1892 / 123 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Hoffmann, Seec. es Landw. Bezirks Gießen,

2. Aufgebots des Landw. rt. 2. Aufgebots des Sec. Lt. von der Feld-Art.

Baumann, Sec. Lt. von Mosbach, Müller III., ebots des Landw. Bezirks von der Cav.

gebots des Landw. Bezirks Eisenach, 2. Aufgebots d Lt. von der Inf. , Sec. Lt. von der Feld-

Inf. 2, Auf L

Staudinger, Pr. Bezirks Mainz, F Landw. Bezirks Wiesb l 2. Aufgebots des Landw. Bezirks Mainz, der Inf. 2. Aufgebots des Landw. Bezirks Sec. Lt. von der Inf. Engelhard [I., elben Landw. Bezirks, 2. Aufgebots des Landw. Bezirks Karlsruhe, Troeger, Sec. Lts. von der Inf. Bezirks, Pfeiffer, Sec. Lt. von de Bezirks Rastatt, Rummel, Hauptm, t : des Landw. Bezirks Mülhausen i. E., diesem mit Uniform, Hummel k., Sec. Lt. von der des Landw. Bezirks Karlsruhe, Shmider, Art. 2. Aufgebots des Landw. Bezirks Lt. von der Feld-Art. 2. Aufgebots lagge, Sec. Lt. von der Inf. 2. olsheim, Reichenbach, Landw. Bezirks Osterode, Sc l 1. Aufgebots des Landw. Bezirks Danzig, Garde-Landw. Jägern Garde-Landw. Schü den Jägern 2. A Angerstein,

Boehm, Hauptm. Diedenhofen , Hauptm. von der Landw. 1. bisherigen Uniform, Krüger, des Landw. Bezirks Lübeck Abschied bewilligt. Nachweisun April 1892 ein fügung des

Breslau 17,3 Wenn tro

jährliche Zuschuß

Armenbevölkerung der liegt dies daran, der nothwendigen Lebensbedi dwerthes der durchschnittlihe jähr- Pflegegeldes gestiegen ist, und zwar

der relativen Abnahme der stets größer geworden ist, so ei der fortschreitenden Vertheueru bei dem Sinken des Ge sens und des Berichtsjahre z. B. von 132,16 bezw. 4, in Breslau in demselben Zeit- 66,40 bezw. 76,33 A, wobei wir inzuweisen, daß in beiden Groß- stärker angewachsen ist als das teres in Breslau stets höher ift als ersteres. Für Berichtsjahre eine durchschnittlihe monatliche für Almosenempfänger und 5,98 4 für e bewegten sich na ihrer s erhielten im Mäzs 1891 von denen 5119 dem männlichen cht angehörten (unter den leßteren 796 separirte oder eheverlafsene Frauen) :

Personan Procent der Unterstüßten

niffse bezw. liche Betrag des Almo in Berlin von 1883/84 bis zum 69,02 Æ auf 147,71 bezw. 71,83 raum von 59,76 b niht unterlassen wollen darauf h städten das Almosengeld viel

2. Aufgebots Pr. Lt. von der Inf.

Weigel, Schütte, 2. Aufgebots desselben Landw. Inf. 2. Aufgebots des Landw. nf. 2. Aufgebots seiner bisherigen ld-Art. 2. Aufgebots ec. Lt. von der Feld- Nastatt, Armbruster, Pr. des Landw. Bezirks Stockach, Aufgebots des Landw. Bezirks . von der Inf. 2. Aufgebots des t. von der Feld-Art. Schult, Pr. Lt. von den e: LE: von den en 2. Aufgebots, v. Brauchit\ch, Pr. Lt. von gebots des Landw. Bezirks Premier - Lieutenant Bezirks Rosto, von der Fuß-Art. 1.

Artopoeus, 74,99 auf ezw. S au

Kostgeld und l Berlin ergiebt Unterstüßung von 12,31 flegekinder. Die wirklich ge : aufigkeit und Höhe in folgender Weise: von 19610 Almosenempfängern, und 14491 dem weiblichen Geshle allein 11 492 Wittwen und

bis 3 einshließlich 5 bis g M

zahlten Betr

umann, Pr. L

-

D 0

rankfurt a. O., ägern 2. Auf- der Abschied bewilligt. Aufgebots des Landw. seiner bisherigen Üniform, Major, ots der Cisenb. Brig., mit seiner ittm. von der Cav. 1. Aufgebots , mit der Landw. Armee-Uniform, der

-

a O R A O —] f f ck O C0

o 00D

Ov Sd

E E E S 8

en den im März 1891 vorhandenen müttern der 8024 Pflegefkinder an Pflegegeldern M. für 4 Pflegekinder oder

M.

Ebenfo wurd 5167 Pflege- g der beim Sanitäts-Corps im Monat getretenen Veränderungen. Durch Ver- arztes der Armee. Arzt vom Inf. Regt. Herzog

April d. J. ab zum Unter- t und gleichzeitig mit Wahr-

Assist. Arztstelle beauftragt. terarzt vom Gren. Negt. König Inf. Negt. Kaiser

Unterarzt vom Magdeburg. Drag. erarzt vom 3. Posen. F Unterarzt vom Feld-Art. Regt.

eld-Art. Regt.

General-Stabs olländer, einjährig-freiwilliger olstein (Holstein.) Nr. 85, vom 1. arzt der Kaiserlihen Marine ernannt nehmung einer bei derselben offenen

. g

iedrich Wilhelm I. (2. Ostpreuß. ilhelm (2. Großherzogl. Hess.)

23, AVTiUL De. Regt. Nr. 6, Dr. Taubert, Unt Nr. 58, Dr. Zabel, Dr. Janz, Unterarzt n Unterarzt vom Schleswig-Ho Wahrnehmung je einer bei dem Assist. Arztstelle beauftragt.

29. April. iedrich Wil arine verseßt.

Hinsichtlich der allge sachen der Unter keit ergeben die Almosenlisten, daß von den 19 610 A 11 101 oder 56,6 °/9 wegen hohen Alters 30,7 9/9 wegen andauernder Krankheit ode 12,7 9/9 wegen nicht zureih mangelnder Erwerbs jahre 1890/91 wurd

neu bezw. wieder aufgenom

Hospitäler, Armenhaus (St. Verzichtleistung oder Entz Pflegekindern geschieden sind. Die Natural - Un die auf ärztlihe Verordnung geliefe ch und Wein im Betrage von 33708 commissionen bewilligte Brot u. \. w. die Ausgaben für Bekleidung von 278 Unterstüßungen verrechnet ist, erfolge ormen: dur Ueberweisun Vertheilung von nah Wintermonaten, durch Beschaffung von

stüßungsbedürftig- lmosenempfängern (über 65 Jahre), 6029 oder r Siehthums und 2480 oder der nicht genügender bezw. Allein im Berichts- d 2596 Pflegekinder

) Nr. 3, zum

Nr. 116 verseßt. enden Erwerbes o

fähigkeit unterstüßt w Almosenempfänger un men, während 2822 bezw. 2508 im Laufe an Krankenhäuser, zug nah au

M36 Dr. Pitt: ion. Bat. Nr. 9, sämmtlich treffenden Truppentheile offenen

Gren. Negt. König Nr. 8, zur Kaiserlichen

, Ueberweisung

ädtishes Obdach), Ver iehung der Unterstützu Große, Unterarzt vom Leib- wegen Ueberschreitung des 14. Lebensjahres aus-

velm III. (1. Brandenburg.) n G e A 1 j

rten Mengen an Fleis, M, das von den Armen- im Betrage von 2631 M sowie 1 M bereits bei den sog. Ertra- n hauptsächlich in folgenden vier g von Aerland zum Kartoffel hlschmeckenden Suppen in den mer Confirmanden und dur

terstüßungen,

Darmstadt, 14. Mai. Großherzogl. Gendarmerie-Corps, Districts Rhein - Hessen ernannt.

Herpel, Rittm. à la suite des zum Commandeur des Gendarmerie-

rhaften und wo urch Bekleidung ar Brennmaterial.

Statistik und Volkswirthschaft.

Die Berliner städtische Armenpflege.

städtishen Verwaltungszweige Berlins in Ueber- so gehört unter den leßteren Nächst der Schulver- meiste Geld. Während 83—1888/89 nahezu ein nämlich dur\cchnittlich jährli rund rmenverwaltung (einshließlich der endenwesens) eit find diese se noch größer

ohnungsfrage.

Zur Arbeiterw i d Bauverein

Der Berliner Spar- un schaft mit beschränkter Haftpflicht) hielt am 23 Handwerkervereins unter dem Vo stellvertretendem Vorsitzenden Invaliditätsver versammlung ab. gegangene Genossenshaft bezweck die den Arbeiter in den Vororten a den Bau von Miethhäusern im J auf einem Princip, Arbeiterwohnungs Die Genossen\schaftsantheile ks meisten derartigen Veranstaltungen, in Der Verein giebt den Gen lagen in beliebiger Höhe, Die ganze Geschäftsgebahrung stützt si Hannover feit Ende der ahtziger Jahre i Femacjien Erf

billige Wohnungen bereitgestellt erein zählt, wie aus dem der General- nah kurzem Bestehen be- egründete Hoffnung n Bauthätigkeit be- mt entgegen Werk- auch zu Auskunfts-

Theilt man die \chüsse liefernde und ie Armenverwaltun

(eingetragene Genossen- ¿ d: Vi in Saale des ster Martin, der Alters-

zweite General- Initiative der Arbeiter selb hervor- hend von den B uf eigener Scholle ansie nnern der Stadt, und basirt damit dessen Auébau für die Lösung der eigentlichen gender Bedeutung werden nnen, ähnlich wie bei den beiträgen von 30 ossen gleichzeitig Ge- die mit 4% verzinst auf die von einem stehenden ähnlichen der im Laufe weniger

Zuschüsse erfordernde,

g zu den wichtigsten g ftostet sie der Reichshauptstadt das erstere im Durchschnitt de: Viertel aller Zus 11 339 000 Æ, entfielen auf die Irrenpfleg 17,7 % oder rund 8136 000 A. In der neue Zuschüsse infolge der mangelhaf geworden: 1889/90 betrugen fie nach dem kürzli ershienenen V wirflihen Ausgaben sind selb leßten Beri

rsiß von Werkmei Ausschusses sicherungs - Anstalt Berlin,

sieben Jahre 1882/ Die aus der

üsse erforderte,

ten Erwerbsverhältni 8242000 Æ und im Jahre 1890/91 erwaltungsbericht 9 196 000 A Die stverständlih erheblich höher ; sie be- tsjahre auf 10 953 677

liefen si re 1889/90) und vertheilten si

9759 039 A im die einzelnen Titel,

M (gegen | eingezahlt werden.

legenheit zu Spareir

Armenpflege (geseßlih ofene Armenpflege und geschlossene Verein bereits

__ Armenpflege für körperlih Kran ) Waisenverwal Arbeitshaus in Städtische Hospitäler und Sie Städtisches Obdach

esunde und außerordentlich Berliner Spar- und Bauv versammlung erstatteten B reits über zweihundert vorhanden, daß in kur gonnen werden fann. meister Martin, SW., ertheilung jederzeit bereit ift

Das Wirthschaftsjahr 1891. resberiht der Gewerbefam es über die allgemeine wirthschaftliche Lage: st das Jahr 1891 wirths stiges im a

mmelsburg henanstalten M Be Krankenhäuser (im Friedrichshain, in Moabit S 1 603 416

und Jdiotenanstalt in S e S e S L92094 gen für die öffentlihe Gesundheits- eimstätten für Genesende die gegen das Vorjahr um 124 9% 57 620 A durch E chuß nur 9196056 4 b kommt auf die geseßlich offen rag von 3 736 693 4, und zwar w flegekinder 556 761 und für außero

ekanntlih durch s Berichtsjahres n 230 Vorsteher

ericht hervorgin Es ist die b zer Zeit mit der eigentliche

Beitrittserklärungen nim ossenerstraße 10, der

„Und am Urban) Städtis “A Irren - Verpflegungs-

Dalldorf ias aue L pflege un Von der Gesammtsumme, estiegen ist, sind indessen l 7

daß der Communalzu

mer von Bremen heißt

aftlich für Gewerbe und emeinen nicht gewesen. en Gewerben die gleiche, und da, wo specielle Concurrenz macht, wird von n dem Schuhmacher- holt Klage über geschäftlihen R Baugewerbe, das in ge heilung der wirthschaftlichen ; es haben si Neben den in

] In dem Jah innahmen gedeckt, In Bremen i Industrie ein gün die geschäftliche Lage nicht in roßindustrie dem Handwerk dem leßteren, wie beispielsweise vo machergewerbe, wieder Dagegen hatte das für die Beurt Thätigkeit au das Vorjahr gehalten. chtshaus, mehrere Schu ndels-Museum) sind auch zah ie Wohnungsnoth hat si in Hierbei ist die im Bau begriff Logemann’shen Sägerei für f günstiges Zeichen scheint sih zu entwickeln und si Tonnenmachergew Einführung von Maschinen erfolgt.

Freilih waren auch, und nit nur in der auch im Handwerk, die der Unternehmer fortgefü um die Arbeiter ni in der Maschineni \chäftlihen Lage d I tien f die Verhältniss «hatten si le Verhältnisse s gebessert, jedoch fi die meisten Werft Aufträgen versehen. t man allgemein einer erordentlih scharfe Concurrenz,

leßteren Summe e Armenpflege ewiß war der stattlihe Bet H E empfänger 2 819 Unterstüßungen 369 673 M

Die Vertheilung dieser großen Beträge erfol onen, deren am Schlusse de fen Armencommissionen ware Armencommissionen verwalteten) 117 Stadtverordnete und 1808 Cor der Bezirksvorsteher), zusammen 2 sämmtli unbefoldet thätig. Armencommission regelmäßig nur irenden Mitglieder er Regel nit mehr erwiesen sind. Je nah arken Armenbevölkerung röße der Commissionen betrag ganz beträchtlich, hindurch thäti

299, für P und dem Korb- Nückgang geführt. wissem Sinne als Maßstab 1 Lage gelten dar ch in diesem die Angriff genommenen cbäude, Erweiterung des reiche Privatbauten au folge dessen einigermaßen vermindert. ene große und musterhafte ertige Bauartikel am Holzh ervorzubeben.

Armencommissi 234 bestanden. (von denen 4 je zwei Vorsteher-Stellvertreter, mitglieder (einshließlich sonen ehrenamtli, also sation is so anze Stadtb ih derart na als 20 laufend der Stadtgegend bezw. na in derselben \{wankt de wie der von denselben g leßterer z. B. bei _den Commissionen zwis Zahlungen an Almo die Armencommissionen, zu Betriebsfonds, oder ermäßi

eine Lee ne au gegen E : L reihafens, Die Organi- Sgeführt worden. rke umfaßt und die Z der Zahl der Armen richtet, d e einem Mitgliede ü der mehr oder minder st 8halb fowohbl die G ezahlte Unterstüßungs das ganze Jahr en 35468 und 4520 Zur B tra-Unterstüßungen erhalten orsteher, je einen eisernen wiesenen Zahlungen erhöht

ahl der recher Anlage der l afen als ein ch die Kornmühlen-Industrie rößern zu wollen, und im

n eine Erweiterung dur

Großindustrie, sondern wo die Thâtigkeit seitens usfiht auf Gewinn, nur So ist namentlich Besserung der ge-

erbe ift in zwei Betriebe

älle nicht selten, wurde ohne A t brotlos werden zu la idustrie gegen das Vorjahr eine ur vermehrte Aufträge nicht ei g dem Berichte des Fabrik-

in der ersten Hälfte des r zweiten Anfragen äußerst en find troßdem noch bis roßzen Ueberproduc- eit entgegen

geld und E änden der der auf Grund der nachge

l der durhsnittlih zusammen aus 190 Kostkindern gegen 18 409 bezw. 7840 im man diese Zahlen mit der mittleren Civilbevölk theil der Armen in den [l riffen; während 1886/87 üßt wurde, so war dies gelmäßigen abfolu flegefinder. Die Gesa also s{neller als achtung ist auch in

monatlich laufend unte 87 Almosenempfä

l , so ist der An- eßten Jahren in erfreulicher Abnahme be- no jeder 55. Civileinwohner laufend unter- 1890/91 erst bei jedem 98. der F ten Zunahme der Almosenempfä dshauptstadt wächst Eine ähnliche Beob- wie folgende Angaben n Bevölkerung wurden Pflegekinder zusammen-

fonen seßte sich Jahres etwa ch eingelaufen; Mitte 1892 mit tion der leßten J umsomehr, als die au Englands, die Preis mmtbevölkerung der Nei ihre Armenbevölkerung. Breslau gemacht worden, je 1000 Köpfen der betreffende stüßt (Almosenempfänger und

Zur Lage der Arbeiter in Bremen resberiht der Gewerbekammer in Bremen für 1891

rheblihe Störungen durch Strikes oder wenn man von einem Einzelf

u berichtet der Jah

laufend unter

Strikeversuche sind, genommen) :

alle in einer größeren Tischlerei und

der über ganz Deutschland verbreiteten Arbeitseinstellung der Buch- druckergehilfen in den Monaten Dezember und Januar ab eht, die auh in Bremen eintrat, nit vorgekommen. Dagegen wurde nah den Vorgängen in anderen Städten von socialdemokratischer Seite versucht, die Lde auch in Bremen herrschende Arbeitslosigkeit für agitato- rische Zwecke auszubeuten und, unter Betonung des „Rechtes auf Arbeit“, die sofortige Inangriffnahme rößerer Staatsbauten mit Einführung zunächst des zehnstündigen Arbeitstages bei denselben zu verlangen. Die in der Bürgerschaft hierüber geführten Verhand- lungen erbärteten die Haltlosigkeit der zur Begründung dieses An- trages aufgestellten Behauptungen und erbrahten den Beweis, daß die Lage der Arbeiterbevölkerung in Bremen zu derartigen außer- ordentlichen Maßnahmen keinerlei Anlaß gebe.

Gegenüber folhen und anderen Versuchen, Unzufriedenheit bei den Arbeitern zu erregen und Mißtrauen gegen Staat und Gefell- schaft unter ihnen auszustreuen, verdient es hervorgehoben zu werden, daß neben den öffentlichen Woblfahrtseinrihtungen, wie Volksküchen,

Volkskaffeehäusern u. f. w., in Bremen auch von Arbeitgebern ihren :

Arbeitern gegenüber der Wobhlthätigkeitssinn fortgeseßt in erfreulicher Weise bethätigt wird. In dem Jahresberiht des Fabrifinspectors wird darüber das Folgende mitgetheilt :

„Mehrere Industrielle haben es sih angelegen sein lassen, auch in diesem Jahre ein übriges zu thun. Eine Brauerei bat ihren 191 Arbeitern und deren Kindern weitere 13000 K theils als Spar- bucheir.lagen, welche mit 4 9% verzinst werden, theils in baar über- wiesen, und es ist erfreulich, daß die Sparbücher auch zu anderen Spareinlagen, außer den Ne Wene, fleißig benußt werden. Eine andere kleinere Brauerei ist ebenfalls dem seit Jahren geübten

rincip treu geblieben und fördert den Sparsinn dur alljährlich zu

eihnachten fattfindende Einlagen auf Svparkassenbücher.

_Einzelne Erben eines vor etwa 13 Jahren verstorbenen Baus- meisters haben, nahdem die von demselben begonnenen Bauten fertig gestellt sind und« die Arbeiter deswegen demnächst entlassen werden müssen, den ältesten Leuten, 18 an der Zahl, je 500 4, den fürzere Zeit Beschäftigten von 300 M bis 50 Je abwärts als Weihnachts- gabe vermacht. Eine andere Firma hat ihren Arbeitern auch in diesem Jahre 80000 ( in Sparkassenbeträgen auszahlen lassen.

__ Ein hiesiger E hat aus Anlaß des 25 jährigen Bestehens feiner auswärtigen Fabrif 100 000 M als Grundstein einer Stiftung zu Gunsten der etwa 3500 Arbeiter festgelegt. Der Zweck ist, die Arbeiter zum Sparen in besseren Fahren anzuspornen. Die 100000 A werden von der Firma verwaltet und mit 49/9 verzinst. Jedem Ar- beiter, der jährlich mindestens 12 4 erübrigt, wird der gleiche Betrag seitens der Firma in seinem Sparkassenbuch outgeschrieben. Als Gratification is den Arbeitern einer hiesigen Fabrik der Betrag von 3000 46. ausgefkehrt worden.“

Zur Arbeiterbewegung.

Am Montag fand unter zahlreicher Betheiligung die vierte Generalversammlung der fatholishen Arbeiter- vereine von Berlin und Umgegend im Schüßenhause zu Charlottenburg statt. Nachdem das Lied „Gott grüße dih“ von einem durh Lehrer Hensel ge- leiteten Sängerhor vorgetragen war, cröffnete Pfarrer Kleineidam die Versamilmg mit dem üblichen Gruß: „Gott segne die hristlihe Arbeit“. Redner brachte dann ein mit leng aufgenommenes Hoh auf Seine Majestät den Kaiser und den Papst aus. Sodann nahm der Landtags-Abgeordnete Ober-Landesgerichts-Rath Roeren das Wort, um vor den verlockenden unerfüllbaren Versprechungen der Socialdemokratic zu warnen. . Darauf hielt der Reichs- und {Landtags - Abgeordnete Stögzel eine Rede über die Kirche und ihre Segnungen, der man die gesammte Cultur und Civilisation verdanke. Ueber die zum Schugz der Arbeiter geschaffenen Geseßze spra Herr Thurau: Pflicht der Vereine jei / - Die Arbeiter über die ihnen aus diesen Gesezen erwachsenden Vortheile aufzuklären. Wie wir einem Bericht der „Germ.“ entnehmen, wurde s{hließlich bestimmt, daß die nächste Generalversammlung in Spandau abgehalten werden solle.

Aus Gottesberg wird der Schw. „Tägl. N.“ berichtet: Der deutshe Bergarbeiterverband verliert im hiesigen Revier sichtbar das Interesse der Bergleute. Die öffentlihen Bergarbeiter- versammlungen sind meist sehr s{chwach besucht. Fn Rothenbah waren kaum fünfzig Mitglieder des Verbandes erschienen. Die dortigen drei Vertrauensmänner für den deutschen Bergarbeiter- verband haben ihre Aemter niedergelegt und sind aus dem Verbande ausgetreten. Von den zur Versammlung Erschienenen mochte niemand die Wahl zum Vertrauensmann annehmen. Auch wurde die weitere Beitragszahlung für den deutschen Bergarbeiter- verband verweigert. In den einzelnen Knappenvereinen werden gegen- wärtig die bevorstehenden Knappschaftsältestenwahlen lebhaft erörtert und vorbereitet. Die reichêtreuen Knappenvereine zu Weißstein, Nieder-Hermsdorf, Gottesberg und Schwarzwaldau haben in einer Delegirtenversammlung beschlossen, alljährlih eine Verbandsversamm- lung abzuhalten. Das erste Verbandsfest foll nach Pfingsten in Gottesberg abgehalten werden. Die Mitgliederzahl des reichstreuen Bergarbeitervereins zu Nieder- Hermsdorf ist von 126 auf 320 gestiegen.

Wie die „A. C.“ berichtet, erging sich in einer am 23. d. M. in Blackheath auf einer Arbeiterversammlung gehaltenen Rede der bekannte Arbeiterführer John Burns in heftigen Angriffen gegen die Regierung, die, seiner Meinung nah, dem in ihren Arsenalen von Enfield, Devonport und Portsmouth an estellten Personal viel zu niedrige Löhne zahle. In den Arsenaldocks gâbe es 4542 Arbeiter, deren Löhne sich auf 19—15 sh. die Woche beliefen. Wenn irgend eine Partei die Unterstützung der Arbeiter begehre, so könne er ihr fein besseres Programm empfehlen, als die Forderung eines Lohnes von 6 d. für die Stunde und etnes geseßlih beshränkten Arbeitstages für NRegierungsarbeiter.

Nach einem Telegramm des „B. N.“ aus Sydney richtete am 21. d. M. eine Abordnung der Arbeitslosen an den General- Anwalt Herrn E. Barton und den Secretär für öffentliche Arbeiten das dringende Ersuchen, den Unbeschäftigten Arbeit und Brot zu verschaffen, da viele Familien am Verhungern wären. ar Barton drückte der Abordnung die Theilnahme der

Tegierung mit den Leiden der Stellenlosen aus, erflärte jedo, sie könnten nicht viel thun, da es zu s{chwierig sei, Geld zu erlangen. Doch hoffe er, daß infolge der Wiederbelebung des Handels bald alle Arbeiter volle Beschäftigung finden würden. Nur zur Unterstüßung für Nothleidende könnten feine Unternehmungen ins Werk geseßt werden, dagegen würde man die vom Parlament ge- Latgten productiven Unternehmungen sobald wie mögli in Angriff nehmen. i

Ueber Arbeitseinstellungen und Ausstände liegen heute folgende Mittheilungen vor: L

Wie dem „H. T. B.“ von heute gemeldet wird, \triken sämmt- liche Tabackarbeiter in Wintersd orf wegen der Fabrifordnung.

Aus London wird der „A. C.“ über den Kohlenarbeiter - ausstand in Durham mitgetheilt: Am 22. d. M. hielten der Aus\huß des Durhamer Kohlenarbeiterbundes und die Vertreter des Vereins der Arbeitgeber ein Sitzung in Newcastle ab. Auf eine Er- klärung der Arbeitervertreter, daß sie die Lohnherabseßzung um 13F °/ nach wie vor ablehnten, dagegen eine folhe von 109/ anzunehmen bereit feien, erwiderten die Deputirten der Arbeitgeber dur ein- stimmigen Beschluß, daß sie auf eine 10 procentige Herabseßung nicht eingehen könnten, dagegen bereit seien, eine foldhe von 13 9/9 anzu- nehmen, obglei sie der Gedrütheit des Geschäfts nicht entspreche. ierauf schlugen die Arbeiterdelecgirten vor, die ganze Streitfrage einem

iedsspruch zu unterwerfen, unter der Vorausseßung, daß die Zechen sofort geöffnet würden. Auch dazu verhielten sih die Vertreter der Arbeitgeber ablehnend, indem sie erklärten, es sei unmöglich, die Zechen jeßt zu den früheren Lohnsägen zu eröffnen, doch wünschten sie,

/ f f

ung des s{chwebenden Disputs Veranstaltu teren Streitigkeiten durch einen Lohnaus\ iermit endete die Verfsamm- der entshlofsenen Haltung

usfstand der Cementarbeiter in der Graf- edrohter Lohn- ührer wegen erner stellten gestern eit ein; weitere

vor oder nah Beileg zur Beilegung aller oder einen Unparteii l Die Bergleute werden angesi der Besißer wahrscheinli nachgeben.

en zu treffen.

Ein großer A1 haft Kent ist, wie „D. herabseßung in Aussicht, } beabsihtigter Frachtherabfezung striken. neunzig Schneider in London die Ar werden erwartet. L :

In Ma drid sind, wie der Berliner „Volks- n Tage gemeldet wird, 3000 Arbeiter arcelona ausftändig.

meldet, inf roollen die

Z.* unter dem in der Umgegend

Kur. und Wissenschaft. Akademische Kunstausstellung.

Monumentale Bildwerke.

L. K. Jn der Entwickelun folgen mit einer gewissen Gese die Ausdrucksmittel ausbilden und in die lerischen Bestrebungen Künstlerphantasie bisher unbeachtete und das Suchen nah neuen Ausdrucksmitteln Kunstthätigkeit in Anspruch nimmt. Streben, welches au einzelne minderbe( vergreifen, die C niht darüber täuschen, kraftvollen

gsgeschihte der bildenden Kunst bmäßigkeit auf Epochen u selbständiger kanonisher B er Ausbildung das Ziel aller künst- in welchen sih der

schen, Zeiten, aufdrängen

Eindrücke

Daß bei Kunst kennzeihnet, in Zielen und Mitteln ihrer Kraft verkennen, darf , uns daß hier wirklich die Wu Entwickelung auf dem Wege, überkommener hie und da vielleicht allzu ha e Schranken schon in ihrer Technik en; gleihwohl verspürt man auch Zug, der vor neuen Pro- Ueberlieferung nur aner- ch erkennen lassen, wie in deren ungestümer natura- hafteste Theilnahme deren Kräfte ch nimmt, hat

ch unsere zeitgenössische abte Künstler Kd

Vorurtheile

Beseitigung Mat , weiter.

nt hat, rüstig, lastif dage und threm Stoffgebiet gezog hier einen frischen naturalist blemen niht Halt macht und die

tennt, wo verwandte Strebungen si in der italienishen Frührenaisjance,

listisher Feuereifer un

en sind enger

seren Künstlern die leb Monumentalbildne gendem Maße in Anspru niht zu schaffen gewußt: die aller- an architektonishe Hintergründe zicht auf selbständige Bedeutung

eit in hervorra neue Formen zunächst neuestens beliebte Anleh muß vielmehr als ein Ver plastischer Gebilde angesehe Doppelentwürfe imposanter gton’s, das, so wie ie eines Bildners Gedanken, die an ein Reminiscenzenjäger Ebenmaß einer in si übt seine volle Wirkung kraft auch heute noh in Effecthascherei. se in unserer Aus- i ipsmodell psabgusses in voller Größe mensionen nicht ermöglichen, selb tkörpers des Denkmals mußte d gehoben werden; auch so ij Abstand den Aufbau Wenn trog dieser Ungunst Gesammteindruck dem Kunstwerk Einen besonderen auch in der glück- erkennen, Kostümfiguren und odelgruppen ohne bemerkbaren scharfe Naturbeobachtung des den auf den Stufenbau ver-

ein Reiterstandbild, wie das Washin es vor uns steht, hervorging. Es ist nit die Neuheit der Siemering's Entwurf überrascht :

würde auf reiche Beute stoßen: das ausgeglihenen Schöpfung aber ie kunstempfängliche Einbildungs m wirren Strudel

läßt sih diese Harmon stellung nur an dem verkleinerten die Aufstellung des Gi wegen der kolossalen Di Ausstellung des Haup des Ausstellungsgebäu bei dem nöthigen u überblien.

aus der Phantaf

sensationeller ie der Verhältnis

Standbildes

unweigerlich innewohnende Bede Beweis kün lihen Lösu

aufdrängt , utung unbestreitbar.

stlerishen Vermögens darf man ng der Aufgabe

allegorische Gestalten in den S Zwiespalt zu vereinigen. Die Künstlers kommt namentlih in Thierfiguren ,

Siemering’s erfleißes in Anspruch n sames Wahrzeichen herlih auch bei seiner endgi Oceans deutscher Kunst Ehre

eht, ein Werk aus einem eutsher Bildnerei vor uns iltigen Aufstellung jen- und Bewunderung ein-

Guß, als bedeut und wird \i

Unter den

zahlreichen Reiterstandbildern, die dem An- denken Kais

geweiht sind, sei zunächst das Eberlein 's das in seinen {chwungvollen Soelgruppen gewappneten Bronze gegossene ur Linken des Neiterbi zügigen, wahrhaft mon talen, durch bildnerische Mittel nur en Augenaufshlag den Zwiespalt de u in den übrigen derart seinem Concurrenzentwurf er Wilhelm’s T. und den bei Sieger von Wörth“ bezeichneten Standbildern niht verkennen läßt. ernten Größe werden zu können. Schmig che Kyffhäuse der Concurren Oppeln und

er Wilhelms I. bestimmte

versinnlicht. weibliche Figur des Friedens, ldes aufgestellt ist, enthält in umentalen Gewandung und dem gezwungen wieder- s Empsindens, der igen Arbeiten Eberlein's, wie für ein Nationaldenkmal des Kennwort „Dem Kaiser Friedrich's, ehr Lyriker, um der gaben ganz gerecht urenschmuck für das von der Ausstellung 's Kaiserdenkmal für estimmte Reiterstatue herkömmlichen Ueber- Durcharbeitung erkennung. aiser Friedrich- welche in den drei Nordwestsälen des für die Ausführung be- x Baumbach, der sich cten emer. U hafteste Aufmerksamkeit.

allzushlanken Soel Worth gestellt,

ischer Kopfwendung nach re ostaments angebrahte Reckengruppe zweier d erst nach der Ausführung zu beurtheilen Baumbach's preisgekröntem dem Kennwort

den mit dem

Eberlein ist zu solher monumentalen Au Hundrieser's Fig rdenkmal ist bereits zentwürfe bekannt, Wiese Reusch’s für Siegen b ch völlig in den Grenzen der bei der leßtgenannten verdient die ut getroffenen Antlißzes besondere An oncurrenzarbeiten für ein K mal in Wörth, Anbaues aufgestellt sind Entwurf des Berliners Ma zahlreihen Unzulänglichk ar erhebt, leb

erregt der

Unverkennb nz s{lichten, : gur des Helden von in gebieterischer g mit ener hts; die an der appenhalter wir

verdienen neben noch die Modelle Nr.

„Friedrih dem Einzigen“, Nr. 30, dessen Sockel, wie die Proportionen der allegorishen Gestalten nur allzu s{hlank ge- rathen ist, das mit dem Motto „Unitati“ versehene, durch kühne und shwungpolle Soelgruppen ausgezeihnet, und A. Tondeur's klassicistische Composition, „Friede“ genannt. Ein Denkmal des Prinzen Friedrih Carl von Fr. O ch3, für Görliß bestimmt, wirkt in der Haltung allzu affectirt und ist in den Proportionen verunglückt. Auch Manthe's Angermünder Doppelstatue der beiden Kaiser Wilhelm I. und Friedrich IIT. ist niht zu den hervorragenden Leistungen zu zählen. Der Nestor der Dresdner Bildhauerschule J. Schil-

E hat zwei allegorische Reiterfiguren ausgestellt die 0

die Vorzüge und Schwächen dieses Lyrikers der Rietschel- shule in keinem neuen Lichte erscheinen lassen. Eine sehr petge Leistung auf dem Gebiete der Monumentalplastik in er Formensprahe des Nococo ist K. von Uechtrigz? Brunnenmodell. Aus der Brunnenschale erhebt sich ein leihter, mit Schiffshnäbeln verzierter Aufbau, dessen Fuß liebenswürdige, ishgeshwänzte Meerputten umspielen, gekrönt von einer ungemein individuellen und fris aufgefaßten weib- lihen Figur, welche in ihrer Rechten einen Schild mit dem Porträtmedaillon des Kaisers, in der Linken einen Dreizack hält. Eine Ausführung dieses graziösen, in den Formen knappen und doch ausdrucksvollen Entwurfs wäre mit Freuden zu be- grüßen, zumal gerade unsere Brunnenplastik nicht eben rei an solchen Glücksgriffen ist. Auf der Grenze der Monu- mentalplastik hält ih ein Grabmalsentwurf von Nikolaus Geiger, eine edelgewandete weiblihe Figur, an einem mit Fackeln geschmüdckten Sarkophag lehnend, in ihrer Schlichtheit von ergreifender Wirkung; leider kommt sie in dem Halbdunkel der a - Kapelle nicht ganz zu ihrem Recht. Trotz ihrer Kolossalität und Kühnheit des Entwurfs kann die große Gruppe Ludwig Klinck's, „Befreiung“, doch nur bedingten Anspruch auf den Namen einer monumentalen Bildhauerarbeit machen. Die zu einem wirren Knoten vereinte Gruppe zweier Männer, die um den Besih eines Weibes streiten, das von einem ferde herab- gleitet, ist allzuderb und auf zu groben Effect erechnet, um ernsthafter zu interessiren.

In der Rococ o- Aus stellung der Königlichen Akademie, Unter den Linden, ist die Marmorbüste des Großkanzlers Samuel von Cocceji, des Bearbeiters des „Corpus juris Fridericianum“, ausgestellt, die Friedrih der Große zur Erinnerung an den 1755 ver- storbenen berühmten Rechtsgelehrten im Jahre 1766 in dem Collegien- hause, dem heutigen Kammergericht, aufstellen ließ. Gleich nah dem Tode Cocceji’'s gab Ftiedrih der Große deñ Auftrag zur Anfertigung dieser Büste an seinen Bildhauer Francois Gaspard Adam, dem die Wittwe des Großkanzlers das beste Bildniß ihres Gemahls dazu zur Verfügung stellen mußte. Da Adam die Arbeit nicht vollendete, mußte sie später sein Nachfolger, der Bildhauer Sigisbert Michel, zu Ende führen. Die Büste ist interessant als eine der wenigen erhal- tenen Porträtbüsten jener Zeit, die in Berlin angefertigt wurden.

Zur Gewinnung des Entwurfs eines allgemeinen- Lage - planes für eine in Berlin zu veranstaltende Welt- ausstellung schreibt, wie das „Centr.-Bl. d. Bauv.“ mittheilt, der Architektenverein in Berlin unter seinen Mitgliedern eine Preisbewerbung aus. Für die geplante Weltausstellung foll ein passendes Gelände in thunlicster Nähe der Stadt empfohlen und seine Brauchbarkeit durch den Entwurf eines allgemeinen Lage- planes sowie dur Darlegung der vorhandenen und weiter anzu- legenden Verkehrsmittel nahgewiesen werden. Für den Umfang des Geländes und für die Größe der Ausftellungsbaulichkeiten werden be- stimmte Forderungen nicht gestellt. Es bleibt vielmehr den Bewer- bern überlassen, nah Maßgabe der bei den bisherigen Weltausstel- lungen gemahten Erfahrungen das Bedürfniß für eine Berliner Weltausstellung zu erwägen und in einer Denkschrift näher zu be- ründen. Zur Preispertheilung: welche durch die beiden Beurthei- lungsauss{üfe des Vereins in Gemeinschaft erfolgt, stehen 500 M zur Verfügung. Die Entwürfe sind bis Montag, 9. September d. J., Nachmittags 2 Uhr, an den Architektenverein einzureichen.

Die Photographie in natürlichen Farben, deren Herstellung bisher für etwas Unerreichbares und Unmoögliches O wurde, ist jeßt von Professor Vogel im Verein mit dem Chromo- lithographen Ulrich verwirklicht worden. In der Kunst- und Verlagshandlung von R. Wagner, Dessauerstraße 2, liegen eine Neihe

elungener Farben- und Volldruckproben, welche bestätigen, B das Problem so gut wie gelöst ist. ei der Herstellung der Sh oto- raphie in natürlihen Farben“ handelt es Bo S Ier» ¿agdeb. tg.“ von hier berihtet wird um ein y otomechanisches Druckver- fahren, das bei Anwendung von nur drei Platten alle Farben- tône des Originals mit vollkommener Treue wiedergiebt. Bekanntermaßen lassen si alle Mes durch Mischung der Grund- farben gelb, roth und blau herstellen. Hierauf beruht das neue Ver- fahren, das eine gelbe, eine rothe und eine blaue Platte übereinander- druckt. Das genannte Blatt schreibt weiter darüber: Ueberraschend ist, daß diese drei Platten dur die Photographie selbstthätig her- gestellt werden, indem man vor die Linse des Apparats flüssige Lösungen, ¿wischen parallelen Spiegelglasscheiben eingeschlossen, bringt sehr be- zeihnend „Filter“ genannt —, die nur gelbe oder nur rothe oder nur blaue Strahlen dur{lassen. Wem bekannt ist, wie mannigfaltig die Zusammenseßung der Farben ist, der kann nur staunen, daß es mög- lich gewesen ist, Mittel zu finden, sie allesammt in jene drei Grund- farben auseinanderzulegen. Denn läßt si jeder Farbenton aus diesen bilden, so ist doch nit jeder Farbenton der Wirklichkeit durch folche Mischung entstanden. Möchten wir darum bis auf weiteres die rage als offen betraten, ob das angewandte Verfahren in der hat jeden Farbenwerth ganz ohne Rest auf die drei

latten zu bringen Ana so gelingt dies doch jedenfalls in einer ehr starken Annäherung. Das beweisen die erzielten höchst vollfom- menen Nachbildungen von Gemälden, wie von Naturansichten. Die leßteren bieten größere Schwierigkeiten, insbesondere ift die Da r- stellung lebender Personen noch niht gelungen. Die arben der Natur zeigen \ich dem Verfahren gegenüber. wohl begreif- icherweise spröder, als die durch late Mis ungen hergestellten künstlichen. Aber schon jeßt ist das Verfahren, dessen Ausbildung noch keineswegs als abgeschlossen es wird, so weit entwidelt, daß es niht nur vollberehtigt in die Reihe der graphischen Künste ein- treten kann, sondern auf diesem Gebiete mit Sicherheit eine Umwälzung herbeiführen wird. Der D Seltige Begründer dieser wie #0 mancher anderen bahnbrechenden Erfindung im R dp der Photographie i Professor Vogel, der hon im Jahre 1885 den Grundgedanken ausgesprochen und ihn jeßt nach mehrjährigen Versuchen im Verein mit dem hromolitho- graphen Ulrich g!ücklih in die Wirklichkeit übergeführt hat. Die in der Wagner’schen Kunsthandlung ausgestellten, mit Hilfe des Ver- fahrens geschaffenen Nachbildungen von Gemälden beweisen, daß es im ganzen Berei der Malerei keine Auf- abe giebt, der das Verfahren nicht gewachsen wäre. Ein naus’|ches Porträt, Menzel’ sche figuren- und farbenreiche Kleinmalereien, darunter das „neueste vielbewunderte „Eisen- bahncoupé“, ein „Secbild“ von Aiwasowski Landschafts- und Genre- bilder, alles erscheint nit nur in feiner vollen coloristishen Frische, sondern bis ins fleinste getreu wiederholt. Wenn alles wohl gelingt und insbesondere auch der Drucker, dem im Auftragen der drei Grund- farben eine sehr entscheidende Aufgabe zufällt, seine Schuldigkeit thut, so kann die volle Wirkung des Originals in einem Grade erreicht werden, den man bisher für unmöglih gehalten

Selbst diejenigen, die {on lan x mit Lebhaftigke

f das nihtssagende rothgelbe Blatt

ch ein Wunder, das Bild in seiner ausdrucksvollen Vielfa ung eines gemusterten Gewebes daß man nit ein bedrucktes Papi denstoff selbst zu sehen meint, zeigt, au für das Kunstgewerbe innewohn

e Zeit mit den Versucher it Pré JUeberrashung, die der ersten beiden das Blau gedruckt in feiner ganzen rbigkeit erscheint.

eshäftigt sind, sie jedesmal empfinden, wird und nun, wie dur leuhtenden Kraft,

Die farbige Abbild Jahrhundert, \o getreu,

sondern den alten Halbsei Bedeutung der Erfindung

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Ab Maßregeln.

stand in Berlin blieb auch in der Woche ein günstiger und die Sterblichkeit eine Einwohnern starben, aufs ch in dieser Woche famen zahlreiche r Athmungsorgane blih milderer und d Sterbefälle eine kleinere als in der scher Grippe sind nicht be- r der Berichtswoche vorher- Grippe gemeldet. Da- wieder, besonders unter auch war die Betheiligung des

eine größere als in der Vor- auf das Jahr berechnet, kranfheiten gelangten Er- gleiher Zahl, wie in der vorher- __ diesfeitigen zahlreichsten,

er. Vorstadt zur Anzeige gebracht, und an Unterleibstyphus selten nbettfieber kamen 1

sperrungs-

Der Gesundheits 8. bis 14. M mäßig hohe (von je 1000 Jahr berechnet, R Erkrankungen an zum Worschein,

ündungen ie Zabl*vêr dur

acuten Entz doch war der Verlauf ein e diese Krankheitsformen bedingten Vorwoche. Erkrankungen an ep kannt geworden, doch wurden aus de gegangenen Woche noch 2 Todesf zeigten sih acute Kindern, häufiger als Tod Säuglingsalters an der woche; von je 10000 Lebenden starben, 64 Säuglinge. Unter den Infection krankungen an Masern in fast

Darmkrankheiten esursachen ; Sterblichkeit

Diphtherie ten aus der Dranienbur während Erkrankungen an Scharla blieben. Erkrankungen an Wo an Pocken 2 zur ewebes der Haut waren nicht selten, usten wurden wieder häufiger beoba tödtlich. Rheumatische rheumatismen, gelangten lihen Behandlung.

Lüttich, 23. Mai. Der „Ksln. Ztg.“ w seit mehreren Monaten herrschende P o Familie erlagen der Vater, ein Soh Arbeitern der umliegende n der Seuche erkrankt.

, Erkrankungen ge Entzündungen des Zell- auch Erkrankungen an Keuch- chtet und endeten in 6 Beschwerden aller Art, besonders zahlreicher als in den Vorwochen zur ärzt-

ird gemeldet: Die in ckenseuche nimmt zu. n und eine Tochter der n Kohlen- und Hütteu- werke sind etwa 50 a

Verdingungen im Auslande.

Niederlande. De Directeur der Gemeentelyke Gas- Lieferung gegossener eiserner Gas- und Wasser- hons und fonstigem Zubehör. er Gasfabrif.

31. Mat, 2 Uhr: fabriek zu Arnheim : leitungsrohre mit Syy zur Einsichtnahme in d

Bedingungen

Handel und Gewerbe.

Nundschau über ten Weltgetreidehandel im April 1892.

im verflossenen Monat für den Ge-

Zuerst herrschte sommerlihes Wetter ; Dieser Witterungsgang welche die Vegetation zum Be- , eher hindernd als förderlih auf die atsählih mehrten sich die n in größerem Maße sind itterung förderte die Be- auptsache mit dem Monats-

Die Witterung hat auch treidehandel eine Rolle gespielt. bald aber trat wieder rauhe Tem mußte na den kurzen Fortshëtten, ginn des Monats genommen Entwickelung der Pflanzen Klagen der Landwirthe. nicht bekannt geworden. stellung der Sommer {luß au schon been allerdings noch Auswinterung vieler hat sih leider bestätigt, b größere Flächen davon umgepflügt w als bei uns wurden in sich auch dort die Me olland und eutshland, in Frankreich anzen zufrieden, während in England di lder als außergewöhnlich im klein geschildert wurde. Î und Klees{l durch Grünfutter

sehr verschieden klimatischen un

peratur ein.

wirken, und th Eigentliche Schäde

Die trockene W halmfrüchte, die in der H det war. Das Aufgehen der jungen Sommer zu großem Theil auf sich warten. Die schon früher Felder mit englischen Weizensorten s sind in der Provinz Sachsen r Bemängelungen laut, doch bezieht

Oesterreih-Ungarn ) e Schäden.

hrzahl auf noch heilbare varen die Verhältnisse ähnlih wie in ch troß mancher Klagen im e Entwickelung der Weizen- Rückstande und der Anbau als un- Allgemein weit zurück in Europa

Belgien 1 zeigte man si

gewöhnlich

ß Saatenstand abweichenden nements und enden Spätfröste geschadet April in Europa die Aus- , er hat aber günstiger Witterung ganz allgë-

Meldungen ; es erklärt sich dies leiht aus den d Bodenverhältnissen der einzelnen Gouver aus der Thatsache, daß in manchen Geg haben. Im großen und ganzen hat der sichten für die fommenden E auch die Hoffnung, mein bessere Erträge als im Vorjah Bei der außerordentlich wichtigen Rolle, welche die einigten Staaten für die Versorgung Europas autoritativen Angaben über die dortige ÜUebe felder große Bedeutung, da von der Gestaltu ausfihten auch die mehr oder weniger gro amerikfanishen Farmer zum Verkauf Der Vorläufer der Erntestatisti Staat Ohio ermittelten Ern überraschend \{chlecht : tement für die dortigen Aus nischen Märkte that sich in steigerung kund. Sehr bal das Gesammtgebiet der Vereinigten Staat shnitts\stand des Winterweizens wurde mi im leßten Dezember und 96.3 Angabe war, jährigen zurückstand, do es ergab si daraus, daß in den andere ehterung gegen den Dezembersta Die Bemerkungen des der niedrige Durchschnittsstand m Einwirkungen der Kälte zuzuschre begriffen sei, wirkte daher vorüber m großen und ganzen reise troß größerer New-York begann de 100 Cents und {lo 90 Cents, der Juni t Laufe des Monats fol, seen kam sehr viel Waare an die at roße Ausfuhr erklärt.

rnten gerade nicht gehoben daß bei weiterer , nicht beseitigt. ) Ecnten der Ver- spielen, haben die ersten rwinterung der Weizen- der dortigen Ernte- Bereitwilligkeit der l ihrer Nestbestände abhängig ist. f war das Bekanntwerden der für den testandsziffern. Die leßteren waren : Durchschnitts ga

sihten an und der Effect auf einer ebenso plóö d aber wurde

re erzielt werden

nur 699%, des das Depar- die amerika- ßlihen als ftarkfen Preis- die Saatenstandsziffer für en bekannt. t 81,2 beziffert gegen 85,3 l i 10. April e wesentlich hinter der gleichzeitig die ursprünglich n Staaten eine nennenswerthe nd kaum stattgefunden haben Washingtoner Ackerbaubureaus, daß ehr dem verspäteten Wachsthum, als und die Ernte in der Besserung ebend geradezu verflauend.

amerikanischen eändert. - In

Schwankungen wenig im A : L: 2 mt Ca.

r Locopreis für Winterweize ß mit 98, der Mai mit 913 und endete ca. nit 90 und {loß etwa ebenso. der großen nördlichen Binnen- ntishen Häfen, woraus \ih die Es famen zum Versand an Quarters gegen 222 000 und Pacific-

Durch die im gende Oeffnun

immer noch

atlantishen 662 000 Quarters us denselben Häfen nah dem Continent. n die Verschiffungen im April 1892 nah in 1891 und nah n 65 000 gleichzeitig 1891. Oregon in Die controlirten Bestände öftl Ermittelungen des Fachblattes en indessen auch zum Schlusse ionen Bushels mehr als in.

1892 gegen 451 000 a An Weizenmehl betruge England 677 000 Sa Continent 59 000 Bemerkenswerth erheblih nachgelassen haben. elsengebirge haben nah den treet* si bedeutend verringe ‘des Monats immer noch ca. 16 Mi

gegen 457 000 Sa Sack im April 1892 gege ist, daß Californien und