1913 / 182 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Bekanntmachung.

Mit Billigung des unterzeichneten Ministeriums auf Grund der 88 6 und DA he Verordnung vom 30. September 1905, betreffend den Verkehr mit Spreng}toffen (Regierungsblatt 1905 . 221), bringen die Sprengstoffwerke Dr. N. Nahnsen 1. Co. Aktiengesellschaft zu Hamburg die Bezeichnung ihrer Sprengstofffabrik Döômißz auf den dorît hergestellten Sprengstoffpatronen, Originalverpackungen und Behältern in Gestalt der nachstehenden Marke an:

s —_ —_

Diese Marke is auf den Originalverpackungen und Behältern durch Druck oder mittels Schablonen, auf den Patronenpapieren

durch Druck oder durh Lochung ausgeführt. S ‘Die durch die Verfügung des unterzeichneten Ministeriums

vom 14. Januar 1910 („Reichsanzeiger vom 17. März 1910) ausgesprochene Billigung der Bezeichnung der Sprengstof}f- fabrik Dömitz durch die Marke

ist aufgehoben worden.

Schwerin, den 1. August 1915. s Großherzoglih mecklenburgisches Ministerium des Innern. Prag A - non Bitter.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 48

des Reichs gesezblatts enthält unter i : Nr. 238 ls Bekanntmachung des Reichskanzlers, be- treffend die Regelung des Luftverkehrs zwischen Deutschland und Frankreich, vom 29. Juli 1913, und unter S Nr. 4969. das Wehrgeseyß für die Schußgebiete, vom 992. Juli 1913. i Berlin W. 9, den 4. August 1913. Kaiserliches Postzeitungsamt. Krüer.

Königreich Preußen. Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

den Geheimen Oberbaurat und Abteilungschef im Reichs- : [mann zum E mäßigen Professor an der Technischen Hochschule in Berlin un bigen Prof Ephoralstelle in Ohlau be- bisher in Triebusch, zum Super- aas Regierungsbezirk Breslau, zu

marineamt a. D. Dr.-Jng. Hermann Hül den in die erste Pfarr- und

rufenen Past ge,

intendenten„Dder MLO E

ant An, 2E ie Herren For stbeflissenen, die in diesem Herbst die e Ried a0 A e A beabsichtigen, Pen die vorschriftsmäßige Meldung spätestens bis zum 1. September d. J. einzureichen. Berlin, den 30. Juli 1913. e Der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. J. A.: Schede.

in Banke, Regierungs-

änenpächter Springhorn Dem Domänenpäch pringh Königlicher Oberamt-

bezirk Lüneburg, ist der Charakter als mann verliehen worden.

Bekanntmachung.

emä 46 des Kommunalabgabegeseßes vom 14. Juli aa Gie S. 152) wird zur öffentlichen Kenntnis ge- bracht, daß das im Steuerjahre 1913 fommunalabgabe- pflihtige Reineinkommen der Bröltaler Eisenbahn- sellschaft in Hennef (Sieg) aus dem Betriebs-

Aktienge g L jahre 1919 auf den Betrag von 125 888,24 M festgeseßt

worden ist. Cöln, den 31. Juli 1913.

Der Königliche Eisenbahnkommissar. N V.: Niessen.

Nichtamtliches. Deutsches Reid.

Preußen. Berlin, 4. August 19183.

Seine Majestät der Kaiser und König, Allerhöchst- welche von Balestrand in Bergen eingetroffen sind, hörten vor- gestern vormittag an Bord des Kreuzers „Kolberg“ die Vor- träge des Chefs des Generalstabes der Armee, Generals der Infanterie von Moltke und des Vertreters des Auswärtigen

Amts, Gesandten von Treutler.

Während der weiteren Abwesenheit des Großherzoglich badischen Gesandten Grafen von Berck heim werden die Geschäfte der Großherzoglich badischen Gesandtschaft von der Königlich bayerischen Gesandtschaft geführt.

Der Königlih dänische Gesandte Graf Moltke hat Berlin e Ti ibren seiner Abwesenheit führt der Legationssekretär Kruse die Geschäfte der Gesandtschaft.

G | 88,0UL | 98,50 G |

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enbUMa 1. B ücher in Wies- sekretär Ts\chirner in Breslau in den Ruhestand den Charafkter

baden und dem Regierung aus Anlaß ihres Uebertritts als Rechnungsrat zu verleihen

Ministerium für Handel und Gewerbe.

Ueber die Zuständigkeit der K s E ie Zust na siherungsämter in Clausthal, n is n DS Reichsversicherung bestimme auf Grund des S 63 Abf. 3 der Reichsversicherungs ih a1 S 63 DEC2 0 für das Knappschaftsoberversiherungsamt S N

zugleih auf Grund des 8 113 der Reich8versi Q folgendes: 5 § 113 der Reichsversicherungsordnung

K ftsoberver- Dortmund und Bonn

s : I. Unfallversiherung. dung aller ra gastsoberversicherungsämter sind zur Entschei- ung aller S gteiten zuständig, die sich aus Unfä i er S gteiten dig, ällen aar ergehen E O aon unterstellten Be- i ( 1 und nah der Reichsversicherungs im ir é ] d gsordnun pag Ag ar fes Du Zderversicherungsamt zu entscieibèa 1nd. Die Zuständigkeit erstreckt fich auch auf Streitiakei über Leistungen, die nah §8 155 E ] gen, ) 5 15991 der Reichsversich- 8- an als Leistungen der Arandérzeritchenne S i ung Beschlußoerfahren sind die Knappschaftsoberversiche- g eg Nen Oberversicherungsämter zuständig, es sich um Angelegenheiten der ihnet g, 1 ( gelegent nen unter- b SE oder der O dieser Betriebe ber Das zultandigen Berufsgeno)senschaft handelt, insoweit die Betr unter bergpolizeiliher Aufsicht stehen. G a

[T Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung L De Knappschaftsoberversiherungsämter sind zur Entschei- N Ny Der SreagersiGerungsorduung von dem Ober- v rungsamt im Spruchverfahren und im Beschlußverfahron zu erledigenden Streitigkeiten zuständi 9h ag den #- enden Streiti zuständig, wenn die [l E ungaverhälinis begründende Beschäftigung Bie bea anla zur Entsheidung gibt, in einem dem Knavyshaf na E: _Y E , 7 na s E versiherungsamt unterstellten Betriebe Perle vao anns Berlin, den 30. Juli 1913. | Der Minister für Handel und Gewerbe. J. A.: Lusensky.

Minifterium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

r Bekanntmachung. cu Pee, die in diesem Herbst die =taatsprufung abzulegen beabsichtigen, hab di schriftsmäßige Meldung * spätestens bis zum 20. Auauft p pem A gi s bis zum 20. August d. A

Berlin, den 30. Juli 1913. Der Minifter für Landwirtschaft, Domänen und

ta Forsten. J. A.: Schede. cas

a A cB ! E ena,

D Lans Rußland.

le Landtagswahlen in Finnland sind i G

ordentlih matter Stimmung verlaufen. Mie e

E N A 60 Prozent der Stimmberechtigten nach

enthalten: figen Schäßung der Teilnahme an den Wahlen Spanien.

Der König und die Königin fi s

S ( ónigin find gestern 1

L lg und die Königin sind morgen von London wieder in San Sebastian eingetroffen. s E

L Portugal. ngland, Frankreich und Spanien hab i Engl 3 d S en 1

G meldet, der Wahl des Schiedsgerichts M Haag 4 Sntscheidung der Reklamationen betreffs der Kong regations- ger in Portu gal zugestimmt. Der Minister des Aeußern ertlärte fih damit einverstanden und traf mit den drei Staat

eine diesbezüglihe Abmachung. Cas

Der Ministerrat hat fol 8 S finden des Prüfibenten. gendes Bulletin über das B e-

n: der Republik veröffentlichen

Der Präsident batte seit langen Fahren Stet

i | H | ngen Jahren Steine i

ies tag gepa o p nh eine linfoseitice I tzündung, rgellern Komplikationen eintrate Die Kom-

plikationen find de si de E e Nou

Ci E rartig, daß der Zustand des Erkrankten als ernst zu

E Niederlande. Die Königin hat vorgestern im Mutter in Soestdijk den Stagiarat C Res N T mit der Bildung rischen Kabinetts beauftragt. Wie „W. T. B.“

sih Cort van der Linden Bedenkzeit baa i E Vat

- Der Zentralvorstand der sozialisti\ck i : 2 e ; Jen f Quelle zufolge, beschlossen, einen M oa ait a Jn n 9. E 10. August einzuberufen, um zu ent- / Sozialisten Portefeuilles i 1 abinett dna UeR A cat Portefeuilles im neuen Kabinett

Schlosse der Königin- ort van der Linden eines außerparlamenta-

Türkei.

Die Pforte hat einer Meldun i

; eine d des „O. B“ griechist nland verständigt, daß sie beschlossen S i jurüctgehalten worden sind, trn mgariege in Konstantinopel Dis Hie G n ind, zurücizugeben und den Schiff die L Rußland geblieben sind, die Durchfahrt zu T, Kalte: sere ete Sonderbevollmächtigte Natschewitsch Großwesir. miltag eine längere Unterredung mit dem

Ueber die le umaja, Pesch-

Ls S sten Kämpfe bei Dj

“a T „tei s griechische Gesandtschaft in Berlin, wie rage meldet, folgenden ihr aus dem Hauptquartier in

g zugegangenen zusammenfassenden Bericht mit:

S A SEA ee Mee A mi E den ferbishen Grenzen linken Flügel bei Peschtowo nd V lel ARE Se E Mahomia gegen unseren linken Fl Gat e behan Bo griehishe Armee ergriff die niti tiv L E Se griehische Zentrum griff am s E en R N Simitli

an und warf ihn gegen die Linie Papas-Basi-Treskovo zurück.

riffen wir die Bulgaren auf dieser Linie von n ampf war überaus blutig, da in diesem Augen- blick die aus Küstendil geschickten bulgarischen Verstäzkungen über Djumaja herankamen. Der Feind wurde völlig eshlagen und floh iber Djumaja in der Richtnng auf die alte bulgarische Grenze zu. Die Verluste der Bulgaren waren sehr bedeutend ; ganze Bataillone wurden auf etwa 30 Mann reduziert. Die griechische Armee verfolgte die Fliehenden am 28. bis Djumaja. Am 27. Juli fand ein feindlicher Angriff in der Richtung auf Peschtowo statt. Die Verstärkungen des Feindes zogen dur das Tal der Breganiza heran. Der linke Flügel der Griechen zog seine Streitkräfte von den vorgeshobenen Posten auf die Hauptstellung von Peschtowo zurück. Am 28. Juli griff der Feind diese Stellung energisch, aber ohne Erfolg an und wiederholte diese Angriffe ohne Erfolg am 29. Iult. Am 28 und 29. Juli entsandte das grie entrum beirähtlihe Truppenmafsen von Karasmoi gegen Hafjan-Pascha und Leska- Diese Truppen griffen die erwähnten Stellungen am 30. an und warfen den Feind über den Haufen. Am Abend des 30. waren unsere Linten etwa 300—400 m von den Höhen von Leska und Hafsan-Pascha entfernt. Am 31. marschierten fie nah Pancarevo vor und chnitten dadurch die Verbindung der bulgarishen Truppen vor Peshtowo ab. Die hier stehenden bulgarishen Truppen griffen am 30. Juli erneut die griechischen Stellungen bei Peshtowo an, erlitten aber \chwere Verluste und mußten kämpfend den Rückzug antreten, verfolgt vom Feuer der griehischen Artillerie. Als ame Morgen des 31. Juli der Waffen- tillstand die Kämpfe unterbrach, war die Lage der bulgarischen Armee auf der Unie Punkt 1450—Peschtowo— Panorice—Ganoya—Letkaæ außerordentlich kritis, da sie dur die griehishen Streitkräfte bei Peschtowo ge\schlagen war und andere griechische Streitkräfte Leska und Hassan-Pascha angriffen. Peschtowo ist entgegen den bulgarischen Behauptungen in unseren Händen. Während dieser Zeit, und zwar am 29., hatte der Feind uns bei Mahomia, wo nur ein einziges griechishes Bataillon stand, angegriffen. Dieses Bataillon og ih gegen Predelhan zurück. In der Nacht vom 29. auf oden 30. Juli griffen griehische Truppen, die von unserem rechten Flügel abgesandt waren, den Feind bei Kapatnik und Murova an, warfen ihn über den Haufen und verfolgten thn gegen Mahomia. Die Verfolgung wurde am 31. bis Mittag fortgeseßt. In der Mittagsstunde hißten die Bulgaren die weiße Fahne, die den Waffenstillstand anzeigte.

Infolge des Waffenstillstandes ist nah einer weiteren Meldung der griechischen Gesandtschaft in Berlin zwischen der griechishen und der bulgarischen Armee eine Demarkations- linie festgeseßt worden, die nördlich von Peschtowo und Negrowo verläuft.

m 27. Juli euem an. Der

Griechenland.

Vorgestern find Reschid Bey und Nediji Bey aus Konstantinopel in Athen eingetroffen, um im Verein mit dem hon dort befindlichen Ghalib Kemal Bey die leßten Einzelheiten des Vertrages über die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei zu regeln und diesen Vertrag zu unterzeichnen.

Einer Meldung des „W. T. B.“ zufolge hat Aegypten den griehisch-ägy tishen Handelsvertrag gekündigt, der im Mai 1906 geschlossen worden ist und im Juli 1914

abläuft. Rumänien.

E F - Doi r Q es miri A Ainiader: maren Déleglerten gegAuber ben Forde: r U rieen, wie „W. T. B.“ meldet Æ#ger forderungen auf: N

am E neve Grenze beginnt an ber alten serbi i Grenze und geht zwischen Kumanowo und E i Dette a Ci Men is Veles und Istip über den Wardar bis Murichovo bei Mo astie: sodann über Gewgheli, westlih von Serres über Hs

endet am Golfe von Orfano. er die Struma und

1 / T Es blei if Gebiet Ggri Palanka, Kratowo, Kotschana, lie u Ee rumiga, , Serres, Demir Hissar un (Die Lebte mri in den Besprechungen mit A Bulamer e E n E 0 dem Golfe von Lagos zurückgezogen.) E s Je ntsheidung über die Inseln von der Botschafter= onferenz in London den Großmäcten vorbehalten ift fann Bulgarie nach dieser Richtung keine Verpflichtung übernehmen. 7 E dis A n Bulgarien kann _die Berechtigung der Forderung der Ver- und über diesen Gegenstand aus icht in erber nicht anerkennen _ 4) Bulgarien willigt ein, da die Strel dite en as a ferbisch-bulgarishe Grenze einer Lena Es Me alte anvertraut werden, die von den Großmägten zu ernennen ist. E l 4 Bulgarien nimmt den Grundsaß an, demzufolge ih die Krfeg- O S E der Gegenseitigkeit verpflichten, auf raa Cu en Nationalitäten vole Schul- und Kirchenfreihcit zu ge- _ Der Vorsißende Majorescu {lug vor, di chs: Sißung heute abzuhalten, und sagte, h. hoffe, bo derte liegende Tag dazu verwendet werde, eine Lösung vorzubereiten die die besorgten Völker von der Weisheit der Konferenz er- warteten. Er hoffe ferner, heute bereits bestimmte Lösungen verzeichnen zu können, die schnell zum Frieden führen fönnte Varauf wurde die Sizung aufgehoben. E Gestern früh fand eine Konferenz der i en und rumänischen Delegierten unter bent et 2 ajorescus statt. Nach einer längeren Beratung, die bis Mittag dauerte, kam es, obiger Quelle zufolge, zu einer Einigung unter den beiden Parteien über die drei Punkt die von Rumänien in der Note vom 21. Juli foriiliert worden waren. Der Verlauf der neuen Grenze ibe fis die militärishen Delegierten festgelegt. Sie beginnt 12 km unterhalb von Baltschik auf dem ersten Hügel er auf der Karte mit der Höhenangabe 252 bezeichnet ist läufi dann in einer Entfernung von 10 km südlih von Dobritsch O Q n O von Turtukai bei dem Dorfe : symil. Un einigen Punkten weicht die ne äß: der topographischen Eigenart um 15 big 16 Ln v S Linie nah Westen ab. Ferner verpflichtet sih Bulgarien, die Befestigungen von Nustshuk und Schumla zu \hleifen und keine neuen Befestigungen in dem dazwischen lléténden Gebiet und in einem Umkreis von 20 km um Baltschik heru anzulegen. Die Frage der rumänishen Schulen nh

Kirchen in dem von Bulgarien erobert pi sprechend den auf der St. Pet N Us aus Moridlies eten Petersburger Konferenz gemachten

Jn der gestrigen Beratung der ch i Verbündeten mit denen der Voit S A zu einer Einigung über die beiderseitigen Vorschläge zu ge- langen; wie das Wiener „K. K. Telegraphen-Korrespondenzbureau“ meldet, endete die Beratung aber ohne endgültiges Ergebnis Die Griechen bestehen weiterhin auf Kawalla, ebenso die Bul- garen. Die Serben schlagen eine neue Westgrenze vor, aus- gueS i ohgget tom e s e asersheide der Bregalniga und ie alte bulgarisch-türkische i j die Wasserscheide entlang im Süden L e E E dann westlih anschließend an die Grenze des ersten Vorschla 5 Die Bulgaren lehnten dies ab. Y E

Eine Abordnung der in Rumänien lebenden A lbas esen hat vorgestern, wie „W. T. B.“ meldet, dem Minister- „räsidenten Majorescu als Vorsißenden der Friedenskonferenz ine Denkschrift übergeben, in der auf die Gefährdung des ufünftigen albanishen Staats durch übertriebene Forderungen her Serben, Griechen und Montenegriner hingewiesen und umäniens Beistand zur Abhilfe angerufen wird.

Serbien.

Die von den bulgarischen Delegierten unterbreiteten Gegenvorschläge, betreffend die zukünftige Grenz- inie, haben in Belgrad nah einer Meldung des „Wiener ck K, Telegraphen-Korrespondenzbureaus“ einen ungünstigen Findruck hervorgerufen, weil man in diesem Verhalten Bulgariens eine Mißachtung der militärishen Erfolge der erbündeten sowie das Bestreben erblickt, die Friedensverhand- ungen zu vereiteln.- Man erwartet, daß die griechischen Delegierten die bulgarishen Vorschläge in gebührender Form hweisen werden. Das serbische Pressebureau tritt den von bulgarischer eite verbreiteten Nachrichten über Grausamkeiten und ffensivaktionen der Serben entgegen, indem es meldet:

Es muß Verve werden, daß die Bulgaren in ibren Zerichten über angebliche serbische Grausamkeiten fich niemals auf irklihe Tatsahen und Untersuhungen und Berichte von Kom- issionen berufen konnten, wie dies von serbisher Seite geschehen {t Die ebenso unwahren Nachrichten über serbische ODffensiv- ftionen verfolgen offenbar den Zweck, angesichts des abzuschließenden Friedens und während der Friedensverhandlungen Serbten als Stören- ied und als diejenige Macht hinzustellen, die bestrebt ist, die Friedens- erhandlungen zu \tôren, während doch die Bulgaren als stets an- reifender Teil alles tun, um noch im leßten Augenblticke irgend- elhe Erfolge zu erringen und damit den Beweis zu rbringen, daß die militärishe Lage Bulgariens si gebessert 1nd das Kriegsgluck ih gewendet habe. Darauf ist die bul- aris@e Meldung über den Durchbruch der serbishen Stellungen bei Fgri Palanka zurückzuführen. Daß an allen diesen Berichten ketn abres Wort ist, erheut aus der allgemein bekannten Kriegs- ge auf der ganzen Linie von Widin bis Kotshana und Zarewo elo, die von den serbishen Truppen tapfer und mit Erfolg ver- 'idiat wurde. Es wurden bei dieser Gelegenheit sogar beträchtliche oritôße gemaht und früher von den Bulgaren beseßte Punkte enommen. An der erst jüngst von Sofia verbreiteten ahriht, daß die Serben im Bezirk Egri Palanka dreizehn tafedorumänen oder Kußowalachen getötet und ihnen 6000 Schafe, 00 Ziegen und 300 Pferde wezgenommen hätten, fällt, abgesehen on der Unwahrheit der Nachricht, die auf Grund jedenfalls erpreßter [uésagen zweier nah Sofia beförderter Schashirten für die weite efffentlihfeit zugestußt worden ist, {hon auf den ersten Blick auf, man diesmal Kußowalachen als Objekte des serbishen Vandalis- us ausgesucht hat, jedenfalls in der Absicht, zwishen Serben nd Rumänen Zwietraht ¿zu säen, weil die Kußowalachen als tammesbrüder in Rumänten \ich großer Sympathien erfreuen und den von den Serben beseßten mazedonishen Gebieten einen be- putenden Bruchteil der dortigen Bevölkerung ausmachen. Gerade e kußowalachishe Bevölkerung erfreut ih nit nur in den neuen Bebizten, fondern auch imaechasb der alten Grenzen Serbiens bei bolk und Behörden größter Beliebtheit als ein ruhiger, seiner Arbeit seinem Verdienst nachgehender Volksstamm, dessen nationaler

ß fi bisher aus\chließlich gegen die bulgarisWen Bedrüder

vandt hat. Amerika.

Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Washington vird das vorgeschlagene Protektorat über Nicaragua auf- egeben. Der Vorsitzende des Senatskomitees für auswärtige ngelegenheiten ist angewiesen worden, den Staatssekretär Bryan zu ersuchen, einen neuen Entwurf eines Ver- ages mit Nicaragua zu unterbreiten, der sich auf die

verbung des aus\cließlihen Rechtes zu einem Kanalbau in ticaragua sowie auf Konzessionen für eine Marinestation be- hränkt. Angesichts der Opposition des Senatskomitees gegen 1s Protektorat hatten der Präsident Wilson und der Staats- fretär Bryan angedeutet, daß sie bereit seien, die Protektorats- Politik vorläufig aufzugeben.

Der mexikanische Minister des Jnnern veröffentlicht im jamen Huertas eine Erklärung, in der gesagt wird, eine Ein- ishung Fremder oder Einheimischer bei der Besriedung des andes würde von Huerta niht geduldet werden, der auf ne Aufgabe, die er vor der Nation übernommen habe, nicht

rzihte und den Frieden, der Fortschritte mache und si der

Erfüllung nähere, wiederherstellen wolle.

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Venezuela omez hat sich obiger Quelle zufolge entschlossen, bst die Truppen, deren Mobilifierung beendet ist, gegen istro zu führen. Der Präsident ist von Caracas in Puerto obello eingetroffen, von wo er fich auf einem Kriegs\ciff ch Coro begeben will. y Afien.

Der Generalgouverneur von Canton hat vorgestern Nacht,

_„W. T. B.“ meldet, eine starke cinesishe Truppen- teilung nach der inneren Landzunge geschickt, um die dortigen mden Ansiedlungen zu hüßen. Französishe Matrosen sid andet worden, um die französische Konzession zu bewachen.

Afrika. | Nach einer vom „W. T. B.“ verbreiteten amtlichen eldung haben die Spanier vorgestern die Stellung bei cc Éyuman ohne Schwertstreih besegt. Später aber ffen die Kabylen eine Abteilung, die sich dort verschanzt ite, an. Der Kampf dauerte die ganze Nacht und endete mit er Niederlage der Kabylen.

Kolouniales.

A Eine botanische Studienreise nah Afrika.

E Der ordentlihe Professor der Botanik an der Universität Göôt- en, Geheime Regierungsrat Dr. Peter, dem für das Jahr 1913 botanische Tropenstipendium verliehen worden ist, hat am 25. Juli

Studienreise von Hamburg aus angetreten. Lor Peter wie das „Deutsche Kolonialblatt“ berichtet, zunächst die Flora thh Südwestafrikas und danach die Vekologie der nzenwelt in den südafrifkfanischen Ländern, ins- dere in botanisch minder bekannten Steppengebieten, studieren. ) diefen Vorstudien is ein Aufenthalt in Deutsch 2 frif a mit der voraussihtlihen Dauer von aht Monaten beab- igt. Als Hauptstation hierfür ist das Biologisch-landwirtschaft- Institut in Am ani in Aussicht genommen, von wo aus größere en in das Innere des Schußgebiets unternommen werden follen. dem dortigen Arbeitéprogramm Or. Peters sind besonders vahtungen und Sammlungen über einige polymorphe Pflanzen- en und die Verbreitungsverhältnifse pflanzengeographisch wichtiger Tue nennen, Die Heimreise wird voraussihtlich im August E crsoigen.

Vi

Nr. 60 des ,

1913, hat folgenden Inhalt: Großen Kun/'tausstellung in

Berlin.

gegeben im Ministerium der öffentlihen Arbeiten, vom 30. Die Baukunst auf der die2jährigen Betriebsergebnisse von Baggerarbeiten. —' Aus Alt Goslar. Vermischtes: Wettbewerbe für Entwürfe zu einer Sparkasse und zu einem zweiten Dienstgebäude der Kreisverwaltung in Marienburg t. Westpreußen und zu einer Bürgerschule in Altenburg. Bücherschau.

entralblatts der Bauverwaltung“, heraus. U

Anbauflächen, Ernt

aufgeführt, und es nicht angeführt.

Land- und Forftwirtschaft.

eaussihten und Getreideßandel in Frankrei.

Nach den vom Ministerium für Landwirtschaft in Paris im „Journal Officiel“ veröffentlichten Berichten über den Anbau und die Schägzung der diesjährigen Ernte in Frankrei Veränderungen im Anbau nicht vollzogen. das Vorjahr gleichen sich meist in der Weise aus, daß, wenn in der Winterfrucht weniger im Jahre 1913 angebaut ist, im laufenden Fahre mehr in der Sommerfrucht angebaut wird. Nücfgang weist der Roggen mit zirka 20000 ha weniger auf. B trähtlicher sind die Rückgänge in Kartoffeln mit über 55 000 ha, und Destillationsrüben mit nahe an 40900 ha. Kulturen ist im laufenden Jahre zum ersten Male in der Statistik find daher die Anbaushäßzungen für das Vorjahr Die Anbauflächen werden in den beiden Jahren

1913 und 1912, wie folgt, ges{hägt (in Hektar):

ch haben sich wesentliche Die Unterschiede gegen

Einen kleinen

Ein Teil der

es

Winterweizen . Mrs weizen intergerste

Frübjahrs8gerste. . ..

Winterhafer . . .

Frübjabrshafer . . .

Mengekorn

Noggen

E

Topinamburs s E Destillationsrüben Futterrüben Klee, Luzerne usw. . Zeitweilige Wiesen . . Grünfutter, jähriges Natürlihe Wiesen

S d S .

orbweiden

Die

Schäßungsergebnisse Tabellen ersichtlich.

am 1.5. 13 6 332 130 213 830 151 370 604 210 834 100

3 164 400 125 640

1 192 400 am 1. 6. 13 412 700

1 489 470 102 160 231 440 53 650 642 590

3 005 830 301 560 707 320

4 903 060 1 716 480 1 673 409 2856

28 015

7 443

8 092 4416

find

am 1.5. 12 6 377 740 169 800 149 150 607 280 811 190 3193 570 129 830 1213 290.

am 1. 6. 12

Cd

1 546 090

ph

246 880 91 036 655 860 2 996 675 313 229 T2 1250 4 330 055

1 659 441

aus

Winterweizen

Schäßung am 14 lol a L

Frühjahrs- weizen Schäßung am L 1011.9, 159

1:71

Wintergerste

Sch{äßung am

40:10

Frühjahrs- gerste Schätzung am 17.1311. 5:13

Winterhafer

Schäßung am 147,101,918

Frübjahrs- hafer

Schäßung am

E lol 59.13

den

Mengekorn

Schäßung am 1 7. Lo O, 19

a (L

nachstebenden

—_— ckch Sa

§11.5. 13

ung am

80 76 74 70 68 76 73 74 76 90

1. RNeg., Nordwesten 2. Reg., Norden . 3. Reg., Nordosten 4. Reg., Westen . . He Meg. Ville G Meg Die 7. Reg., Südwesten 8. Reg., Süden . . 9. Reg., Südosten , 10. Reg., Korsika . .

Gesamtdurch\{nitts- ergebnis ;

|

j | j | | j

75 83 67 68 70 69 74 79

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80 77 79 72 69 71 65 70 73

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Kartoffeln G LOIL G6; 13

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Zeitweilige Wiesen 7. 1911.6 15

1. Reg., Nordwesten 2. Reg., Norden

3. Reg., Nordosten 4. Reg., Westen . . De, Dle 6. Reg., Osten . . 7. Reg., Südwesten 8. Neg., Süden . , 9. Reg., Südosten . 10. Reg., Korsika . .

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Nordwest Norden Nordosten Westen Mitte Osten Südwesten Süden Südoften

Region, Negion, Region, Region, Region, Negion, . Region, Region, Region, Regien,

GSesamtdurch\chnittsergebnis

D O 7190 f bo D

brd

Noch nicht veröffentlicht

60 = fast gut,

00 99

O O D I R C A

L

D N10

‘d

O =

Noch nicht veröffentlicht

Bei den in Zablen angegebenen Shäßungsergebniffen bedeuten | die Noten §00 = sehr gut, 80 = gut, nägend, 30 = mittelmäßig, 29 = s{chlecht.

ger

33

Dd 56 66

| 70 57 | 61 60

Noch nicht veröffentlicht

| 63

Noch nicht veröffentlicht

60 63

50

P | 58

Noch nicht veröffentlicht

| 80

| 62 80

| 63 | 10

| 64

70 64

60

Noch nicht veröffentlicht

l

D | 66

| 54 80 61 74 60

69

72

Noch nicht veröffentlicht

60 | 80 0

| 80

j | j

|

80 62 76

70

74

Noch nicht veröffentlicht

| 60 A | 80 9 | 50 | 68 | 76

60

P 68

Soweit Noten überhaupt angegeben sind, wurden in den etit- zelnen Departements für die nachstehenden Feldfrüchte die dabei ver- zeichneten Noten erteilt :

Anzahl der Departements mit der Note:

Bezeichnung der Feldfrüchte

E 13

100

(fehr gut)

1.9. 13

L6G 13

60—79 (fast gut) 4

|

5 . De

13

590—59 (genügend)

1 de 13

1D;

13

8E

30—49 (mittelmäßig) E G L, D

13

Li

1

C )

20—29 (\{chlecht)

Le 13

9

Winterweizen Frühjahrsweizen Wintergerste Frühjahrsgerste Winterhafer Frühjahrshafer Mengekorn

Kartoffeln Topinamburs Zuckerrüben Destillationsrüben

utterrüben

lee, Luzerne 2c Zeitweilige Wiesen Grünfutter Natürlihe Wiesen Weidewiesen

Hanf

Korbweiden

—_

Noch nicht veröffentlicht

2 d J

45 28 28 42 23 44 26 36

Noch nicht veröffentlicht

52 i 31 37 30 DU D

42

Noch nicht veröffentlicht

9 1

pa .

pad _

en

pk o I Co 9D

S pl I p C0 I I

Noch nicht veröffentlicht

I

| |

|

L 6.

13

6 l

Noch nicht veröffentlicht