1892 / 107 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Zeitschrift für Luftshiffahrt und Physik der

Atmofî ire berau8gegeben von dem deutschen Verein- zur Förde- rung der Luftshiffahrt in Berlin und dem lugtenischen in Wien, zugleich Organ des Münchener Vereins für Luftschiffahrt, redigirt von Dr. W. Kremser. Hest T enthält die Vorbemerkungen zu einer von Richard Aßmann beabsichtigten Herausgabe einer Samm- lung von Abhandlungen, die neue Untersuchungen über die physikalischen Verhältniffe der Atmosphäre durch den Luftballon bringen und das erste auf streng wissenschaftliher Grundlage As Werk in dieser Beziehung sein wird. Franz Prohaska-Wien bebandelt die Theorie der Fallshirmbewegung auf Grund des Newton'schen Luftwiderstands- gesetzes und ist dabei bemüht, die gegen seine Theorie erhobenen Ein- wände zu entfräften. In einem Auffaß „Die erste Ballonfahrt zu wissenschaftlichen Zwecken“ weist Prof. Dr. G. Hellmann nach, daß die erste solcher Fahrten niht, wie bisher allgemein angenommen, 1803 von Robertson in Hamburg, sondern s{on 1784 von dem damals in England lebenden nordamerikfanishen Arzt John Jeffries aus Boston, von London nach Kent unternommen worden ist. Die Frage „Welche Flugmethode eignet sich für die praktische Verwerthung ? beantwortet Platte auf Grund der Forshungen des Professors Miller - Hanenfels dahin, daß der Segelflug dem Menschen vortheilhafter sei als der gewöhnliche Flug, weil zum Segeln viel weniger Kraft, also eine viel leichtere Maschine erforderlich sei, als für den gewöhnlichen Flug. Den Grund dafür, daß, obgleich die Möglichkeit der tehnishen Ausführung von den Segelflug nahahmenden Maschinen allgemein einleuchtet, ernstliche Versuche in dieser Richtung bisher nicht angestellt sind, sieht der Ver- fasser in den mit folchen Versuchen verbundenen T Gefahren. Zum Schluß werden in diesem Heft die protofolle der 128. und g Sitzung des Deutschen Vereins zur Förderung der Luftschiffahrt gegeben. : : : E Das Sthe Kreuz, Central-Organ für die deutshen Wohl- fahrts- und Wohlthätigkeitsbestrebungen, öffentliche Hygiene und prafk- tishe Humanität; Correspondenz-Centralblatt für Sanitäts-Pflege, Rettungs-, Armen- und Krankenwesen, begründet von Dr. Marx Bauer, enthält in Nr. 8 des zehnten Jahrgangs u. A. „Rüblicke auf die Jubiläums-, Ehren- und Festtage des Vaterländischen Frauen- vereins“, worin der unsterblihen Verdienste der verewigten Kaiserin Augusta, die dem bedeutsamsten Humanitätsgedanken diejes Jahrhun- derts die gedeihliche und lebensfähige Gestalt gab und zu seiner praf- tischen Wirksamkeit die deutschen Frauen als die berufensten Prieste- rinnen dieses Samariterdienstes zu vereinigen wußte, in würdiger Weise gedaht wird. Das Blatt erscheint alle vierzehn Tage für den Preis von 1,50 Æ vierteljährlich.

Zeitschrift für deutshe Sprache, herausgegeben von Professor Dr. Daniel Sanders (Altstreliß). 12. Hest. März 1891. (Paderborn, Ferdinand Schöningh.) Preis vierteljährlich 3 AMÆ SJnhalt: Wortbildungs-Trieb und -Kraft der deutsc)en Sprache. FZuriften-Deutsh. „Allerhand Sprachdummheiten.“ Kleine Mittheilungen. Ein Brief an den Herausgeber und“ desten Ant- wort. Sprachliche ememen zu Levin Schücking's Roman : „Luther in Rom“ (Hannover, Karl Rümpler. 1872). Vormün- derin. Kleine Mittheilungen. Anzeige der* eingesandten Bücher. Briefkasten.

LanD- und Forstwirthschaft.

Die Jury der 18. Mastviech- Ausstellung hat, wie die „N. A. Z.“ berichtet, die von Seiner Majestät dem Kai] er bewilligte Goldene Staats - Medaille als Chrenpreis für die höchste züchterishe Leistung in der Abtheilung „Rindvieh“ dem Ritterguts- pächter- Kreßshmar auf Sellin bei Bärwalde in der Neumark, der namentli vbortrefflihe junge Ochsen ausgestellt hat und füx Rind- vieh mit fieben Preisen, allerdings meist nur zweiten, ausgezeichnet ist, zuerkannt. Den Ehrenpreis der Stadt Berlin, der in Höhe von 950 M für die vorzüglichste Marktwaare in der Abtheilung „Kälber“ auêgesezt war, errang ein in Berlin noch wenig hervorgetretener pommersher Züchter FJeske - Kolberg. Erste Preise erbielten für Kälber die Viehhändler Rudolph u. Söhne in NRügen- walde für. die von anderen gezüchteten Thiere drei, Vtto Bethke - Pritzwalk und Chr. Witte - Braunschweig je zwei und W. Seske-Kolberg und H. Meyer-Bremen je einen. Von den Züchtern von Kälbern und jungen Ochsen wurde der bereits mit der goldenen Staatsmedaille ausgezeihnete Rittergutspächter Krebschmar- Sellin aub mit dem vom Landwirthschafts-Ministerium bewilligten Züchter-Ehrenpreis, der Bronzestatueite der Wilstermarshkuh, aus- gezeichnet. Den für diese Abtheilung bestimmten Züchter-Chrenpreis der Stadt Berlin (500 4) erhielt Nebfeld-Golzow. Die drei ersten Preise erhielten Krebßschmar - Sellin, Rehfeld - Golzow und Sattig - Mürschnizg. Nehfeld - Golzow erhielt auch für Kälber und junge Kühe den Züchter-Chrenpreis des Ministeriums, die Bronzestatuctte der Shorthornkuh, und die beiden ersten Preise sowie die vom Club der Landwirthe gestiftete silberne Zuckerschale. Für Ochsen, 2x bis 31 Jahre alt, wurde Herr von Tiedemann-Venheim mit dem Éhrenpreis des Ministeriums, der Bronzestatuette des Short- bornstiers, sowie mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Den für diefe Abtheilung bestimmten großen Chrenpreis der Stadt Berlin in Höhe von 750 M erhielt wieder Rehfeld-Golzow, der auch hier noch einen ersten Preis bekam, während ein dritter erster Preis an den Schleswig- Holsteiner Nob. Schröder-Wesselburen fiel. Auch der leßte. der für Zuchtleistungen in der Abtheilung „Rindvieh“ bestimmten Berliner Ebrenpreise (500 46) wurde für seine älteren Ochsen Herrn Rehfeld- Golzow zugesprochen, der außerdem au hier noch einen ersten Preis errang, während zwei dieser Preise an Rob. Schröder-Wesselburen fielen. Auch für Bullen endlich wurde Rebfeld-Golzow und mit ihm von Nandow- Klorin, von Homeyer-Ranzin und Fettviehhändler Conrad-Franffurt mit ersten Preisen bedaht. In der Abtheilung der Schafe wurde die goldene Nathusius-Medaille dem Oekonomie-Rath Sattig- Mürschnitz zugesprochen. Die vom Landwirthschafts-Ministerium ge- stiftete Bronzestatuette des Rambouilletbockes erhielt als Züchter- Ehrenpreis der Braunschweiger Dieckmann-Heimburg, die Bronze- statuette des Orxfordshiredownbock Rebfeld-Golzow, der auc) den Ehren- preis der Stadt Berlin in Höhe von 500 Æ für die vorzüglichste Markt- waare befam. Erste Preise erhielten hier Rehfeld-Golzow vier, Kreßfch- mar-Sellin zwei, Dieckmann-Heimburg, Sattig-Mürschniß und Meins- hausen-Lüderiß je einen. Die zweite, von Seiner Majestät dem Kaiser verliehene goldene Staatsmedaille als Züchter-Ehrenpreis für die höchste Leistung in der Abtheilung „Schweine“ konnte nicht vertheilt werden. Der Ehrenpreis der Stadt Berlin (500 46) für die beste Marktwaare wurde dem Gutspächter Nahmmacher-Groß- breesen in Mecklenburg zugesprochen, der auch einen ersten Preis er- bielt; die übrigen ersten ie bekamen C. Ungewitter-Großkühren, Grupe-Großschoriß, von Witte-Falkenwalde und von Langenn-Stein- feller.

Gesundheitêwesen, Thierkrankheiten und Absperrungs®s- Maßregeln.

Der Gesundheitsstand in Berlin blieb in der Woche vom

17. bis 23. April ein guter und au die Sterblichkeit eine der Vor- woche gleih günstige (von je 1000 Einwohnern starben, aufs Jahr berechnet, 18,5). Unter den Todesurfsachen traten acute Ent- zündungen der Athmungsorgane wesentlih feltener zu Tage als in den Vorwochen und endeten in verminderter Zahl tödtlich; auch Erfranfungen an epidemischer Grippe kamen nur nocch in wenigen Fällen zum Vorschein, aus der der Berichtswoche voran- egangenen Woche wurde nur noch 1 Todesfall an Grippe gemeldet. Reute Darmfrankheiten zeigten sich gleichfalls etwas seltener undendeten befonders unter Säuglingen seltener tödtlih. Die Theilnahme des Sâuglingsalters an der Sterblichkeit war eine geringere als in der Bor- woche; von je 10000 Lebenden ftarben, aufs Jahr berechnet, 53 Säuglinge.

séltener als. in der Vorwc{he zur Meldung kamen, traten in keinem Stadttheile in nennenswerther Zahl zu Tage. fungen an Scharlach und an Unterleibstyphus blieben in beschränkter Zahl. Erkran- fungen an Kindbettfieber wurden 6 zur Kenntniß gebraht. Dagegen gelangten wieder rosenartige Entzündungen des Zellgewebes der oe zahlreiher als in der vorangegangenen Woche zur ärztlichen Beob- achtung, doch war der Verlauf im allgemeinen ein milder. Exkran- fungen an Keuchhusten, die in 9 Fällen zum Tode führten, haben ab- eno umen. Rheumatisde Beschwerden aller Art zeigten in ihrem orfommen keine wesentlihe Veränderung.

Die Epidemien in den Nothstandsgebieten_Rußlands. Raltiiten vom Anfang April zufolge greift in Odessa der aus den Gouvernements Samara und Saratow ein eshleppte Fle ck- typhus weiter um sich; am 8. April lagen im ädtischen Hospital 32 Flecktyphuskranke. Die Zahl der an dieser Seuche Erkrankten bezifferte ih im Januar auf 14, im Februar auf 35 und im März (a. St.) auf 14; etwa 11 bis 129% der erfranfkten Personen starben. Auch in anderen Orten des Gouvernèments Cherson (Nikolajew, Cherson, Elisabethgrad, Wradiewka und Lubashewka im Kreise Ananjew) trat die Seuche, durch Arbeiter eingeschleppt, auf. Eine ärztliche Aufsicht der an- ziehenden Arbeiter is angeordnet worden. Das Rüdckfallsfieber ist im Rückgang begriffen; die Zahl der daran Erkrankten wird für die Monate Januar, Februar und März d. I. auf 791, 680 und 348 angegeben ; die Mortalität stieg von anfangs 3,2 9% im Februar auf D 9%.

Handel und Gewerbe.

Tägalihe Wagengestellung für Kohlen und Koks G Un der Ruhr und in Oberschlesien. An der E sind am 4. d. M. gestellt 9343, nicht rechtzeitig tellt feine Wagen. R Decrf@lesien find am 3. d. M. gestellt 3437, nicht rechtzeitig gestellt keine Wagen.

Zwangsversteigerungen. :

Beim Königlichen Amtsgericht T Berlin standen am 4. Mai die nachverzeichneten Grundstücke zur Versteigerung: Choriner- straße 59, dem Eigenthümer Aug. Domasch gehörig. Mindest- ebot 172200 Æ ; für das Meistgebot von 258 000 wurde der Locomotivführer Adolf Dückert zu Landsberg a. W., Ersteher. Urbanstraße 51, dem Kaufmann Jul. Brause gehörig; Nußungs- werth 17 050 (; Mindestgebot 1000 (:; für das Meistgebot von 222 000 wurde der Prediger Dr. G. W. Schulze, Wasserthor- straße 37 a., Ersteher. Schulstraße 54, den Gebrüd ernSchmidt gehörig: Nußung2werth 2700 4; Mindestgebot 20200 #4; für das Meistgebot von 113 600 (A wurde die Handlung in Firma Vester u. Umbre y zu Magdeburg, Ersteherin. :

Beim Königlichen Amtsgericht Il Berlin stand am am 4. Mai das Grundstück zu Deutsh-Wilmersdorf belegen, dem Maurermeister Franz Rosetty zu Berlin gehörig, zur Ber- steigerung. Das Grundstück is mit 4,53 M Reinertrag und einer Fläche von 11 a 3 qm zur Grundsteuer, zur Gebäudesteuer nicht ver- anlagt, Mindestgebot 177 064 4; für das Meistgebot von 200 000 M wurde der Kaufmann Siegmund Senator zu Berlin, Kurfürsten- straße 24, Ersteher.

Vom Berliner Pfandbrief-JInstitut sind bis zum 22. April d. J. 16962000 A 3+4 9%, 21297300 4 °/o, 45 464 400 M 43 9/ und 9 674400 M 5 9/0, zusammen 93398100 4 Pfandbriefe ausgegeben worden, wovon noch 15 499 500 M 3s °/o, 14 222700 49/0, 16 142 400 A 45 9/90 und 2 943 600 6 5 9/0, zu- sammen 48 808 200 Pfandbriefe von den Grundstücseigenthümern zu verzinsen find. Zugesichert, aber noch nicht abgehoben sind 457 800 M.

Wie die „Frankf. Ztg." erfährt, beabsichtigt das Bankhaus Speyer in Frankfurt, London, New-York und Amsterdam demnächst eine Anleihe von drei Millionen Dollars der Illinois Central- bahn-Cairo Bridge Bonds zur Zeichnung aufzulegen, die zu 49/9 in Gold verzinslich und bis zum Jahre 1950 rückzahlbar fein sollen. Der Emissionspreis würde für Frankfurt voraussichtlich 952 °/o sein. Als Sicherheit werde hauptsächlich ein Trust dienen, bestehend aus fast drei Millionen 5 9/9 Chicago-, St. Louis- und New-Orleans- Bonds, die erste Mortgage auf die Brücke über den Ohiofluß in Cairo und dessen Zugang am trinokoufer haben. :

Zu Experten für die Börsen-Enquête wurden nah demselben Blatt aus Frankfurt die Herren Mar Baer, Marcus M. Gold- \chmidt, Gustav Maier, Albert Mebler, Rudolf Sulzbach und Cemmerzien-Rath Haurand ernannt; Herr Haurand für Kaffee.

Einer von „W. T. B." mitgetheilten Meldung aus Buenos- Aires zufolge sollen der Senat und die Deputirtenkammer der argentinischen Republik ein Geseß erlassen, nah welchem die National-Hypotbekenbank ermächtigt wird, die Zinszahlung in Baar für ihre Gold-Cedulas für die Dauer von zwei Jahren ein- zustellen. Während dieser Zeit soll die Zahlung der Zinsen durch Umtaush in Staatsschuldverschreibungen erfolgen, die zu 5% in Gold verzinst und mit 1°/ amortisirt werden. Die Amortisation geschieht durch Ausloosung al pari oder durch Rückkauf unter pari, und der Tilgungsfonds kann auf alle Fälle erhöht werden. Die Aus- gabe dieser Schuldverschreibungen zu pari habe in Buenos-Aires

ereits begonnen. :

Leipzig, 4. Mai. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B. per Mai 3,85 #, per Juni 3,871 Æ, per Juli 3,90 Æ, per August 3,923 #4, per September 3,921 4, per Oktober 3,95 Æ, per November 3,95 Æ, per Dezember 3,95 M, per Januar 3,95 #, per Februar 3,95 # Umsaß 65 000 kg. i

Wien, 4. Mai. (W. T. B.) Ausweis der österreichif ch- ungarishen Staatsbahn (österreichishes Neß) für den Monat April 1636 646 Fl., Mindereinnahme gegen den entsprechenden Zeitraum des vorigen Jahres 288 778 E :

London, 5. Mai. (W. T. B.) Der „Times* zufolge wurde gestern Abend als sicher mitgetheilt, der Contract über eine Lon- doner Anleihe für Portugal im Betrage von 4 Millionen Pfund Sterling sei bereits unterzeichnet ; ein Theil der Anleihe würde in London zur Bezahlung der Coupons der äußeren Schuld, ein anderer für Rechnung der Bank von Portugal zurückbehalten werden.

An der Küste 4 Weizenladungen angeboten.

Mailand, 4. Mai. (W. L. B) Die Ada imes des Ftalienishen Mittelmeer-Eisenbahn-Neßes während der dritten Dekade des April 1892 betrugen nah proviforisher Er- mittelung im Personenverkehr 1 423 875 Lire, im Güterverkehr

1 899 916 Lire, zusammen 3 323 791 Lire, im Vorjahre 3 274 173 Lire, mithin mehr 49 618 Lire. E

Belgrad, 4. Mai. (W. T. B.) Es betrugen die Einnahmen der Serbii& en Eisenbahn-Douane-Kasse vom 1. Januar

bis 20 April 1892 843 607 Fr. (in 1892 + 152 290 Fr.); die Ein- nahmen der Serbischen Öbrt-Kasse betrugen vom 1. Januar bis 20. April 1892 727 458 Fr. (in 1892 -+ 228 118 Sr.).

New - York, 4. Mai. (W. T. B.) Die Börse war anfangs ruhig, verlief im allgemeinen fest, der Schluß war fest, aber lustlos. Der Umsaß der Actien betrug 134000 Stück. Der Silbervorrath wird auf 2500000 Unzen geshäßt. Die Silberankäufe.für den Staatsschaß betrugen 420 000 Unzen zu 87,38 à 87,46. S A

Weizen anfangs fest auf Auslandékäufe und ungünstige Ernte- berihte sowie auf reihlihe Nachfrage für den Export, später ab- geschwächt auf starke Angebote und Verkäufe . der Platspeculanten. O träge. Mais. Schluß fest nah vielen Schwankungen.

hicago, 4. Mai. (W. T. B.) Weizen einige Zeit nah

Verdingungen im Auslande. Spanien. i : nei E E E O i eleubtun a olofa. : T Mai, 2 Ubr. General-Direction der Localverwaltung. (Mi- nisterium des Innern) Madrid und Stadtverwaltung von Colmenar Viejo. Einrichtung einer Wasserleitung in der Stadt Coltnenar Viejo. Voranschlag 604565 Fr. ; Caution 30 228 Fr. Ausführungs- frist 2 Jahre, vom nächsten 15. Zuni beginnend. Auekunft bei obigen Verwaltungen. 17. Mai, 2 Uhr. General - Direction der Localverwaltung (Ministerium des Innern) Madrid und Stadtverwaltung von Cuzcurrita, Provinz Logrono. Einrichtung einer Wasserleitung in den Su Cuzcurrita und Tirgo. Voranschlag 71 784 Fr. Caution T: __ Nähere Auskunft bei obigen Verwaltungen.

Niederlande. 14. Mai, 12 Uhr. Burgemeester en Wethouders von Utingeradeel im Gemeindehause zu Oldeboorn (Provinz Friesland). Eiserne Drehbrüccke über den Boornfluß. :

Auskunft an Ort und Stelle. Anweisung am 11. Mai.

17. Mai, 12 Uhr. s’ Ryks Centraal Magazyn van Militaire Kleeding, Uitrusting enz. zu Amsterdam. Lieferung von 27 000 Paar lederner Handschuhe für das Heer.

4 E und Bedingungen im Bureau obigen Magazyn's Sarg- zatistraat.

23. Mai, 12 Uhr. Ministerie van Kolonien im Haag. Liefe- rung der Eisenconstruction für einen Locomotivshuppen und 16 Dreh- scheiben ; Lieferung des metallenen Oberbaus für 66 Brüdcken für die Staatseisenbahnen Javas; Lieferung der Eisenconstruction für die Zollstelle zu Tandjong Balei auf Java. A

E und Ausêkunft in obigem Ministerium (Technisch bureau).

Verkehrs-Anstalten.

Bremen, 4. Mai. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Damvfer „Berlin“ ist heute auf der Heimreise nah Ant- werpen in Lissabon angekommen. Der Schnelldampfer „Trave“ hat heute Vormittag Scilly pasfirt. j

L N: 5. Mai. (W. T. B.) Hamburg-Ameri- kanische Padcktetfahrt-Actiengesellschaft. Der Postdampfer „Columbia“ hat, von New-York kommend, heute Morgen 4 Uhr 30 Minuten Lizard passirt. Der Postdampfer „Dania“ ist, von New-York kommend, beute Morgen 6 Uhr auf der Elbe eingetroffen.

London, 4. Mai. (W. T. B.) Der Castle-Dampfer „Hawarden Castle“ hat gestern auf der Heimreise Madeira passirt. Der Union-Dampfer „German“ ist am Montag auf der Ausreise von Durban (Natal) abgegangen.

Mannigfaltiges.

Arnis (Schleswig), 3: Mai. Das hierselbst bcheimathete Segelshif „Affinitas", Capitän Graag, das am Ostermontag von hier nah Kolmar in See ging, ift, wie der „N. Pr. Z.“ berichtet wird, bis jeßt an seinem Bestimmungsort nit angekommen. Es ist daher anzunebmen, daß der Segler mit Mann und Maus unter- gegangen ist. Die Besaßung des Schiffes bestand aus dem Führer, seinem Sohn und drei jungen Seeleuten.

Met, 1. Mai. Jn den Staatswaldungen bei Albersch- weiler, Kreis Saarburg, sind durch den Sturm am 30. März an 100 000 fm Tannenholz zu Boden geworfen worden, meist starke Stämme. Mit der Aufarbeitung und Entrindung ist bereits begonnen worden; diese Arbeit hofft man noch in diesem Jahre zu beenden. Die Fracht der zu Bauholz und Brettern sich eignenden Hölzer wird dur das demnächst in Betrieb kommende Waldbahnney bewirkt werden. Sägemühlen werden in den Wäldern selbst den Käufern der Windfälle zur Verfügung gestellt. Auf den Revieren im obern Breuschthale liegen, wie die „Straßb. Post“ berichtet, Hunderttaüsende von Stämmen. Die Verheerungen, die der Orkan in einzelnen Bezirken, vor allem in der Nähe vom Donon, angerichtet hat, gewähren einen großartigen Anblick. Tausende von alten Stämmen liegen entwurzelt und bilden ein wüstes Durcheinander. Auf großen Flachen is vom alten Bestande nichts übrig geblieben. Aus diesem Shaos ragt noch hier und da ein abgebrohener Baumstumpf von 3 bis 4 m Höhe hervor, dessen helle Splitter fih {arf von dem dunklen Hintergrunde der Aeste abheben. Denkt man sich einen vollen haubaren Tannenbestand, auf dem noch vor kurzem Hunderte von Festmetern auf dem Hectar standen, auf einmal durcheinander geworfen und gebrochen, so wird man sich vielleicht an- nähernd cinen Begriff von den angerihteten Verwüstungen machen fönnen. Auch an den Westhängen unserer Vogefen in Frankreich soll der angerihtete Schaden ganz außerordentlich sein. Mehr als { Million Festmeter meist Tannennußholz find nah der Ansicht von Fachleuten geworfen und harren der schnellen Aufarbeitung. Der Orfan tobte fo entseßlih, daß das Krachen der Bäume dem lebhaften Feuer einer Artillerie-Feldshlat glich und viele Bewohner der einfsamen Gehöfte zu den Dörfern herunterliefen, um dort Schuß zu finden. Wie eine Windsbraut fegte der Sturm \toßweise durch die Schluchten und Mulden hinauf zu den höchsten Gipfeln der Bergrüden, wo, wie am Mathiaëkoyf und am Kleinen Donon, kein Baum dieser Gewalt widerstehen konnte.

Das amtliche „Memorial“ veröffentliht einen

Luxemburg. Das 1 1 Großherzoglichen Beschluß vom 2. April 1832, wodurch Prinz Oscar Karl August Bernadotte, zweitgeborener Sohn des Königs von Schweden und Norwegen, Neffe des Großherzogs, nebst seiner Gemahlin Ebba Henriette Munk von Fulkila, Prinzessin Bernadotte, unter dem Titel Graf und Gräfin Wisborg in den Adels\stand des Großherzogthums Luxemburg aufgenommen werden.

Belgrad. Ueber eine Taufe von 400 muhammedanischen Zigeunern wird dem „W. Frdbl.* geschrieben: Das Thal von Boljewatsch im Timokgebiet Serbiens hallte am Ostersonntag vom frühen Morgen an von zahlreihen BVöller- und Gewehrshüssen wider, während im Dorfe vor der Kirche sih eine nah vielen Tausenden zählende Volksmenge ansammelte. Es galt, die Taufe von vier- hundert Zigeunern des Stammes Ibrahim Hamil's zu feiern, die vom Islam zum Christenthum übertraten. In Serbien giebt es noch viele muhammedanische Zigeuner, die sih aber allmählich dem Christenthum zuwenden. Eine Massentaufe, wie diesmal in Bol- jewatsh, hat sih {on lange niht ereignet, deshalb! hat sie der Bischof Melentie von Saitschar perfönlih vorgenommen. Die braunen Täuflinge erschienen in bunten neuen Kleidern, die Mädchen und Frauen reich mit Gold- und Silbergeshmeide, Glaëperlen und grellfarbigen Bändern ges{chmüdt. Die jüngeren Mädchen hatten ihr Haupt mit Blumeukränzen geziert. Es gab alle Altersstufen unter den Täuflingen: vom wenige Tage alten Kinde bis zum Peiiglührigen Greise. Als Taufpathen standen den Täuflingen meistens wohl- habende Landwirthe und deren Frauen zur Seite, au einige Kauf- leute und Beamte. In der Bevölkerung der Umgebung herrschte viel Freude über diese Massentaufe, und deshalb waren fo viele Leute gekommen, um aus dem Taufacte ein Volksfest zu mahen. Lämmer wurden an offenem Feuer gebraten, der Wein im Freien aus großen Fässern verzapft, und lauter Jubel herrschte, als die Täuflinge, in Gruppen getheilt, in der Kirche mit ihren Pathen erschienen. . Der Taufact währte mehrere Stunden und {loß mit ‘einer Anrede des Bischofs Melentie an die neuen Christen, daß sie nunmehr den relht- gläubigen Serben gleichgestellt seien und sih deffen würdig bewähren sollten. Nachher begann der Tanz vor der Kirche, woran die getauften

M 107.

2 garen Sohen

. Aufgebote, Zustellungen u. dere,

. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. . Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. . Verloosung x. von Werthpavieren.

1) Untersuchungs-Sachen.

[8284] Stebrief. Gegen den unten beschriebenen Kellner Franz aafe, geboren am 20. August 1862 zu Wels in esterreich, fatholisch, welcher flüchtig ist und sich

verborgen bält, ist die Unter}uhungshaft wegen

Diebstahls in den Acten wider Haase 124. D.

43. 89. verhängt. Es wird ersucht, denselben

zu verhaften und in das Königliche Untersuhungs-

gefängniß zu Berlin, Alt-Moabit 12 a, abzuliefern. Berlin, den 30. April 1892.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 124.

Beschreibung: Alter 29 Jahre, Größe 1 m 70 cm,

Statur \{lank, are dunktelblond, Stirn ho,

Bart stark dunkelblonder Schnurrbart, Augenbrauen

dunkel, Nase spiz, Mund gewöhnlich, Gesicht rund,

Gesichtsfarbe blaß, Sprache deutsch-wiener Dialect.

8210] [ K. Württ. Amtsgericht Reutliugen.

Der unterm 29. März 1892 gegen den angeblichen Louis Lewin, Schauspieler aus Köln, wegen Dieb- stahls und Betrugs erlassene Steckbrief wird dahin berichtigt, daß derselbe am 6. August 1873 in Radwunke, Provinz Posen, geboren und ein Bäter- geselle ist. Derselbe hat sih bis zum 23. April 1892 zu Stuttgart aufgehalten und von da seinen Weg in der Richtung gegen Heilbronn genommen. Seine Kleidung besteht jeßt aus einem steifen grauen Hut, einer Jäâgerjuppe und gräulih gestreiften Hosen.

Den 30. Apr 1

(Unterschrift.)

[8302] Bekanntmachung. In der Untersuhungssahe gegen den Rekruten des Infanterie - Regiments Kaiser Friedri, König von Preußen (7. W.) Nr. 125 Iosef Hänßler aus Ringgenbach, K. Preuß. Ober-Amts Sigmaringen, wegen Fahnenfluht hat das Königl. Militär - Revi- sionsgeriht zu Stuttgart am 25. April 1892 zu Recht erkannt: S es solle das dem 2c. P a zustehende oder künftig anfallende Vermögen unbeschadet der Rechte Dritter mit Beschlag belegt sein. Stuttgart, den 2. Mai 1892. Kommando der 51. Infanterie-Brigade (1. K. W.).

2) Ausgebote, Zustellungen

und dergl.

[8211] Oeffentliche Zustellung. :

Im Wege der Zwangsvollstreckung foll das im Grundbuche von Ernestinenberg, Band I., Blatt 26, Artikel 177 auf den Namen des Arbeiters Carl Kamionka zu Grabine und der Geschwister Franziska, Johann, Paul, Marianna und Johanna Kamionka daselbst eingetragene in Ernestinenberg belegene Grundstück am 12. Juli 1892, Vormittags 9 Ubr, vor dem Nes Amtsgericht zu Neu- stadt O./S. Zimmer Nr. 4 versteigert werden. Zuschlagsverkündung am 12. Juli 1892, Vor- mittags 11} Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung an den Miteigenthümer obigen Grund- stücks, den Arbeiter Johann Kamionka, früher in Schöningen, jeßt unbekannten Aufenthalts, wird dieser Auszug bekannt gemacht.

Neustadt O./S., den 27. April 1892.

E Waller, i

als Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[55827] Aufgebot.

Es ift das Aufgebot felger. der angeblich abhanden gekummenen Urkunden:

1) der SchuldversGreibarg der konsfolidirten 4 prozentigen Preußiscben Staatsanleihe von 1876/79 Litt. D. Nr. 21493 über 500

vom Restaurateur Ernst Konrad zu Berlin,

2) der Swuldversreiburg der foi. solidirten 4 prozentigen Preußischen Staatsarleibe von 1880 Litt. E Vir. 283894 über 300

vom Holzhändler FriedriH Eriefbhahn zu

auen, 3) der S(uldversreibungen der kForsolidirten 4 prozentigen Preußis@en Staatsanleihe von 1880 Litt. E Nr. 141733, 318473, 355417, 406312 und 459121 GE le 3C0 M rom anfwirth Johann Ai A Berlin. E Iohann Aaguft Gorn ¿u er uldvershreibung der fonsolidirten 4 vrozentigen Preußishea Staatëanlei Litt. E. S E 300 M e 0s E vom Postfekretär Wilbelm Braun zu Marbur 5) der Preußi!chen Staatéschuldieine Litt. F Nr. 56473 und 57190 über je 100 Thaler ; vom Kirchenvorstande der katholischen Pfarr- gemeinde zu Brauweiler, beantragt. Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 28. Ja- uuar 1893, Mittags 12 Uhr, vor dem unter- zeihneten Gerichte, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel B, part., Saal 32, anteraumten Aufgcbots- termine ihre Rehte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Verlin, den 1. Dezember 1891, Königliches Amtsgericht 1, Abiheilung 48.

[8320]

Zweite

Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen

Berlin, Donnerstag, den 5. Mai

Oeffentlicher Anzeiger.

auf 500 Æ Kapital Litt. D. Nr. 5304 hier anhängig gemacht worden. Dresden, den 2. Mai 1892. Königliches Amtsgericht. Abtheilung Ib. Heßler.

71712] _ _ Aufgebot. : Der Oberamtsrichter Friedri Fresenius und die ledige Wilhelmine Fresenius, beide ¡u Schotten wohnhaft, haben das Aufgebot der am 15. November 1877 auf den Namen „Kammerrath Fresenins in Affenheim“ ausgestellten zwei Actien der Land- wirthschaftlihen Creditbank - zu Frankfurt a./M. Nr. 1829 und 1830 über je 300 Æ sowie der zu Nr. 1829 gehörigen Dividendenscheine Nr. 13 bis ein- \{ließlich Nr. 22 sammt Talon beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, späteftens in dem auf den 15. September 1892, Vor- mittags L0 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte, Zimmer 27, anberaumten Aufgebotstermine seiñe Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Frankfurt a./M., den 17. Februar 1892. Königliches Amtsgericht. Abtheilung TV.

[8319] Großherzogliches Amtsgericht Oldenburg, Abtheilung 5A. :

In Sachen, betr. das Aufgebot des angebli ver- loren gegangenen 40 Thaler-Schuldscheins der Eifen- bahn-Prämien-Anleihe des Herzogthums Oldenburg von 1871 Nr. 73312, ist das aufgebotene Papier dem unterzeihneten Amtêgericht vorgelegt und wird daher das Aufgebotsverfahren hiermit wieder auf- gehoben.

1892, April 30.

Harbers.

S Aufgebot. Der Kaufmann Anton Köster in Marten, ver- treten dur den Rechtéanwalt Geselbraht in Dort- mund, hat das Aufgebot des von der Versicherungs- gesellshaft Thuringia zu Erfurt ausgestellten, die Verpfändung der Police Nr. 51362 Litt. A. wegen eines Darlehns von 90 #4 beurkundenden Pfand- seins, d. d. 27. September 1877, beantragt. Der Inhaber des Pfandscheins wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 25. Oktober 1892, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte, Zim- mer 58, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und den Pfandschein vorzulegen, widrigen- E die Kraftloserklärung des Pfandscheins erfolgen wird. Erfurt, den 14. März 1892. Königliches Amtsgericht. Abtheilung VIII. [8379] ; Aufgebot. Durch die Kur- und Neumärkishe Haupt-Nitter- schafts-Direction zu Berlin is bei dem unterzeich- neten Gerichte das Aufgebot des im Grundbuche der Rittergüter Guhden und Mobhrin, verzeichnet im Grundbuche der MNittergüter hiesigen Gerichtes Band IV. Blatt Nr. 32 Abtheilung I1II., unter Nr. 39 eingetragenen älteren garantirten Pfandbriefs Nr. 6350 über 100 Thaler Gold, welcher zum Juli- Termin 1860 aufgekündigt worden, beantragt worden. Der Inhaber dieses Pfandbriefs wird daher auf- grloreert, spätestens in dem bei dem unterzeichneten erihte auf den 22. Juli 1892, Vormittags 97 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und den Pfandbrief vorzulegen, widrigen- falls diese Urkunde für fraftlos erklärt werden wird. Königsberg (Neumark), 1. Mai 1892. Königliches Amtsgericht.

[68874] i Aufgebot. Der Neceptionsshein des Sterbe-Kassen-Renten- Vereins für die Provinz Posen Nr. 2098 über 250 Thaler Versicherungssumme und die Miitglied- schaft des Provinzial-Landschafts-Controleurs Josef Stanislaus Krakowsfi in Posen betreffend, ausgestellt am 25. Februar 1870, ift angeblih verloren ge- gangen. Auf Antrag des Vollstreckers des Josef Stanislaus Krakowéfkischen Testaments, Kaufmanns W. Jerzy- kiewicz in Posen, werden die Inhaber der Urkunde aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine, den 7. Oktober 1892, Vormittags AA Uhr, (Sapiehaplaß Nr. 9, Zimmer Nr. 8), ihre Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloserklärung derfelben erfolgen wird. Posen, den 13. Februar 1892.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung 1V.

[61254] Aufgebot. Auf Antrag des Rohrwebers Friedrich Schiemenz zu Kottbus, vertreten durch seinen Pfleger Aus- gedinger Christian Rakel zu Braniß, wird das Sparkassenbuch Nr. 7073 der städtishen Sparkasse zu Kottbus über 525 # 16 4, ausgefertigt für Christian Rakel, aufgeboten. Dasselbe foll verloren gegangen fein, und an seine Stelle ein neu auszu- sertigendes treten. Der Inhaber des Buches wird aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin am 10. August 1892, Vormittags 10 Uhr, im immer Nr. 7, seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls dasselbe für kraftlos ärt werden wird. Kottbus, den 8. Januar 1892.

Königliches Amtsgericht.

[51054] Aufgebot.

Staats-Anzeiger.

1892,

erfolgen wird. 4 Sannover, 7. Dezember 1891. Königliches Amtsgericht. V G.

[4385] Aufgebot. L Das K. Amtsgericht Ingolstadt hat auf Antrag des großjährigen Maurers\fohnes Andreas Klar von Oberdolling, z. Zt. Dienstkneht in München, vom 8. April 1892 um Kraftloserklärung des auf seinen Namen lautenden und zu Verlust gegangenen Spar- kafsenbuchs der Sparkasse Ingolstadt Nr. 25 599 über 580 Æ Einlage vom 15. Juli 1886 mit Be- {luß vom 10. April cr. das Aufgebot dahin er- lassen, der Inhaber des genannten Sparkassenbuchs wird aufgefordert, seine Ansprübe und Rechte an dasfelbe spätestens im Aufgebotstermin bei dem K. Amtsgeriht Ingolstadt anzumelden und das Spar- fassebuch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- ertlârung desfelben erfolgen wird. Der Aufgebotstermin i1t bestimmt auf Montag, 7. November 1892, Vormittags 9 Uhr, im Sißungssaale Nr. 2 des K. Amtsgerichts Ingolstadt. Ingolstadt, den 13. April 1892. Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts. (L. S.) Aichmeyer, K. Secretär.

[8381] Aufgebot. L Das Sparkassenbuch der Kreissparkasse zu Rasten- burg Nr. 82 über am 20. Oktober 1871 eingezahlte 49 Thlr. 29 Silbergroschen nebst den Zinsen seit der Einzahlung, ausgefertigt für die Wittwe Wil- helmine Reinhold in Barten, is angebli verloren egangen und. soll auf den Antrag des Kaufmanns Schwendig in Mertenheim als Vormundes des minderjährigen August Reinhold, der jeßt Eigen- thümer der Spareinlage is, amortisirt werden. Es wird deêhalb der Inhaber des Buches auf- gefordert, spätestens im Aufgebotstermin den 28. De- zember 1892, Vormittags" 10 Uhr, beim unterzeihneten Gericht (Zimmer Nr. 9) seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desfelben erfolgen wird. Rastenburg, den 12. April 1892. Königliches Amtsgericht.

[8314] Aufgebot. „Der Hutmacher Paul Clemens zu Sommerfeld hat das Aufgebot des ihm angebli theilweise ver- nihteten Syarkassenbuchs der Niederlausitzer Neben- Sparkasse zu Gassen Nr. 2302, auf Hutmacher Paul Clemens in Sommerfeld und über 315,09 lautend, beantragt. Der Inhaber des Sparkafsen- bus wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 16. August 1892, Vormittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte im Sißungsfaale an- beraumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und das Sparkassenbuch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desfelben erfolgen wird. Sommerfeld, den 30. April 1892. Das Königliche Amtsgericht.

[1341] / Aufgebot.

Auf den Antrag der Handlung A. L. Mohr zu Bahrenfeld bei Ottensen, vertreten durh den Rechts- anwalt Gall in Danzig, wird der Inhaber des an- geblich verloren gegangenen Wechsels d. 4. Bahren- feld, den 31. Dezembér 1891, über 1932,48 M, zahlbar am 29. Februar 1892, ausgestellt von A. L. Mohr an die Ordre der Ottensener Bank, gezogen auf Ed. Lepp in Danzig und von diesem acceptirt, hierburch aufgefordert, seine Rechte auf diesen Wechsel spätestens im Aufgebotstermine, den 14. November cr., Vorm. 93 Uhr, bei dem unterzeihneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls die Lng desfelben erfolgen wird. Danzig, den 1. April 1892.

Königliches Amtsgericht. X.

[65234] Aufgebot. d Auf den Antrag der {Firma Nud. Lefeber & C°_ in Hamburg wird der Inhaber des von der Antrag- stellerin auf J. Bünting & C°_ in Leer in Ostfries- land gezogenen und von leßterer Firma acceptirten Wechsels vom 4. November 1891 über 3504 4.10 -, zahlbar drei Monate nach dato bei der Hannover- hen Bank in Hannover, aufgefordert, spätestens in dem auf den 4. Oktober 1892, Vormittags 191/2 Uhr, Zimmer Nr. 91, anberaumten Termine bei dem unterzeihneten Amtsgerichte seine Nechte an- zumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Ne desselben erfolgen soll. Hannover, den 27. Januar 1892. Königliches Amtsgericht. V H. Gallenkamp.

[8382] __ Aufgebot.

Der Kötter Josef Fieker zu Elte, vertreten durch den Nechtsanwalt Hellraeth zu Burgsteinfurt, hat das Aufgebot des im Grundbuh von Rheine rechts der Ems Band. 77 Blatt, 9 auf den Namen des Kötters Gerhard Fieker zu Elte zufolge Verfügung vom 2. März 1837 eingetragenen ideellen Drittels der, wie p bezeihneten Grundstücke der Steuer- gemeinde Nheine rechts der Ems (Elte) als

Flur 12 Nr. 167, Flur 13 Nr. 135, 136, 283, 284, 304/2840, Flur 14 Nr. 40, 41, 42, 716/246a, 791/246a, T792/246a, 793/39, 810/246 a, 811/46, 812/246a und 814/246 a beantragt.

Es werden daher alle diejenigen, welche das Eigea-

den 11, Juli 1892, Mittags 12 Uhr, anbe- raumten Termine seine Rechte bei dem unterzeih- neten Amtsgerichte anzumelden und die Urkunde vor- legen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben

6. Dea Se Ge auf Aktien n. Aktien-Gesfellsh. 7. Erwerbs- und Wirt

8. Niederlaffung 2c. von Rechtsanwälten.

9. Bank-Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

\hafts-Genofsenschaften.

Eintragung“ der Grundstücke im Grundbuche für den Antragsteller in dem auf den 7. Juli 1892, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Termin-geltend zu machen. * S Rheine, den 22. April 1892. i Königliches Amtsgericht.

[8318] 1 Aufgebot.

Das Großherzogliche Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Bauwesen, in Darmstadt hat auf Grund der Ersißung das Eigenthum an dem îm Grundbuche der Gemeinde Sulzheim nicht einge- tragenen Gelände der Staatsstraße. von Wallertheim nah Wörrstadt für das „Großherzogthum, Landes- eigenthum“ beansprucht und demgemäß zum Zwette des Eintrags in das Grundbuch das Aufgebot be- antragt. Es werden daher alle diejenigen, welche Ansprüche auf das Gelände erheben zu fönnen glauben, unter dem Rèchtsnachtheile der Anerkennung der Ersißung aufgefordert, ihre Ansprüche spätestens in dem auf den 23. Juni 1892, Vormittags 107 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte anbe- raumten Aufgebotstermine anzumelden.

Wörrstadt, den 25. April 1892.

Das Großherzogliche Amtsgericht. Stephan.

[71974]

Der Maler Heinrich Kesting, welcher sich im Jahre 1877 heimlich von hier nah Nord-Amerika entfernt und seit 1878 keine Nachricht von sich ge- eben hat, wird auf Antrag des Abwesenheits- Surators, Rentner L. Kate hiers., hierdurch aufgefordert, bis zum Dienstag, den 20. September 1892, Vormittags 11 Uhr, sih hier einzufinden oder sichere Nachricht von seinem Leben hierher zu geben, widrigenfalls seine Todeserklärung erfolgen und sein Vermögen als Erbschaft behantelt werden wird.

Detmold, 27. Februar 1892.

Fürstliches Amtsgericht. T. Sieg. [7463] h Das Königlihe Amtsgeriht München 1. Ab- theilung A. für Civilsachen, hat unterm 23. lfd. M. folgendes Aufgebot erlassen : _ Ueber Leben und Aufenthalt desam 17.November 1830 in Neumarkt xn der Oberpfalz geborenen und soviel bekannt dort beheimatheten Valentin Miedanner, v. Bereiters weiland Sr. Majestät des Königs Otto von Griechenland, sind seit dem Jahre 1873 keine Nachrichten mehr vorhanden. Auf Antrag des Rechtsanwalts Roderich Mayr, Curators des Ver- schollenen, ergeht nun die Aufforderung: _1) an den Verschollenen Valentin Miedannuer, spätestens im Aufgebotstermine am Samstag, den 5. Februar 1893, Vormittags 9 Uhr, persönlich oder schriftli bei gefertigtem Gerihte Geschäfts- zimmer Nr. 4011. (Augustinerstock) sich anzumelden, widrigenfalls er für todt erklärt wird, 2) an die Erbbetheiligten, ihre Interessen im Auf- gebotsverfahren wahrzunehmen, 3) an alle diejenigen, welche über das Leben des Verschollenen Kunde geben können, Mittheilung hier- über bei Gericht zu machen. München, 27. April 1892. Der Königliche Gerichtsschreiber: (L. S.) Horn. [8315] Aufgebot. Auf Antrag der Wittwe Müller, Marie Helene, geb. Gille, zu Hildebrandshausen wird die verehe- lihte Anna Elisabeth Loth, geb. Gille, geb. am 20. Juni 1829 zu Hildebrandshausen, zuleßt wohn- haft gewesen in Effelder, welhe im Jahre 1850 mit ihrem. Chemann, dem Ackermann Joseph Loth, nah Amerika ausgewandert und seit dieser Zeit vershollen ist, aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermine, am 15. Februar 1898, kh. 12, bei dem unter- zeihneten Geriht (Zimmer Nr. 15) zu melden, widrigenfalls ihre Todeserklärung erfolgen wird. Mühlhausen, den 18. April 1892. J Königliches Amtsgericht. Abtheilung [V. Streicher.

[8380] Aufgebot. Der vor ctwa 33 Jahren aus seinem Wohnort Parzynow nah Nußland ausgewanderte Wirth Ignatz Budzik, über dessen Leben oder Tod seitdem eine Nachricht nicht eingegangen is , wird aufgefor- dert, ih spätestens im Aufgebotstermin am 24. April 18983, Vormittags 10 Uhr, zu O , widrigenfalls seine Todeserklärung erfolgen wird. Schildberg, den 29. April 1892.

Königliches Amtsgericht.

[8212] Aufgebot.

Auf den Antrag des Altsizers Joachim Kenk und seiner Ehefrau Dorothee, geborenen Hagemann, zu Boldekow, vertreten durch den Rechtsanwalt Schade zu Anklam, werden die Nachlaßgläubiger des am 7. Januar 1892 zu Boldekow verstorbenen Bauer- hofóbesißers Karl Kenk aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine den 12. Juli 1892, Vormit- tags 10 Uhr (Terminszimmer Nr. 1 des Gerichts- hauses), ihre Ansprüche und Nehte auf den Nachlaß des Verstorbenen bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden, widrigenfalls sie gegen die Beneficial- erben ihre Ae nur_ noch soweit geltend L können, als der Nachlaß mit Ausschluß aller eit dem Tode des Erblassers aufgekommenen Nußungen durch Befriedigung der angemeldeten Ansprüche nicht

Eröffnung steigend auf Berichte über Regenwetter, später theil- weise abgeschwächt infolge Verkäufe der Baissiers. Schluß träge. Ma is fest und etwas steigend nah Eröffnung, dann Reaction auf Verkäufe, darauf wieder steigend. Schluß fest.

Das Vorkommen der Infectionsfkrankheiten blieb meist ein Von Frau Margarethe, verehel. Manewaldt, geb.

ähnliches wie ‘in der vothergegangenen Woche. Erkrankungen an Masern zeigten sich im Stralauer Viertel und in der jenseitigen Luisenstadt am zahlreisten; Erkrankungen an Diphtherie, -die etwas

Auf Antrag des Arbeiters Karl Konerdiug zu erschopft wird. Anklam, den 30. April 1892.

Königliches Amtsgericht.

Zigeuner und die Serben theilnahmen, thum an dem für den Gerhard mera eingetragenen

Wilke, in Dresden ift -das Aufgebotsverfahren zu | Linden wird der J j i i ide i s L E Je 1 0 Inhaber des für Ersteren Seitens | ideellen Drittel der genannten Grundstücke in An- Kraftloserklärung der K. S. Staats\chuldverschreibung | der Sparkasse der Stadt Linden ausgestellten Spar- eus nehmen, aufgefordert, ihre Ansprüche und

L LEODET I. Abtheilung. vom Jahre 1876 über 15 A 39/6 jährliche Rente ! kafsenbuchs Nr. 7421 aufgefordert, spätestens in dem auf | Rechte bei Vermeidung des Ausschlusses und der f