1892 / 137 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Gewäfsern anwesend sind, sollen Erträge bis zu 2400 4 gehabt haben. Der Unterschied zwischen den Erträgen der \ wedischen und der westpreußishen Boote wird dem Umstand zugeschrieben, daß die west- reußischen Fischer die Treibneßfischerei od nit in dem Maße ver- Then wie die Schweden. Einige Fischer m daher au jeßt auf den s{chwedishen Booten eine kurze Lehrzeit dur. i

Der 11. deutsche Congreß für erziehlihe Knaben- i Handarbeit

wurde, wie „W. T. B." meldet, am Sonnabend und Sonntag in Frankfurt a. M. abgehalten und durch den Abg. von Schencken- dorff eröffnet. Der Versammlung wohnten zahlreihe Vertreter der preußishen und anderer deuts Staatsbehörden bei. Auch viele Städte, Corporationen und Vereine des Jn- und Aus- landes hatten Vertreter entsendet. Nah der Eröffnungs- rede, worin die Bedeutung der auf die Handarbeit bezüg- e Bestimmungen des badischen Volks\ mans es befonders hervor- ge doben wurde, trat die Versammlung in die Verhandlungen ein. Da- ei sprah Dr. Goetze-Lipzig unter großem Beifall über die Hand- arbeit im Dienste der Erzichung und der Schule. Hieran dl s eine Besprehung. Alsdann entwickelte Dr. Rohmeder-München seine nsfichten __ über die Leitung des Unterrichts in der POndartenoante für Knaben. Die von ihm estellte Frage, ob ein Lehrer oder Handwerker damit traut werden solle, wurde von der Versammlung zu Gunsten des Lehrers beantwortet. Die weiteren Verhandlungen betrafen innere Vereinsangelegenbeiten. In der Sonntagssißung erstattete Abg. von Schenckckendorff Bericht über die Fortschritte der Bestrebungen ; dana bestehen gegenwärtig 253 Schülerwerkstätten in ganz Deutschland. Hierauf hieß Ober-Bürgermeister Adickes die Versammlung im Namen der Stadt Frankfurt willkommen; sodann folgten Ansprachen von den Vertretern mehrerer Landesunterrihts-Verwaltungen, des Geheimen Regierungs- Raths - Brandi, der den preußischen Cultus-Minister vertrat, des badishen Ober-Schulraths Wallraff, des heffishen Ober-Schulraths Greim und des elsaß-lothringishen Regierungs-Raths Dr. Schlemmer. Abgeordneter von Schenckendorff hielt einen Vortrag über „Die fociale Frage und die Erziehung zur Arbeit in Jugend und Volk“, der mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Mit einem Hoch

auf die Stadt Frankfurt wurde der Congreß ges{lossen.

Zur Arbeiterbewegung.

Die Aufregung der Bevölkerung in Barcelona dauert

fort, weil der dortige Ausstand immer größere Ausdehnung annimmt. Die Zahl der feiernden Arbeiter wird jeßt schon auf 87 000 angegeben. Am Sonnabend versuchten die Aus- ständigen die noch arbeitenden Personen zum Aufgeben der Arbeit zu bewegen. Cavallerie-Patrouillen durchziehen die Umgebung der Stadt. Zwischen den Truppen und den Strikenden kam es häufiger zu blutigen Zusammenstößen, bei denen zahlreiche Personen auf beiden Seiten verwundet wurden. Mehrere Fabrikanten in der Umgegend von Barcelona haben bis zur Beendigung des Ausstandes ihre Arbeiten eingestellt. Der Gouverneur hat darauf die Schließung aller Fabriken und Werkstätten in Barcelona und der ganzen Um- gegend angeordnet. Gestern ist der Belagerungs- zustand erklärt worden (die in Nr. 134 d. Bl. mit- getheilte Nachricht darüber war verfrüht). Die Truppen find erheblich verstärkt worden. Der Expreßzug aus Marseille wurde nah einer Meldung des „H. T. B.“ von heute mit cinem Steinhagel angegriffen, der Zugführer dabei {wer und drei Neisende leiht verleßt. Alle Pan und Ver- ladungen sind eingestellt worden, auch der Tramwaybahnver- kehr At aufgehört. Die Dampf-Küstenbahn wird durch Ca- vallerie geschüßt. Troßdem griffen die Ausständigen die raa 10 “a stürzten die Wagen um und mißhandelten das 2ugperfonal. H Nu in Calahorra is wegen ruhefstörender Unordnungen der Belagerungszustand erklärt worden. Dessenungeachtet dauern die Unruhen fort. Die Domherren find in der leßten Nacht nah Saragossa geflüchtet. Die Unruhestifter versuchten cinen Bahnzug zur Entgleisung zu bringen. 57 Verhaf- tungen wurden vorgenommen. Darauf griff die Menge das Arrestlocal an, um die Verhafteten wieder zu befreien.

Der internationale Bergarbeitercongreß in London hat am Freitag seine Sizungen beendigt. Wie die „A. C.“ mittheilt, erklärten bei der Berathung über den Acht stunden- tag die Deutschen, die Angelegenheit sei im Deutschen Reichstag wiederholt vorgebraht worden, und man werde solange auf sie zurückfommen, bis sie auf die eine oder die andere Art entschieden sei. Der Belgier Defnet beantragte, der Congreß solle erklären, er halte es für angebracht, daß die Frage des internationalen Strikes allseitig erörtert werde, und daß man sih zu seiner Ausführung rüste, falls parlamentarishe Maßregeln den Acht- stundentag nit herbeiführten. Dieser Antrag wurde mit 64 Stimmen angenommen. Sämmtliche Ausländer stimmten dafür. Zum Schluß wurde Brüssel als Versammlungsort des nächsten Congrefses gewählt.

In einer am 9. d. M. in Leipzig von den dortigen Kupfer - ichmiedegesellen abgehaltenen öffentlihen Versammlung wurde, wie das G. Tgbl.*“ berichtet, mitgetheilt, daß die Principale den vor drei Fahren von den Gesellen errihteten Arbeitsnahweis bei etwaigem Bedarfe vollständig ignorirten und ihre Arbeitskräfte aus dem Arbeits- nachweise der Principale deckten. Ein Zun, mit den Meistern auf gütlihem Wege zu verbandlen, wurde abgelehnt, vielmehr beschlossen, den Arbeitênachweis der Gesellen weiter beftehen zu laffen und darin möglichft zu agitiren. : _

Am 10. d. M. fand, wie der „Voss. Ztg.“ mitgetheilt wird, in Frankfurt a. M. eine von dem aus dem socialdemokratischen Ver- ein ausgeslofsenen Steindrucker Bertram einberufene Versamm- lung unabhängiger Socialisten ftatt zur Constituirung eines Vereins, worin der Berichterstatter Bertram erklärte, daß die Unabhängigen vor feiner Ueberzeugung, selbft vor dem Anarchismus nidt zurüdckshreckten. Die Versammlung nahm darauf mit 24 geaen 9 Stimmen folgende Entschließung an: Die Versamm- lung erflärt fih mit den Ausführungen des Berichterstatters einver- standen ; sie ficht in der beutigen focialdemofratishen Partei nicht mehr die Vertretung der arbeitenden Klasse und gründet daher den Verein unabhängiger Socialisten auf rein social-revolutionärem Boden. E

Das Drehberpersonal P T L S zu Lessau stellte na einer Meldung des „H. T. B.“ von heute wegen verweigerter Lebnerböhung um 30% die Arbeit ein.

Nah Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt Berlin sind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 29. Mai bis incl. 4. Juni cr. zur Anmeldung gekommen: 366 Ehe- lblicßungen, 1052 Lebendgeborene, 31 Todtgeborene, 729 Sterbefälle.

Kunst und Wif enschaft.

4# Die Bauarbeiten bei dem Hochshhlosse in Marienburg sind nach Vollendung der Einwölbung des Dreipfeilersaals im Südflügel, des nd- und Deckenpugzes daselbst, mit Beginn der wärmeren Fprogeit mehr auf die

der Ausstattung der Marienkirhe und der Kreuzgänge ge-

arbeitet. Die hiesige Gesellschaft für Erdkunde hat, wie die „N. A J Peribtet beschlossen, vie Karl Ritter -Medaille, die sie in diesem Jahre zu verleihen hat, dem österreihishen Linien- \chiffs-Lieutenant Ritter von Höhnel, dem Begleiter des Grafen Teleki auf dessen fo erfolgreiher Erpedition -zum Rudolph-See, zuzu- erkennen. „Verx don Höhnel hat sich durch seine E oes über die Reise als besonders scharfer und feinsinniger Beobachter der Formen der Erde erwiesen. Gegenwärtig befindet er fih wieder auf der Fahrt nach Mombassa, von wo er einen neuen Zug zur Erforschung des Kemia zu unternehmen gedenkt. i u Stockholm

_— Die Akademie der Wissenschaften erwählte, wie der „Voss. Z.“ mitgetheilt wird, Professor Dr. Wilhelm His in Leipzig zu threm auswärtigen Mitgliede. :

Aus Halle wird das gestern erfolgte Ableben des Professors der Philosophie Dr. Johann Eduard Erdmann gemeldet. Ge- boren am 13. Juni 1805 zu Wolmar in Livland, \tudirte er erst Theologie, um sich alsdann, angeregt durch Hegel, der Philosopbie zuzuwenden. Nachdem er sich 1834 in Berlin habilitirt, wurde er 1836 als außerordentlicher Broeior der Philo- sophie nach Halle berufen und 1839 dort zum ordentlichen

rofessor ernannt, wo er bis in die leßten Jahre docirte. Von seinen erïen sind hervorzuheben: Grundriß der Psychologie, Grundriß der Logik und Pee Ma Pfsychologische Briefe, Glaube und Wissenschaft, Grundriß der Gef ihte der Philosophie. Einen großen Zuhörerkreis fanden die Vorträge, die er lange Zeit in Halle und Berlin vor einem größeren Kreise Gebildeter hielt und von denen wir insbesondere die geistreihe Untersuhung über „Dummbheit* erwähnen möchten. _ Die Generalversammlung der Goethe-Gesell- schaft, die am Sonnabend in Weimar stattfand, war ar, ordentlich e Ln Nachdem um 10x Uhr Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin, der Erb- großherzog und die Erbgroßherzogin den festlih ges{müdckten Saal etreten hatten, eröffnete Vice-Präsident Dr. Ruland die Versamm- lung mit einer kurzen Ansprache, in der er zunächst mittheilte, daß der Präsident der Gesellshaft, Wirklihe Geheime Rath Dr. von Simson, dur Alters- und Gesundheitsrüksichten verhindert sei, seines Amts zu walten; er gedachte sodann der Verdienste des verstorbenen Ersten Vice-Präsidenten, Geheimen Raths Dr. von Loeper um die Gef/ell- schaft und ertheilte hierauf das Wort dem Geheimen Rath, Professor Dr. von Helmhb olgt zu der Festrede.

Der berühmte Forscher hatte zum Thema genommen: „Goethe?s Vorahbnen kommender zatuxwisseniGatli@er Ideen.“ Der Redner charakterisirte in der Einleitung die Wege, welche Wissen- schaft und Kunst verfolgen, um Einsicht in die Natur zu erlangen, und entwickelte dann des näheren Goethe's Bedeutung für die Natur- wissenschaft, der namentlich durch die Entdeckung der Uebereinstim- mung der Formen auf dem Gebiete der pflanzlihen Morphologie der Wissenschaft seiner Zeit weit vorausgeeilt sei; erst später habe dann Darwin die Umbildungsfähigkeit der Arten des weiteren nahgewiesen. Weniger E sei Goethe in der Farbenlehre gewesen, behindert durch die unvollkommenen Apparate, die damals zur Verfügung gestanden hätten. Gleichwohl sei auch in diesen Forshungen namentlih in Bezug auf theoretische Physik ein bedeutender Kern enthalten, der dann weitere Entwickelung durch Faraday und Kirhhoff gefunden. Redner {loß mit einem Hinweis auf die Shlußworte des Chorus mysticus im Faust (T1. Theil): Alles Vergängliche ist nur ein Gleichniß u. \. w.

Die Versammlung war den Ausführungen des Redners mit

lautloser Aufmerksamkeit gefolgt und sprach ihm am Schluß den Dank für die Rede durch lebhaften Beifall aus. Nach einer Pause, in der die Das und Erb rolherzoglien Herrschaften zahlreihe Mitglieder der Gesells{aft ih vorstellen ließen und ins Gespräch zogen, erstattete der Director des Goethe-Schiller-Archivs, Professor Dr. Suphan den Bericht über die Entwickelung des Archivs im verflo)senen Jahre. Der s ist theils durch Ankäufe auf Befehl der Großherzogin, theils durch Ueberweisungen und Schenkungen in bedeutendem Maße erweitert worden; so dur eine leßtwillige Verfügung von Loeper's, der alle in seinem Nachlaß befindlichen auf Goethe bezüglihen Bücher, Drucke, Schriften dem Archiv und der Bibliothek zur Auswahl zur Verfügung gestellt hat und dem Archiv namentlich feine Es Arbeiten, auch soweit sie sih auf eine Goethe-Biographie beziehen, bestimmt hat. Ferner hat das Archiv eine wichtige Erweiterung erfahren durch die Ueberweisung von 97 Briefen Goethe's an Lotte Buff, sowie einiger Briefe an Kestner, eines Billets von Jerusalem und der Briefe Goethe’s an Hans Buff. Die leßteren sind eine Spende des Sanitäts-Raths Dr. Kestner in Mülhausen, die ersteren durch leßtwillige Verfügung des Neffen von Lotte, Georg Kestner, dem Archiv überwiesen. Eine werthvolle Gabe steht dem Archiv ferner in Aussicht durch die Ueberweisung zablreiher Briefe Wielands an Sophie Laroche, die Freiherr von Lüßow spendete. Sehr bedeutend endlich hat \ich der Besiß des Archivs an Handschriften neuerer Dichter vermehrt. Es sind dies die handschriftlihen Nachlasse Otto Ludwig's, Möricke's, Bechstein's, Immermann's, einige Theile aus dem Nückert’shen Nach- laß und der gesammte literarische 0E Hebbel’s, der von dem Biographen des Dichters, General - Konsul Bamberg dem Großherzog zur Uebereignung an die Großherzogin gelegent- lich der Feier der goldenen Hochzeit dargebracht, von dem Großherzoglihen Paare aber schon jeßt dem Goethe-Schiller- Archiv überwiesen worden ist. Professor Dr. Suphan wies mit berechtigter Befriedigung auf diese cfeeulide Erweiterung des Archivs auch nah dieser Seite hin. In seinem Jahreêëberiht über das Goethe - National - Museum hob Herr Director Dr. Ruland hervor, daß dieses gleichfalls eine werthvolle Vermehrung seines Besißstandes erfahren habe theils durch Erwerb von Portrâts, theils durch die Schenkung von Handzeihnungen Goethe?s aus den Jahren 1775—1777 seitens eines Nahkommens der Frau von Stein. Die Katalogisirungsarbeiten {reiten rüstig vorwärts. Der Lorstand hat zur Ergänzung seines Bestandes den Freiherrn von Biedermann - Leipzig und den -Freiherrn von leichen- Rußwurm (Weimar) cooptirt, die von der Generalversamm- lung am Sonnabend bestätigt wurden. Die Zahl der Mitglieder hat sih durch Neuanmeldungen wieder vermehrt und dürfte nahe an 3000 betragen. An Stelle des verstorbenen Herrn von Loeper hat der Vor- stand am Sonnabend Herrn Dr. Ruland zum Ersten Vice-Präsidenten Ee f A tags fand ein Festmahl im Saal der „Er- olung“ statt.

Land- und Forftwirthschaft.

Stand der Saaten. Im Regierungsbezirk Danzig is die Wintersaat bis auf die bergigen Theile des Kreises Karthaus, wo der erste Schnee im No- vember v. I. auf ungefrorenen Boden gefallen und lange liegen ge- blieben war, überall befriedigend, ftellenweise sogar recht gut durh den Winter gekommen.

Im Regierungsbezirk Oppeln ist der Stand der Winterung im allgemeinen ein zufriedenstellender; namentlih verspriht die Roggen- ernte auf den leichteren Böden der rechts der Oder belegenen Kreise eine sehr gute zu werden. Ueber die Sommersaaten läßt si ein ab- s{chließendes Urtheil pes nicht fällen. Die Bestellungsarbeiten haben bei dem trockenen Frühjahr durchweg früh beendet werden fönnen, andererseits hat aber die Trockenheit das Aufgehen des Samens beein- trächtigt und ist die Entwickelung der jungen Pflanzen durch die kalten Winde behindert worden; doch steht zu erwarten, daß nunmehr nah eingetretenem warmen Wetter die Saaten sih kräftigen werden. Im großen und ganzen sieht der Landwirth in diesem Jahre wieder hoff- nungévoller in die Zukunft.

Die Wintersaaten haben im Regierungsbezirk Trier im allge- meinen gut überwintert; Roggen und Weizen haben fich kräftig be-

Außenarbeit an dem Ausbau der südlichen Grabenmauer und des Herrendansk ausgedehnt worden. Jm Jnnern wird an

stockt, und die damit bestellten Felder gs nur in S erfie i

geringem Umfange Froftshäden. Die Bestellung der Sommer]aat ist

gut von statten gegangen, da der Boden infolge der Kälte ut L N gewintert und leiht zu bearbeiten war. Die Sommersaaten pas, J

einen befriedigenden Stand.

Saatenstand in Ungarn.

Aus Budapest, 11. d. M., wird der „Wien. Ztg.“ über den

Saatenstand vom 29. Mai bis einscließlich 11. Juni telegraphisch |

gemeldet: Die tropische Hiße wurde am 31. Mai durch Sturm, E regen und stellenweise bic tarken Hagel abgelöst, was rechts Le S Donau zwischen Theiß und Maros und links von der Theiß bede. tenden Schaden verursahte. Von Anfang Juni bis zum 8. d. M herrschte regnerishes Wetter, an vielen Orten abermals Gußregen und Hagel, wodurch sih die Saaten besonders der sehr üppig entwielte eizen stellenweise fogar ganz zur Erde legten, was bei den Oefg- nomen Befürchtungen hinsichtlih der Verbreitung des Roftes hervor- s flanzen die Wirkung der Frühjahrsanbau an mehreren | ütter wurde. Der Rost verbreitet An Weizen, Gerste und Hafer, hat aber bisher meistens nur die lätter angegriffen. Auch der Brand zeigt sich stellenweise in den Weizenfaaten, die im allgemeinen nur als mittelmäßi bezeihnet werden FEönnen. oggen hat sih gleichfalls an mehreren Orten gelegt, stellenweise aber gebessert und ift qualitativ meiens gut, während er quantitativ einen theils mittleren, theils {wachmittleren Ertrag ver- spricht ; Rg Ee steht mittel, Frühjahrsgerste hat sih stellenweise vershlechtert und wird gelb; sie wurde durch Sturm gel und Insecten geshêdiat Hafer wächst ziemlich s{chön und ann, obwohl fehlerhaft, do als mittel bezeichnet werden ; an mandhen Stellen ist derselbe ausgezeihnet. Der Raps schnitt hat begonnen und im allgemeinen ein s{waches, theilweise cin mittleres Resultat geliefert; der Regen schadete seiner Qualität.

Saatenstand in Rußland.

Dem russischen „Finanz-Anzeiger“ vom 29./17. v. M (Nr. 20) entnehmen wir Folgendes :

Der Stand der Getreidesaaten war zum 1. Mai im allgemeinen befriedigend; befonders gut standen die Wintersaaten in der Nicht- Schwarzboden-Zone, wo sie meist. für. besser als mittelgut gelten konnten. Das Gebiet des unbefriedigenden Saatenstandes hat sid seit dem 15. April um Einiges verringert und umfaßt die Gouvernements: Poltawa, rsk, Woronesh, einzelne Kreise des Gouvernements Tschernigow, Charkow, Orel, Kaluga, Tula, Chersson und des Dongebietes, wie auh die nördlihen Kreise des Taurishen Gouvernements, wo die Saaten durch Stürme beshädigt wurden. In den Gouvernements Wol- bynien und theilweise Sharatow haben sich die Saaten nach nieder- gegangenem Regen einigermaßen verbessert. Im ganzen jedoch war die Witterung in der zweiten Aprilhälfte kalt und troten, und wenn hierdurch die Saaten auh nicht geschädigt wurden, fo bedurften sie doch dringend der Feuchtigkeit. Nach Angaben des »Meteorologishen Anzeigers“ wurden in verschiedenen Gebieten für den April folgende Mengen atmosphärisher Niederschläge, im Ver- leich zu den Normalmengen, beobahtet (die Zahlen bedeuten

illimeter): Niederschläge im April:

E E Normalmengen 1892 Baltisches Gebiet : 2 34 Westgebiet 40 43 Central-Nußland 36 29 Oestliche Gouvernements . ... 24 27 Südwestlihe Gouvernements . . . 21 15 Südliche Gouvernements . . ., 31 14

__ Es war alfo im Süden Rußlands die Menge der atmosphärischen Niederschläge niht nur bedeutend geringer als die Norm, sondern sogar cine ungenügende. Obschon es zu Anfang Mai hin und wieder zu regnen begann, so geshah dies doch nur \trihweise und in geringen Mengen.

Das Wachsthum der Saaten wurde angehalten, sie begannen zu bleihen, die Sommeraussfaaten wurden verzögert und die Lage begann kritisch zu werden. Angesichts dessen sind die im Laufe der Wohe eingegangenen telegraphishen Nachrichten über die fast allenthalben niedergegangenen und noch andauernden reichlihen Regengüsse bei warmer Witterung sehr zeitgemäß eingetroffen.

Saatenstand in Schweden.

Die Heuernte in Schonen hat begonnen und verspricht einen außerordentlich reihen Ertrag; auf vielen Stellen is das Gras gegen vier Fuß hoh. Der Roggen steht in Aehren und hat \ich infolge des günstigen Wetters sehr verbessert, das Ee Sommergetreide steht auf gutem Boden üppig. Die erst spät aufgegangenen M wav sih in der leßten Woche shnell entwickelt und stehen überall gut.

E: Die häufigen Regengüsse hatten auf die P “G sow

ohl der Herbst- als auch tellen vergilbte, ja sporadish \{ch

i Ernte in Egypten. Ueber die Ernte in Egypten éiolen wir Folgendes: Weizen fheint durch Südwinde (Khamsin) stark gelitten zu haben. Im Gegenfaß zu früheren Berichten lauten ent die Nad- richten aus dem Innern weniger optimistish, und es dürste im Dur- schnitt nit auf mehr als eine gute Mittelernte zu rehnen fein. Die Gerste ist im nördlihen Küstenlande mißrathen, dagegen fommen fehr gute Berichte aus Oberegypten.

Die Maisernte trwoird auf 105 9% und die Bohnen ernte auf -

110% geschäßt; die Linsen ernte dürfte entgegen den gehegten Er- wartungen gering ausfallen.

Ueber den Ausfall der leßten Ernte in Neu-See- land liegen zur Zeit erst Angaben aus der Grafschaft Canter- bury vor. Die Statistik für diese Grafschaft weist folgende Zahlen auf: n

Bushel 3 790 000 2 350 000

299 000

1892

Bushel Weizen. . . 6950 000 t 8450000 E e 806000

Stand der Weinstöe. j Von der Mosel wird berichtet: Der Weinstock is gut durch den Winter gekommen. In wohlgebauten jüngeren Weinbergen ift reise Fruchtholz in genügender Menge vorhanden und find dié Aussichten auf cin befriedigendes Weinjahr bis jeßt nicht benommen. Weniger günstig steht es in den nicht rechtzeitig verjüngten Weinbergen. F diesen ist wenig Fruchtholz vorhanden, auh zeigen sich daselbst fort- geseßt die {ädlichen Fergen des strengen Winters 1890/91 dur Ein- ehen alter Stöde, sodaß Neu- und Nachpflanzungen in größerem mfange stattfinden mußten. Hierbei bereitet die Beschaffung guten Setßholzes große Schwierigkeiten.

Aus Woronesch und Wladimir melden die St. Peterê burger Blätter vom Freitag das Erscheinen der Heuf chredcke.

Aus Kopenhagen wird geschrieben: Wie der Staatsconsulent P. A. Mörkeberg in der dänishen „Wochenschrift für Landwirthe mittheilt, wurde am 3. und 4. Juni cr. in Faxe eine von den vir Landbauvereinen des Amtes Prästö veranstaltete Thierschau abgehaltes auf welcher 27 GnEbRgs ullen vorgeführt wurden, die E Tuberkulinprobe bestanden hatten. Nah Mörkeberg war ?! der erste Versuch, der von den dänischen Landbauvereinen in d Nichtung angestellt worden is. Alle einjährigen Bullen, im aue 28, wurden am 19. Mai auf dem Gut des Lehnsgrafen P r Bregentved versammelt, wo fie bis zum 23. Mai verblieben. lit Moltke hatte Futter und einen desinficirten Stall mit Se E bewässerunggapparat zur Verfügung gestellt. Die Versuche vas von Herrn Mörkeberg geleitet. Von den 28 Bullen wurden 2 bie Professor Koch's Lymphe geimpft und nur 4 von ihnen reagirten ;

si also als vollständig tuberkelfrei. Der 28. 23 erwiesen R da seine Temperatur so hoh und wechselnd war, | Rum-Couleur daß es shwierig gewesen sein würde, eine eventuelle Reaction zu

erfennen. Gesundheitêäwesen, AULLERes und Absperrungs-

ü

Bulle

ßregeln. ; Uebersicht

ber die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche in Preußen im Ausgang des Monats Mai 1892.

Laufende Nr. \

Die Seuche berrschte in : |Gemeinde- Krei- (Guts-) sen Bezirken

Angabe der Thiergattung, welhe von der Seuche be- fallen ift.

Negierungs-

bezirk

Rindvieh. Rindvieh und Schafe. Rindvieh und Schafe.

Dad s 16 Marienwerder T

sdam .… 92 : Franffurt a. O. 14 Rindvieh, Schafe u. Schweine. |

Stettin . . 5 | Rindvieh. :

Eöslin 4 « ch X Rindvieh und Schafe. j

Mole. «7% 64 Rindvieh, Schafe u. Schweine.

Beomber N 28 Di Ns Schafe, Schweine und iegen.

Rindvieh, Schafe, Schweine und

S n N N! S

Breslau . . 84

Rindvieh und Schweine. Rindvieh und Schweine. Rindvieh, Schafe, Schweine und

Ziegen. A Nindvieh, Schafe, Schweine ‘und Ziegen. - E Rindvieh, Schafe, Schweine und

Liegniß . OVIAUn Magdeburg 13[Merseburg . 14|Erfurt

15|Schleswig . . 16|Hannover . .

pmk pk bak C

J

Rindvieh, Schafe, Schweine und Ziegen. : Rindvieh, Schafe und Schweine. Nindvieh, Schafe und Schweine.

Rindvieh.

Rindvieh.

Rindvieh und Schafe. : Rindvieh, Schafe und Schweine. Rindvieh, Schafe, Schweine und

Ziegen. Ï | Rindvieh, Schafe, Schweine und Ziegen. Rindvieh. Rindvieh. | | 14 Rindvieh, Schafe, Schweine und Ziegen. L 41 Nindvieh und Schafe. 19 } Rindvieh. 9 Rindvieh.

p

17|Hildesheim 18[Lüneburg 19|Stade 0[Osnabrück . . 91|Münster ; 9IMinden . .. 23|Arnsberg

24s\Cassel

Wiesbaden . . 2|Aachen E STIRObIES S

98|Düsseldorf .

Mtiia M

Z0sTrier . Summe | 201 784

Die Regierungsbezirke agg, Gumbinnen, Stralsund und Aurich, der Polizeibezirk erlin, sowie der Verwaltungs- bezirk Sigmaringen waren am Schlusse des Monats Mai von der Maul- und Klauenseuche.

Auf dem städtishen Central-Schlahthofe in Berlin sind zu n Mai e 40137 Schweine gegen 39 847 im Mai 1891 auf Trichinen untersucht worden. Davon sind 25 Stück wegen Trichinen und 70 Stück wegen Finnen als zur menschlichen Nahrung ungecignet zurückgewiesen worden.

P =*IbS

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Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks

fs s ec ubr und in Oberschlesien. u

i der e find am 11. d. M. gestellt 10 060, nit rechtzeitig estellt keine Wagen. :

v In S 6 ers SLefen find am 10. d. M. gestellt 3870, nit

rehtzeitig gestellt feine Wagen.

wangs-Versteigerungen. Beim aan tan Amtsgericht I Berlin stand am 10. Mai das Grundstück in der Antonstraße 6, der Frau Bild- hauer Laura E geb. Helsing gehörig, zur Versteigerung. Nuzungswerth 14 000 4, Mindestgebot 180 000 4 Für das Meist- gebot von 213 000 /(« wurde die Frau Anna Kaempfer, geb. Bowmann,. Oranienstraße 207, Ersteherin. L Berlin, 11. Juni (Wochenberiht für Starke, Stärkefabrikate und Hülsenfrüchte von Max Sabersky.) Ia. Kartoffelmehl 35—354 #, Ia. Kartoffelstärke 35—395 A, Ila. Kartoffelstärke und -Mehl 33—34 4, feuhte Kartoffel- stärke loco und Parität Berlin s, Fabriken bei Frankfurt a. O. zahlen frei Fabrik A, gelber Syrup 39—40 A, Capillair - Syrup 405—41 Æ, Capillair - Erport 42—425 A,

L. Untersuhungs-Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dag

3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verlaufe Verpachtungen, Verdingungen 2c. 9. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Kartoffelzucker

23—25 M, Unsen, fleine 16—20 M, Buchweizen 17è—1

zugelassen, stagnirende

vortheilhaft veräußert dur

die Kohlengrube

etber 40—49 0-51 H, Ia. 41—42

elb und weiß,

Meizen tärke ( cia 36—38 M, Hallesche und Schlesi f 477 M, do. (Stüden) 43—44 #Æ, Mais-Stärke 35—36 !#, S

sche 44—45

stärke 32—33 f, Victoria-Erbfen 22—26 4 Kocherbs N rüne Erbsen 22—26 #, Futtererbsen 15}—16} F, Leinsaat De e 36—48 o, do. mittel 20—36 M, do. er Senf 20—34 F, Kümmel 40—44 M 8X M, Mais loco 13—13} 4, Pferdebohnen 16} bis 18 M, inländishe weiße Bohnen 18—19 X, weiße Flachbohnen 20—-23 M, ungarishe Bohnen 16—17 X, galizische und russische Bohnen 14—16 #, Wicken 15—16 #4, Hanfkörner 213—22è A, Leinfuchen 17—175 M, Weizenschale 11—11} #Æ, Roggenkleie 11 bis 12 M4, Rapskuchen 13—14 #4, Mohn, blauer 54—60 H, do. ijer 60—70 MÆ, Hirse, weiße 21—24 A Alles per 100 kg ab Bahn bei Partien von mindestens 10 000 kg. Immobilien-Actienbank. In der ( Freitag abgehaltenen Generalversammlung wurden der Geschäftsbericht nebst Bilanz, wie die vorgeshlagene Gewinnvertheilung von 5 “%, Dividende für die Prioritäts-Actien und für bie Stamm-Actien ge- Das erzielte Erträgniß hätte wohl eine höhere Dividende

Berliner

ehmigt.

jedoh hat man

Neue

Nach

743 748 Jé. gegen 720101 M

Ausfall in der Landwirthschaft findet scine natürliche Erklärung in den höchst ungünstigen Witterungsverhältnissen des verflossenen Jahres und den dadur bedingten Mehrausgaben und Mindererträgen. Crhebliche Mehrausgaben, weil Mehcarbeiten, erforderte namentlih das dur den strengen Winter 1890,91 nothwendig gewordene Umpflügen von etwa 200 ha Wintergetreide, während die anhaltende Trockenheit im Sommer einen Minderertrag an Erbsen und vor allem einen ganz erheblihen Minderertrag an Zuckerrüben etwa 3 590 00d kg Daß aber die geringere Rübenernte dem fee der Zuerfabrik erfreuliherweise keinen Eintrag that, erklärt fi einerseits aus der hohen Ausbeute an Zucker, welhe die von der Gesellschaft verarbeiteten Rüben lieferten und° anderntheils aus dem daß der gewonnene : 100 kg Iu verwerthen war, als im Vorjahre.

im Gefolge hatte.

Umstande,

welher nah Abrehnung von unkosten 578 711 A und na

lung gelangt. f Sprengstoffgesell

In der vorgestrigen Generalversammlung wurde beschlossen, eine

Dividende von 8 9/9 zu vertheilen. s jeilu nend Gewinn für das Geschäftéjahr 1891 beträgt nah reichlichen Abschrei-

(W. T. B.) Wollmarkt. Die Zufuhren während des Tages waren recht lebhaft, sodaß anscheinend vorjähriges Quantum annähernd zu erwarten ist. Der Markt ist sehr ruhig, bis jeßt ist noch kein Geschäft abgeslossen. einen größeren Abschlag gegen das Vorjahr,

bungen 138 695 Posen, 11. Juni.

jeßt noch nit willigen wollen. 12. Junt. recht flauer Haltung.

wollen zwar bevorzugt, konnten jedo

5 bis 6 J Abnehmer finden, abschlag von 10 bis 12 Bei ungewasch

11 046 Ctr. im Vorjahr. Es

12. Juni, Mittags. (W. T. B.) Wollmarktberiht. Der Markt bleibt flau bei rückgängigen Preisen. Gegenwärtig sind an-

nähernd zwei Drittel verkauft.

ier-Couleur 4

eschäftslage und die vergrößerten Engagements vom Gewinne 45 000 #4 auf Extra-NReservefonds zurückgestellt, womit sich die Gesammtreserven auf “69/9 des Actienkapitals erhöhen. Im laufenden Jahre hat die Bank ihren Häuserbesiß Rochstraße 15 bis 19 ch Annahme eines s{huldenfreien Baustellen- terrains in Schöneberg, von dessen Parcellirung und Weiterverkauf E die Direction guten Nußen erwartet. S Berliner Pferdebahn-Gesellschaft. nahme im Monat Mai 1892 136 370 #, pro Mai 1891 148 601 #, mithin 1892 Weniger-Einnahme 12231 4, Einnahme vom 1. Ja- nuar bis Ende Mai 1892 620629 #, Einnahme vom 1. Januar bis Ende Mai 1891 655 197 4, mithin 1892 Weniger-Einnahme 34568 M. \ Zeitßer Paraffin- und Solarölfabrik. In der am Ri eh. Areos in Halle abgehaltenen Generalversammlung wurden die Gegen- E tände der Tagesordnung ohne Î chung e l die Entlastung an Vorstand und Aufsichtsrath einstimmig ertheilt. Die ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsraths, Bank-Director Ellendt und Rentier Albert Kobe wurden einstimmig wiedergewählt. dem Bericht des Vorstandes der Zu bisdorf haben sih die Geschäfteergebnisse des Jahres 1891/92 gegen das Vorjahr nur für die Zuckerfabrik und für die Ziegelei gün Rd gestaltet; denn es beziffert sih der Bruttogewinn im verflossenen Ja für die Fabrif auf 567551 M gegen 378 224 J im Jahre 1890/91, die Ziegelei auf 11 638 M (10521 4) im Jahre 1890/91, während mit nur 7838 A4 (27460 A) und die Land- wirthschaft sogar mit nur 156720 4 (303 894 46) abschließt. Troßdem ergiebt der Gesammt-Bruttogewinn

ch Abzug der von dem Aufsichtsrath auf 70 756 M festgeseßten Abschreibungen 507 954 4 beträgt, will der Vorstand bekanntlih in der Weise verwenden, vidend von 12 9% mit 324 000 M gegen nur 8 9/6 für 1890/91 zur Verthei-

W. T. B, 1 | Bei Slboeiden Geschäft wurden Negretti-

M und theilweise noch darüber erfuhren.

enen Wollen beginnt der A G Qualität. Die Zufuhr beläuft sich bis jeßt auf 11 168 Ctr. gegen

M, do. Capillair 41—413 A,

50 He, , M, do. fsccunda 377—395 M, Weizenstärke (großst.) 44—45 A, i, Reisstärke (Strahlen) S le

bsen 22—25 M,

In der am

mit Nückfsiht auf die allgemein

Ein-

wesentliche Besprehung erledigt und

erfabrik Kör-

re

die Summe von im Jahre 1890/91. Der bedeutende

etwa 2,40 46 per Den Gewinn, Zinsen, Provisionen und Handlungs-

Zucker um

daß cine Dividende

haft „Kosmos“ in Hamburg.

Der zur Vertheilung kommende

Die Käufer beanspruchen worin die Verkäufer bis

Der Wollmarkt eröffnetic in

ch nur bei einem Abschlag von während Stoffwollen einen Preis- Abschlag mit 6 1 je nah

droht Negen.

(W.T.B.) Woll[- eisreductionen ge- gegenwärtig 2 des

—- 12. Juni, Abends 6 Uhr 30 Minuten. markt. Nachdem die Verkäufer in weitere willigt, räumt \sich der Markt langsam, oda Quantums verkauft sind. Tendenz anhaltend flau. 13. Juni. (W. T. B.) Wollmarkt. Die Tendenz des nunmehr beendeten Marktes war durchgehends flau. Es trug hierzu bei, daß die Käufer in geringerer Anzahl als im vorigen Jahre vertreten waren. er Abschlag beträgt 6 bis 20 M ganzen wurden dem Markt zugeführt 11961 Ctr. gegen 12017 Ctr. im Vorjahre. Die äsche war zwar gut, doch entsprach sie / niht überall den ge- hegten Erwartungen. Schurgewicht ca. 3 °/o weniger. Es wurde be- ahlt für hochfeine Dominialwollen 158 bis 162 e, für feine 135 bis 150 M, für feinmittel 120 bis 132 Æ, für mittel 105 bis 118 M, für Ruskicalwóllen 90 bis 100 , für ungewaschene Wollen 38 bis 46 M4, in einzelnen Fällen bis 48 A Der Schluß war matt. Thorn, 13. Juni. (W. T. B.) Wollmarkt. Die An- fubren betrugen 900 Ctr., darunter 100 Ctr. Schmußwolle. Die Wäsche ist befriedigend, der Markt s{hleppend. Der Abschlag beträgt 10 bis 15 A Für gewaschene Wolle erzielte man 115 bis #9 M, für ungewaschene Wolle 45—51 A4 L N Leipzig, 11. Juni. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B. per Juni 3,875 #, per Juli 3,90 Æ, per August 3,924 4, per September 3,923 H, per Oktober 3,95 M, per November 3,95 4, per Dezember 3,975 H, ver Januar 4,025 M, ver O 4,021 M, per März 4,02} 4, Þper April 4,027 Æ Umfahß 5000 kg. i ;

Lübeck, 1 Juni. (W. T. B.) Die Einnahmen der Lübeck - Büchener Eisenbahn betrugen im Monat Mai 1892 provi- sorish 374 775 M gegen 430 464 Æ im Monat Mei 1891, mithin weniger 55 689 M. ie Gesammteinnahmen vom 1. Januar bis ultimo Mai 1892 betrugen provisorisch 1 759 852 4 gegen 1 815 533 4 im gleichen Zeitraum des Vorjahres, mithin weniger 55 681 M

London, 11. Juni. (W. T. B.) An der Küste 1 Weizen - ladung angeboten. . j

13. Juni. (W. T. B.) Die Getreidezufuh ren betrugen in der Wode vom 4. bis 10. Juni: Engl. Weizen 2014, fremder 64783, engl. Gerste 479, fremde 436, engl. ‘alzgerste 15 140, fremde 1465, engl. Hafer 231, fremder 63 463 Qrts., engl. Mehl 15 334, fremdes 35 671 Sack und 50 Fß. : ; Lissabon, 11. Juni. (W. T. B.) Der König wird heute dem Vernehmen nah das Decret, betreffend die portugiesif he Schuld, unterzeichnen. Dasselbe foll am Dienstag amtlich bekannt gegeben werden. Dem „Diario de Noticias" zufolge würde der Erlaß eine Frist für die Conversion der consolidirten auswärtigen Schuld in eine innere Schuld festseßen. A i i Wie es heißt, verhandle die portugiesische Regierung mit dem Comptoir d’Escompte in Paris wegen einer Finanz- operation, durch welhe bezweckt wird, die nöthigen Hilfsquellen zur Zahlung eines Drittels des Coupons am 1. Juli zu schaffen, welches die Vabdterung: den Inhabern der auswärtigen Schuld vorläufig anbietet. :

New - York, 11. Juni. (W. T. B.) Die Fondsbörle er- öffnete und verblieb auch im weiteren Verlaufe ret fest. Schluß günstig. Der Umsatz der Actien betrug 170 000 Stück. Der Silber- vorrath wird auf 2300000 Unzen geshäßt. Die Silberverkäufe betrugen 60 000 Unzen. : R :

Weizen durchweg weichend auf veröffentlihten Bericht des Aerbaubureaus, auf Verkäufe des Auslandes und der Plaßbspeculanten. Mais weichend auf {chwächere ausländishe Märkte entspreheud der Mattigkeit des Weizens, sowie auf bedeutende Ankünfte in den Westpläßen. : i :

Der Werth der in der vergangenen Woche eingeführten Waaren betrug 11670 118 Dollars, gegen 8 273 138 Dollars in der Vorwoche, davon für StgFe 1 597 551 Dollars gegen 1593 618 Dollars in der Vorwoche. | :

Chicago, 11. Juni. (W. T. B.) Weizen durhweg weihend auf veröffentlihten Bericht des Ackerbau-Bureaus und günstige Witterung. Mais fallend den ganzen Tag entsprehend der Mattigkeit der Weizens.

Im

Verdingungen im Auslande.

Dänemark.

15. Juni, 12 Uhr. Trafikchefen for Sjaelland, Bahnhof, Kopenhagen : Lieferung von ca. 15 000 Centner Cinders zur Perfonen- wagen-Heizung. 1 ; A : /

Bedingungen an Ort und Stelle und beim Reichs-Anzeiger (in dänischer Sprache).

15. Juni, 12 Uhr. Trafikchefen for Jylland og Fyen,

auptbahnhof, Aarhus: Lieferung des Bedarfs der Staatsbahnen in Stn und Fünen an Steinkohlen und Koks zur Stationen- und Wagenheizung im Verbrauchsjahre 1892/93.

Bedingungen an Ort und Stelle. / i

15. Juni, 12 Uhr. Magistradens ?den A fdelings Secretariat, Kopenhagen : Lieferung für das St. Hans Hospital pr. Noeskilde von:

ca. 500 000 Stü gelde Façadesteine, 200 000 artgebrannte, geflammte Mauersteine, , 1270000 ganz gebrannte, geflammte Mauersteine, : 30000 ganz gebrannte, geflammte Steine. Bedingungen an Ort und Stelle.

"

Beffentlicher Anzeiger.

. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellsch. . Erwerbs- und Wirthschafts-Genofsenschaften. . Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten, . Bank-Ausweise. , Verschiedene Bekanntmachungen.

—_ OVDIAIN

1) Untersuchungs-Sachen.

[17083] Bekanntmachung.

Der Strombauarbeiter Gustav Adolf Lange aus Glugowko im Kreise Schweß, 26 Jahre alt, welcher durch Urtheil des Königlichen SEWU E bier vom 14. November 1891 wegen gewaltsamer Vor- nahme unzüchtiger Handlungen an einer Frauens- person unter 14 Jahren, wegen gefährliher Körper- verlezun , wegen Bedrohung, wegen Diebstahls im wiederholten Rückfall, wegen s{chwerer Urkunden- fälshung mit 4 Jahren Zuchthaus und Verlust der bürgerlicheit Ehrenrechte auf die Dauer von 6 Jahren und wegen Mordes, verübt an dem Besißer Her- mann Bleck aus Glugowko in der Naht vom 11. zum 12, Februar 1891, zum Tode und Verlust der bürgerlichen Ehrenrehte verurtheilt ist, ist heute Morgens 6 Uhr in dem Hofe des hiesigen Justiz- gefängnisses mittels des Beils enthauptet worden.

Graudenz, den 11. Juni 1892.

Der Erste Staatsanwalt.

farbe, blondes bekleidet mit hell runden Hut.

1,77 m gro raue Haare un

ausgelobt. Um

ersucht.

[17056] Bekanntmachung. Am 9. Juni 1892, Nachmitttags, haben drei remde, anscheinend Italiener, hier 150 000 Fr. 5 °/o talienische Rente gestohlen und zwar: Nr, 52971 71488 à 20000 Fr., Nr. 54948 à 10000 Fr.,

[16874 Gegen

, shlanke Figur,

Nr. 6449—ö1 à 20000 Fr.,

Nr. 47775—78 à 10000 Fr.

Veschreibun

1) Ein angeblicher Ga Figur, rothes dickes Gesicht,

ugen, lange dunkle Augenbrauen,

etwas Platte, Sch

der Thäter :

schwarzes

e aar und

i icher Weinbergsbesißer aus Alessandra : L es 4 G ne ihe Gesichtsfarbe, swarze

ugen, breite Stirn; bekleidet mit graumelirtem NRockanzug und braunem runden Hut. Die Geschädigte Ergreifung und W

d gleiher Schnurrbart,

hat 2000 Æ Belohnung auf

burg, den 11. Juni 1892. T Der Staatsanwalt:

Dr. Roscher. Steckbrief.

den Arbeiter Friedrih Moriß Johann Lange aus Loi ist wegen Verdachts der Brant-

di: 1,71 m groß, starke \hwarze E ar, nurrbart und Vollbart; bekleidet mit blauem kurzen Jacket und gleihem Beinkleid. 2) Ein angeblicher Weinbergsbe

E aus Alesfandra : 1,70 m groß, magere Figur,

r rothe Gesichts- leiher Schnurrkart ; raunem Jacketanzug und braunem

iederbeshaffung der Werthpapiere

Nachrichten über den Verbleib der“ Thäter und der S wird zur Acte 1V. D. 1278/92

stiftung Haftbefehl erlassen. 18. September 1856 zu Gr.

rauwollenen Ro

bei sh: 1 gestreiftem 1 Meterstock, 1 Schnupftabakdose.

Nase und Mund gewöhnlich, die fleidung : lehmfarbiger Kittel.

[16789]

erneuert. Der Erste

Derselbe, geboren am as So) un wahrscheinlich mit Frau und Kin Sohn) umher, und führt vielleicht folgende tere Gegenstände

mit {warz und weiß utter, 1 s{chwarze englisch: lederne Hose,

auf den 2c. Lange zu vigiliren, ihn im Betretungs- falle unter Beschlagnahme der vorbezeihneten Sachen Fe und dem nächsten Amtsgerichte zuzu- führen, davon aber hierher sofort Nachricht zu geben. Greifswald, den 4. Juni 1892. Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgericht. Signalement :

Mittlere Größe, gedungene Statur, Haare hell- blond und leicht gelockt, Stirne frei, Augen blau, Gesichtsfarbe gesund, Gesichtsbildung rund, Schnurrbart hellblond. Be-

Steckbriefs-Erncuerung.

Der gegen den Handlungsreisenden August Schu- manu alias Koch, zuleßt in Nordhausen, unter dem 15. Juni 1886 erlassene Steckbrief wird hiermit

Nordhausen, den 8. Juni 1892. 9 H never

[16876]

Der von mir unterm 19. Juni 1886 gegen den Buchhändler und Militär-Anwärter Hermann Leuschner von hier erlassene Steckbrief wird hier- durch erneuert. IV. M. 26/84.

Magdeburg, den 8. Juni 1892.

Der Erste Staatsanwalt.

[16872] K. Amtsgericht Backnang. :

Gegen den 34 Jahre alten Schuhmacher Victor Kleinhans von Ziemersheim (Elsaß), zuleßt dahier und in Den aufhältlih, ist das Hauptver- fahren vor dem hiesigen Schöffengericht wegen Körper- verleßung eröffnet. 2c. Kleinhans wird aufgefordert, seinen dermaligen Aufenthalt unverweilt bei Gefahr N Verfolgung hierher anzuzeigen. Des- leichen er bne ih tit. Behörden, dem Kleinhans im

etretungsfalle Vorstehendes zu eröffnen, auch Er- öffnungsurkunde hierher vorzulegen.

Den 9. Juni 1892. N Stv. A.-R. Wagner.

zieht

Es wird gebeten,

16873 [ S woa dem chemaligen Kreisgericht hierselbst unterm 22. Februar 1876 erlafsene offene Straf- vollstreckungs-Requisition abgedruckt in Nr. 56 des Anzeigers de 1876 gegen Karl Arthur Otto Kubisch und Genossen ift erledigt.

Frankfurt a. O., den 3. Juni 1892.

Königliche Staatsanwaltschaft.