1892 / 121 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Saal des Architektenhauses.

Der Berliner W - in hatt i E agner-Verein hatte am Staate E jahre. Etwas über die Hälfte aller Kinder ge

Teinen 62. Vereinsabend eine Vorfeier des

Richard Wagner's veranstaltet, welche mit einem Vortrag des | Säuglingsalter an. Der Ge [ Heinßt über „Richard Wagner in seinem rein men J <lihen Wesen * eröffnet wurde. Goethe?s Ausspruch citirend, "l r L ei dem wahren Künstler Kopf und Herz stets vereinigt seien, er- | störungen ernsterer Art erkrankten. Die Summe der Einnahmen des wähnte der Redner zuerst die gewaltigen Reformen des Meisters in der Opern-Composition und speciell in dem Bühn enwesen der | ein E : iem Ringen diese Reformen und ihr Rebe, ge T S Eee E einen roßartiger Éi ; ide! kunst 5 ; einertrag von an ho ald in der Lage zu sein, eine Ä bartiger Einfluß auf die Entwiekelung der Tonkuns lept O zweite Krippe und zwar vorauésihtlih zwischen Wedding und Moabit

Herrn Albert

Oper. Während nach eee

nerkennung gefunden , sei „Wagner als Mensch

verschieden beurtheilt worden. Heinß, der

perfönlich nahe gestanden, führte in seinem Vortrag zahlreiche Züge seiner Herzensgüte an: die treue und wartne Liebe für sein deutsches Vaterland, aus der die meisten seiner Schöpfungen hervor- gangen, den regen Sinn für die Schönheiten der Natur und die

reude an der Reinheit kindlicher Gemüther. Daß er in der Anfangs- zeit seiner {öpferis<en Thätigkeit dem mißliebigen Treiben seiner Gegner und Neider, die, seine Ideen nicht verstehend, durh leere Verdächtigungen feiner Moralität in Wort und Schrift Luft machten, seinen A heu und edle Entrüstung Weise entgegenstellte, wer wollte das dem großen Tondichter verdenken oder gar als Mangel an Herzensgüte betrahten? Der Redner machte am Schlu seines Vortrags die sehr zahlreich erschienenen Zuhörer no< auf mehrere Aufsäße der Leßmann’schen allgemeinen Musik- zeitung aufmerksam, die diesen Stoff no< ausführlicher behandeln. Dem lebhaften Beifall, der dieser Nede folgte, {loß si eine Ehren-

undheitszustand der

ß nur wenige der

Verbesserungen, foda âuglinge

sehr N L dem Meister | eröffnen zu können.

Herr Sophus Tromholt aus Christiania hat \i seine Schilderungen über die erste Nordlandreise Sei

Urania zu wiederholen. die leßten Aufführungen des großen

threm Unmuth ständigen scenischen Neubearbeitung der „Ges

oft in d ; i t in derbster in gewissem Sinne.

die gegenwärtige Gestaltung der

gabe an, eine Büste Beethoven's, die im Namen des Vereins | waren.

dem Redner zu seinem fürzlih vollendeten 70. Lebensjahre überbraht wurde. Herr O. Eichberg hob hierbei die langjährige, verdienstvolle

Thätigkeit hervor, di i i Ï | : Z ; rel dervor, bie Der E erein S Er Vereinslocal Seydelstraße 30) in doppelter und einfa

folgten nun die musikalischen Vorträge. Der

Dam en<or sang Schubert's „Gott ist mein Hirt“ in der Philharmonie aufgeführten Psalm für So Violine und Klavier von Liszt und bewährte \si< von neuem dur seine musterhafte Präcision und s{wungvolle Ausdru>sweise. Voges führte ihre Solopartie S aus; ein glei | edeutende Aufgabe hatte. Er brachte ¡jedo sein fein \schattirendes Violinspiel no< im Vortrag dreier Säße aus der E-dur-Suite von Bach zur Geltung. Fräulein Voges erntete durch die gelungene Ausführung des ele rie FURad S A p S O m. größe reien und wohlverdienten Beifall. Einen besonderen anzpunkt TOBETe ( : : : des Abends bildeten \{<ließli< der „Monolog des Hans Sachs aus | allmählih in breite Strahlen theilte, welhe von einem Mitte Wagner's „Meistersingern“, die „Trompeterlieder“ von Brüler und das- „Lied vom Herrn von Falkenstein“ von Brahms, lih von dem Hofopernsänger Herrn Oberhauser ausgeführt, einen f

von Herrn W. Meyer, der nur eine zu un

sehr nachhaltigen Eindru> hinterließen.

/ E! E hrung der i A C Er im Königlihen Opernhause sind die amen Pierson, Dietrich | die Erscheinung stark an Glanz und die Strahlen vers<wanden

und Lammert, die Herren Sylva und Fränkel beshäftigt. In der gänzlich. Der Viel war während der Dauer der Erscheinung nach

' Di - 1 orden ganz dunst- und wolkenrein, die Luft schr klar und die erzog und Lammert, die Herren Bulß, Mödlinger und Schmidt auf. | St i : s B toe Q Cp

Die Partie des Grafen giebt Herr Sommer he StabE-Theater iu Sterne schienen mit unges{<wächtem Glanz durch die Lichterscheinung

darauf folgenden Oper „Der Barbier von Sevilla“ treten die Damen

Köln als Gast.

In der morgigen Aufführung von Delibes? „Lakme“ im Kroll- schen Theater mit Frau Sembrich in der Titelrolle singen : Fräulein err Alma (Gerald), Herr Fri>e (Friedrich) und

Ippen (Mallika),

&Sörster’shen Oper ,Lorle“ ist für den 30. d.

pranfolo, Chor,

M. angeseßt.

und den neuli< | rung, Handwerkerbu<führung, Handelscorrespondenz,

enntniß jener Fächer anzueignen.

P Gesangs

welche, sämmt- | genau nördlich

< wieder ; einige besonders

am Mittwoch fast die Höhe des Polarsternes. Nach etwa zwanzig

hindurch.

Im Thomas-T heater ist das Gastspiel der Soubrette JIlka S

von Palmay auf die Mitte des Monats Juni festgeseßt. Die Operette „Die Ulanen“ bleibt bis dahin auf dem Spielplan und wird später wichtigen Frage, in welcher Nachbarschaft Starkstromleitungen und Fernsprechleitungen bei geeigneter beiderseitiger Anordnung geführt werden können, ohne daß die ersteren Leitungen auf den Betrieb der Fernsprehanlagen cinen \örenden Einfluß ausüben, sind in den leßten Wochen an einer Drehstrom-Uebertragungsanlage von Offenbach nach Sachsenhausen, welche die Firma W. Lahmeyer u. Co. in Frankfurt a. M. eigens zu diesem Zwede hergestellt hatte, eingehende Untersuchungen

j i [ ß ab. | angestellt worden, und zwar von Fachleuten des Telegraphenwesens und Nach dem Geschäftsbericht wurden im leßten Jahre in der Anklamer | dec Starkstromtechnik. Das Neichs-Postamt, die Direction der Königlich

no<mals aufgenommen werden.

Mannigfaltiges.

Der Berliner Krippenv erein, dessen Protectorat neuerdings Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich übernommen hat, hielt am Sonnabend im Restaurant Helms seine Generalversammlun

A La]

iht vom 23. Mai, Morgens.

Wette

00 p. tm. [so e [sius =409%R.

Stationen.

Wind. Wetter.

Temperatur in 9 Ce

59%,

Bar. auf 0 Gr. u. d. Meeres red. in Milli

jak

A O f 000 109 o

Mullaghmore | 752 |SSO d\wolkig Aberdeen . . | 756 |S A S) Christiansund | 759 | 3|Nebel Kopenhagen . | 761 4\wolkig Stodtholm . | 753 2\Regen Ma «1749 6|Regen t.Petersbg. | 755 1/halb bed. Moskau. .. | 758 1/bede>t Cork, Queens- O ¿., | (DL 5|Negen Cherbourg . | 762 |W 1 heiter r, 762 3lhalb bed. Ml 763 1|\wolfkig mburg . . | 764 1 beiter winemünde | 763 |W 4|halb bed. Neufahrwasser| 760 4|bede>t Meme l 157 196 3|bede>t Dare e O2 1\wolkig ünster .,

pad funk

763 2\wolkenlos Karlsruhe . . | 763 4 halb bed. Wiesbaden . | 764" ( 2'beiter 765 I 3\heiter 766 i 1 beiter!) 765 3 beiter?) «l T06 _ N 1 halb bed. ¿1 766 3\bede>t | 762 2\wolkenlos | 765 wolkig 765 stillheiter

1) Thau. 2) Vormittags Regen. Uebersicht der Witterung.

Während die Depression, welche gestern über Südskandinavien lag, nordostwärts nus dem Bott- nischen Busen fortgeschritten ist, hat si über Deutsch- land und Oesterreich ein barometris<es Maximum ausgebildet, unter dessen Einflu Bewölkung und Niederschläge abgenommen haben. Eine neue Depression is im Westen der Britischen Inseln er- schienen. Das Wetter ist in Deutschland rubig, heiter und troÆen, die Temperatur liegt in den nörd- lihen und mittleren Gebietstheilen 3 bis 7 Grad unter dem Mittelwerthe, in Süddeutschland hat de diesen stellenweise etwas überschritten. Weitere Er- wärmung dürfte demnächst zu erwarten sein. Swine- münde hatte gestern Gewitter. In Franfreih famen gestern ungewöhnli<h hohe Temperaturen vor. In le d’Aix 30 Grad, Deutsche Seewarte.

Theater - Anzeigen, Carl Millöer.

haus. 132. Vorstellung. Tannhäuser und der fang 7 Ubr.

Oper in 3 Acten von R. Wagner. Ballet von

Emil Graeb. In Scene geseßt vom Ober-Re isseur

E Dirigent: Kapellmeister Sucher. Anfang E,

- S Otslelhaus, A5 Vorstellung. Suaria E: rauerspiel in Aufzügen von Schiller. Anfang Uhr. 6 Uhr. Mittwoch: Opernhaus. 133. Vorstellung. CavalI-

gleichnamigen [fsftü> von Verga. In Scene

gefeßt vom Ober - Regisseur Teglaff. “Dirigent : | Shwank in 3 Acten von

Mutikdirector Wegener. Hierauf: Der Barbier | fang 73 Uhr. von Sevilla. Komische Oper in 2 Acten von G. Rossini. Tert von P. Sterbini, überseßt von S Kollmann. Dirigent: Kapellmeister Weingartner. (Graf Almaviva: Herr Sommer, vom Stadttheater in Köln, als Gast.) Anfang 7 Ühr.

Schauspielhaus. 140. Vorstellung. Serr. Scauspiel in 7 Vorgängen von Ernst von Wildenbruh. In Scene E vom Ober-Regisseur Marx Grube. Anfang 7 Ühr.

_—

Don Juan.

und der Liebe Wellen. Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Das Urbild des Tartüffe.

findet am Freitag statt. Die Tageskasse ist von 10 bis 13 Ubr geöffnet.

Barnay, Ludw. Stahl. Anfang 7# Uhr. Mittwoch : Nora. Donnerstag: Nachmittags 25 Uhr: König Richard Ax. Abends 714 Ühr: Dorf und Stadt.

Lessing-Theater. stadtluft.

Mittwoch: Ein Doppelselbstmord.

Donnerstag: Die Grofsstadtluft.

S Lebte Vorstellung der Saison:

Sonntag: Die Grofßstadtluft.

der Nesidenz) :

Dienstag: Die Groß-

Straße Nr. 39 belegenen Vereinsanstalt 161 Kinder an 6944 Tagen verpflegt, gegen 165 Kinder mit 7587 Verpflegungstagen im Vor- örte no< dem l l eglinge war im allgemeinen ein günstiger; die D Rweise erfuhr wieder einige

an Verdauungs- Vereins betrug 7279 4; 1388 4 davon wurden an Pflegegeldern eingenommen ; verausgabt wurden 7496 4, davon 6366 M für die

d bereit erklärt, l ner Majestät des Deutschen Kaisers morgen und am Mittwoh no< einmal in der An den Ses Tagen der Woche werden [us\tattungsvortrages „Das

Antliß der Erde“ stattfinden, der in der Folgezeit einer voll- ( l ( chic der Urwelt“

das Feld räumen E Beide scenishen Werke ergänzen einander l n der „Geschichte der Urwelt“ wird der Aufbau

der Erdrinde in Urzeiten geschildert, während , Das Auntliß der Erde“, die geologishe Arbeit dieser Ürperioden der Schöpfun i Oberfläche unseres P schönsten und merkwürdigsten Zügen darstellt und die geologischen Ur- fachen behandelt, welche diese Wunderwerke hervorzubringen im stande

te

vorausseßend, neten in thren

__ Zu den am 1. Juni beginnenden neuen Unterrichts-Cursen des Kaufmännischen Bildungsvereins (Abends 8—10 Uhr im er Buchfüh- r ] 1 Kaufmännischem Rechnen, Wechfellehre, Schreiben, Populärer Prozeßkunde sowie lischer Sprache werden \{hon jeßt Anmeldungen im Vereinsbureau, eiträge find so

räulein | Brandenburgstraße 13, entgegengenommen. Die B î age ift, ih die

es gilt ering bemessen, daß auch der Unbemittelte in ter L

Frankfur t a. O., 20. Mai. Vorgestern gegen 103 Uhr Abends wurde, wie der „Srkf. D.-Z.“ berichtet wird, hier ein Nordlicht en“ von Liszt | beobachtet. Der Lichtschein am nördlichen Himmel bildete eine

„weiße, leiht grünlih getönte, mäßig helle Lichtfläche,

auszugehen schienen, dessen Stelle etwa dur den um diese Zeit fast stehenden Stern Capella bezeihnet wurde. Strahlen änderten sih ruhig, flossen in einander über und theilten

1 Wur erreichten, während die Erscheinung zu Anfang nur etwa die Höhe der ziemlih tief stehenden und etwa die östlihe Grenze der Lichtbildung bezeichnenden Cassiopeia erlangt hatte, ig Minuten verlor

Bernau. Das im Jahre 1142 vom Markgrafen Albrecht dem Bâren deliiiabete 160 Sen Bernau et ird zum Sei Z l : Tit niß an den vor ahren vom Markgrafen Johann erfoctenen Herr Lurgenstein (Nilakantha). Die erste Aufführung der Alban Sr über die Hussiten das alljährliche Oussitenfest und begeht gleichzeitig das 750jährige Jubiläum seines Bestehens.

Frankfurt a. M. “Que Entscheidung der außerordentlich

eßt von Julius

In Scene ges ¿edermann. Die | webel.

Frißsche. Dirigent : Kapellmeister

Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern- | Decorationen aus dem Atelier von Falk. Die neuen

Costume vom Garderoben-Inspector Ventky. An-

Sängerkrieg auf der Wartburg. Nomantische Mittwoh: Zum 124. Male: Das Sonntags- ind.

e Im prachtvollen Park : Täglich: Militär - Concerte. sangs- und Instrumental - Küns Concerts Sonntags 5 Uhr,

Kroll's Theater. Dienstag: Gastspiel von Marcella Sembrih. Lakme.

brih.) Anfang 7 Uhr. E Ene Mittwoch: Gastspiel des Herrn Franz Schwarz.

(Lakme: Fr. Sem-

ßtes Gastspiel der Frau Moran- ae Oper _ 3 O gleihnamigem Drama von H. : ; F). Musik von Anton Nubinstein. Seife a T Park Soher Bahnhof)

Donnerstag: Vorle h E arien na o Ludwigs Deutsches Theater. Dienstag : Des Meeres | S. von Mosentbal.

(Leah: Fanny Moran-O

Mittwoch: Der Pfarrer von Kirchfeld. : i bei günsti im Sommergarten.

Die nächste Aufführung von „College Crampton“ | den Wochentagen 54 U

Belle-Allionce-Theater. 21. Male: Der Günstliung. Operette in 3 Acten

Berliner Theater. Dienstag: Der Hütten- | von Hermann Sternheim. befißer. (Nusha Buße, Martha Baumgart, Ludw. A gese its Dire Im prachtvollen, (vornehmstes und groß

Dienstag: Zum

glänzenden Sommer - Garten artigstes Sommer-Etablifsement

Großes Milit Auftreten sämmtliche Abends: Feenhafte Fllumination des ganzen Garten-

Etablissements dur< 50 000 Gasflammen. O des Concerts 6 Uhr, Anfang der Vorstellung

L Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.

2 ; E Adolph Ernst-Theater.

Friedrich - Wilhelmstädtisches Theater. G E y Ses Dienstag: Mit neuer Ausstattung zum 123. Male: Gesangspofse in 3 Das Sonntagskind. Operette in 3 Acten von | W. Mannstädt. Mu Hugo Wittmann und Julius Bauer. Musik von | geseßt von Adolph

är-Doppel-Concert. r Spectialitäten.

Fräulein Feldwebel, Acten von Ed. Jacobson und sik von G. Steffens. In Scene Ernst. Anfang 7 Uhr.

der Berliner elektrote<hnishe Verein, die Firma Siemens U. Halske die Nedaction der Berliner elektrote<ni en eitschrift, der Verein deut: scher Ingenieure, die Frankfurter technischen Vereine sowie andere technische Corporationen und hervorragende Fachleute haben zu diesen Ver- suchen Vertreter ab eordnet, bezw. daran theilgenommen. Die Ver- fuche haben, wie übereinstimmend von allen Theilnehmern anerkannt wurde, zu dem’ erfreulichen Ergebniß geführt, daß bei geeigneter Anordnung fowohl der Drehbstromleitungen, als der ernspre, leitungen, troß des geringen Abstandes von 22 m zwischen beiden eine ausgezeihnete Verständigung erzielt worden ist. E

NRe>linghausen, 20. Mai. Wie die „Rh.-Westf. Ztg.“ hört wurde kürzlih im Fern ewald bei Bottrop - ein neunjähriger Knabe. von einer Kreuzotter in die Hand gebifsen. Er war damit be- s<äftigt, von den an der Außenseite des Hauses liegenden Koblen einige Stü>ke zu holen. Dank den ärztlichen Bemühungen ift es ge- lungen, den Kleinen vor einem s{hre>li<hen Tode zu bewahren. Die Kreuzotter foll übrigens in den Waldungen der westlichen Theile des Kreises häufiger vorkommen.

München, 20. Mai. Am 24. d. [M. wird, wie man der „N. Pr. Z.“ berichtet, die unter dem Protectorat Jhrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Ludwig Ferdinand stehende Pflegerinnen- Anstalt des Frauenvereins unter dem Nothen Kreuz ihrer Bestimmung übergeben. Die Anstalt, wo dreißig Schwestern ihrer Aufgabe obliegen werden, umfaßt im ganzen 130 Zimmer, in denen in Friedenszeiten 75, in Kriegszeitèn gegen 300 Kranke Auf- nahme finden. Das Aeußere des Hauses sowie die innere Einrichtung entsprehen vollständig den neuesten Erfordernissen. Die Kosten des Baues betrugen etwa eine Million Mark.

Wten, 19. Mai. Gestern Nachmittag ist, wie der «Voss. Z,* mitgetheilt wird, das alpine Shuß haus auf dem Stuhble> im Semmeringgebiet, 1783 m ho, abgebrannt. Man vermuthet, daß herumziehende Zigeuner den Brand veranlaßt haben.

bayerischen Posten und Telegraphen, die die Bir Gisenbahn-Direction,

Nach Schluß der Redaction eingegangene Depeschen.

Moskau, 23. Mai. (W. T. B.) Jm Garten des hiesigen deutshen Friedrich Wilhelm-Victoria-Asyls fand gestern die feierliche Enthüllung eines Denkmals für Kaiser Alexander Il. statt. Der Großfürst und die Groß- fürstin Sergius wohnten der Feier bei.

„Kopenhagen, 23. Mai. (W. T. B.) Die russische Kaiserfamilie ist auf der Yacht „Polarstern“ heute Vor- mittag 11 Uhr, also fünf Stunden früher als erwartet wurde, hier eingetroffen. Prinz Waldemar mit Gemahlin waren den hohen Gästen in einem Segelboot entgegen- gefahren. Am Landungsplaß wurde die Kaiserfamilie von dem König und der Königin von Dänemark, dem Herzog und der Herzogin von Cumberland, den Mitgliedern des diplomatischen Corps, den Ministern und den obersten Hofchargen empfangen.

Kopenhagen, 23. Mai. (W. T. B.) Der Großherzog und der Erbgroß erzog von Luxemburg trafen heute Vormittag 10 Uhr zur Theilnahme an den Feierlichkeiten anläßlih der goldenen Hochzeit des Königs und der Königin hier ein und wurden von dem König, dem Kronprinzen, dem Prinzen Waldemar, dem Herzog von Cumberland und dem Veuiides Gesandten Freiherrn von den Brinen Ia Auf dem Bahnhofe war eine Ehren-Compagnie aufgestellt. Gestern Abend ist Prinz Friedrich zu Schaumburg-Lippe hier O und von dem Prinzen Waldemar empfangen worden.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Mittwoch und folgende Tage: Fräulein Feld-

Der Sommer-Garten if geöfnet. Schluß der Saison: 31. Mai.

Thomas-Theaier. Akte Jakobstraße Nr. 30.

Auftreten von Ge- | Direction: Emil Thomas. Dienstag: 24. Gast- tlern. Anfang des | spiel von Frau Emma Sebold und Herrn an den Wochentagen | Alfred William vom Carl-Theater in Wien. Zum

24. Male: Novität! Die Ulanen. Novität! Operette in 3 Acten von Hugo Wittmann. Musik

leria rusticana (Bauern-Ehre). Oper in | Residenz-Theater. Direction : Sigmund Lauten- | von Carl Weinberger. Negie: Ernst Meißner. burg. Dienstag: Zum 63. Male:

1 Aufzug von Pietro Mascagni. t d aus R ld vou T eft na dem dinot. (La Securité des Familles.) Albin Valabrègue. An-

Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.

Firma Non- L

Mittwoch: Die Ulanen. Der Sommer-Garten is geöffnet.

L e: Kapellmeister Eduard Weber. Anfang

[41] Hohenzollern-Galerie am Lehrter Bahnhof. Gr. histor. Rundgemälde 1640—1890. Vorm. 11 Ab, 1 Kinder 50 L

Urania, Anstalt für volksthümlie Naturkunde.

. Täglich Vorstelluna im wifsenschaftlihen Theater. Näheres die Ans(hlag-

Wetter: Großes Concert nfang Sonntags 4 Uhr, an | éettel. Anfang 75 Uhr.

EERERUN E R I B E L 23 S EE E S S T E S R M I S E T Familien-Nachrichten.

Musik von Carl Grau. Q E mnt ; M ctor Sternheim. Dirk Verlobt: Frl. Anna Schmidt mit Hrn. Guts

besißer Wilhelm Schade (Tiefensee—Buchwald). Geboren: * Eine Tochter: Hrn. Baurath H- Dannenberg (Emden). Hrn. Pastor O. Kat- terwe (Peufe bei Sibyllenort). i Gestorben: “Hr. Landgerichts - Präsident Ernst Severin (Glogau). Hr. Ne<hnungs-Rath Sturm (Breslau).

Redacteur: Dr. H. Klee, Director. Berlin:

Verlag der Expedition (S<holz).

ü Dru> der Norddeutschen Buchdru>erei und Verlag#- i le) Sia Be Wilholactte Nr. 32.

Sechs Beilagen / (einsließlih Börsen-Beilage). / (9043}

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und König

M: 121.

Die Betriebsergebnisse der Zu>erfabriken des

Erste Beilage

Berlin, Montag, den 23. Mai

_- e

lich Preußischen Staats-Anzeiger.

1892.

deutschen Zollgebiets im Monat April 1892 und in der Zeit vom 1. August 1891 bis 30. April 1892.

I Verwendete Zut>erstoffe

7 s 1 Producirte D U Er.

Gattung A. : Ver- arbeitete Nüben.

der

BUGer adrr l en

B. Verarbeitete Melasse. 1)

(ei C. e eingeworfener oder zum e De>en verwendeter) A. Rohzu>er. 2

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Hiervon wurden entzu>ert mittels

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Rohzu>ker | Fremde, Naz- | finirter ein- |d. h. von} Raf- | Erstes | prodücte | und

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FÜll- zu>er. | Product. | Product masse. h

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100 kg | : 100 kg

100 kz : 100 kg 100 kg

: d>erraffinerien 3) 3) Mle fe Gnteietundäflaléen

1) Rübenzu>erfabriken 2)

Im Monat April 1892. 69 508! Da AZL 7 225| ais 8 962 6 209 1 028 5181 89 756 87 481

s | 7

22 22

485711 | 140944 25500| 47851] 54575 491 823| I | L Ste I O N E

I

1) Rübenzu>erfabriken 2) 2) Zuterraffinerien 3)

94 880 022

165473] 043 i | I 8741

1348607| 414411| 544501| 922015| 352850| 14765 61 887 E | 54 263 S 3990 _

Der Sett Dom 1. August 1891 bis 30, April 1892. 1

835 140| 13835

255001 75 595

7 | Tol 553419) | 18527 544 004

65] 817 908! 8 860| 139 757110 419 038| 297 249] 1 336 936 44513144 19 613 112559] 3911 025 144055) 32 042 158 448] 353 552

3) Melasse-Entzu>kerungsanstalten

1) Rübenzu>erfabriken 2) 2) Zu>erraffinerien 3)

94 880 022 BVagegen in der Zeit vom 1. 106/233 194

2 264009| 426575| 544501 20 107 113| 849 905|

1638 152/ 435 720| 730500| 734t4| 382615| 15716 81714/ 23418) 58 296 M 2D

1 S

August 1890 bis 30. April 1891. 187] 1064240| 21860! 198 836111 671 814

82242) 17745 |

8 860| 191 412/10 419 0383| 568 256] 5 601 513

3 959 702

4 620 664 T 138957 343 031

317 21 1 643 193 1881040 355869 155 978

Zusammen .

. h. Abläufe aller Art einschließli derjenigen vom

1) D duct. 3 8) Aus\chließlich der die Herstellung raffinirter Zu>ker betreibenden Rübenzu>erfabriken und selbständigen Melasse-Entzukerungsan

Berlin, im Mai 1892.

Statistik unD Volkswirthschaft.

Weltausstellung in Berlin.

Der Reichskanzler hat dem Vorstande des Vereins zur Beförde- rung des Gewerbefleißes in Berlin auf dessen Eingabe betreffs einer internationalen Ausstellung in Berlin nachstehenden, von der „Nordd. ‘Allg. Ztg.“ mitgetheilten Bescheid zugehen lassen :

«Karlsbad, den 20. Mai 1892.

Dem Vorstande beehre ih mi auf die gefällige Eingabe vom 26. April d. J., in welcher derselbe mein Interesse für eine Welt- aus\tellung in Anspruch nimmt, ergebenst zu erwidern, daß nah meinem Dafürhalten, au<h von demjenigen Standpunkt aus, welcher ‘einer folhen Ausstellung ein warmes Interesse entgegenbringt und die ‘daraus zu erhoffenden Vortheile hoh anshlâgt, no< fein Grund vor- Ns amtli<e Stellungnahme der verbündeten Regierungen her- eizuführen.

Zunächst erscheint mir, soweit meine Informationen reichen, fehr fraglich, ob unsere Großindustrie überall geneigt sein würde, diejenigen Opfer, welche eine folche Ausftellung, wenn sie erfolgreih werden soll, ‘von ihr fordern müßte, auf sih zu nehmen. Ebensowenig ist bisher die finanzielle Sicherung, sofern fie durch die Bereitstellung von er- heblichen Geldmitteln seitens Me und seitens der Stadt Berlin berbeizuführen wäre, in einer Weise gewährleistet, welhe dem Urtheil der verbündeten Regierungen eine hinreichende Unterlage bieten könnte.

Mit dem Vorftand bin ih darin völlig einverstanden, daß fein zur Hebung der deutschen Ausfuhr geeignetes Mittel unbenußt gelaffen werden sollte. Eine Weltausstellun in Berlin würde aber ein solches Mittel nur dann bieten, wenn sie glü>te, während anderenfalls nicht ¿uur pecuniäre Opfer zu bringen wären, sondern auch der Ruf deutscher Industrien und Gewerbe im Auslande in eine unsere Ausfuhr \{ädi- gende Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Die Rückwirkung einer Weltausstellung in Berlin auf den deut- {hen Export werden meines Erachtens unsere Kaufleute und Gewerbe- treibenden, wenn sie aus Chicago zurü>kommen, klarer übersehen als heute. Jedenfalls hat eine Weltausstellung. in Berlin mit mancherlei Schwierigkeiten zu kämpfen, und es wird nicht bestritten werden Tönnen, daß sie, früher oder später, nur unternommen werden darf, “wenn ihr die Ausficht auf einen vollen Erfolg soweit als irgend

‘möglich gesichert ift. gez. Graf von Caprivi.

An den Vorstand des Vereins zur Beförderung des Gewerbe- fleißes in Berlin.“

Brandverluste im preußischen Staat.

Nachdem die Brandzählkarten aus dem Jahre 1888 vollständig ‘aufbereitet sind, stellt die „Statist. Corr.“ den danach ermittelten Gesammtschaden dem während der drei Vorjahre entstandenen gegen- ‘über. Es wurde der im preußischen Staat dur< Feuer vernichtete Werth an feststehenden und eweglihen Gegenständen seitens der Polizeibehörden abgeshäßt auf: Mark

in 1885 1886 1887 1888 großen Städten -. 7149543 5598638 10663 202 8474467 ¿Getneren Städten . 10 206 982 10 509 313 11166545 9359319 andgemeinden . . 36 815 479 36 307 316 35 001 173 99 923 712 Guts Ten, , 10159075. 9914 742 7426359 8142301 zusammen. , 64331079 62330 009 64 257 279 55 199 799 _ Das Jahr 1888 ist also in Betreff der Brandschäden re<t günstig *perlaufen. / : Zur Arbeiterbewegung. : Wie bekannt, wurde auf dem leßten Parteicongreß der belgischen Socialisten der Beschlu erneuert, einen al[- ‘emeinen Ausstand sämmtlicher Gewerke eintreten zu assen im Fall der Verwerfung des allgemeinen Stimm- rets dur< die Kammer. Es wurden deshalb An- ‘fragen an die Gewerkschaften des Auslandes gerichtet, n die Belgier auf die Hilfe des Auslandes rechnen i Men „wenn es zu einem solchen Ausstande kommen M te. Die jeßt eingetroffenen Antworten lauten fast alle, wie

106 233 194

2589817 188 922 730 500 (3414| 110 9TT

8381381 17932] 5 823 008

21 881| 245 764/11 671 814 G6II 914] 5 945 926

ersten und zweiten Product. 2?) Das sind sämmtliche ove in welhen Nüben auf Rohzu>er oder Consumzu>er verarbeitet werden.

alten.

, Kaiserlihes Statistishes Amt. 4 von Scheel.

mindestens sehr shwierig sein würde. Der „Voss. Z.“ wird aus Fürth telegraphirt, daß der Vertrauensmann ‘der deutschen Metallarbeiter auf die Anfrage geanwortet hat, in Deutschland

sei ein Generalausstand unpopulär. i

Die Socialdemokraten Oesterrei <s haben nach ciner Meldun des „H. T. B.“ für den 5. bis 8. Juni einen S A 6A na< Wien einberufen, bei dem Or anisation, Presse und andere Parteiangelegenheiten erörtert werden follen. i

In Paris wurde gestern die Central-Arbeitsbör se an der Place de la République in ‘Gegenwart zahlreicher Delegirter der Syndikatskammern eröffnet. Der Vorsitzende des Municipalraths hielt eine Ansprache und erklärte, die corporativen Gruppen würden fortan die Verantwortlichkeit für die Leitung und die Verwaltung der neuen Börse haben.

Ueber Arbeitseinstellungen und Ausstände liegen heute folgende Mittheilungen vor:

Wie der „A. C.“ aus London unter dem 20. d. M. gemeldet wird, hat die Mehrzahl der Durhamer Bergarbeiter sih zu Gunsten der Annahme einer 10 procentigen A Qaung ertlärt. Nach einer Meldung des „H. T. B.“ vom gestrigen Tage aben die Minenbesiger dieses Anerbieten abgelehnt, was eine starke Gährung unter den Bergarbeitern und die Androhung eines allgemeinen Aus- standes aller Bergleute Englands hervorrief. :

Der Ausstand in den Staffordshire-Töpferetien, der vor etwa vierzehn Tagen ausgebrochen ist und 20 000 Mann betroffen hat, ist nah einer Mittheilung der eKöln. Z." vom 20. d. M. beigelegt worden. Die Arbeit follte heute wieder aufgenommen werden.

Kunst und Wissenschaft.

Bei der Neu-Einrichtung eines Gastzimmers in einem Hotel inLübed> fand man, wie der „Köln. Ztg.“ geschrieben wird, unter der Tapete alte Zeitungsblätter. In einem stand folgende Todes- anzeige: „Gestern Vormittag halb zwölf Uhr starb mein geliebter Schwiegervater, der Se E Sächsishe Wirkl. Geh. Nath und Staatsminister Johann olfgang v. Goethe nach kurzem Kranksein an Sti>fluß in Folge eines nervös gewordenen Katharral- fiebers. Geisteskräftig und liebevoll bis zum Ten Hauche, schied er von uns im 83. Lebensjahre. Weimar 23. März 1832. Dttilie von Goethe, geb. von Pogwisch, zuglei<h im Namen meiner drei Kinder Walther, Wolf und Alma von Goethe." Der Besitzer des Gasthofs hat diese interessante Goethe-Erinnerung unter Glas und Rahmen bringen lassen. : i

Zur Erlangung von Entwürfen zu Wohngebäuden für Unterbedienstete der Königlichen Eisenbahn- und der Königlichen Post- und Telegraphen-Verwaltung in Stuttgart schreibt, nah einer Mittheilung des „Centr.-Bl. d. Bauv.*“, die dortige Königlihe General-Direction der Staats- eifenbahnen einen öffentlihen Wettbewerb unter den deutschen Architekten aus. Ausgeworfen e drei Preise von 5000, 3000 und 2000 M4; der Ankauf weiterer Entwürfe is vorbehalten. Das ree gericht besteht unter dem Vorsitz des Vorstandes der General- irec- tion, Herrn Balz, aus den Herren Hof-Baudirector von- Egle, Negie- rungs-Director von Leibbrand, Ober-Baurath von Sauter, Architekt Louis Stahl, sämmtlih in Stuttgart, und aus dem Baurath a. D. n agg di Friedrihshafen. Tag der Einreichung ist der 30. Sep- tember d. J.

Auf dem {hon durch die Aufde>ung einer römischen -Nieder- lassung interessanten Boden von Siblingen (Ct. Schaffhausen) wurden, wie der „N. Zürch. Ztg.“ mitgetheilt wird, bei den Gra- bungen für die Wasserverforgung etwa fünfzehn alte Grabstätten Pirluodben. Nur eines der Gräber wurde vollständig abgede>t und zeigt einen aus rohen Kalksteinen ausgeführten Steinsarg mit ganzen

latten am Kopf- und ¿Fußende; die De>platte war niht mehr vor- anden. Das Skelett liegt mit dem Antliß na< Osten gewendet, und die anstoßenden Gräber scheinen die glet e Richtung zu haben. Aus einem der Gräber gelang es, einen ver ältnißmäßig sehr gut erhaïtenen Schädel herauszunehmen. Das Ganze deutet auf das Vor- handensein eines größeren alemannishen Todtenfeldes bin.

Eine Preisbewerbung us den Entwurf einer stehenden Brüd>e über die Große Newa in St. Peters-

L „Vorwärts“ berichtet, abmahnend von einem Generalstrike, er unter den gegenwärtigen Verhältnissen unausführbar oder

f

burg hat, wie wir dem „Centr.-Bl. der Bauv.* entnehmen, die dortige Stadtverwaltung (Duma) ausgeschrieben. Die neue Brü>e

soll den Hauptstrom der Newa an Stelle der jeßigen hölzernen Troißkibrü>ke überspannen, also vom Marmorvalais zu dem dem Haupteingang zur Peter Yauls-Festung gegenüberliegenden Plaße führen. Die Breite der“ Newa beträgt an dieser Stelle etwa 650 m. Die näheren tehnis<en Bedingungen, Ortspläne und sonst erforderlichen Angaben werden seitens ‘der „Aus- ührenden Brükenbau - Commission“ (im Gebäude der Stadt- duma) mitgetheilt. Für den Bau soll die Summe von etwa 6 Millionen Rubel bereit gestellt werden. Die Entwürfe, die bis zum 2./14. Oktober d. F. an die genannte Commission eingereiht werden müssen, sind mit Kennwort zu versehen, Namen und Adressen der ae in versiegeltem Briefumschlag beizufügen. Für die drei besten Entwürfe sind Preise von 6000, 3000 und 1500 Nubel ausgeseßt. Außerdem behält die Commission si< vor, den einen oder anderen von den übrigen Entwürfen zum Preise von je 1500 Rubeln zu erwerben. Die eingereihten Arbeiten follen während zweier Wochen öffentlich ausgestellt werden. Zum Wettbewerb werden Russen wie Ausländer zugelassen, doh müssen die Erläuterungen, Be- nungen, Aufschriften u. st. w. in russischer oder französisher Sprache abgefaßt sein.

E Von den Bildhauer - Wettbewerbungen für das Krieger-Denkmal in Indianopolis ist neuerdings diejenige zur Entscheidung gelangt, die zur Erlangung eines Modells für den großen, auf dem Unterbau lagernden Wasffen- und Trophäen- franz ausgeschrieben war, aus em der Schaft des mächtigen Pfeiler- denkmals emporsteigt. Den Preis erhielt, wie das „Centr.-Bl. d. Bauv.“ mittheilt, unter zahlreichen Bewerbern der Berliner Bild- hauer Nicolaus Geiger; auch ist ihm die Ausführung des 40 m langen und 5 m hohen bronzenen Frieses übertragen worden. Es ist dies die erste bildnerishe Arbeit an dem mächtigen Denkmal, die einem deutschen Künstler zufällt. Preis und Aus ührung der das Denkmal Erönenden „Liberty“ trug der Amerikaner Brewster davon. Auch die beiden den Pfeilershaft gurtenden Friese, der untere Shiffsschnabel- fries und der obere Jahreszahlengurt, {ind amerikanischen Bild-

. hauern übertragen worden.

Literatur.

: Gesundheitswesen. Anleitung zu ärztlihen Im rovisations-Arbeiten, im Auftrage des Königlich bayerischen K iegs-Ministeriums verfaßt von General-Arzt Dr. Julius Port Corps-Arzt des Königlich bayerischen I1. Armee-Corps. Mit 41 Abbildungen im Text. Stutt- gart, Verlag von Ferdinand Ente, 1892. Da, wie die Erfahrung der lebten Kriege gelehrt hat, die erste Hilfe für die Verwundeten und Kranken auf dem Schlachtfelde und in abgelegenen kleinen Ort- schaften häufig durch den Mangel an den nöthigen Utensilien ers<wert wird, soist die in dieser Broschüre egebene Anleitung zur schnellen und praktis en Herstellung solcher vrovtforifhen Apparate aus Materialien, die überall leiht zu beschaffen sind, E sehr dankenswerth. Man findet darin Anweisungen zur leichten errihtung von gewöhnlihen und Stuhlbahren, von Lagerungs- und S ienverbänden, Angaben über allerlei praftishe Nothbehelke am Kran enbett, wie Zugvorrich- tungen, Be>enheber, Dammstüßzen, Krü>en, Laternen und laden 2c. Da die Krankenpfleger im Felde ferner in die Lage ommen können, für die Verköstigung von Verwundeten Sorge tragen zu müssen, so werden sie in zwei Desonveren Abschnitten äu über die wenigst zeitraubenden Zubereitungs8weisen von Fleis< unterrichtet. Sogar wie man mit grünem Holz am snellsten ein hell loderndes euer anmachen kann und wie si< aus Ba>steinen und Lehm ein Ofen auen läßt, wird immer unter Beigabevon Abbildungen instructiv dargelegt. Von größter Wichtigkeit aber ist die schleunige Beschaffung von Transportgelegenheiten für die Verwundeten. Ihr ist daher auch in der Schrift eine besonders eingehende Berücksichtigung zu theil ge- worden. In leicht | aaa Weise wird eschildert, wie man Schubkarren und Handkarren fofort zu Lehnstühlen für die Aufnahme von Verwundeten oder zu Krankenfahrbahren umwandeln kann, wie sich Leiterwagen, Eisenbahn-Güterwagen, Fluß- und Kanalschiffe schnell und praktis< für den Verwundeten-Transport brauchbar einrihten lassen. Die kleine Schrift ist namentli< den freiwilligen Kranken- pleger: und Samaritervereinen als ein vortrefflihes Hilfsmittel zur ösung ihrer humanen Aufgaben zu empfehlen. YAerztliher Rathgeber ee vor und nach der Geburt und die Pflege des Kindes in den erften Lebensab schnitten. Gemeinverständlih dargestellt von Der.