1911 / 271 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Die Rentmeisterstelle richtenden neuen König Regierungsbezirk Breslau,

bei der am 1. April 1912 zu er- lihen Kreiskasse in Breslau, ist zu beseßen.

Nichfamfklicßes. Deutsches Reich.

Berlin, 16. November.

heute zu einer Plenar- Ausschüsse für Handel der Ausschuß für für Justizwesen und chuß für Justizwesen Sißungen.

Preußen.

Der Bundesrat versammelte sich vorher hielten die vereinigten und für Rechnungsw Rechnungswesen, die vereinigten für das Seewesen sowie der Ausf

und Verkehr

Großbritannien und Frland.

es Unterhauses wünschte

Sizung d wün} Premierminister

(Unionist) von dem ? ob seine Aufmerksamkeit auf in der Sizung des

PAnther”

Jn der gestrigen der Abg. Goldman Asquith zu wissen, klärung des Reichskanzlers Reichstags vom 9. 9 züglih der nach Agadir in züglich des V der Nedé, 21. Juli gehalten habe. britische Regierung in An auseinandersezen wolle, Zustimmung der gründe für die Rede gewesen stellung der deutschen Regierung erfolgt sei.

Deutschen

Entsendung Verbindung stehenden Umstände un eutschen Regierung nzler Lloyd Georg fragte ferner, ob die betracht dieser amtlichen Erflär ob Uoyd George die Rede mit abe, welches die Beweg- arum auf die Vor- über die Rede keine Antwort

orgehens der d

Regierung gehalten h eien und w

Vremierminister Asquith erwiderte hierauf laut Meldung des „W. T. B.“:

Die Frage betreffe eine die man unmög

ten und delikaten An- er Weise durch die Der Staatssekretär legenheit in der in furzer stattfindenden Debatte eine

Reihe von ern} li in angemessen

legenheiten, 1 | (0 Anfrage erledigen kön

eaniwortung einer des Auswärtigen werde über die ganze Zeit, wie er hoffe in der näcßsten Woche, volle Erklärung abgeben.

Frankreich. nettsrat machten der Kriegsminister arineminister Delcassé Mitteilungen Entwurf eines Gesetzes, durch lverfabrikation durch die braucher eingerichtet heutigen Kabinettsrat dem Präsidenten der hmigung unterbreitet w tenkammer hat

Jm gestrigen Kabi Messimy und der M über den bereits fertiggestellten s eine Kontrolle der Pu Verwaltungsdienste Entwurf wird im Republik zur Gene

Die Deputier S B mil 304 Geschäftsordnung namenilich

Budget je rtert werden soll. d mit Ausnahme der Finanz- idgets in den Sißungen n und die Abgeordneten sollen Die Kammer

gestern laut Meldung gegen 232 Stimmen eine Ab-

beschlossen, der Budgetberatung der Legislaturperiode Abgesehen

änderung zur Beschleunigung

nur das erste in öffentliher Sizung erö von den Generaldebatten un eße werden die folgenden Bu [fommission bératen werde nur bis zu einer Viertel} hat ferner mit 3 genommen, durch die di

in ZuTunfst

tunde das Wort beh 910 Stimmen eine Bestimmung an- e Anwesenheitslisten abgeschafft Die Kommission für die auswärtigen An- gelegenheiten

Angouard, der f biet, in dem er 35 J übergehe, und erklärte, den beiden Nachbarn Sch ommission D

ein Bedauern darüber äußerte, daß ahre gewohnt habe, in er befürchte, daß fich wierigkeiten er eshanel erwiderte darauf, dann dazu bestimmt

fremde Hände in der Zukunst geben würden. Der Präsident der $ daß das Haager S Schwierigkeiten zu regeln. Gestern abend fand in präsidenten Caillaux und das Jahresfestmahl des für Handel und Jndu} hielt hierbei eine Rede, in de Ausdru> gab, ormen zu vertreten und < auf das deutsh-französi

chiedsgericht

Paris unter dem Vorsiß des Minister- im Beisein der meisten Minister Republikanischen Komitees

Der Ministerpräsident

x er dem Entschluß der Regierung

gebieteris<h verlangten

zur Geltung zu bringen,

e Abkommen zu

trie statt. die von der Demokratie

der er au sprechen kam. i, e

„An die Rep <*, so führte, „W. T. B.“ ben wir während der leßten t Deutschland vor sich gingen, d bei diesen Verhandlungen ih mit Absicht dieses Aus- bre Franfreihs. auf der Parlamentstribüne troortung dafür <wer werten, flar darzutun, des Friedens erzielte t hat, die ih als vorteilhaft für e die jüngst im Auslande ein- bestimmt nit unvorteilhaft für Necht und den begründeten ore jeßt an den Ufern des rankreih auf afrikanishem Soldaten gefunden hat, Herrschaft bis Tripolis wird

ublik und an Frankrei der Ministerpräsident aus, in denen die Verhandlungen mi ôrt, und wir sin t gewesen Würde und die C tolz haben werde, teidigen und l rd es mir nicht f und Sicherung

zu denken nicht aufgeh ständig besorg dru>s um die Wochen, weun ih den S das vollendete Werk zu auf mih zu nehmen, daz das unter

Abkommen eine L beide Teile bezei<hne und bie, getretenen Ereignisse SFranfrei<h ist. I<h werde zu zeigen,

Ozeans weht u lte Rom seine besten ne unbestrittene

Fn einigen

aut die Veran

ösung herbeigeführ

daß die Trikol alten atlantischen Boden, wo das alte voller Sicherheit fet ausdehnen fönnen.“

Rußland.

hat na<h einer Meldung des Nichterfüllung aller in der en die Absendung der < Kaswin beschlossen, Umständen an Ort und

Die russishe Regierung „M. T. B.“ für den Fall der Note an Persien gestellten eitgestellten Truppena teres Verhalten von den g sein soll. eihsduma Gesetzvorlage angenom Untertanen in Finn innishen Bürgern uden in Finnland, die R Reiche außerhalb der Ansiedlungszone ge urüdgezogen. bendfizung Kokowhzow die Ministerpräsident stellte, obi daß tas von der ts erstrede,

Forderung bteilung na deren weil Stelle abhän : hat gestern in zweiter Lesu e den übrigen russischen land die gleichen Reh gewährt werden. Rechte z1

men, durch di te wie den Ein Antrag, die ihnen im

1zuerkennen , hören, wurde vom

Antragstelle L er Duma beantwortete der Minister- ation über die Mißernte. er Quelle zufolge, in längerer tißernte betroffene Gebiet ih

Rede zunächst fest, i R von denen zwölf dur<hweg, die

auf zwanzig Gouvernemen

übrigen zum Teil ges{ädigt seien. Non der 124 Millionen Köpfe zählen- den Bevölkerung des Mißerntegebiets seten 8 Millionen hilfsbedüritig. Die Hilfeleistung erfordere 120 Millionen Nubel, von denen 32 dur lokale Mittel ps würden, während der Staat für die übrigen 88 Millionen Rubel eintreten müsse. Die Hälfte der erforderlichen tittel sei der Bevölkerung ohne Verzögerung bereits übermittelt worden. Die Hilfsgelder seien zu Staatszwe>en, Ankauf von Korn und Viebfutter sowie zur Jnangriffnahme öffentliher Arbeiten und Errichtung von Speiseküchen und Nahrungsmittelstationen und für ärztlihe Hilfe angewiesen worden. Auf Grund der Berichte der Gouverneure und der Semstwos stellte der Ministerpräsident fest, daß virgends Hungersnot in einem Maße aufgetreten sci, daß die sanitäïe Lage der Bevölkerung Be- fürhtungen einflöße. Die Regierung helfe der betroffenen Bevölke- rung durch alle ihr zu Gebote siehenden Mittel, so dur<h Tarif- erleihterungen für die Beförderung von Arbeitern und für den Transport des Viehs a13 dem Mißerntegebiet in die niht von Miß- wachs betroffenen Gegenden, dur die Herabseßung der Frachtkosten für Oelkuchen, Futtergerste, Heu, Stroh usw., Krediterleichterung, Stundung der direkten Steuern usr.

Belgien. Jn der gestrigen Sißung des Abgeordnetenhauses gab der Ministerpräsident de Yroqueville laut Meldung des „W., T. B.“ folgende Erklärung ab: Die Regierung werde zu Beginn des ahres 1912 eine Vermeh- rung der Sitze beider Kammern auf Grund der Ergebnisse der Bolks- zählung und sodann dem König die Auflösung der Kammern zur Vor- nahme von Neuwahlen vorschlagen. Die Kammer habe sich außer mit dem Ausbau der Pensionsgesete in erster Linie mit der Frage der Landesverteidigung zu beschäftigen ; außerdem würde ihr auch eine Norlage, betreffend den Hafen von Antwerpen, unterbreitet werden. Die Kammer trat sodann in die Debatte über die all- gemeine Politik ein.

Amerika.

Das amer ikanishe Staatsdepartement hat, wie

„W. T. B.“ meldet, beschlossen, ein Regiment von Manila nach Tsin-hwan-tau zu senden, um die zur Zeit des Boxer- aufstandes eingegangene internationale Verpflichtung zu erfüllen, die Verbindung von Peking mit der See offen zu halten. An amtlicher Stelle läßt man es si, obiger Quelle zu- folge, angelegen sein zu erklären, daß die Entsendung amerika- nisher Truppen nah China keine politische Bedeutung habe. Nah dem Boxervertrag seien die Mächte berechtigt, längs der Eisenbahn Truppen zu unterhalten. Die Ver- einigten Staaten hätten von diesem Rechte bisher niemals Ge- brau<h gemacht, aber nun fühlten sie si<h gedrungen, den Mächten zu helfen, die Straßenverbindung von Peking nah der See aufrechtzuerhalten. Man erklärt, daß die Vereinigten Staaten keine Pläne auf chinesishes Gebiet hätten.

Asien.

Wie das „Reutersche Bureau“ meldet, sind die ersten beiden Schwadronen indischer Kavallerie, die am 1. November von Buschir aufgebrochen sind, am 13. November in Schiras eingetroffen.

_— Das chinesische Amtsblatt veröffentlicht eine Mitteilung Yuanschikais, in der er dem Thron für seine Ernennung zum Premierminister dankt und die einer Annahme des Postens gleichkommt.

Dis Provinzialversammlung von Ts\chili hat laut Meldung des: „Reuterschen Bureaus“ beschlossen, eine Denk- chrift zugunsten der Errichtung der Republik mit Yuanschikai als Präsidenten an den Thron zu richten.

Afrika.

Nach Meldungen der „Agenzia Stefani aus Tripolis entwidelte sich gestern nahmittag bei dem Fort Hamidie und bei Scharaschat verschiedene Male ein Feuergefecht. Eine vom 18. Jnfanterieregiment unternommene Erkundung führte zur Erbeutung von Waffen und Munition.

Während der Nacht vom 13. auf den 14. d. M. wurde Derna von Südwesten angegriffen, der Feind aber mit Verlusten zurü>geschlagen.

Koloniales. Die Gleisfpitze der deut\<-ostafrikanis<hen Zentralbahn

ist na einer Mitteilung der Baufirma, wie das „Deuische Kolonial- blatt“ berihtet, am 31. Vfktober bei Baukilometer 578 hinter Morogoro angelangt. Bis zum Endpunkie Tabora sind no< 79,2 km zu ver-

legen.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Rei hs- tags befindet sich in der Ersten Beilage.

In der heutigen (207.) Sitzung des Neichstags, welcher der Staatssekretär des Jnnern Dr. Delbrück, der Minister der öffentlihen Arbeiten von Breitenbach und der Staatssekretär des Reichsjustizamts Dr. Lisco beiwohnten, wurde die zweite Lesung des Gesetzentwurfs, betr. den Ausbau der deutschen Wasserstraßen und die Erhebung von Schiffahrtsabgaben im Art. T (Abänderung der Reichs- verfassung Art. 54) mit den dazu gestellten Anträgen fortgeseßt.

Abg. Dr. Heinze- Dresden (nl.): Mein Freund Hausmann hat gestern den Standpunkt derjenigen Mitglieder unserer Fraktion vertreten, die dem Geseß günstig gestimmt sind. Jch vertrete mit den anderen Fraktionsgenossen den gegnerishen Standpunkt, speziel im sächsischen “nteresse, im Interesse der Oberelbe. Die Regterung hat die Anschauung zurüd>gewiesen, als ob dieses Gesetz auf dem preußis<en Kanalgeseß von 1905 beruhe, und erklärt, daß die Frage der Sch|ffahrtsabgaben {on viel länger venti- liert würde. Daß aber das preußische S von 1905 zu dieser ganzen Angelegenheit den Anstoß gegeben hat, ist doch klar, und ebenso zweifellos ist es, daß die Borlage das Odium einer agrarischen Maßregel trägt. Man wird es dem großen Teil des deutschen Volks nicht verdenken, wenn es darin tatsächlih eine agratische Maßregel sieht. In weiten Kreisen meines Vaterlandes ist diese Auffassung vorhanden. Zur Be- gründung des Gesetzes wird angeführt, daß es den ideellen Be- strebungen einer ausgleihenden Gerechtigkeit in der Dehanotung e Strôme und der künstlichen Wasserstraßen und den Verkehrsbe ürf- nissen entspringe. Diese weitaus\hauenden Gründe sind ja geeignet, den agrari\|<en Stempel, den das Gese einmal hat, zu beseitigen Diesen älteren Erwägungen stehen aber Erwägungen anderer Art gegenüber, daß nämlich die Förderung und die (&rleihterung des Verkehrs im allgemeinen wirtshaftlihen Interesse liegt. Die natür- lihen Ströme sind keine fünstlihen Anlagen, vom Staate ge: schaffen, sondern ein Geschenk der Natur, auf dessen freie Be- nußung das Volk Anspruch hat. Die Fretheit des Verkehrs ist auch ein ideelles Interesse. Dazu fommt, taß der gegenwärtige ent: zustand, unter dem das Wirtschaftsleben ih jo erfreuli<h ent- widelt hat, no< ausdrüli< dur< die Reichsverfassung ver-

brieft ist und daß man im Volke darauf Wert legt, daß an dieser festgehalten wird. Gewiß ist der Ausbau der Wasserstraßen für die Nolléwirtschast von g1öß1em Wert, aber er kann in derselken Weise erfolgen wie bisher, daß die Allgemeinheit die Kosten über- nimmt. Die Schiffahrt darf man nicht in dieser allgemeinen Weise belasten, sondern kann es machen wie bei der Unterweser, nicht dur< Beseitigung eines Berfassungéartikels. Die Schiffahrts- abgaben wirêcn \<ließli<h do< wie eine indirekte Steuer, nit wie Gebühren, denn fie werden au<h von Fahrzeugen getragen, die von der Verbesserung der Wasserstraße keinen Borieil haben und für die der gezenwärtige Zustand vollkommen genügt. .So sehr meine Freunde bereit sind, an unserem Wirtschafts\ystem nicht zu rühren und die Schußzölle bestehen zu lassen, fo sehr müssen wir uns da- gegen wehren, daß die Massengüter, tie das Volk braucht, immer weiter belastet werden. Wen treffen die Schiffahrtsabgaben? Wenn sie den Konsumenten treffen follen, so würden die Massenartikel, die die große Menge braucht, weiter verteuert werden... Da kommt also der Konsument in eine ungünstigere Lage als jeyt. Wir müssen uns aber dagegen wehren, daß der Standpunkt der Kon- sumenten in unserer Geseßgebung ganz zurü>rcit. Wenn der Produzent die Schiffahrtsabgabe trägt, dann werden gerwlsse Produktionen wegen der teuren Abgaben eingehen, der Produzent wird teurere Produkte nehmen, also wiederum die Zeche zahlen müssen. Es gibt noch einen dritten Standpunkt, den i< für richtig halte; ich glaube, die Schiffahrtsabgaben werden in erster Linie von den Schiffern getragen werden. Da stellt fh die Berehnung für einen Kahn von 700 & folgendermaßen: er wird in der Negel mit 525 & belastet, er legt im Jahre 3750 km zurü>, und bei einer mittleren Schiffahrtagebühr von 0,05 für das Tonnenkilometer macht das im Fahr 984,38 46. Die Einnahme beträgt im Jahre 6500 4, diesen stehen an hnen, Zinsen 6300 F gegenüber, fodaß bisher nur 200 46 übrig blieben. Bei dieser Belastung würde also etn großer Teil der Schiffahrt gar nit besteben können, er würde eingehen, die Transporte würden auf die Eisenbahn übergehen, und das bedeutet abermals eine Verteuerung der Güter, die den Kon- sumenten trifft. Am leiten Ende bedeuten also die Schiffahrtsabgaben eine Belastung des Konsums. In unserer Wirtschaftspolitik müssen wir aber, nachdem wir den Produzentenstandpunkt fo sehr anerkannt haben, auch einmal den Konsumentenstandpunkt wahren. Die großen Schiffsgesellshaften verfrahten meist die teureren Güter, die kleinen Schiffer sind gerade auf die Massengüter angewiesen, und diese können die Abgaben am allerwenigsten tragen. Die Schiffahrts- abgaben wirken aljo \{ließli< aegen den Mittelstand. Der An- trag, daß nur solche Schiffe die Abgaben tragen, die von der Regulierung Vorteil haben, ist in der Kommission leider abs gelehnt worden. Es heißt, die Schiffahrtsabgaben würden gern ge- tragen werden und die Ströme, die damit nicht bedacht seien, würden ließli selbst danach schreien. Dem stebt die Auffaffung entgegen, daß die Schiffahrts8abgaben eine Last sind, die nicht dur die | Verbesserung der Strôme ausgeglichen wird. Ich neige mich dieser Auffassung zu, namentli< für die Oberelbe. Von feiner Seite ist aber der Wunsch nah einer anderen Gestaltung

hindrängen, und das würde eine Vermehrung des Laderaums zur Folçe haben. Ein Bedürfnis na<_ einer Vergrößerung des Laderaums ist

aus Böhmen haben nicht zu-, fondern abgenommen. Woher soll denn die Zunahme des Güterverkehrs auf der Elbe kommen? Man ist ferner fast übereinstimmend in Sachsen der Ansicht, daß eine Vertiefung der Elbe au< tehnis< gar nicht möglich ist. Dur cine Vertiefung würde die Breite der Elbe verenaert werden- Die

- _

Elbe ist jezt \{<hon zu eng, lodaß fortwährend Kollisionen

Wasserablauf haben. Infolge der ungünstigen Wasserverhältnisse dieses Sommers ist der Widerstand gegen das Gesetz nicht verringert, sondern vur vergrößert worden. Rem zu Danke will man denn das Strombett vertiefen? Weder íüIndustrie noch Landwirtschaft nod) Mittelstand wollen von diesem Projekt etwas wissen. Dke Ver- besserungen der Kommission erkenne au i< an. So ist die Taris- frage unstreitig besser gelöst worden.

(Schluß des Blaltes.)

„W. T. B.“ meldet, in ihrer ge}

Meiningen in folgendem Wortlaut angenommen:

Diese Vorschrift findet auf Grenzberichtigungen feine Anwendung.

abgelehnt.

des Auswärtigen Amts von Kiderlen-Waechter der Kon mission folgenden Zusaß zu dem deutsh-französische!} Nbkommen: :

M

dem französis<-\panis<hen Vertrage vom 97. Funt 1900 ergebenden Veri

an den besonderen Abmatungen beteiligen zu wollen, die Frankre und Spanien etwa miteinander über Marokko treffen sollten. F herrs<te dabei Uebereinstimmung darüber, daß unter Marokko ders jenige Teil von Nordafrika zu verstehen ist, der zwischen Alg! Französis< Westafrika und der spanischen Kolonie Rio de Oro li

Statiftik und Volkswirtschaft.

Bestrafungen wegen geseßwidriger Beschäftigung vos Arbeiterinnen, jugendlichen Arbeitern und Kindern M Deutschland im Jahre 1909. J

Nah der im 237. Band der „Statistik des Deutschen Reit enthaltenen Kriminalstatistik für das Jahr 1909 find wegen Zuwtt bandlung gegen die Bestimmungen über die Beschaftigung d Arbeiterinnen, jugendlihen Arbeitern und Kindern von deut Gerichten im Jahre 1909 5034 (im Jahre 1908 5570, (30 1907 6327) Personen verurteilt worden tarunter 3507 C bezw. 4324) evangelishe, 1191 (1469 bezw. 1637) fathol h Christen und 301 (317 bezw. 334) Juden. Von den einze Landesteilen stand Berlin mit 431 (441 bezw. 653) Verurteilten erster Stelle; dann folgten die Negierungsbezirke Düsseldorf mit 4 488 bezw. 970), Potsdam mit 262 (185 bezw. 284), der Staat Ÿ

urg mit 241 (266 bezw. 342), die Kreishauptmannschaften Zwifal : 996 (183 bezw. 266), Chemniß mit 193 (200 bezw. 207), Dresden f

“0

des Stromlaufs der Elbe geäußert worden. Wenn das Strombett D der Elbe vertieft würde, würde die Schiffahrt auf größere Schiffe F

aber gar ni<t vorhanden. Der Zukererport und der Kohlenexpork

entstanden. Durch eine Vertiefung würden die bisherigen Miß- stände nur vergrößert werden. Dur etne Verengerung und Ver- F tiefung des Wassers würde aber au) das Wasser schneller ab- F fließen. Die ungünstigen Verhältnisse, die si< in diesem Sommer F gezeigt haben, werden also noch vergrößert, wenn wir cinen starfen |

Die Budgetkommission des Neichstags gur 4 Beratung des deutsch-französischen Abkommens, be: F treffend Marokko und Aequatorial-A frika, hat, wit F trigen Sißung einstimmig einen Antrag Freiherr von Hertling—Müller-F

8 1 des Schupgebietégeseßes vom 10. September 1902 crhâl Q folgenden Absay 2: Zum Erwerb und zur Abtretung eines Schuß, F gebiets oder von Teilen eines solhen bedarf es eines Neich®gesehes F

Die Anträge der liberalen Parteien und der Sozial-M demokraten, die auf eine Genehmigung des Abkommen durch die geseßgebenden Faktoren hinzielten, wurden mil 16 gegen 10 Stimmen durh die Rechte und das Zentrun F

Jn der heutigen Sißung übermittelte der Staatssekrelt

In einem Notenwechsel zwischen dem Staatssekretär des Aut wärtigen Amts Herrn von Kiderlen-Waechter und dem Botf\chasle der Französischen Nepublik Herrn Julcs Cambon ist zum _Audstru0 gebra<ht worden, daß, falls Deutshland von Spanien Spani Guinea, die Insel Coriëco und die Elobey-Inseln zu erwerben wüns follte, Frankreich bereit ist, zu Deutschlands Gunsten auf die ih avi

zugsrehte zu verzichten. Dagegen hat Deutschland erklärt, sich nf

152 (133 bezw. 74), die Regierungsbezirke Arnsberg mit 149 (183 bezw. 208), Oppeln mit 144 (260 bezw. 115), Pfalz mit 132 (127 bezw. 180), Cöln mit 121 (131 bezw. 130), SWleswig mit 117 (118 bezw. 174), der Kreis Karlsrube mit 110 (im Vorjahre nur 43), die Kreishauptmannschaft Leipzig mit 109 (137 bezw. 129), der Ne- gierungsbezirk Breslau mit 102 (157 bezw. 127) verurteilten Pec- La Im Vorjahre 1908 hatten noch die Ne gierungsbezirke Ober- ayern (130), Hildesheim (106) und Merseburg (102) mehr als 100 wegen geseßwidriger Beschäftigung von Arbeiterinnen, jugendlichen Arbeitern und Kindern Bestrafte.

Zur Arbeiterbewegung.

Der Zentralvorstand des Bergmannsverbandes von Großbritannien hat, wie dem „W. T. B. aus London gemeldet wird, nach zweitägiger Beratung über die Frage, ob zur Erzielung eines Mindesilohnes für die Bergleute eine allgemeine Arbeitseinstellung angeordnet werden solle, einen Bericht ausgegeben, in dem festgestellt wird, daß die Distikte, für die das englishe Ginigungsamt zuständig ist, von den Arbeit- gebern die Anerkennung des Grundsaßzes eines Mintestlohns für die unter Tage Arbeitenden erlangt haben. Der Vorstand vertagte sich infolgedessen auf zwei Tage, um für eine befriedigende Negelung der Lohnfrage weiter bemüht zu sein.

(Weitere „Statistishe Nachrichten“ \. i. d. Zweiten Beilage.)

Kunft und Wissenschaft,

Am 29. April 1907 fand in der Martinskirhe zu_ Basel zu Gbren des zweihundertjäbrigen Geburtstages Leonhard Eulers ein Festakt statt, der cinen weihevollen Verlauf nahm. Der Umstand, daß neben den sämtlichen \hweizerishen Hochschulen die St. Petersburger und die Berliner Akademie dur<h Abordnungen vertreten waren, bver- lieh der Feter einen besonderen Glanz.

Etwas über vier Jahre sind seit jener Feier versirihen und das lang erstrebte, große Werk ijt nun auf Schweizer Boden entstanden. Dank der Ausdauer und Energie von Dr. F. Nudio, dank der Mit- hilfe und tatkräftigen Unterstüßung von seiten zahlreiher Freunde der Wissenschaft und insbsondere der Akademien von Berlin, Paris und St. Petersburg, liegt jeßt der erste Band der Euler- Ausgabe, ein stattlicher Quartband von 748 Seiten, fertig vor und 44 weitere Quartbände sollen folgen. Die Ausgabe erscheint im Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin.

Culers binterlassene Schriften haben ni<ht nur ausgereicht, um kurz nah seinem Tode drei stattlihe Quartbände zu füllen, fie haben au mehr als vierzig Fahre lang die Denkschriften der St. Petersburger Akademie geziert, ohne damit ers<höpft gewesen zu sein. Ja, selbst heute, fast 130 Jahre nah Eulers Tode, kann der wissenschaftliche Nachlaß des großen Mathematikers, au< wenn man von den unver- öffentlihten Briefen absieht, no<h ni<t als völlig aufgearbeitet be- trahtet werden; aber auch in einem antern Sinne als in dem der Dru>legung muß sein Lebenswerk als noh bei weitem nit ers<öôpft bezeihnet werden. Die beispiellose Produktivität Eulers und der Umstand, daß seine Schriften fo zerstreut und vielfah au<h so unzugänglih sind, daß es dem einzelnen bisher unmöglih war, einen vollständigen Einbli>k in diese gewaltige, ungeordnete Passe zu gewinnen, mußten es mit sich bringen, daß viele seiner Arbeiten gar niht in dem Maße in die Entwi>klung der Wissenschaft eing?griffen haben, wie sie es verdient hätten. Ist es doch selbst in unsern Tagen keine fo seltene Grscheinung, daß GEntde>ungen als neu veröffentliht werden, die vor mebr als einem Jahrhundert {on von Euler gemaht worden sind. Jahrzehnte hat es gedauert, bis grundlegeade Gedanken EGulers ihre wahre Wirkung geäußert und bis fie den ihnen zukommenden Play in der Wissenschaft gefunden haben.

Das von G. Eneström in Sto>holm bearbeitete „Verzeichnis der Schriften Leonbard Eulers*, ein Werk, das man mit Necht als den eigentlihen Rükgrat der ganzen Euler-Ausgabe wird bezeichnen dürfen, umfaßt 865 Nummern. Von diesen waren zu Anfang des Jahres 1783, des Todesjahres von Eulers, erst 530 gedru>t. In den Jahren 1783, 1785 und 1794 wurde nun je ein Quartband EGulerscher Arbeiten veröffentliht. Außerdem aber erschienen von 1783 an in ununterbrohener Folge die hinterlassenen Abhandlungen Eulers3 in den „Acta“, den „Nova Acta“ und den „Mémoires“ der St. Petersburger Akademie bis zum ahre 1826. Am Ende dieses Jahres war die Anzahl der veröffentlißten Schriften Euler3 auf 771 gestiegen. Die 14 no< übrigen Abhandlungen erschienen als Ergänzungsband 1830. Das Niesenverzeichnis {hien nun endlich, nah 47 Jahren, bewältigt zu sein. Aber man hatte sich aetäuscht. Im SJahre 1844 fand Paul Hetnrih von Fuß (1793—1855), ein Ürenfel von Guler, in den Archiven der St. Petersburger Akademie und untec den im Familienbesig befindlihen Papieren eine ganze Reihe von Manuskripten, die man für bereits abgedru>t gehalten und daher ni<t weiter beachtet hatte, die si<h aber bei näherer Prüfung als no< unveröffentlihte, von Eulers eigner Hand ber- rührende und sorgfältig ausgearbeitete Abhandlungen erwiesen. Nun schien der geeignete Augenbli> gekommen zu sein, um den lange gehegten Plan zu verwirklichen : dem großen Mathematiker das Denkmal zu errichten, das die wissens{aftlike Welt ihm \chuldete. von Fuß war die Seele des Unternehmens. Ein Mathematiker vom Range eines C. G. J. äFacobi trat mit der größten Begeisterung für den Plan einer Euler-Ausgabe ein. Zwei Bände erschienen da starb Jacobi. Die St. Petersburger Akademie sah sich nit in der Lage, das mit so guten Auésichten begonnene Unternebmen allein durdzuführen, und fo fiel der Plan. Eine andere, im Jahre 1839 in Brüssel begonnene „belgis<he Euler-Ausgabe“ verunglüd>te eben- falls. da sie „cinen überseßten und verbesserten Guler“ anstrebte; fie brate es nur auf 5 Bände

Da faßte am 6. September 1909 die Schweizerishe Natur- forshende Gesellschaft in ihrer Jahresversammlung zu Lausanne cin- stimmig den Beschluß : eine Herausgabe des gesamten Werks Leonhard Gulers in der Originalsprache zu veranstalten, nachdem sie bereits in ihrer Jahresversammlung zu Freiburg (1907) eine „Euler- Kommission“ eingeseßt hatte. Die „Sprachenfrage“ wurde na< eingehendem Studium durch eine Sonderkommtssion, die einstimmig erklärte, „daß eine Gesamtaufgabe der Werke Eulers in Uebersetzung aus wissenschaft- lihen und finanziellen Gründen unmöglich ist“ (sie konnte auf das verunglüd>te belgische Unternehmen binweisen), dahin entschieden, die Euler-Ausgabe habe in der Originalsprache zu erfolgen. Es fügte sih, daß in der kurzen Zeit die veranschlagte Autgabensumme von 450 000 Fr. am 6. September 1909 als vollitändig gede>t, das Unter- nebmen als finanziell aesichert erklärt werden konnte. Und da auch mehr als zwanzig Gelehrte sich grundsäßli<h zur Uebernahme einzelner Bände bereit erklärt batten, waren alle von der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft gestellten Bedingungen erfüllt.

Die Culer-Ausgabe ist folgendermaßen eingeteilt: das große Werk, 45 Bände umfassend, zerfällt in drei Abteilungen: die erste enthält die reine Mathematik und zählt 18 Bände: 1) Arithmetik und Algebra (5 Bände); 2) Analysis (11 Bände); 3) Geometrie (2 Bände) ; die zweite mit 16 Bänden umfaßt Mechanik und Astro- nomie: 1) Mechanik (11 Bände); 2) Astronomie (5 Bände); die dritte Abteilung zählt 11 Bände und umfaßt: 1) Physik (6 Bände); 2) Werke verschiedenen Fnhalts (2 Bände); 3) Briefwechsel (3 Bände).

Jett liegt der erste Band, der „Leonhardi Gulers Opera omnia“ eröffnet fertig vor. Der Professor Heinrih Weber in Straßburg ist sein Herausgeber. Der Band enthält als Haupt- bestandteil Leonhard Gulers „Vollständige Anleitung zur Algebra“ ; Erster Teil: Von den verschiedenen Rehnungsarten, Verhältnissen und Proportionen; Zweiter Teil: Von Auflösung algebraischer Gleihungen und der unbestimmten Analytik. Eulers „Voll- ftändige Anleitung® war eines der einflußreihsten Bücher über Algebra im 18. Jahrhundert, nicht zum mindesten, weil sie außerordentlich klar und in leiht verständlicher Form geschrieben is. Bemerkenswert ist die Entstehungs-

weise des Werks, (St. Petersburg 1770) mitgeteil ständig erblindet. Er erwählte fi mit si< aus Berlin zur Aufwartung g li gut renen konnte, sonst abe hatte; „er war seines Handwerks Fähigkeit anlangt, unter die mi hat er nicht nur alles wohl begriffen, te und zu \hreiben befahl, sondern er wurde dadur dea Stand gesetzt, die in der Buchstabenre<nun

wie sie im Vorbericht zur deuts<en Ausgabe t wird; Euler war damals schon voll- < einen jungen Menschen, den er enommen hatte, und der ziem- nen Begriff von der Mathematik ein Schneider und gehörte, was seine ttelmäßigen Köpfe.

Deutschen, der si< über die Amerikaner, ihre Wesensart und den Ausdru>, den sie im staatlichen, wirtschaftlichen m geistigen Leben Amerikas findet, unterrihten will, wird das Münsterbergsche Buch ein eingehender und zuverlässiger Führer sein. In der von dem Oberlehrer Dr. Bastian Schmid herause „Naturwtssenschaftlihen von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin) liegen einige nde vor, die si<h bald ebenso der Gunst der jugendlichen Leser T i di R oe hnet, ist die glü e Vereinigung von wissen 2 ugleih anregender Darstellung. f faldatt

Dem ungeactet Schülerbibliotbefk was thm sein großer Lehrer erfreuen dürfte meinsam auszei licher und z

naturwissen\

Folge vorkommende s<were Was diese Bücher ges

ganz allein auszuführen und alle ihm vorgelegte he Aufgaben mit vieler Fertigkeit aufzulöf in diesem

/ Nicht nur Schüler, die aftlihen Fragen von Hause aus Interesse entgegen- werden von diesen Büchern gefesselt werden,

n Stoffgebiete mehr gleichgültig - gegenüberstanden. Professor an der Oberrealschule in ein „Geologishes. Wanderbu Schrift ist für mittlere und reifere Schüler bestimmt und vermittelt auf Wanderungen, die der. Verfasser mit seinen Lesern durh die deutschen Mittelgebirge unternimmt, die grundlegenden Ergebnisse der eologis<hen Fors<{ung. Das Buch ist sehr fris und anschaulich ge- Dem Leser werden zunächst die nôtigsten geologischen Grundbegriffe mit ui der Bres gegeben, und dann geht es na< in der nächsten Umgebung dur<h das Thüringer

das Nheinisde Sghiefergebirge , Î h ins Erzgebirge.

a i Lom La Bande die „Additions à lanalyse indéterminée von F. L. Lagrange, die

{hon im Redaktionsplan ausdrü>lih als dazu gehörig angekündigt | behandelten Der Algebra gehen das von F. Rudio verfaßte Gesamtausgabe der Werke von Leonhard Culer“ und die auf Herrn Leonhard Euler“ . vo1 vom Verfasser selbst „aus dem Französi \{<ledenen Zusätßen vermehrt Eulers kein Mangel ift, Widmung - „An mein Vaterland“ Kosten des Staats gedru>t wurde, vor allen anderen geeignet, große Euler- Ausgabe zu eröffnen. Stiche von Mechel ziert diesen ersten Band.

„Vorwort zur reiburg i. Br. Karl G. Volk

1 Nicolaus Fuß (4 Æ in Leinen geb.)

chen überseßt und mit ver- Wenn auch an Lebensbeschrei so ist doch diese Schrift, die mit der im Jahre 1786 in Basel auf Ein Bildnis Eulers nah dem | Beobachtungen

MWaldgebirge, den wejtfälishen

î In allen diesen vaterländischen Gauen lernt der im Geiste mitwandernde Leser iee geologishe Vergangenheit kennen, jede Charaftergestalt einer bestimmten geologis<hen Entwi>klungsform, und allmählich lernt er die verschieden geprägten Landschaften zusammen- {ließen und gewinnt so ein Bild von dem geologishen Gesamt-

Eine große Anzahl charakteristisWer Abbildungen und

Abteilungs- L Frankfurt a. L B Sti a D j e Fauna der t- see wird dabei dur<forsht, ein Besuch der Vogelwarte in ositten gibt Veranlassung über den Vogelflug zu \sprehen, während auf Helgoland das nordische Vogelleben in den Kreis der Beobachtung tritt. Die weiteren Abschnitte haben das Plankton, die Bodenfauna der Nordsee, die Flora des Strandes und des Meeres, die Lebensweise der Fische im Wattenmekre* zum Gegenstand der Betrachtung. Schließ- lih gibt ein Ausflug auf hohe See Gelegenheit, Seevögel und Säuge- tiere des Meeres kennen zu lernen. Im 9. Band, der wie der vor- genannte für mittlere und reife Schüler bestimmt ist, gibt Georg „Anleitung zu photographischen Natur- Die von einem erfahrenen Praktiker verfaßte r t theoretisch - einführenden Teil \ah- gemäße Anleitung zu erdkundlichèn Aufnahmen (Charakterlandschaften, geologishen Aufnahmen, Einzelaufnahmen von Versteinerungen und Abdrü>ken), zu botanischen, zu zoologischen sowie zu Bliylichta

Auch die Farbenphotographie wird in einem besonderen A 4 . Im 10. Band führt der Privatdozent Dr. Raimund Nimführ - Wien reife Schüler in die Luft\<hiff- fahrt ein. Der Verfasser seßt bei seinen Lesern die Bekanntschaft mit den Grundgeseßen der Matbematik und Physik voraus. Von den einfachsten vhysikalishen Begriffen auëgehend, wird zunächst das Problem des Schwebens und Fliegens in einem luftfrei gedahten Raum erörtert, dann werden die physikalis<hen und meteorologischen ten der atmosphärishen Luft und die für die Fluglehre in e des Luftwiderstandes und Winddru>kes e folgenden Kapitel sind

Literatur.

Von Fridthof Nansen ist im Verlag von F. A. in Leipzig ein zweibändiges Merk erschienen, das den Titel: „Neb el- heim, Entde>kung und Erfors und Meere“ führt. von eigenen Entdelkungs ibn vielmehr als geschi< und Sagen nachgeht, die fi

Landschaft wird ihm zur

ung der nördlichen Länder rühn lt diesmal nicht reisen in die arktis<hen Gebiete, der Leser lerut tlihen Forscher kennen, der den alten Mythen nd ( l ich an die Länder Norwegens knüpfen und die bis in die Nenaissancezeit hinein ihre Kenntnisse und beeinflußten, der die Fors< Mittelalters na<prüft und darlegt.

Der berühmte Verfasser erzäh Profilzeihnungen Im 8. Band (3 #4) führt Dr. Victor Franz, neurologischen

unterstüßen

Beurteilung ungen der Geographen des Altertums und Er untersucht die Ansichten des unbekannten | und Geographen Massalia auf seier berühmten Reise nah Thule, das Nans als Island, fondern als Norwegen deutet, verfolgt und graphischen Ansi eines Câsar, Strabo, sih dann den Ansichte europa zuzuwenden. forshen beim Walfisch- Bremen \<ildert das siedelt, die Friesen fa Schweden bevölkern sich; ihre Jagd, Fi auf Grund der alten Quellen der kühnen Wikingerzüge un

btologischen

den Strand der Ost- und Nord

ersten großen Astronomen 1 prüft die geo- <ten des Altertums na< Pytheas, namentli<h die Augustus, Plinius, Tacitus und Ptolemaios, um n und Kenntnissen des Mittelalters über Nord- Die Iren entde>en Island, die Norweger er- und NRobbenfang das CEismeer, Adam von rauenland, Grönland wird von Norwegern be- änemark, Norwegen und i [fang und Seewesen werden eingchend geschildert. Es folgt die Zeit n erzu d die Entde>kung der Baffinsbay im Jahre 1267, der glücflihen Inseln des sagenhaften Nixenlandes und die erste Entde>ung Amerikas, fünfhundert Jahre vor Kolumbus. Des weiteren wird die stolze Neihe der geographischen Entde>kungen bis ins 16. Jahrhundert hinein fortgeführt. JInteressant ift es, wie Nansen zur Abfassung dieses Werkes kam. Dr. Scott Keltin, das Versprehen gegeben, für etne Reihe von Büchern einen Band über die Geschichte der Nordpolreisen zu schreiben. Als Grundlage dieser Geschichte sollte in großen Zügen die Entwicklung der Kenntnis des Nordens in früheren Zeiten dienen. Nansen wollte dabei darlegen, wie die Vorstellungen von dem „Nebelheim* zu dämmern be- wte sie dann von Zeitalter zu Zeitalter wech\elten, wie die alten Mythen und Phantasien beständig wieder auftauten, wiedergeborener Ge|taltung, und wie immer neue hinzukamen; o wollte er cinleitend zeigen, wie eigentümlih der menshli<e Geist ges arbeitet hat in dem Streben, si<h die Erde und das Weltall zu unterwerfen. Je mebr Nansen in. den Stoff eindrang, desto mehr erweiterte sich ihm die Aufgabe, desto mehr fesselten thn die vielen tel und Widersprüche, auf die er stieß. Und fo wurde aus der geplanten Einleitung zu dem Buch über die Gef reisen ein selbständiges zweibändiges Werk, das rei Quellenkritik fußenden Studien ist, die mag spätere Forsch Ergebnis verwerfen und umprägen jedenfalls das lebhafte Int der gebildeten Welt überhaupt, erregen werden. Sehr ) dem Werke beigegebenen 191 Abbildungen und Karten, Nachbildungen alter Originale, die bisher zerstreut in allerlei alten Urkunden und seiten gewordenen Büchern, hier eine sehr anschauliche Bereicherung und Erklärung des Textes bieten. Daß Nansen sich auch in diesem Werke als ein hervorragender Stilist bewährt, braucht wou us Mer p agene zu er : umfangreihen Bände schr ansprehend ausgestattet ; sie kosten ge- heftet 18, gebunden 20 6. pes er) M | y Der Professor an der Harvard-Universität berg, ein geborener Deutscher, der stets, zuleyt durch scine BVor- lesungen an der Berliner Universität, mit Erfolg bemüht war, das | Mand, das Deutschland mit seiner neuen Heimat verknüpft, fester zu schließen, hat im Verlag von E. S. M i Berlin ein zweibändigs Werk „Der Amerikaner“ in 4. Aufla 14,50 46), das wohl geeignet ift, as politische, wirtschaftliche, geistige von Amerika amerikanischen in Deutschland Kein Wunder, i} jene große

E. F. Schulz aufuahmen“. ren zum Nordpol,

\<nitt behandelt.

Er hatte einem Londoner Freund,

Betracht kommenden Gefe N N i L er Flugvorrihtungen (Kugelballon, Lnkballon, Drachenflieger) ge- widmet. Das Buch ist wohl geeignet, junge Leute mit C Vorbildung zu selbständigem Durchdenken der Flugprobleme anzuregen und sie hierbei sahgemäß zu leiten. Der elektrische Landwirt. und Antwort. Von Diplomingenieur A. Viete, Oberingenieur in Halle a. S. Verlag von Julius Springer in Berlin. Das vorliegende kleine Merkbuh beantwortet die erfa von den Landleuten gestellten Fragen na< Kosten und Anwendung der Elektrizität. In verständlicher Ausdru>sweise Frage und Antwort zeigt es die vielen Vorzüge und Verwendungsarten des ( 1 2 und Betriebskosten und gibt Ratschläge für Vergebung, Einrichtung und Behandlung ri __ Es dürfte überall, wo ländliche Elektrizitäts- genossenshaften gegründet werden, als Berater gute Dienste leisten.

der Beschreibung

Ein Merkbüchlein in Frage

reis 40 „4.

ichte der Nordland- hrungsgemäß

an gründlichen, auf ung manches

der gelehrten, wie

elektrische wertvoll find die atb.

elektris<er Anlagen.

Land- und Forstwirtschaft. Ein- und Ausfuhr von Getreide und Kartoffeln in Antwerpen im Monat Oktober 1911. (Nag einem Bericht des Kaiserlichen Generalkonsuls in Antwerpen.) Einfuhr: aus Deutschland .

Der Verlag hat die beiden

Hugo Münster-

ittler und Sohn in

erscheinen lassen (12 4, geb, Deutschland das Verständnis für d Vereinigten

den Niederlanden

Argentinien

der Türkei J 100 620 dz.

91 050 dz

seiner Entwi>klung Interesse entgegengebraht worden. Nation uns do< nicht nur slammverwandt, fsondern beste i und wertvollen Schichten amerikanische Leben verfolgt der Deutsche daher mit natürlihem Interesse ; es zieht ihn an, aber es stößt ihn in manchen seiner Erscheinungen au< ab, wie das alles ursprüngli<h Verwandte, Verhältnissen eigenartig entwidelte, zu tun pflegt. Abstoßung,

ht fie do< Deutschland .

aus deutswWem Element. E Argentinien

gten Staaten von

das si< unter anderen Anziehung und Anerkennung und Ablehnung sind in diesem viel seltener die Folge eingehender, ; einer oberflählichen, lüdcnhaften Bekanntschaft ; oftmals überhaupt nit aus einem Wi

Australien. . persönlicher Kenntnis, als die British-Indien

lassen fie si< . erhaupt n ei en, sondern nur aus dem Gefühl herleiten. Für eine tiefere, auf TatsähhliYem beruhende Kenntnis des amerikani rgshe Werk nun eine breite und zuver- tellt das gesamte Leben des heutigen ¡war aus langjähriger persönlicher Kenntnis dar. Verhältnis der Amerikaner und ehend das politis<he Leben rundlagen und die Formen

Lebens bietet das Münsterbe den Niederlanden lässige Grundlage, Amerikaners und Einleitend \kizziert der Verfasser das dann wird ein Amerikas, seine äußeren und inneren seiner Betätigung behandelt. (Der Geist der Selbstbestimmun der Präsident, der Kongreß, die Justiz, Staat und Stadt, ) _Bevölkerungspolitik, Der zweite Teil gibt ein Bild von dem gewaltigen Leben der Vereinigten Staaten.

Frankreich .

Großbritannien . Schweden .

zueinander,

2 037430 ds. das öffentliche Deutschland . äußere Politik.) wirtschaftlichen

j unächst wird der es bedingende und be

herrschende Geist der Selbstbetätigung charakterisfiert, dann werden der allgemeine wirtshaftlihe Aufs und untersucht; es folgen Schutzzoll, die Trusts und die Arbeiter. Der zweite geistigen und sozialen Leben Amerikas. e Leben die Kraft zur Weiterentwi>klung er Geist der Selbstvervolllommnung, amerikanischen

wung und seine Hilfs-

bshnitte über die Um- Argentinien .

quellen dargelegt laufsmittel, den

Band beschäftigt sih mit dem Der Quell, aus dem das geistig hebt, scheint dem dessen beherrshende Stellung im \{hildert wird; erziehung, Universitäten, Kunst und die Religion. einer Schilderun Grundlage und \ behauptung. Ein besonderer nerin und threr Stellung im öffentli der leßte Abschnitt beschäftigt im sozialen Leben

den Nieder!

Oesterreich

Geiste8leb us Ne Großbritannien .

1 und Volfks- die Wissenschaft und die Literatu Der leßte, vierte Abschnitt des Wer

des sozialen Lebens vorbehalten. öpft seine Kraft in und aus dem Geiste der Selbst- Abschnitt ist in diesem Teil der Amerika- <en und privaten Leben gewidmet; < mit den aristokratishen Tendenzen, erikas geltend machen. Für jeden

i 186 130 dz. Es findet seine E Rumänien

Argentinien «. « « Großbritannien . «

6400 dz.