1892 / 286 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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O E O R L L S R N C E R E S R

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Zum Zwe> einer Weihnachtsbescherung_ für\ Kinder | Fräulein A, und H. Vollmar, W., Leipziger Platz 5. Herrn Hof-

obdachlofer Eltern giebt Herr Georg Weiße unter Mit- | prediger Vieregge, NW-, Hindersinstr. 7. Nachstehende Firmen in

wirkung seines Lehrers des Herrn Musikdirectors Otto Dienel, und | Berlin haben eine Verkaufstelle übernommen: Kunsthandlung Amsler 74 Ubr in der | u. Ruthardt, W., Behrenstr. 29a. Kaufhaus Hohenzollern, W.,

anderer tüchtiger Kräfte am Sonnabend Abend

Baro ial-Kirche ein Concert, in welhem er u. a. die für die Sipigerse, LET, Hoflieferant

rgel dieser Kirche ges riebenen Variationen mit Glo>enspiel von Hof Thiele spielen wird. Billets zu 1, 1,50 und 2 Æ sind zu haben bei C. Paez, Französische Str. 33 e, und Abends an der Kirchthür.

Mannigfaltigc 8.

_ Vor einiger Zeit gingen Notizen dur< die Blätter, wonah | treffend die SuPFrorD ent igen Seine Majestät der Kaiser aus Steinen des altenDoms s<äftigung Ar Briefbeschwerer anfertigen lasse und dann, daß diese «Dom-

wie hiesige Blätter melden, bet

steine“ von einem Lehrer des Kunstgewerbe-Museums mit Inschriften | si< auch der Ober-Bürgermeifter Ze! j bemalt würdeu. Mit Bezug hierauf wird uns jeßt gemeldet: Seine Magistrats folgender Beschluß gefaßt: „Die Versammlung hat von Majestät der Kaiser hat in einem Cabinetsshreiben vom 3. November | der Vorlage vom 22. d. M., betreffend die außerordentlichen Maß-

1892 dem Vorstand der „Heimath für junge Mädchen und Frauen besserer Stände“ zu bewilligen geruht, daß ihm mar- morne Altarstufen aus dem alten Dom, fowte Marmorfliefen, auf welhen der Sarg des hochseligen Kaisers Wilhelm gestanden bat, be-

ge mied H. Schapcr, W-., aler, SW., Ündenstr. 18. Kunsthandlung E. Schulte, W., Unter den Linden 1. Hofjuwelier J. H.

In der gestrigen Sißung der Stadtverordneten wurde, einer Besprehung der Vorlage, be-

regeln zur Beschäftigung Arbeitslofer_ ) 2 Frühjahr Kenntniß genommen; fie sieht die Anfrage des Stadt- verordneten Singer und Gen. vom 22. September d. an und genehmigt die dur< die Maßregeln zur Linderung der im

Gustav Lohse, W., Ilgerstr. 46.

châffer u.

Potsdamerstr. 8.

Werner, W., Friedrichstr. 173.

Maßregeln zur Be-

eitsloser, fowie die dadur< im verflossenen Winter und Frühjahr hervorgerufenen Etatsüberschreitungen, an der Zelle betheiligte, auf Erfuhen des

loser im verflossenen Winter und

a

. für erledigt

hufs Herstellung von Briefbeshwerern überlassen werden, deren Erlös den | Winter 1891/92 vorhanden gewesenen rbeitslosigkeit bei Special-

Zwecken des genannten Vereins dienen soll. Seine Majestät der Kaiser hat Seiner Freude über den {<önen Gedanken Ausdru> gegeben und Sich

damit einverstanden erklärt, daß auf jedem einzelnen Briefbeshwerer die Kaiserlihe Erlaubniß als Beweis der Echtheit des Materials dur Stempel beglaubigt wird. Vom heutigen Tage an find bei

--

den unten folgenden Adressen diese Briefbeschwerer

land vershi>t werden. Die genannte „Heimath“, deren 1891 öfter an-

wir seit ihrer Gründung am 1. April

erfennend gedachten, befindet \i< zur Zeit in \ 1 at î wohnung, Königgräterstraße 1261. , gegenüber dem Pots- | diener Karl Heinrich

damer Bahnhof. Jedoch in der furzen Zeit

haben sih diese Räume für die Heimathsgäste die arbeiten- den Frauen besserer Stände zum Logiren, Mittagsessen und besonders zu den stark besuchten abendlichen geselligen Zusammenkünften

\<reitungen.

verwaltung 34 im Etatsjahre 1892/93 entstandenen Etatsüber-

Ein Bazar jum Besten des Vereins „Arbeitshilfe* findet am 5. und 6. d. M. von 105 Uhr Morgens bis 64 Uhr Abends in

zum Preise von | der Ahrens’shen Brauerei (Moabit), Thurmstr. 28, statt. Um Gaben 10 zu kaufen. Die Steine sind geschliffen und polirt, die Firma | und Einkäufe bitten: Fräulein von Kahle, Brükenallee 37, Frau von Louis Westphal hat jedem Stein eine goldene Inschrift eingeäßt. Der | Canstein, Spenerstr. 33, Superintendent Gilen, Alt-Moabit 25, Stein rubt vostfertig in starkem Holzkästchen und kann au ins Aus- | Pastor Hagenau, Klopstostr. 44, und Pastor Lehmann, Stromstr. 36.

Das Preisgeriht der heute

eröffneten Ausstellung der

einer Mieths- | „Kanaria“ hat die große goldene Medaille dem Geheimen Kanzlei-

ierlelbst zuerkannt. Insgesammt sind 358 Preis-

ibres Bestehens | vögel ausgestellt, von denen nur zwei ohne jeden Preis geblieben sind.

Die Gesammtzahl der ausgestellten Kanarienvögel beträgt 754.

In der beute Schloßfreiheit 7 bis 9 eröffneten Geflügel aus -

als viel zu klein erwiesen, sodaß das Heimath8comité darnach trachtet, | stellung des Vereins „Fortuna“ sind von 249 Ausftellern aus

seinen Schüßlingen zu einem größeren, wo möglich

eigenen Heim zu | allen Theilen Deutschlands 1237

Nummern zur Schau gestellt, dar-

verbelfen. Das Organ der Heimathsahe „Die Heimathglo>en"“ | unter 899 Tauben, 253 Stamm Hühner, Pfauen, Enten, Gänse,

herausgegeben von den Vorstandsmitgliedern A. und H. Vollmar, ein Unterhaltungsblatt in Monatsheften (Preis jährli< 1,50 46), zu be- ziehen dur< die Erpedition, Leipzigerplaßz d, Berlin W haben

Truthühner, Kanarien-, sowie Sing- und Schmu>vögel aller Art.

Thorn, 2. Dezember. Das Königliche Eisenbahn-

sich im ersten Jahre ihres Bestehens einen großen Abonnenten- | Betriebsamt macht bekannt: Am Dienstag Vormittag gegen kreis erworben, welcher durch den werthvollen Inhalt | 11 Uhr näherte si< dem ungefähr 2 km östlih von_ Garnsfee be- des Blattes durchaus gerer wird. Die Heimathglo>en halten | legenen Ueberwege das Fuhrwerk des Besißers S<hwürß aus

das Interesse für die Heimathsa

e wah, -tragen Bausteine zum neuen | Rundewiese, als von Garnsee

eine leere Maschine ebenfalls

Heim herbei, und der Erlös jener bedeutsamen Domsteine soll nun | nah diesem Ueberweg fuhr. Der Locomotivführer gab das Läute- auch mithelfen, den in Berlin ohne Familie dastehenden, erwerbenden | und sogar au< Pfeifensignale ab, verlangsamte außerdem feine

jungen Mädchen und Frauen besserer Stände eine F

eimath zu bauen, | Fahrt dur< Anziehen der Bremse so, daß er vor dem Ueberweg hâtte

in denen sie vor den Gefahren der Großstadt behütet und vor der | zum Halten kommen können. Das Fuhrwerk hielt bereits, als die Verbitterung des Alleinseins bewahrt werden. Nach dem Gesagten | Maschine näher kam, fuhr jedo< unmittelbar vor ibr plößli<h und

braucht es wohl feiner weiteren Empfehlung zum Ankauf der Gedenk-

ganz unerwartet an und gelangte so vor die Maschine, wurde

steine, welche zu haben sind: in Berlin bei Herrn Ober-Hofprediger | von ihr gefaßt und zertrümmert. Beide Pferde wurden ge-

D. Kögel, N., Oranienburgerstr. 76a; ferner bei folgenden Mit- gliedern des Heimath - Vorstandes: in Potsdam : rau von Braun-

Blumenthal, Jäger-Allee 17a, in Berlin:

tödtet, beide Insassen, der Besitzer und seine Frau am Kopfe ver-

Frau Gräfin | leßt. Dieses ganz ungewöhnliche Verfahren des Schwürt ist

nur dadurch zu erklären, daß er bei der langsamen Fahrt der Véaschine

weig, W., Burggrafenstr. 2. Frau General-Konsul Gilka, NW., Moltke- | angenommen hat, leßtere wolle vor dem Üeberweg halten und ihn

straße 1. Frau Gräfin Harrah, W., Pariser Platz 4. Frau J. Piper, W., Königgräßerstr. 126. Freifrau von der Re>, NW., Alsenstr: 9.

zunächst vorbeifahren lassen, während andererseits der Locomotivführer annahm, der vor dem Ueberwege haltende Wagen sei gesichert. Der

| Führer seßte daher feine Fahrt näch Lösen der Bremse fort und war

niht mehr im stande, die Maschine vor dem Zusammenstoß zum Stehen zu bringen ; ihm dürfte deshalb keine Schuld beizumessen fein.

Triest, 2. Dezember. Wie der aus Buenos-Aires zurü>gekehrte Capitän des Dampfers „Acqúitaine“, dem „H. T. B.“ zufolge, berichtet, überrashte ihn bei Buenos-Aires ein ftarker Cyclon. Sieben Schiffe mit der E Mannschaft follen untergegangen fein ; zwölf andere Schiffe werden vermißt. Ein englisches Krieas\<iff ift {wer beschädigt worden.

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Kopenhagen, 2. Dezember. Im Kattegat und Skagerak d inen, wie das „D. B. H.“ berichtet, infolge der andauernden stürmischen Witterung mehrere Schiffsunfälle stattgefunden zu haben. Das Fischerfahrzeug „Dagmar“ hat die aus zwölf Mann bestehende Be- saßung der Barke „Alexander T.“, die auf dem Lysegrund gestrandet und gesunken ist, gerettet und in Helsingör an das Land gefeßt.

_ Shanghai, 21. Oktober. Die Stadt Tschangtscha u (Pro- vinz Fufkien) wurde, wie der „Ostas. Ll.“ berichtet, am 22. Sep- tember dur<h das Anschwellen der Flüsse infolge anhaltender Regen- aüsse unter Wasser gesetzt. In den Tempel der Stadtgottheit hatten sih Soldaten geflüchtet; Nachts gab das Fundament nah, und es wurden beim Einsturz des Tempels achtzig Soldaten erschlagen.

Nach Schluß der Redaction eingegangene Depeschen.

Pest, 2. Dezember. (W. T. B.) Zu Ehren des Minister- Präsidenten Dr. Wekerle fand gestern Abend in dem Landes- casino ein Bankett statt, das von dem früheren Prä- sidenten des Abgeordnetenhauses Pechy mit einem Toast auf den König eröffnet wurde. Der Präsident des Casinos, Reviczky feierte in seinem Trinkspru<h Dr. Wekerle, der für die ihm entgegengebrahten freundschaftlichen Gefühle dankend auf das Aufleben des Mittelstandes sowie dessen Ver- dienste um die Entwickelung eines freiheitlihen Lebens in Ungarn hinwies. Außerdem wurden noch von Pechy, Stefan Karolyi, Albert Apponyi und Ugron Trinksprüche auf den Minister-Präsidenten ausgebracht.

London, 2. Dezember. (W. T. B.) Die Morgenblätter bringen Telegramme aus Samoa, denen zufolge dort wohnende englische Staatsangehörige von den Eingeborenen angegriffen worden sind. Ein britishes Schiff ist nah Apia abgegangen.

Lüttich, 2. Dezember. (W. T. B.) Die Nacht ist in P und dem benachbarten Tilleur ruhig verlaufen. Finer der gestern verwundeten Bergleute (siehe unter „Arbeiter- bewegung“ in der 1. Beilage) ist Nachts geitorben, auch die anderen Verwundeten, welche im Hospital untergebracht find, be- finden sich noch nicht außer Lebensgefahr. Jn den Bergwerken im Bassin von Lüttich wird heute gearbeitet, dagegen dauert der Ausstand unter den Arbeitern in dem Bergwerke von Horloz fort. Der Staatsanwalt is in Tilleur eingetroffen und hat bezüglih des gestern ershossenen Bergmanns die Leichen- hau angeordnet.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

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vom 2. Dezember, M orgens.

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Stationen. Wind. Wetter.

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Berlin .., | 751 WNW 4|Schnee8) Mien .... | 762 |WSW 1|Nebel Breslau. . | 755 |S 4\bede>t

Fle d’'Aix .. | 765 |WSW 4shalb bed. “ter ee 1/766 [NND_ IFlshbeitér E060 | stillibede>t

1) Dunst. ?) Nachts leichter Schnee. 2) Seit Nachts Schnee, böig. 4) Nachts Schnee. #) Nachts Es Schnee. #) Mittags Schnee, Nachts Regen. 0 ats Sturm und Megen. 8) Nachmittags,

ahts Schnee.

Uebersiht der Witterung.

Eine Furche niedrigen Luftdru>s erstre>t si< von ps südwestwärts nah dem centralen Deutsch- and, während Hochdru>gebiete über den Britischen Inseln sowie über Südwest- und Südost-Europa lagern. In Deutschland wehen im Nordwesten bei veränderlicher Witterung frische nordwestlihe, im Osten bei Schneefall mäßige südliche, im Süden bei Regenwetter stellenweise stürmische südwestliche Winde. Die Temperatur ist in Deutschlang im Süden gestiegen, im Norden gesunken; durhschnitt- lih liegt sie etwas über der normalen ; fast überall find Niederschläge gefallen. Schneehöhe zu Kiel 5, zu Swinemünde 9 cm. Vlissingen hatte gestern Abend Gewitter.

NONMOMtINIoNPNO-IIMOCINORPY-I

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Deutsche Seewarte. E E C T? Be CASEANG E E EE E T E A E S E I E F S R E B

Theater -Anzeigeu.

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern- haus. 257. Vorstellung. Das goldene Krenz. Oper in 2 Acten von Jgnaß Brüll. Tert na dem Französishen von H. S. von Mofenthal.

Wegener. Die Puppenfee. Pantomimisches Ballet - Divertifsement von Haßreiter und Gaul. Musik von I. Bayer. In Scene geseßt vom Ballet- meister Emil Graeb. Dirigent : Musikdirector Hertel. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 267. Vorstellung. Der Geigen- macher von Cremona. Drama in 1 Aufzug und in Versen von François Coppée, deuts< von Wolf Graf Baudissin. În Scene geseßt vom Ober- Regisseur Max Grube. Die gelehrten Frauen. Lustspiel in 5 Aufzügen von Jean Baptiste Molière. Fn deutschen Versen von Ludwig Fulda. In Scene gese t vom Ober-Regisseur Max Grube. Anfang 7 Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 258. Vorstellung. Die Afffrikaunerin. Oper in 5 Acten von G. Meyerbeer. Text von E. Scribe, deuts< von F. Gumbert. Ballet von an Taglioni. In Scene geseßt vom Ober- Regisseur Teßlaff. Dirigent: Kapellmeister Sucher. Rrsang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 268. Vorstellung. Demetrius. Fragment in 2 Aufzügen von Friedrih von Schiller. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Max Grube. Turandot, Prinzessin vou China. Tragi- komisches Märchen in 5 Aufzügen nah Carlo Graf Gozzi, von Friedrih von Schiller. Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Sonnabend: Lolo’s Vater. Anfang 7 Uhr.

Sonntag: Die Jüdin von Toledo.

Montag: Der Misanthrop. Ju Civil.

Berliner Theater. Sonnabend: Dora. An- fang 7 Uhr.

Sonntag: Nachmittags 2x Uhr: Das Käthchen von Seilbroun. Abends 7+ Uhr: König Richard [Llk.

Montag: Zum 1. Male: Macbeth.

Cessing- Theater. Sonnabend: 8. Gastspiel von Eleonora Duse mit ihrer Gefellshaft unter der Direction von Cav. Flavio Ando. Fedora. An- fana 73 Uhr.

Sonntag: Die Orientreise.

Die nicht abgeholten Bestellungen gelangen an der Vormittagskasse zum Verkauf.

Wallner- Theater. Sonnabend: 33. Gast-Vor- stellung des Lessing-Theaters: Die Grofstadtluft. Anfang 7$ Uhr.

Sonntag: Die Grofstadtluft. i

Volksthümliche Preise (Parquet 2 4). Vorverkauf ohne Aufgeld.

Friedri - Wiihelmstädtishes Theater. Chausseestraße- 25. | Sonnabend: Zum 8. Male in neuer Bearbeitung : Das verwunschene Schloß. Operette in 3 Auf- zügen von Alois Berla. Musik von Carl Millöer. In Scene geseßt von Julius rige. Dirigent: Herr Kapellmeister Federmann. Anfang 7 Uhr. Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

Refidenz-Theater. Direction : Sigmund Lauten-

burg. Sonnabend: Zum 56. Male: Jm Pavillon.

Tanz von Paul Taglioni. Dirigent : Musikdirector ! (Le Parsam.) Schwank in 3 Acten von Ernest

Blum und Raoul Toché. Deuts< von Ludwig

Concert-Haus. Sonnabend, Abends 7 Uhr:

Fishl. Jn Scene gefeßt von Sigmund Lautenburg. Karl Meyvder - Concert. Mozart - Feier unter

Vorher: Der neue

Gauymed. (Casé freundliher Mitwirkung der Concertsängerin Frau

Lesort.) Schwank in 1 Act von Charles Louveau. Betty Waibel.

Anfang Uhr. Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

Saal Bechstein, Linkstraße 42. Sonnabend,

Kroll's Theater. Sonnabend : Wegen Privat- | Anfang 74 Uhr: Ux. und letzter Klavier-Abend

festlihkeit geschlossen.

Sonntag: Wegen anhaltender Indisposition des Sgr. Stagno findet die Aufführung von „Mila Vita“ niht statt. Dafür: Der Troubadour. (Leonore :

von Clotilde Kleeberg aus Paris.

Circus Renz (Carlftraße.) Sonnabend, Abends

Gemma Bellincioni; Acuzena: Fanny Moran-Olden ; 74 Uhr: Große Gala-Vorstellung mit besonders ge-

Luna : Juan Luria, als Gäste.) Anfang 7 Uhr.

wähltein Programm, u. a. : Mr. James ns mit dem Schulpferde „Germinal“. Sculquadrille,

Neues Theater (am Schiffbauerdamm 4/5). | geritten von 6 Damen und 6 Herren. 4 Fahnen- Sonnabend: Zum 1. Male: FOIer Ten: Schwank | pferde, vorgeführt vom Director Franz Renz.

in 4 Aus von R. Weber und

Anfang 7F Übr. Sonntag: Logierbesuch.

Dewall. | 1. Auftr. der musikalishen Clowns Gebr. Deltorelli. Zum Schluß der Vorstellung: #S" Auf Selgolaud “S oder: Ebbe und Fluth. Großes Land-, Wasser- und Feuer - Schauspiel.

j Nationaltänze von 82 Damen. Neue Einlagen, Theater Unter den Linden Ronacher. | N ib Garde-Artillorie*, g

Sonnabend: Novität! Das Baby. Novität!

Sonntag: 2 große Fest-Vorstelungen. Nachmit-

Schwank in 1 Act von H. F. Musik von Ferron. | ¿4gs 4 Uhr (ein Kind frei): „Die lustigen Heidel-

VInîcenirt dur< C. A. Friese sen.

Die Welt | f erger“. Abends 74 Uhr: „Auf Helgoland“. In

in Bild und Tanz. Ausstattungs - Ballet von | 5; L 2: ; ; eiden Vorstellungen Auftreten jämmtlicher neu- Gaul und Haßreiter. Musik von J. Bayer. Inscenirt engagirter Kunstspecialitäten ersten Ranges.

dur< Louis Gundla<h. Gastspiel des amerika-

Billet-Verkauf dur< den „Invalidendank“, Mark-

nischen Prestidigigateurs Professor Imro For. An- grafenstraße 51 a.

fang 74 Uhr.

Adolph Ernst-Theater. Sonnabend: Zum

88. Male: Die wilde Madonua. Gesangs- pofse in 3 Acten von Leon Treptow. Couplets

E B E E E E E S R R R E R E R Familien-Nachrichten.

von G. Görß. Musik von G. Steffens. Mit neuen | Verlobt: Frl. Luise von Delhaes mit Hrn. Ne-

Coftumen aus dem Atelier der Fr. Köpke und neuen Decoraticnen von Lütkemeyer in Coburg. In Scene gesept von Adolph Ernst. Anfang 7$ Uhr.

onntag: Dieselbe Vorstellung.

gierungs - Rath von Guenther (Borowko bei Czempin). j

Vereheliht: Hr. Professor Dr. Erwin von Es- mar mit Frl. Elv1re von Voigts-Rheß (Naum- burg a. S.).

Thomas-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Geboren: Ein Sohn: Hry. Dr. Alfred von

Sonnabend: Enusemble-Gastspiel der Münchener unter Direction des Königlih Bayerischen Hof- Zum 11. Male:

\schauspielers Max Hospauer.

Deter (Bialla). Hrn. Prem.-Lieut. von Below (Straßburg i. E.). Eine Tochter: Hrn. Chr. von Schulß (Vashviß—NRügen). Hrn. Ferdinand von Baumbach (i topperbausen).

Almeurans< und Edelweiß. Oberkaycrisches Gestorben: Verw. Fr. Superintendent Charlotte

Charaftergemälde mit Gesang und Tanz in 5 Auf- zügen von Hermann von Schmid. Musik von Müller.

Anfang 7# Ubr.

Sonntag: Almenrausch und Edelweifß.

Noa>, geb. Buschius (Berlin). Fr. Postmeister Sophie Meine>e, *geb. Heinemann (Berlin). Hr. Ober-Landesgcrichts-Rath a. D., Geh. Justiz- Rath Edwin Schulß (Ratibor). Fr. Gräfin

[49621] Hohenzollern-Gutepie

Lehrter Bahnho Geöffnet 9 Uhr bis Dunkelh.

Urania, Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes - T Park (Lehrter Bahnhof). | Berlin: r.

Geöffnet von 12—11

Dorothea NRothkir< Freifrau von Trach, geb. Gräfin Koëspoth aus dem Hause Burau (Schloß Burau). Hr. Landrath Th. Parifius (Wies-

1 A Sountags 50 <>. Gr. histor. Rundgemälde 1640—1890. f baden).

Sonnt. 9—9D,

Redacteur: Dr. H. Klee, Director.

Verlag der Expedition (Scholz).

C onucerte.

Sing-Akademie. Sonnabend, Anfang 7+ Uhr: L. Kammermusifk - Abend. Joh. Kruse, Carl Markees, Ad. Müller, H. Dechert, ‘unter gütiger

Dru> der Norddeutshen Buchdru>kerei und -Verlags-- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. ads

Fünf Beilagen (eins<ließli<h Börsen-Beilage),

Mitwirkung der Concertfäugerin Fräulein Helene | und dic Gewinnliste der VL. Weseler Geld-

Jordan.

tit ratl terE ne ditenna bind tat Gin dd L É ild its é r S T Li R A L R Ra ufe R L E A E E S E E S h Se d init idi it m A R R A ERR s s R e Hiée ct R I E R R E T E N E

e Er îte Beilgge E i zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Kbniglih Preußischen Staats-Anzeiger.

e 286. Berlin, Freitag, den 2. Dezember 2 1892. E T I E R

Deutscher Reichstag. E a bessere Fes e: Bee É i Vaege ria Siuliha, Daten L rg Sadhsen 650 Millionen, ate S önne, als eine glänzende Repräsentation bei ‘folchen Feier- | berg 450, Baden 700 Y illionen und die fleineren Staaten 600 Mil- 6. Sißung vom Donnerstag, 1. Dezember, 1!/z Uhr. lichkeiten, aher L ile ns ob es rig vas SOA ge- Bone. S juae fern R dr g und zusammen mit ; 5 7 f Ä r- | wesen wäre, bei dem Charaïter jener südlichen Staaten, ei einem en ‘Reichsschulden 11 Milliarden. ie Zölle und indirecten Steuern

ae na Ne d ate Jude L (EEE E M a B treuen Bundesgenossen einerseits und einem politishen Freunde an- | seien von rund 242 Millionen im Jahre 1879 auf rund 678 Millionen Schußgebiete Kamerun , Togo und das südwestafrikanische dererseits, in einer anderen Weise seine Visitenkarte abzugeben. Die | gestiegen. Was die neae Militärvorlage bétreffe, müsse man S geo1 : L g ! ganue Finanzlage werde gekennzeichnet damit, daß die Matrikular- | prüfen, ob das deutsche Volk überhaupt im stande sei, Auch nur die Schugzgebiet wird fortgeseßt. G eiträge um 55 Millionen erhöht werden sollten, während die“ Ueber- | bisherige Belastung fort zu tragen. Die wirthschaftliße Krifis Abg. Dr. Buhl (ul.): Die Militärvorldge habe einen weit- | weisungen nur um 2 Millionen stiegen. Deutschland habe | sei eine internationale Krisis von einer Ausdehnung, wie man gehenden Einfluß auf die künftige Gestaltung des Etats. Er stimme | eine Reichsshuld von 1800 Millionen Mark, zu deren | fie bisher niemals gehabt habe. In allen Ländern der Welt der Meinung zu, daß die versönliche Tüchtigkeit der deuts<hen Armee eVerzinsung 66 Millionen aufgebra<ht werden müßten, aber | herrshe gleihmäßig Arbeitslosigkeit. Eine Aufhebung der Mac von den Armeen anderer Staaten nicht erreiht werde, aber au< die | man dürfe den Etat des Reichs niht isolirt, sondern | Kinley-Bill würde feine dauernde Besserung hafen. Werde die Mac zahlenmäßige Stärke einer Armee sci von der allergrößten Bedeutung | nur in Verbindung “mit den Etats der Einzelstaaten betrahten. In | Kinley-Bill aufgehoben, so werde es nicht sofort geschehen, und betrete für den Verlauf eines Krieges. Allerdings lägen wichtige C und in Bayern beruhe die De>ung der Schulden im Eifen- Amerika einmal die Bahn des Freihandels, fo werde es, wie das politishe Gründe für einen Krieg zur Zeit ni<ht vor, wohl ahnbesit, das Reich habe zur Verzinfung seiner Schulden Einnahmen | kapitalfräftige England von seinen Märkten verdrängt, auch gegen aber die Möglichkeit, daß dieses bis an die Zähne bewafff- | aus den Reichs-Cisenbahnen und der Reichspost- und Telegraphen- | Deutshland im eigenen Lande einen wirths<aftlichen Krieg führen, nete Eurova s\<{ließli< einmal auf einander pralle. Die | verwaltung in Höhe von zusammen 43 Millionen Mark. Wenn man | dem Deutschland nicht gewachsen sei. Das heutige Wirthschaftssystem Militärvorlage bringe E die zweijährige Dienstzeit. Handelte es sih au< einer zu pessimistishen Auffassung der Reichfinanzen niht | im Einklang mit dem fapitalistishen System gehe darauf aus, den ih nur um die Durchführung der zweijährigen Dienstzeit, so würde | hingeben dürfe, so müsse man doch darauf bedacht sein, mit dem | Binnenmarft zu vernichten und die Kleinen von den Großen aus- der Widerspru gegen die Militärvorlage erheblich geringer sein. ardbien Ernst die Weiterentwi>kelung des Schuldenwesens ins | rauben zu lassen. Wie wolle man denn dem fleinen Mann gegen Nachdem auch die militärishen Autoritäten im Widerspru< mit | Auge zu fassen, damit die ganze Finanzwirthshaft eine folide | das Großkapital llfen? Die „Leipziger Zeitung“ erkenne an, daß früberen Ansichten die zweijährige Dienstzeit unter gewiffen Modali- | werde. Er habe es bedauert, - daß die verbündeten Regie- | der Kleinbetrieb dur<h den Großbetrieb vernichtet werde. Auch täten für zulässig erklärt hätten, glaube er, daß man damit | rungen es unterlassen hätten- in weitergehender Weise vor- | in der Landwirthschaft vernihte der Großbetrieb den fleinen. im allgemeinen und im wirthschaftlichen Interesse des | zugehen mit der Ueberweisung vou Beträgen aus dem Extraordinarium | Man habe es mit einer internationalen Krisis zu thun, eine Rettung Volkes eîne große Verbesserung erreihen würde. Gegenüber | in das Ordinarium. Die finanzielle Lage im Reih werde in abseh- | unter dem heutigen System sei ni<ht mögli<h. Die Arbeitslosigkeit der jeßigen Forderung fei es -um |o bedauerliher, daß | barer Zeit nit wesentlih besser werden, im Gegentheil \<lehter. | werde no lange dauern, no< sehr lange werde an die gefeßgebenden der Bundesrath Resolutionen des Reichstags über die Militär- | Die Ergänzung der Conservenvorräthe für die Festungen auf das Körper, au<h in Deutschland, der Ruf herantreten, dafür zu sorgen, Strafprozeßordnung und das Beschwerdereht keine Folge | Extraordinarium zu nehmen, sei eine mehanishe Maßnahme, ihre | daß dem Nothstande abgeholfen werde. Und da komme die Regierung gegeben habe. Er glaube nicht, daß die neue Militärvorlage | Uebernahme auf das Ordinarium fei ein einfahes Gebot der wirth- | mit dieser Militärvorlage! Sie werde damit begründet, es fei nöthig, in dem verlangten Umfange durchführbar sei. Während die | shaftlihen Solidität; au die Bekleidungs- und Ausrüstungs- | das Heer fortzubilden, ni<ht auszubilden. Im Fortbilden liege Friedenépräsenzstärke seit Einführung des Pauschquantums bis 1890 | gegenstände gehörten auf das Ordinarium. Ec wolle hoffen, daß es f das Eingeständniß, daß die jeßige Forderung nur eine Abschlags- nur um 86 000 Mann vermehrt worden sei, folle sie jeßt auf einmal | der Budgetcommission gelinge, dem Reichstag weitgehende Abstriche | zahlung sei. Der Reichskanzler sage: wir müssen dastehen, das un 84 000 Mann vermehrt E N p M O vorzuschlagen. E M I Scheide und A Pans a Ee Nach einem Depression, wie man fie jeßt habe, könnten aller ings nur die ichs T ivi: Kriege solle auh die siegende Nation keine Ausficht auf dauernden dringendsten Gründe es tfectiden, das Volk mit neuen Steuern zu S Tas e V die Militär- | Frieden haben. Das zeige die Unmöglichkeit einer folhen Politik. belasten. Er glaube aber au, daß die vorgesehenen neuen Steuern Für die Art und Weise, wie der Herr Borredner die Militär- Die „Nordd. Allg. Ztg.“ veröffentliche einen Brief, in dem aus- zur Durchführung der Neuformation bei weitem niht ausreichen vorlage gestreift hat, kann i< ihm nur dankbar sein. Er will sie | geführt werde, daß, je mehr Soldaten ein Volk habe, desto reicher es würden, namentli<h in Bezug auf neue für die Truppen nothwendige | sahli< prüfen und sahli< behandeln. Die verbündeten Regierungen | sei, daß, wenn alle Soldaten plößlich entlaffen würden, die Zahl der Casernements. Der Reichstag müsse für die Wehrhaftigkeit eintreten, fo x : Fe e Arbeitslosen unendli<h gesteigert würde. Damit habe - man

lerne Tag «DLNTHATIe L E fönnen ni<ts Besseres wünschen. : ua E 20G T

weit es ohne ernste Gefährdung aller wirthschaftlihen Intereslen A b lite f é xb ube L ja mit einem Male die jociale Frage gelöst; dann baue mögli sei. Andererseits halte er es niht für möglich, in dem von L Een Punkt möchte ih mir zu erwähnen erlauben, den er | man nur eine große Kaserne! Dann versorge man ja das Volk. der Regierung vorgesehenen Quinquennat das Offizier- und namentli | berührt hat, das if der Mangel an Offizieren und Unteroffizieren, | Wollte man das gesammte Volk nah Scharnhorst'scher Idee be- das merter e A rer S A ein Einwand, der au in der Presse eine große Rolle spielt. Wir Gen, fo s A der Ste Je, E zar A s er Das Manuement der Unteroffiziere sei allerdings in der leßten Zei r ; E Q tue Eo Sol E Ea m | den heutigen Verhältnissen fei dies ö onomis< unmöglih. Nach der etwas zurü>gegangen. Dies dürfte aber sofort anders werden, sobald Waden Mee A! dem led Un [lande 1E bicje Vesuuplung zahlen neuen Militärvorlage würden Deutschland 4 400 000 wehrhafte Männer fich die wiribs{aftlide Lage bessere. Solle die zweijährige Dienstzeit | M9!lg zU widerlegen. _Ih bin bisher der Meinung gewe|en und | zur Verfügung stehen. Die Ausgaben betrügen im Ordinarium und zu einer vollen Wirkung Viainen. dann fönne sie selbstverständlih | halte daran vorläufig fest, daß solche arithmetishen Nahweise weniger | Extraordinarium 600 bis 700 Millionen. Die Schweiz habe bei nicht auf Widerruf gewährt werden, wie es in der Vorlage vorgesehen | vor das hohe Haus als in die Commission gehören, daß sie am | einer Bevölkerung von 3 Millionen im ganzen 500000 waffen-

sei. Er ziehe aus allem den Schluß, daß die Militärvorlage aus E E ; tit Q ; 2 | fähige Männer. Legte man diesen Maßstab an die hiesigen Verbält- wenigsten schon in der jeyigen Lage, bei der ersten Berathung des nisse, so müßte Deutschland 84 Millionen waffenfähige Männer haben.

finanziellen und militär-te<nishen Gründen auf unüberwindliche Hinder- i n E e ; j ab nisse stoßen werde. Er wende si< zum Etat. Den Rückgang des Klein- Etats vorzubringen sind, daß es räthlich ist, damit zu warten; aber | Das \{<weizer System habe im vorigen Jahre 25 000 000 Fr. gekostet. gewerbes, von dem der Abg. Frißen gesprochen habe, beflage niemand ih wiederhole, wir werden zahlenmäßig den Beweis führen können, Deutschland würdedementsprehend 340Millionen zu zahlen haben, während mehr als er (Redner). Um so erfreulicher aber fei es nach den statistischen | daß wir das, was wir erstreben, mit Offizieren und Unteroffizieren | es nah dem jeßigen System für die 85 Millionen Soldaten 1000 bis Veröffentlihungen im Königreih Sachsen, wenigstens für Sachsen | erreichen können 1200 Millionen zu zahlen hätte. Nun sage man, Deutschland babe eine Steigerung des Wohlftandes des Mittelstandes auf Grund der E Ñovred 4 e Mourülentatión bei bessere Soldaten als die Schweiz. Sei dies bewiesen? Die öster- Einkommen- und Steuerlisten feststellen zu können. Von einer gewissen T Derr orredner hat dann unsere Repräsentation bei den | reichishen Ritter hätten das auch gesagt, aber sie hätten eine {<mäh- Bedeutung sei auch die Frage der Uniformirung, die im Militär-ECtat | maritimen Festen in Italien und Spanien erwähnt, und ih glaube, | liche Niederlage erlitten. Man Drede sehr gerings{<äßig von der Q E Ie e E M f ait es ist ihm ein Irrthum insofern unterlaufen, als, wenn ih ihn re<t mers und doch uten, gerie die r Soldaten bei A o langsam durchgeführt werden, daß dadur< nicht gewalt]ame un % t S R Si Lt vor, | theidigung des Vaterlandes für Haus und Vok, Frau und Kind mit plögliche Mehrbelastungen entständen. Beim Reichsamt des Innern verstanden habe, c SQUERS hat, S E nicht ver mehr Muth und Begeistecung, als die jungen Leute, die nichts zu feien verschiedene Fragen zu berühren, die in diesem Sommer die treten gewe]en. Dasselbe Schiff, das uns in Italien vertreten hat, | verlieren hätten. Bei drei- und zweijähriger, no< weniger öffentlihe Meinung in lebhafter Weise beschäftigt hätten, so | hat uns in Spanien vertreten. Das gebe i< ihm vollflommen zu, daß | bei einjähriger Dienstzeit lasse sich allerdings eine gute mili- die „Frage einer Weltauéstellung in Deutschland. Ueber | es politis<h wünschenswerth gewesen wäre, mit einer größeren Zahl tärische Ausbildung nicht erzielen. E ee denn nicht, wie de E E E L o o [9 Se Ir Sonna ge exsheinci, wis müssen uno abee Le der R E O Sie La hes Milir- Fanzlers inge ja richtig sein, daß, wenn das Reich so gewaltige Opfer | numeris< do< nur geringen Ausdehnung unserer Marine in solchen systems über die stehenden Heere sei von militärischen Autoritäten dafür bringen jolle, für ihre Bewilligung möglichst Einstimmigkeit Dingen doch eine gewisse Reserve auferlegen. (Sehr richtig! links.) Das | \tets anerkannt worden, aber man wolle es aus politischen Gründen herrschen müsse. Jedenfalls habe aber C der Befragung | müssen wir umso mehr, als das Fest in Genuain die Zeit von Uebungen fiel, nicht haben. Der Reichskanzler _habe die neue Militärvorlage be- A E E nts Len Gie apdar | 199 militäciserseits eine weitere uisendüng von Schiffar obne E me E O L O l tum Frage sei die Durchführung der neuen Gewerbeordnungs-Novelle. Er | wesentlihe Störung von Uebungen nit zulässig gewesen wäre, und | Krieg mit Frankreich. Wäre etwa Rußland in der Lage, über habe niht geglaubt, daß dieses Werk besonders in fleinbürgerlichen ih glaube, daß die Weise, wie wir repräsentirt worden sind, mit | Deutschland herzufallen? Die Engländer würden nun und nimmer ‘reisen einen so lebhaften Widerspru finden würde. Aber er | einem schönen, gut bemannten Schiff, eine Deutschlands vollkommen | dulden, daß Rußland si< der Suprematie in Europa be- könne au< nit verhehlen, daß die Bestimmungen, die das Geseß E n H > reu ;7 c mädtige. Und sei niht Oesterreih da? Es würde zu Grunde e ; M e Gz Pet: Ge A e würdige gewesen ist. Andere Staaten, beispielsweise Rußland, find aae - L T ase, Q 5 den Einzelregierungen bt Dae Lege in dem größten en qarniht repräsentirt gewesen, und wenn wir es mit der Zahl gehen, venn Mals siegte. ¿Aale gelte von der Türkei. Bali Staat, in Preußen, niht in der Art getroffen zu sein schienen, GEE Ie E S 2 l | land habe also nicht nôthig, den Krieg gegen zwei Fronten zu führen. wie es Ie S E e Sneing, dieses Gesetzes zwe>mäßic zwingen wollten bei solhen Anlässen, dann müßten wir das Re- | Wo bleibe E A 7 la e e De Bn, ais gewesen wäre. Man habe in Berlin anfangs eine außerordentli präsentiren überhaupt aufgeben. Wir haben von feiten der | wenn der Dreibund von Deutschland gestüßt werden mühje. Vazu f itation ge s Ges ) 3 ie Ur- | r: E ie ; ; S T Im Kampf auf L T ß

lebhafte Agitation gegen das Geseß gehabt. Nachdem man die ur- italienishen und spanishen Regierung einen warmen Dank für die fomme no< Polen. Im Kampf auf Leben und i od. gegen Nußland sprünglich erlassenen Vorschriften ermäßigt habe, habe sich die Be- S E würde ein Mittel eine Zauberwirkung ausüben zu Deutschlands unrubigung nah und nah gelegt. Er möchte die Aufmerksamkeit des Art und Weise, wie wir bei diesem Fest erschienen sind, erhalten. Gunsten : die Befreiung Polens von Rußland, die Wiederherstellung E vgs e ob E RUES Me Doe wegs Der Herr Vorredner hat die Resolutionen des Reichstags in es Der S ange habe m e Presse Eu E ron er Fabriken die beimishe Productionsfähigkeit in gefährliher Weise | Bezug auf die Militär-Strafprozeßordnung und in Bezu auf das | in den russishen Zeitungen skehe, ehe mi T- in Frage gestellt werde. Er wolle durchaus nicht, daß man I bare E Ae e ist n A dabin er- | laubniß der Regierung da, und die Regierung sei der Zar. dur< OHinterthüren die Bestimmungen des Gefeßes E E M Nicht der Zar wolle den Frieden erhalten, wie der Neichs- beseitige, sondern daß im Interesse der Arbeiter die ledigt worden, daß er beschlossen hat, der Resolution keine Folge zu | kanzler behaupte, sondern das Volk. Der Reichskanzler Frage geregelt werde. In wirthschaftlichen Kreisen habe es geben. Das aber ift lediglih aus einem, wie mir scheint, vollkommen | habe die Emfser Depesche berührt. Da_er (Redner) die ues S wiederholten e e A für | zutreffenden formellen Grunde geschehen. Die Handhabung des Be- E E ome. Ars En ee Doc aan zweifelhafte Zollfragen das verwaltungsgerichtlihe Bersahren etnzu- « gy Z .c ekannt habe, so habe er in Bezug auf die Em}er Vepe|ce leine führen, der Bundesrath keine Folge gegeben habe. Von befonderer shwerderehts gehört der Commandogewalt, und der Bundeërath j weifel gehabt. Diese Zweifel scien zur Gewißheit geworden dur Bedeutung für den gegenwärtigen und die zukünftigen Etats sei, daß in Commandosachen ni<t competent. Er hat also sa<li< in keiner | die Enthüllung von Hans Blum in den nationalliberalen „Grenz- 3 400 000 M für die Alters- und Invalidenversiherung mehr hätten Weise geurtheilt, sondern hat einen formell correcten Standpunkt ein- boten“ von 1873, worin es geheißen habe, der Krieg von 1870 fet eingestellt werden müssen. Mit Freude habe er aus der Begründung | genommen. Was die andere Resolution anlangt, die Militär- | niht re<t in Fluß gekommen, Begeisterung sei dagewesen, aber man

R l Rollen gekommen, und dies ver-

ersehen, daß 135 000 Altersrenten bezogen würden. Diese Rente set | 5 if Go a A on tof habe gezaudert, da sei der Stein ins 1 ch ß Cg s Strafprozeßordnung, so ist auch sie nicht zurü>gewiesen, sondern der | danke man demjenigen, der das Extrablatt der „Norddeutschen Allge-

E I von Gesuden abgelehnt Bundesrath hat sie dem Reichskanzler überwiesen. Mir liegt damit die | meinen Zeitung“ herausgegeben habe. Da sei der Spieß umgekehrt werden müfsen, aber die Regierung sei streng an die Bestimmungen Pflicht ob, dafür zu sorgen, daß ihr weitere Folge gegeben wird. Das | worden, die Franzosen seien vor der Alternative gewesen : entweder die des Gefeßes gebunden; in Zukunft würden wohl solche Härten | wird gesehen. Die Angelegenheit, die ja die verbündeten Regierungen Demüthigung oder den Krieg. Ditses S sei die Emser Depesche ge- E ee E C vex Meuhs | fit langes Jahren béshäftigt/ inb bie erledigt 18 freu Ne angen wesen, Der Vei I e Me Medaction vorgenommen entständen, erbo würden, jedenfalls müsse a bei jedem Etat wünschen, kann nicht erledigt werden ohne die Mitwirkung dieses hoben | habe. Bisher habe man geglaubt, daß die ursprüngliche Depesche darauf besonders das E richten. Wegen des Marine-Etats | Hauses. Also daraus folgt ganz einfa<, daß wir ein dringendes enthalten sei in dem Radziwill’schen Bericht. Man habe nun er-

müsse man die cingehendsten Erwägungen eintreten lassen, wie weit | F ï ie Beschlüsse dies Haus j fahren, daß dieser erst vier Tage nach der Redaction der Emser Des i geh gung I Interesse daran haben, die Beschlüfse dieses hohen Hauses, soweit es erlin angefommen sei. Dieses neue Actenstü> lasse nun

das, was gefordert werde, überhaupt befriedigt werden könne. Wenn Zin möoTtd f utte ; ; pesche in e ctensti i die eas es für nothwendig balte, Len Reich zur Sicherung militärisch möglich ist, B PAEE und ihnen Folge zu geben. Die An- die Sache vollständig auf dem „alten Fle, ja: e e Die seiner Existenz militärishe Forderungen in dieser Höhe vorzulegen, gelegenheit liegt zur Zeit in den Händen der preußischen Militär- | von dem Fürsten Bismar> verübte Schuld no< größer er- dann müsse man zu der Erkenntniß kommen, daß zur Sicherung setner verwaltung. Ich darf annehmen, daß sie im nächsten Jahre das hohe | scheinen. Er wolle vit untersuchen, D dee Krieg _ nicht Eristenz das Landheer in erster Linie berufen sei. Man müsse des- | Haus beschäftigen wird, und gebe mi der Hoffnung hin, daß wir ausgebrochen wäre, wenn Fürst Bismar> diesen Schritt halb si< überlegen, wie weit es bei dieser ersten Pflicht d e einem nach allen Seiten befriedigenden Resultat nicht gethan. hätte, sonst fäme man auf den prophylaktischen Krieg. möglih sei, die zur Sicherung des Landes an der Küste in A B An S g Aber das sei gleichgültig. Nach feiner festen Ueberzeugung habe bohem Grade wünschenswerthe Steigerung der Wehrhaftigkeit kommen werden. i Napoleon damals factisch den Krieg gebrau<ht oder wenigstens einen zur See zu berü>sihtigen. Im Ordinarium der Marine feien Abg. Liebkne<t (Soc.): Die Ausgaben für den Reichs- | kleinen diplomatischen Erfolg, wie er in der Zurückziehung der hohen- 31 Mill?onen Mark mehr gefordert als im Vorjahre, für das Erfaß- íInvalidenfonds und für den Nord-Ostsee-Kanal bemängele er niht; | zollerns<hen Candidatur elegen habe. Das legtere sei an der deg hif „Preußen“ 124 Millionen. Er glaube, daß eine der wichtigsten dei der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit fei es nüßlih, wenn die Bau- | zeit des Königs von Preußen gescheitert. Wäre die französishe Aufgaben der diesjährigen Budgetcommission sein werde, in dieser | thätigkeit eshleunigt und ausgedehnt werde. Aber die meisten Mehr- Se in dieselbe Stimmung verseßt worden, die den eigenen Beziehung dem Reichstage vorzuarbeiten, damit er si entschließen | ausgaben seien nur für das Militär bestimmt. 1872 habe der Etat | Gesandten erfüllt habe, fo würde der Krieg nicht ausgebrochen sein. könne, in welcher Weise die wirthschaftlihe Leistungsfähigkeit des mit einem Ordinarium von 250 Millionen für das Heer, 12 Millionen | Es sei nit möglich, daß das heutige Militärsystem fortgeseßt werden Reichs mit den Bewilligungen für Armee und E in Einklang zu | für die Marine geschlossen, 1892/93 mit 4275 Miklionen für das Heer | könne. Es müsse dagegen Protest erhoben werden. _Im Lande fei bringen sei. Deutschland habe eine ganze Anzahl von Schiffen, au<h | und 45 Millionen für die Marine. Im ganzen habe das Reich seit 1872 | das Volk erregt über die neue Militärvorlage, bier sehe man nichts von neu gebauten; er dürfe daher niht vers<hweigen, daß die be- e Heer und Marine aufgewendet 11 Milliarden 597 Millionen Mark, | davon; heute selbst sei der Reichstag lange nicht so besegt, als wenn seidene Vertretung bei der Columbus-Feier in Italien und | Reichsschulden seit 1877 bis zu dieser Budgetperiode 1694 Millionen ge- | es gelte, etwas für agrarishe Zwecke herauszuschlagen. Die Wähler das Fortbleiben in Spanien in weiten Kreisen Deutsch- | macht. Die erhöhten Ausgaben des Reichs sollten dur erhöhte Matrifkular- | wollten ohne Auéënahme dur< das ganze Centrum hindurch bis in lants nit re<t verstanden werden könne. Er glaube, daß | beiträge aufgebraht werden. Dabei habe Preußen 5400 Millionen | die Kreise der Conservativen hincin kein Compromiß. Sie wollten, *

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