1894 / 35 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Im Königlichen Opernhause findet morgen auf Aller- höchsten Befehl eine Wiederholung des Il. Theils der Festvor- stellung vom 27. Januar ftatt: Ouverture „Ein Feldlager in Sélesien“ von Meyerbeer; Lebende Bilder, nach Entwürfen von A. von Heyden, gestellt vom Ober - Regisseur Tey- laff; dekorative Einrichtung vom Ober - Inspektor Brandt. Die verbindenden Verse von Emil Taubert werden gesronen von den Es Molenar und Nesper. Kapellmeister Sucher dirigiert. Vorher geht Donizettiss „Tochter des Regiments“ mit Fräulein Dietrih und den Herren ERAD AD Krolop in den Haupt- rollen unter Kapellmeister Dr. Muck's Leitung. Herr Sylva ist wiederbergestellt und wird am Montag als Canio in den „Bajazzi“ auftreten. Die erste Aufführung der Oper „Die L&oncavallo if für Sonnabend, 17. Februar, angeseßt.

Im Königlichen Schauspielhauje werden Lustspiele „Die Minnekönigin“ und „Verbotene Frucht“

Tirektor Ludwig arnay, welcher zur Zei!

Theater in Gotha ein Ehren-Gastspiel, zu dem er | abfolviert, wurde gestern von Seiner Königlichen Hoheit vonSachsen-Coburg und Gotha in befonderer Audie Am Schluffe der Audienz, während welcher der Herzog baftesten Worten seinem Gast höchste Anerkennung für [erische Leiftungen ausgedrückt hatte, überreihte er ihr das Komthurkreuz des Sachfen-Ernestinishen Haus-Ordi

Im Wallner-Theater wird vom Sonntag ab „Der ungläubige Thomas" in Verbindung mit Ludwi aftigem Lustspiel „Unter vier Augen“ den Spielplan be

Im Residenz-Theater findet am Montag die führung des Valabrègue’shen Schwanks „Der Mustergc

Auf der Bühne des Theaters Unter den Lind fich gestern das gesammte Personal, um Herrn Edu und feine Gattin anläßlich ihres silbernen Hochzeitsfe Die Scene war in einen Garten verwandelt ; auf einer von Blumen umgeben, das Geschenk des Personals, filberner Tafelaufsaz. Das Jubelpaar wurde von C: grüßt. Daran {lossen sich Ansprachen des Regifse Dramaturgen.

Mannigfaltiges.

Nach dem jeßigen Stande der Etatsberathungen in tollegium zur Feststellung des Stadthaushalts-Etats welche in einer Sißung des Kollegiums zu Anfang der 1 zu Ende geführt werden follen, steht es feft, daß die eintommensteuer im nächsten Etatsjahre nah de 100% zur Erhebung gelangen wird. ür das laufe wurden bekanntlich nur 85 9/6 erhoben.

Die gestrige Stadtverordneten-Versammlu Wahlen für die ständigen Ausschüsse, die deputationen und Kuratorien und für die gemishten Dep: zunehmen. Stadtv. Meyer II. beantragte, wie wir der , nehmen, diefe Wablen, welhe etwa 70 Mitglieder un einen gemeinscaftlihen Wahblakt zu vollziehen. Stadtv. dagegen Widerspruch ; er behauptete, daß nah der Vorf sozialdemokratischen Mitglieder der Versammlung von d Aus\chüfsen und Kuratorien ausgeschlossen seien. Der 2 wurde \chließlich in namentliher Abftimmung mi 42 Stimmen angenommen. Im weiteren Verlauf gelangte nach längerer Debatte ebenfalls in namentl: mung mit 98 fegen 15 Stimmen folgender, von den Sk und Hütt gestellter Antrag zur Annahme: „Den Magistrc \chleunigst au fernerhin alle nur möglihen Schritte zu erreichen, daß der Fortbildungsunterricht an den i

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Stationen.

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halb wolkenlos

Dunst 768 wolkig 769 wolkenlos |

1) Böig. ? Böig *) Mittags Regen, Nachts Reif.

Vebersicht der Witterung.

Ein barometrisches Minimum, welches geftern über Nord-Skandinavien lag, ist nach dem Weißen Meere langsam fort Ae einsneues tiefes Minimum, oftwärts fortshreitend, lagert an der mittleren nor- wegishen Küste, Fortdauer der unruhigen Witterung im Nord- und Ditseegebiete bedingend. Jn Deutsch- land ist das Wetter bei an der Küste vielfa Bt im Binnenlande s{hwahen, meist südwestlichen Winden, wolkig bis trübe; im Binnenlande ift viel- fach etwas Regen gefallen; die Temperatur ift fast überall gesunken, liegt indessen allenthalben noch er- beblih über dem Mittelwerthe, die Frostgrenze ver- läuft von St. Petersburg südostwärts über Moskau nah dem Kaspischen Meere hin.

Deutsche Seewarte.

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Sonntag :

Theater - Anzeigen.

König liche Schauspiele. Sonnabend: Opern- haus. 36. Vorstellung. Auf Allerhöchsten Be- ehl. Die Tochter des Regiments. Komische T is ah é a Pt en Ea é y viR

n em Franzö es eorges. Dirigent : Kapellmeister Dr. Muck. Outtétfure

Sonnabend:

Roth.

Der

auh nach dem 1. Oktober ertheilt werden Stadtverordneten Singer und Genoffen,

einer Organisation behufs Aufnahme und Fortführung einer A rbeits- [losen arte und

städtischen

Die Trauerfeier für den Geheimen Regierungs- und Provinzial- Sghulrath Dr. Kli x hatheute im Königlichen Prinz Heinrich-Gymnasium in Schöneberg unter großer Betheiligung stattgefunden. Die Auf- bahrung war in der Aula erfolgt. An der Hauptwand erhob sich ein | sU aroßer \chwarzer Boldachin. unter dem ein Thormaldsen*"ser (Xhriftuä

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kônne,* Ein An der betreffend die , A Arbeitsloser

Beschäftigun feben“ wurde nah kurzer | zu

; rbeiten und in städtishen Betrie Diskussion durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt.

Paar die wärmste Th die Familie Billroth, die ganze leidende habe. Von dem Ober-

fffung bei | die Wissenschaft erlitten R s

ein, nah welcher Seine Nachricht von dem Majestät persönlich h

übermitteln. der _Kronprinzessin-Wittwe

troffen von

12

Billroth in ein d i eral- uet Df e l S Min

Mens

of-M traf bei Frau gefor Billroth eine 5 ajestät der Deutsche Kaiser die Hinscheiden ihres hohverdienten und von geschäßten Gemahls mit aufrihtiger Be- trübniß empfangen habe; er fei beauftragt, der Wittwe das Beileid Seiner Majestät des Kaisers in den allerwärmfsten Beileidsbezeugungen sind

ferner

Grafen

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Seiner

Ausdrücken

einge-

tevbarie. den sir.

Artikel des deutschen Tarifs (nah der vom 1. Februar 1892 ab geltenden Fassung).

Benennung der Waaren.

Einheit.

Zollfaß in M.

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußi «BeDe

Berlin, Freitag, den 9. Februar

V U S R E R A R D A B Ea R E I D a MCI A5 - - aenannten r Le Mr

153

Artikel des deutschen Tarifs (nah der vom 1. Februar 1892 ab geltenden Faffung).

Benennung der Waaren. Einheit.

runa V E I

Zum 1. Male: Thomas. Unter vier Augen.

Friedrich - Wilhelmstädtishes Theater. Chausseestraße 25. ieutenant zur See. rette in 3 Akten (nach einer älteren Idee) von E. Schlack und L. Herrm In Scene

g. aus 1.

Anis, Koriander, Fenchel und Kümmel Soren, getrocknet (gedarrt) s : rzeugnisse dés Landbaues, anderweit niht genannt : Behänge zu Kronleuchtern von Glas, Glasknöpfe, auch gefärbte ; massives, weißes Glas, niht befonders benanntes; gepreßtes, geschliffenes, poliertes, abgeriebenes, geshnittenes, geäßtes, ge- mustertes Glas, insoweit es nicht unter d oder f fällt... , Pferdehaare, roh, gehechelt, gesotten, . gefärbt, auch in Locken- form gelegt, gesponnen; Borsten ; rohe Bettfedern D Se gereinigt und zugerichtet äute und Felle: Y Häute und Felle, rohe (grüne, gesalzene, gekalkte, trockene), zur Lederbereitung, auch enthaart ] elle zur Pelzwerk- (Rauchwaaren-) Bereitung i Se litehlen, ornspähne, Klauen, Knochen (als Schnißstoffe),

rohe Ba und Gerberlohe au- und Nutßholz: : i roh oder lediglich in der Querrihtung mit der Axt oder Säge bearbeitet oder bewaldrechtet, mit oder ohne Rinde;

eihene Faßdauben

in der Richtung der Längsachse beschlagen oder auf anderem Wege als durch Bewaldrechtung vorgearbeitet oder zer- fleinert; Faßdauben, welche nicht unter 1 fallen; unge- {älte Korbweiden und Reifenstäbe; Naben ; Felgen und Speichen

in der Richtung der Längsachse gesägt; niht gehobelte Bretter; gesägte Kanthölzer und andere Säge- und Schnittwaaren

grobe, rohe, ungefärbte Bötther-, Drechsler-, Tischler- und bloß gehobelte Holzwaaren und Wagnerarbeiten, mit Aus- nahme der Möbel von Hartholz und der fournierten Möbel ; eshälte Korbweiden ; grobe Korbflehterwaaren, weder ge- fäcbt, gebeizt, ladiert, poliert noch gefirnißt; Stuhlrohr, ge- beiztes oder gefpaltenes Spangeflechte, ungefärbt j ornplatten und robe bloß geshnittene Knochenplatten. . . . Loi in geschnittenen Fournteren; unverleimte, ungebeizte Par- quettbodentheile feine Korbflechterwaaren Spule gefärbte nmerfkfungen zu g: i 1) Hornstäbe aus Büffel- oder anderen Thierhörnern, geebnete, latte oder sonst zur Verwendung bereits vorgerihtete . . . 2) Gepreßte Hornknöpfe Maschinen : : E : je aen der: der überwiegende Bestandtheil gebildet wird: aus Holz s ; feine Galanterie- und Quincailleriewaaren (Herren- und Frauen- \{chmudck, Toiletten- und sogenannte Nippestishsachen u. st. w.): ganz oder theilweise aus Aluminium, aus anderen unedlen Metallen, jedo fein gearbeitet und entweder mehr oder weniger vernickelt, vergoldet oder E oder auch verniert, oder in Verbindung mit Halbedelsteinen oder nahgeahmten Edelsteinen, Alabafter, Email, oder‘auch mit Schnißarbeiten, asten, Kameen, Ornamenten in Meta guß und dergleichen Sohlleder; Brüsseler und dänisches Handschuhleder Leinengarn, Leinwand und. andere Leinenwaaren, d. i. Garn und Webe- oder Wirkwaaren aus Flachs oder anderen vegetabilischen Spinnstoffen mit Ausnahme von Baumwolle: / Garn, ungefärbt, unbedruckt, ungebleihi, auch dergleichen ge- zwirntes Garn aus Jute oder Manillahanf: Sie 9 eng E utegarn bts zu Vir. 5 engt über Mr, 8 bis Nr. 20 en li : Iutegarn über Nr. 8 bis Nr. 20 englisch über Nr. 20 bis Nr. 35 englis über Nr. 35 englisch / accommodiertes Nähgarn; Zwirn unter a, b und d nit genannt accommodierter Näbzwirn, aus Flachs oder anderen Pflanzen- fasern, jedoch nicht aus Baumwolle “Seilerwaaren:

Seile, Taue und Strike, au gebleiht oder getheert . . aller Art, mit Ausnahme dèr unter 1 genannten , .

S@{hwank in 3 Akten von E. Blum und R. Toché.

Sommersdork). YXt.

1009 kg 100 kg

100 kg

100 kg oder Festmeter

100 kg oder Festmeter

100 kg oder Festmeter

Länidstaumettter a. V:

aus f. Leinwand, Zwillich, S ungefärbt, unbedruckt, ungebleicht:

bis 40 Fäden in der Kette und dem Schuß zusammen auf eine quadratische Gewebeflähe von 4 gem; Fußdecken qus i Ee Kokos-, Jute- und. ähnlichen Fasern, mge a Packleinwand aus Jute oder Manillahanf, sowie den diesen gleihstehenden Spinnstoffen (Flachs ausgenommen), ungefärbt, unbedruckt, ungebleiht, bis 40 Fäden in der Kette und dem Schuß zusammen auf eine quadratishe Gewebefläche von qcm E Zwirnspitzen Wein in Fäfsern: S Wein und Most in Fässern : Rother Wein und Most zu rothem Wein zum Ver- \hneiden, unter Kontrole Wein zur Cognacbereitung, unter Kontrole Butter, auch künstliche : frisches,

Fleis, austgeschlatetes,

Sáweinefleish, ausgeschlachtetes, frisches, und “Fleisch, u: 1 Schweinefleish, ausgeschlachtetes, frisches, un eis, zu- bereitetes, mit Ausnahme von Speck, fris oder zubereitet

C flüssiger, und Tafelbouillon ische :

mit ld Oel oder Gewürzen zubereitete, in Fässern ein- gehend erecv e aller Art, nicht’lebend ild aller Art, niht lebend Kaviar und Kaviarsurrogate . .. . . . . i Hartkäse in mühlsteinförmigen Laiben, das Stück im Gewicht von mindestens 50 kg Der S S Konfitüren, Zuckerwerk, Kuchenwerk aller Art; mit Zucker, Essig, Oel, oder sonst, namentli alle in Flaschen, Büchsen und dergleichen eingemahte, eingedämpfte oder auch ein- gesalzeke Früchte, Gewürze, Gemüse und andere Ver- zehrung8gegenstände (Pilze, Trüffeln, Geflügel, Seethiere und dergleichen); zubereiteter Senf; Kapern, Pasteten, Saucen und andere ähnlihe Gegenstände des feineren _ Tafelgenusses . ; Kindermehl (Nestlemehl und dergleichen) in Essig eingelegte oder eingesalzene Gurken (fogenannte Znaimer Gurken) mit Zuthaten von Gewürzen der Nr. 25i oder auch mit Ug Zusäßen anderer Gemüse, in Fässern, Krügen, Töpfen, Gläsern und derglei... Obst, Sämereien, Beeren, Blätter, Blüthen, Pilze, Gemüse, getrocknet, gebacken, gepulvert, bloß eingekoht oder gesalzen, alle diese Erzeugnisse, soweit sie niht unter _ anderen Nummern des Tarifs begriffen sind; Sâfte von Obst und Beeren zum Genuß ohne Zucker eingekocht . e Mübhlenfabrikate aus Getreide und Hülseufrüchten, nämlich eshrotene oder geschälte Körner, Graupe, Gries, Grüße, Mehl; gewöhnlihes Backwerk (Bäckerwaare) Nükstände, feste, von der Fabrikation fetter Dele, auch ge- mahlen A Schmalz von Gänsen, fowie andere shmalzartige Fette, als : leomargarin, Sparfett (Gemish von talgartigen Fetten mit Del), Rindsmark (beef marrow) D S alg von Rindern und Schafen, Knochenfett und sonstiges Thierfett, anderweit niht genannt . . ungebleichtes oder gebleihtes Halbzeug aus Lumpen ungebleichter oder gebleihter Halbstoff zur Papierfabrikation aus Sol Stroh, harto oder anderen Fasern; graues Lösch- und gelbes, rauhes Strohpapier; Pappe mit Ausnahme der Glanz- und Lederpappe - ; Pathapier, nit unter þ oder d begriffen, ungeglättet

mit Ausnahme von

ackpapier, geglättetes , lanz- und Lederpappe, Preßspäne , S Druck-, Schreib-, Lösh- und Seidenpapier aller Art, sowie litho- graphiertes, bedrucktes oder liniiertes, vorgerihtetes Papier zu Rech- nungen, Etiquetten, Frachtbriefen, Devisen u. st. w. 2 Gold- und Silberpapier; Papier mit Gold- oder Silbermuster; durchschlagenes Papier; imgleihen Streifen von diesen Papier- qattunges 4 ait A j elzwerk (Kürschnerarbeiten) : P * beczcgene elze, Müßen, Handschuhe, gefütterte Decken, Pelz- futter und Besäte und dergleichen : : fertige, niht überzogene Schafpelze, desgleichen ei geinache und gefärbte, niht gefütterte Angora- oder Scha felle, un- gefütterte Decken, Pelzfutter und Besäße

TUDIS T“ UDT.

DDjeNT OTTUST arent GPIgrapntr uno uevungen anon ns n S L T h Der Anfang des Semesters is auf den 16. April 1894

schriften. *Philologishe Uebungen über Seneca’s Apocolocynthosis.

ann.

Brautjagd.

Wallner-Theater. Sonnabend: Heimath. Der ungläubige

Mit neuer Ausstattung. Operette

Musik von Louis eseßt von Julius Fritsche. P: Herr Kapellmeister Federmann. Anfang 7 Ubr

Sonntag: Der Lientenant zur See. L l Freitag, 16. Februar: „Ein Feldlager in Schlesien“ von Giacomo Meyer: * Zum erften Male:

Hierauf: Zum 49. Male. Berlin 1893. Nevue in 2 Abtheilungen von L. Leipziger. Anfang

7x Uhr. Sonntag: Herr Coulisset. Zum 50. Male.

Berlin 18983.

Konzerte.

Konzert-Haus. Sonnabend: Karl Meyder- Konzert. Vorsp. z. Oper riouse von Smetana. Ouv. „Die weiße Dame* von Boieldieu. Prolog aus „Der Bajazzo“ von Leoncavallo. „Mein Traum“, Walzer von Waldteufel. „Souvenir de Moscou“ für die Violine von Wieniawski (Herr Carnier). E i Steyermark für Pifton von Hoth (Herr

erner).

rl von Walbeck (Braunschweig). Fr. Land- schafts - Rath Marie von Besser, geb. Richter (Berlin). Hr. General-Lieut. z. D. Otto von Gaertner (Wiesbaden). Hrn. Geh. Hof-Justiz- Rath Fleischhammer Tochter Lili (Berlin). s an - Intendantur - Rath Georg Lenz offen).

Ea

Redakteur: Dr. H. Klee, Direktor.

Berlin: Verlag der Expedition (S holz).

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlagf- Anstalt Berlin SW.; Wilhelmftraße Nr. 32.

Sechs Beilagen (ztnshließlih Börsen-Beilage).

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Privatdozent Drescher: Goethe’s Dramen. Neuhochdeutshe Metrik. Geschichte der germanishen Philologie. B, A aa aan wes entaftliè -pharmazeutische Abtheilung. L

Prof. Hitt orf: *Ausgewählte Theile der theoretishen Physik. Prof. Hosius: *Paläontologie, 2. Theil. Prof. Salkowski: Organische Chemie. *Ueber die Metalle. Praktishe Uebungen im ct p Laboratorium. E Killing: Analytishe Geometrie,

eil. Theorie der Differential-Gleihungen. * Planimetrische Tae * Vebungen im mathematisdhen Seminar. Prof. Brefeld: Systematishe Botanik, durch die Entwicklungs- geschichte erläutert. * Botanische Demonstrationen. * Leitung isen: schaftlicher Arbeiten im botanischen Jnstitut. Prof. Ketteler : Experimentalphysik, 1. Hälfte (n egemene Physik und Wärme- lehre). *Elemente der theoretishen Physik, 3. Theil (Theor. Optik.) * Praktische Uebungen im physikalischen Laboratorium.

festgeseßt.

Deutscher Reichstag.

44. Sißung vom Donnerstag, 8. Februar, L Uhr.

Die zweite Berathung des Spezial - Etats des Reichsamts des Jnnern wird fortgeseßt beim Kapitel „Patentamt“.

Ueber den Beginn der Verhandlung ist bereits inder Nummer vom Donnerstag berichtet worden. Nachdem das Kapitel „Patentamt“ bewilligt ist, nimmt beim Kapitel „R e i ch s- Versicherungsamt“ im weiteren e S Berathung zur Erwiderung auf Ausführungen des . Schmidt,

schen Staats-Anzeiger.

1894.

Reichsmünzen.

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{münzen Kupfermünzen

ehn- Fünf- Zwei- Ein- B ide pfennigstücke | pfennigftücke | pfennigstüde

I La L | 19 908/34 16 800|— ES 1 680|— —- |— ¡—| « 16 000|— E A | 4978/21 TE S0 N 73 566 55 235 084/80| 15 348 496/05] 6 213 207 44] 6 074 14617 1 884/80| T5 346 196/05] G 213 207 14| 6 11671272

1603/9 532 35/36 32/64 I50 280/90] 15 315 963 TOf 6213172 08| 6 116 680/08 ) 073,65 4 12 329 852,16 M

Thätigkeit der Schiedsgerichte in der Unfallver- nängelt hatte, das Wort der e Geheime * Ober-Regierungs-Rath von Woedtke: ht zugeben, daß die gewählten Arbeitervertreter für htliche Thätigkeit des Neichs-Versicherungsamts des Ver- rbeiter entbehrten. Die Grenzstreitigkeiten zwischen den ufsgenofsenshaften und der Vorwurf der Humanität xch niht die Berechtigung des Wunsches auf Aufhebung änrihtung. Bei der Revision des’ Gesezes werde den iten durch eine einfahe Vorschrift vorgebeugt werden. nsche, den Verunglückten eine möglichst ausgiebige Rente sei die ganze Sozialreform durchtränkt. b übeden (dkons.) regt eine Regelung der Arbeiter- ge von NReichswegen nach_ dem Vorbilde der Reichs- Unfallversiherung an. Die Schaffung kleiner Wohnungen jeses zu fördern, hätten {on Lechler und Schäffle neuerdings habe de Verband evangelisher Arbeiter- petitioniert, daß die Gelder der Invaliditäts- und ungs-Anstalten für diesen Zweck in umfassendem Maße zt werden möchten. In Hannover fei die dortige gutem Beispiel vorangegangen. Redner fragt, wie weit Sersicherungs8anstalten von ihrer Befugniß, bis zu ein e im ganzen 37 000 000 zur Les jon Arbeiterwohnungen zu verwenden, Gebrau gemacht sucht, wenn das noch nit geschehen sein sollte, mit _auf diefe Verwendung von Amtswegen hinzuwirken. ¡t von einer Abänderung des Geseßes eine Erweiterung nfreundlihen Bestimmungen. c Ober-Regierungs-Rath von Woedtke: Von der mächtigung ist bereits in weitgehendem Maße Gebrauch en. Bis jeßt find über vier Millionen für diese Zwecke eine noch größere Summe zur Verfügung gestellt. erung dieser Bestrebungen sind die Versicherungsanftalten nom; das Gefe fann sie niht zwingen. Sie müffen ge sicher gehen und haben deshalb sorgfältig zu prüfen, : vorgebrahten Anträge au alle Garantien unbedingter ten. Außerdem muß der Garantieverband seine Geneh- ilen, und auch dazu kann er niht gezwungen werden. j N die Gefeßgebung auszusprechen, begegnet noch leb- nfken. chönlank (S9z.) ersuht um Aufklärung über die Intershiede in der Zahl der dauernd und der vorüber- jerbsunfähigen im Bereich der landwirthschaftlichen Be- haften. Die Feststellung einer vorübergehenden Erwerbs- ei ja viel vortheilhafter für die Beruf8sgenossenschaften, organisfierten Unternehmer, aber daraus allein ließen sich ‘hohen Differenzen nit erklären; die Ursache müsse bet den Organen und in der verschiedenen Rechtsprehun Zabl der Versicherten werde verschieden angegeben; na mn Enn von Woedtke sind es 114, nah der verkauften Marken nur 94 Millionen. Da bleibe Gori, daß für 2. Millionen Versicherungspflichtige 92 Marken nit zur Verwendung kamen. Die Tendenz Zersicherungsamts und seine Judikatur habe bisher die iedigen können; aber diese Tendenz heine jeßt etwas zu gerathen, vor allem durch den überwiegenden Einfluß catie und des Formalismus. Die Praktiker, Aerzte fäâmen allmählich den Juristen gegenüber ins Hinter- $8 lasse sich auch an der neuesten Rechtsprehung nachweisen. Ein Arbeiter, der an einer geringen, nicht störenden geistigen Anomalie litt, wurde dur einen ier verleßt, daß er ins Irrenhans gebracht und für ärt wurde. Während nun nah früheren Entscheidungen Versicherungsamt dem Verleßten eine Rente für die werbsunfähigkeit zugesprochen hätte, it jeßt entgegengeseßt rden. An der Hand eines ärztlichen Gutaditens, welches Peise besagt, da der Mann auch ohne den Unfall binnen verrückt geworden wäre, hat das Me Set Ferne \aß der Mann die Rente bloß für ein Fahr erhalte. chritt in der Judicatur is von den weitestgehenden | lange der Wirkliche Geheime Ober-Regierungs-Rath an der Spitze steht, wird es ja nit so blimin treyen; aver wir kennen seinen Nachfolger niht. Jedenfalls wird sich hieraus eine neue Quelle für unzählige Prozesse und Rekurse ergeben. Um dieses Loch zu verstopfen, follte das Reichs-Versiherungsamt noch einmal die ganze Frage grundfäpglich prüfen und, wenn irgend möglich, diesen Spruch umstoßen. Der Bundesrath weiß do jedenfalls au dan e Mas der psychiatrischen Ausbildung gut steht.

Staatssekretär Dr. von Boetticher:

Ich habe nur den legten Theil der Ausführungen des Herrn Vorredners gehört, wegen anderweitiger Dienstgeshäfte konnte ih früher nit hier sein. Jch bedaure, daß ih auf diesen leßten Theil seiner Ausführungen nicht eingehen kann. Das Reichs-Versicherungs- amt ift eine rihterliche Behörde, die in leßter Instanz entscheidet ; sie ist insoweit souverän. Man kann vielleicht darüber verhandeln, ob bei einer Korrektur der Unfallversicherungsges eßgebung eine Vorschrift zu erlafsen sei, welhe die Mißstände unmöglich

,

unserer Aerzte nicht