1892 / 274 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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theiliat, «amli< Siwas und Erfinozn und zwar nux àn der Weizén- zuasfußr, Siwas au in_gerino-m Grade an der Mehlausfuhr. Die Ausfuhr aus diesen Bezv?®en beträgt dur<schnittlih etwa 10 bis 12 000 t.

Auf den $8$00-m über dem Meere belegenen Feldern hat der daselbst eingetretene Regen, welcher jedo< ‘nah Verlauf von 24 Stun- den wicder aufhörte, soweit bis jeßt bekannt, Schaden niht ange- rihtet. Vielmehr wird geklagt, daß der Regen niht beftig genug war, um aller Orten auch im Unterlande geborstenen Boden wieder zusammenzufügen, da diese Zusammenfügung die Vea>kerung dcs Bodens erst wieder ermögliht. Dur die Hiße des besonders tro>enen Sommers is der Boden fast allerwärts in ganz eigenthümlicher Weise geborsten ; die hierdurh im Boden erzeugten Spalten haben eine Tiefe bis zu zwei Metern. Sollte nunmehr ein anhaltender Regen nicht eintreten, so müssen diese Risse erst dur Menschenhand beseitigt werden. S

Aus diesen Gründen und infolge der andauernden Tro>enheit im Herbst erscheint die Auésaat von Wintergetreide fast überall verspätet. Besonders ungünstig lauten die Nachrihten aus dem Hinterland von Smyrna, wo die üblichen Herbstregen an der Küste ganz auêgeblieben sind, und im Innern des Landes der Regen nur ein localer und auch dann ni<t ausreichend war. Infolge dessen ist die Bestellung der Ae>er dort mit großen Schwierigkeiten verbunden und die bis jeßt stattgehabte Ausfaat nur eine geringe.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- L Maßregeln.

Cholera. :

Pest, 17. November. Von gestern Abend 6 Uhr bis heute Abend 6 Uhr sind hier sieben Cholerä-Erkrankungen und ein Todes- fall vorgekommen. In Buüdapest sind, wie den „Veröffentlihungen des deutshen Kaiserlichen Gesundheitsamts" berihtet wird, vom 30. Oktober bis 5. November (tageweise geordnet) nachstehende Er- Franfkfungen bezw. Todesfälle gemeldet: 15:8, 24:5, 23:8, 17:10, 91 : 12, 16 : 11, 11 : 2, insgesammt 127 bezw. 56. Zufolge dem „N. Pest. Journ sind bis zum 30. Oktober 852 Erkrankungen, 369 Todes- fälle in Budapest festgestellt worden. s :

St. Petersburg, 18. November. Dem -,Regierungsboten“ zufolge beabsichtigt die Regierung die Anordnung von Maßnahmen für den Fall der Wiederkehr der Cholera-Cpidemie im nächsten Jahre und wird zur Berathung dieser Maßregeln einen Congreß . von Aerzten aus den Gegenden einberufen, wo die Cholera in diesem Jahre herrschte. :

Amsterdam, 17. November. (W. T. B.) Die ärztliche Untersuhung, welcher aus Hamburg und aus den französischen Häfen kommende Schiffe in Ymuiden bisher unterworfen waren, ist aufgehoben worden. Aus Utrecht werden zwei Todesfälle an Cholera gemeldet. In der Woche vom 30. Oktober bis 5. No- vember starben, wie wir den „Veröffentlihungen des deutschen Kaiser- lichen Gesundheitsamts" entnehmen, zufolge amtliher Mittheilung in der Provinz Nordholland zu Amsterdam eine, Nederhorst den Berg zwei, in der Provinz Südholland zu Alphen eine, im Haag zwei, zu s’Gravenzande, Gouda, Hazerswoude und Koudekerk je eine, in der Provinz Nordbrabant zu Breda drei, Prinsen- \age zwei, in der Provinz Gelderland zu Huissen drei, in der Provinz Utre<t zu Utrecht drei, Ysselstein fünf, in der Provinz Friesland zu Sneck eine, insgesammt 27 Personen. Die Zahl der Todeéfälle hat also im Vergleih zur vorhergegangenen Woche zu- genommen. e :

Belgrad, 17. November. Gestern ist hier ein Arbeiter unter <oleraverdähtigen Erscheinungen erkrankt und in das Baratenspital gebracht worden.

Wie die „Karlsr. Ztg.“ vernimmt, hat das Großherzoglich badische Ministerium des Innern die Bezirksämter angewiesen, vor dem Genuß amerifanischer Fleis<hwaaren in ui<ht abgeko<tem Zustande und ohne vorherige Unters u<hung derselben auf Trichinen öffentli zu warnen. Importeure amcrikanisher Fleis<hwaaren, die diese ohne vorherige Nachuntersuhung auf deren Trichinenfreiheit an das Publikum verkaufen, laufen Gefahr, den in $ 367 Ziffer 7 N.-St.-G.-B. und in dem Nahrungêmittelgesez bestimmten Strafen zu verfallen.

Spanien.

Zufolge Königlih spanischer Ministerial-Verordnung vom 11. und 12. November 1892 werden Provenienzen von Antwerpen, Havre und Nouen, welhe na< dem 11. bezw. 9. und 10. desfelben Monats abgegangen find, in den spanischen Häfen frei zugelassen.

Es sind ferner die Häfen von Honfleur und Fécamp für „holerarein“ erklärt worden. , i

Allgemeine Bedingung der freien s bleibt, daß die be- treffenden Schiffe mit reinem, von dem |panishen Konsul visirten uan und unter guten Gesundheitsverhältnissen an Bord einlaufen.

Provenienzen von Lorient, welhe nah dem 26. Oktober 1892 abgegangen sind und nah dem 12. November 1892 in fpanischen Hâfen einlaufen, werden, wie au ihr Gesundheitépaß lauten möge, aach dem Lazarethhafen geschi>t. :

Alle Orte, welche 165 km und weniger von Lorient entfernt liegen, werden für „der Cholera verdächtig“ angesehen.

Niederlande. :

Zufolge ministerieller Verordnung vom 15. November 1892 fällt NReisegepä>, welches von Reisenden mitgebracht wird, aus8nahms- los niht mehr unter tas gegen Deutschland, Belgien und Frank- reih noch bestehende allgemeine Ein- und Durhfuhrverbot für Lum- pen, gebrauchte Kleidungsstücke, sowie ungewaschene Leib- und Bett- wäsche (vergl. „Reichë-Änzeiger“ Nr. 207 vom 2. September 1892).

Durch Verordnung vom gleichen Tage ist ferner die an den Grenzstationen Nieuweshans, Oldenzaal, Enschede, Winterswgok, BZevenaar, Nymegen, Groesbeek, Gennep, Venlo, Vlodrop, Maastricht, Budel, Zundert Rosendaal, Hulst, Sas van Gent, Eede und Sluis zur Abwehr der asiatishen Cholera eingeführte ärztlihe Controle von Personen und Gütern, welhe mit der Eisezbahn oder San nach Holland kommen, vom 17. d. M. an aufgehoben worden.

Ebenso ist die seuchenpolizeilihe Aufsicht über Schiffe, welche bei Ter Apel (Gemeinde Vlagtwede), Lobith-Tolkamer (Gemeinde Herwen en Aerdt), Maastriht, Hanéweert (Gemeinde Kruiningen), Bath Gemeinde Nilland-Bath), Sas van Gent, Sluis und über Enkhuizen

innenwärts fahren, von dem leßterwähnten Tage an eingestellt.

Der „Nederlandshe Staatëcourant“ vom 16. November 1892 veröffentliht eine Verfügung des niederländischen Ministers des Innern vom 15. desf. M., dur< welche die früheren Verfügungen, inhalts deren Antwerpen, alle an der Nordsee oder an in diese mün- denden Wasserläufen gelegenen deutschen Plä ge, alle Pläße längs der Nordküste von Frankreich von der belgischen Grenze bis ein- {ließli Brest, sowie alle an den in den Kanal mündenden Wasser- Täufen gelegenen französischen Pläße, endlih alle an der Oft- fee oder an in diefe mündenden Wasserläufen gelegenen deutschen Plätze für von der asiatis<en Cholera verseucht erklärt wurden, vom 17. November 1892 an aufgehoben werden.

Hamburg bleibt einstweilen no<- für „von asiatisher Cholera verseu<ht“ erklärt. Vergl. „R.-A.* Nr. 207, 209, 210 u. 213 vom 2., 5., 6., 9. September 1892.

: Belgien.

Zufolge Beschlusses der Sanitätscommission der Schelde vom 47. November 1892 sind die bestehenden Quarantänen für Herkünfte aëler Länder aufgehoben. Sämmtliche Schiffe unterliegen bei der Infunft in Antwerpen ledigli einer strengen ärztli<hen Visite.

s : Norwegen.

Die Ke niglih norwegishe Regierung hat die gegen Deutschland erlassenen Ein, hrverbote vergl. „R.-A.“ Nr. 203 und 213 vom 29. August und v. September 1892 in Bezug auf Haare und

f fues (Kraz-) Woïle, sowie frishes und getro>netes bst und Gemüse aufgehoben.

Havanna. In Havanna starben,“ wie den „Veröffentlihungen des deutschen Kaiserlihen Gesundheitsamts" berichtet wird, während der ersten se{<s Monate des Jahres 1892 an Gelbfieber nacheinander 15, 12, 8, 8, 8, 13, im ganzen 64 Personen. In den -leßten fünf Fahren find in Havanna nah einer amtlihen Statistik 2122 Per- fonen, darunter 365 im Jahre 1891, dem Gelbfieber erlegen, die meisten in den Monaten August und Juli.

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 17. d. M. gestellt 11 716, nit rechtzeitig gestellt keine Wagen. L : In Oberschlesien sind am 16. d. M. gestellt 4955, nit rechtzeitig gestellt keine Wagen. :

Börse zu Düsseldorf. (Amtlicher Preisberiht vom 17. November 1892.) Auf dem Kohlen- und Koksmarkt ist Zvlas und Nachfrage rege. Auf dem Eisenmarkt sind Fertig- fabrifate <wa<, Roheisen stärker gefragt; Preise bleiben gedrückt. (Berechnung in Mark für 1000 kg und, wo niht anders bemerkt, ab Werk.) Kohlen und Koks: Notirungen fehlen. Erze: 1) Nohspath 7,80—8,40, 2) Gerösteter Spatheisenstein 11,50 —12,95, 3) Somorrostro f. o. b. Rotterdam —, 4) Nasjauischer Noth- eisenstein mit ca. 50% Eisen 8,50—9,20, 5) Rafenerze franco —. Roheisen: 1) Spiegeleisen Ta 10—12 9/9 Mangan 959, 2) Weißstrah- liges Qualitäts-Puddelroheisen: rhein.-westf. Marken 50—d2, Sieger- länder 46,00—47,00, 3) Stahleisen 51—52, 4) Engl. Bessemereisen ab Verschiffungshafen —,—, 5) Spanisches Bessemereisen Vtarke Mudela cif. Rotterdam —,—, 6) Deutsches do. —,—, 7) Thomaseisen franco Verbrauchs\telle —,—, $) Puddeleifen (Luxemburger Qualität) 39,80, 9) Engl. Noheisen Nr. II1 ab Ruhrort 57—58, 10) E Gießereieisen Nr. IIT 46,00, 11) Deutsches Gießereicisen Nr. I 69, 12) do. Nr. Il —, 13) do. Nr. 111 58, 14) do. Hâmatit 66, 15) Spanisches Hämatit Marke Mudela loco Ruhrort —,—. Stabeisen: Gewöhnl. Stabeisen 117,50—120. Bleche: 1) Ge- wöhnliche Bleche 145, 2) Kesselblehe 160—165, 3) Feinbledhe 130— 140. Draht: 1) Eisenwalzdraht —, 2) Stahlwalzdraht —.

In der gestrigen Generalversammlung der Märkischen Maschinen-Anstalt vorm. Kamp. u. Comp. wurden, wie aus Wetter a. d. Ruhr gemeldet wird, die Bilanz fowie das Gewinn- und Verlust-Conto einstimmig ua und die sofort zahlbare Dividende auf 34 9/6 festagcsezt. Außerdem wurde infolge des Antrags eines Actionârs beschlossen, zum 17. Dezember d. J. eine außer- ordentlihe Generalversammlung einzuberufen, um aus den starken flüssigen Mitteln, sei es dur Rückkauf von Actien oder durd) Rück- zahlung auf das Actienkapital, das leßtere herabzumindern. ;

Der Aufsichtsrath des Annener Gußstahlwerks hat die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr nah den Abschreibungen und reichliher Reservestellung, vorbehaltlih der Genehmigung dur die Generalversammlung, auf 99/06, wie im vergangenen Jahre, fest- gesetzt. Die Generalversammlung findet am 17. Dezember statt.

Sep 17. November. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. a Plata. Grundmuster B. per November 3,70 A, per Dezember 3,70 6, per Januar 3,723 M, per Februar 3,75 A, per März 3,775 4, per April 3,775 #, per Mai 3,80 #, per Juni 3,821 #, per Juli 3,85 46, per August 3,85 #, per Sep- tember 3,85 M, per Ofttober 3,85 M Umfaß 125 000 kg.

Wien, 18. November. (W. T. B.) Die Brutto-Einnahmen der Orientbahnen betrugen in der 43. Woche (vom 21. Oktober bis 27. Oftober cr.) 346 900,05 Sr Zunahme gegen das Vorjahr 34 406,76 Fr. Seit Beginn des Betriebsjahres vom 1. Januar bis 27. Oktober 1892 betrugen die Brutto-Einnahmen 10 316 725,13 Fr., Zunabme gegen das Vorjahr 378 130,36 Fr.

Best, 17. November. (W. T. B.) In dem Prozesse des Ab- geortneten Pazmandy gegen die Oesterreihish - Ungarische Stœæatsbahn wegen der Couponkürzung brachte der Vertreter der Staatsbahn, Abgeordneter Dr. Chorin, heute vor dem Bezirks- gerichte die Einwendungen der Beklagten vor, die im Sinne der österreichishen Geseße die Erwerbssteuer und im Sinne der unga- rischen Gesetze die Kapital-Zinésteuer von dem Coupon abzuziehen berechtigt sei. Der nächste Termin, in weldhem der Kläger scine Repliken vorbringen wird, ist auf den 21. Dezember d. J. anberaumt.

London, 17. November. (W. T. B.) An der Küste 1 Weizen- ladung angeboten.

Bradford, 17. November. (W. T. B.) Markt belebter; Wolle stetig, feine Wollen anziehend. Garne mäßiges Geschäft ; Stoffe unverändert.

Luzern, 17. November. (W. T. B.) Die Betriebseinnahmen der Gotthardbahn betrugen im Oktober 1892 für den Personenverkehr 425 000 (im Oftober 1891 430 200) Fr., für den Güterverkehr 1030000 (im Oftober 1891 969 800) Fr., verschiedene Einnahmen im Oktober 1892 40000 (im Oktober 1891 40000) Fr., zusammen 1495000 (im Oktober 1891 1 440 000) Fr. Die Betriebsausgaben betrugen im Oktober 1892 640 000 (im Oktober 1891 615 000) Fr. Demnach Uebershuß im Oktober 1892 855 000 (im Oktober 1891 825 000) Fr.

New-York, 17. November. (W. T. B.) Die Börse eröffnete stetig, befestigte sich im weiteren Verlaufe, {loß aber matt. Der Umsag der Actien betrug 230 000 Stü>. Der Silbervorrath wird auf 1,90 000 Unzen ges<häßt. Silberverkäufe fanden nicht statt.

Weizen eröffnete unverändert, gab fodann etwas nah, wurde aber wicder besser auf europäische Berichte. Schluß stetig. Mais zog nah Eröffnung an, ging aber wieder auf NRealisirungen der Haussiers zurü>. Schluß kaum behauptet.

Chicago, 17. November. (W. T. B.) Weizen besserte sich na< Eröffnung, blieb aber in ruhiger Haltung. Schluß stetig. Ma is anfangs höher, später aber niedriger auf Abgaben der Hausfsiers. Schluß kaum behauptet.

New-Orleans, 17. November. (W. T. B.) Der Baum- wollenpreis für den Januar-Termin stieg gestern um 15 Points auf (erlacieple Berichte über eine äußerst kuappe Ernte und Fröste in Georgia und Florida. Die Schäßung geht dahin, daß der O um 2000 000 Ballen geringer sein werde, als im

orjahre.

Verkehrs-Anstalten.

Jm Verlage von Julius Springer ist soeben das Stations- Verzeichniß der preußishen Staatseisenbahnen nebst Angaben über Lage, Verhältnisse, Betriebs- einrihtungen u. \. w. der einzelnen Stationen, herausgegebenimM inisterium der öffentlihen Arbeiten nah den Angaben der Königlichen Eisenbahn-Directionen, erschienen. “Das amtliche Stationsverzeichniß if cine Zu- sammenstellung, die viel mehr bietet als der Titel verspricht. Es enthält vor allem Namen, Rangklasse und Einwohnerzahl

der Station und des Stationsorts, sodann ihre Lage nach

der Bahnstre>e und . des weiteren die betricbsleitende Ver- waltung, Ausgabe- und Abfertigungsstellen, Werkstätten und Betriebseinrihtungen. Ferner zählt es sämmtliche Stellen, Bezirke und Behörden auf und giebt Fingerzeige für alle Trans- portfragen. Endlich aber bietet es werthvolle volkswirthschaft- liche Nachweise dur<h Namhaftmachung der Fabriken und größeren gewerblichen Anlagen an den Stationen und Auf- a der angrenzenden für den Eisenbahnverkehr wichtigen

rtschaften mit ihrer i von der Station. So empfiehlt sich das Verzeichniß thatsählih als ein Hand- und Hilfsbu<h für Behörden und Aemter, zumeist aber- für

Speditionsgeshäfte, Fabriken, Export: und Jmportfirmen U. 4. 0. Ges Jn- und Auslandes, umsomehr als die Tabellen- form die Auskunft in übersichtlihster Gestalt bietet.

Die Postdampfschiffverbindung zwischen Kopenhagen und Reykjavik auf Island über Granton oder Leith (Schott- land) und Thorshavn (Faröer) wird während des Jahres 1893 fi, wie folgt, gestalten : 4 |

aus Kopenhagen 17. Januar, 1. März, 21. April, 7.7 Mai, 3. Juni, 2. f Juli, 14. Juli, 22. August, 6.7 September, 3. Oktober, 8. November ; E :

in Reykjavik 28. Januar, 13. März, 1. Mai, 28. Mai, 13. Juni, 24. Juli, 25. Juli, 2. September, 26. September, 13. Oktober, 21. November; 5

aus R: ykjavik 5. Februar, 19. März, 14. Mai, 4.74 Juni, 9%. Juni, 29. f Juli, 3. August, 14. September, 1. f Oktober, 20. Ok- tober, 28. November; »

in Kopenhagen 17. Februar, 2. April, 24. Mai, 24. Juni, 6. Juli,

18. August, 14. August, 24. September, 22. Oktober, 1. November.

11. Dezember.

Bei den mit einem Kreuz (7) bezeichneten Fahrten wird die Ver- bindung zwischen den B und NReykjavik nicht unmittelbar, sondern na< vorhergehendem Anlegen an einzelnen anderen Küstenpunkten

Islands stattfinden.

Bremen, 18. November. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Schnelldampfer „Lahn“, nah New-York bestimmt, und der Postdampfer „Ohio *, nah Brasilien bestimmt, hat am 17. No- vember Morgens Dóôver pasfirt. Der Schnelldampfer „Fulda“ ist am 16. November Nachmittags in New-Y ork angekommen. Der Schnelldampfer „Spree“, von New-York kommend, ift am 17. No- vember Morgens auf der Weser angekommen. Der Schnelldampfer „Havel“, am 8. November von Bremen abgegangen, ist am 16. No- vember Nachmittags in New-York angekommen. Der Postdampfer „Graf Bismar>“ hat am 16. November die Reise von St. Vincent nah Brasilien fortgeseßt. Der Postdampfer „Salier“ ist am 16. November Nachmittags von New-York nah der Weser abgegangen.

Hamburg, 17. November. (W. T. B.) Hamburg-A me- rikanis<he Paketfahrt-Actien-Gesell schaft. Der Post- dampfer „Che ruskia“ ist, von Hamburg kommend, gestern Nach- mittag in New - York eingetroffen.

London, 17. November. (W. T. B.) Der Union-Dampfer „Mexican“ ist heute auf der Ausreise von Madeira abgegangen. Der Castle-Dampfer „Grantully Castle“ hat auf der Heim- reise heute Madeira passirt. :

New-York, 18. November. Die von der Hamburg-Ameri- kanishen Pa>etfahrt-Actiengesells<aft ins Leben gerufene neue Verbindung zwishen New-York und Neapel wurde gestern Abend 6 Uhr mit der Abfahrt des Schnelldampfers „Fürst Bis- mar>* von New-York eröffnet. Der Andrang von Reisenden über- traf alle Erwartungen. Der Dampfer hatte ni<ht weniger als 1019 Passagiere an Bord.

Theater und Musik.

Philharmonie.

Die Berliner Liedertafel unter ihrem Chormeister Herrn A. Zander brachie in dem gestrigen Concert galt nur Chorlieder zum Vortrag, die bei dieser Gelegenheit von ihr zum ersten Male gesungen wurden und von denen insbesondere ein „Minnelied“ von de la Hale, „Kriegers Nahtwache“ von Liebe und ein Scherzo „Schon gut“ von Weiß den lebhaftesten Beifall der den ganzen Saal füllenden Zuhörer fanden, au<h wiederholt werden mußten. Der gut geleitete Chor bezeigte in diesen wie au in allen übrigen Vorträgen, daß er den wachsenden künstlerishen Ansprüchen gere<t zu werden bestrebt it. Die einzelnen Stücke waren mit Fleiß cingeübt und gelangten prâcis, wohlabgerundet und fein schattirt zu Gehör, sodaß die rei<lid gespendete Anerkennung wohlbere<tigt war. Unterstüt wurde das Concert dur< die Mitwirkung der Königlichen Hof-Opernfängerin Fräulein Hiedler, die cine Arie aus „Der Widerspänstigen Zäbüuig“ von Göß und drei Lieder von F. Liszt, Moszkowsky und N. Franz mit ihrer den weiten Raum ganz ausfüllenden s{önen Stimme wirkungévoll ausführte, sowie endlih dur<h Klaviervorträge des Herrn Friß Masbach.

Saal Bechstein. :

Der S lee frühere Bühnenthätigkeit hierselb wohlbekannte Tenorist Herr An tal Udvardy erschien vorgestern im Saal Bechstein als Concertsänger mit dem Vortrage zweier Arien von Mozart und Wagner und mehrerer Lieder. Hat au die Stimme an Frische ver- loren, so läßt fie dech stets die sorgfältige Ausbildung in der Nein- heit der Intonation, der Deutlichkeit der Aussprahe und dem ge- \hi>ien Gebrauche des Falsetts erkennen. Dem Vortrag fehlte in der Arie „Thränen, vom Freunde getro>net" aus Mozart's „Don Juan“ und in dein Liede Sigmund's „Winterstürme wichen dem Wonnemond“ aus der „Walküre“ von Wagner die Wärme der Empfindung; besser gelangen dem Künstler die Lieder von Brahms und Rubinstein, sowie das zugegebene Lied von Frauz „Wenu der Frükbling auf die Berge steigt“. Das Publikum war mit “dem Bei- fall sehr freigebig. Der Violinvirtuos Herr Weintraub, der erst vor furzem durch seine eminenten Leistungen in der Sing-Akademie die Zu- höôrer erfreute, S das Concert dur den Vortrag der shwierigen A-dur-Polonaise von Wieniawski und zweier Soli von Svendfen und Brahms-Joachim. Das Spiel des Künstlers glänzte abermals durch die Leichtigkeit in der Ueberwindung aller tehnishen Schwierigkeiten, ein entzü>endes „piano“, die Klarheit seines Flageolets und besonders die scelenvolle Ausdru>sweise. Die Begleitung sämmtlicher Vortrège hatte wiederum Herr Bake übernommen. Schließlich sei noch die Kürze der Zeitdauer dieses Concerts lobend hervorgehoben, die beson- ders den Veranstaltern der vielen Lieder- und Klavierabende zur Nach- ahmung zu empfehlen wäre. E ; :

Gestern gab die junge, aus der bewährten Schule O. Eichberg's bervorgegangene Sopranistin Fräulein G. Heinrih im Saal Bechstcin ein Concert. Sie brachte mehrere Lieder von Schubert, Schumann, Eichberg und anderen zum Vortrag, denen sie die Arie aus „Figaro?’s Hochzeit“ von Mozart vorausgeschi>kt hatte. Der Wohlklang ihrer frischen Stimme ist stets mit verständnißvoller und sympathisher Ausdru>êweise vereinigt. Reicher Beifall folgte jedem der Gesänge. E wurde das Concert dur<h den Pianisten Herrn K. Müller und den Violoncell-Virtuosen Herrn Shumacher, welche dur< sehr gelungene Solovorträge das zahlreich erschienene

Publikum erfreuten. l Garanisonkirche.

Der Königliche Domchor veranstaltete gestern unter Leitung des Herrn Professors Albert Be>er ein Concert, in wel<hem Chor- gesänge von S. Bach, seinen Vorgängern und Nachfolgern zum Vor- trag famen. Das fünfstimmige „O0 sacrum convivium“ von Palestfina (1514), eine fünfstimmige Choralfiguration von I. Walther (1496) und ein Choralsaß- „Herzlich lieb hab ih Dich, o Herr“ von Calvifius (1556) maten dur ihren erhabenen, meist homophonen Stil einen andahterwe>enden Eindru>, der dur< in fanonischer Form gehaltene Motette von J. Christoph Bac, ‘dem Eisenacher Organisten (1643), sowie dur Seb. Bach's wundervolles Chorlied „Komm, süßer Tod“ no< erhöht wurde. Der weier ial eSinget Gott“ von E. L Richter (1808), der dur melodische Fmpfindung und rhythmishe Belebtheit wirkt, sowie cine von g&* wandter Beherrshung des strengen Stils zeugende Motette von E- E. Taubert folgten hierauf. Die bekannte Reformations-Motette von A. Beer, die den Choral „Ein? feste Burg“ als cantus firmus in geistvoller Weise E gab den Deo einen würdigen Abshluß. Die Ausführung von Seiten des Chors darf, was {öónen Stimmenklang, Klarheit des Vortrags und Deutlichkeit der Au- sprache betrifft, als eine in jeder Beziehung vollendete bezeichnet ne den. Schließlih erwähnen wir no< der sehr gelungenen Sol0-

| vortrâge des Fefuleins M. Gever, deren {dne Sopranstimme und

verständnißve'{e Ausdru>sweise fh {on in mehreren Concertleistungen

- bewährt hai, sowie der \tets willkommenen Orgelvorträge des Herrn

De>ert. Die Zuhörer hatten sich sehr zahlreih eingefunden.

Um Sonntag geht im Königlichen Opernhausfe „Lohengrin“ uit den Damen Hiedler und Göße, den Herren Rothmühl, Stammer, Schmidt und Fränkel in Scene. Die dritte Vorstellung der Oper „Genesius“ hat von Sonntag auf den nächsten Mittwoch vershoben werden müssen. Herr Kapellmeister Weingartner, der durch die zur Vor- bereitung seines Werkes nöthigen Proben überanstrengt worden is, wird heute no<, um keine Störung zu verursachen, die dritte Symphonie- Soirée der Königlichen “Kapelle dirigiren, dann aber einen kurzen Urlaub zu seiner Erholung antreten und mit der perfönlichen Leitung seiner Oper am Mittwoch seine Thätigkeit wieder aufnehmen.

Der Negisseur Herr Albert E>kert wird zum 1. Januar aus dem Verbande des Lessing-Theaters wieder ausscheiden und sih im Februar zu einem Gastspiel nah St. Petersburg begeben.

In dem Schauspiel „Prinzessin Georges“ von Alexander Dumas, das am Todtensonntag zur einmaligen Aufführung im NResidenz- Theater gelangt, find, außer dem {hon erwähnten Fräulein Luise Baumbach die Damen Laura Friedland, Louise Kusterer, Lou Brion, Nose Berkany, Olga Görner ‘und Hilda Hofer, die Herren Josef Farno, Hermann Haa>, Hubert Reus, Adolf Steine>te, Ludwig Ea und Hermann Werner beschäftigt. Die Regie führt Herr

erner.

Für die morgige Eröffnungs-Vorstellung des Neuen Theaters ist die Wagenzufahrt vom Schiffbauerdamm und die Abfahrt durch die Straße am Circus.

Die aus der Schule James Kwast’s hervorgegangene Pianistin 6% di Kirchdorffer, die im vorigen Jahre den Mendeléësohn- Preis errang, wird morgen Abend 74 Uhr, im Saal Bech- stein zum ersten Male hier öffentli<h auftreten. Das Pro- gramm des Concerts, das die Pianistin Fräulein Helene Geisler und die Altistin Fräulein Adelina Herms unter Mitwirkung des Herrn E. E. Taubert morgen in der Sing-Akademie ver- anstalten, bringt von Klaviercompositionen Beethoven’s Sonate caractéristique, Nocturne Fis-dur und Ballade G-moll von Chopin, ferner vier Stücke zu vier Händen von E. E. Taubert, die Fräulein Geisler gemeinschaftliß mit dem Componisten zum Vortrag bringen wird. Fräulein Herms wird Lieder von Schubert, N. Franz, Glu, Bungert, Naubert, Leßmann, R. I. Eichberg sowie eine Gruppe E. E. Taubert’scher Lieder singen.

, Mannigfaltigcs8.

Nachdem das Statut für das in Berlin zu errihtende Ge - werbegeri<t vom Ober-Präsidenten bestätigt worden ist, hat der Magistrat für die Wahl der Beisißer dieses Gerichts, und zwar von 210 Arbeitgebern und 210 Arbeitnehmern Termin auf Montag, den 2. Februar 1893 festgeseßt und gleichzeitig angeordnet, daß die An- meldungen der bere<tigten Wähler den statutarishen Bestimmungen entsprehend während der nächsten 14 Tage vom 21. No- vembek bis 4. Dezember an den Wochentagen von 5 bis 8 Uhr Abends, an den Sonntagen von 12 bis 3 Uhr Mittags zu erfolgen haben. Zur Bequemlichkeit der Anmeldenden werden diefe Anmel- dungen in neun dur< Berlin vertheilte Annahmestellen, deren Be- nennung durch die Zeitungen und dur< Säulenanschlag veröffentlicht werden wird, angenomnmien. Ps zu den Anmeldungen sind nit allein in den Anmeldestellen, sondern au<h bei jedem Bezirks-

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s vorsteher unentgeltlih zu haben. Zur Erleichterung der Anmeldung

ist die Entnahme und Ausfüllung der Founulare anzurathen, weil dadur jeder Verstoß gegen die Bestimmungen über die Anmeldung vermieden wird.

Nach der Neuabschäßung akler im Eigenthum der Stadt Berlin stehenden Grundstü>ke im ganzen 535 Grundstü>ke, näm- lich 516 Kämmerei- und 19 Stiftungsgrundstü>le betrug der Werth der Kämmereigrundstü>ke am 1. April 1891 304 707060,23 Æ (bisheriger Werth 277 408 027,29 #, mithin ans 27 293 032 M), der Stiftungsgrundstü>e 6 837 297 ..(bî5-

eriger Werth 6 660 717 4, mithin Zugang 176 580 4). Zusammen betrug der Werth der Kämmerei- und Stiftungëgrundstü>ke am 1. April 1891 = 311 538 357,28 Die Einnahme aus den Miethéhäufern der städtis<hen bebauten Grundstü>ke \tellte fih im Etatsjahre 1891/92 gegen das Vorjahr um 9690,25 #4 höher. Dieses Ergebniß is vornehmli<h dem Umstande zuzuschreiben, daß einige größere Miethsobjecte bedeutend günstiger . vermiethet wetden konnten. Die Einnahme aus der Vermiethung derjenigen bebauten Grundstücke, r E der Berichtsperiode erworben wurden, beträgt

___ In der gestrigen Sißung der Stadtverordneten wurde ein in einem Petitionsantrag aus8gesprochenes Anerbieten zur Auffstel- lung von 200 Brunnen mit gesundem Trinkwasser gegen Er- theilung der Genehmigung zur Ausnußung dieser Brunnen zu Reclame- zwe>en abgelehnt. Die Vorlage wegen Erlaß der Gemeinde- Einkommensteuer in der untersten Steuerstufe von mehr als 420 bis 660 s Einkommen für das Steuerjahr 1893/94 genehmigte die Versammlung ohne Debatte. Dem Centralverein für Arbeits- nachweis wurde zum vergrößerten Betrieb der Wärmehallen eine Beihilfe in der Höhe von 3000 gewährt.

Ein durch den Verein der Berliner Blumenhändler dem Polizei- Präsidenten vorgetragenes Gefuch um Freigabe des Blumen- und Kranzver kaufs am nächsten Todtensonntag is mit der Maßgabe genehmigt worden, daß diese Geschäfte am genannten Tage von 7—10 und Nachmittags von 2—6 Uhr geöffnet bleiben dürfen.

Lieutenant Graf Hardenberg vom 2. Pommerschen Ulanen- Regiment Nr. 9, der am 11. d. M. bei einer Parforcejagd in Demmin mit dem Pferde stürzte und nach der hiesigen Klinik in der Ziegel- straße gebra<ht worden war, ist, wie hiesige Blätter melden, dort gestern Morgen seinen Veklleßungen erlegen.

Die Betheiligung der deutshen Behörden auf der Chicagoer Weltausstellung ist namentlih in der Abtheilung des Ingenieurwesens bedeutend. In dieser Abtheilung wird die General-Direction der bayerishen Staateeisenbahnen Modelle von Pfeiler-Fachwerkträgern, Gerber’shen Fahwerkfnoten, patentirte seit- lihe Versteifung mit Gelenk-Stahlbolzen, sowie Zeichnungen von Brücken U. \. w. ausstellen. Die General-Direction der badischen Staats- eisenbahnen wird mit Plänen der Höllenthal-Bahn vertreten sein, das bessishe Staats - Ministerium wird Zeichnungen der Straßenbrü>e über den Rhein bei Mainz einsenden, das badishe Ministerium des Innern Pläne des Friedrihs-Bades in Baden-Baden. Die Kaiser- lie Kanalcommission in Kiel wird mit Modellen und Zeichnungen vom Nordostsee - Kanal vertreten sein. Das sä<sis<he Ministerium des Innern wird Zeichnungen verschiedener Brücken, so der Elb-Brü>ken bei Niesa und zwischen Loshwiß und Blasewit,

. a“

au< Karten von Eisenbahnen, fiscalishen Straßen und Weaen

ausftellen. Die Auéstellungêgegenstände des preußishen Mi-

nisteriums der öffentlihen Arbeiten bei der Abtheilung . des Ingenieurwesens sind bisher no< ni<t bestimmt.

Der Senat von Hamburg wird mit dem Modell eines Durch-

schnitts dur< den Petersen-Quai fowie mit Zeichnungen von

Lagerplänen des Hamburger Hafengebiets, von Krähnen, Zder

Centralstation für Dampf- und elektrishen Betrieb u. \. w. auf der

Auéstellung ersheinen. Desgleichen werden Zeichnungen und Modelle

von den Magiftraten der verschiedensten Städte wie Altona, Berlin,

E a. M., Königsberg i. Pr., München, Köln, Düsseldorf,

eipzig u. f. w. in der Abtheilung vertreten sein. Der Geheime

Bergrath Riemann hat für die Bergbau - Abtheilung

auf der Chicagoer Weltausstellung eine Arbeit von bleibendem

wissenschafilihen Werthe unter dem Titel „Führer des Berg-

und Hütteningenieurs in dem Bezirk des berg- ##® hüttenmännischen

Vereins für die Lahn-, Dill- und benächbarten Revtere“

vollendet. In dem. Werke sind die geologis<hen und

geognostishen Verhältnisse des Vercinsbezirks, die verschiedenen

Arten des Bergbaus, seiner Industrie und Producte u. |. w. geshi>t-

lih und statistis< in flarer und fachverständiger Weise dargelegt, so-

daß das Werk die Beachtung weitester Krelse verdient. Die Auë-

arbeitung ist von dem zuständigen Ober-Bergamt gutgeheißen worden.

An Stelle des verstorbenen Directors bei der Physikalisch-tech-

nis<hen Reichsanstalt Dr. Loewenherz hat Herr Fabrikant

Haensch die Geschäftsleitung der Ausstellungs-Abtheilung der

deutschen Gesellshaft für Mechanik und Optik

übernommen. Unter den deutshen Gruppen - Ausstellungen

t, der Al Dex Aluoiteller Ma, vie des ButMs

gewerbes die bedeutendste; sie umfaßt 333 Theilnehmer. Sie

wird in se<s ÜUnter-Abtheilungen zerfallen. Die erste wird den Buch-,

Kunst-, Landkarten- und Musikalien-Verlag umfassen, die zweite die

Buchdruckerei, Schriftgießerei, Stereotypie und Galvanoplastik, die

dritte die Xylographie und Hochäßung, die vierte den Kupferstich,

Nadirung, Lithographie, besonders Chromolithographie, die fünfte alle » photomechanischen Dru>verfahren für den Flach-, Hoch- und Tiefdru>k und schließli< die sechste die Gravirkunst, Buchbinderei und Leder- plastik. Die Buchgewerbe-Ausstellung wird bekanntlih im deutschen Haufe untergebracht werden. Mitten im Ja>kson-Park auf der Welt- ausftellung wird ein Nettungshaus erbaut werden, worin ähnlich wie in unseren Sanitätswachen für alle etwa auf der Ausstellung vor- kommenden Unglücksfälle ärztlihe Hilfe zu finden sein wird. Auch in dem großen Frauengebäude wird die Einrichtung getroffen werden, daß Frauen bei allen Nothfällen Hilfe und Rath dur weibliche Aerzte erhalten können. Auf der Weltausstellung in» Chicago werden au< musikalis<e Compositionen zur Aufführung gelangen. Zu diesem Zwecke sollen au< neu entstandene Werke geprüft und eventuell zu Gehör gebra<ht werden. Der Musik-Director Theodor Thomas hat in Uebereinstimmung mit der Weltausstellungëbehörde einen Ausschuß gebildet, der die eingereihten Compositionen zu prüfen hat.

Leipzig, 18: November. " Der Ehrengerih1s hof für Nechtsanwälte hat laut Meldung des „W. T. B." gestern Abend 11 Uhr nah zweitägiger Verhandlung den Rechtsanwalt Arthur Stadthagen -Berlin aus dem Anwaltsstande „ausgeschlossen. Zur Begründung diefes Urtheils werden seine Weigerung, unter dem Borsißz des Landgerichts-Directors Brausewetter die Vertheidigung zu führen, seine politis<he Agitation gegen den höheren Nichterstand und eine Gebührenangelegenheit angeführt.

O

1. Untersuchungs-Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl. 3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Berat Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5. Berlootung 2c. von Werthpapieren.

Beffentlicher Anzeiger.

6. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-GeseUsch. 7. Erwerbs- und Wirthshafts-Genofsenschaftcn.

8. Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten.

9. Bank-Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

[48076]

1) Untersu<hungs-Sachen.

Keine. Malermeisters Alexander Erdmann, Alt-Moabit 78,

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[34953] [48042]

Die Zwangsversteigerung und die Termine am 2. Januar 1893, betreffend das Grundstü> des

Das K. Bayer. Amtsgericht Mitterfels hat unterm Fn Sachen des Civil-Ingenieurs Hermann Königs- | 12. September 1892 folgendes Aufgebot rasen:

Thorn, den 4. Oktober 1892.

[48049]

Königliches Amtsgericht.

Auf Antrag des Maurergesellen Karlow werden hiermit Alle nnd Jede, welche an eleute | die nachstehend bezéichneten, angebli<h bei dem am

dert, spätestens im Aufgebotstermine den 5. Mai | vorzülegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der 18983, Vorm. 11 Uhr, bei dem unterzeichneten | Urkunden erfolgen wird. Gerichte seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des- Niederbarnim Bd. 72 Nr. 3149, werden aufgehoben. | selben erfolgen wird. Berlin, den 14. November 1892. Königliches Amtsgericht. T. Abtheilung 75.

Krempe, den 26. Oktober 1892. Königliches Amtsgericht. (gez.) A. Sch ow. Veröffentlicht : (Unterschrift), Gerichtsschreibcr. Ausfertigung.

[24594] Aufgebot. : éinrich Holst zu Auf Antrag der Bauerseheleute Josef u. Maria Se U } Nürnberger in Vorleiten, Gem. Hierstall, als Be- sißer ihres Anwesens Hs.-Nr. 6 in Vorleiten werden

V

eine zweichörige, -

dorf hierselbst, Klägers, wider den Privatmann Louis Werner hierselbst, Beklagten, wegen Forderung, wird, nachdem auf Antrag tes Klägers die Beschlagnahme der dem Beklagten gehörigen Grundstücke, als:

1) des Nr. 28 a. Blatt II1. des Feldrisses Alte- wiek am Altewiekringe belegenen Grundstücks zu La 69 qm,

2) des Nr. 28b, Blatt T1. des Feldrisses Alte- wiek am Altewiekringe belegenen Grundstücks zu 1a S qm;

zum Zwe>ke der Zwangsversteigerung dur< Beschluß bom 31. Oktober 1892 verfügt, au die Ein- i: en dieses Beschlusses im Grundbuche am 4. November 1892 erfolgt is, Termin zur Zwangs- versteigerung auf den 22. Februar 1893, Morgens 10 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte, Auguststraße 6, Zimmer Nr. 39, angeseßt, in welhein die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen haben. Braunschweig, den 7. November 1892. Herzogliches Amtsgericht. VIT. A. Oele.

[47352]

Nach heute erlafsenem, feinem ganzen Inhalte nah dur<h Anschlag an die Gerichtstafel bekannt ge- machtem Proclam finden zur Zangen erna des allhier belegenen, dem Arbeitsmann Johann Burmeister hieselbst gehörigen Wohnhauses Nr. 204 mit Zubehör Termine : :

1) zum Verkaufe nach zuvoriger endliher Regu- lirung der Verkaufsbedingungen am Freitag, Ln fis Januar 1893, Vormittags

r,

2) zum Ueberbot am Freitag, den 17. Fe-

bruar 18983, Vormittags 9 Uhr,

3) zur Anmeldung dinglicher Rechte an das

-_Grundstü> und.an die zur Immobiliarmasse

desselben gehörenden Gegenstände am Frei- tag, den 27. Januar 1893, Vor- „F mittags 9 Uhr, - s Ï im Schöffengerichtssaale des hiesigen Amtsgerichts- gebäudes statt.

Auslage der Verkaufsbedingungen vom 12. Ja- nuar 1893 an auf der Gerichtsschreiberei und bei dem zum Sequester bestellten Rentner Carl Kahle bierselbst, welcher Kaufliebhabern nah vorgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grundstücks mit Zubehör gestatten wird.

rüel, den 8. November 1892. i

Großherzogli< Me>lenburg - SHwerinsces

Amtsgericht.

Auf dem Anwesen Hs. Nr. 38 der Gütlerse Iosef und Franziska Fischer von Erpfenzell sind seit 23. Januar 1836 für Wolfgang Schröttinger von dort 100 Fl. Vatergut, Ansprüche auf. eine Truhe zu 4 Fl., auf einen Webstuhl zu 5 Fl., auf einen Tuchro> zu 5 Fl., endlih auf Untershluf und E mit Medizin auf die Dauer von 14 Tagen versichert.

Nachdem die Nachforshungen nah dem reht- mäßigen Inhaber dieser Forderungen fruchtlos ge- blieben und vom Tage der leßten auf diese For- derungen si beziehenden Handlung an gerehnet mehr als 30 Jahre verstrichen sind, ergeht antragsgemäß an diejenigen, welhe auf obige Forderungen ein Necht zu haben glauben, die Aufforderung, ihre An- sprüche innerhalb 6 Moenaten, spätestens aber in dem auf Dienstag, den 25. April 1893, Vor- mittags S$ Uhr, anberaumten Aufgebotstermine hierorts anzumelden, widrigenfalls die Forderungen für Mie erflärt und im Hypothekenbuche gelöst würden. ;

Mitterfels, den 13. September 1892.

Gerichtsschreiberei R S Amtsgerichts.

rtner.

[41952] Aufgebot.

Das Sparkassenbuch Nr. 15 789 der Kreissparkasse zu Lübbe>e, ausgefertigt für die Louise Piel zu Eininghausen und lautend über 63,43 , nämlich: 30 Æ Einlage am 25. April 1889 und 33,45 M Einlage am 26. November 1890, is angeblich ver- loren gegangen und soll auf Antrag der Eigen- thümerin zum Zwe>e der neuen Ausfertigung amor- tisirt werden.

Es wird daher der Inhaber des Buches auf- gefordert, spätestens im Aufgebotstermine den 17. Juni 1893, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte feine Nechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- loserkflärung erfolgen wird. i

Lübbecke, den 14. Oktober 1892.

Königliches Amtsgericht.

[41481] Aufgebot.

Das Sparkassenbuch der \tädtishen Sparkasse zu Thorn Nr. 1135 über 331,02 #4, ausgefertigt für Elisabeth Meister, jept Frau Gutsbesißer Wein- schenk in Rosenberg, is} angebli verloren gegangen und foll auf den Antrag der Eigenthümerin zum Zwe>e der neuen Ausfertigung amortisirt werden.

Es wird daher der Inhaber des Buches aufgefor-

21. August d. J. in Karlow [stattgehabten Brande verloren gegangenen beiden Hypothekenscheine, als;

1) über das ad Fol. III. der zweiten Haupt- abtheilung des Hypothekenbuchs über die zu Karlow sub Nr. 8 belegene Käthnerstelle des Bä>kers Joachim Krellenberg auf den Namen des Antrag- stellers eingetragene Kapital der 800 f und

2) über das ad Fol. VI. der zweiten gr abtheilung des\elben Hypothekenbuhs auf den Namen der Arbeitsmannswittwe Burmeister, Catharina, geb. Krellenberg, früber iùñ Sclagsdorf, später in Karlow, eingetragene Kapital der 600 S annoch Ansprüche und Forderungen haben möchten, hier- dur<h aufgefordert, solhe spätestens in dem auf Montag, den Jauuar 1893, Vor- mittags 10 Uhr, anberaumten Termin vor unter- zeichnetem Amtsgerichte, unter Vorlegung der bezüg- lihen Urkunden anzumelden unter dem Rechtsnach- theil, daß die Kraftloserklärung der vorstehend be- zeichneten beiden Hypothekenscheine erfolgen wird.

Schönberg, den 9. November 1892.

Großherzogl. Amtsgericht. (L. S.) (Unterschrift.)

[47039] Aufgebot.

Der Rentier Thies Kölln zu Lüningshof hat das Aufgebot der ihm gehörigen am 12. August 1892 verbrannten Urkunden:

1) Hypothekenbrief vom 15. September 1886 nebst Schuldurkunde des Hofbesitßers Jacob Theodor Kölln zu Schloburg vom 20. No- vember 1834 über 37 800 ( Restkaufgeld,

2) Hypothekenbrief vom 4. Juli 1889 über die auf dem Grundstü> des Hofbesiters Peter Gerdt zu Dovenmühlen haftende Hypothek von 3400 #,

3) Obligation des Käthners Jechim Rohwer zu Dovenmühlen vom 9. August 1867 über cine Sbpathel von 1200 M,

4) Vbligation des Käthners Claus Ahrens zu Helterenre vom 16. Dezember 1811 nebst essions-Urkunde vom 23. Oktober 1860 über

1 Ce Note von 360 M, :

5) Notarielles Testament des Hofbesißers Thies Kölln und seiner Ehefrau Anna Kölln, f borenen Melchert, zu Schloburg vom 20. No-

. vember 1884, z

beantragt. Die Inhaber der Urkunden werden auf- gefordert, spätestens in dem auf Freitag, den 26. Mai 1893, Vormittags A1 Ube, vor dem R Gerichte anberaumten Aufgebots-

termine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden

alle diejenigen, welche ein Recht auf eine für die im vorigen Jahrhundert geborenen Bauers\öhne Peter und Georg Nürnberger von Vorleiten auf obigem Anwesen im Hypothekenbuche für Hickerstall Bd. I. S. 123 eingetragene Cautionshypothetzu 71 Fl. 45 Kr.1 4 = 123A 1 zu haben glauben, auf- gefordert, ihr Recht innerhalb ciner Frist von 6 Mo- naten und spätestens in dem biermit auf Moutag, den 6. Februar 1893, Vorm. S Uhr, dahier anberaumten Aufgebotstermine geltend zu machen, als außerdem diese Cautions-Hypothekforderung als erloshen erklärt und im Hvpothckenbuche gelöscht werden würde. Eggenfelden, am 10. Juli ‘1892. Königliches Amtsgericht. U. S) Vetttermüller. Für die Ausfertigung : Eggeufelden, am 11. Juli 1892. Der Kgl. Secretär: (L. 8.) Seidl. [48052] In der Wi>rath’'er Grundbuchanlegungsfache sollen die niht näher bezeihneten Erben des A>erers Gottfried Phlipsen aus Wickrath darüber ver- nommen werden, ob sie bewilligen, daß der Ackerer Wilhelm Jansen in Wickrath als Eigenthümer des Grundstü>s Flur A. Nr. 78, Gemarkung Wi>rath in das Grundbuch eingetragen wird. Auf Anord- nung des Königlichen Amtsgerichts ist Termin bierzu auf den 24, Januar 1893, Vormittags 11 Uhr, an Gerichtsstelle anberaumt worden, zu welchem dieselben gemäß $ 58, Gese vom 12. April 1888 öffentlih geladen werden. Odenkirchen, den 12. November 1892. : Se iß, Actuar, i als Gerihts\{reiber des Königlichen Amtsgerichts.

[48045] Aufgebot. i L In dem Grundbuche von Sterkeninkeit Nr. 50 sind als Eigenthümer eingetragen Annorte Domszeit's_ Erben, und zwar: 0: L A. die Kinder deren verstorbenen Sohnes erster Ehe Erdmann Maurischat, Geschwister Annorte, Johann, Anne Marie Mauriszat, B. deren Kinder zweiter Ehe:

L a brr

. „ulte Vomszelkt, ¿

c. die Kinder Leres verstorbenen Tochter zweiter Ehe Louise, verehcliht gewesenen Stepputat, Geshwister Bernhard, Anna Dorothea, Marie, Jacob und Johann Stepputat.

Es sollen nunmehr als Eigenthümer die Wittwe

Marie Schirrmaher und die Geschwister Paul,