1894 / 128 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

15. Mai. Kliet\<, Proviantamts-Assist. Mai. Kli ets „Provi mts-Assist. in Trier, nah Spandau

18. Mai. Feger Ober-Roßarzt vom Ulan. Regt. von Kahl Nr. 2, F seinen Antrag mit Pension in n Rubestand

Mai. Be>mann, Ober-R t vom Drag. Regt. v R Es Nr. 11, auf seinen T Pension Ik ven Vör:

Sräns!

Nr. 21 der „Verdöffentlihungen des Kaiserlichen Sesundheitsamts* vom 23. Mai hat folgenden Inhalt : Gesund- heitsftand und Gang der Volkskrankheiten. Zeitweilige Maßregeln

egen Gkolera 2c. Desgl. gegen Fle>typhus. entlihes -Ge- undheitswesen im Regierungsbezirk Stade, 1889/91. Aus dem ahresberiht der Sanitätsbehörde zu Bremen, 1890/92. Aus dem ahrbu< der Medizinalverwaltung in Elsaß-Lothringen, 1893. sundheitsverbältnisse des österreihish - ungarishen Heeres, 189338. Cholera in Jtalien 1893. Gesetzgebung u. |. w. (Deutsches Reich.) Viehseuchen - Nachrichtendienst. (Preußen, Berlin). Meldepfliht der Medizinalpersonen. --- (Regierungsbezirk Posen). Flei|<waaren. (Bayern). Rauschbrand. Hessen, Kreisamt Worms). Krankenkassenmitglieder. (Braun- \{<weig). Apothekergehilfenu. (Walde>). Maul- und Klauenseuche. (Frankreich), Ausübung der Medizin. Gang der Thierseuchen in Belgien, 1. Vierteljahr. Zeitweilige Maßregeln gegen Thierseuchen. (Deutsches Reich). Rechtsprehung. (Landgeriht München 11). <ußmaßregeln gegen Viehseuhen, Verhandlungen von geseß- ebenden Körperschaften. ¿bsreußen). Viehseu<hen. Vermischtes. Deutsches Reich). Viehzählung (Bayern). Krankenversicherung, 892. (Sachsen-Weimar). Fleishbeshau in Weimar, 1893

—æ@ (Italien, Mgilant). Städtische. Lab-sgtorium,. 1890492. .

Wie hentabelle über die Sterbefälle in deutshen Städten mit 40 000 und mehr Einwohnern. Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Erkrankungen in Krankenhäusern deuts<her Großstädte. Desgl. in deutschen Stadt- und Landbezirken. Witterung.

Nr. 22. Inhalt: Gesundheitsstand und Gang der Volks- krankheiten. POtoeilige Maßregeln gegen Cholera 2c. Desgl. gegen Pest. Desgl. gegen Gelbfieber. Statistische Mittheilungen aus dem italienishes Heerwesen. Weitere Mittheilungen aus British-Ostindien. Œeseßgebung u. s. w. (Sachsen.) Aerztliche Hausapotheken und Krankenhausapotheken. (Württemberg.) Maul- und Klauenseuhe. (Oesterreich.) Cholera. (Schweiz, Kanton Zürich.) Zinn-, zink- und bleihaltige Gegenstände. Gang der Thierseuchen in Großbritannièn, 31. Dezember 1893 bis 31. März 1894. Zeitweilige Maßregeln gegen Thierseuhen. (Preuß. NReg.- Bez. Königöberg, Bayern, Hamburg, Schweiz, Frankreih, Groß- britannien, Belgien, Luxemburg.) Rechtsprehung. (Ober-Landes- geriht Nosto>.) Parfümiertes Glycerin zur Beseitigung spröder Haut. Verhandlungen von geseßgebenden Körperschaften, Vereinen, Kon- gressen u. wi Pen) Biehseuchen. (Norwegen.) Etats- entwurf für die Medizinal-Abtheilung. Vermischtes. (Deutsches Reich.) Krankenversiherung der Arbeiter, 1892. Bewegung der Bevölkerung, 1892. Wolentabelle über die Sterbefälle in deutschen Städten mit 40 000 und mehr Einwohnern. Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Erkrankungen in Krankenhäusern deutscher Großstädte. . Desgl. in deutshen Stadt- und Landbezirken. Witterung.

Entscheidungen des Reichs8gerichts.

Die n uns eines Grundstü>s seitens einer Ehefrau an ihren Mann, um ihn dadur< zur Annahme eines Gemeinde- amts zu befähigen, ist, nah einem Urth. des Neichsgerichts, V. Zivil- senats, vom 24. Februar 1894, im Gebiete des Preuß. Allg. Land- re<ts in der Regel nit einem lästigen Vertrage glei zu achten, era gleih jeder anderen Schenkung widerrufli<. Die befrau G., eingetragene Eigenthümerin eines ihr von ihren Eltern überlafsfenen Grundftüds, ließ im Jahre 1874 ihrem Ehemanne, um die Erlangung des Schulzenamts für ihn zu ermöglichen, das Miteigen- thum an dem Grundstü>e auf, worauf er als Miteigenthümer im Grund- buche eingetragen wurde. Demnächst wurde G. zum Ortsschulzen erwählt und bestellt. ehr als siebzehn Jahre später wurde die Ehe der G.’schen Eheleute wegen {hwerer vom Manne gegen die Frau verübter Thät- lihkeiten ges<hieden und der Ehemann als der allein shuldige Theil erklärt. Sees G. klagte fodann gegen den geschiedenen Ehemann auf Zurückgewährung jenes Grundstücks und auf die Einwilligung in die Umschreibung setnes Besiktitels auf ihren Namen, indem sie die im Jahre 1874 gemalte Schenkung wegen Undanks widerrief. Die Klägerin erstritt in beiden Jnstanzen obsieglihe Urtheile, und die Revision des Beklagten wurde vom Reichsgeriht zurückgewiesen, in- dem es begründend ausführte: „Der Berufungsrihter hält den Einwand des Beklagten, daß es si< um eine Schen- kung zu einem Endzwe> handle, die nah $ 1053 Tb. 1 Tit. 11 A. L.-R. einem lästigen Vertrage gleih zu achten sei und darum dem Widerruf nit unterliege, für niht gere<tfertigt. Er führt aus: Der Richter habe bei der Frage nah der Anwendbarkeit des $ 1053 I, 11 A. L.-M. immer zu prüfen, ob der Zwe> der Schenkung den Charakter des wohlthätigen Vertrags entziche, nament- lih wel<hes der beiden Momente, Verpflihtung oder Schenkung, das maßgebende sei. Jm vorliegenden Fall aber könne die ver- sprohene Annahme der Sc<hulzenwürde ni<ht als ein fo wesentlicher Zweek bei der Auflassung angesehen werden, daß sie der lehteren den Charakter der Schenkung zu entziehen vermöhte. Damit \priht der Berufungsrichter aus, daß, wenn überhaupt eine Schenkung zu einem Endzwe> angenommen werden könnte, diese do< nur als ein rein woblthätiges Geschäft an- zusehen sein würde, das der Vorschrift des $ 1056 1 11 A. L.-R. („Zielt die beigefügte Bedingung oder der bestimmte Zwe> ledigli < zum Besten des Beschenkten ab, so kann eine folhe Schenkung leih jeder anderen widerrufen werden.“) unterliege. Ein NRechts- irrthum ist hierin niht erkennbar . . .“ (290/93.)

Ein Kaufmann, welcher neben seinem kaufmännishen Ge- werbe örtli<h davon getrennt ein Schank geschäft betreibt, ist, nah einem Urtbeil des Reichsgerichts, 11. Strafsenats, vom 2. März 1894, in Bezug auf diefen Betrieb nur insoweit zur Buchführun g ver- pflichtet, als ohne eine fol<he eine vollständige Uebersicht seiner Ver- mögenslage ni<ht gewährt werden kann. Ein Waffenhändler betrieb neben dem fkaufmännis< betriebenen Waffenhandel in einem von ihm gepahteten Etablissement ein WMestaurationsgeshäft. Er stellte später seine Zahlungen ein, und wurde wegen ein- ahen Bankerutts verurtheilt, weil er unterlassen hatte,

r sein Restaurationsgeschäft Handelsbücher zu führen. Die Straf- kammer ging hierbei von der Annahme aus, daß der Angeklagte, da er hinfihtlih seines Hauptgeshäfts zur Buhführung verpflichtet war, auch hinfihtlih der Nebengeschäfte, obgleich diese an sich geseßlih eine Bucbführung nit erforderten, dazu verpflichtet war. Auf die Revision des Angeklagten hob das Reihsgericht das erste Urtheil auf, indem es begründend ausführte: „Soweit der Gewerbebetrieb des Angeklagten als Wirth ging, müssen die Bestimmungen des Handelsgeseßbuchs über Handelsbücher außer Anwendung bleiben. Nur soweit der Angeklagte durch die von ihm als Vollkaufmann zu führenden Handelsbücher eine vollständige Uebersicht seiner Vermögenslage zu gewähren hatte und diese Uebersicht ohne Berücksihtigung des in der Schankwirthschaft mit Gewinn oder Verluft arbeitenden Vermögens niht zu gewähren war, mußte er in den Handelsbüchern den Vermögenswerth und die Ergebnisse der Schankwirthschaft ersihtli<h machen. Auf welche Weise dies zu bewirken, ob etwa in den Büchern für den Betrieb der Restauration ein besonderes Konto anzulegen war, is nah den that- sähhlihen Verhältnissen zu beurtheilen.“ (4538/93.,)

Entscheidungen des Ober-Verwaltungsgerichts.

Die Einziehun einer öôffentlihen städtischen Straße, an welcher ein unbebautes, von der Straße durch eine Mauer ohne Eingang abgeschlossenes Grundstü> liegt, welches für absehbare Zeit nicht bebaut werden soll, ohne jedo< in seiner Bebau- barkeit beschränkt zu Fin p LOIwEle ein ehemaliger Begräbnißplaß), kann, nah einem Urtheile des Ober-Verwaltungsgerichts, 1V. Senats, vom 24. ober 1893, nur auf Grund einer Einigung der Stadt- emeinde mit dem betreffenden Grundbesißer erfolgen. Die israelitise emeinde zu rankfurt a. M. grenzt mit ihrem, seit dem Jahre 18 zu Beerdigungen ni<ht mehr benußten, etwa 6 Morgen großen Begräbnißplaßge auf einer Länge von etwa 300 Fuß an die Straße „Hinter der Judenmauer*“, der Pla wär aber von der Ta E eine Mauer abges{hlo}sen, die zur Zeit einen Eingang nicht hat. ie genannte Straße wurde von der Polizeibehörde im Jahre 1892 eingezogen, und der L egräbnißplaßz würde auf der bezeihneten Stre>e von der neuen Straßenflucht (der Stolzestraße) dur< einen in das Eigenthum der Stadtgemeinde fallenden Streifen von 1 bis 14 m Breite abgeschnitten. Die Ver- handlungen zwischen der israelitishen und der Stadtgemeinde wegen Erwerbs jenes s{<malen Streifens seitens der israelitishen Gemeinde waren E da sie si<h ni<ht über den Preis einigen konnten, und die sraelitishe Gemeinde klagte auf Aufhebung des Beschlusses der Polizeibehörde, betr. die Einziehung des erwähnten Theils der traße „Hinter der Judenmauer*. Der Bezirksaus\chuß erkannte auf Abweisung der Klage, das Ober-Verwaltungsgericht da- gegen erkannte na< dem Klageantrage, indem es begründend ausführte : „Die städtischen Straßen sind gerade für den Anbau bestimmt; daher können Baugrundstü>ke, die an eine alte, seit langer Zeit bestehen? städtische Straße grenzen, niht einfah von der Straße dur Kassierung des vor ihnen liegenden Straßentheils abgeschnitten werden ; das ?rsc,Ani v Megel nah ®bèi ihNen® ebensowenig zuläfsig, wie bei bebauten Grundstü>en. Ein derartiges Verfahren läßt si< auch nit dadur re<tfertigen, daß auf diefe Weise eine an si< wünschens- werthe Verbesserung des Straßenzuges errei<ht wird. Liegen die Verhältnisse derart, so bleibt der Stadtgemeinde nur übrig, ih vor Einziehung der Straße mit den betreffenden Ra einern zu einigen und damit einem Widerspruch gegen die beabsichtigte Maßregel vorzubeugen. Hierdurch erledigt sich die Anshauung des Beklagten, wonach es nur auf den gegenwärtig bestehenden thatfächlidhen Zustand ankommen foll ; daß der Plaß zur Zeit unbebaut und von der Skraße durch eine Mauer ohne Oeffnung getrennt ift, entscheidet an sih no< nicht. * Dagegen würde allerdings eine andere Beurtheilung einzutreten haben, wenn das Grundstü>k überhaupt der Bebauung entzogen wäre. Für eine dahin gehende Annahme fehlt es indeß an einem genügenden Anhalt.“ (1V. 39 u. 40.)

_— In einer Verwaltungsklagesahe des Königlichen Polizei- Präsidiums zu B. gegen einen Schankwirth auf Entziehung der Schankkonzession infolge fortgesezter Uebershreitungen der Polizeistunde hat das Ober-Verwaltungsgericht, II1. Senat, dur Urtheil vom 8. März 1894 ausgesprochen, daß die Ueberschreitung der Polizeistunde seitens des Inhabers eines großen Schank- lokals um $ Stunde nicht ohne weiteres als ein genügender Grund zur Konzessionsentziehung wegen Beforgniß, daß er künftig sein Gewerbe zur Förderung der Völlerei mißbrauhen werde, er- ahtet werden fkann. e E r Ot vom Januar 1891 bis März 1893 zweiundzwanzig Mal wegen Ueber- \{reitung der Ke bestraft worden. Wenn au<h die Straf- fälle vom 15. Januar, 21. Mai und 4. August 1891 und 20. Januar 1892 ausscheiden können, weil die Ueberschreitung nur 30 Minuten betragen hat und seine Angabe glaublih erscheint, daß er rechtzeitig a geboten, 30 Minuten aber zur Räumung seines großen ‘otals gebraucht habe, so bleiben noh fo viele Fälle der Verletzung der Gewerbepfsliht, daß die Besorgniß wohlbegründet erschien, er werde auch künftig sein Gewerbe zur Förderung der Völlerei miß- brauchen ($ 53 Gewerbe-Ordnung). (111 304.)

Statistik und Volkswirthschaft.

Der VIII. ordentliche Berufsgenossenschaftstag wird in den Tagen vom 4. bis 6. Juni in Dresden abgehalten werden. Die Verhandlungen werden sich u. a. erstre>en auf die Novelle zu den Unfallversicherungsgeseßen (Referent: Herr Handels- richter Jacob), die Ausarbeitung von Normal-Unfallverhütungsvor- schriften (Referent: Herr Direktor Landmann), die erste Hilfeleistung bei Unfällen (Referent: Herr Baumeister Felisch), die in Berlin er- richteten Unfallstationen (Referent : Herr Direktor Schlesinger), die zur Vermeidung der Doppelzahlung von Renten aus der Unfall- und Invaliditätsversiherung zu treffenden Maßnahmen (Referent: Herr Architekt Rusch), sowie auf die Vertretung der Berufêgenossenschaften nah außen, namentli< in Bezug auf ihre Vermögensverwaltung (Referent: Herr Dr. jur. Lahmann).

| Der Waarenverkehr mit Rußland stellte i< im Monat April 1894, dem ersten Monat nah Inkraft- treten des Handelsvertrags, verglichen mit demselben Monat in den Jahren 1893 und 1892 in den Hauptwaarengattungen, wie folgt : Einfuhr aus Rußland in 100 kg. 1892 Weizen: 163 626; Roggen: 146 899 1893 ; 5 775 ; 4 29 317 1894 u T5. 0972 Ü 256 292. 1892 Hafer: 169; GErite! 33 192 1893 Ä 12H: 70 323 1894 Ï 361 750; L 277/750. 1892. Gebsen : 27889; Mais und Dari: 1433 1893 ¿ 12 499; 2 2 524 1894 ü 74 691 ; 86 986. 1892 Bau-undNußt- Bau- und Nutßholz vor- bolz cob: 101.099; gearbeitet: 92050 1893 Ï 121 592; 4 59 892 1894 i 185 037 ; ú TB-I7L. 1892 Delkuchen: 46 314; Petroleum: 25 480 1893 Y 49 786; s 12 924 1894 u 74 699; L 8 828. 1892 Schmieröle: 16618; Schweine: 2 668 Stück 1893 ; 21 198; z 989 1894 ü 26 740; á 4370 : Ausfuhr na< Nußland in 100 kg. 1892 Roheisen: 4526; E>- und Winkeleisen: 4 307 Bs w 8 959 2; 35 204. 7; Platten und. Vlé(é! 4 596

1893 ä 211 F 894 E 1892 Stabeisen: 16 39 1893 ä 37 503; é 18 915 O R u E 1892 grobe Eisenwaaren: Maschinen (Gußeijen): J; 6 019 7 076; 7 011 1892 Maschinen (Schmied Nähmaschinen: 471 eifen) : 840; 1893 ü 1894

,

1893 i 1894 s

1 508; L 629 3313; 1 368,

Zur Arbeiterbewegung,

In Glauchau is, wie dem „Vorwärts“ berihtet wird, am 30, Mai: ein Strike der Arbeiter in der mechanis<hen Weberei von B äßler u. Co. ausgebrc<hen. Es handelt si<h um Lohnstreitigkeiten.

Wie der „Voss. Ztg.“ aus Braunschweig gemeldet wird,

wollen die Brauereiarbeiter in ihrem Streit gegen die ver- einigten Brauereibesißer nicht G. Eine große Arbeiter- versammlung hat am 31. Mai die Forderungen der infolge des Verrufs von den Brauereien ausgesperrten Arbeiter, deren Zahl d< augenbli>li< auf 335 läuft, darunter 205 Verheirathete mit 368 Kindern, als gere<tfertigt an- erkannt. Die Versammlung erklärte in einer Rejolution: den ihr von seiten der Brauereibesißer aufgedrängten Kampf weiter- zuführen und nit eher e Stugeden, bis ihre Forderungen bewilligt worden seien. Auch erließ die Versammlung einen Aufruf an die gesammte Arbeiterschaft von Braunshweig und Umgebung um kräftige R Lnung in dem Kampf. Die Brauereibesißer * werden demnächst in Berathung darüber treten, wel<e Maßregeln gegenüber dieser Ver- ISeTONs des Kampfes zu treffen seien. us London berichtet die „A. K." unter dem 31. Mai: In den

Schiffsbauhöfen von Hartlepool und vom Tees striken gegen- wärtig 10 000 Arbeiter, nahdem die Bretters äger sich den striken- den Tischlern anges{lossen haben, um eine RoVnetkbbuna von 3 s die arode zu erlangen. Der Schiffsbau der Gegend ruht daher voll- ommen. >

Die Delegirten des zur Konferenz in Carlisle versammelten Bundes der britischen bb) G bes<hlossen am Donnerstag, E Vereine zu einer Auflage im Interesse der \trikenden <ottishen Bergleute aufzufordern. Eine Abordnun foll sih nah Cleveland begeben und den Delegirten der Stadt beistehen, um eine Lohnerhöhung zu erwirken.

Nach Mittheilung des Statistishen Amts der Stadt Berlin find bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 20. Mat bis inkl. 26. Mai cr. zur Anmeldung gekommen : 888 Lebendgeborene, 236 Eheschließungen, 24 Todtgeborene, 580 Sterbefälle. e t N E L E

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagengestellung für Koblen und Koks an der Nuhr und in Obers<lesien. An der Rubr sind am 1. d. M. gestellt 10 709, nicht rechtzeitig ¿mes e Wac F f In ers<lesien sind am 31. v, M. gestellt 2663, nit reht- zeitig gestellt keine Wagen. n 0E

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: Zwangs-Versteigerungen.

Beim K®öniglihen Amtsgericht 1 Berlin standen am

1. Juni die nachbezeihneten Grundstü>ke zur Versteigerung : Wrangelstraße 60a, dem Pianofortefabrikanten F. A. List und dem Kaufmann Richard S chreiber gehörig. Fläche 16,24 a, Nußtungs- werth 17 400 Für das Meistgebot von 230 000 A wurde das Fräulein Arndt, Wrangelstraße 60a, Ersteherin. Schul- traße 77, dem Architekken C. Hahn gehörig. Fläche 7,14 a. s das Meistgebot von 95500 A wurde der Kaufmann J. Munk, Dorotheenstraße 56, Ersteher. Ein gestellt wurde das Verfahren, betreffend das ller’she Grundstück, Neustädtische Kirchstraße 17. ___ Beim Königlichen Amtsgeriht 11 Berlin stand das im Grundbuch von Schöneberg Band 39, Blatt Nr. 1451, auf den Namen des Zimmermeisters Karl Bandmann eingetragene, zu Schöneberg, an der Sedanst raße belegene Grundftü>k zur Bersteige- rung. Fläche 4,88 a. Mindestgebot 16959 A Für das Meistgebot von 60000 A wurde die „Berliner Immobilien - Aktien - Bank“ zu Berlin, Leipzigerstraße 135, Ersteherin.

Berlin, 1. Juni. Amtliche Preisfeststellung für Butter, Käse und Shmalz. Butter: (Preise im Berliner Großhandel zum Wochendurhschnitt per komptant.) per 50 kg. Hof- und Genossenschafts - Butter 1a. 92 #, Ila. 88 A, Ils. —,—, do, abfallende 85 H, Land-, Preußishe 77—80 M Neßbrücher 77—80 4, Pommersche 77—80 4, Polnische 77—80 M, SLeRide Sennbutter —,— A, do. Landbutter —,— X, Schlesishe 77—80 4, Galizishe 73—76 A, Margarine 33— 63 M Käse: Schweizer, Emmenthaler 85—90 #4, Bayerischer 60—68 4, Ost- und Westpreußischer 1a. 68—73 M, do. Ila. 58— 62 M, Holländer 83—88 4, Limburger 35—38 M, Quadrat-Mager- tâse Ta. 20—23. 46, do. Ila. 8—12 A S<hmalz: Prima Western 17 9/9 Tara 4250—43,50 c , reines, in Deutschland raffiniert 49—46 M, do. Berliner Bratenschhmalz 47—48 M Fett, in Ameriîa raffiniert 38—39 #, do. in Deutschland raffiniert 34—35 4 Tendenz: Butter: ruhig. Schmalz: unverändert.

A neuen Aktien der Berlin -Anhaltishen Ma- \<inenbau - Aktien gesellschaft gegen Rückgabe der Quittung über die Einzahlung können jetzt bei der Berliner Handelsgesells<haft in Berlin in Empfang genommen werden.

__— Vom ober s<lesi s{<en Eisen- und Zinkmarkt berichtet die „Schles. Z3tg.": In der Lage des oberschlesishen Eiseimarkts hat sich nihts geändert. Die Hochofenwerke arbeiten mit verstärktem Betriebe, und das frish erblasene Roheisen, sowohl Puddel- wie Gießerei-Noheisen, wird von den Werken s{hlank aufgenommen. Auch in Alteisen hat sih das Geschäft bereits gehoben, und wird datselbe zu besseren Preisen in größeren Quantitäten an die Werke verkauft. Die Walzwerke sind sämmtli re<t stark beschästigt; wenn in leßterer Zeit der (Fingang an Aufträgen auh etwas nachgelassen hat, so sind dieselben dur<h die bereits vorliegenden Schlüsse auf mehrere Monate hinaus gede>t. Für grobes Handels- etsen und für Baueisen is der Begehr gegenwärtig außerordent- lid stark, und au< für Feineisen hat ih die Nachfrage wesentlih gehoben; es kommen täglih re<t bedeutende Sendungen von obigen Walzfabrikaten zur Abfertigung nah Rußland. In gleicher Lage befindet sih das Geschäft in Eisenblehen, von denen besonders eeinblehe nah Nußland stark begehrt werden. Auch für Grobblehe hat sich der Absatz gehoben, nahdem die Kesselshmieden mit An- fertigung von Dampfkesseln besser beschäftigt sind, Die Stahlwerke sind größtentheils mit Anfertigung von Eisenbahnmaterial beschäftigt, und die Maschinenfabriken konnten ihren Betrieb infolge größerer Auf- trâge auf Lieferung von Dampfmaschinen u. \. w. ebenfalls verstärken. Die Eifengießereien sind sämmtlich gut beschäftigt, namentlich die- lentgen, welhe Röhren, Maschinen- und Bauguß herstellen. Eine Preis- erhöhung für Gußwaaren läßt jedo<h die in- wie E Kon- kurrenz niht aufkommen. Vie Lage der Röhrenwalzwerke hat \ih wesentlih gebessert; der Eingang an größeren Bestellungen is von Woche zu Woche gestiegen. Draht- und Nägelwerke find stark be- <ást igt und dur vorliegende Schlüsse für die Sommermonate voll- auf gede>t. Jhre Fabrikate kommen \{lank zur Ablieferung, jedo au hier lassen die Preise no< zu wünschen übrig. Im Zink - ge\<äft is uns eine Aenderung in leßter Woche nit bekannt ge- worden. In Zinkweiß und Zinkstaub is das Geschäft ein regeres, da auch hiervon größere Quantitäten nah Rußland versandt werden.

Eisenwerke Gaggenau. Der Geschäftsbericht für 1893 theilt mit, daß na< Abzug von 46 979 #4 gewöhnlichen Abschreibungen ein Gewinn von 150 462 Æ erzielt wurde. Dagegen betragen die Sonderabschreibungen 222 835 4, sodaß sih ein Verlust von 72 373 M ergiebt, der den gesammten Fehlbetrag auf 481 706 Æ erhöht. Der Waarenumsay stieg 1893 um 247 718 M

Wie dem Geschäftöberiht der Eutin-Lübe>er Eisen- bahn für das Jahr 1893 zu entnehmen i}, betrugen die Gesammt- einnahmen 483 566 A4 gegen 476 915 4 im Vorjahre. Der Personen- verkehr brahte 259 2/9 M, der Güterverkehr 187943 Æ, aus Es Quellen gingen 38 342 # ein. Gegenüber dem Vorjahre ra<hte der Personenverkehr 14962 A mehr, dec Güterverkehr 10 628 M weniger. Die Betriebs-Ausgaben stellten si<h auf 345 813 M, sodaß ein Ueberschuß von 137 752 M verbleibt. Davon gehen zu Rü>klagen in den Erneuerungsfonds 8640 M ab, Linge fommen Zuschüsse von seiten der Sens 53 2560 (A Die Ver- wendung des Ueberschusses geschieht wie fölgt : Zur Verzinsung der

rioritäts-Obligationen 117 986 #4, zur Tilgung der Prioritäts- Wbligationen 22700 Æ, zur Zahlung einer Dividende von 14% an

At —dIO

i itt. A 36 000 Æ, zur Dotierung des oe s A Fr 676 4 2084 M, zue Zahlung der Eisenbahnsteuer , zum Vortrag auf das folgende Jahr 2191 4 ‘Die Nr. 22 des „Gewerbeblatts für das Groß- herzogthum Hessen“, Zeitschrift des Landesgewerbvereins, hat folgenden Inhalt: Zur Nachricht. Heister's Patent-De>enkonstruk- tion. Gipsestri< und Schwamm. Zu unjeren Abbildungen. Verschiedene Mittheilungen. Patente von im S E Le Hessen lebenden Erfindern. Allgemeine Ausstellung für die gesammte Blech- und Metallindustrie zu Leivzig. Literatur. Häuslicher Rathgeber. Die Kunst des Böttchers oder Küfers. Girard Audran?s Ss des mensli<hen Körpers. Die Kalkulation. Darstellende Geometrie für Bauhandwerker. Tagebuch für (Gas- tehniker. Die Wasserleitung im Wohngebäude. Chemish- ean hes Lexikon. Prafktishes Maschinenrehnen. Zeitschrift für nnendekoration. i F Magdeburg, 1. Juni. (W. T. B, Zud>erbericht. Kornzuker exkl, von 92%) 12,35, neue 12,60, Kornzu>er exkl. 88 °/o Rendement 11,80, neue 11,95, Nachprodukte exkl, 75 %/o Rendement 9,2%. Schwächer. Brotraffinade 1. 25,25, Brotraffinade Il. 25,00, Gem. Raffinade mit Faß 25,50, Gem. Melis L, mit Faß —,—. Still. Rohzu>er. 1. Produkt Lransito f. a. B. Hamburg pr. Juni 11,60 bez., 11,624 Br., pr. Juli 11,524 Gd., 11,55 Br., pr. August 11,55 bez. u. Br., pr. Oftober-Dezbr. 11,074 Gd,, 11,124 Br. Ruhig. =— Wochenumsaß im NRohzuckergeschäft 134 000 Ztr. L Cafsel, L Juni: (W. T. B.) Serienziehung der Kur- bessishen 40 Thaler - Loose: 28 71 78 82 171 219 339 341 423 437 470 519 556 581 588 628 636 667 732 911 969 979 1048 1064 1066 1093 1094 1142 1163 1229 1250 1287 1336 1373 1377 1441 1455 1536 1544 1574 1635 1655 1688 1796 1830 1866 1876 2881 1884 1934 1964 198% 1988.292134 2165 2200 2267 2273 9389 2603 2612 2636 2663 2700 2702 2715 2734 2738 2742 2755 9766 2820 2885 2948 2970 3062 3094 3112 3131 3149 3192 3233 3235 3293 3300 3345 3426 3507 3546 3585 3677 3754 3808 3881 3906 3933 3982 4053 4060 4101 4301 4305 4424 4470 4498 4508 4533 4534 4613 4643 4694 4771 4806 4812 4848 4858 4925 4969 4971 5018 5039 5086 5186 5210 5413 5477 5496 5565 5580 5590 5599 5676 5698 5886 5951 5952 6004 6052 6136 6178 6180 6301 6355 6369 6396 6492 6502 6517 6647 6650 6654 6697 6723. Leipzig, 1. Juni. (W. T. B.) Kammzug - Termin- handel. La Plata Grundmuster B. per Juni 3,20 4, þÞer Juli 3,2214 4, per August 3,225 4, ver September 3,29 4, ver Oktober 325 M, per November 3,275 M, per Dezember 3,30 H, per SFanuar 3,30 #4, per Februar 3,30 4, per März 3,325 #, per April 3,323 #Æ, per Mai —,— #4 Umsay 20 000 kg. | Karlsruhe, 1. Juni. (W. T. B) Prämienziehung der Badishen 100 Thaler-Loose: 120000 A Nr. 27546, 24 000 A Nr. 84232, 12000 M Nr. 57323, 4800 M Nr. 27545, je 2400 A Nr. 27715 119001, je 600 46 Nr. 7032 10504 26440 96446 27543 35216 57334 64831 78889 78897 81937 84248 89068 91120 97394 103006 103026 110997 117453 119010. Bremen, 1. Juni, (W. T. B) Raffiniertes Pe- troleum. (Offiziele Notierung der Bremer Petroleum-Börse.) Nuhig. Loko 4,75 Br. Baumwolle. Steigend. Upland middl. loko

96% Javazuc@er loko 14 rubig, Rüben-Rohzu>er loko 114 rubig. Zentrisugal 13}. @Goile- Kupfer 3818/16, per 3 Monat 39.

Liverpool, 1. Iuni. (W. T. B) (Baumwollen- Wochenbericht.) Wochenumsay gegenwärtige Woche 81 000 (vorige Woche 44 000), do. von amerikanis<hen $7 000 (37 000), bo. für E lation 1000 (—), do. für Export 3000 (5000), do. für wirklichen Konfum 63 000 (32 000), do. unmittelb. ex. Schiff 63 000 (60 000) wirkliher Erport 9000 (22 000i Import der Woche 41 000 (55 000), davon amerifanishe 31 000 (38 000), Vorrath 1 610 000 (1 640 d davon amerifariishe 1 363 000 (1 391 000), {wimmend nes R britannien 46 000 (52 000), davon amerifanishe 30 000 4 )),

Manchester, 1: Juni. (W. T. B.) 12r Water Taylor 5, 39r Water Taylor 6}, 20r Water Lik 64, 30r Water Clayton 62, 32r Mo> Brooke 64, 40r Mayoll 7, 40r Medio Wilkinson 74, 32r Warpcops Lees 63, 36r Warpcops Rowland 7, 36r Warpcops Wellington 74, 40r Double Weston 8, 60r Double courante Qualitat 10, 32" 116 Yards 16 K 16 grey Printers aus 32r/46r 150. Steigend.

Glasgow, 1. Juni. (W. T. B) Die Vorräthe von Robeisen in den Stores belaufen g auf 311 600 Tons gegen 337 797 Tons im vorigen Jahre. Die Zahl der im Betrieb befind- lihen Hochöfen beträgt 73 gegen 71 im vorigen Jahre. *

Paris, 1. Juni. (W. T. V.) Der heutige Markt war voll- ständig durch die Steigerung türkisher Werthe absorbiert; in Loosen fanden umfangreiche feste und Prämien?käufe statt; C-Türken weiter haussierend. Mente s<wa< auf Vertheuerung des Reports von 7 bis 19 Centimes. Suez und Bahnaktien matter. Uebriges ruhig.

St. Petersburg, 1. Juni. (W. T. B) Produkten - markt. Talg loko 56,09, pr. August —. Weizen loko 9,75. Noggen loko 6,00. Hafer leo 3.80. Hanf [ko 44,00. Leinsaat loko 13,50. N

Rom, 1. Iuni. (W. T. B.) Nach einem von dem Finanz- Minister Sonnino vorgelegten Gesetzentwurf sollen alle Obligatio- nen von Gesellshaften, wel<he vom Staat garantiert oder sub- ventioniert find, der Kuponsteuer von 2099/9 unterworfen werden, dagegen von der Zirkulations\steuer befreit bleiben. S

Amsterdam, 1. Juni. (W. T. B) Java-Kaffee good ordinary 51. Bankazinn 443. n

New-York, 1. Ium (W. T. B). Vie Borse: berliel dur<hweg in ruhiger Haltung. Der Umsay der Aktien betrug 109 000 Stück.

Weizen eröffnete {wa< und \{wächte si<h na Sas no< weiter ab infolge s<hwacher Kabelberihte und Verläufe des Auslands, sowie auf allgemeine Liquidation und bessere Ernteaussihten. Später trat auf De>kungen der Baissiers Erholung ein. Schluß stetig. Mais <wä<hte si< na<h Eröffnung etwas ab infolge der Mattigkeit des Weizens, sowie auf günstige Ernteautsichten. Der Rückgang wurde theilweise wieder eingeholt. Schluß stetig.

Baumwollen-Wochenbericht. Zufuhren in allen Unions- hâfen 11 000 Ballen, Ausfuhr nah En 21 000 Ballen, Ausfuhr na< dem Kontinent 11 000 Ballen. Vorrath 438 000 Ballen.

Chicago, 1. Juni. (W. T. B.) Weizen fallend einige Zeit na< Eröffnung auf lebhafte Verkäufe und günstiges Wetter, dann

Neapel abgegangen. Der Postdampfer „H. H. Meier“ hat am ens urm ß Ubr Abends, die Reise ‘von o nah thampton ortgesetzt. s Em bur 4; 1, Juni. S T. B.) Daa darge Ee kanishe Padletfahrt- Aktien -Gesells<haft. Der E dampfer „Teutonia“ hat, von New-York kommend, gestern Abend 7 Uhr Scilly e Der Swhnelldampfer „Normannia"

von Hamburg kommend, gestern Abend 11 Uhr in I R eins getroffen. er Postdampfer „Elberfeld“ hat, von New-York kommend, gestern Abend 12 Uhr Lizard passiert. Der Schnelldampfer „Teutonia“ ist, von New-York kommend, heute Abend 7 Uhr in Curhaven eingetroffen. Sie : / 2. Juni. (W. T. B.) Der Postdampfer „Russia" ist, ae as pati fommend, gestern Abend 9 Uhr in Cuxhaven einge- troffen ¡

New-York, 1. Juni. (W. T. B.) Die „Normannia* legte die Reise von Hurstcastle nah hier in 6 Tagen 12 Stunden 41 Minuten zurü>. Es is das bisher die shnellste Fahrt auf der \üdlihen Noute.

Mannigfaltiges.

Der Magistrat hat der „Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, au< dem neugewählten Arbeitsaus\hufse für die Berliner Gewerbeausfstellung 1896 die Verwendung des Treptower Parks und den zuge- sicherten Beitrag von 300000 Æ zu bewilligen. Ferner hat er eine Subkommission von fünf Mitgliedern eingeseßt, welche über die von der Stadtverwaltung noch zu treffenden, im öffentlichen Interesse erforderlihen Verkehrsanla gen berathen soll. Das Königliche Polizei-Präsidium hat dem Magistrat die Anzeige gemacht, do vom 1. Iult ab im Bezirk der 6. Polizeihauptmannschaft (Moabit) der Nahtwachtdienst ni<ht mehr dur<h Nacht- wächter, sondern dur<h Schuymänner wahrgenommen werden wird.

Memel, 1. Juni. Dur<h \{arfen Ostwind wurden, wie man der „Voss. Ztg.“ berichtet, zwei Fischerboote unweit Bernathen vershlagen. Das eine, mit vier Fischern beseßte Boot kenterte; drei Mann ertranken, der vierte rettete si<h auf den Kiel des Bootes und wurde nach einigen Stunden von anderen Fischern aufgenommen. Das zweite vers<hlagene Boot wurde von einem Libauer Dampfer gesuht und gefunden. Die Insassen waren völlig dur<näßt und vor Kälte und Hunger fast erstarct. e

Helgoland, 1. Juni. ,W. T. B." meldet: Heute Nachmittag bra hier ein Feuer aus, welches die hiesige Brauerei und einen aroßen Schuppen gänzli<h in Asche legte. Die Helgoländer freiwillige Feuerwehr griff so thätig ein, daß jede weitere Gefahr abgewendet wurde.

London, 1. Juni. Gestern Abend wurde laut Meldung des „W. T. B.* in der Vorstadt Chelsea ein Mann Namens Fritz Brall wegen des Besitßes von Fals<hmünzer-Geräthen verhaftet. In seiner Wohnung wurden außerdem Schriften anarchistishen Jn- halts, Sprengstoffe, Schwefelsäure und eine elektrishe Batterie gefunden.

384 4. Schmalz. Nuhig. Cudaby 374 „A, Fairbanks 32 4. Spe>. middling loko 34. Wolle. Umsay 116 Ballen.

HDAmbuitd, L Juii, (W. T. D) Köln-Mindener Loose: 446 3088 3254 3732.

Wien, 1. Juni. (W.T. B.) Gewinnziehung der Oester, 150 000 Fl. Ser. 810 Nr. 26, 20 000 Fl. Sér. 2155 Nr. 41, 10000 Fl. Ser. 857 Nr. 76, je Weitere Serien : 1325 1665 1766

reihis<hen 1864er Loose: 5000 FI. Ser. 1930 Nr. 98, Ser. 3968 Nr. 91. 54 183 339 352 580 796 810 857 897 1064 1930 2009 2155 2191 2242 2300 2356 2798 2817 3968,

London, (W. T. B) Stetig.

L. Sun

An der Küste 19 Weizenladungen angeboten.

1. intersfuhung8-Sachen.

2. Anfgebote, Zustellungen u. dergl.

3, Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Berkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5, Berloosung 2c. von Werthpapieren.

Wilcox 374 -, Armour shield 37 9, Nuhig.

Serienziehung der

Wollauktion

Short clear wieder fallend.

Amerikanischen 2980 3174 3377 Bremen, 2. Juni.

Schluß.

O E an L @ 7, Erwerbs- und Se entli ér An ci éV 8. Niederlafsung 2c. von Rechtsanwälten. 4 Q Bank-Ausweise.

lebhafte Neafïtion; später auf unerwartet 0 j Schluß stetig. Mais fallend einige Zeit nah Eröffnung, dann lebhafte Neaktion ; später wieder fallend.

Verkehrs-Anstalten.

Der Schnelldampfer „Dubbeldam“ der Niederländis<h- Dampfschiffahrts- Gesellschaft 31. Mai in New-York angekommen.

(W. T. V) 9 Der Schnelldampfer „Trave“, am 22. Mai von Bremen und am 23. Mai von Southampton abgegangen, is am 31. Mai, 10 Uhr Vormittags, in New-York angekommen. \<weig“ ist am 31. Mai, 4 Uhr Nachmittags, von New-York nach

ungünstige Kabelberichte / Lerida,

ist am

Norddeutscher Lloyd. eine Höhe

Der Postdampfer „Braun -

1. Juni. „W. T B.° meldet: G 3 Berges Nargo stürzte auf das Dorf Esplabuis ab, wobei 14 Personen getödtet und mehrere verwundet wurden.

Ein Theil des

Kamerun. Vom 24. Februar bis 10. März hat der stell- vertretende Gouverneur von Kamerun in Begleitung des Regierungs- arztes Dr. Plehn und des Konsuls Spengler aus Sao Thomé etne Besteigung des Kamerungebirges ausgeführt, bei welcher die Dörfer Boana, Soppo, Buea, Mapanya und Bonjongo besucht und von 10000 Fuß erreiht wurde. Gipfels wurde dur< Erkrankung mehrerer Träger unter dem Einfluß der niedrigen Temperatur verhindert.

Die Besteigung des

Kommandit-Ge ellshaften auf Aktien a. Aktien-Gesells>@.

irths{<afts-Genofsenschaften. -

0. Verschiedene Bekanntmachungen.

t nl

1) Untersuhungs-Sachen.

[15017] Oeffentliche Bekanntmachung.

Am 28. Mai 1894 ift in das hiesige Amtsgerichts- gefängniß ein wegen Bettelns verhafteter unbekannter Mann eingeliefert worden.

Der Eingelieferte ist ohne Legitimationspapiere. Er stellt si< taubstumm, sodaß etne Auskunft über Person und Wohnort oder leßten Aufenthaltsort nit zu erlangen ist. Der Umstand, daß der Unbe- kannte Anstaltskleider, wie sie untenstehend näher be- zeihnet, trägt, welche sämmtlih mit dem Stempel L. A. H. 55. versehen sind, und andre Thatsachen deuten darauf hin, daß der Mann aus einer öffent- lien Arbeitsänstalt entwichen is. Um s\{<leunige Auskunft über Person und bisherigen Aufenthaltsort des Unbekannten wird ersucht.

Schleusingen, den 30. Mai 1894.

Königliches Amtsgeriht. Abtheiluny 11. Schmidt. : Signalement :

Aeußere Gestalt: Größe 1 m 71 cm, Haare, Form: halblang, Farbe: dunkelblond, Stirn: fla, Augen- brauen : dunkelblond, Augen: blau, Nase: spit, Mund: gewöhnli, Zähne: gut, Bart: s{warzer Schnurr- und Backenbart, ausrasiertes Kinn, Kinn: rund, Gesicht: länglißh, Gesichtsfarbe: gesund, Gestalt: \{lank; Füße, Hände: normal. Besondere Zeichen: die Nase i} etwas nah re<ts gebogen. Kleider: L. A. U. 55 gestempelt, Linksseitiger Leisten- bruh. Kleidung. Ro>k: dunkles Jaquet, Jae: grauwollene Ja>ke, Weste: alte graue Weste, Hosen: graue Hose wie Ja>ke —, Halstuh: 1 grau- wollenes und 1 s{hwarz halbseidenes, Shuhe: Schnür- {uhe Sohlenränder mit Nägeln beschlagen —, Strümpfe: weißwollene gestri>kte, Hut: 1 alten graufeidenen und 1 weicher dunkelblauer alter Filzhut, Hemde: 1 weißleinenes.

Schleusingen, den 28. Mai 1894,

Königliches Amtsgericht. Abtheilung II1. Suctbh

[15016] K. Staatsanwaltschaft Ulm.

Die abwesenden Wehrpflichtigen : : 1) Johann Baptist Abele, geboren am 2. Juni 1873 zu Böhmenkirh, O.-A. Geislingen, zuletzt daselbst wohnhaft gewesen,

2) Georg Böhringer, geboren am 30. August 1873 zu Langenau, O.-A. Ulm, zuleßt zu Ulm wohn- haft gewesen,

3) Johann Christian Brenner, geboren am 27. September 1871 zu Boll, O.-A. Göppingen, zuleyt daselbst wobnbast gewesen,

4) Johann Jakob Buk, geboren am 27, April

1871 zu Nabern, O.-A. Kirchheim, zuleßt zu Kirch- heim u. T. wohnhaft gewesen,

5) Johann Gottfried Deininger, geboren am 13. Mai 1871 zu Weilbeim, O.-A. Kirchheim, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

6) Adolf Wilhelm Dörr, geboren am 13. De- zember 1869 zu Kuchen, O.-A. Geislingen, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

7) Johannes Eberhardt, geboren am 13. August 1871 zu Schlath, O.-A. Göppingen, zuletzt daselbst wohnhaft gewesen,

8) Georg Gustav von Eiff, geboren am 23. Juni 1871 zu Göppingen, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

9) Johannes Frey, geboren am 2. März 1871 zu Börtlingen, O.-A. Göppingen, zuleßt zu Göppingen wohnhaft gewesen,

10) Gustav Karl Adolf Fuchs, geboren am 9, Mai 1873 zu Ulm, zuleßt daselbst wohnhaft

gewesen,

11) Gustav Josef Geiselhardt, geboren am 10. Juli 1871 zu Ulm, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

12) Karl Hafner, geboren am 21. Februar 1871 zu Schlath, D.-A. Göppingen, zuleßt zu Ebersbach desselben Oberamts wohnhaft gewesen,

13) Konrad Henseler, geboren am 29. Januar 1873 zu Kuchen, O.-A. Geislingen, zuleßt zu Alten- stadt desfelben Oberamts wobnbaft gewesen,

14) Anton Hetel, geboren am 6. Juli 1871 zu Salach, O.-A. Göppingen, zuleßt daselbs wohnhaft gewesen,

15) Johann David Hink, geboren am 3. August 1871 zu Gutenberg, O.-A. Kirchheim, zuletzt daselbst wohnhaft gewesen,

16) Ernst Hofele, geboren am 12. März 1873 zu Westerheim, O.-A. Geislingen, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

17) Julius Kolb, geboren am 9. Januar 1871 zu Böhmenkirh, O.-A. Geislingen, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

18) Josef Kolb, geboren am 22. Januar 1873 zu “it bypvliei U O.-A. Geislingen, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen, :

19) Vinzenz Krauß, geboren am 7. April 1871 zu Böhmenkirh, O.-A. Geislingen, zuleyt daselbst wohnhaft gewesen, '

20), Johann Wilhelm Kreeb, geboren am 18. April 1871 zu Bünzwangen, O.-A. Göppingen, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

21) Johann Georg Krifler, geboren am 13. No- vember 1871 gu Weilheim, O.-A. Kirchheim, zuleßt daselbs wohnhaft gewesen

22) Ulrih Leber, geboren am 20, März 1873 zu Aufhausen, O.-A. Geislingen, zuleyt daselbst wohnhaft gewesen,

23) Johannes Lude, geboren am 14. Mai 1871

zu Schopflo<h, O.-A. Göppingen, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

24) Johannes Jakob Karl Lutz, geboren am 13. Januar 1871 zu Bartenbah, O.-A. Göppingen, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

25) Ernst Friedri Gustav Maier, geboren am 20. März 1871 zu Kir<heim u. T., zuleßt daselbst wohnhaft gewesen,

26) Iohann Christian Mohr, geboren am 4. Fe- bruax 1871 zu Ebersba<, O.-A. Göppingen, zuletzt daselbst wohnhaft gewesen,

27) Ludwig Michael Mutscheler, geboren am 26. Juli 1873 zu Ulm, zuleßt daselbs wohnhaft ge- wesen, i

28) Friedri<h Neumeister, geboren am 5. Juni 1871 zu Herrlingen, O.-A. Blaubeuren, zuleßt da- selbs wohnhaft gewesen,

29) Wilhelm Reich, geboren am 29, August 1873 zu Schemmerberg, O.-A. Biberach, zuleßt zu Laup- heim wohnhaft gewesen,

30) Albert Eugen Rehm, geboren am 8. Sep- tember 1873 zu Reutlingen, zuleßt zu Göppingen wohnhaft gewesen,

31) Sobann Georg Röscheifsen, geboren am 5. März 1871 zu Gerhausen, „A. Blaubeuren, zulegt daselbst wohnhaft gewesen, 4

32) Karl Christian Ruoß, geboren am 14. Januar 1871 zu Schlierbah, O.-A. Göppingen, zuleßt da- selbs wohnhaft gewesen, l i

33) Karl Anton Schäffler, geboren am 13. Mai 1867 zu Großeislingen, O.-A. Göppingen, zuleßt zu Ehingen wohnhaft gewesen, L

34) Georg Scheffold, geboren am 3. Mai 1873 zu Obersulmetingen, O.-A. Bibera<, zuleßt zu D Geineiabe Burgrieden, O.-A. Laupheim, wohnhaft gewesen,

35) Johannes Scheufele, geboren am 9. Januar 1871 zu Weilheim, O.-A. Kirchheim, zuletzt daselbst wohnhaft gewesen, :

36) Julius Albert Schmid, geboren am 29. Juni 1871 zu Göppingen, zuleßt daselbst wohnhaft ge- wesen, 4

37) Robert Schubauer, geboren am 27. März 1872 zu Burgstall, O.-A. Marbach, zulegt zu Gauingen, O-A. Münsingen, wohnhaft gewesen,

38) Georg Friedri vit b B geboren am 2. August 1871 zu Weilheim, O.-A. Kirchheim, zu- letzt daselbst wohnhart gewesen,

39) Karl August Ste>, geboren am 25. November 1871 zu Bissingen, O.-A. Kirchheim, zuleßt zu Kirchheim wohnhaft gewesen,

40) Karl Christian Strauft, geboren am 1. fe: bruar 1871 zu Kirchheim u. T., zuleßt daselbst wohn- haft gewesen,

41) Wilhelm Albert Süfter, geboren am 11. No- vember 1871 zu Göppingen, zuleßt daselbst wohnhaft gewesen.

42) Gustav Adolf Trefz, geboren am 5. Januar 1871 zu Ditingen, O.-A. Leonberg, zuleßt in Göp* pingen wohnhaft gewesen,

43) Johann Georg Vöhringer, geboren am 5. April 1873 zu Wiesensteig, O.-A. Geißlingen, zuleßt daselbs wohnhaft gewesen,

44) Christian Wahl, geboren am 6. Mai 1871 zu Uhingen, O.-A. Göppingen, zuleßt daselbst wohn- haft gewesen,

45) Hubert Ludwig Karl Wolf, geboren am 21. Mai 1871 zu Hochdorf, O.-A. Kirchheim, zuletzt zu Kirchheim wohnhaft gewesen, i :

werden bes{huldigt, als Wehrpflichtige in der Absicht, sih dem Eintritte in den Dienst des stehen- den Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Er- laubniß das Bundesgebiet gerlalien oder nah erreichtem militärpflihtigen Alter < außerhalb des Bundesgebiets aufgehalten zu haben, Vergehen gegen 8140 Absay 1 Nr. 1 Str.-G.-B. Dieselben werden auf Samêtag, den 22. September 1894, Vormittags 9 Uhr, vor die 1. Strafkammer des K. Landgerichts Ulm zur Hauptverhandlung garen. Bei unents{huldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nah $ 472 der Strafprozeßordnung von den zuständigen Kontrolbehörden über dié der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erklärungen verurtheilt werden. |

Durch Beschluß der Strafkammer 11 des K. Land- erihts dahier vom 27. April 1894 i} das im Deutschen Reich befindlihe Vermögen der E digten, bezüglich derjenigen zu Ziffer 5, 17, 18, 25, 30 und 41 soweit die bereits bekannt gegebene Be- s{lagnahme bezw. Pfändung der einzelnen Vermögens- \tü>ke niht zureichen würde oder ni<ht dur<führbar wäre, zur De>kung der dieselben möglicherweise tref fenden höhsten Geldstrafe und der Kosten des Ver- fahrens je bis zum Betrage von 1000 # mit Beschlag belegt worden.

Den 26. Mai 1894, /

H.-Staatsanwalt (Unterschrift).

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl. |

[15037] wagte Sgr Im Wege der Zwangsvollstre>ung foll das im Grundbuche von der Königstadt Band 9% Blatt Nr. 4723 auf den Namen des Maurermeisters L Klein eingetragene, Hoftestrate 4 belegene rundstü> am 23. Juli 1894, Vo ags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht

an Ge- rihts\telle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Eing | C Saal 40, versteigert werden. "as