1892 / 287 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Beisißer aus der Klasse der Versicherten: 1) Wolf, Friedrich, Tischler in Schlawe. Hilfsbeisißer aus der Klasse der Versicherten: 1) Trombke, Hermann, Commis in Schlawe. XI1. Schiedsgericht für den Kreis Stolp. Vorsitzender: Großkopf, Königlicher Regierungs-Assessor in Köslin. Beisißer aus der Klasse der Arbeitgeber: 2) Großgerge, Eduard, Kaufmann in Stolp.

Beisißer aus der Klasse der Versicherten: 10) Hoffmann, Gemeinde-Vorsteber in Sochow.

Hilfsbei fißer aus der Klasse der Versicherten: 2) Kühnel, H., Inspector in Stolp. 8) Fähnrich, Hofmeister in Raths-Damniy.

C. Regierungsbezirk Stralsund. ___TI1. Schiedsgericht für den Kreis Greifswald.

Hilfsbeisiter aus der Klasse der Arbeitgeber: 9) Kersten,

Maurer- und Zimmermeister in Greifswald. : IT1. Schiedsgericht für den Kreis Grimmen.

Vorsitzender : Paetow, Königlicher Regierungs - Affeffor in Stralsund. » E

Stellvertretender Vorsißender : Dörschlag, Königlicher Amtsrichter in Grimmen. / 5

Beisitzer aus der Klasse der Arbeitgeber: 8) Kroos, Hein- ri<, Königliher Domänenpächter in Kl. Lehmhagen.

Hilfsbeisitzer aus der Klasse der Arbeitgeber: 6) Nissen, Leonhard, Maurer- und Zimmermeister in Grimmen.

Hilfsbeis ißer aus der Klasse der Versicherten: 3) Gienapp, August, Maurer in Grimmen. 5) Busch, Otto, Maurer in Grimmen: IV. Schiedsgericht für den Kreis Rügen.

Hilfsbeis ißer aus der Klasse der Versicherten: 8) Krüger, O., Maurerpolier in Bergen.

V. Schiedsgericht für den Stadtkreis Stralsund.

Hilfsbeisißer aus der Klasse der Arbeitgeber: 8) Shwanz, H., Böttchermeister in Stralsund. j

Beisitzer aus der Klasse der Versicherten: 2) Borkenhagen, Ernst, Buchhalter in Stralsund. 3) Roß, C., Commis in Stralsund. 4) Böttcher, Franz, Tischlergeselle in Stralsund. 9) Meinke, tarl, Zimmergeselle in Stralsund. _ j

Hilfsbeisitzer aus der Klasse der Versicherten: 2) Beug, Maurergeselle in Stralsund.

6) Invaliditäts- und A ltersversicherung8anstalt der Provinz Posen. A. Regierungsbezirk Posen. ViI. Scicds8gericht für den Kreis Jarots<in.

Stellvertretender Vorsißender : Zeckwer, Königlicher Amtsrichter in Iarotschin. i :

* XV. Shiedsgeriht für den Stadtkreis Posen.

Vorsitzender : Bayer, Königlicher Ober-Regierungs-Rath in Posen.

XXV. Stiedsgericht für den Kreis Wreschen. Vorsißender: Dr. Machatius, Königlicher Regierungs-Affessor in

Posen. B. Regierungsbezirk Bromberg. 1. Schiedsgericht für den Stadtkreis Bromberg. Stellvertretender Vorsißender: Trewendt, Königlicher Regierung®- Afffsessor in Bromberg. j

IT. Schiedsgeriht für den Landkreis Bromberg.

Stellvertretender Vorsitzender : Trewendt, Königlicher Regierungs- Afsessor in E

VIII. Sciedsgeriht für den Kreis Mogilno.

__ Stellvertretender Vorsißender: Trewendt, Königlicher Regierungs- Affsessor in Bromberg. ;

X. Schiedsgericht für den Kreis Strelno. Vorsitzender: Wendeler, Königlicher Amtsrichter in Strelno. XIII. Schiedsgericht für den Kreis Zn in.

__ Stellvertretender Vorsigender: Trewendt, Königli her Regierungs- Áfiessor in Bromberg. ;

7) Fnvaliditäts- und Altersversiherungsanstalt für die Provinz Schlefien. A. Regierungsbezirk Breslau.

1. Schiedsgericht für den Stadtkreis Breslau. Vorsitzender: Aus dem Winkel, Königlicher Regierungs- Assessor

in Breslau.

__ Stellvertretender Vorsißender: von Uklanski, Königlicher Regierungs- Affsessor in Breslau. ;

: V. Schiedsgericht für den Kreis Gla 8.

Vorsitzender: Gierich, Königlicher Amtsgerichts-Nath in Glaß. : A Vorsitzender: Albinus, Königlicher Landrichter in Gla. VI. Siedsgeriht für den Kreis Guhrau. Stellvertretender Vorsitzender: Hofmann, Königlicher Amtsrichter in Guhrau. / j __VIK. Shhiedsgericht für den Kreis Milit \<. Vorsitzender : Reiche, Königlicher Amtsrichter in Militsch. __ Stellvertretender Vorsigender: Brauer, Königlicher Regierungs8- Assessor in Militsch. _X1. Schiedsgericht für den Kreis Neumarkt. Vorsißender: Scharmer, Königlicher Regierungs - Assessor in Breslau.

Stellvertretender Vorsißender: Große - Leege, Königlicher Re- gierungs-Afsessor in Breslau.

2 XV. Schiedsgericht für den Kreis Oblau.

Stellvertretender Vorsißender: Picht, Königlicher Regierungs-Rath in Breslau. :

XVI. Shhiedsgericht für den Kreis Reichenbach. Vorsitzender : Schubert, Königlicher Gerichts-Assessor in Reichenbach. Stellvertretender Vorsißender: Gerlach, Königlicher Regierungs-

Afffsessor in Reichenbach.

XVI11. Schiedsgericht für den Kreis Schweidnib.

Vorsitender: Kalau vom Hofe, Königlicher Amtsgerichts-Nath in Schweidniß.

Stellvertretender Vorsitzender: Dr. Amtsgerichts-Rath in Schweidnig.

_XVIII. Sciedêgericht für den Kreis Steinau. Vorsitzender: Rubel, Königlicher Amtsrichter in Steinau.

XX. Shhiedögericht für den Kreis Striegau. Vorsitzender: Westphal, Königlicher Amtsgerichts-Nath in Striegau. Stellvertretender Vorsißender: Dr. Rohde, Königlicher Regierungs-

Rath in Striegau.

“XXIV. Schiedsgericht für den Kreis Wohlau.

Vorsißender: Große - Lecge, Königlicher Regierungs-Affeffor in Breslau.

_ Stellvertretender Vorsißender: Scharmer, Königlicher Negierungs- Assessor in Breslau. /

B. Regierungsbezirk Liegnig.

XVIIL. Sciedsgeriht für den Kreis Rothenburg.

: Sih des Schiedsgerichts : Niesky.

Vorsitzender: Hahn, Königlicher Amtsrichter in Niesky.

Stellvertretender Vorsißender: Sauer, Königlicher Amtsrichter in Niesky. j

XX. Schiedsgericht für den Kreis Sprottau. Siß des Schiedsgerichts: Sprottau,

Sorshenver: list, Königlicher Amtsgerichts-Rath in Sprottau.

Stellvertretender. Vorfißender: Nackwit, Königlicher Amtêrichter in Sprottau.

__ Beisitzer aus der Klasse der Arbeitgeber: 1) Körner, Fabrik- director in Eulau-Wilhelmshütte. 2) Glohke, Rittergutsbesißer in Nieder-Leschen. f

Teile: Winkler, Tischlermeister in Sprottau.

_ Beisitzer aus der Klasse der Versicherten: 1) Reichenstein L, Friedrich, Fornter in Mallmiß. 2) Zimmerling, Ernst, Häusler in Petersdorf. :

Hilfsbeisißer: Lange, Zeugshmied in Sprottau. -. Regierungsbezirk Oppeln. L IIT. Schiedsgericht für den Kreis Falkenberg. ; i O Vorsigender: Seler, Königlicher Slaaticouüvalî n Vppeln. :

Adamkiewicz, Königlicher

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V. Schiedsgericht für den Kreis Kattowiß. Vorsißender : Mee Königlicher Reggerungs-Affessor in Oppeln. Stellvertretender Vorfiyender : Freiherr von Shu>kmann, König-

liher Regierungs-Affesfor in Oppeln. VI. S für den Kreis Kosel. j I R orsißender: Seler, Königlicher Staatsanwalt in Oppeln. VII. Scied8gcri<t für den Kreis Kreuzburg. Vorsitzender: Jaschik, Königliher Amtsrichter in Kreuzburg.

IX. Schiedsgericht für den Kreis Lublinit.

Stellvertretender Vorsitzender: Seler Königlicher Staatsanwalt

in Oppeln. X. Sgiedsgericht für den Kreis Neisse. Vorsitzender: Stier, Königlicher Meg S in Opveln. Stellvertretender Vorsitzender: Dr. Lenz, Königlicher Regierungs- Affefsor in Oppeln. X11. Schiedsgericht für den Kreis Oppeln. Vorsitzender: Dr. Dultz, Königlicher Regierungs-Afessor in Oppeln. : E Vorsitzender : Halle, Königlicher Gerichts-Afssefsor in Oppeln. XIIa. Schiedsgericht für den Kreis Pleß. Z Sitz des Schiedsgerichts: Pleß. Vorsißender: Englisch, Königlicher Amtsrichter in Pleß. : E Vorsitzender: Pfeiffer, Königlicher Amtsrichter in Pleß.

Beisißer aus der Klasse der Arbeitgeber: 1) Baron von Reitzenstein, Rittergutsbesißer in Paw!owiß, 2) Gierich, Bruno, Kaufmann in Pleß.

Hilfsbeisißer: Heuchel, Wilhelm, Tischlermeister in Pleß. Beisißer aus der Klasse der Versicherten: 1) Schulz, Hein- rid, Privatsecretär in Pleß, 2) Schildau, Ernft, Maurerpolier in Pleß. Hilfsbeisißer: Wanot, Paul, Futtermeister in Schloß Pleß. XV. Schiedsgericht für den Kreis Rybnik. Vorsitzender : Deutshmann, Königlicher Amtsrichter in Rybnik. Stellvertretender Vorsitzender: Hausmann, Königlicher Amts- rihter in Rybnik. XVI1. Schiedsgerit für den Kreis Groß-Strehlit. D E SA Dr. Dult, Königlicher Regierungs - Assessor in Pppein. ___ _Stellvertretender Vorsitzender : Lalle, Königlicher Gerichts-Assessor in Oppeln. XVII. Schiedsgericht für den Kreis Tarnowiß. __ Stellvertretender Vorsißender: SFaekel, Königlicher Berg-Jn- spector in Tarnowiß.

8) Invaliditäts- und Altersversiherungsanstalt Sachseu-Anhalt. A. Regierungsbezirk Magdeburg. IX. Schiedsgericht für den Kreis Oschersleben. Stellvertretender Vorsitzender: Hildebrandt, Königlicher Amts- ridter in Oschersleben. X. Schiedsgericht für den Kreis E _ Stellvertretender Borsißender : Rasch, Königlicher Amtsrichter in Osterburg. e X11. Schiedsgericht für den Kreis Stendal. Stellvertretender Vorsitzender: Winkler, Königlicher Landrichter in Stendal. B. Regicrungsbezirk Merseburg.

1. Schiedsgericht für den Kreis Bitterfeld.

Stellvertretender Vorsitzender: Seydel, Königlicher Negierungs- Assessor in Merseburg.

IT. Schiedsgericht für den: Kreis Delißzf<.

_ Stellvertretender Vorsitzender: Seydel, Königlicher Regierungs- Assessor in Merseburg.

IV. Schiedsgericht für den Stadtkreis Halle a. S. Vorsitzender: Dr. Arndt, Königlicher Ober-Bergrath in Halle a. S. VI. Schiedsgericht für den Mansfelder Gebirgsfkreis.

Z Vorsitzender: Dittmer, Königlicher Regierungs-Rath in Merse- urg.

VII. Shiedsgeriht für den Mausfelder Seekreis. Vorsitzender: Gerstenberg, Königlicher Amtsrichter in Eisleben. Stellvertretender Vorsitzender: Hoeland, Königlicher Amtsrichter

in Eisleben. V1II. Schiedsgericht für den Kreis Mersf eburg. Stellvertretender Vorsißender: Seydel, Königlicher Regierungs- Assessor in Merseburg.

X1V. Scicd8geriht für den Kreis Torgau. Vorsitzender: Bruns, Königlicher Landgerichts-Rath in Torgau. Stellvertrctender Vorsitzender: Seume, Königlicher Gerichts-

Affsessor in Torgau. XVI. Schiedsgericht für den Kreis Wittenberg. Stellvertretender Vorsiyender: Seydel, Königlicher Negierungs- Assessor in Merfeburg. C. Regierungsbezirk Erfurt. 1. Schiedsgericht für den Stadtkreis Erfurt. Stellvertretender Vorsißender: Scha, Königlicher Regierungs- Nath in Erfurt. T. Schiedsgericht für den Landkreis Erfurt. Stellvertretender Vorsitzender: Scha>, Königlicher Regierungs- Nath in Erfurt. VI. Schiedsgericht für den Stadtkreis Nordhausen. Stellvertretender Vorsitzender: Sintenis, Königlicher Landgerichts- Rath in Nordhausen. X1. Swiedsgeriht für den Kreis Ziegenrüd. Sitz des Schiedsgerichts: Ziegenrück. Vorsitzender: Aßmann, Königlicher Amtsrichter in Ziegenrü>. Stellvertretender Vorfißender: Hapke, Königlicher Amtsrichter in Nanis. 9) Invaliditäts- und Altersversicherung8anftalt Schleswig-Holsteiu.

_ 1. Schiedsgericht für den Stadtkreis Altona.

1. Stellvertretender Vorsißender: Dr. Wittig, Königlicher Land- gerihts-Rath in Altona. :

_Beisiger aus der Klasse der Arbeitgeber: 1) Behrmann, L. H. I., Tischlermeister in Altona, 3) Ellrich, E. H. E., Schleosser- meister in Altona.

Hilfsbeisißer aus der Klasse der Arbeitgeber: 1) Halle, W., Buchhändler in Altona. 7

_ Beisitzer aus der Klasse der Versicherten: 1) Herzog, C. G. C.,

E in Altona, 3) Charpied, W., Werkmeister in Altona.

Hilfsbeisizer aus der Klafse der Versicherten: 2) Gofau, Rechtsanwalts-Bureauvorsteher in Altona.

V. Schiedsgericht für den Stadtkreis Flensburg. Beisißer aus der Klasse der Versicherten: 1) Dittmann,

Paul, Rechtsanwalts-Bureauvorsteher in Flensburg.

_VI. Schiedsgericht für den Landkreis El cnobura.

_ Hilfsbeisißer aus der Klasse der Versicherten: 2) Drews, Sattlergeselle in Plentburs: _VII. Schiedsgericht für den Kreis Hadersleben. Beisitzer aus dèr Klasse der Arbeitgeber: 3) Michelsen, Karl, Fabrikant in Hadersleben. Beisitzer aus der Klasse der Versicherten: 3) Beihke, Ernft, Taba>svinner in Hadersleben. t VII. Schiedsgericht für den Kreis Husum. __ Hilfsbeisiger aus der Klasse der Versicherten: 1) Chri- stiansen, Christian Peter, Buchdruckergebilfe in Husum.

_IX. Schiedsgericht für den Stadtkreis Kiel.

Beisitzer aus der Klasse der Arbeitgeber: 1) Steger, Friedrich, Mechaniker in Kiel. : Hilfsbeisißer aus der Klasse der Versicherten: 1) H:itbaus, Former in Kiel. : i i X1. Schiedsgericht für den Kreis Herzogthum Lauenburg. _ Hilföbeéisißer aus der Klasse der Arbeitgeber: 1) Rie>k- hoff, Joach. Ch. Heinrich, Senator und Malermeister in Ratzeburg.

X11. Schiedsgericht für den Kreis Norderdithmars<en. _Hilfsbeisißer aus der Klasse der Arbeitgeber: 1) Colyau, Heinr. Aug. Julius, Destillateur in Heide. XIII. Schiedsgericht für den Kreis Oldenburg. __ _Stellvertretender Vorsißender: Martinot, Königlicher Amtsrichter in Heiligenhafen. X V. Schiedsgericht für den Kreis Plön. Vorsitzender: Ebte, Königlicher Amtsgerihts-Rath in Plön. _XVIII. Shhiedsgericht für den Kreis Segeberg. Beisißer aus der Klasse der Arbeitgeber: 2) Levy, Ludwig, Kaufmann in Segeberg. XIX. Schiedsgericht für den Kreis Sonderburg. E Dr. LUvonius, Königlicher Regierungs-Affeffor in eswig. Beisißer aus der Klasse der Arbeitgeber: 2) Nissen, I. L., Kaufmann in Sonderburg. XXI. Schiedsgericht für den Kreis Stormarn. Vorsitzender: von Specht, Königlicher Amtsrichter in Wandsbek. Hilfsbeisißer aus der Klasse der Arbeit eber: 1) Ehlers, Tapezierer in Wandsbek, 2) Scheider, Gärtnereibesißer in Wandsbek. _ QDilfsbeisißer aus der Klasse der Versicherten: - 2) Roft, Schlosser in Wandsbek.

XX11. Schiedsgericht für den Kreis Süderdithmarschen.

Beisitzer aus der Klasse der Versicherten: 2) Holst, H., V e Meldorf. A

Hilfsbeis iger aus der Klasse der Versicherten: 2) Geßler, Karl, Bureaugebilfe in Meldorf. A is

___ XXI1I1. Schiedsgericht für den Kreis Tondern.

Hilfsbeisißer aus der Klasse der Arbeitgeber: 1) Trabert, Bea iter in E ne d

Beisitzer aus der Klasse der Versicherten: 1) Hansen, Heinrich, Färbergeselle in Tondern. 119 E

10) Invaliditäts- und Altersversicherungsanstalt Hannover. A. Regierungsbezirk Hannover. ITT. Schiedsgericht für den Stadtkreis Hannover. _ Stellvertretender Vorsißender: Geyer, Königlicher Negierungs- Affsessor in Hannover. V. Schiedsgericht für den Kreis Hoya. ___ Stellvertretender Vorsißender: NRosfkamp, Königlicher Amts- richter in Hoya. VI. Schied2gericht für den Stadtkreis Linden. E Sit des Schiedtgerichts: Hannover. Vorsitzender: Geyer, Königlicher Negierungs-Affsessor in Hannover. VII. Schiedsgericht für den Landkreis Linden. 7 Sitz des Schiedsgerichts: Hannover. Vorsitzender : Geyer, Königlicher Regierungs-Assesfor in Hannover. VIIT. Siedsgeriht für den Kreis Neustadt a. R. E Siß des Schiedsgerichts: Wunstorf. Vorsißender: Schrader, Bürgermeister in Wunstorf. L Schiedsgericht für den Kreis Nienburg. Vorsißender: Gacde, Königlicher Negierungs:Rath und Special- Commissar in Nienburg. Stellvertretender Vorsigender : Müller, Königlicher Amtsgerichts- Rath in Nienburg. B. Regierungsbezirk Hildesheim. __ VI. Schiedsgericht für den Kreis Goslar. Vorsitzender: von Garßen, Bürgermeister in Goslar. _ Stellvertretender Vorsißender: Dr. Voigt, Königlicher Negierungs- Affsefsor in Goslar. __ VII. Sieds8geriht für den Kreis Gronau. an Vorsißender: Wagner, Königlicher Regierungs - Assessor in Hil- esheim. Stellvertretender Vorsitzender: Dr. Blan>enhorn, Königlicher Re- gierungs-Rath in Hildesheim. VIII. Shicdsgericht für den Stadtkreis Hildesheim. Vorfißender: Wagner, Königlicher Regierungs-Affsessox in Hil- desheim. Stellvertretender Vorsißender: Dr. Regierungs-Rath in Hildesheim. IX. Schiedsgericht für den Landkreis Hildesheim. A Vorsißender: Wagner, Königlicher Regierungs - Assessor in Hil- esheim. Stellvertretender Vorsitzender: Dr. Blan>enhorn, Königlicher Re- gierungs-Rath in Hildesheim. i X1. Schiedsgericht für den Kreis Marienburg. _ Vorfißender: Dr. Blan>enhorn, Königlicher Regierungs-Rath in Hildesheim. i XV. Schiedsgericht für den Kreis Peine. L Trains Wagner, Königlicher Regierungs-Afessor in Hil- desheim. Stellvertretender Vorsißender: Dr. Blankenhorn, Königlicher Re- gierungs-Nath in Hildesheim. C. Regierungsbezirk Lüneburg. VITI. Shúicdsgeriht für den Stadtkreis Harburg. _ Stellvertretender Vorfißender: Bammel, Königlicher Regierungs- Assessor in Lüneburg. IX. Shiedsgericht für den Landkreis Harburg. _ Stellvertretender Vorsißender: Bammel, Königlicher Negierungs- Affsessor in Lüneburg. , XV. Schiedsgericht für den Kreis Uelzen.

Blan>kenhorn, Königlicher

Vorsitzender: Duderstadt, Königlicher Regierungs - Affessor in

Lüneburg. Stellvertretender Vorsitzender: von Ellerts, Königlicher Negierungs- Rath in Lüneburg. XV1. Schiedsgericht für den Krcis Winsen a. d. L. _ Stellvertretender Vorsißender: Bämmel, Königlicher Negierungs- Afseffor in Lüneburg. D. Negiecrungsbezirk Stade. VI. Schiedsgericht für den Kreis Jor. Stellvertretender Vorsißender: Heising, Königlicher Negierung8- Assessor in Stade. | IX. Schiedsgericht für den Kreis Neuhaus a. O. _ Stelloertretender orsißender: Heising, Königlicher Negierungs- Assessor in Stade. i E. Regicrungsbezirk Osnabrü >. X1. Shhiedsgericht für den Kreis Wittlage. Stellvertretender Vorsißender: Dr. von Sthlechtendal, Königlicher Regierungs-Assessor in Déênuabrük.

11) JInvaliditäts- und Altersversicherungsanfstalt Westfalen. A. Regierungsbezirk Münster.

__IV. Schiedsgericht für den Kreis Coesfeld. Vorsitzender: Heidborn, Königlicher Newerange Aen or in Münster. Stellvertretcnder Vorfißender: Pastor, Königlicher Regierungs8-

Assessor in Münster.

VI. Schiedsgericht für den Stadtkreis Münster.

Vorsißender: Pastor, Königlicher Regierungs-Afsessor in Münster. __ Stellvertretender Vorfißender: Heidborn, Königlicher Regierungs- Assessor in Münster. :

VII. Schiedsgericht für den Landkreis Münster. Vorsitzender: Pastor, Königlicher A egiee mng Snesler in Münster. Stellvertretender Vorsitzender: Heidborn, Königlicher Negierungs-

Assessor in Münster. O _ 1X. Schiedsgericht für den Kreis Steinfurt. Vorsitzender : Heidborn, Königlicher Regierungs-Assessor in Münster. __ Stellvertretender Vorsitzender: Pastor, Königlicher Regierungs» Assessor in Münster. / ¿ S 7 B. Regierungsbezirk Minden. i V. Schiedsgericht für den Kreis Herford. - a E: Aschenborn, Königlicher Megierungs- Affessor in Minden. A : 2 __ Stellvertretender Vorsitender: Richter, Königlicher Regierungs- Assessor in Minden.

._ VIII. Sgiedsgericht für den Kreis Minden. _ 4 _Vorsißender: Aschenborn, Königlicher Regierungs - Afsessor in

Minden. : Stellvertretender Vorsitzender: Richter, Königlicher Negierungs- Asseffor in Minden. : C. Regierungsbezirk Arnsberg. VIH. Siedsgeriht en den Kreis Gelsenfkir<en. Vorsißender: Hemmer, Königlicher Amtsrichter in Gelsenkirchen. _* XIIL Súiedsgericht für den Kreis Hörde. Vorsitzender: Jacob, Königlicher Amtsrichter in Hörde. : i E Vorsitzender: Schnieder, Königlicher Amtsrichter in Hörde. XIV. Sgiedsgericht für den Kreis Iserlohn. Vorsitzender: Sasse, Königlicher Amtsrichter in Jserlohn. / S E Vorsitzender: Quinke, Königlicher Amtsrichter in serlohn. X V. Shiedsgericht für den Kreis Lippstadt. Stellvertretender Vorsitzender: Marcard, Königlicher Negierungs- Rath und Specialcommissar in LippstVt.

12) Invaliditäts- und Altersversiherungsanstalt Hefsen-Naffau. A. Regierungsbezirk Cassel. X1. Schiedsgericht für den Kreis Homberg. j H E Vorsitzender : Diehls, Königlicher Amtsrichter in omberg. XX1V. Schiedsgericht für den Kreis Zie ge nhain. Stellvertretender Vorsitzender: Mahrenholt, Königlicher Amts- rihter in Treysa. B. Regierungsbezirk Wiesbaden. XTI1. Schiedsgericht für den Kreis Usingen. Vorsitender : Lindig, Königlicher Regierungs-Affeffor in Wiesbaden.

13) Invaliditäts- und Altersversiherung8an stalt Rheinprovinz. B. Regierungsbezirk Düsseldorf. Il. Schiedsgericht für den Stadtkreis Düsseldorf. Dir E Thomas, Königliher Regierungs - Affessor in üfseldorf. Stellvertretender Vorsißender: Nolda, Königlicher Regierungs- Affsessor- in Düsseldorf. V. Schiedsgericht für den Stadtkreis Essen. i : iti a Vorsitzender: Luthe, Königlicher Landgerichts-Rath in Shen. VI. Schiedsgericht für den Landkreis Essen. i: E Vorsißtender : Luthe, Königlicher Landgerichts-Rath in Essen. X1. Schiedsgericht für den Kreis Kleve. Stellvertretender Vorsißender: Dr. Schoeller, Amtsrichter in Kleve. XX1. Schiedsgericht für den Kreis Ruhrort. Vorsitzender: Fa>eldey, Königlicher Amtsrichter in Nuhrort. Stellvertretender Vorsißender: Bö>kenförde, Königlicher Amtsrichter

in Ruhrort. i C. Regierungsbezirk Köln.

IV. Schiedsgericht für den Kreis Euskirchen.

i E Springorum, Königlicher Regierungs - Assessor in Köln.

Stellvertretender Vorsißender: Dr. Smidt, Königlicher Re- gierungs-Assessor in Köln. : |

X1. Schiedsgericht für den Kreis Waldbröl.

Stellvertretender Vorsißender: Braun, Königlicher

Affsefsor in Waldbröl. D. Regierungsbezirk Trier. 1. Schiedégericht für den Kreis Bernkastel.

Stellvertretender Vorsigender: Kaufmann, Königlicher Regierungs- Affsessor in Trier.

11. Schiedsgericht für den Kreis Bitburg.

Vorsitzender: Kaufmann, Königlicher Regierungs-Aftessor in Trier.

Es E t für den Kreis Merzig. Vorsitzender: von Bötticher, Königlicher Regierungs - Affseffor

in Trier. 2 :

Stellvertretender Vorsitzender : Janssen, Königlicher Regierungs- Afffsefsor in Trier. :

VIII. Sciedsgeriht für den Kreis Saarburg. Stellvertretender Vorsißender: von Bötticher, Königlicher Re-

gierungs-Affsessor in Trier.

X1. Schiedsgericht für den Landkreis Trier. Vorsitzender Dr. Beer, Königlicher Amtsrichter in Trier. Stellvertretender Vorsitzender: von Bötticher, Königlicher Re-

gierungs-Affessor in Trier.

XTI. Schiedsgericht für den Kreis St. Wendel. S Weißweiler, Königlicher Amtsrichter in St. Wendel. Stellvertretender Vorsitzender: Richard, Königliher Gerichts- Affsessor in St. Wendel.

XII. Schiedsgericht für den Kreis Wittlich.

Stellvertretender Vorsitzender: Wagener, Königlicher Negierungs8- Assessor in Trier.

E. Regierungsbezirk Aachen.

1. Schiedsgericht für den Stadtkreis Aachen.

_ Stellvertretender Vorsißender: Dombois, Königlicher Regierungs- Assessor in Aachen.

11. Schiedsgericht für den Landkreis Aachen.

__ Stellvertretender Vorsitzender: Dombois, Königlicher Regierungs- Assessor in Aachen. i:

V1. Schiedsgericht für den Kreis Genen, Vorsitzender: Walther, Königlicher Regierungs-Assessor in Aachen. Stellvertretender Vorsitzender: Dombots, Königlicher Regierungs-

Assessor in Aachen. j

VII. Schiedsgericht für den Kreis Heinsberg. Vorsitzender : Urbach, Königlicher Amtsrichter in Heinsberg. Stellvertretender Vorsitzender: Kost, Königlicher Amtsrichter in

Heinsberg. 3

VIIT. Siedsgericht für den Kreis Jüli<.

Stellvertretender Vorstßender: Dombois, Königlicher Regierung®- Affsessor in Aachen. :

X. Schiedsgericht für den Kreis Montjoie. Vorsitzender: Dombois, Königlicher Negierungs- Assessor in Aachen. Berlin, den 25. November 1892.

Der Minister für Handel und Gewerbe.

Jn Vertretung: Lohmann.

Königlicher

Gerichts-

Deutscher Reichstag. 7. Sihung vom Freitag, 2. Dezember, 12 Uhr.

Die erste Etatsberathung wird fortgeseßt. Ueber die Rede des Abg. von Koscielsfki, der zunächst 7? das Wort nimmt, und über den Anfang der Rede des Abg. außmann haben wir bereits gestern berichtet. Der Abg. außmann fährt fort: '

Abg. Haußmann (Vp.): Troß der bedrängten Lage verlange man neue Kriegsschiffe, denn die Forderung von 12 Millionen für Ersatz- „Preußen“ fei nur eine Etiguette für cine Vermehrung. der

“Flotte. Die Thronrede habe angekündigt, ‘daß nur die dringendsten : Vorlagen dem Reichstage vorgelegt werden follten, und zu den dringendsten Vorlagen gehöre au< das Geseg zur Bes änfkfung der Auswanderung. Es wäre viel besser, die erhältnisse in Deutschland f zu gestalten, bag. die Leute

: E ‘blieben. Im- Vordergrunde der pet Lage stehe die tilitärvorlage. Die Regierung und ihr Leiter hätten mit einem

f Al Nic

Schlage das wan”ende Vertrauen befestigen können, wenn sie erklärt hätten, daß der Soldat in zwei Jahren ausgebildet werden könne, daß er „ein geseßlihes Recht auf die zweijährige Dienstzeit habe. Mit einem Schlage hätten sie dafür die Muprhert gehabt, dem Auslande gegenüber hätte das ebenfalls einen guten Eindru> ge- macht; es wäre dadurch Res worden, daß Deutschland nicht bei- tragen wolle zur unerträglihen Steigerung ‘der Militärlasten, diz \<ließlih eine Bedrohung der ganzen Situation seien. Wie könne man denken, daß die wirthshaftlihe Lage jeßt besser sei als früher oder sih bald bessern werde; der preu ishe Finanz-Minister habe erklärt, daß die s<le<ten Verhältnisse no< mehrere Jahre andauern würden. Und babe man von der reten Seite nicht hestig über die Nothlage der Landwirthschaft geklagt ? Habe die Industrie nicht ihre Schwäche dadurch bekundet, daß sie sih außer stande erflärt habe, eine Ausstellung zu er- möglihen? Wenn der Reichstag die Militärvorlage annehme, würde er ein Blancoaccept auf Hunderte von Millionen auêstellen. Wenn die Vorlage auf 20 Jahre hin wirken folle, so fei es Aufgabe der Regierung, auch einen Finanzplan für dieselbe Zeit aufzustellen, denn sonst führe man das Reih ins Dunkle und verwirre die Finanzen noch mebr. Und wie würden die Finanzen .der Einzelstaaten beetn- flußt dur<h die Steigerung der Ausgaben im Reih! Bezüglich der Reform der Militärjustiz und des Beschwerderehts habe der Reichs- fanzlersih geäußert, aber nicht zur Zufriedenheit seiner (des Redners) Partei. Das Beschwerdereht solle niht zur Competenz des Bundesraths ge- hôren. Möge man d doch hüten, dringende Bedürfnisse unbefrie- digt zu lassen, lediglih aus formellen Competenzbedenken. Die Re- form der Militär-Strafprozeßordnung ruhe jeßt im Schoße des preußishen Kriegs - Ministeriums. Die zweijährige Dienstzeit solle niht geseßlih eingeführt werden. Er nehme an, daß der Reichskanzler diese Vorschrift durhführen werde, aber die Kanzler könnten we<seln, und man habe feine v A daß die zweijährige Dienstzeit aufrehterhalten werde. er NReichs- fanzler habe si< bemüht, dem Abg. Richter Unrichtigkeiten vorzuwerfeu. Er habe erklärt, daß der Abg. Richter das militärische ABC nicht kenne. Seine (des Redners) Partei acceptire das Zu- geständniß, daß bis auf die eine kleine Unrichtigkeit die Ausführungen des Abg. Nichter sahli< richtig gewesen seien. Die Leporello- liste über die Abstimmungen der Fortschrittspartei habe der Reichskanzler geschrieben mitgebrabt und hôâtte sie vorge- bra<ht, welhe Rede der Abg. Nichter auch gehalten hätte. Der Reichskanzler habe das Gleichniß von den shlafenden Truppen gebraucht, welche gewe> würden, um die Munition nachzusehen und dann weiter zu {<lafen. Er (Redner) halte das Gleichniß nicht für zutreffend. Die Abgeordneten seien nicht hier, um zu \{lafen, viel- mehr seien sie vom Volke dazu commandirt, hier zu wachen, und sie hätten gewaht und die Munitton im vorigen Jahre nach- gesehen und fie genügend befunden. Der Reichskanzler habe einmal erklärt, daß er jede Vorlage daraufhin prüfe, wie sie auf die Sccial- demokratie wirke. Wenn die Vorlage angenommen würde, würde sie lediglih der Socialdemokratie zu gute kommen.

Reichskanzler Graf von Caprivi:

Fh wünsche einige wenige Punkte aus der Rede des Herrn Vor- redners widerlegen zu dürfen. Er hat, indem er seinen Nachbar, den Herrn Abg. Richter, in Schuß nahm, ausgesprochen, ih hätte an dessen Rede nichts auszuseßen gewußt, als einen einzigen Punkt, nämlich das von Herrn Richter berührte Verhältniß der Reservisten und Landwehr- leute in gewissen Formationen, und i< hätte daraus ges{<lossen, daß es dem Herrn Abg. Richter an der Kenntniß des militäri- schen ABC fehlte. Auf eine ganz fo enge Basis habe ih den leßteren Schluß nicht gestellt, i habe vielmehr aus dem, was i< vom Herrn Abg. Nichter über die Militär- vorlage gelesen und gehört habe, die Ueberzeugung gewonnen, daß er vollkommen verkennt den Werth der Stärke eines Truppentheils, der Altersklafsen, aus denen er sih zusammenseßt, und der Cadres, auf die aufgebaut er ins Feld geführt wird. Ich halte meine neuliche Behauptung aufre<t, daß diese Dinge dem Herrn Abg. Nichter un- bekannt find, und daß mir zweifelhaft ist, ob es räthlih ift, daß der Herx Abgeordnete sih \o laut und vielfah über diese Dinge ver- nebmen läßt; daß mir zweifelhaft ist, ob ihm wirkfli<h der Grad von Sahhkecauntniß innewohnt, der erforderlih ist, um diese Dinge be- urtheilen zu Tönnen.

Der Herr Abgeordnete kam dann auf das, was ih über die frei sinnige Partei gesagt habe, und warf mir vor, ih hätte die geschriebene Liste ihrer Abstimmungen mitgebracht. Das ist rihtig; ich bereite mich auf manqerlei vor, weil ih bereit sein muß, mancherlei hier zu hören und mangerlei zu erwidern. Der Herr Abgeordnete wird von mir hoffentlich nit verlxngen, daß ih die Liste der Abstimmungen der freisinnigen Partei Abstimmungen, in denen sie gegen die orga- nisatorishe Verstärkung und Vermehrung der Armee aufgetreten ist, eine binreichend lange Liste au< no< auswendig lernen soll.

Der Herr Abgeordnete meint, der Unwille im Lande über die Meilitärvorlage vermehre si<h. Ih möchte, daß die Abgeordneten von jener Partei wenigstens insoweit billig verführen, als sie do< auch die Gründe der Regierung ihren Wählern zur Kenntniß brächten. Davon sehe i aber bisher nicht viel, es werden nur die entgegen- geseßten mitgetheilt, und wenn dann darauf in den Wahlkreisen, die solchen Mittheilungen zugänglich sind, der Unwille si< vermehrt, fo erscheint mir das ni<ht wunderbar.

Der Herr Abgeordnete hat mich gefragt, wie denn die jeßige Vorlage in Verbindung und Einklang zu bringen wäre mit dem, was ich früher einmal gesagt habe, daß i< mir jedes Gese darauf an- sehen würde, wie es auf die Socialdemokratie wirkt. JI< kann ihm versichern, daß ih das auch bei diefem Geseß gethan habe. Jch bin der Meinung, daß dur ein Gesez, das dazu führt, in einem fo wesentlichen Theile des öffentlichen Lebens, wie es das Heerwesen ift, der Willkür vorzubeugen, die Gleichheit vor dem Gese zu vermehren, die Gleichheit der Lasten anzubahnen, sehr viel geschieht, um die Soccialdemokratie in ihren Agitationsmitteln zu beshränken.

Der Herr Abgeordnete möge mir verzeihen, wenn i< no< einmal ein preußishes Wort anwende. Diefe Vorlage is ein Schritt weiter na< der Richtung der altpreußishen Devise: Suum cuiqus. Sqhließlih bin i< sogar des Glaubens, daß eine Vorlage, welche bestimmt ift, au< über die gefährlichsten Zeiten hinweg das Deutsche Reich und die Staaten, die es bilden, zu erhalten, au< vom Stand- vunkte der socialen Frage günstig zu beurtheilen sein wird; denn ih bîn der Meinung, daß, wenn an den Wünschen, welche die Social- demokratie zu Tage bringt, irgend etwas- Realifirbares ift, das nur auf dem Boden des bestchenden, und nit auf dem Boden eines ver- \{wommenen, unklaren, unmöglichen Zukunfstsstaats geschehen kann. (Bravo! rets.)

Abg. von S als{<a (Centr.): Die Thronrede gebe zu, daß auf dem wirthschaftlihen Gebict die bere{htigten Erwartungen - nicht in Erfüllung gegangen seien. Es wäre gut gewesen, die älle aufzu? zählen, wo die bere<tigten Erwartungen erfüllt seien. Wolle man darin Wandel schaffen, so müsse man sh an die richtige Quelle wenden. Der Reichskanzler habe gesagt, man lebe in einer Zeit, wo weite Kreise mehr oder weniger unter ‘der wirthschaftlichen ntwi>ke- lung litten, und der Abg. Liebknecht babe gemeint, die Arbeitslosigkeit habe einen Umfang angenommen, wie no< nie. So allgemein sei das

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leßtere do< nit rihtig. In den roßen Jundustziecentren herrsche Arbeitslosigkeit, auf dem Lande fehlten aber «Arbeiter, und des- halb werde die Landwirthschaft mehr und mehr zum maschinellen Betriebe hingedrängt. Der kleine Grundbesitz leide no< viel mehr als der große, und je mehr man dieses Leiden <hronis< mache, desto mehr werde die Entwickelung des Latifundienbesißzes gefördert. Der Abg. Liebkneht habe gemeint, Millionäre seien gezüchtet worden. Aber wo? Die Millionäre seien gezüchtet worden dur<h die Actiengefetz- gebung und dur das Correlat derselben, die zügellofe Freizügigkeit. Die auf Grund der Actiengeseßgebung geschaffenen großen Etablifse- ments hätten feine Millionäre züchten können, wenn niht dur< die Freizügigkeit die Möglichkeit dazu gegeben wäre. Hier liege ver Ausgang des Kapitalismus. Der Arbeitsmangel entspringe der zügellosen Concurrenz, der Arbeitermangel dem Ab- fluß der Arbeitskräfte vom“ Lande in die Stadt. Die Cholera habe ihre ungünstigen wirthschaftlihen Wirkungen bis weit über das Land gehabt, und die Organe seiner (des Redners) Partei hätten es ni<ht an Warnungen vor einem Zuzug in die großen San fehlen laffen. Das habe auch genügt. Die Patrone der At aterschaft hätten aber no< nie den Warnungsruf auégestoßen: kommt nicht hierher, bleibt zu Hause! Das fei erklärli<h. Dem strategischen Aufmarsh im Militär entspreche das Zusammenlaufen der großen Masse in die großen Städte. Seine Partei habe gehofft, daß die Regierung zur Milderung des wirthshaftlihen Noth- standes etwas thun würde. Nicht einmal ein Entwurf wegen Abänderung des Unterstüßzungswohnsißes sei dem Reichstage zugegangen. Die Handelsverträge hätten den gehegten Erwartungen nicht ent- fprochen, und nun scheine man nah dem Recept der alten Aerzte nah dem ersten Aderlaß immer neue appliciren zu wollen. Er halte dies nit nur steuerpolitis<, sondern au<h wirthschaftlih für fals. Man spreche jeßt immer von den Zollschranken, dur< welche der Export geschädigt werden solle, während man bisher immer gesagt habe, daß durch die Zölle die Producte im Lande vertheuert würden. Die wirthichaft- liche Misère liege nicht daran, daß das Ausland sih mit Zollschranken umgebe, wenigstens nit in hervorragender Weise. Von der großen Eisenindustrie fomme nur ein Zehntel der Production ins Aus- land. Man sollte si< vielmehr bemühen, den neun Zehnteln den Absatz im Lande zu erlei<htern. Dies geschehe aber niht, wenn man der Landwirthschaft, der Hauptabnehmerin der Eisenindustrie, immer mehr Blut abzapfe. Blute die Landwirthschaft, dann blute das ganze Land. Das habe man bei den Handelêverträgen nicht gebörig beahtet. Die Errungenschaften der Handelsverträge des vorigen Jahres seien: Verschärfung der wirthschaftlichen Misère im Gewerbe, und in der Landwirthschaft die <ronishe Maul- und Klauenseue. Die fortwährenden Ansprüche an den Steuer- sädel müßten eine Unzufriedenheit erwe>en, deren Consequenzen er nit na<hgehen möchte. 35 Millionen allein an Erhöhung der Matrikularbeiträge im Etat für 1893/94, dazu die “s{hweren Belastungen infolge der sfocialpolitishen Geseße. Das Klebegefeßz allein foste annäbernd so viel, wie die Grundsteuer betrage. Es würden für die Marine wieder vier Millionen mehr gefordert. Man habe mit der Marine wiederholt s{le<te Erfahrungen gema<ht. In den lezten Tagen habe wiederum in der Ostsee eine Collision ftatt- gefunden. Sie sei zwar glü>li< abgelaufen , aber er frage: sei es nöthig, in Friedenszeiten Experimente zu. machen, die sehr böfe Folgen haben fönnten? Es dürfe do< wohl nicht in sto>finsterer Nacht eine Operation ohne Liht gemacht werden, die vielleicht auf Mondhelle berechnet gewesen sei. Von Luxusbauten erwähne er nur die der Post. Zu Zeiten der wirthschaftlichen Depression sollte man niht so das Geld dafür ausgeben, zumal wenn man die Absicht habe eine Militärvorlage einzubringen, die im Effect die Landwirthschaft zum Bluten bringe im Spiritus, Bier und am Menschen niht zum wenigsten; denn ein großer Theil der- jenigen, die ‘in den groß Städten dienten, kehrten niht mehr auf das platte Land zurü>, und dabei könne bei den niedrigen Getreidepreisen niemand im Lande besteher. In Bunzlau hätten die Lehrer jeßt, bei diesen billigen Preisen! eine Theuerungszulage verlangt und bekommen; in Gleiwiy hätten die Lehrer das ebenfalls gethan, aber der Magistrat habe sie abs{lägig beschieden. Die Gold- währung s{ädige die Landwirthschaft, weil sie den Import aus den Silberländern befördere.

Abg. R i>ert (dfr.) : Der- Abg. von Koscielski habe einem Theil der freisinnigen Presse vorgeworfen, daß sie sih feindselig gegen die Mitbürger polnisher Sprache verhalten habe. Er (Redner) kenne diesen Theil der Presse nicht; wäre es aber der Fall, so würde ihn dies niht überrashen. Seine Partei habe die Polen immer al3 gleichbere<tigte Mitglieder anerkannt und danach gehandelt. Aller- dings könnten die Polen niht verlangen, daß man vergessen solle, daß in den Districten, in welhen Deutshe und Polen zusammen wohnten, au< die Deutschen Rechte hätten. Der Abg. von Koscielski babe gegen die Weiterführung der Handelspolik gesprochen, welche die Regierung inaugurirt habe. Im Osten müsse man die Kosten be- zahlen für die Schußzollpolitik, welhe dem Westen zu gute gekommen sei, und er frage den Abg. von Koscielski, ob er niht im Intereffe seiner polnischen Landsleute viel besser handeln würde, wenn er sich mit den Freisinnigen gegen die Schußzollpolitik vereinigen wollte. Es habe ihn gefreut, daß von verschiedenen Seiten, namentli von dem Abg. Dr. Bubl, die Bereitwilligkeit aubgelpromen worden sei, am Etat noh weitergehende Abstriche zu machen, als sie N der Abg. Richter gefordert habe. Unter dem früheren Reichskanzler habe immer das Arxiom gegolten, daß die finanzielle Selbständigkeit des Reichs nicht ershüttert werden dürfe. Vor wenigen Jahren habe der Finanz-Minister von Scholz hier und im Landtag Auge get, als die Matrikularbeiträge fünfzig Millionen Mark weniger betragen hätten, daß diefes Verhältniß fest- gehalten werden müsse. Wenn das Reich mehr Bedürfnisse habe, müsse es sih neue Steuerquellen eröffnen. Jeßt feien die Ücberweis fungen nur no ein paar Millionen höher, als die Matrikularbeiträge. Man habe in diesem Etat 35 Millionen Matrifularbeiträge mehr und an Ueberweisungen 2 Millionen weniger, und in den nächsten Etats werde 4h die Lage s ungünstiger gestalten. Diese Thatsachen schienen in dem Bundesrath und bei den Vertretern der Reichsregierung niht in Erwägung genommen zu sein. Wer nicht dem unitarishen Staat zusteuern wolle, müsse auch ein Interesse haben, daß der Bundesrath die ihm verfassungsmäßig eingeräumten Rechte nun auch in_ der That wahrnehme. Wenn man aber die finanzielle Situation so außer act gelassen habe, daß der Etat eigent- lih nihts fei als eine Zusammenstellung der Forderungen, welche die einzelnen Ressorts nah ihren Liebhabereien anmeldeten, dann glaube er, daß diejenigen, welhe dem Unitarismus entgegen seien, mit großen nit in die Zukunft bli>en könnten. Warum nehme der Bundesrath nicht auch einmal den Griffel in die Hand und erleihtere dem Reichstag die Arbeit durch einige Abstrihe ? Von 1875 bis 1884/85 sei der Marine-Etat nur um 10 Millionen gestiegen. Herr von Stosch habe sih treu im Rahmen des Flottengründungéplanes gehalten. Er fei ein Wahrer der wirthschaftlichen Interessen gewesen. Deshalb habe seine (des Redners) Partei ihn immer unterstügt. Von 1884 bis zu diesem Etat sei der Marine-Etat bis auf 52 Millionen hinauf- gegangen. Nun habe die Regierung nur kleine Beträge für fünftige große oreerno eingestellt, z. B. 500 000 Æ für ein Schiff, welches ohne Armirung 124 Millionen kosten werde. Die Ersatz-, Preußen“ engagire den Reichstag mit 125 Millionen Mark, dazu kämen noc 40 Millionen, welche er in On eit ‘als weitere Raten für Neubauten bewilligen solle. In der Denkschrift von 1889/99 heiße es, es müsse für die Shlachtflotte wenigstens ein Kern vollwerthiger Schiffe geschaffen werden, an welche si die minderwerthigen in der Action an- lehnen könnten; sei dieser Kern einmal geschaffen, könne im langfamen Tempo weiter gearbeitet werden, es könne den Fortschritten der Technik Schritt für Schritt aefolgt werden, ohne ect Dieser Kern fei nun da, gegen den Willen feiner Partei. , Die Schiffe Jeien noh garnicht fertig. Man habe no< nit einmal die Summen für die L vollständig in diesen Etat eingestellt. Troßdem das neue Modell n niht erprobt sei, komme die Btemerung wieder mit neuen 125 Millionen. Die Militärvorlage stehe im ordergrund des Inter- esses. Abg. Dr. Buhl habe celieta erklärt: „Mir und meinen

Freunden ijt bisher die Zustimmung zu den Meilitärvorlagen immec