1892 / 271 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

E E A S E E E E L (0 3-4 S

etwa von den blauen Wogen des Meeres für denjenigen \sih abhebt, der sih ihr mit dem Dampfschiff von Neapel aus auf eine Stunde nähert. Der Strand der Grande Marina mit den einige hundert Fuß böber gelegenen Häusern des Städtchens, die Piccola Marina mit den É cragliont (zweien Felsbildungen im Meere auf der Südseite der Insel), der Berg „Tiberio“, der „Arco Natu- rale“, der Eingang zur blauen Grotte, die Burg Castillione, die bödst malerische Straße nah Anacapri, welche Schritt für Schritt neue herrliche Fernsichten (nah dem Vesuv, nah Neapel, nah Sorrent und nah dem Golf von Salerno) eröffnet, die enge Hauptstraße in Capri find alle in der eigenthümlichen Färbung wiedergegeben, welche der Natur auf Capri ihren besonderen Reiz verleiht. Das ganze Werk zeugt von der außerordentlichen tehnischen Leistungsfähigkeit des Verlagsinstituts und i innerlih und aäußerlih so auëgestattet, daß es E aus Insel, die es giebt, im wahren Sinne des Worts würdig ift. 4+ Die im Verlage von F. Hanfstängl ersheinende Monats- {rift „Die Kunst unserer Zeit* hat sih au< im leßten Jahrgang, der jeßt abgeschlossen ist, dur<haus auf alter Höhe zu halten verstanden. Die Bereicherung des Inhalts, welcher zunächst eine Chronik des modernen Kunstlebens bieten will dur< Aufnahme belleté#stischer Beiträge, hat sih bewährt , die illustrative Ausftattung dur<h die in Photogravure ausgeführten Vollbilder und zahlreiche zinkographishe Abbildungen im Text darf na< wie vor als mustergültig bezeihnet werden. Besonderen Dank er- wirbt sih. die Redaction dur< die Veröffentlihung einiger Radirungen des unglü>lihen Stauffer-Bern in dem leßt erschienenen Heft, begleitet von einer furzen treffenden Charakteristif des Künstlers aus der Feder des Frankfurter Museum-Directors D Weizfa>er, sowie durh eine Studie über „Neuere russische ildbauer*, deren Werke bekanntli<h auf der leßten Münchener Kunst- ausftellung lebhafteste Aufmerksamkeit und Bewunderung erregten. Diese verdienen ganz besonders die statuaris<hen Werke Antokolsfy's, deren eine Anzahl abgebildet ist. Der im Oktober neu begonnene Jadórgang wird der Zeitschrift ohne Zweifel viele neue Freunde

zuführen. Volkswirthschaft. Die! Arbeiter-Versorgung,| Centralorgan für das ge- fammte Kranken-, Unfall-, Invaliditäts- und Alters-Versicherungs- wesen im Deutschen Rei (begründet von J. Schmit, heraus- egeben von Dr. jur. K onigmann; Verlag von Siemenroth u. Worms, Berlin SW., Wilhelmstraße 129), enthält in ihrer Nr. 31 vom 1. November zwei Abhandlungen: „Zur Krankenversiche- rungspfliht der Apothekergehilfen und -Lehrlinge“, vom Landrichter Hahn in Oels, und „Die Anrehnungsfähigkeit der Krankheitszeit auf die Wartezeit bei der Invaliden- und Altersrente“, vom Amtsrichter und Schiedsgerichtsvorsißenden Roth in Lauenburg (Elbe). Dann folgen Mittheilungen aus den Gebieten der Verwaltung und Rechtsprechung, wie Verfügungen der Centralbehörden und Entscheidungen der Gerichts- hófe, neue Formulare für die Nachweisungen der Krankenkassen 2. Durch den Sprechsaal und die Beantwortung von Anfragen läßt ih die Redaction einen lebhaften Austaus<h der Ansichten über treitige Fragen der Kranken-, Unfallversicherung 2c. angelegen sein.

Dichtkunst.

Dramaturgie des Schauspiels von Heinrich Bult- haupt. Bd. I. Lessing, Goethe, Schiller, Kleist. 5. durhgesehene und erweiterte Auflage. Oldenburg und Leipzig 1893, Schulze’sche Hof- buhhandlung. (A. Schwarß.) 8. 509 S. Behandelt werden von Lessing: MißSara Sampfon, Minna von Barnhelm, Emilia Galotti, Nathan; von Goethe: Göß, Clavigo, Sella, die Geschwister, Egmont, Iphigenie, Tasso, Faust: von Schiller: Räuber, Fiesko, Kabale und Liebe, Don Carlos, Wallenstein, Maria Stuart, Jungfrau von Orleans, Turandot, Braut von Messina, Tell, Demetrius; von Kleist: Käthchen von Heilbronn, Der zerbrochene Krug, Die Hermanns- \{la<t, Prinz Friedri<h von Homburg. Die Bedeutung des Werkes, welches in feinen bisherigen Auflagen verbreitete Anerkennung gefunden hat, dürfte hauptsächlich darin liegen, daß es den Leser vorbereitet, selbst- ständig über eine Aufführung zu urtheilen. Hierzu gehört nicht allein ein ruhiges Durchdenken der Charaktere, fondern auch eine Kenntniß der Schavuspielkunst und der Bühnenrichtungen. In ansprehender Form mit sacherfahrener Begründung giebt der Verfasser alles, was vom Zuschauer zum Beurtheiler erhebt. Es ist damit nicht nur eine Kräf- tigung des Urtheils über Aufführungen der vorgenannten Dramen ge- eben; wer das Werk liest und durchdenkt, ist auch für jedes neue

erf ein Urtheil zu fällen vorbereitet. E

F. V. von Schheffel’s „Trompeter von Säkkingen der immer noch jugendfris< anmuthende und erqui>ende „Sang vom Oberrhein“, wird im Laufe dieses Monats seine 200. Auflage erleben. Die Verlagsbuchhandlung Ad. Bonz u. Comp. in Stuttgart ver- anstaltet aus diefem Anlaf eine fein ausgestattete Jubiläums- Ausgabe mit zahlreichen Illustrationen von Anton von Werner, die zum gleichen Preise (M 4,890) wie die gewöhnlihe Octavausgabe abgegeben wird.

Unterhaltung.

Die „Fllustrirte Zeitung“ (Verlag von I. J. Weber in Leipztg) bringt in ihrer Nummer vom 12. November d. J. u. a. folgende Abbildungen: Die Einweihung der umgebauten Sc<loßkirhe zu Wittenberg am 31. Oktober. Drei Jllu- strationen : Aus dem historishen Festzuge (Gründung der Universität Wittenberg), Originalzeihnung von a Mütel. Aus dem historishen Festzuge (Der Kurfürst von Sachsen mit adeligem Ge- folge), Originalzeihnung von Richard Knötel. Der Festgottesdienst in der Kirhe, Originalzeihnung von E. Limmer. (Zweiseitig.) Ladislaus von Szoegyényi-Marich, österreichish-ungarisher Botschafter am deutschen Kaiserhofe. Das Kaiserin Augusta-Denkmal in Baden- Baden. Aus der diesjährigen internationalen Kunstausstellung in München : Die Eintragung in das Taufregister, na< dem Gemälde von Salvador Viniegra y Lafso. h

Die November-Nummer des neuen Jahrgangs der Octavhefte von „Ueber Land und Meer“ (Stuttgart, Deutsche Verlags- Anstalt, Pr. 1 4) bietet eine Fülle des Interessanten und Wissens- werthen. Aus der großen Anzahl von Beiträgen feien außer den beiden \spannenden Ronen „Schuld“ von ilhelm Berger und „Schloß Brendissen“ von Jenny Dalden hervorgehoben: „Afrika- nishe Erinnerungen“ von Hanna Bieber-Böhm, „Der Planet Mars“ von Asteriskus, „Das Conserviren von Nahrungsmitteln“ von Dr. Axel Wind>ler, „Französishes Badeleben®* von Eugen von Jagow. Schon diese Titel beweisen die Vielseitigkeit der ausgezeichneten Familienzeitschrift. Schließlich sei no< besonders auf die prachtvoll ausgeführten fünf Kunstbeilagen aufmerïfsam gemacht.

Karten. General-Karte vom Königreih Sachsen, entworfen und ezeihnet von A. Herrih. Glogau, Verlag von Carl Flemming. reis 1 Diese mit ganz außergewöhnlicher Klarheit und Deut- i<keit im Maßstabe von 1 : 300 000 hergestellte Karte giebt ein an- shaulihes Bild des Königreihs Sachsen, bei dem sämmtlihe vor- handenen Ortschaften dur die ihrer Bauart und Größe entsprehend ewählten Zeichen na< ihrer Bedeutung unterschieden werden, die

ebirge mit Angabe ihrer Höhen in Metern und die Flüsse scharf hervortreten und au< die Wälder in farbiger Anlage dargestellt sind. Ganz besondere Sorgfalt scheint auf die Zeichnung des Wegeneßes verwendet zu sein, woraus alle wihtigeren Verbindungsstraßen leicht u erkennen sind. Der Preis von 1 für die Karte muß in An- etraht des hier Gebotenen als sehr gering bezeihnet werden.

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagengestellung für Koblen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien. L: An der Ruhr sind am 14. d. M. gestellt 11671, ni<t rechtzeitig gestellt keine Wagen. Î In Verlesen sind am 12. d. M. gestellt 4915, nicht rehtzeitig gestellt 134 Wagen.

: Zwangs-Versteigerungen.

Beim Königlichen Amtsgericht T Berlin standen am 14. November die nachverzeihneten Grundstü>ke zur Versteigerung: En Grundstü> Memelerstraße 69, der u fwir

nna Pietschmann gehörig; Nußungswerth 800 4; Mindest- ebot 124 400 A; für das Meistgebot von 124500 Æ wurde der

anquier J. J. Hirschberg Ersteher. 2) Reini>kendorfe r- straße 43a., dem Gastwirth Robert Gläser gehörig; Nußungs- werth 9600 46; Mindestgebot 400 4; für das Meistgebot von 160 232 Æ wurde die Frau Justiz-Rath Emma Nobert, geb. Bechmann, Courbièrestr. 3, Ersteherin. 3) Beusselstraße 16, dem Fuhrherrn W. Schüler gehörig; Nußungswerth 8000 Æ, Mindestgebot 1000 A; für das Meistgebot von 142 000 A wurde der Rentier Ern Fischer, Perlebergerstr. 26 k., Ersteher.

Vom obers<lesishen Eisen- und Metallmarkt berichtet die „Schl. Ztg.“: Eine Aufbesserung des oberschlesischen Eisengeschäfts war nicht zu verzeichnen. as Nohei sengeschäft ist fusotge des beschränkten Absaßgebiets sehr matt, und da das eng- lishe Roheisen seit Juni d. J. von 41 sh. 6 d. auf 37 sh. 6 d. per Tonne frei ab Bord im Preise heruntergegangen ift, so ist eine Concurrenz inNiederschlesien für obersclesishes Roheisen unmöglich geworden. Infolge des shwachen Betriebs bei denGießereien und Stahlwerken fann der bisherige für gutes Roheisen erzielte Preis von 5,40 per 100 kg ab Hütte nur s{hwer erzielt werden, und da der gegenwärtige Roh- eisenverbrauh der Production niht mehr entspriht, fo ist eine Ver- größerung der Roheifenbestände auf den obershlesishen Werken nur dann zu vermeiden, wenn der Hochofenbetrieb ny mehr eingeschränkt wird. Im Betriebe der Walzwerke hat fih nihts ge- ändert. Die Aufträge auf die feineren Handelseisenforten

ehen immer no< zahlrei<h genug ein, um die Walzen- tre>en voll zu beshäftigen, und der Absay ift bis jeßt no< der- artig, daß die Werke niht aufs Lager zu arbeiten brauchen. Jn Feinblechen ist die Nahhfrage wieder so rege, daß einzelne Blech- walzwerke sih bei Eingang von größeren Aufträgen längere Lieferungs8- fristen ausbedingen müssen. In Grobblechen liegt das Geschäft nah wie vor darnieder, und bei den Stahlwerken hat sih die bis- berige unerfreulihe Lage ebenfalls ni<t gebessert. Selbst bei den Stahlfacon-Gießereien hat das Geschäft nahgelassen, da besonders auf kleinere Wagen- und Grubenräder die Bestellungen nur {wah eingehen. Die Eisfeng ießereien ftlagen nah wie vor über Beschäftigungs- losigkeit und s<le<te Preise, herbeigeführt dur die starke Concurrenz im eigenen Bezirke. Für Röhren sind die Preise unverändert geblieben, doch ist gegenwärtig wenig Absatz dafür vorhanden, und es wird auf Vorrath gearbeitet. Maschinen- und Kesselfabriken sind weiter s{<wa< beschäftigt. Die Röhrenwalzwerke, Draht- und Nägelwerke arbeiten ebenfalls theilweise auf Vorrath, da für diese Fabrikate, wie alljährlih um diefe Zeit, der Bedarf geringer wird. Im Zink geschäft ist die Tendenz fest; bei unveränderten Been, e Vi or in Walzzink war der Absaß in den leßten ochen re arf.

Der Aufsichtsrath des Eisenhöttenwerks Thale am Harz hat, wie ,W. T. B.“ meldet, beschlossen, der am 10. De- zember d. J. stattfindenden Generalversammlung die Vertheilung einer D’vidende von 89% bei reihli<hen Abschreibungen und Nü- stellungen vorzuschlagen.

In der vorgestrigen Generalversammlung der Duxr-Boden- bacher Eisenbahn, in der 22579 Actien vertreten waren, wurden wie „W. T. B.“ aus Tepliß meldet, die Anträge des Verwaltungs- raths einstimmig genehmigt; demgemäß wurde die Reduction des Actienkapitals auf 2049 000 Fl., die Emission einer dreiprocentigen Prioritätsanleihe von 25 600 000 Fl. sowie ihre Ueberlassung an ein deutsch - österreichis<es Banken - Confortium zum Curse von 76 9%, mit der Vergütung von 14 9% Provision beschlossen und ‘diesem Consortium die Verpflichtung auferlegt, den Actionâren der Durx - Bodenbacher Eisenbahn das Bezugsrecht auf 600 Fl. der neuen Obligation für je eine Actie ebenfalls zum Curse von 76 einzuräumen. Das Uebereinkommen vom 25. Juli 1892 mit der Regierung und der vorgelegte Entwurf der Statutenänderungen wurden glei<falls mit Stimmeneinhelligkeit genehmigt.

Die Serbischen Specialkas sen führten, wie ,W. T. B." meldet, an die Berliner Abrehnungsstelle für den Coupondienst des 2. Semesters cr. bis Ende September 2 219 339,46 Fr., hierzu im Monat Oktober 2 157 562,50 Fr., zusammen 4 376 901,96 Fr. ab.

Das „Gewerbeblatt aus Württemberg “, herausgegeben von der Königlichen Centralstelle für Gewerbe und Handel in Stuttgart, hat in der Nr. 46 des 44. Jahrgangs vom 13. November d. J. fol- genden Inhakt: Volksschule und Zeichnen. Eine Lehrwerkstätte für die Kleineisenindustrie in Nieder-Desterreih. Verschiedene Mit- theilungen. Ausstellungswesen. Literarishe Erscheinungen. Neues im Landes-Gewerbe-Museum.

Leipzig, 14. November. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B. per November 3,624 M, per Dezember 3,625 #, per Januar 3,65 H, per Februar 3,673 M, per März 3,70 Æ, per April 3,725 #, per Mai 3,725 4, per Juni 3,75 Æ, per Juli 3,775 Æ, per August 3,80 , per Sep- tember 3,80 4, per Oktober 3,80 # Umsay 80 000 kg. /

Wien, 14. November. (W. T. B.) Ausweis der österrei is <- ungarishen Staatsbahn (österreihis<hes Neß) vom 1. bis 10. November 687 350 Fl., Mindereinnahme gegen den entsprehenden Zeitraum des vorigen Jahres 48 542 Fl.

London, 14. November. (W. T. B.) Die Getreidezufuhren betrugen in der Woche vom 5. November bis 11. November: Englischer Weizen 1205, fremder 47 559, engl. Gerste 1684, fremde 13 536, engl. Malzgerste 15 361, fremde —, engl. Hafer 1470, fremder L 2E _Qrts., engl. Mehl 22258, fremdes 45 244 Sa> und

50 Faß. „Bradford, 14. November. (W. T. B.) Wolle ruhig, aber stetig; Garne stetig, mäßige Nachfrage. Mohair-Garne theurer.

Glasgow, 14. November. (W.L.B.) Die Verschiffungen von Roheisen betrugen in der vorigen Woche 4932 Tons gegen 3932 Tons in derselben Woche des vorigen Jahres.

Paris, 14. November. (W. T. B.) Der von den Obligationären gegen die österreihis<-ungaris<he Staatsbahn -Gesell- chaft wegen der Couponkürzung angestrengte Prozeß gelangt am 23. November zur R ___ St. Petersburg, 14. November. (W. T. B.) Prämien- ziehung der russis<hen Adels- Agrar- 100 NRubel- Loose: 200 000 Rbl. Ser. 12964 Nr. 3, 75 000 Rbl. Ser. 337 Nr. 46, 40 000 Rbl. Ser. 4789 Nr. 13, 25 000 Rbl. Ser. 10735 Nr. 1, je 10 000 Rbl. Ser. 5815 Nr. 48, Ser. 3986 Nr. 40, Ser. 11471 Nr. 37, je 8000 Rbl. Ser. 2896 Nr. 5, Ser. 6198 Nr. 14, Ser. 11170 Nr. 42, Ser. 8033 Nr. 18, Ser. 14201 Nr. 1, je 5000 Rbl. Ser. 13572 Nr. 24, Ser. 8266 Nr. 5, Ser. 3191 Nr. 1, Ser. 14860 Nr. 11, Ser. 14416 Nr. 45, Ser. 14564 Nr. 37, Ser. 3082 Nr. 9, Ser. 10514 Nr. 49, je 1000 -Rbl. Ser. 14897 Nr. 29, Ser. 2130 Nr. 13, Ser. 1624 Nr. 31, Ser. 1954 Nr. 32, Ser. 15868 Nr. 32, Ser. 10405 Nr. 38, Ser. 6348 Nr. 10, Ser. 15588 Nr. 20, Ser. 10470 Nr. 27, Ser. 2484 Nr. 48, Ser. 5390 Nr. 17, Ser. 3285 Nr. 35, Ser. 12486 Nr. 19, Ser. 14977 Nr. 49, Ser. 3119 Nr. 47 Ser. 1072 Nr. 14, Ser. 2631: Nr. 39, Ser. 2155 Nr. 15, Ser. 9637. Nr. 38; Ser. 3014 Nr. 39.

Mailand, 14. November. (W. T. B.) Die Einnahmen des Jtalienishen Mittelmeer-Eisenbahnneßes während der ersten Dekade des November 1892 betrugen nah provisorisher Er- mittelung im Personenverkehr 1418 621 Lire, im Güterverkehr 2 055 041 Lire, zusammen 3 473 662 Lire, im Vorjahre 3 560 062 Lire, mithin weniger 86 400 Lire.

Zürich, 14. November. Der Verwaltungsrath der Eid- enössishen Bank hat beschlossen, seinen Siß in Bern beizu- chalten, bis die Frage des Sitzes der Gesellschaft gerihtli< ent-

schieden ist. Als provisoris<he Directoren der Gesellschaft {ind Arbenz und Escher berufen worden.

New-York, 14. November. (W. T. B.) Die Börse er-

öffnete fest und {<loß, allmählih ermattend, s<wach zu den niedrigsten

L

Tagescursen. Der Umsatz der betrug 400 000 Stü>. Der Silhervocrati E A 1 590 000 Unzen geshäßt. Silber- verfkäufe fanden nicht statt. Die Silberankäufe für den Staatsschaßz Minas 10 V Us qu I A L L e wider L

eizen zog na r Eröffnung an, ging aber wieder infolge der Zunahme des rbbiren Vorraths zurü>. Rei stetig. Mais eröffnete unverändert, wurde abec später auf Realifationen der Dauer s<wäcer und {loß kaum ftetig. -

isible supply an Weizen 67 205 000 Bushels, do. an Mais 13 113 000 Bushels.

Chicago, 14. November. (W. T. B.) Weizen eröffnete böber, {<wäcte si aber später auf Realisationen der Haussiers ab. Schluß stetig. Mais anfangs höher, naher aber wieder s<wäcer auf günstige Wetterberichte. Schluß stetig.

Verkehrs-Anstalten.

Die mittels des Neihs-Postdampfers „Hohenzollern“ beförderte Post aus Australien (Abgang aus Adelaide am 12. Oktober) ist in Brindisi eingetroffen und gelangt für Berlin vorauésihtli<ß morgen Vormittags zur -Ausgabe.

Um die Schiffahrt zu heben, erbaut die Stadt Müllrofe auf eigene Kosten einen Hafen am Oder-Spree-Kanal in der Größe, daß darin zwei Fahrzeuge Fracht aufnehmen oder löschen können. Es werden für diese Anlage ungefähr 10 000 (G aufgewendet werden.

Bremen, 15. November. (W. T. B.) Norddeuts<er Lloyd. Der Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm II.“ ift am 12. November Nachmittags von New-York via Gibraltar nah Genua abgegangen. Der Postdampfer „Ohio“, nah Brasilien bestimmt, ist am 13. November Nachmittags in Antwerpen an-

ekommen. Der Postdampfer „München“, na< dem La

lata bestimmt, ist am 13. November Vormittags in Ant- werpen angekommen. Der Reichs-Postdampfer „Danzig“ ist am 13. November mit der australis<hen Post vom Reihs-Postdampfer „Hohenzollern“ von Port Said in Brindisi angekommen. Der Reichs-Postdampfer „Stettin“ is am 14. November Morgens mit der für Australien bestimmten Post von Brindisi in Port Said angekommen. Der Reichs-Postdampfer „Oldenburg“ hat am 14. November Morgens, nah Uebernahme der für Australien bestimmten Dot die Neise von Port Said nah Suez fortgeseßt. Der Reichs- Postdampfer „Karlsruhe“, am28. September von Bremen abgegangen, ist am 12. November Nachmittags in Adelaide angekommen. Der Schnelldampfer „Saale“, na< New-York bestimmt, hat am 14. November Morgens Lizard passirt. Der Postdampfer „Berlin“ hat am 14. November Morgens die Reise von Vigo nah Antwerpen fortgeseßt. Der Postdampfer „Weser“, von Bra- filien kommend, if am 14. November Vormittags, mit dem Dampfer „Baltimore“ im Schlepptau, in Vlissingen angekommen. Der Reichs-Postdampfer „Bayern“ hat am 14. November Vormittags die Reise von Southampton na< Genua fortgeseßt. Der Schleppdampfer „Retter“ hat am 14. November Vormittags, mit dem Dampfer „Baltimore“ im Schlepptau, die Reise von Vlissingen nah Bremen fortgeseßt.

London, 14. November. (W. T. B.) Der Union-Dampfer „German“ ist am Sonnabend auf der Heimreise von den Cana- rishen Inseln und der Union-Dampfer „Merican“ auf der Ausreise von Southampton abgegangen. Der Union-Dampfer „Athenian“ ist auf der Heimreise heute in Southampton angekommen.

New-York, 14. November. Nach der von dem amerikanischen General-Postmeister veröffentlihten jährlihen Statistik haben die Dampfer der „Hamburger Patd>etfahrt-Gesellschaft“ alle englishen Concurrenten in der Schnelligkeit der Posft- beförderung zwishen Amerika und Europa überflügelt. Der Hamburger Schnelldampfer „Fürst Bismar>" lieferte die Post na< London durhschnittli<h in 171 Stunden 3 Minuten. Der \<nellste White - Star - Dampfer „Teutonic“ brauchte dazu 175 Stunden 2 Minuten. Diesem folgt als beste Leistung der Inman-Dampfer „City of New-York“ mit 179 Stunden 4 Minuten E Norddeutsche Lloyd-Dampfer „Havel“ mit 182 Stunden

inuten.

Mannigfaltiges.

Das Filialen-Comité der Urania verfolgt gegenwärtig mit nit unbedeutenden finanziellen Mitteln die Absicht, eine Urania auf der Weltausstellung von Chicago zu errichten. Zu diesem Zwei ist der Director der hiesigen Anstalt, Herr Dr. M. Wilhelm Meyer, bereits am Sonnabend nah Amerika abgereist, um die nöthigen Ver- handlungen perfönlih einzuleiten. Er hofft jedo<, zu Weihnachten bereits wieder zurü>gekehrt zu sein. Ein anderes Arbeitsgebiet des neuen Confortiums wird die Einrichtung von Wiederholungen der beliebtesten Urania-Vorträge in der Provinz dur den langjährigen Recitator der Urania Herrn Carl Bergmann - Elimar sein. Nicht nur die hier mit den bekannten wirkungsvollen Decorationen | aus- gestatteten großen Vorträge sollen dur eigenartige Vorkehrungen in glänzende Projectionsborträge verwandelt und vielfah erweitert wieder- gegeben werdtn, sondern au das reie Repertoire der von den wissen- \chaftlihen Beamten und fahmännischen Mitarbeitern der Urania ge- haltenen Vorträge ist in dem Programm mit inbegriffen. Die Rund- reise wird noch in dieser Saison beginnen können.

Charlottenburg. Im Schloßgarten ist, wie die „Charl. Ztg.“ berichtet, eine Bronzestatue vor einigen Tagen während der Nacht umgestürzt worden. Man vermuthet, daß die Thäter die Absicht gehabt haben, die Figur zu entwenden, daß aber ihr Vorhaben an dem {weren Gewicht gescheitert ist.

4 Arnsberg. Der Touristenverkehr im westfälischen Sauerlande war in diesem Sommer besonders rege. Es ist dies wesentli<h der rührigen Thätigkeit des „Sauerländishen Gebirgs- Vereins“ zu verdanken, der \sih unter der Leitung eines höheren Forst- beamten um die Erschließung dieses bisher wenig wegsamen, aber an landschaftlichen Schönheiten reihen Berglandes {hon anerkennens- werthe Verdienste erworben . hat.

Brest, 14. November. Der deutshe Dampfer , Merkur“ aus Bremen wurde laut Meldung des „W. T. B.“ gestern auf der Höhe von Due ssant von dem französishen Dampfer „Gard“ mit ge- brohener Welle in bedrängter Lage aufgefunden. Der Datapser

“eGard“ hat den „Merkur“ heute Abend im Schlepptau in den

hiesigen Handelshafen gebracht.

Sofia, 9. November. Aus dem Balkanstädthen Klissura meldet man der „K. Z.“, daß am 3. November ein toller Wolf in der Umgebung erschien, vor dem die vor der Stadt weidenden Ninder einen eiligen Rückzug antraten. Bevor man no< den Grund dieser Flucht erkannt hatte, war au bereits der Wolf in der Stadt. In einem Gemüsegarten fiel er über eine Frau und ihre beiden Kinder her, die er fürhterli< zurihtete. Bald traten ihm einige beherzte Männer mit Stangen und Sensen entgegen und trieben ihn vor die Statt, wo er erschossen wurde. Die Zahl der von ihm gebifsenen Menschen beträgt zwölf; eins der erwähnten Kinder ist bereits seinen S erlegen. An Vieh zerriß der Wolf einige Schafe und

iegen.

New-York, 15. November. Der Dampfer der. Redstar-Linie «Noordland* rettete, wie „H. T. B.“ meldet, bei fur<htbarem Sturm die Mannschaft des dänishen Schiffes „King Oskar“, das im Sinken war. Der Schiffscapitän, der über Bord gespült worden war, konnte no< von zwei ihm na<springenden Matrosen des „Noord- land“ gerettet werden.

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E ote, [lungen u. dergl.

2 usacbote, Stlingen 1 4. Be Verpachtungen, Verdingungen 2c. S, Berloofun

A. von bpapieren. 1) Untersu<hungs-Sachen. R den unten S oten Schubmachergesellen

Mar Karl von Bergen, am 19. März 1869 zu Berlin geboren, welcher flüchtig ist, sich verborgen

. hält, ift die Untersuhungshaft was vorsäßlicher

Körperverleßzung, Bedrohung und Sachbeschädigung verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächstgelegene Gefängniß abzuliefern. ies A E A eibuos M10 önigliches Amtsgeri ; eilung (Unterschrift.) Beschreibung: Alter 22 Jahre.

[47537] __ Steckbrief. Gegen den Bä>ergesellen Georg Frauz aus orbah, 1,65—1,70 m groß, {lank, mit s{warzem aupthaar, bartlos, ist Haftbesehl wegen gefährlicher örperverleßzung erlaffen. / Ich ersuhe um Fahndung auf den Genannten und Nachricht bei Ergreifung. Hanau, den 12. November 1892. y Der Untersuchungsrichter am Königlichen Landgericht.

[47311] K. Ama tse Backuang. teébrief

ergeht gegen den Dienstkneht Franz Hutterer von Eizersthal (Oesterreich), zuleßt auf der Arbeiter- colonie Erlach, wegen Unterschlagung. 4

Hutterer ijt 23 Jahre alt, 1,68 m groß, hat blonde Haare und Schnurrbart, blaue Augen, bleiche Gesichtsfarbe. Er trägt die von ihm untershlagenen Kleidungsftü>ke, nämli<h 1 Pr. graucarrirte Hosen, 1 dunkelgraue Juppe und 1 Pr. Schnürschuhe, ferner 1 grauen weichen Filzhut. S

Einlieferungsort : Amtsgerihtsgefängniß Ba>nang.

Den 11. November 1892.

\sttv. Amtsrichter Wagner.

[47310] Stebriefs-Erneuerung.

Der am 24. Oftober 1891 gegen den Gerber- esellen Berthold Klostins unter Nr. 44429 in Nr. 260 dieses Blattes erlassene Ste>brief wird biermit erneuert.

Kirchhain i. L., den 31. Oktober 1892.

Königliches Amtsgericht.

[47542] Steckbriefs-Erneuerung.

Der gegen den Arbeiter Otto Johannes Amandus Semmler, geboren 7. Juni 1847 zu Luppow, Kreis Stolp, in den Acten U. R. II. Nr. 1141/81 wegen Diebstahls unter dem 24. November 1881 vom Untersuchungêrichter beim Königlichen Landgericht T Berlin erlassene Ste>brief wird hiermit erneuert.

Berlin, den 4. November 1892.

Staatsanwaltschaft beim Königlichen Landgericht I.

[47309] Stebriefs-Erledigung.

Der gegen den Schirrmeister August Krebs, am 10. August 1836 zu Heilsberg geboren, wegen Urkundenfälshung und Verleitung zum Meineide in den Acten Il. J. 2377/80 unter dem 8. Juni 1882 erlassene Ste>brief wird zurückgenommen.

Berlin, den 10. November 1892. i Staatsanwaltschaft bei dem Königlichen Landgerichte II.

{47541] Steckbriefs-Erledigung.

Der gegen den Dr. med. Joseph Beer wegen \{<werer Ürkundenfälschung in den Acten J. T. B. 782.82 unter dem 9. November 1882 erlassene Ste>brief wird hierdur< zurü>genommen.

Berlin, den 11. November 1892.

Königlihe Staatsanwaltschaft T.

[47538] Strafvollstre>ungs-Ersuchen.

Der Knecht Wilhelm Becker L., am 12. Februar 1866 in Kriening geboren, is dur vollstre>bares Urtheil des Königlichen Schöffengerihts Berlinchen vom 13. Oktober 1892 wegen Uebertretung des $ 360 Nr. 3 R.-Str.-Ges.-B. zu einer Geldstrafe von ein- hundert und fünfzig Mark, im Nichtbeitreibungsfalle zu se<s8 Wochen Haft verurtheilt. Es wird um Strafvollstre>ung und Nachricht zu den Acten E. 27. 92 ersucht.

Berlinchen, den 11. November 1892.

Königliches Amtsgericht.

[47539] Strafbefehl. ; Auf den Antrag der Königlichen Staatsanwaltschaft wird gegen Sie wegen der Beschuldigung, am 20. April 1892 zu Kriescht das Gewerbe als Schirmfli>ker im Umherziehen ausgeübt, ohne den zu diesem Ge- werbe erforderlichen Gewerbeshein, für welchen die Jahressteuer nah $ 9 des Geseßes vom 3. Juli 1876 auf 6 M festgeseßt ist, eingelöst zu haben. Uebertretung gegen SS 9, 17, 18 des Gefeßes vom 3. Juli 1876 —, wofür als Beweismittel be- zeihnet sind: Zeugniß des Gendarmen Fandrey zu Kriescht, eine dem Fisfus gebührende Geldstrafe von zwölf Mark, und im Falle dieselbe nicht beigetrieben werden fann, eine Haststrafe von drei Tagen festge- seßt. Zugleich werden Ihnen die Kosten auferlegt. Dieser Strafbefehl wird vollstre>bar, wenn Sie nicht binnen einer rat nach der Zusftellun desselben bei dem unterzeihneten Gerichte schriftli oder zu Protokoll des Gerichtsshreibers Einspru erheben. Die Geldstrafe und die Kosten sind an die hiesige “ha a binnen einer Woche na< dem Eintritt der Vollstre>barkeit, bei Ver- meidung der e ag ate zu zahlen. Bei

der Za lung Ms diejer Strafbefehl vorzulegen, oder e

dur Anga hres Namens und der Geschäfts- nummer genau zu bezeichnen. Sonnenburg, den 27. Oktober 1892. Königliches Amtsgericht. An den Schirmarbeiter Carl Albert Zeumer aus Plauen, jeßt unbekannten Aufenthalts.

| Deffentlicher Anzeiger.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[47559] Zwangs versteigerung.

Im Wege der Svangdtoliftrectung soll das im Grundbu<he von Charlottenburg Band 20 Nr. 779 auf den Namen des Kaufmanns Oskar Bru> hier eingetragene, in der Claudiusftraße Nr. belegene Grundstü>k am 25. Januar 1893, Vormittags L10è¿ Uhr, vor dem unter- eichneten Gericht, an Gerichtsstelle, Neue Friedrich-

aße 13, Hof, Flügel C., part., Saal 40, ver- steigert werden. Das Grundstü> is mit 7,83 M4 Reinertrag und einer Fläche von ‘13 a 82 qm zur Grundsteuer veranlagt. Auszug aus der Steuer- rolle, beglaubigte Abschrift des “Grundbuchblatts, etwaige Abshäßungen und andere das Grundstü be- treffende Nachweisungen, sowie besondere Kauf- bedingungen können in der Gerichtsschreiberei, ebenda, Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Realbere<- tigten werden aufgefordert, die ni<ht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren

Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks ni<ht hervorging, insbesondere derartige orderungen von Kapital, Zinfen, wiederkehrenden

bungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des gering|ten

Gebots nicht berü>sihtigt werden und bei Verthei- lung des Kaufgeldes gegen die berü>sihtigten An- sprüche im Range zurü>treten. Diejenigen, welche das (Figenthum des Grundstü>ks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, *widri- Ls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in

ezug auf den Anspruch an die Stelle des Grund-

\sttü>s tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 25. Januar 1898, Nachmittags 122 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben verkündet werden.

Berlin, den 4. November 1892.

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 76.

[47558] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung foll das im Grund- buhe von der Königstadt Band 95 Nr. 4735 auf den Namen des Kaufmanns Carl Hold zu Berlin, jeßt im Konkurse befindli, eingetragene, zu Berlin, nach dem Kataster in der Barnimstraße Nr. 14 be- legene Grundstü> am 16. Januar 1893, Vor- mittags 102 Uhx, vor dem unterzeihneten Gericht, an Gerichtsstelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., parterre, Saal 36, versteigert werden. Das Grundstü> ist mit 18775 F Nuzßungs- werth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grund- buchblatts, etwaige Abshäßungen und andere das Grundstü> betreffende Nachweisungen, so- wie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichts- schreiberei, ebenda, Flügel D., Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Realberehtigten werden aufgefordert, die ni<t von felbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerung8vermerks ni<ht hervorging, ins- besondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Auf- forderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls diefelben bei Feststellung des geringsten Gebots niht berüd- sichtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berüd>sihtigten Ansprüche im Range zurü>- treten. Diejenigen, welhe das Eigenthum des Grundstü>s beanspruchen, werden aufgefordert, vor R des Versteigerungstermins die Einstellun des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls ‘Tai erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtbeil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 16, Januar 1893, Nachmittags 127 Uhr, an Gerichts\telle, wie oben angegeben, verkündet werden.

Verlin, den 5. November 1892.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 75.

[47363] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das im Grundbuche von den Umgebungen Band 160 Blatt Nr. 7010 auf den Namen des Zimmermeisters Karl Logsh zu Stegliß und des Maurermeisters Gustav Hübner in Berlin zu gleihen Rechten und An- theilen eingetragene, zu Berlin in der Straße 30 Abtheilung X1. des Bebauungsplans, a1 S Puttbuserstraße Nr. 32, belegene Grundstü> am 5. Jauuar 1893, Vormittags 103 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht, an Gerichtsftelle, Neue Srieer Grant 13, Hof, Flügel C., Erdgeschoß,

al 40, versteigert werden. Das Grundstü> ift 10 a 91 qm groß und mit 11300 Nußungs- werth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, See bshrift des Grundbu<hblatts, etwaige Abshäßungen und andere das Grundstü> betreffende Nachweisungen, sowie be- sondere Kaufbedingungen können in der Gerichts- schreiberei, ebenda, Be D., Zimmer 42, eingesehen werden. Alle Nealberehtigten werden aufge- fordert, die ni<t von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Sang des Versteigerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von

Fo ten, spatestens im Versteigerungstermin vor der und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte aualt zu machen, widrigenfalls die-

Rest , Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder

orderung zur abe von Geboten - anzumelden

leren bei Feststellung des geringsten Gebots nicht erüdsichtigt werden und bei Vertheilung des Kauf- geldes gegen die berü>sihtigten Ansprüche im Range zurü>treten. Diejenigen, welhe das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des

Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls n er- s Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den lag an die Stelle des Grundstücks tritt. Das rtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 5. Januar 1893, Nachmittags- 12¿ Uhr, an Gerichts\telle wie oben verfündet werden. Berlin, den 7. November 1892. Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 77.

[47327]

In Sachen der Chefrau des Oekoromen Louis Iordan- hieselbst, Klägerin, gegen den A>erbürger Friedrih Reine>e hieselbst, Sfiaaten wegen Forde- rung, ist, nahdem auf Antrag der Klägerin die Beschlagnahme der dem Beklagten gehörigen nah- folgenden Grundstüde, als :

1) des Wohnhauses No. ass. 617, erbaut auf dem in der Fahrenbreite Sommerfeld 17. Wanne a 10/11 a zu 602/10 O] Ruthen belegenen Aer-

üde,

2) der Wiese auf dem Hainanger 21. Revier Nr. 3 zu 31 a 27 qm,

3) des Aerstü>ks am Lehmbrinke und an der lüttgen Lied, Brachfeld 15. Wanne Nr. 14a zu. 33% 390 qm;

4) des A>erstü>s auf dem Grimmensteine, Som- merfeld 3. Wanne Nr. 18 zu 39 a 44 qm,

5) des Aterstü>s auf der großen Lied, Sommer- feld 12. Wanne Nr. 7 zu 53 a 16 qm,

6) des A>erstü>s vorn auf dem Katernsteine, Sommerfeld 15. Wanne Nr. 29 zu 31 a 27 qm,

7) des Acerstüks an der Fried, Winterfeld 13. Wanne Nr. 2 a zu 54 a 20 qm,

8) des Gartens auf dem Kapellenbrinke 13. Revier Nr. 204d zu 6 a 57 qm,

zum Zwee der Zwangsversteigerung dur<h Beschluß vom 26. Oftober d. Is. verfügt, au die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche am 28. Oktober d. Is. erfolgt ist, Termin zur Zwangsversteigerung auf den 25. Februar 1893, Morgens 10 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte hieselbst angeseßt, in welhem die Hypothekgläubiger die Hypotheken- briefe zu überreichen haben.

Holzminden, den 3. November 1892.

Herzogliches Amtsgericht. Schönemann.

[47353]

In Sachen des Försters Friß Facius in Lu>klum, Klägers, wider den Arbeiter Gustav Gerbermaun in Nüningen, Beklagen, wegen Forderung, wird, nachdem auf Antrag des Klägers die Beschlagnahme des dem Beklagten gebörigen Anbauerwesens No. ass. 33 zu Erkerode zum Zwe>e der Zwangs- ° versteigerung dur< Beschluß vom 29. v. Mts. ver- fügt, au< die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche am selbigen Tage erfolgt ist, Termin zur Zwangsversteigerung auf Montag, den 13. März 1893, Morgens 10 Uhr, an unterzeichneter Gerichtsstelle angeseßt, in welhem die Hypothek- gläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen haben.

Braunschweig, den 7. November 1892.

Herzogliches Amtsgericht Niddagshausen. Kulemann.

[22684] Aufgebot.

Nachbenannte Personen haben das Aufgebots- verfahren beantragt:

1) der Böttchermeister Carl Lentge in Goslar als NAbwesenheitscurator der Johanne Auguste Hermine Kirhhoff aus Goslar, bezüglih des Talons zu der Braunschweigischen Landesschuldverschreibung Litt. Ac. Nr. 1635 vom 1. April 1862 über 100 Thaler Courant;

2) die unverchelihte Gebhardine Rohmeyer bier, bezüglih der geri<tlihen Obligation vom 13. Sep- tember 1866, inhalts deren für je an den Nrn. 2066 und 2067 am Bohlwege hier belegenen, der Ebefrau des Gastwirths Friß Stahlhut, Clara, geb. Schweer, hier gehörigen - Häusern (Grundbu< Bd. 80 B. Nr. 208) 1200 4 nebst 49/5 Zinsen zur Hypothek eingetragen sind. :

Die unbekannten Jnhaber der bezeichneten Urkunden werden hierdur< aufgefordert, spätestens in dem auf den L. Februar 1893, Morgens 10 Uhr, vor unterzeihnetem Gerichte, Auguststraße 6, Zimmer Nr. 24, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen- falls dieselben allgemein bezw. der Eigenthümerin der verpfändeten Grundstücke gegenüber für fraftlos erklärt werden sollen.

Braunschweig, den 29. Juni 1892.

Herzogliches Amtsgericht. W. Kulemann.

[15556] Aufgebot.

Auf Antrag der Ehefrau des Brod- und Mebl- bändlers Hans Friedrih Sinn, Wilhelmine Ma- thilde Elise, pebgeenen Brüggemann, und ihres be- zeichneten Ehemannes zu Hamburg, Valentins- kamp 97, wird der Inhaber der angeblich verbrannten Inhaber-Obligation der Hannoverschen Landes-Credit- Anstalt Litt. G. Nr. 23338 vom 1. Januar 1877 über 1000 M nebst Zinscoupons für die Zeit vom 2. Januar 1890 bis 2. Januar 1897 und Talon aufgefordert, spätestens in dcm auf Donnerstag, den 2. November 1893, Mittags 12 Uhr, anberaumten Termine bei dem unterzeihneten Amts- gerichte seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widxigenfalls die Obligation nebst Cou- pons und Talon für kraftlos erklärt werden foll.

Hannover, 27. Mai 1892.

Königliches Amtsgericht. V H.

[32369] s: Ï

Von dem unterzeichneten Amtsgerichte ist be- [Sollen worden, das Aufgebotsverfahren zu eröffnen.

uf- Antrag des Stadtraths zu Großenhain als Vertreter der Stadtgemeinde daselbst behufs Er- mittelung bezw. Ausf Petuna des unbekannten In- habers der Actie Serie I Nr. 98 zu 300 Æ des dur< Liquidation aufgelösten Actienvereins zum Gesellschastsbause zu Großenhain.

Es wird daher als Aufgebotstermin

der L, Juni 1893, 9 Uhr Vormittags,

bestimmt und wird der unbekannte Inhaber der be- zeichneten Actie aufgefordert, spätestens

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Niederlafsung 2c. von R Nene: 10. Verschiedene tmahungen.

am L. Juni 1893, 9 Uhr Vormittags, persönli<h oder dur< gehörig legitimirte Bevoll- mächtigte vertreten an s bgel Gerichtsstelle zu er- scheinen und seine Ansprüche und Rechte hier anzu- melden resp. die bezeihnete Urkunde vorzulegen, widrigenfalls auf weiteren Antrag die unbekannten Interessenten für ausgeschlossen und ihrer Ansprüche werden für verlustig erachtet werden und die Actie für kraftlos erflärt werden wird. Großenhain, am 14. Juli 122. Königlich Sächsisches Anzi“gericht. Af. Lef sing, H.-N. E S [34458] Bekanntmachung. Anfgebot. a L Dem Oekonomen Josef Scheuerlein in Mafsen- dorf, Amtsgerichts Roth, ist am 5. Mai 1891 in- folge Einbruchs in sein Anwesen ein 3 ®/oiger Privatshuldshein über 1000 A Nr. 160 vom 15. November 1890 der Kgl. Hauptbank Nürnberg abhanden gekommen. A : Neuerlichher Aufgebotstermin is festgeseßt auf Dienstag, 31. Januar 1893, Vormittags 10 Uhr. Auf Antrag des Josef Scheuerlein werden die Inhaber der bezeichneten Urkunde aufgefordert, ihre Rechte hierauf bis spätestens zum oben an- gegebenen Termine im Sitzungssaal Nr. 12, bei dem unterfertigten Geriht anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls leßtere für kraftlos erflärt wird. Naber, den 6. September 1892. gl. Amtsgericht. Abth. 1V. : Der Kal. Amtsrichter : (L. S.) ua Zur Beglaubigung : Der geschäftsleitende Gerichtsschreiber des Kgl. Amtsgerichts : (T: S) Ha>er, Kgl. Secretär.

[12714] Aufgebot. -. ?

Auf Antrag der Ebefrau des Kleinköthners Hein- ri< Parl, Marie Sophie Elise, geb. Dannenbe>, zu Stöcken wird der Inhaber der von der Direction der Hannoverschen Lebens-Versicherungs-Anstalt in Hannover für den Erblasser der Antragstellerin, Lehrer Heinrich Friedri<h Christian Dannenbe> in Velber (zuleßt Lehrer a. D. zu Stö>en), zu Gunsten seiner Erben über ein Kapital von 100 Thaler Courant ausgestellten Lebens-Versicherungs- Police Nr. 10673 vom“ 30. Juni 1865 aufgefordert, spätestens in dem auf Montag, den 19. De- zember 1892, Morgeus 10 Uhr, Zimmer 91, anberaumten Termine bei dem unterzeichneten Amts- gerichte seine Ansprüche anzumelden und die Police vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der- feSen erfolgen foll. -

Haunover, den 18. Mai 1892.

Königliches Amtsgericht. V E.

[35377] :

Das Königl. Amtsgeriht Scheßliß hat mit Be- {luß vom Heutigen folgendes Aufgebot erlaffen:

Nobert Kießling, Restaurateur in Würzburg, hat das Aufgebot des angebli verloren gegangenen, auf feinen Namen lautenden Schuld|ceins der Distrikts\sparkasse Scheßliß vom 22. Juni 1886 Nr. 6770 über ein na< 3 °/ verzinsliches Darlehen zu 400 Æ beantragt.

Es wird deshalb auf Grund der $8 823, 837 und ff. R.-C.-P.-O. u. Art. 69 des bayer. Ausf.- Ges. hierzu das Aufgebotsverfahren eröffnet und Aufgebotstermin auf Mittwoch, den 26. April 1893, Vormittags D Uhr, im Sitzungszimmer Nr. 8 dahier, anberaumt.

Die Inhaber obiger Urkunde werden aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine ihre Rechte bei dem unterfertigten Gerichte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Scheßlitz, den 16. September 1892.

Der Königl. Secretär am Königl. Amtsgerichte

Sheßliß beurlaubt:

(L. S.) Hüttner, Secretariatsgehilfe.

[47350] Aufgebot.

Die Friederike Kling, Ehefrau des Tagelöhners Josef Clemens, ohne Geschäft zu Düsseldorf, Liefergasse 2, hat das Aufgebot des Sparkafsenbuhs Nr. 13 942 der Städtischen Sparkasse zu Düsseldorf mit einem Bestande von 515,36 A am 1. Oktober 1892, lautend auf Friederike Kling, Liefergasse 2, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird auf- gefordert, spätestens in dem auf den 19. Juni 1893, Vormittags {1 Uhr, vor dem unter- zeihneten Gerichte, Macienstraße 2, ie 23. anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Düfseldorf, den 7. November 1892.

Königliches Amtsgericht. V. Ca) Nl Beglaubigt: Deker, Gerichtsschreiber.

[47351] Aufgebot. Der Gärtner Peter van der Wingen zu Hamm 19 hat das Aufgebot des Sparkassenbu<hs Nr. 13 550 der städtishen Sparkasse zu Düsseldorf mit einem Bestande von 2092,07 A am 1. Oktober 1892, lautend auf den Namen des Antragstellers, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, \pä- testens in dem auf den 19. Juni 1893, Vor- mittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Ge- richte, Marienstraße 2, Zimmer 22, anberaumten Aufgebotstermine feine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklä- rung der Urkunde erfolgen wird. Düsseldorf, den 7. November 1892.

E E eriht. V.

gez.) Röchling. ;

Beglaubigt: D e>er, Gerichtsschreiber,

[44356] Aufgebot.

Der Rechtsanwalt Henrich in Völklingen als Ver- treter 1) des Heinrih Hensing, Bergmann zu Neu- dorf, in seiner Eigen chaft als Vatervormund seiner

beiden minderjährigen Kinder a. Catharina ing, ohne Stand, Ehefrau des Bergmanns Jo