1894 / 6 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Pei tai air t T trie At

zweiten, fünfzig Jahre später an derselben Stelle spielenden Bilde fand eine vom Schankwirth Gumba mit seiner Gattin Oerzfi, die dem Besuch des Dichters im Jahre 1843 die Einwilligung des Vaters zu ihrer [üdlichen Ebe verdankten,, veranstaltete Feier zu Ehren des Dichters statt, die, beginnend mit einem Hoh auf den Kaiser Franz Joseph, hauptsächlih in einer längeren von dem Dorfrichter Deßkás (Herrn Werner) ausdrucksvoll gesprochenen Festrede auf den Dichter und in Huldigungen bestand, die der Büste des Dichters von dem Volke, den Studenten, den Frauen und Kindern Ungarns in hübschen Versen und prachtvollen Kränzen dargebraht wurden. Die Besiterin der Schänke Oerzsi wurde zuerst als verliebtes Bauernmädchen und dann fünfzig Iabre später als rüstige Greisin von Fräulein Ella Gabri gescickt gespielt.

Konzerte.

Im Königlichen Opernhause fand vorgestern der sechfte Symphonie-Abend der Königlichen Kapelle unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Dr. Muck ftatt. Nah der Ouvertüre zur „Schönen Melusine“ von Mendels\sohn folgte die bier felten gehörte siebente Symphonie von Anton Bruckner, welcher, zur Zeit in Wien als Hoforganist lebend, durch sein „Te Deum“, seine Orgelkonzerte und Orchesterwerke bereits vielseitige Anerkennung gefunden hat. Auh das genannte Werk zeichnet sich durch große Selbständigkeit des Stils aus, drastishe, schwungvolle Motive treten in jedem Satze hervor; die Durhführung dieser zeugt zwar nicht von jener Behberrshung in der Formgestaltung, wie man sie z. B. bei Brahms findet, ift jedoch, von einigen Längen abgesehen, fehr interefsant und reich an fontrapunktishen Feinbeiten. Das Adagio und der Scherzosaß mit seinem melodishen Trio find von ganz besonders fefselnder Wirkung. In den Abschlüfsen der beiden Hauptsäte, die gleichfalls reih an originellen Ideen sind, frappieren die vieltaktigen, nit ret motivierten Pautentairbel. Stürmischer Beifall und Hervorruf des Komponisten folgte dieser Symphonie. Gerechte An- erkennung wurde auch dem Dirigenten und dem Orchester gezollt, das das fehr \s{chwierige Werk mit größter Präzision und s{hwungvoll belebter Ausdruckêweise vortrug. Mit derselben Vollendung spielte die Kapelle am Schluß des Abends noch die Serenade aus dem F-dur-Quartett von Haydn sowie Mozart's Jupiter-Symphonie.

Am Freitag veranstaltete das Künstlervaar Herr und Frau Hausmann im Saal Bechstein ein Konzert, welches von Herrn Leopold Hausmann (Tenor) mit der etwas verblaßten Ballade „Des Sängers Fluch“ von C. Kreutzer eröffnetwurde. Es folgten hierauf mehrere Lieder und Duette, in denen Frau Clara Hausmann (Sopran) eine etwas schwache, doch wohlges{hulte Stimme erkennen ließ. Der Tenorist, der noch in der Höhe einige Klangfülle besißt, ließ gleich der Sängerin Belebtheit des Ausdrucks vermissen. Das Publikum war niht sehr zahlreich erschienen.

Die junge, fon vortheilhaft bekannte Violinvirtuosin Fräulein Betty Schwabe, welche aus der Schule des Herrn Professors Iosef Ioachim kervorgegangen is, gab am Sonnabend im Saale der Sing-Akademie mit dem Philharmonischen Orchester ein Konzert, welhes sie mit Beethoven's Violinkonzert eröffnete. Ihre bewundernswerthe Kraft des Tons, die fast unfehlbare Ueberwindung aller technischen Scchwierig- keiten und die an der Künstlerin stets gerühmte einsihtsvolle und zarte Art des Vortrags kamen in diesem Werk und in den beliebten Variationen (E-mo1ll) ibres Lehrers, sowie in einer brislanten

olonaise von Wieniawski vortreflich zur Geltung. Die Vpern- und Konzertsängerin Fräulein Marie Joachim, eine sehr begabte Tochter des Meisters, welhe das Konzert unterstüßte, erfreute durch den Vortrag einer Arie aus Beethoven?s „Fidelio* und Weber's „Oberon“. Die große Kraft der Stimme und die dramatische Lebendigkeit, die an die berühmte Bübhnenfängerin Frau Moran-Olden erinnern, traten in glänzendster Welse hervor Der frele Ensaß ves hohea C wax oft von wunderbarer Wirkung; Reinheit der FIntonation und Deutlichkeit der Aussprache kamen ihr gleichfalls fehr zu ftatten. Beiden Künstlerinnen wurde reiher und wohlverdienter Beifall zu theil, der au den Leistungen des von Herrn Profeffor Joachim ge- leiteten Orchesters galt. /

Im Königlichen Opernhause wird morgen Wagner's „Tristan und Ifolde“ unter Kapellmeister Dr. Muck's Leitung mit Frau Sucher, den Herren Gudehus, Beß und Mödlinger gegeben.

Wetter

P e

a6

“4 ep 7

red. in Millim S : S 5 o 9 8 f s

4 «2A em - W - Lf [5] E [7

Bar. auf0Gr.||. u. d. Meeressp.

Stationen.

Temperatur in 9 Celfius 90 C. = 49N

Mittwoch:

7 [wolkig von W. A. 1 wolkig 1'bedeckt 2\wolkig 2'wolferlo8 |— 1l'bedeckt

1bededckt

Belmullet . . Aberdeen Kopenhagen . Stockholm Peire6b ; St. eréba. Mosfau . iw Gork,Queens- E s

Cherbourg 4wolfkig Helder . . W 2 wolkenlo3

Sylt | stillbedeckt Hamburg .….. | 2'bedeckt Swinemünde | 1 wolkig Neufahrwafser l'bedeckt Memel 4'bedeckt s... | 764 2'wolkenlos ‘Münster. . . | 766 1l'halb bed. Karlsrube . . | 765 2'bedeckt Wiesbaden . | 766 1'bededt München . . | 763 1Nebel Ghemnig . . | 767 2'beiter Dei... 1 767 2'bededckt El O7 1bedeckt Breslau . | 767 2\bedeckt e d'Aix . . | 760 3 Regen Bi s l TOL 2'beiter Nebersicht der Witterung. Thomas.

2 N o D N O I 0B

O0 O V0 S

Na

(N 5

zu Genua.

(5 O

8 wolfig

Q O0

Q)

S

Senator.

A

I

O

F J U f A 0 O

G :

| | |

OVEAREaEaAOOSOO O30 V Q O O L E H pi pi O R L D O0 00

Die Luftdruckvertheilung hat sich im allgemeinen 2 R S E E F E nit sehr erbeblih geändert, indessen haben über | Friedrich - Wilhelmstädtisches Theater,

Zentral-Eurova die Luftdruckuntershiede abgenommen,

sodaß daselbst jeßt überall leihte Winde aus Dienstag : Zum 19. variabler Richtung wehen. Dagegen vorm Kanal | See. Operette in 3 Akten nach einer älteren Idee berrshen unter dem Einflusse eines auf dem VDzean | pon E. Sthlack und L. Herrmann. Musik von Louis befindlihen Minimums starke bis stürmishe südliche | Roth. Jn Scene geseßt von Julius Frißsche. | Heineberg. Winde. In Deutschland is das Wetter ruhig, trübe, | Dirigent: Herr Kapellmeister Federmann. Anfang

an der Küste wärmer, im Binnenlande meist kälter; | 7 Ubr.

stellenweise ist Schnee gefallen, Thauwetter ist zunächst Mittwoch: Der Lieuteuant zur See.

noch nicht zu erwarten. ; Deutsche Seewarte.

Theater - Anzeigenu.

Januar, 3 Akten von Richard Wagner. Dirigent: Kapell-

Schauspielhaus. : _vo E Ne oder : Be E Lustspiel in 5 Aufzügen von G. E. Lessing. egie: Herr en Plaschke. (Minna: Frau Clara Meyer, Ehren- Zwo» MUFEnD, mitglied des Königlichen Schauspiels.) Anfang 7 Ubr. in 3 Akten von Mar Stempel. 1 Opernhaus. 9. Borstellung. „Die E A Hochzeit des Figaro. Komische Oper in 4 Akten Victoria-Theater. elle - Alliancestraße 7/8. 69 Pferden, vorgerübrt vom Direktor Fr. da Ge E ; @Fniage-Vulpius Dienstag : Mit vollständig neuer Ausftattung: | „Prinz“, geritten von Herrn R. Renz. , Lorenzo da Poute. Üebersezung von Knigge-Bulpius. Zum 17. Male: Die Kinder des Capitäu | und der Steiger „Alep“, geritten von Frl. Oceana Auss\tattungs\tück mit großem Ballet in | Renz. Die Afrobaten auf dem Telephondraht Zalva,

Mozart. Tert nah Beaumarchais, von

In Scene geseßt ‘vom Ober - Regisseur Teblaff. Dirigent: Kapellmeister Dr. Muck. Afang 7 Uhr.

L Schauspielhaus. 10. Vorstellung. Schiller- Cyclus. 2. Abend. Fiesco, oder: Die Verschwörung Theater Unter den Linden. Dienstag: Preise wie gewöhnlich.

Leßter Gastspieltag JIlka von Palmay. Die | Mittwoch: „Ein Künstlerfest““. 2 Akten von M. West. Musik von Joh. Brandl. Hierauf: Brahma. Ausstattungs - Ballet. Anfang 7ck Uhr.

: Dienétaa: D In Vorbereitung: Salon Pitelberger. Schwank Deutsches Theater. Dieastag: Der Herr |, P ere a Sao.

; Ein republikanisches Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich von Schiller. In Scene ter | gelan vom Ober - Regisseur Max Grube. Anfang | Kosakin. Operette in 7 Uhr.

Mittwoch: Göt vou Berlichingen. Donnerstäg: Der Herr Senator. Freitag: Das Käthchen von Heilbronn.

(Ludwig Barnay.) Anfang 7 Uhr. Mittwoch: Aus eigenem Recht. Donnerêtag: Julius Caesar. (Marc Anton:

Ludwig Barnay.)

ae E Mittwoch: Ein Fallifsement.

in Millionär a. D.

eoncaval eute aus Rom eingetroffen, um den Proben seiner per „Die Medici® beizuwohnen.

Im Königlichen Schauspielhause geht morgen Lessing's «Minna von Barnhelm“ mit dem Ehrenmitglied der Königli i: Bühne Frau Clara Meyer in der Titelrolle in Scene. Herr Ludwig spielt den Tellheim. _ E : E

Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin haben für heute Abend dem Berliner Theater Allerhöchstibren Besuch ansagen lassen, um mit den ältesten Prinzen der Aufführung von Wichert's Schauspiel „Aus eigenem Recht“ beizuwohnen. ;

Der Operettensänger Koswiß vom Stadttheater in Harnover wurde für das FriedrimW-Wilhelmstädtishe Theater engagirt.

Im Theater Unter den Linden beschließt Frau von Palmay in Meilhac-Brandl’'s „Kosakin®" bereits morgen ihr erfolgreihes Gast- spiel. In den nächsten Tagen wird zu dem großen Ausstattungsballet eBrahma“ Offenbach's Einakter „Salon Pitelberger“ gegeben, der bis zu der bevorstehenden ersten Aufführung der neuen, im Theater an der Wien glänzend aufgenommenen Operette „Der Obersteiger“ von Held und Zeller auf dem Spielplan bleiben foll. i i

Für das Konzert, weldes die junge Geigerin Josephine Gerwing aus Köln am Mittwoh im Saal Bechstein giebt, haben die Altistin Fräulein Mathilde Haas und der Klaviervirtuose Herr Dr. Neißel ibre Mitwirkung zugesagt.

Mannigfaltiges.

Die Stadtverordneten-Versammlung hatte feiner Zeit bei Ge- legenheit des Beschluffes über die Erledigung der Resolution bezüglich Bewilligung eines Beitrags für den Zentral-Aus\{uß zur Förderung der Jugend- und Volksspiele in Deutschland den Magistrat ersuht, dafür Sorge zu tragen, daß 1) weitere \tädtishe S piel - vläße, namentli im Westen der Stadt, beschafft, und 2) die vorhandenen Spielpläße in zweckmäßiger Weise beauf- sichtigt werden. Der Beschaffung befonderer Spielpläße für die Jugend ftehen namentlich im Westen der Stadt in finanzieller Hinsicht unüberwindlihe Schwierigkeiten entgegen, sodaß das Kuratorium für das ftädtische Turnwesen es vorgezogen hat, mit der städtishen Grundeigenthums-Deputation in Verbindung zu treten, um im Verein mit ihr folde Plätze zu ermitteln, welche bereits im Besiß der Stadtgemeinde find und dem in dem obigen Beschlusse der Stadtverordneten-Versammlung geäußerten Wunsche entsprechen. Die Verhandlungen find zwar zur Zeit noch nicht abgeschlossen, dürften aber wenigstens zum theil vor Beginn der nächsten Spielperiode zum Absch{luß gebracht sein. Bezüglich der Angelegen- beit der Beaufsichtigung der vorhandenen Spielpläße ist der Magistrat in der Lage, der Stadtverordneten-Versammlung zu erwidern, daß nun- mehr infolge der Unterbandlungen des Kuratoriums für das städtische Turnwesen mit der städtischen Parkdeputation dafür gesorgt ift, daß der Zutritt des Publikums zu den Spielpläßen während der Spiel- zeit verhindert und daher eine Störung des Spielbetriebs in der Weise, wie es früher vorkam, nicht mehr eintreten wird.

Frau Staudigl singt die Brangäne als Gast. Der Komponist f o ift ß

Königsberg i. Pr., 6. Januar. Das Eis des Haffs hat, wie „W. T. B.“ meldet, eine Stärke von aht Zoll. Heute sind die drei letzten Dampfer unter Assistenz eines Eisbrehers nah Pillau abgegangen. Der Schluß der Schiffahrt wird erwartet.

Wilhelmshaven, 6. Januar. Dem von Kiel kommenden Artillerie-Schulshif „Caro.la*“ gelang es nah Meldung des „W. T. B.“ gestern des starken Eises wegen nicht, in den Hafen einzulaufen; das Schiff mußte auf die Rhede zurückkehren. Heute Mittag erreichte das Schiff nah zroeistündiger Anstrengung, über und über mit Eis bedeckt, glücklih den Hafen.

Eisleben. Die Stadt Eisleben ift jeßt von einer ähnlichen Wafserkalamität heimgesucht wie Schneidemühl. In der Zeißing- ftraße zu Eisleben werden seit kurzem Erdsenkungen beobachtet, die allmählih einen bedrohlihen Charafter anzunehmen beginnen. Mehrere Häuser mußten bereits geräumt werden, weil fie einzu- stürzen drohten. uch mehr oder minder heftige Erd- ershütterungen wurden wiederholt gespürt. Nah der „Saale- Ztg.“ fangen auch in einzelnen der Zeißingftraße benachbarten

Donnerstag: Zum 1. Male:

Grant. 1 12 Bildern. Anfang 74 Uhr.

Adolph Ernfst-Theater.

Straßen die Häufer an, Risse zu bekommen. Thüren und Fenster wollen nicht mehr \{hließen, fo z. B. in der Sangerhäuser Straße, im Breiten Wege, in der Grabenstraße :c. In den in leßtgenannter Straße gelegenen SWhulhäusern der 11. Bürgershule, einem alten S geE und einem neuen dreistöckigen, zeigen fich feit Donnerstag zum theil daumenftarke, durchgehende Sprünge. Ferner ist in den Kellern mchrerer Häuser der Sangerhäuser Straße Wasser in ziem- liher Menge aufgetreten.

Bernburg, 6. Januar. Ueber das (in Nr. 5 d. Bl.) {hon telegraphish gemeldete Brandunglück wird der „Magd. Z.“ noch Folgendes berihtet : Das M C S E EEL e ORATEI Ad e, von dem nur die Umfassungsmauern ftehen geblieben sind, bildete einen Theil des

Hegen Schlosses nach der Saaleseite zu. Den zweiten Stock bewohnte er

_Kreis-Direktcr Hagemann sammt Tochter und Dienstmädchen. Alle drei hatten heute furz vor 4 Uhr Morgens die Wohnung, in der sich ein starker Brandgeruch bemerkbar mate, verlassen und sih nah dem Schloß- hofe begeben, von wo aus dur den Kreis-Direktor auch der Kutscher Könnecke, dessen Wohnung sich ebenfalls im E befindet,

eweckt wurde. Ein unter den Trümmern befindli offener

eldshrank läßt vermuthen, daß der verunglückte Kreis- Direktor si zu diesem begeben hatte, um noch Geld oder wichtige Papiere zu retten, wobei er den Erstickungstod gefunden. Seinen Kutscher, der ihn vermißte und ihm daher nahgefolgt war, ereilte dasselbe Schicksal. Auch die erwachsene Tochter des Kreis-Direktors, die, den Vater vermifsend, sih ebenfalls in die mit Qualm erfüllten Wohnräume begeben hatte, hätte der Tod ereilt, wenn E niht von dem Kreis-Direktionsboten Lindrath, der sie in fast bewußtlosem Zustande fand, fortgetragen worden wäre. Auf welche Weise das Feuer entstanden, ift noch nit festgestellt worden ; doch wird vermuthet, daß es sih entweder von der im erften Stock befindlihen Badestube aus oder vom Arbeits- zimmer des Kreis-Direktors aus verbreitet hat. An Mobiliar und Kleidungsstücken ift nichts gerettet : auch der größte Theil der Akten ist vernihtet worden. Die an das Kreis-Direktionëgebäude anstoßende Kreis-Sparkasse ift, dank der Thätigkeit der Feuerwehr, von dem ver- heerenden Element verschont geblieben. :

Bremen, 8. Januar. Die Rettungsstation Trave- münde meldet: Am 5. Januar wurde durch die Rettungsmannschaft der Station mit Hilfe des Raketenapparats die Besazung eines Fischerboots, vier Mann, aus dem Eife gerettet.

Paris, 7. Januar. Das Gebäude in der Rue Richer, in welchem ein großer Theil der Dekorationsstücke der Großen Oper untergebracht ist, ist gestern dur eine Feuersbrunst vollständig in Asche gelegt worden. Her Verlust wird auf eine Million Francs geshägt. Wie die gestrigen Abendblätter melden, war das Gebäude nur mit 130 000 Fr. versichert. Bei dem Brande wurden etwa zehn Feuerwehrleute verleßt, darunter mehrere {chwer. Das Feuer soll infolge von Unvorsichtigkeit einiger Arbeiter entstanden sein. Jn den Vorstellungen der Oper braucht keine Pause einzutreten, da von neun Opern und zwei Ballets die vollständigen Ausstattungen \sch im Theater %efinden.

Ma drid, 8. Januar. Infolge der ungewöhnlich starken Schneefälle sind, wie das „D.-B. H.“ meldet, die meisten P oft und Telegraphenverbindungen mit den Provinzen gestört und

zum theil ganz unterbrochen.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Paris, 8. Januar. (W. T. B.) Einer Meldung des „Eclair“ zufolge beauftragte der Minister-Präfident Casimic Périer den Zivilgouverneur des Sudan, den Komman- danten der Expeditionskolonne gegen die ofes ZU- rückzurufen; die Kolonne erhielt den Befehl, sih auf Timbuktu zurückzuzichen.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

E „Wagne Neues Theater (am Shiffbauerdamm 3/5). | Birkus Renz (Carlstraße). Dienstag, Abends

Manes De: Duc. Ausang U Dienstag: Zum 14. Male: Sappho. Schau- | 74 Uhr:

9. Vorstellung. Minna vou ge in 5 Akten von Alphonse Daudet und Adolphe Belot. Deutsch von Paul Block. Anfang 7 Uhr. Vollständig neue und glänzende Ausstattung. Neue

E Ein Künstlerfest. “Mz

Einlagen. U. a.: Signorina Varotti, die kleinste

Licht. Schauspiel Solotänzerin der Welt. Kinder-Orchester. Ueber-

raschende Liht- und Wafsereffekte. _ Außerdem: „Blondel“ und Monstre-Tableau von

romwell“

Espana und Alvar. Gebrüder Frediani. Die Reck- fünstlerinnen Geschwister Hoffmann 2c.

Familien-Nachrichten.

Dienstag: Zum | Verlobt: Frl. Bertha von Bülow mit Hru. 113. Male: Charley’s Taute. Schwank in Prem.-Lieut. Hans Dietrich von Lücken (Neugaarz e

3 Akcen von Brandon Thomas. Vorher: Die y Bajazzi. Parodistishe Pofse mit Gesang in 1 Aft Hrn. Gerichts-Referendar Kurt Plehwe (Breslau—

î j Ttone . 5 ry Berliner Theater. Dienstag: Uriel Acosta. | n E Jacobson und Benno Jacobson. In Scene | Rawitsch). gesest von Adolph Ernst. Anfang 7# Uhr.

Mittwoch: Charley's Taute. Dic Bajazzi. Central-Theater. Direction : Richard Schul. Heinri Bork (Friedenau). Eine Tochter:

F Di : äu- Alte Jacobstraße Nr. 30. Lessing-Theater. Dienstag: Der unglän- | ch..nstag: Zum 4, Male: Ein toller Eiufau.

i Fabel i. Meckl.). Frl. Hedwig Willim mit

Verehbelicht: Hr. Pfarrer Ln Rieger mit Frl. Helene von Rüdgish (Berndorf). Geboren: Ein Sohn: Hrn. Professor Dr.

Hrn. Bürgermeister Kallmann (Oels i. Schl.). Gestorben: Hr. Rittergutsbesiger Hermann von Treskow-Chodowo (Berlin). Hr. Prem.-Ueut.

Ber: ein Millionär a. D. | Shwank in 4 Akten von Carl Laufs. Hierauf: a. D. und Rittergutsbesißer Gerhard von Dewiß

Cheuiicctvale 25.

Karl Meyder - Kouzert.

Konzerte.

ee” nh einer flteren bee | Saal Bechstein, Linkftraße 42. Dienstag, | (Münsterberg). Anfang 7# Uhr: Konzert der Pianistin Amelia

Potvpourri von Conradi. „Der Winter“, für die

Harfe von Thomas (Herr Stegmann). „Karneval t . .- von Venedig*, für Piston von Arban (Herr Werner). | und cin Prospekt der Fahnen - Fabrik Frauzs

L . 2 D é 4E h rb Á und Freitag: Der ungläubige n, 18, Male. U Es 71 Ube, 19 (Wussow). Hr.” Forstmeister Christian Krafft

Mittwoch : Dieselbe Vorstellung.

(ora Klodnitz). Hr. Pfarrer Johannes öser (Guben). Fr. Amtsgerichts-Rath Bertha Geisler, geb. Fenner (Zobten). Verw. Fr. Julie von Sigéfeld, geb. von Jagow (Wer- fingawe). Hr. Erzpriester, Pfarrer Werner

Redakteur: Dr. H. Klee, Direktor.

Konzert-Haus, Leipzigerstraße 48. Dienstag: | Berlin: —— ——

Verlag der Expedition (Sch olz;.

Ouv. Spada* . „Triomphale“ Nord! s i Verl Refidenz-Theater. Direction: Sigmund Lauten- | on Mabinstein D Scmdbie ar ei er. Deus dex Norvoenti ent Uer Und E

burg. Dienstag: Zum 16. Male: Der Mustergatte. | „Danse macabre“ von Beethoven. „Weihnahhts-

(Le premier mari de France.) Schmwanf | rofen“, Walzer von Waldteufel.

u L Akten Dia ean Ta es gau

A i; egligé. au in 1 Akt von Hans von Mein- Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern- Fel nfang 74 Ubr.

haus. 8. Vorstellung. Triftan und Jsolde. In Mittwoch und folg. Tage: Dieselbe Vorftellung.

Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen

„Kriegsraketen“, (einshließli4 Börsen-Beilage), (334)

Reinecke, Haunover.

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen

¿ 6.

S E S A A S H ARE t

Berlin, Montag, den §8. Januar

Staats-Anzeiger.

1894,

Statistik und Volkswirthschaft.

S Lin à Zur Viebzählung.

ie „Stati. Korr.“ veröffentliht jeßt auß Mittbeilungen über das Lebendgewicht der am 1. Dezember 1892 im vrexbiies Staat gezählten Rinder und Schweine. Es stellt sich dabei heraus daß das gesammte Lebendgewicht bei dem Rindvieh 8 452 905 309 kg betrug gegen 2913 680058 kg am 10. Januar 1883, bei den Schweinen 942 259 512 kg; für [eßtere ist ein Vergleich mit dem Ergebniß der Viehzählung vom 10. Januar 1883 nur mögli, wenn _man das Lebendgewiht der unter ein Jahr alten Schweine, für welhe damals feine Berechnung er- folgte, abzieht; hiernach betrug das - Lebendgewiht der über ein Jahr alten Schweine am 1. Dezember 1892 220 235 180 kg am 10. Januar 1883 156 042103 kg. Das Gesammtgewicht des Rindviehs und der über ein Jahr alten Schweine belief fic also am 1. Dezember 1892 auf 3 673 140489 kg gegen 3 069 722 161 kg und erre Ae somit ein Mehr von nabezu 20 Hunderttheilen. Das Anwachsen der Bevölkerung machte in dieser Zeit beinahe 11 vom Hundert, aus: die Zunahme des Lebendgewichts war also annähernd doppelt so groß wie diejenige der Einwohnerzahl. Dies zeugt von einem ganz be- deutenden Fortschritt auf dem Gebiete der Viehzüchtung.

Das durchschnittliche Lebendgewicht für ein Stü Rindvieh betrug 349,79 kg (gegen 333,46 kg am 10. Januar 1883), bei den Schweinen 70,19 kg, ein Vergleih ist hier wieder nur möglich, wenn die unter ein Jahr alten Schweine außer Betracht gelassen werden; die cin Jahr alten und älteren Schweine wogen dur{chs{nitt- lich 117,61 kg, dagegen 119,30 kg am 10. Januar 1883. Im Laufe von zehn Jahren stieg also das Durchschnittsgewiht eines Stück Rindviehs um 4,90, fiel aber für ein Schwein um 1,42 Hundertstel.

m ganzen hat der Viehstand sowohl in der Stüzahl, wie in seinem Werth und im Lebendgewiht in dem zehnjährigen Zeitraum ¡wilden den beiden Viehzählungen eine erhebliche Zunahme auf- zuweisen.

Die Gast- und Schankwirthschaften im Königreich a Bes Bi Sachsen.

Dr. SBiltor Böhmert veröffentliht in Heft 1 und 2 des Jahr- angs 1893 der „Zeitschrift des Königlich sächsishen Statisüschen Bureaus* einen Aufsaß über die Zahl der sähsishen Gast- und Schankwirthschaften, sowie der Kleinhandlungen mit Branntwein in den Jahren 1879+ und 1893. In dieser Untersuhung sind unter- schieden : Gastwirthschaften, deren Zahl si 1879 auf 4550, 1893 auf 4887 belief, Schankwirthschaften mit Branntweinschank 1879: 9136, 1893: 9574, Schankwirthschasten ohne Branntweinschank 1879: 1459, 1893: 1149 und Branntwein-Kleinhandlungen 1879: 4866, 1893: 4605. Demnach haben si die Gastwirthschaften und Schankwirth- schaften mit Branntweinschank in der Zeit von 1879 bis 1893 zwar absolut vermehrt, sind jedo, verglichen mit der Zunahme der Be- völkerung, „eiwas zurückgegangen ; während die Schankwirth\chaften ohne Branntweinschank und die Branntwein-Kleinhandlungen auch absolut abgenommen haben. Auf je 10 000 Einwohner kamen Gastwirth- schaften 1879: 15,8, 1893: 13,5, Schankwirthschaften mit Brannt- weinschant 1879: 31,6, 1893: 26,5, Schankwirthschaften ohne Brannt- weinschank 1879: 9,0, 1893: 3,2, Branntwein-Kleinhandlungen 1879: 16,8, 1893: 12,7. In den einzelnen Landestheilen is namentli die relative Zahl der Scankwirthschaften mit Branntweinschank fehr verschieden: es kamen deren beispielsweise auf je 10 000 Einwohner 64,0 in Schandau, 57,2 in Stadt Neustadt, 54,6 in Stadt Könitg- stein, 93,9 in Stadt Bischofswerda, 47,4 in Stadt Oschatz, 45,7 in Stadt Stollberg, 44,0 in Stadt Lengenfeld; dagegen nur 13,9 in Stadt Sayda, 15,5 in Stadt Thum, 16,5 in Delegation Sayda, 16,7 in Amtshauptmannschaft Freiberg, 16,9 in Amts aupt- mannschaft Dresden-Altstadt, 17,5 in Stadt Limbach, 18,4 in Amts- hauptmannschaft Leipzig, 19,1 in Amtshauptmannschaft Flôha, 19,6 in Amtshauptmannschaft Schwarzenberg, 20,0 in Stadt Neichenbach und 204 in Amtshauptmannschaft Kamenz. Die EGrhbebungen, auf welche sich diese Untersuhungen stüßen, haben zwar in einigen Bezirken eine Vermehrung, aber im allgemeinen

31. Juli 1879 bei Entscheidu dürfnißfrage einer On

waltungsbehörden über die Ergebnisse i Getränke enthalten.

e nisse der Volkszählung in SaGsen.

Pest T und TT des Jahrgangs 1893 der «Zeitschrift des Königl. sähsishen Statistischen Bürecod: entbält dees Aufsaß von Alban Förster über Familienstand und Alter der

vom 1. Dezember 1890. Diesem ift zu entnehmen, daß di - fammtbevölkerung von 3 502 684 Veriones A ae E, E zählung8tage aus 2032822 Ledigen (eins{ließlich der Kinder) 1 267 004 Verbeiratheten, 193 449 Verwittweten und 9409 Ge. schiedenen zufammenseßte, sodaß etwas über die Hälfte der Einwohner ledig und mehr als ein Drittel derselben verheirathet war. Scheidet man von den Ledigen die Kinder (bis 15 Jahre alte Personen) aus, . E W E der igen etwagenen Personen 794 728. Von

rwahfenen waren 350,9 ig, 559,5 i E - Liu L edig, 559,5 verbeirathet, 85,4 ver

1 801 543 weiblihe Personen. Unter den männlichen Personen be- fanden fi 1 088 280, unter den weiblichen 1176, S0 Gene de Von 1000 männlihen Erwachsenen waren 375,1 ledig, 581,8 ver- _ beirathet, 40,3 verwittwet und 2,8 geschieden. Von 1000 weiblichen Königsberg Erwachsenen waren 328,5 ledig, 538,§ verheirathet, 127,2 verwittwet und 5,4 geschieden. Was \chließlich das Alter anlangt, so waren 1 238 094 bis 15 Jahre alt (Kinder), 2 186 715 über 15 bis 70 Jahre ; alt und 77 875 Personen über 70 Jahre alt: oder unter 1000 Ein- Danzig wohnern waren 353,5 Kinder bis 15 Jahre alt, 624,3 im Alter von 15 bis 70 Jahren und 22,2 über 70 Jahre alt.

lernen; statt der erwarteten 1000 waren nur etw : c E 2 ci a 250 Arbeitslose, von denen die meisten jeden Winter feiern, erschienen. 13

M L Ge AEC Uen del elne «rvellerfuhrerin aus Wien sprach. Die Nednerin empfahl d : Anshluß der Arbeiterinnen an die fozialdemokratische Dactei und die 4Trier Vrganisirung der weiblichen Arbeiter. 35fAachen .| .

In Tiefenb ach fand am 1. Januar cine Versammlung der 36|Sigmaringen . A lz Í N arbeiter des Jsergebirge's statt, die sh mit der Summa |30 126 149 94

eine Verminderung der \ächsis, i i

Zeit von 1879 bis 1893 R gge e Ls E Dea e nbeite geführt wird, daß seit dem Inkrafttreten der Gewerbenovelle vom | für Glasarbeiter empfahs. Gleichzeitig wurde De Ge E Konzessionsgesuche die Be- | nossenschaftsleitung die Mißbilligung der Arbeiter alsgedrüdt ias cnttalt Su E R nterzogen ID Der Vor- und bes{hlossen, „gegen ihr Vorgehen die Beschwerde bei der Statt- j L E E a SAS E A wurde eine allgemeine Arbeits- soweit fie Vorschläge zur weiteren Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger | sogenannten S Dreberlob O Ur dex Sei E ‘bei Sra tiS

wieder eingeführt werden sollte. : 5

asfenbeitritt

gewerkshaftlihen Organisation befaßte und den

der Arbeiter zum nordböhmishen - Verbande

Gesnndheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs-

Maßregeln. ë Deer qt

Devölkerung nah der Volkszöhlung | über die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche

in Preußen im Ausgang der Monate Novembkr und Dezember 1893.

2

|

3 -

geschieden. Nach dem Geschle(t zerfiel die sähsishe Be- bezirk

1. Dezember 1890 in 1701141 männliGe und

Laufende Nr.

Negierungs-

_Die Seuche herrschte in :

S5 |Gemeinde-] S |Gemeinde- Angabe

S) S) (Guts-) der Thiergattung,

: E S ira welche von der Seuche

November Dezember befallen ist. 1893 1893

s As j d j S!

Gumbinnen

otsdam

Zur Arbeiterbewegung. Berlin

In Halle a. S. fanden am leßten D t : 25378 ersammlun B onnerstag und Freitag L S ozialdemokrate

gen von Arbeitslosen statt. Die erste von den EEER

n berufene Versammlung bezweckte, wie der „Magdb.

Magdeburg 18|Erfurt

Hildesheim

Stade

Hamburg stattfinden. Auf der Tagesord ie e Landagitation. ! MARnO, Rent a O die 1 Se abrid. In W ien veranstalteten, wie „W. T. B.“ meldet etwa d S 200 Shuhmachergebilfen, di S R a Nrd 26|Münster kamen, gestern in den S IrTs Sur os Versammlung 27|Minden . Die Polizei zerstreute die Theilnehmer und verhaftete vier 929|Caffel S

In Reichenberg i. B. und in den benacbart j 30|[Wiesbaden fanden, wie die „Schl. Z.* berichtet, in n eiten Sn va 31|Koblenz . . .

25/Aurich

traßen des Bezirks Josefstadt eine Kun d- 58 S benüberg

32NKöln

Marienwerder

Frankfurt a.

eme | Stralsund . . geschrieben wird, weiter nihts, als die Zahl der Arbeitslosen 19 Baba E Breslau.

Die anardistis{e Versammlung am Freitag wurde von dem über. Liegniß . wachenden Beamten bald aufgelöst, da ein Aoüiner: der auch iben Oppeln wurde, aufreizend \prah. Zu Ausschreitungen kam es nicht. j 16 4 ürnberg steht nah einer Mittheilung im , Vorwärts“ ein Lohnkampf der F ormer bevor. Mehrere Arbeitgeber verlangen Ta ut Accordarbeit, auf welche die Arbeiter niht eingehen wollen. 19 Schleêwig .

In Ißehoe wird am 14. d. M. ein sozialdemokratischer 20sHannover E Parteitag für die Provinz Schleswig-Holstein, das Herzog- 21 s thum Lauenburg, das Fürstenthum Lübeck und die Hansastadt 93 Lüneburg

17|[Merfeburg . .

ammlungen statt, in welchen 33 Düsseldorf . .

10 Rinder, Schafe, Schweine. 34 38 | Rinder, Schafe, *

| Schweine. Ninder. Rinder, Schweine. S Rinder, Schafe. G Rinder, Schafe,

| Schweine.

Rinder. Rinder. Rinder, Schweine.

O 6

Rinder, Schweine.

Rinder, Schafe.

o E E

Ninder,

ILIS

Ninder.

4

Nindvieb. Nindvieh.

2) 2 |Rindvieh. 1 1 | Rindvieb.

2 O Bee u. dergl.

9. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen L 9. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Á Nie und Wirthschafts . Yttederlafsung 2c. von Rechts älten. 9. Bank-Ausweise. tei 10. Verschiedene Bekanntmachungen.

pt I ———— R effentlicher Anzeiger. aften auf Aktien u. Aktien-Gesellsch.

enofsenshaften.

1) Untersuchungs-Sachen.

[58362] : _Stec{brief. Gegen die Arbeiterfrau Prohl, Johanna, geb. Kraeger, aus Rehbden bei Graudenz, welche flüchtig ist,

8 wird ersucht, dieselbe zu verhaften und in das

abzuliefern. verfügt, au

GRIRNE n Mélbg. den 2. Januar 1894. E an i Dezember 1893 erfolgt ist, Termin rof erzo ib 8 A ts : j ngSeDer erigerung auf L Ls 1894, Morgens 11 Uhr, Amtsgerichte _hieselbst, [58364] Nr. 42, angeseßt, in wel,

Das von mir unterm 26. Mai 1893 in der Straf- | die Hypothekenbriefe zu ü

sache wider Hoffmann und Genossen wegen Ent- L de are: 5 vid d Auf Antrag des ledigen großjährigen Dienst-

von Münchhausen.

von Rieben.

rehung der Militärpflicht erlassene Strafvollstreckungs- rsuhen ist bezüglich des Mechanikers Hermann

13 er A Gaie & Su tige daselbst am . , erledigt. VI. 10542.) | ss Halle a. S., den 28. Dezember 1893. ) | [58610]

O i Ann, er Boruntersuhungssahe gegen den Bier- brauer Fidel Dreher von Hausen im Killerthal, E s ven

welcher des Meinecids und der Verleitung zum Mein- stücks, Zeile 5 der

eid hinreihend verdächtig ersheint Verb f

gegen §8 153, 159 G 0 welder | 9ndern Drefiler

Léchtig ist, wird in Anwendung der §8 332, 333 der rafprozeßordnung beschlossen : daß das im Deutschen [58405]

e ) ) i ] Aufg i N befindliche Vermögen des Fidel Dreher mit | Es is das Aufgebot der folgenden Preußishen | Abensberg, den 4. Januar 1894.

lag zu belegen. Sechiugen, den 3. Januar 1894. Königliches Landgericht. Strafkammer I.

Staatspapiere :

In

Heinemann's Hof, Klägers, wider den Nagelshmiede- | beantragt. Die F f ; f 1 ‘antragt. Die Inhaber der Urkunden w - und dessen Ehefrau Helene, geb. | gefordert, spätestens in dem auf den 11. chg pothekzinsen, wird, | 1895, Mittags 1©2 Uhr, vor dem unterzeih- ers die Beschlagnahme neten Gerichte, Neue Friedristr. 13, Hof, part., en No. ass. 725 auf der | Zimmer 32, anberaumten Aufgebotstermine ihre weig belegenen Hauses und Nechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, Zwecke der Zwangs- widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden er- rch L E27, Dezember 1893 | folgen wird. die Eintragung dieses Beschlusses im Berlin, den 2. Januar 1894.

meister Hugo Loß Paulus, hier, Bek nahdem auf Antrag des Klägers des den Beklagten gehöri

ift die Unt i j; S LEN Güldenstraße zu Brauns ntersuchungshaft wegen Diebstahls verhängt. Hofes sammt Zubehör

Aumtégerihts-Gefängniß zu Friedland in Meklbg. | versteigerung dur Beschluß vom

lagte, wegen Hy

den 18S, April vor Herzoglichem Auguststraße 6, ner [58622] hem die Hypothekg

berreichen haben.

2 Die in der 2. Beil. der Nr. 305 dies das Aufgebotsverfahren eingeleitet und ergebt Bier- Der Erste Staatsanwalt. abgedruckte Bekanntmachung des Königl. e mit an den dermaligen Inhaber des Utbceibaeten

gerichts T. zu Berlin vom 9. Dezember 1893 , be- Sparkassabuhs die Aufforderung, spätestens in dem treffend Zwangsversteigerung des in der Grimm- enen Grundstücks, wird dahin be- ame der Besißerin dieses Grund- Bekanntmachung , nicht Draßler, lauten muß.

1) der angebli gestohlenen der konfol. 49/ igen Staatsan

E | 103 S6 eo at zu a ers o 2) Aufgebote, Zustellungen |,„ 2,2," verlorenen

Schuldverschreibung L. v. 1884 Litt.- L Zur Beglaubigung : H von dem Gemeindekirchen- Abensberg, den 5. Januar 1894. bei Luckau, L L aerlaabunigen nl. v. it. C Nr. 149 957 und Nr. 149 958 über je 1000 ( von 53401 und dergl. d: E AnAL in "valle a. Sn [S0] R, E er angebli verlorenen S Sachen des Gartenges{hworenen und Oekonomen ronfol 34 di gar Staatsanl. v. 1

4 chuldvershreibung der LPne 8 Nr. 49 Steuergemeinde Wessendorf, . Dürre hicr als Provisors der Stiftung Valentin- | über 1000 (4 von dem Kaufmann Emil Schwerin hier,

8895 Litt. C. Nr. 24167 Pert n Ade 27926 qu 53 Des,

Das Königliche Amtsgericht T. Abtheilung 82.

"” , -_—- 2 f i äubiger Bee ang: betreffend die Kraftloserklärung von Urkunden.

knechts Josef Zellner von Unterwendling wird zum Zwecke der Kraftloserklärung des zu Verlust gegangenen Sparkassabuchs Nr. 9445 der Distrikts sparkasse Abensberg über 1150 M Einlagekapital

auf Samêtag, den 14, Juli 1894, Vormit- tags 83 Uhr, bei dem K. Amtsgerichte Abensberg anberaumten Aufgebotstermine unter Vorlage des Sparkassabuchs seine Ansprühe und Rehte in Bezug auf vorbezeichnete Spareinlage bei vorgenanntem Gerichte anzumelden, widrigenfalls das Sparkassabuch Nr. 9445 der Distriktssparkasse Abensberg über 1150 Æ für kraftlos erflärt werden wird.

K. Bayer. Amtsgericht. (gez.) Radlinger, K. Amtsrichter.

Der K. Sekretär : (L. 8.) Eßtzinger.

Folgende Grundstüde:

Ader 13 9 2 qm 26. Dez und Flur 8 Nr. 51 derselben Steuergemeinde, “Hotf Ader 7 14 a 80 qm 29 Tas, E

eingetragen im Grundbuch von Stadtlohn Wessendorf Band 6 Blatt 88 für i Vemes iu Stabe, N

ck. Flur 8 Nr. 47 Steuergemeinde i f Den A Ser 26 a 12 qm bt Dee a ¿lur 8 Nr. erfelben Steuergemeinde, i Tie i A E qm 07 B Y E

eingetragen im Grundbuch von Stadtlohn Wessendorf Band 4 Blatt 31 für die Ges@witer Dermann, Andreas, Gesina, Joan Theodor und Christoph Demes in Stadtlohn,

G. Flur 8 Nr. 336/22 a. Steuergemeinde Wessen- e R am Horstkamp Weide 20 a 40 qm „wel leßteres Grundstück zum Grundbuch noch nicht übernommen ift, werden auf Antrag des Fuhr- manns Hermann Wullers und Webers Heinrich Her- mann Demes, beide in Stadtlohn, vertreten durch Rechtéanwalt Brandis in Ahaus aufgeboten und alle bezw. alle unbekannten Cigenthums-Prätendenten aufgefordert, ihre Rechte und Ansprüche auf die Grundstücke spätestens in dem auf den 14. März 1894, Vormittags 11 Uhr, vor dem unter=- zeichneten Amtsgerihte anberaumten Aufgebots8=- termine anzumelden, mit der Verwarnung, daß in- folge niht erfolgter Anmeldung und zu a. und b. auch Bescheinigung des Widerspruchsrechts sie mit ihren Ansprüchen und Rechten ausgeschlossen werden und die Eintragung der Auteaalteller zum Grundbuc- erfolgen wird.

Vreden, den 28. Dezember 1893.

Königliches Amtsgericht. Honervogt.

[58406] _ Bekanntmachung.

, Der Winzer Johann Schneider I1. in Honnef nimmt das Eigenthum an der unter Art. 1082 auf den Namen von Johann Schneider 11. zu Honnef eingetragenen, in der Gemeinde Honnef gelegenen Parzelle Flur 15 Nr. 505, In der Küßhecke, Holzung,

lur 8 Nr. 50 derselben Steuergemeinde, Horstkamp

groß 5 a 30 qm, in Anspruch. Diejenigen, wel