1892 / 136 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Conirol-Offizier vom Bezirks-Commando Kissingen, beim Bezirks- Commando Kißingen, Lift l, Hauptm. z. D. und Control-Offizier _ beim Bezirks-Commando Weilheim, Hausner, Hauptm. a. D.,

unter Verseßung in die Kategorie der zur Disp. stehenden Offiziere, beim Bezirks-Commando Weiden, zu Bezirks-Offizieren, ernannt.

Abschiedsbewilligungen. Imactiven Heere. 26. Mai. Waagen, Gen. Mee und Commandeur der 8. Inf. Brig., in Memedmignng seines Abschiedsgesuhes mit Pension zur Disp. gestellt. 28. Mai. Wörlein, Hauptm. a. D. und Vorstand der litho- graphischen Offizin des Kriegs-Ministeriums, in die Kategorie der zur Disp. stehenden Offiziere verseßt.

Beamte der Militär-Verwaltung.

28. Mai. Heinrih Rechnungs-Nath, bisher Insp. Secretär

bei der Insp. des Ingen. Corps und der Festungen, zum Festungs- Ober-Bauwart daselbst ernannt. Lizius, Rechnungs-Rath, Pro- viantmeister in Neu-Ulm, unter Verleihung des Titels eines Geheimen En L aths in den erbetenen Ruhestand getreten. : i 30. Mai. Scheitel, Secretariats- und Zahlmeister - Aspir., vom 2. Inf. Regt. Kronprinz, bei der Intend. der 5. Div., Haas, Bureaudiätar für den Secretariatsdienst bei der Intend. 1. Armee- Corps, Kellerhals, Bureaudiätar für den Secretariatsdienst von der Intend. I. Armee-Corps, bei der Intend. der 1. Div., Strauß, Bureaudiätar für den Secretariatsdienft bei der Intend. T1. Armee- Corps, zu Intend. Secretariats - Assistenten, Schäfer, L viantsamts - Controleur vom Proviantamt Würzburg, in Ans- bah, Sagmei ster, Proviantamts-Controleur beim Proviantamt Sngolstadt, unter Belassung in seiner bisherigen Dienstesfunction, zu Proviantamts-Rendanten, Ebner, Pr. Lt. a. D., mit Wahrnehmung einer Assistentenstelle beim Proviantamt Bamberg betraut, mit dem Range unmittelbar nach dem Proviantamts-Controleur Supgut h zum Proviantamts-Controleur beim Proviantamt Würzburg, Sch midt, Proviantamts-Aspir. beim Proviantamt Würzburg, Shmu ck, Pro- piantamts - Aspir. beim Proviantamt Bamberg, commandirt bei der Garn. Verwalt. Passau, —- zu Proviantamts-Assistenten, Besold, Bauamts-Afssessor extra statum, Sec. Lt. der Res. des 1. Pion. Bats., in Ingolstadt, Göbel, Bauamts-Assessor extra statum, Sec. Lt. der Nes. des 1. Inf. Negts. König, bei der Intend. I. Armee- Corps, Haase, Negierungs-Baumeister bei der Intend. I1. Armee- Corps, zu Garn. Bau-Inspectoren, ernannt. Ulsamer, Intend. Secretariats - Assist. bei der Intend. der 1. Div., Kittel, Intend. Secretariats-Assist. bei der Intend. T. Armee-Corps, Dostler, Intend. Secretariats-Assist. von der Intend. T. Armee-Corps, bet jener II. Armee-Corps, zu Intend. Secretären, Facckelmann, Loe von Ansbach, zum Proviantmeister in Landau, Kaiser, Proviantamts-Assist. vom Proviantamt Germersheim, zum Proviantamts-Controleur beim Proviantamt Landau, Kraus, Kasernen-Insp. bei der Garn. Verwalt. Bamberg, Bauernschmitt, Kaserno-n-Insp. bei der Garn. Verwalt. Augsburg, zu Garn. Verwalt. Jnspectoren, Bauer, Lazareth-Verwalt. Insp. vom Garn. Lazareth Landshut, zum Ober-Lazareth-Insp. beim Garn. Lazareth Landau, Widemann, Lzareth-Insp. beim Garn. Lazareth Bamberg, zum Lazareth-Verwalt. Insp., befördert. Schels, Intend. Secretär von der Intend. der 1. Div., zu jener I. Armee-Corps, Schauer, Intend. Secretär von der Intend. der 4. Div., zu jener Il. Armee- Corps, Bessinger, Intend. Secretär von der Intend. 11. Armee- Corps, zu jener der 4. Div, Stockmayer, Proviantamts- Rendant von Landau, nah Neu-Ulm, verseßt. Brand, Proviant- amts-Assist. vom Proviantamt Würzburg, zu jenem in Ansbach, Sonntag, Lazareth-Insp. vom Garn. Lazareth Nürnberg, zu jenem in Landshut, Zeiser, Garn. Bau-JInsp. vom Garn. Baudistrict Ingolstadt, zu jenem München TI1, verseßt.

3. Juni. Schropp, Heiß, Kriegsräthe, vortragende Räthe im Kriegs-Ministerium, zu Geheimen Kriegsräthen daselbst befördert. Stadlbaur, Intend. des I. Armee-Corps, der Titel und Rang eines Geheimen Kriegsrathes mit der Anciennetät vor dem Geheimen Kriegsrath Heiß verliehen. Koppmann, Ober-Auditeur, Ober- Staatsanwalt beim General-Auditoriat, in die zweite Rangklafse der Beamten der Militär - Verwaltung vorgerückt. Glü ck, ODber- Stabsauditeur, Director des Militär-Bezirksgerihts Würzburg, der Charafter als Ober-Auditeur verliehen.

Statistik und Volkswirthschaft.

Der sechste ordentliche Berufsgenossenschaftstag

ist gestern in Hamburg abgehalten worden. Der Vorsitende,

erzoglih anhaltische Commerzien-Rath Rösficcke (Berlin) eröffnete die Versammlung mit einem Hoh auf Seine Majestät den Kaiser und begrüßte die Ehrengäste, darunter den Staatsfecretär Dr. von Boetticher. Dieser begrüßte die Versammlung im Namen der Regierung, Senator Lappenberg im Namen Hamburgs, der Präsident Dr. Bödiker im Namen des Reichs - Versicherungsamts. Zunähst wurde die Resolution des Ausschusses, die. Berufsgenossenshaften sollten das Heil- verfahren erforderlichenfalls \{chon in den ersten drei- zehn Wochen übernehmen, einstimmig angenommen. Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen machte, wie ,W. T. B.“ meldet, der Commerzien-Rath Rösicke-Berlin der Versammlung darüber Mit- theilung, daß fürzlih zwishen dem Aerzteverein und den Berufs- genossenshaften Verhandlungen über die Stellung der Aerzte zu den Berufsgenossen schaften und die Beschaffung von ärztlichen Obergutachten stattgefunden haben. Die Versammlung erklärte mit dem vom Ausschuß eingenommenen Standpunkt ihr Einverständniß. —Rechts- anwalt Lindenberg -Berlin berichtete sodann über die öffent lich- rechtliche Stellung der Berufsgenossenschaften und erklärte, daß diefer Charakter den Berufêgenofsenschafien unzweifelhaft zustehe. Baumeister Freesfe-Hamburg |prah hierauf über Unzuträg- lihfeiten bei der Versicherung von Regie-Bauarbeitern. Hierzu wurde ein Vermittelungsantrag Felisch-Berlin angenommen. Der Etat für 1892/93 wurde einstimmig genehmigt und die elsaß- lothringishe Textil - Berufêgenossenshaft in den Ausschuß ge- wählt. Die vom Auss{uß vorgelegten neuen Verbandsstatuten ate an Antrag von Schramm-Berlin einstimmig zur Annahme.

er nächste Verbandstag foll in Stuttgart stattfinden. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, durch welche das Reichs-Ver- Ficherungsamt ersucht wird, auf der Weltausstellung in Chicago Einrichtungen und eros auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung in geeigneter Form zur Vorführung zu bringen. Nah Schluß der Sißungen fand im Hotel „Hamburger Hof“ ein Festessen statt, woran sih etwa 130 Mitglieder aus allen Theilen Deutschlands betheiligten. Staatsfecretär Dr. von Boetticher brachte ein Hoch auf Seine Majestät den Kaiser aus und hob hervor, daß unter den Segnungen des Friedens, der durh die hochgeahtete Stellung des Deutschen Reichs unter den Völkern gesichert erscheine, die socialpolitische Sescugevung reiche Früchte tragen werde. Der Präsident des eis - Versicherungs8amts Dr. Bödiker toastete auf den Senat und die Bürgerschaft Hamburgs, und Bürgermeister Dr. Möncckeberg auf den Verband. Commerzien - Rath Rösicke- Berlin pries in warmen Worten die großen Verdienste des Staatsfecretärs Dr. von Boetticher, und dieser leßtere wies auf die großen Leistungen der Berufsgenofssen- schaften, insbesondere auf diejenigen des D Nees Com- merzien-Raths Rösicke, hin. aumeister Fel ifch - Berlin brachte ein Hoh auf ten Präsidenten des Reichs - Versicherungsamts Dr. Bödiker aus, Laeisz-Hamburg widmete seinen Trinkspruh dem Fürsten Biêmarck.

Zur Lage der Brauindustrie im Jahre 1891 schreibt die Br.- und Hpf-Ztg.: Ein Zusammenwirken von unheil- vollen Einflüssen hat diese vor wenigen Jahren noch blühende Industrie in eine mißlihe Lage versest. Die Ueberproduction an Bier, ein daraus entstandenes Jagen nach und gegenfeitiges Atjagen der Kundschaft hat den Wettbewerb unter den ecin- zelnen Betrieben auf das äußerste vershärft und zu einem

Unterbieten der ge eführt. Dazu trat im vergangenen Jahre die Ungunst der iîtterung in den Hauptmonaten des Bierconsums. Um ihre Kundschaft zu erhalten und den Absaßz zu fördern, haben viele Brauereien zu dem \onft wenig empfehlens- werthen Mittel des Erwerbes eigener Wirthschaften gegriffen; daneben gestaltet sich das Verhältniß der Brauer zu den Wirthen in der großen Allgemeinheit immer unfreundliher. Die Arbeitslöhne fteigen von Jahr zu Jahr, die Gerstenpreise stehen bei geminderter Ausbeute auf seltener Höhe. Durch die neuen Handelsverträge tritt vom 1. Fe- dena N eine allerdings geringfügige Ermäßigung der Zölle für Gerste un alz ein.

Der Berliner Frauenverein Octavia Hill

will nad dem Vorgange der Octavia Hill in London die Verwaltung von Wohnungen der unbemittelten Bevölkerung in Berlin durch ge- bildete wohlwollende Damen übernehmen und wird j diesem Zweck mit den Eigenthümern von Häusern mit kleineren oh- nungen geeignete Vereinbarungen treffen. Er hofft, auf diese Weise niht nur eine bessere Gestaltung der Miethsverhält- nisse der unbemittelten Bevölkerung herbeizuführen, sondern auch erforderlichenfalls den Miethern in geeigneter Weise mit Rath und That zur Seite stehen zu können. oweit es zu leßterem Zweck nothwendig erscheint, wird der Verein besondere Veranstaltungen zur Hebung der häuslihen Gesundheitéepflege, Erziehung der Kinder 2c. treffen, im übrigen aber es si angelegen sein laffen, mit bereits be- stehenden Vereinen Fühlung zu nehmen, damit deren Einrichtungen von den Miethern benußt werden. Die Mitgliedschaft wird durch Zah- lung eines Jahresbeitrages von mindestens 5 #4 oder eines einmaligen Beitrages von mindestens 150 erworben. Damen können die Mit- gliedschaft auch lediglich dur praktishe Thätigkeit in den Vereins- aufgaben erwerben. Der Verein übernimmt einen bereits ein- gerichteten Fröbel’schen Volkskindergarten (Eisenbahnstraße 38) als besondere Veranstaltung. Der Verein wird geleitet durch einen Vorstand von 7 bis 15 ge von welchen wenigstens die Hälfte Damen fein pfen, Vorfitende des Vereins ist Fran Oberst von Cardinal (Ansbacherstraße 8) und stellvertretender Vorsißender Land- rihter Dr. Aschrott. Die Damen holen die Miethe wöchentlich ab: eine Maßregel, die geeignet ist, zur häuslichen Ordnung und Wirth- schaftlichkeit zu erziehen.

| Zur Arbeiterbewegung.

Der internationale Bergarbeiter - Congreß in London nahm gestern nah längerer Berathung mit großer Mehrheit den Antrag der belgischen Delegirten an, wonach Vorberei- tungen zur Einleitung eines internationalen Ausstandes u treffen seien für den Fall, daß die Regierungen sih weigern llten, den Achtstundentag anzunehmen.

Der Congreß dec Consum- und Productiv- Vereine von Großbritannien und Irland hielt, wie die „A. C.“ berichtet, am 7. d. M. unter dem Vorsiß von Mr. A. Greenwood eine Sißung ab, worin Mr. Tom Mann eine Abhandlung über die Pflichten der Mitglieder von Consum- und Productiv-Vereinen mit Rücksicht auf die Arbeitszeit und die Verhältnisse der Arbeiter verlas. Unbeschränkte Concurrenz habe in der Industrie zu den schreiendsten und drückendsten Uebeln geführt. Die Mitglieder ihrer Vereine hätten es in der Hand, durch ihr Beispiel und dur ihren Einfluß auf die Firmen, mit denen sie in Geschäftsverbindung ständen, in nahdrücklihster Weise zur Ver- minderung der Arbeitszeit beizutragen.

Wie der „Voss. Z.“ vom s. d. M. berichtet wird, sind die Zechen in Durham jeßt allgemein wieder im Betriebe. Jn den meisten Gruben hat man sämmtliche früheren Arbeiter wieder an- gestellt (vergl. Nr. 134 d. B.). In dem zur Philadelphia-Zeche Lord Durham's gehörigen Schacht Margaret werden große Umbauten vor-

enommen, sodaß der Schacht kaum vor 4 bis 6 Wochen wieder in Betrieb geseßt werden kann. 600 Leute verlieren deshalb einstweilen ihre Arbeit. Die Kohlenzecenbesißer von Lancashire und Cheshire haben am 7. d. M. in Manchester einen Schuß- und Trußverein ge- ründet. Bei weitem die meisten Grubeneigenthümer sind dem Verbande Thon beigetreten.

Ein Wolff’sches Telegramm meldet von gestern aus Barcelona: Der Ausstand scheint neuerdings wieder zuzunehmen; man befürchtet nunmehr eine vollständige Stockung der Geschäfte. Die Strikenden ziehen nach den Fabriken, um die Arbeiter an der Arbeit zu hindern. Die Ruhe is wieder an mehreren Stellen gestört worden. Der größte Theil der Fabrikanten beabsichtigt, in der Ueberzeugung, daß es unmöglich sei, zu einem Einvernehmen mit den Arbeitern zu fom- men, ihre E zu s{ließen.

_Im Mittelbecken und in Borinage haben, nach einer Mit- theilung des „H. T. B." aus Brüssel von heute, die Arbeiter be- lossen, am 14. Juni, dem Tage der allgemeinen Wahken, in Massen die Wahllocale zu umlagern ; dagegen sollen keine Umzüge veranstaltet werden. Sämmtliche Arbeitgeber erhielten von den Arbeitercomités

die Aufforderung, alle Fabriken und Werkstätten am Dienstag zu"

\{ließen.

Am 26. Juni, Vormittags 9 Uhr, findet, wie der Münch. „A: 3" berichtet wird“ zu egensburg im Schrödel - Saal der Parteitag der Socialdemokraten Bayerns ftatt. Die Tagesordnung des Parteitages ist folgende: 1) Die Thätigkeit des bayerishen Landtags und die Wahlen zu demselben im Jahre 1893. Referenten: G. von Vollmar-München und G. Löwenstein- Nürnberg. 2) Agitation und Organisation. Referenten: C. Oertel- Nürnberg und Ed. Shmid-München.

Auf dem ersten Verbandstag des Centralverbandes der Maurer Deutschlands und verwandter Berufsgenossen am 15. August in Cassel im Locale „Bunter Bock“, Münchebergerstraße 21, werden nah dem „Vorwärts" folgende Punkte zur Berathung kommen: 1) Bericht des Vorstandes und Auéschusses über das verflossene Ge- schäftsjahr. 2) Bericht über die Verhandlungen des Gewerkschafts- Congrefses und Stellungnahme zu denselben. 3) Vortrag über Zweck und Ziele und Einrichtungen des Verbandes. 4) Statutenberathung.

Die Berliner Maurer gedenken, wie wir der „Voss. Z.“ entnehmen, demnächst wieder in eine Lohnbewegung einzutreten.

ur Besprehung der zu unternehmenden Schritte waren für Mittwoch

bend gleihzeitig drei Versammlungen einberufen, für den Westen, Osten und Nordwesten (Moabit). Mitgetheilt wurde, daß die Arbeits- löôhne höchstenfalls nur noch 50 für die Stunde betragen, während an verschiedenen Stellen {hon die elfstündige Arbeitszeit eingeführt werde. Man beabsichtigt vorläufig mit Bausperren gegen die die niedrigsten Löhne zahlenden Unternehmer vorzugehen. Feste Beschlüsse follen morgen gefaßt werden.

Land- und Forstwirthschaft.

Stand der Saaten.

Der Stand der Winterfaaten berechtigt au in dem Regierungsbezirk Gumbinnen zu den {hönsten Hoffnungen. Die Saaten sind dort zwar in der Vegetation ein wenig zurückgeblieben, habên aber den Winter sehr gut überstanden und zeigen durhweg ein recht kräftiges gesundes Aussehen.

ImNRegierungsbezirk Marienwerder finddie Winterfaaten überall gut dur den Winter gekommen und haben sich troß der theilweise ungünstigen Witterung kräftig entwickelt. Die Frühjahrsbestellung hat frühzeitig in Angriff genommen werden können. Auch die Sommer- faaten haben ein gutes Aussehen, und fo kann die Hoffnung als be- gründet gelten, daß dort in diesem Jahre eine gute Ernte erzielt werden wird.

Saatenstand im europäischen Rußland.

_Der von dem landwirthschaftlichen Departement des russishen Domänen-Ministeriums veröffentlichten, auf Grund der Berichte von 3800 A aus den verschiedensten Gegenden N I Een Uebersicht über den Saatenstand im europäishen Rußland für das erste Drittel des Mai rufsishen Stils entnehmen wir Folgendes:

Der Frühling begann in der Mehrzahl der innerei P

ps Da während des Winters überall, außer in den südwestlig

rovinzen, reichlich Schnee gefallen war, blieb der Regenmangel im 1

onat April ohne nachtheilige Wirkungen. Infolge lan Schmelzens des Schnees haben sh die Felder gegen den legten Pans erholt, und der in den ersten Tagen des Mai gefallene Regen hat den Saatenstand noch merklich gebessert. ; Im Herbst war der Saatenstand wenig befriedigend in Ney, Rußland, in den südwestlichen Provinzen, in dem Gouvernement Woronez und zum theil in den Gouvernements von Tschernigow Kursk, Saratow, Minsk, Wilna und Kowno. Anfang Mai war der Wintersaatenstand in diesen Gegenden so \{chlecht, daß man die Wintersaat durch Sommersaat erseßen mußte. Jm übrigen erwartete man eine Ernte unter Mittel in den Gouvernements von Cherson Jekaterinoslaw, im nördlichen Theil von Taurien, in den meisten Districten des Dongebiets, in den Gouvernements Kursk, Tschernigow und n E in E va und dat z n allen anderen Provinzen des europäis{hen Rußlan war der Stand der Wintersaaten zu Anfang des Monats M Md agen und versprah zum theil eine gute Ernte. Die Ernte- aussihten sind besonders günstig in den Saubitieenta von Kiew und Podolien, im Kuban- und Terekgebiet, in den Gouvernements von Vrenburg, Ufa, Kasan, Nizegorod, Simbirsk, Samara Saratow, Pensa, Tambow und Rjäsan, sowie in Kurland und Liy- land und in den Gouvernements Witebsf, A das und Minsk. Man erwartet eine vorzüglihe Ernte von den Wintersaaten im Kaukasus und den Gouvernements von Simbirsk, Nizegorod, Kasan O Der Sind der Friblnbirofanlin, wel er Stand der Frühjahrsfaaten, welhe spät bestellt word sind, ist ebenfalls be inte Der Regenmargelk bat das Wa a thum der Früßjahrsf\aaten, deren Anbaufläche aröfer als im Vorjahre ist, ein wes R Gs f __ Im allgemeinen scheint die Lage günstig und es wird hinzugefü daß der in leßter Zeit gefallene Regen den Saatenstand ne ite gebessert und die Hoffnung auf eine befriedigende Ernte bestätigt hat. Saatenstand in Jtalien. Ueber den Saatenstand in Jtalien erfahren wir Lolgedes: In der Lombardei, Venetien und der Emilia ist der Saatenstand gus zum theil sehr gut. Nur ganz vereinzelt wird geklagt, daß die eute Witterung na theilige Folgen gehabt habe. In Ligurien stehen die Saaten befriedigend, in Toscana und den Marken andauernd günstig. In Süd-Italien und Sicilien hat die kühle Witterung, welche bis Mitte Mai vorgeherrsht hat, die Entwickelung der Feldfrüchte behindert. Von einigen wenigen, höher belegenen Districten abgesehen, in denen die kalten Nächte und Niederschläge, auch Hagel, Schaden angerichtet haben, berechtigt indessen der Stand sämmtlicher Feldfrüchte zu den besten Hoffnungen.

Saatenstand in Norwegen.

Ueber den Saatenstand in Norwegen erfahren wir Folgendes :

Das Wetter war während der ersten zwei Drittel des ver- gangenen Monats falt und erst in der leßten Maiwoche sind häufige NRegengüsse, verbunden mit fommerliher Wärme, eingetreten. Diese Niedershläge sind im Verein mit der noch vom Schmelzen des e tr u p ps aa R A Erde für den Gras- wuchs und das bereits gesäete Korn sehr förderlih gewesen. Auch di Fruchtbäume G in voller Blüthe. E I

Das meiste Korn ist jeßt in der Erde und nur in der Umgegend von Christiania sieht man stellenweise die Egge noch in Thätigkeit, Sowohl das Bearbeiten des Feldes als aud die Aussaat hat in diesem Frühjahr unter ungewöhnlich günstigen Verhältnissen statt- efunden, indem die Arbeit durch inbältenben Regen nicht unter- rohen wurde.

Die zuerst besäeten Felder find bereits grün und die später er- folgte Ausfaat hat in der warmen Erde bereits zu keimen begonnen.

Fällt während des Vorsommers genügend Regen, so dürften die Ernteaussichten als günstig bezeihnet werden.

Saatenstand der Vereinigten Staaten.

_ Nach dem E des Aerbaubureaus für den Monat Juni be- trägt der Durch|chnitts\stand der Baumwollenfaaten 899/10 9/0. Das Wachsthum is} infolge der niedrigen Temperatur zurückgeblicben. Das bepflanzte Areal ist 832 9%. Das Areal des Winterweizens beträgt 99%/10% von dem Areal des leßten Jahres, der Durchschnitts\tand 888/10 9/9, das Areal des Frühlings- wetzens beträgt 1009/10 9/0, der Durhschnitts\tand 923/109/6, das Areal des Rog j: ens 992/109/0, der Durchschnittsstand desselben 910/6, das Areal der Gerste beträzt 1023/10 9/0, der Durhschnittsstand 921/10 9/0, das A i Hafers beträgt 99 9/0, der Durchschnitts\tand desfelben

“110 °/0-

E Samencontrolstation.

Zur Besserung der Saatverhältnisse in der Provinz We st- preußen hat der Centralverein elpren Ger Landwirthe beschlossen, sämmtlichen Mitgliedern der bäuerlichen Vereine, soweit sie Land- wirthe find, die kostenfreie Untersuhung der von ihnen gekauften und gebrachten Klee- und Grasfämereien zu gewähren, und zu dem Zweck eine Samencontrolstation in Danzig eingerichtet.

: __ Die Aufforstung der vom Fiskus besessenen Oedländereien im Koniter Kreise wird eifrig betrieben. Weitere Aufforstungen sind auf dem in das Eigen- thum des Forstfiskus neuerdings übergegangenen Gute Adl. Brünsk

im Kreise Strasburg in Aussicht genommen.

Handel und Gewerbe.

Berlin, 10. Juni. (Amtliche Preisfeststellung für Butter, Käse und Shmalz.) Butter. (Im Großhandel franco Berlin an Producenten bezahlte Abrechnungspreise.) Hof- und Genossenschafts - Butter Ta. 93—95 #, Ila. 90—92 M, Ila. M, do. abfallende 85—89 #4, Land-, Preußische 81—84 M, Netbrücher 80—83 4, Pommersche 80—83 4, Polnische 80—82 A, Bayeris@e Sennhuller #, do, Landbutter G6 Sqlesishe 80—83 4, Galizishe 73—76 #, Margarine 40— 70 Æ Käse: Schweizer, Emmenthaler 87—90 A, Bayerischer 60—70 „#6, Ost- und Westpreußischer Ta. 60—65 A, do. IIl a. 50— 60 MÆ, Holländer 80—85 M, Limburger 36—42 , Quadrat-Mager- fäse Ia. 20—25 Æ, do. IIa. 12—15 A Schmalz: Prima Western 17 9% Tara 41,00 Æ, reines, in Deutschland raffinirt 43,00—45,00 (, Berliner Bratenschmalz 45,00—48,00 4 Fett, in Amerika raffinirt 38,00 46, in Deutschland raffinirt 38,00—41,00 (Alles pr. 50 kg). Tendenz: Butter: Bei ruhigem Geschäft und vermehrten Zufuhren gaben Preise weiter nah. Schmalz: Tendenz fest. ,

Die gestrige Generalversammlung der Internationalen Bau- und CEisenbahnbau-Gesellschaft in Frankfurt am Main genehmigte einstimmig die Jahresrehnung und Bilanz, er° theilte die Decharge und stimmte der vorgeschlagenen Gewinnver- theilung von -99%%% zu. Die aus dêm Aufsichtsrath ausscheidenden Herren Ernst Meyer und Commerzien-Rath Wilhelm Köster wurden wiedergewählt. Anwesend waren 9 Actionäre, welhe 2337 Stamm- De und 1413 Prioritäts-Actien mit zusammen 607 Stimmen vel- raten.

Nach den Ausführungen des N der L Duxer Bahn für das Jahr 1891 erfuhr der Personenverkehr eint wesentlihe Steigerung, welhe hauptsählich in der gesteigerten enes während der Sommermonate zum Besuche der Landesauê- tellung in Prag ihre Aufklärung findet. Befördert wurden 795 578 Personen, gleih 263 214 Personen mehr als im Jahr 120 Die Einnahmen aus dem Personenverkehr betrugen 232 644 t 56 092 Fl. mehr als im Vorjahr. An Gütern wurden ver- frahtet 2338452 t, das - ist um 191300 t mehr als D Jahre 1890; hiervon entfallen aúf Braunkohle 1 417 997 br (+ 103583 t). Die Einnahmen aus dem Güterverke betrugen 2738 782 FL., 39 475 Fl. nmeniger. Es ergicbt 1

it im Jahre 1891 gegen das Vorjahr bei einer Mehrverfrahtung ton n rch Einführ m illigen Fracbftacife mit 1. Juli 1891 du rung der billigen Frachttarise mit 1. 1 wet reführt worden is. Die gesammten Transporteinnahmen stellen fich auf 3021 426 Fl. (4+ 16 617 FI.), die vershiedenen Einnahmen S (+51 290 FL), S). ie (+148 565 FI.) und abiortirten 51,39 9% der Bruttoeinnahmen (gegen 47,63 9/9 im Vor- jahr). Der Betriebsüberschuß beziffert fh mit 1499 869 Fl. Fl.). Die Verzinsung und Amortifation der Gold- prioritäten, die gesellschaftlichen Verwaltungsauslagen und die Pafsiv- erforderten 979 869 Fl. (gegen 946 652 Fl.); nah Deckung Erfordernisses verbleibt ein Nettoertrag von 520100 F[., des vorjährigen Gewinnsaldos per auptbilanz zeigt folgende Veränderungen: Das Conto der Neubauten erhöhte sich um 95 802 Fl., dasjenige der Fahrbetriebsmittel um 622 318 Fl. N um ; . Der nunmehr vollständig zu JIn- vestitionszwecken verfügbare Stand des -Betriebs-Reservefondêcontos t mit Ende 1890 609 534 F[., hierzu die beshlossene Dotirung für 1890 200 000 FI., dann die für verjährte Coupons und aus diversen Einnahmen erzielten Empfänge 1521 Fl., zusammet 811 056 Fl., l etrage von 2386 Fl. in Abzug zu bringen sind, sodaß laut Bilanz ein Betrag von 808 670 Fl. erübrigt. Der Werth der durchgeführten Investitionen

von nahezu 200 000

nmiethe, Pachtzinse 2c.) auf 64862 Fl. (usammen 3 086 281 Fl. (+ 67 907 auêgaben beliefen \sich auf 1586318 Fl.

(— 180 657

fas diese

ih nach Hinzurehnun weier Al quf 552 296 Fl. erhôbt. Die

des pecialreservefonds erhöhten si

betrugen 1891 19941 Fl

errei

wovon jedo die vorgekommenen Ausgaben im

1253 544 Fl. als

Breslau, 10. Juni. (W. T. Betriebs- indeß unbefriedigt, sodaß wohl noch

München, 10. Juni.

versammlun

730 000 M diverse Cursen übernehmen.

und Leipzig, 10. Juni.

4,027 Æ Umsay 10 000 Kg.

betrug mit 1891 2062224 Fl., foda Sh ult per 31. Dezember 1891 verbleibt.

Creditoren betrugen 800 411 F[I. (gegen 242 044

Theil rlumte id ta gleidem Preigverbäliniß, iodes une sehe weni eil räumte sich zu gleihem Preisverhältniß, sodaß nur sehr wenig, wofür über Gebühr gefordert, unverkauft blieb.

Geschäfte auf den Lägern zu T sein dürfte. der Münchener Bank l wurde genehmigt, daß beide perfönlih haftenden Gesellschafter drei Millionen Mark Actien der Münchener Bank zum Curse von 60 9/6 zur Bankkasse hineingeben, dagegen 1 070 000 4 Contocurrenten und ffecten zu den in der leßten Bilanz festgeseßten erner wurde die Umwandlung in eine voll- ständige Actiengesellschaft einstimmig beschlossen, sowie die Wahl des Aufsichtsraths bis zur nächsten Generalversammlung aufgeschoben.

handel. La Plata. Grundmuster B. 3,90 M, per August 3,923 4. per September 3,927 4, per Oktober 3,95 M, per November 3,972 4, per Dezember 3,972 4, per Januar 4,027 Æ, per Februar 4,025 6, per März 4;027 #4, per April

Hamburg, 10. Juni. (W. T. B.) In der heutigen General- versammlung der Sprengstoff-Gesellshaft „Kosmos“ zu Hamburg wurde beschlossen, eine Dividende von 80/9 zu vertheilen.

ein R von e I EE

). 7 Wolle et. Der Markt eßtem Bericht zurückgebliebene

la8gow,

Der Bedarf scheint New-

heute oder morgen auf weitere f Der Umsatz der B.) D der heutigen General- | vorrath wird

ester u. Bahmann

nach Eurova.

B.) Kammzug-Termin- Baumwo

per Juni 3,877 &, per Juli

Ballen.

Nohbeisen in den Stores belaufen sih auf 442559 T 515 667 Tons im vorigen Jahre. Die Zahl der im Betriebe befind- lien H o ch w fen meins t 77 gegen 68 im vorigen Jahre.

orf, 10. fest, wurde dann weihend und zum Schluß im allgemeinen

häfen 31/000 Ballen, Ausfuhr na q Ausfuhr nach dem Continent #2 000 Ballen. Vorrath 625,000

Chicago, 10. Juni. 2 nach Eröffnung etwas ab auf ulige Witterung und erwartete bessere Ernteaussichten, später erho! dli Wetter in Nebraska. Mais einige Zeit steigend na später Reaction und Schluß träge.

Der zur Vertheilung kommende Gewinn für das Geschäftsjahr 1891 E nach reichlichen S esGreinumgen 138 695 M

W. T. B.) Die- Vorräthe von

10. Juni. Tons gegen

uni. (W. T. B.) Die Börse war ile 3 wach. Der Silber -

Actien betrug 213 000 Stück. Die Silber-

auf 2300000 Unzen geschäßt.

verkfäufe betrugen 50000 Unzen. Die Silberanfkäufe für den _Staatsschat betrugen 275 000 Unzen zu 89,60 à 89,70. . 750 000 Doll. Gold gelangen morgen zur Verschiffung

Weizen eröffnete schwach auf günstige s und Erwartung besserer Ernteshäßungen, später theilweise erholt auf veröffentlichten Bericht des Ackerbauamtes. Schluß fest. Ma1s niedriger auf andauernd as Witterung.

en-Wochenbericht. Zufuhren in allen Unions- ch Großbritannien 22 000 Ballen,

(W. T. B.) Weizen s{chwächte sich

t auf schädliches, heißes, trockenes i Eröffnung,

1. Untersuchungs-Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. ders

3, Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5, Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellsch.

irthshafts-Genofenschafteg.

9, Bank -Ausrwoeise.

Deffentlich cVr Anzeiger L 5 Niederlaffung x. von Rechtsanwälten.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Untersuchungs-Sachen.

[16714] Jm Namen des Königs!

Sn der Privatklagesache des Directors der Hagel- versicherungs-Gesellshaft „Germania“, Paul Wend- land zu Berlin, Privatklägers, gegen den Agenten Emil Carow zu Breslau, geboren am 6. Mai 1840 zu Soldin, evangelish, Angeklagten, wegen Beleidigung, S

hat, Luf vie von dem Privatkläger gegen das Ur- theil des Königlichen Schöffengerichts zu Lissa vom 4. Juni 1891 eingelegte A die 1V.- Straf- fammer des Königlichen Landgerichts zu Lissa in der Sitzung vom 8. Februar 1892, an welcher Theil ge- nommen haben:

1) Landgerichtsrath Hartmann, 9) Landgerichtsrath Tiete, 3) Gerichts-Assessor Seligo als Richter, O L Pinn als Gerichtsschreiber für Recht erkannt: i à : / Das Urtheil des Königlichen Schöffengerichts zu Lissa vom 4. Juni, 1891 wird aufgehoben. Der An- geklagte, Agent Emil Carow aus Breslau, wird wegen Beleidigung in 4 vier Fällen, därunter ciner öffentlichen, zu einer Geldstrafe von 250 ¿weihundertfünfzig Mark, im Unvermögensfalle zu 25 fünfundzwanzig Tagen Gefängniß und zu den Kosten des Verfahrens verurtheilt.

Auch wird dem Beleidigten, Director der Hagel- versicherungs- Gesellschaft „Germania“ v Wend- land zu Berlin, die Befugniß zugesprochen, den ver- fügenden Theil dieses Urtheils binnen 4 Wochen nah Zustellung einer r pi des rechtskräftigen Urtheils einmal im Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger auf Kosten des Ange- flagten bekannt zu machen.

Von Rechts Wegen. (gez.) Hartmann. Tietze. Seligo.

Die Richtigkeit vorstehender Abschrift wird be- glaubigt und die Bollstreckbarkeit des Urtheils be- \cheinigt.

Lissa, den 31. Mai 1892.

(L. 8) Wendt, Assistent, : als Gerichtsshreiber des Königlichen Amtsgerichts.

G T E L H E N E R E A E EMIBE A: B E E A i

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[16648] Oeffentliche Zustellung. /

In dem auf Antrag der Frankfurter Hypotheken- bank Aktiengesellschaft zu Frankfurt a. M. eröffneten Vertheilungsverfahren über denjenigen Steigpreis, welchen 1) der Architekt Albert Cremer, 2) der ge- \häftslose Wilhelm Cremer, beide zu Krefeld, für das zu Krefeld an der Canalstraße Nr. 7 belegene Wohnhaus auf Grund der von dem Königlichen Amtsgerichte zu Krefeld am 8. Oktober 1891 vor- genommenen AivangMerleigerg _zu E hat, ist zur Erklärung über den vorläufigen Vertheilungs- ylan vor dem Königlichen Amtsgericht zu Krefeld auf den 6. August 1892, Vormittags 11 Uhr, bestimmt. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung an den Schreiner Hermann Wahl wird dieser Auszug bekannt gemacht.

(L. S) v. Lepel, Actuar, :

als Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. 4.

[16660] c. E

Der Stationsvorsteher Melchers in Kreiensen als Pfleger der Kinder des weiland Actuar Schecker in Burgdorf hat das Aufgebot folgender Urkunde: Depositenschein der Hinterlegungéstelle bei der König- ichen Regierung zu Lüneburg über zwei Köln- Mindener Prioritäts-Obligationen, V. Emission, Nr. 16 894 und Nr. 16 895, über je 300 ( lautend, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird auf- gefordert, spätestens in dem auf den 4. Jauuar 1893, Vormittags 10 Uhr, vor dem unter- zeichneten Gericht, an Gerichtsstelle, anberaumten Aufgebotstermine seine Rehte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklä- rung der Urkunde erfolgen wird. Der Termin vom 1. Juli cr. ist aufgehoben.

Burgdorf, den 2. Juni 1892.

Königliches Amtsgericht.

[2532] Aufgebot. Der Kaufmann Rudolbh Ehrlich zu Berlin, an der Spandauer Brücke Nr. 1, vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Dienstag zu Berlin, Burgstr. 30, bat das Aufgebot der folgenden zehn auf - feinen Namen audgeitellten und ihm angeblih durch Dieb- ppen Ecdeten Neichöbänkdepotscheine über hinter- ecten 1) Nr. 666316 über 5600 4 49/0 Preußische consolidirte Staatsanleihe mit Zins'cheinen,

2) Nr. 666317 über 15500 4 31/2 9% Pfand- briefe der Preuß. Central-Bodencredit-Actien- Gesellschaft mit Zinsscheinen, -

3) Nr. 666318 über 30000 A 31/2 9/0 Preuß. consol. Staatsanleihe mit Zinsscheinen, _

4) Nr. 666319 über 600 M 49/0 Pfandbriefe der Preuß. Hypotheken-Actienbank mit Zins- scheinen, E

5) Nr. 666320 über 1800 M 41/2%/9 Hypotheken- briefe der Stettiner National-Hypotheken- Credit-Gesellschaft mit Zinsscheinen, E

6) Nr. 666321 über 2300 A 49/0 Pfandbriefe der Deutschen Hypothekenbank in Meiningen mit Zinsscheinen, / i

7) Nr. 666322 über 1500 A 40/9 Pfandbriefe der Mecklenb. Hypoth.- u. Wechselbank mit Zinsscheinen, ;

8) Nr. 666323 über 3400 4 31/2%0 Berliner Stadt-Obligationen mit Zinsscheinèn, /

9) Nr. 681456 übex 4000 M 3 9/0 Preuß. consoli- dirte Staatsanleihe mit Zinsscheinen,

10) Nr. 681455 über 6000 #4 4%/0 Schlesische Rentenbriefe mit Zins\heinen

(sämmtlich Contobuch 704 Seite 35)

beantragt. y E

Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 15, Oktober 1892, Vormitt. 1141/2 Uhr, vor dem unterzeichneten Ge- richte, Neue Friedrichstr. 13, Hof, Flügel B part.; Saal 32 anberaumten Aufgebotstermine feine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Berlin, 22. März 1892. : i

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 72.

[10216] _ Aufgebot.

Auf zulässig befundenen Antrag der Ehefrau des Leinenverfahrers Ludwig Lampe, Henriette, gebornen Barghusen, in Bremerhaven, als Bevollmächtigten ihres Bruders Carl Heinrih Barghusen in Cortland im Staate New-York, wird der unbekannte Inhaber des Einlegebuhs der Bremerhavener Sparkasse Nr. 16363, gegenwärtig ein Guthaben von 110 4 54 4 nahweifend, hiermit aufgefordert, seine Rechte spätestens im Aufgebotstermine am Mittwoch, den 23. November 1892, Vormittags 937 Uhr, bei dem unterzeihneten Amtsgericht anzumelden, widrigenfalls das vorbezeichnete Cinlegebuh für kraftlos erflärt werden foll.

Bremerhaven, den 6. Mai 1892.

Das Amtsgericht. Naben.

[13723] Aufgebot.

Der Bergmann Erust Fi1cher in Bredenbeck hat das Aufgebot des Sparkassenbuchs der Spar-, Leih- und Vorschußkasse für das Amt Wennigsen Nr. 2433, lautend auf den Namen Ernst Fischer in Bredenbeck, mit einem am 1. Januar 1892 vor- handenen Guthaben von 265 4 12 4 beantragt.

Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Donnerstag, den 15, De- zember 1892, Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebots- termine seine Rehte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. i

Wennigsen, den 20. Mai 1892.

Königliches Amtsgericht. 11.

[13296] __Anfgebot.

Das Aufgebot is beantragt worden:

1) Von der Wittwe Anna Jacobsen, geb. von Aspern, in Altona über das angebli gestohlene Sparkassenbuch des Altonai’schen Unterstüßungs-In- stituts Litt. C. Nr. 3213 über 153 M 50 s, lau- tend auf die Antragstellerin und Tochter Bertha Jacobsen. è : i

2) Von dem Gärtner Wilhelm Brannemaun in Dockenhuden über das angebli gestohlene Spar- fassenbuh desselben Instituts Litt. T. Nr. 709 über 860 6 67 4, lautend auf Antragsteller und feine Frau Minna Elisabeth, geb. Zink. :

3) Von dem Müller Peinri Clemens in Moll- hagen über die angeblich verbrannten Sparkassen- bücher desselben Instituts:

Litt. U. Nr. 8861 über 4 A 78 -, lautend auf Theodor Heinrich Friedrih Clemens in Mollhagen,

Litt. U. Nr. 9859 über 222 M 11 , lautend auf Franz Joachim Heinrih Clemens daselbst,

Litt. U. Nr. 9861 über 5 M. 95 4, lautend auf Heinrich Johannes Gustav Clemens daselbst,

Titts U r El er e S, lautend auf

riedrich Augu emens daselbst.

s 4) E lem Rentier Diedrich Boldt in Elmshorn über das angebli verloren gegangene Buch desselben Instituts, Litt. D. Nr. 8497 über 1520 M 41 5, \autend auf Johannes Philipp Boldt in Elmshorn.

5) Von dem Arbeiter August Springer und feiner

Frau Ida Dorothea Clara Springer, geb. Schu-

macher, hierselbst über ein angeblich gestohlenes Spar- fassenbuh desselben Instituts Litt. C. Nr. 2370 über 156 A6 82 4, haftend für die Antragsteller.

6) Von der Ehefrau Caroline Lüdecke, geb. Kessel, und dem Kellner Otto Friedrih Wilhelm Franke hierselb über das angebli ge|stohlene Sparkassen- buch desfelben Instituts Litt. D. Nr. 2655 über 419 M. 73 -, haftend für die Antragsteller.

7) Von dem bestellten Nachlaßpfleger, Rechtsan- walt Wedekind in Altona:

a. über den Nachlaß der am 24. März 1892 hier verstorbenen Catharina Maria Charlotte Wübbers, geb. Wiswedel,

. über den Nachlaß des am 16. Februar 1892 hier verstorbenen Nicolaus Eberhard, frühe- ren Brothändlers,

. über den Nachlaß des am 11. L 1892 hier verstorbenen Schlossers Johann Conrad Sommermeyer und seiner am 10. Januar 1890 vorverstorbenen Ehefrau Maria Elisabeth Philippine, geb. Bartels,

. über den Nachlaß der am 6. Januar 1892 hier verstorbenen Ehefrau Anna Maria Catharina JIanetzko, geb. Jensen,

. über den Nachlaß der am 15. November 1891 hier verstorbenen Ehefrau Magdalena Christina Möller, verwittweten Langbehn, geb. Thorsen.

Alle diejenigen, welhe an die oben aufgebotenen Sparkassenbücher und Nachlässe Rechte und Ansprüche zu haben vermeinen, werden aufgefordert, diese Rechte und Ansprüche spätestens in dem auf den 9. De-

ember 1892, Morgens 11 Uhr, vor dem Kean Amtsgericht an der Allee, Zimmer Nr. 16, anstehenden Aufgebotstermine in gehöriger Weise an- zumelden, widrigenfalls sie damit ausgeschlossen, die Sparkassenbücher für kraftlos erklärt, die Nachlässe aber dem Fiscus zugesprochen werden.

Altoua, den 20. Mai 1892. |

Königliches Amtsgericht. Abtheilung T1. Bähr. i Veröffentlicht: Hartung, Secretär, als Gerichtsschreiber.

[4029] Aufgebot. _ i

Auf Antrag des Kaufmanns L. Jsenberg, im Kon- furse vertreten durch den Konkursverwalter Herrn Rechtsanwalt Voß zu Korbach, wird der Inhaber des angebli verloren gegangenen Wechsels über 130 M, ausgestellt von Ernst Tübben zu Styrum am 23. Oktober 1891, acceplirt von der Frau W. Scholven zu Styrum, zahlbar am 8. Januar 1892 bei der Mülheimer Bank zu Mülheim a. d. Nuhr, indossirt auf Jonas Hoffmann zu Neuß und L. SFsenberg zu Korbach, aufgefordert, seine Rechte auf diesen Wechsel bis spätestens im Aufgebotstermine den 25. Oktober 1892, Vorm. 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 7, anzu- melden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desfelben erfolgen wird.

Mülheim a. d. Ruhr, den 9. April 1892.

Königliches Amtsgericht.

[16631] Aufgebot. S

Auf den Antrag des Häuslers Carl Nitschke zu Mildenau wird der Inhaber des angebli verloren- egangenen, wahrscheinlich im Dezember 1891 ver- Praontei Wechsels d. d. Sorau, den 18. Juli 1864, über 200 Thaler, zahlbar am 20. Oktober 1864 bei dem Spediteur A. Preuß in Sorau, acceptirt von August Hänsel in Reichenau bei Priebus, ausgestellt und girirt von Carl Nitschke, protestirt auf Antrag der Königlichen Bankagentur zu Sorau als legiti- mirte Wechselinhaberin eingelöst im Regreßwege von Carl Nitschke, bierdurch aufgefordert, seine Rechte auf diesen Wechsel spätestens im Aufgebotstermine den 20. Dezember 1892, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeihneten Gerichte, Terminszimmer Nr. 111. anzumelden und den Wechfel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloëerklärung desfelben erfolgen wird.

Sorau, den 2. Juni 1892. U Königliches Amtsgericht. Abtheilung II1.

[16629] Aufgebot. i Die Wittwe des weiland Schenkwirths Heinrich Siembsen, Maria, geb. Ahlfs, in Geestemünde, hat als eingetragene Eigenthümerin des im Grundbuche von Geestendorf Band X. Artikel 584 bezeichneten igt p behufs Löschung der auf demselben ruhen- den, auf Grund der gerichtlichen Obligation vom25.Sep-

; 8 30. Mai tember 1866 mit Cession vom L Sun 1867 zu

Gunsten der weiland Wittwe des weiland Kahn- schiffers Hinrich. Lenthe, Lena, geb. Hillen, in Geesten- dorf eingetragenen, aus dem Hypothekenbuhe Be- irf T1. Abtbeilung I. Band 11. Fol. 361 pag. 247 Nr. 1 in das Grundbuch übertragenen, angebli ge- tilgten Hypothek von 500 Thaler Courant, deren

Aufgebot beantragt.

Die Inhaber der obigen Post sind nicht gehörig legitimirt, und werden daher alle unbekannten Nechts- nachfolger der oben bezeihneten leßten verfügungs- berechtigten Inhaberin der Post aufgefordert, ihre Ansprüche spätestens in dem auf Dienstag, den 20. September 1892, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termine anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen auf diese Post würden ausge- {lossen und die Post selbs würde gelöscht werden. Geestemünde, den 31. Mai 1892. Königliches Amtsgericht. IIT.

[16630] Aufgebot.

Ausweise der Grundacten Dortmund 564 repert. stehen die Parzellen Cat. Dortmund Flur , 13 Nr. 803/176, 378/176 im Hypothekenbuhe als Eigenthum der Brüder Johann Caspar Friedrich Schmidts und Oekonomen Heinrih Schmidts ein-

etragen. Diese Parzellen sind von den genannten, ängst verstorbenen Besißern im Jahre 1829 an den Schlächter Caspar Diedrich Flohr durch mündlichen Vertrag veräußert. Von der Wittwe C. D. Flohr ist sodann das Parzell 378/176 an die Eheleute Bergmann a Drocege und Sophie, geb. Heit- mann, dur notariellen Vertrag vom 7. Dezember 1869 verkauft. Zu dieser Hausbesißung gehörte ein der leßteren bei der Theilung der Gemeinheitsgründe zugetheiltes Parzell im sogenannten Bleihmärsh zur Größe von 13,05 a, welches in der Mutterrolle die Bezeichnung Flur 2 Nr. 328/89 führt, zum Grund- buch aber noch. niht übernommen ist, aber angeblich länger als 44 Fahre im Besive der Wittwe Wagen- notirers Heinrih Christian August Droege, Sophie, eb. Heitmann, zu Dortmund, deren Eltern und

cchtsvorgänger ist. Das Parzell Nr. 377/176, fortgeschrieben in 803/176, hat die leßtere, derzeit Wittwe von Böttcher Diedrich Floer sive Flohr, durch notariellen Vertrag vom 30. November 1859 von den Eheleuten Caspar Diedrich Flohr gekauft und bei dem Eintritt in die 11. Ehe mit ihrem Ehemann Heinrih Christian August Droege durch Schichtungsvertrag in den Grundacten Dortmund 1299 das ganze gütergemeinschaftlihe Vermögen übernommen, auch ihren gedachten zweiten Ehemann allein beerbt. : A

Die Wittwe Wagennotirers Heinrich Christian August Droege, Sophie, geb. Heitmann, zu Dort- mund hat zum Zwecke der Besißtitelberihtigung auf ihren Namen das Aufgebot obiger Parzellen Flur 13 Nr. 803/176 und 378/176 und Flur 2 Nr. 328/89 der Steuergemeinde Dortmund beantragt. Es werden deshalb die unbekannten Berechtigten, welche irgend welche Ansprüche auf diese Grundstücke er- heben, aufgefordert, ihre Rehte und Ansprüche spätestens im Aufgebotstermine den 21. Oktober 1892, Vormittags 113 Uhr, Zimmer Nr. 27, anzumelden, widrigenfalls sie mit allen ihren An- sprüchen auf die gedahten Grundstücke abgewiesen werden und der Besißtitel für die Antragstellerin berichtigt wird. :

Dortmund, den 4. Juni 1892.

Königliches Amtsgericht.

[16663] Aufgebot. 5

Auf den Antrag des Fleischers August Matthaeus zu Sagan, als Benefizialerbe des am 25. April d. I. zu Sagan verstorbenen Wurstfabrikanten August Matihaeus, werden alle Nachlaßgläubiger aufgefor- dert, ihre Ansprüche an den Nachlaß des vor- genannten Wurstfabrikant August Matthaeus fpä- testens in dem auf den 17. September 1892, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Terminszimmer IIL., anberaumten Aufgebotstermine anzumelden, widrigenfalls diejenigen Nachlaßgläubiger, welche ihre Ansprüche niht anmelden, gegen die Beneficialerben ihre Ansprüche nur insoweit geltes machen können, als der Nachlaß mit Aus\chlu aller seit dem Tode des Erblassers aufgekommenen E S De Ope Di der angemeldeten An- prüche niht ers{chöpft wird. j

Die Einsicht des behufs Erhaltung der Rechts- wobhlthat niedergelegten Nachlaßrerzeichnisses ist Jedermann gestattet.

Sagan, den 7. Juni 1892.

Königliches Amtsgericht.

16661 Aufgebot. ( Mie "diejenigen, welhe an den Nachlaß des am 17. Mai d. Js. zu Mankmoos verstorbenen Arbeiters Christian Christoph Peter Kölyow aus Pennewitt ein näheres oder glei nahes Ecbrecht als der Häusler SFohann Christian Christoph Bülow zu Pennewitt zu haben vermeinen, werden auf Antrag des leßteren, welcher als Sohn eines Mutterbruders des Ver- storbenen der nächste Intestaterbe zu sein behauptet, hierdurch ausgatorters ihre Rechte und Ansprüche spätestens in dem auf Mittwoch, den 83. August 1892, Vormittags 10 Uhr, bestimmten Auf-

ebotstermine anzumelden bei Vermeidung des Na g