1913 / 68 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

‘das, wenn man von einigen gut gezeihneten Episodenfiguren absieht, wenig mit der Een Kunst gemein hat. Ein Privatdozent A er Abstammu at auf Anraten des Dekans seiner akultät, um angebli seine Ernennung zum Professor zu erleichtern, ohne viel Bedenken einen Bekenntuniswechsel vorgenommen. Er gat aber den Shritt ohne Wissen und Willen seiner Braut, eines treng im Glauben der Väter erzogenen jüdischen Mädchens, unter- nommen, die nunmehr sein mahnendes Gewissen wird und ihn zum Widerruf veranlassen will. Tatsächlich läßt er sih fast dazu be- \sttmmen, als moderner Uriel Acosta zu handeln, aber ein heran- nahender Fadelzug der thm zugetanen und anläßlich der Ernennung zum frofesat huldigenden Studenten macht thn wieder unschlüssig, und angesihts des Ruhm und Ehren zie ded elobten Landes der akademishen Laufbahn macht er seinem eben selbst ein Ende. Dieser tragishe Ausgang is durch das Vorhergehende ganz und gar niht motiviert; denn es handelt fh hier weder um Glaubens- noch um Gewissensfragen, die in der Brust dieses Professors einen Zwiespalt hervorgerufen haben, und das, was für und wider seine Handlungsweise vorgebracht wird, hat keine Ueberzeugungskraft. Für den Zuschauer bleibt dieser Professor ein s{chwankes Rohr im Winde der Ueber- redung. Er wird leicht bestimmt, si taufen zu lassen, und ebenso- [leiht umgestimmt, den unbesonnenen Schritt wieder zurücklzutun. Was er an eigenen Meinungen darüber vorbringt, ist völlig belanglos. Für diese mißratene Hauptgestalt des Schauspiels wird man, wte {hon erwähnt, dur einige gutgesehene Nebenfiguren etwas entshädtgt; auch soll niht verschwiegen werden, daß in den Erörterungen über die Thesen des Stückes, die recht objektiv geführt werden, manches kluge Wort gesprochen wird. Aber das Herz bleibt von allen diesen Dingen ganz unberührt. Die Darstellung unter Adalbert Ulricis Leitung tat thr möglichstes für das Stück. Um die Hauptrolle mühte sich Rudolf Lettinger, dem man mit Freuden wieder auf einer ernst zu nehmenden Berliner Schauspielbühne begegnete. Aber auch seiner sympathischen e konnte es niht gelingen, das Vershulden des erfassers an dieser Gestalt vergessen zu mahen. Mehr Kapital vermohte Mary Urban aus der Rolle der Braut zu s{chlagen, die iz recht warmblütig spielte. Die dankbarsten Aufgaben hatten die Ver- treter der humoristishen Rollen: Alexander Ekert und Kurt Wohl- gemuth, während Aenderly Lebius, Nolf Gunold, Adalbert Ulrici und andere mehr oder minder beredi nur Meinungen für und wider das erörterte Thema zu verfehten, aber keine Menschen von Fleis und Blut darzustellen hatten. Das Stück fand immerhin einen so freundlichen Erfolg, daß der Verfasser sich zum SHluß auf der Bühne zeigen konnte. Kurfürstenoper.

Ina der Kurfürstenover stellte sh gestern eine neue „Tosca“, Fräulein Elisabeth von Schröder vom Hoftheater in Darmstadt, mit gutem Erfolge vor. Die junge Künstlerin, die erst unlängst den Sritt zur Bühne getan hat, bringt eine Rethe bestehender Eigen- schaften mit, die, wenn nit alle Zeichen trügen, glänzende Aussihten für ihre Theaterlaufbahn eröffnen. Schlank und geschmeidtg wie ihre aubee Erscheinung ist auch ihre in guter italienischer Schule

ebildete Sopranstimme, und erfreulih ist die musifalishe Sicher- eit, mit der fie fingt. Das hatte auch darin seinen Grund, daß sie die Partie, die 8 offenbar bei ihrem italienischen Lehrmeister studiert hat, auch in italieaisch:r Sprache sang; und sie tat bei diesem ersten Auftreten in Berlin vielleiht wohl daran, sie nicht erst deutsch umzustudieren. Später wicd d18 aber, der einheitlihen Wirkung wegen, füc deutsche Aufführungen unerläßlich sein. Nicht ganz so frei wie gesanglih bewegte sih Fräulein von Schröder als Darstellerin, obglei auch auf diesem Ge- biet Fähigkeiten vorhanden sind, die bei wahsender Vectrautheit mit der Bühne und unter einem tühttgen Regisseur noch ausreifen werden. Dieser Anfang war jedenfalls vielversprehend. Jm übrigen wies die Auf- führung, die unter Kapellmeister Dr. Pragers Leitung einen sehr an- regenden Verlauf nahm, die erst küczlich gewürdigte Beseßung (Cavaradossi: Herr Nadolovish, Scarpia: Herr von Zawilowski) auf und fand lebhaften Beifall.

Das 9. Symphoniekonzert der Königlichen Kapelle unter der Leitung des Genecalmusikdirektors Dr. Richard Strauß findet am Sonnabend, den 22. März, Abends 7F Uhr, im Köntg- lihen Opernhause statt. Die üblihe Matinee findet diesmal niht als solhe, sondern als Voraufführung am morgigen Gründonnerstag, Abends 77 Uhr, statt. Die als 9. Sym- phonie-Matinee bezeihneten Eintrittskarten haben am Gründonnerstagabend Gültigkett. Der Kartenverklauf für morgen Abend findet am Tage von 107 Uhr an im Köntglichhen Opernhause, Salter 3, statt.

Im Karsfreitagskonzert des Deutshen Opernhauses wird das Brahm3\sch? Requiem uater der Leitung des Direktors Bruno Kittel und bei Beteiligung des Kittelshen Chores aufgeführt. Die musikalischz A des Vorspiels und Karfreitag8zaubers aus „Parsifal“ hat der Kapellmeister Mörike vom Deutsh2n Opernhause übernommen. Nudolf Klein, der Maschineciedtrektor des Deutschen Opernhauses in Charlottenburg, hat den Auftrag erhalten, für die „Nheingold“-Aufführung der Covent Garden-Oper in London die tehnishe Einrichtung zu übernehmen. Er hat den hierzu nötigen Urlaub von der‘ Direktion des Deutschen Opernhauses erhalten.

Mannigfaltiges. Berlin, 19. März 1913.

Ueber die Witterung in Norddeutshland im Monat L 1913 berihtet das S preußtsche Meteorologische nstitut auf Grund der angestellten Beobachtungen : Mit seinem vor- wiegend milden, meist heiteren und zeitweise rein frühlings8mäßigen Wetter hinterließ der verflossene Monat einen angenehmen Ein- druck. Die am leßten Januartage ptöglih eingetretene Erwärmung steigerte sih noch, sodaß während der ersten Februarhälite die Tages- mittel der Temperatur die normalen Werte meist erheblih übertrafen, und da der Abkühlung, die sh um die Monatsmitte überall geltend machte, aber nur stellenweise zu sehr erheblihen Frostgraden fort- ritt, bald eine gelinde Periode folgte, in der das Thermometer an vielen Stellen wiedec so ho wie in der ersten Dekade anstieg, so übertraf das Gesamtmittel der Temperatur allgemein den langjährigen Durchschnitt, am wenigsten, nämlich nicht ganz um 1 Grad, im äußersten Südwesten, sonst um 1—2 und nur im Nordosten um annähernd 3 Grad. In der zweiten Monatshälfte war hetteres Wetter derart vorherrs{ch-nd, daß troß des überwiegend trüben Charakters der ersten Dekade das Monatsmittel der Bewölkung überall zu gecing ausfiel. Im Ein- Élange damit ergab sih auf dem ganzen Sebtet eine zu große Sonnen- \cheindauer; ihr normaler Betrag wurde im Rheingau, an der unteren Fulda und an der pommershen Küste etwa um ein Drittel und in Meittelschlesien sogar um mehr als die Hälfte überschritten. Die vor- wiegend heitere Witterung des Februars offenbarte sh auch in den Niedershl1gsverhältnissen. Nur im nordwestlichen Holstein, auf Nügen, in der Prizniz und an der mittleren Warthe war es zu naß, sonst überall zu trocken; immittleren Rheinlande, in der östlichen Oderlausig, im östlichen Hinterpommern und im östlichen Masuren wurde weniger als die Hälfte, im südlihen Oberschlesien und in der Thüringer Mulde ein Viertel und in dem besonders trockenen und heiteren Gebiet an der Ohle- mündung nicht mehr als ein Fünftel der Meng? gemessen, die man nah vteljährtgen Grfahrungen erwarten konnte. Ja der zweiten und dritten Dekade fielen tim ganzen Gebiete nur geringe Niederschläge. Nah dem absoluten Betrage der gesamten Monatsmenge war am trock-nsten eine in der Nähe der Ostgrenze verlaufende Zone; fie umfaßt den größten Teil von Ober- und Mittelshlesiea, ferner einen {malen Landstreifen, der sich von der mittleren Bartsch zur westlt{ch?n Poseaer Platte und von da zum Weichselknie und weiterhin über das südwestlihe Kulmerland bis zur südöstlihen Tucheler Heide erstreckt, außerdem den größten Teil Masurens, das Weichel- werder und die südlihe Weichselniederung nebst dem Landstriche zwischen Turmberg und uaterer Weichsel. Bier fielen wenigec als 10 mm; ja einzelne Stellen am Ostrande der Sudeten erwkesen sich als fast absolut trocken; denn hier kamen nur 1—2 mm Niedzr- \chlag vor. Sonst wurden meist 10—50 mm gemessen. Mehr als 50 mm fielen im mittleren Dithmarshen, im Sauerland und Nothaargebirge, in der Schnelfel, am Südwestrande des Hunsrüks, in der Rhön, im Spessart und im Vogelsberge, mehr als 75 mm im mittleren Thüringerwald und im Harz, dessen höchster Gipfel mit 130 mm die größte Niedershlagsmenge im ganzen Gebiet hatte. Die am leßten Januartage dur die schnelle Annäherung der ozeants- schen Depression geschaffene Wetterlage hielt bis in die zweite Februar- pentade an. Nach Mitteleuropa in rascher Folge eindringende Tiefdruck- ausläufer riefen hier sehr milde, von häufigen und ergtebigzn Nieder- ede meist Regen, begleitete West- und Südwestwinde hervor. Bis onatsmitte war fast ganz Norddeutshl ind frostfrei, und in der ersten Dekade herrschten Temperaturen, wie sie in der ersten Aprilhälfte zu er- warten sind. Auch im Norden und Osten, wo die Niederschläge anfangs noch in fester Form fielen, trat bald Regenwetter ein, das die hier noch vorhandene Schneedecke beseitigte, sodaß wenige Tage nah ‘Monatsanfang das gesamte Tiefland shneefrei war. Vom 6. an machte sih die An- näherung eines Hochdruckgebietes zunächst in einem Nachlassen der Nieder- schläge bemerklih, dem päter Aufheiterung folgte. Dieses Maximum blieb dann bis gegen Ende des Monats für die Witterung Nord- deutschlands in erster Linie maßgebend. Zu Beginn der zweiten Dekade verschob ih sein Kera von Mittel- n2ch Nordwesteuropa ; das hatte

eine nördlihe Luftströmung und langsame Abkühlung zur Folge. Als dann hohec Druck fich nordostwärts bis nah Osteuropa aus- breitete, wobei sih die höchsten Barometerstände von der Nordsee nach dem nördlihen und dann weiterhin nah dem südlihen Rußland verlagerten, ging die noch ziemlich milde nördlihe allmählich in eine kalte nordöstlihe, später östlihe Luftstrômung über, die von Mitte des Monats an über das ganze Gebiet heiteres Frost- wetter verbreitete, wobei das Thermometer stellenweise zu sehr niedrigen Werten sank, unter 15 ° im östlihen Masuren und in der Thüringer Mulde und auf 18° im nördlichen Posen. Diese Frost- periode wurde durch Schneefälle eingeleitet, die aber geringfügig waren und nur an vereinzelten Stellen, fast aus\{ließlich in Ostdeutshland, eine dünne Schneedecke von kurzer Dauer hinterließen. Mit dem Beginn der dritten Dekade wurde der über Nordwesieuropa gebliebene Teil des großen Hochdruckzebiets, anfänglich in Wechselwirkung mit einer aus dem hohen Norden nach dem Ausgangspunkt der kalten Ostströmung vor- gedrung?znen umfangreichen Depression, für die Witterung Nord- deutshlands maßgebend. Die falten Ostwinde wichen daher etner viel geltnderen Nordwestströmung, aber diese wurde {nell wieder, an sih das Maximum nah Mitteleuropa verlagert hatte, dur antizyklonales, ruhiges und hetteres Wetter abgelöst, bei dem aller- dings noch starke Nachtfrö5ste vorkamen, aber andererseits die Tages- temperaturen sehr hoh stiegen. Erst als zwei Tage vor Monats\{chluß das Maximum durch eine tiefe antlantishe Depression verdrängt wurde, seßten wieder regenbringende Südwestwinde ein.

Die „Urania“ bereitet anläßlich ihres 25jährigen Be- stehens im April eine Denkschrift vor und wird die Jubelfeier dur einen Festakt in der Anstalt begehen.

Ulm, 18. Mäcz. (W. T. B) Der Schneefall der ver- gangenen Nacht hat in Nezuulm große Verkehrsstörungen ver- ursaht. Telephondrähte waren durch den Schneedruck gerissen und auf die Starkstromleitung gefallen; als des Morgens die Ar- beiter sih z1 threr Arbeits\tätte begaben, kamen mehrere Per- sonen den herabhängenden Drähten zu nahe und erhielten so starke elektrishe Schläge, daß sie zu Boden stürzten und sich nicht mehr erheben fonnten. Von den Umstehenden wagte es niemand, die Berunglückten anzufassen; so mußten sie längere Zeit liegen bleiben. Die Dunkelheit erichwverte die Nettungsarbeiten.

Hamburg, 18. März. (W. T. B.) Ein orkanartiger Sturm braŸhte in dec vergangenen Nacht den Bagger „Goedhard 2“ bei der Einfahrt in die neue Schleuse bei Brunsbüttelkoog zum Kentern. Die an Bord befindlichen Personen, dret Männer, eine Frau und ein Kind eriranken. Im Katser Wilhelm- Kanal sank der Schlepper „Vulkan“, dessen Mannschaft gerettet wurde. Vie Zahl der im Hamburger Hafen und auf der Elbe untergegangenen Schuten und Lethter schwanft zwischen 60 und 80.

Hamburg, 19, M (W: D: B) Von dem Altonaer Fishdampfer „Hansa“ wurden in der Nordsee drei Yeatrosen, Wilhelm Stührk aus Glückstzdt, Friedrih Smidt aus NRosenhagen und Gustav Menslow aus Schinachtenhagen durch eine Stur;see über Bord gespült. Mle drei sind ertrunken.

Bremerhaven, 16 Mi We D D) Der deute Ewer „G2bcüder“ aus Hamburg ist mit Havarie und ohne Mannschaft hier eingeschleppt und in dem alten Hafen vertäut worden. Ueber das Schi cksal der Besatzung ist noch nihts bekannt.

Wien, 18. März (W. T. B.) Die Meldung über den großen Waldbrand in der Pretn bei Neichenau (vgl. Nr. 67 d. Bl.) ist dahin einzuschränken, daß ein ausgedehnter Holzshlag ntieder- gebrannt ist, wodur der Waldbestand gefährdet wurde. Der angrenzende Jungwald wurde von dem Feuer ergriffen, jedoch gelang es der Feuerwehr und dem herbeigerufenen Militäc um 4 Uhr Morgens, den Brand einzudämmen.

Bukarest, 18. März. (W. T. B.) Mehrere Bo hranlagen in dem petroleumhaltigen Gebiet von Morent, die bereits Petroleum zu Taze fördecten, gerieten in Brand. Ein In- genieur und mehrere Arbeiter wurden \{chwer verleßt; enige Arbeiter werden vermißt.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

T

Warengruppe

Einfuhr

zum Deutschen Reichsanz

Maß--

| 1913

Januar/Februar

1912

Erste Beilage eiger und Königlih P

Berlin, Mittu

S pezialhanudel,

A. Noch Warengruppen. 1) Mengen,

Ausfuhr

Februar

Tarif :

Januar/Februar

1913

1912

| |

ab- \chnitt

Warengruppe

Maß-

Februar

1913

4 Februar 1912

reußishen Staatsanzeiger.

1913.

Tarif- Einfuhr

Januar /Februar

Ausfuhr

Januar /Februar

1913 | 1912

Theater.

Königliche Schauspiele. Donners- tag: Opernhaus. Oeffentliche Haupt- probe für das 9. Symphoniekonuzert der Königlichen Kapelle. Dirigent: Herr Generalmusikdirektor Dr. Nichard Strauß. Mitwirkende: Solisten: Köntg- lie Opernsängerin Frau Andrejewa- Skilondz, Königliche Kammersängerin Frau Marie Goetze, Königlicher Kammerfänger heer Nudolf Berger, Königlicher Kammer- änger Herr Baptist Hoffmann. Chor: Der Königliche Opernchor, die Königliche Chorschule (Direktor: Herr Professor Hugo Nüdel). Anfang 7F Uhr.

Sreita : Opernhaus. Geschlossen.

S A otelbaus: Geschlossen. (Der Ein- trittskartenvorverkauf findet zur üblichen Zeit statt.)

Sonnabend: Opernhaus. UX. Sym- phouiekonzert der Königlichen Kapelle zum Besten ihres Witwen- und Waisen- fonds. Dirigent: Herr Generalmusik- direktor Dr. Richard Strauß.

Schauspielhaus. Geschlossen.

Neues Operntheater (Kroll). Sonntag, Nachmittags G. Uhr: Auf Aller- höchsten Befehl: Neunte Vor- stellung für die Berliner Arbeiter- schaft: Freund Fris. Ländliches Sittengemälde in dret Akten von Erck- mann - Chatrian. (Die Eintrittskarten werden durch die Zentralstelle für Volks- wohlfahrt nur an Arbeitervereine, Fabriken usw. abgegeben. Ein Verkauf an einzelne Personen findet nicht statt.)

Deutsches Theater. Donnerstag, Abends 73 Uhr: Der lebende Leichnam. Do, L Mani onnabend, Nachmittags 27 Uhr: Der blaue Vogel. Abends: Hamlet. Sonntag: Der lebende Leichnam. Kammerspiele. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Zur Hebbel- Feier: Maria Magdalene. freitas: Geschlossen. onnabend und Sonntag : Schippel.

Bürger

Letztes Gastspiel des Deutschen

Theaters im Zirkus Schumann:

Sonnabend, den 22. März: -JFeder- maun. (Moissi.)

Billettverkauf an der Tageskafse des Deutschen Theaters von 10—2 Uhr.

Berliner Theater. Donnerst., Abends 8 Uhr: Die fünf Frankfurter. Lust- spiel in drei Akten von Karl Rößler.

Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Die fünf Frankfurter.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Große Rosinen. Abends: Filmzauber.

Theater in der Königgräßer

Straße. Donnerstag, Abends 7F Uhr : Macbeth. Trauerspiel in fünf Aufzügen von Shakespeare.

Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Brand.

Sonntag: Macbeth.

Lessingtheater. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Rosenmontag. _ Freitag: Geschlossen. (Die Tageskasse ist von 10—1 Uhr geöffnet.) Sonnabend: Die Frau vom Meere.

Deutsches Schauspielhaus. (Direk. tion: Adolf Lang. NW. 7, Friedrich- straße 104—104a.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Das gelobte Land. Scau- spiel in vier Akten von Arthur Mayer- Brandus.

Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Das gelobte Land.

Sonntag: Egmont.

Schillertheater. @0. (Wallner- theater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr:

Die Geschwister. Schauspiel in einem

Akt von Goethe. Hierauf: Elga. Von Gerhart Hauptmann. S Geschlossen. / onnabenh: Die Geschwister. Hierauf: Elga.

Charlottenburg. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Andere. Schauspiel in vier Aufzügen von Paul LUndau.

Freitag: Oratorium Johanues®- Pasfion.

Sonnabend: Der Ändere.

Deutsches Opernhaus. (Char- lottenburg, Bismarck - Straße 34—37. Direktion : Georg Hartmann.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Waffenschmied.

iFreitag: Konzert.

Sonnabend : Fidelio.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Fidelio. Abends: Der Freischüg.

Montis Operettentheater.(Früber: Neues Theater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr : Der Zigeunerprimas. Operette in drei Akten von Emmerich Käálmän.

Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Der Zigeunexrprimas.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der fidele Bauer. Abends: Der Zigeuner- þrimas.

Theater des Westens. (Statton: oologisGec Garten. Kantstraße 12.) onnerstag, Abends 8 Uhr: Die beiden Husaren. Operette in drei Akten von L6on Jefffsel. G Oratorium Elias. onnabend: Die beiden Husaren.

Theater am Nollendorfplaß. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Emilia Galotti.

Gritag. Geschlossen.

onnabend, Nachmittags 3 Uhr: Wil- helm Tell. Abends: Jugend.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Os Abends 8} Uhr: 2x 2

Freitag : Geschlossen.

Residenztheater. Dounerstag, Abends 8 Uhr: Die Kameliendame,

Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Der Hüttenbesfiter.

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Gastspiel August Junkermann: Onkel Bräfig.

Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Oukel Bräsig.

Trianontheater. (Georgenstr., nahe Bahnhof Friedrichstr.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Das Eude der Liebe.

Freitag: Gescölofsen.

Sonnabend: Das Eude der Liebe.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der selige Toupinel. Abends: Wenn Frauen reisen.

Konzerte,

Singakademie. Donnerstag, Abends 7 Uhr: Aufführung der Singakademie. Dir.: Professor Georg Schumaun. Johannes-Passion von J. S. Bach.

Harmoniumsaal. Donnerst., Abends 8 Uhr: Sonatenabend von Rino Franco-Zuffelato (Klavier) und Olga Thomson (Violine).

Zirkus Schumann. Donnerst., Abends

75 Uhr: Große Gâälavorstellung.

Auftreten sämtlicher Spezialitäten.

Zum Schluß: Der unsihtbare

Mensch! Vier Bilder aus Indien. Freitag: Geschlossen.

Sonnabend: Keine Zirkusvorstellung, fondern: Aufführung des „Deutschen Theaters“ : Jedermann. Anfang 8 Uhr.

Birkus Busch. Donnerstag, Abends 74 Uhr: Große Galavorstellung. Zum St{hluß: Dte große Prunk- pantomime: „Sevilla“,

Freitag: Geschlossen.

Familiennachrichteu.

Verlobt: Frl. Gerda von Unde-Suden mit Hrn. Leutnant Hermann von Esch- wege (Braunschweig). Frl. Marie- Agnes von Thadden mit Hrn. Ober- leutnant z. S. Martin Braune (Trieg- laff Kiel).

Verehelicht: Hr. Oberleutnant Friedrich Bilke mit Frl. Anneliese Schadow (Breslau). i

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Nitt- meister George von Finckh (Braun- \chweig). Hrn. Regierungsassessor Frhrn. von Hodenberg (Bitterfeld- Niemegk). Hrn. Herbert von Massow- Langeböîe (Langeböse). Eine Tochter: Hrn. Eberhard Kracker von Schwartenfeldt (Brüssel). j

Gestorben: Hr. Kammergerichtsrat, Geheimer Justizrat Pohlmann (Char- lottenburg). Hr. Chefredakteur Dr- Müller-Fürer (Zehlendorf, Wannsceb.). Verw. Fr. Emma Hobrecht, geb. Stampe (Berlin-Lichterfelde). Fr. Adelaide von Mosch, geb. Buchanan (Eickhof).

Verantwortlicher Redakteur: « J. V.: Weber in Berlin.

Verlag der Expedition (Heidrich) in B erlin.

Dru der Norddeutshen Buchdruckeret und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32

Neun Beilagen (einshließlich Börsenbeilage).

Bearbeitete tierische uud

irtshaft my n vslanztide fatur ind anzlie aturerzeug-

; ruugs- und Venuburitit E E:

engni Dea E

Erzennisse “bes Ader-,

Garten- utd Wiésenbaues

D fa der Forstwirt- Uit A

Tiere n. tierishe Erzeugnisse

Erzeugnisse landwirt\haft- liher Nidereuerbs ;

Erzeugnisse der Nahrungs- u. Genußmittel-Gewerbe, in den Unterabschnitten A bis D nit inbegriffen .

Mineralishe und fosfile Nohstoffe; Mineralöle

Erden und Steine . . Erze, Schlacken, Aschen . Fossile Brennstoffe... , Mineralöle und sonstige

fossile Rohstoffe...

Steinkohlenteer , Stein- lohlenteeröle und Siein- kohlenteerstoffe

Zubereitetes Wals, feste Fettsäuren, Paraffin und ähnlihe Kerzenstosfe, Lichte, “Wachswaren, Seifen und andere unter Verwendung von Fetten, Oelen oder Wachs her- gestellte Waren .

Chenmishe und pharma- eutische Erzeugnisse, arben und Farbwaren

Chemische Grunudstoffe, Säuren, Salzen. sonstige Verbindungen chèmisher Grundstofe, anderweit niht genannt é

Farben und- Farbwaren .

Firnisse, Lade, Kitte .

Aether; Alkohole, anderweit niht genanut odex in- begrifsen; flühtige (äthe- rishe) Ole, künstliche Riechstoffe, Rieh- nund S{hönheitömittel (Par- fümerien und kosmetische, Mittel) e

Künsilihe Düngemittel ,

Sprengstoffe, Schießbedarf

und: Zündwaren - .

Chemische n. pharmazeutische Erzeugnisse, anderweit

nit genannt

pflanzlize Spinustoffe und'*+ Waren daraus; Menschenhaare; zuge- richtete Shmuckfedern ; Fächer und Hüte „.

Seid E Wolle und andere Tierhaare (mit Ausnahme ‘der Pferdehaare aus. der Mähne und demSchweife) Baumwolle . .„,, Andere pflanzlihe Spinn- ofe

Bunhbinderzengstoffe, Pans- leinwand, wasserdichte Gewebe, Gewebe mit auf- getragenen Shhleif- oder Poliermitteln ; Linoleum und ähulihhe Stoffe. Watte, Filze und nicht genähte Filzwaren . Pferdehaare (aus der Mähne oder dem Schweife) und Waren daraus . . Kleider, Puywaren und sonstige genähte Gegen- stände aus Gespinstwaren oder Filzen, anderweit niht genannt. é

Künstliche Blumen aus Ge-

\pinstwaären, Regen- und Sonnenschirme, Schuhe

; Gespinstwaren “oder Si

1 809 761

1 175 728 90 585 2 805

37 390 489 122

419

266 1i0 9 544

94 806 89 721

44 645

18 049 957 15 737

9 000 297

4 810 839

1 567 793 15 737

2 650 392

20 636

31-363 969

2 509 486 12 985 840 14 292 879

1 524 037

99 191 910 27 945

20 164 424

9 484 712

3 506 614 27 945

9 997 865

38 295

61301 541

5313 393 26 009 563 26 988 684

3261 717

128 184

3129713

1 881 286 110 195 6 165

105 108

529 403 19 673

110 217 183 629

76 167

38 290 189 22 160

20 380 170

8 797 485

3 005 383 22 160

6 056 502

90 649

565 468 574

4 287 980 20 329 864 26 907 140

3743220

200 370}

2108 417 101 549 4 205

473 975 19 786

109 352 145 982

72 032

610

2 297 136

991 918

203 896 610

2173 404

99 877

3 235 037 2 071 023

68 968

345 503

4351 956

3 244 230 222 684 9 849

10 352 829 215

bd ld

17 608

29 018

346 948 12 669

63 809 107 950

23 059

| 5 326 231/10 040 481 1147

4 251 395

1105 169

371 754 1147

4 196 362

115 801

46 090 287/85 238 343

5 931 173 4 418 109 40 369 756/73 996 108

154 426

38 52

8 280 631

6 537 579

408 123 10 289

664 151 23 910

114 906 203 405

42 533

6 097 437 1718

2 955 644

836 806

394 204 1718

1875 121

75 662

73 016 941

4 190 479 4011 002 64 094 236

192 615

998 609

| | |

52 873

| | | |

6715 257

4 988 398 | 318 784 | 8 548

1 301 274

| E 17 916 |

62 362

| | |

|

625 349 23 519

119 084 208 623-

30 471

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Leder und Lederwaren,

Kautschukwaren .

Geflechte und Flechtwaren

Besen, Bürsten, Piusel Waren aus tierishen oder

Papier, Daupe und Waren

Bücher, Bilder, Gemälde Waren aus Steinen oder

Tonwaren . .,, Glas und Glaswaren . Edle Metalle und Waren

Unedle Metalle und Wareu

Aluminium und Aluminium-

Blei und Bleilegierungen Zink und Zinklegierungen Zinn und Zinnlegierungen

Nitel und Niellegierungen Kupfer u. Kupferlegierungen Waren, nit unter die Ab-

Maschinen, eleftrotechnische

Mashinn . . „., Elektrotehnishe Erzeugnisse Fahrzeuge . .

- werkzeuge, Kinderspiel- Feuerwaffen . ia Uhren

Tonwerkzenge

Kinderspielzeug . A Unvollständig angemeldete Waren

Waren aller Art .

(4 O Wasserfahrzeuge

Menschenhaare und Waren C zugerictete mutckfedern ächer

und Hüte 4 ; 1A J Abfälle von Gespinstwaren und dergleihen . .

Klirshnerwaren, Waren aus Därmeu. Leder . L Lederwaren . Kürshuerwaren .

Waren aus Därmen . Abfälle .

Waren aus weichemKauts uk Härtkautshuk uad Hart- kautshukwaren °

aus pflanzlihen Stoffen mit Ausnahme der Ge- spinstfasern E

Geflehte (mit Ausnahme der Sparterie) . .

Flehtwaren (mit Ansnahme der Hüte und der Sparteriewaren) . ,

Sparterie und Sparterie- waren .

und Siebwaren .

pflanzlihen Schniz- oder Formerstofen Waren aus tierishen Schnig- e BELE n orkwaren . O I Waren aus anderen pflanz- lihen Schnißstoffen als Holz und Kork oder aus anderweitig niht ge- nannten Formerstoffen

daraus .

anderen mineralishen Stoffen (mit Ausnahme der Tonwaren) sowie aus fossilen Stoffeu .

2a O E Gold (Gold, Platin und Platinmetalle, Bruch und Abfälle von diesen Me- tallen, Gold- und Platin-

O Silber(Silber,Silbergekräß, Bruhsilber, Silberwaren)

da. Eisen und Eisenlegierungen

legierungen . .,

(einshließl. des Britannia- metalls) ..,

schnitte A bis G fallend, aus unedlen Metallen oder aus Legierungen unedler Metalle .

Erzeugnisse, Fahrzeuge

euerwaffeu, Uhren, Ton- S

200 308 119 200 13718

945

850 670 925 910

8 662 73 449 42 038

11 569 l 721 185 201

29

29

1306 TIT 146 939 510

813

2 057 133 466

32 509 17 061 3 912 4 851 7 085 5 183 4 988

195

998 1 784

1716 232 1066 108

21 603 152 263 82 345

22 576 4 916 362 782

3 639 124 776 53

106 703 8714

9 359 93

2 734 219 298

1 083

1134

813

1428 121 351

32 367 15 400 3104 4 486 1 9-376 6 5807 6 436

144

4315

206 798 10 339

21 909

547 068 18 406

130 236 459 013 222413

786

70 716

5 336 368/10 625 624 9 017 535/10 016 668

7 816 98 340 116,629

10 124 1 966 103 826

20132 642 088 2

5 430 073 94 746 117 269 92

56 555 2198 6 651

24 288

23418

5 380

1218 276 96

1-766 210 830

127 642 41 985 17 116

4 924 6

63 611

30 387

27 803

2 584

40325

960 993 40 278

247 489 929 688 413 732

1 568

177

1 391

18 006 119 174 238 295

19 159 3 509 171 792

39 021

820 030 173 420 224 825

96

116 349 2 880 13 208 48 565

51 696) 8 666

1463 177 093

76 198 39 886 13 739

5 029

4 17 544 29 853 27 449

2404

7163 1571

169 1.081

10 027 140 9 594 420

7436 80 872 154 573

16 424 4985 140 800

27632 1021 871 87 751.183 156.179

114 509 A8

101 164 11 8:

41 761 45.326

Gesamtmenge:

außerdem :

. - .

C. . afserfahrzeuge

15 737 29

52 929 373/107109833

27 9456 53

n

1147

100075325|63 747 820/119193544/100017058

+4

——=

Februar. 1912 AiPerve ¿

49 356 554 12 814

- 2

1 402 424

794 40

N E E L ae 180 4 s i

er B