1912 / 66 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Es folgt die Fortsezurg der «m 2. März Dvegonne"en n des Antrages der Abgg. Dr. Arenot \(jreikoay.) U. en.,

_ „die Königliche Staatsêregierung zu ersuchen, dem Landtage in der nächsten Session den Entwurf eines Wohnungs- geseßes zur Besserung der Wohnungéverhältnisse für die unter großftädtishen Verhältnissen lebenden Menschenmassen - vor- zulegen“.

Jn Verbindung damit steht ein Antrag der Abgg. Frank (Zentr.), Linz (Zentr.), De. Wuermel in g (Zentr.) u. Gen.,

. edie Königliche Staatsregierung aufzufordern, dem Landtage

möglichst bald den Entwurf eines Wobnungsgeseßzes zunähst wenig- stens zur Besserung der Wohnungsverhältnisse für die in großen Städten und Industriegegenden wohnenden Massen von Menschen vorzulegen“.

Die Abgg. Aronsohn. (fortshr. Volksp.) u. Gen. b e- antragen, in dem Antrage Arendt die Worte „für die unter großstädtishen Verhältnissen lebenden Menschenmassen“ bezw. in dem Antrage Frank die entsprehende Stelle zu streichen.

Abg. Weissermel (konf.): Gegen die Annahme des Antrages Arendt haben wir nichts einzuwenden. Der Zentrumsantrag ist vollkommen gleihlautend mit der Resolution, die in der vorigen Session vorlag und fast von allen Parteien angenommen worden ist. Die Besserung der Wohnungsfrage ist von außerordentliher Wichtig- keit, ja wir sagen fogar, die Wohnungsfrage ist ein Teil der sozialen Frage selbst. Es liegt im Wesen des deutschen Volkes, daß jeder sih nah einem eigenen Stückchen Land sehnt; wir sehen das an den vielen Laubenkolonien, die wir um die Großstädte herum haben. In ‘den Großstädten tritt das Bedürfnis nah einer Wohnungs- regelung befonders ftark hervor, und deshalb sind wir damit eîn- verständen, daß in diesen beiden Anträgen die Forderung eines Woh- nunygsgescßes zunächst für die Großstädte erhoben wird. Wenn nachher in der Debatte betont werden wtd, daß wir ein Wohnungsgeseß auch für das platte Land haben müssen, fo weise ih jeßt gleih darauf bin, daß auf dem Lande wenigstens frishe Luft vorhanden ist, sodaß hier die Not nicht so groß ist. Ein Ausnahmegeseß für Berlin darf nicht erlassen werden, fondern es foll für alle Großstädte bestimmt sein. Meine Freunde stehen auf dem Standpunkt, daß der Reichsgeseßgebung die landesgeseßlihe Regelung vorzuziehen ist. Wir verkennen die Schwierigkeiten eines Wohnungsgesetzes nicht. Wir dürfen niht zu sehr in bestehende Privatrechte eingreifen, aber es wird auch nicht ohne dies gehen, wenn wir die jeßigen Mifistände beseitigen wollen. Jedenfalls muß eine noten Frist zur Aenderung bestehender Verbältnisse gelassen werden, wie uns die Erfahrungen mit der Bäckereiverordnung gelehrt haben. Es wäre gut, wenn wir das Mietskasernensystem aufgeben könnten. Die Ne- gierung hatte bereits vor Jahren ein Wohnungsgeseß entworfen, aber dann ift es wieder davon till geworden; es 1st ‘ein Verdienst der Antragsteller, daß fie die Negterung wieder an die Sache erinnern. Wir stimmen dem Antrag des Abg. Frank zu, zu dessen Gunsten eigentlich der Antrag Arendt zurückgezogen werden könnte. Legen aber die Freikonservativen Wert auf die Annahme ihres Antrags, so find wir bereit, au für diesen Antrag zu stimmen. Dagegen werden wir die Abänderungsanträge Aronsohn ablehnen.

Abg. von low - Homburg (nl.): Alle Parteien des Hauscs wünschen also die Vorlegung eines Wohnungsgesezes: Der Ne- gierungsfommissar hat uns am 2. März gesagt, taß kommissarische Beratungen stattgefunden hätten und bereits abges{lossen seien. Das ift erfreulich, aber cs wäre eine bestimmte Erklärung er- wünscht gewesen, daß wir spätestens in der nächsten Session die Vorlegung eines Geseßentwurfs zu gewärtigen haben. Das ließ ih aber aus der Erklärung des Kommissars nicht entnehmen, im Gegenteil {eint es noch langer Zeit zu bedürfen, bis die weiteren Stadien erledigt sind. Ich bitte um éine bestimmte Er- klärung, ob wir im nächiten Jahre eine Vorlage bekommen können. Es bedarf sowohl befserer Wohnungseinrichtungen wie einer geregelten Wohnungsinspektion. Die beste Form des Wohnungsbaues ist, wie das Beispiel von England zeigt, das kleine Neihenhaus. Die Bdu- polizetverordnung für Berlin hat bis zum vorigen Jahre den jetzigen Bedürfnissen nit genügt, erst die Novelle dazu von 1911 tat er- freulih-rweise das kleine Neihenhaus zugelassen, weil bis dahin nur die offene Bauweise mit einem Bauwich für kleine Einzelbäuser zu- gelassen war, was natürlich die Häuser verteuerte. Wir wollen hoffen, daß diese Beratung einen Erfolg in der Schaffung eines Wohnungs- gesetzes findet.

Abg. Dr. Fle ch (forts{chr. Volksp.): Es ist fraglich, ob die tente Session einer Legislaturperiode geectanet ist, so große geseß- geberis{he Aufgaben zu lösen. Die Bedürfnisse sind im Wohnungs8- wesen verschieden, die Schwierigkeiten für ein Wohnunge gese sind groß. Ich bin eigentlich erstaunt über den Enthusiaëmus, mit dem diese Frage behandelt wird. In die Wohnungsfrage spielt eine ganze Reibe von anderen Fragen binein, 4. B. die Frage der Eingemeindung und die Frage der Freizügigkeit. Durch ein Wohnungtégesetz kann die Freizügigkeit beschrankt werden, die Wohnungsfrage läßt sich alfo nicht obne Nücksicht auf die Freizügigkeit lösen. Durh ein Wohnungs- gese kann ferner ein Konflikt zwischen der Polizei als Aufsichts- instanz über die Wohnungen und der Selbstverwaltung der Gemeinde berbeigeführt werden. Die Anträge beziehen sich nur auf die Groß- städte, aber die Großstädte sind doch nicht selbst an ihrem An- \chwellen s{uld, fondern das Anwachsen der großen Städte kommt daher, daß die Leute auf dem Lande keine Wohnstätte mebr finden. Im Negierungsbezirk Breslau gibt es nur noch wenige Güter, auf denen inländische Arbeiter beschäftigt werden. Die einheimischen Arbeiter sind vom Lande abgeshoben und in die Städte gedrängt worden: dadurch sind die großen Städte entstanden, und nun sagt man, diese seten {huld an den Wohnungsverhältnissen. Das ift geräde die umgekehrte Auffassung von den Dingen, wie sie sih wirklich entwidckelt haben. Es ist ein sehr gefährlihes Beg!nnen, Mindest- forderungen aufzustellen, den Zuzug zu beschränken, aber nur für die Großstädte, und die Lage auf dem Lande nicht zu berüksichtigen. Wir geraten dabei auf das politishe Gebiet. Je mehr man durch Mindestforderungen die Wohnungspreise in die Höhe treibt, desto weniger bleibt für die übrigen Lebensmittel übrig, desto mehr drückt man den Arbeiter in seiner gesamten Lebenshaltung herab. Man muß sich also fragen: wie weit schade ich dem Arbeiter in seiner Lebenshaltung, wenn ich ihm in seinen Wohnungsverhältnifsen nüße? Der Fiskus verlangt von Berlin, daß es gute Wohnungen schaffe, fordert aber dann Millionen für die Kiefernwaldungen, die das Bau- [land abgeben fönnen. Wenn der Fiskus für billigere Wohnungen forgen will, muß er in der Hergabe seines Landbesißzes ganz andere Saiten aufziehen. Aus der Tasche des etlnzelnen können die Mindestforderungen beim Wohnungsbau nicht befriedigt werden. Es genügt nicht, daß man Mindestforderungen aufstellt, daß man kleine Häuser draußen auf dem Lande in der Nähe der Industrie, der Zechen berstellt, sondern es müssen auch alle Wohlfahrtseinrihtungen ge- troffen werden, wie Versammlungsräume, Lesefäle usw. Und dann darf niht einfach vom Unternehmer gesagt werden: heute hört der Arbeitsvertrag auf, heute hört auh der Mietsvertrag auf. Anderseits dürfen die Leute nicht abbängig acmacht und an die Scholle gefesselt werden; die persönliche Freibeit darf nicht be- schränkt werden. Nun fagen die Antragsteller, die Verbesserung der Wohnungen ist nur in den großen Städten nötig. Man kann doch die Leute nicht aus der Stadt hinaustreiben und ihnen sagen, daß fie auf dem Lande sich mit der guten Luft begnügen könnten. Wir beantragen deshalb die Abänd:rung, daß sh die Anträge auf die Allgemeinheit, also auch auf das Land beziehen. Wir wollen uns, wenn das Wohnungsgesez kommt, niht auf die Mindestforderungen und auf die polizeiliche Aufsicht in den Großstädten beschränken, fondern wir wollen das Gese ör!lich auf das Land und sachlich auf das gesamte- Wohnungswesen auscehnen.

Abg. B TEES - Berlin (Soz.): Wir würden die reichsgesehz- lie Regelung des Wohnungêwesens der landesgeseulihen Regelung

| vorziehen, troßdem werden wir für die Anträge stimmen, zwar nicht

in -der Erwartung, daß aus ihnèn etwas Gutes herauskommt, sondern um unsere Bereitwilligkeit zu zeigen, an einem Wohnungsgeseß mit- zuarbeiten. Eke wir allerdings unsere Mitarbeitershaft in Aussicht stellen, müssen wir sehen, wie die Vorlage der Negierung ausfehen wird. Wir wollen ein Wohnungsgescß, das nicht nur die groß- städtischen, * sondern auch die kleinstädtishen Verhältnisse berüsitigt. Die Regierung hat \sich bisher für die Aufrechterhaltung des Haus- besißerprivilegs ausgesproWen. Die Mitarbeit der Gemeinden bei der Wohnungsreform wird aber erschwert, ja sogar unmöglich gemacht, wenn die Hausbesitzer die Hälfte der Mandate in den Gemeinde- vertretungen haben. Wer dieses Kausbesitzerprivileg nicht beseitigen will, meint es nit ernst mit einer Wohnungsreform. Jn dèr Be- gründung untersheiden wir uns von dem, was der Abg. von Zedlitz ausgeführt bat. Wenn wir das Wohnungsgéseß um den Preis der Frei- zügigkeit erkaufen sollen, wie es der Abg von Zedliß in seiner da- maligen Nede andeutete, dann verzihten wir darauf. Es ist auf die große Zahl von Obdachlosen im Berliner Asyl hingewiesen worden; es steht aber fest, daß sich eine große Zahl von Perfonen darunter befindet, die dirétt von Amtsvorstehern und Gults- besißern nah Berlin abgeshoben worden sind. Eine wirkliche Regelung der Wohnungsbverhältnisse werden wir nur bekonimen, wenn die Mehrheit des Hauses cine andere ist, und tas wird nur zu erreichen sein, wenn “wir ein anderes Wablgeselß haben, wenn das Dreiklassenwahlrecht beseitigt ist. (Präsident Dr. Freiherr von Er ffa: Das Wahlgeseß bat doch nih18s mit dem Wohnungsgeseß zu tun!) Die Wohnungbverbältnisse in den großen Städten find geradezu ein Verbrechen an der Volkägesundheit. Wenn wir ganze Arbeit machen wollen, dann muß die Regierung mit uns für die Vergefell- fchaftung des Grund und Bodens eintreten.

Damit ließt die Besprechung. Im Schlußwort bemerkt

Abg, Freiherr. vonZedliy und Neuktrch(freikons.): Von allen Seiten ist die Notroendigkeit und Dringlichkeit eines Wohnungsgeseßes anerkannt worden. Den Einwand, daß dieses Haus wegen seiner Zu- sammensezung und seines Wahlverfahrens nicht fo gut geeignet sei wie der Reichstag, ein Wohnungsgeseß zu bearbeiten, muß t1ch energisch zurücweisen. Auf dem flachen Lande ist das Bedürfnis nach einem geseßgeberischen Eingriff in der Wohnungsfrage noch lange nicht so lebhaft, wie in den großen Städten. Der Borredner hat in meinen Ausfübrungen - einen versteckten Angriff auf die Frei- zügigkeit gesehen. Man {übt die Freizügigkeit am. besten, indem man ihre Auswüchse beseitigt. Die Hauptquelle für die shlechten Wohnungs- verhältnisse in Berlin ist der Zuzug von Personen nah Berlin, die hier kein rechtes Fortkommen finden. Den Antrag der Fortschritt- lichen Volkspartei bitten“ wir abzulehnen. Wir hoffen, daß die MNe- gierung in der nächsten Session mit Tatkraft ein Wohnungsgesctz für die großen Städte vorlegen wird.

Die Anträge Frank und Arendt werden unter Ablehnung des Antrags der forts{hrittlihen Volkspartei angenommen.

_ Schluß 41/2 Uhr. Nächste Sißung Dounersiag 11 Uhr.

(Kleinere Vorlagen; Etat der Zentralgenossenschaftskasse.)

Handel und Gewerbe.

Konkurse im Auslaude. Serbien.

Milutin Rankowith, Schuhmacher in Belgrad. An- meldetermin: 17./30. März 1912. Verhandlungstermin: 19. März/

1. April 1912, i Stewan M. Ilitch, Kausmann in Negotin. Anmelde- 1912. YVerhandlungstermin: 19. März/

termin: 16./29. März 1, April 1912.

Nista N. Nikolajewtitch, Kaufmann in Kladow o. Anmelde- termin: 17./30. März 1912. Verhandlungstermin: 20. Märiz| 2. April 1912.

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 13. März 1912: Nuhrrevier Oberschlesishes Revier Anzahl der Wagen Gott, » 11425 12 168 Nicht gestellt . 459.

Der Versand des Stahlwerksverbandes in Produkten A betrug laut Meldung des „W. T. B.“ aus Düsseldorf im Februar 1912: 507272 t (Nobstahlgewiht) geaen 478 587 t im Januar 1912 und 414445 t im Februar 1911. Hiervon entfielen auf: Halbzeug 173 013 t gegen 182 568 bezw. 131 572 t, Eisenbahnmaterial 194 §23 t gegen 177 3i0 bezw. 157012 t, Formeisen 139 436 t gegen 118 709 bezw. 125 861 t. : der gestrigen ersten Gläubigerversammlung der Note

, A.-G., in Dortmund, führte laut Meldung des „W. T. B.“ aus Dortmund der Konkursverwalter aus: Die Aktiven betragen unter der Vorausfezung, daß das Werk in Betrieb bleibt, 3949152 MÆ, die Passiven 3175 034 4, sodaß ein Uebershuß von 774 118 M bleibt. Für die nicht bevorrechtigten Gläubiger kommt eine Dividende von mehr als 50% heraus. Die Ausfihhten für einen Veikauf des Unternehmens, bet dem zurzeit nur das Walzwerk stillgelegt ist, find günstig.

In Berichtigung der gestern (\. Nr. 65 des „N. u. St.-A.“ [T]. Beil.) erschienènen Notiz wird dem „W. T. B.“ mitgeteilt, daß die Generalversammlung der Banque Générale Roumaine, Bukarest, am 21. April n. St. (d. h. 8. April a. St.) in Bukarest stattfindet.

Santos, 12, März. (W. T. B.) Dte Surtaxceinnahmen für die Sao Paulo-Kaffeezollanletihe ergaben für die Zeit vom 4. bis 9. März 1912: 13 080 Pfd. Sterl.

Vecritner LTiüiarenveridzte,

Produktenmarkt, Berlin, den 14. März. Die amtlich ermittelten Preise waren (per 1000 kg) in Viark: Weizen, inländischer 210,00—211,00 ab Bahn, Normalgewicht 755 g 215,25 bis 216,00—215,75 Abnahme im Mai, do. 217,25—217,75 bis 217,50 Abnahme im Iuli. Matter.

Moggen, inländischer 186,00—186,50 ab Babn. Normalgewidt 712 g 192,00—192,25 Abnabme im MViai, ‘do. 193/00—192,50 bis 193,00 Abnahme im Juli, do. 175,29—175,50 Abnahme im Sey- tember. Mattkt.

Hafer, Normalgewicht 450 g 19425—193,75 Abnahme - im Mai, do. 193/50—193,25 Abnahme im Juli, do. 171,75 Abnahme im September, Matter.

Mais geschäftslos.

Weizenmehl (per 100 kg) ab Bahn und Speicher Nr. 00 24,50—28,25. Still.

Roggenmehl (per 100 kg) ab Bahn und Speicher Nr. 0 und 1 22,00—24,10. Matter.

Rüböl für 100 kg mit Faß 61,20—61,00 Abnahme im Mat, do. 60,90—60,70 Abnahme im Oktober. Still.

Berlin, 13. März. Königlicken Polizeipräfidtums. (Höchste und niedrigste Preise.) Der Doppelzentner für: Weizen, qute Sorte) 21,20 #, 21,18 A. Wetzen, Véittélsorte?) 21,16 6, 21,14 #. Wékien, geringe Sorte?) 21,12 #, 21,10 Æ. MNoggen, gute Sörtef) 18,80 #, —,— M. Roggen, Viittelforief) —,— #, —,— M. Roggen, geringe Sortef) —,— M, j / Futtergerste, gute Sorte*) 20,20 #, 19,70 æ. Futtergërste, Mittelsorte*) 19,60 #4, 19,10 #. Futtergerste, geringe Sorte*) 19,00 #, 18,50 4. Hafer, aute Sorte*) 2150 M, 21,00 Æ. Hafer, Mittelforte*) 20,90 Æ, 2050 #. Hafer,

_— Hechte 1 kg 2,60 4, 1,40 #. Barsche 1 kg 2,00 #,

Marktpretse na® Ermittlungen des

geringe Sorte*) 20,40 46, 20,00 S. Mais (mixed) gute Sorte 18,80 6, 17,70 4. Mais (mixed) geringe Sorte —,— #Æ, —,— &. Miais (runter) gute Sorte 18,20 4, 17,90 . Richtstreh 6,30 4, 600 # Heu 9,60 4, 8,10 6 (Markthallen- preise.) Etbsen, gelbe, zum Kochen 50,00 #4, 34,00 #Æ. Speisebohnen, weiße 56,00 #4, 35,00 Æ. Linsen 80,00 #, 40,00 M. Kartoffeln (Kleinhandel) 13,00 4, 9,00 4. Rindfleisch bon der Keule 1 kg 240 #4, 1,60 #, do. Bauchfleish 1 kg 1,80 Æ, 1,30 A Sdweinefleisch 1 kg 1,80 #, 1,20 . Kalbfleish 1 kg 2,40 #, 140 #. Hoammelfleish 1 kg 2,20 Æ, 1,30 Butter 1 kg 3,20 #, 2,60 #&. Eier 60 Stück 6,00 4, 3,80 H. Karpfen 1 kg 2,40 #, 1,20 M. Aale 1 kg 3,20 4, 1,60 A Zander: 1 ks 3,60 , pa d. M Edhleie 1 kg 3,20 4, 1,60 # Bleie 1 kg 1,40 #, 0,89 4. FRrebse 60 Stück 30,00 #6, 4,00 6.

+4) Ab Bahn.

*) Frei Wagen und ab Bahn.

Ausweis über denVerkehr aufdem Berliner Sch{chlachtyich- marki vom 13. März 1912. (Atnitlicher Bericht.)

Kälber: Für den Zentner: 1) Doppellender fetnster Mast, Lebend- gewidht 80-—102 6, E(lachtgewiht 114—146 „4, 2) feinste Mast- kälber, Lg. 63—66 #, Schlg. 106—110 #Æ, 3) mittlere Masts und beste Saugkälber, Lg. 98—62 #&, Schlg. 97—103 „#, 4) geringe Mast- und gute Saugkälber, Lg. 50—56 #, Schlg. 88—98 é, 5) geringe Saugkälber, Lg. 35—46 #, Sclg. 64—84 #.

Schweine: Für den Zentner. 1) Fettschweine über 3 Ztr. Lebendgewiht, Lebendgewicht 56,00 #6, Shlachtgewicht 70,00 #, 2) vollfleishige Schweine von 240——300 Pfd. Lebendgewicht Lg. 54—56 #, Schlg. 68—70 #6, 3) vollfleishige S{chweine von 200—240 Pfd. Lebendgewicht, Lg. 53—55 #, Sckchlg. 66—69 #, 4) vollfleishige Schweine von 160—200 Pfd. Lebendgewicht, Lg. 50- 51 #4, Slg. 63—67 #, 5) vollfleisbige Schweine unter 160 Pfd. Lg. 46—50 #4, Sthlg. 58—63 #6, 6) Sauen, Lg. 500—51 #, Schlg. 63—64 4.

Auftrieb : Ninder 353 Stück, darunter Bullen 138. Stück, Owen 38 Stück Kühe und Färsen 177 Stück; Kälber 2475 Stück; Schafe 748 Stück; S{hweine 17955 Stüdck.

Ptarkiverlauf :

Vom Rinderauftricb blieb mchts übrig.

Der Kälber hande) gestaltete fich glatt. brachten Preise über böchstex Noth. .

Bei den Schafen fand der Auftrieb Absaßz bis auf wenige Stüle.

Der Sch{weinemarkt verlief ruhig und wurde geräumt.

Berlin, 13. März. Beric@t über Speisefette ron Gekr. Gause. Butter: Das Geschäft in feiner und feinster Butter ist lebhaft. * Es mußten größere Posten vom Auslande bezogen werden, da die Eingänge inländis{er Butter zur Deckung des Bedarfs nicht ausreihten. Die Knappheit in billigeren Qualitäten hält noch immer an. Die beutigen Notierungen find: Hof- und Genofsensaftsbutter la Qualität 141—143 4, lla Qualität 138—141 A. Schmalz: Die Abnahme der. Zufubren und die dadur bedingte feste Haltung der Schweinemärkte beeinflußten auch den S{malzmarkt aünstig, fo- daß sih die langsame Aufwärtsbewegung der Preise fortsette. Die Packer sind mit Verkäufen sehr zurückhaltend, und nur zweithändige BVDfferten verhindern hier noch ein weiteres Heraufgehen der Preise.

‘ie heutigen Notierutigen sind: Choice Western Steam 54—55 #, amerikani\ches Tafelschmalz Borussia 56 #4, Berltner Stadtschmalz Krone 554—62 4, Berliner Brätenschmalz Kornblume 56—62 F. Spedck: Gute NawWhsrage bei fester Tendenz.

Neichlich 100 Kälber

Amtlicher Marktbericht vom Magerviebhof in Friedrichsfelde, Schweine- und Ferkelmarkt am Mittwoch, den 13. März 1912.

Auftrieb Ueberstand Schweine . . 3032 Stúck Stüd M a D S R Verlauf des Marktes: Lebhaftes Gesckhäft: Preise höher. Es wurde gezahlt im Engroshandel für : Läufershwetne: 7—8 Monate alt. . Stück 47,00—58,00 46 5—6 Monate alt. . « 35,00—46,00 Polke: 3—4 Monate alt . Ee a6 « 24,00—34,00 Fertel: 9—13 oden ält .. . ¿2 2000-2300 6—8 Wochen alt «e 14,00—19,00 ,

Kursberichte von auswärtigen Fondsmärkten.

Hämburg, 13. Viârz. (V. L. B) (Sc(tluß.) - Gold in Barren bas Kilogranm 2790 Br., 2784 Gd., Silber în Barren das Kilogramm 8025 Br., 79,75 Gd.

Wten, 14. März WBormtttags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einh. 49% Mente Vi./N. pr. ult. 8990, Einh. 49% Rente Januar/Zult pr. ult. 89/90, Oesterr. 4%/, Rente ti Kr.-W. pr. ult. 8995 Ungar. 4% Goldrente 11000 Ungar. 49% Rente in Kr.-W. 89 70 Türkisle Lose pex medlo 245,50, Ortentbahnakttien pr. ult. —, VDesterr. Staatsbahnaktien (Franz.) pr. ult. 74200, Südbahn- esellîchaft (Lomb.) Akt. pr, ult, 107,50, Wiener Bankvereinaktien 546,00, Desterr. Kreditanstalt Alt. pt. ult. 655,50 Ungar. allg. Kreditbankaltten 861,50, Oesterr. Länderbankaktien §45 50, Unionbank aftien 627,00, Deutihe Reichsbanknoten pr. ult. 117,85, Brürxer Kohlenbergb.-Gesell\{.-Akt. —,—, Desterr. Alpine Montangeseli- shaftsaktien 93950 Prager Eitsenindustrieges.-Akt. —,—.

London, 13. März. (W., T. B.) (Scluß.) 249% Eng-

,

he Konsols 783/,¿, Silber prompt 261°/,;, per 2 Monate 26/5,

Banfkeingang 208 000 Pfd. Sterl. März. (W. T. B.) (S@(luß.) 3%

(W. T. B.) Wechsel auf Paris 107 80.

Lissabon, 13 März, (W.-T.B.) Goldagto 9.

New Vork, 13. März. (W. T. B.) (S{hluß.) Die Börfe zeigte zu Beginn bei ziemlich lebbaften Umfäßen feste Haltung; die Haussepartei verwies auf die gebesserte Streiklage im Auslande, welches als F für etwa 20000 Shares am Markte war.

Privatdiskont 3/5 Páris, 13

Rente 94,95, Mädrid, 13. März.

Franz.

Käufer Günstigere Beurteilung der \ck{webenden Trus1prozesse wirkte ebenfalls befestigend. Im Verlaufe seßten dann. Realisationen ein, die Spekulation {ritt zu Glattstellungen, und die Kurse gaben etwas nah. Die Betlegung des Textilarbeiterstreiks trug wieder zur Be- festigung bei, doch profitierten Hiervon hauptsählich nur Ind strie- werte, während Eisenbahnen im Kurse nachgaben. Bet Schluß der Börse war die Haltung sckwerfällig, troßdéin zeigen die meisten Werte gegen gestern kleinere Avancen. Afktienumsaß 364 000 Stü Tendenz für Geld: Stetig. Geld auf 24 Stunden Durchschn.-Zins- rate 24, do. Zinsrate für leßtes Darlehn des Tages 24, Wechsel auf London 4,8400, Cable Transfers 4,8765. : Mio Janeitd, 10, Vall, (W. % 2) Wewhlel auf London 162/16.

»

Kursberichte von auswärtigen Warenmärkten.

Gfsener Börse vom 13. März 1912. “Anitlicher Kursbericht. Koblen, Koks und Briketts. (Ee nonen des NRhetntish- Westfälischen Kohlernsyndikats für die Tonne ab Werk) 1. Gas- und Flammkohle: a. Gasförberkohle 11,50—13,50 4, b. Gas- Aammförderkohle 10,756—11,75 Æ, &. Flammförderkohle 10,25 bis 10,75 „ée, d. Stüdtoble 13,25—14,25 46, è: Halbgesiebte 12,75 bis 13,75 Æ, f. “Nußkoble gew. Korn T und. 11.-13,25—14/25 #, do. do. TIT 12,75—13,25 Æ, bo. do. TV 11,76—12,25 #, & Nuß- grusfobhle 0—20/30 mm 7,508,590 Æ, do. 0—b0/60 mm 8,50 bis 10,00 4, h. Grusfohle 5,76—850 4; 11. Féttkohle: a. Förder- foble 10,560—11,00 Æ, b. Bestmelierte ovblè 12,00—12,50 #, c. Stüdfohle 13,25—13,75 #, à. Nußkohle gew. Korn I 13,25 bis 14,25 M, do. do. I1 13,26—14,25 #, do, do. ILI 12,75-—13,79

do. do. IV R E k, o. Kokskohle 11,25—12,00 #; 111, Magere Kohle: a. Förderkohle 9,50—10,50 4, hþ. do. melierte 11,25—12,25 #6, c. do. aufgebesserte, je nah bem Stück, gehalt 12,29—14,00 #Æ, d. Stüdtköhle 13,00—15,00 6, 6. Nuß, ohle, gew. Korn I und 11 14,50—17,50 #4, do. do. I[I 16,00 éb 19,00 #, do. do. IV 10,50—13,00 4, f. Anthrazit Nuß Korn 1 19,50—20,90 4, do. do. II 21,00—24,50 #, g. Fördergrus 8,75 bis 9,50 46, b. Grusfohle unter 10 mm- 5,50—8,00 4; IV. Koks: a, PoGalenfors 14,50—16,50 4, b. Gießereikoks 17,00—19,00 „4, c. Brechkoks I und I1 19,00—22,00 4; V. Briketts: Briketts je nah Qualität 10,00—13,25 #4. Die Ee Börsenversammlung findet am Donnerstag, den 14. März 1912, Nachmittags von 34 bis 44 Uhr, im „Stadtgartensaale* (Gingang Am Stadtgarten) statt.

Magdeburg, 14. März, (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker 88 Grad o. S. 15,85, Nachprodukte 75 Grad E Stimmung: Watt Brotraffinade 1 ohne Fa —,—. Fristallzucker 1 m. S. —,—. Gem. Raffinade m. S. —,—. Gem, Melis 1 mit Sack ——. Stimmung: Geschäftslos. Robzucker Transit 1. Produkt frei an Bord Hamburg: März 15 35 Gd., 15,40 Br.,, —,— bez., April 15,35 Gd., 15,424 Br. —,— bez, Mai 1550 Gd. 15,524 Br., —,— bez., August 15,624 Gd., 15,65 Br, =—,— bez.,, Oktober-Dezember 11,524 Gd., 11,575 Br, —,— bez, Januar-März 11,574 Gd., 11,627 Br, —,— vez. Stimmung: Nuhig.

11,60,

für Vat 63,00. Bremen, Privatnotierungen. Schmalz.

13. Marz.

Nubhig.

2 d. Wert,

14. März.

Ód., März.

13. März. (W. T. B.) Rübenrohzucker 889% willig.

W. T. B.) (Schluß.)

Côln, 13. Märi. (W. T. B.) Rüböl loko 65,00,

W. T. B.) (Stetig. Loko, Tubs und Firkin 48, Schmalz, Doppeleimer 494. Kaffee. Behauptet. Offizielle Notierungen der Baumwollbörse. loko mtddling 551, Hamburg, Zudckermarkt. 88% Rendement 15,29, Avril 15,35, Mai 15,50, Januar - März average Santos März 663 Dezember 67 Gd. BuUdaveit, 13. August 15,70. London, März 15 h. 16 h. 3 d. Verkäufer, ruhig. Son don, 132M. Kupfer stramm, 6413/,5, 3 Monat 65?/16- Liverpool, 13. Umsay: 7000 Ballen, davon für Spekulation und Export Ballen. Tendenz: Stetig. Amerikanishe middling Lieferungen: Fieberhaft. März 5,89, März-April 5,89, April-Mai 5,89, Mai-Juni 5,88,

(W. e 29 ibenrohzu Ret “iti Bord Hamburg, März

ce, neue Usan August 15.674, Öktober-Dezember

März.

Mai 67 Gd., September 674 Gd.,

(Börsens{lußberict.)

Baumwolle. Nuhig. Upland

(Vormittagsberiht.) Produkt Basis

Kaffee. Stetig. Good

E D) Raps fir

Javazucker 969%, prompt Standard- B.)

(W. L, Baumwolle.

Funi - Juli 5,87, Juli - August 5,86, August -September 5,82, September - Oktober 5,77, ftober-November 5,75, Novembcr-

Dezember 5,73. (B. T. B) (SWluß.) Noheisen

Glasgow, 13. März. stetig, Middlesbrouah warrants 50/7.

Paris, 13. März. (W. T. B.) (S@{luß.) Nohzucke ruhig, 88/9 neue Kondition 43}—45. Weißer Zudcker ruhig, Nr. 3 für 100 kg März 49ck, April 497, Mai-August 50#, Oktober-Januar 371.

Morgen ges{lo\sen.

Amsterdam, 13. März. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 52. Bancazinn 118, j

Antwerpen, 13. März. (W. T. B.) Petroleum. Raffiniertes Type weiß loko 224 bez. Br., do. März d: Br., do. April 224 Br. do. Mat - Juni 223 Br. Feit, Schmalz für März 115.

New Vork, 13. März. (W. T. B.) (S@Wluß.) Baumwolle loko middling 10,70, do. für Mai 10,47, do. für Juli 10,58, do. in New Orleans loko middl. 10/,;, Petroleum Refined (in Cases) 10,10, do. Standard white in New York 8,20, do. Credit Balances at Oil City 1,50, Schmalz Western ¿eam 9,50, do. Nohe u. Brothers 9,65, Zucker fair ref. VMuscovados 4,02—4,05, Getreidefraht nah LUverpool 34, Kaffee Rio Nr. 7 loko 143, do. für März 13/28, do. für Mai 13,36, Kupfer Standard loko 14,20—14,37}, Zinn 42,00—42,25.

mrn

Die häufigsten Preise wichtiger Lebens- und Verpflegungsmittel (außer Fleisch) betrugen

für 1000 kg

j

(gelbe) | Speisebohnen |

zum Kochen |

ße

preußishen Orten

Hafer (mittel) fen

mittel)

Roggen (mittel)

(mittel) (

Braugerste | | Futtergerste |

f \C

Frb

Mark

)

(wei

Statiftik und Volkswirtschaft.

im Wochendurhshnitt des Monats Februar 1912

beim Handel in größeren Mengen

ßtartoffeln | Richtstrob | | Krumms- und |

E

|

troh

[Erbsen (gelbe)! | zum Kochen

Pr

im Kleinhandel für 1 kg

2

Î

Linsen

(weiße m—n fans t

O

12

CEfßkartoffeln 3oimilch

|Speisebohnen |

| |ch

Pfenntg

an einem der leßten Tage des Monats Februar 1912

__beim

Handel in größeren Mengen für 109 kg

im Kleinhandel für 1 Kilogramm

in den —— Kaffee

preußischen Orten

emmel)

C s

Beißbrot Roggen- Graubrot *) Neis Batobst (gemischt)

(@

S

\chmalz (inl) | j N V

Schiveine-

Weizenmehl

_W

Pfennig

| I | 183/ 187) 9220| 131 186| 300] E 48 179 | 181| 2695| Allenstein 175 177 2930| Danzig 1188 189| 280| Graudenz E T 179 186) 205 Berlin 191 209} 363) Potsdam 186) 215) 390) Brandenburg a. Havel 186| 206| 8320| Frankfurt a. Oder 184! 205 340 Cottbus 215) 189 207| 332 Stettin ves 208| 187 198| 353] G 17t 176) 2860| Sue L e 188 1924 320) Posen 173! 1921 280) Bromberg 184 190} 236] Breslau . . 177) 18M 210] Görliß 180 190| 287| Ba 5 Cal 5g A 173 191 | Königshütte in Oberschlesien 190; 203| 280! Gleiwi 184| 194| 220| Magdeburg 185) 207) 299 Halle. ä Saale. , 189 212 450 Erfurt 197} 210| 2950| Altona 202| 217) 8340| Kiel (1 198] 204| 300i Flensburg 199] 200| 380 Hannover 1971| 220) 8369| Hildesheim 196! 207| 360 DArburd d. Gie 4 193 215 360 E 12059) 1833| 205 380 Osnabrüd . . . 201 199 | 210| 340 (Emden 199} 195) 340 Münster 189 5 209/ 340 Bielefeld Zie 194! 208 358 Paderborn 202 188! 20-4) 380 Dortmund 206) 1959| 213) 369 Cassel 209| 198 214/ 360) Hanau N h 219/ 200 209| 300) Frankfurt a. Main . 221 204 204|/ 360 Wiesbaden 2083| 20L (1219| 496) Kop. 5 N 2159 10 200} 9380| O e 4 0 2261 195 209| 398) Cffen 204| 189 195) 340 Neuß . 202/ 184 187| 8380| Cöln , i 215/ (! 196 | (1206| 365 Saarbrücken . . 2314 200 j 200/| 420 C R N 224 203 206| 8380| Aachen 213 196 200| 8340 Sigmaringen . . 220/ 4950| Wilhelmshaven . ... 220| 420) im Durchschnitt: (aus\chl Wilhelmshaven) Februar 1912 . .. Januar 1912 Februar 1A, Sebruar 1910 . Februar 1909 .

Königsberg i. Pr... .

pi O N

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O J T0

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| b prnn pmk pri pri fri prrá ri pi j i i j R G

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|

203

210 210 203,7 338,2| 376 197,7| 34L/3| 3

1603| 2816| 32:

189,7| 6

208,5 D

186,2| 212,9/ 7,4 É

206,3! 194,1 220,6| 212,7!

180,9) 145,1 146,1 155,4!

148,5! 100A) 164,9| 186

3) 185,9

t ¡1 | S0 168,21

berücksihtigt it. : Bon if 8 i snittspreis des Krumm- und Preßstrohs für Januar 1912 ist von 48,3 auf

Die Preise für Getreide sind im Februar d: J. noch weiter gestiegen. Die Erhöhung der häufigsten Preise gegen den Vor- monat beträgt für Mittelware beim Hafer 6,0, bei der Futtergerste 4,6, beim Roggen 35, bei ter Braugerste 2,7 und beim Weizen 2,2 für die Tonne. Gegen den gleihen Monat dés Votjahres weisen die Februarpreise 1912 für Getreide durchweg Steigerungen auf, die sich beim Weizen auf rund 14, bei der Braugerste auf 38, bei der Futter- gerste auf 40 beim Roggen auf 41 und beim Hafer auf 43 46 für die Tonne belaufen.

Im einzelnen hat si{ch im Februar 1912 gegen den Vormonat die Mittelware der verschiedenen Getreidearten am meisten im Preise erhöht beim Weizen tin Trier (um 10 4), in Wiesbaden (um 8 4), in Altona (um 7 4), in Potsdam (um 6 4), beim Roggen in Potsdam, Hildesheim und Trier (um je 9 #), in Emden und Wiesbaden (um je 8 4), in Altona, Hannover, Bielefeld, Cassel und Hanau (um je 7 4), bei der Brau.gerste in Altona (um 10 46), in Köslin, Wieöbaden und Düsseldorf (um je 7 4), in Hanau (um 6 #4),

164,7| 293,9| 317,4/ 282

408) N 4M 280, 400! 420) 500) 400/ 500} 410} 376) 500) 380 940 380) 468 401}

480 440 335} 460} 400| 479) 400} 480} 430} 500! 400/(? 460! 390} 420} 470} 560! 360\ 364 440) 420 520 49b6/ 396 491 340 420/ 480 500/ 360} 440/ 900 540

279,0) 63,3/ 62,9 /47,9| 2) 59,2) 92,1/59,2) 287,7| 289,9 344,7 63,0161,8 47,8| 35,8 1) aus\{ließlich gehandelte „gute“ Ware, die demgemäß bei Feststellung des Gesamtdurchschnitts der Berichtsorte nicht 2) Der auffallend hohe Preis für Cßkartoffeln in Harburg a. Elbe ist auf Nückfrage bestättgt worden. 2) Der Durh-

49,6 M zu berichtigen.

Saarbrücken (um 4 6), i Cottbus (um je 1 4), für Roggen in Posen und Aachen (um je 2 4), in Liegniy (um 1 4), 3 Gleiwiß (um je 1), für Futtergerste in Saarbrücken (um 5 4), in Cottbus und Gleiwiß (um je 1 4), für Hafer nirgends.

Der Februarpreis für Getreide mittlerer Güte stellte {G (ab- gesehen von Wilhelmshaven) am höchsten für Weizen ln Wies- baden mit 233 #Æ, für Noggen in Trier mit 203 Æ, für Brau- gerste in Dortmund mit 247 A, sür Futtergerste in Altona in Hannover und i niedrigsten war der Préis für Futtergerste in Breslau (193 bezw. 161 6), für Roggen in dosen und Liegniy (je 173 4), für Braugerste in Tilfit (183 4),

mit 220 M,

220 \Æ. Am

88! 98) 100} 135! 85! 94 8D 80 80) 74) 8D! 92) 94 100 97 81) 86) 84| 82 87) 80) 89) 94 110} | 100} 110| —/|

33,3) 62,9

für Hafer

| 49,6

| 90,7] 90 3)49,6 2

39 69

80

38,9 49,4

} Ai § bei der Futtergerste in Frankfurt a. O. (um 21 6), in Köslin f Hafer in Köslin (176 4).

(um 15 4), in Frankfurt a. M. (um 11 4), in Brandenburg und Essen (um je 10 46), in Tilsit, Erfurt und Hannover (um je I M), beim Hafer in Memel (um 17 #4), in Bielefeld (um 12 4), in Hanau (um 11 4), in Altona, Dortmund, Trier und Sigmaringen (um je 10 6).

nyerändert gegen den ( der Mittelware für iee in Tilsit, Bromberg, Görliß und Aachen, für Roggen in Görliß, Köntgshütte und Koblenz, für Braugerste in Frankfurt a. O.,, Bromberg, Breslau, Liegniß,

in größeren Veengen als auch

für Braugerste in

Die P

l 51 9) 300 70| 6) 260 =—| 7) 250 3e: 90 220 | 46| 10/ 269 | 50) 8) 250 60 12! 300 50 300 60 2 300 60 265 50) 290 60 2 305 50 o 290 o 9 270 90 15 3051 670 00! 12 320] 700 72 4 320F 610 4ck | 3111 518 99 2901 530 54 320| 550 70 V 3051 540 50) 324] 639 60! | 3201 709 56) | 300] 570 62) | 3201 729 50 13} 310] 840 60! | 320 705 50) 12} 320] 630 | 60 ! 300} 589 60/)17| 320j 600 6! 10) 305} 650 50 121 2591 540 54 300} 499 90 259] 630 | 280} 510 240} 600 3121 610 23001 664 325 600 286] 940 320} 600 3161 588 3051 540 | 310} 670 300} 810 2981 9576 | 2791 600 260} 625 3201 705 260t 500 320l 210

640 520 568 570 760 D895 670 988 628 630

623

612,11 9895,81: 900 6/19, 476,8 31582 2119, mit-

| l |

f j H

43,4 47,5157, 43,9| 47,8/57, 37,6| 39,4/39,5 37,8/ 39,3412) 36,6! 37,0146,4!

Magdeburg, Flensburg und Münster, für Futtergerste in Posen, Bromberg, Königshütte, Kiel und Paderborn, für Hafer in Saar- brüden und Aachen.

Gesunken- ist der Preis gegen den Vormonat für Weizen in in Bielefeld (um 2 46),

in Danzig und

Danzig und

Sigmaringen je mit Weizen und

Die Preise für Hülsenfrüchte erfuhren sowohl beim Handel t im Kleinhandel einë geringe Ermäßi- gung. Die Eßkartoffelpreise haben si im Februar d. J. noch y weiter erhöht, auch zeigen die Preise für Cßbutter, Eier und Vormonat blieb der häufigste Preis O Kaffee im Durchschnitt der Berihtsorte eine geringe

teigerung gegen den Vorinonat, und Verpfslegungsmittel erfuhren keine anderung.

reise der übrigen Lebens-

nennenswerte Ver-

Königsb. i. Pr.| 32) 261 36| 28| 45| 26] 180} 40} eel. L 20 4 )| 40! 36) 160/ 40 Tilsit . . .| 31| 26] 33| 29/ 45| 28| 175| 60] Allenstein „1 28 251 2l| 30 200! 50 ana. 30| 291 34 C 24 180] 50 Graudenz. .| 28| 24} î 3( 30! 160! 60| Berlin . . . 1 35| 26} 42} 32/ 50| 30 160 50 Potsdam . [26 30/ 45| 26} 160 60 Brandenb. a.H | De f 96! 180 50! ¿Frankfurt a.O. | 25-38 26} 25/ 180] 40| Cottbus 3b| 29| 98] 30} 200] 50) Stettin 170) 55) Kot, 1380| 40 Stralsund 160! 50! Posen 160 40} Bromberg 180! 49 Breslau 175) 43 O. 175 68 Liegnitz . 180' 46} Königshütte . 14vu 50 Gleiwitz | 200/| 40 Magdeburg . | 180| 690| Halle a. Saale | 200 50 Sriurt | 200/ 60} NUIONA , , 31 150 46! E 25) 170| 950) Flensburg 38| 150/| 50 Hannover 180 40 Hildesheim . 180 50 Harburg a. E. 180} 50 Stade . 160| 40 Osnabrüdk 160| 40 (Emden 140| 40 Münster . . 160 60 Bielefeld - . 160 Paderborn 170 40 Dortmund .| 29| 27} 34| 31} 43|/ 29} 156} 483 Cassel ¿ 58! 28] 170 55 Dana . A 32 32 160/ 43] ¿Frankf. a. M.|4 28| 2 Z| 70| 27) 160 Wiesbaden oj 40 36) 72/ 30} 190 MUDIENS 4 ¿ 38/| 180 Düsseldorf 5 ; 371 160 Essen 170 Neuß Y 28 170 Solin .. .| 00 24 35| 00 160 Saarbrücken | 92| 27] 40 331 160 E) R 4 J 160 Aen. . 1 Ol 4 30) 4 | 160 Sigmaringen | 232| 29 2 L 220 Wilhelmshav 2d 34 25 180 im Durch- | schnitt:

(aus\chl. Wil- bhelmshaven) A 1912 Januar 1912 Februar 1911

Do DO DO DO.LO DO O DO DO DO DO DO DO D DO

1 C M 1 4e 0 E O I f d Ex O

do

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D DS DO DO DO O DO DO DO

31,0/26,0137,5/30,8/53,7/30,3 31,1/25,9137,5/30,1/53,6/30, 28,3|21,6137,3|/28,3/02,1/29, Februar 1910 131,3/23,4139,0/30,5/53,6/32 Februa 1909 1 30,4125,0136,3131,5052,1131 *) Mit Zusaß von Weizenmehl.

108,7 /254,0/292,2 92,8 48,7| 92,3/214,3/257,5 66, | 87,01195,41241,3.

+4 9 E) V

Die Preise des gehandelten ausländischèn Getreides be- irugen

für guten Weizen in Frankfurt a. M. 239, in Dortmund 240 4, für Mittelware. in Harburg 223, in Wiesbaden und Aachen je 235, in Altona und Essen je 238, in Düssel- dorf 239, in Côln 240, in Münster 244 4,

für guten Noggen in Stade und Frankfurt a. M. je 205, in Kiel, Dortmund und Düsseldorf je 210, für Mittelware in Gletwiy 182, in Altona und Harburg je 205, in Essen 208, in Aachen 210, in Cöln 211, in Münster 218 4,

für gute Braugerste in Danzig (unverzollt) 160 #6, für Mittelware in Gleiwiß und Kiel je 190, in Müntjter und Aachen je 240, in Altona 258, in Essen 265 416,

für gute Futtergerste in Cöln 180 f, für Mittelware in Danzig O 149, in Gleiwiß 160, in Königsberg i. Pr. 162, in Düsseldorf 168, in Harburg 172, in Magdeburg und Hildesheim je 174, in Altona 177, in Stade 179, in Essen und Aachen je 180, in Hannover und Dortmund je 182, în Bielefeld 183, in Berlin 184, in Kiel und Münster je 185, in Osnabrück 190 6,

für guten Hafer in Kiel 215 Æ, für Mittelware îin Danzig (unverzollt) 131, in Aachen 200, in Berlin 203, in Düsseldorf 204, in Altona 205, in Harburg 209, in Cöln 211, in Münster 213, tin Dortmund und Gs\sen je 215 4. (Stati. Korr.)