1893 / 49 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Berechnet man das Verhältniß zur mittleren Bevölkerung, \o kamen in dem genannten Jahre auf 1006 Einwohner : C ehr

: C L Geborene Gestorbene Geborene m Gheschließungen. (ohne Todtgeborene). als Ge- i storbene. dem Deutschen Neich ; 37,0 23,4 13,6 Brant, ; 22,6 22,9 0,3 Großbritannien . . i 32,4 20,3 111 den Niederlanden . T 087 20,6 13,0: Im Deutschen Reich fanden sona< verhältnißmäßig mehr EGhe- s{ließungen statt, ebenso war die Geburten- und Sterbeziffer größer, als in den übrigen hier aufgeführten Ländern. Auch die natürliche Vermehrung der Bevölkerung (dur< Geburtenübershuß) war relativ am ftärksten im Deutschen Reih. Frankreih nimmt eine Sonder- stellung insofern ein, als hier die Sterbefälle zahlreiher waren als die Geburten. N :

In den monatlichen Handelsausweisen,

die im Vorjahr eine gänzlihe Umgestaltung erfahren haben, sind mit diesem neuen Jahrgang die Mittheilungen über die Herkunfts- und Bestimmungs-Länder noch wesentli<h erweitert worden. Es wird jetzt bei jeder der 933 Waarengattungen jedes Land, aus welchem im Vor- jahr die Einfuhr den Werth von 100 000 4 erreichte, als U auch für das laufende Jahr besonders nahgewiesen ; ebenso jedes Land, nah dem die Ausfuhr mindestens 100 000 A betrug, als Be- stimmungsland. Bei Artikeln, deren Werth im Verkehr mit keinem Lande 100 000 #4 erreichte, werden einzelne hauptsähli<h in Be- trat fommende Länder hervorgehoben, und nur für Waaren, deren Ein- oder Ausfuhr niht einmal 10000 4. Jahreêwerth im Vorjahre hattè, werden die Herkunfts- und Bestimmungsländer monatlich niht besonders nachgewiesen. Früher war die Grenze für die Mdielfune der Herkunfls- und Bestimmungsländer bei 3 Millionen Mark gezogen. Was die im Vorjahre eingeführten vorläufigen Werth berehnungen betrifft, so werden diese in der be- gonnenen Weise von Vierteljahr zu Vierteljahr fortgeseßt werden, sodaß also die nächste derartige Nachweisung für das erste Vierteljahr dieses Jahres im Märzheft der „Monatlichen Nachweise“ auf Grund der inzwischen von der Commission für Schätzung der Handelswerthe für 1892 festgestellten Einheitswerthe veröffentliht werden wird.

Der Bestand der deutshen Kauffahrteiflotte

an registrirten Fahrzeugen mit einem Bruttoraumgehalt von mehr als 50 cbm belief sih na< dem soeben ausgegebenen ersten Hefte des Jahrgangs 1893 der Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reichs am 1. Januar 1892 auf 3639 Schiffe mit einem Nettoraum- gehalt von 1 468 985 Reg.-Tons, wogegen am - 1. Januar 1887 4021 Schiffe mit 1 284 703 Neg.-Tons vorhanden waren. Und zwar sind am erstgenannten Termin 2698 Segelschiffe mit 704 274 Neg.-Tons und 941 Dampfschiffe mit 764711 Neg.-Tons, im Jahre 1887 dagegen 3327 Segelschiffe mit 830 789 Neg.-Tons und 694 Dampfschiffe mit 453 914 MNeg.-Tons gezahlt worden. Während am 1. Januar 1887 unter den vorhandenen Schiffen 82,7 9/9 Segelschiffe“ und 17,3 9/6 Dampf- {chiffe waren, und von je 100 Neg.-Tons Nettoraumgehalt auf Segler 64,7 und auf Dampfer 35,3 Neg.-Tons entfielen, hat si<h am 1. Ja- nuar 1892 die Zahl der Segelschiffe zu der der Dampfschiffe wie 74,1 : 25,9, der entsprehende Tonnengehalt wie 47,9 : 52,1 verhalten. Die Abnahme des Segler bestandes betrifft ledigli die Größenflassen unter 1200 Neg.-Tons, deren Zahl von 3219 auf 2531 oder um 21,49% zurü>ging, wogegen die Zahl der Segelschiffe von mehr als 1200 Neg.-Tons Netto- raumgehalt von 108 auf 167 oder um 5469/6 stieg. Bei den Damp f schiffen zeigt sich eine Zunahme der Schiffszahl durch fast alle Größenfklassen hindur, doch haben auch bei dieser Schiffsgattung die oberen Größenklassen in stärkerem Verhältniß zugenommen, als die unteren ; denn es ist die Zahl der Dampfer mit einem Nettoraumgehalt bis zu 600 Neg.-Tons im Laufe der fünf Jahre von 410 auf 502 oder um 22,4 %/o, derjenigen von 600 bis 1200 Neg.-Tons von 151 auf 193 oder um 27,8 9/9, derjenigen von 1200 bis 1800 Neg.-Tons von 91 auf 119 oder um 30,8 %/o und derjenigen mit mehr als 1800 Neg.-Tons Naum- gehalt von 42 auf 127 oder um 202,496 gestiegen. Unter der Gesammtzahl der Segelschiffe befanden sih am 1. Januar 1892 13 = 0,4809/6 viermastige, 679 = 25,17 9% dreimastige (Vollschiffe, Barken, Schoonerbarken und dreimastige Schooner), 1317 = 48,81 9/6 zweimastige (Briggen, Schoonerbriggen, Brigantinen, Schooner, Schoonergalioten, Galeassen, Galioten, Gaffelshooner, Schmacken U. f. w.) und 689 = 25,549/6 einmastige Schiffe. Von den vor- handenen Dampfern waren 52 = 5,5 9% Näder- und 889 = 94,5 9% Schraubendampfer. L

Das soeben erschienene erste Heft des Jahrgangs 1893 der Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reichs enthält zunächst einen Nachweis der Bestimmungen für die gemein- same Statistik des Deutschen Neihs. Von neuen im Jahre 1892 ergangenen Anordnungen sind insbesondere hervorzuheben die Einrich- tung von Saatenstandsberichten, die im April d. F. beginnen und an die sih im Herbst vorläufige Ernteberichte anschließen sollen, sowie die für dieses Jahr beschlossene Wiederholung einer Änbau-Statistik, die feit 1883 fehlt.

An ftatistishen Nachweisen bringt das Heft unter anderen cine Zusammenstellung der Großhandelspreise wihtiger Waaren an deutschen Plätzen im Jahre 1892 und in den 14 Jahren 1879 bis 1892, eine graphische Darstellung der Brot-, Mehl- und NRoggenpreise in Berlin 1888 bis 1892, eine Uebersicht über die Erzeugung von Zink, Blei, Kupfer, Silber und Gold im Deutschen Reih während der 20 Jahre 1872 bis 1891, Mittheilungen aus den Ergebnissen der Volkszählung von 1899, eine Statistik der Seeschiffahrt für 1891. :

Zur Arbeiterbewegung.

Aus Grünberg i. Schl. wird dem „Vorwärts“ berichtet, daß in der dortigen Cigarrenfabrik von W. Eminger die Arbeiter wegen Lohnherabsetzung die Arbeit niedergelegt haben.

Hier in Berlin hielt der Verein zur Regelung dsr ge- werblihen Verhältnisse der Töpfer Berlins und der Umgegend am 15. d. M. eine Generalversammlung ab, in der die Lage des Spandauer Töpferausfstandes besprochen wurde. Der Ausftand kostete dem Verein bis dahin 1088.4. Es wurde eine vom „Vor- wärts“ mitgetheilte Entschließung angenommen, mit der die Versammlung wegen der zahlreihen „Strifebreher“ den Ausstand für beendet er- klärt, die Sperre über eine Firma verhängt und den no< Arbeitslosen weitere Unterstüßungen verspriht. (Vgl. Nr. 27 u. flg.) _

Ein socialdemokratis<her Parteitag für Osfst- und Westpreußen foll na< der Berl. „Volksztg.“ in Elbing am 26. d. M. stattfinden.

Aus München wird dem „Vorwärts“ mitgetheilt, daß in der Münchener Hutfabrik von Max Walde sämmtliche Tia machergehilfen, 25 an der Zahl, in einen Ausstand eingetreten seien angebli<h wegen ungehöriger Behandlung dur<h einen Werkführer.

In Fürth haben, wie der „Voss. Ztg.“ geschrieben wird, die Socialdemokraten den bereits ein Vierteljahr dauernden Boycott gegen die Brauerei Evora aufgehoben, nahdem die fr zur Wiedereinstellung dreier Arbeiter sih bereit erklärt ätten. Aus Chicago, 25. Februar, wird gemeldet: Der Ausftand der Weichensteller is nunmehr thatsählih beendigt. Die Ausständigen find durh andere Weichensteller erseßt worde Die Angestellten der übrigen Bezirke zeigen keine Neigung, sih der Ausstandsbewegung an-

zuschließen. E

Nach Mittheilung des Statistishen Amts der Stadt Berlin find bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 12. Februar bis incl. 18. Februar cr. zur Anmeldung gekommen: 181 Ehe- sließungen, 1027 Lebendgeborene, 29 Todtgeborene, 628 Sterbefälle.

Kunft und Wissenschaft.

Professor Dr. Carl Prantl, Director des botanischen Gartens zu Breslau, is laut Meldung des „W. T. B.“ vom gestrigen Tage gestorben.

Land- und Forstwirthschaft. Saatenstand in Spanien. (Vergl. „RN.-Anz.“ Nr. 23 vom 26. v. M.) In Spanien ist auf die Kälte in leßter Zeit mildes Wetter ge- a auf den Stand der Saaten günstig gewirkt zu haben eint. .

| Allerdings sind die wegen der nachtheiligen Wirkungen der Januarfröste gehegten Befürchtungen in dem hochgelegenen Castilien bisher niht völlig gehoben worden. Dagegen sfollen sih die Saaten in den südlicheren andalusishen Provinzen besonders kräftig entwidelt haben. Auch in anderen Theilen Spaniens, wie in Murcia, Cata-

lonien, Aragonien hofft man auf gute Ergebnisse.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Spanien.

Nach einer in der „Gaceta de Madrid“ veröffentlihten Verord- nung des Königlich spanis<hen Ministers des Innern vom 18. Fe- bruar 1893 werden Herkünfte aus St. Petersburg und aus Orten, die 165 km davon entfernt liegen, für „rein“ erklärt und frei zu-

gelaffen. Malta.

Durch Verfügung der Localregierung vom 13. Februar 1893 ift für die aus französishen Mittelmeerhäfen ankommenden Schiffe eine zehntägige Quarantäne angeordnet worden.

Türkei. Durch Beschluß des internationalen Gesundheitsraths zu Konstan-

tinopel vom 14. Februar 1893 ist gegen alle seit dem 8. Februar von Marseille abgegangenen Schiffe eine fünftägige Quarantäne angeordnet worden, welche in einem Hafen mit Sanitatsarzt durlzumachen ist. Allé Quarauntänemaßregeln gegen Herkünfte des Schwarzen Meeres von Suchumkalé bis Ordu sind vom 7. Februar ab auf- gehoben und durch eine strenge ärztlihe Untersuchung ersetzt. (Vergl.

„R.-A.“ Nr. 36 vom 10. Februar 1893.)

Handel und Gewerbe.

Heute Vormittag 10 Uhr fand eine Sigzung des Central- Ausschusses der Reichsbank im RNeichsbankgebäude statt. Nachdem der Vorsißende Reichsbank-Präsident Dr. Koch mit ehrenden Worten des Verlustes gedaht hatte, welchen der Central-Aus\huß dur<h das Ableben seines langjährigen, thätigen Mitgliedes, des Geheimen Commerzien-Naths von Bleichröder, erlitten, wurde die Lage der Reichsbank im Anschluß an die Wochenübersicht einer Erörterung unterzogen. Die im Februar gewöhnliche Geldflüssigkeit zeigt sih dana<h auch in diesem Jahre. Der Metallvorrath der Reichsbank hat sh seit Mitte Januar um 52 Millionen ver- mehrt; die fremden Gelder find um 107 Millionen gewachsen: die Anlage ist um circa 60 Millionen gefallen. Die Bank- noten sind um circa 50 Millionen mit Metall überde>t. Hierauf wurde der Verwaltungsberiht der Reichsbank E DOS abe 1892 verle Deer wid nutt? mehr mit der Bilanz- und Gewinnbere<hnung nebst dem Gutachten des Central-Aus\chusses dem Reichskanzler zur defi- nitiven Festseßung überreicht werden. Schließlih wurden Schuldverschreibungen der Städte Straßburg i. E., Wandsbek und Mühlhausen i. Th. zur Beleihung im Lombardverkehr zugelassen.

Täglihe Wagengestellung für Kohlen und Koks

an der Nuhr und in Obers<hlesfien.

An der Nuhr sind am 24. d. M. gestellt 11 098, nit re<tzeitig yefiellt keine Wagen.

In Oberschlesien sind am 22. d. M. gestellt 3898, ni>t rechtzeitig geftellt keine Wagen.

Zwangs-Versteigerungen,

Beim Königlihen Amtsgericht I Berlin standen am 24. Februar die nachbezeihneten Grundstüke zur Versteigerung: Grenadierstraße 35, dem Maurermeister Hermann Jansen gehörig; Nuzungswerth 17 500 (; für das Meistgebot von 240 000 Æ wurde der General-Arzt a. D. Dr. F. Valentini, Eich- hornstraße 5, Ersteher. —Oderberger straße 5, dem Maurermeister Eugen Neethen gehörig; Nuzßungswerth 11260 4; für das Meistgebot von 143 350 (6 wurde der Kaufmann Jacob Appel- baum, Oranienburgerstraße 66, und der Rentier J. T. RNohn, Luisenstraße 14, gemeinschhaftli<h Ersteher. VYorkstraße 44, dem Ingenieur Herm. Pohl gehörig; Mindestgebot 773 700 Da (Gebote nicht abgegeben, wurde das Verfahren aus $ 51 der Sub- hastationsordnung aufgehoben.

Vom obers<lesishen Eisen- und Metallmarkt berichtet die „Schl. Ztg.“ : In der verflossenen Woche hat sich die Lage auf dem oberschlesishen Eisenmarkt wenig geändert. Die Werke haben, obwohl in leßterer Zeit von den Grofssisten einige Schlüsse gethätigt sind, den Betrieb zu verstärken no<h keine Ursache gehabt. Der geringe Consum im Inlande, der immer no< nicht ganz beseitigte Mangel an Vertrauen bei den Händlern, der ges{<wächte Absaß nah dem Auslande und die niedrigen Notirungen der rheinis<h-west- fälishen Werke find Veranlassung, daß den ober|<lesis<hen Werken die Austräge nicht in dem Maße zugehen, als es in ihrem und dem Interesse der Arbeiter erwünsht wäre. Auf dem Noheisen- markte herrs<t große Stille, da si< der Verbrauch bis jeßt no< niht gehoben hat und der Absay sich nur auf die ober- Men Werke beschränkt, Das Walzeisengeschäft hat dur die zu stande gekommenen Schlüsse eine, wenn auch nur geringe Belebung erfahren, und au< von den Consfumenten direct gehen seit leßter Zeit auf die gangbarsten Walzeisensorten etwas stärkere Aufträge ein als vorher. Für Feineisen sowie Bau- und CGonstructionseisen ist die Nachfrage bis jeßt no< sehr <wa<. In Blechen liegt das Geschäft nah wie vor darnieder, und den Stahlwerken fehlt es wegen Mangels an Aufträgen no< immer an Beschäftigung. Bei den Gießereien, Maschinen- und K esselkabriken hat sih die bisherige ne noch ni<t günstiger gestaltet; au<h hier wird vom Eintritt des Früh- jahres Besserung erwartet. Die Draht- und Nägelwerke, die fort- laufend mit unges<wähtem Betrieb arbeiten, haben troß der fehr gedrüdten Preise von der westfälishen Concurrenz selbst im ober- \<lesishen Industriebezirk {wer zu leiden. Bei den Röhren- walzwerken hat si<h während der Wintermonate ein namhafter Nöhrenbestand angesammelt, der jedo, wie alljährlih, im Frühjahr genügende Abnahme findet. Vom R Rg C Wal ist neues nicht zu berichten, da die Preife sowohl für Walzzink wie für Nohzink eine Aenderung niht erfahren haben.

In der heutigen Sitzung des Aufsichtsraths und des Vor-- standes der Fe Lg A eriktanishen Packetfahrt-Actien

esells<aft wurde toe von der Vertheilung einer Dividende für das verflossene Geschäftsjahr abzusehen und den reinen Betriebs- gewinn von etwa 4 400 000 Æ zu api zu verwenden.

Magdeburg, 24. Februar. (W. T. B.) Zut>erberi<ht, Kornzu>er excl., von 92 9%/9 15,10, Kornzu>er excl., 8809/4 Nendement 14,40, Nachproducte excl, 75% Rendement 11,95. Stetig. Brod- raffinade I. 27,75. Brodraffinade 11. 27,580. Gem. Raffinade mit Faß 28,00. Gem. Melis 1. mit Faß 26,25. Ruhig, Rohzu>er 1. Product Transito f. a. B. Hamburg pr. Februar 14,07} Gd., 14,10

Br., vr. März 14,074 Gd., 14,10 Br., pr. April 14,20 bez. u. Br,» pr. Mai 14,30 Gd., 14,327 Br. Ruhiger. Wochenumsaß im Roh- zu>ergeshäft 225 000 Ctr.

Verdingungen im Auslande.

Niederlande.

Ohne Datum. Gemeende-Gasfabriek zu Schiedam. Lieferung von 15 00) h1 englisher und 52500 h1 englisher oder westfälischer Gaskohle. Bedingungen kostenfrei zu erhalten bei der Direction der genannten Fabrik.

Verkehrs-Anstalten.

Wie das „Arch. f. Post und Tel." mittheilt, findet der S<hnee- \<uh zur Postbeförderung im füdlihsten Theile des Deutschen Reichs, im Ober-Postdirectionsbezirk Konstanz, in einem Fall bereits feit drei Jahren mit bestem Erfolg Verwendung. Der Bote, welcher die Post von Menzens<hwand nah der auf dem Feldberge (1493 m über dem Meeresspiegel) eingerichteten Postagentur zu überbringen hat, bedient si<h während des Winters dieses Fortbewegungsmittels, ohne welches bei tiefem Schnee cine Verbindung nah dem Feldberge auch bei den größten Anstrengungen kaum aufre<t" erhalten werden könnte. Zum Gebrau<h werden die Schneeschuhe über dem vorderen Theil der Füße festgeshnallt. Außerdem wird ein Niemen um die Fersen gelegt. Die Fortbewegung geschieht in gleicher Weise wie beim Schlittshuhlaufen. Steile Anhöhen werden in Zickzacklinien überwunden; bergab gleitet der Laufende über eine Fläche von 1 km in drei bis vier Minuten hin, wobei er mit einem langen Bremss\to> die Geschwindigkeit der Fahrt mindert. Den 7 km langen Weg von Menzenschwand nah dem Feldberge leat der Bote in zwei Stunden, den Nückweg in einer Stunde zurü>. Ohne die Schneeschuhe würde er bei einigermaßen tiefem Schnee die Beför- derung der Post nur mit Hilse von Beiboten in vier bis fünf Stunden auéführen können. Die Anfertigung \olher Schneeshuhe wird im südlihen Baden in größerem Umfange betrieben, da das Schneeschuhlaufen bereits in einzelnen Kreisen sportmäßig gepflegt wird. Insbesondere befassen sh Fabrikanten in Todtnau und Menzenshwand mit deren Herstellung.

AuF den Linien der Großen Berliner Pferde-Eisen- bahn-Actien-Gesellshaft sind im Monat Januar 1893 9 625 206 Personen befördert und dafür 1 087 025,85 6 oder durh- \chnittlih auf den Tag 35 065,35 4. eingenommen. Die Einnahme im Monat Januar 1892 betrug 1 137 895,80 M oder dur<sc<nittlih auf den Tag 36 706,32 M

Bremen, 25. Februar. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Scnelldampfer „Elbe“, von New-York kommend, hat am 23. Februar Abends Lizard passirt. Der Postdampfer „Balti-

“0d.

more“, von Brasilien kommend, ist am 23. Februar Abends auf der Weser angekommen. Der Reichs-Postdampfer „Hohenstaufen “, von Australien kommend, is am 23. Februar Nachmittags in Aden angetlommen. Dex Damwmyser „Mexrcedes“ nm< Bráäfilièn bestimmt, hat am 23. Februar Bahia passirt. Der Post- dampfer D, nah Brasilien bestimmt, hat am

20, Februar Abends S1. Catherines). Potnt passirt. Der Postdampfer „Leipzig“ hat am 24. Februar Nachmittags die Reise von Vigo nah dem La Plata fortgeseßt. Der Schnell- dampfer „Elbe“ hat am 24. Februar Vormittags die Reise von Southampton nah Bremen fortgeseßt; er überbringt 247 Passagiere und volle Ladung. Der Neichs-Postdampfer „Sachsen “, nah Ost- Asien bestimmt, ift am 24. Februar Vormittags in Aden an- gekommen. Der Schnelldampfer „Fulda“, von Genua kommend, hat am 24. Februar Morgens Dover passirt. Der Schnelldampfer „Elbe“, am 15. Februar von New-York abgegangen, is am 24. Februar Morgens in Southampton angekommen.

Hamburg, 24. Februar. (W. T. B.) Hamburg-Ameri- kanishe Pacletfahrt - Actten - Gesell haft. Der Poft- dampfer „Steinhöft“ ist, von New-York kommend, heute Nach- mittag in Cuxhaven eingetroffen.

London, 24. Februar. (W. T. B.) Der Castle-Dampfer „Grantully Castle“ ift aúf der Ausreise heute von London abgegangen.

Mannigfaltiges.

Infolge der Mittheilung des Magistrats an die Stadtverordneten- Versammlung, daß das Provinzial-Schulcollegium die Directoren der höheren Lehranstalten ermächtigt habe, von den öffentlihtèn Prü- fungen zu Ostern d. J. Abstand zu nehmen, bes{<loß die Versamms- lung, den Magistrat zu ersuchen, Schritte zu thun, daß die öfent-

lichen Prüfungen überhaupt in Fortfall kämen: der Magistrat

hat, wie wir der „Voss. Ztg.“ entnehmen, diesem Antrage entsprehend beschlossen, bei dem Provinzial-Schulcollegium den Fortfall der öôffentlihen Prüfungen bei allen \tädtishen höheren Lehranstalten zu beantragen. Der Magistrat hat ferner beschlossen, den Rest des no<h in dem sogenannten Leichenfuhrpachtfonds vorhandenen Kapitals im Betrage von 25 000 4 der Bartholo mäus-Kirchengemeinde als Beihilfe zur Erbauung eines Leichen- hauses zu überweisen. Ein Antrag, weitere Bewilligungen aus städtischen Mitteln zur Erbauung von Leichenhäusern zu gewähren, ist abgelehnt.

Bon den Kindern des verstorbenen Geheimen Commerzien-Naths von Bleichroeder sind, wie der „Voss. Ztg.“ berihtet wird, dem Ober-Bürgermeister Zelle 100000 6 übersandt, die dieser nah seinem Ermessen für die Armen Berlins verwenden soll.

München, 24. Februar. Gestern constituirte \i<, wic die „Allg. Ztg." meldet, ein Hilfs8comitó für übers<hwemmtc Donaubewohner unter dem Vorsiß des Grafen Drechsel und dem Chrenvorsiß des Ministers Freiherrn von Feilißsch. ?

Hamburg, 24. Februar. Der Schnelldampfer „Fürst Bis- mar>* ist nah einer Meldung des ,„W. T. B.* heute früh 7 Uhr wohlbehalten in Alexandrien eingetroffen. Das Wetter ift fehr gut; die Reisenden begaben sih gegen Mittag mit einem Sonderzug nah Kairo.

Halifax, 24. Februar. Der Dampfer „Moravia“ von der Hamburg - Amerikanishen Paketfahrt - Actiengesellshaft is, wie „W.T. B.“ berichtet, mit ers<öpftem Kohlenvorrath und dur Sturm erheblih beshädigtem Verde> hier eingetroffen; auh die Schrauben- blätter hatten Schaden gelitten. Der Dampfer seßt seine Reise na New-York fort. S

I

Warschau, 24. Februar. Seit gestern ist, wie der „Vol. 3." telegraphirt wird, starker Eisgang auf der ganzen Weichsel. Bei Nowydwor wurden drei große Kähne von Eisschollen zertrümmert; bei Dziekanow ist ein Dampfer, der von Eisschollen eingeschlossen war, untergegangen, wobei fünf Personen ertranken.

Stockholm, 22. Februar. In Südschweden herrsd ender Schneesturm hat viele Verkehrs\törungen qur Folge. Von Malmö wird der „Voss. Ztg.“ gerneldet, daß der heute Nacht von hier ab- gegangene Schnel lzug bei AUA ste>en geblieben ift und zurüd- kehren muß. Die meisten süds{honenshen Privatbahnen haben den Verkehr einstellen müssen, der Nachtverkehr auf der Westküstenbahn ist unterbrochen und der durhgehende Verkehr über Helfingborg cr- leidet Verspätungen. L

Kopenhagen, 24. Februar. Der Eisbreher „Rügen , des heute Gjedser verlassen hatte, mußte wieder dahin zurüfehren, g das Eis undurchdringli<h war. Er wird morgen einen nochmaligen Versuch machen, jedo weder Reisende noch die Post mitnehmen.

zum Deutschen Reichs-

A2 4D,

T O E C T R V T R; P A F UE T E. T

Handel und Gewerbe.

Berlin, 24, Februar (Amtliche Preitsfestf\

Schlesishe 83—86 46, Galizishe 77—80 4,

(Alles pr. 50 kg). Tendenz: Butter: Bei normalem lonnten si Preise behaupten. Schmalz: unverändert.

__ Leipzig, 24. Februar. (W. T. B.) Kammzug-Termitn- Handel. La Plata, Grundmuster B. per Februar 3,671 . per März 3,70 46, per April 3,723 4, per Mai 3,75 M, per Zuni 3,09 M, per_Juli 3,80 #, per Nugust 3,80 per Septet c [4 4 nad f a 0/0 G N A ls p f Z A 3,828 M, per Dktober 9,80 4, ver November 3,871 6, per Dezember 3,875 M, per Januar —. Umsay 120 000 ke. MNuhtg.

D.

L c C Ä T\ +4

H Wi n, 24. Februar. (W. T. B.) Das Comité des Verwaltungs- raths der Desterreichis<-Ungar ischen Staatseisenbahn- Gefells aft hat beschlossen, den am 1, März fälligen Coupon der dreiprocentigen Prioritäten mit 73 Fres. voll einzulösen, ohne Präjudiz ungen zwischen

gegen die Gesellschaft, ‘falls die Vergleichsverhandl der Staatsbahn und den Besitzern der Vbligationen nicht zum Ziele

führen follten. Die Nacßzahlung auf den September-Coupon 1892

erfolgt nah Zustandekommen des Vergleichs.

(E A c A M Mm T ; "C ; A Wien, 24, ebruar. (W. L. B.) Ausweis der 6sterrei<i\<{- u ng a rishen Staatsbahn (osterreichishes Netz) vom 11 Tor « ROG O90 Y : / 5 20. Februar 599 972 Fl, Mehreinnahme gegen den entsprechenden

Zeitraum des vorigên Jahres 54 380 F[. Die Brutto-Einnahmen der Orteutba hnen

102 408,97 Fr.

Pest, 24. Februar. (W. T. B.) Productenmarkt. Weizen rubig, pr. Frühjahr 7,46 Gd., 7,4! O Do, Derbst T57 Gb,

7 7Q M A S C1 (4 Ey RRARRA C F 0 (,09 Br. Dae De 4 l 9,06 Gd., 0,00

N +4, C% ! r R ) S D Á o 4% ) R Mai-Juni 4,77 Gd., 4,78 Br. Kohlraps pr. August-Seytembe:

4d j

12,15 Gd., 12,25

T N

L c T E GOEN T e A p 4 London, 24. Februar. (W. T. B.) An der Küste 2 Weizen

ladungen angeboten.

0g 0/ Cx h R A E l , ry Z 96 °/o Javazu>ker loco 163 ruhig, Nüben-Rohzu>ker loco cu - K r 455, pr. 3 Monat 4515/16.

Llberpool, 24. Februar. (W.T.B.) (Baumwollen-Wo c en- 3 gegenwärtige Woche 44 000 (vorige Woche

147 ruhig. Chile-Kupfer 45

6

C

11

0

Confum 39 000 (30 000), do. unmittelb. ex. S

wirklicher Export 6000 (9

(61 000), davon amcrikanisd i

iht.) Wechenumsat

Y 1

N 0 2000 (—), do. für Export 3000 (4000), do

d O00) Spo Der

na< Großbritannien 105 000 (

(117 000).

e Man < CILer, 24. Februar. (W. T. B.) 12x Water Taylor 6: 30r Water Taylor 9, 20r Water Sea C, 30r Water Clayton 8, 32r Mod Oroole 86, 40r Mayoll 3, 40r Medio Wilkinson 94, d2r Warpcops Lees 84, 36r Warpcops Rowland O, 0601

Ei Unterfuhhungs-( achen.

Aufgebote, Zustellungen u. dergl. . Unfall- und Inyvaliditäts- 2. Bersicherung. #. Berkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 9. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

? 4 B44 la E |) Untersuhungs-Sachen. [L291] Steckbriefs-Erueuerung. Ver unterm 29. Februar 1892 hinter den Vanquier Salo Neumann aus Potsdam in den Acten J. 217. 92 erlassene Ste>brief wird hierdurch er- neuert. Potsdam, den 20. Februar 1893. Königliche Staatsanwaltschaft.

Steckbriefs-Erledigung. gegen den Tischler Wilhelm Bartsch aus t sdorf wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit in den Acten U. R. I. 298. 90 (J. I. A. 685. 90) unterm 7. Oktober 1890 erlassene und am 24. März 1891 erneuerte Steckbrief ist erledigt. Berlin, den 20. Februar 1893. Königliche Staatsanwaltschaft 1. 71233 In der Strafsache gegen den Alois Unternehr, geb. 29. Mai 1861 zu Bühl, wegen Verleßung der Wehrpflicht, ist im Wiederaufnahmeverfahren durch Beschluß der Strafkammer des Kl. Landgerichts zu Colmar vom 10. Februar 1893 die gegen bdenselben dur Beschluß derselben Stelle vom 20. Januar 1882 ausgesprochene Vermögensbeshlagnahme auf- gehoben und derselbe von Kosten und Strafe fret- gesprochen worden. Colmar, den 22. Februar 1893. Für den Ersten Staatëanwalt : Schroeder, Staatsanwalt. [71229] In der Strafsache gegen 1876 Joseph Anton Teufel, geboren am 18. März (0 in Altengronau, zuleßt wohnhaft daselbst, 2) Johannes Müller, geboren am 27. Juli 1870 zu Hutten, zuletzt daselbst wohnhaft, 2 Johann Peter Reh, geboren am 26. Sey- Be 1870 zu Oberzell, zuleßt wohnhaft daselbft, 17 ayBeinrich Nichard Mergell, geboren am daselbt 1870 zu Schlüchtern, zuleßt wohnhaft r 1 ju Wwtephan Müller, geboren am 6, März 1870 eiheróba<, zuleßt wohnhaft daselbst, Johannes Schmitt, geboren am 7. März 1872 lm, zuleßt wohnhaft daselbst, -

cops Wellington 9, 40x Double in, Feb a fis »Malität 113, 32* 116 yardé 16 X 16 grey Butter, Käse und Shmalz.) Butter. (Im Großhandel france Berlin an Producenten bezahlte Abrechnuugspreise.) nossenschafts - Butter Ia. 99—102 4, Ila. 95—98 4, —,—, do. abfallende 90—94 4, Land-, Preußische Netbrücher 83—86 f, Pommersche 83—86 4, Polnische M Bayerishe Sennbutter M, do. Landbutter i _83- : i (5 Margarine 70 Käse: Schweizer, Emmenthaler 80—87 4, Bayeris A 65 a eus und E Ia. 60—65 M, do. Ila. 30 M, Holländer 77—89 H, Limburger 38—42 \, Quadrat-Mager- Tâfe Ia. 18—22 M, do. Ila. 10— 14 A O ee Western 17 9% Tara 68,00 #4, reines, in Deutschland raffinirt 68,00—69,00 M, Berliner Bratenshmalz 70,00 —72,00 A Fett, ir Amerika raffinirt 56,09 4, in Deutschland raffinirt 52,00—53,00 e

Glasgow, 24. No heisen in den Store ) Tons im vorigen

Hof- uno Ge-

St. Petersbur

Petersburger Discontobank, übe dfonds von der Regierung.

(W. T. B.) Die Einnahmen Ten T R E R I Ta L N Italie nische n Mitte lm ec r-Cif enbahnneßes während der ¡weiten Dekade des Februar 1893

Handelsbank namhaften Posten Gol Mailand, 24. Februar.

[| 822 675 Lire, Lire, mithin mehr 218 396 Lire.

Amsterdam, 24. good ordinary 55. _New- York, 24. Februar. ( sehr matt, das Ge

3 100 343

Silbervorrath verfäu fe“ fanden’ nit statt. „betrugen 390 000 Unzen zu 83/85 à& 84,00, Daumwollen-Wochenbericht. Zufuhren in alen Un afen 64000 Ballen, Ausfuhr nah Groß Ausfuhr na< dem Continent

Besterreich auf dem __ Weizen verlief nah unbede Haltung; die Preise waren info günstiges Wetter fortgeseßt weil eröffnete niedriger, erholte si<h aber aissiers. Schluß matt aber stetig. _… Chicago, 24. Februar. vssnung medriger ein und {wächte ih den ganzen Tag noh weiter ab, da die Haussepartei zu Realisirungen geneigt war und das An- größeres ist. Schluß s{<wa<h. Mais. Deckungskäufe eine Erholung ein.

A 5. Woche (vom 29. J L Et D L n betrugen in der ht 2. Wo n 29. Januar bis 4. ¿Fcbruar 1893) 247 554,17 Fr. Zunahme gegen das Vorjahr 5659575 Fr. Seit Detriebsiahres (vom 1. Januar bis 4. Februar 1893) Drutto-Cinnahmen 765 489,36 Fr.,, Abnahme gegen

gebot an einigen Märkten ein G R Ta E z G s ‘nfangs niedriger, dann trat aus Schluß behauptet.

betrugen die

Kabelver

S ; D NEBEHILULTIGE = : ) (vor von den Wegen, V), do. von amerifanishen 38 000 (34 000), do. für Speculation D. iff 50 000 (49 000), sind, folgte _näâchstgelegenen anzustreben. then Kabelverbindung beschäftigte

( O A N ntsche 41 000 (39 000), Vorrath 1 652 000 (1 658 000), davon amerikanische 1 406 000 (1 414 000), {<wimmend

124 000), davon amerifanishe 95 000

und Stk. Thomé fich dieses Project info R 5 n Y

glei<&mäßige Ber

T

sfentliher

7) Töpfer Jakob Löffert, geboren am 19. [870 zu Obersinn, zuleßt wohnhaft in Marjoß

wegen Verleßung der Wehrpfli {luß der Strafkammer 111. gerichts hierselbst vom 6. Fel des $ 480 bezw. 326 S 140 des St

ist dur Be- des Königlichen Land- bruar 1893 auf Grund der Strafprozeßordnung und 140 rafgeseßbuhs das im Deutschen Neiche befindliche Vermögen der Angeklagten zur De>kung der dieselben möglicherweise treffenden höchsten Geld Berfahrens mit Beschlag rmit in Gemäßheit des $ 326 eßzordnung veröffentliht wird. d. Februar 1893.

Der (G cite Staatsanwalt :

strafe und der Kosten des belegt worden, was hie Abs. 1 der Strafyro

Hanau, den 13. #5

In der Strafsache gegen den Eduard Iohann n Andreas Braud, geboren am 21. Juli 1872 zu Grubersmühle, Gemeinde Gahma, Fürsten- thum Neuß j. L., zuleßt wohnhaft in Langenselbold wegen Verleßung der Wehrpflicht, ist durd der Strafkammer 111. des Königlichen Landgerichts ) auf Grund des S 480 bezw. 326 der Strafprozeßordnung und $ 140 des Strafgeseßbuchs das üm Deuts findlihe Vermögen des Angeklagten : l möglicherweise Geldstrafe und der Kosten des Verfal chlag belegt worden, was hiermit in Gemäßheit des l der Strafprozeßordnung veröffent

en Reich be-

\rens mit Be-

Hanau, den 13. Februar 1893, Der Erste Staatsanwalt : Schumann.

VBeschiuf. der Untersuhungssache Johannes Herpel von Stedebah im Kreise Mar- burg, zuleßt in Fronhausen, daß gegen den Angeschuldigten die öffentliche Anklage erhoben ist, „am 6. Januar rehtswidrige; Absicht und in sich einen Vermögensvortheil zu verschaffen, eine zum Beweise von Rechten und Nechtsverhältnissen erheb- liche Privaturkunde, nämlih einen an die Firma Gebrüder Henrih zu Weßlar gerichteten, mit Frau Wirthin Anna Grosch zu Damm Waaren-Bestellbrief vom 2. Januar 1893 fäls<li< demselben zum Zwe>ke der

egen den Tagelöhner

wird in Erwägung:

der ferneren Absicht,

unterzeichneten

Dvweite Beilage Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Sonnabend, den 25. F

Weston 9, 60r Double courante Printers aus 32r/48r

(W. T. B.) Die Vorräthe von 8 belaufen sih auf 350 978 Ton T OC Zone L Die Zahl der im Betriebe befind- lihen Hochöfen beträgt 65 gegen 78 im vorigen Jahre. g, 24. Februar. Ein Syndikat, bestehend aus

)ank für auswärtigen Handel, der Int und der

des betrugen [nach provisorisher Er- Personenverkehr 1 277 668 Lire, im Güterverkehr Lire, im Vorjahre 2 881 947

(W. T. B.) Java-Kaffee

Bancazinn 55.

Die Silberankäufe für den Staats-

9E

aus dem Staatsschaß wurden heute für pser „Normandie“ verschifft. utenden Bewegungen in {wä<herer lge der eingetroffenen Berichte über )end. Schluß s{<wa<.

Verkehrs-Anstalten.

e bekannt, “hat si in den leßten Tagen der Ans{luß deutschen Schutzgebiets Kamerun an das Welt-Telegraphenneß mittels unterseetichen | run und Bonny vollzogen. Aus der geograpk gebiets, in dem Schcitel des Winkels, wel und die von Nord nach Süd âquatorialen Afrika bil

bindung zwishen Kamerun schen Lage des Kamerun- elchen die von West nach Oft verlaufenden Küsten des westli den, etwa unter dem 4. Grad nördlic : ON Länge von Greenwich, e „welche die großen unterseeishen Kabel zwischen Eurova und Süd-Amerika verfolgen, inmitten und in der Nachbarschaft Bolonien, welche England, Frankreih, Spanien und Portu horen und zum theil mittels Kabel mit der übrigen Welt 1 die Nothwendigkeit, den Anschluß für Kamerur ZTelegraphenanstalt einer befreundeten

sih nur mittels einer

erreichen. Bereits im Fahre die Reichsregierung mit dem Plan einer die portugiesischen m Senegalgebiet und Portugal.

7s

Täuschung gegenüber der Firma Gebr. rau h ha Verbrechen gegen 88

268 Nr. l Str.-G.,B.,, daß der Angeschuldigte kurz nah Verübung dieser Strafthat seinen Marburg verlassen tedebah und Umgegend und anzunehmen ist, daß , nach Einsicht

brau gemacht zu haben,“

Wohnort Fronhausen im Krei hat, in seinem Geburtsort S

nicht aufzufinden gewesen

er [h im _Auslande_ verborgen hält des F 932 Strasprozeßordnung „das im Deutschen MNeic des Angeschuldigten mit Beschlag belegt“. Limburg, den 20. Februar 1893. : Königliches Landgericht. (gez.) Freusberg. Ebenau. _ Ausgefertigt: (L. 8.) Bramba(, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[7124] BVesthluß. Qn der Strafsahe wider Franz Josef Allhoff, früheren Postgehilfen, geboren zu

1873, z. Z. unbekannten

lassen ist, auf Grund des $

gehört,

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl. 71270] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung foll das im Grundbuche von der Friedrich-Wilhelmstadt

ebruar

8 gegen

ternationalen rnahm

entfernt ist.

nicht zu dem gemeinsamen

„threr Lösung näher gebraht, und die

he demnächst seitens des Reichs-Postamts

African und j

aufgenommen wurden, führten

m de Kabel bex et

[ls Anschlußpunkt konnte nur 1

2 uar. (W. T. B.) Die B örfe eröffnete {äft war im Tageslaufe unregelm Der Umsatz der Actien bet 797 Stüd

der Actten betrug 797 000 Stück. 960 000 Unzen ges<hätzt. Silber-

äßig, der Schluß unmittelbar zuschließen.

legene englishe Statio!

britannien 36 000 Ballen. 29 000 Ballen. Vorrath 955

spâter auf De>ungsverkäufe der

T. B.) Weizen seßte nah Er-

7 of - Ï selbst fehlen

Inseln Pri l Dod ect infolge der Unmöglichkeit, eine Einigung über üdfichtigung der verschiedenen Interessen

(Irwerbs- und Wirtb

he befindlihe Vermögen

Strafkammer [. Dr. Retß.

alve, den 9. April 187 unbef: _ Aufenthalts, 1 Î Antrag der Königlichen Staatsanwaltschaft in Er- vagung, daß Angeschuldigter flüchtig geworden und na vorliegenden Nachrichten in Nord-Amerika gelandet, somit als abwesend im Sinne des $ 318 Strafprozeßordnung zu betrachten it, daß wider denselben die öffentliche Klage wegen Vergehens wider $8 292, 303 Strafgeseßbuchs er hoben, auch dringende Verdachtsgründe hinsichtlih der ihm \{uldgegebenen Sachbeschädigung - nah dem Zeugnisse des Geschädigten | vorliegen, und Haftbefehl wider Angeschuldig 332 Strafprozeßorduun welcher au in den von der Strafkammer dem Schöffengericht überwiesenen Sachen, wozu vorliegende Anwendung erleidet, s Deutschen Reich befindlihe Vermögen de shuldigten wird mit Beschlag belegt. Valve, den 22. Februar 18983. Königliches Amtsgericht.

beschloffen :

1893,

e: . Jahre 1885 wurde der Reichsregierung seitens der englischen Gesellschaften, welHe die Concesfion für die Herstellung eines Kabelnezes an der Westküste Afrikas erhalten hatten, der Vor- [lag gemacht, Kamecun in diefe neuen Verbindungen einzubeziehen. Auch auf diejen Borschlag konnte nit, eingegangen werden, da die ganzen Pläne noch feine sihere Gestaltung gewonnen hatten. Dem- nächst schien si< im Jahre 1889 die Gelegenheit zu bieten, Kamerun

Ä Ì o

einen telegraphischen Anschluß zu verschaffen gelegentlih des von der | n Regierung mit der West Afri Telegraph ( /ompPpany er- orterten Plans einer Kabelverbindung zwischen den Inseln Principe und Fernando Po, welche letztere nur etwa 130 km von Kamerun T Leider führten die Verhandlungen, welche dieserhalb zwischen der deutshen und spanischen Negierung gepflogen wurden gewünschten Ergebniß. weil die Vorfragen wegen der Ine nen Benußung des geplanten Kabels si< nicht er- ledigen ließen und Spanien auf unbestimmte Zeit von dem Anschluß von Fernando Po an das Telegraphenney Abstand nabm. Immerbin aber hatten : s telegraphischen Änfcblu von Kainerun i

too Tra Ri t E R E Lte (e Vorgange dte Frage des telegraphif

später mit der At

X +4 t Vonny in Frage kommen, n

t betragenden Entfernung von Kamerun du

African Direct Telegraph Company über B (

Sierra Leone, Bathurst und St. Vince! it Kabeln

Brazilian Subma1 ine und der Fastern Telegraph Company und dur

Deo 1a »y ly 5 t M p S S ee e ;

diese mit England verbunden ist. achdem dieser Entschluß einmal wurde zunächst [ 1g T

C L L candung Des

Bonny auf englishem Gebiete bei mung wurdé alle Borbe

erfüllt und es

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F+- e 09 +4 ftober 1892 bereit!

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ngen für die Verwirklich

es tonnte die Ausführung der Afri

Company in London auf Grund eines mit

enen Vertrages endgültig übertragen en.

Das Kabel ist in den bewährten Werkstätten der Telegraph struction and Maintenance Company zu Greenwich unter Be- : neuesten Erfahrungen auf diesem Gebi rgestellt und

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zum Schuße vor den in diesen Breiten ders n Angriffen vhrwürmern mit Messingband Ide en. Es wurde Kabeldampfer „Britannia“ Bor ]

_ verließ England am Februar war die Legung

Kamerun beendet und am 21. lang

S oron rb u Cr an, deren erites L

ollen Gruß der Colonie

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geschloffen 1

itmahung |

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4

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Ansprüche im Range zurüctreten.

welche das Eigenthum des Grundstücks ! werden aufgefordert, vor Schluß des Versteic termins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grund« sttüc>® tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 6. Mai 1898, Nachmittag& 12; Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben rtündek werden.

Verlin, den 14. Februar 1893.

Königliches Amtsgericht 1, Akbtheiluzag 86.

[71269] In Sachen l) der Verzoglichen Kreiskasse zu Braugaschweig, 2) der Ghefrau des Landgeriht&Directors Schil» ling in Vechelde, Gläubigerinuen, wider den Anbauer Heinrich Heitmann in Zweidorf, No. ass. 67, Scuiduer, wegen Forderung, wird,