1892 / 263 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Am ersten Abend, am nächsten Dienstag, wird die âulein Emma Plüddemann aus Breélau die vokale : ämmilihe drei Abende wird, wie Bote u. Bo> ein Abonnement eröffnet. Die Kammer- gerin Fräulein Jettka Finkenstein hat für ihren hiesigen Abend, am Dienéttag, in der Sing-Akademie ein Programm zusammengestellt, in dem altitalieni olese und Glu> mit Liedern fran

tendsten flafsif In dem großen

Bestein. an Mitwirkung überneh

men. Für her, bei Bote u.

änge von Monteverde, mponisten und solchen und modernen deutschen A wesel; Wohblthätigkeits-Concert zum Besten der amburger Nothleidenden am 10. November in der Phil- armonie wird Professor Jof. Joachim zweimal auftreten und vier Werke zu Gehör bringen: ein viertheiliges Werk für die Violine allein von I. S. Bach, des Künstlers eigene Romanze in B-dur, Springbrunnen“. Bote u. Bo statt. _Philharmonif ans Richter?s und solis A Alfred Reisenauer am 14. November stattfindet, bringt Weber's Ouvertüre zu „Euryanthe“, Mozart's Klavierconcert in D-mol1, das Vorspiel zum „Parsifal* von Wagner, Schumann's D-mo1l-Symphonie „Faust's Verdammniß“ von Berlioz. Im Concerthause findet am Montag unter Mitwirkung des Professors Heinrih Hofmann und des Baritonisten E. Severin

? nph: und die Balletmusik

„Donna Diana“ unter persönlicher Leitung zur Aufführung bringen.

Herr Severin singt die „Lieder des Troubadours an Königin Jolanthe

Navarra“ von Heinr. Hofmann und die Lieder „Sicilianis<* und

„Gerant n Fes Lm L

Im erliner onfünstler-Verein (Norddeutscher Mohrenstr. Nr. S N

Schumann's „Gartenmelodie“ Kartenverkauf zu volksthümlichen Preisen findet bei Programm des nächsten, dritten Concerts, das unter Leitun

Mitwirkung des Klaviervirtuo

den Nakoczy-Marsh aus

„Componisien - Abend“ „Frithjof-Symphonie“

/ Montag, den 7. d. r Wilhelm Tappert Bericht über die Wiener usstellung für Musik- und Theaterwesen“ erstatten. Zu diesem Vortrage haben Gäste, ohne daß es besonderer Einführung bedarf, freien Zutritt.

„Internationale

Mannigfaltiges.

_ Ihre Majestät die Kaiserin hat, wie die „N. Pr. Ztg.“ erfährt, dem gestern eröffneten Bazar zum s armer Kinder und Nothleidender (im Cultus-Ministerium) eine foft- bare japanis<e Blumenvase überweisen lassen.

Gestern Nachmittag storbene Professor Heinrich de Apostel-Kirhhof zur leßten Ruhe bestattet worden. IhreMajestät die Kaiserin widmete dem Entschlafenen einen Palmenkranz. Für den General-Intendanten Grafen Hochberg, überbrahte Professor

und Weingartner dur den Präsidenten Professor Beer. o<s<ule für Musik war vollzähli tten gesandt der Verein der

Besten der Speisung

ist, wie die „Voss. Z.* berichtet, der ver- Ahna auf dem alten Zwölf-

einen Kranz, Kapellmeister

Das Lehrer-Collegium der anwesend, und Abordnungen ompositions - Studirenden,

seßt vom Dber - Regisseur Max Grube. Anfang 7 Uhr.

ps prenigae E. L TLRG Dv in gr cten mit Tanz von Fr. von Flotow. Text von oll’ S á W. Friedrich. Dirigent: Mu : r | Frau O Ober: E Slavische Brautwerbung. Tanzbild von Emil ees on. Graeb. Musik componirt und arrangirt von P. tel. (Mit Einlagen von J. Brahms.) Dirigent : usiktirector Hertel. Anfang 7 Ubr. À E Vorstellun A ihr e ustspiel in ufzügen von Shakespeare, nach | Logenvläte à 1,25 M, St z el’s Uebersezung. In Scene geseht vom Ober- SOMEAUE A Ln S, SUPIGP 9 S. r Max Grube. Anfang 7 Uhr Dienstag: Opernhaus. 233. Vorstellung. Lohen- Romantische Oper in 3 Acten von Richard ner. In Scene Feil vom Ober - Regisseur j apellmeifter Sucher. Anfang Belle-Alliance-Theater. Sonntag: Ermäßigte A i in Nar e and 242. orstellung. eister ufzügen von Nohrmann-Riegen. f ; ( Schauspiel in 4 Aufzügen von Ernst von E dea. Anna 8 O Wildenbru<. In Scene gefeßt vom Ober-Regiffeur Marx Grube. Anfang 7 Uhr.

eratur in 9 Celsius

59 C. =40R.

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Tetlaff. Dirigent : R oes

Schauspielhaus.

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Anfang 7 Uhr.

Montag: Göt von Berlichingen.

Dienétag: Lolo’s Vater.

Mittwoch: Des Meeres und der Liebe Wellen.

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Berliner Theater. Sonntag: Nachmittags Das Käthchen von Heilbronn.

Abends 7> Ubr: Krieg im Frieden. Montag: Der Kaufmanu von Venedig. An- Adolph Ernft-Theater.

fang 7 Ubr. ienstag: Das Käthchen von Heilbronn.

Breslau . . E a E

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2) Neblig. 3) Reif, Nebel. 4) Nach-

Uebersicht der Witterung.

Ein Hochdruckgebiet über 770 mm liegt zwischen der Adria und der oftdeutshen Küste gegenüber einer ession unter 774 mm and. Dementsprehend wehen über Nordwest- Europa lebhafte südöstlihe bis südwestlidze Winde _ziemli< trüber Witterung. 1 d ist das Wetter rubig, theils neblig und durdscnittlih kälter ohne nennens- werthe Niederschläge: stellenweise liegt die Tempe- ittelwerthe, in Cassel um 41, in leßterer Station 3 Grad nter N1 gegenwärtigen Wetterlage dürften in Deutschland vielfah Nachtfröfte zu er-

Deutsche Seewarte.

nordwestli<h von

Deutschland theils beiter,

ratur unter dem

Chemniy um a Grad, an

unter Null. ah der og 74 Ubr. odoms Ende.

warten sein.

ohne Aufgeld.

Theater- Anzeigen.

Königliche Schauspiele. Sonntag: Opern- Cavalleria rusti- + Oper in 1 Aufzug

leih-

Faris Rems Edeitdes Auer Lehrter Babuho S Unier en Offenba -Cyc . 3. Aufführung. Pariser Leben. Komische e

und Halévy, von r Jacques Offenba. Dirigent: Kapellmeister Feder-

haus. 231. Vorftellung. eana (Bauern - E

von Pietro Mascagni. os Volksftü> s

von Ver -Regifeur Teglaff erauf: : On er in 3 Acten von Lorßing. Dirigent: Mufsikdirector Wegener.

Crüe eil. Die T Handlung ie zur

Anton Fürsten Radzwi

von Peter Joseph von S g r ge-

In Scene ge- Dirigent : Kapell-

Anfang 7 Übr.

; burg. Sonntag: Goethe. S gehörende M

Blum und

P ober:

Studirenden der s{Gule, sowie die des Ntisigem me Cs. Die Loge zur Eintraht widmete einen Kranz mi blauer Schleife. Unter den Leidtragenden befanden sich ferner Profeffor Anton von Werner, feier Döpler und zahlreiche andere Künstler und Kunstfreunde. er Chor der Hofbühne E die ger mit Gesang. Die Rede hielt Prediger Stehow. i dem it zur Gruft spielten die Bläser der Hochschule unter Kosle>'s Leitung einen Marsch aus Händel's „Saul“ und die „Trauerklänge" von Beethoven. Mit in die Gruft gelegt wurden alle die verwelften Ruhmesfränze, die dem Heimgegangenen in seinem fünstlerishen Wirken zu theil geworden.

Zum r UTteve des Herrenhauses an Stelle des ver- storbenen Ober-Bürgermeisters von For>enbe> hat der Magistrat in seiner gestrigen Sißung einstimmig den Ober-Bürgermeister Zelle vorgeschlagen.

Im städtis<hen Obdach befanden sich am 1. Oktober d. F, 81 Familien mit 250 Personen, darunter 21 Säuglinge. Am 1. No- vember war der Bestand 43 Familien mit 109 Personen, darunter 11 Säuglinge. Das Asyl für nächtliche Obdathlofe daselbst benußten im Laufe des Monats Oktober 11 434 Personen und zwar 10277 Männer, 1157 Frauen. Von diesen Personen wurden 51 dem Krankenhause Friedrihshain, 12 dem Krankenhause Moabit, 24 der ry überwiesen, 491 (461 Männer, 30 Frauen) der Polizei vor- geführt.

Für das Bannerweihefest des Kunstgewerbevereins, das am 12. November gefeiert werden soll, sind dieser Tage die eigen- artigen lebenden Bilderfriese und historis< fostümirten Figuren in einem Oberlichtsaal des Kunstgewerbe-Museums photo- graphis<h avfgenommen worden, um in der Festschrift reproducirt und dauernd festgehalten zu werden; fie stellen die Hauptgruppen des Kunsthandwerks vom Alterthum bis zum Rococo dar und werden na< den Plänen der Herren Bildhauer Christian Lehr d. I. und Maler Albert Wirth unter eigenthümlichen Beleuchtungseffecten melo- dramatish vorgeführt werden.

Wittenberg, 4. November. Seine Vigajestät der Kaiser und König hat, wie der „Nordd. Allg. Ztg.“ mitgetheilt wird, telegraphis< befoblen, alsbald Anordnung zu treffen, daß die Shloß- firhe Jedermann am Tage unentgeltli<h zugängli<h gemacht werde.

St. Petersburg, 4. November. Heute Vormittag bra in der Tuchfabrik von Thornton Feuer aus, welches das vier- stôtige Gebäude sammt den Maschinen und Vorräthen in Asche legte. Der Schaden wird auf mehr als eine Million Rubel geshäßt. Die Versicherungssumme beträgt 3 800 000 Nubel. Das Feuer foll dur< Selbstentzündung der Rohwolle im Lagerraum entfianden sein.

_ Luxemburg, 5. November. In dem hiesigen vollbeseßten Stadt-Theater brah nah einer Meldung des „H. T. B.“ während der Vorstellung von „Ruy Blas* auf dem Bühnenraum F euer aus. Bei der hierdur< entstandenen Panik wurden gegen dreißig Perfonen verleßt. Nachdem der Bühnenraum vollständig ausgebrannt war, wurde das Feuer gelöst.

Anfang 7# Uhr. Z Opernhaus. 232. Vorstellung. | Montag: Dieselbe Vorstellung.

sikdirector Wegener. toran-Olden), Anfang 7 Uhr.

Preise der Winter - Saison:

Preisen. Anfang 23 Ühr.

Dentsches Theater. Sonntag: Lolo’s | * Abends 72 Uhr: Zum 44 Male: Die Welt in Bild und Tanz. Auést.-Ballet von Gaul und Haßreiter. Musik von J. Bayer. Ballet-Autoren der K. u. K. Hofoper in Wien. Injcenirt dur den Balletmeister L. Gundlach. Die kleine Primadouna. (Gast- spiel der 16 jährigen Primadonna Fräul. Sophie David. )— Hervorragendes Variété-Programm.

Stuttgart, 5. November. (W. T. B.) Ludwig von Bayern: ist heute na<h München zurü>gereist. Der König geleitete den bis zum Bahnhofe, wo sih beide auf das herzlichste von

On è (W. T. B.) Der neuernannte österreichish-ungarische Botschafter in Berlin von Szögyenyi Vormittag vom Kaiser in Abschiedsaudien empfangen. Herr von Szögyenyi wird übermorgen na Berlin abreisen, jedo<h na< Ueberreihung seines Be- glaubigungsschreibens na< Oesterreih-:Ungarn zurüd>kehren, um endgültig in der ersten Hälfte des Dezember seinen Posten anzutreten.

__ Das Abgeordnetenhaus isst heute nah viermona- tiger Unterbrehung wieder zusammengetreten. Der Finanz Minister Dr. Steinbach legie das Budget für 1893 vor, das ein Gesammterforderniß von 608 684 795 Fl. aufweist, gegen das Vorjahr um 22376 181 F[. mehr. Die Gesammtde>ung be- trägt 609 572085 Fl, also gegen das Vorjahr um 23 617 959 Fl. mehr. Der präliminirte Uebershuß von 887 291 Fl. ist gegen das Vorjahr um 655 308 Fl. günstiger. Da aber 1893 für Tilgung von Staatsschulden aus den laufenden Staats- einnahmen drei Millionen entnommen werden, während im Vorjahre nur zwei Millionen entnommen wurden, stellt sih das Budget 1893 thatsähli<h um 1655308 Fl. Außerdem brachte die Regierung eine Vorlage über eine Creditoperation im Betrage von 5/2 Millionen Gulden zur Beschaffung von Fahrbetriebsmitteln für die Staats- bahnen ein.

Pest, 5. November. (W. T. B.) Minister Fejervary hat dem Kaiser die definitiven Beschlüsse des Minister- raths in Betreff der Civilche und der Civilmatrikel über- t. Man glaubt, daß, falls die Kronc ihre Zustimmung zu diesen Beschlüssen verweigern sollte, das Cabinet, da es solidaris<h erflärt habe, zurü>treten würde.

Forinelle Bedeutung Graf Szapary voraussichtlih mit der ubildung des Cabinets betraut werden dürfte. Justiz-Minister und der Unterrichts-Minister würden aus dem Cabinet ausscheiden, da dieselben in den fkirchenpolitishen Fragen am meisten engagirt feien.

Paris, 5. November. (W. T. B.) Der französische General-Resident und Minister des Aeußern von Tunis- Massicault ist heute früh gegen 3 Uhr gestorben.

einander verabschiedeten.

Wien, 5. November.

wurde heute

Der Rücktritt Neubildung

Lesort.) warnt in 1 Act von Charles Louveau-

Gastspiel der (Rezia: Frau

Montag: Die lustigen Weiber von Windsor.

Sonntag und Montag: | rauteuil 3 M, I. Parquet 2 Æ, IL. Parguet und Balkon 1,50 ,

Dienstag: Erstes Gastspiel von Gemma Bellin- cioni und Roberto Stagno. La Traviata. Billets vorber an der Theaterkafse.

Schauspiel in

Theater Unter den Linden Ronacher.

Sonntag: Nachmittags - Vorstellung

62. Male: Die wilde Madonna. Gesangs- pofse in 3 Acten von Leon Treptow. Coupl-ts von E ac E Le G. Steffens. Mit neuen Cessing- Theater. Sonntag: Zum 38. Male: | Decorationen von Lütkemever in Coburg, In Scene A en un ustav Kadelburg. ang É, Sonntag : Dieselb L Montag: Die Orientreise. ns N n s aaatzds Dienstag: Die Orientreise. : „Die Orientreise““ wird, wie auf vielfahe An- fragen bemerkt wird, nah wie vor auss{ließli< im Lessing-Theater zur Aufführung gelangen. Ensemble. (Leßte Woche.) Zum 53. Male: a erve DOEns, O in J Res nah Fritz eu „Ut mine P f

Wallner-Theater. Sonntag: 6. Gast-Vor- | Montag: Onkel Bräfig. es aas des Lessing - Theaters: Die Grofestadt- | Voranzeige. Dienstag, 15. November: Erstes Sm Mes ver Müuchener unter Di-

n S i f pi Dienstag: Die Grofstadtluft. Max Hofp Put ih Bayerischen Hofschauspielers Volksthümliche Preise (Parquet 2.4). Vorverkauf

obura. S geseßt von Adolph Ernst. Anfang 7E U aas

Thomas-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Sonntag: Gastspiel des Auguft Junkermaun-

dem Französischen des

[Ba Hohenzollern-Galerie

+ T Æ Sonntags 5 s Gr. histor. Rundgemälde 1640— 1890. E Geöffnet 9 Uhr bis Dunkelh. Sonnt. 92—D.

Treumann. Musik von

A elbe Vorstellung, Am Landes - E Park (Lehrter Bahnhof).

Geöffnet von 12—11

Urania, Anstalt für volksthümliche Naturkunde.

Nach S<hluß der Redaction eingegangene

Depeschen.

würde jedo< nur

(Fortsezung des Nichtamilichen in der Ersten Beilage.)

FUETE E S E R E E R E EE E E T E I E E E I T E E T E I R R P I S E E I E O E L R R E R E E C N C R I I R A E R C E E S E R L E C Ns L L E R E E A R: E S P E R

Heinrih Vogl, Josef Mödlinger.

unter persönlicher Leitung des Componisten.

Erste Beilage S zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Slaals-Anzeiger.

Berlin, Sonnabend, den 5. November

p. T. Der Prinz h mit dem Orientzuge rinzen

M 263.

Statistik und Volkswirthschaft.

Verhältnisse der

Der „Verein für Socialpolitik“ hat in diesem Sommer Er- hebungen über die Verhältnisse der Landarbeiter in Deutschland an- gestellt, von deren Ergebniß jeßt der erste Band im Dru> vorliegt erschienen bei Dun>er und „Schriften des Vereins 5 bisher erschienenen Berichte erstre>en si< auf Nordwestdeutsch- land (Oldenburg, Í fen-Naffau und der Provi urg-Lippe, Walde>, B Elsaß-Lothringen. diese wurden dur< Vermittelung etwa 3700 Exemplaren an die Arbeitgeber beantwortet zurü>famen. Zur De>ung der landwirthschaftliche Verwaltung einen | j Der Verein hatte sih nur an die Arbeitgeber, nicht auch beiter gewandt; zu einer derartig umf sowohl an Mitteln wie an Hilfs der Geheime Ober-Regierun so, ob nur etwas ganz Bo Sache fallen zu la seinen Mitteln in

rationen 4, in der für freie Künste, , Erziehungswesen, Literatur, In- genieurwesen, öffentliche Arbeiten, Musik und Ethnologie, Archäologie, Arbeits- und Erfindungsfortichritt 32. hier sind die Listen nicht vollständig. Es shweben vielmehr zur Zeit no< Verhandlungen, von welchen des Bildes der im zweiten Theil aufgeführten Einzelauéstellungen er- warten darf.

Die Arbeiter, wel<he aus dem Auslande nah der Chicago- Weltausstellung kommen, follten ursprüngli< nur dadur< von der Verpflichtung, \sih den amerikanischen Arbeitersch befreit werden,

ama 9, in der für andarbeiter. man mannigfa<he Abänderungen

Band 53 der

umblot in Leipzig, Preis 10 M).

für Socialpolitik“, estimmungen "zu : l Staatsfecretär in Washington eine Bescheinigung ausgestellt würde, welche ausdrü>li< diese Befreiung für jeden Arb Verfahren mit

unterwerfen, ihnen vom

nz Westfalen, Lippe-Detmold, Schaum- ), sowie auf Württemberg. Baden und er Verein hatte zwei Fragebogen aufgestellt und der landwirthschaftlichen Vereine in esandt, wovon etwa 2500 osten hatte die preußische erheblichen Beitrag geleistet.

eiter auésprechen sollte. Da ein solches Schwierigkeiten hat sih das © Reichscommifsariat dur< Vermittelung des hiesigen nordamerikanis<hen General-Konsulats an die nord- amerifanishe Regierung mit der Bitte gewandt, von der Forderung, merifanischen Regierung auëgestellte abzustehen. Wie eine kürzli ein- ung besagt, hat die nordamerifanische tsprochen und gestattet, daß den deutschen dem Reichscommissariat jolhe Beschei-

daß die Arbeiter eine von der a Bescheinigung vorweisen müßten, etroffene telegraphische egierung dieter Arbeitern von nigungen ausgestellt würden. . Bezüglich der Beförderung der Ausstell den amerifanishen Häfen na<hChicago insofern entstanden, als die amerikanishen Eisen timmte Klassen von Auéstellungsgütern, wie n , zu ihren Tarifsäßen zum iese Güter sollten vielmehr die

an die Ar- assenden Enquête fehlte es ihm Für ihn so berichtet einleitend Rath Dr. Thiel lag die Frage nit llfommenes anzustreben und damit die was er mit fôönne, eiwas Brauchbares Der Ausschuß des Vereins n zu können, als feine Aus

issenshaftlich

fam hinzu, der Arbeitgeber Arbeiter Vertrauen zu schenken, dies in | i ar; denn hier liegen die Verhältnisse no< einfach : Verleitungen zum

besser als

Jen sei, sondern nur, ob von dem, eschränkter Zeit leisten und Nüßliches zu erwarten sein würde. aubte leßtere Frage um so mehr bejahe icht vorhanden : in absehbarer Zeit von genommen werden den Angaben

ungsgüter von n Schwierigkeiten bahngesellshaften ih weigerten, bef namentlich Erzeugnisse d Ausstellungsplaßz zu befördern. Für die! L bôöheren Fra<hten der Erxprefßgesellshaften entrihtet werden. L < sofort an die amerifanishen Eisen-

vollfommene e S er Kunst und des Kunstgewerbes

ohne Correctur in fue Landwirth- | Reichscommissariat hatte

bahngefellshaften gewandt, darauf aufmerfsam gema Regelung der Transportverhältnisse amerifanishen Ausstellungsbehörde Jay Cor ein wonach die nordamerifanifhen Eisenbahnen si der stellungsbehörde gegenüber verpflihtet hätten, alle Ausftellungsgüter anzuwenden. bahngesellshaften haben in ihr vorhanden bezeichnet.

saft zu_erhoffen w e | weder haben langjähriger Lohnkampf, Strikes und tungen e tiefgehende Interessengegensäße und Kämpfe das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Bedingungen des Arbeitsvertirags auf beide Con- z, man durfte um so mehr hoffen, Nuésfunft zu er- Verhältnissen der eigenen Wirthschaft, sondern nah den Verhältnissen des betreffenden Bezirks fragte und man annehmen konnte, daß der Berichterstatter sih weniger sheuen werde, auf die Fehler im allgemeinen einzugehen, chen seines eigenen Betriebs zu offenbaren.

die Erhebungen für Nordwest- die für Württemberg, Baden . Losch bearbeitet. der Arbeiter im allgemei Jahrzehnten die deutliche Tendenz Arbeiterfrage existire als die ländlichen Arbeiter felbst dort, wo der Lohn legenheit zur Arbeit groß sei den Hang haben, die Die Ursachen der Abwanderung beruhen vor- Das Motiv, das die Arbeiter Heimath treibt, lasse si r höheren Cultur bezeihnen. Sie n Industrie-

t, daß ihm seinerzeit von dem für die angestellten Mitgliede der

Klafsenkampf, sowi E Der

vielfah no< patriarchalische_ f Arbeitnehmer vergiftet, no< sind die t wegen tecbhnisher Schwierigkeiten in ihrem Einfl trabenten wer. zu dur<schauen ; fur te von den Arbeitgebern eine vollfommen unparteiishe aus\<ließli<

Nur der ihre Larifsäße auf chen Eisen- ommen als

Die nordamerikanif er Antwort ein solches Ab en a i Doch glaubt das Reichécommifjariat daß es mit den nordameriftanischen Eisentahngesells<aften gen au für die Frachten der in Rede } auf der ihm vor-

no<h immer, daß angemessene Bedingungen ir die Gäter wird vereinbaren fönnen, jedenfalls besteht

als die Schwä gelegten Abmachung.

In dem vorliegenden Band sind deutshland von Dr. Karl Kaerger, und Elfaß-Lothringen von Dr. constatirt, daß die materielle Lage

Zur Arbeiterbewegung. In Hamburg fanden, wie ein Telegram berihtet, geftern neun socialdem okratifche statt; die Zahl der Besuch allen Versammlungen wur in genommen, in der die demofratif Staatswesens auf Wahlrechts alten Staatsangehörigen ge\or 7 fernere, auf die Verhütung des Umj liche Forderungen gestellt. Üeber den Togenannten Töpfer (vgl. Nr. 242 d. BL.) im „Vorwärts“ folgende Strifenden betrug in diesem Ja darunter 17 Arbeiter.

Nersammlungen

nen eine gute S L h ersonen ges{äßt.

er wird auf 30 000 P f de übereinstimmend eine Resolution an- <e Neugestaltung des ganzen i gleichen directen

Montag: T. Concert des Philharmonischen Chors. (Dirigent: Siegfried Ds.) "Bie Schöpfung“ von I. Haydn. Soli: Louise Heymann, nur insofern, hoch, die Gelegenh Heimath zu verlassen. zugêéweise auf psy<ologishen Motiven. troß des materiellen mit einem Wort als der Zug zu H ; suhen und finden eine solhe in den Städten, in de

Wirthschaft, U is g Theil ihrer Vorzüge gleichfalls verschafft. Beschränkung der Freiheit psrchologishen Motiv ein and

allgemeinen alle - mindestens Außerdem wurden no< der Regierungsform und 11 auf die ihgreifens der Noth und des Wohnungselends bezüg-

dert wird.

Concert-Haus. Sonntag, Abents 6 Ubr: Gestaltung

Karl Meyder - Concrt. 11. Componisten-Abend unter freundlicher Mitwirkung des Professors Herrn

inri< Hofmann und des Baritonisten Herrn E. Severin. Symphonie Frithjof von H. Hofmann,

Wohlbehagens aus der

„Fensterausstand“ der Berliner finden si in einer Bekanntmachung Angaben: Die Za ann mit 675 Kindern, ftober tagende Versammlung

wo ihnen dás gesellige Zusammenleben einen iergegen fei niht dur< , “sondern dadur anzufämpfen, daß jenem ercs psychologisches Motiv als- Gegen-

thatfächliche

Montag: Karl Meyder-Conucert. Anfang 7 Ubr. Eine am 28. O Ds

1hm gelöste Billet 1 Kind frei einzuführen.

aus der Zeit Friedrih's des Großen“.

mit neuem Programm und „Helgoland“. Franz Renz, Director.

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Paula Bunsen mit Hrn. Corvetien- Capitän Stiege (Berlin). fh 7 Verehelicht: Hr. Georg Frhr. von Stein mit

l. Anna Uslânder (Berlin). Hr. Prem.-Lieut. Rudolf von Buttlar mit Frl. Hedwig von Sydow (Lübe>). Hr. Gerichts-Assessor Curt Reymann

mit Frl. Alexandra Pulst (Twardawa).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Robert von Riesen

(Elbing). Hrn. Pastor Gustav K arrs haus Weieriy bei Gardelegen). G astor Sauer (Friedland, Rgb. Breslau). Eine Tochter: Hrn. Regierungs-Referendar Dr. G. Groos G: Hrn. Hauptmann von Gureßky-Corniß (Koblenz). Hrn. Kammerherrn Un E a. S Dorf i Neusfalza). . Negierungs-Baumeif Dubislav (Breslau). 7 7 E

Gestorben: Hr. Landgerichts-Rath Bernhard von

Bothmer (Greifswald). . Wirkl. Geh. Ober-Medizinal-Rath Dr. Wr Kersandt (Frank:

Dr. jur. Paul Krell (Breslau).

Berlin:

Refidenz-Theater. Direction : Sigmund Lauten- Concerte.

Zum 30. Male: Jm Pavillon.

) Schwank in 3 Acten von Ernest | Philharmonie. Sonntag, Mittags 12 Uhr: BEE t vos us un Luis L Cees D I. Concert des

gmund Lautenburg. | harmouischen . (Dirigent : Siegfri 3 Der nene Ganymed. (Café | „Die Schöpfung" von tigen artei aorat

Redacteur: Dr. H. Klee, Director.

Verlag der Expedition (Scholz).

Dru der Norddeutschen Buhdrueerei und Verlags-

Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen

(cins{ließlih Börsen-Beilage).

hat beschlossen, au in dieser Woche 10/9 vom Nerdienst der arbei- tenden Berufsgenossen zu erheb Aus Zürich wird dem_ D Comité des socialistis<hen Weltcong t der im Jahre 1893 in Zürich abzuhaltende Congreß

ramm des „D. B.

Vielleicht könne ein Interesse an dem g von Rentengütern, viel- namentli in

wicht entgegengestellt werde. [eiben in der Heimath dur< Errichtun leiht aber au< dur< P Nordwestdeuts{land seien die P durchaus zufrieden ; Gütern ni<t unverträgli Minden zeige. wendigkeit der Hebung des müsse auf diesem Wege in gangen werden.

Circus Renz (Carlstraße.) Sonntag um 4 und Uhr. 2 große Extra-Vorstellungen. Nachmit- tags 4 Uhr: Komiker-Vorstellung, in welcher be- sonders die Clowns durch allerlei fomishe Entrées, Intermezzos 2c. bemüht sein werden, die Kinderwelt aufs Amüsanteste zu unterhalten; zu dieser Vor- stellung hat S Erwachsene das Recht, auf das von

„H. T. B. vom heutigen Tage gemeldet:

achtverträge erwe>t werden ; je! s C 1 greises hat

ächter (Heuerlinge) mit ihren Verhältnissen < mit großen

Das Erxecutiv- bestimmt, daß i: Anfang August beginnen soll.

Aus Car maurx berichtet ein Teleg e Das Aus fstandscomité hat sich als l den Communisten Caliminat als Candidaten bl an Stelle des Marquis Solages aufgestellt, der

uerlingéverfafsung ; was si<h namentli<h in Lübbe>e und Zum Schluß weist der Berichterstatter -auf di Rechts- und PflichtbewuZtseins hin; es besondere gegen den Contractbru< vorge-

beutigen Tage: constituirt und für die Kammerwa sein Mandat niedergelegt hat.

Nah Mittheilung des St Berlin sind bei den hiesigen S 23. Oktober bis incl. 29. Oktober cr. i 491 Ebeschließzungen, 1000 Lebendgeborene, 29 Todtgeborene, 538 Sterbefälle.

Abends 73 Uhr: Große Fest - Vorstellung unter Mitwirkung sämmtlicher E T R A Auf- treten des weltbekannten Schulreiters Mr. James Fillis. 8s zu gleicher Zeit in Freiheit dressirte Schimmelhengîite vom Director Franz Renz. Das Schulpferd „Salon“, geritten von Frl. Clotilde Proc Ax. Auf Helgoland, oder: Ebbe und

luth. Gr. Land-, Wasser- und Feuer-Schauspiel. Nationaltänze von 70 Damen. Neue Tanz - Ein- lagen: u. A. „1. Garde-Regiment in Parade-üUniform:

atistis<en Amts der Stadt tandesämtern in der Woche vom zur Anmeldung gekommen :

Weltausstellung in Chicago.

<niß der zur deutschen Abthei- steller ist nunmehr erschienen. Es hat zeigt hon dadur, daß die s eine große fein wird. Das Ver- Der erste Theil umfaßt die In diesen steller aufgeführt.

Das amtliche Verze lung zugelassenen Aus einen bedeutenden Umfang und zel gung an der Ausstellung deutscherseit zeihniß zerfällt in zwei Theil E Gruppenausfstellungen, und zwar sud d Gruppenausstellungen sind bisher etwa 1500 Au f gt werden, daß die Ausstellung für Ber rauenarbeiten und der Kaliwerke no< in der d daß die Namen der Theilnehmer an ber no< nicht veröffentliht werden fonnten. Man fann darauf re<nen, daß nahezu ebenjoviele Auësteller, wie an den obigen Gruppen, si< an diesen betheiligen werden. einzelnen Gruppen betrifft, so werden na C ) Ausstellung der deutshen Bäder und Brunnen 4khAussteller theil- nehmen, an der Ausftellung landwirthschaftlicher Maschinen und Geräthe 16 Firmen, an der Wein-Ausstellung 269, an der Gartenbau- Ausstellung 27, an der Obstbau-Ausstellung 27, an der Maschinenbau- Ausstellung 82, an der Ausstellung hemisher und verwandter Erzeu stellung des deutshen Graveurvereins 20, b —Pforzheim—Schwäbisch pon Sammet- und Seidenwaaren bei der Gruppe der sächsischen Textilindustrie 105, bei der sähsishen Fächerindustrie 32, der Sonnenberger Spielwaaren-Industrie 20, bei der Gruppe der Gothaer Spielwaaren-Industrie 8, bei der Gruppe der Nürnberg- je 61, bei der Ausstellung auf dem Gebiete der bei der Ausstellung des Buchgewerbes 333, bei der hen Gesellschaft für Mechanik und Optik 51, _bei der für Architektur Gruppe für Kirchen o< nit endgültig, da no< Er- rwarten jind.

Kunst und Wissenschaft.

muß berüd>si<hti Ausstellung von Farbendru>en im Königlichen für s{höône Künste, für F Kupferstihcabinet.

Bildung begriffen si diesen Ausstellungen da

Montag, Abends 74 Uhr: Brillante Vorstellung

Farbige Kupferdru>e.

(Val. Nr. 254 d. Bl., Zweite Beilage.)

oblem, von Kupfervlatten farbige Abdrücke zu [t seit der Mitte des siebzehnten Jahr- rf behaupten, daß jede der vielen und achtzehnten Jahrhundert Art des Farbendru>s mit heraufführte. dcolorirung von

L. K. Das Pr nehmen, hat die Künstlerwe hunderts beschäftigt und man da Kupferstichtehniken, welche im auffamen, zuglei eine i rbe Stets handelte es \sih darum, die nachträgliche Stichen oder Radirungen, die niemals ganz a

Dru hergeri

< dem Verzeichniß an der

fiebzehnten

nisse 69, an der Au g des der Gruppe der Edelmetallindustrie Hanau

Gmünd 36, an der Auséstellung von tete Platte

, indem man die für den l t verschiedenen Farben einrieb, die mit bfelder aufgetragen wurden oder aber ehrerer vershieden eingefärbter Kup welches das ältere ist, verlangt d gewährt. da diese Procedur derholt wer- ndcolorirung. rhundert hinein,

nmal errei att mit Dru> Ballen auf die einzelnen dur Uebereinanderdru>en platten. Das erstgenannte Verfahren, große Sorgfalt bei -d vor jedem einzelnen

Krefelds 15, <wärze mit

der Gruppe der Gruppe

em Einfärben un t Î Abzug mit der gleichen Vorsicht wie sentlihen Vortheile vor der

is ins neunzehnte Jah großer Beliebth

ürther Industr leftrotechnif 38, bei Ausstellung der deutsche s des Ingenieurwesens 57 und bei der Krefelder diese Zahlen find indessen n änzungen der einzelnen Gru

heil umfaßt die Einzela Landwirthschaft, Nahrun isse, landwirthfd e mer aufgeführt, in der für Blumenzuht u. st. w. 16; in der für Thiere 5, in der HisWeretavtpeiluag 7

ausftellt, in der Abtbeilung für in der für Maschinenwe bahnen, Schiffe, Fuhrwerk 2 Thonwaaren, Kunstgegenstände Gosld- und Silb Sti>ereien, bedarf u. |. w

Gleichwohl erfreute es sih b

den Lehrer Rembrandt's Pieter Lastman als indeß lassen sih Belege dafür nicht finden. begegnen wir vielmehr in den Radirungen

Hercules Seghers (1589 bis circa 1650),

Seltenhbeiten der Kupferstihsammlungen gehören. A: lüd> dieses an Ideen überr

erzählen, der seiner Erfindung, „Landschaften mit zu dru>en“ nit froh werden follte und in ärmliher2 erfommen Seine Radirungen, so berichtet der holländische Künstlerbiograp von Victualienbändlern zum Einwikeln von Butter und Seife gebraucht. sie als Kostbarkeiten -des Kunsthandels. Das Berliner unter anderen au< einen jener Leinwanddrude, der ônen eine trefflihe landshaftlihe Stimmung hervor- inen flareren EinbliX in diese primitive Technik gewähren van den Wijngaerde (ca. 1612—1660) die nur eine beschränkte verwenden. Zur vollen Ausbildung gelangte

Erfinder der Technik, frühesten Versuchen des in Amsterdam insäfsigen die zu den gesuchten

Der zweite In der Abtheilung für ubehöôr, Forstwirth chinen und bau, Gartenbau, Obsftb ebende Thiere, Haus- und wilde , darunter der deutsche Fischerei- en und Fischereikarten ergbau, Hüttenkunde 30, in der für Tranéportwe}en, e, darunter laswaaren,

usftellungen. smittel und Z schaftliche Mas.

furt a. O.). Hr. Ober-Landesgerichts-Referendar- weiß viel von dem Ung

arbe auf Leinwand

Bergwerke,

abinet besißt

erf 37; in der für Industcieerzeugnifs 3 ; mit wenigen T

aus Metall, Glas und aa cherei, Kleidungsstü>e und Costüme, Leder und Lederwaaren, ; L eilung für Elektricität 1, für shône Kunst, Malerei, Sculptur, Architektur und Deco-

ren, Uhrma ; i die Stiche von Frans A c und Peter S

enk (ca. 1645—1715), Anzahl von Drud>farben

#*

- .

1892.

der Farbendru> von einer Platte indeß ers in seiner Nerbindung mit der Punctir- und Kreidemanier - des Kupferstichs; foelche die Goldshmiedspunze an die Stelle des Stichels und die Roulette an die Stelle der Radirnadel seßten und dadur jene förnige Vortragsweise ermöglichten, die der Einfärbung besondere Vortheile bot. Francesco Bartolozzi, ein geborener Floren- tiner, der jedo< früh na< England übersiedelte und bier seine Haupt- thäâtigfeit entfaltete, darf als «der flassishe Vertreter dew Fänctir- manier gelten. Seine meist in zarten Tönen gehaltenen Farbéndrude nah Zeichnungen Cipriani's, Reynold's u. a. sind die am höchsten geshäßten der ganzen Gattung. Die etwas süßliche Sentimentalität der von ibm gewählten Gegenstände, Familienscenen im Stile des Vicar of Wakefield, mattherzige Frauen- und Kinderportraits, paßt gut zu der lichten, alle kräftigen Nuancen vermeidenden- Haltung der fogenannten „Manière anglaise“. Als ein bezeichnendes Beispiel sei das Bildniß der Mrs. Sheridan, der an- muthigen Gattin des englischen Dichters und Parlamentsredners, als h. Caecilie angeführt. Im weiteren Sinne sind fa alle englischen Nertreter dieser Stichart, W. Ryland, J. Jones, J. Ward, W. Bond, Cunego, Orme und Knight, Bartolozzi's Schüler und Nachabhmer zu nennen. Auch in Deutschland fand die farbige Punctirmanier, wie die ausgestellten Arbeiten von Sinßenic, Bolt, Buchhorn unk Kreth lor bezeugen, bereitwillige Aufnabme. Um die Wirkung des Punzerstichs zu vervolllommnen und derjenigen einer Kreidezeihnung anzunähern, griff man zur Roulette, einem Zahn- rädchen, mit dem man den Aeßtzgrund der Ratirung in intermittirenden Linien bearbeiten fann. Der Äbdru> der geäßten Platte sieht dann einer Kreidezeihnung, deren Linien dur< das Korn des Papiers ebenfalls jenen mürben Charafter erhalten, täushend ähnlich. Um die Ausbildung dieser sog. „Gravure dans le genre du crayon“ haben fih namentlih die Franzosen G. E. Demarteau und Louis Bonnet verdient gemaht. Die Pastell-Zeichnungen Boucher's und Huet's wurden von ihnen in {warzen und rothen Tönen auf far- igem Grunde getreu na<hgeahmt. Bonnet, der au eine technische Abhandlung über das von ihm angewendete Verfahren veröffentlichte, versuhte sih jedo< auch in jener anderen Buntdru>manier, die wir als Aguatintastih weiterhin kennen lernen werden. : Eine neue Wendung in der Entwi>elung des Farbendru>s" führte die Erfindung der Schabkunst herbei. Ludwig von Siegen, einem Offizier in hessishen Diensten, gelang es um 1643 dur< Aufrauhen einer Kupferplatte und Ausglätten. der Lichter mit dem Schabeisen eine tonige Platte für den Kupferdru> herzustellen, die gerade dur< die Weichheit ihrer Tonübergänge und dur<h das Fehlen scharfer Linien und Schraffirungen sh für den Farbendru> besonders emvfahl. Schon im Beginn des achtzehnten Jahrhunderts färbte man diese Schabfunstplatten ein, wie ein weiblihes Portrait und das Bildniß S. Gautrel's von Jsaac Sarabat in unserer Ausstellung beweisen, und in England, wo die Schwarzkunst, wie. sie auch genannt wird, ganz besonders gepflegt wurde, finden wir zahlreiche Farbendru>de dieser Art von I. R. Smith, .C. Hodges, S. Murvbvy, James Ward u. a. Jacob Christoph Leblon, den man s{le<thin den Erfinder des farbigen Kupferstihs zu nennen pflegt, verband mit der Schakfunst das vom Holzschnitt her bekannte Ueberdru>verfahren mit mehreren Platten. Von der dur< Newton's Dispersionstheorie nabegelegten Erwägung ausgehend, daß alle in der Natur vorkommenden Farbentöne sich annähernd aus den drei Grund- farben Blau, Gelb und Roth zusammenseßten lassen, unternahm es Leblon, mit einer blauen, einer gelben und einer rothen in Schabkunst angelegten Platte zu dru>en und dur< Combination der Grundfarben die Mitteltöône zu erzeugen. Bekanntlich liegt au< den jüngsten Versuchen der farbigen Photographie das gleiche Princip zu Grunde. Facob Leblon, der 1670 in Frankfurt geboren, ein unrubiges MWanderleben führte und {lie5li< nah viel bitteren Enttäushungen 1741 in einem Pariser Spital verstarb, weiß mit seinem Verfahren eine wunderbare, dur die Leuchtfraft und Durchsichtigkeit der Dru>- farben mätig gesteigerte Wirkung zu erzielen. Eines seiner frühesten Merke, das noch in dem zweiten Jahrzehnt des achtzehnten Jahbrhun- derts entstanden sein dürfte, ift das große Brustbild des Cardinals Fleury, des Premier-Ministers Ludwig's XV. Den König selbst stellte er in einem ungemein großzügigen Porträt dar, das wir ebenfalls ausgestellt finden. Verfeinerter in der Einzelwirkung, die namentlich auch im Stofflichen des Costüms zu voller Geltung kommt, ift das Bildniß Georgs II1. von England, das ungefähr um 1737 entftanden sein dürfte, in welhem Jahre Le Blon ein Privileg für seine Kunst „imprimendi coloribus naturalibus“ si zu erwirken wußte. Zu weiterer Verbreitung verhalf der Technik Le Blon's die französische Stecherfamilie G autier Dagoty, deren Stammvater Jacques, ein vielseitiger Gelehrter und Künstler, den e besonders für die Illustration naturwissenshaftlicher Werke benußte. Er wurde dabei von seinen fünf Söhnen unterstüßt; ehr anschaulich schildert von Murr den Betrieb dieser Werkstatt in seiner biblio- thèque de peinture: Am 17. November 1767 haben J. Gautier Dagoty der Vater und seine _ Söhne in Gegenwart des as (Ludwig XV.) das Porträt Seiner Majestät in Farben gedrud>t. Die Herstellung erforderte einen fünfmaligen Prefsendru> und nur ses Minuten Zeit; alsbald war das Bildniß ‘in all seinen Farben vollendet. Der König geruhte an den Vater und seine fügf Söhne, deren jeder eine der verschieden eingefärbten Platten in Bereitschaft hatte, einige Fragen über das Verfahren zu rihten. Aus diefer Schilderung erfahren wir, daß Dagoty die Anzabl der Platten gegen Le Blon vermehrt hatte: er selbst freilich spri<t in einer Abhandlung über seine Erfindung nur von vier Farbenplatten, von denen die leßte im Schwarzdru> die shärfere e von Licht und Schatten und festere Zeichnung bewirken sollte. Als Stecher ragt unter seinen Söhnen der zweite, Edouard als der bedeutendste hervor. Er beabsichtigte die Gemälde der Galerie des Herzogs von Orleans in Farbendru>en herauszugeben; das Ünternehmen scheiterte indeß an der Höhe des Subscriptionéprei]es. Non den zwölf ausgeführten Blättern dieser Publikation find zwei, ein Bogen spannender Amor von Parmeggianino, und das Parisurtheil nah Rubens ausgestellt. Mit der Familie der Dagoty starb auch diese Technik des farbigen Kupferstichs aus. Der fünitlerisde Erfindergeist aber rastete nit, bis er neue Mittel ge- funden, das Element der Farbe der Graphit dienstbar zu machen. Jean Leprince versuchte, Sepiazeichnungen dur< die Radirung nahzuahmen, indem er zuerst die Zeichnung leicht voräßte und dann über den wieder eingestäubten Firniß mit dem in Aeßsäure getauchten Pinsel lavirte. Diese sogenannte Aquatintamanier, die von St. Non, den Eng- ländern Pond und Knapton, sowie demHolländerC.PloosvanAm stel und dem Frankfurter J. Th.. Prestel erweitert und vervollkommnet wurde, bildet au< die Grundlage für das mehrplattige Dru>verfahren eines F. Janinet, L. P. Debucourt und Descourtis. Die Arbeiten der leßtgenannten Künstler aus der Zeit der franzöfischen Revolution sind es, die dem Farbendru> seine Popularität in unseren Tagen wiedervershafffft Haben. Die oft leihtfertige Grazie ihrer Er- findung und Zeichnung fesseln den modernen Sammler ebenfsosehr, wie das tehnis<he Raffinement, dur das diese Stiche der Wirkung von sorgfältig ausgeführten Aquarellen nahekommen, ja sie nicht felten übertreffen. Die französishe Gesellshaft am Vorabend der großen Revolution wird in ihnen wieder lebendig, mit ihrer ke>en Ertravaganz in Sitte und Tracht, ihrem vorgeblichen Streben nah Natür é das über die Tändeleien der Scäferspiele niht hinauskam, ihrer Zierlihkeit und Unsauberkeit, den Ge>ereien ihrer Incroyables und