1894 / 104 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

e die Wirksamkeit der neuen Beamten alle Anerkennung. 3 der Militärtaxe werde in der on ein twu vorgelegt werden. Hinsihtli<h der An- gur das Zündhölzhenmonopol E, erklärte der n ein endgültiges Urtheil über die volks3- Ee Men Vortheile dieses Monopols no< für verfrüht. ber die Gewährung einer Restitution von Bier noch der wirklichen Gradhaltigkeit des exportierten Bieres t er mit der ungarischen Regierung in Unterhandlung. Schließlich erklärte sih der inanz-Minister bereit, allen an- nehmbaren Wünschen nah Möglichkeit nachzukommen, wobei er allerdings die pflihtmäßige Aufrechthaltung des Gleich- gewihts im Staatshaushalt ur Richtschnur nchmen müsse.

Der Valuta-Aus\ dal hat vorgestern mit 22 gegen 11 Stimmen den Antrag des Abg. Kramarz abgelehnt, die Beschlußfassung über den Bericht Szczepanowski's bezüglich der Valutavorlage zu vertagen, und nahm diesen Bericht mit 23 gegen 10 Stimmen an. Jm Laufe der Debatte wiesen die Redner, * die für den Vertagungsantrag sprachen, auf die Schwierigkeiten der neu zu gründenden Bank hin, falls die Liquidierung der age österreichish- ungarischen Bank nothwendig werden sollte, und erklärten, der Vertagungsantrag bezwe>e keineswegs cine Unterbrehung der Operation der Valutaregelung. Die übrigen Redner betonten, die Valutavorlage und die Erneuerung des Bankprivilegiums

ünden ni<t in nothwendigem Zusammenhang, und sprachen ie Hoffnung auf eine Lösung der Bankfrage aus, die den Sie ilen vollständig Rehnung trage, was immerhin möglich sei.

Jn Mea ist in der Naht zum Mittwo<h von einer Polizeipatrouille auf einem Fenster des ehemals Trautmanns- dorff schen, jeßt Hohenlohe’ shen Palais eine mit Pulver und noch zu analysierenden <hemischen Präparaten gefüllte Bo mbe O worden, die noh rechtzeitig unshädlih gemacht werden

onnte.

Eine zahlreihe Versammlung von Rumänen, zumeist Lehrern und Geistlichen, demonstrierte gestern in Arad gegen die Zivilehe. Nachdem mehrere Reden gehalten und rumä- nische Lieder gesungen worden waren, zogen die Demonstranten vor die Wohnung des rumänishen Bischofs Matianu, der troß der an ihn erganaenen ia gena in der Versammlung nicht erschienen war. Der Bischof forderte die Demonstranten auf, ruhig auseinanderzugehen.

Großbritannien und JFrland.

Das Unterhaus hat vorgestern, wie „W. T. B.“ be- richtet, mit 183 gegen 157 Stimmen die zweite Lesung der Bill verworfen, die bezwe>t, daß auf allen fremden Waaren der Ursprung angegeben werde, damit der einheimische E gegen Waaren geshüßt würde, die in ausländischen

efängnissen oder anderwärts im Auslande gearbeitet werden. Der Präsident des Handelsamts Mundella hatte die Vor- lage energis<h bekämpft, da sie den ganzen Jmporthandel verwirren würde. Der Parlaments- und Finanz-Sekretär der Admiralität Sir U. Kay-Shuttleworth erklärte, er könne gegenwärtig nicht die genaue Zahl der in Deutsch- land speziell für die Flotte bestellten doe an- geben, die Gesammtzahl der eventuell zu bestellenden Boote werde 60 niht übersteigen. Die Boote seien patentiert und würden die Namen der Fabrikanten, aber keine andere Bezeihnung tragen. Sollten größere Ordres nöthig werden, so werde die Regierung bestrebt sein, L den Bau in England zu sorgen; es sei aber Pflicht der

egierung, die besten Artikel und Erfindungen für die Flotte

u erlangen, gleichviel, ob dieselben ausländische oder englische ien. Im weiteren Verlaufe der Sißung erklärte der Kanzler der Schaßkammer Sir W. Harcourt, er hoffe, die Pfingst- ferien würden vom 11. bis zum 21. Mai dauern.

Die Anarchisten Farnara und Polti

erschienen estern vor dem Schwurgeriht; Farnara bekannte si uldig und erklärte, er habe die Kapitalisten und Bourgeois tödten wollen; Polti behauptete, er sei nicht schuldig. Farnara bediente sih bei seiner Aussage der italienishen Sprache, während Polti english sprach. Frankreich.

Dem „Progrès militaire“ zufolge soll die in dem Armeebudget für das Jahr 1895 vorgeschene Ver- mehrung der Effektivbestände 230 Offiziere und 34 597 Mann betragen, die zur Erhöhung der Bestände des VI. und VII. Korps verwendet werden sollen.

Jtalien.

Die Deputirtenkammer genehmigte, wie „W. T. B.“ berihtet, in ihrer vorgestrigen Sizung die Vorlage wegen Verlängerung der Reform-Gerichtshöfe in Egypten um fünf Jahre und begann die Berathung des Budgets des Ministeriums des Auswärtigen, die gestern fort- aa wurde. Der Deputirte Barzilai bekämpfte die A ianzen Jtaliens, welche die Ursache des Krieges seien, den Frankreih gegen Jtalien auf wirthschaftlihem Gebiet führe, und behauptete, das Ergebniß der Allianzpolitik sei ein negatives gewesen. Die gegenwärtigen Alliierten Jtaliens seien diejenigen, die am meisten dem berechtigten Einfluß “euren überall im Oriente si<h widerseßten, wo Rußland, eutschland und Oesterreih-Ungarn Schritt für Schritt sich in diè Beute theilten. Barzilai beharrte shließli<h auf der For- derung der Sd Ea P der Allianzverträge. Der Minister des Auswärtigen Baron Blanc antwortete Barzilai betreffs der Stellung Jtaliens innerhalb der Allianz und bezüglich der Rich- tung, welche die Regierung in der äußeren O zu verfolgen bea sichtige. Der Minister erklärte, Jtalien habe in den aufeinanderfolgenden Phasen seiner Allianzpolitik stets genau jene Stellung eingenommen, die es bei jedem einzelnen Falle habe einnehmen ‘wollen und einzunehmen verstanden habe. Das gegenwärtige Kabinet würde sih sicher niht an seinem jeßigen Pla befinden, wenn es irgend einen Umstand gebe, bes ie Regierung verhindern würde, in voller Freiheit die- jenige Politik zu verfolgen, gu der sie einzig und allein ur<h die nationale Politik bestimmt werde. Die Regierung allein sei verantwortli<h für ihre diplomatischen, militä- rishen und wirthschaftlichen D Bezüglich der Ver- pflihtungen Jtaliens gegenüber seinen Allüerten sei nichts zu verheimlichen; diese Verpflichtungen hestünden in der Solidarität der gemeinschaftlihen Vertheidigung im Falle einer Provokation, nichts mehr und nichts weniger. Er (der Minister) könne mit wahrer aufrichtiger Freude konstatieren, daß die Eventualität einer Herausforderung zum Kriege mehr als jemals unwahrscheinli< geworden sei, denn sie jei ausgeschlossen dur den festen Willen aller Staatsoberhäupter von Europa und werde von dem allgemeinen Gewissen

Mat zt. Die Verbindlichkeiten Ztaliens hätten wesentlih den Charakter, daß sie gegen feine t ge- rihtet seien, und es mwalie fein Hinderniß ob, daß die Beziehungen rer u Frankreich ebenso freundschaftliche seien wie zu Rußland. Keine von friedlichen Absichten be- seelte Macht könne si< dur< einen -Friedensbund verleßt fühlen, mit dem si< weder die Jnteressen Englands no< Rußlands als unvereinbar erwiesen hätten. Der Bund sei eine Versicherung gegen Umwälzungen, die in die Barbarei zurü>kführen würden, und sei ein Unterpfand der fried- lihen Ausdehnung des Handels und des zivilisatorischen Einflusses, den der curopäishe Kontinent auf die benach- barten Welttheile ausübe. Dieser Thätigkeit der Aus- dehnung hätten si<h in den legien 15 Jahren auch die anderen Mächte, verbündete wie nicht verbündete, gewidmet, und man werde nicht leugnen können, daß in dieser Periode des Friedens die Küstenverhältnisse der Nachbarn Jtaliens thatsächli<h viel mehr Veränderungen erfahren hätten, als es durch die vorangegangenen Kriege und Verträge geschehen sei. Er (der Minister) könne konstatieren, daß es nicht einen der seit 15 Jahren occupierten Fle>e des afrikanischen Küstenlandes am Mittelmeere gebe, der Jtalien nicht früher angeboten, von Jtalien aber abgelehnt worden sei. Wenn Jtalien si< bei der friedlihen Umgestaltung der seine Meere umgebenden Regionen fern gehalten habe, so flage Jtalien keineswegs seine Alliierten oder Nicht-Alliierten an. Die Jnteressen Jtaliens könnten nur durh Jtalien selbst gepflegt werden, und wenn es Jtalien nicht verstanden habe, ei der großen Vertheilung der Gebiete am Mittelmeer Nußen zu ziehen, so sei dies Jtaliens eigener Fehler. Wenn Ztalien die Angebote abgeleynt habe, so sei dies deshalb geschehen, weil es nicht L habe, daß man sage, Jtalien habe die Trauer Frankreichs aa um aus ihr Vortheil ziehen. Das sei eine geschichtliche Thatsache. Und jet könne man sagen : wer sei nicht im stande einzusehen, daß es für Jtalien unmöglich gewesen sein würde, aus der auswärtigen Politik irgend welchen Nugen zu ziehen, da es in Jtalien zwei entgegengesezte Programme gegeben habe, die abwecselungsweise bei den 0 igte Fl enben Kabineten gegolten hätten, ja manchmal sogar in demselben Kabinet mit einander in Widerstreit gerathen seien ? Die Einen hätten sih, wie man s dahin vernehmen lassen, daß Ztalien, nachdem der Frieden gesichert sei, ohne Gefahr eine einträgliche And seiner Kraft nah außen wagen könne, wozu es dur< England in den Jahren 1878 und 1882 vergeblich eingeladen worden sei. Die Anderen aber hätten die Politik Jtaliens innerhalb der Allianz wie eine Spreng- maschine betrachtet und zwar von der Art, daß Jtalien an gar nichts Anderes denken solle, als sie praktis<h ganz unverwerthet zu lassen, nur um damit eine gewisse Sicherheit gegen eine abenteuerliche Politik zu haben, die die Diplomatie, die Armee und die Finanzen berührt. Er (der Minister) wünsche nur, daß man in Jtalien zu sih< selbst zurü>kehren und sich entschließen möge, die auswärtigen Angelegenheiten in anderer Weise zu behandeln, als bei den Berathungen im Parlament immer diese oder zene alliierte oder nicht alliierte oder drohende Macht vorzuführen. Er wünsche, daß man in der Kammer einzig und allein von Jtalien und seinen prak- tishen Junteressen im Auslande spreche, die höher stünden als alle anderen Erwägungen. Er wünsche endlih, daß man sich daran erinnern möge, daß Jtalien si<h niht wegen seiner Vertheidigung an befreundete Mächte wenden dürfe; denn es liege im höchsten Jnteresse seiner Unabhängigkeit, rad seine. Vertheidigung selbst zu sorgen zum S uße ür die gemeinsamen Jnteressen, die im Mittelmeer dur< eine Unterbrehung des italienishen Einflusses zum Schaden für Alle gefährdet würden. Der Minister {loß unter lebhaftem Beifall mit den Worten: „Jtalien wird unter den anderen Nationen jene Stellung einnehmen, die ihm das Parlament von nun an durch seine unmittelbar bevorstehenden Beschlüsse schaffen wird. Von diesen Beschlüssen wird das Urtheil des gesammten Europa darüber abhängen, ob cs für Jtalien möglih ist, seine wirthschaftlihe Unabhängigkeit, die alleinige Grundlage der politishen Unabhängigkeit, zu wahren.“ :

Wie verschiedene römische Blätter heute melden, habe der Unter - Staatssekretär des Auswärtigen Antonelli de- missioniert, doch seien Schritte gethan, um ihn auf seinem Posten zu erhalten. Nach anderen Blättern werde Antonelli seine Demisston zurü>ziehen. Als Grund der Demission werden einige Meinungsverschiedenheiten angegeben, welche über die Art der Kolonisation in der Erythraeishen Kolonie sih ergeben hätten.

Spanien.

Nach einer Meldung des „Temps“ aus Barcelona hat das Kriegsgeriht von den wegen der Theilnahme an dem Attentat gegen den Marschall Martinez Campos an- geklagten Anarchisten sechs zum Tode und vier zu lebens- längliher Zwangsarbeit verurtheilt.

Türkei.

Die „Swoboda“ meldet aus Konstantinopel, der ökumenis che Patriarh hätte beide Körperschaften der Synode einberufen, und diese hätten einstimmig einen Protest gegen das Jrade des Sultans über die bulgarischen Bischöfe beschlossen. Das Jrade stehe im Widerspruch mit den Sagzungen der griechisch:orientalischen Kirche, nah denen der Exarch seinen Siß in Bulgarien haben müsse und die Regie- rung nicht das Recht habe, ohne Zustimmung des Patriarchen Bischöfe zu ernennen. Ein Schriftstü>k dieses Znhalts sei dem Justiz-Ministerium übersandt worden.

Montenegro.

Jn einer am Dienstag abgehaltenen Versammlung der Ner der Albanesenstämme ist, wie „W. T. B.“ aus Setinje erfährt, beschlossen worden, die Einfälle über die Grenze von Montenegro während dreier Monate îu unterlassen. Jn montenegrinischen Regierungskreisen wird den türkis<hen Behörden vorgeworfen, daß sie nicht energis<h genug gegen die Albanesen vorgingen. Die Kom- munikationen sind no< immer unterbrochen.

Dänemark.

Die Neichstagssession ist vorgestern geschlossen worden. Der Dl in (0h des Folkething betonte dem „W. T. B.“ zufolge in seiner Rede, daß in diejer Session das Finanzgeseh von beiden Kammern angenommen wurde, was in den früheren Sessionen vergeblih angestrebt worden und daß ein Reichstagsbeshluß zu stande gekommen der geeignet sei, neue Konflikte zu verhüten. Die Zukunft möge die Hoffnung hierauf bestätigen. Der Präsident des

Ländsthing hob hervor, das Land sei den Männern Dank ern , die das Einverständniß E Landsthing und

olkething hergestellt hätten ; diese Erkenntniß werde sicher in

weiteren Kreisen Eingang finden. Amerika.

Die demokratishen Senatoren haben nah einer Meldung des „W. T. B.“ in einer gestern Abend abgehaltenen Kon- ferenz beshlossen, für den Tarifentwurf mit den Kom: promißanträgen einzutreten. Der Beschluß wurde nur von dem Senator Hill bekämpft. i

Der „New-York na veröffentlicht eine Depesche dés E von San Salvador bezügli<h der auf- a uta Bewegung in Santa Ana, worin es heißt, oie Aufständischen seien von den Truppen eingeschlossen, das Ende des Aufstandes stehe bevor. s :

Der Marschall Peixoto is nah einer Meldung des ,„W. T. B.“ aus Rio de Janeiro leidend und hat sih nach Petropolis begeben. Jn den Provinzen Parana und Curityba ist die Ruhe wiederhergestellt.

Australien.

Wie dem „Neutershen Bureau“ über Au>land aus Samoa gemeldet witd, s die Lage auf der Insel nah wie vor unsicher. Erneuerungen der Feindseligkeiten werden befürchtet. Die Verhandlungen zwishen den Konsuln und den Antaà- und Aana- Häuptlingen würden wahrscheinlih fruchtlos bleiben. Die Anta - Krieger vcr- einigten si<h mit den Aana-Kriegern. Die mit der Regie- rung verbündeten Savaii-Krieger End noch nicht in ihre Heim- stätten S Das N Kriegsschiff „Curaçoa“ ist am 21. April in Apia eingetroffen.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Schlußbericht über die vorgestrige Frfeng des Hauses der Abgeordneten befindet sih in der Erster Beilage.

__— Jn seiner heutigen 63. Sizung, welher der Finanz- Minister Dr. Miquel und der Minister für Landwirik schaft 2. von Heyden beiwohnten, genehmigte das Haus der Abgeordneten zunächst in drittex Be- A den Geseygentwurf, betreffend Regelung der erhalte der bel dex Umgestaltung der Eisenbahnbehörden niht zur Verwendung Finanz Mia Beamten, nachdem Geheimer Ober-

- -

inanz-Nath Lehnert im Anschluß an eine von dem

bg. Krah (fr. kons.) in der zweiten Berathung gemachte Bemerkung erklärt hatte, daß für die R der Reform der direkten Steuern entbehrlih werdenden Beamten, Rentmeister U. st. w. in den neuen und westlihen Provinzen durch eine in der nächsten Session einzubringende Vorlage gesorgt werden solle.

Ebenfalls in dritter Lesung genehmigte das Haus die Stauatsverträge Preußens mit Hessen und Me>len- burg-Schwerin wegen der Eisenbahnen von Salz- \<lirf na< S<hliß bezw. von Rosto> über Sülze nach Triebsees.

Es folgte die Berathung des Berichts der Budget- kommission über die Finanzlage des preußischen Staats, zu welchem nach einer erläuternden Einleitung des Referenten s Dr. Sattler (nl.) bei Schluß des Blattes der Abg. Dr. Bachem (Zentr.) das Wort nahm.

Kunst und Wissenschaft.

Große Berliner Kunstausstellung.

L. K. Die diesjährige Kunstausstellung, welche gestern durch den Staats-Minister Dr. Bosse eröffnet worden ist, unter- scheidet sich von ihren Vorgängerinnen zu ihrem Vortheil dadurch, daß die Vertheilung der Ausstellungsgegenstände mit Glück jeden Anschein von Ueberfüllung der Räume vermeidet. Dadurh kommt das einzelne Kunstwerk ungleih günstiger zur Geltung, der Beschauer gewinnt die für den Genuß nothwendige Ruhe und Sammlung weit eher, als vor den in drei bis vier Reihen behängten Wänden früherer Aus- stellungen. Auch daß man das Kunstgewerbe diesmal mit in das Programm einbezogen und ihm einen Play zwischen und neben den Bildern und Skulpturen gegönnt hat, darf als willkommene Aenderung begrüßt werden, die ohne Zweifel die Anziehungskraft der Ausstellung verstärken wird. R Vorzügen des Arrangements stehen indessen bedenkliche Mängel in Bezug auf die Qualität des im einzelnen Gebotenen gegenüber. Daß das Ausland bis auf ganz wenige Ausnahmen unzulänglih vertreten ist, empfindet man be- sonders lebhaft bei dem Vergleich uit der vorjährigen Aus- stellung; auch die geshlossene Vertretung der Münchener Schule, die im vergangenen Sommer die piéce de résistance bildete, vermißt man s{<merzli<h. Aus ciner erdrücfenden Menge von Mittelgut ragen nur wenige bedeutende Leistungen hervor. Anerkannte Führer der modernen deutschen Malerei, wie Bö>lin, Lenbach, Gebhardt, Liebermann, Uhde, Klinger, sucht man vergebens im Katalog. Adolf Menzel hat zwei bereits in Berlin bekannte kleinere Arbeiten, die Fahrt im Eisenbahncoupé und eine männlihe Modellstudie aus- gestellt. Die erstgenannte feinhumoristishe Gouache bildet einen Glanzpunkt des sog. Ehrensaals und überragt troß ihres be- \cheidenen Umfangs an Geist und Erfindung erheblich die an der linken Hauptwand desselben Saales E große Allegorie der Jndustrie von Hugo Vogel. ennenswerthe Bilder haben von Berlinern Skarbina, Dettmann, Dora Hit, Normann, Vilma von Parlaghy, Koner, Freude- mann, Hendrih, Uth, Ury und die noch jugendlichen O Scherres und Brandes ausgestellt. -Von

ünchenern fielen uns Habermann, Stuck, Marie von Kal>reuth, Neinec>ke, Palmiés, Keller-Neutlingen, Blo, Neuhaus, PetersenundW.Räuberbeieiner flüchtigen Wanderung durch die Ausstellungssäle auf: jedenfalls unver- gleihlih geringer an der Zahl wie im Vorjahre. Der grazióöse Willy Spaß rettet die Ehre Düsseldorfs, während das große P E Klein-Chevalier's „Agrippina“ zu solcher

ufgabe nihts weniger als geeignet erscheint. Sehr erfreu- lih ist es, daß auh diesmal einige. Schotten die Ausstellung beschi>t haben; einige Landschaften von Paterson, Stevenson, ein Porträt von Lavery und zwei kleinere Arbeiten von Henderson gehören un- zweifelhaft zu den Perlen derselben. Sehr shwah sind Jtalien

und Spanien vertreten; in Salvador Sandoz Barbudo

lernen wir einen interessanten Schüler von Villegas kennen. Schließlich scien no< die Sonderausstellungen erwähnt, dur die man den unlängst verstorbenen Bokelmann, Douzette, Fis cher-Cörlin, die Landschafter Karl Ludwig, F. Kall- morgen und E E volle dänische Bildnißmalerin Berta Wegmann geehrt hat. Tite klein ist diesmal die Zahl der Radierungen und Stiche, während man der Architektur einen der Hauptsäle eingeräumt hat. Auf dem Gebiet der Monumentalskulptur nimmt

ilgers’ Kaiserdenkmal den ersten und größten Plaß ein. Porirätbüsten von Magnussen und Konrad Fehr, der wie L. Manzel die Palette mit dem Modellierholz vertauscht hat, überraschen dur ihre lebendige Auffassung und flott: malerische Behandlung. Eine größere Zahl von Arbeiten des jüngst verstorbenen Hoffmeister bringen dieses liebenswürdige Ta- lent in L Als Novität nimmt das Kunstgewerbe der diesjährigen Ausstellung besonderes Junteresse in Anspruch. Die Anordnung zeugt dur<hwég von großer Diskretion. Zwei Japankojen der Firmen Rex und Wagner, ein holzgetäfeltes und bemaltes Zimmer von J. Rösl in München, die Woh- nungseinrihtungen von C. Müller und Ko., sowie die Münchener Juwelierarbeiten von Heiden, Leyrer und Miller, die Emaillen von Bastanier, die Porzellane der Königlichen Manufaktur und die Fayencen von Ville- roy und Boch seien besonders hervorgehoben.

Die hiesige Gesellschaft für Erdkunde hält ihre nächste Sitzung morgen Abend 7 Uhr im Architektenhause, Wilhelmstraße 92, mit folgender Tagesordnung ab: Professor Dr. R. Semon aus Jena (als Gast): Ueber seine Reisen in Nord-Australien und Neu-Guinea ; Oberst Rohde aus Buenos Aires (als Gast): Die Grenzgebiete von Argentinien, Brasilien und Chile.

Das architektonishe Arrangement der diesjährigen nchener SFahres-Ausstellung im Königlichen Glaspalast daselbst wird keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr aufweisen. Die geplante neue detorative Auss<mü>ung wird jedoh die künstl erishe und har- monische Erscheinung der Säle bedeutend erhöhen. Auch die Beleuch - tung foll eine wesentlihe Verbesserung erfahren und den Räumen ein noch glei<mäßigeres und ruhigeres Licht geben. Die Abtheilung für die graphishen Künste wird zu einer umfangreichen „Schwarz-Weiß“- Ausstellung erweitert werden. Die zahlreihen Anmeldungen von Zeichnungen, Gouache-Malereien, Radierungen x. lassen eine reiche und interefsante Vertretung dieser Kunstzweige erwarten.

Der Kaiser von Rußland hat, wie die „Nat.-Z." er- fährt, für den X1]. internationalen medizinischen Kongreß 50000 Nbl. bewilligt Als Ort des Kongresses, dessen Wahl von der Versammlung in Nom der russischen Regierung überlassen worden war, ist St. Petersburg bestimmt worden.

Gesundheitswesen, Thierkr ankheiten und Absperrungs- ; Maßregeln.

Nachweisung über den Stand von Viehseuchen im Deutschen Neich am 30. April 1894.

(Nah Berichten der beamteten Thierärzte zusammengestellt im Kaiserlichen Gesundheitsamt.)

Es waren am 30. April in nachstehenden Kreisen (Amts- 2c. Bezirken) folgende Gemeinden und Gehöfte*) verseucht :

A. von Rot (Wurm):

Preußen. Neg.-Bez. Königsberg: Braunsberg 1 (1). Neg.-Bez. Gumbinnen: Johannisburg 1 (1). NReg.-Bez. Marienwerder: Thorn 1 (1). Stadtkreis Berlin: 1 (3). Reg.-Bez. Potsdam: Westhavelland 1 (1), Ruppin 1 (1). Reg.-Bez. Frankfurt: Königsberg N.-M. 2 (2). Neg.-Bez. Stettin: Anklam 3 (3). Reg.-Bez. Köslin: Belgard 1 (1). Reg.-Bez. Posen: Jarotschin 3 (3), Samter 1 (1), Oftrowo 1 (1). Reg.-Bez. Bromberg: Inowrazlaw 1 (1), Strelno 1 (1). Reg.-Bez. Breslau: Wohlau 1 (1), Landkreis Breslau 1 (1), Waldenburg 1 (1), Oels 1 (1). Reg.-Bez. Liegniß: Bolken- hain 1 (1), Löwenberg 1 (1). Reg.-Bez. Oppeln: Kreuzburg 1 (1), Oppeln 1 (1), Tost-Gleiwiß 1 (1), Grottkau 1 (2). Neg. -Bez. Bee, Einbe> 1 (1). Neg.-Bez.Trier: Saarbrü>en 1 (1),

ttweiler 1 (1). Bayern. MNeg.-Bez. Niederbayern: Grafenau 1 (1), Passau 4 (5). Reg.-Bez. Schwaben: Neu- burg a. D. 1 (1). Sachsen. Kreishauptm. Leipzig: Borna 1 (1). Württemberg. Neckarkreis: Böblingen 1 (1). Donaukreis: Biberach 1 (1), Waldsee 1 (1). Sachsen-Weimar. Dermbach 1 (1). Elsaß-Lothringen. Ober-Elsaß: Colmar 1 (1). Lothringen: Meg 1 (1), Saargemünd 2 (2).

B. von Maul- und Klauenseuche :

__ Prenßen. Reg.-Bez. Königsberg: Friedland 1 (1). Neg.-Bez. Gumbinnen: LW> 1 (1). Neg.-Bez. Marien- werder: Rosenberg i. Wpr. 1" (1), Thorn ? (2), Kulm 1 (2); Deutsch-Krone 1 (1). Reg. -Bez. Potsdam: Oberbarnim 1 (1), Teltow 2 (3), Jüterbog-Lu>kenwalde 1 (2), Osthavelland 1 (2). Neg.-Bez. Frankfurt: Königsberg N.-M. 3 (4), Lebus 1 (1), Sorau 1 (1). Reg.-Bez. Stettin: Anklam 1. (1). Reg.-Bez. Köslin: Neustettin 1 (2), Belgard 1 (1). Neg.-Bez. Brombergl: Wirsiß 1 (1). Reg.-Bez. Breslau: Guhrau 1 (1), Landkreis Breslau 1 (1), Nimptsch 1 (1). Reg.-Bez. Oppeln: Lubliniy 1 (2), Tost-Gleiwitß 2 (4), Landkreis Beuthen 1 (1), Zabrze 1 (1), Pleß 1 (1). Reg.-Bez. Magdeburg: Landkreis Halberstadt 1 (2). Reg.-Bez. Merseburg: Saalkreis 1 (1), Mansfelder Seekreis 1 (1), Querfurt 5 (7). Neg.-Bez. Lüneburg: Uelzen 1 (1). Reg. -Bez. Münster: Steinfurt 1 (1). NReg.-Bez. Arnsberg: Stadtkreis Dortmund 1 (1), S<hwelm 1 (1), Altena 1 (1). Neg.-Bez. Wiesbaden: Unter-Taunuskreis 1 (1). Neg.-B ez. Koblenz: Kreuznah 1 (1), Ahrweiler 2 (3). Reg.-Bez. Düsseld orf: Geldern 1 (2), Barmen-Stadt 1 (2), Lennep 1 (1), Gladbach 1 (1). Rea.-Bez. Trier: Landkreis Trix 1 (13), Merzig 1 (3), Saar- brücken 2 (2), Ottweiler 1 (1), Sankt Wendel 1 (8). Bayern. Neég.- Bez. Oberbayern: Altötting 1 (1), Neg:- Bez. Pfalz: Frankenthal 2 (2). Homburg 5 (8), Kaisers- lautern 1 (2), Landau 3 (6), Neustadt a. F. 2 (2), Zwei- brü>en 3 (4). Reg.-Bez. Oberfranken: Bamberg T1 1 (1), Bamberg I1 2 (2). Be Mittelfra nken: Ansbach 1 (2), Neustadt a. A. 1 (1), Rothenburg a. T. 1 (1), Shwabach 1 (1), Uffenheim 1 (1). Sachsen. Kreishauptm. Baußen: Löbau 1 (1). Kreishauptm. Leipzig: Amtshauptmannschaft Leipzig 1 (1). Kreishauptm. Zwi>kau: Amtshauptmannschast Chemniy 1 (1), Annaberg 1 (1), Schwarzenberg 1 (1), Zwickau 3 (4), Glauchau 2 (2).

ürttemberg. Ne>karkreis: Backnang 2 (2), Cßlingen 1 (2), Heilbronn 1 (2), Ludwigsburg 2 (3), Stuttgart-Stadt 1 (1). Schwarzwaldkreis: Calw 6 (17), Horb 2 (4), Nagold 1 (1), Rottenburg 2 (2), Rottweil 1" (1), Tuttlingen 1 (15).

agstfreis: Aalen 2 (3), Gerabronn 1 (1), Gmünd 1 (1),

al 1 (1), Mergentheim 1 (1), Oehringen 1 (2). Donau- reis: Geislingen 1 (1), Saulgau 2 C9) Baden. Landeskomm. - Bez. Konstanz: Donaueschingen 2 (3). Landes- pm. «Bes, Freiburg: Breisach 3 (10), Staufen 2 (11), Mül- beim 10 (22), Kehl 2 (2), Offenburg 1 (1), Lörra 3 (1b), Schopf- heim 2 (3). Landeskomm. -Bez. Karlsruhe: Bühl 5 (12), pforzheim 2 (3), Baden 2 (9). Landeskomm.-Bez. Mann- Lt: Schweßingen 1 (1), Sinéheim 1 (1). Hessen, Prov. Starkenburg: Darmstadt 1 (1), Heppenheim 1 (3), Offen- bah 1 (1). Prov. Rheinhessen: Alzey 2 (4). Meceklenburg-

*) Die in Klammern stehenden Zahlen beziehen \ih auf die Gehöfte.

Schwerin. Wismar 2 (2), Malchin 2 (2). Meelenburg-Strelitz. Neubrandenburg 14 (38). Oldeuburg. F ürstenthum Birken- feld 3 9. Sachsen-Meiningen. Bild urghausen 1 (1), Sonne- berg 1 (1). Sachsen-Altenburg. Altenburg (Ostkreis) 1 (2), Roda (Westkreis) 1 (2). G AXTNREg- S ERDETS ausen. Arnstadt 1 (2). Elsaß-Lothringen. Ober-Elsaß: Altkirch 1 (1), Colmar 1 (2), Mülhausen 5 (10), Thann 2 (2), Rappoltsweiler 5 (12). Lothringen: Bolchen 1 (2), Saargemünd 2 (3), Chateau-Salins 1 (10), Dieden-

hofen 1 (10). C. von Lungenseuche:

_Preußen. Neg.-Bez. Magdeburg: Kalbe 3 (5), Wanzleben 1 (7), Wolmirstedt 3 (3). Reg.-Bez. Merseburg: Saalkreis 1 (1). Reg.-Bez. Düsseldorf: Rees 1 (2), Landkreis Krefeld 1 (1), Kempen 1 (1). Bayern. Reg.-Bez. Niederbayern: E d (1). Braunschweig. Helmstedt 1 (1). Anhalt. öthen ;

Cholera.

ODesterreih-Ungarn. Jn Galizien wurde dem „Oest. San.-W.* zufolge am 7. April im politishen Bezirk Borszczow in der an der russishen Grenze gelegenen Stadt Skala eine Erkrankung festgestellt, welhe am 8. April mit dem Tode endete. Weitere Fälle folgten in den nächsten Tagen; die Gesammtzahl der Erkrankten be- lief si<h auf 8, davon sind 3 gestorben. Jn dem der gleichen Ge- meinde angehörigen Dorfe Stara Skala wurde am 14. April eine Grkrankung mit tôödtlihem Auëgang, in Siekierczynec, einer am Zbrucz gelegenen Gemeinde des Bezirks Husiatyn, wurden 16 Fälle, darunter 6 mit tödtlißem Ausgang beobachtet. In dem jenseits der russischen Grenze gelegenen, gleihfalls Siekiercynec benannten Dorf sollen seit dem 11. April tägli<h 3 bis 4 Krankheitsfälle vor- gekommen sein.

Rußland. In der Stadt Warschau erkrankten, wie in den „Veröffentlihungen des Kaiserlihen Gesundheitsamts" berichtet wird, vom 16. bis 18. April 2, vom 19. bis 24. April 20, davon am 22., 23. und 24. April je 6 Personen und starben 7; in den Gouver- nements Radom erkrankten (bezw. starben) vom 13. bis 19. April 12 (6), Plo> vom 11. bis 22. April 12 (3).

Türkei. In Konstantinopel wurdem vom 29, März bis 4. April 36 Erkrankungen und 25 Todesfälle amtli<h gemeldet. Jm Vilajet Adrianopel zählte man vom 24. Dezember v. J. bis 17. Februar d. J. 23 Erkrankungen (16 Sterbefälle), vom 18. Februar bis 10 März (—), im Vilajet Bagdad vom 15. bis 29. Novem-

ber 106 Sterbefälle.

__ Portugal. Die in der zweiten Hälfte des Monats April in Lissabon ausgebrochene Krankheit, welhe von einem dortigen Aerzteverein für „Cholera“ erklärt wurde, sheint, nah einer Mit- theilung in den „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“ bisher verhältnißmäßig milde verlaufen zu sein.

Ostindien. Kalkutta. Vom 18. bis 24. März sind 71 Per-

fonen an Cholera gestorben.

Fle>typhus.

Neg.-Bez. Königsberg. Zufolge einer Mittheilung vom 16. März sind 29 weitere Erkrankungen (mit 4 Sterbefällen) fest- ny worden, darunter im Kreise Allenstein 1, Braunsberg 1, Pr.- Eylau 5 (1), Friedland 3, Gerdauen 3, Hei eins 6, Heilsberg (1), in der Stadt Königsberg 3, im Kreise Mohrungen 4 (1), NRasten- burg 3 (1). In einem Theile der Erkrankungen hat ih der Zu- sammenhang mit früheren Fällen nahweisen lassen, mehrfa<h wurden die Krankheitskeime durh obdahlose und auf der Wanderschaft be- griffene Personen vermittelt. __ Reg.-Bez. Danzig. In der Zeit vom 10. bis 24. März sind im Kreise Marienburg 2 Neuerkrankungen, im Stadtkreise Elbing und im Kreise Dirschau je 1 gemeldet.

Handel und Gewerbe.

Bei den Abrehnungs|tellen der Reichsbank wurden im Monat April d. J. abgerechnet: 1587 898 900 M gegen 1 546 114 800 6 im März d. J., 1 683 206 600 im April 1893, 1 448 149 800 6 im April 1892 und 1687 589 500 M4 im April 1891.

Tägliche Wagengestellung für Koblen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 2, d. M. gestellt 10 256, nit re<tzeitig gestellt 17 Wagen. In Oberschlesien sind am 1. d. M. gestellt 3562, ni<t re>ht- zeitig gestellt Teine Wagen.

Zwangs-Versteigerungen.

Beim Königlichen Amtsgericht Il Berlin standen am 1. und 2. Mai die nachbenannten Grundstü>ke zur Versteigerung : Grundstücke zu Weißensee am Lichtenberger Wege belegen, dem Mühlenmeister G. E. Schwedler gehörig; Fläche 19,90 ha und 32,10 ha; Nußzungswerth 279 A; für das Gesammtgebot von 11 000 A wurde der Müller Gustav Schwedler zu Weißensee, Lichtenbergerstraße 2, Ersteher. Grundstük zu Neu-Weißensee belegen, dem Fräulein M. J. C. Köhler gehörig; Fläche 5,02 a; Nuzungswerth 4460 4; Mindestgebot 1001 4; für das Meistgebot von 40000 6 wurde der Hotelbesißer Friß Walterstein zu Berlin, Kaiser Wilhelmstr. 9, Ersteher. Grundstü>k zu Tempelhof, Kaiserin Augustastr. 6 belegen, dem S ene SIEs Herold chôrig; Fläche 5,40 a; Nußungswerth 924 ; Mindestgebot 2004; für das. Meistgebot von 16 300 4 wurde der Bauerngutsbesitzer Ferdinand Bredere> zu Tempelhof, Ersteher. Grundstü>k zu Friedena U, Handjerystr. 64 belegen, dem Stationsassistenten a. D. Arnold Bülow gehörig; Fläche 14,20 a; Nußungswerth 7700 4; Mindestgebot 966 A; für das Meistgebot von 82 000 4 wurde der Brauereidirektor Richard Scheffel zu Berlin, Yorkstr. 90, Er- steher. Aufgehoben wurde das Verfahren der Zwangsversteigerung des im Grundbuche von Stegliß Band 25 Blatt Nr. 778 auf den Namen des Tischlers Joseph Görlich eingetragenen, zu Stegliß, Ahornstr. 14 (Fichtestr. 68) belegenen Grundstü>ks. Die Termine am 9. und 14, Juli 1894 fallen fort.

Mägadebitrs, 2 Mak. (Wi D B) gee ern Kornzu>ker exkl, von 92% —,—, neue 12,60, ornzu>er exdi. 88 9/6 Rendement 11,55, neue 11,85, Nachprodukte exkl., 75 9/0 Rendement 8,90. Nuhig, stetig. Brotraffinade 1. —,—, Brotraffinade IL. —,—, Gem. HKaffinade mit Faß 25,90, Gem. Melis T., mit Faß —,—. Still. Rohzuc>ter. 1. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. Mai 11,65 bez., 11,674 Br., pr. Junt 11/624 Gd./ 11,70 Bk, L. Juli 11,65 Gd., 11,724 Br., pr. Oktober-Dezember 11,734 Gd., 11,50 Br. Fest. as

Essen a. d. Ruhr, 2. Mai. (W. T. B.) Das Westfälische Kokssyndikat hat, wie die „Nh.-Westf. Ztg.“ meldet, in seiner heutigen in Bochum abgehaltenen Monatsver})ammlung die Einschränkung der Produktion für Mai auf 10 %/0 wie bisher, und die Beiträge der Mitglieder für April auf 25 9/6, ebenfalls wie bisher, festgeseßt. Die Aussichten für den nähsten Monat werden als günstig bezeichnet.

Leipztg, 2. Mai, (W. T. B.) Kammzug - Lermin- handel. La Plata Grundmuster B. per Mai 3,325 #, per Juni 3,375 M, per Juli 3,40 4, pec August 3,425 46, ver September 3,425 M, ver Oktober 3,45 Æ, per November 3,474 #4, per De- zember 3,50 4, per Januar 3,52.

ITE A JE, 2 Ma (W L B) Nr O Le Weizen pr. Mai 14,40, pr. Juli 14,35, pr. Nov. 1455. Roggen pr. Mai. 12,30, pr. Juli 12,30, pr, Nov. 12/65. Hafer per Mai 13,75, pr. Juli 1360, vr. Nov. 13,05, Mais pr. Mai 10,40, pr. Juli 10,30, pr. Nov. 10,60.

W. T. B.) Börsen -

Bremen, 2. Mai. zielle Notierung der Bremer

Raffiniertes Perroleum. ( leum- Börse.) Ruhig. Loko 4,75 Br. Bauwwolle. Ruhig. Upyland middling, loko 37} A. S{<hmalz. Ruhig. Wilcox 392 S, Armour shield 39 H, Cudahy 394 4, Fairbanks 33 4, Wolle. nas 150 Ballen. Spe>. Ruhig. Short clear middling loko 354. Taba>. Umsay: 217 Seronen Carmen, 463 Kisten Seedleaf, 47 Pa>ken Paraguay.

Wien, 2. Mai. (W. T. B.) Der Verwaltungsrath der Desterrei>t if<-Alpinen Montan-Gesellshaft beantragt, von der Vertheilung einer Dividende pro 1893 Abstand zu nehmen.

Pest, 2. Mai. (W. T. B.) Produktenmarkt. Wenzen flau, per Mai-Juni 7,11 Gd., 7,12 Br, pr. Herbst 7,36 Gd., 7,37 Br. Roggen pr. Herbst 6,00 Gd., 602 Br., Hafer pr. Herbst 5,91 Gd., 5,93 Br. Mais pr. Mai-Juni 4,89 Gd., 4,91 Br, pr. Juli-August 5,11 Gd., 5,12 Br. Kohlraps pr. August-September

11,10—11,20. L . T. B.) Wollauktion. j ig, Betheiligung lebhaft. ( ) auktion. Preise stetig

London, 3. Mai.

An der Küste 5 Weizenladungen angeboten.

969% Javyazu>er loko 143 ruhig, Rüben-Rohzud>er loko 113 ruhig. Chile-Kupfer 395/16, per 3 Monat 395.

Liverpool, 3. Mai. (W. T. B.) (Offizielle Notierungen.) American good ordin. 31/16, do. low middling 31/16, do. middling 315/16, do. good middling 41/16, do. middling fair 42, Pernam fair 42, do. good fair 45/16, Ceara fair 4, do. good fair 43/16, Egyptian brown fair 4°/16, do. do. good fair 42, do. do. good 415/16, Peru rough ; good fair 58, do. do. good 53, do. do. fine 64, do. moder, rough fair 4°/16, do. do. good fair 43, do. do good 51, do. \mooth fair 41/16, do. do. good fair 44, M. G. Broach good 31/16, do. fine 4/16, Dhollerah good 34, do. fully good 32, do. fine 3/16, Oomra ood 34, do. fully good 38, do. fine 39/16, Scinde good 2/16, Bengal

[ly good 28/16, do. fine 31/16. |

Bradford, 3. Mai. (W. T. B.) Wolle fester, Croßbreds stramm, in Garnen mäßiges, in Stoffen mehr Geschäft.

Paris, 2. Mai. (W. T. B.) Das Gericht hat das zwischen den Panama -Liquidatoren, den Verwaltern des Nachlasses Reinach’s und Cornelius Herz getroffene Uebereinkommen be- stätigt. Aus dem Nachlasse Reinah's werden 1 550 000 und von Cornelius Herz 1 500 000 Fr. an die Panama-Ligquidatoren gezahlt. Durch diefes Uebereinkommen haben die gerichtlihe Verfolgung des Cornelius Herz und die Verhandlungen wegen der Auslieferung des- selben ihren Abschluß gefunden.

St. Petersburg, 2. Mai. (W, T. B) Produkten- markt. Talg loko 58,09, pr. August —. Weizen loko 9,75. De ens 6,10. Hafer loko 4,00. Hanf loko 44,00. Leinsaat ofo 13.75.

Die „Nowoje Wremja“ meldet aus Simferopol: Die große taurishe Exportfirma Anbanopulo erklärte si< insolvent, die Passiva betragen zwei Millionen Nubel.

St. Petersburg, 3. Mai. (W. T. B.) Die Verfügungen, betreffend die Konversion der öprozentigen Bankbillets erster und zweiter Emission und der Ik. und IIl. Orient- Anleihe im Ra ae age von 1 014 742350 Nubel sind heute veröffentlicht worden.

Amsterdam, 2. Mai. (W. T. B.) Java - Kaffee gceod ordinary 524. Bankazinn 46. H G

Verkehrs: Anstalten.

Du Pfingst-Ausflügen nah Dresden und-der Säch- fischen Schweiz bietet si<h au< in diesem Jahre Gelegenheit. Sonderzüge zu ermäßigten Preisen, welche vom Anhalt-Dresdner Bahnhofe abgehen, kommen in na<hstehender Weise zur Beförderung : am 12. Mai über Röderau: ab 1,48 Nm., in Dresden-A. 5,57 Nm., in Schandau 7,10 Nm. ; am 13. Mai über Elsterwerda: ab 7,05 Vm., in Dresden-A. 11,50 Vmin., in Schandau 1,03 Nm. Die Fahrkarten- preise betragen bis Dresden 9 A 11. Klasse und 6 Æ Il]. Klasse, bis Schandau 11,40 I]. Klasse und 7,60 (4 111. Klasse. Für Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren werden Fahrkarten zum halben Preise verausgabt. Die Rü>fahrt kann innerhalb 8 Tagen beliebig über Elsterwerda oder Röderau und au< mit Schnellzügen, bei letzteren jedoh nur_ gegen Lösung von Zuschlagkarten erfolgen. E bre<hung ist nur bei der Rückfahrt in Dresden gegen Bestätigung seitens des diensthabenden Stationsbeamten zulässig. Freigepä> wird nicht gewährt. Der Verkauf der Fahrkarten erfolgt vom 9. Mai ab bei den Fahrkarten-Ausgabestellen auf dem Anhalt-Dresdener Bahn- hofe, den Bahnhöfen Friédrihstraße und Alexanderplaß und wird für den Sonderzug am 12. Mai an demselben Tage Vormittags 10 Uhr, für den Sonderzug am 13. Mai am vorhergehenden Tage 6 Uhr Nachmittags geschlossen.

Der Postdampfer „Werkendam“ der Niederländisch- Amerikanishen Dampfschiffahrts-Gesellschaft ist am 1. Mai in New-York angekommen.

Bremen, 1. Mai. (W. T. B) Norddeutscher Lloyd- Der Schnelldampfer „Werra“ ist am 28. April Mittags von Ne w-York nah Genua abgegangen. Der Schnelldampfer „Fulda“ hat am 28. April Abends die Neise von Gibraltar nah New- York fortgelept. __Der Reichs-Postdampfer „Sachsen“ ist am 29. April Vorm. in Hongkon g angekommen. Der Schnelldampfer „Elbe“ hat am 29. April Nachm. die Neise von Southampton nad New-York fortgeseßt. Der Schnelldampfer Aller“ hat am 29, April Abends die Reise von Southampton nah Bremen fortgeseßt; er überbringt 391 Passagiere und volle Ladung. Der Postdampfer „Weimar“ hat am 29. April Morgens Aiaed passiert. Der Reichs-Postdampfer „Habsburg“ hat am 29. April Abends die Reise von Port Said nah Suez fortgeseßt. Der Reichs-Postdampfer „Bayern“ hat am 29. April Nachmittags die Reise von Southampton nah Genua fortgeseßt. Der Post- dampfer „Kronprinz Friedrih Wilhelm“ hat am 29. April Nachm. Gibraltar passiert. Der Postdampfer „Straßburg * ist am 30. April P in Vigo angekommen.

2. Mai. (W. T. B.) Der Schnelldäanpsex Aller" if am 30. April Abends auf der Weser angekommen. Der Reichs- Postdampfer „Habsburg hat am 30. April Nachmittags die Reise bón Suez nah Aden fortgeseßt. Der Schnelldampfer „Saale“ ist am 1. Mai Morgens in New- Vork angekommen. Der Postdampfer E A Bt am 1. Mai Vormittags die Reise von Vigo

a

nach dem La a Eee i

3. Mai. (W. T. B.) Der Ea „Olden- burg“ hat am 2. Mai Nachmittags die Reise von Adelaide nah Colombo fortgeseßt. Der Reichs-Postdampfer „Hohenzollern“ ist am 2. Mat Vormittags in Adelaide angekommen. Der Schnell- dampfer „Lahn“ hat am 2. Mai Vormittags Dover passiert. Der Schnelldampfer „Havel“ ist am 1. Mai Nachmittags von New- York nah der Weser abgegangen. Der Schnelldampfer „S pree“ hat am 2. Mai Nachmittags die Reise von Southampton nah New-York fortgeseßt. Der Postdampfer „Leipzig“ hat am 2. Mai Vormittags Dover passiert. Der Reichs-Postdampfer „Karls- ruhe“ ist am 2. Mai Nachmittags in Genua ange?ommen. Hamburg, 2, Mä. (W. T B) amburg-Ameri- kanishe Pacdtetfahrt-Aktien-Gesell}<aft. Der Postdampfer „Dania* ist heute Abend in Curhaven eingetroffen.

Wien, 2. Mai. (W. T. B.) Das Subcomits des Stadt - raths für die Angelegenheit der elektris<hen Bahnen beschloß, über feines der vorhandenen Projekte zu verhandeln, sondern „ein hen En zur Erlangung von Plänèn für elektrishe Bahnanlagen aus- zuschreiben.

London, 2. Mai. (W..T. B.) Der Uniondampfer „Moor"

‘ist heute auf der Ausreise von Madeira abgegangen.

London, 3. Mai. (W..T. B.) Der Castle-Dampfer „Doune Castle“ hat gestern auf der Heimreise die Kanarischen Inseln passiert. Der Castle-Dampfer „Róoslin-Castle“

ist gestern auf der Heimroise von Capstadt abgegangen.