1913 / 57 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Stand oder Beruf

c. Zweite Ersagmänner. Es “us A Betriebsinspektor Walle bei Bremen, Wang « Betriebsleiter Berlin N. 39, Neue Hochstr.

Vor- und Zuname

Vereinssekretär D Dae L

A Vereinsbeamtin n, S Bauführer Siemianowiß-

Rerbandssekretär Mariendorf bei Beim, rtürst O ande rer resden- 159 aulbachstr. 21 Ul.

) Inspektor Sthafstedt, Kreis Merseburg, Bez. Halle. ¿ Hans Franke Reisender Selpiig-Reudnig, Couftusstrahe 12. va 12. Florenz Staas Oberschichtmeister Grube König Ludwig i. Westf., Schulstraße.

9) Rentenaus\chuß. a, Beisißer. s

Berlin-Schöneberg, Sedanstraße 80 T[T.

ürstenwalde (Spree), Küstrinstraße 23.

rivatangestellter fel, Giesbergstr. 3. ngenieur Berlin-Baumschulenweg, Shheiblerstraße 17.

Bureauvorsteher Gelsenkirchen, Berthastraße.

Bureauvorsteher Gera (Neuß), Moereatle 7

roturist Barmen, Fischerthalerstr. 89. e\châftsführerin Düsseldorf-Rath, Artusstr. 19.

Eisenbahnsekretär Fetin-SGtenberg, Wagnerstr. 64.

Maurer- und Zimmer- Berlin-Stegliß, Berlinickestr. 12. meister ' b. Erste Ersazmänner.

1. Karl Kühne A Buchhandlungsgehilfe Stuttgart, Moltkestraße 41.

2, Curt Richter Redakteur Breslau, Neue Matthiaëstr. 4.

3. Artur Geppert « Korrespondent Nürnbera, Fürtherftr. 85.

4. Alfred Auch Werkmeister Altena (Westfalen), Nettestraße 92.

56. Martin Dosmar D Ingenieur Bexlin, Helgoländer Ufer 5.

6. Karl Shulze A Reisender Elze (Hannover), Sedanstraße 5.

7. Otto Schneider Bergbeamter Zroickau (Sachsen), ä. Dresdenerstr. 57 III. 8. Dr. Gertrud Meyer Vereinssekretärin Dresden, Hohestr. 66. 9. Fe Herzer Bauführer Nürnberg, Adamstr. 17. 10, O. C. Neumann Direktor Cassel, Kirhweg 51. c. Zweite Ersazmänner.

A Bankbeamter München, JIsabellastr. 49 IT.

Drehermeister Obertürkheim (Württ), Kannstatterstr. 70. Sekretärin Berlin 80., Mariannenplaß 14. Baumeister Leivig-Plagw i, Paußnitstr. 5. Bankbuchhalter otsdam, Wilhelmsplag 5. Hüttenmeister ttowit, (Oberschlesien), Marthahütte. Prokurist Berlin N., Antwerpenerstr. 10. Bureauvorsteher Mannheim, Laurentiusstraße 6.

Berlin N. 65, Gottschedstr. 11.

Berlin, Veteranenstr. 8.

Liste A Verkäufer

Artur Müller Werkmelster

hann Grosch ilhelm Eymer Otto Fürst Adolf Herr aul Stengel e8per ades8mann . Alfred-Wittwer 10. Karl Simosleit

1. P. A. Eckert

9, Wilhelm Deschler 3. Agnes Herrmann

4. Otto Sommer

5. Erich Lehmert

6. Emil Weiß

7. Gustav Thalmann 8. Theodor Schuler

9. Bruno Urbatis Buchhalter

10. Curt Simonis D Handlungsgehilfe

Berlin-Wilmersdorf, den 5. März 1913.

.” Eugen Elauß

D ebo

G E E Ca R DOLE

C

Vor- und Zuname

iedrich Grothe E han rih Tscharntke ephan Peplinski August. Schneider

G. Rouillon Otto Gehrhus

riß Grohmann ilhelm Wiemhoff

Bruno Steuer Fohann Schelk Hermann Weiß Gustav Quandt

Liste A Prien angene er v a Minaginge nieur

j M EGARE alter

: T Rentmeister Minden (Westfalen), Hermannstr- 2.

A Versihherungsbeamter Bureauvorst

Valentin Steimer f Dandtungags Wilhelm Behrens Oberkontrolle Neisender- Schattsteiger

A Geshäftsführer Werkmeister

D Sekretär

A Privatangestellter Kames Ingenteur

. A. ._ Heinrich- Beyreiß ¿ Handlungsgehilse

Stand oder Beruf Wohnort.

e E 3) Sqghiedsgericht. a. Beiskyer.

olstenwall 3—5. ardstr. 14.

Hambura, : i dak raße. E d urgenr. 58.

el, G

e y pes r -Weißensee,

b. Erste Ersaßmänner.

Straßburg (Elsaß), Weinring 22.

her Berlin NO. 43, Ließmannstr. 14, II[. fe Jena, Marienstr. 46.

ur Berlin-Tempelhof, Ordensmeisterstr. 65.

Leipzig, Königstr. 8. Langendreer, Sombornerstraße.

c. Zweite Ersazmänner.

‘Dresden, Augsburgerstr. 76.

Baugen (Sachsen); Neusalzaerstr. 23. Berlin, Wusterhausenerstr. 12. Rathenow, Bahnhofstr. 22. Berlin-Südende, Stephanstr. 4. Cafffsel. i

4) Oberschiedsgeriht. a. Beisißer.

Qs Pohl

ean Lochner

Wilhelm Schaffner le Iosef Boeck 2

Gustav Scheuer A Guitgy Appel K Augujit- Bâäumges G Paul Migge é Otto: Stie ; Helmuth Risch ¿

Paul Beuster A Reinhold Grändorff D- Philipp Jordan A George Neuhaus ú Heinrich: Buexs ¿ Nichard Huwe Ÿ

Der Wahlleiter :

Liste A Privatangestellter

R 3

Hamburg, Dttostr. 3.

Lee leufig, Brodhausstr, 9 Il eipzig-Schleußig, Brocthaus1ir. y Cóln, Drachenfeldstr. 39.

Geschäftsführer Nürnberg, Peter-Henleinstr. 81.

Añwaltsbuchhalter Augsburg, Rugrudastr. 12,1.

b. Erste Ersaymänner.

Buchhalter Dessau, Beethovenfstr. 10. Materialyerwalter Hamburg, Marienthalerstr. 31. Kassierer Dortmund, Knappenbergerstr. 42, Administrator Büssow (Kreis Friedeberg, Neumark). Netsender Leipzig, Üferstr. 17. Rechnungsbureau- Charlottenburg, Frits{hestr. 55.

vorsteher :

c. Zweite Ersaÿmänner. Prokurist Görliß, Denüaniplay 32, Buchhalter NeuköUn, Raab 3, Bautechniker grauer (Main), Augsburgerstr. 8. Buchhalter remen, Schierkerstr. 24. Oberfaktor Posen, Hahnkestr. 24. Privatangestellter Landsberg (Warthe), Schulstr. 4.

Werkmeilter Abteilungsvorsteher ngenteur

Koch, Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat, Präsident des Direktoriums der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte.

#

Deutscher Reichstag. darauf, mit mehr Garnisonen bedacht

126. Sigung vom 5. März 1913, Nachmittags 2 Uhr. (Bericht von „Wolffs Telegraphishem Bureau“)

Sogleich nah Eröffnung der Sigung erteilt der Präsident Dr. Kaempf - dem Staatssekretär des Reichsmarineamts, Großadmiral von Tirpig das Wort:

Meine Herren! Jh habe dem hohen Hause die traurige Mitteilung zu machen (die Mitglieder erheben \ih), daß “unsere Marine in der lezten Naht, um Mitternacht, von einem {weren Unglücksfall betroffen Ut, dem eine größere Zahl von Menschenleben zum Opfer gefallen ist. Es hat ein Zusammenftoß zwischen. dem Großen Kreuzer „Yorck* und dem Torpedoboot „S 178“ stattgefunden, bei dem legteres gesunken ist. Genauere Angaben darüber, wie die Kollision entstanden ist, habe ih selbst noch nicht. Jch weiß auch nicht genau, ob sie direkt während des Manövers S s 4 oder unmittelbar nach dem Manöver stattgefunden hat, nachdem sein, die Lasten zu übernehmen, die die Lichter shon geseßt waren und wo natürltherwelse eine gewisse Reaktion gegenüber der Spannung während des. Manövers eintritt. Der Umstand, daß verhältnismäßig wenig gerettet worden find nux der Arzt, der Ingenieur und 15 Unteroffiziere und Mannschaften,

alle übrigen Offiziere und Mannschaften sind ertrunken —, {ist wahr- \heinlih dem sehr stürmischen, und dunklen Wetter, das: zurzeit in der

Nordsee herrschte, zuzuschreiben. Meine Herren, die Marine betrauert den frühen Seemannstod

so vieler tapferer Kameraden aufs. tiefste. Sie wird ihr Andenken stets in hohen Ehren halten. Aber der Unglücksfall meine Herren, wird auch für alle, die der Marine angehören, ein Ansporn- sein, in gleiher Weise wie die. dahingeshiedenen Kameraden ihre- Pflicht zu ersüllen und zu dienen für Kaiser und Reich. /

. Präsident Dr. Kaempf: Meine Herren ! Mit tiefem S@{hmerz haben wir die Trauerbotshaft vernommen, die der Staatssekretär. des Reichsmarineamts uns soeben überbracht hat. Der Deutsche Reichstag wird mit dem gesamten deutshen Volke den braven Männern, die in ihrer treuesten Pflichterfüllung den Tod Fn haben, ein ehren- volles Andenken bewahren. Sie habey. ih. zum Zeichen dieses von ihren Siten erhoben, was ih hiermit feststelle.

Das Haus. tritt hierauf in- die Tagesordnung ein.

Eine Anzahl Petitionen, die von der Petitions- kommission für a, zur Erörterung im Plenum erachtet sind, wird für erledigt erklärt. Die Bescheide an die Petenten werden dementsprechend ergehen.

Es folgt die Beratung des am 7. Februar 1912 von den Deutschkonservativen eingebrahten Antrags von Normann

und Gen.: : „Den Reichskanzler zu ersuhen, dahin zu wirken, 1). daß mehr kleine Garnisonen geshaffen werden, und be- onders solche Städte, die. früher \hon einmal Militär atten, He E La werden, 9) alljährlich den Militärurlaubern einmal freie "150A fahrt, unter Benußung: von Schnellzügen, zu gewähre!

3) Ernteurlaub in arößerem Umfange, soweit dies mit den dienstlichen Interessen vereinbar ist, zu bewilligen, 4) alljährlich nur einmal Kontrollyersammlungen abzuhalten, 5) “e teshäden t S M e Mhâte militärische ungen verursacht werden, \chneller abzushäßen D 6) ne Erhöhung der Servisgelder für Pferde herbeizuführen.“ Mh M A denn

Auf Antrag Behren s (wirt. Vgg.) wird ein Juitiativ- | „eht hr erheblihe Profite; antrag gleicher Tendenz, her ebonfal Lor orau L Van Mle die Deli

einer Gruppe eingebracht i ur Begründung des Haun, erhält das Wort der d bg, Us F lemmino onf. i ir uns, ¿n lo eine Garnisonen geshaffen- werden, ein alter und berechtigter Wunsch des platten Lan Dieses it es, das die witiliea efruten

tellt, Berlin: steht weit hinter den Provinzen, namentlich hinter Ost- ; e Rie, zurü. R de, den kleinen Städten | vativen und agrarishen Herren den

werden dadur große Lasten auferlegt, cs hak deshalb einen Anspruch | chaft zu grollen: anfängt; wollen fie

stand, die. kleinen Handwerker, besißer, welche

Landwirt hat auch einen Vorteil

in größere Städte verlegt. Man

In leßter Beziehung bieten je! bildung der Truppe ist das Ge

Truppen mit der Bahn na

nur Deutsch-Krone nennen,

sonen.

ausgeseßt. Diese is antimilit Disziplin im Heere zu untergraben. organisation der Sozialdemokratie verbreiten sucht. noch sprechen.

wenigstens einmal Freifahrt Heimat zu erlangen.

hier angenommen worden,

\häden und aller Schäden,

nehmen, wenn die Einshäßung zu

Scheidemann U, Na

zuschrecken. Die dünne Schicht,

aber im übrigen. immer weiter um

Aufgabe des Antxages.

dadurch die Möglichkeit zum Teil leerstehenden Wohnungen zu vermieten. Der kleine

Antragstellern steht, bie Offiziershicht, sie hat das. größte Jutere

i, au

planten Heeresvermehrung, - so haben wie

zu werden. Den Vorteil davon

würden keineswegs die bösen Agrgxier haben, sondern der Mtittel-

ufleute und auch die Haus- erhalten, ihre jeßt

dabon dur. Lieferungen an

die Armee. In den. leßten Jahrzehnten hat man den einen Städten feine neucn Garnisonen gegeben, sondern sie ihnen genommen und sie | sagte, diese böten den Öffizieren eine größere geistige Anregung, auch seien die Schulverhältnisse befser. t auch die kleineren: ( Gelegenheit zur höheren Ausb pung der Offizterskinder. Zur Aus- 1 ände in den Provinzen geeigneter als

z. B. das in der Umgebung ‘von Berlin. Keiner wird behaupten wollen, daß in den kleinen Grenzgarnisonen die. Trupyen shlechter ausgebildet werden als in größeren Garnisonen. größere Uebung notwendig, so ist ja Gelegenheit genug vorhanden, die ch einem größeren Uebungsplaße zu bringen. Es wird nun eingewendet, die kleineren Städte würden wenig geneigt

tädte cine gute

Ft aber eine

solche Belegungen mit einer

feinen Garnison erfordern. Ich kann das nicht zugeben, F will das sich. dazu bereit erklärt hat. Noch ein anderer Umstand spricht für die Vermehrung der kleinen Garni- Non den jungen Leuten, die in den großen Garnisonen ihrer Dienstpfliht genügen, kehrt nur ein geringer Bruchteil nah dem platten Lande zurück. Sie gehen zum Teil förperliß und moralisch zu Grunde, und diese Kräfte werden der Landwirtschaft entiogen.

Diese jungen Leute find auch der Agitation der

aristisch und

des Abg. Scheidemann, die zeigt, welchen Geist fie in der Armee zu Wir können nur wünschen, Heeresvorlage auf unsere Wünsche Rücksicht genommen wird. Ueber den zweiten Punkt unseres Antrags wird einer unserer Parteifreunde Wir stehen auf dem Standpunkt, daß in unseren Mannschaften vor allem das Heimatsgefühl hochgehalten werden muß, das ist nur mögli, wenn thnen die Möglichkeit gegeben wird, alljährlich unter Benugung von Schnellzügen in die Die dritte Forderung unseres Antrages wegen des Ernteurlaubs rechtfertigt sich au besonders durch die ungünstigen Witterungsverhältnifsse des leßten Jahres. Wir wünschen, daß namentlich den Bauernsöhnen ein größerer Urlauberteilt werde, umzu Hau können. Weiter wünschen wir, daß alljährlich nureineKontio versamms- lung abgehalten wird. Schon 1902 ist ein ähnlicher Antrag des Zentrums hat aber feine Berücksichtigung gefunden, :

weil die Disziplin darunter leiden könnte. cht | Für freie Eisenbahnfahrt im Urlaub sind auch wir." Diese Maßregel einzusehen. Ferner bitten wir um s{nellere die durch Manöver usw. verursa werden. Heute müssen die Landwirte s{hwere Nachteile in den Kauf spät erfolgt; sie muß möglichst

bald nah dem Manöver und von möglichst großen Kommissionen ge- \hehen. Die. Annahme. des Antrages ist von größtem Interesse für

die Landwirtschaft wie für die Armee.

- Abg. N o ske (Soz.): Der Begründer

Geshmack gehabt, noch einmal auf die Pariser

ddem Scheidemann i

ausgemahten Schwindel, der mit den Meldungen über seine, Rede Ter etrieben worden ist, in der bekannten Weise

“o n- dieser Sache nihts mehr zu sagen. |

nit für die Antragsteller, so doh für weite

völkerung die Tendenz, von einer wetteren Heeresvermehrung ab- die hinter den konservativen

Wir vérmögen- dies ni

eaußert hat, habe i Der Antrag hat, wenn au

Sozialdemokratie versuht, die Fch verweise auf die Jugend- und auf die bekannte Nede | An der

daß bei der neuen

e helfen zu

Abschäßung der Ecnte- cht | dienen ließe.

des Antrags hat den Nede meines Kollegen über den

Schichten der Be-

Herren hoffen ja sicher auch diesmal, daß der bittere Kelch des Steuerzahlens an ihnen vorübergehen wird. Dte sechs aufgestellten Forderungen sind im Reichstage {hon oft verhandelt worden; wir beantragen getrennte. Abstimmung. Die Erhöhung des Servisgeldes für Pferde erscheint berehtigi; das Geld is entwertet, und dec kleine Landwirt hat bei den jeßigen Säßen Schaden; der Forderung muß also entsprohen werden. Die rashere Ab- châgzung verlangt auch: der Antrag Behrens: Wir erkennen: an, daß auch diese Forderung: begründet i\t. Die Abwicklung der Geschäfte foll aber au nit. durch: Erhebung übertriebener Ansprüche verzögert werden ; wir wissen aus früheren Anlässen nur zu: gut, daß-bei solchen Gelegenheiten es. an derartigen Versuchen nicht fehlt. Bei den Aan rollversamnmeungen ftatuiert die Militärverwaltung für den ganzen Tag das ilitärreht für die Angehörigen des Be- urlaubtenstandes und. hat \ich noch- immer nicht davon abbringen lassen ; die Folge fund drakonishe Bestrafungen gewesen, die für sonst weit harmloser angesehene Ausschreitungen infolge von Trunkenheit usw. verhängt wurden. Erst neuerdings haben wir den harafteristishen Fall gehabt, daß junge katholische Geistliche für einen Verstoß, der ihnen bloß aus Unkenntnis der geseßlichen Bestimmungen passierte, recht empfindlih bestraft worden find. Gegen die Erteilung von Ernteurlaub, wenn nicht dienstliche Inter- essen verleßt werden, is an und für sih nihts einzuwenden. Aber in dieser Forderung liegt ein großer Vorwurf gegen die Länge unserer Dienstzeit. Die Leutenot. auf dem Lande kann doch nur entstehen, weil so viel ländliche Arbeiter jahrelang ihrer Arbeit entzogen werden. Diesem Uebel kann nur durch eine Verkürzung der Dienstzeit ge- steuert werden. Aber man sollte wenigstens dann die kleinen Be- eer berücksichtigen; die großen, die einen ständigen Arbetter- tamm haben, bekommen dagegen die meisten Ernteurlguber. Landfluht soll eigen1lich die Vergnügungssucht der ländlichen Arbeiter {huld sein. Man foll aber die Leute an- ständig behandeln. Die Arbeiterwohnungen waren lange Zeit, in Ostelbien ist es noh jeyt so, noch shlechtèr als die Schweineställe. Das Wohnungselend in den Großstädten bedauern auch wir, au wir wollen nicht diesen Zustrom ländlicher Arbeiter. Die Leute würden auf dem Lande bleiben, wenn sie dort würdige Existenzbedingungen hätten. Vor dem Zolltarif sagte man, man könne keine höheren Löhne wegen der s{lechten Getreidepreise bezahlen. Jeßt nah seiner Eiuführung bezahlt man aber auch nit besser. Durch die Ernte- urlauber will man nur die Arbeitslöhne drücken. (Zuruf rets : Diese bekommen mehr!) Wenn das der Fall ist, dann ist es erst recht Pflicht, - die Arbeiter ebenso zu bezahlen, dann sind die Ernte- urlaubèr überflüssig. Von einer Verkürzung der Dienstzeit haben in erster Linie die kleinen Landwirte Vorteil. Deshalb sind wir die wahren Freunde und die Konservativen die Feinde der Bauern.

wäre aber niht nötig, wenn man die Soldaten in threr Heimat Das tut man. jedoch mit Rücksiht auf den inneren Feind nicht. Kleine Städte wünschen sih vielfach Garnisonen, aber nur ihre Leiter, die anderen Stadtbewohner - haben daran wentg Ahiteresse. Noch vor kürzer Zeit hatte das Wort „kleine Garnifon“ einen ominösen Klang. Die Offiziere selbst wollen nie lange dork bleiben, deshalb entstehen die hohen Cas die ih dann noch steigern werdèn. Daß die. großen Truppenmajjen, 3: D- in Berlin, \{chädlich sind, das erkenne au ih an. Da spielen aber höôfisWe- Gründe mit. Sonst hätte man doch nichkt vor cinigen Tagen das Rathenower Husarenregiment zur Spalier ildung nach Berlin beordert. Das widerspricht jeder Sparsamkeit. Soldaten sind do kein Spielzeug für Prinzensöbne. Vön dem Garnisonbau " profitieren nur die Grundbesißer. Die Stadt muß zwar den Grund und Boden für die Kaserne umsonst hergeben, sie muß ihn aber auf Kosten der Steuerzahler kaufen. Der Geschäftsmann hat nichts davon. Die Offiziere fahren meist nah der Großstadt und kaufen

è dort ein. Vielléiht will man den Geburtenrückaang aufhalten. Die

je hat fast nur Vort

Nom Verkauf ihrer Produkte an das Heer mit fast mathematisher Gewtß- alle zwet

mit zur Verhandlung gestellt. hre mit einer: starken Erhöhung der Remontenprelse renen. j \ on ' Die Unzufriedenheit mit dem Militaridmus, und feinen: Lasten gesift

auf die kleinen Städte N s l

und auf das flache Land. Dieser Unzufriedenheit. zu. begegnen, ist die “bem Antrag will man au. noch der wachsenden Unzuftiedenheit wn

Kommen die Leere, Lasten der ge-

alle Jahre oder

ero nur diese konse Vorteil. a auch dieser etwas bieten,

aber thre Gesol ê

® | feinen Garnisonen: führen E zu einer Stéigerung der unehe-

lichen Geburten. Das belastet aber wiederum den Armenetat der

Städte. Dex Hauptgrund dieses Antrages ist aber, weil man ein

neues Mitiel zur Bekämpfung der Soztaldeinokratie zu haben glaubt.

Die wachsende Abneigung in den Militärdien rt aber in-erster

r Linie von dèm bei dern. r herrshenden Küästengeist her. Mit

der konservativen Gefolgschaft etwas steuern.

Abg. Angerpointner (Zentr.): Das Zentrum hat {on früher Anträge in ähnlicher Richtung gestellt wie der vorliegende Antrag. Eine Garnison b:ldet füx eine Stadt eine gesicherte Einnahme, fle wird

n)

} Punkten des Antrags stimmen wir zu.

| chien, Und doch liegen die Gründe dafür auf der Hand. Es war

chen Schäden, die dadur verschiedene Ortschaften erlitten, hinweg.

eshädigt, wenn sie ihr entzogen wird.

meinem Wahlkreise, die dadur erhebliche Verluste “erlitien Fal Diese sind ganz besonders zu berücksihtigen, weil sie die nötigen Vor- bedingungen, edungépläße usw. bieten. Die Gewährung von ECrnte- urlaub ilt besonders notwendig, zumal bei ungünstigen Witterungs- verhältnissen. Die lungen Kräfte der Soldaten \ind zur Erntezeit cin sehr gesuhter Artikél. Dèr Landwirtschaft in Bayern ist dur

eine ministerielle Verfügung vor einigen: Jahren eine Hilfe zuteil

geworden. Es it bestimmt worden, daß der Urlau i Wochen in zwei Teile geteilt wurde, wodurch ermd Dou ist, daß fich mehr junge Leute an dem Urlaub beteiligen. Was in Bayern möglih und zum Teil ausgeführt ist, kann auch in den übrigen Teilen des Reichs durhgeführt werden. Jch kann aus e rfahrung bestätigen, wie günstig diese Maßregel wirkt. Jhre Dur@führung würde au von den übrigen Familkenvätern mit Dank begrüßt werden. e die Gewährung einer - einmaligen freien Eisenbahnfahrt für die Militärurlauber kann ih ebenfalls aus eigener Erfahrung eintreten. Bei den großen Entfernungen ist eine Fahrt für den armen Soldaten mit großen Kosten verknüpft. Er kann nur die Personenzüge benußen, und das ist zeitraubend. Für die Gewährung der freien Fahrt sprechen sittliße, wirts{haft- lihe und soziale Gründe. Die Maßregel \oll 3 Millionen kosten, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Den guten Willen ‘hat der Kriegsminister; er kann ja ver- suhsweise bet Entfernungen von 100 km die Sache dur{führen Das wäre eine Prämie für den Mann, der sih gut geführt hat. Nehmen wir den Antrag einstimmig an und zeigen den verbündeten Regierungen, daß die Forderung gereWtfertigt ist.

_ Abg. Schulenburg (nml.): Meine politischen Freunde stimmen dem Antrage zu. Wir haben dieselben Wünsche und noch einige mehr. Auf die Einwendungen des Abg. Noske gehe ih nicht ein, ih werde ihn von der Notwendigkeit einer Wehrmaht doch nicht überzeugen. Die Forderung nah mehr kleinen Garnisonen ist eine alte. Vir können auch den zweiten Saß des ersten Antrages daß be- sonders solhe Städte berücksihtigt werden, die früher \ on einmal Militär hatten, nur auf das wärmste unterstüßen. Wir können die Militärverwaltung: nur bitten, bei den-Verhandlungen mit den kleinen Städten nit zu. hart zu sein. Die kleinen Städte müssen do sehr große Lasten tragen. Wenn von ihnen gefordert wtrd, daß sie au den Exerzierplaß kostenlos zur Verfügung "stellen, so geht das wis zu weit. Gewiß machen manche Städte ein \solhes Angebot, aber es fommt do sehr darauf an, was der. Grund und Boden kostet. Eine ganze enAe bon Städten erhält sogar den Plaß mit 40/6 verztnst. Cine 3% Verzinsung wäre gewiß gerechtfertigt. Die freie Eisen- hahnfahrt können wir nux unterstüßen. Es finden in diesem Jahre verschiedene Regimentsjubiläen statt, Die Militärverwaltung \ollte erwägen, ob nicht den früheren Regimentsangehörigen die Fahrt auf Grund des Militärpasses ermögliht werden könnte. Auch den übrigen

Abg Weäinhaufsen (fortschr. Volksp.) : Als der Präfident den Inhalt dieses Antrags e, ging ‘ain Geläter dur das Haus, das bte Antragsteller etwas stußig zu machen

der Ausdruck der Heiterkeit über das winzige Mäuslein

freißende Berg geboren, es war der Ausdru der Belustigung ie lleberrascten, die in diesem Inhalt viele liebe alte Bekannte be- grüßten. Schon yor Jahren hat der Abg. von Massow, ein Kon- jervativer, diese Forderung als eine alte abgegraste Sache bezeichnet, und jeßt kommt ausgerehnet diese alte abgegraste Sache auf die Tages- ordnung. Da liegt die Vermutung do sehr nahe, daß man si kurz vor den preußischen Landtagswahlen bei den Wählern hat empfehlen wollen. (Nur: Vor einem Jahre eingebracht!) Gewiß, aber die Konservativen haben eine Menge Jnitiativanträge eingebraht und gerade diefen jeßt zur Diskussion stellen lassen. Das hindert uns aber keineswegs, uns diesen Forderungen, die zum großen Teil auch die unseren sind, wohlwollend egenüberzustellen. Ob das Land einen jo großen Vorsprung vor den Städten in der Geslellung von Rekruten babe, ist eine alte Streitfrage, die wir heute ruhen lassen sollten. Was die kleinen Garnisonen anbetrifft, so hoffen die kleinen Städte von ihnen E von Handel und Wandel und wirt- shaftlihen Aufs{wung. lie Schattenseiten werden häufig über- sehen Die Militärverwaltung verlangt vielfad Gratislieferung der Bau- und Uebungspläße, der Wasser- und Lichtleitungen usw. Aft dürften die Ausgaben dafür jenen Vorteil weit übersteigen. Jn den kleinen Städten ist das Leben billiger, es sind weniger Ab- lenkungen „und Verlockungen für Offiziere und Mannschaften vor- landen ; dies und anderes geben wir zu, au das, daß die kleinen Garnisonen ein Mittel gegen die Landflucht fein können, aber nur ein Éleines Mittel. Daß die Vergnügungssucht der Großstadt die Offiziere und Mannschaften gefährdet, ist unzutreffend; nicht die Vergnügungssucht treibt ‘die Landbevölkerung in die Städte, sondern die Nechtlosigkeit auf dem Lände treibt fie vom Lande weg. Damit tann man diese Tatsache nicht aus der Welt schaffen. Diesen Forderuugen gegenüber hat beim Kriegsminister die militärische Seele die Oberhand über die volkswirtschaftliche Seele behalten. Die kleinen Garnisonen mochte er nicht, weil sie im Mobilmachungsfalle ein Hindernis für die rasche Veförderung der Truppen an die Grenze bilden. Wir wünschen unserseits die tunlichite Berücksichtigung dieser Fotderung. Für die srele_ Urlaubsfahrt besißt der - Kriegsminister ein „wohlwollendes Herz“, aber vor den 3 Millionen Kosten schreckt er zurück. Was sind d Millionen bei unserem Milliardenetat? Wir müssen wünschen, mh der Zusammenhang des Soldaten mit feiner Familie erhalten La, aus -gleiher Erwägung wünschen wir auch das Zugeständnis n Benußung dex Schnellzüge, denn was nüßen dem Soldaten 10 Tage Slb, wenn er. davon 4 oder 5 auf der Bahn liegend zubringen muß? Tgens muß, was dem Landheer recht ist, der Marine bill'g sein. er Abg. Krahmer brach neulich eine Lanze für Verlängerung der Dienst: B Wir: haben. jeßt die zweijährige, und auch innerhalb derselben i es heute son möglih gewejen, Ernteuxlaub in erheblihem gange zu gewähren. Hier kann noch weiter gegangen werden. Ltr sind der Meinung, daß vor allen Dingen Beurlaubungen für die G Wirlschaft erfolgen müssen. Die Leutenot wird durch folhe Bata: allerdings niht bekämpft. Wir wollen nicht, daß die daten bei der Erntezeit die Rausreißer spielen. Weil man der audwirtschaft nur Lasten auferlegt, soll man ihr diese kleine Ver- gnstigung gewähren. Die zwetimaligen Kontrollversammlüngen sind h eine ganz unerträglihe Belästigung. Die Ernteschüden i E abzuschäßen, dieser Wunsch der Landwirte ist berehtigt. Man Ae dazu mehr kleinere Kommissionen. einsegen, da- der jezige f uarat zu s{chwerfällig arbeitet. Ich habe mi gewundert, daß der setvative edner nihts über den leßten Punkt, die Erhöhung des e LLRO für Pferde, gesagt hat. Bis zu einem gewissen Grade ind auh wir dafür, aber aus anderen Gründen heraus.

__Ein ähnlih lautender nationalliberaler Antrag vom /, Februar 1912 wird mit zur Debatte gestellt. L:

__ Abg. von Oertzen (Np.): Vor einigen Jahren glaubte man nh nélifärischen Interesse die kleinen Garnisonen Lider mehr ein- sehen lassen zu sollen. Man seßte sih damals über die wirtschaft-

ti der jeßt kommenden Heeresvèrmehrung muß man ih fragen, ob G nicht gerechtfertigt ist, wieder einen A aale! T scha en. woe für die Kavallerie sind die kleinen Orte sehr nötig, da 4 das E Pevungegeinte vorhanden ist. Wie notwendig 4 stt, hier wechseln zu können, das zeigt ein. Vo1fall, als ih ‘mal als Rittmeister eine Uebung mahte. Man s{chickte mih aus, Iu eine Feldwächè gegen einen anrückenden Feind aufzustéllen, Ö der Suche nah einem Plaße kam ein Pius e und sagte : d h raceutnant, die Feldwache steht immer da." Nachher wurde ih dir für me strategische Umsicht, belobt. Die Städte geben aller- (08 den Grund und Boden für Garntfonzwecke umfonst her. Der u Ode hat aber übersehen, daß ja das von den Kommunen an-

(le Kapital vom Staate verzinst und amortisiert wird. Jn den

| follte man bei Verlegung von Garnisonen in klei ä ine me, die Bedingung stellen, ß fie dies bezahlen. "Es dia Söhne von fleinen Besigern. Ernteurlaub bekomuien, ‘alte ch für selbstverständlich. ber man muß ihn auch anderen gewähren, wenn plößlihe Umstände ein \chnelles Einbringen hee Ernte notwendig machen. Natürlich müfsen solhe Ernteurlauber F E werden. Jm den meisten Gegenden sind die Wohnungs- verhältnisse ketne \{lechten. Das wäre auch von den Besizern a cht. Auf dem Lande kommen die Leute meist wirtshaftlih weiter als in der Stadt. Die Büdner sind do meist aus Arbeitern hervor- angen. Ein Aendern der Kontrollversammkung sollte man der E ürverwaltung zur Erwägung überlassen. Es können Umstände eintreten, die es erfordern, es beim jepigen Verfahren zu lassen. Bei großen Manövern müssen auf jeden Fall die Abschäßungskommissionen diefes Ante L e artcirüdsihten baßen. uns nicht zur Einbringung ührt. ä bidler mad hae \rt. Der Antrag soll nur entstandene Schäden

Abg. Vietmeyer (wirts{ch. V / 1 . Vag.) Söhne des ganzen find Las gewesen, dic 1870/71 in Erfüllung threr Pflicht die My, nes ur indung des Deutschen Reiches. gelegt Haben. Die materiellen S A Erfolges haben aber die großen Städte eingeheimst, L le Niesenvecmögen erworben wurden. Dem platten Lande wurden Lo d werden die besten Kräfte entzogen. Infölae der zweijährlgen und t {reliéhrigen Dienstzeit verlieren die jungen Leute den Konner mit L rer Heimat, mit dem platten Lande. Darum müssen mehr kleine Mia onen geschaffen werden. Das liegt vor allem im Interesse des i E, Die Milliarden, die wir bewilligen sollen, würden B s nur dem Frieden dienen, sondern auch der allgemeinen i al swohlfahrt. Es sprechen niht nur Gründe für kleine Garnisonen pn ern auch Gründe gegen große Garnisonen, namentli hinsichtlich des Geländes. ¿Freie Eisenbahnfahrt sollte ganz allgemein allen d daten alljährlih einmal gewährt werden. Bei einem Milliarden- etat spielt die Kostenfrage keme Rolle. Ernteurlaub wird {on jeßt gewährt ; er kann erweitert werden. Ob es möglich ist, alljährlich A: mit einer Kontrollversammlung auszukommen, kann ih nicht eurteilen. Was die Abshäßung der Ernteschäden betrifft, fo geht quer Antrag weiter als der fonservative; wir verlangen, baß die Zane und ODbstzüchter bei der Abschäßung mehr bérüsihtigt

Hierauf wird ein Schlußantrag angenommen. Das Schlußwort namens der Antragsteller erhält der

Abg. Neh bel (dkons.): Der Abg. Noske sprach von einer L ¿): » er Be- goraugung des Adels usw. Er s\prach au s den Bie ohnungen auf dem Lande. Herr Noske, ih lade Sie ein, si ein- ma die Wohnungen auf dem Lande “im Osten anzusehen. Unsere E auf dem Lande Vg sehr viel. besser als in den großen tädten. Der Abg. Weinhausen sagte, unfer Antrag sei mit Nück- ut auf die bevorstehenden Landtagswahlen gestellt. Von einer N ahlmahe fann feine Nede sein. Ich stelle fest, daß unser ntrag bereits im Februar v. I. gestellt worden ist. Was Anfeten Antrag selbst betrifft, so möchte ih die Erhöhung ges Servisgeldes für Sl besonders empfehlen; hier FerxsGen in der Tat Mißstände. Für die Vermehrung der Sugen Garnisonen spriht auch ein moralisches Moment der Ci fas für die Umgegend für den Fall eines Krieges. Jm S haben wir eine ganze Reihe kleiner Garnisonen. Wir im Osten können das leider niht behaupten. Unsere Anträge werden 0 Kriegsministerium mit dem Hinweis zurückgewiesen, daß dies die Mobilmachung gefährde. Was. für den Westen möglih ist, sollte E für den Osten möglich sein. Jn ‘den kritischen Novembertagen )errschte bei uns im Otten eine Panik. Es wurde gesagt, daß zwei glle Kabvalleriedivisionen sozusagen mit der Pferdenase an der rene ständen. Es sind materielle Schäden entstanden, die sehr e Folgen hatten. Es ist erstaunlih, daß die Heeresverwaltung die d preußische Grenze nicht befestigt. D'e Grenzkreise haben Anspruch arauf, daß der leßte Quadratmeter ostpreußisher Erde ges{ütt ist. f fin 20. Armeekorps ist nicht in der Laae, die beinahe 250 km lange renze ausreichend zu {üßen. Ich hoffe, daß die Armeeleitung zu unseren Wünschen wohlwollende Stellung nimmt. Zur E O erklärt der . g. U tor (Zentr.) sein Bedauern, durch den Sc{hlu Debatte verhindert _worden zu sein, setne E S as zum Zwecke der Bekämpfung der in den Weinbérgen ausgebrochenen

nen Krankheiten dem Militär recht ausziebig Urlaub erteilt

Jn der Abstimmung wird Ziffer 1 des Antrages

die Stimmen der Sozialdemokraten E Die Forde: rung der freien Urlaubsfahrt gelangt einstimmig zur An- nahme, ebenso die Forderung des Ernteurlaubs und der Be- schränkung der Kontrollversammlungen, der rascheren Ab- shäßung der Flurshäden und der Erhöhung des Servisgeldes für Pferde. Die parallel gehenden Anträge der National- liberalen und der wirtschaftlichen Vereinigung werden ebenfalls einstimmig angenommen, darunter auh die Forderung der portofreien Beförderung von Paketen an. Soldaten. :

Das Haus geht über zur Ber ; L A : ; Ö eratung von Ber i Petitionskommission. g ichten der

Die Petition betreffend reihchsgeseßliche R 1 / egelu der Wande rfürsorge beantragt die Karton Wo ‘Reiths- de Reoolunc, den Butt N über die Gventualforderung n Bundessta zu ü j übergegangen verden. aten zu überlassen, foll zur Tagesordnung g. Thöône (Soz.) befürwortet den Kommi Das preußische Wanterarbeitergeseß sei g e tatives, und nur wenige Provinzen hätten davon Gebrauch gemadht. Die auf der Wanderung befindlihen Arbeitélofen seien keineswegs alle beruntergekommene oder arbeitssheue Menschen, sondern in der Mehrheit achibare und ehrbare Leute, wenn fich auch \{lechte Elemente darunter befänden. Das Reih müsse den Bundesstaaten die Verpflichtung auferlegen, Einrichtungen zu treffen, zu unterhalten und zu verwalten, uni mittellosen arbeitsfähigen Männern, die Arbeit suchen, Arbeit zu vermitteln und den Wanderarmen wenigstens vor- übergehend gegen Arbeitsleistuna Beköstigung und Obdach zu gewähren ; so verlangen die Petenten. Das reiche aber nicht aus; es müsse die Us Bera t oi eintretcn. i g. ernstein (Soz.): Eine Wanderfürsorge, w Î Wanderarmen degradiert, ist ein Widersinn. A Laa e die Arbeitslosen wn forgen will, kann das nur- auf dem Wege der Der eing egen R Ae geshehen. Das Wort ist längst q cht mehr wahr, daß Deutschland am meisten für die Arkbelter sorgt. as kleine Dänemark is viel weiter; auch England mat jeßt sehr T L E Ave B E Richtung. eferen g. Dr. Burckhardt (wirts{h. Vag.) tritt Kommissionsantrag ein, der darauf einstimmig Mae O En wirs. n á Als Material überwiesen wird die Petition des Privatmannes ugust Zöppriß in Stuttgart, betreffend das Verbot der. Vornahme Reanten: BANRE Se ULE DOABUIE der De Sage M 4 jelbe geschie nsichtlih der Petitione nder- Ter E OEL una Mo p lersestes. i E j gung übefweist das Haus die Eingabe der Deutsch Kokromalgesellshaft wegen folonial, periibiboses in Hambu Errichkung etnes besonderen oberen Kolonial- | eber die Petilionen wegen Aenderung des Genossen n Sinne einer Einschränkung ter Kousurapépelke en S et S Handels der Beamten war die Diskussion an einem früheren ckdhweiinôtage bereits geflossen worden. Der Kommissionsantrag ging auf Ueberweisung als Matertal. Bet der Abstimmung über den Gegenantrag ter Ley Elbrtnatraten auf Uebergang zur Tagesordnung hatte sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses herausgestellt. Heute.

Oroßstädten bezahlt der Staat diescs allerdings alles selbst. Deshalb

wird zuerst über den Kommissionsantirog abgestimmt und d die Stimmen ter Sozialdemokraten angenommen. Zes cis Q

Eine

Strafgeseßbuchs, sowie aller geseylihen Bestimmamg 1 ) en über die An rufung Gottes n Sidesformelu, endlih die Beseitigung aller Gesepe e erordnungen, die das Rellgbond, und Kirchenwesen betreffen soweit fie niht zugunsten dieser Pctition lauten. Die Petition ift gemeinsam mit anderen verhandelt worden, die den Austritt aus der Landeskirche, die Befreiung der Diisidentenkinder vom Religions- unterribs, Einführung der tonfessionslosen Cidesformel, Aufhebung E ajestäts eleidigungéparagraphen usw, fordern. Die Kommission äntragt Ueberweisung als Material, soweit Aenderung. des § 61 G .B. verlangt wird. Im übrigen soll Vebergang zur Tages- or rung erfolgen. Etn Antrag der Sozialdemokraten will leber weisung aur, Gua s Uebergang zur Tagesordnung

ie Pe ie di 1

Atheismus unter Strafe stellen will, 198, M SLCPALAglg, M: PEN

Abg. Gröber (Zentr.): Mit dem Vorschlage der Kommi find E einverstanden; auch mit dem Antrage Mnnes Sir on Pun en einverstandeu sein, ta cr ja auch Dinge bebandelt, mit denen wir uns hon beim Toleranzantrag befaßt haben. Ex enthält aber i Vorschläge über Abänderung von Strafbestimmungen, wie z. B. ei d Gotteslästerung und bci der Störung gottesdienstlicher D ungen, wo wtr unmöglich folgen können. Ein weiterer Punkt will den Reichskanzler vzranlassen, die Trznnung von Staot und Kirche durch _Neichsgesey zu regeln. Das geht doc niht so ohne weiteres, Die Antragsteller haben sicher niht beachtet, daß die verschiedenen Petitionen sich widersprehen. Wenn wir deshalb gesen den Antrag stimmen, fo geschieht das im Interesse der neraglleller: die doch gerade freie Betätigung aller Kulten haben ma Tat Luss Abindenung der Wi adiorwel können wir uns | nden erflären, zumal j l l s heller fetbf E 2 gi E sie vollen N Mer: Me Futrno reitgisen, der andere jeden ftonfessionellen Eid abgeschafft haben. könnte man ja dann gleih auch die Gleiihbereatiauo der R fessionen und der Religionen mit abschaffen.

Abg. Thiele (Soz.) : Eine Aufhebun i , (Soz) : uf g der Strafbestim Polen, ja auch wir nicht. Der Cid ist doch kein M angen n A ag wählen, an die niemand mehr glaubt. antrag anggnow zu O aller- übrigen Anträge wird der Kommissions- er Vorstand des Zentralverbandes deutscher Bäckermei nigen, „Germania“ in Berlin bittet im E n E ber E c den Verkauf von Backwaren über die Straße während M tus usses an Sonn- und Festtagen durch Konditoreien, mit . n gleichzeitig Cafés verbunden sind, zu verbieten, sodaß ein Mit- ne Met Von Lao A mehr stattfinden kann. | union |chlägt vor, die Petition dem Neichskanzl Material zu überweisen, wàä in * (Soz) ÜUe vas gang zue R A ein Antrag Albrecht (Soz.) Ueber- Der Kommissionsantrag gelangt zur Annahme.

Abg, Krahmer (dkons.) erstattet mündli iht Ü i Legion, betreffend Aufhebung des im §8 18 Absag A J p Wee vom D tig anes Berbpis des SFeilbaltens

i ) in Näumen, in den ij weg wh dres feilgehalten oder verkauft wird, und l E O on, die Petition dem Reichskanzler als Material zu

Abg. Leu be (fortshr. Volksp.) befürwortet ei sei

bg. | ortsr. ¿ et einen Antrc Partei, über die Petition zur Tage®Zordnung A B

L eshlicßkt mi ; j j dite, Vaus beschlicßt mit großer Mehrheit nach diesem leßten

__„„Sthluß 61/, Uhr. Nächste Si & 4 1 Uhr (Notetat, Kolonialetat). E Ug, On gAte g

Preußischer Landtag. Hau3-der Abgeordneten. 147. Sißung vom 5. März 1913, Nachmittags 1 Uhr. (Bericht von „Wolffs Telegraphischem Bureau“.)

Ueber den Beginn der Si r. t i d. Bl. berichtet rogrben. er Sigung. ist in der gestrigen Nummer

_Das Haus seßt die zweite Beratung des Et

L e und zwar die D Tee 6 n Ausgaben für di Eisenbahnpersonals fort. A Ie N A REn 05S

Abg. Dr. Schroeder - Cassel (nl.): In d is D F .): In der Bu Aude L M man h ale Beautent E O O di _d Uge zur Tagesordnung übergegangen. i Budgetkommission des Reichstages hat bei e R D Biseldunclie h E O indem sie eine ganze Neihe Ing n beshlofsfen hat. Diesen Vorschlä d Budgetkommission ist dann der Neichsta i i wb ; in der è g selbst beigetreten, verbielt fd Men auf andes nos der ‘Relchsfhaßsekretñe 1 i Æünschen gegenüber ablehnend. âr wünschenswert, daß die Budgetkommission unseres ias An ire it eine formale Prüfung der Petitionen eintritt, fondern fie auf ihre sachliche Berechtigung untersuht. Jh bin der Ueber- ¿eugung daß auf die Dauer eine Nachprüfung der Befoldungs- Bi nd niht_ zu umgehen sein wird, denn zweifellos hat sie manwerlei p A und Fehler. So kann unmögli zugelassen werden, daß dte T enbahnassistenten im Reiche anders bezahlt werden als in Preußen uh die verschiedenen Besoldungen der vortragenden Räte im Reiche N in Preußen sind ein Fehler der Besoldungsordnung. Die Zug- fet in meiner Heimat Cassel beklagen sich. darüber, daß sie bei den Zu gen, die ihnen der Minister anläßlich der Verkehrs\tockungen ge- a 1 s{lecht weggekommen sind. Ferner wlinschen die Zugführer n otomotivführer, daß dic Stelleazulage wieder eingeführt wird. Auch e ) halte ‘es nicht für unberehtigt, wenn cine große Anzahl der i eamten die Wiederherstellung der Stellenzulage herbcischnt. 5h bitte den Minister, ganz besonders au die Wünsche der Werk- {Eee und Mechaniker zu berücksihtigen. Es wird behauptet daß M in der Neichspostverwaltung beschäftigten Werkführer und echaniker besser gestellt find als ihre Kollegen in der Eisenbahn- Treu Der Minister möge prüfen, ob das, was in der Reich9- N verwaltung möglich ist, nit au auf die Eisenbahnverwaltung tes en werden kann. Die Werkführer sind \{Gle{chter gestellt als B e übrigen Beamten. Deshalb wäre eine Aufbesserüng dieser : Fame unbedinat gerechtfertigt. Vielfah wird darüber geklagt, daß inbezug auf den Nachtdienst die berechtigten Wünsche der Beamten unberüdsihtigt bleiben. Jch bitte den Minister um Aufklärung. Dos

{4 Rangierpersonal wüns{cht eine andere Einteilu g des Dienstplanes.

Ueber befonders s{lechte Anstellunasverbältnisse be

Eisenbahndiätare, ap ‘erst nah mehr als zwölf aper e ans stellung gelangen. Es erscheint mir wünschenswert, daß die Diätare länastens nah vier Jahren angestellt werden. Auch die Anstellungs- verhäitnisse der “Eisenbahnoberfekretäre bedürfen einer Verbesserung. Die Schaffner wünschen eine Aufbesserung ihrer Bézüge, zumal ihre Kollegen in der Reichspostyerwaltung bedeutend bese gestellt find. Ferner bitten die Unterbeamten und Arbeiter, daß die Militärdienst- zeit mit größerer Gleihmäßigkeit bei der Anstellung angerechnet wird. Auch ihren Wunsch auf Verbesserung der U auböjêiten halte {h für berehtiat. Ich bin ‘dem Minister dafür dankbar, daß er die Arbeiter in den Betriebswerkstätten gleichgestellt hat den Arbeitern der Haupt- werkstätten. Die Unterstüßung der unteren und mittleren Beamten die mindestens drei Kinder haben, in Höhe von 2 bis 50 4 ist zu gering. Meine Freunde erkennen an, daß die Gisenb ahnverwaltung emüht ist, den berechtigten Wünschen der Beamten und Arbeiter entgegenzukommen, und hoffen, daß die von mir vorgetragenen ns{e

mit Wohlwollen geprüft wetden und E sichtigung finden. f nd 19. wait mhglih Derict

Petition verlangt Aufhebung der §8 166 und 167 des

eti t

Les e E E E Err E A P Aa E P Wo -

S

Der eine will jeden.

L m

E E

E E

E S E:

gt ia D a e p E A

T E S PrI a R Ti

ar

D R A 288 B S R R

S I R S E A: t Ea as

Er E E M I L E

ea

E Ee Ir dedr P R en Et E

Es

E E E E E r E L E Leere T Wr E L L Mr Lrt L

E E E

s. E E