1894 / 135 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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e T - Aibeitee bie Verrusderklärung aufbeben, die Aus-

perrten wieder u eTaRimes werden, sfoweit ihre Stellen zwischen ni<ht {on beseßt worden sind. Die Brauereibesizer fönnen in ihrem Widerstand gegen die Verrufserkläcrung um fo

mehr verharren, als auf Anregung des Vereins Braunschweiger

Brauereien die Gründung einer Schußgenossenshaft gegen Boykott durch den (ag mg norddeutschen Brausteuerbezirk im Werke ist und vermuthlich hon in den nä<hsten Tagen durchgeführt sein wird. Der Zuzug auswärtiger Brauer für die offfenen Stellen wird immer

ärt Der „Köln. M wird aus Braunschweig berichtet : Eine sozialdemokratische aurerversammlung hat beschlossen, falls bis zum 16. Juni die Forderung von 42 L Sn ueihea ohn nicht bewilligt werde, zunächst über die Bauten von 3 Maurermeiftern die Sperre zu verhängen. !

Hier in Berlin hat nach einem Bericht der „Voss. Ztg.“ der Verein der Berliner Gastwirthe, der etwa 1400 Mitglieder zählt, E Bierboykott Stellung genommen. Die sehr zahlreih besuchte

ersammlung nahm einstimmig folgende, vom Vorstand empfohlene

Erklärung an: Der Verein der Berliner Gastwirthe richtet an die Berliner Industriellen und an die gesammte wohlgesinnte Berliner Einwohnerschaft die dringende Bitte, sich den Bestrebungen der Ber- liner Brauereien und der Umgegend, sowie denen der Berliner Gasi- wirthe in dem gegenwärtigen Bierboykott anzuschließen, um dem durch nihts zu rechtfertigenden und gegen alles Péstehende Recht verstoßenden Boykott ein Ende zu mans dur den nit etwa eine Brauerei oder ein Gastwirth, sondern eine unberehenbare Zahl von Familien ins Unglü> gestürzt werden.

Im Londoner Droschkenkutsher-Ausstand hat der Minister des Innern Asquith nunmehr die s{hwierige und undank- bare Aufgabe übernommen, zwischen Fuhrwerksbesißern und Kutschern zu vermitteln. Die Parlamentsabgeordneten John Burns und Lough haben, wie berihtet wird, den Vertrag namens der Kutscher Mrtécitieben, Aber der Minister foll kein Schiedsrichter lea sondern nur versöhnen und einigen. Jede Partei soll fe<s bis zehn Abgeordnete in den Einigungsrath senden, dessen Vorsißender der Minister ist. Die ergleihsverhandlungen haben am Donnerstag begonnen. Vorher hatten si< die Abgeordneten beider Parteien versammelt, um die Grundlage für die Versöhnung zu finden. In der Vorberathung führte John Burns den Vorsiß. uhrherren und Kutscher schienen beide des langen Kriegs müde zn sein. Die Mee wollen tägli<h 12 Shill. 10 Pence durdscnittli< für Miethe von Pferd und Wagen haben und die Leute wollen nur 11 Sh. 6 Pence zahlen. Unter diesen Um- ständen kam es, da feine Partei nahgeben wollte, zu keiner Einigung. Da E wollte am Freitag feine Vermittelungsversuche weiter ortseßen.

__ Aus Turin wird der „Voss. Ztg." telegraphiert : Die „Gazzetta piemontese“ bringt ernste Nachrichten aus den Shwefeldistrikten Sizilien s. Junfolge der Schließung von zahlreihen Schwefelquellen und infolge der großen Arbeiterzahl sind die Löbne derart herabgedrüdkt,

daß 3000 Arbeiter in Caltanisetta am Donnerstag die Arbeit eucitendn. Die Eigenthümer drohen, am Montag die Gruben zu [8 ießen, falls der Ausftand andauert. Es würden dann 8000 Per- onen brodlos werden. :

Wie die Londoner „A. K.“ mittheilt, haben die schottischen Kohlengrubenarbeiter si<h in namentlicher Abstimmung mit 96 500 gegen 16 000 Stimmen zu Gunsten des Beginns eines Strikes entshieden. Heute sollte gekündigt werden, und vom 24. d. M, ab ruhen die Zechen.

Literatur.

Reis ebücher.

Im Verlage von Alexius S EES (Berlin SW., Kleinbeeren-

straße 26) ershien „Die Ostsee id von Kolberg bis

eiligendamm und Rügen, ein Führer für Wanderfreunde und

adegäste“, mit 23 farbigen Karten, bearbeitet von Dr. B. Graupe. (Pr. 2 4) Dieser von dem Mitverfasser des bereits besprochenen trefflichen „Wanderhuhs für die Mark Brandenburg“ bearbeitete Führer berüd>sihtigt Ebe die Bedürfnisse des Badegastes und die des Touristen. er Stoff ist kurzgefaßt und übersichtlih ge- ordnet. Besondere Sorgfalt ist den Verkehrsmitteln und der Wege- beschreibung zu theil geworden, die dur< eine große Zahl gut aus- geführter farbiger Karten erläutert wird. Die Sehenswürdigkeiten und geshi<tli< merkwürdigen Oertlichkeiten sind gebührend berü>sichtigt. Die Beschreibungen der Bäder aber geben alle erwünschte Auskunft über Dra enheiten, Lage und Hg n, D und Restaurants,

äder, Arzt, Kurtaxe 2c. Die kleinen Bäder, die von weniger Be- mittelten gern gewählt werden, haben eine besonders ausführliche Behand- lung gefunden. In Sonderausgaben find folgende Theile des Buchs erschienen: „Stettin und die Ostseebäder auf Wollin und Usedom“ (Dievenow, Miédroy, Swinemünde, Ahlbe>, Heringsdorf, Boy mit 10 farbigen Karten. (Preis 1 A) „Greifs- wald, Stralsund und Nügen“, mit 10 farbigen Karten. (Preis 1 M) Das Buch dürfte allen denen, welche an der Ostsee thren Sommeraufenthalt zu nehmen gedenken oder einen Ausflug dorthin machen, als Rathgeber nüyßlihe Dienste leisten. -

Borkum. Kleines Taschenbu<h für Badegäste. Jahrgang 1894. Preis 60 4. Emden und Borkum, W. Haynel. L Be- sucher des Bades und der Insel ein nüßlihes Handbuch in Taschen- format mit allem, was zur Orientierung nöthig ist.

Unterhaltung.

Die am 9. Juni im Verlag von I. I. Weber in Leipzig er- \<ienene Nr. 2658 der JIllustrierten Zeitung“ enthält folgende Abbildungen: Fürst Karl Günther und Fürstin Marie von Schwarzburg-Sondershausen. Karten der Zuidersee in den Nieder- landen. Die Enthüllung des Denkmals Kaiser Alexander I1. von Nußland in Helsingfors. Heinrih von Reder, Die Jahn- Erinnerungs-Turnhalle in Freiburg a. d. U. Erbaut von Architekt Georg Weidenbah in Leipzig. Gottfried August Bürger. Aus

der Ausstellung „Italien in Berlin": Scene vom Canale Grande, Originalzeihnung von Werner Zehme. (Doppelfeitig.) Kampf ums Dasein. Nach der Natur gezeihnet von W. Gräbhein. Marie Sophie Schwarß, + am 7. Mai. Der am 3. Juni eingeweihte Monumentalbrunnen auf dem Plate vor dem Residenzshloß in Würz- burg. Nach dem Entwurf von Professor Ferd. von Miller. Leben und Treiben auf den Steppen und in den Saladeros Süd-Amecrikas. Zehn Abbildungen. Moden.

Handel und Gewerbe.

Wien, 9. Juni. (W. T. B.) Infolge des Erlasses deg Handels -Ministers bes<hloß die Kammer der Produktenbörse, den Saatenmarkt in Wien am 11. August abzuhalten.

De: 9 Sul (L L.) Mena t Weizen et ver uni 683 Od, 690 Br pr. Gerbit 7,11 Gd 7,13 Br. Roggen pr. Herbst 5,46 Gd., 5,47 Br., Hafer pr. Herbst 5,76 Gd., 5,78 Br. Mais pr. Juni 4,78 Gd., 4,75 Br., pr. Suli-August 4,81 Gd., 4,82 Br. Kohlraps pr. August-September 10,10—10,20.

London, 9. Juni. (W. T. B.) An der Küste 8 Weizen- ladungen angeboten, i s a Favazuclkex loko 14 stetig, Nüben-RohzudLer loko

etig.

Glasgow, 9. Juni. (W. L D) De Vorräthe von Roheisen in den Stores belaufen sih auf 311 415 Tons gegen 337 324 Tons im vorigen Jahre. Die Zahl ver im Vetrieb befind- liten Hochöfen beträgt 73 gegen 72 im vorigen Jahre.

Zürich, 9. Juni, (W. L. B.) Der Berwaltüngsrath der Schweizer Nordostbahn hat die Dividende der Prioritäts- und Stammaktien für 1893 auf 5,6 9% glei<h 28 Fr. festgeseßt und den Nest des Gewinnes von 723 000 Fr. auf neue Rechnung vorgetragen.

Amster cam, 9. Juni. (W. T. B.) Jaya- Kaffee good ordinary 51. Bankazinn 443. ;

New-York, 9. Juni. (W. T. B.) Die Börse eröffnete in träger Haltung; im weiteren Verlauf gaben die Kurse eiwas nach; der Schluß war träge. Der Umsaß der Aktien betrug 66 000 Stück.

Weizen eröffnete {wa< auf umfangreiche Realisierungen der E und auf das Eintreten des sehr nothwendigen Regens, owie auf reihli<he Abgaben. Später trat auf Käufe für europäische Rechnung eine Erholung ein. Schluß ruhig. Mais niedriger entsprehend der Mattigkeit des Weizens, sowie auf günstiges Wetter. Schluß willig. :

Der Werth der in der vergangenen Wode eingeführten W aaren betrug 6 630 238 Dollars gegen 8 728 584 Dollars in der Vorwoche, davon für Stoffe 867 242 Dollars gegen 1 218 591 Dollars in der Vorwoche. : E

Chicago, 9. Juni. (W. T. B.) Weizen niedriger infolge des Regierungsberichts, sowie auf günstiges Wetter. Schluß willig. Mais niedriger infolge günstiger Witterung. Schluß willig.

1. Untersuhungs-Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl.

3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Deffentlicher Anzeiger.

6. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u Aktien-Gefellsch. 7. Erwerbs- und Wirthschafts-Genofsenschaften. 8. Niederlassung 2c. von Rehtsanwälten.

9. Bank-Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Untersu<hungs-Sachen.

[15552] Steckbrief.

des Häuslers Simon Gonschior aus Trzenschin | [15271] wird mit Beschla Der Beschluß ist außer der Bekanntmachung durch

den „Deutschen Reichs-Anzeiger“ au dur<h das | Urkunde:

Aufgebot.

das Aufgebot diejer Urkunden beantragt, und wer-

belegt. Nachdem der Schäfer Gustav Hoier aus Klein- | den demzufolge die Inhaber der leßteren hierdurh

Vahlberg den Verlust der nachstehend bezeichneten | aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag, den

22, Januar 1895, Vormittags {0 Uhr, vor

Gegen den unten beschriebenen Kaufmann Ludwig Löschhorn von Wiesbaden, welcher flüchtig ist, ist die Untersuhungshaft wegen Nahmachung von Aktien verhängt. Es wird ersucht, den}elben zu verhaften und in das Landgerichts-Gefängniß zu Wiesbaden abzuliefern.

Wiesbaden, den 31. Mai 1894.

Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgericht. (Unterschrift.) i

Beschreibung: Alter 46 Jahre, Haare dunkel- braun, Augenbrauen dunkel, Augen dunkelbraun, Nase spiß, Gesicht hager, Gesichtsfarbe blaß.

[16952] Steckbrief.

Gegen den Steinschläger Friedrih August Ba- insfy, geb. am 11. Februar 1877 im Kreise Fisch- ausen, welcher si< verborgen hält, foll eine dur Strafbefehl des Königlichen Amtsgerichts zu Massow vom 4. Januar 1894 erkannte Gefängnißstrafe von se<8s Monaten vollstre>t werden. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Zentralgefängniß zu Gollnow abzuliefern.

Massow, den 5. Juni 1894.

Königliches Amtsgericht.

[169537

Durch die rehtskräftigen Strafbefehle des König- lichen Amtsgerichts in Massow vom 4. Januar 1894 sind die nachbenannten Personen :

1) der Steinfchläger Karl Gustav Blei, ge- boren am 2. Januar 1876 in Neumark in

__ Westpreußen,

2) der Steinschläger Nudolf Johann Greinke, (eporen am 18. März 1873 in Barkoro, Kreis Köélin,

wegen Forstdiebstabls zu einer Geldstrafe von je 1875 6 (buchstäblich : Eintausendachthundertfünfund- siebenzig Mark), event. zu einer Gefängnißstrafe von je 6 Monaten, sowie zu einem Werthersaßz von je 375 4 (buchstäbli<h : Dreihundertfünfundsiebenzig Mark verurtheilt worden.

Der Aufenthalt der Angeklagten ist unbekannt.

Wir ersuchen, gegen die Genannten die gedachten Strafen im Betretungsfalle zu vollstre>en und uns Nachricht von der Vollstre>ung zu den Akten A. 7. 93 zu geben. Geldstrafe und Werthersay gebühren dem Gutsbesißer Shumann in Daarz.

Massow, den 28. Mai 1894.

Königliches Amtsgericht.

[16799] - Bekanutmachung.

Das unterm 30. August 1892 hinten dem Reisenden Felix Pinner aus Berlin in den Akten M1 95, 91. erlassene „Offene Strafvollstrekungsersuchen® wird hierdur< erneuert. ; /

Potsdam, den 5. Juni 1894.

Königliche Staatsanwaltschaft.

[16342]

Beschluß. VIn der Voruntersuhungssache wider den Häusler .

Simon Gonschior aus Trzenschin, welcher dringend Spur N in der Nacht zum d, Februar 1894 zu Lugnian-Massow vorsäßlih dur< Anwendung von Sprengstoffen Gefahr für das Eigenthum, die Gesund- heit und das Leben des Hausbesißers Langosch und des Forstaufsehers Dirbah herbeigeführt zu haben, wird, da der Angeschuldigte aus dem Amtsgefängniß gigen u flüchtig geworden ift, auf den Antra der Königlihen Staatsanwalts, as und Renn SS 332, 333 Strafprozeßordnung beschlossen :

Das im Deutschen Neiche befindliche Vermögen

Kreisblatt für Oppeln zu veröffentlichen. Oppeln, den 26. Mai 1894. Königliches Landgericht. Strafkammer 111. Wolff. Colin v. Hérmensdor f}.

[15018] Beschluß.

Sn der Untersuhungssache gegen den als Deserteur zu vermuthenden, vom Bezirks-Kommando zu Re>klinghausen entwichenen Rekruten Johann Szymanski wird auf Antrag des Königlichen Gerichts der 13. Division zu Münster vom 15. Mai 1894 auf Grund der $8 245 und 246 der Militär-Straf- gerichtsordnung vom 3. April 1845 das im hiesigen Gerichtsbezirke befindlihe Vermögen des Rekruten SFohann Szymanski, insbesondere sein im Grund- buche des dem Wirth Adam Sokolies aus Malga gehörigen Grundstü>s Malga Nr. 2 eingetragenes Vatererbtheil von 500, auf Höhe von 3000 drel- tausend Mark zu Gunsten des Königlich Preu- ßishen Fiskus im Wege des dinglichen Arrestes mit Beschlag belegt.

Neidenburg, den 28. Mai 1894.

Königliches Amtsgericht. Ulbrich.

R O S E P E E R E E B S vi T

9) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[65420] Bekanntmachung.

Auf Antrag der verwittweten Frau Henriette Nohr, geb. Gerlach, zu Lauban, vertreten durch den Rechtsanwalt Hoffmeister daselbst, werden die In- haber folgender angeblih verloren gegangener Obli- gationen des eum Oberlausitz, Königl. preußishen Antheils: Serie II. Litt. B. Nr. 4410 über 590 Thlx, = 150 #4, Serie 111. Ltt, C. Nr. 0047 und Nr. 0829 über je 25 Thlr., zusammen über 50 Thlr. = 150 4, aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin Dienstag, am 4. September 1894, Vorm, 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer 55, ihre Nehte anzumelden und die betreffenden Obligationen vorzulegen, widrigenfalls dieselben für kraftlos werden erklärt werden.

Görliß, den 31. Januar 1894.

Königliches Amtsgericht.

[16875] Aufgebot.

Die Deutsche Bank in Berlin, vertreten dur< den Rechtsanwalt Dr. jur. Schul daselbst, hat das Aufgebot beantragt zur Kraftloserklärung der Obli- gation der 3 9% Manu Gen Prämien- Anleihe von 1866, Serie 1216, Nr. 8, groß 50 Thalec Kurant, nebst Talons und Kupons von 1894 bis 1896. :

Der- Inhaber der Urkunden wird daher aufgefordert, seine Rechte bei der Gere Grelerel des unter- zeichneten Amtsgerichts, Poststraße 19, 11. Sto, Zimmer Nr. 51, spätestens aber in dem auf Freitag, den 19, November 1897, Nachmittags 1 Uhr, anberaumten Aufgebotstermin, im Justizgebäude, Dammthorstraße 10, ae sinks, Zimmer Nr. 7, anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Hamburg, den 30. Mai 1894.

Das L Hamburg. Abtheilung für Aufgebotssachen.

gei Tesdorpf Dr. : Veröffentlicht: Ude, Gerichts\chreibergehilfe.

„Talon zur Schuldverschreibung des Ritterschaftlihen Credit- Vereins für das Herzogthum Braunschweig Litt. B. Nr. 1465 über 1500 4 Inhaber dieses Talons erhält bei dessen Zurückgabe vom 30. Dezember 1892 an neue Zinscoupons.

Wolfenbüttel, den 1. Oktober 1886. Nitterschaftlihe Credit-Commission des Herzogthums Braunschweig. gez. Maensen.* glaubhaft gema<ht hat, wird der Inhaber der Ürkunde damit aufgefordert, spätestens in dem auf den 18, Juli 1894, Morgeus 10 Uhr, vor unterzeichnetem Gerichte anberaumten Aufgebots- termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der

Urkunde erfolgen wird.

Wolfenbüttel, den 25. Mai 1894.

Herzogliches Amtsgericht. Wrede.

[15280] Aufgebot. :

Der Arbeitsmann Heinrih Perau in Rätßlingen hat das Aufgebot der Police Nr. 4201/75245 der K. K. priv. Assicurazioni Generali zu Triest, wo- nah das Leben seiner Tochter Dorothee Katharine Elisabeth Perau aus Hanstedt zu einem Kapitale von 600 4, fällig am 21. Januar 1895, versichert ist, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird auf- gefordert, spätestens in dem auf Sonnabend, den 5, Januar 1895, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf- gebotstermine seine Rechte anzumelden und die Ürkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlovertlä- rung der Urkunde erfolgen wird.

Uelzen, den 28. Mai 1894.

Königliches Amtsgericht. [IIL.

[10248] Bekanntmachung. i

Auf den Antrag der verehelichten Tischlermeister Auguste Kruggel zu Rummelsburg wird der Inhaber des angebli verloren gegangenen Sparkaffenbuchs der hiesigen Kreissparkasse Nr. 4234 über 62,34 M, ausgestellt für Frau Auguste Kruggel, aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin am 23. November 1894, Vorm. 41 Uhr, seine Nechte anzumelden und das Sparkassenbu<h vorzulegen, widrigenfalls dasselbe für kraftlos erklärt werden wird.

Rummelsburg, den 2. Mai 1894.

Königliches Amtsgericht.

(16871] Aufgebot. Nachstehende Dokumente:

1) das von vormaliger Herzogl. Anhalt. Kreis- erihts-Kommission zu Coswig für die Wittwe Jo- Panas Ohle, geb. Pabst, in Coswig ausgefertigte Daner des Gastwirths Karl Kittler in oswig vom 25. Juni 1861 über 2700 4, ein- getragen auf das Wohnhaus Zerbsterstraße Nr. 73

zu Sea / 2) die Sparkassenbücher der varroe zu Coswig, a. Nr. 11 810, lautend auf die Lehrer- und Kantorstelle zu Coswig über 180 M4 73 A, b. Nr. 11 811, lautend auf die Lehrer- und Au ooteTe zu Coswig über 166 M 04 .$, find angeblich verloren gegangen.

Es haben nun

zu 1 die Wittwe Friederike Hildesheim, geb. Lawarenz, in Coswig,

zu 2 der Rektor Kuhlbars in Coswig

dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebots- termine ihre Nehte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Coswig i. A., den 6. Juni 1894. Herzoglich E Amtgericht. Dr, tei boren.

[16917] Aufgebot.

Die Erben des am 6. November 1889 verstorbenen Gutsbesitzers, späteren Nentners Wilhelm Christoph Gottfried Schulze zu Gr. Badegast und dessen am 13. März 1890 gleichfalls verstorbener Ehefrau Marie Sophie, geb. Gieseler, daselbst, nämlich:

1) die verehel. Administrator Minna Haupt, geb, Schulze, zu Breitenfelde,

2) die verwittwete Emilte Weihmann, geb. Schulze, zu Pfriemédorf,

3) die verehel. Gutsbesißer Antonie Walter, geb. Schulze, zu Lausigk,

4) die verehel. Gutsbesißer Anna Wagner, verw. Naundorf, yeb. Schulze, zu Gr. Badegast

haben das Aufgebot der angebli<h verloren ge- gangenen, als Urkunde über das erlangte Pfandrecht einer bis dahin außyergerihtlihen Forderung von 100 Thlr. = 300 Æ vom vormaligen Herzogl, Anhalt. Justizamt Cöthen dem damaligen Orts- \{hulzen, späteren Rentier Wilhelm Schulze zu Gr. Badegast ertheilten beglaubigten Abschrift des Adjudikationsbriefs der Wittwe Christiane Schröter, geb. Dreißig, zu Groß-Badegast vom 14. Juni 1849 über das jeßt im Grundbuche von Gr. Bade- gast Bd. T Bl. 62 geführte Schröter’sche Kossathen- gut Zahl 47 mit Zubehör, für welche Forderung der im Grundbuch von Klepzig Bd. Il Bl. 12 geführte A>erplan des Gutsbesißers Friedri Leyse in Gr. Badegast K. 14 in der Feldmark von Klepzig mit- vévbaitet ist, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Sont- abend, den 29. Dezember 1894, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte an- beraumten Aufgebotstermine seine Rehte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Cöthen, 4. Juni 1894.

Herzogl. Anhalt. Amtsgericht. IT. (Unterschrift.)

[16868]

Avf Antrag der Frau Ober-Forstmeister Anna von Min>wit, geb. Glenk, zu Georgenthal, ist das Aufgebot nachstehender Hypothekenurkunde :

Achthundert Thaler nebst Zinsen zu d 9% und Kosten, Darlehnsforderung der Wittwe Ernestine Glenk und deren Kinder Julius, Anna, verehelichte von Mini, Marie, verehelihte Schnetger, Fanny, verehelichte Nöpert, und Hans Glenk laut Obligation vom 25. Juni 1849 und Konfirmation vom 13 li 1849 mit Zessionen vom 2. Februar 1850, 2. o: vember 1853, 29. Januar 1854, eingetragen au Dekret vom 23. Januar 1871,

die Antheile der Frau Bergrath Ernestine Glenk und der Frau Marie Steiner, geb. Glenk, [E mit den Zinsen seit 1. März 1886 an Frau Vber- Coritmen er Anna von Min>wit, geb. Glenk, In

eorgenthal laut Erklärung vom o. am 27. Fe bruar 1886 abgetreten, eingetragen auf dem Grundbu von Gotha, Band G. Blatt 1822 8 schriebenen, der verwittweten Sophie Lampert, jeß deren Erben gehörigen Grundstücke:

Wohnhaus mit Nebengebäude, Hof und Garten e Kastanienallee; 21,9 a Flächengehalt, Haus- nummer 8, Flurbu< Nr. 2113 z. T. f bes<lossen worden, nachdem die Antragstellerin den Verlust derselben eidlih bestärkt hat. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 10, Juni 1895, UEIERRARE 1 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben erfolgen wird. Gotha, den 29. Mai 1894. Herzoglich Sächsisches Amtsgericht. I. Fleishhauer.

[16639] Bekanntmachung.

Auf der Stelle der Kinder des verstorbenen

ufners Franz Nicolaus Friedrih Wöhl in Bröthen Lit eine Darlehnsobligation vom 31. Mai 1878 über 600 A in Worten Sechshundert Mark zu Gunsten des verstorbenen Schneiders Caspar Meine in Bröthen Bl. 70 Nr. 11 Schuld- und Pfand- protokolls für Bröthen eingetragen, welche bei ; Gelegenheit eines Brandes verloren gegangen ift. Dec Vormund der Mein>e’¡hen Kinder, Hufner Heinrich Meine, hat das Aufgebot dieser Urkunde beantragt.

Der etwaige Inhaber dieses Dokuments sowie alle, wel<e Ansprüche auf dasselbe zu haben glauben, werden aufgefordert, sich spätestens in dem auf Mittwoch, 15, August 1894, Vormittags 11 Uhr, vor | dem hiesigen Amtsgericht anberaumten Termin zu melden, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Darlehnsurkunde erfolgen wird.

Laueuburg (Elbe), 27. Mai 1894.

Königliches Amtsgericht.

[65687] Aufgebot.

Der Kleinkothsaß Theodor Brathärig in Denstorf als eingetragener Eigenthümer des Kleinkothhofs No. ass. 14 daselbst, hat das Aufgebot der Urkunde vom 10. November 1848 (Ablösungsrezeß), auf | Grund deren auf dem vorbezeichneten Kleinkothhofe für den Partikulier Robert von Walbe> in Wolfen- büttel ein Ablösungskapital von 143 A 23 $ einhundertdreiundvierzig Mark 23 Pf. nebst 4% Zinsen von Martini 1847 an gerechnet, hypothekaris< eingetragen ist, unter Glaubhaftmachung, daß das erwähnte Ablösungskapital vor dem 1. Oftober 1878 getilgt, der Inhaber der Schuldurkunde aber unbe- fannt sei, gemäß 8$ 823 ff. R. Z. P. O. und $ 7, Nr. 7b. des Gesetzes Nr. 12 vom 1. April 1879 be- antragt. Der unbekannte Inhaber der Urkunde und jeder, welher auf die Hypothek Anspruh macht, wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 18, September 1894, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte anberaumten Auf- gebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Urkunde dem Eigenthümer des verpfändeten Grundstücks gegenüber für fraftlos erflärt, die Hypothek selbst aber gelöscht werden foll.

Vechelde, den 25. Januar 1894.

Herzogliches Amtsgericht. H. Winter.

[65686] Aufgebot.

Der Anbauer und Schuhmachermeister Heinrich Rasche in Timmerlah, als Eigenthümer des An- bauerwesens No. ass. 64 daselbst und des im Grund- buhe von Timmerlah Band I. Blatt 68 einge- tragenen Theilstückes des Plans Nr. 50 „im Dorfe“ zu 3 a 75 gm, hat das Aufgebot der Schuldurkunde vom 31. Januar 1882 und des Hypothekenbriefs vom 10. Februar 1882, laut deren auf den vorbe- zeihneten Grundstücken für die Wittwe des Vik- tualienhändlers Wilhelm Paul, Louise, geb. Hebener, in Braunschweig 600 4 se<shundert Mark Darlehen hypothekarish eingetragen find, unter dem Nachweise, daß die Darlehnsshuld von ihm getilgt sei, und unter Glaubhaftmachung, E die Urkunden nah Tilgung der Schuld ihm ausgehändigt, jedoch abhanden gekommen seien, Q S8 823 ff. M.-Z.- P.-O, und $ 7 Nr. 5 des Ges. Nr. 12 vom 1. April 1879 beantragt. Oer unbekannte Inhaber der Ur- funde wicd aufgefordert, spätestens in dem auf den 18, September 1894, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf- sfotdtermine seine Rechte anzumelden und die Ur-

unde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde gegenüber dem Eigenthümer des ver- pfändeten Grundstücks erfolgen wird.

Vechelde, den 25. Januar 1894.

Herzogliches Amtsgericht. H. Winter.

[16887] Bekanntmachung.

Die Oberpfarrkirche zum St. Nicolaus zu Aachen nimmt das Eigenthum an nachbenannten in der Ge- meinde Honnef belegenen, unter Artikel Nr. 263 auf den Namen „Canonicus Fabricius zu Rhöndorf“ Mataganen Grundstü>en :

1) Flur 1 Nr. 1549/366 Auf dem Grient, Aker, groß 3 a 33 qm,

2) Blur 1 Nr. 1550/366 daselbst, Holzung, groß 09a m,

3) Flux 1 Nr. 956 In den Wahlbonnen, Aer, groß 6 a 38 qm,

M Flur 1 Nr. 957 daselbst, Wiese, groß 1 a

qm, 9) Flur 1 Nr. 961 daselbst, Acker, groß 7 a

qm, h 6) Flur 1 Nr. 962 ( A>er, groß» 2 a 52 qm,

daselbst, Holzung, groß 1 a 42 qm, 7) Flur 2 Nr. 139 Auf Wieflersbiße, Holzung, N 37 a 87 qm,

8) Flur 2 Nr. 305 Am Alender, Holzung, groß 0 a 04 qm,

9) Flur 2 Nr. 415/329 Ober dem Klappersiefen, e groß 3 a 80 qm,

10) Flur 5 Nr. 29 Auf Jungfernhard, Holzung, groß 20 a 24 qm,

11) Flur 10 Nr. 118 Auf der Heerküß, Aer, groß 1 a 73 qm

in Anspruch.

[le diejenigen, welhe Ansprüche auf die vorbe- zei neten Grundstücke erheben, werden aufgefordert, solhe bis spätestens in dem auf den 18, August 1894, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Ter- los geltend zu Ban. widrigenfalls die Eintragung Ar genannten Oberpfarrkirhe zum St. Nicolaus zu

achen als Eigenthümerin in das Grundbuch er- ua wird.

önigswinter, den 7. Juni 1894.

Königliches Amtsgericht. I1II,

E Bekauntmahoug, 1) Die Ehefrau Markus CEichas Bahnwärter, Elifabeth, geb. Sieinmann, zu Honnef, i

2) der Fabrikarbeiter Peter Steinmann zu Köln nehmen das Eigenthum an der in der Gemeinde Honnef belegenen, unter Artikel 1212 auf den tamen „Wilhelm Steinmann in Selhof" einge- tragenen Grundstü>e: Flur 27 Nr. 180 auf tem Krüppel, Holzung groß 20 a 60 gm, in Anspruch.

Alle diejenigen, welhe Ansprüche auf das vor- bezeichnete Grundstü> erheben, insbesondere die un- bekannten Erben des Artikelinhabers, werden aufge- fordert, ihre etwaigen Nechte bis spätestens in dem auf den 18. August 1894, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termine geltend zu machen, widrigen- falls die Eintragung der Eingangs genannten Personen als Eigenthümer in das Grundbuch er- folgen wird.

önigswinter, den 7. Juni 1894. Königliches Amtsgericht. 111.

[16876] Oeffentliche Ladung.

Im Flurbuh<h der Gemeinde Sehlem if das Grundstü> = Flur 1 1999/1027 im Klapflur im Scheerbush Hofraum mit Wohnhaus 1 a 39 qm, Nußtungswerth 18 #4, für Artikel 473: Wagner Nikolaus (Klopp) Erben zu Sehlem eingetragen. Das Eigenthum hieran nimmt die Ehefrau des Eisenbahnarbeiters Georg Schons, Elisabeth, geb. Wagner, zu Sehlem in Anspruh. Ein Sohn der verstorbenen Eheleute Tagelöhner Nikolaus Wagner (Klopp) und Margaretha, geb. Koerpen, zu Sehlem, Namens Stephan Wagner, ist seit circa 35 Jahren in Amerika verschollen und cine Tochter der genannten Cheleute, Namens Katharina Wagner, Ehefrau des Anstreichers Mathias Bungert, ist am 10. Januar 1879 zu Bildsto>k bei Saarbrücken verstorben. Diese Personen bezw. deren Erben werden auf den 17, November 1894, Vormittags 10 Uhr, vor das unterzeichnete Amtsgericht, Zimmer Nr. 2, öffentlih geladen. Wenn ihrerseits vor oder in dem Termin ein Anspruch auf obenbezeichnetes Grundstück nicht angemeldet wird, so foll ohne ihre Einwilligung die Chefrau Schons als dessen Alleineigenthümerin in das Grundbuch eingetragen werden.

Wittlich, den 4. Juni 1894.

Königliches Amtsgericht. TIT. Beglaubigt: Simonis, Aktuar.

[16873] Ausfertigung. Vekanutmachung. (TodeLerklärung Verschollener betr.)

1) Johann Nepomuk Riß, Bauers\ohn von Hiltersdorf, geboren am 10. September 1813, und dessen Schwester Ursula Rit, geboren am 21. No- vember 1815, welhe im Jahre 1848 nah Amerika auswanderten und seither verschollen sind,

2) Johann Neindl, Gütlersfohn von Ursensollen, geboren am 23. Juli 1823, welher im Jahre 1849 nach Amerika auswanderte und über dessen Leben seit dem Jahre 1873 keine Nachricht vorhanden ift,

3) Sebastian Trümmer, Spänglerssohn von Amberg, geboren am 21. März 1815, wel<her um das Jahr 1845 nach Nord-Amerika auswanderte und seit dem Jahre 1876 verschollen ist,

4) Johann Kummer, Zimmermann und Brauer von Hirschau, geboren am 14. März 1855, welcher im Jahre 1880 nah Nord-Amerika auswanderte und seit dem Jahre 1882 verschollen ift,

5) Johann Väuml, Gütlerssohn von Kreuth, Gemeinde Pittersberg, geboren am 10. Juli 1848, welcher bei Eisenbahnbauten arbeitete und seit 19 Jahren verschollen ift,

6) Josef Lutter, Wirthssohn von Oberhof, ge- boren am 17. Oktober 1845, welcher im Jahre 1881 nach Amerika auswanderte und von dem man seither nihts mehr hörte; es soll bei seiner Ueberfahrt das rade auf dem er sih befand, zu Grunde gegangen ein,

7) Adam Schneider, Kofferträgerssohn von Am- berg, geboren am 16. August 1854, welcher als Soldat der französishen Fremdenlegion ungefähr im Jahre 1880 in Tongking in einem Gefechte getödtet worden sein soll,

8) Sebastian Fruth, Bauers\ohn von Kemnathe- röd, geboren am 17. April 1818, welcher um das Jahr 1855 na< Nord-Amerika auswanderte und dort in Williamsburg bei New-York gewohnt haben soll und seit 1872 verschollen ift,

9) Dotler, angeblih mit dem Vornamen Leon- hard und von Amberg, welcher si< in Ungarn be- funden haben soll und der s{<on seit Anfang dieses Jahrhunderts verschollen ist,

werden zufolge Antrags der für sie bestellten Pfleger gemäß $ 823 u. folg. der Z.-P.-O. und Art. 103 und folg. des Ausführungsgeseßes zur Z.-P.-O. und K.-O. hiermit aufgefordert, si \pä- testens am Aufgebotstermine Freitag, den 29, März 1895, Vormittags 105 Uhr, beim hiesigen Amtsgerichte persönlih oder s<riftli< anzumelden, widrigenfalls sie für todt erflärt werden. Weiters ergeht die Aufforderung : i :

1) an die Erbberechtigten, ihre Interessen im Aufgebotsverfahren wahrzunehmen

2) an alle diejenigen, welche über das Leben der Verschollenen Kunde geben können, Mittheilung hierüber bei Geriht zu machen,

Amberg, den 2. Juni 1894.

Königliches Amtégericht. (gez.) Veicht. Zur Beglaubigung :

Amberg, den 4. Juni 1894.

Der K. Sekretär: (L. 8.) Schels..

[16866] / Aufgebot behufs Todeserklärung. Auf begründeten Antrag werden: N 1) Kirchner, Carl August Heinri<h Friedrich Emil, geb. am 1. Januar 1847 zu Hardegsen als Sohn der Eheleute Dr. med. Kirhner und Laura, eb. Esche, lutherisch, zuleßt wohnhaft gewesen bei seinen Eltern zu Norderney, welcher nah den lehten zu An- fang des Jahres 1875 von thm cingeganenen Nach- rihten im Jahre 1873 oder 1874 mit einem Schiff in See gegangen ist, in Amerika dasselbe verlassen hat und in das Innere von Kalifornien go en ift, (Antragsteller: Der Vormund des Verschollenen.) 9) Janssen, Klaas Berend, geb. am 19. Oktober 1841 zu Norden als Sohn der Eheleute Berend, Nicolaus Janssen, eee , unverheirathet, zuleßt wohnhaft in Norden, welcher im Jahre 1867 als Steuermann mit dem Schiffe „Magnet“, Kapitän Fürgens, von Brake nah Westindien in See

gegangen, na< dem Bericht des Kapitäns Jürgens aber auf der Rückreise von St. Thomas nah Brake im Jahre 1868, während der „Magnet“ nicht weit

von Plymouth mit einem portugiesischen Kriegs\<hi}

zusammenstieß, wehen über Bord gefallen. ist und zum leßten Mal auf der Hinreise nah West- indien aus Liverpool eine Nachriht von fih ge- geben hat,

(Antragsteller: Der Bruder des Verschollenen Hufemneiler Hermann Janssen.)

3) Janssen, Lammert O>en, geb. zu Anfang dieses Jahrhunderts wo, unbekannt —, Sohn der Cheleute Feike Hemmen Santa verheirathet ge- wesen, zuleßt wohnhaft gewejen als Arbeiter zu Rechtêupweg, welcher im Jahre 1873, wahrscheinlich aus Furcht vor einer Strafverfolgung, spurlos ver- \{wunden ist und seitdem keine Nachricht wieder von fich On hat,

(Antragsteller: Arbeiter Jann Lammers Janssen, Sohn des Verschollenen und der Vormund des Ver- hollenen), sowie die von ihnen etwa zurücgelassenen unbekannten Erben und Erbnehmer aufgefordert, spätestens in dem auf den 18, Oktober 1895, Vorm. 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Amtsgericht anberaumten Aufgebotstermine zu erscheinen oder si resp. ihre Ansprüche und Rechte schriftlih anzumelden, widrigenfalls die fih ni<t Meldenden zu 1—3 oben für todt erflärt werden und ihr Vermögen den fich legitimierenden Erbberehtigten ausgeantwortet wird.

Norden, den 2. Juni 1894.

Königliches Amtsgericht.

[16644] Proklama.

In Maßgabe der Verordnung vom 5. Februar 1855, betr. die Todeserkärung der zur See Ver- {ollenen, wird der Steuermann Albert Heinroth von hier, wel<her vor 39 Jahren eine Reise von Hamburg nach Lima angetreten hat und seitdem ver- \chollen it, hiedur< edictaliter geladen, \sih binnen zwei Jahren von heute ab bei dem unterzeich- neten Waisengerichte zu melden oder demselben seinen Wohnort anzuzeigen unter dem Präjudiz, daß er für todt erklärt und das hier für thn verwaltete Kapital seinen nächsten Verwandten überantroortet werden foll.

Stavenhagen, 4. Juni 1894.

Das Waisengericht.

[16869] Uufgebot. Vom unterzeichneten Gericht wird A

behufs Löschung folgender alter Hypotheken, deren jeßige Inhaber unbekannt sind und in Bezug auf welche seit länger als dreißig Jahren ein Eintrag im Hypothekenbuche niht bewirkt worden ist, nämlich 1) der, auf Folium 77 von Dberweigsdorf in Rubrik 111 unter Nr. 1/1 a. für den Häusler Johann Christoph Mai in Dornhennersdorf verlautbarten 20 Thlr. 16. Nar: ( Ps, [A Kaufgeld. (vom 2. Mai 1816),

_2) des auf Folium 176 von Mittelweigsdorf in Nubrik TIT unter Nr. 1/Ia. für Johann Christoph Schär daselbft verlautbarten Kaufgeldes an 159 Thlr. 26 Ngr. 4 Pf. #. A. (vom 16. September 1787) und des unter Nr. 2/IIa. für Gottfried Shär ebenda eingetragenen Kaufgeldes an 411 Thlr. 3 Ngr. 3 Pf. \. A. (vom 4. März 1817),

3) des auf Folium 440 von Reichenau, {l. A. in Rubrik 111 unter Nr. 3/II1 für den Kaufmann Josef Markstein in Berlin seit 27. Juni 1843 hilfsre<tli< E Schuldbetrags von 112 Thlr. 11 Ngr.

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behufs Todeserklärung der nachgenannten Personen, von deren Leben seit länger als zwanzig Jahren weder durch sie selbs, no< dur< andere eine Nach- richt bekannt is, sowie behufs Ausschließung der etwa vorhandenen, aber unbekannten Erben dieser Berschollenen, als

1) des am 9. Juli 1826 zu Hobberg bei Pfaffen- dorf (Kreis Lauban) als Sohn der Eheleute Josef Rudolph und Josefa, geb. Arlt, geborenen Maurers August Franz Rudolph in Zittau, welcher kurz vor Ostern 1869 seine hiesige Wohnung verlassen hat und seitdem vers<wunden ist und für welchen eine Sparkasseneinlage von 357 M (ohne Zinsaufrehnung seit 1. März 1889) hieramts verwahrt wird ;

2) des am 9. Juni 1825 zu Langenwolmsdorf bei Stolpen geborenen DONS Ren Hau espers Karl August Hartmann, welcher bis ungefähr 1872 in Zittau wohnhaft war und am 22. August 1873 aus der damaligen Kotrektionsanstalt zu Lu>au nah Zittau entlassen, jedoh weder hierher zurügekehrt, no< anderwärts zu ermitteln gewesen ist, und dessen hier verwaltetes Vermögen in einer Hypotheken- forderung von 1050 M und einer Sparkasseneinlage von 662 M 5 4 (einshließli< Zinsen bis 31. De- zember 1893) besteht ;

3) des am 21. August 1830 zu Oybin geborenen Ernst Wilhelm Nentwich (Eltern Karl Gottlob Nentwih und Johanne Christiane Nentwich, geb. M, der im Jahre 1853 von Oybin nah

merika ausgewandert is, au< zuleßt im Februar 1861 von New-York aus an seine Verwandten in hiesiger Gegend geschrieben hat und für welchen 120 4 Erbtheil seit 12. Februar 1889 bei hiesiger Sparkasse Ange sind; i

4) des am 29. April 1840 zu Reichenau als Sohn des Kammerjägers Gottlieb Weise und dessen zweiter Ehefrau Aa gen, Müller, geborenen Böttchers Reinhold Nobert Weise, über welchen seit seiner im Jahre 1867 in der Absicht, nah Amerika aus- zuwandern, erfolgten Abreise von Reichenau nichts mehr bekannt ist und für welhen ein Sparkassen- buch mit 629 & 87 9 Einlage (ohne P nung seit 30. Juni 1886) im hieramtlihen Deposi- tum sich befindet,

auf Antrag :

zu A. 1): des Hausbesigers Karl Wilhelm Kother jut Oberweigsdorf, als Altersvormundes der Auguste aielbNt und Auguste unmündige Geschwister Seifert aselbst,

u A. 2): der Auguste Juliane verehelihte Richter, eb, Schär, in Dörfe ane und des Garten- esißers Johann Karl Gottlieb Gärtner in Ober- weigsdorf als Vormundes des minderjährigen Gustav Reinhold Schär ebenda,

zu A 3: des Maschinenführers Ernst Eduard Apelt und der Johanne Auguste, verehel. Krause, geb. Schneider, beide in Reichenau,

zu Bl. der Karoline Therese Rudolph, geb. Ender, Anna Amalie Therese, verehel. Eichler, geb Rudol) h, Anna Pauline, verehel. Birnbaum, geb" Rudolph, Bertha Auguste, verehel. Luh, geb.'

Rudolph, und Emma Pauline, verehel. Rößiger, geb. Rudolvyh, sämmtlich in Zittau, zu B2: des Schleifers Karl Paul Hartmann zu Neustadt in Sachsen, zu B3: des Gartenbesißers Johann Gottlob Frier in Pays als Vormundes der minderjährigen

nna Marie Nentwich zu Oybin, sowie der Auguste Bertha, verw. Nentwich, geb. Seltmann, und des Fleischers Alwin Oëwald Nentwich daselbst, zu B4: der Johanne Christiane, verehel. Wils- dorf, geb. Weise, des Webmeisters Gustav Adolph Pfalz, des Feuermannes Emil Oswald Weise, sämmtlih in Reichenau, der Ida Alwine, verehel. Cibiner, geb. Weise, in Rohnau, des Markthelfers

rnst Bruno Weise in Olberédorf, des Schneiders Ernst Friedrich Herrmann zu Lichtenberg als Sonder- vormundes für den unmündigen Otto Moritz Weise in Reichenau; des Väermeisters Christian Gott- fried Herwig ebenda als Generalbevollmächtigten von Wilhelm Julius Weise in Amerika und des B MEermants Gustav Ernft Hänsel in Leuben bei

resden, als gesegliden Vertreters für seinen minderjährigen Sohn Max Hänsel in Dresden,

hiermit das Aufgebotsverfahren eröffnet und als Aufgebotstermin

zu A. Mittwoch, der 3. Oktober dieses

Jahres, ¿10 Uhr Vormittags, zu B. Mittwoch, der 19, Dezember dieses Jahres, ¿10 Uhr Vormittags,

bestimmi.

Demzufolge werden zu A. die Inhaber der be- zeilhneten Hypotheken oder deren Rechtsnachfolger und fonstige Interessenten, welche an diesen Hypo- theken Rechte zu haben glauben, zu B. die hier ge- naunten Verschollenen und deren etwa vorhandenen unbekannten Erben hiermit aufgefordert und zwar die ersteren \spätcstens in dem zu A. anberaumten Termin ihre Nehte und Ansprüche an den betreffen- den Hypotheken persönlich oder dur gehörig bevoll- mächtigte Vertreter anzumelden, die leßteren aber spätestens in dem zu B. anberaumten Termin au entweder persönlih oder dur< mit gehöriger Voll- macht versehene Vertreter zu erscheinen, widrigen- falls auf ferneren im Termin zu stellenden Antrag Ausschlußurtheil dahin erlassen würde, daß die In- haber jener Hypotheken und sonstigen Interessenten betreffs derselben aller ihrer hierauf bezüglichen Rechte und Ansprüche für verlustig und die Hypo- theken als ungültig zu erachten sind, ferner die ge- nanuten Verschollenen für todt erklärt, deren mög- liherweise vorhandenen unbekannten Erben aus- geschlossen und ihre Verlassenschaften den sih legitimierenden Erben ausgeantwortet werden.

Zugleich ergeht an alle, welhe über den Verbleib und Aufenthalt der zu B. gesuhten Personen weitere Auskunft zu ertheilen vermögen, die Aufforderung, das ihnen hierüber bekannt Gewordene anher anzu- zeigen.

Den Antragstellern ist zu eröffnen, daß wenn sie in dem bezüglichen Aufgebotstermin ausbleiben, beziehungsweise sih nit vertreten lassen hinsicht- lih ihrer das Aufgebotsverfahren ruhen bleibt.

Zittau, den 6. Juni 1894.

Königliches Amtsgericht. Eisold.

[16870]

Die Wittwe Auguste Koy, geborene Melzer, zu Berlin als Benefizialerbin hat das Aufgebot der Nachlaßgläubiger des zu Berlin, Waldstraße 4, wohnhaft gewesenen, am 10. Dezember 1893 ver- storbenen Fuhrherrn Anton Koy beantragt. Sämmt- lihe Nachlaßgläubiger des Verstorbenen werden demnah aufgefordert, spätestens in dem auf den 4, Oktober 1894, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel B., yart., Saal 32, anberaitniten Aufgebotstermine ihre

nsprüche anzumelden, widrigenfalls sie dieselben gegen die Benefizialerben nur no< in \o weit geltend machen können, als der Nachlaß, mit Ausschluß aller seit dem Tode des Erblassers aufgekommenen Nußungen, dur<h Befriedigung der angemeldeten Gläubiger niht ers{<öpft wird. Das Nachlaß- verzeichniß kann in / der Gerichtsschreiberei daselbst Zimmer 109/110T von 11 bis 1 Ühr Nachmittags eingesehen werden.

Berlin, den 31. Mai 1894.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 81.

[16867] Bekanntmachung.

Erbansprüche an den Nü>laß des am 14. Dezember 1893 für todt erklärten Joseph Neuland von Breitenbach, zuleßt in Amerika, sind von Seite der allenfalls in Amerika vorhandenen Kinder desfelben, bezw. von deren geseßlihen Vertreter, sowie von Georg Neuland von Breitenba<h nun ebenfalls in Amerika, binnen 5 Wochen von heute an hieramts geltend zu machen, widrigenfalls diese Personen in der vorwürfigen Verlassen|haft eine Berücksichtigung nicht finden.

Brückenau, den 7. Juni 1894.

Königliches Amtsgericht. (L. S.) Schwaab.

[16865] Bes

Auf Antrag des Nachlaßpflegers, Altsigers Friedrih Randies zu Groß-Dummen, werden die unbekannten Erben

1) der vor ca. 30 Jahren in Groß-Dummen ver- storbenen Wittwe Christine Guddat, geborenen Skambra>s,

2) der vor ca. 30 Jahren verstorbenen Losmanns- frau Anni>e Steppohn, geborenen Gyszas, aus Groß-Brettschneidern, i j

3) des vor ca. 20 Jahren in Vartscheiten ver- storbenen Gärtners Annusis Gys2as,

4) des vor ca. 20 Jahren in der Umgegend von Neukirch verstorbenen David Gyszas, b

aufgefordert, spätestens in dem Aufgebotstermine am 25, Mai 1895 bei dem unterzeichneten Ge- rihte (Zimmer Nr. 4) sich zu melden, widri Wi dieselben mit ihren Ansprüchen auf den Nachla werden audg nonen und der Nachlaß dem meldenden und legitimierenden Erben, in Er- mangelung desselben aber dem Fiskus wird ver- abfolgt werden, und der E später meldende Erbe alle Verfügungen des Erbschaftsbesitzers an-

zuerkennen Be ig, von demselben weder Nehnungs- legung, no< Ersaß der Nutzungen zu fordern be- recht t 0 sih vielmehr mit der Herausgabe des no

orhandenen begnügen muß. Heinrichswalde, den 26. Mai 1894,

Königliches Amtsgericht.

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