1912 / 52 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Dem Regierungs- und Gewerberat Dr. Ls in Wiesbaden ist die etatsmäßige Stelle eines gewerbetechnischen Rats bei der Regierung in Wiesbaden verliehen worden. Gleichzeitig ist er zum Aufssichisbeamten im Sinne des $ 139 þ der Gewerbeordnung für den Bezirk dieser Regierung bestellt

worden.

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen

und Forsten.

Den Abteilungsleitern am Jnstitut für Gärungsgewerbe in Berlin, Jngenieur Emil Haa, tat Brb Henne- berg und Dr. Otto Mohr ist das Prädikat Professor beigelegt worden.

Bekanntmachung.

Königliche Technishe Hohschule Breslau. Vorlesungen und Uebungen werden im Sommerhalbjahr gehalten in der Abteilung für Maschineningenieurwesen und Elektrotechnik, in der Abteilung für Chemie und Hüttenkunde und in der Abteilung für Allgemeine Wissenschaften. Außer- dem sind die Studierenden der Technishen Hochschule be- rehtigt, an den Vorlesungen und Uebungen der Universität teilzunehmen. Die Einschreibungen für das Sommer- dalbiae 1912 erfolgen vom 1. März bis einschließlich 21. April 1912. Der Beginn der Vorlesungen ist gegen Mitte April. Programme sind für 60 „Z (Ausland 1 6) vom Sekretariat zu beziehen. : Breslau, den 22. Februar 1912. Der Rektor. Dr. phil. R. Schen >.

Auszug aus'der Tagesordnung G für die am 13. April 1912 in Breslau stattfindende 57. ordentlihe Sitzung des Bezirkseisenbahnrats

Breslau. 4 S Anirag auf Aenderung der Bestimmungen über Gültigkeit von Schnellzugzuschlagkarten, die zu Monatskarten gelöst werden; : Antrag auf frachtfreie Rükbeförderung leerer Milchgefäße ; Vorlage der Königlichen Eisenbahndirektion Kattowiß, betreffend Aufnahme von Kalksalpeter in den Ausnahmetarif 4d; : Antrag auf Verbesserung der Abendzugverbindung C ottbu8— Sagan—Glogau: Antrag auf burg (Oder): ; | Antrag: 1) auf Verbesserung der Frühzugverbindung Breslau— Oppeln—Oberschlesien: 2) auf Einlegung eines neuen Abendeilzuges Myslowitz—Kattowit —Breslau; : i Antrag auf Herstellung einer Nachtzugverbindung Tarnowiß. Z Breslau, den 26. Februar 1912. i Königliche Eisenbahndirektion. Mallifon.

Beschleunigung des Zuges 311 Crofsen—Rothen

Oppeln-

Niczlamtllicßes.

FOpv3. Deutsches Reich.

TSreusen. Berlin, 27. Februar.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten gestern nahmittag im hiesigen Königlichen Schlosse den Vortrag des Chefs des Marinekabinetts, Admirals von Müller. Heute vormittag sprachen Seine Majestät, wie „W. T. B.“ meldet, beim Reichskanzler Dr. von Bethmann Hollweg vor und nahmen im Königlichen Schlosse den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts, Generals der Jnfanterie Freiherrn von Lyn>er entgegen.

Am 2. d. M. ist der vortragende Rat im Reichseisen bahnamt, Geheime Oberregierungsrat Dr. Elsner im kräftigsten Mannesalter unerwartet nah kurzer Krankheit verschieden. Am 11. Dezember 1863 in Kreuzburg (O. Schl.) geboren, wurde Dr. Elsner nah Ableistung der juristishen Staatsprüfung im Jahre 1892 in die Königlich preußische Staatseisenbahnver waltung übernommen und hier im Jahre 1898 Mitglied der Königlichen Eisenbahndirektion in Kattowiß. Am 27. Dezember 1899 wurde er zum ständigen Hilfsarbeiter im Reichseisen bahnamt und gleichzeitig zum Kaiserlichen Regierungsrat ernannt. Im September 19083 erfolgte seine Beförderung zum Geheimen Regierungsrat und vortragenden Rat und im März 1907 zum Geheimen Oberregierungsrat. Mit einer gediegenen wissenschaftlihen Bildung und reihen Erfahrungen auf dem Gebiete des Eisenbahnverkehrs8wesens verband der Dahin geschiedene unermüdlichen Diensteifer und große geschäftliche Gewandtheit. Besonders verdient hat er sich gemacht durch seine Tätigkeit bei der Ausgestaltung des deutschen und des internationalen Verkehrsre<hts. Er erfreute sih allseitiger An- erkennung und Wertshäßzung und wurde durch eine Reihe von Ordensverleihungen ausgezeichnet. Seine hervorragende amt liche Tüchtigkeit und Pflichttreue, seine vornehme Gesinnung, sein \<li<tes gewinnendes Wesen und seine große persönliche Liehenswürdigkeit sihern ihm ein dauerndes ehrenvolles An-

denken.

1 #

Laut Meldung des „W. T, B,“ ist S, M. S, y Jaguar“ am 23. b. M. in Nanking, S. M. S. „Möwe am 924. in Líiderizhucht, S. M. Tpdbt. „8, 90° am 29. in Nanking an-

gelommen.

Baden,

Zu Beginn der gestrigen Sigung der Zweiten Kammer gedachte der Präsident des Ablebens Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Luxembu rg und gab der innigen Anteilnahme der Kammer an der Trauer, in die auh das Großherzoglich badische Haus verseht worden sei, Aus- dru>. Hierauf legte der Finanzminister das Bu "pet des Eisenbahnbaues und der Tilgungsfklasse ür die Eisenbahnshuld vor. Ersteres schließt, wie „W, T. B. meldet, in den Ausgaben mit 67 132400 f, in den (Cin-

kasse für die Eisenbahnschuld balanziert in Einnahme und Aus- gabe mit 95374045 4 für das Jahr 1912 und mit 1250586 M für das Jahr 1913. Die Reineinnahmen der Staatseisenbahn werden auf 30 333 900 s für das Jahr ver- anschlagt, der Anteil Badens an den Reineinnahmen der Main- Neckar-Bahn auf 857 000 4 jährlich.

Oesterreich-Ungarn.

Der Finanzaus\{<huß des österreihishen Ab- geordnetenhau / es begann gestern die Generaldebatte über die Steuervorlagen.

Der Finanzminister Ritter von Zaleski betonte in seiner Rede, wle „W. T. B.“ meldet, die unabweisbare Notwendigkeit, die ordentlichen s\taatlihen Einnahmen zu erhöhen. Er be prach die kritishe Lage der Landesfinanzen, deren Gesundung dur< Zu- weisung etnes größeren Anteils an der zu erhöhenden Bier- und Branntweinsteuer mögli< sei. Neben diesen den Massen- konsum treffenden Steuern seien andere Fee nen vorge- sehen, nämli<h die Erhöhung der Perfonaleinkommen|teuer, die Neuregelung der Erbschafts - und Versiherungsgebühren, der Tantiemen-, Totalisator-, Schaumwein-, Automobil- und Besiy- steuern. Aus den zu erwartenden Mehrerträgnissen der neuen Finanz- vorlagen würden dem Staatsschaiz lediglih 48,3 Millionen, der Rest den Ländern zukommen. Der Minister erklärte {ließli<, der Aus\{huß müsse si< entweder für die Bewilligung der neuen Einnahmen für den Staat und die Under oder für Einschränkung der Ausgaben und den Verzicht auf die mit neuen Ausgaben verbundenen Aktionen ent- scheiden. E: i Am Sonnabend und Sonntag veranstalteten die Studentenschaft und Bürgerschaft in Mostar antimagya- rishe Kundgebungen, bei denen, obiger Quelle zufolge, zwei ungarishe Fahnen verbrannt wurden. Polizei und Militär stellten die Ruhe wieder her, ohne daß es zu Zu- sammenstößen kam. Neunzehn Personen wurden verhaftet, bald aber wieder freigela\sen. Auch in Banjaluka kam es

vorgestern zu Kundgebungen.

Großbritannien und Frland.

Im Unterhause erklärte gestern der Erste Lord der Admiralität Churchill in einer shriftlihen Antwort auf eine Anfrage Lord Beresfords, daß hon vor zwei Monaten Maß- nahmen getroffen worden seien, die die in der Heimat und die auswärts stationierte Flotte für eine beträhhtlihe Zeit von den Folgen eines etwaigenKohlenarbeiterstreiks unabhängig machen. Es werde daher augenbli>lih nicht nötig fein, in die Uebungen der verschiedenen Geschwader einzugreifen, vor- ausgesetzt, daß eine vernünftige Sparsamkeit beobachtet _werde.

Die sozialisti \she Partei hat, wie „W. T. B.“ meldet, einen leidenshaftlihen Aufruf an die Berg- arbeiter erlassen, in dem die Bergwerksbesißer äls Sklaven- halter hingestellt werden, die die Bergleute ausbeuten und hinmorden. Das Manifest fordert die Arbeiter dringend auf, jede Einmischung, jede Vermittlung und jede schiedsgerichtliche Entscheidung zu verwerfen und keine bindenden Verträge ein- zugehen, sondern sih um jeden Preis die Freiheit des Handelns zu wahren. Den Arbeiterführern wird dringend geraten, ohne Abstimmung per, Arbeiter kein Abkommen zu treffen. E

Frankreich.

Nach einer vom „W. T. B.“ verbreiteten offiziösen Mit- teilung hat der türkische Botschafter Rifaat Pascha im Namen seiner Regierung: dem Ministerpräsidenten und Minifter des Aeußern Poincaré gestern die an alle Mächte gerichtete Einspruhs8note gegen das Bombardement .von Beirut überreicht, in der unter Berufung auf den Artikel zwei der Haager Konvention erklärt wird, daß die von den Jtalienern den türkishen Schiffen gewährte Frist von zwanzig Minuten nicht als eine billige Frist im Sinne dieses Artikels angesehen werden ftönne.

Rußland. : Der Kaiser Nikolaus hat nah einer Meldung des W._T. B.“ den Beschluß des Admiralitätsrats bestätigt, den Artikel des Marinereglements, der die Uebergabe eines Kriegss\<hiffs an den Feind vorsieht, aufzuheben und dur folgenden Artikel zu ersen: Der Kommandant des Kriegs\{iffs ist verpflichtet, d zu vernichten, wenn es die Möglichkeit, den Kampf fortzujeßen, ver- loren bat und das Schiff Gefabr läuft, in die Hände des Feindes

zu fallen.

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Jn der gestrigen Sißung der Reichsduma brachten die Oktobristen den Antrag ein, die auf der Tagesordnung der Abendsitzung stehende Geseßvorlage, betreffend Maßregeln gegen die deutsche Kolonisation in Wolhynien, zur Neuberatung im Sinne einer Ausdehnung des Ge)eßes auf die Gouvernements Kiew und Podolien der Kommission zurü> zugeben.

Der Oktobrist Antonow kegründete den Antrag, obiger Duelle zufolge, mit der Notwendigkeit, die Geseßeêvoriage mit dem tim Deutschen Reichstage eingebrahten Geseße über die Staat8angehbörig- feit in Einklang zu Die Abgg. Antreits<huk und

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 A, bringen. Die 2 A Pachalthu k, Bauern aus dem südwestlihen Rußland, traten gegen

einen Aufshub der Beratung der Gesezesvorlage auf. Sie wiesen darauf bin, daß, während die Geseßeëvorlage der Duma vorliege, deutshe Kolonisten das Gutsbesißerland, und zwar oft für den drel- fachen Preis, auffauften. Dadur< entitände für die einheimischen Bauern die Gefahr, obne Land zu bleiben. Der Oktobrist Antonow wies auf Grund statistisher Daten nah, daß der Ankauf dur< Deutsche ni<t zugenommen habe, un ließli, für die Neuberatung eine Frist von einem Monat zu gewäbren. S -

Die Duma wies die Geseßesvorlage an die Kommission zurück, ohne eine Frist für die Beratung zu bestimmen.

Ftalien. Im Senat teilte gestern der Marineminister Cattolica die bereits bekannten Depeschen über das Vorgehen der Flotte gegen Beirut mit. : 8 Wie W. T. B.* meldet, erklärte der Minister, daß das Unter- nehmen ni<t ohne Schwierigkeiten gewesen fei, besonders infolge der Naumbeshränkung im Hafen und der Wögliihkeit, daß neutrale Schiffe und nahe am Meere liegende Häuser beschädigt würden. Troßdem sei das Unternehmen mit Energie und Entschlossenheit, aber au< mit Mäßigung durchgeführt worden. Er glaube, das Haus auf das glänzende Vorgeben der beiden Schiffe hinweisen und ven Admiral, die Kommandanten, Dffiziere und _Mannstaften des „Garibaldi“ und des „Ferruccio* rübmen zu müßen. (Lang- anhaltender Beifall.) Der Präsident Man fredi teilte dann elnen Brief Visconti Venoslas mit, in dem dieser bedauert, aus Ge- \unvheitörü>sichten der patriotishen Kundgebung des Senats nicht

hätten, sei die Einverleibung von Tripclis ein Problem, dessen sung Italien zufalle. Der einzige Weg, den Italien jeßt ver- folgen könne, der mit seiner Ehre verträglih sei und es nicht vor aller Welt einem Fehlshlag ausseßte, sei der des Ausharrens mit unbesiegbarer Ausdauer.

In der Deputiertenkammer wurden gestern unter

lebhaftem Beifall entsprechende Erklärungen abgegeben.

Portugal. Jn der Deputiertenkammer erklärte gestern laut Meldung des „W. T. B.“ der Ss nber in Beantwortung einer Interpellation, daß nie ein Ministerium der Republik daran gedacht habe, irgend eine portugiesische Kolonie zu veräußern. Luxemburg.

Das Amtsblatt verkündet die Thronbesteigung der Erbgroßherzogin Marie Adelheid und bringt einen Nachruf für den verstorbenen Großherzog. Die Ueberführung der Leiche von Berg nach Luxemburg erfolgt wahrscheiuli<h am Donnerstag. Später findet die Beisezung in der Familiengruft in Weilburg an der Lahn statt.

Belgien. Die Ständige Kommission der Jnternationalen Zuckerkonferenz sollte ihre Verhandlungen gestern nach- mittag wieder bn Wie „W. T. B.“ meldet, ist der Beginn der Beratungen aber vorher vertagt worden.

Amerika. Jn der gestrigen Sißung des Flottenaus\chusses des amerikanischen Repräsentantenhauses trat der Staats sekretär der Marine Meyer, wie „W. T. B.“ meldet, energisch für die Fortsezung des Schlachtschiffprogramms ein, das zwei neue Schlachtschiffe jährlih vorsieht. Nach diesem Programm würden die Vereinigten Staaten im Jahre 1917 lediglich die vierte Flottenmacht der Welt sein, während sie bei nur einem neuen Schlachtschiff jährli<h an die fünfte Stelle rüc>en würden, mit Japan an der dritten Stelle. Ferner forderte der Sekretär die Bewilligung von einer Million Dollar, um ein über die ganze Erde reihendes Telefunkensystem zu errichten und den amerikanischen Schlachtschiffen zu ermöglichen, überall in ständiger Verbindung miteinander zu bleiben. Einer Meldung des „W. T. B.‘s zufolge hat der Präsident der Vereinigten Staaten von Mexiko Madero auf einen Appell des Generals Gomez geantwortet, er lehne es ab, zurü>zutreten, und müsse dem General Gomez die Ver antwortung für den Aufstand zuschieben. Der General Geronimo Trevino, den ein Manifest vom gestrigen Tage zum Präsidenten von Mexiko proklamiert, leugnet jede Ver bindung mit den Aufständtschen ab und betont seine Loyalität für den Präsidenten Madero. : Der amerikanischen Regierung zugegangene Nachrichten be sagen, daß zehn Meilen von Juarez siebenhundert Aufständische auf der mexikanischen Zentraleisenbahn eingetroffen seien. Es sei zu Feindseligkeiten zwischen den Außenposten der Regierungs truppen und den Aufständischen gekommen. Nach späteren Meldungen is} bei Juarez ein heftiger Kampf zwischen Re- gierungstruppen und Aufständischen im Gange.

Asien.

Mie die „Agenzia Stefani“ meldet, seien zuverlässigen Nachrichten aus Beirut zufolge bei der Beschießung der türkishen Schiffe lediglih die Gebäude der Banque Ottomane und der Bank von Sakoniki, und zwar ohne Absicht, leicht beschädigt worden. Die Gesamtzahl der Getöteten oder Ver wundeten belaufe si<h auf dreißig türkishe Soldaten. Ein Telegramm des Wali von Beirut besagt dagegen, daß nach amtlichen Ermittlungen die Zahl der Getöteten 58 betrage, es seien dies zwei Marineoffiziere, 20 Matrosen und 36 Einwohner 56 Personen, darunter ein Russe, seien verwundet worden.

Einer in Konstantinopel eingetroffenen Konsulardepe)che zufolge herrsht dank den energishen Maßnahmen der Be hörden Ruhe und Ordnung in der Stadt. Abgesehen von den in den Libanon geflohenen Kaufleuten haben die Banken und Handelshäuser den Betrieb wieder aufgenommen. Da die Beiruter Garnison \{<hwa< ist, die Stadt eingerüdt.

Afrika.

Nach einer vom „W. T. B.“ verbreiteten Meldung | Madrid ist die Beseßung von Arzila durch spanische Truppen Tatsache.

Wie die „Agenzia Stefani“ aus Tobruk meldet, ariffen am 25. d. M. zahlreihe arabische und türkische Ab | teilungen wiederholt das Fort an. Die Angriffe wurden ader durch Artilleriefeuer zurückgewiesen. i -

Einer Meldung des türkischen Kriegsministeriums zufoig machten vier Bataillone Infanterie, zwei Abteilungen reitender Artillerie und drei Batterien Artillerie der Jtaliener 1 93. d. M. einen Vorstoß, um Zanzur zu beseßen, zogen aber vor dem heftigen Feuer der türfisch-arabishen Streitträfte zurü Die Türken hatten zwei Verwundete; die Verluste der Ftaliener find unbekannt.

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Parlamentarische Nachrichten.

Der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Hauses der Abgeordneten befindet sih in der Ersten Beilage.

Der Reichstag verhandelte in der heutigen (14.) S welcher der Staatssekretär des Jnnern Dr. Delbrü un Staatssekretär des Reichsjustizamts Dr. Lisco beiwohnten, na< Annahme des schleunigen Antrags Albrecht und Gen. (Soz.) wegen Einstellung eines gegen den Abg. V. Liebkneht s<hwebenden Disziplinarverfahrens, dritter Lesung über ein Ausführungs geseß zu dem inter nationalen Uebereinkommen zur Bekämpfung Mädchenhandels vom 4. Mai 1910.

Jn der Generaldiskussion bemerkte der G

Aba. Dr. von Liszt (Forts. Vpt.): Ich ergreife nur das WE" um auf eine bedauerlihe Lü>? in der au von uns begrüßten Dot, aufmerkíam zu mahen. Nach $ 1 der Vorlage ist das Anwerben eine Maätcens oder einer Frau zu unsittlihen Zwed>en strafbar. Von einer Strafba1feit fann aber na< der Judikatur des Reichsgerihts n! die Rede sein, wenn das Mädchen oder die Frau in das Bordell t genommen ist. Das Anwerben ist nur eine straflose Vorbereitun" handlung. In der Literatur hat si niht eine einzige Stumme die von der Regierung vertretene Ansicht erhoben. Vie Praxis ¡e

K des

haben beiwobnen zu können. Viséconti Venosta erklärt in dem Brief,

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nahmen mit 5 532483 # ab, sodaß Mehrausgaben in” Höhe von 63599 917 M verbleiben. Der Voranschlag der Tilgungs-

infolge ver Ereignisse, die die Verhältnisse im Mittelmeer geändert

daß die Regierung sih im Irrtum befindet. (Der Redner verweilt Æ

einen Fall in Bremen.) Durch einen Entwurf, den das Neichsjusti amt ausgearbeitet hat, wird das in der Begründung Ae Jener Entwurf hat es für notwendig erachtet, eine besondere geseßliche Bestimmung aufzunehmen. Die Lücke könnte vielleicht dur ein be- sonderes erieß oder im Strafgefeß ausgefüllt werden. Das Deutsche Reih wird jedenfalls in loyalster Weise seine Pflicht erfüllen. Direktor im Auswärtigeu Amt Dr. Kriege: Ih bin sclbst- verständlich durchaus der Meinung, daß das Deutsche Neich in loyalster Weise die Lücken der Gesetzgebung, die etwa auf diesem Gebiete noh bestehen, auszufüllen hat. Aber die Frage, ob die Lücke, von der der Vorredner gesprochen hat, vorhanden sei, ist von dem Reichsjustizamt anders entschieden worden. Das Neichéjustizamt ist nämlich der Ansicht, daß diese Lücke nicht vorhanden sei, fodaß also der Mädchenhandel unter Strafe zu stellen sei, au< wenn die UVeber- führung der betreffenden Personen in ein Bordell niht vollendet worden ist. Sollte \si< ergeben, daß die Praxis einen anderen Standpunkt einnimmt, so wird es selbstverständlich unsere Pflicht n Hause etnen Gesetzentwurf vorzulegen, der diese Lü>e auß[uul. Darauf wurde das Gesetz ohne weitere Diskussion en dgü [tig genehmigt, ebenso ohne Debatte die Verlängerung des handels- und Schiffahrtsvertrages mit der Türkei.

(Schluß des Blattes.)

_— Jn der heutigen (24.) Sißung des Hauses der Ab- geordneten, welcher der Minister für Handel und Gewerbe Ir. Sydow beiwohnte, wurde die Beratung des Etats der handels- und Gewerbeverwaltung, und zwar zunächst die bei dem ersten Titel der dauernden Ausgaben, „Gehalt des Ministers“, übliche allgemeine Besprechung fortgeseßt.

Abg. Stroebel (Soz.): Zu den Verhandlungen des Ausschusses der Handwe!kskammern über tas Submissionswesen sind nur Vertreter der bürgerlichen Unternebmer, aber nit auch folhe der s\ozialdemo- fratishen eingeladen worden, obwohl auch die leßteren ihre Beiträge ahlen müssen. In der Fraçe der Sicherung der Bauforderungen treten die Interessen der Arbeiter vollständig hinter die Interessen der Bauunternehmer zurü>. Die Sozialdemokratie hat seinerzeit an dem Gesege zur Sicherung der Bauforterungen eifrig mitgearbeitet mnd hat fih au< damit einverstanden erklärt, daß erst weitere Erfahrungen abgewartet werden, bevor der zweite Teil des Gesetzes ellgemein eingefuhrt wird. Der Einwand, daß durch diesen zweiten Feil die Bauhandweiker zugunsten, dec Baubanken zurü>gedrängt werden könnten, is ni<t von der Hand zu weisen, und es würde ferner ein s{werer Nachteil für die Allgemeinheit sein, wenn die Bautätigkeit dadur<h beschränkt würde. Die Sozialdemokratie wird alle diese Fragen e zum Besten des Handwerks prüfen. Daß die Bauhandwerker bei dem Bau des Gewerkschaftshauses in Cassel Ferluste erlitten haben, war nicht die Schuld der organisierten Arbeiter- daft, sondern die Folge von Kalkulationsfehlern des Bauleiters. Penn Herr Abg. Nahardt die Abwanderung des Kapitals in das Juéland beklagt, fo t{st daran doeh niht der Mittelstand huld, z. B. riht daran, daß große Summen für Kolonialpolitik, für MWeltpolitik fir Diamantenausbeute usw. in das Auéland fließen. Wer Welt- politik treibt, s{ädigt direkt die Interessen des Mittelstandes. Nanchmal cheint es, als lebten wir no< vor bundert Jahren, als j no< keine Eisenbahnen, Maschinen usw. gab, als die deutsche \rbeitershaft nur 11 Millionen ausmachte. Es ist wunderbar, daß yerade bei der Besprechunz dieses Etats von der großen Armee der Arteiterschaft, die heute die Mehrbeit der Bevölkerung auêmacht ¡berhaupt niht die Nede gewesen ist. Daß die Gewerbeinspektion twas laxer gehandhabt werden sollte, damit können wir uns nicht inverstanden erklären, im Gegenteil, wir verlangen die Ausdehnung der Gewerbeinspektion auf das ganze Gewerbe. Wir verlangen die Hinzuziebung der Arbeiter r.iht nur zur Vaukontrolle, fondern zur Sewerbein|spektion überhaupt. Das Gespenst der Sozialdemokratie muß türlich auch gegen diese Forderung herhalten. Bei der Beteiligung jer Arbeiter an der Baukontrolle dürften aber ni<ht etwa die tsonders ortentierten gewerkschaftliß organisierten Aibelter ergangen und nur die Vertreter der <ristlihen oder der Hirsch-

un>ershen Gewerkschaften herangezogen werden. Bei der großen atl der weiblichen Arbeitskräfte muß die Zahl der weiblihen Ge- erbeaufsibtsbeamten_ bedeutend vermehrt werden. Bei der Ge- perbeinspektion muß es vor allem auf die gesundhetitlichen nteressen der Arbeiter ankommen, die wirtschaftlichen Interessen i Unternehmer müssen zurü>treten; übrigens spielt gerade r die wirtshaftlihen Interessen au<h die Gesundheit der eller eine große Rolle. Besonderer Aufmerksamkeit für je Gewerbeinspektion bedürfen die Verhältnisse der Hüttenarbeiter. ah dem Bericht der rheinish-westfälishen Hütten- und Walzwerks- trussgenossenschaft find von 1886 bis 1909 455 000 Unfallanzeigen inzelaufen Jn einem Erlaß an die Negierungépräsidenten vom » Januar 1909 hat der Minister hon auf die vielen Mißstände nzewiesen; Crfolg hat der Erlaß aber nicht gehabt. Nötig ist auch ne Vermehrung der Fabrikinspektoren. Jeßt entfallen auf jeden Urifinspektor 500 Fabriken mit 10000 Arbeitern: da kann von finer wirksamen Kontrolle die Ret * sein. Auch auf die übermäßige finderarbeit müßte die Gewerbein|pektion ihr Augenmerk richten. p? Kontrollen, die die aus Arbeiterkreisen gebildeten Kinderschuß- nmissionen ausführen, haben geradezu beshämende Resultate er en. Ver Abg. Hammer hat gestern wieder nah größerem Schutz der \eitêwilligen gerufen. Wir meinen, daß gerade die Gewerkschaften 1 größeren Schußes bedürfen. Denn die Verurteilungen „1 Vewertkschaften wegen fog. Erpressung mehren si< zunehmend. ian hat aber no< niemals gehört, daß Unternehmer wegen des liems der s{<warzen Listen wegen Erpressung verurteilt worden fd, Die Sozialdemokratie wolle den Mittelstand vernichten? Sie e gar nit daran; das tut der Kapitaliémus. Seit 1882 har ? abl der Kleinbetriebe um eine Viertelmillion abgenommen, das- d bat ich die Zahl der in Großbetrieben beschäftigten Arbeiter L 1882 um ni<t weniger als 2179/9 vermehrt. Die ober- gei he Großindustrie befindet si<h nur in wenigen Händen. 15 Be- * 1nd es, die die ganze Macht haben; na ihrem eigenen Urteil È le oberschlesishe Konvention ni<ts mehr als eine Familie. e ade ilt, daß diese Se Cntwi>klung Deutschland d: den Stand gesctt hat, seine so ungemein gestiegene oerung8szahl zu ernähren; diese Entwi>klung muß als gegeben „œuommen werden, und es gilt nur, sie für die Allgemeinheit ar zu mahen. Die Arbeitslöhne sind allerdings gestiegen, aber ¿, Sleigerung is weitaus überholt dur< die Verteuerung aller :entmittel und Bedarfsgegenstände. Das Natürliche sollte es sein, E gierung und Volkspertreter das Bestreben der gewerkschaft- erst oanisationen na weiterer Lohnsteigerung mit allen Kräften e N aber davon ist in dem Lande des Dreiklassenwahlunre<hts lo e. Die Zunahme der Zahl der Höchstbesteucrten, der ute in Preußen ist in den leßten Jahren geradezu unheimlih Friseagelen die Milliarden, welche die neugefchaffenen Werte tiace eren, sind in die Taschen weniger geflossen. Sollte diese tung as gerade denen, die Pier [0 eifrig in Mittelstands- b Dém en, wie der Abg. Hammer, zu denken geben? Aber der sit: e besigt dafür kein Verständnis; er vertritt in seiner E B und RNückständigkeit unentwegt seinen arbeiterfeind- die L punkt; und au<h im Zentrum läßt das Verständnis

sh aren Aufgaben der gewerkschaftlihen Organifationen È mit q es ju wünschen übrig; man hâlt es da fast durhweg tiben* Do bishöflihen Wort: „Wer Knecht ist, soll Knecht derlei wünscht aber das Zentrum gte A daß seine is a ichen Organisationen begünstigt, die freien mögli<st unter- hrt aud d g hat uns ja Abz. Busch deutli gesagt. Hierher tine, dersel ampf der Agrarier und Konservativen gegen die Konsum- baani ati 1e en Agrarter, die si< eine Menge genossenschaftlicher Fir i: nen geshaffen haben, die den gewerblihen Mittelstand weit

So sieht die Mittelstandsfreundlihkeit der Agrari i grarier aus.

Maschinenankaufszentrale \lesisher Landwirte in Liegnitz i eine Verkaufsliste, ein Preilsverzeichnis, aus dem si ergibt, daß nicht nur landwirts>aftlid;e Maschinen, sondern alle möglichen Verbrauchs- artikel, die man si nur tenken kann, bis zum Alkohol, Champagner und Petroleum, vertrieben werden. Dasselbe gilt von den Geschâfts- niederlafsungen des Bundes der Landwirte in Halle und Halberstadt. er größte Teil dieser Genossens(aften geht bisher bei der Ein- ommensteuer frei aus, während die Konsumvereine {hon jeßt scharf herangezogen werden. Wir werden ja sehen, ob das Steuer ese tn dieser Beziehung eine Aenderung bringen wird. Gelingt es nicht die Befreiung der Konsumvereine von der Einkommensteuer herbeizu- führen, so muß unter allen Umständen die Unterwerfung aller dieser genossenshaftlihen und Vereinsbildungen unter die Einkommen- steuerpflicht erfolgen. Auf das Wohnungsgeseß warten wir {on jahrelang. (Präsident Dr. Freiherr von Erffa bittet den den Redner, dies niht bei diesem Etat zu besprehen.) Daß das Wohnungsgesct dringend notwendig ist, beweisen die Zustände des großen Wohnungselends. In den Fortbildungsshulen is es wichtiger daß die Lehrlinge eine tüchtige fahlihe Ausbildung als eine religiöse Erztehung erhalten. Der Handelsminister darf nit die scharfmacherischen Bestrebungen gegen die Sozialdemokratie unter- stüten, sondern muß si< der Satetessei der Arbeiterschaft an- nehmen. Allerdings bei der Dreiklassenwahl (Prâsident Dr. Freiherr von Srffa verweist den Redner abermals auf die Sache.) Ich will gerade ausführen, daß au in Handel und Gewerbe die Interessen der Arbeiterklasse wahrgenommen werden müssen und daß deshalb die Dreiklassenwahl beseitigt werden muß. Die Arbeiter- lasse darf nicht länger als Aschenbrödel und Stiefkind, sondern muß als eine Klasse gleihberectigter Staatsbürger behandelt werden.

(Schluß des Blattes.)

Nr. 17 des „Zentralblatts der Bauverwal L 8. gegeben im Ministerium der ôöffentlihen Arbeiten, E s hat folgenden Inhalt : Amtliches: Allerhöchster Erlaß vom 12. De- zember 1911. Junderlaß vom 21. Januar 1912, betr. die Ver- wendung photographischer Vergrößerungen der Generalstabskarten 1: 25 000 und 1 : 100 000. Runderlaß vom 9. Februar 1912, betr. die Berechnung von CEisenbetonbalken mit eingelegten Drahtwi>lungen in der Druckschicht. Runderlaß vom 13. Februar 1912, betr. die Bestimmungen über die bei Hochbauten anzunehmenden Belastungen und die Beanspruchyng der Baustoffe. Dienstnachrihten. Nidt- amtliches: 2as Flußgebiet und die Wasserführung des Cuphrats und Tigris im Jrak Arabi (Babylonien). Die Neu- und Umbauten am Konversationshause in Baden-Baden. Heinrih Stra> {. Vermischtes: Wettbewerbe um Entwürfe zu einer 16 klassigen Volks- schule in Fulda, zu einer Leichenhalle mit Verbrennungshaus und für die Erweiterung des Friedhofs der Stadt Pforzheim, zu einer Wirt- schaft im Stadtpark in Bochum und zu einem Denkmal für den General Antonio Maceo in Havanna. Technishe Hochschule 141 ia g Ben S nen mit eingelegten Draht- ) gen in der DrudPit ensterläden-F \<ließ- un! Sao T hi< Sensterläden-Jnnenschließ- und

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

4 Aus Essen (Ruhr) wird dem „W. T. B.“ telegraphtert: Der Berein der <ristli<en Bergarbeiter veranstaltete am 25. d. M. etwa vierzig ge\{lossene Versammlungen, in denen u. a. betont wurde es müsse erst eine Lohnerhöhung dur die Grubenbesitzer abgewartet werden. Falls ee den Ansprüchen der Bergarbeiter nit genügen würde, werde die Mitgliedshaft im Verein mit allen Bergarbeiter- FENENDeR bereit fein, deren Forderungen dur<zudrüen. Sich vorher 2 igs G einzulassen, lehne der. Gewerkverein ab. (Val. Zur Lohnbewegung der englishen Bergarbeite gl. Nr. è d. Bl.) wird dem ,W. T. B.“ aus London «meldet, dab do Berg. werksbesizer si< gestern nahmittag 4 Uhr zum Prem'erminister Asquith begaben, der sie zu einer Besprechung aufgefordert batte. Kurz vorher hatte der Premierminister mit den Mitgliedern des Kabinetts Grey und Buxton sowie mit Sir G. N. Asfwith und anderen Beamten des Handelsamts etne Zusammenkunft. Der „Star“ \{hreibt, er sei zu der Erklärung ermächtigt, daß die Vergwerksbesißer von Schottland, Durham, Northumberland und den mittelenglishen Grafschaften eins{ließlih Lancashire und Vorkshire sich nicht nur mit einem Mindestlohn bei außergewöhnlichen Ortsverhältnissen, sondern au mit einem Mindestlohn grund- \äßlih einverstanden erklärt hätten. Ausgenommen sollten nur alte Leute und Jugendlihe sein. Die Bergarbeiter hätten dieser Ausnahme zugestimmt. Die Bergwerksbesiger wollten den Premierminister Asquith von diesem beträhtlichen Fortschritt zum Frieden, wenigstens was England und Schottland betreffe, bena richtigen. Die Bergarbeiter im Distrikt von C hesterfield (Derbyshtre) haben gestern mittag die Arbeit niedergelegt, da die Kün- digungsfristen abgelaufen sind. Unruhen haben sih nit ereignet. Die Bergleute einiger Bezirke haben eingewilligt, daß im Falle des Ausstandes eine genügende Anzahl Arbeiter zurü>bleibt, um die Gruben vor dem Versaufen zu bewahren. Jn Aldershot ist gestern ein Mann verhaftet worden, der zwei Soldaten zu ver- brecherischen Handlungen zu verleiten suchte und Flugblätter verteilte, in denen die Soldaten aufgefordert werden, mit den Ausständigen gemeinsame Sache zu machen und, wenn ihnen befohlen würde, auf die Ausständigen zu feuern, dem Befehl niht nachzukommen. ; Wie dem „W. T. B.“ aus St. Etienne gemeldet wird, bat der Syndikatsaus\<huß der Bergleute des Loiredevarte ments beschlossen, am 11. März einen 24 stündigen Gesamt“ ausstand zu veranstalten, um auf das Parlament, dem gegenwärtig? die Forderungen der Bergleute vorliegen, etnen Dru> auszuüben. Es heißt, daß der Nationalaus\huß der Bergleute denselben Beschluß gefaßt habe, und daß demzufolge der 24 stündige Gesamtausstand h auf ganz Frankrei erstre>en werde. j Der nahe bevorstehende Koblenarbeiteraus\tand in England bat den Ernst der Lage in Amerika zusechends vershärft. Fn nächster Zeit sollen, wie ,W. T. B.* meldet, in New Yo rk Besprehungen statt- finden zwischen den Anthracitgrubenbesizern und den Vertretern der 175 000 Mitglieder des Verbandes der vereinigten Grubenarbeiter. Die Grube narbeiter verlangen den Achtstundenarbeitstag, eine zwanzig- prozentige Lohnerhöhung und andere kleine Vergünstigungen na< dem Ablauf des bis zum 1. April geltenden jetzigen Abkommens. Die Stu enber sind niht zum Nachgeben geneigt und erklären, sie fürhteten den Auéstand nit, da der @rubenarbeilt Ge sowobl was die Mittel betrifft, wie au< an Zahl \{wa< sei und bereits eine bedeutende Menge von Koblen vorrätig sei. Sie geben indessen zu, daß ein längerer Ausstand große Verwirrung in der Industrie anrihten und die Abnehmer s{<wer s{<ädigen würde. Y

A „In Lawrence (Massachusetts) ist es, ,„W. T. B.* zufolge, in Verbindung mit dem We bereiarbeiterausstand zu neuen Aus - \hreitu ngen gekommen. Die Ausständigen feuerten aus ibren Hausern auf die Polizei; diese erwiderte das Feuer und verwundete einen der Ausständigen.

(Weitere „Statistis&e Nacri>ten* \. i. d. Zweiten Veilage.)

dädigen, als alle Arbeiterkonsumvereine und -genossenschaften.

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1 : n belehrenden Inhalts. 18 für das Nettungshaus- und wesen hielt eine gut besu<hte Konferenz in München ab vrd aab eine Statistik der Anstalten und Vereine der Inneren N i Deutschlands für die gefährdete und verwahrloste Jugend beraus

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