1912 / 33 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Landgerichtsdirektor Schubert in Halle a. S. zum Präsidenten des Landgerichts in Meseriß, den Amtsrichter Dr. Doehl in erlin zum Oberlandes3- gerichtsrat in Stettin, E den Amtsgerichtsrat Barchewiy in Breslau zum Ober-

landesgerichtsrat daselbst, / ; Staatsanwalt Dr. Mager in Hagen i. W. zum

Landrichter daselbst und R n, A bie Fra>enpohl in Groß Lichterfelde zum Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts 11 in Berlin zu ernennen sowie : S

dem Amtsgerichtssekretär Heinrih R ößing in Hanau den Charafter als Rechnungsrat zu verleihen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

den Wirklichen Geheimen Kriegsrat mit dem Range der Räte erster Klasse und A im Kriegsministerium Meidemann unter Verleihung des Charakters als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand zu versegen, E

dem Wirklichen Geheimen Kriegsrat und Militärinten- danten des IIT. ÄArmeekorps Laue den persönlichen Rang der Räte erster Klasse zu verleihen, j N

den Wirklichen Geheimen Kriegsrat und Militärinten- danten des Gardekorps Selle zum Äbteilungschef im Kriegs-

ministerium, j i i den Geheimen Kriegsrat und vortragenden Nat im Kriegs-

ministerium Kessel zum Militärintendanten und

den Baurat Jaco by von der Jntendantur des IV. Armee- korps zum Jntendantur- und Baurat zu ernennen, |

dem Obermilitärintendanturrat Re isewiß von der Jnten- dantur des I. Armeekorps den Charakter als Geheimer Kriegs- rat sowie

"en Geheimen erpedierenden Sekretär und Kalkulator Nitsche (Otto), dem Geheimen Registrator Keitel und den Geheimen Kalkulatoren Socher und Gülzow vom Kriegs- ministerium, ferner den Obermilitärintendantursekretären A >er- mann (4. Division), Becker, Hermann (Verkehrstruppen), Konza> (XVII. T Krohn, Ernst Emil

11. Armeekorps), Grünschloß (Gardekorps) ‘und Paeli>e

militärische Jnstitute), dem Obermilitärintendanturregistrator Bernhagen (1X. Armeekorps), dem Jntendanturbausekretär Ballhorn (XVIII. Armeekorps), dem Trigonometer Kühnert und dem Topographen Funke bei der Landesaufnahme den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

den Oberzollinspektoren Gerlinghoff in Hannover, von Westernhagen in Trier, Seifert in Braunsberg, Krüger in Minden i. W., Müller in Leer und Wiesike in Oberlahnstein den Charakter als Zollrat und

dem Oberzollkassenrendanten Rohr in Posen sowie den Oberzollsekretären Naj grakowski und Prüter in Danzig, Stappenbe>, Wagner, Fensh, Kayser und Zelis in Berlin, Pagel in Stettin, Breßel in Posen, Korte, Splittgerber und Hesping in Münster den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.

Krieg3ministerium.

Dem Geheimen Kriegsrat und Militärintendanten Kessel ist die Jntendantenstelle beim IX. Armeekorps vom 1. März

1912 ab übertragen, A der Geheime Kriegsrat und Militärintendant des

VIII. Armeeforps Krüger is in gleicher Eigenschaft zum Gardeforps verseßt und

der Obermilitärintendanturrat Bartholdy von der Intendantur des VIII. Armeekorps mit Wahrnehmung der Jntendantenstelle bei diesem Armeekorps betraut worden.

Finanzministerium.

Der Steuersekretär Scheiner in Leobschüß ist zum Rent- meister bei der Königlichen Kreiskasse in Zabrze ernannt worden.

‘Niczkamlliches, Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 5. Februar.

Seine Majestät der Kaiser und König empfingen, wie „W. T. B.“ meldet, vorgestern nahmittag und gestern vormittag im hiesigen Königlichen Schlosse den Reichskanzler Dr. von Bethmann Hollweg. Heute vormittag nahmen Seine Majestät den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts, Wirklichen Geheimen Rats von Valentini entgegen.

Jn der am 3. d. M. unter dem Vorsiß des Siaats- ministers, Staatssekretärs des Jnnern Dr. Delbrüd> abge- haltenen Plenarsizung des Bundesrats wurde den Ent- würfen eines Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesezes sowie eines Gesetzes zur Abänderung des Reichsmilitärgeseßes und des Geseßes, betreffend Aenderungen der Wehrpflicht, vom 11. Februar 1888, die Zustimmung erteilt. Demnächst wurde zu verschiedenen Reichstagsbeschlüssen über Petitionen Stellung genommen.

Die vereinigten Ausshüsse des Bundesrats für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr sowie der Ausschuß für Zoll- und Steuerwesen hielten heute Sißungen.

Die Niederlassung fremder, nihtasiatisher Ein- wanderer in Jndochina, die bis jeßt gejeglic nicht geregelt war, ist durch eine Verordnung des Generalgouvernements von Jndochina vom 3. Oktober v. J. gewissen Bef <ränkfungen unterworfen worden.

die eventuell au< von dem diplomatishen Vertreter ihres Landes ausgestellt werden kann, beizubringen. Diese Urkunden müssen vori , d

legalisiert und von einer beglaubigten

kfömmlinge begleitet sein.

ärztlichen Untersuhung auf gewisse epidemische oder anste>eñde Krankheiten hin zu unterwerfen und, nachdem sie als gesund befunden worden sind, vor ihrer Ausschiffung den Passagepreis

ür die Rückfahrt nah der Heimat bei der Einwanderungs-

auf Ausweisung erkannt werden. Die Schiffahrtsgesellschaften haben der Einwanderungsbehörde beim Eintreffen des Schiffs im Bestimmungshafen eine namentliche Liste der Einwanderer vorzulegen und dafür Sorge zu tragen, e niemand an Land geht, ohne die geseßlih vorgeschriebenen

zu haben. Personen, die fich troßdem an Land begeben, werden auf Kosten der Gesellschaft in ihre Heimat zurückgeschickt.

nichtasiatis<er Rassen. Für die Einwanderung von Chinesen, Jndern, Malaien, Javanern, Arabern und ähnlichen Rassen bleiben die bestehenden Vorschriften in Kraft.

Ey , R P C tf E E riivwtiitiiih CUNER 2 L IE Keie 3%

am 2. Februar in Kapstadt eingetroffen.

der Regierung sieht laut Meldung des „W. T. B.“ eine Er- höhung der 2M der Abgeordneten von 48 auf 54 vor, von denen 86 in 14

Mahl nach dem Dreiklassenwahlsystem und 18 durh Wahlen der Berufsstände bestimmt werden, und zwar von den Großgrund- besißern in drei Klassen 6, von den Gewerbetreibenden 4, von der evangelischen Geistlichkeit 2 und von den wissenschaft- lichen Berufsständen 6. Jn der Begründung des Entwurfs hält die Regierung die Einführung des Neichstagswahlrechts für den Landtag nicht für angängig, da dem Landtag andere Aufgaben obliegen als dem Reichstag und die oes der E im Reiche und den Einzelstaaten ebenfalls wesentlich

vers

den ungarischen Ministerprä H vary, der über seine Verhandlungen mit den oppositionellen Führern behufs Einstellung der m Bunge gegen die Wehr- reform berichtete. Der Ministerprä

in Wien, um mit don Kriegsminister und dèm österreichischen Ministerpräfidenten zu konferieren.

Königin von England an Bord ist nah einer Meldung des „W. T. B.“, von der ersten Division der Heimatflotte be- gleitet, gestern in Spithead eingetroffen.

City in London eine Rede gehalten, in der er ausführlich die jüngst von Bonar Law gegen die Regierung erhobenen An- flagen zurü>wies und, obiger Quelle zufolge, ausführte:

land besser gerüstet war, irgend einer Gefahr zu begegnen. Wenn man verlangt, daß Ersparnisse in den Finanzen gemacht werden, so muß das Anwachsen der Rüstungen zum Stillstand gebraht werden. Solange aber Neid, Eiferjuht, Furht und Argwohn unter den Nationen ni&t beseitigt sind, wird man das Anwachsen der Rüstungen ni<t aufhalten. Das ist das erste, was man tun muß, und jeyt ist der günstigste Augenbli>, es auszuführen, troß zahlreiher ent- gegenstehender Faktoren. Wir sind niht die Einzigen, die die Gefahr erkennen, die aus der internationalen Atmosphäre entspringen kann. Troß aller Begleitumstände, die wir bedauern, haben die jüngsten Ereignisse do die Wirkung gehabt, die Aufmerksamkeit aller

verteidigen oder andere fkritisieren. Ich werde auch nicht mich selbst und das, was ih getan habe, verteidigen. Warum? Nicht, weil ih nicht bereit wäre, es zu tun, wenn ich es für wünshenéwert erachtete, sondern

Zeit, Differenzen zu beseitigen. Ich elaube, daß es im Interesse Frank-

Die Einwanderer haben bei ihrer Landung ihren Geburts- schein und eine Bescheinigung darüber, daß sie unbestraft sind,

ranzösische überseßt,

riftsmäßig ausgestellt, ins g hotographie der An-

Die Einwanderer haben sih ferner vor der Landung einer

ehörde zu hinterlegen. E Zuwiderhandlungen werden polizeilich geahndet, au<h kann

edingungen erfüllt

Vorstehende Bestimmungen gelten nur für Einwanderer

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Seeadler“

Braunschweig. Die dem Landtag zugegangene Wahlrechtsvorlage

Wahlbezirken durch direkte allgemeine und geheime

iedener Natur seien.

Oesterreich-Ungarn.

Der König empfing gestern, wie „W. T. B.“ meldet, Abetlad Grafen Khuen-Heder-

ident verbleibt au<h heute

Großbritannien und Frland. Die Königsjacht „Medina“ mit dem König und der

Der Schaßkanzler Lloyd George hat gestern in der

Es hat niemals in der Geschichte eine Zeit gegeben, in der Eng-

Nationen auf die Gefahren der Lage zu lenken. Ih will auf ver- gangene Dinge nicht zurü>kgreifen. Ih werde die Negierung nicht

weil i< überzeugt bin, daß man, je mehr man si verteidigt, die Erregung wah hält. Ein sehr günsttger Umstand besteht: die Marokkofrage, die ständig eine Quelle der Erregung und der Feind- schaft unter den Großmä>ten war, ist geregelt worden. Ein Ab- fommen ift zustande gekommen, das sowohl Frankreich wie Deutschland zum Vorteil gereiht und das auch die britishen Interessen nicht ver- leßt. Der Tag nah einem Streit ist ni<t immer die s{<le<teste

reis, Deutschlands und Rußlands wie au< in unserem eigenen lient, daß ein bessercs Verstehen zwischen den Nationen bestehe. Das glaube i< aufrichtig und zuversichtlih. Es ist erreichbar. Die Welt würde dadur< besser und reiher werden, die Steuern würden herabgeseßt werden können, und alles Geld, das an den Rüstungen gespart würde, fönnte dazu benuyt werden, die Yilfskraft des Landes zu entwi>eln und die Lage des Volkes zu verbessern. Der Eckstein guter Finanzen ist Friede auf Erden und gegenseitiger guter Wille unter den

Menschen. : Frankreich.

Die Regierung hat nah einer Meldung des „W. T. B.“ eine Anfrage nah Konstantinopel 144 um Erkundigungen über den Zwischenfall in Hodeida einzuziehen. Ferner hat die Regierung Befehl gegeben, daß ein Dampfer der Messageries maritimes, der eben jeßt das Rote Meer kreuzt, in Hodeida anlegen solle, um die Franzosen daselbst auf- zunehmen. |

Der vorgestern im Elysée abgehaltene Ministerrat hat sich, obiger Quelle zufolge, damit beschäftigt, die nötigen Maßnahmen zu treffen, um Spelulationen an der Produfkten- börse zu verhindern, die darauf abzielen, die Kurse einiger Waren, insbesondere diejenigen von Weizen und Spiritus, in betrügerischer Weise zu beeinflussen. i

Die Deputiertenkammer hat vorgestern mit 465 von 469 Stimmen einen Geseßentwurf angenommen, der die Regierung in Tunis ermächtigt, eine Anleihe von £0 500 000 Francs zur beschleunigten Vollendung des Eisen- bahnneßzes aue R. Hierauf begründete der Abg. Damour

an der Pariser Börse verweigern,

Juteressen Frankreichs im Auslande die Mitglieder des Kabinetts, das Personal der verschiedenen

Gesandtschaften und Vertreter der Behörden waren am Bahn- hofe erschienen.

lihen Notierung wenn die gefährden Wie „W. T. B.“ meldet, bemerkte lassung im Auge, die erlangt worden sei, esells<aft zum Schaden beklagte sih, daß dem Vertreter F efügt worden sei, weil er die lungen von Entschädigungen, die dur worden waren,

seine Entlassung dur die Vermittlung der Ban französishem Namen nur eine eine Anleihe von fünfundzwanz : seines Gesu<hs auf Notierung an der Paris Finanzminister Kloß und de dies Gesuch sei bereits abgele Staatsinteressen gingen den finanziellen Intere sei einmütig der che er irgend etwas bewillige, fi verständigen 1 Meinungsverschiedenheit die Entscheidung kre Denats wies darauf hin, daß die Prospekte, t des Crédit foncier cubain angekündigt wird, die Bemerkung tragen, daß die Genehmigung zur Zulassung der Anleihe an der P Börse vielleicht erlangt werde. er prüfe mit dem Minister des Aeußern und dem Jus Mittel, um dem Mißbrauch derartiger Formeln ein Ende zu machen.

Auf Verlangen Delcassés zog Damour seinen Antrag dann zurü. Die dem höheren Arbeitsrat angehörigen Arbeitgeber haben an den Handelsminister und den Minister der öffent- lihen Arbeiten einen lebhaften Einf Kammer unterbreiteten Geseßentwurf ündigen Arbeitstag gerichtet. Jn dem Einspru<h wird besonders bedauert, daß der Wunsch so wichtige Maßnahme eine gründliche teiligten Körperschaften anzustellen, nicht beachtet Der Generalgouverneur von Französis n Mitarbeiter des „Temps“ über die A rmee geäußert und, obiger Quelle

ulassung die

Damour, er habe eine Zu- und um die jeßt wiederum Frankrei<hs eintomme. s in Cuba eine Demütigung nteressen Frankreichs bei den Be- den leßten Krieg verursacht aufgefordert worden, Der Crédit foncier cubain ue continentale de Paris, die unter amburger Bank sei, für ig Millionen die amtliche Genehmigung er Börse erhalten. Poincaré erklärten, hnt. Der Ministerpräsident bemerkte, die Die Regierung ter bei jeder Emission, ¡< mit dem Minister des Aeußern eintretender fen müsse. Der Abg. in denen die Emission

Amerika. < Meldungen des „W. T. B.“ aus Chihuahu wischen treugebliebener Landmi tattgefunden ; die Landmiliz hatte fünf Tote, Die Läden in

eine deutsche i dort ein Gefecht

und Aufrührern die Verluste der Aufrührer sind unbekannt. eschlossen, die Wohnungen verbarrikadiert, die ehißt. Eine Nachricht aus emein zugegeben, daß die

Dieser sei Chihuahua sind

zu geben. Fremden haben

re Nationalflaggen der Stadt Mexiko besagt, es werde a Empörung in Chihuahua nur ein Teil eines weitverbreiteten Aufruhrs sei, der bezwe>e, Gomez zum Präsidenten zu machen. Einer Meldung aus Cuernavaca zufolge haben die Aufrührer den amerikanischen Leiter der dortigen Bergbaugesellschaft ent- führt und erklären, ihn erschießen zu wollen.

Die argentinische Regierung hat, obiger Quelle zufolge, einen neuen Dienstplan der Eisenbahnen genehmigt. Die Bahn- gesellshaften betrachten den Streik als beendet dan? dem Ver- alten des neu eingestellten Personals.

iliale einer H r Ministerpräsident

nit, daß der Finanzmini

Ministerrat

Wie das „Reutersche Bureau“ meldet, befiehlt ein Edikt Yuanschikai, die R epublik mit Hilfe der Nepublikaner des Das Publikum is} von der Abdankung Yuanschikai versucht die überreden,

Der Finanzminister Kloß antwortete, minister die Südens zu b noh nicht in Kenntnis geseßt. republikanische

ihre Macht au

China regieren

Negierung : zu übertragen, t l önne, bis der Nationalkonvent eine ständige Regierung eingeseßt und eine Verfassung gegeben habe. zweifelhaft, ob die Republikaner auf diese F Man nimmt vielmehr an, provisorische Regierungen bekämpft die

pruch gegen den der

über den zehn- orderung eingehen

| vorläufig zwei nebeneinander regieren werden. Verlegung der Hauptstadt ) i Nationalkonvents Die Republikaner wünschen, daß Nanking Haupt- i Augenscheinlih besteht ein enges Einvernehmen zwischen Yuanschikai und den Republikanern, die ihm von R S Viele 8 Kaiser- | Die Prinzen Kung und Su haben jih nah der Mandschurei begeben, wie Aan an- nimmt, um die dortige Stimmung zu ergründen. könig Tschaoerhsün ist bereit, die Republik anzuerkennen, aber Tsangtschunlin, der Befehlshaber der Truppen in Stärke von 12000 Mann, bleibt unversöhnlich.

Der in gerader Linie von Dschingis-Chan abstammende Tuschetu-Chan, der unbestreitbare Nechte au lishen Thron hatte, ist laut Meldung des den Blattern gestorben. jährigen Erben.

Das „Reutersche Bureau‘’ meldet aus Tokio, daß die Verhandlungen zum Verkaufe der Jmperial Chinese Merchant Marine Company an die Nippon Yufon Kaisha sowie zur Ab- tretung, und der Tayeh Eisen- und Pinghsiang-Kohlenbergwerke an eine chinesish-japanishe Gesell- haft zu Ende geführt worden sind. Mitsui und Bussan schießen 5 Millionen Yen vor, wovon ein Teil der chinesishen Republik als Gegenleistung für den Schuß des Eigentums geliehen werden kann.

der Arbeitgeber, über eine Enquête bei ‘allen be- worden sei.

< Westafrika

Yuanschikai befürwortet Nordchina.

‘zonty hat sich zu einer stadt werde.

Frage der s{<warzen zufolge, bemerkt: Man müsse

Offiziere und Schrif ? Westafrika 12 bis 15 Millionen Einwohner zähle, europäi|<hem Muster konstruiert. j hundertausend Soldaten ausheben könnte, das sei ein groß 1 ohne der Entwi>klung Westafrikas zu schaden, die gegenwärtig etwa 90 000 Mann zählende s{<warze Armee auf 30 000 erböhen. diefer würden 10 000 Mann für den Schu Der Nest könnte in Aequatortalafrika, L

neuem die Präsidentschaft an

lihen Prinzen verlassen Pe

si vor allen Uebertreibungen hüten. t\teller hätten mit Rücksicht darauf, daß Französisch eine Armee nach Daß man ohne Mühe zwei bis drei- er Irrtum. Man

Der Vize-

von Westafrika genügen.

adagasfar und Nordafrika Es werde wohl etne Zeit kommen, wo Aequatorial- afrika und Madagaskar die für thren Bedarf notwendigen Truppen Dann würden die 20 000 Mann gänzlih für Nord- afrika oder für jeden anderen Schauplaß von militärishen Operationen zur Verfügung stehen.

den mongo-

verwendet werden. \ Í Der Verstorbene hinterläßt einen vier-

liefern würden.

Rußland.

Dem russishen Botschaster Osten-Sacken wird, wie erlihen Reskript

in Berlin Grafen von der tretung der Hanyang-Werke

„W: D: B.7 in einem die Allerhöchste Anerkennung für dur< 60 Jahre dem Vaterland geleisteten nüßlichen ausgesprohen. Das Reskript hebt hervor, daß Graf seine Kräfte der Erhaltung und dauernden Befestigung der seit altersher bestehenden engen Bande gewidmet habe, die Rußland mit dem befreundeten F

Deutschen Reiche verknüpfen. Jtalien, :

Die Regierung hat dem Ministerpräsidenten Poincaré, F wie „W. T. B.“ meldet, mitgeteilt, daß sie das italienische Blockadegeschwader im Roten Meer angewiesen habe, die den Postdampfern der Messageries maritimes erteilten Auf- gaben tunlichst zu erleichtern.

Die Haupteinnahmen des Staates in der Zeil vom 1. Juli 1911 bis zum 31. Januar 1912 weisen, obiger | Quelle zufolge, gegenüber derselben Periode des vergangenen Jahres eine Zunahme von 38300000 Lire auf.

Portugal.

Der Kongreß hat, wie „W. T. B.“ meldet, mit 90 gegen f

62 Stimmen beschlossen, die parlamentarischen Arbeiten |

nicht zu vertagen. Nichtsdestoweniger ist man stillshweigend | übereingekommen, daß die Kammer si<h während der Zeit, in Ff der die konstitutionellen Garantien aufgehoben sind, vorzugs- | weise mit Kommissionsarbeiten beschäftigen soll. a

Schweiz.

Das Schweizervolk hat nach einer Meldung des „W. T. B." F das Bundesgeseßz, betreffend die Einführung der Versiche- F rung der Arbeiter gegen Krankheit und Unfall, mi 984 000 gegen 236 000 Stimmen angenommen. sprechenden Kantone außer Appenzell und Thurgau stimmten | dafür, alle französishsprehenden dagegen. war im Mai 1900 von allen Kantonen mit einer Mehrheit von nahezu 200 000 Stimmen abgelehnt worden.

Belgien. Nach einer offiziellen Mitteilung beschränkte si<h die F der Internationalen Zucker- F konferenz in der vorgestrigen Sißzung auf die Behandlung einiger strittiger Fragen bezüglih der Anwendung (application) der Konvention.

Die Geschäftshäuser

von der Osten-Sacken alle

__ Einer Meldung der „Agence Havas“ zufolge General Caneva gestern von Tripolis nah Jtalien abgereist ; den Oberbefehl über das Expeditionskorps hat er zeitweilig dem General Frugoni übertragen. ; „Agenzia Stefani“ meldet, hat sih nah Berichten von Kundschaftern eine Mahalla von einigen Hundert Be- wafsneten zwischen Gargaresh und Zanzur festgeseßt, um dem eventuellen Vormarsh der Jtaliener dorthin entgegenzutreten. Aus Tobruk wird gemeldet, daß eine Gruppe von etwa hundert Beduinen verschiedene Angriffe von Osten und Süden her gegen die Stellung der Jtaliener ausführte. wurden durch das italienishe Gewe den Angreifern bedeutende Verlu Wie aus Homs berichtet wird, unternahm der Feind in der Nacht vom 1. zum 2. d. M. einen Angriff, der durch einige Geschüße an der Front südlih von den durch die Jtaliener eingenommenen Stellungen und aus den dicht vor diesen Stellungen D Der Angxiff wurde JZtaliener hatten zwei Leichtverwundete. Schäßung der feindlichen Verluste nicht zu.

_— Wie das „Reutershe Bureau“ aus Alexandria erfährt, ist Ras M ikael, der Vater des mutmaßlihen Thro su mit sehzehntausend Mann in Addis Abeba ein- | Ras Demysie ist mit zwanzigtausend Mann dort einmarschiert, um die Regierung zu unterstüßen. herrscht Ruhe.

. Die Angriffe r- und Artilleriefeuer, das ie zufügte, zurückgewiesen.

befestigten leiht zurü>geschlagen. Die Nacht ließ eine

unterstüßt

Lidj Jeaf Alle deutsch- Vorläufig

Die erste Vorlage

Parlamentarische Nachrichten.

Jn der heutigen (6.) Sißzung des Hauses der Ahb- geordneten, welcher der Finanzminister Dr. Lenßtze bei- wohnte, gelangte der Geseßentwurf, änderung des Einkommensteuergeseßes Erzänzungssteuergeseßzes, zur ersten Beratung. handlungen wurden durch eine längere Rede des Finanz- ministers Dr. Lentze eingeleitet, die morgen im Wortlaute wiedergegeben werden wird.

(Schluß des Blattes.)

ständige Kommission ; betreffend die Ab-

und des

Serbien.

Der König hat laut Meldung des „W. T. B.“ den Führer der jungradikalen Partei Ljuba Stojanovic be auftragt, mit den übrigen Parteien wegen Bildung eines Koalitionskabinetts zu unterhandeln.

Bei der vorgestrigen Reichstagsersaßwahl im Wahl- se Oppeln 7 (Pleß-Rybnik) erhielten, wie „W err von Schleiniß (Kons.) 5995 Stimmen, ol (Zentr.) 5402 Stimmen, Pospieh (Pole) und Nißmann (Soz.) 1882 Stimmen.

Bulgarien.

Bei dem Festmahl im Königlichen Schlosse anläßlich der Großjährigkeitserklärung des Kronprinzen brachte der Ferdinand einen Trinkspruch aus, in dem er, wie „W. T. meldet, den Souveränen und Staatsoberhäuptern, die sich bei den eierlichkeiten hatten vertreten lassen, dankte und sagte, fie lieferten erdurch den wertvollsten Beweis ihrer Zuneigung, Freundscha und Sympathie, den Bulgarien habe erwarten können. Großfürst Andreas von Rußland toastete a und Wohlergehen der Königlichen Familie und des Volkes, ‘wobei er an den jüngsten Aufenthalt des Kronprinzen | Boris in Kiew erinnerte und versicherte, daß der Kaiser von Rußland den innigsten Anteil an der Groß nehme. Gestern nachmittag sind die meisten der darunter au<h der Prinz Friedrih Leopold von Preußen ab-

«R D

17 473 Stimmen ewählt ist Pospiech (Pole).

if das Glüd

ulgarischen Statiftik nud Volkswirtschaft.

Die Zentralauskunftsstelle für Auswanderer in Berlin Am Karlsbad 10) hat im vierten Vierteljahr 1911 ber bis 31, Dezember) in 5195 Fällen unentgelti<h Auskunft nderungölustige erteilt, und zwar in 4377 Fällen schriftliche Beantwortet wurden ins

jährigkeitsfeiet remden Gäste, in 818 Fällen mündliche

die Dringlichkeit des von ihm eingebrachten Antrages, die Re- gierung solle die Zulassung fremder Werte zur amt-

Anfragen über die vers<ledenen Auswanderungs8ge

Der König, der Kronprinz und der Prinz Kyrill sowie

Davon bezogen sih 2592 auf die deuts<en Kolonien, und zwar auf Deutsh Südwestafrika 900, auf Deutsh Ostafrika 495, auf Kamerun 99, auf Togo 25, auf Samoa 68, auf Kiautschou 24, auf Deuts< Neuguinea 50, auf die Karolinen, Palau und Marianen 6, auf die afrikanishen Kolonien im allgemeinen 185. Unter den fremden Auswanderungsgebieten steht Argentinien mit 1419 Anfragen an der Spiye; dann folgen Canada mit 330, die Vereinigten Staaten von Amerika mit 313, Südbrasilien mit 259, Chile mit 228, Mittelbrasilien mit 71, Brasilien im allgemetnen mit 57, Queensland mit 55, Paraguay mit 43, Uruguay mit 39, Niederländis< Indien mit 36, China mit 35, die Türkei mit 34, Mexiko mit 32, Marokko mit 31, Peru mit 30, der Südafrikanische Bund, Frankrei<h und Rußland mit je 28, Neuseeland mit 26, Desterreih-Ungarn mit 23, Nordbrasilien, Japan, Neusüdwales und England mit je 19, Bolivien mit 18, British Indien mit 17, Venezuela mit 15, Guatemala mit 14, KVAegypten und Victoria mit je 12. Der Rest verteilt si< auf Colum- bien, Costarica, Ecuador, Haiti, Honduras, Nicaragua, Panama San Domingo, Westindien, Zentralbrasilien, Abessinien, Belgisch Congo, British Ostafrika, Französis< Westafrika, die Goldküste, die Kanarischen Inseln, Liberia, Portugiesis< Ostafrika und Portu- ges Westafrika, Südnigerien, Tripolis, Zanzibar, Hongkong,

ersien, die Philippinen, Siam, Sibirien, Südaustralien, West- australien, Tasmanien, die Fidschi - Inseln, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Jtalien, Malta, die Niederlande, Norwegen, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Serbien, Spanien usw.

Von den 2567 Anfragenden, die ihr Alter angaben, waren 321 weniger als 20 Jahre, 1644 20 bis 30, 451 30 bis 40, 132 40 bis 50 und 19 über 50 Jahre alt, und von den 3330 Fragestellern, die An- rén über ihren Personenstand machten, waren 2559 ledig, 755 ver-

eiratet und 16 verwitwet. Nach dem Berufe waren unter den An- fragenden am stärksten die Kaufleute, Panwerker und Landwirte ver- treten. Von den Anfragenden bezeihneten si< 251 als mittellos, während mehr als 1100 über Vermögen, zum Teil über re<t erheb- lihes Kavital verfügten, z. B. 51 über 10 000 4, 18 über 15 000 4, 48 über 20 000 4, 7 über 25000 4, 29 über 30000 Æ, 12 über 590 000 M, 6 über 80000 4, 14 über 100000 # usw. bis zu 175 000 46 hinauf.

Bon den Anfragen kamen aus Preußen 3511, und zwar aus Brandenburg mit Berlin 1103, aus Schlefien 945, aus der Rhein- provinz 438, aus Westfalen 207, aus der Provinz Sachsen 171, aus Hannover 147, aus Hessen-Nassau 135, aus Schleswig-Holstein 126, aus Oslpreußen 70, aus Pommern 69, aus Posen 49 und aus West-

reußen 48. An der Spize der übrigen deutshen Staaten teht das Königreih Bayern mit 323, dann folgen das Königreich Sachsen mit 301, Hamburg mit 178, Baden mit 144, Württemberg mit 128, Elsaß-Lothringen mit 88, Hessen mit 48, Bremen mit 43, Braunschwetg mit 37, das Großherzogtum Sachsen mit 25, Anhalt mit 24, Oldenburg mit 20, Me>klenburg-Schwerin mit 18, Sachsen-Meiningen mit 14, Sachsen-Coburg und Gotha mit 12, Reuß j. L. und Lübe> mit je 11. Aus den deuts<en Kolonien kamen 23 Anfragen, aus dem Auslande 213, davon 89 aus Oesterreih-Ungarn, 23 aus der Schweiz, 16 aus Frankreih, 14 aus den Vereinigten Staaten von Amerika, je 10 aus England und Rußland usw.

Zur Arbeiterbewegung.

Der All gemeine Deutsche Gärtnerverein hat, wte hiesige Blätter melden, den Gärtnereibesißern Berlins einen neuen u vorgelegt, der vom 1. März ab auf vorläufig ein Jahr Geltung haben foll. efordert wird u. a. folgendes: Vom 1. Februar bis 30. Ok- tober beträgt die Arbeitszeit neun Stunden (von Morgens 7 bis Abends 6 Uhr) einschließli< zwei Stunden Mittagspause, vom 1. No- vember bis 31. Januar 8 Stunden einschließli< einer Stunde Mittagspause; am Sonnabend. ist eine Stunde und an den Tagen vor den hohen Festen zwet Stunden früher Feierabend ohne Lohn- abzug ; der Mindestlohn beträgt für Gärtnereigehilfen 60, für Garten- arbeiter 50, für Gartenfrauen 30 „4 die Stunde. Ueberstunden und Sonntagsarbeit sind mit 20 Aufschlag für die Stunde zu vergüten. Liegt die Arbeitsstelle außerhalb des Vorortsverkehrs, so sind 3 Landzulage zu gewähren; die Lohnzahlung findet Freitags und nicht in Gastwirtshaften statt. Findet der Tarif keine Annahme, dann wird in den Ausstand eingetreten werden. Auch die anderen deutschen Ortêverwaltungen des Vereins werden \si< demnächst mit eiden Tarifforderungen beschäftigen.

; O E e i T. pi meldet, e rieftr äger n den Ausstand: getreten, weil ihre Forderungen auf Erhöhun Monatsgehalts nicht erfüllt wurden. E E e

WohlfahrtsþÞflege.

__ Wie in den vorigen Jahren finden au< in diesem Vorträge im Neichsamt des Jnnern statt, zu denen Frau Staatsminister

Delbrü>k, Frau Reichskanzler von Bethmann Hollweg, Freifrau von Dobene> und Fräulein von Knebel-Döberitz late Da Thema des Zyklus ist: „Die Bedeutung der <hristli<hen Frau im Kultur- und Volfksleben“. Es werden sprehen am 27. Februar 9 Uhr der Professor D. Lehmann, Professor der Religionsgeschichte an der Universität Berlin, über: „Die Stellung der Frau in den außerchristlihen Religionen und im Christentum“, am 5. März ÿ Uhr Frau von Schwerin-Janow über: „Welche soziale Aufgabe stellt unsere Zeit den Landfrauen?", am 12. März 5 Uhr der Pro- fessor D. Lütgert-Halle über: „Die Polemik gegen die Ebe im 19. Jahrhundert“, am 19. März 5 Uhr Dr. Rud. Bur>hardt über: „Das Haus eine Festung im Kampf gegen die Entartung", und am 2. April 5 Uhr Fräulein von Schmeling: „Aus dem täglichen Leben unter den Arbeiterinnen“.

Bauwesen. Eine Preisbewerbung für Vorentwürfe zu einem

Nathaus in Witten und zur Gestaltung seiner Umgebun reibt der dortige Magistrat unter den Architekten deutscher Bunaa vie in den Provinzen Westfalen und Rheinland geboren oder ansässig sind, aus mit Frist bis zum 10. Mai d. J. Es werden drei Preise von 6000, 4000 und 3000 6 ausgeseßt und für Ankäufe 2000 46 zur Verfügung gestellt. Dem Preisgeriht gehören u. a. an: Geheimer Baurat, Stadtbaurat Dr. L. Hoffmann in Berlin, Professor Fr. Bager in Darmstadt, Architekt Karl Noth in Dresden, Stadtbaurat Bewig und Stadtverordneter, Architekt Franzen in Witten; als Stell- vertreter: Königlicher Baurat, Stadtbaurat Kullrih in Dortmund und Architekt Hermann Jansen in Berlin. Die Unterlagen werden für 10 4 die den Teilnehmern zurüd>erstattet werden von der Stadthauptkasse in Witten versandt.

Wettbewerb für Entwürfe zu einem Saalbau der

Stadt Augsburg. Die Stadtgemeinde Augsbur reibt diesen Wettbewerb unter den in Deutschland ansäsfigen Ariteften M Frist bis 15. Mai d. J. und mit drei Preisen von 5000, 3000 und 2000 4. Dem Preisgeriht gehören u. a. an: die E otetoren Paul Bonatz in Stuttgart, Karl Hocheder und Dr. Gabriel von Seidl in München, Geheimer Baurat Dr. Ludwig Hoffmann, Sladtbaurat in Berlin, Königlicher Baurat Gottfried Kurz, Stadtbaurat Otto Holzer, Ziviltehniker, Magistratsrat Karl Abel und Architekt Max Wanner, G E E e ebt e E Ausarbeitung von

n find von der Hochbauabteilung des Stadtbaua Augs- burg für 5 4 zu beztehen. R E

Technik. Zur Förderung des Luftfahrwesens sind im Etat der

preußis<hen Bauverwaltung für das Rechnungsjahr 1912 zum ersten Male 50 000 #4 vorgesehen. Fn den Erlan zu dies |

em Kosten-

anfaß wird ausgeführt: Zu einer staatlichen Förderung des Luftfahr- wesens wurde bereits in den Sißzungen des Ln der E ernan

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4. Mai 1910, vom 17. Januar und 4. März 1911 die Anregung gegeben. Luftschiffahrt und Flugwesen haben in den leßten Faftéen ties er- heblihen Aufs{wung genommen und sind nici allein für die Landes- verteidigung von Bedeutung, sondern erfordern au< vom Stand- punkte des Verkehrs und der öffentlichen Sicherheit ein staatlihes ry pn Hemmend auf eine \{nellere Entwi>lung, namentlich des Flugwesens, wirkt, daß die Kosten für den Bau der Fahrzeuge no< sehr hoh sind, daß cs an öffentlihen und privaten Mitteln zur Unterstüßung der neuen Erfindungen mangelt und daß zu wenig Erfahrungen gesammelt werden können, um das bisher Erreichte mit wünschenswerter Schnelligkeit weiter auszubauen. Die Förderung des Luftfahrwesens dur<h das Reih allein genügt niht; au< der preußis<he Staat muß tim Interesse der Luftshiffahrt [ene ein- greifen. Abgesehen von den Aufgaben, die dem Staat in der Unter- Ten der wissenschaftlichen Forshung und des Unterrichts an den Technischen Hochschulen zufallen, kommen für ihn in Frage ver- kehrs- und sicherheitspolizeilihe Maßnahmen, ferner die Gewährung von Beihilfen und die Ausse ung von Preisen für die Veranstaltung von Flugwettbewerben, die Beteiligung an den Betriebskosten einer geplanten NReichsversuchsanstalt für Luftschiffahrt, wie eines geordneten C E für Luftfahrer und sonstige Maßnahmen im Interesse der Luftfahrt. Durch ein derartiges Vorgehen des Staates wird au< weiteren kommunalen wie privaten Kreisen der nah den bisherigen Erfahrungen oft no< vermißte Ansporn zur Betätigung A aure En. ; a E s des Staates sind, wenn as Notwendigste erstre>en \ollen, D 00 A van g \ auf jährlih mindestens

Land- und Forstwirtschaft.

__Im Jahre 1912 werden an der Königlichen Lehranstalt für Obst- und Gartenbau zu Proskau (Kreis Bri ae Lehrgänge über Obst- und Gartenbau und Obstverwertung ab- gehalten : Baumpflegekursus in der Zeit vom 26. Februar bis 2. März und vom 4. bis 9. November; Lehrgang für Baumwärter und Baum- E in der Zeit vom 4. bis 16. März und vom 18. bis 27. Juli;

ehrgang für Lehrer in der Zeit vom 16. bis 27. April und vom 31. Juli bis 10. August; Lehr@ng für Shulaufsichtsbeamte in der Rit vom 11. bis 13. Juni; Lehrgang über Obstverwertung in der

eit vom 9. bis 12. Juli und am 9. und 10. Oktober; Sondervor- träge über Gartenpflege am 13. Juli; Lehrgang für Uebhaber des Obst- und Gartenbaues, unter besonderer Berüksihtigung der Be- kfämpfung der Pflanzenkrankheiten, vom 15. bis 17. Juli; Lehrgang über E Ls am (Wan 8. Oktober.

e Teilnahme am Lehrerkursus zu 3 ist für preußische Lehrer unentgeltlih, nihtpreußishe Lehrer zahlen 30 4 N a E ganzen Kurses bezw. 159 #4 für einen Teilkursus. Die Teilnahme am Schulauffichtsbeamtenkursus zu 4 ist für Preußen unentgeltli, Nichtpreußen zahlen 10 4. Die Teilnahme an den anderen Lehr- gängen ist für Preußen unentgeltlih; Nichtpreußen zahlen 10 4 für jeden Kursus. Wohnung und Beköstigung zu g Preisen bieten die Gasthäuser in Proskau. Die erforderlihen Geräte für die prak- tishen Arbeiten (Säge, Messer usw.) können in der Anstalt bezogen werden. Den Verkehr zwischen Oppeln und Proskau vermitteln Auto- mobilomnibusse. Die Aufnahme von gärtneri\< vorgebildeten Schülern La aps emrgen e ae Ba es höheren Lehrgang

am 1. April statt. Weitere Auskünfte werden au s der Direktton der Anstalt kostenlos eilt 1A s

Saatenstand und Getreidehandel .in Rußland.

Der Kaiserlihe Generalkonsul in Odessa berichtet unterm 26. v. M.: Der Berichtsmonat begann im Sond irie mit mildem Wetter und Regen; dann folgte strenger Frost mit weit aus- edehnten Schneefällen, die die Wintersaaten gegen Frost und Wind d ten. Die Wintersaaten jollen dur<hweg in” R Bes a rien n E Enel Tes sein. ie großen neefälle hindern zunächst die Zufuhren, bis ih Schlittenbahnwege gebildet haben, sodaß die Zufuhren zu i - plägen sehr klein geworden sind. [ovaB Se 20/ DRE Die Lane für Weizen war sowohl von Großbritannien als au vom europäischen Festlande etwas lebhafter; die Weltverschiffungen der leßten Wochen waren sehr klein; insbesondere sind die Ver- \c{ifungen aus Argentinien aus mancherlei Gründen beschränkt. Hier- dur< wurde die Kauflust Europas angeregt, um so mehr, als die Bestände allgemein ers<höpft waren. Die Preise sind erheblich ge- stiegen. Das Angebot von Rußland bewegte sih in den engsten Grenzen; man hâlt hier auf volle Preise und erwartet eine weitere Preissteigerung. Auch die Nachfrage nah Noggen hat sich gebessert; aber die Zunahme bewegte sih in bescheidenen Grenzen. Die anhaltend kleinen Gersteabladungen von Rußland zwingen die zweite Hand, die angesihts der verhältnismäßig hohen Preise große Vorverkäufe gemacht hatte, zu energishen De>ungen, wodur die Preise ganz bedeutend in die Höhe getrieben wurden. JFnzwischen ist der Markt ein wenig ruhiger geworden; da aber die Bestände gänzlich ers<öpft sind, können die Preise während der Wintermonate sehr leiht no< höher steigen, falls frühere Vorverkäufe nes weitere De>kungen notwendig machen sollten. Die Verkäufe von Gerste für Frübjahrslieferungen fallen um 3 bis 4 9/6 billiger aus; während der Frühjahrsmonate dürfte ih no< ein größeres Geschäft entwi>eln. Jeden- falls wird Rußland alles herausgeben und bei den hohen Preisen nihts im Lande behalten. Die allgemein lebhafte Nachfrage nah Futterstoffen hat sih au< auf Mais erstre>t; die Pretse sind bei großen Umsäßzen erheblid) E Die Qualität war bei dem starken Frost tadellos. Die Nachfrage nah Hafer ist glei<falls sehr rege; jedo blieb das Angebot klein. Die Leinfaatpreise stiegen unter dem Einfluß der Preisverhältnisse in den La Plata-Staaten in s{nellem Tempo auf- wärts, um jedo<h \{ließli< si<htli< zu ermatten. Die Kauflust hat sich in den legten Tagen ganz erhebli<h abges{hwä<ht. Von Kolza (Raps) sind einige Partien von den hiefigen Delmühlen übernommen ; aber es bleiben hier no< einige größere Posten angeboten. An der Odessaer Börse stellten fi< die Bree am 25. Januar

in Kopeken für das Pud frei an Bord, wie folgt: Asima 118—135; Ulka 114—132, Roggen 98—106, Gerste 103—112, Mals 8898! Hafer 100—110, Leinsaat 256, Hederih 122. ;

Die Vorräte betrugen am 14. Januar d. I. in Doppelzentner ; Ï 311 220

Ma Î N

Ua C N a O e A 1310 Verschiedene Weizensorten . . 2508

Weizen zusammen . . . . 577118,

Noggen 270 933, Mais 58 388, Gerste 75 281, Hafer 14 016, Hirse 2029, Kolza (Raps) 4914, Hanfsaat 3276, Leinsaat 3276, Sonnenblumenkörner 7464, Rübsen 10 647, Erbsen 16 380, Bohnen 12 285, Linsen 4095.

Die Verschiffungen ausOdessa betrugen im Berichtsmonat :

Weizen . . . , ._ 1{& Millionen Pud Roggen. A # 4 E R L L E 4

Auf dem DelkuSenmarkt herrs{te starke Nachfrage, aber

wenig Angebot. Die Preise erfuhren eine starke Steigerung wie quf dem gesamten Gebiete des Futtermarktes.

Die Preise betrugen frei an Bord für

Leinkuchen, lose... 1,37 Rbl. MNähslueti, lost. «00 av» 0,80. Kokoskuchen in Sä>k-n Singapore . 1,06 Ceylonkuchen in Sä>en A «E

Hydraulische R lose N 0, Hederichbauernkuchen, lose . 00

Da fast alle Häfen aeihtossen oder dur Eis stark behindert l verfügbarer Dampfer angeboten. Die:

Lr: ist hier eine größere Pa

raten find daher gedrü

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i f / i J F 76 S 24