1894 / 127 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

jagen und dern, in 12 Ab Pläne 2,25 Fr. pro Quadrat- -. Lastenhefte. und Verdingung find im rüfel erhà

fS-Berean (Musée commercial) rue des Augustins 17

Verkehrs-Anstalten.

Bremen, 1. Juni. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. ' Parapfer „Roland", von New-York kommend, ist am s 9 Uhr Abends, auf der Weser angekommen. Der Scnell- umpfer „Lahn“, von New-York kommend, ist am 30. Mai, 113 Uhr ends, ex angekommen. Der Postdampfer „Weimar 30, Mai, 2 Uhr Nachmittags, von Baltimore nah der Weser egangen. Et Saite „Spree“, nah New-York bestimmt, at am 30. Mai, 10 Uhr Abends, Lizard passiert. Der GORCDS- | „Oldenburg* hat am 31. Mai, 3 Uhr Morgens, die Reise Said nah Neapel Pageleht: : En es, 31, Mai. (W. T. B.) Hamburg-Amer|t- Tanishe Packetfahrt - Aktien -Geiells<haft. Der Swhnell- t S olumbia“ hat, von New-York kommend, heute Morgen r

passiert. _ London, 31. Mai. (W. T. B) Der Der Castle-Dampfer x Drumm ond-Ca {l e Heimreise von Kapstadt abgegangen.

Theater und Mufik.

Seine Majestät der Kaiser und König ließ na< der Mittwochs - Vorstellung“ von Leoncavallo’'s „Medici*“ und der «Puppenfee“ im Königlihen Opernhause dur den General- Futendanten Grafen von Hochberg sämmtlihen Mitwirkenden | Meine besondere Anerkennung übermitteln. Morgen wird Richard Wagner's „Lohengrin“ mit folgender Beseßung A: Lohengrin: err Gudehus, Elsa: Frau Pierson,

rtrud: Frau Goeße, Telramund: Herr Bulß, König: Herr Möd- Unger, Heerrufer : Herr Fränkel ; Kapellmeister Weingartner dirigiert. Am Montag eröffnet Herr Ernst Kraus vom Hof- und National- Theater in Mannheim ein Gastspiel als Max im „Freischüß". Fräulein Elisabeth Leisinger hat mit glänzendem Erfolge bei aus- verkauftem Haufe am 30. Mai an der Dresdner Hofoper die Gräfin in „Figaros Hochzeit“ gesungen und wird auf Einladung der dortigen General-Direktion dieselbe Rolle morgen wiederholen. Im Königalihen Schauspielbause geht morgen Ernst von Wildenbruch's Trauerspiel „Christoph Marlow“ neueinstudiert in Scene. Die ore: frès ist die nabstehende: Sir Walsingham: Herr

ur aag

ImEen. ist gestern auf der

Molenar, Leonore: Fräulein Poppe, Margaret : Frau Schramm, Francis Archer: Herr Purschian, Marlow: Herr Arndt, Ben Johnfon : Herr Klein, Green: Herr Herter Herr Heine, Lodge: Herr Winter, Nash:

Kahle, Shakespeare : ) cêper, Hunsdon: Herr Plaschke,

enslow: Herr Eichholz, Trillop: Herr Vollmer, Diener: die Herren berländer, Siegrist, Schauspieler: die Herren Link, Herrmann. In ‘Scene geseßt ist das Stü>k vom Ober-Regisseur Grube.

Jenny Groß hat nah einem Uebereinkommen mit der Direktion des Lesf S eaters den Antritt ihres Sommerurlaubs bis zum 15. Juni hinausgeshoben, um in sämmtlichen Wiederholungen des Lustspiels „Madame Sans-Gône“ die Titelrolle zur Darstellung zu Gringen. Den Napoléon spielt feit einiger Zeit mit vielem Glü und lebhafter Wirkung Herr Gustav Kober.

Fräulein Lili wendemann vom Hoftheater in Karlsruhe und Herr Julius Sachs vom Hoftheater in Darmftadt find nah erfolg- reichem Gastspiel von Herrn Direktor Lautenburg für seine beiden Bühnen, das Res idenz- und das Neue Theater, verpflichtet worden.

Direktor Rihard Schulß vom Zentral-Theater beschließt, wie bereits mitgetheilt, die diesjährige Spielzeit am Sonntag, ‘dem morgen das Benefiz für Herrn Emil Thomas und am ‘dasjenige für eau Josefine Dora in Aufführungen des dramatischen Quodlibets „Der Traum des Aktionärs“ stattgefunden haben wird. Die nächste Saison 1894/95 wird wahrscheinli mit Ende August

innen. Herr Emil Thomas wird für die Zukunft dem Zentral- Theater als Mitglied angehören. Direktor Schultz beabsichtigt, nah Schluß der Saifon eine größere Reise zu unternehmen, um das Per- fonal na< jeder Richtung zu vervollständigen. Auch mit bekannten und erfolgreihen Schriftftellern teht Direktor Schultz in Verbindung, um sich für die nächste Saison Novitäten zu sichern.

Mannigfaltiges.

Wie ‘die „Nat.-Ztg.“ erfährt, beabfihtigt der Magistrat, eine Deputation, bestehend aus Magistratsmitgliedern und Stadt-

Peelc :

Union- Dampfer |

verordneten, zu bilden Ras sämmtliche für die Gewerve-Aus- Deung 9 in ommenden Angelegenheiten berathen soll. gg ierbei M k e Me BAN anae R ing e e rung der Zufahrtstraßen un TNG u werden. e Stadtverordneten Sachs 11., Rosenow, aben V Gen. hd mit Rü>sicht auf die Gewerbc-Ausstellung 1896 folgenden Autrag bei der Stadtverordneten-Versammlung eingebracht: samm wig wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, in die Liste ter im nähsten Etatsjahre mit Aéphalt zu pflasternden Straßen die Köpni>er- und Schlesische Straße, soweit diese no<h niht mit definitivem Pflaster versehen find, aufzunehmen und der Versammlung

eine Vorlage zu machen.

n der rides Sihung der Stadtverordnetèn wurde, wie die hiesigen Blätter berichten, die Vorlage des Magistrats, wegen Ueber- lassuna des Festsaales des Rathhauses an die Deutsche Land- wirth Ga gele) aft zur Abhaltung eines Empfangsabends am 5. Juni aus Anlaß der landwirthschaftlichen Ss im Treptower Park, genehmigt. Wegen des Neubaues der Shlef ij- \<en Brü>ke vor dem Treptower Park war der Stadtverordneten- Versammlung vom Magistrat der Entwurf und der mit 274 000 M abschließende A As zur Beschlußfassung zugegangen. Auch diese Vorlage wurde bewilligt. :

Bei der gestern Abend zur Î U des hiesigen Gustav Adolf-Vereins in der Philharmonkfe vêran-® stalteten Festverfammlung trug nah cinem Choral efang und dem Gingangsgevet Tes Lic. Kirmß der Nifkolai-Kirhenchor Altenburg's

„Choral von Lützen" vor, der 1632 mit dem Titel „KönigliFer Scwanengesang" als Einzeldru> erschienen ist, Hierauf nahm als Vorsitzender der Geheime NRegicrungs-:Rath Dr. Kre<h das Wort, um das Werden und Wasen des Vereins zu s{hildern, der in den fünfzig Jahren zu den 27 Millionen Mark, welche der Gesammtverein denGemeinden in der Diaspora zugewendet, 626 366 A beigetragen hat. Von diefer Summe wurden 207 058 vom hiefigen Ortsverein unmittelbar vertheilt, darunter 71964 K zum Bau von Kirhen und Kapellen, 18 925 # zum Bau von Pfarrhäufern, zu Pfaxrrdotationen und Stellenzulagen, 31 990 Æ# zum Bau von Schulen und zu Lehrer- dotationen und 74990 f zu foastigen Bedürfnissen, insbesondere zur Schuldentilgung. An Vermögen besißt der Verein zur Zeit 387 855 4 mit Einschluß jener 252 000 4, welhe ihm im leyten Jahre als Stiftung des verstorbenen Fräuleins S Günther zugegangen sind. Der Festredner gedahte besonders ehrend des Frauenvereins, der 1851 von Fräulein Adele Dorn als erster seiner Art innerhalb des Gesammtvereins begründet und der allein durh die von ihm veranstalteten Konzerte 65 000 A dem Verein zugeführt bat, und {loß mit Worten des Dankes an Seine Majestät den Kaiser und König, den erhabenen Protektor des Vereins. Geibel's Dichtung „Deutschland“ in der Mendelssohn’schen Komposition leitete sodann zu deriLnsprache des Professors Scholz über, der den geschiht- lihen Beruf des Gustav Adolf - Vereins und die Quellen seiner Kraft darlegte. Na< dem Gesange des Fran>'shen Hymnus ,„ Wilhelmus von Nassau* betrat Hofprediger D. Frommel die Tribüne, um der Festversammlung Büder aus den verschiedensten Theilen dèr Diaspora zu entrollen. it einem kräftigen Appell an die Opferfreudigkeit {loß ug gen Mit Gesang und Sc(lußgebet endete albdarn die Feier. Bei dem Fest- mahl, wel<hes am Nachmittag unter Betheiligung von 180 Perfonen stattfand, toastete General-Superintendent Faber auf Seine Majestät den q Geheimer Negierungs-Rath Dr. Kre auf den Gesammt- verein, Professor Scholz auf die Gäste, Geheimer Ober-Justiz-Rath Johow auf den Berliner Ortsvyerein und der Handelsrichter A. Koch- hann auf den Berliner Frauenverein.

_Dem gestern kurz erwähnten Bericht des Vorstandes der Gefell- haft Urania für das Geschäftsjahr vom 1. April 1893 bis

|

nüth- | Sonntag

31, März 1894 entnehmen wir folgende Angaben : Die Anstalt war im verflossenen Geschäftsjahr an 337 Tagen dem Publikum geöffnet und wurde insgesammt von 131 256 Besuchern besichtigt (5782 mehr als im Vorjahr). Die Zahl der gehaltenen Vorträge betrug 760 (7 mehr als im Vorjahr). Unter den Vorträgen befanden fih 10, die bei Gelegenheit des Abonnemenitts-Cyclus hervorragender Gelehrten, und außerdem 11, die in diesem Geschäftsjahr zum ersten Mal gehalten wurden, während die übrigen Wiederholungen aus vorangegangenen Jahren waren. Die häufigsten Wiederholungen (143) fanden von dem Vortrag „Eine moderne Amerikafahrt bis zur Columbischen Weltausstellung“ vom Direktor des Instituts Herrn Dr. M. Wilhelm Meyer ftatt, während der erst später in das Repertoire aufgenommene Vortrag deéfelben Verfassers „Das Wunderland der neuen Welt“ es doch au auf die ansehnlihe Zahl von 105 Wiederholungen brachte. Die Gesammteinnahmen der Gefellschaft betrugen im Betriebsjahre 124 697,63 Æ, die Ausgaben 130 655,50 4; die Ausgaben über- stiegen also die Einnahmen um 5957,87 Æ Dem Geschäftsbericht ist eine Denkschrift des Direktors Dr. M. Wilhelm Meyer bei-

ie Ver-

wegen des in der Schlesishen Straße zu erwerbenden Straßenlandes |

ünfzigiährigen Jubelfeier |

3

gegeben, worin die Einrichtung eines Filial-Justituts der Urania an einer dger für den Besuch des Publikums q enen Stelle der Stadt vorgeschlagen wird. Herr Direktor Beer st der Ansicht, daß eine solche An ige bei welcher au den upie <li< im Raummangel liegenden Uebelständen des jetzigen Instituts abgeholfen werden könnte, sowohl im Interesse des Publikums, wie der finanziellen Nentabilität liegen und zur Förderung der wissenschaftlichen Aufgaben der Urania diencn würde. n der Beg ndung wird namentlih noch geltend gemacht, daß das wissenschaftliche Theater der Urantà im verflossenen Geschäfts- jahr an einigen fünfzig Abenden ausverkauft war und hundert und mehr Personen, die no< Einlaß haben wollten, vor der Kasse wieder umkehrer mußten.

__ Der Aktienverein des Zoologischen Gartens trat heute im Restaurationsgebäude des Gartens zu seiner diestährigen General- versammlung zusammen, Dem Berichi des Direktors Dr. He> ent- nehmen wir, daß der Thierbestand des Gartens z. Z. 1127 verschiedene Arten Säugethiere und Vögel umfaßt. Immermehr hat ih der Garten au<h bemüht, zur wi gnldalien DNor i pung der deutshen Kolonien beizutragen. Unterstüßt wurde dieses Be- mühen dur< Freunde und Gönner in den Kolonien selbst, vor allem dur den Chefarzt der deutshen Schußtruppe in Ost-Afrika Dr. Becker, dur den Lieutenant Schren> von Noßing, Adjutant beim Kaiser- lien Gouvernement, dur< den Herrn e S IC i von Stk. Paul-Jllaite und dur Herrn Richter, den Inhaber der Firma

j Richter u. Co. in Sansibar und Bagamoyo, welche dur<h Zuwendung größerer Shiertraisöporte vern Garten cine wissenschaftiil unmid materiell

es bedeutungsvolle Förderung haben Inter den sonsti en Gônnern, die den Garten in leßten Jahren mit reihen Geschenken beda<ht Haben, wurden Schönlank, die Firma Rex u. Co. und James von Bleichröder ge- nannt, welcher leßterer die Mittel spendete, um für das eingegangene Nilpferd einen Ersatz zu beschaffen. Der Bericht edahte fodann der baulihen Neuerungen, in erster Reihe des der Firma Kayser und pon Großheim übertragenen Baues des neuen Von diesem ist zunähst ein Flügel aufgeführt, dem de: Mittelban und der andere Form folgen wird, während die große

u Theil werden e.

Reihervoliòre in bisheriger Form erhalten bleibt. Jn dem neuen Haufe foll si au< die 100 Arten umfassende Papageiensammlung in langer Reihe als einheitlihes Ganzes präfentieren. Neu dergeridtet find die Schweinebuchten; erneuert i} ferner die Ufereinfassung des Enten- teichs vor dem alten Bärenzwinger, wobei man pat durch Aufbau eines Wasferfalls im Hintergrund die malerische Ansicht verbessert hat. Geplant is ein Umbau im Junern des Nilpferdhauses zum Zweck der Zucht. Das Holzgebäude hinter dem Raubthierhause endlich foll als deutsche Vogelgalerie die Reihe der gesonderten Sammlungen einheimisher Thiere beschließen. Die Zahl der der Pfleg* des Vereins „Triton" unterstellten Aquarien ist von 12 auf 22 erhöht worden. Die Behälter enthalten efonders einheimishe NMeptilien, sowie Amphibien und Fische, Der Bericht wies ferner hin auf die Neu- einrihtung der Kanalifation „und der Wasserleitung. Für die umfang- reichen Manon haben 4000 Sträuchher Verwendung ge- funden. Durch den Neubau eines Gewächshauses sind die Elurich- tungen der Gärtnerei verbessert worden.

Warnsdorf, 31. Mai. Die Spinnerei der Brüder Per ist dem „W. T. B.* zufolge beute völlig niedergebrannt. Der Direktor und der Spinnmeister haben bei den MNettungsarbeiten dur Ersti>en das Leben eingebüßt. Der Schaden wird auf eine halbe Million Mark geschäßt.

New-York. Einem Telegramm des „R. B.“ zufolge stieß am 30. v. M. auf der Old-Colony- Eisenbahn ein Güterzug mit einer Anzahl Waggons, welche aus dem Geleis gekommen waren, in Sharon in Massachusetts zusammen. Drei Personen wurden getödtet und mehrere verwundet. Auf der Wisconsin- und Zentral-Eisenbahn entgleiste in der Naht zum 30. Mai ein Zug bei Marshfield in Wisconsin. Der Zug fuhr mit ciner Geschwindigkeit von 50 englishen Meilen die Stunde. Die Waggons thürmten sh bei der Entglei ung über einander; die Oefen fetten die Waggons in Brand. Der Lokomotivführer, der Heizer und der erfte Bremser verloren ihr Leben, und viele Fahrgäste erlitten Verletzungen. Ein Mann und eine Frau verbrannten.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen. _ Vien, 1. Juni. (W. T. B.) Der ungarische Minister- Präsident Dr. Wekerle konferierte heute Vormittag mit dem estern hier eingetroffenen Banus von Kroatien Grafen Khuen - E dervarsn, worauf leßterer vom Kaiser empfangen wurde.

(Fortseyung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Mette t vom 1. Juni,

Morgens.

er reu +4 t 4.

Temperatur

Been,

Wetter. dur

Wind. |

in 9 Celsius

59 C. = 49R.

j | INW 2'heiter ONO Usheiter WSW 3\wolkic SW 3\bede>t S 2|bede>t

bis zu 5 Grad.

barometrisches Marimum ausgebildet und ift vom Kanal eine Depression erschienen, wärts fortzuschreiten \{eint, fodaß Erwärmung für unsere Gegenden zu erwarten ift. vorwiegend chntittli<h wenig veränderten Wärmeverhbältnifsen ift das Wetter in Deutschland vorwiegend heiter : fast allenthalben fanden au< Gewitter fiatt: die Temperatur liegt überall, außer im äußersten Nordosten, unter dem Durchschnittswerthe, im westdeutshen Binnenlande

wel<e nordoft- Montag: Faust. - Bei leichten bis

südwestliben Winden und

7# Uhr.

Abends 74 Uhr: Nobin. Dir wie mir. Der Geizige.

ift Regen gefallen, und vielfach

Lessing-Theater.

Deutsche Seewarte.

SSW 2lbede>t

NW 1ibeve>t NNW 1/Regen

OSO 2 erur | 18 halb bes | 12 | baus. halb bed.! 13 heiter?)) | 13 beiter) | B Regen“) | 11 halb bed. |_15__ wolfia | 12 Dunst) wolfenl.6)| 15 wolkenlos | 10 heiter?) 11 wolfenlos | 12 wolfenlos | 14 beded*) |_183 wolfig | 14 wollenlos | 16

) Nachts Gewitter. *) Gestern zeitw. Megen- jauer. *?) Nachts Thau. #) Nachmittags Gewitter, M sMiagan ; H Nee Saoier. 6) As 8

Regen. witterregen. d

Uebersicht der Witterung. rend das Hod ziet im Norden ostwärts #ff, hat sich über der Alpengegend ein

In Scene

studiert :

morgen.

Bolks

namigen

1DG 762

..

Male.

Theater - Anzeigen.

Königliche Schauspiele. Sonnabend : Opern- 1 141. Vorstellung. tishe Oper in 3 Akten von R ene gesezt vom Ober- Regisseur Teßlaff, Dekorative Einrichtung vom Ober-Inspektor Brandt. Dirigent : Kapellmeister Weingartner. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. Christoph Marlow. 4 Aufzügen ;von Ernst von Wildenbruh, In Scene 10 gelegt vom Ober-PRegisseur Max Grube. Anfang | 74

“3

Sonntag: Opernhaus. 142. Vonstelung, Hochzeit- Oper in 1 Aufzug von Kar

Text von Franz Koppel-EUseld. rusticana (Baueru-Ehre). Oper in 1 Aufzug oon Pietro PVéascagni.

Ballet-Burleske in 2 Aufzügen pon Emil Graeb. Musik von Adolf Steinmaan.

Schauspielhaus. Marlow. Lrauerspiel in 4 Aufzügen von Ern von Wildenbruh). Anfang 7# Uhr.

Deutsches Theater. -Sonnabend : Zum legten Des Meeres uud der Liebe Welleu. Anfang 7# Uhr.

Zum 161. Male. Jugend. 3 Akten von Max Halbe. Sigmund Lautenburg.

abanguin, NRoman- 5 C M:

<ard Wagrer.

Neu ein-

149, Vorstellung. rauersyiel in

reise. Die s<öue Heleua.

Adolph Ernfsi-Theater. führungen. S<wauak in Borher: Die Bajazzi. Sesan Jacobs geießt von Ad. ruft.

Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

von Kasfkel. Cavalleria

Tert na< dem gleid-

von G. Verga. Carueval.

Uhr. Pes t

Anfang 7 150. Vorstellung.

Benefiz für Emil Thomas.

Sonntag: Der Herr Senator.

Berliner Theaier. Sonnabend: Kean. Anfang

Sonntag, Nahm. 24 Uhr: Der Veilcthenfrefer. Zum leßten Male. (Ludwig Barnay.)

Montag: König Lear. (Ludwig Barnay.)

Sonnabend und folgende Tage: Madame Saus:-:Gêne. (Jenny Groß.)

Refsidenz-Theater. Direktion : Sigmund Lauten- burg. Sonnabend: Zu volksthümlichen Preisen. Ein Liebesdrama in In Scene geseßt von Anfang 7# Uhr.

Sonntag und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung.

Theater Unter den Linden. Sonnabend: Borlegzte Borstellung in dieser Saison. Operette von I. Mea. Hierauf: Farfarello, Ballet. Anfang

T.

Sonntag: Zum 100. Male, Der Obersteiger.

Sonnabend: Charley’# Taute,. 3 Akten von Brandon _ Parodistis@e Posse mit in 1 Akt von Eb. Jacobson und Benno | * on. Musik von Franz Reth.

Anfang 74 Uhr.

Schluß der Saison: Freitag, 15. Juni.

Pentral-Theagter. Alte Zakobstraße Nr. 30,

Nur noch zwei Vorstellungen. Sonnabend: Zum Der Traum des

Aktionärs. Dramatisches Quodlibet in 3 Akten (5 Bildern). (Schladeriy, Geyer, Gaspard, Stritzow, Blasel: Emil Thomas.)

Konzerte.

Kroll’'s Etablissement. Sonnabend: Großes Doppel-Konzert. Neues Orchester: Paul Prill. Kapelle des 1. Garde - Feld - Artillerie - Regiments : O. Baumgarten. Anfang 6# Uhr. Entrée 50 9, Dutzend - Billets 4 M ; Tay: Großes Doppel-Konzert.

L:

Auf der großen Terrasse nah dem Königsplay: Café und Restaurant bei freiem Entrée. QDiíners von 3 6 an.

Doktor

Anfang

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Johanna Prinz mit Hra. Prem.- Lieut. Egon von Dü>er (Posen). _— Frl. Alice Lau mit Hrn. Regierungs-Assessor Dr. von

ries ( Gade A

Verehelicht: Hr. Pastor Sandmann mit Frl. Luise de Bourdeaux (Stettin).

Geboren: Ein Sohn: Hru. Hauptmann von

[lüsfow (Potsdam). Hru, Amtmann von Blücher (Doberan), Hrn. Pastor Rahlenbe> (Schôneberg bei Berlin). Eine Tochter Hen. Stiftspfarrer Lic. E, Cremer (Lich),

Gestorben: Hr. Kammerherr Franz Graf Ein-

Th La olen urg (Greiz). Hr. Dherst a, D, omas, lfred von Kehler (Brieg).

arquet

Ermäßigte

Legte 14 Auf-

Bn Miene Redalteur: Dr. H. Klee, Direktor, Po) erlin: ¿ RBRRC e LEAIRSRA E Verlag der Expedition (S<holz).| Dru> der Mgrbdeutlhen Butpruderss und Verlagls Anstalt, Berlin SW,, Wilhelmstraße Nx, 34,

Sechs Beilagen (einschließli Börsen-Beilage).

General-Konsul -

Bogelhauses.

Saa : S ——. ——— Minister für Landwithsthaft=c. o Heyden ——

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

M 127.

Berlin, Freitag, den 1. Juni

1894,

S:

Breußischer Landtag. Herrenhaus.

16, Sizung vom 30. Mai 1894.

Zu dem Bericht über die Berathung des Gef ehentwurfs über die Landwirthschaftskammern (in Nr. 125 und 126 d. Bl.) sind no<h einige Reden des Staats - Ministers von Heyden nachzutragen. / :

da der Debatte über den Antrag des Freiherrn von Landsberg zu $ 3 der Vorlage (s- den Bericht in der Donnerstags-Nufimer d. Bl.) erklärte nah dem Grafen von

Meine Herren! Ich erlaube mir darauf aufmerksam zu machen, daß der Antrag des Herrn Freiherrn von Landsberg nichts Anderes will, als das obligatoris< einzuführen, was nah Maßgabe der Vorlage

* jederzeit aus der cigenen Fnitiative der Landwirthschaftskammern hervor-

gehen kanu. I< glaube nun, wenn die Herren erwägen, wie vorher vom Herrn Referenten ausgeführt ist, daß eine Abänderung der Vor- lage aleihbedeutend wäre mit einer Verwerfung, daß dann doch dieser Unterschied nicht derart ins Gewicht fallend ist, um dieserhalb, d. h. um einen Zwang einzuführen an Stelle der freiwilligen Entschließung der Landwirtbschaftskammern, dieses Nisiklo zu laufen. Ich kann die Annahme des Antrags deshalb niht empfehlen.

Zu 8 7 (betreffend den Wahlbezirk) bemerkt

Ober-Bürgermeister Stru>mann - Hildesheim: Es wäre rich- tiger gewesen, wenn in $ 7 die Bestimmung aufgenommen worden wäre: „Es \ind Stadtkreise behufs der Wahl mit benachbarten Landkreisen zu einem Wahlbezirke zu vereinigen“ statt der fakultativen Einrichtung. Jedenfalls bitte er den Minister, von der ihm beigelegten Befugniß möglichst ausgiebigen Gebrauch zu machen.

Minister für Landwirthschaft 2c. von Heyden:

Meine Herren! Der ganze Gesetzentwurf ist aufgebaut von dem Gesichtspunkt der möglisten Freiheit der Betheiligten selber; fo werden die Saßzungen von diesen vorberathen werden, und hierbei wird es Sache der einzelnen Stadtkreise sein, ihren Wünschen Aus- dru> zu geben. Von seiten der Staatsregierung wird dem nicht das geringste Bedenken entgegenstehen. Es haben dann die Provinzial- landtage ihre Entscheidung abzugeben und die Statuten vorzuberathen ; dort wird wiederum den Vertretern der Stadtkreise ausreihende Ge- legenheit gegeben sein, ihre Wünsche zur Geltung zu bringen. Wie gesagt von seiten der Staatsregierung wird in dieser Beziehung keine gegentheilige Einwirkung ausgeübt werden; ih bin vielmehr erböôtig, die Stadtkreise in diesem Sinne anzuregen.

Auf die (in dem Bericht in Nr. 126 d. Bl. mitgetheilte) Interpellation des Rittergutsbesißers von Platen-Venz erwiderte der

Minister für Landwirthchaft 2c. von Heyden:

Meine Herren! In der Interpellation wird an die Staats- regierung die Anfrage gerichtet, ob derselben der Umfang der Be- \chädigungen dur< den Orkan vom 12. Februar bekannt ist und eventuell welche Maßregeln dieselbe zu ergreifen gedenkt, um dem dur< die gedachten Zerstörungen gefchaffenen Nothstande im Gebiete des Kleinbesitzes abzuhelfen.

Meine Herren, Herr von von Zahlen vorgeführt, aber Sie werden mit mir den Ein- dru> empfangen haben, daß, “na<hdem er das Wort „Kleinbesitz*“ erft später in seine Interpellation hineinkorrigiert hat, sein Material zu der Interpellation ni<ht paßt. Sein Material bezieht si auf den Gesammtumfang des Schadens, über den Umfang, er jeßt in der Interpellation allein in Frage steht, hat er feine F< kann das Material, welhes er bezüglich des Gesammtumfanges des Sturmschadens vom 12. Februar bei gebraht hat, ni<t in allen Details kontrolieren. Bezüglich seines engeren Heimathlandes, der vier Neuvorpommerschen Kreise und des Stadtkreises Stralsund, ist es, soweit meine Nachrichten reichen, richtig. Die Staatsregierung hat ihrerseits kein weiteres Material, sie hat NBeranlafsung gehabt, ihrerseits die Unterbehörden um eine Abschäßzung der eingetretenen Schäden zu untersuhen. Daß über- haupt ein erheblicher Schaden dur< den Sturm herbeigeführt ist, darüber besteht ja fein Zweifel bei der Staatsregierung und bei mir gewiß niht, denn i< bin gerade ebenso in der Lage, wie andere Herren im Hause, die Wirkungen des Sturms am eigenen Besiß kennen gelernt zu haben (Zuruf) ; aber, meine Herren, etne andere Frage ift es, ob dur< diesen Sturm, der ja in seinen Haupt- wirkungen ih in den Forsten geltend gemaht hat, ein derartiger Nothstand herbeigeführt ist, daß ein Einschreiten mit Staatsmitteln erforderlih {<eint. Meine Herren, dieses verneint die Staatsregierung. Meine Herren, ob ein Nothstand, wo staatsseitig eingeschritten werden muß, vorliegt, is jedes Mal nah Lage des Falls zu ent- \<heiden. Jmmer kann ein folher nur daun anerkannt werden, wenn es si ni<t um eine geringere oder größere Zahl cinzelner im Lande zerstreuter Besizer handelt, sondern wenn ein ganzer Landestheil durch Unglüdsfall heimgesucht ist, sodaß dadur für weitere Kreise Mißstände in Aussicht stehen und eine ganze Gruppe der Bevölkerung nicht aus eigener Kraft si wieder herausarbeiten kann.

Daun, meine Herren, haben wir seit längerer Zeit Selbst- verwaltung eingeführt. Die Staatsregierung hat seitdem konsequent auf dem Standpunkt gestanden, daß, wenn derartige Nothlagen ein- treten, zunächst die Kreise und weiteren lommunalen Verbände helfend einzuschreiten haben, Aus anderen Landestheilen, wie dem des Herrn SJuterpellauten, ist überhaupt von keiner Behörde an mich irgend eine Anregung exgangen, daß dur diesen Orkan eine derartige Nothlage geschaffen sei, daß Staatsmittel erforderli wären. Allerdings ift aud von dem Vorstande des Bundes der Landwirthe ein entspre<hender Antrag gestellt. I< habe aus diesen beiden Anregungen feine Veranlassung genommen, no< in eine Ermittelung des Schadens n@dhträglih einzutreten, kann aber dem Herrn Zuterpellanten sagen, daß au<h die Behörden in seiner Heimath pon einem allgemeinen Nothstand nihts wissen wollen und denselben

Platen hat ja eine ganze MNeihe

wie Andeutung gemacht.

au feine

I von 8 bis

Dieselben haben den betheiligten Kreisen anheimgegeben, in eine Prüfung einzutreten, die Kreis-Ausschüfsse haben es aber durd<weg abgelehnt, der Sache näher zu treten. -

Der Herr Interpellant hat ausgeführt, es seien Zerstörungen an Wirthschaftsgebäuden, Mühlen und Fischereigeräthen entstanden. Den Schaden an Fischereigeräthen und Schiffen hat er für Rügen auf 3000 M. beziffert. Meine Herren, das is do< fein Objekt, um damit das hohe Haus zu behelligen. Der Schaden an Gebäuden ist ja groß ; wenn Sie aber na< Durchsicht der Listen, die mir vor- liegen, die größeren Besißungen ausscheiden und bloß die fleinen Besitzer aûfnehmen, so s{hrumpft der Schaden im Gesammtbetrage

900 000 Æ für den Megierungsbezirk Sf L E H

Nun darf man s\i< nit verhehlen: welhe Gebäude ftürzen denn vorzugsweise ein? Diejenigen, welhe so wie so s{hle><t sind und eines Neubaues ohnehin in Bâlde bedürfen. Ich gebe gern zu, daß auh neue Gebäude zerstört find, aber hauptsähli<h sind es solche, die baufällig und defekt waren. Im übrigen kommen ja Jahr aus Jahr ein derartige Vorgänge vor und werden Gebäude vom Sturm umgeshmissen, ohne daß man gleih an Staatshilfe denkt. J< erwähnte s{<on, die Staatsregierung erkennt in diesem Falle einen Nothstand, für den Staatsmittel flüssig gemacht werden müssen, ni<t an. Der Herr Interpellant wolle si erinnern, was soll geschehen, oder wohin soll es führen, ‘wenn man bei jedem derartigen Vorkommniß, wo ni<t ganz unzweifelhaft die Grenzen, die ih vorhin bezeichnete, übershritten werden, nah Staatshilfe rufen wollte. Wir haben im vorigen Jahre einen viel größeren Nothstand dur< die Futternoth gehabt. (Sehr richtig!) Da ift die Einwirkung der nächstbetheiligten Verbände in Anspru<h genommen worden, und die Betroffenen haben \si< aus eigener Kraft durch- gearbeitet. Wir haben nah dem Sturm im Februar Forstshäden gehabt. Ich bin noh sehr zweifelhaft, ob niht in weiten Landestheilen viel größerer Schaden dur< den Frost angerichtet ist, den wir in den lezten Wochen gehabt haben (fehr rihtig!); follen wir denn da auch glei ‘mit Staatshilfe eintreten? Jch glaube, es würde gerade die

entschieden verneinen.

Stralsund ganz |

nicht das Verlangen na<h Staatshilfe wachzurufen, fondern demselben entgegen zu treten. Die Staatsregierung bedauert ja mit den Interpellanten den Schaden, der einzelnen Befißern dur den Sturm und dur< Frost zugefügt if aber si< nun wie der Herr Fnterpellant hinzustellen und zu fagen, die Staatsregierung kann doch unmöglih den Standpunkt einnehmen : „den Leuten ift niht mehr zu helfen, also mögen sie untergehen.“ Jh bedaure fehr, daß man ih veranlaßt gesehen hat, eine folhe Stellung der Staats- regierung zu supponieren. Nein, Herr von Platen, wenn der Staat eingreifen soll, muß ein derartig umfangreiher Nothstand vorliegen, wie ih es vorhin ausgeführt habe, fon möge man den Kreis- oder Provinzialverband in Anspruch nehmen. Ist aber in einem einzelnen Falle wirkli<h einmal die Lage eines einzelnen Geschädigten derartig schlimm, daß er au< mit Zuhilfenahme der Provinz oder des Kreis- verbandes oder bei Verweigerung der Hilfe von dieser Seite ih gebe ja zu, man kann sie niht zwingen, etwas zu thun, nicht wieder emporkommen kann, dann ift es immer no< Zeit, im einzelnen Falle zu prüfen, ob ni<t einmal an die Gnade des Allerhöchsten Dispositionsfonds zu appellieren fei.

Im übrigen glaube ih, wird es den Herren genehm fein, wenn ih auf eine allgemeine agrar- und landwirthschaftliche Nothstands- debatte bier nicht eingehe und deshalb diejenigen Ausführungen des Herrn Interpellanten, welhe den allgemeinen landwirthschaftlichen Nothstand, ganz abgesehen von dem Orkan am 12. Februar, zur Dar- stellung bringen sollten, übergehe. Allerdings hatte ich nicht geglaubt, daß der Herr Interpellant so unbefangen sei, um aus den Daten, die er anführte, den Schluß zu ziehen, daß wir im Ueberfluß an Gelde s{wimmen und unsere Mittel nicht zu Rathe zu ziehen hätten. In der Lage befinden wix uns nicht. Allerdings darin stimme ih mit ibm überein, wenn wirkli ein zwingender Nothstand vorliegt, der müssen und können wir au<h die Mittel beschaffen. So ist unsere Finanzlage uicht, daß wir nothwendige und dringende Aufgaben zurück- drängen müßten.

Der Herr Juterpellant hat ferner Bezug genommen auf die jenigen Fälle, wo in früheren Jahren Gelder zur Bekämpfung von Nothständen bewilligt sind Er hâtte nht so weit zurü>greifen brauchen, wie er es gethan hat; uo< im Jahre 1388 sind erhebliche Mittel infolge Ueberschwemmung bewilligt, aber immer handelte es sich nicht um Einzelne, sondern um ganze Gegenden und Distrikte, die in Mitleidenschaft gezogeu waren. Nicht wobl gethan war es, wenn der Herx Zuterpellant hier im preußischen Herrenhause, wo lediglich preußische Angelegenheiten in Frage stehen, wiederum einen Ausfall glaubte dahin machen zu sollen, daß jeyt die Angelegenheiten der Landwirthschaft nicht mit so günstigen Augen und nit mit der Energie vertreten würden, wie es zu Zeiten früherer Notbstände der Fall gewesen fei.

17, Sißung vom 31. Mai 1894, 1 Uhr.

Auf der Tagesordnung steht zunächst der Bericht derx Bud Nremmisi on UDEY ie Finanzlage des reu BtTDén Staats. ,

Die Kommission schlägt folgende Resolution vox:

Das Herrenhaus wolle erklären : „1) Die dauernde Ordnung der Staatsfinanzen verlangt, daß eine feste Abgrenzung der Beiträge Preußens für die Bedürfnisse des Reichs erfol i und daß legteres nit allein für die Aufbringung der für seine Au Ee nothwendigen Mittel aus den thm retGdverfassungêmäßia zustehenden Quellen, sondern au für Ueberweisungen an die Einzelstaaten in einer die Matrikularumlagen übersteigenden Hobe Vorge trägt. 2) Gs ift eine angemessene Schuldentilgung auf gefeßlicher Grundlage zu erskreben. 3) Es ist eine Aenderung des Gefeßes vom 27. Mai 13882 berbei- zuführen, welche die über einen bestimmten Beirag, dinangaenmes Uebershüsse der Staats-Eisenbahnverwaltung der Verwendung für allgemeine Staatsverwaltungszwe>te entzieht.

Aufgabe der Herren sein, die die Interpellation unterzeichnet haben, vielmehr |

auf andere Weise wie dur< Staaishilfe nicht zu beseitigen ist, dann |

Berichterstatter Rittergutsbesißer von Pfuel: Das Haus der Ab- geordneten habe dur die Budgetkommission schriftlichen Bericht über die- selbe Angelegenheit erstatten lassen. Dabei seien die Fragen erörtert worden, ob ein Defizit überhaupt vorhanden sei, ob es nur vorübergehend sei und wieder von felbst vers<hwinden werde, und welche Mittel der Finanz gebahrung des Staats nothwendig seien, um die Finanzen bessern. Der Berichterstatter weist auf das Zahlenmaterial us. wel<es in dem Bericht der Budgetkommission des Abgeordneten- bauses zusammengestellt sei über die zunehmende Schuldenlast des Staats und über die Verhältnisse der Betriebsverwaltungen, namentli der Eisenbahnverwaltung mit ihren teigen Verwaltungsausgaben gegenüber einem Rüdgang der Betriehs- einnahmen. Die Einnahmen Preußens, fährt Redner fort, reichen erade aus, um die laufenden Auégaben zu de>en und die Matrikulax- eiträge an das Reich zu entrihien; aber es fehlt Geid fur die einmaligen Kusgaben; dbeöbalb muß uan tas Desiehei cines Venus anerkennen, und da die Ausgaben des Reichs sh nicht vermindern werden, fo muß für De>ung gesorgt werden dur< Vermehrung der eigenen Einnahmen des Reichs. Denn in Preußen wären mehr Mtttok nur zu beschaffen dur< Zuschläge zu den direkten Staatsfteuern, alfo zur Einkommensteuer; das it aber vollkommen ausges{lofsen. Jm Bereich der preußishen Finanzverwaltung läßt K< eîne Aenderung auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens herbeiführen dur< Aenderung des fogenannten Eisenbahngarantie - Gefeßes, welches jeyt gestattet, die Ueberschüsse der Eisenbahnen zur De>ung allgemeiner Staats- ausgaben zu verwenden. Die s{wankenden Ueberschüffe der Eisenbahn find finanziell fehr bedenkli weil ibnen feste und stetig fteigende Ausgaben gegenüberstehen. VBetauerlt<h ist, im Meichstag die Vorlage über die ander- weitige Ordnung des Finanzwesens des Reichs nicht angenommen wurde; fie hätte die Verhältnisse des Reichs zu den Einzelstaaten reguliert und die Schwankungenÿder Matrikularbeiträge verhindert. Die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses, welche von der Kommission {ließli gebilligt wurden!, fanden in der Kommission anfänglih einige Bedenken in Bezug auf die Fassung und in Bezug auf die Neihenfolge. n hâtte die Frage |<hon früher in der Kommission erörtert, aber damals waren wohl Refolutionen feitens des Referenten aufgestelt, von der Kommission jedo< ni<t angenommen worden. Der Berichterstatter empfiehlt f<ließli< die unveränderte Annahme der Resolutionen; die zweite und fei nur dur<führbar, wenn die erfte durhgeführt worden. Finanz-Minister Dr. Miquel:

hochverehrten Herre ite Königlich +7

S ++ 5 Orte

Meine F preußische Staats« e Finanzverwaltung fann es nur mit begrüßen, wenn dur< die Annahme der ver hohverehrte Herr Berichterstatter sie vor» die beiden Häuser des Landtags dur dem ¡leihlautende Beschlüsse die Finanzpolitik dex namentli die Stellung, die fie eingenommen und deren Wirkung auf Preußen,

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regierung großer Genugthuung

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Finanz im Reich

unterstüßen. Das Werk ist fo s{<wierig und findet fo viele Widerstände auf allen Gebieten, namentlih au na>< den vers schiedenartigen Interessen, nah den einzelnen Ländern und nah den einzelnen Gegenden, daß wir allerdings eine solche entschiedene Unter- stützung des Landtags nicht entbehren können,

Meine Herren, die Frage, um die es fi< hier handelt, ist im Abgeordnetenhause fo ausführlih behandelt, es find mit einem so großen Aufwand von Fleiß und Gründlichkeit die Beweise für die {ließe lichen Grgebnifse, die si in der Refolution ausdrü>ten, beigebradk, die Stellung der Staatsregierung zu diesen ganzen Resolutionen im Abgeordnetenhause ist so ausführli<h motiviert worden, der Herr Berichterstatter hat gleihfalis einen fo gründlichen und: ers<öpfenden f iner fo ausgiebigen Behandlung der

wu in der Presse, in Broschüren,

andlungen des Reichstags kaum nothwendig fein wird, inzugehen. Ich werde cs namentli) auc fo viel

was i< au< für die gegenwärtige Lage der Sache an fi nicht erforderlich halte, den Herren viele ecinzelne Zahlen meisten der hohverehrten Mitglieder dieses

: [ Rnannuollo Gutmtdboilunas unierodä Ha S Hauses haben [a die fnanzieue Entwickelung unseres Landes in den

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V rrtran halton Matt e2â Pi Bortrag gehalten, day es det

ganzen hier vorliegenden Fragen in den Berl auf das Einzelne

wie moguc>) vert NOTZUTTAGgeI Ie

legten Jahren, wenigstens in den. legten 4 bis 5 Jahren. mit erlebt vor Ihnen hat sich die allmählihe rü>läufige Bewegung in den preußischen Finanzverhältnissen vollzogen, bei jeder Etatsberathung baben Sie Gelegenheit gehabt, fi von den Gründen: dieser ride läufigen Bewegung zu unterrichten, und es wird daher faum noths wendig sein, zu sehr auf das Einzelne einzugehen.

Als ih die Ehre hatte, in das Amt des Finanz-Ministers berufen ¿u werden, waren wir in. Preußen no< im Ueberschuß. Das Jahr 1888/89 schloß no<h mit einem erheblichen lebershuß ab, der fd sogar auf über 100 Millionen belief, und ich: fand- no<- die Stimmung vor, Ztaatéregierung als in den beiden Häusern des Lauds preußischen Bevölkerung, daß wix Finanzverhältnifsen uns es fänden und uns jede uns guï nüßlich erscheinende Ausgabe erlauben dürften. Ich habe damals schon bei der ersten Bocieguns des Etats. im 890 davor gewarnt, diese berausgereametes Uebershüfse als dauernde wirthschafstliche Uebershüfße anzufehen. Zt habe sle bezeichnet als rehnungêmäßige. Ich. hade feut dieser Zek mich stetig bemüht, diefer Uebecshäßung unserer Finanzlage fowehl in den Ressorts als aud um Landtage möglidhit entgegenzut TeTent, und ich. habe es. lange über mi; ergehen lassen müsen, day id in dieser Beziehung für einen Pesfimisten erlläürt murde, dann s{ließlih die Thatsachen so gewaltig redeten, daß eim Wider» spruch garnicht, mehr möglich wax und allmählich verstunmiz. Zut meine Herren, stehen wir auf dem Endpunkt, daß wix Us d Lage nun die Schlüsse ziehen follen fomobl im Reid als. in

ih werde darauf no< zurü>fommen daß roiv ganz K uns die Lage. vor Augen halten und. au nun eutschen müssen, wenn wir Patrioten sein wollen, die nota füx die Heilung dieser Uebelstände zu bringen. Während. mix zwei Jahre vorher einen Ueberschuß vou über 100. Millionen

sowobl in der tags, als au in der eigentlich m den, ¡länzenden

und

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| chloß, der preußische Etat bereits im Jahre: 1891/22 mil

Rechaungsdefizit von über 42 Mülliquen, verminderte

' Defizit 1892/98 auf 2% Millionen, wird. in dem Jahre | wie ih im Abgeordnetenhause außeinandergetegt habe, rund 38 Millionen rehnungömäßig fich tellen,

Jahre 1894/% hatten wir ucsprüuglich ein Defizit voa