1893 / 16 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

in engeres Zusammengehen der Leitung der - Finanzgeschäfte des Reichs mit der Leitung der preußischen Finanzen ist ein dringendes Bedürfniß. “Das Reich hat auh fon cine érheblihe Schuld von 1500 Millionen Mark; es muß an einé Tilgung dieser Schuld gedadlt werden. Die Ausgaben _des Neichs z. B. für die Invyaliden- verficherung, aber auch für andere Zwecke, wachsen allmählich, sodaß eine Vermehrung der Einnahmen nothwendig werden wird. Die Finanzlage fordert deshalb zu ernsten Betrachtungen auf; ermuthigend i} vielleiht nur die Thatsahe, daß an der Sptße der Finanzen ein Mann steht, dessen Voraussicht und klare Einsicht in die Bedürfnisse des Staats als cine geradezu hervor- ragende von allen Seiten : des Landes anerkannt wird. Die Un- zufriedenheit is in den mittleren und oberen Klassen vielleicht größer als in den arbeitenden Klassen (fehr richtig! bei den National- liberalen) ; das ift eine Folge der neuen Steuergesetßze. Diese Klassen mögen sie unbeguem fühlen, aber . daraus dürfen sic keinen Grund entnehmen, die Steuerpolitik zu bekämpfen. ;

Bei Schluß des Blattes hatte der Abg. R iert das Wort.

Der Reichstags-Abgeordnete Stadtpfarrer Goeser, Mitglied des Centrums, Vertreter des 17. Württembergischen Wahlkreises, ist gestorben.

Die Commission des Hauses der Abgéordneten zur S orberathung des Gefeßentwurfs wegen Aenderung des Wahl- verfahrens ist, wie folgt, zusammengeseßt: Graf Clairon d’Haussonville, Vorsitzender: von Voy, Stellvertreter des Vorsißenden; von Spiegel, Schriftführer; Dr. Bachem, Schrift- ihrer; Dr. Eckels, Schriftführer; Bartels, Freiherr von Boden- haufen, Bohy, Dr. von Heydebrand und der Lasa, Dr. Arendt, von Tzschoppe, Dr. Graf (Elberfeld), Dr. Grimm, vom Heede, Seer, Frißen, Porsch, Czarlinsfki, Dr. Yangerhan8.

Herold, Dr. Nintelen, von

Theater und Musik.

roll 8 T heater.

Gestern Abend wurde die hier lange nicht aufgeführte Oper „Die Nachtwandlerin“ von Bellini vor einem gut beseyten Hause gegeben. Die von Herrn Kapellmeister Zschoppe sorg- fältig cingeübte und mit bekannter Sicherheit geleitete Vor- stellung fand eine sehr freundlihe Aufnahme. In der. Rolle der Amine trat Fräulein Luise Heymann zum zweiten Mal als Gast auf. Sie entsprach durch Gesang und Spiel vollkommen den ibr in der Partie - gestellten Aufgaben und wurde deshalb von den Zuschauern mit sehr lebhaftem Beifall ausgezeih- net. Die kräftige, wohlgeshulte und wohlklingende Stimme lieferte von neuem den Beweis, daß die junge Künstlerin mit hohem Ernst und großem Eifer stetig an ihrer Ausbildung weiter arbeitet. Herr Krause sang den Elvin, Herr Gura den Grafen Rudolph, Fräulein Ippén die Therese und Fräulein Wenzel dice Wirthin. Sie alle leisteten anerkennenswerthes und trugen .ihrerscits zu dem Erfolge der Oper bei.

Saal Bechstein.

Der zweite der von Gustav: und Ingeborg Erxner und Fritz Espenhahn veranstalteten Kammermusik-Abende wurde gestern mit einem neuen Klavierquartett von L. C. Wolff eröffnet, an welchem ih außer den genannten Herren auch der Bratschist Herr A. Müller betheiligte. Die Klavierpartie hatte der Componist elbst übernommen. Das klare, durch melodischen Inhalt und lilaeredte Formbchandlung sh auszeihnende Werk wurde

|

Brahms, op. 25, in welchem Frau Exner "die "Klavierpärtie aus- führte, wurde gleih dem ersten mit großer Präcision und V voller Aufasiuna vorgetragen. Der Baritonist Herr| A. Henfel, welcher das Concert unterstüßte, erfreute durch den sehr gelungenen Vortrag einiger Lieder von Schumann, Löwe, Berger und Bungert, mit denen er sih wohlverdienten Beifall erwarb. Architektenhaus. L :

Die noch jugendliche, sehr begabte Sopranistin Fräulcin Elisa- beth Iänsch erschien gestern zum ersten Mal vor dem hiesigen Publikum. Außer einer Arie aus Lorbßing's „Waffenschmied“ fang sie Lieder von Schubert, Lotti, Gounod, Bohm und Otto Schmidt. Ihre klangvolle und wohlgeshulte Stimme t warm empfindender Vortragsweise, die nur zu Anfang in- folge Befangenheit weniger frei erschien, als dies im Berlauf des Abends der Fall war. Reicher und wohlverdienter Bei- fall folgte einem jeden Liede. Frau Bielenberg begleitete. mit ge- wohnter Präcision. Unterstüßt wurde das Concert durch Klavier- vortrâge des Fräuleins Geisler, durch den Baritonisten Herrn Biberti und den Declamator Herrn Karlow, deren sehr lobens- werthe Leistungen gleichfalls günstig aufgenommen wurden.

ist vereinigt mit

Henrik Ibsen's Schauspiel „Baumeister Solneß“, das morgen im Lessing-Theater zur ersten Aufführung gelangt, ist in den Hauptrollen folgendermaßen beseßt: - Baumeister Halvard Solueß Emanuel NReicher; Frau Aline Solueß Marie Meyer; Doctor Herdal Ernst Horn; Knut Brovik Gustav Kob:.r; Ragnar Brovik -— Heinrih Prechtler; Kaja Fosli —— Elise Sauer: Fräulein Hilde Wangel Marie Reisenhofer.

Die Strindberg-Matinéc, welche im RNesidenz-Theater zu cinem wohlthätigen Zweck am Sonntag stattfindet, beginnt um 12 Ußr Mittags. Der Dichter behandelt in den drei zur Aufführung fommenden Einactern Probleme aus dem modernen Gesellschaftsleben.

Am Freitag wird im Kroll’s\chéèn Theater der Versuch ge- macht werden, „Mala Vita“ mit Velinisdien Kräften zu volksthüm- lichen Preisen in Scene gehen zu lassen. Fräulein Pazofsky wird die von Frau Bellincioni gesungene Partie üvernehmen. Im übrigen bleibt die Beseßung die der früheren Aufführungen. Es wirken in den Hauptpartien mit die Damen Tomschik und Ippen sowie die Herren Aranyi und Herm. Gura.

Die noch in diesem Winter zu gewärtigenden Musik- Aufführungen des Berliner Tonkünstler-Vereins werden sich auf zwei in der Aula des Ascanishen Gymnasiums ohne Erhebung von Eintritts- geld abzuhaltende „Musik-Abende“ und mindestens ein im Hôtel de Nome zu gebendes „populäres Concert“ erstrecken. Durch diese Unternchmungen sollen einerseits begabte Com- Ponisten in die ge , versegr. werben, ihre - Werle Losten- frei ausführen zu lassen, andererseits aber Musikliebhaber, künstlerischen Aufführungen ohne oder gegen geringes Entgelt beizuwohnen. Soweit die vorgesteckten Grenzen es gestatten, sollen auh besonders würdige Werke von Nichtmitgliedern zugelassen werden. Näheres dieserhalb n dem Ordner des Vereins, Musikdirector Emil A. Veit, Luisen- Ufer. Der nächste Vereinsabend der Freien musikalischen Ver- einigung findet Donnerstag, den 19. Januar, Abends §8 Uhr, im Sulzer’shen Musiksaale, Potsdamerstraße 27, statt. Programm : pu.-a: Klavierstücke von Otto Oberholzer, Leder von Anton Nubin- stein und Wilhelm Freudenberg. Das Stiftungsfest des Vereins wird am 25. Januar, Abends §8 Uhr, im Architektenhause stattfinden und mit einem von Paul Hildebrandt gedichteten Prolog eröffnet werden. i Für die fiudet in der

Armen der Simeons-Gemeinde

| Nicolai-Kirche Freitag Abend 74 Uhr ein Concert statt, in

welchem Herr Professor I oachim Tartini?’s D-dur Sonate und ein

Adagio ‘in E-moll von Spohr spielen und Fräulein Gertrn® Heinrici Arien aus dem „Messias“ und „Paulus* singen- wird: Ferner werden sih Herr Musikdirector Otto Dienel mit Orgelvorträgen und der Oratorien-Verein des Herrn C. Mengewein mit mehreren Chorgesängen an der Ausführung des reihen Programm betheiligen. Es sollen durch dieses Concert Mittel beschafft werder, uin Brot- und Kohlenmarken an Einsame und Verlassene, Wittwen, verlassene Fraucn, kranke und bedürftige Personen beiderlei Geschlehts, auch an Familien, bei welchen Noth eingekebhrt ift, ver- theilen zu können.

Mannigfaltiges.

In der kürzlih zu Berlin abgehaltenen Sitzung des Hauvtvor- standes dcs Vaterländischen Frauen-Vereins wurde die er- freulihhe Mittheilung gemacht, daß die Zweigvereine des Herzogthume Anhalt sich zu einem Landesverbände vereinigt haben. Die Statuten dieses Landesverbandes wurden genehmigt. Neue Zweigvereine haben sich gebildet für die Stadt Forbah, für Fak- lingbostel und Umgegend und" für Oberwesel. Die Zakbl der Zweigvereine und Verbände des LVaterländishen Frauen- Bereins ‘hat damit nahezu die Summe von 800 erreiht. Sodann wurde Bericht erstattet und Beschluß gefaßt über die von verschiedenen Zweigvereinen nachgesuchten Beiträge zu gemeinnützigen Zwecken. Solche Gesuche lagen unter anderen vor von Seiten der Zweig- vereine in Jastrow, Hirschberg (Land), Gilgenburg, St. Wendel, Gnesen und Habelschwerdt.

Die 19, Ausstellung; welche der unter dem Protectorat Ihrer König- lichen Hoheit der Prinzessin Friedrich Carl und dem Ehren- Präsidium des Herzogs von Natibor stehende Verein der Ge - flügelfreunde „Cypyria“ vom 20. bis 24. Januar veranstaltet, wird die großartigste Schau, welche dieser älteste aller derartiger Ver- eine jemals ins Leben gerufen hat. Namentlich springt dies bei der Ab- theilung „Großgeflügel“ in die Augen: 430 Stamm Hühner, § Stamm Puten, 19 Stamm Gänse, 46 Stamm Enten, außerdem 611 Paar Tauben gelangen zur Ausstellung. Daran betbeiligen sich diesmal auch dre: urstlihe Geflügelhöfe: der Hohenlobe’she, der der Fürstin z Fürstenberg und der Fürstin Maria Czartoryska (Galizien). Aus Belgien, Dänemark, England, Oesterreih-Ungarn 2c. kommen dic werthvollsten Thiere. Für die Prämiüirung des Geflügels stehen“ die goldene Kaiser-Medaille, die Ehrengabe der Protectorin, 20 Staats- preise, viele Ehrenpreise und über 2000 4 an Geldpreisen zur Ver- fügung.

Nach Schluß der Redaction eingegangene Depeschen. :

London, 18. Januar. (W. T. B) Das „Reuter sche Bureau meldet aus Kalvro von heute Mittag, Die Krise sei beendet; der Khedive habe dem englischen Gesandten Lord Cromer fein Bedauern Uber die legten Vorkommnisse ausgedrückt und erklärt, er fei bereit, Riaz Pascha an Stelle Fakhri Paschas zum Minister: Präsidenten zu ernennen. Lord Cromer habe dieses Zu- geständniß angenommen. Die übrigen Minister blieben auf thren Poîten.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

mit großem Beifall aufgenommen. Ein zweites Quartett von O RGSO G E A RE S N T S A E A A S A S T SIS E S I S E S E TTR D UONS S S E R A E C M E S H A B S E I M S T S I; Fr R N R R R R A S E P ERAR C Hd O R E F F M E SE A SN A R A ARENPE B D

Wetterbericht vom 18. Januar, 8 Uhr Morgens.

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Wetter.

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Wind.

Stationen.

Bar. auf0 Gr.!| in 9 Celsius | 59 GC.=4% R.

= qu. d. Meeres red. in Millim.!

[W 4'bedeckt [WNW do wolkig [SW 6\bededckt NW 2 Dunst SS 9 heiter Haparanda ¿1 04 4 Schnee 2 St Petersburg} 770 | g SEniee |—11 Moslau.. . . | 781. \SO 1/heiter 04 Cork, Queens-| | | wi, 772 _|IMNNW Cherbourg . | 766 |N Soldex. .. .| 766 [S E e 766 Hamburg .…. | 768 Swinemünde | 769 Neufahrwasser| 766 | Memel O S 768 E OC Karlsruhe. . | 769 Wiesbaden . | 768 München . . | 765 Chemniy . . | 770 Bln. l C69 el 104 Moa, | 0 Jle d'Aix .. | 769. |[ND Ma, 746 O Set... l (00 _[OND bede |

1) Nachts Schnee. 2?) Nebel. ?) Naukbfrost. Uebersicht der Witterung.

Ein tiefes barometrisches Minimum liegt über dem norwegischen Meer, einen Ausläufer nah der Kanalgegend entsendend, während der Luftdruck über dem Innern Frankreichs, sowie über dem Ocean füd- westlih von den Britishen Inseln am höchsten ift. Ueber den leßteren wehen ziemli lebhafte nordwest- lie Winde, wogegen in Central-Europa {wache Winde aus östliher Richtung ‘vorherrschend sind. In Nord-Europa is} es überall erheblich wärmer geworden, indessen scheint cine weitere Ausbreitung größerer Erwärmung über das deutshe Binnenland niht wahrscheinlih zu sein. Eine Zone strengster Kälte erstreckt sich von Südost-Frankreich, nordost- wärts über Deutschland nah der Odermündung hin. Clermont meldet als tiefste Temperatur £0, Mühl- hausen 22, München 25, Des 28, Chemniß 21, Swinemünde 30 Grad unter Null. Das Wetter ist in Deutschland trübe ohne meßbare Niederschläge.

Deutsche Seewarte.

TREGI G E RUS G BESGAZ 1AM E L O E R E T C a 2 OBREABREL A | B A I d Theater - Anzeigen.

Königliche Schauspiele. Donnerstag: Opern- haus. 18. Vorstellung. Die Walküre. In 3 Acten von Richard Wagner. Dirigent: Kapellméisler Sucher. - Anfang 7 Uhr.

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Mullaghmore | Aberdeen ,. | T! Christiansund | 746 Kopenhagen . | 769 Stockholm . | 768

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„Deutsh von Max Schönau.

Schauspielhaus. 19. Vorstellung. Das Stiftungs- fest. Schwank in 3 Aufzügen von G. von Moser. Regie: Herr Keßler. Anfang 7 Uhr.

Freitag: Opernhaus. Keine Vorstellung.

Sechster Symphonic- Abend der Königlichen Kapelle. Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 20. Vorstellung. Donna Diana. Lustspiel in 5 Aufzügen, nah dem Spanischen des Don Augustin Moreto, von West. In Scene geseßt vom Ober Regisseur Max Grube. Anfang C Uhr.

Deutsches Theater. ODonüucrétag: glückliche Tage. Anfang 7 Uhr.

Freitag: Das Käthchen von Heilbroun.

Sonnabend: Zwei glückliche Tage.

Sonntag: Lolo’s Vater.

Zwei

Berliner Theater. Donnerstag: Neu cin- studirt: Schlimme Saat. Anfang 7 Uhr.

Freitag: 21. Abonnements - Vorstellung. Die Journalisten.

Sonnabend: Othello. s

Lessing-Theater. Donnerstag: Zum 1. Male: Banmeifter Solneß. Anfang Uhr.

Freitag: Heimath.

Sonnabend: Baumeister Solncf.

Sonntag: Heimath.

Walluer- Theater. Donnerstag: Die Groß ftadtluft. Anfang 7} Uhr.

Freitag: Der Probepfeil.

Sonnabend: Grofstadtluft.

Sonntag: Der Probepfeil.

Friedrich - Wilhelmstädtishes Theater. Chausseestraße 25. Donnerstag: Zum 2. Male mit neuer Ausstattung:

Fürstin Ninetta. Operette in 3 Acten von Hugo Wittmann und Julius Bauer. Musik von Johann Strauß. In Scene geseßt von Julius Frißsche. Dirigent: Herr Kapellmeister Federmann. Anfang c Ur

Freitag: Fürstin Ninetta.

Residenz-Theater. Direction : Sigmund Lauten-

burg. Donnerstag: Zum 28. Male: Familie SouE Biquet. S{hwank in 3 Acten von Alexandre Bisson. In Scene gefeßt von

Sigmund Lautenburg. Anfang 7# Uhr. Freitag: Familie Pont-Biquet. f Sonntag, Mittags -12 Uhr: Matinéc. Gläu- biger. Herbstzeihen. Vor dem Tode. Von August Strindberg.

Kroll's Theater. Donnerstag: Gastspiel von | rau Moran - Olden. Silvana. (Dryada: Frau otan:Olden.) Anfang 7 Uhr.

Pictoria-Theater. Belle - Alliancestraße 7/8. Dcennerstag : Mit neuer Ausstattung: Die Reise um die Welt in achtzig Tagen. Großes Aus- stattungsstück mit Ballet in 5 Acten (15 Bildern) von A. d’Ennery und Jules Verne. Ballet arran- girt vom Balletmeister C. Severini. Musik von Debillemont und C. A. Raida. Anfang 7 Uhr. Freitag und folgende Tage: Dic Reise um die Welt in achtzig Tagen.

Aeues Theater (am Schiffbauerdamm 4/5). Donnerstag: Zum 8. Male: Die Lore. Plauderei in 1 Act von O. L. Hartleben. (Frau Hachmann- Zipser als Gast.) Die kleine Marquise. Lust- \ptel in 3 Aufzügen von Meilhac und Halévy. (Frau Hachmann-Zipser als Gast.) Anfang 73 Uhr.

Freitag: Dieselbe Vorstellung.

Theater Unter den Linden. Donnerstag: Zum 5. Male: Lachende Erben. Operette in 3 Acten von Horst und.Stcin. Musik von Carl Weinberger. Inscenirt durch den artist. Leiter Ed. Binder. Dirigent: Kapellmeister A. Ferron. Die militär. Evolutionen im 3. Act arrangirt von L. Gundlach. Vollständig neue Ausstattung an Deco- rationen und Kostümen. Hierzu: Die Sirenen- Jusel. Ballet in 1. Act von H. Regel. Musik von R. Mader. Der choreogr. Theil von Jof. Haß- reiter. Inscenirt durch den Balletmeister Herrn L. Gundlah. (Sensationeller Erfolg.) Anfang 7{ Uhr.

Adolph Exnst-Theater. Donnerstag: Zum 26. Male: Modernes Babylon. Gesangsposse in 3 Acten von Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von G. Görß. Musik von G. Steffens. In Scene geseßt von Adolph Ernst. Anfang 7# Uhr.

Freitag: Dieselbe Vorstellung. '

Thomas-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Donnerstag: Gesammt-Gastspiel, des Wiener En- semble unter Leitung des Directors Franz Josef Graselli. Die Gigerln von Wien, Lokalposse mit Gesang in 4 Acten von J. Wimmer. Mulhik von Carl Kleiber. Anfang 7ck Uhr.

Freitag: Diefelbe Vorstellung.

Sonnabend: Zum 1. Male: Der Distanzritt. Novität! Original-Gesangsposse in 5 Bildern von C. Costa und Franz Müller.

Urania, Anstalt für volkêsthümlihe Naturkunde. Am Landes - Ae, - Park (Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 12—11 Uhr.

Concerte,

Sing-Akadentie. Donnerstag, Anfang 8 Uhx : Concert des Violin - Virtuosen Henry Such mit dem Verliner Philharmonischen Orchester so- wie unter gütiger Mitwirkung der Concertsängerin Fräulein Helene Jordan.

Concert-Haus Leipzigerstraße 48. Donnerstag: Karl Meyder - Concert. Gesellschafts-Abend.

Freitag: Mala Vita.

Anfang 7 Uhr.

Circus Renz (Carlstraße.) Donnerstag, Abendé 7+ Uhr: Außerordentlihe Vorstellung. Auftreten der sämmtlichen Künstlerspecialitäten ersten )iangest. Vorführen und Neiten der bestdressirten Freißeite und Schulpferde. U. a.: Mr. James Fillis mit dem Schulpferde „Germinal“. Zum Schluß: Novität! E" Ein Küustlerfest. “Sg Novität!

Große Ausstattungs - Pantomime vom Hofballet- meister A. Siems. Mit überraschenden Licht- unt Wassereffecten und auf das Glänzendste infcenirt vom Director Franz Renz. Großer Blumencorfo. Costume, Requisiten, Wagen vollständig neu. Unté Mitwirkung des gesammten Personals. Ballet vo: 100 Damen. 5

Freitag, Abends 74 Uhr: Große Vorstellung mit neuem Programm und Ein Künstlerfest.

Sonntag: 2 große Zest - Vorstelluigen um 4 Uh: (cin Kind frei) und um 7# Uhr. :

Billet-Verkauf an der Circuskasse und beim „JInyalidendank“, Markgrafenstraße ò1 a.

Familien-Nachrichten, [162482] Dodes- Anzeige.

In vergangener Nacht 13 Uhr entshlieï fan: nach längeren Leiden mein lieber Mann, unfer gute Vater, Schwiegervater und Großvater, der Kre Wundarzt a. D.

Herr Sanitäts-Rath Dr. med. Carl Heiland, Ritter 2c., im Alter von 78 Jahren und 2 Monate. Hildesheim, den 15. Januar 1893. Die trauernden Hinterbliebenen,

Verlobt: Frl. Elisabeth Woepcke mit Hrn, Lieut. Max Weidmann 1. (Dessau-Danzig). —— Fl Martha Lehmann mit Hrn. Amtsrath Zuliut Reinecke (Richtersdorf bei Gleiwi Ober-Medniz bei Sagan). Frl. Elsa Klein mit Hrn. Bürger- meister, Rechtsanwalt und Notar Wilhelm Schmidt (Doberan in Mel.) ; :

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann Auer von Herrenkirchen (Bernburg). Hrn. Prem.- Lieut. Zimmermann (Gumbinnen). (ine Tochter: Hrn. Pastor Gerner (Schollene).

Gestorben: Hr. Major a D. Otto Schumann (Königsberg). Fr. Pastor Marie Junghans, geb. Freiin von der Gol (Hecktelberg). Berw. Fr, Péofessor Mathilde Commaßsch, geb. Hübner, (Uchtdorf).

Redacteur: Dr. H. Klee, Director.

Berlin N Verlag der Expedition (Scholz).

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagt- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sechs Beilagen (einshließlich Börsen-Beilage), und das Verzeichnis der gezogenen

Kurmärkischen Schuldverschrribvung 241...

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Slaals-Anzeiger.

„Z A6.

Deuts ch

Berlin, Mittwoch, den 18. Januar

es Reich.

Rüben-Verarbeitung sowie Einfuhr und Ausfuhr von Zucker im deutshen Zollgebiet

Zahl der Zucker- F a- briken,

Steuer-Directiv-Bezirke. die

( L Nüben

verarbeitet haben.

VBerwalbunas-Bezixko

im Monat Dezember 18992.

Verarbeitete

(C3

n m

Einfuhr von ausländischem

Zuker in den freien Verkehr.

Ausfuhr von inländishem Zuker

Nüben- der Klasse :

b. c.

Naffinirter Zucker.

mengen. : 9 Nohzucker. 2

des Geseßes vom 31. Mai 1891.

Preußen. Ostpreußen . N Westpreußen Brandenburg ommern Posen Schlesien S A Schleswig-Holstein U, En Hessen-Nassau Rheinland

10 Ko netto

|

21 560 6000| 772 600 101 645| 22910] 495 417

699 246 111197| 927199 868 010 L

2 783 303 n L 6 958 999 n E

2 935 % 1278

1 688 422 5 | 16 47

131 065 - a 791

248 866 S 42 ¿ 9 400 6 053

Summe Preußen

Bayern Sachsen . Württemberg Sen Q Mecklenburg Thüringen Oldenburg . Braunschweig Ua Lübe . Bremen : Dad Clsaß-Lothringen . Luremburg A

1 053 880 15 724 303 228 283 98 278 184 440 88 920 299 195 83 645 208 262 701 576 220 017

1 1 079 866

1 872 249 20 437 289 180 653 4 389 374

! 63 985 é : 102 223 D 20

A Obe d, Hierzu in den Monaten August bis November 1892 .

458 150 1396 423| 744 891

264 371 9 693

15 044

20 188 135 37 125 74 894 948 4 849

Zusammen ugut Ui8 Dazember 182 In demselben Zeitraum des Vorjahres .

*) Die Abweichung von der vorjährigen Uebersicht beruht auf nachträglich eingegangenen Berichtigungen. Kaiserliches Statistishes Amt.

Berlin, im Januar 1893.

1 854 573 1 009 262 *) 24621711 003010

20 697 *) 17 356

95 083 083 4 974 87 313 656 19711

5 098 15 116

von Scheel.

Die in der 1. Beilage zu Nr. 300 des „Reichs-Anzeigers“ abgedruckte Uebersicht „Muthmaßlihe Ergebnisse der Nüben- Verarbeitung

in dem Betriebsjahre 1892/93* enthielt einen Druckfehler, indem bei ,

Königreich Preußen.

Pie wegen Ausgabe von 1050000 Æ vierprocentiger Anleihe- scheine der Altdamm-Kolberger Eisenbahn- (C esellschaft, Ausgabe von 1893.

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen c.

Nachdem die Altdamm-Kolberger Eisenbahn-Gesellschaft zu Stettin darauf angetragen hat, ihrzur Erweiterung der Bahnanlagen, Vermehrung und Ergänzung der Betriebsmittel, zur Tilgung einer s{webenden Schuld und zur Deckung der Kosten des Baues einer Eisenbahn untergeordneter Bedeutung von Regenwalde nah Piepenburg die Auf- nahme. ciner vierprocentigen Anleihe von 1050 000 dur Ausgabe auf den Inhaber lautender Anleihescheine zu gestatten, wollen Wir in Gemäßheit des § 2 des Gesetzes vom 17. Juni 1833 (Ges.-Samml. S. 75) durch gegenwärtiges Privilegium Unsere landesherrliche Ge- nehmigung zur Ausgabe jener Anleihescheine unter den folgenden Be- dingungen ertheilen.

S1;

. Die bis zux Höhe von 1 050 000 auszugebenden Anleihescheine, auf deren Rückseite dieses Privilegium abzudrucken is, werden nah dem „anliegenden Muster À unter der Bezeichnung „Vierprocentige Anleihescheine der Altdamm-Kolberger Eisenbahn: Gesellschaft, Aus- gabe vom Jahre 1893“ in Stücken zu 1000 M unter fortlaufenden Nummern von 1 bis 1050 ausgefertigt.

Die Anleihescheine werden mit der eigenhändigen oder facsimilirten Unterschrift zweier Mitglieder der Direction der Altdamm-Kolberger Cisenbahn-Gesellschaft versehen und von einem Beamten der leßteren eigenhändig unterzeichnet.

_ Die für diese Anleihescheine nah dem ferner anliegenden Muster B auszufertigenden Zinsscheine fowie die Anweisungen zur Abhebung neuer Zinsscheine nah Muster C werden in gleiher Weise aus- gefertigt. Die erste Reihe der Zinsscheine i vièr Jahre nebst Zins- shein-Anweisung wird den Anleihescheinen beigegeben.

Beim Ablaufe des ersten und jedes folgenden vierjährigen Zeit- raumes werden nach vorgängiger öffentliher Bekanntmachung für anderweite vier Jahre neue Zinsscheine und Zinsschein-Anweisungen auêgereiht. Die Ausreichung erfolgt an den Vorzeiger der Zinsschein- Anweisung, durch deren Rückgabe zugleich der Empfang der neuen Linsscheine bescheinigt wird, sofern niht vorher dagegen von dem Znhaber des Anleihesheins unter Vorlage desselben bei der Direction der Ultdamm-Kolberger Eisenbahn-Gesellschaft {riftli Widerspruch erhoben worden ist. Im Falle eines solhen Widerspruchs erfolgt ideiauöreihung der neuen Zinsscheine an den Inhaber des Anleihe-

ns.

_ Werden Zinsschein-Anweisungen niht innerhalb Jahresfrist vom Lage ihrer Fälligkeit ab zur Erhebung der neuen Zinsscheine benußt, fo erfolgt die lusgabe der neuen Zinsscheine und der Zinsschein-

nweisung an die Nlihaber der E IES

Wer Nennwerth der Anleihescheine wird mit vier vom Hundert Iährlih verzinsk Die Zinsen werden halbjährlih vom 1. April und A Oktober jedes Jahres ab ausbezahlt. Zinsen, deren Erhebung nnerhalb vier Jahre von den in dén A PEEION be- stinunten Zahlungstagen an nicht geschehen ist, verfallen zu Gunsten er Beamten-Pensionskasse der gu aft. [fi …_, Die Inhaber der Anleihescheine sind auf Höhe der darin ver- e ebenen ee und 6A dafür nach ¿P 1 zahlenden Zinfen Á Eneigee der ‘vie Gesueiee Eisenbahn-Gesellschaft. Bor weiteren nleihen, welche die Gesellschaft etwa später aufnehmen sollte, bleibt

Thüringen“ in leßter Spalte statt 433 035 hätte stehen müssen : 433 085,

den Inhabern der auf Grund dieses Privilegs ausgegebenen Anleihe- scheine das Vorzugsreht für Kapital und Zinsen ausdrücklich vor- behalten.

S 4.

__ Die Anleihescheine unterliegen vom Jahre 1897 ab der Tilgung. Zur Tilgung derselben wird jährlih verwendet der Uebershuß, welcher vom Ertrage des Unternehmens der Altdamm-Kolberger Eisenbahn- Gesellschaft nah Deckung der laufenden Verwaltungs-, Unterhaltungs- und Betriebskosten, der Beiträge zu den Reserve- und Erneuerungs* fonds und der Zinsen der für das Unternehmen der Altdamm-Kolberger Gisenbahn-Gesellschaft ausgegebenen Anleihescheine übrig bleibt, bis zur Höhe von einem Procent des Betrags der Anleihescheine unter Vinzurehnung des dur frühere Tilgungen ersparten Zinsenbetrags.

Die Tilgung wird dur Ausloosung bewirkt.

Der Gesellschaft bleibt das Necht vorbehalten, vom Jahre 1899 ab eine größere als die im Eingange dieses Para raphen bezeichnete Tilgung vorzunehmen und dieselbe dadur zu beschleunigen, wie aud nah dem Jahre 1899 zu jeder Zeit sämmtliche Anleihescheine bird öffentliche Blätter mit sechsmonatlicher Frist zu kündigen. Fn beiden Fâllen bedarf es der Genehmigung der Staatsregierung.

Die Einlösung sowohl der ausgeloosten als auch der gekündigten Anleihescheine erfolgt zum Nennwerthe.

Die Ausloosung findet zuerst im Jahre 1897 und sodann alljährlich statt. Die Einlösung der hiernah zur Nückzahlung ge- langenden Anleihescheine erfolgt vom 1. April des nächstfolgenden Jahres ab, zuerst also im Jahre 1898. Ueber die Ausführung der Tilgung wird der Staatsregierung alljährlich Nachweis geführt.

S D

Die Ausloosung der zu tilgenden Anleihescheine erfolgt jeweils in den Monaten Juli bis September am S der Direction dec Alt- damm-Kolberger Eisenbahn-Gesellschaft in Gegenwart derjelben entweder vor dem zuständigen Amtsgericht oder unter Zuziehung eines Notars. Die Zeit der bezüglichen Verhandlung, zu welcher den Inhabern der Anleihescheine der Zutritt freisteht, is vierzehn Tage vorher durch ein- malige Bekanntmachung in den im § 11 erwähnten Blättern zur öffentlihen Kenntniß zu bringen. ¿

8 6.

Die Nummern der ausgeloosten Anleihesheine werden binnen 14 Tagen nah der Ausloosung öffentlich bekannt gemacht.

Die Einlösung derselben erfolgt von dem im § 4 bezeichneten Tage ab bei der Gesellschaftskasse in Stettin an die Vorzeiger der betreffenden Anleihescheine gegen Auslieferung derselben und der dazu gehörigen noch nicht fälligen Zinsscheine. Werden die noch nicht fälligen Zinsscheine niht mit abgeliefert, so wird der Betrag der fehlenden von dem Kapitalbetrage gekürzt und zur Einlösung der Bef eine verwendet, sobald den zur Zahlung vorgezeiat werden. Im übrigen erlischt die Verbindlichkeit der GesellsKaft zur Verzinsung jedes Anleihescheins mit dem 31. März des auf die Ausloosung und die betreffende Bekanntmachung folgenden Jahres.

Die infolge der Adsoolung eingelösten Anleihescheine werden unter Beachtung der oben wegen der Ausloosung vorgeschriebenen Form verbrannt, wogegen die Gesellschaft die infolge einer allgemeinen Kündigung ihrerseits oder infolge der Nülkforderung seitens der Gläubiger 9) eingelösten Anlei escheine wieder ausgeben darf.

Die Nummern der zur Rückzahlung fälligen, zur Einlösung nicht rehtzeitig- vorgelegten Anleihescheine werden während der a zehn Jahre nas dem fälligteitstecmine jährlih einmal von der Direction der Gesellschaft behufs der Empfangyahme der Zahlung öffentlich aufgerufen, "Gehen sie dessenungeachtet nicht spätestens binnen Jahres- frist nah dem lehten öffentlichen Aufrufe: zur Einlösung ein, so er-

lisht jeder Anspruch aus denselben an das Géesellschaftösvermögen, was

1893.

unter Angabe der Nummern der werthlos geword Anleiheschci von der Direction einmal öffentlih bekannt ren F elsesGetue

, Obgleich hiernah aus dergleichen Anleihesheinen keinerlei Ver- pflihtungen für die Gesellschaft in späterer Zeit abgeleitet werden A 1 de e E Oere verautmluza der Gesellschaft frei

gänzlihe oder theilweise Einlö [ Billigkeits- rüsten u besdTleken, i s | Aa derselben aus Billigkeits

E, §8.

_ Die Kraftloserklärung angebli verlorener oder vernihteter An- leihescheine erfolgt im Wege des Aufgebots nah den fe das Auf- os „von Privaturkunden geltenden geseßlihen Bestimmungen.

ür die dergestalt für kraftlos erklärten sowie auch für zerrissene oder sonst unbrauchbar gewordene, an die Gesellschaft zurückgelieferte und zu vernichtende Anleihescheine werden auf Kosten des Empfängers neue e ausgefertigt. Dagegen können an- geblich verlorene oder vernichtete Zinsscheine und Zinsschein-Anweisungen weder aufgeboten noch für kraftlos erflärt werden. Es foll jedo demjenigen, welcher den Verluft von Zinsscheinen vor Ablauf der Verjährungsfrist 2) bei der Direction anmeldet und den ftatt- gehabten Besiß glaubhaft darthut, nach Ablauf der Verjährungsfrist der Betrag der angemeldeten und bis dahin niht zum Vorschein ge- fommenen Zinéscheine gegen Gmpfangöbescheinigung ausgezahlt werden.

Die Inhaber der Anleihescheine sind niht befugt, die Nück der darin verschriebenen Beträge anders 8 M ie (oeuna 8 4 enthaltenen Bestimmungen zu fordern, es sei denn

a. daß fällige Zinsscheine, ungeachtet solhe zur Einlösung vor-

gezeigt werden, länger als drei Monate unberitigt bleiben ; b. daß der Betrieb auf der Bahn aus Verschulden der Gesell- schaft länger als sech8s Monate ganz aufhört ;

c. daß die im § 4 festgeseßte Tilgung der Anleihescheine nicht

g ene alien wird. a,

n den Fallen zu a und b kann das Kapital an demselben Tage, an welchem einer dieser Fälle eintritt, zurückgefordert N in E Falle zu c ist dagegen eine dreimonatlihe Kündigungsfrist zu beobachten.

Das Necht der Zurückforderung dauert in dem Salle zu . a bis zur Einlösung der betreffenden Zinsscheine, in dem Falle zu þ bis zur Wiederherstellung des unterbrochenen Betriebes, das Recht der Kündi- gung in dem Falle zu c drei Monate von dem Tage ab, an welchem die Zahlung der Tilgungssumme hätte erfolgen sollen. Die Kündigung verliert indessen ihre rehtliche Wirkung, wenn die Gesellschaft die nat Dort ne g Mund nagel und M A Ende binnen längstens dreter Monate na erfolgter Kündigung die Einlösun \ Anleihescheine nahträgli bewirtk. 9 e u 7

§ 10.

Vis zur Tilgung der auf Grund dieses Privilegiums ausge ebenen Anleihescheine darf die Gesellschaft keine zur Œisenbaha hs A den Bahnhöfen erforderlihen Grundstücke verkaufen. Dies bezieht si jedoh nicht auf die außerhalb der Bahn und der Bahnhöfe befind- lihen Grundstücke, auch nicht auf solche, welche innerhalb der Babn- höfe etwa an das Reich oder den Staat oder an Gemeinden zur Er- rihtung von Post-, Telegraphen-, Polizei: oder steuerlichen Anlagen, hd welde zu Packhöfen oder Waarenniederlagen abgetreten werden möchten.

__ Für den Fall, daß Unsere Gerichte einen Nachweis darüber er- fordern sollten, ob ein Grundstück zur Eisenbahn -oder zu den Dab höfen erforderlich sei oder nicht, genügt eine Bescheinigung des Eisen- bahn-Commissariats. Die vorstehende Bestimmung foll sich jedoch auf diejenigen Anleihescheine nit beziehen, die, zur NRüctzahlung fällig erklärt, nicht innerhalb sech8 Monaten nach Verfall zur Einlöfung vorgelegt werden.

8 11

Alle in diesem Privilegium vorgeschriebenen öffentlihen B-kannt- machungen müssen in dem „Deutschen Neichs- und Preußischen Staats- MUINIGEE sowie in einer in Stettin erscheinenden Zeitung abgedruckt verden.

Zur Urkund dessen haben Wir das gegenwärtige Privilegi Allerhöchsteigenhändig _vollzogen und Es Uaiaeu Uan uge ausfertigen lassen, ohne jedoch dadurch den Inhabern der Anleihescheine ihre Befriedigung von Seiten des Staats zu gewähr- leisten oder Rechten Dritter vorzugreifen.

: Das gegenwärtige Privilegium is durch die Amtsblätter der Negierungen in Stettin und Köslin bekannt zu machen und eine PNIEidE davon, daß dieses geschehen, in die Geseßz-Sammlung aufzunehmen.

Gegeben Neues Palais, den 28. Dezember 1892.

3 Wilhelm RKR. Dr. Miquel.

(T4 S8) Thielen.

Muster A. 1000 M F Vierprocentiger Anleiheschein

er Altdamm-Kolberger Eisenbahn-Gesellschaft, Aas vom Jahre 1893

: Eintausend Mark.

Inhaber dieses Anleihescheins hat auf Höhe von 1000 4 Antbeil an der in Gemäßheit des umstehend abgedruckten Allerhöchsten Privi- legiums aufgenommenen Anleihe der Altdamm-Kolberger Eisenbabn- Gefellshaft von 1050 000 A Die Zinsen sind gegen Rückgabe der auêégegebenen Zinsscheine zahlbar.

1893.

Stettin, den . . ten

S (Trockener Stempel.) Die Direction der Altdamm-Kolberger Eisenbahn-Gesellschaft.

(Zwei Unterschriften handfchriftlih oder facsimilirt.) Ausgefertigt :

E _ (Unterschrift eigenhändig.) i E Nea Bs E Zinsscheinè 1. Reihe für die 4 Jahre, om 0 DIO Ls e I 189 . mit Zins\{ein-An- weisung beigefügt. E gs

Muster B. C A Zinsschein 1. Reihe zu dem vierprocentigen Anleihescheine der Altdamm-Kolberger Eisenbahn-Gesellschaft, Mie von 1893, Nr

Inhaber dieses hat vai 1. April (1. Oktober) 18. die halbjährlichen Binsen für die Zeit voi zl M i : „auf den oben genannten Anleihe» lGtin über L M bei unserer Gesellschastskasse zu Ea M

Stettin, den . . ten 1893. d a. N Noi, eet le rection der Altdamm-Kolberger Eisenbahn-Gesellschaft. (Zwei Unterschriften eigenhändig oder facsimilirt ) dh Ausgefertigt : (Unterschrift eigenhändig.)

E

Verjährt am ten.