1894 / 44 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

(efiein :favb 004 ate Péiliaaniecilde

_ Gestern fand das achte ilharmonische Konzert unter Leitung des General-Direktors E. Schuch statt; und be a dähtniß Dr. Hans von Bülow?s. Wie am vorigen Dienstag so war au diesmal eine mit Lorbeerfränzen ain Büste des Dahingeschiedenen vor der mit s{chwarzem Flor drapierten Orchester- tribüne aufgestellt. Die ernsten Klänge der Sinfonia eroica von Beethoven leiteten die Vorträge des Abends ein; die Ausführung er- innerte schr an die des unvergeßlichen früheren Dirigenten dessen geistvolle Interpretation noh in Aller Andenken lebt. Hierauf folgte die große Sopran-Arie aus Beethoven?:s „Fidelio“, die durch Fräulein Marie Joachim an Stelle der

1891 am zablreichsten vertreten waren, {wankte ihre Anzahl in den leßten zwei Jahrzenten wie folgt: id h jah Seine- Departement Departement Meurthe et Moselle 17 498 2098 21 834 9 165 i 13122 19 «ck DOTLG 20 683 Aud E ; s L d aat 14 i D uh bier ist, na er Ansicht unserer amtlihen französischen Quelle, der Rückgang hauptsächlih durch die Zunahme der Naturali- jationen, weiter aber auch dur die (absihtliden oder unabsichtlichen) a Nen Angaben über die Gebürtigkeit und Staatsangehörig- gl igauts E Kleine Mittheilungen. u erklären. i Die Hessishe Ludwigs-Eisenbahn-Gesell scha In den folgenden 13 Departements 2c. betrug die absolute Zahl | vereinnahmte im E B E v N Qa der Deutschen mehr als 1000 Köpfe: Seine 32278, Meurthe et | 1244401 (+ 83772) Æ, auf den garantierten Linien 148 877 Ms T4, Poien A S EA Meuse ta Doubs | (+ a0 2044, Marne_2042, Seine et Dise , Aube 1657, ône 1434, Breslau, 20. Februar. (W. T. B.) Die hiesigen Eisen- Nord 1272, Seine Inférieure 1188, Alpes Maritimes 1182. Man sieht, | Großhändler Di die Preise für Waliel A a 5 E Bft Beinahe bon Haris 08 n a weilen n gie m der E erhöht. f grenze gelegenen Departements, . welhe der preußischen NRhein- | Magdeburg, 19. Februar. (W. T. B. uderberi provinz und Elsaß-Lothringen benahhbart sind, mehr als 2000 Deutsche | Kornzucker exkl., g v 92 Vio —,—, pat ¡3,80 eee rie auf. Geht man bis auf die Arrondissements als Einheiten | 8809/0 Rendement 13,10, neue 13,25, Naprodukte exkl., 75 °%/; Rende- herunter, so bilden diejenigen, in denen mehr als 309 Deutsche | ment 10,70. Ruhig. Brotraffinade 1. 26,00, Brotraffinade I. gezählt wurden, eine zusammenhängende Kette, welhe von der | 25,75, Gem. Raffinade mit Faß 26,25, Gem. Melis I, mit Faß stgrenze durch das Marnethal nach Paris und von da nah Rouen | 24,75. Still. NRohzuckter. 1. Produkt Transito f. a. B: Hamburg und Havre führt. Weiter ist eine beträchtlihe deutsche Einwanderung è Br., pr. März 12,95 bez. und Br nach Westen, längs der Loire, von Orleans an, und nah Süden + Br., per Mai 13,00 bez. u. Br. durch das Saöône- und Nhöônethal bis na Lyon zu verzeihnen. Eine / 2 s /

Der Meß-Ausschuß der Leipziger Handelskammer giebt soeben das erste Heft einer „Zeitschrift Des Teibriger Meßverbandes“ heraus, die weiterhin in zwanglosen Heften ersheinen und den Mit- gliedern des Leipziger Meßverbandes unentgeltlich geliefert wird. Die neue Zeitschrift stellt es si, wie in einer “Ansprache an die Leser be- merkt wird, zur Aufgabe, alle die Leipziger Messe betreffenden An- elegenheiten in sahlicher Weise zur Besprehung, Erörterung und tarstellung zu bringen. Das vorliegende erste Heft hat außer der einleitenden Ansprache folgenden Inhalt : Nückblick auf die Thätigkeit der Handelskammer. Der Umbau des Leipziger Gewandhauses für Meßzwee. Beseitigung der Meßpreise. Leipziger Gewerbe- und Industrie-Ausftellung 1895. Der Fremdenbesuch der Leipziger

Zweite Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Slaals-Anzeiger.

Me 44. Berlin, Dienstag, den 20. Februar 1894.

ride ch Fräulei 1. Untersuhungs-Sacen. 6. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellsch. plößlich erkranktcn Frau Lilli Lehmann fehr empfindungsvoll vor- 2, Aufgebote, Zustellungen u. dergl. 7. Erwerbs- und Wirthschafts-Genofsenschaften. getragen wurde. Das Orchester spielte sodann die D-dur-Suite von 2, Unfall- und Invaliditäts- 2c. B s

0 3 l anf Thei 8. Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten. Bach, die aus fünf Theilen: „Ouvertüre, Arie, Gavotte, Beurrée 4. e Verpachtungen, Verdingungen 2c. Deffentlicher Anzeiger. 2: Bank-Au ie 2 . Verschiedene Bekanntmachungen. ¿

E 9. Bank-Ausweise. und Gigue* besteht. Am Schluß des Konzerts ersien die Sängerin 5. Verloosung 2c. von Werthpapieren. ;

noch cinml und trug die jüngst im Saal der Sing-Akademie von ibr

gehörte und mit großem Beifall aufgenommene „Ozean-Arie* gus (N Rataf S us | : E ie ‘großem B ae Db Nr. —), nach dem Kataster Malplaquet- Straße | widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld

Web eris „Oberon“ vor, „Das Orchester leistete in der Begleitung der 1) Untersuchungs-Sachen. : Nr. :12; Ae Grundstü am 20. April 1894, | in Bezug auf den Anspru an die Stelle des ge wie in der Ausführung der symphonischen Werke wizderum Vormittags 102 Uhr, vor dem unterzeichneten | Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung

Gericht, an Gerichtéstelle, Neue Friedrichstraße | des Zuschlags wird am 12. Mai 1894, Mit-

M0 s [68290] Stectbrief. Am Sonnabend fand im Saa echstein ein Lieder-Abend der Gegen den Reisenden Otto Ohdorf von hier, f, Flü Saal Nr. 40, | tags 12 an Gerichtsstelle, wie oben, ver- Pray n M E ne Epstein (aus Frankfurt a. M.) statt, die bereits boren ‘am 27. Juni 1862 zu Bernau, welcher g de f E Tai 22A u a Ey Gerichtsf ubs L AO E E O eine gewisse Berühmtheit flüchtig ist, ist in den Akten U. R. I1. 39. 94 die | termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten | Reinertrag und einer Fläche von 10 a 93 gm zur Berlin, den 14. Februar 1894. tigkeit - die SKänfileri I DET E zu bewundern, mit welcher Leich- Untersuhungshaft wegen wiederholten Betruges ver- | anzumelden und, falls der eeeDne Gläubiger | Grundsteuer, mit 13 210 4 Nuzungswerth für das Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 86.

L L D bi folge 9 in den rapidesten Läufen bis zum drei- hängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und | widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu E, Etatsjahr 1896/1897 zur Gebäudesteuer veranlagt. L gestrihenen F hinaufschwingt, wie sie auf dem hohen B einen langen in das Untersuchungs-Sefängniß zu Berlin, Alt- | widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringiten | Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des A

Gebots nicht berücksihtigt werden und bei Vertheilung | Grundbu(hblatts, etwaige Abschäßungen und andere

Dw pati a schwierige Intervallsprünge dur zwei Oktaven Moabit Nr. 12a., abzuliefern. indur) mit stets reiner Intonation ausführt. Ganz befonders Berlin, den 16. Februar 1894. des Kaufgeldes gegen die berücsihtigten Ansprüche | das Grundstück betreffende Nachweisungen, fowie be-

18 e 1G à

von felbft auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhanden fein oder Betrag aus dem Grund- buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerts nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden ebungen oder Koften, spätestens im Versteigerungs8-

pr. Februar 13,10 bez., 13,12 12:97

[68427] _ Hwangsverfteigerung. | Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von Alt-Schöneberg Band 32 Nr. 1297

pr. April 12,923

Sd., Schwach.

größere Anzahl von Deutschen findet sich außerdem in den Städten am Mittelländishen Meer, besonders in Nizza und Marseille. Außerdem zählte man im Arrondissement Bordeaux 736 Deutsche, welche eine von den übrigen Mittelpunkten der deutshen Bevölkerung in Frankreich vollständig isolirte Kolonie bilden.

Bux Aweiterbewegung.

Aus Leipzig berichtet die „Leipz. Ztg.“, daß in einer von etwa

300 Perfonen besuchten sozialdemokratishen Versammlung über die Lokale „Goldene Krone“ in Konnewiß und den „Plagwigter Gasthof“ wegen Saalverweigerung der Boykott verhängt wurde. Hier in Berlin haben die Holzbildhauer der Möbelfabrik

von O. A. Schoy die Arbeit niedergelegt. Als Gründe werden im eVorwärts“ Lohnabzüge und Einführung einer neuen Arbeitsordnlng enannt. Der Geschäftsführer soll jede Unterhandlung mit den Ar-

eitern abgelehnt haben. Aus dem Ausstand der Arbeiter ver-

schiedener mechanischer Schuhfabriken sind noh 15 Auéständige, „die bisher feine Arbeit gefunden haben, zu unterstützen. :

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

S D seefanitätépolizeiliche Verordnung vom 12. d. M. ift die a Rug und fr Cgauns für die aus österreihis- ungarischen Häfen kommenden iffe aufgehoben worden. (Vergl. „R,.-Anz.“ Nr. 270 vom 14. November 1892) DOM

Handel und Getverbe.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Kofts an der Ruhr und in ObersWlesien. An der Ruhr sind am 19. d. M. gestellt 11 449, nit rech{t;eiiig

Al Art f

er esien find am 17. d. M. geftellt 2201, nit recht-

zeitig gestellt keine Wagen. E E Das Kuratorium der Deutschen Grundshuld-Bank hat in seiner heutigen Sißung auf Antrag der Direktion, die über das

Geschäftsjahr 1893 Bericht erstattete, beschlossen, die ordentliche

Generalversammlung auf den 17. März d. J. einzuberufen und dieser die Vertheilung einer Dividende von 6# 9% vorzuschlagen. Im Vor- jahre wurden gleichfalls 63/4 Gewinn vertheilt.

ha In der gestrigen Ausfsichtêrathssibung der Vereinigten Königs- und Laurahütte berihtete die Direktion über die Er- gebnisse des ersten Halbjahrs des laufenden Geschäfisjahrs. Das inländische Handelseisengeschäft war theils wegen des russischen Zoll- krieges, theils wegen der Depression auf allen Gebieten der Industrie ein außerordentlich ungünstiges. Die Aufträge der \{lesischen Werke an Handelseifen gingen bis gegen Ende des 1. Semesters des laufenden Geschäftsjahrs sowohl ihrer Menge na, als au in den Preisen, zu welchen sie abgegeben werden mußten, stetig zurück; erst im letzten Monat trat na Gründung des Schlesisch-Mitteldeutshen Walzwerk- Verbandes eine Wendung zum Besseren ein, insofern als wieder mehr Aufträge eingingen. Die Produktion in ordinâren Handels- eisen betrug auf den \{lesishen Werken 22 424 t gegen 27 837 t im 1. Semester des vorigen Geschäftsjahres, d. i. nahezu 20 9% weniger. Die Produktion an Feineisen und Blechen stellte sih zwar etwas höher, die Durhschnittsverwerthung der Handels- eisenproduktion sank aber durchgängig. An nichtsyndiziertem Walzeisen, an Façoneisen, Sch{wellen und Sbienes gingen dem Unternehmen, wenn auch zu ebenfalls ermäßigten Preisen, stärkere Aufträge zu; diesem Umstande sowie einer geringen Steigerung der Produftion des russishen Werks ist es zuzuschreiben, daß die Gesammterzeugung an Walzeisen die des Vorjahrs im ersten Semester noch um 1870 t überstieg. Dabei war jedo ein durschnittliher Rückgang der - Verwerthung im Inlande von etwa 75 A zu be- lagen, Für die Produkte der Katharinahütte blieb die Verwerthung den Zeitverhältnissen entspreŒend eine vortbeilhafte. Das Kohlengeschäft gestaltete sich im 1. Semester 1883/94 nit ungünstig, da es troß des erheblihen Minderverbraus der eigenen Hütten eine Mehrförderung von 11 549 & gestattete. Der Brutto- gewinn stellte sich nach Abzug der Zentralverwaltungskosten und Dbligationszinsen im 1. Semester 1893/94 auf 1737115 Æ, somit gegen den gleihen Zeitraum des Vorjahrs um 267 283 46 höher. Der troß des Nückgangs der Preise der inländishen Fabrikate erzielte Mehrgewinn is aus günstigeren Produktionéverhältnissen auf den s{lesischen Hüttea und aus der derzeitigen - Geshäftélage der Katharinahütte bervorgegangen. An Aufträgen in Walzwaaren lagen am Schluß des Semesters vor: 33 308 t im Werth von 3 722100 für die shlesishen Werke. Die Katharinahütte hatte an Walzwaaren in Eisen und Ble 6722 t mit einem Werth von 789 000 Rubel in Auftrag, wobei sich die Aufträge in Handelseisen verhältnißmäßig hoh beziffern. Die Direktion berichtete {ließlich, daß das neu- erbaute NRohrwalzwerk auf der Laurahütte vollendet is und in diesen Tagen in Betrieb geseßt wird.

__— Der Aufsichtsrath der Magdeburger Bergwerks-Aktien- gesellschaft hat beschlossen, die ertbeilung einer Dividende von 12 %/9 bei der Generalversammlung zu beantragen.

Die „Wochenschrift für Aktienreht und Bankwesen, Steuer- undStempelfragen*, die vom Rechtsanwalt Dr. Paul Holdheim in Franksurt a. M. herausgegeben wird und in Karl Heymann's Verlag, Berlin W., erscheint, hat in der Nr. 4 des ITI. Jahrgangs vom 17. Februar folgenden Inhalt: Ist die Aktien- übernahme bei der Kapitalerhöhung ein Anschaffungsgeshäft ? Von Dr. Staub. Durch die Hingabe der auf den Namen des Gläubi- gers lautenden Schuldverschreibungen über eine vorher begründete Darlehnés{uld wird kein reihsstempelpflihtiges Anschaffungsgeschäft hergestellt. Von Dr. Carl Hilse. Ein Versu zur Umgehung der Bestimmung im H.-G.-B. Artikel 215d, daß die Aktiengesellschaft eigene Aktien im ri EAO Verkehr nicht zum Pfand nehmen foll. Von Dr. Langbein. —- Preußische Einkommensteuer-Statistik. Rechtssprüche: Vom Reichsgericht: Zum § 249 b Nr. 1 H.-G.-B. Literatur : Kommentar zum A. H.-G.-B. von Puchelt-Förtsh. Be- sprochen von Birkenbiel. Kleine Mittheilungen, Neugründungen

Letpzig, 19. Februar. (W. T. B.) Kammzug-Termin-» handel. La Plata Grundiauster B. per Februar 340 A6, Per März 3,424 M, per April 3,424 46, Per Mai 3,45 4, ver Juni 3,923 M, per Juli 3,522 4, per August 3,55 M, per September

3,60 M

_Bremen, 19. Februar. (W. T. B) Börsen-SSkufiberißt. Naffiniertes Petroleum. (Offizielle Notiecung der Brenier P E Börse.) Still. Loko 4,85 Br. —- Baumwolle. Ruhig. Upland middling, loko 39} 1. Schmalz. Fest. Wilcox 404 4, Armour shield 40 §7 Cudahv 415 g, Fairbanks 35 4. Sped. L. Short clear middl. loko 364, Februar - Abladung 364.

aback. Umsatz: 29 Faß Kentucky, 300 Packen China, 184 Kisten Seedleaf.

London, 19. Februar. (W. T. B.) An der Küste 1 Weizen - ladung angeboten. '

. 96/6 Javazucker loko 152 ruhig, Nüben-Nohzucker loko 13 ruhig. Chile-Kupfer 411/16, pr. 3 Monat 423/16. Glasgow, 19. Februar. (W. T. B.) Die Verschiffunger von Roheisen betrugen in der vorigen Woche 5639 Tons geg: n 2425 Tons in derselben Woche des vorigen Jahres.

__ Bradford, 19. Februar. (W. T. B.) Wolle ruhig, Kolo- nial- und englische Wollen stetig; Garne belebter, Stoffe ruhig. Amsflerdam, 19, Februar. (W. T. B) - Java - Kaffee good ordinary 524. Bankaziun 432.

_ Ss, 19 Souar D. BJ Dex Ministerrath sebte in seiner gestrigen Sißung die Instruktionen für die zu den Verhand- lungen in Angelegenheit des Betriebes auf der Eisenbahnstrecke Bellowa—Sarembey zu entsendenden bulgarischen ODele- girten fest und bestimmte zu Delegirten den diplo- matishen Vertreter Bulgariens bei der Pforte, Dimitrow und den Chef des CEisenbahndepartements Momtschilow. Die Verhandlungen werden auf Wunsch der Pforte in* Konstantinopel selbst stattfinden. Wie die „Agence Balcanique" erfährt, wird die Betriebsge!ellshaft der orientaliBen Eisenbahnen bei diesen Unter- handlungen durch den Verwaltungsrath Schrader-Berlin und durch Direïtor Groß holz vertreten sein.

__ New-York, 19, Februar. (W: T. B) Dié Bökfe ere öffnete {chwach, später wurde die Haltung unregelmäßig und der Schluß war im allgemeinen s{wach. Dec Umsay der Aktien be- trug S Stück. Der Silbervorrath wird auf 185 000 Unzen ge[chaBr.

Weizen anfangs fest und steigend infolge großer Käufe, Deckungen der Plasfpekulanten und auf beffere ÉBAliielbinnen! E abgeschwächt und fallend auf Liguidation der langsichtigen Termine. Schluß schwach. Mais anfangs fest, entsprehend der Festigkeit des Weizens, dann fallend bis zum Schluß mit wenigen Reaktionen auf bedeutende Zunahme der sichtbaren Vorräthe.

Visible supply an Weizen 78668 000 Bushels, do. an Mais 17 787 000 Bushels.

__ Chicago, 19. Februar. (W. T. B.) Weizen eröffnete auf bessere Kabelberichte recht fest, fiel aber bald darauf auf reihliche Bertäufe und unerhebliche Nachfrage für den Erport. Mais er- öffnete sehr fest, fiel aber bald darauf.

Verkehrs-Anstalten.

__ Triest, 19. Februar. (W. T. B.) Der Lloyddampfer , Venus“ ist gestern Nacht aus Konstantinopel, und der Lloyddampfer , Amphi- trite“ heute Vormittag aus Alexandrien hier eingetroffen. London, 19. Februar. (W. T. B.) Der Ünion-Dampfer „Anglian“ ist Sonnabend auf der Auéreise, der Union-Dampfer „Trojan” auf der Heimreise von den Canarischen Inseln ab- gegangen. Der Union-Dampfer „Tartar“ is Sonnabend auf der Heimreise in Plymouth angekommen, der Union- Dampfer „Spartan" auf der Ausreise von Southampton abgegangen.

Theater und Musik.

: , Nesidenz-Theater.

_ Vorgestern wurde in einer Mittagsvorstellung zum Besten der Deutschen Schriftsteller-Genossenschaft unter Mitwirkung des Kaiser- lih öôsterreihishen Hof-Schauspielers Herrn Friedrich Mitter- wurzer, der eigens zu diesem Zweck aus Wien hierher gekommen war, das Lustspiel „Verfehlter Beruf“ von Friedrih Dern- burg und Eugen Zabel zum ersten Male zur Aufführung gebracht. In dem Werke handelt es sich um einen Vertheidigungs- plan, der einem Offizier entwendet worden i und deffen dauernder Verlust große Gefahr für das Vaterland sowie erbeblihe moralische und materielle Nachtheile für den Be- stoblenen nah sih ziehen muß. Zwei Spione fremder Mächte sind bereits eifrig und anscheinend mit Erfolg bemüht, den Plan an sich zu bringen, als der Redakteur des „Minutenanzeigers* Heinri Hacker erscheint, den Dieb, einen anderen Journalisten, entlarvt, nachdem er die beiden Spione durch Auseinanderseßung der sie be- drohenden Strafen geschickt entfernt hat, und zum Dank dafür mit der Hand der von ihm schon lange geliebten Alice NRüdecke, Tochter eines Militäreffekten-Fabrikanten, belohnt wird. Das Stück wurde von dem zahlrei erschienenen Publikum mit lebbaftestem Beifall aufgenommen, der in erster Linie dem geschäßten Gast aus der öôsterreichi!chen Landeshauptstadt galt. Obwobl infolge einer Erkältung, die er sih auf der Reise zugezogenen, unter ziemlich starker Heiserkeit leidend, entledigte sih Herr Friedrih Mitterwurzer doch der Aufgabe, den ebenso jovialen wie geistreichen und Uiebenswürdigen, Redakteur des „Minutenanzeigers* darzustellen, mit meisterlichem Geschickd. Er wurde trefflich unterstüßt durch die besten Kräfte des NResidenz-Theaters, unter denen die Damen Bertens und Hofer, die Herren Werner, Gaspart, Jarno und Pagay besonders hervorgehoben zu werden verdienen. Fräulein Ella Gabri hatte sih diesmal in der Rolle eines nafeweisen, aber flugen und gutmüthigen Drudcker- jungen zu versuchen und gab dabei Beweise ihrer vielseitigen shau- spieleris(en Begabung. Als die Spionin Julie Desnoiresterres trat räulein Frida Wagen, bisher am Lessing-Theater, zum ersten al an ‘dieser Stätte auf und führte sich auf das beste bei dieser

von Gesellsch. m. b. H. in 1894. Neueste Eintr 3 d Gentral-Handels-Reg., Aktiengefellsch. betreffend}

Gelegenkbeit ein.

3,975 #6, per Oftober 3,57} #, per November 3,60 4, per Dezember -

fonnte sie diefe Virtuosität in den Proch’shen Variationen und einer Chopin’shen Mazurka glänzen lassen. Die tiefe Jnuerlich- keit im Vortrag Scubert’sher und Schumann'’sher Lieder erreichte sie zwar nit vollkommen, doch gelangen ihr Mendelssohn!s „D Jugend, o shône Rosenzeit“ und das Licd von Grieg „Du mein Gedanke", das zugegeben wurde, sehr gut. Die noch schr jugendliche Pianistin Magdalene Voigt trug mit vielem Gescmat einige tleine Piècen von Haydn, WViozart und Henselt vor. Die G-moll- VBallade von Chopin schien jedoch ihre Kräfte zu übersteigen. Die fehr begabte junge Dame wird gewiß dur fortgeseßte Studien noch größere Sicherheit zu erreihen ün ftande fein.

Im Königlichen Opernhause wird morgen Gounod?s „Margarethe“ mit Fräulein Leisinger in der Titelrolle, Herrn Möds linger als Mephisto unter Kapellmeister Dr. Mucks Leitung gegeben. Herr Emil E e Faust als Gast.

Im Königlichen Schauspielhause geht morgen Heinri von Kleist’ss „Prinz Friedrih von Homburg“ i Fräulein Dae Herren Arndt, Nesver, Molenar in den Hauptrollen in Scene.

_ Fräulein Nos a Poppe hat soeben mit glänzendem Erfolg im Hoftheater zu Meiningen als Medea gastiert und wurde vom HVerzoglihen Hofe sowohl wie vom Publikum lebhaft ausgezeichnet. Außerdem ist „die Künstlerin in Barmen und Krefeld als Deborah Sappho, Maria Stuart, Magda (, Heimath“) unter außerordentlichem Beifall e,

__ Die Aufführung des Brachvogel’schen Trauerspiels „Narciß“

für nächsten Sonnabend am ea e Theater zur Auffükruns vorbereitet wird, ist durch das Entgegenkominen des General - Jn- tendanten der Königlichen Schauspiele Grafen von Hochberg ermögs [iht worden, welcher zu Gunsten des Herrn Direktors Barnay auf das der Hofbühne zustehende auëschließlihe Aufführungérecht des Werks verzichtete. Marie Pospischil studiert die Rolle der Pompadour während Ludwig Barnay die Titelrolle übernehmen wird. f Im F1itedrih-Wilh elmftädtishen Theater beginnen die Vorstellungen von morgen ab um 7# Uhr. Die Abendkasse wird um 65 Uhr geöffnet, während der Tagesverkauf von 9 bis 1 Uhr \tatt- findet. Herr Direktor Fritsche hat mit Fräulein Marianne Rhoden welche in der Suppé schen Operette „Brautjagd" mit entschiedenem Erfolge erstmalig aufgetreten ist, einen mehrjährigen Vertrag ab- geschlossen. N Direktor Lautenburg hat soeben für seine Bühnen zwei Stücke erworben, die_ von befonderem Interesse sind, nämlih Pailleron?s satirisces Lustspiel „Cabotins!*“ das zur Zeit das Repertoire des Théâtre Français beherrs{t, und das Schauspiel „Die Herzogin von E pon Au Polen Dichter Perez Galdos, welches urzlih etnen bedeutenden Erfolg am Teatr nedia i Madrid erlangt hat. » E » o A ___ Die erste Aufführung der Costa’shen Posse „Ein Blitzmädel“ im Zentral-Theater mit Frau Josephine Dora in der Titelrolle ist auf morgen angeseßt.

„Frau Amelie Gmür-Harloff wird in ihrem morgen Abend 75 Uhr im Saal Bechstein stattfindenden Konzert, in welhem ibr Gatte, der Baritonist Rudolf Gmür vom Kölner Stadttheater mitwirkt, außer Arien von Haydn, de Fesh und Bruch Lieder von Schumann, Moszkowsfi, Lorleberg und \{chwedishe Gesänge von Grieg und Bengzon lettere in ihrer Muttersprache zu Gehör bringen. Fräulein Clotilde Kleeberg wird an ihrem zweiten Klavierabend imSaal Bechstein am Freitag, Abends 7x Uhr, aus\{ließlich Werke von Schumann und Chopin zum Vortrag bringen; von Schumann'ichen Kompositionen enthält das Programm die „Papillons“, die Novellette in Fis-moll, die „Caprice d’après Paganini* und ,Kreisleriana*.-— Für das am Sonnabend, Abends 74 Uhr, in der Gar nison-Kirche unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin zum Besten der Kaiser Wilhelm-Gedächtnißkirhe stattfindende Konzert der Berliner Liedertafel haben die Königlihe Hof- Opernfängerin Frau Emilie Herzog und Herr Dr. Heinrih Reimann (Orgel) ihre Mitwirkung zugesagt; den or{hestralen Theil übernimmt die Kapelle des 3. Garde-Regiments z. F.

__ Am Donnerstaa, Freitag und Sonnabend findet, wie bereits mit- getheilt, das Musikfest des Berliner Tonkünstler-Vereins, bestehend aus einem Orchester-Konzert (inderSing- Akademie), einem Kirchhen-Konzert (in der Neuen Kirde am Gendarmenmarkt) und einem Kammermusik-Konzert (im Saal Bechstein), statt. Die zur Aufführung angenommenen Werke sind aus{ließlich Kompositionen von VereinEmitgliedern, unter denen fi die Professoren M. Bluuner, A.Becker und Nob. Nadecke befinden. Auch die vertretenen jüngeren Komponisten baben fi bereits in weiteren Kreisen einen Namen verschafft, fo Mar Pudat z. B. durch seine symphonishe Dichtung „Euvhorion“ und Fr. E. Koh dur die Aufführungen seiner Symphonien seitens der Königlichen Kapelle. Die Ausführung der Werke liegt ebenfalls in den Händen von Künstlern zum theil allerersten Ranges. Billets für die einzelnen Theile des Musilfestes sind noch zu haben in den Musikalienhandlungen von P. Thelen, Friedrichstraße 223 und Rich. Rühle, Moritplag.

Im Konzerthause veranstaltet morgen der Er k’\cheMänner- Gesangverein ein großes Konzert. * Der erste Theil bringt außer drei Orchesternummern (Fest-Ouvertüre von Stör, Larghetto von Raff und Serenade für Violoncello und Streichorhester von Volk- mann) einen Psalm mit Baritonsolo von Schnabel fowie Lieder von E. Schulß („Mondnacht*), Dregert (, Blaublümlein“) und Erk. Jm zweiten Theile gelangt „Die Wüste“, Symphonie-Ode mit Defkla- mation, Chor, Tenorfolo und großem Orchester von F. David zur Aufführung. Zur Mitwirkung sind die Herren W. Rieke (König- liher Domfänger) und E. Tschirch gewonnen.

Der englishe Schwank „Niobe“ von H. und E. A. Paulton ist in der Bearbeitung von Oskar Blumenthal am Sonnabend im Gärtnerplayz-Theater zu München zur Aufführung gelangt und hat dort einen durch\s{lagenden Heiterkeitserfolg erzielt. Die Titelrolle wee von Fräulein Liane von Lassen unter großem Beifall dar- gestellt.

Der Königlih sächsische Ministerial-Nath, Wirkliche Geheime Rath Baer, Chef der Königlichen Hoftheater in Bed ift nach einer Meldung des „W. T. B.“ gestern Abend 721 Uhr gestorben. /

Der Untersuhungsrichter beim Königlichen Landgericht T.

[68293] Steckbrief. i

Gegen den Müllergesellen Julius Kichl, geboren den 15. April 1867 zu Böttchersdorf, Kreis Fried- land, welcher sich verborgen hält, ist die Unter- fuhungshaft wegen Verbrehens gegen die Sittlich- ïeit verhängt. Es wird ersucht, denselben zu ver- haften und in das Gerichtsgefängniß zu Potsdam abzuliefern.

Potsdam, den 8. Februar 1894.

Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgerichte.

[68288] Steckbrief.

Gegen den Knecht Johann Podgorny aus Hadra, am 27. Dezember 1866 geboren, zur Zeit unbe- kannten Aufenthalts, weir si verborgen hält, ist die Untersuhungshaft wegen Betruges verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Gerichtsgefängniß zu Lubliniß abzuliefern. D. 386/93.

Lublinitz, ten 14. Februar 1894.

. Königliches Amtsgericht.

[68289] Steckbriefs-Erledigung.

Der gegen den Lumpensammler Julius Emil Wilhelm Petersohu wegen {weren Diebstahls unter dem 9. März 1893 in den Akten U. R. II. 61 1893 erlassene Steckbrief. wird zurückEgenommen.

Berlin, den 15. Februar 1894.

Der Untersuchungsrichter beim Königlichen Landgericht I.

[63223] Ladung.

Der Wehrmann Bäcker Hugo Robert Schneider aus Groß-Strehlitz, geboren am 20. Juli 1853, wird beschuldigt: ohne Erlaubniß der Militärbehörde ausgewandert zu sein. Uebertretung gegen § 3608 Strafgeseßbuchs. Auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst wird derselbe auf den 26. April 1894, Vormittags 1kV Uhr, vor das Königliche Schöffengericht hierselbst zur Haupt- verhandlung geladen. :

Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nah § 472 der Strafprozeßordnung von dem Königlichen Bezirkskommando zu Flens- burg ausgestellten Erklärung vom 12. Januar 1894 verurtheilt werden. E. 11/94.

Groß:-Strehlit, den 24. Januar 1894.

Breuer? i Gerichts\hreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[68291] In der Strafsache gegen den Eduard Voesch, ge- boren am 7. Februar 1872 in Breitenbach, zuleßt in Hayingen, jeßt ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort, wegen Verleßung der Wehrpflicht, wird zur Deckung der den Angeklagten möglicher- weise treffenden höchsten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens in Gemäßheit der §§ 325, 326 Str. Pr. O. und § 140 Str. G. B., da die Be- \{lagnahme einzelner zum Vermögen des Angeklagten gehörigen Gegenstände niht angängig erscheint, die Beschlagnahme des gesammten im Deutschen Reiche befindliden Vermögens des Angeklagten angeordnet. Meg, den 15. Februar 1894. : Kaiserliches Landgericht. Strafkammer.

[68292] Bekanntmachung. R Durch Beschluß der Strafkammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Zabern vom 13. Februar 1894 wurde das im Deutschen Neiche befindlihe Vermögen des Legras, Leonard, Küfer, geboren am 4. Februar 1873 in Mittelbergheim, zuleßt in Zabern, der Ver- regung der Wehrpflicht angeklagt, mit Beschlag elegt. Zaberu, den 16. Februar 1894. Der Kaiserliche Erste Staatsanwalt : Hasemann.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[68428] Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollitreckung soll das im Grundbuche von Alt-Schöneberg Band 12 Nr. 588 auf den Namen des Droguisten Leopold Zingel zu Berlin eingetragene, Steglißer Straße Nr. 81 be- legene Grundstück am 17. April 1894, #Vor- mittags 10} Uhr, vor dem unterzeihneten Ge- richte, an Gerichtéstelle, Neue Friedrichstraße Nr. 13, Hof, Flügel C., Erdgeschoß, Saal Nr. 40, versteigert werden. Das Grundstü is mit einer Fläche von 6a 38 qm nicht zur Grundsteuer, dagegen mit 7290 M4 Nuzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grund- buhblatts, etwaige Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie befon- e Kaufbedingungen können in der G

Abshätßungen und andere das

erihtéschreiberei,

im Range zurüctreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen , werden auf efordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigen- falls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks triti. Das Urtheil über die Ertheilung des Zu- {lags wird am 20. April 1894, Mittags 12 Uhr, an Gerichtéstelle, wie oben angegeben, verkündet werden.

Berlin, den 9. Februar 1894. i

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 88.

[68431] Zwangsversteigerung. _ Im Wege der Zwangévollstreckung foll das inr Grundbuche von'der Königstadt Band 13 Blatt Nr. 870 auf den Namen deé Kaufmanns Eugen Friedlaender eingetragene, hierselb Linienstraße Nr. 130 und Elsafserstraße- Nr. 45 belegene Grundstück am 12. April 1894, Vormittags L0 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsftelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Eingang C., Erdgeschoß, Saal 40, versteigert werden. Das Grundstü ist weder zur Grundsteuer ncch zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abs äßungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie be- sondere Kaufbedingungen können in der Gerichté- schreiberei, ebenda, Zimmer 42, eingesehen werden. Alle NRealberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grund- buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks nicht hervorging, insbesondere derartige ade von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden ebungen odec Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksihtigt werden und bei Verthei- lung des Kaufgeldes gegen die berüdsichtigten An- sprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des eitig B E ut die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruh an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 12. Aprii 1894, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben, verkündet werden. Berlin, den 12. Februar 1894. Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 87.

[68429] Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von den Nieder-Schönhausener Parzellen Band 12 Nr. 465 auf den Namen der Wittwe Nösener, Marie Mathilde, geborenen Riemann, zu Berlin eingetragene, in der neuen Straße 16 Ab- theilung XIL., nah dem Kataster Stargarder Straße Nr. 2 belegene Grundstück am 20, April 1894, Vormittags 402 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht, an Gerichtsstelle, Neue Friedrihstraße Nr. 13, Hof, Flügel C., Erdgeshoß, Saal Nr. 40, versteigert werden. Das Grundstück is mit einer Fläche von 3a 90 qm nit zur Grundsteuer, dagegen mit 5500 A Nutungéwerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grund- buhblatts, etwaige Abschäßgungen und andere das Grundstück betreffende Nahweisungen, fowie befondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei ebenda, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 17, eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf- den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks nit hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- febrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Ver- steigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten- anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte Malt zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des eringsten Gebots nit berücksihtigt werden und bei Pextheiling des Kaufgeldes gegen die berüdsihtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grund- stücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 24. April 1894, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben angegeben, verkündet werden. Berlin, den 13. Februar 1894. Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 88.

[68430] Zwangsverfteigerung. :

Sm Wege der Zwangsvollstreckung foll das im Grundbuche von den ingeaungen Berlins im Kreise Nieder-Barnim Band 77 Nr. 3282 auf den Namen

sondere Kaufbedingungen können schreiberei ebenda, eingesehen aufgefordert, die nicht von felbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorbandenseïhn oder vie: aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung es tesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden He

in der Gerichts- Flügel D., Zimmer Nr. 17,

werden. Alle Realbere{tigten werden

teigerungsvermerks nicht hervorging, ins- bungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Ab- gabe von Geboten anzumelden und, falls der be- treibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaüb- haft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots niht berücksihtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berüd- sihtigten Ansprühe im Range zurücktreten. Die- jenigen, welche das Eigenthum des Grundftüds beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 24. April 1894, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben angegeben, verkündet werden.

Berlin, den 13. Februar 1894.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 88.

[68433] Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstrekung foll das im Grundbuche von den Umgebungen Band 109 Nr. 5286 auf den Namen des Instrumentenmachers Carl Saloefsfi hierselbst eingetragene, in der Streliter- straße Nr. 32 belegene Grundstük am 9. Mai 1894, Vormittags 10 Uhr, vor dem unter- zeichneten Geriht an Gerichtsftelle, Neue Fricdrich- straße 13, Hof, Flügel C., Part., Saal 40, versteigert werden. Das Grundstück ist bei einer Fläche von 5 a 57 qm zur Grundsteuer, mit 8720 A Nußungêwerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuer- rolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts etwaige Abschäßungen und andere, das Grundstü betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kauf- bedingungen fönnen in der Gerichtsschreiberei ebenda, Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Realberehtigten werden aufgefordert, die nit von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grund- buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks nit hervorging, inébesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nit berücksihtigt werden und bei Ver- theilung des Kaufgeldes gegen die berüdsihtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungêtermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigen- falls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtbeil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 9. Mai 1894, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben, verkündet werden. Berlin, den 14. Februar 1894. Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 86.

[68432] Zwangsversteigerung. - i

Im Wege der S ancóboltiicakuna foll das im Grundbuche von den Umgebungen Band 150 Nr. 6701 auf den Namen des Kaufmanns Adolf Auerbach in Berlin eingetragene, zu Berlin am Planufer Nr. 88 belegene Grundstück am 12, Mai 1894, Vor- mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsstelle Neue Friedrichstr. 13, Hof, ge C., part., Saal 40, versteigert werden. Das

rundstück is mit 7,23 s Reinertrag und einer Fläche von 8 a 49 qm zur Grundsteuer, zur Gebäude- steuer aber nicht veranlagt. Auszug aus der Steuer- rolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschätßzungen und andere das Grundstü be- treffende Nachweisungen, sowie besondere Kauf- bedingungen können in der Gerichtsschreiberei, ebenda, Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Real- berechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grund- buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks nit hervorging, insbesondere derartige

orderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden

ebunger oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des ‘va ten Gebots nicht berüdsihtigt werden und bei Ver- theilung des Kaufgeldes gegen die berüdsichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins

af den Namen des Tischlermeisters Gustav Günther hier eingetragene, an der Straße 12a. Nr. 12, nah dem Kataster Elßholzstraße Nr. 12 belegene Grunt- stück am 24, April 1894, Vormittags 10; Uhr, vor dem unterzeihneten Geriht, an Gerichtsstelle, Neue Friedrichstraße Nr. 13, Hof, Flügel C., Ert- geshoß, Saal Nr. 40, versteigert werden. Das Grundftück is mit 5,70 4 Reinertrag und eincr FSlähe von 6 a 94 qm zur Grundsteuer und für das Etatsjahr 1896/97 mit 12 600 46 Nuztungstwerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Aut- zug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbublatts, etwaige Abs{häßungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in dec Gerichts\chreiberei, ebenda, Flügel D., Zimmer Nr. 17, eingesehen werden. Alle Nealberehtigten werden aufgefordert, die nicht von selbs auf den Er- icher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks niht her- vorging , insbesondere derartige Forderungen von Kavital, Zinsen, wieberkehrenden HDebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden d, falls der betreibende Gläubiger widesspriht, em Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dies ¡elben bei Feststellung des geringsten Gebots nit verücsihtigt werden und bei Vertheilung des Kaufe zeldes gegen die berüdfihtigten Ansprüche im Range zurüccktrezen. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grund\stXs beanspruchen, werden aufgesordert, DOT Sch{chluß des BVersteigerungëstermins die Einstellung des Berfahrens herbeizuführen, widrigenfalls a er relgiem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 27. April 1894, Mittags 11S Uhr, an Gerichtsftelle, wie oben angegeben, verkündet werden. Berlin,*den 15. Februar 1894. Königliches Amtsgericßt 1. Abtheilung 88.

[68434] In Sachen, betreffend die Zwangsversteigerung der dem Büdner Heinrich Haase gehörigen Büdnerei Nr. 4 zu Neukäterhagen hat das unterzeichnet Amtsgericht zur Abnahme der Nehnung des Sc- questers, zur Erklärung über den Theilungsplan, fo- wie zur Vornahme der Vertheilung Termin auf den 5. März 1894, Vormittags 11 Uhr, bc- stimmt. Der Theilungsplan und die Rechnung des Sequesters werden vom 7. März d. J. an zur Ein- sicht der Betheiligten auf der Gerichtsschreiberci niedergelegt sein. Bütow, den 17. Februar 1894. Großherzogliches Amtsgericht.

[68196] íúFn dem Verfahren, betreffend die Zwangsversteigc- rung des dem Bäcker A. Pichelinann aus Rostock früher gehörigen Häuslerei Nr. XIV. (Karten-Nr. X1[1L.) zu Kessin ist zur Abnahme der Rechnung des Sequesters, zur Erklärung über den Theilungéplan, sowie zur Vornahme der Vertheilung ein Termin auf Donuerstag, den L. März 1894, Vormittags 117 Uhr, im Amtsgerichtsgebäude, Zimmer Nr. 1, hierselbst anberaumt, und werden die bei der Zwangsversteigerung Betheiligten dazu mit dem Bemerken geladen, daß der Theilungsplan zu ihrer Einsicht auf der Gerichtëschreiberei nieder- gelegt ist. Noftock, den 10. Februar 1894,

Großherzogliches Amtsgericht.

Piper. [68474] In Sachen des Privatmanns Wilhelm O Graëleben, Klägers, wider die Wittwe des Kothsassen Friedri Jäcke, Clara, geb. Gödecke, in Saalêëdorf und 5 Genossen, Beklagte, wegen Zinsen, wird, nachdem auf Antrag des Klägers die Beschlagnahme des den Beklagten gehörigen Kleinkothhofes sub No. ass 39 zu Saalsdo:f sammt Zubehör zun Zwecke der Zwangsversteigerung durh Beschluß vom 30. Januar d. J. verfügt, auch die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche an demselben Tage erfolgt ijt, Termin zur Zwangsversteigerung auf Dienstag, den 8. Mai 1894, Morgens 10 Uhr, vor Herzoglihem Amtsgerichte Helm- stedt angeseßt, in welhem die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu überreihen haben. Dic Versteigerungs-Bedingungen, laut welcher jeder Bieter auf Verlangen eines Betheiligten Sicherheit bis zu 10%/6 seines Gebotes durch Baarzahlung, Nieder- legung fkursfähiger Werthpapiere, oder geeignete Bürgen zu leisten hat, sowie der Grundbuchauszug können innerhalb der leßten zwei Wochen vor dem Versteigerungstermine auf der Gerichtsschreiberei ein- Gli au die Grundstücke selbft besichtigt werden. Helmstedt, den 7. Par 1894. Herzoglides Amtsgericht. Hassel.

T; i Jager aus

ebenda, Flügel D., Zimmer Nr. 17, eingesehen werden. ealberehtigten werden aufgefordert, die niht

Alle

der verwittweten Frau Fuhrherr Auguste Ueckert, geb. Hedoch, zu Berlin eingetragene, in der Straße 45

f

die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen,