1894 / 111 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Der Kaufmann George Joachimsthal zu Berlin ist

hierselbst zum stellvertretenden Handelsrichter bei dem

eriht T in Berlin ernannt. i

der Liste der Rechtsanwalte sind gelösht: der

Rechtsanwalt, an Pitt in Borken bei dem Land-

geriht in Marburg, der Rechtsanwalt Höfer bei dem Amts- gericht in Rheinbach.

Jn die Liste der Rehtsanwalte sind eingetragen : der Rechtsanwalt Heu>e aus Roßla bei dem Landgericht in Ta, der Rechtsanwalt Max Jonas aus Treptow a. R. bei dem Amtsgericht in Oranienburg, der Gerichts- Sn Rammelt bei dem Landgericht in Greifswald und der T Daechsel bei dem Amtsgericht in Wer- nigerode.

Der Landgerichts - Rath Volgenau in Prenzlau is} ge- storben.

: jum Handelsrihter und der Fabrikbesizer Heinrih Buch-

Ministerium der öffentlichen Arbeiten. Berfüqgung des Ministers der öffentlichen Arbeiten,

betreffend Uebertragung des Baues der Verbin-

dungsbahn Vohwinkel—Sonnborn (Rh.), jeßt

Elberfeld—Varresbe>, an die Königliche Eisenbahn- Direktion zu Elberfeld.

: Jm Anschluß an die Bekanntmachung vom 26. Juni 1891, * betreffend Bestimmung der bau- und betriebsleitenden Be- ‘hörden für mehrere neue Eisenbahnlinien Se Reichs- 2c. Anzeiger vom * 3. Juli 1891, Nr. 154), * wird zur O Kenntniß gebracht, daß das der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Elberfeld unterstellte Königliche Eisen- bahn-Betriebsamt (Düsseldorf-Elberfeld) zu Düsseldorf von der Leitung des Baues der Verbindungsbahn Vohwinkel—Sonnborn . (Rh.), jeßt Elberfeld—Varresbe>, entbunden und die genannte “Königliche Eisenbahn-Dircktion hiermit betraut worden ist. Berlin, den 1. Mai 1834 - Der Minister der öffentlihen Arbeiten. Thielen.

Der Eisenbahnbaugesellshaft Soenderop u. Cie. in Berlin . H. des Herrn Albert Sprickerhoff in ne ist die Er- Kd niß zur Anfertigung allgemeiner Vorarbeiten für eine shmalspurige Nebenbahn von Wernigerode über Hasse- rode, Elend, Benne>enstein und Jlfeld nah Nord- hausen mit einer Abzweigung von Elend über Schierke nach dem Brockenhotel bezüglih des preußishen Staats- gebiets ertheilt worden.

Ministerium der geistlihen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Dem Seminar-Direktor Kohlmann ist das Direktorat des Schullehrer-Seminars zu Petershagen verliehen worden.

Die Nummer 13 der Gesez-Sammlun g, welche von heute ab zur Ausgabe gelangt, enthält unter i Nr. 9668 den Allerhöchften Erlaß vom 9. Mai 1894, be- treffend Bau und Betrieb der in dem Geseß vom 29. April 1 (Geseß - Samml. S. 43) vorgesehenen neuen Eisenbahn- linien. y Berlin, den 12. Mai 1894. Königliches Gesez-Sammlungs-Amt. Weberstedt.

Beranntmachunga.

Die dem Rentner Petec Meller hierselbst unter dem 10. Juli v. I. auf Widerruf ertheilte Erlaubniß zum Besiß und Gebrau<h von Sprengstoffen in dem Kalksteinbru<h Klutstein bei Paffrath, Kreis Mülheim a. Rhein, ist am 27. v. M. frü>kgenommen

worden. Köln, den 9. Mai 1894. Der Polizei-Präsident. von König.

Abgereist :

Seine Excellenz der Staats-Minister und Minister für andel und Gewerbe Freiherr von Berlepsh, nach

« Mecklenburg ; : Seine Excellenz der Staats - Minister und Minister für “Landwirthschaft, Domänen und Forsten von Heyden, nach Pommern ;

Seine Excellenz der Kriegs - Minister, General der Jn- fanterie Bronsart von Schellendorff;

der Ministerial - Direktor im Ministerium für Landwirth- schaft, Domänen und Forsten, Wirklihe Geheime Ober- „Regierungs-Rath Sterneberg, nah Westfalen.

Personal-Veränderungen.

Königlich Preußische Armee.

Offiziere, Portepee-Fähnriche 2. Ernennungen, “Beföôrderungen und Verseßungen. Im aktiven Heere. Friedrihshof, 30. April. v. Seebach, Sec. Lt. a. D., zuleßt vom Schleswig. Feld-Art. Negt. Nr. 9, in der Armee und zwar als Sec. Lt. der Res, des Pomm. Train-Bats. Nr. 2 wiederangestellt und

leihzeitig vom 1. Mai dv. J. ab auf se<s Monate zur Dienstleistung bei diesem Bat. kommandieri. : L

Berlin, 8. Mai. v. N a A Major und etatsmäß. Stabsoffiz. des Braunschweig. Hus. Regts. Nr. 17, zum Hannov. Hus. Regt. Nr. 15 behufs Vertretung des Negts. Kommandeurs kom-

mandiert. le e Fp. und Komp. Chef vom Inf. Negt.

Herwarth von Bittenfeld (1. Westfäl.) Nr. 13, unter Stellung à la suite des Kadetten-Korps, als Militärlehrer zur Haupt-Kadetten-

Anstalt versetzt. Kaiserliche Marine.

Offiziere x. Ernennun en, Beförderungen, Ver- «seßungen 2c. Berlin, 8. Mai. Gruner, Korv. Kapitän,

Kommandant des Stammschiffs der Res. Div. der Nordsee, zum

¿A zur See, Vahlen, Wittmann, Schnur, Mo, Zu>- <werdt, Witt, Döhring, Quast-Faslem, Connemann, Waldeyer, Blume, Hagedorn, Bruns, Dennert, Färt\<{,

S

:bayerishe Militär -Etat pro 1894/95 die

Breithaupt, v. Gaude>ker, Dombrowsky, Krah, Depné Adolf), Grunau, Walter, Tietgens, Bendemann, Keller,

eihardt, Frhr. v. Ledebur, D Ent Ee, 0 MCidy, B HaX t bauen, v. Hippel (Wilhelm), Bö>er, Cölle, erger, v. Rosen- berg, Bolongaro, Siebenbürger, Buchholz, Wirth, Pen (Karl), Gerdes, Thierichens, 1Per, Velten,

<rader, Obling, v. Bülow (Hermann), Martini, Cleve, Riedel, Klu>, Treuding, Scharf, Wodarz, Schröder, Vogt (Otto), Koßte, Dionysius, Meßner, Stammer, v. Mosch, Remy, Kuthe, Gruenhagen, Cederholm Schmidt (Frit), Lange und Schwarz, Kadetten, das Zeugniß der Reife zum Seekadetten ertheilt und dieselben gleichzeitig zu See- kadetten, unter Feststellung ihrer Anciennetät nah vorstehender Reihen- folge, befordert,

Schloß Friedr ihshof, 30. April. Diegel, Torpedo- Ingen., zum Torpedo-Ober-Ingen., unter Vorbehalt der Patentierung, Fidtner, Torpedo-Unter-Ingen., zum Torpedo-Ingen., Jaenke,

orpedo-Ober-Mechaniker, zum Torpedo-Unter-Ingen., befördert. Sgger, Torpedo-Ingen., den Charakter als Torpedo-Ober-Ingen. er- alten.

Neues Palais, 4. Mai. Boeters, Kapitän zur See, unter Entbindung von der Stellung als Kommandeur der 2. Matrosen- Div., zum Kommandanten S. M. Panzerschiffes 2. Klasse „Deutsch- land*, Sa>, Kapitän zur See, kommandiert zur Dienstleistung beim Reichs-Marineamt, zum Vorstand der Art. Abtheil. im MNeichs- Marineamt ernannt. Piraly, Kapitän zur See, von dem Kom- mando S. M. Panzerschiffes 2. Klasse „Deutschland“ entbunden.

Im Sanitäts-Korps. Berlin, 8. Mai. Dr. Gutschow, Marine-Ober-Stabsarzt 1. Kl., unter Entbindung von der Stellung als Garn. Arzt zu Kiel, zum Stationsarzt der Marinestation der Ostsee, Dr. Globig, Marine-Ober-Stabsarzt 1. Kl., zum Garn. Arzt zu Kiel, ernannt. Dr. Wendt, Marine-Ober-Stabsarzt 2. Kl., zum Marine-Ober-Stabsarzt 1. Kl., Dr. Weiß, Marine- Stabsarzt, zum Marine - Ober - Stabsarzt 2. A, pee unter Vorbehalt der Patentierung, Dr. Matthiolius, Ehr- hardt, Marine - Assistenz - Aerzte 1. Klasse, zu Marine-Stabs- ärzten, Dr. Hildebrandt, Dr. Harmsen, Dr. Diewiß, Dr. Schröder, Marine-Assist. Aerzte 2. Kl., zu Marine-Assist. Aerzten 1. Kl., leßtere unter Vorbehalt der Patentierung, beför- dert. Dr. Kleffel, Marine-Ober-Stabsarzt 2. Kl., ein Patent seiner Charge erhalten. Die beförderten bezw. zu patentierenden Marine- ärzte erhalten ein Patent von dem Tage, an welchem die Beförderung ihrer Altersgenossen in der Armee ausgesprohen wird. Müller, Assist. Arzt 1. Kl. der Seewehr 1. Aufgebots im Landw. Bezirk Hildesheim, der Abschied bewilligt.

Schußtruppe für Deutsh-Ostafrika.

Bexlin, 9. Mai. Dr. Kanski, Ast. Arzt 1. Kl. a. D.. mit dem 11. Mai 1894 aus der Schußtruppe aen und gleichzeitig bei den Sanität8offizieren der Landw. 1. Aufgebots und zwar als M ais 1. Kl. mit einem Patent vom 26. Juli 1892 Vuli angestellt.

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 12. Mai.

Seine Majestät der. Kaiser und König wohnten

geen Morgen von 7 Uhr ab dem Ausfstieg einiger Luft- allons bei der Luftschiffer-:Abtheilung und von 8 Uhr ab der Besichtigung der Bataillone des Garde-Füsilier-Regiments und des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1 auf dem Tempelhofer Felde bei.

Heute Morgen besichtigten Seine Majestät, dem „W. T. B.“ zufolge, auf dem Bornstedter N bei Potsdam das Garde-Zäger-Bataillon, das Lehr-Jnfanterie-Bataillon und die Unteroffsiztierschule.

Der Kaiserlihe Botschafter in Paris Graf zu Münster ist von dem ihm Allerhöchst bewilligten kurzen Urlaub auf seinen Posten zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Botschaft wieder übernommen.

Der General-Lieutenant Lademan n, Kommandeur der 30. Division, ist mit kurzem Urlaub hier angekommen.

Der General-Lieutenant Kuhl mann, Präses der Artillerie- Prüfungs-Kommission, hat Berlin mit Urlaub verlassen.

Der Wirklihe Geheime Ober-Regierungs-Rath Dr. Stauder im Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten ist vom Urlaub zurückgekehrt.

Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Königlich sächsische r A0 Finanz-Rath Dr. von Koerner is von hier ab- gereist.

Köln. Mit dem 1. April d. J. ist in der Stadt Köln die Hafen-, Markt-, Schul-, Feld-, Forst- und Jagd- polizei, ferner die Bau- und Wegebaupolizei, mit Ausnahme der Befugnisse aus dem Geseß vom 2. Juli 1875, ferner die Gesundheitspolizei, mit Ausschluß der Veterinär- polizei und der sittenpolizeilihen Kontrole, in Gemäßheit des Geseßes, betreffend die Kosten Königlicher Polizeiverwaltungen in Stadtgemeinden, vom 20. April 1892 auf die Stadt über- tragen worden.

Bayern.

Seine Königliche Hoheit der Prinz-Regent hat sich mit Jhrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Therese gestern Abend zu mehrtägigem Aufenthalt nah Wien begeben.

Die Kammer der Abgeordneten erledigte in ihrer gestrigen Sißung den Etat der Bergwerke, Hütten und Salinen. Gegenüber den Anregungen des Abg. Dr. Schädler erklärte der Finanz-Minister Dr. Freiherr von Riedel, die Förderung in Mittelbexdach könne allerdings gesteigert werden ; die Regierung sehe aber hiervon ab aus Rücksiht auf die Nachhaltigkeit des Werks und auf die Knappschaft selbst. Steigere man die Förderung, so müsse man mehr Leute ein- stellen, die dann in ungünstigen Jahren wieder entlassen werden müßten. Die nächste Sizung wurde auf den 16. d. M. an- beraumt.

Wie die „Neuesten Nachrichten“ melden, Me der

esammt- ausgaben auf 70275723 4. Hiervon entfallen 53 578 669 M auf fortdauernde, 10347155 /6 auf einmalige Ausgaben, sowie 6349 899 M. für Pensionen. Jn dem Etat ist die Neuregelung der echälter der etatsmäßigen mittleren und Kanzleibeamien na< Dienstalters\tufen vorgesehen. Neue Forderungen enthält der Etat unter anderem für Kasernementbeschaffung, zu Geräthen u. st. w. für die Luft- schiffer:Lehrabtheilung, für die Ausstattung der Jnfanterie und

3 erkaserne in Germersheim, und ein neues Lazareth in Zwei- rüd>en. Zur Erwerbung eines großen Truppenübungsplazes [E das zweite Armee-Korps ist die zweite Rate mit 2 Mil: ionen eingestellt ; dabei wird bemerkt, der von vornherein ge- wählte Bex bei L OEN empfehle si<h na< den ge- pflogenen Erhebungen aufs beste. L

Sachsen-Weimar-Eisenach.

Seine Königliche ani der Großherzog wird sih in- folge neuerli<st E is ener Bestimmungen nah Trebschen be- eben, um der Einsegnung des Prinzen S einri<h XXXT Reuß Den, Jhre None oheit die Groß- herzogin dagegen in Weimar verbleiben.

Reuß: ä. L.

—+ Nachdem bereits am 9. d. M. Jhre Durhlauchten die S Emma, Marie und Karoline zum esu<h Jhrer Durchlaucht der verwittweten Fürstin zu Schaum- burg-Lippe si<h nah Stadthagen begeben hatten, ist Seine Durchlaucht der Fürst gestern gegen Abend über Reichenbach ebenfalls dorthin abgereist.

Elsaß-Lothringen. Die Plenarberathungen des Landesaus\c<husses werden am 15. Mai wieder aufgenommen werden.

Oefterreich-Ungarn.

Jn dem Memorandum - Prozeß in Klausenburg lehnte gestern, wie „W. T. B.“ meldet, das Gericht den Wunsch der Angeklagten, die Verhandlungen zu vertagen, ab, weil sie intelligent genug seien, sih selbst zu vertheidigen. Ratiu meldete hiergegen die Nichtigkeitsbeshwerde an. Der Einwand der Verjährung wurde vom Staatsanwalt als nicht stichhaltig zurü>gewiesen. Ratiu plädirte für seine Paci ea weil das Memorandum durch die ganze Partei beschlossen worden sei. Der Staatsanwalt führte dagegen aus, daß die nahträglihe Genehmigung des Memo- randums seitens der Partei nicht die Strafbarkeit der Ver- fasser und Verbreiter der inkriminierten Druckschrift vermindere, und widerlegte sodann die von anderen Angeklagten vorge- brachten Entlastungsmomente.

Großbritannien und Jrland.

Die g hat nach einer Meldung des „W. T. B.“ der Auslieferung des Anarchisten Meunier an Frank- reich zugestimmt.

Frankreich.

Die Deputirtenkammer hat, wie „W. T. B.“ be- richtet, gestern nah längerer Debatte mit 159 gegen 158 Stimmen beschlossen, zu der Berathung der einzelnen Artikel des vom Senat a aenen ntrags auf Aus- \hließung der Oeffentlichkeit bei Hinrichtungen überzugehen. Die Dringlichkeit des Antrags wurde mit 252 gegen 242 Stimmen abgelehnt. Die nächste Sißung findet am 17.d. M. statt.

Gestern Abend 111/, Uhr fand vor dem Hause Nr. 42 in der Avenue Kléber ein anarchistishes Dynamit- attentat statt. Die Bombe explodierte vor der Eingangsthür des Hauses, das von dem Sammetfabrikanten Massing, der ge- rade abwesend war, bewohnt wird. Verleßt wurde niemand. Der angerichtete Schaden beschränkt si<h auf die Thür und einige Fenstersheiben. Die Bombe muß mit Dynamit oder mit einem Chlor-:Präparat geladen gewesen sein. Der Urheber des Attentats 1st nicht bekannt; jedoch sind zwei Per- sonen verhaftet worden. Ein Racheakt scheint nit vorzuliegen, doh wäre es möglich, daß das Attentat gegen den früheren General-Staatsanwalt Beaurepaire, der in der Avenue Kléber wohnt, gerichtet fein sollte.

Spanien.

In der Deputirtenkammer brachte, dem „W. T. B.“ zufolge, gestern Cánovas del Castillo eine Jnter- pellation über die Melilla-Angelegenheit ein und führte aus, er glaube, die Kabylen hätten gezüchtigt werden müssen, ehe man si< auf Verhandlungen mit dem Sultan hätte einlassen sollen. Cánovas s{<lug eine Tagesordnung vor, worin die Regierung getadelt wird. Diese Tagesordnung wurde mit 159 gegen 59 Stimmen abgelehnt ; die Republikaner enthielten sih der Abstimmung.

Der spanische Botschafter in Paris Léon y Castillo wird in der nächsten Woche auf seinen Posten zurückkehren.

Schweiz.

Entgegen der bisherigen Uebung, die Personen, die auf Grund von Art. 70 der Bundesverfassung aus der Schweiz ausgewiesen werden, frei wählen zu lassen, wohin sie sich wenden wollen, sind, wie der „Bund“ meldet, auf Anordnung des Bundesraths die jüngst ausgewiesenen Deutschen Hooßþ und der Böhme Deve> an die Grenzen ihrer Heimathstaaten, Deutschland und Oesterreich, gebracht worden, da man sie nicht andern Staaten zuschieben wollte. /

Die italienishe Regierung beharrt nah einer Meldung des „W. T. B.“ aus Bern auf der Berechtigung zudem Dekret Uber die Zahlung der Zolle in Metallgeld, ohne auf die Frage eines Schiedsgerichts als Mittel zur Lösung der Streitfrage einzugehen. Die italienische Regierung spricht zugleich die Sund aus, der Bundesrath werde auf das Begehren der Einsezung eines Schiedsgerichts verzichten.

Belgien.

Der Brüsseler „Gazette“ zufolge hätte der Finanz- Minister beschlossen, bei der Kammer eine neue Jnter- vention der Regierung in Betreff der Anleihe der Con go0o- Eisenbahn-Gesellschaft zu beantragen. i

Jn Lüttich hat nah einer Meldung des „W. T. B. die Polizei neue Haussuchungen vorgenommen und einen ge- wissen Neun Notter verhaftet, bei dem anarchistische Schriften und Dynamit vorgefunden wurden. Ferner wurden! noch zwei andere Anarchisten verhaftet.

2 Serbien.

Wie „W. T. B.“ aus Belgrad meldet, wären in

Dobrnje unbedeutende Unruhen vorgekommen, die von

den Gendarmen ohne Blutvergießen unterdrü>kt worden seien. Im ganzen übrigen Lande herrshe Ruhe.

ee mit Fahrrädern, den Anbau eines Seitenflügels der o

: Bulgarien.

Die „Swoboda“ veröffentlicht den Jnhalt des Erlasses des türkischen Justiz-Ministers an den bulgarischen Exarchen betreffs des jüngsten Jrades des Sultans. Das Schreiben, womit der Exarh den Erlaß des Justiz - Ministers der bulgarishen Regierung mittheilt, hebt hervor, daß durh den Erlaß die Autonomie der bulgarishen Schulen ge-

ügt werde. Amerika,

Das „Reutershe Bureau“ meldet aus Mexiko vom 11. d. M.: Bei der Berathung des Einnahmebudgets in der Deputirtenkammer erklärte der Finanz-Minister: Wenn die Zolleinnahmen hinter der Berehnung zurü>geblieben seien, so hâtten do<h gewisse Einnahmen, wie die für Stempel und Kaffee - Export den Voranschlag überschritten. Die finanzielle Lage erfordere für jeßt keine besondere Maßnahmen; etwa später zu ergreifende würden der Kammer bei ihrem Wiederzusammentritt im November unterbreitet werden, sie würden jedo<h fkeinesfalls den Dienst für die innere oder die äußere Schuld berühren. Die in den Verträgen über die Anleihe zugesagten Garantien würden streng respektiert werden. Der ministeriellen Erklärung wurde von der Kammer einstimmig zugestimmt.

Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Rio de Janeiro ist Amaral an Stelle von Prudente de Moraes zum Präsidenten des Senats ernannt worden.

Aus Montevideo verlautet gerüchtweise, der Finanz- Minister werde seine Demission nehmen.

Jn Paris eingetroffenen Meldungen aus Buenos Aires zufolge ist Mitre zu Senator gewählt worden. Die argentinishen Gesandtschaften, mit Ausnahme der- jenigen in London und Paris, follen aufgehoben werden. Der Kongreß ist gestern eröffnet worden.

Die aus Lima gemeldete Wahl Caceres* zum Präsi- denten ist nah einer weiteren Meldung verfrüht.

Nach Meldungen aus Santiago de Chile wäre dié dortige Lage bedrohlicher geworden.

Asien.

Nach einer dem britishen Staatssekretär für Indien Fowler zugegangenen Depesche des Vize-Königs Lord Elgin beschränkte sich die in Nr. 109 d. Bl. berichtete Jnsubordination im 17. Jnfanterie-Regiment auf zwei Kompagnien. Sie war nibt ernster Natur und niht dur<h Kasten- oder Religions- gefühle veranlaßt worden.

Parlamentarische Nachrichten.

Im 7. Marienwerder Reichstagswahlkreise (Shlohau—Flatow) haben bei der Ersaßwahl für den Grafen von Kaniß, welcher das Mandat niedergelegt hat, der Rittergutsbesißer Hilgendorff-Plagzig (konservativ) 5679, Rittergutsbesißer von Prondzinski - Gr. Loßburg (Pole) 3006, Redakteur von Mosch - Stegliß (Antisemit) 3242 und Dekan Neumann - Hammerstein (Zentrum) 1893 Stimmen erhalten, sodaß engere Wahl zwischen Hilgendorff und von Prondzins ki stattzufinden hat. :

Entscheidungen des Reich8gerichts.

Eine subsidiaris<he Haftbarkeit des Brennerei- besizers für Branntweinsteuer-Defraudationen seiner Gewerkgehilfen findet nah $ 32 des Gesetzes, betreffend die Besteuerung des Brannt- weins, vom 24. Juni 1887, nur dann statt, wenn er unterlassen hat, die zu vertretenden Personen von der Zuwiderhandlung gegen diese Vorschriften abzuhalten. Jn Bezug auf diese Bestimmung hat das Reichsgeriht, TV. Strafsenat, dur< Urtheil vom 23. Februar 1894 ausgesprochen, daß dem haftbar gemahten Brennereibesißzer nach- zuweisen ist, daß er die pflihtinäßige Beaufsichtigung des 'Gewerbebetriebs unterlassen habe und daß er durch die pflihtmäßige Beaufsichtigung die Zuwiderhandlung hätte verhüten können. «Während der $ 66 des Branntweinsteuergeseßes vom 8. Juli 1868 die Vertretungsverbindlihkeit des Brennereibesißers {on infolge eines fahrlässigen Verhaltens bei Auswahl und Anstellung oder Be- aufsihtigung seiner Verwalter und Gewerbsgehilfen eintreten läßt, verlangt der $ 32 des. neueren Geseßes (vom 24. Juni 1887) zur Begründung der Subsidiarhaft, daß der Prinzipal die zu vertretenden Perfonen von der Zuwiderhandlung gegen die Steuervorschriften ab- zuhalten unterlassen habe. Der Nachweis einer Fahrlässigkeit im Sinne des $ 66 des Geseßes vom 8. Juli 1868 kann weder genügen noh überhaupt erfordert werden, wenn es si< um die im Abs. 1 des $ 92 bezeihnete Subsidiarhaft handelt. Vielmehr ist M einerseits, daß dem Brennereibesißer die Möglich keit gegeben war, die Zuwiderhandlung zu hindern, andererseits, daß er pflihtwidrig unterlassen habe, diefe Möglichkeit zu benußen. Der bloße Mangel der Aufsichtsführung kann mithin das Verschulden des $ 32 für fich allein no< niht begründen, sondern es muß neben dem Nachweise unterbliebener pflihtmäßiger Beaufsichtigung noch festgestellt werden, daß die Bethätigung dieser Aufsicht geeignet gewesen wäre, die Zuwider- handlung zu verbüten.* (4586/93.)

Kunst und Wissenschaft.

L Der Verein für deuts<es Kunstgewerbe veranstaltete am Mittwoch einen Fachabend, an welchem befonders vergoldete Bronzen zur Besprehung und Vorlegung gelangten. Die verschiedenen Techniken der C S und Feuervergoldung erläuterte Herr Fabrikant W. Quehl unter Hinweis auf die Ausstellung älterer und neuerer Gegen- stände. Unter En bewiesen namentli die Arbeiten der Herren C. H. Preetz und Otto NRohloff, daß auch in Berlin vergoldete Bronze bester Art hergestellt werden kann, die sih mit Ehren neben den Proben ausländischer Industrie behauptet, welche die Herren R. Bellair u. Ko.,

,_Hirschwald und Adolph Noévir ausgestellt hatten. In der

"isfussion wurde der Wunsch laut, das Publikum möge die ernsthaften Versuche der heimischen Kunstindustrie besser würdigen Und es dadur Fabrikanten und Künstlern ermöglichen, au<h durch Schaffung neuer Formen unser Kunstgewerbe eigenartig und selbst- ständig zu machen. Jn der Konkurrenz des Vereins um En t- würfe zu einem Firmenschild aus Metall oder Holz haben erhalten : den 1. Preis (80 46) Zeichner Ludwig Sütterlin, den 2, und 3. Preis (60 und 40 46) Zeichner Eduard Liesen, einen

“Zusaßpreis (40 6) Zeichner Heinrich Kieser. Mit ehrenvoller Er-

wähnung wurden bedacht die Zeichner Ferdinand Breucha, Anton Gerber und Emil Rokstroh.

ap Eine der interessantesten Abtheilungen des Berliner Bo- Abty en Gartens bildet die morphologish-biologische s theilung: interessant niht nur für den Laien, sondern au für pas bulten Botaniker, der bier in ausgezeihneter Weise die assend ten und instruktivsten Beispiele für zwei wihtige Disciplinen

findepotanik, die Morphologie und die Biologie, zusammengestellt In dem fystematishen Theil des Gartens, dem „System“,

find die Pflanzen nah ihren im allgemeinen feststehenden Merkmalen int Zusammenhang ihrer natürlichen Verwandtschaft aufgeführt. Ganz anders in der morphologish-biologischen Abtheilung: hier erkennt man die Pflanze als etwas Veränderliches, als ein Wesen, das lebt und sich im Kampf ums Dasein an die gebotenen Verhältnisse in der mannig- fahsten Weise anpaßt. Für sehr viele Aenderungen der Pflanze oder ihrer Theile von dem normalen Verhalten sind allerdings bis jeßt noh keine Ursachen bekannt; in zahlreihen Fällen fann man jedo< die Abweichunaen zweifellos auf äußere Faktoren, auf den Wechsel des umgebenden Mediums, auf die zur Befruchtung nothwendigen Insekten und andere Umstände mehr zurü>führen. In den meisten Fällen, wenn also die die Veränderung bedingenden Faktoren mit Sicherheit bekannt sind, findet man diese auf den ausführlihen Etiquetten der einzelnen Abtheilungen des biologish-morphologishen Stückes angegeben. _Zu- nächst machen si<h die veränderten Wuchsformen zahlreicher Bäume und Sträucher bemerkbar, deren Aeste straf} na< oben oder nah unten gerichtet find, ferner die auffallenden Variationen in der Form und der Farbe des Blattes, wofür zahlreiche Beispiele vorhanden sind. Viel interessanter und weselnder sind aber die die Blüthe oder deren Theile betreffenden Variationen, so z. B. die Aenderung der Blüthenfarbe, wofür als Beispiele besonders Primeln, Pensses, Tulpen und Hyazinthen dienen. Es i} bekannt, daß die Gärtner bei diesen und noch bei vielen anderen Pflanzen in der Veredelung und der Erzielung ges<ma>voller Farbenmischungen deshalb zu fo günstigen Resultaten gelangten, weil sie eben diese Variationssucht in zwe>mäßiger Weise auszunußen wußten. Mit fast denselben Pflanzen, deren Blüthen ih aber dann in vielen Punkten von den vorigen sehr abweichend verhalten, is eine weitere Ab- theilung bestanden, welche die Metamorphose der gefüllten Blüthen veranschaulichen foll. Man kann nämlih fehr viele Pflanzen dur< geeignete Kultur und forgfältige Behandlung dahin bringen man<h- mal hat es au< {hon der Zufall mit si< gebraht, daß die eigentlichen ge eo Blâtter in der Blüthe, die Staub- und Fruchtblätter, ihre Funktion völlig aufgeben und ih entsprehend den ewöhnlihen Blumenblättern zu Schauapparaten umwandeln. Es ist selbstverständlich, daß folche gefüllte Blüthen stets unfruchtbar sein müssen und nie Fruht und Samen tragen können. Auch die übrigen, besonders die die Geshlehtsverhältnisse der Pflanzen be- treffenden Abtheilungen sind von großem Interesse, da man sich hier in ausgezeihneter Weise davon überzeugen kann, wie wechselnd und mannigfah die Anpassungserscheinungen sind, welche auf eine mögli\t sichere und ausgiebige Bestäubung der Blüthen , entweder durch den Wind, viel mehr aber no< dur< Vermittelung von Insekten hin- zielen. Es wäre in dieser Hinsicht zuerst auf die so außerordentlich wechselnden Schau-Apparate hinzuweisen, wel<he, ohne zur eigent- lihen Blüthe zu gehören, do< darauf hinzielen, die In- fekten dur< ihre Größe oder ihre auffallenden Farben anzuziechen, damit diese beim Honigsammeln den Blüthenstaub der einen Blüthe auf die Narbe einer anderen tragen sollen. Denn es hat sich heraus- gestellt, daß nur verhältnißmäßig felten gute, keimfähige Samen er- zielt werden, wenn der Stempel einer Blüthe mit ihrem eigenen Blüthenstaub befruchtet wurde. Man findet deshalb au< sehr zahl- reiche Pflanzen, deren Blüthen stets nur das eine Geschleht ent- halten, ja wo mit Sicherheit festgestellt werden kann, daß das eine Exemplar, vielleiht ein hoher Baum, rein männlich, ein anderes rein weiblich ist. Damit hier die Befruchtung vollzogen werden kann, müssen

. Vermittler vorhanden sein. Jst diefer Vermittler die Luft, so findet man

gewöhnli die Blüthen klein und unscheinbar; es werden aber ganz ungeheure Mengen von Blüthenstaub entwi>elt, und die Griffel der weiblichen Blüthen, welche die herumfliegenden Blüthenstaubkörner auffangen müssen, sind sehr lang und oft federartig ausgebildet. Die weitaus größte Zahl der Pflanzen is jedo< wie hauptsächli< Darwin nachgewiesen hat zur Insektenbefru<tung fortgeschritten. Sie verläßt sh nicht auf zufällige Witterungsverhältnisse, dur<h welche vielleicht ihre Befruchtung völlig vereitelt werden könnte, fondern sie bringt eben Anlo>ungsmittel zur Ausbildung, wodur die fast stets zahlreih vorhandenen Insekten herbeigezogen werden und dann beim Einsammeln* des Honigs das Befruchtungswerk vollführen. Der Blüthenstaub irgend einer Art vermag nun aber nur boi Swat ias zu wirken, wenn er auf die Narbe einer Blüthe derselben Art oder einer nahen Verwandten gelangt. Und da es natürlih nicht selten vorkommt, daß si<h Insekten, die z. B. an einer Weidenart Honig gesuht und sich dabei mit Blüthenstaub beladen haben, dann zu einer anderen Art begeben und dort die Befruchtun ausführen, so ist es nur natürlih, daß aus den hierdur<h gebildeten Samen Mittelformen zwischen den beiden Ursprungsarten, Bastarde, bervorgehen. Diese sieht man nun hier au< in sehr instruktiven Formen vorgeführt und immer fo aufgestellt, daß man sie mit den sie umgebenden Abstammungsarten in Vergleich stellen und sih über- zeugen kann, daß der Bastard, der die Eltern oft an Größe und Veppigkeit nicht unbedeutend überragt, in den Blüthen und Vegetations- merkmalen genau die Mitte dirwtstben hâlt.

Der gegenwärtig in Wien P der dortigen Ausstellung tagende Kongreß der österreihishen Nahrungsmittel- Ghemires hat, dem „W. T. B.“ zufolge, ein Comité eingesett, welches mit den Vorarbeiten zu einem für den Monat September in Aussicht genommenen „internationalen Kongreß der Nahrungsmittel- Chemiker und Mikroskopiker“ betraut ist. Die wichtigste Mission dieses Kongresses soll darin bestehen, einen Codex alimentarius internationalis gemäß den Grundsäßen des österreichischen Kodex auszuarbeiten.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln. Spanien.

Durch Königlihe Verordnung vom 5. d. Mts. Branco (Portugal) für choleraverseucht erklärt worden.

ist Castello

Handel und Gewerbe.

Die belgishe Regierung hat mit Wirkung vom 5. d. M. eine:Verordnung erlassen, dur<h welhe unter Auf- rehterhaltung ‘des Verbots der Ein- und Durchfuhr von Rindoieh,: Schafen, Schweinen und Ziegen aus Deutsch- land und Luxemburg die eat bisher Mhon bewilligten e E von diesem Verbot dahin geregelt werden, daß die Einfuhr von Schafen und Ziegen aus Deutschland und L über bestimmte belgische F stellen und unter ge- wissen Bedingungen gestattet wird, daß die Einfuhr von Schafen nah Antwerpen über Bleyberg zur aue De SOE in Antwerpen und zur Wiederausfuhr von dort auf dem See- wege auch ferner zugelassen bleibt, und daß die Durchfuhr von Schafen und Ziegen ohne Umladung auf der Eisen- bahn ohne weitere Förmlichkeit foelgGteDen ist.

Täglihe Wagengestellung für Koblen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. S An der Ruhr sind am 11. d. M. gestellt 11278, nicht rechtzeitig gestellt 170 Wagen. | In Oberschlesien sind am 10. d. M. gestellt 4060, niht re<ht- zeitig gestellt keine Wagen.

Antwerpener Getreidehandel. Die Vorräthe an Getreide betrugen Ende April in Ant- werpen nach angestellten S<häßungen in: ; M A Rlloguauin O A O ET Ï Gerste Í E Ier ‘Mais Mehl

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Der Import nah Antwerpen auf dem Fluß- und Seewege stellte sich in dem “Zeitraum von Ende März bis Ende Aprilm Roggen auf Hi Mill. Kilogramm, avon aus

S E Ï cine Kilogramm

Argentiñien D / : Bulgarien . so , L t z Weizen auf 50/0 Mill. Kilogramm, davon aus : Argentinien . A - 184/10 Mill. Kilogramm n A Verein. Staaten v. Nord-Amerika 82/10 Ostindien A, Rumänien . Malta . England . Deutschland a o Gerste auf 147/10 Mill. Kilogramm, davon aus O s - 106/10 Mill. Kilogramm Ut 8 : 5 O 2 ¿ Deutschland io Z O Mo Z Hafer, Mais und Buch weizen auf 288/10 Mill. Kilogramm (darunter etwa 15 Mill. Kilogramm Mais), davon aus Rußland... . , , , . 15 Mill.Kilogramm Verein. Staaten v. Nord-Amerika . England. E Bulgarien . Malta Deutschland Rumänien . Od L Ho Kartoffeln auf 295 000 kg, davon aus a S c A 2 __ Erportiert wurden von Antwerpen auf dem Fluß- und Seewege in demselben Zeitraum: Roggen 3 Mill. Kilogramm, davon nah Deutibland 18/10Mill. Kilogramm O %o f Schweden . 2/10 L Por S Weizen 246/10 Mill. Kilogramm, davon nach! Deutschland e : . 177/10 Mill. Kilogramm olland . D Z A E ¿ Gerste 2/10 Mill. Kilogramm, davon n Dea 17/10 Mill. Kilogramm D x Hafer, Mais und- Buchweizen 42/10 Mill. Kilogramm,

davon nach Deutschland Tee Mill. Kilogramm 10 »x 4

O S Kartoffeln 221 000 kg davon nah

E S 200 000 kg 14000 ,

Algier . O00

Brasilien .. Spinn S Verein. Staaten v. Nord-Amerika 2000 , Anmerkung. In obigen Angaben für den Import und Export E die auf der Eisenbahn beförderten Getreidemengen nit in- egriffen ; leßtere find, insbesondere für den Export, niht unbeträhtlich.

Verdingungen im Auslande.

L Niederlande.

28. Mai, 1 Uhr. Burgemeester en Wethouders von D or d- re<t im Raadhuis daselbst: Lieferung von etwa 105 000 kg guß- eiserner Röhren und etwa 409 000 kg gußeiserner Hilfsftü>e zum Gebrau der Gasfabrik. Bedingungen käuflih für 25 Cts. im Bureau der Gasfabrik zu Dordrecht.

: Dänemark.

21. Mai, 1 Uhr, Staatsbahnverwaltung (Maskinafdelingens Contoir) Colbjörnsensgade 6, Kopenhagen: Lieferung von 500 Pfund Zinkgrau,

8 000 Pfund tro>enem Bleiweiß, 500 Pfund Eisen-Mennige, 1 000 Pfund Kienruß, 300 Pfund beller Umbra, 15 000 Pfund Soda, 1500 Pfund weicher grüner oder brauner Seife, 200 uns Tischlerleim, 1 000 Pfund Pottasche, 200 Pfund Borax, 1200 Pfund Pußtpulver, 1000 Pfund Chlorkalk. __ Bedingungen und Angebotsformulare an Ort und Stelle und beim „Reichs-Anzeiger* (in dänisher Sprache).

Verkehrs-Anstalten.

Laut Bekanntmachung der Königlichen Eisenbahn-Di- rektion Köln (re<tsrheinis<hen) werden die - auf den Stationen : Aachen, Barmen, Berlin, Bielefeld, Bo<hum, Bonn, Braunschweig, Bremen, Charlottenburg, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Elberfeld, Effen, Frankfurt a. M., Geestemünde, Cen Halle a. S., Ham- burg, Hameln, Hamm, Hannover, Hildesheim, N, Köln, Kreiensen, Leipzig, Löhne, Magdeburg, Mainz, Minden, Münster, Oberhausen, Oldenburg, Osnabrü>k, Soest, Vlotho, Wanne und Witten während der Zeit vom 1. Juni bis 39. September d. J. von Besuhern der Bäder auf den Nordsee- Inseln Juist (Weg über Norddeich), Spiekeroog (Weg über Esens) gelösten Rückfahrkarten nah Norddeich bezw. Esens mit gewöhnlicher Gültigkeitsdauer auf mündlichen oder \{hriftlihen An- trag der Fahrkarteninhaber vor Antritt der e durch die Fahr- Sn zu Norddeich und Norderney, bezw. diejenigen zu Esens mit einem Vermerk über die Verlängerung der Gültigkeits- dauer auf insgesammt 45 Tage versehen, sofern dur< eine amtliche Bescheinigung des Gemeindevorstehers der Insel der Nachweis des Badebesuhs dur<h den Inhaber der in der Bescheinigung zu be- zeihnenden Fahrkarte geführt wird.

Der Postdampfer „Rotterdam“ der Niederländis<h-Amerika- ilden Dampfschiffahrts-Gesellschaft ist am 10. d. M. in New-York angekommen.

Bremen, 11. Mai. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Schnelldampfer „Spree“, am 1. Mai von Bremen und am 2, Mai von Southampton abgegangen, ist am 9. Mai, 10 Uhr Abends, in New-York angekommen. Der Schnelldampfer „Lahn * hat am 9. Mai, 2 Uhr Nachmittags, die Reise von Southampton nah New-York fortgeseßt. Der Postdampfer „Stuttgart“, am 26. April von Bremen abgegangen, is am 9. Mai, 3 Uhr Nah- mittags, in Baltimore angekommen. Der Postdampfer „Dresden“ ist am 9. Mai, 2 Uhr Nachmittags, von Baltimore na< der Weser abgegangen. Der MReichs-Postdampfer „Bayern“ hat am 9. Mai, 10 Uhr Abends, die Reise von Port Said nah Neapel fortgesezt. Der Scnelldampfer « Werra", vou New-York kommend, ist am 10. Mai, 5 Uhr Morgens, in Neapel angekommen. Der Postdampfer , Weser“ hat am 9. Mai, - 7_ Uhr, Abends die Reise von Gibraltar nah Neapel fortgeseßt. Der Scnelldampfer „Kaiser Wilhelm Il.“ ist am 10. Mai, 10 Uhr Vormittags, von Genua via Gibraltar nah New-York abgegangen Der Postdampfer „Pfalz“, na< dem La Plata bestimmt, hat am 10. Mai, 7 Uhr Morgens, Dover passiert. Der Postdampfer