1893 / 14 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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steuern erhoben werden, die niht mehr erhobenen, sondern nur veranlagten Staatssteuern angerehnet werden. Der leßte Herr Vorredner hat gemcint, das würde einen großen Angriffspunkt für die Demagogie geben, und es müßte deshalb eine andere Form für diese Sache gefunden werden. Meine Herren, auf den Boden kann ih niht treten. Was die Demagogie, soweit sie überhaupt in Betracht kommt, angreifen wird, das ist nit diese Form, sondern das ist die Sache, daß in den Gutsbezirken die neu veranlagten Steuern angerechnet werden sollen, und dagegen werden wir uns auch mit einer anderen Form niht s{üßen können. Ih bin alfo der Meinung, daß das, was wir in dieser Beziehung für gerechtfertigt halten, offen und flar ausgesprohen wird, und sehe deshalb keinen Grund, von der Vorschrift des § 2 abzugehen.

Noch weniger aber würde ih auf den Vorschlag eingehen können, der, wenn ih recht verstanden habe, gestern dahin gemacht ift; man möchte statt dieser Anrechnung der veranlagten Steuern für die Gutsbezirke denjenigen Saß an Communalsteuern einseßzen, welcher in den benachbarten Landgemeinden erhoben wird. Nun, meine Herren, da muß ih sagen, diese Beziehung \heint mir doch etwas zu weit entlegen, um dadur einen Maßstab für die Leistungen der Gutsbezirke zu erhalten. Die Zahlen, die in der Begründung angegeben sind, will ih niht wiederholen, fie beweisen zur Genüge, daß wir mit dem Durchschnitts\fa der veranlagten Steuern dem ungefähr gleih kommen, was billig in diefer Beziehung verlangt werden kann, und ih rathe sehr, es dabei zu belassen, um so mehr als fonst eine ganz verschiedene und auf s{wierigen Berehnungen beruhende Behandlung der Gutsbezirke und steuerlosen Gemeinden würde herbei- geführt werden.

Es ift sodann bemängelt worden, daß der Vorschlag der Negie- rung, daß die Theilung des Steuerbetrages unter die Abtheilungen nach dem Satze von */12, #/12 und 3/12 eintreten soll, nit ausreiche, und daß nah dieser Richtung noch etwas Weiteres gesehen müsse. Meine Herren, in dieser Beziehung erlaube ih mir Folgendes zu sagen. Wenn man die NRemedur und ich glaube, sie wird fich anders {wer finden lassen treffen will, dann ist das Maß, welches die Regierung vorschlägt, in der That das äußerste, bis zu dem man gehen kann, wenn man niht zu ganz unhaltbaren Resultaten kommen will, niht etwa deshalb, weil dadur an sih die Zahl der Wähler in der ersten Abtheilung noch etwas vermehrt werden würde. Darüber will ih nicht näher sprechen. Fs if aber deshalb unzuträglih und nach meiner Ansicht un- zulässig, weil in sehr vielen Fällen dann das Verhältniß eintreten würde, daß ganz ungeeignete Elemente in die erste Abtheilung gelangen, wie es {hon bei der Theilung nah */12, 4/12 und 12 möglicherweise, wenn auch in geringem Umfange, eintreten kann, und daß ferner das mit dem Wakhlsystem unvereinbare Ergebniß häufig eintreten würde, daß wir mehr Wähler in der ersten als in der zweiten und dritten, und mehr Wähler in der zweiten als in der dritten Abtheilung haben würden. Meine Herren, wenn man das, an sich betrachtet, hin und wieder für kein Unglück halten sollte, so werden Sie mir doch zugeben, daß dies eine vollständige Um- fehrung des Systems sein würde, auf welhem unser Wahlrecht berubt, und ich kann Ihnen deshalb nur dringend abrathen, in dieser Beziehung weitergehende Anträge zu stellen.

Ebenso muß ih mich mit dem leßten Herrn Vorredner erklären gegen die Einsetzung einer bestimmten Procentzahl der Wähler für die einzelnen Abtheilungen. Ich schicke in dieser Beziehung voraus, daß, wenn man das thut, es jedenfalls ganz überflüssig sein würde, eine Aenderung der Steuervertheilung auf die Abtheilungen eintreten zu

beides zu thun, würde ein durch nichts gerehtfertigter Pleonas- Ferner aber is schon mit Recht hervorgehoben, und ih 10ch einmal

laffen : mus fein. fann es mir nicht versagen, wenn auch ganz kurz, das zu betonen: wenn man für das ganze Land einen bestimmten Procentsaß der Wähler für die erste und zweite Abtheilung gegenüber der dritten bestimmt, dann ist es schr s{chwer, dafür irgend ein bestimmtes Maß zu begründen; man kann weiter greifen, man kaun niedriger greifen,

Herren , ih brauche kaum zu versichern, daß ih jedes Mittel , welches dazu beitragen würde, eine stärkere Betheiligung an den Wahlen herbeizuführen, gern fördern und unterstüßen möchte ; aber die Mittel, die angewendet werden, müssen doch von der Art sein erstens, daß sie eine Wirksamkeit versprechen, zweitens, daß sie nicht andere Uebelstände im Gefolge haben, die vielleicht größer sind als die Ab- hilfe, und da muß ih doch auf Folgendes aufmerksam machen. Db die Verlesung der Wählerliste nothwendig ist oder nicht, das ist eine Frage des Reglements, die erwogen werden kann; aber bei der Drei- flassenwahl, wo die Wahl der Wahlmänner beschränkt ist auf den Kreis des Urwahlbezirks, in dem sih die Wahl bewegt, ganz abzu- sehen von der Constituirung der Wabhlversammlung, die Wähler zu jeder Stunde, zu welcher sie wollen, hinkommen zu lassen, um ihre Stimme abzugeben, ist hon nit ganz unbedenklich, aber au aus cinem anderen Grunde entschieden nicht zu * rathen. Das ift nämlich der Fall der Stichwahl, die bei den Wahlmännerwahlen außerordentlih oft vorkommt; da nun die Stichwahlen erst mehrere Tage später anberaumt werden können, so würde man dadurch zu einer Ausdehnung, zu einem Aufenthalte des Wahlgeschäfts kommen, der im höchsten Grade nachtheilig ist. Ich muß auch sagen, daß bei der niht allzu häufig stattfindenden Wahl zum Abgeordnetenhause die Zu- muthung an die Wähler, zwei bis drei Stunden auf die Urwahl zu verwenden, alle fünf Jahre vielleicht keine zu große is, und daß in der That diese kleine Unbequemlichkeit wohl ertragen werden kann. Etwas Anderes i und das, glaube ich, it t Dex That ein Punkt, in Bezug auf welchen etwas Förderliches geschehen kann die Bestimmung der Stunde der Wahl. Jch glaube, daß, wenn man die Stunde der Wahl etwas mehr in die Meittagszeit verlegt, dies für die Wahlbetheiligung förderlich sein würde. Das is aber etwas, was wir niht im Wege der Gesetz- gebung zu machen brauchen, sondern was im Wege des Reglements gemacht werden kann. Die Bestimmung der Wahlstunden liegt in den Gemeinden über 1750 Seelen in der Hand der Gemeinde- verwaltungsbehörden, auf dem Lande in der Hand der Landräthe; also von diesen kann hier Abhilfe geschafft werden.

Nach allem diesem, meine Herren, kann ich Sie nur bitten, wie es hon vorgeschlagen ist, die Vorlage einer Commission zu über- weisen, und hoffe, daß es niht allzu {wer gelingen wird, über dieselbe cine befriedigende Verständigung herbeizuführen. (Bravo !)

Land- und Forstwirthschaft.

Saatenstand in Rumänien.

Nachrichten aus B ukareft zufolge ist die Witterung dem Anbau in der Walachei nit günstig gewesen; derselbe hat sih zwar zuleßt noch etwas vermehrt, ist aber um 29 9/9 bis 3009/6 geringer als im vorigen Jahre. (Vergl. auch R.-Anz. Nr. 295 vom 138/12: 92)

Saatenstand in Bulgarien.

Der Winter ist bisher ziemli schneereih, insbesondere ging dem Eintreten strengerer Kälte jedesmal genügender Schneefall voraus, um den Saaten Schuß zu gewähren. Die Nachrichten über den Stand der letzteren lauten daher fortgesetzt günstig.

MWeinernte in Württemberg im Jahre 1892.

Nach einer vorläufigen Zusammenstellung der von den Cameral- ämtern an das Statistishe Landesamt eingesandten Uebersichten war das Ergebniß des letztjährigen Weinherbstes im Lande folgendes : Die im Ertrag gestandene Weinbaufläche von 17 558 ha (gegen 17 921 ha im Jahre 1891) ergab insgesammt 157 310 h] Wein (im Vorjahre nur 57 509 h1), fomit durchscnittlih vom Hektar 8,96 h1 (im Vorjahre nur 391 h). Unter der Kelter bezw. überhaupt während des Herbstes famen 115798 hl oder 73,6 9/0 des Gesammterzeugnisses (gegen 39 792 hl gleih 57 9/0 i. Vorj.) zum Verkauf mit einem Erlös von 6 923 622 M (i. Vorj. nur 1639 083 4), wonach der durhschnittliche | Nerkaufspreis für das Hektoliter zu 59,79 M (i. Vorj. 49,98 A) | sih berehnet. Bei Zugrundlegung dieses Durchschnittspreises würde der Geldwerth des gesammten 1892er Weinertrags8 auf 9406000 M (gegen nur 2829000 Æ i. Vorj.) sih be- laufen. Quantitativ geringere Meinerträge lieferten in der 65 jährigen Periode 1827/91 nur die 5 Jahrgänge: 1851 (126 071 h1), 1854 (77 108 hl), 1880 (96 623 11), 1886 (95 879 h1) und 1891 (57 509 h1),

obne daß man einen durchs{chlagenden Grund für das eine oder andere fann. Weit {limmer is aber der Erfolg, daß die Wir- schablonenhaften procentualen Berechnung für Stadt

verschieden scin würden, und daß man unter der

anführen fungen dieser und Land ganz vce scheinbar gleihen Bestimmung etwas ganz Unaleiches hervorrufen würde.

Andererseits ist es doch auch niht ohne große Bedenken, für Stadt und Land in dieser Beziehung verschiedene Bestimmungen zu treffen, und ich glaube deshalb von der Annahme einer folchen Be- stimmung durchaus abrathen zu follen.

Nun, mcine Herren, komme ih noch auf einen Punkt, welcher einigen der Herren, die im übrigen mit der Vorlage einver- standen sind, sehr am Herzen liegt. as ist nämlich, wo- mögli zu beseitigen die Bestimmungen des Geseßes vom 24. Juni vorigen Jahres, wonach in denjenigen Gemeinden, welche in mehrere Urwablbezirke eingetheilt find, die Drittelung, die Abtheilungsbildung, nit mebr, wie früher, für die ganze Gemeinde, sondern in den ein- zelnen Urwahlbezirken erfolgen soll. Ich gebe zu, daß das hin und

i und nicht gar zu selten, zu unerwünschten Resultaten führt, :ch dot darauf aufmerksam machen muß , daß die eclatanten die angeführt werden, gerade da eintreten, wo sie

ichon früher eingetreten waren ; nämlich mußte

Drittelung der einzelnen Urwablbezirke dann erfolgen, wenn nach der allgemeinen Äbtheilungsliste in dem betreffenden Urwablbezirk fein Wähler erfter oder zweiter Abtheilung wohnte, und das sind die Bezirke, wo die weniger wohlhabenden Leute wohnen, und wo {on früher ein ähnliches Resultat erreiht wurde. JImmer- bin gebe ih zu, daß auhch weiterhin noch Unzuträglichkeiten vorkommen ; aber, meine Herren, ih mae Sie darau? aufmerfsam: mir ift bis jeßt fein glei wirksames Mittel bekannt, um in den großen Städten den übermächtigen Einfluß der ganz großen Vermögen etwas herab- zumindern. Es iff ja ganz natürlih, daß, wenn der Einfluß der Steuerzahler von 40-, 50-, 100/000 M Steuern fich nur auf einen Urwablbezirk erstreckt, das weit erträglicher is, als wenn jenes große Gewicht auf die gesammte Abtheilungsbildung einer Stadt Einfluß hat, und es sind in dieser Beziehung Berechnungen angestellt worden, welche beweisen, daß, wenn man dieses Hilfsmittel für die großen Städte nicht behält, es außerordentlich s{chwierig ift, ein anderes zu finden, welches einen gleihen Erfolg hat. Ich muß teéhalb, bis mir andere, befsere Vorshläge vorliegen, sagen, daß ih nit glaube, daß wir auf dieses Mittel verzichten können.

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bisher

Fch komme zum Schluß auf die Wünsche, welche in Beziehung auf die Aenderung des Wahlverfahrens hervorgetreten find, Meine

und es bleibt der Jahrgang 1892 hinter dem Durchschnitt der 65 Vorjahre, welcher rund 405 000 h] ausmacht, um etwas über 60 °/6 zurück. Dagegen stellt sich der Gesammt: Geldwerth des leßtjährigen | Weinertrages im Vergleich mit dem 8 667 000 A betragenden Durh- | schnitt der gedachten Periode um 84 9% höher.

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| Erntebericht aus Baden.

| Die im Laufe der Monate November und Dezember eingekom- | menen Berichte der Großherzoglichen Bezirksämter lassen das Ergebniß | der Gesammternte des verflossenen Jahres in Baden als ziemlich | gut erscheinen, d. h. es steht ebenso wie im vorhergegangenen Jahre | 1891 auf der dritten Stufe des Erntewerthes und der Ausfallsgüte, | wenngleich es für verschiedene einzelne Fruchtarten nit unwesentlih | von den Ergebnissen des Vorjahres abweicht.

| zunächst die Getreideernte bezüglih des Körner- | ertrages ziemli gut bis gut gerathen. Am günstigsten ift dieselbe | im Odenwald, in der Neckar- und Taubergegend, im hohen Schroarz- wald und in den Shwarzwaldthälern ausgefallen; aber auch in der See- und Donaugegend und îm Klettgau sowie in der oberen und i angrenzenden gebirgigen Theilen bezw.

So ift

| unteren Rheinebene nebft den | dem begleitenden Hügellande steht fie im allgemeinen noch erheblich | über dem Durchschnitt. Dagegen ist der Strobertrag des Jahres 1892 | infolge der anhaltenden IRärme und mangelnden Feuchtigkeit weniger | befriedigend gewesen als in den beiden leßten Jahren. IÎn der See- und | Donaugegend sowie in der oberen Rheinebene ist er zwar meist noch | über Durchschnitt, in den übrigen Gegenden des Landes aber geringer, | im Unterlande überwiegend etwas unter Durchschnitt auëgefallen. | Das gilt im wesentlichen sür alle Getreidearten ; nur der Roggen bat einen etwaë besseren, allenthalben über dem Durchschnitt stehenden Strobertrag geliefert. Was die einzelnen Getreidearten an- | geht, so is der Körnerertrag beim Spelz überall gut, beim Weizen und Roggen, bei der Gerste und Mischfruht gut bis ziemli gut, beim Hafer aber nur im Shwarzwalde leidlih gut gerathen, während die übrigen Landestheile bei diesem Gewächs nur einen Durhschnitts- ertrag an Körnern zu verzeichnen haben. , Noch schlechter als der Strohertrag beim Getreide ist die Futterernte gewesen. Sie blieb im ganzen Unterlande meist unter dem Durchschnitt und gelangte au in der oberen Rheinebene und im Schwarzwalde, wo sie noch relativ am besten ausfiel, im all- emeinen nicht über den Durchschnitt hinaus. Das gilt sowohl vom Heu und Oehmd leyteres ¡ift im ganzen Unterlande als fast \{chlecht bezeichnet wie vom Klee, von der Luzerne, Esparsette und den sonstigen Ackerfutterkräutern. Mur die Heuernte hat in der Bodensee- gegend und im hohen Schwarzwald, sowie die Runkel- und Stoppel- rüben haben fast allgemein einen ziemlich guten Ertrag geliefert, \o- daß ein Theil des Mixiderettrags an Grünfutter und Heu durch die Futterhackfrüchte wieder eingebraht worden ist. i | Der verbältnißmäßig ungünstigen Futterernte steht eine geradezu! ausgezeichnete Kartoffelernte im ganzen Großherzogthum gegenüber ; fie ift die beste, welhe in dem ganzen 28 jährigen Zeitraum, der seit

Cichorien und Kraut im allgemeinen ein ziemlih guter Raps, Taba, Hopfen und Zukerrüben nur ein Durchschnittsertrag erzielt worden; meî

Odenwald, die Neckar- und Taubergegend das Ergebniß hera nur beim Raps war die Ernte im Oberlande die ungünstigste.

Menge nach : ; allgemein eine besonders gute is und im gen als die beste der ge-

sammten Berichtszeit errechnet wird. Ausnahmen machen nur bezüg- lih der Menge die Kreise Offenburg Durchschnitt bis ziemlich gut gewesen ist, und hinsichtli die Seegegend,

überdurch\chnittlichen, die

sie mit sehr gut, 8 mit gut und nur einer (Wiesloh) mit ziemli gut bezeichnet.

Von den Handelsgewächsen- ist bei Mohn, Hanf, Fla Ertrag, e

t hat au hier die untere Rheinebene sowie der gedrüdt;

Was die Weizenernte betrifft, so ist diese im ganzen der ziemli gering ausgefallen, während die Qualität fast

und Baden, wo sie über ch l hinsichtlih der Güte wo sie im ganzen mit gut bis ziemlih gut be- zeichnet wird,

Die Obsternte is mit Ausnahme der Kirschen erheblih \{le{ter ausgefallen als in den leßten zwei Jahren; besonders un- ünstig waren die Erträge ter Birnen, Pflaumen und Zwetschen. agegen haben die Aepfel einen durchschnittlihen, die Nüsse einen Kastanien und Kirschen fogar einen ziemli

guten Ertrag geliefert.

London, 14. Januar. (W. T. B.) Das Ackerba uamt hat heute eine Verordnung erlassen, durch die das Verbot vom 2. Ja, nuar wegen der Ausfuhr von Vieh aus der Grafschaft London aufgehoben wird.

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 14. d. M. gestellt 8431, nit rechtzeitig gestellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 12. d. M. gestellt 4738, nidt rechtzeitig gestellt feine Wagen; am 13. d. M. sind gestellt 4817, nit rechtzeitig gestellt keine Wagen. Berlin, 13. Januar (Amtliche Preisfeststellung für Butter, Käse und Schmalz.) Butter. (Im Großhandel franco Berlin an Producenten bezahlte Abrehnungspreife.) Hof- und Ge- nossenshafts-Butter la. 97—100 Æ, 11a. 93—9 M, lla, —, do. abfallende 85—90 H, Land-, Preußische 32—87 K, Netbrücher 82—87 #4, Pommersche 82 —87 M, Polnische M, Bayerishe Sennbutter A, do. Landbutter 80—82 A, Schlesische 89—87 M, Galizishe 76—82 4, Margarine 40— 70 M Käse: Schweizer, Emmenthaler 80—87 M, Bayerischer 55—65 M, Oft- und Westpreußischer Ta. 60—65 A, do. Ila. 50— 60 M, Holländer 77—85 M, Limburger 36—42 M, Huadrat-Mager- fäse Ia. 18—22 Æ, do. Ila. 10—14 M Schmalz: Prim Western 179/69 Tara 60,00 #, reines, in Deutschland raffinirt 61,00—62,00 (A, Berliner Bratenschmalz 61,00 —64,00 M Fett, in Amerika raffinirt 50,00 , in Deutschland raffinirt 48,00 4 (Alles pr. 50 kg). Tendenz: Butter: Bei ruhigem Geschäft konntn ih Preise behaupten. Schmalz : steigend. Vom oberschlesishen Eisen- und Metallmarkt berichtet die „Swles. Ztg.“: Die Lage des obershlesis{chen Eisen geshäfts hat sih_ in der verflossenen Woche nicht geändert. Die Specificationen gehen nah wie vor sehr {chwach ein, die Händler be fürhten, daß eine Erneuerung des Walzwerkverbandes nicht zu stande fommt und die Eisenpretse alsdann noch weiter sinken werden. Der Hochofenbetrieb hat in letzter Zeit keine Abschwächung erfahren, ob: wohl das frishe Roheisen keine genügende Abnahme findet. Die Lage der Walzwerke is unverändert. Wenn einzelne Werke nod leidlih beschäftigt sind, so liegt dies daran, daß sie für bevorzugte Malzfabrikate einigen Absaz nah Rußland haben ; im allgemeinen if jedoch das Walzeisengeschäft sehr matt, und die meisten Werke sind wegen Mangels an Aufträgen unzulänglich beschäftigt und gezwungen, mit einzelnen Walzenstrecken zu feiern. Nur für die gangbarsten und für den täglihen Gebrauch nöthigsten Walzeisen\orten, als Stab- und Flacheisen, is noch einigermaßen Bedarf vorhanden, während auf Fein- und Faconeisen sowie für die groben Sorten nur äußerst wenig Aufträge eingehen. Die Blehwalzwerke find wegen Mangels an Absatz nur theilweise beschäftigt. Feinblehe sind nur wenig, Grob: blehe fast garniht gefragt. Die Stahlwerke ruhen fast ganj und es is vorläufig niht abzusehen, wann sie wieder in Betrieb gesezt werden können. Kleinere Stahlfabrikate werden eher not in Auftrag gegeben, jedoch unzulänglih für einen regelmäßigen Betrieb. Die Gießereien fristen zumeist ihr Dasein von heute ju morgen ; einzelne befinden sich, da fie für ihre Arbeiter keine genügende Beschäftigung haben, in einer üblen Lage. Maschinen- Fesfeclfabriken klagen weiter über zu geringen Eingang an gr Aufträgen und mußten ihren Betrieb auf Anfertigung von Eloineret Gegenständen und auf Reparaturen einrihten. Draht- und Näge? werke, sowie Nöhrenwalzwerke arbeiten weiter auf Vorrath u rednen auf guten Absatz ihrer Fabrikate im Frühjahr. Im Zir? ge\häft hat die Mattigkeit auch in verflossener Woche angehal!. Für Blei und Bleifabrikate ist die Nachfrage gering. Die vorgestrige Generalversammlung der Bergwerlt- Actiengesellschaft Hugo beshloß den Anträgen des Aufsibt® raths entsprehend, dem Syndikat unter den Bedingungen: fünf Zahre oder wenn zehn Jahre nach vier Jahren jährliche Kündigung, Sth in Beirath und Meistbegünstigung beizutreten. i Magdeburg, 14. Januar. (W. T. B?) Zuckerberih!. Kornzucker etcl., von 92 9/9 14,80, Kornzucker excl., 88 9/6 Rendemenl! 14,30, Nadchproducte excl, 75 °/o Rendement 11,85. ll Brodraffinade I. 27,75. Brodraffinade 11. 27,90. Gem. Raffinade mil Faß 28,00. Gem. Melis I. mit Faß 26,29. Ruhig. Rohzudet 1. Product Transito f. a. B. Hamburg pr. Sanuar 1 224 Ode 14,30 Br., pr. Februar 14,273 Gd., 14,324 Br., pr. März 14,322 Gd, 14.40 Br., pr. April 14,40 Gd., 14,477 Br. Still. | / Leipzig, 14. Januar. (W. T. B.) Kammzug-Termi? handel. La Plata. Grundmuster B. per Januar 3,62% d per Februar 3,62} Æ, per März 3,674 Æ, per April 3,69 My r Mai 3,70 , per Juni 3,70 4, per Juli 3,75 , per gf 3,774 M, ver September 3,775 A, per Oktober 3,80 Æ, per # vember 3,80 4, ver Dezember 3,80 A Umsay 25 000 kg. Fd ien, 14. Januar. (W. T. B.) Ausweis der österrei! n ungarishen Staatsbahn (öfterreihishes Ney) vom L i 10. Fanuar 463 994 FL, Mindereinnahme gegen den entsprehende Zeitraum des vorigen Jahres 61 879 Fl. ;+ eizen P eft, 14. Januar. (W. T. B.) Productenmarkt, S befestigend, pr. Frühjahr 7,44 Gd., 7,46 Br., pr. Herbst 10 759 Br. Hafer pr. Frühjahr 5,46 Gd.,, 5,48 Br. M ia Mai-Funi 4,70 Gd., 4,71 Br. Kohlraps pr. August-Septem® 11,30 Gd., 11,40 Br, St. Petersburg, 14, Januar, (W. T. B.) der russischen Prämien-Anleihe yon 1864. Ser. 7373 Nr. 7, 7b 000 Rbl, Ser. 3734 Nr. 46, Ser. 2699 Nr. 3, 25 000 Rbl, Ser, 9572 Nr. 47, 1e Ser. 11503 Nr. 8, Ser, 17749 Nr. 28, Ser. 7484 §3000 Rbl. Ser, 17754 Nr. 13, Ser. 15686 Nr. 21, Nr. 36, Ser, 18217 Nr. 7, Ser. 19689 Nr. 41, Je ° Ser. 15949 Nr. 46, Ser. 13055 Nr, 16, Ser. 16222 Ser. 10316 Nr, 36, Ser. 4 Nr. 48, Ser, 14362 Nr. 24, Nr. 6, Ser. 6212 Nr. 27, je 1000 Rbl. Ser, 14500 _ j Ser. 5089 Nr. 38, Ser. 3506 Nr. 36, Ser. 3899 Nr, 45, Ql % Nr. 43, Ser. 2988 Nr. 43, Ser, : S. Ser. 4527 Nr, 7, Ser, 8964 Nr, 40, Ser, 12072 Nr. 7, ¿Nr 13 Nr. 30, Ser. 8871 Nr. 28, Ser, 1645 Nr. 33, Ser. 14410 Ir, d Ser. 18304 Nr. 50, Ser. 112338 Nr, 37, Ser. 15231 , Ser. 1694 Nr. 40, Ser. 14428 Nr, 90,

Gewinnziehußß 900 000 Rbl 40 000 Rbl

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der Einführung genauerer statistischer Érnteermittelungen verfloß, vorgekommen ift. Von den 52 Amtsbezirken des Landes haben 43

395 Nr. 12, Ser, 12062 Nr h]

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Statistik und Volkswirthschaft.

_Zur Arbeiterbewegung. Die Ausstandsbewegung

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E, E Dele vollzählig an der Arbeit sind Im en Ausstandsgebiet hatte di bür int at gebiet hatte die

S die Gesammtzahl der nur 15500 beziffern fonnte. Inzwischen G E 2 s A A MaES alles angefahren und der Ausstand als E anzusehen sei. Schon vorher wurde aus Bochum gemeldet, daß im dortigen Revier, nahdem die von der 2 d : e [[“ ausständigen Schlepper die Arbeit am Sonn: O ded l arl er naa A Ausstand gänzlich be- e ar. _ j tund und Essen liegen augenbli(li noh keine Nachrichten vom heutigen Tage doe ho ante Ter „Frtf. Ztg.“ aus Dortmund bereits am Sonnabend tele Laplirt daß der Strike abnehme und daß auf zwei 2eche E bee vorher gestrikt wurde, die Arbeiter vollzä C Si N Arbeiter vollzählig angefahren seien. Den Aus nd auch in die östlichen Bergwerksbezirfe zu tragen ist nicht gelungen. Aus Schlesien konnte bereits berichtet werden, daß der furze Ausstand auf Grube „Deutschland“ beendet wurde und sonst überall Ruhe herrshe. Nun schreibt Ma ea M Que Chemniß unter dem 14. Januar: _ Unter den fähsischen Bergleuten wird der Strike im Saargebiet mit großer Anfnerfa Ie es A A geglaubt hat, Sachsen mit in die Ausftar bewegung binet ben 1 können, so hat man sih getäusht. Die fächfis Ri Slerateite bezeichnen den Strike als berehtigt, halten ihn abe für gänlid e sicht Die Vertrauensleute der sächsischen Bergarbeiter, H. Sasse, A. Dtrunz und Paul Horn, erklärten im Glück Dit V rgan des Verbandes sächsisher Berg- «und Hüttenarbeiter: Ú ätte zum, Striken gäbe es au in Sachsen in Masse. Aber allen in diefer Beziehung um Rath Fragenden müßten sie auf das Bestim: ite von einem Strike abrathen. e tis Ct Gs j f j Wir schließen hieran die vorliegenden weiteren Nachrichten aus dem westfälishen Ausstandsgebiet, soweit sie gegenwärtig noch bemerfen3werth erscheinen: | : S Í Die Forderungen der Bergleute des Ruhrkohlenreviers, wie sie in der am Freitag niht zustandegekommenen Bergarbeiter-Versammlu g an der Hobertsburg bei Dortmund aufgezählt werden follten, ve den in der neuesten Nummer der Dortmunder socialdemokrat sen „Arbeiter Zeitung“ wie folgt formulirt: 1) achtstündige Schicht einschließlih 6 and Ausfahrt. 2) 25% Lohnerhöhung für sämmtliche Arbeiter unter und über Tage. 3) Beseitigung des Instituts der (Knappschafts)- L D E dd s Selbstverwaltung der Knappschafts- Eassen (dur ie Bergleute al‘ein). 4) Wahl von Arbeite aus\hüsse auf Widerruf von (iten der Arbeit 5) Ale S D Gemaßregelten und Unterlassung weiterer Maß Ge 6) Un: gültigkeitserflärung der neueingeführten Arbeitsordnung G S 8 _ Déx Borstand des Vereins für die bergbaulicen Interessen im Oberbergamtsbezirfk Dortmun b ‘hat i die Vereinszehen am Sonnabend ein Rundschreiben erlassen, in dem die Zechen dringend ersucht werden, von den einschlägigen Paragraphen der Arbeitsordnung ausnahmslos genauesten Gebrauh zu machen ferner keinen Arbeiter anzunehmen, der wegen Betheiligung am Ausstande auf einer anderen Zehe entlassen 77A Dieses fei um fo leichter durchführbar, als fein wirth sc{aftlicher -tahtheil entstehe, wenn die Kohlenförderung längere Zeit wesentlich beschränkt würde. Dieser Forderung des Vereinsdvorstandes nt: sprechend, haben der „Rh.-Westf. Ztg.“ zufolge die Zechen F ollern" und „Ge v man S Z der“ 2 f E C e an A gemäß § 3 der Arbeitsordnung über 1000 Ar- h Aus Essen wird berichtet, daß eine gestern dort abgehaltene Dergarbeiterversammlung, die über die Fortseßung des Strikes beschließen sollte, bald nach Eröffnung wegen Berhöhnung obrigkeitlicher Anordnungen polizeilih aufgelö wurde. Der Strike- führer Ballmann wurde bei der Rückkehr aus dem Strikegebiet am Dahnhof Essen von der Polizei verhaftet. :

Aus Gelsenkirchen berichtet ein Wolff\{hes Telegramm, daß vorgestern Abend in dem dortigen Herchenbach'schen Local eine e heime Bergarbeiterversammlung abgehalten wurde. Die Polizei lôste sie auf, {loß das Local und trieb die Menge, soweit die Leute nicht gutwillig sih entfernten, mit der blanken Klinge aus- einander. s : S 7 Aus Herne wird über einenRähnlichen Vorgang berichtet: In dem benahbarten Orte Niemke follte gestern Abend unter freiem Ommel eine Bergarbeiterversammlung stattfinden, die mündlich verabredet war. Beim Erscheinen von Gendarmerie zerstreuten sich pie Bergarbeiter, die in einer Stärke von über 100 Mann erschienen aren.

,_ Das Eisfen- und Stahlwerk der Gebrüder van der Zypen in Deutz ist, wie die „Köln. Ztg.“ meldet, wegen Kohlenmangels größtentheils außer Betrieb geseßt. Gegen drei- hundert Arbeiter sind dadurch beschäftigungslos geworden. Weitere 150 Arbeiter werden ihre Beschäftigung verlieren, wenn die Stockung der Kohlenlieferung nicht in den nächsten Tagen gehoben wird. h a Kleinere Ausschreitungen einzelner Bergarbeiter sind auch neuer- dings vorgekommen ; aber die Nachricht, daß auf der Zehe „Con- solidatio n“ eine Schachtsprengung versucht worden sei, wird von der „Köln. Ztg.* auf Grund einer Mittheilung der Zechenverwaltung als unrichtig bezeichnet.

Vom heutigen Tage liegen folgende leßten Nachrichten aus dem Ausstandsgebiet vor:

0 E sken a. d. Ruhr, 16. Januar. Der „Rheinish-Westfälischen Petung zufolge ist die Zahl der Ausständigen im hiesigen Ober-

Il-

% ergamtsbezirk bei der heutigen Morgenschiht auf 8500 Mann ge- A Voll angefahren seien die Helegschaften der Zechen „Gustav“, fene olidation“, „Unser Frip“, „Graf Beust“, „Bismark“, „Gottes- Gee „Freie Vo el“, „Schürbank“ und „Margaretha“. Von der Dee „Vasenwinke seien 150 Mann neu in den Ausstand getreten. ade arbrücken, 16. Januar. Heute sind nur noch 2900 Berg- in F Buer Ar M Der „Saarbrücker Zeitung“ zufolge fanden gestern Verfa L , Puttlingen, Schwalbach und Guichenbah Bergarbeiter- die Gun ungen statt, in denen zwar beschlossen wurde, weiterzustriken,

mmung sei jedoh allenthalben, wie die „Saarbrücker Zeitung“

hinzufügt, eine sehr gedrüdte.

L j ew. unter den Bergleuten dar nun als allgemein im Rückgange begriffen angesehen | Wie die N Aus- ' l L f zurückgegangen, daß O A Ende des Strikes erwartete. Die Stimmung

den dortigen Bergleuten wird einer Fortsezung des Aus-

wie besonders durch die Die Crinf E e (S orenz n Be c - 5 Vie Conferenz hat mehrere Resolutionen angenommen , in denen

H ( ; 4 Bewegun L Sonnabend und gestern so wesentlich anne men, day ein Telegramm des „D. B. H.“ vom gestrigen

Ausständigen auf ur , Vezisfern berichtet ein Telegramm des Wolff schen Bureaus, daß heute im Ge lsen-

: Zweite Beilage zum Deuischen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Slaals-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 16.

die socialistishen Grundsäßen huldi si O Id d t igt und sich stellt hat, ihren Mitgliedern unabhängi

Parlament und R Mie _die „Voss. Ztg.“ mittheilt, wurde zum Vorsißenden gewählt und ein Antrag a

aller Productionsmittel zu sihern. gramm berichtet weiter von der Conferenz:

- | der internationale Charafter der Arbeit betont, den

E h A a l internationalen Conferenz theilzunehmen.

König und de : trn Überret i X ÿ und den Kammern überreicht werden wird.

L E r Doi 5 s ständigen der Zeche „Midi de Mons“

L G L - in Ciply Löhnen die Arbeit wieder aufnahmen.

(Vál. Nr. 1

i; Niederlande. 24. ‘Fanuar.

Not 21 L F on S} ot - S 1f1Te 4 D O zum Löthen. Bedingungen käuflih für 10 Ce 4

Theater und Musik.

T heater Unter den Linden. sand die erste Aufführung einer Erben“ von Horst und Stein statt

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egt, steigert sih von Act zu Act. Nach

sel eines alten Junggesellen sind ein jun junges Mädchen gleihmäßig zur wer von den beiden zuerst beirathet, soll die E Infolge eines hübschen Verkleidungs\piels erwählen Erbberechtigten gegenseitig zu Genossen für den Ebe

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ins Ohr fallende Musik geschrieben.

Coupletweisen ab, und diefer Wechsel bringt Leben die in bunter Pracht auf der Bühne Vuett im ersten Act, uyd ein Madrigal im auf Verlangen wiederholt ; ebenso | zielten die militärischen Evolutionen weiblicher dritten Act Es ift in der Ausstattung weder a pracht der Decorationen noch an blendendem Farbeng gespart. Alle theatralishen Hilfsmittel waren zur

Erbin, Margit van der Meeren, spielte Fräulein F graciós und ges{mackvoll; ihre angenehm klingende Kraft und Geschmeidigkeit neben einer recht anerkennen Ein kokettes, dralles Dorfmädchen, des Nachtwäch Verrn Drucker, dem jugendlichen Liebhaber, gebricht Beweglichkeit und Temperament, um voll zur Geltung

Et : f

Partien durch. Einen Naturburschen, den Offiziersb gab Herr Fröden mit trockenem, aber wirfungsvolle sehr deutlihe Aussprache kam der Wirkung besond

die zum Gelingen der Novität hilfsbereit beigesteue

Bühne erscheinen.

L Sing-Akademie.

Der vielgefeierte Tenorist Herr Naimund von gab am Freitag einen Lieder-Abend, an welchem er auß

N. Strauß zum Vortrag brachte. Seine

immer mehr zu wachsen, und daé merkte Absc{hluchzen g Tons d Vie Vortragsweise, kam besonders den der Winterreise" und dann von Lully's „Bois épais“ wurde

vershwinden. wiederholt, auch

sehr lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Der Ausführung gelangte, begleitete sämmtlihe Gefä

; o n etange Das Publicum hatte sich zahlreich ia. s Saal Bechstein.

Concert, welches sie „Semiramis“ eröffnete.

daß die Kleine nicht erst in dem Alter Concerte gie eine gewisse Reife der Stimme eintritt. Leistungen kfindern im Klavier- und Violinspiel, die eine erfordern, sind meistens weniger ermüdend, doch angestrengte Stimme könnte bei aller

zwei Lieder von Schubert, die das begabte Kind sehr

trug. Der größte Theil des Publikums bestand aus Kinde i beifalls[ustig waren, daß die Sängerin sih nh zu Briten Budeben

bewogen fühlte. Ein junger Pianist Herr Kronk e der die Sängerin begleitete, erfreute außerdem due einiger Stücke von Liszt, Grieg und Chopin.

Sonnabend ein Concert, mit welchem sie zum ersten

hiesigen Publikum ersien. Sie besißt eine klangvolle, besonders in

der Tiefe sehr ausgiebige Stimme, die jedo noch einer

Jn Bradford fand am Freitag die erste Conferenz

Schulung bedarf. Ein häufiges Detoniren \törte die

der neugebildeten unabhängigen Arbeiterpartei statt, in den Vermwaltungskörperschaften zu sichern.

erklärte, die Partei bezwecke, si die collective Eignerschaft Ein Wolff sches Tele-

Aus Charl orot borihtot of ( cinc ARdA O oi berichtet ein Telegramm des „W. T. B.: Ix einem ! von den „! f r Arbeit“ \ An reis besitet vi f Rittern der Arbeit veranstalteten zahl- Gute A E g zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts

e hierauf bezügliche Tagesordnung angenommen, die dem | das

18 M En V SCUNE, : H N ons wird der „Köln. Ztg." berichtet, daß die 500 Aus- zu den bisherigen

Verdingungen im Auslande.

Rotterdam Timmerhuis. Lieferung bon 30 000 kg

än N I V uar R758 s f ç dlern Wed. P. van Waesberg u. Zoon, Houttuin 78. Rotterdam.

n die fröhlichste Stimmung verseßten Publikums fand. Das

E Ge E Situationen, anmuthige Lieder, wirk- nag ver n [cherz aste Einfälle; „die erheiternde Wirkung der aen Vandlung, der die Jagd nach einem reichen Erbe zu Grunde

(Srbfolge

die Ge für alle Theile auf das Glülichste gelöst ; s Li 7 , d. e

Lidretto hat Herr Carl We inberger eine unterhaltende, leiht r ; Frische Marschmelodien wechsel J

; io ; Ps s "” , d _ S. N Ny , A n mit zierlichen, gefühlvollen Liedern, mit Trinkliedern und En a

vorüberziehen. Ein

lebhaften

glücklihen Erfolgs mit gutem Gelingen in Bewe \ glülichen Grfolg gutem Gelingen in Bewegung geseßt worden. Die Darstellung ging frisch und lebendig bon statten.

wurde von Fräulein W e : A Ç f wurde von Fräulein Welden mit guter Laune dargestellt und gesungen.

übrigen führte er seine Nolle stimmungsvoll, besonders in den lyrishen

vortrage zu gute. Herr Steinberger mate aus alten Commandanten Beernboom eine ergößliche Carricatur. den Varstellern mußten auch der Componist und alle andern Personen

den Beifall hervorgerufen, nah den Acts{lüssen wiederholt auf der

von Henschel 17 Lieder von Schubert, H. von L

j L 1 Schubert, H. von Herzogenberg, E. E. Taubert, Lully (1682), Massenet, Tosti, W. Berger, H. Schmidt A R. | ( ] musterhaft gesculte Stimme, die besonders im piano und in der Beh dla V gene vortrefflich tingt, hat au noch Kraft genug, um mit einer so dts Anzahl von Gefängen ohne fremde Unterstützung hervorzutreten. Fs schien sogar die Stärke der Stimme im Verlauf des Abends dem Sänger öfter be-

Liedern von Schubert Herzogenberg zu

unermüdlihe Künstler noch durch die Zugabe einer Ari P unermü t d) D Z rie aus Haydn's Schöpfung „Es werde Licht“, welche ivie alle anderen Gefän “n

Schmidt, von dem auch ein kleines anmuthiges Lied „Hirtenweise“ zur

Die elfjährige Sängerin Luigia Aprile gab am Freitag ein e ter großen R aus Rossini’'s Oper ¿ j ( So staunenswerth es auch erscheint, daß eine He E tirwi) a his diese viel Vortrag und C otoratue ata t ’anspruchende Fehle ‘trä so i uchende Arie ohne Fehler vorträgt, fo ist oes zu bedauern, | scene" und „Fra Mab“ aus Berlioz? Symphonie , Romé Juli

; Y phome „Romöóo et Juliette*,

_S! musikalische B doch sehr leicht in kommenden Jahren ihre A N Ideen Wach klang einbüßen. Nach der Arie folgten noch Eckert's „Echolied“ und

Fräulein Helene Schick (Mezzosopran) aus Cassel gab am

Januar

1893.

Vorträge. In der „Figaro-Arie“ waren die willkürli j veränderungen zu tadeln, und in Bag Bode Ste A Schumann, wie in dem Mazurka von Chopin-Viardot fehlte die Zartheit des Ausdrucks; hingegen war die Deutlichkeit der Aussprache [ehr zu loben. Die bereits fon früher gehörte Violinistin Fräulein Canter unterstüßte das Concert durh den Vortrag der Gesangs- scene von Spohr und einiger Solopiècen von Sarasate und Raff Mit anerkennungswerther technischer- Fertigkeit verbindet die junge Mud Ne T A P ne empfindungsvolle Ausdrucksweise, nur ß C h bei der Aus ‘apider Pass iner größere Sauberkeit de EG beflelEe n rapider Passagen einer größeren m Sonntag gab Herr Adalbeët von Golds i f wohlbekannte Componist des Oratoriums „Die eben o tae einen Lieder-Abend, der sehr zahlrei besuht war, und für den die reiche Zahl von 26 Gesängen eigener Composition zum Vortra gewählt war. In allen ist eine große Selbständigkeit der Grfatung zu erkennen, aber es entsprehen die Lieder ernsten und roman Aan Das, der Eigenthümlichkeit des Künstlers mehr als i Naive und Heitere, bei denen die musikalische Behand- ung, nicht leicht und gefällig genug erscheint. Als die gelungensten a mene A Grab“, „Winterlied“, „Sappho's Lied“ „S ried“, „Allerseelen“, „Frage“, „Sonnenhymnus“ 3 dem genannten Oratorium), sowie die bélben 202 Nelion: nat O Ui N e auch a Schifferlied fand beifá ige ZAufnc Jh e usführung der Lieder hatten rau Prof : S E «Kempner aus Wien (Mezzofopran) S Frallor „lga Polna (hoher Sopran) vom Stadt-Theater i Hamburg übernommen. Die erstgenannte Sängerin besitzt nts bei den Buch- | Line flanavolle und vortrefflih ausgebildete Stimme, die n Hitno ganz besonders \{chön wirkt und mit einer warm empfindenden L ortragôsweise vereinigt ist, Die Stimme des Fräulein Polna zeichnet sih dur Kraft und großen Umfang aus, ift jedo in der Höhe etwas zu {arf und neigt mitunter zum Detoniren; die Ausdrucksweise ist stets eine feurige und dramatisch belebte. Beiden Künstlerinnen, wi dem Componisten wurde reicher Beifall zu theil. j N

die Aufgabe ge- Vertretung im

Keir Hardie ngenommen, der

1 Proletariat aller

O Dl)

á | C S N s p f andauernde Heiserkeit des Fräulein Rothauser kann im Königlichen Opernhause die Oper „Mignon“ am Mittwoch nicht stattfinden ; dafür wird „Bastien und Bastienne“ und „Der A gegeben. Jn der Borstellung der „Walküre“ am Donners- as sind die Damen Sucher, Pierfon, Hiedler, Göte, Leisinger Weit Oer und Kopka, die Herren Sylva, Betz und Mödlinger be- [häftigt. Wegen des Urlaubs des Herrn Nothmühl kann die nächste Vorst llung der eere“ erst am Montag, 23. d. M,, stattfinden | A Im Köntglichen Schauspielhause findet am Mittwoch dic durch die Indisposition der Frau von Hochenburger eingetretene le Aus I Q des Grillparzer’shen neu ein- udirten Trauerspiels „Des Meeres und der Liebe L 4 : befannt i bete Beseßung statt. R Sade Deutschen Theater finden die Wi x, Jm Deutschen Theater Wiederholungen d E S „Zwei glückliche Tage" morgen, am Dorma ua Son ans statt. Am Freitag kommt zum ersten Mal in dieser Spielzeit „Das Käthchen von Heilbronn“ zur Aufführung. Am Mittwoch wird „Die Welt, in der man sich langweilt“ gegeben. f t Lessing-Theater geht Hermann Sudermann's Schau- spie „Heimath am Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag in Scene. Von Henrik Jbsen's neuem Schaufpiel „Baumeister Solneß* findet am Donnerstag die erste Aufführung statt, der sich am Sonn- P Ls e eo E anschließt. \ „Der Probepfeil" wird im Wallner - Theater i E A “s F / am 2 tag, Mittwoch und Freitag aufgeführt werden. Am R Lob S nadh gere Paufe wieder der Schwank Die Srof uft“ mit Jenny Groß, Th. Brand, Oskar Höcker, F. S 6 E S in den Hauptrollen attreben Sn O n den Hauptrollen der im Friedrih-W ilhelm tädti N trollen der Ed ädti O am Mittwoch mit vollständig neuer Auäftatinne e A Sun run Mg E Operette „Fürstin Ninetta“ von Hugo Wittmann und Julius Bauer, Musik von Johann St lind die Damen Gornelli, Collin, Navarra und dîe erren S Wellhof, Steiner, Broda, Bruch, Pohl, Ernfthaft und Lieban beschäftigt. i Die „Familie Pont - Biquet“ wird im Residenz-Theater eute zum fünfundzwanzigsten Male aufgeführt. Seit Donnersta tritt wieder Ida Beer als Madame Pont-Biquet auf. s Der Wochen-Spielplan des Kroll’schen Theaters ist in folgender Weise zufammengestellt : Dienstag „Die Nachtwandlerin“ i der Titelpartie mit Fräulein Louise Heymann als Gast: Mittwoch Sieges Sh Rd a Freitag Fri zhen und ieshen", „Oberst Lum us", „Der Schwur“; Sonnabend Die Negi - 0e d tohter“ (Gastspiel von Fräulein Louise Heymann). In de ite Zur el A stattfindenden Concert der Frau Friedrich Da taa L S er einer Ballade | Künstlerin 1) Arie der Elisabetl Tannhäuser". 2 Acia. wid Kün Urie der Clisabeth aus „Tannhäuser“, 2) Arie Liebestod aus «Alceste von Gluck, 3) Arie aus „Tristan N Sfolbra von Wagner zum Bortrag bringen wird, wirken außerdem noch mit der Herzoglich fächsische Hofpianist Herr Georg Liebling und der O Aae Dar Alfred Krasselt aus Baden. Im Bictoria-Theater bleibt in dem Aussftatt i î Ju ctoria-1 | ) attungsftück „Die ues um die Welt“ auch noch im Laufe dieser Woche e Soll efi Mou in C et ab des Herrn Alfred Schmasow wäh d 1 as von kurzer Krankheit genesene Fräulei belmer Gin edle wieder die Nakahire spielt. genejene ¿Fräulein Clara Helmer „Aus irector Graselli’'s Wiener Possen-Ens if i 1 i : ( Wiene -Gnfemble is na e 44 Jn Ire Kunstreise durh Süddeutschland in Berlin A reute der O N p R Ente sofort mit den Proben zu der uheit „Ein Distanzritt“ begonnen. Die Vorstell 1 begi i beveits l aia e I A, Vo ungen beginnen, wie Me E S g , heute mit der bekannten Posse „Die Gigerln von Für den zweiten Kammermusik, Abend i 4 „Ubend von Gustav und Inge- Bab Sf X und Fr i ß Espenhahn morgen, Abends 74 Uhr, im Saal R A Bas E D Herr apun Hensel feine Mitwirkung A as „Philharmonishe Concert, welches A , Uh M., unter Leitung des Hofopern-Directors Felix Ma fen aer q fat Fond „des jugendlichen Cellovirtuosen Jean Gérardy idet, olgendes Programm: FJtalienische Sympbonie i A-dur von Mendelsfohn, Cello-Concert von St. Scdns, “lébes-

neuen Operette , die den Beifall

der Testaments- ger Mann und ge berechtigt; rbschaft antreten. sich die beiden stand, und fo ist Zu diesem

in die Massen,

zweiten wurden Beifall él- Grenadiere im n reicher Farben- lanz der Costüme Erzielung eines

Die junge enny Pohlner Stimme besitzt swerthen Technik. ters Töchterlein,

es noch etwas an zu kommen ; im

urshen Cyprian, m Humor; seine ers im Couplet- ; dem verliebten, - Neben

rt hatten, durch

sehr discret.

in welhem | Ouverture „Egmont“ Ó ¿ Juverture „E von Beethoven und Mozart's 9 Fit cfertintelt Die Streihörcester und zwei Hörner (zum ersten Ma usi rine e nistin Frau Franziska Strahlendorff singt in i eine fo früh Ber am Mittwoch, Abends 74 Uhr, im Saal B i l f a 0 Dts S Vobeia Taubert und Bungert, eine Romanze eVllgnon“ und die Node’shen Variationen ; die instrì Sa Gernimmi Herr Walter Cavallery. D Mie meutte 2uartett-Soiróe der Herren Professor Jof. Joachim und Genosse findet am F 28. Januar, statt. i / 4 Im Concert-Hause wird mor 5; Vi Mes Ha d morgen der Cello-Virx A 0 cara momoria“ von Servais, Herr Stesérs le Un h: dit org Aan Be A vortragen. Das Orchester on Lassen, Delibes everbeer, B en, Bi Adam, Gillet, Fall und eine 10 Bee Sli: en neue x Tin” Ç ive Aadfbrune, neuen Walzer „Groß Berlin" von Hille

anmuthig vor-

aus Dresden), den Vortrag

Male vor dem

Zar gle lUgeren irkung dex