1892 / 141 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

trcicn, verlieren mit der Zeit doch etwas von dem Jnteresse das fie anfangs eingeflößt. Es ist das auch wünschenswe im Interesse unserer deutshen Künstler, die von der „inter- nationalen“ Ausstellung zwar vermehrten Besuch, aber nicht Verminderung ihrer eigenen Verkäufe wünschen.

Wie im Vorjahre in Berlin, fallen auch hier wieder die Spanier auf durch einige colossale Historienbilder. Aus der geit der Eroberung von Mexico führt uns M. Ramirez

as Schlachtfeld von Ostumbra vor, auf dem der sieg- reihe spanishe Feldherr stolz sein crobertes Feldzeichen über den Leichen ershlagener Jndianer s{hwingt. Vor ihm liegt die Tragbahre mit dem riesigen Gözenbilde der Feinde zertrümmert, nah rehts werden die Jndianer von der an- stürmenden spanischen Cavallerie verfolgt. Der romantische Stoff, die wunderlih aufgepußten Wilden, die Gözenbildcr, das Tesfalli im Hintergrund geben dem groß und kräftig ge- masten Bild ein gewisses bleibendes Jnterese. Künstlerisch noch tüchtiger ist ein anderes Colosjalgemälde des J. M. Carbonero, auf dem der siegreihe Einzug eines spanischen Heeres im unterworfenen Byzanz geschildert wird. Helle Sonne überstrahlt das demüthig huldigende Gefolge des yzantiners, von fernher winkt die Hagia Sophia, vorn aber ziehen, mit allem Stolz eines echten Spaniers umgürtet, die wilden Kriegergestalten heran. Es is ein schönes Monument eines jugendstarken, siegesfrohen Kriegerhaufens, der über greisenhaft gewordene, verderbte Uebercultur mit stolzer Ver- atung triumphirt. Wie ein Zug zum Grausamen diesen Künstlern aus dem fklassishen Lande der Stierkämpfe eigen, das zeigte uns in Berlin (1891) das hier wieder ausgestellte Bild des M. Cubells, Jnes de Castro, die als Gerippe auf den Thron gehobene Königin von Portugal darstellend. Der „Wall des Todes“ von Salinas-Teruel, ein das Thal von Saragossa mallartig sperrender Leichenhügel , zeigt eine ähnlihe Geshmacksrichtung, allerdings au wieder in einem malerisch vorzüglichen Bilde. i :

Unter den Schilderern des Volkslebens hat Benlliure mit einer „Weinprobe“ in einer spanischen Bauernstube si wiederum ausgezeichnet. Er schildert glücklihe, in ihrer Armuth mit geringem zufriedene Landleute, den malerischen Reiz der wenig erleuchteten, seltsam ausgestatteten alten Schenke, die verwitterten Köpfe der zufriedenen Zecher, ihr in feiner Zerlumptheit malerishes Costüm, Alles naturalistisch und doch niht abstoßend. Nebenher geht die Masse jener mit \pizem Pinsel, aber doch markig in der Farbe, feurig gemalten Scenen aus dem Volksleben, wie wir ste auf der Berliner Ausstellung seiner Zeit bewunderten, und in denen Viniegra, Galofré, Carbonero u. a. excelliren.

Viel tiefsinniger is Villegas, dessen Gemälde „Arm und Reih“ uns darlegt, wie Standesuntershiede au über den Tod hinaus die Herrschaft haben. Im Abenddunkel \haufelt der Todtengräber das Grab des Verstorbenen, der, nur in ein Tuch gehüllt, vor ihm ausgestreckt liegt. Da zieht dur den Kirchhof cin feierliher Zug, fackeltragende Diener, kerzen- tragende Chorfnaben, Priester nnd Gefolge nahen ih, um mit bödstem Prunke einen zu bestatten, der wie jener da im Leichentuhe doch auch nur Mensch gewesen und vielleicht kein edlerer. Jst Villegas philosophish, so erscheinen andere mystish. Minendas malt eine Vision des heiligen Franz, dem ein geigenspielender Engel im Gebet erscheint. Benlliure aber führt uns durch die Sternennacht bis zu den Thoren des Fege- feuers. Hier darf der hl. Franz alljährlih in der Nacht seines Sterbetags alle die Brüder und Schwestern seines Ordens durch Gebet befreien, und an ihrer Spitze zieht er mit zum Gebet gefalteten Händen daher, die Schatten der Verstorbenen shweben in langem, geordnetem Zuge ihm nach, und Mond S: Sterne werfen blauwcißes Licht über die gespenstige Schaar.

Salinas-Teruel aber, der grausame Maler des „Todten- walles“, schildert die anmuthige Scene der Divina commedia, da dem von Beatrice geleiteten Dante die reizende zartblonde Mathilde in wonniger Frühlingslandshaft entgegenshwebt. Man möchte wünschen, daß ein deutsher Maler dies zarte, finnige Bild geschaffen. -

Den Spaniern darf man nachrühmen, daß sie, obwohl sie ihre Kunst im Auslande, in Frankreich und Jtalien erst wieder erlernen mußten, denno einen ganz eigenartigen, nationalen Stil und vor allem ganz eigenartige Aufgaben sich zu ge- winnen verstehen.

Weit ärmer an originellen Gedanken erscheinen hier dies- mal die Jtaliener. Sie füllten vier Säle mit meist vorzüglich gemalten Bildern, die aber fast ausscließlich s{chöne Partien der Heimath, besonders aus Venedig (Ciardi, de Sanctis) und einfache, inhaltslose Genrebilder zeigen. Die süßzliche, glatte Technik der auf das reisende Publikum speculircnden italienishen Dugendmaler fehlt zum Glück hier völlig, was gerühmt werden muß. Besonders auffallend war eigentlich nur die „Trajanssäule“ von Bazzani, die hon 1891 in Berlin durch ihre wundervolle malerishe Wiedergabe ver- witterten Marmors Beifall fand.

Wie die Maler, so verstehen auch die Bildhauer in Jtalicn den Hei. des Marmors auszubeuten. Originell sind darin ein paar Büsten des in Mailand ansässigen Troubetzkoy, der nur die Hauptformen mit flüchtigen Hieben in Marmor andeutet, gewissermaßen in Stein skizzirt. Solche kleinen Kunstgriffe werden dann von den durhreisenden Fremden höchlichst bewundert und bezahlt, und der zufriedene Künstler spart die mühsame Durchbildung dcs Porträts.

Die Freude an drastishen Scenen aus dem Volksleben, an denen Jtalien so reich is, scheint gänzlih auf die Aguarellisten übergegangen zu sein. Simoni z. B. schildert noch eine jener aufregenden Scenen, da zwei beim Spiel in Streit Gerathene mit gezücktem Messer einander gegenüber stehen, zum Stoß bereit, oder den Burschen, der seiner „Nina“ den Abendgruß bringt, oder die eifrigen Moraspieler. Das Aguarell behandelt Simoni übrigens mit solcher Kraft, daß seine gesunde, lebendige Farbe beinahe zu_ derb und stofflih wirkt.

Ueber den an Stiekenden Sälen finden wir die Ueberschrift „Werke französisher Künstler“. Es sollte wohl angedeutet werden, daß die Franzosen sich zu keiner Collectivausstellung entschlossen haben, sondern daß nur eine gelegentlihe Vor- führung einzelner französischer Arbeiten stattfindet. Auch das Wenige, das vorhanden, trägt charakteristische Züge. Jene Serie von Pastellportiräts des talentvollen Boldini zeigt durchgehends schlanke, biegsame, aber fokfettirend einfah gefkleidete Frauen; estalten, deren dunkeläugige,

warzhaarige Köpfe die raffmirte Sinnlichkeit der Pariser odedame spiegeln. Eine ältliche Jungfrau in feuer- rother Blouse wird durch die brennende Cigarette in der Nechten als über prüde E keit erhaben ge- schildert. Die Landschaften sind zum theil Darstellungen der

Enceinte oder der weiteren Umgebung von Paris, Noll malt einen ihm befreundeten Maler, der mit scinem Malzeug aus der Gare du Nord wohl von der Studienfahrt zurückehrt.

Paris hatte ftets eine Vorliebe für die Culturvölker des Alterthums, französishe Künstler schildern häufig die üppige, lasterhafte Pracht der Römer der „Décadence“ oder des unter-

chenden Hellenismus, wie denn das Leben der genußsüchtigen

illionenjstadt zu solhen Vergleichen immer- wieder heraus- fordert. Das pee Thema behandelt Rochegrosse im „Untergang Babylons“, einem Sensationsbild ersten Ranges, auf den Skandal berechnet und dennoch mit einer Virtuosität gemalt, die überrascht, ja hin- reißt. Dem Format nah ist es weitaus das größte Bild der an Niesenleinewanden reihen Ausstellung. Die Figuren des Vordergrundes in voller Lebensgröße, sodaß die. Körper der in ihrer Trunkenheit unschön hingestreckten, fast unbekleideten Weiber das Gefühl verleßend sich aufdrängen. Man erblickt sie in der weiten hohen Halle des babylonij en Königspalastes. Die riesigen Wände sind mit farbigen Fliesen verkleidet, die Decke glänzt in reicher Vergoldung, die Stufen der hohen Freitreppe, die links zum Thron hinaufführt, sind mit lampen- tragenden Löwen eingefaßt, Fackeln und Lichter übergießen den Raum mit röthlichem Licht, spiegeln sich in den gold- ges{chmüdten Thronsesseln, den hohen Vasen von Email und Glas, strahlen wider von den wundervoklen ge- stickten Kissen, den Teppihen und Prachtgeweben, welche durch den ganzen Raum hin über den Fußboden gebreitet sind. Es ist eine imposante Schilderung jenes Farbenprunkes, den die alte assyrobabylonishe Cultur in den Herrscherpalästen ent- faltete. Und über diese Polster ist die im Laster entnervte Schar der lezten babylonischen Herrengeschlehter hingesunken, dazwishen Weiber, Dirnen, Sklavinnen, wie der Rausch sie am Morgen nach unmäßigem Trunke S ha. Im Hintergrunde aber öffnet d das colofsale Gitterthor der un- vermuthet eindringenden tausendköpfigen Schar der Meder und Perser. Jhr Siegesgeshrei weckt einzelne aus ihrem Taumel, Weiber ringen die Hände, ein fahlköpfiger Alter liegt gerade hingestreck auf dem Boden, das Antliß stumpfen Blickes dem Feinde zugewandt, aber er vermag sich offenbar so wenig zu regen, wie die Mehrzahl der Uebrigen. Und das eindringende fahle weiße Licht des jungen Tages ringt mit der dunkelgoldenen Beleuchtung des Fest}aals, wirft häßliche kalte Neflexe auf die feurigen Farben, und fahl und nüchtern dringt die grausame todbringende Wirklichkeit in diese märchenhafte Pracht der erträumten sinn- lichen Seligkeit.

Rochegrosse, von dem in Berlin seinerzeit die „Jacquerie“, eine Blutscene aus den französischen Bauernkriegen, ausgestellt war, ist ein Arrangeur, ein Decorationsmaler ersten Ran es, von erstaunlicher Correctheit in der Wiedergabe der historishen Details, der Costüme, der Möbel 2c. Niemand wird ihm hohe Begabung abstreiten können. Aber seine Kunst ist doch eine Afterkunst. Reclame, Effecthascherei, Sinnenkizel, Wollust mit Grausamkeit gepaart bestimmen die Wahl seiner Stoffe, die Art der Ausführung. Feines historishes Verständniß, raffinirtes malerishes Können werden aufgewandt, um mit Behagen das Nichtswürdige so zu malen, daß es Abscheu erregen muß. Wie die verkommenen Babylonier nach einer Orgie von rohem medishem Kriegsvolk geshlahtet werden, entspricht sicherlich dem geshihtlihen Vorgange. Daß Rochegrosse das malt, ist jeine Sache. Tritt aber die Absicht, sich durch Widerwärtiges bekannt und berühmt zu machen, so sichtbar hervor, wie hier, dann haben wir ein Recht, uns abzuwenden, auch da, wo die malerishe Leistung so hoh steht, wie hier. Die Schilderer modernen Lasters geben für ihre Darstellungen wenigstens den Grund an, daß unserer Zeit ihre wahre Gestalt niht heuchlerish vershwiegen werden darf, daß Wunden ge- schnitten werden müssen. Was aber vermag Rochegrosse anzuführen ?

._— Der Landschaftsmaler Professor Eduard Biermann, Mit- glied der Akademie der Künste, 1st, wie der „Voss. Z.“ gemeldet wird, gestern im 89. Lebensjahre hier an Altersschwäche gestorben.

Gesundheit8wesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Die Erkrankungen und Sterbefälle in der Königlich preußischen Armee, dem XII. (Königlich sächsischen) und X[II. (Königlich württembergischen) „Armee - Corps während des Jahres 1891. (Nach den amtlihen Generalrapporten.)

Ende Juni 1891 befanden sih 12 197 franke Mannschaften, ctwa 2,7% der damaligen Iststärke, in ärztliher Behandlung; hierzu kamen bis Ende Dezember 57 290 in Lazarethverpflegung und 90 957 in revierärztlihe Behandlung, zusammen 160 444 im zweiten Halb- jahre, mithin 60 397 Kranke weniger als im ersten Halbjahre.

Die geringste Krankenzabl, einschl. des Bestandes (61,2 bezw. 73,1 °/0o der jeweiligen Kopfstärke) wurde, wie gewöhnli, im Sep- tember und Oktober, demnächst im August (75,9 9/0) beobacbtet, im November und im Dezember stieg die Krankenziffer, blieb aber niedriger als in den ersten 5 Monaten des Jahres. :

Von den 160444 im zweiten Halbjahre behandelten Kranken starben 399, es schieden aus 140295 als geheilt, 2012 als invalide, 2444 als dienftunbrauhbar, 4590 anderweitig (Uebertritt zur Reserve 2c.). Von den 399 in militärärztlicher Behandlung Gestorbenen batten gelitten an Unterleibstyphus 77 (dazu 2 an gastr. Fieber), an Lungenichwindsuht 74 (dazu 1 an Lungenblutung), an Lungenentzündung 54, an Brustfellentzündung 18, an Hirn- und Hirnhautentzündung 28, an Bauchfellentzündung 20, an Herz- und Nierenleiden §8 bezw. 10, an Grippe 6 (2 im November, 4 im Dezember), an Diphtherie 3, an Blutvergiftung 7, an Scharlah, Ruhr, Genistarre und Karbunkel je 1, an Gelenkrheumatismus und an Rose je 2, an böëartigen Ge- [chwülsten 4. Den Folgen einer Verunglückung erlagen 17, eines Selbstmordversuchs 8. Außerdem starben außerhalb militärärztlicher Be- baudlung dur Krankheit 18, durch Selbstmord 89 und durch Ver- unglückung 58.

Im ganzen Jahre 1891 kamen 356 871 Kranke (d. i. weniger als im Jahre vorher, vgl. Veröff. 1891 S. 376) in Zugang, von denen 129672 in die Lazarethe aufgenommen wurden. In Äbgang kamen 340 387 als geheilt, 3437 als invalide, 4666 als unbrauchbar und starben 1053; der Bestand am Schlusse des Jahres belief sich auf 10 694, d. h. 24,5 %%o der damaligen Iststärke. Trotz des geringeren Krankenzugangs isst die Zahl der in militärärztliher Behandlun erfolgten Todesfälle etwas höber als im Votiáhre gewesen. Durd Selbstmord starben im ganzen drei mehr als im Jahre vorber 1), dafür starben jedoch 26 weniger an Verunglückung bezw. infolge eines Unglüdcksfalles. Von tödtlih verlaufenen Krankheiten ist

1) Im ganzen Jahre 1891 starben 225 Mannschaften des Heeres durdd Selbstmord bezw. inso von Selbstmordversuh, alfo 0,5 von je 1000 Mannschaften. Von deutschen Handlungsgehilfen sind, soweit bekannt, zu gleicher Zeit verhältnißmäßig mehr a s doppelt so viele durch Selbstmord gestorben, nämlich von durchs{nittlich 7938 7 ui des Verbandes deutsher Handlungsgebilfen 10, d. h. 3 9/00.

Regierung des. Kaisers Augustus geschrieben, - enthielt die Partitur- ausgabe der Musik zu dem Drama und zwar die Melodie, den Chor und dic Instrumental- gang der Handlung des Dramas begleitete. n Erflärern als Beweis, feinem Tanz und Einzebnesang unserer unserem recitirenden Schauspiel. Auf dem st ein Chorsat enthalten sammt Tert aus zwar befindet sih die dazu gehörige Inftrumentalmusif in den Zeilen. onventgarden-Theater „Vos. Z.* am 15. d. M. mit glänzendem Erfolge a Sucher fangen die Titelrollen und ernteten aus war ausverfauft. ität Dublin faßte, wie die „A. C.“ Beschluß, den großen eng- Irving bei der herannahenden Iubelfeier Bestehens der Universität zum Doctor der Ccausa zu ernennen.

Die Preife sind nit erhöht worden: Geschaft momentan ein recht lebhaftes sofort erledigt werden fönnen. Blei kehrten ruhig. i:

Stettin, 16. Juni. (W. T. B.) _Wollmarkt. Der - Markt Verkäufer fügen ih in den Preis- t. Der Abschlag {loß gegen

In Walzzink d sodaß neue und Bleifabrikate ver-

bezw. 15 Fälle) egen ist das

namentli Lungen- und Brustfellentzünduna (um 69 an Typbus und

bäufiger als im Vorjahre beo Lungenshwindsucht waren etwas und .Diphtberte-Todesfälle selten

London, 15. Juni. Infolge eines neuen Auébruchs der Klauen- berichtet, beute in dem

Juni. Nach einem Drahtberiht des .B. R.* soll hende Cholera, entgegen anderweitigen Nur ein Drittel der zifffer wurde am

tet, auch Todesfälle zahlreicher, dagegen sind Scharlach- er gewescn.

(408 v. Chr.), musik, wie sie Dieses Bruchstück dient de Drama mit seinen Chören, Oper weit näber stand als faum faustgroßen Stü i dem genannten Drama, und Vocalmusik über dem Tert, die

Die deutsche O

daß das griechische entwickelt sih immer mebr, die : Der gie rückgang. Die Vorräthe sind fast das Vorjahr im Durchschnitt mit 15 4 Leipzig, 16. Juni. (W. T. B.) La Plata. Grundmu 3,90 Æ, per August 3,9221 3,975 Æ, per November 3,972 4, per Dezember 3,97 4,00 Æ. ver Februar 4,00 4,00 A Umsay 95 000 kg.

Leipzig, 17. Juni. fuhren betrugen 330 Ctr., mithin stärker als Preise 120 bis 135 ien, 16. Juni. der Waffenfabrik-Gesellschaft erft die Verhandlungen mit Jtalien noch Dieselben werden fortgeseßt.

London, 16. Juni.

seuche in Kent wurden, wie _G. Sittingbourner Kreise über tausend Schafe g E ies Set a er B. Per i 3,90 Æ, per i M. per September 3,95 Okto

Teheran, 14. die in Mef bed wüthent milder Natur sein. Die größte 104 Todesfälle.

Am Sonnabend

perngefellshaft im C zu London brachte nah ciner Meldung ter „Tristan und Alvary und Rosa stürmischen Beifall. Das Der Senat der Universi meldet, in seiner Sitzung vom 14. d. den lishen Tragöden Henrv des dreibundertjährigen schônen Künste honoris

Fâlle hat tödtlich 4 ¿ #, ver Januar #, per März 4,00 4, per April

Wollmarkt. im Vorjahre.

Sterblichkeits Seitdem hat fiel in Mesbed ein großer Meteor- Die Bevölkerung betrachtete dieses als ein hes das Ende der Seuche ankündigte. jeßt auch in den Dörfern der Distrikte Nistrapur e find auch in Sabzavar vorgekommen. jeßt nit viel genutzt.

Sterblichkeit vermindert.

stein zur Erde. Vorzeichen, wel

(W. T. B.)

bolera tritt auf und einige Quarantäne hat bis Meshed abgereist, berzustellen. Stadien von Teberan.

(W. T. B.) em in der beutigen Sißung atteten Bericht zufolge haben

Einige Aerzte sind von 1 _zufolge b zu feinem Abschluß geführt.

um eine Sperre in Abbas-Abad und Arvankeif t vierzehn und der leßtere zw

Der erstere Ort lie Bagdad meldet, daß

: ; _Der rufsishe Konsul in die Cholera in Mesovotamien ausgebroche

Handel und Gewerbe.

der Schlußprotokollbestimmun des deutsch-italienishen Handel für die Einfuhr von Gespinnsten und Ge vereinbarten in Kraft treten. in der betreffenden Kategorie mit in Uebereinstimmung zu seßen, hat die italienishe Regierung dem Abgeordnetenhause den gelegt, welhes am 1. Juli d. J. t ‘ist und folgende Bestimmungen

(W. T. B.) Wollauction. gung. Eröffnungspreife fest behauptet. An der Küste 1 Weizenladun Eine Versammlung der Gläubiger der Corporation“ bes{loß heute die Liguidation der Bank

Wolle flau, englische

Der Verwaltungsrath der Antrage der Direction entsprechend, be- für das Jahr 1891 die Vertheilung einer Dividende von 6 9/9 vorzuschlagen. Konstantinopel, 16. Juni. der Türkischen Monat Mai 1892 19 300 000 Piaster gegen in der gleichen Periode des Vorjahres. New-York, 16. Juni. durhweg s{wach und {loß zu den niedri Umsaß der Actien betrug 265 000 Stück. 2100000 Unzen

600 000 Doll. Gold werden morgen zur Verschiffung am nächsten auf vier Millionen Dollars Das an Bord der „Normannia* erpedirte Gold ist nach De

Mannigfaltiges.

vie {on crwähnt, am

Der Union-Club zu Berlin beging, 1 Jahren erfolgten Be-

13. d. M. die Erinnerungsfeier seiner vor 25 Veranlaffung ist eine reih ausgestattete und mit Bildern versehen Denkschrift erschienen, die cinen Ueberblick über die Entstehung und weitere Entwielung des war ursprünglich von Breslau aus lediglich die ein General-Secretariat zu schaffen, in eine einheitlihe Organisation zusammenfassen sollte. danke wurde dann in der berathenden V daß die Begründung des Clubs b ein Vierteljaßrhundert e Pferdezucht blicken fan

Oriental

auf gütlihem Wege. Bradford, fester ; Mohairwolle geschäftslos. Luzern, 16. Juni. Gotthardbahn hat, dem

g Nr. 6 zu Taf B Ssvertrags sollen die weben aus Flachs

(W. T. B.) Clubs giebt. Danach Anregung gegeben worden, das alle beftebenden Rennvereine Dieser Ge- ersammlung dahin erweitert, eshlofsen wurde, der nunmehr auf rfolgreicher Arbeit im Interesse der heimischen Ausgehend von dem Gedankcn, daß nur geordnetes Rennwesen das zur Production eines brauchbaren e Zuchtmaterial “geschaffen werden könne, bat alle die Kräfte

(W. T. B.) l 1 demnächst das System des Generaltarifs den neuen Vertragszollsäßen (W. T. B.) Die Einnahmen M Tabackregie-Gesellschaft ; Entwurf eines Geseßes vor 17 500 000 Piaster

in Kraft zu treten bestimm Soldatenpferdes nötbig

im Jahre 1867 organisirt, die bisber s\vstemlos denen niemand seine Anerkenn Interesse dürfte das Schlußka Union-Clubs zur Lan bedarf im Inlande zur einem gewissen Abbäng wird sodann auf die N als bisher alle nitt zucht in ftraffer ch stand entgegenwirken müssen, wenn anders bringend erweisen soll. seine patriotishe Aufgabe erfüllt, und er fk der weitesten Kreise sicher sein,

zusammengefaßt zerstreut waren, und Erfolge errungen, ung versagen kann. pitel sein, das von der Stellung des zeigt, daß der Pferde-

Dle Doxse wár gîten Tagescursen. Der Der Silbervorrath Silberverkäufe fanden

(W. L. B) Der Generalzolltarif vom 18. Juli 1887 wird in Position 80 wie folgt modificirt : Nr. 80 Leinen- und Hanfgespinnste, einfache, robe, bei einer Länge pro Kilogramm: a. bis zu 7000 m 14 Lire per Quintale, b. von mehr als 7000 bis 15000 m 19 Lire per Quintale, c. über 15000 m 28 Lire per Quintale.

Von besonderem

pferdezucht handelt und Zeit nicht gedecki wird, wir uns vielmehr in eitsverbältniß zum Auslande befinden. othwendigkeit bingewiesen, daß noch viel mebr aatlichen Factoren auf dem Gebiete der Pferde- rganisation und zielbewußter Arbeit diesem Uebel- ihre Thâtigkeit sich nuß- Der Union-Club hat bisber in diesem Sinne ann der Unterstüßung wenn er noch ferner diesem Ziele nah-

nicht statt. bls / Curopva ver- \chifft werden. Sonnabend

bestellte Goldsumme wird

Weizen eröffnete ck{wach auf Verkäufe von Platsveculanten, später besser auf ungünstige Witterung im Nordwe Deckungen der Baissiers. Mais hoh und reihlihe Deckungen der Baissiers.

Chicago, 16. Juni. j auf Berichte über Ernteshäden in Rußland umfangreiche Decungskäufe.

Verkehrs-Anstalten.

Auf den Linien der Großen Ve babn - Actien Gesellschaft 11 111 021 Perfonen befördert und dafür 1 261 184,84 4 oder dur- snittlich auf den Tag 40 683,38 46 eingenommen worden. Einnabme im Monat durshnittlich auf den Tag 42 705,74 (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. ist am 14. Juni,

Tägliche Wagengestellung für Koblen und Kofs3 an der Nuhr und in Oberschlesien.

An der Ruhr find am 16. d. M,, katbeol

6 gestellt keine Wagen.

bershlesien sind am 14. d. M. gestellt 3519,

eitig geftellt feine Wagen.

Berliner Wollmarkt. ermitteln ließ, find auf den bisber abgehaltenen deutshen Wollmärkten insgesammt 43 477 Ctr. angefahren gewesen, gegen 43 074 Ctr. im mehr, während allgemein eine erheb- Der Rückgang

sten und auf starke

ishem Feiertage, gestellt er auf ungünstige Witterung

2046, nit iti U E (W. T. B.) Weizen fest und steigend . Mais steigend auf . Da es bei der Gültigkeit der Fahrfarten für vers wege vortommen fann, daß das Gepäck auf einem anderen Berliner Bahnhof eintrifft als der Reisende, um den Neifenden fo s{nell wie mög Berlin test nen SEpdls zu feß Bahnhof eingerichtet,

Sotveit si

16. Juni, Abends. cent bat die Eisenbahnverwaltung,

rliner Pferde-Eisen- bei der Gepäckt-Abfertigungë- Centras[- j Berliner. Bahn- Gepäckstüccke gemeldet werden.

wird deshalb das Publikum an n Die Anfragen ungsstelle erfolgen, da diese eiteë zu leiten.

Vorjahre, mithin um 303 Ctr. me der Zufuhren erwartet worden war. iedenen Märkten

lihere Abnah iedrihstraße im Preise bezifferte sich auf den vers 6—12, 12—15, 4—15, 6—20, 8—14, 10, 7—10 und 10 pro Centner je nach Beschaffenheit der Wollen. Die WäsHen waren sehr verschieden, jedenfalls weniger gut, als allgemein erwartet wurte. Schmußwollen brahten 38—40—43—45—48—53 4, \{lesische beste Wollen 155—175 A, Dominialwollen 158—162 M, f bis 132 #, mittel 105—118 .(, Rusticalwollen 90—100 4 pr. Ctr. Das Geschäft hat im allgemeinen s{leppenden Verlauf genommen und vorzugung vor den geringeren Sorten g aufgewiefen. Zu betonen ist, daß, wenn- g gegen das Vorjabr theilweise ein recht be- deutender ift, die Tendenz insofern doch immerhin als fest gelten konnte, als die Abschlüsse auf der innerhalb Jahresfrist etablirten Basis sich vollzogen und theilweise über den in leßter Zeit eingencmmenen Man sieht deshalb au dem biesigen Woll- marfte mit ciner gewissen Zuversicht auf eine feste Tendenz entgegen. Die Einlieferungen auf Stadtläger, g kaum 6 bis 7000 Ctr. aufgewiesen haben dürften,

meldestelle böfen fehlende oder überzählige vorkommenden Unregelmäßigfeiten le sicherste Auékunft erbalten können. tönnen dur jede biestge Gevätabferti sie an die Centralstelle w Bequemlichkeit der Reisenden werden, wie hiesige Blätter - Fahrkarten - Sclesishen Bahnhofe, Alerand Anhalter, Potsdamer, Lehrter, Stettiner Bahnhofe sowie in Charlottenburg zwi!cen dem 25. bereits am Tage vor dem beabsichtigten Reiseantritt au Gepä gleichzeitig mit der Fahrfartenlöfung bereits am Tage vor der Abreise abgefertigt werden.

betrug 1 323 877,96 dieser Stelle d

Bremen, Der Schnelldampfer von New-York via Southampton nach der Schnelldampfer „Fulda“ ift am 15. Genua via Gibraltar nah New-York abgegangen. dampfer „Havel“ hat am 15. Juni, 2 Ubr Nadm., New-York fortgeseßt. Der Schnelldampfer hn“, am 7. Juni von New-York abgegangen, ist am 14. Juni, 73Ubr Abends, in Southampton angekommen und bat 9 Ubr Abends die Neise nah Bremen fortgeseßt. und volle Ladung.

10 Uhr Vorm., Weser abgegangen. Der Juni, 10 Ubr 2 Der Scnell- die Reise von

134—150 M, verpflichtet sind, feine 135—150 M, mittel 120 , bestellen erplaß, Friedristraße, Zoologischer und Görlißer Iuni und 15. Juli Fahrkarten ver-

bessere Qualitäten andauernde Be au in tendenzieller Beziehun gleih der Preisabshla

Southampton na

( _ Derselbe überbringt 465 Passagiere Der Postdampfer „Amerika“, am 1. Juni von Bremen abgegangen, ist am 14. Juni, 1 Uhr Nacm., în New- York angekommen. Der Reichë-Postdamvfer „Nürnberg“, am 27. April von Bremen abgegangen, ist am 15. Juni Vorm. in Shanghai angekommen.

17. Juni.

Nach einer amtlichen, von der , stellung über die Gewitter vom 10. bis 1: Mark Brandenburg dabei dur Blitschlä wie er bisher bei ähnlichen Ereignissen nicht vorg Die Zahl der gemeldeten Blitschläge auf davon 14, also 3379/9 zündende. Siebenmal zündete Wohnhäufern, je zweimal in Scheunen und Müblen, je e einem Holzstall und einem Heumagazin. je zwei Scheunen,

mitgetheilten Iunt d. I. hat die ge einen Schaden er- efommen ift. beträgt 42, der Blitz in inmal in einer

Stand hinausgingen.

tegen Sur (W. T. B.) Der Postdampfer „Darmstadt“ ist am 15. Juni, 11 Ubr Vorm., von New-York nach der Weser abgegangen. Der Postdampfer „Stuttgart“, am Bremen abgegangen, ist am 15. Juni, 11 Uhr Vorm., Postdampfer Brasilien bestimmt, hat am 16. Juni, 7 Reiché-Postdamvfer Australien kommend, ist am 16. Juni Vorr Hamburg, 16. Juni. Padcketfabrt -

Zufuhren der verschiedensten Dominien, andererseits dur die A der Parthien, welche hiesige Händler angesichts der gedrückten Preise in den leßten auswärtigen Märkten erworben und auf Lag Angemeldet zum offenen Markt in die Zelte des hofs find bis jeßt ca. 10 000 Ctr., von denen zur und zwar aus Posen und Westpreußen eingetroffen sind. 1800 Ctr. befinden sich mit Ausnahme eines Postens in von Händlern. i

In dem Geschäftsbericht der Actiengesellschaft f Bau landwirthschaftliher Maschinen und G Wagenfabrikation H. F. Eckert für das Jahr heißt es wie folgt : Die s{lechten Ernteergebnisse unserer Hauptabsaß- gebiete mahten sib für unser Gesch

Strohdieme, ( zündenden Blite trafen 19 Wohngebäude, und Schornsteine, je einer eine Kirhe und ein Ratbbaus. Blißstrahl wurden ferner in ein

in New-York Bismarck*“,

Ubr Morgens, Dover «HDohenzollern“, n. in Aden angekommen. Vamburg-Amer1i- Der Poft- e früh 4 Ubr

Der Schnelldampfer „Augusta York kommend, heute Vormittag 10 Uhr

(W. T. B.)

er brachten. N 6 Y

Berliner Lager- ca.' 1800 Ctr.

angetfommen.

r Schafherde 18 Schafe get: dtet. ammt wurden 18 Personen durch den Bliß erschla zen,

2 15 Männer und drei Frauen.

Actiengesellschaft. dampfer „Dania“ ist, von New-York kommend, heut auf der Elbe eingetroffen. Victoria * hat, von New- Scilly passirt. London, 16. Juni.

Mit der Abnahme des ersten Steines des Hauses Nr. 1 bei der am Mittwoch begonnenen Niederlegung der Shloßfreibeit war eine kleine Feierlihkeit verbunden, die éin Musifcorvs Die ersten Artschlä „Heil dir im Siegerkranz“ und Haus* begleitet.

rps mit einem wurden mit dem Gesange

Choral eröffnete. o leb? denn wohl du

: äft auch im abgelaufenen Jahre Infolge der immer shärfer werdenden Concurrenz den Preisen

Der Union-Dampfer „Arab“ ij gestern auf der Heimreise in Southamvton an- Der Castle-Dampfer „Drummond- Castle“ ift gestern auf der Heimreise von Cavetown abgegangen. Der Cafstle- ampfer „Methven-Castle“ ift beute auf der Heimreise von Capetown abgegangen. Der Castle-Damvfer ist beute auf der Ausreise in Dampfer „Doune- Castle“ Durban angekommen.

Theater und Musik.

Am Sonntag geht im Königlihen Opernhause „Der Lammert, Weiz und Hellmutkb- , Krolop, Schmidt und Krasa in Zallet „Die Puppenfee“. 1 cubeit des Berliner Theaters, ¿ontag zur ersten Aufführung gelangenden Drama ßer Ludwig Barnay, Anna Haverland und Ludwig Stabl als Herzog von Choifeul, mbert und in den kleineren Rollen Irma Selke ul Nollet. Albert Schindler und Wilbelm orgen beginnt der Billetverkauf zu dieser Aufführun können von morgen an die schon dazu bestellten und reservirten an der Vormittagskasse abgeholt werden. : Im Kroll*schen Theater singt Frau Marcella Sembriß am m leßten Male in dieser Spielzeit. : s bschiedévorstellung ein Programm zusammengestellt, das in denen Frau Sembrich bisher in Berlin noch und zwar den zweiten Act der rau Sembrich), den vierten Act aus elia: Frau Sembrich). J e Act aus der „Somnambula“ (Amina: Für die Aufführung des Actes aus den „Hugenotten“ ntendantur der Königlichen Schauspiele, und des „Hamlet“ die Parifer Verlagsfirma Heugel die

lehr fühlbar. wir genöthigt, cessionen zu machen, was troy weichender Richtung de und größtmöglicher Oekonomie in allen Ausgabeposten den Gewinn für das Jahr 1891/92 ungünstig beeinflußt hat. 38 260 na Abschreibungen von zusammen 54 807 .( Wir f vor, eine Dividende von 19/9 zur Vertbeilun auf neue Rechnung vorzutragen.

Betriebs-Inventars

durchscnittliche Die Vorrâtbe erfuhren in 1891/92 be- deutende Verminderungen gegen das Vorjabr, und zwar: M gegen 983974 - D 334 814 Æ gegen 517 194 4, Material 246 921 M gegen 392 203.4, im ganzen weniger 566 615 #, während fi die Debitoren erhöhten, egen 1 337 591 M in 1890-91, Creditoren

r Rohmaterialien - : . : U Der Sommergarten des Belle-Alliance- Theaters

Anziehungépunkt erhalten. Personen, Männern, Weibern und Kindern, bestel K Zeit der Entdeckung von Amerika Indianerstamme , südamerifanischen

fünfundzwanzig

Derselbe beträgt ende Karawane

eRoslin-Caftle*“

Durban angekommen. Der Caîtle- Karaïben,

zu bringen und 1434 46 D T { 2 altle

iyt gestern auf der Ausreise in Festlandes , herrschende I Arbeiterzabl 20 000 Köpfen 607 gegen 747 in 1890/91.

Der Besucher findet noch nit vorgeführten ebräuchen fein

ift, zeiat sich seit gestern in diesem Garten. hier Gelegenbeit, diesen bisher in Deutschland interessanten Volkëstamm in den Sitten und G zu beobahten. Die hiesigen Vertreter des dem Forscher als ein gut ge- wadsenes, friegerishes und dem Kannibaliëzmus huldigendes Volk be- kannten Stammes verrathen, wenn sie sih auch jeßt noch dur s{chönen Körperbau und intelligente Gesichter mit lebhaften Augen auszeichnen, doch keineêwegs, daß sie den grausamen und eroberungésütigen Charakter ibrer Vorfahren geerbt haben, fondern scheinen im Gegentheil am liebsten an harmlosem, friedlihem Spiel und an der Ruhe sich zu erfreuen. Auch ihre Hausgeräthe, Spielzeuge, Hängematten und \spärlichen Be- tleidunggegenflände werden bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal î die hauptfächlih durch den in den Theatergarten ge- wenn die Direction sich ent- Vorführungen der Karawane

Wurer“ mit den Damen Herzog, Brâm, den Herren Ernst, Philipp Scene. Der Oper folgt das L

und zwar: auf 1518 011 In der letzten dieéjährigen N

180 419 Æ incl. Bankguthaben von 15 763 M y stellten sih dagegen niedriger: auf 62724 . gegen 508 368 .(@ in 1890/91, weniger : 445 644 M .

Vom obershlesishen Eifen- und Metallmarkt be- Schles. Ztg.“ : Das obershlesishe Eisenge'hä auf dem biëberigen Standpunkt. Die Werke sind in

leidlih besegt, der Eingang an Specificationen war bei den bevor- zugten Werken etwas stärker. Der Roheisenmarkt if s{chwah; immerhin konnte die Production von Robeisen Umfange beibehalten werden, da von den Werken noch Walzwerke zumal die Nachfrage nach einzelnen Walzeifenfsorten, wie Bau- und Handelseisen, Trägern, stärker war, während von den übrigen Sorti- menten ein wesentlicher Theil aufs Lager kommen mußte. Der Blech- markt verharrt in seiner flauen Situation: selbst für gröb : troß der vom Auslande vorliegenden augenblidcklich Stahlwerke

Nuscha Buße Emanuel Stockhausen

werden au

als Saint-L j ft bielt sih Viebeg mit- allgemeinen

Deutschland gezeigt. Wunsch, die fremden Gäste zu beobachten, führt werden, würde es angenehm sein, ließen wollte, die Zeit der besonderen mit auf dem Programm vermerken zu la

Wiesbaden. Schnegelberger erschienenen .,Ad gegend für 1892/93“ 1 j Offiziere, Sanitäts-Offiziere, Militärbeamte u. |. w. 4 Generale der Infanterie bezw.- Cavallerie, 16 Gener Armee, 28 General-Majors,

: N E O U in dem bisherigen Für die Besucher,

{risch erblasene Nohei!en immer aufgenommen vermochten

Die Künstlerin hat

zwei Partie nicht aufgetreten ift, (Margarethe von eVamlet“ von Thomas (O des Abends bildet der dritt &rau Sembrich). hat die General- vierten Actes aus enehmigung erth

fortzuseßen, T H Ï „Vugenotten

vor Kurzem im Verlage von Carl reßbuch von Wiesbaden und Um- 315 pensionirte Darunter sind al-Lieutenants, 1 Contre-Admiral, 1 Corvetten-Capitän, 65 Majors

Den Schluß Nach dem

fein genügender Absatz wobnen hier im Ganzen

Aufträge auf Kesselbleh. Wellblech dagegen

Maschinenfabriken Ke gut, Reparatur- und Constructions-Werkstätten i zumeist über Donnerémarcéhütte und

1 General von der \mieden 49 Obersten, 38 Oberst-Lieutenants; ehr gut beseßt. i

an Aufträgen, nur Hubertushütte, 1 die Königliche Eisengießerei in Gleiwiß haben vollauf zu thun und sind mit Aufträgen genügend gedeckt. Auf dem Zinkmarkt blieb die Haltung ¿war auch weiterhin fest, das eschäft aber sehr ftill-

ind ziemlich stbarste und merkwürdigste Stück der Wiener Theater-

ist, wie dec „N. Pr. Z.* berihtet wird, das Bruch- [Te aus der Sammlung des Erzherzogs e bekannt gewordene Musikstück der Welt um die Zeit von Christi Geburt unter der

Die Eisengießereien klagen

München. Von den im oberbaverishen Koblenbergwerk Hausbam dur Einsturz verschütteten zwölf Bergleuten (vergl. Nr. 137 d. Bl.) sind außer den ersten sechs noch zwei gerettet

elner Papvrüsro welche das äâltest Diese Nolle

worden. Drei von ihnen machte \sich wiederholt durch Rufen be- merfbâr. Von den 1100 Arbeitern tes Bergwerks «-sind abwechselnd 400 mit den Rettungsarbeiten beschäftigt. Das Unglück ereignete sich am vergangenen Mittwoch Nachmittag um 1} Uhr, nachbdem die Häuer, die ihre in den Gruben arbeitenden Kameraden abzulösen bestimmt waren, eingefahren waren. Um tiese Zeit erfolgte eine beftige Er- shütterung, die so stark war, daß sie noch in weitem Umkreise ver- spürt werden fonnte; eine Strecke im Schachte „Köni Ludwig I1.*“, auf der zwölf Bergleute arbeiteten, war vershüttet. Die Rettungë- arbeiten, die sofort mit großem Eifer in Angriff genommen wurden, hatten geraume Zeit feinen Erfolg, da man wegen der sich in dem Stollen ansammelnden Gase nicht vorwärts zu fommen vermodhte. Es mußte erft mittels Maschinen frische Luft eingepumvt werden, woraué dann die Rettungêarbeiten unter Zubilfenahme von eleftriscer Beleuchtung ihren Fortgang nehmen fonnten. Da von oben ber der Zugang unmöglich war, mußte man von der untersten Tiefbausoble aus zu den Abbauten zu gelangen suchen, in denen man die Verunglückten vermuthete. Erst Freitag früh 3 Uhr, also nah 38 Stunden, stieß man auf dig ersten zwei Vershütteten. t voll- kommen unverleßt zu Tage gefördert wurden. Gegen 11 Ubr Weorgens gelang es dann, zu weiteren vier Verunglückten zu - kommen, die fammitlih schwer verbrannt waren. Sie hatten nämli, nachdem sie vershüttet waren, ihre verlöshten Grubenlihter anzuzünden ver- fuht, infolge dessen die inzwishen angesammelten Wetter crplodirten und die Unglücklichen mit {weren Brandwunden bedeckten. Sie wurden im Zustande äußerster Erichöpfung nah oben gebraht und ins Knappschaftélazareth übergefübrt. Der vershüttete Abbau liegt etwa 400 m unter der Erdoberfläche, die Tiefbauscble befindet sich 520 m unter der Erde. # Ueber die Ent- stehung des Unglücks if man noch im Zweifel. Man will die Er- \hütterung, die den Einsturz des Abbaues verursachte, einem Erd- beben zuschreiben, das auch in Mieëbah bemerkt worden sein soll: andere führen die Erschütterung auf einen zusammenstürzenden alten Schacht zurück. Die Aufregung und Tbeilnabme am Ort ist selbst- verständlich eine große. «

Przibram, 14. Juni. Der „N. Fr. Pr.“ wird noch über di Ursachen der Katastrophe Folgendes berichtet: Der haf Bergmann Havelka, dur dessen unvorsichtiges Gebahren der Brand

im „Maria*-Schacht entstanden ift, gehört, wie verlautet, der Genossenschaft vom Heiligen Berge an. Sonntag erschien Havelfa bei dem hiesigen Pfarrer, um zu beiten, und gestand in der Beichte, er babe durch seine Unvorsichtigkeit das Unglück herbei- geführt und fönne seither sein Gewifsen niht berubigen. Der Pfarrer ermahnte Havelka, er möge fein Geständniß vor der Gerichtscommission wiederholen. Havelka begab sich dann zu dem Ober-Bergverwalter Grögler und wiederholte vor diesem sein Ge- tändniß. Zugleich nannte er auch bier die drei Arbeiter. in deren Sefellschaft er sh befand, als er den brennenden Docht wegwarf. Havelka fügte hinzu, daß er und die erwähnten drei Kameraden, schon als fie mit der Schale aufgezogen wurden, Furcht hatten, daß durch das Wegwerfen des Dochtes ein Unglück verursaht worden sein fönnte. Sowohl das Ackerbau-Ministerium als auch die Stattbalterei und das Prager Strafgeriht wurden noch gestern von dem Geständnisse Havelka’s telegraphisch verständigt.

Paris, 15. Juni. Ueber die Ervlosion des englischen Dampfers „Petrolea“ auf der Rhede von Blaye bei Bordeaur erfährt nan Folgendes: Das Unglück vollzog sich gegen 2 Uhr Mergens. Däs Schiff war mit 1500 t Erdöl für die Desmarai'she Fabrik in Blave beladen. Man behauptet, daß die Explosion von Matrosen veranlaßt worden is, die in Abwesenheit des Capitäns betrunken an Bord zurückehrten und mit ibren Cigarren unvorsichtig umgingen. Va den 27 Matrosen, welde die Bemannung bildeten, sind elf verbrannt, die anderen baben ih shwimmend gerettet: außerdem fanden vier Bewobner von Blave, worunter eine Frau, den Tod. Die „Petrolea“ war nämli im Augenblick der Explosion von fünf Kohlenbooten umgeben, deren Ladung für das englishe Schiff bestimmnt war. Sie fingen Feuer und sanken binnen wenigen Minuten; das Getöse bei der Ervlosion war schrecklich. Die Leichen der Matrosen sind noch nit aufgefunden worden : den Kopf eines unglücklichen Zollbeamten, der sich an Bord der „Petrolca“ befand, hat man mehrere bundert Meter weit von der Unglüdsftätte auf dem Lande gefunden.

Paris, 15. Juni. Im Canton der Bastide Murat in Lot hat nah dem „Evénement“ der Naturforsher Martel eine bisber unbekannte Grotte entdeckt. Ihr Eingang liegt in einem 95 m tiefen Abgrund, in welchen Martel mit drei muthigen Männern der Umgegend binabstieg. Sie blieben von 5 Uhr Abends bis 3 Ubr Meorgens in der Grotte, worin sie auf ciner Strecke von 200 m dem Lauf cines Fluïses folgten, der von vier Wasserfällen von mindestens 9 m Höhe unterbrohen wird. Die Einzelbeiten dieser Entdeckung werden demnächst der Akademie der Wissenschaften mitgetheilt werden.

Madrid, 13. Juni. Gestern sind, wie der „Frankf. Z.* mit- getheilt wird, drei Kirchen vom Blitz getroffen worden. erste Fall ereignete sich in Melias, Provinz Orense. i war gefüllt mit Andächtigen, als das Gewitter aufzog und cin L strabl das Gebäude traf: zehn Personen wurden auf der St ( tödtet und 28 verleßt. Der zweite Fall kam in Mucientes, Pr vinz Valladolid, unter ähnlichen Verhältnissen vor; es wurden fünf Personen getödtet und zahlreibe andere verleßt. Der dritte Fall betraf die berühmte Kathedrale von Burgos: bier hat aber der Vliystrahl nur einen Stein aus den Fugen geworfen.

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Barcelona, 17. Juni. Seit gestern herrsht, wie „H.*T. B.“ meldet, ein schwerer Sturm. der zahlreihe Schiffe beshädigte und Barken zertrümmerte. 27 Häuser und vier Fabriken sind fast zerstört, zablreihe Gebäude wurden beschädigt. Acht Todte und tehzehn Schwerverwundete befinden sich in den Hospitälern. Die Zahl der Verwundeten in den Privathäufern ist noch unbekannt.

Washington, 15. Juni. Die im Bau begriffene Brüdcke über den Licking-Fluß in Kentuckv, welche die Städte Covington und Newport mit einander verbindet, stürzte, wie das .B. R“ meldet, beute plößlih ein. Sämmtliche dreißig Arbeiter, die zur Zeit an der Brücke arbeiteten, wurden getödtet.

New-York, 14. Juni. In dem in Pennshlvanien gelegenen Städthen Chicora brah nach einem Telegramm des B. N gestern um Mitternaht infolge einer Naturgaservlosfion eine große Feuersbrunst aus. Die Flammen griffen mit reißender Geschwindigkeit um si. Um dem Weiterumsichgreifen des Brandes vorzubeugen, sah sih die Feuerwehr gezwungen, eine ganze Anzahl von Häusern tbeils niederzureißen, theils mit Dynamit in die Luft zu sprengen. Ihrer heroischen Anstrengungen ungeachtet sind doch hundert Häusgr der Feuersbrunst zum Ovfer gefallen. Zahlreiche Familien haben ihr Obdach und ibre ganze Habe cingebüßt.

New-York, 16. Juni. Ein Cyclon, begleitet von beftigen Regengüfsen, hat laut Meldung des „W. T. B.“ im Laufe des Nach- mittags im Süden von Minnesfota bedeutende Verheerungen an- gerichtet. Jn Sherburne wurde das Schulgebäude zerstört, wobei der Lehrer und fünfzehn Schüler getödtet wurden. Auf dem ganzen Wege, den der Cyclon nahm, wurden verschiedene Häujer umgerissen, cine Anzahl Perfonen wurde getödtet - oder verwundet : wie es heißt, follen im ganzen dreißig Personen um das Leben ge- kommen sein.