der Beschuldigte hierdurch

für fabnenflüchbtig erklärt. Mes, den 31. Oktober 191 Gericht der 33.

Forba, geboren am 9.

trA f wird aus

L Division.

Fahnenfluchtserklärung.

In der Untersuchungsfäche geaen den Musketier Hugo Splitt der 2. Kompagnie Infanteriereginttents tr. 59, wegen Fabnenfluht, wird auf Grund der S 69 ff. des Militärstrafgeseybubs fowie der S 356, 359, 360 der Militärstrafgeriht8ordming der Beschuldigte bierdurch für faßnenflüchtig erklärt, auch aufgefordert, si zu gestellen oder seinen Aufenthalt

LLUA As

des

| anzuzeigen.

Danzig, den 31. Oktober 1911. Gericht der 36. Division. Der Gerichtsherr.

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