1913 / 201 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Berkehrêöwesen.

In der wissenshaftlihen Abteilung der Internationalen Baufachabteilung in Leipzig bildet eine nah ihrem Umfange zwar bescheidene, in ihrer Art aber sicherlich des Interesses werte Gruppe der Hochbaukunst die Sonderausstellung der Neichs- post- und Telegraphenverwaltung. Sie gliedert sih in vier Abtetlungen: Verwaltungsgebäude, Betriebsgebäude, Postgebäude an Bahnhöfen sowie Pete und Bauten für Wohlfahrtszwecke.

Von neueren Verwaltungsgebäuden werden dem Besucher im Bild vorgeführt: das Oberpostdirektionsgebäute in Koblenz mit hodgewölbter Eingangshalle, deren erfrishende Kühle man im Gegen- satz zur herrshenden fommerlidben Temperatur zu fühlen meint, die \{loßartig am Wasser sih erh:bende Oberpostdirektion zu FSranffurt (Main), die teils einfacher, teils reicher gehaltenen Verwaltung8gebäude von Düsseldorf, Met und Posen und \chließlich die Stätte der Ober- vostdirektion Karlsruhe (Baden), hier mit ihrer vornehmen Haupt- fafsade, dort in der durch den Hufeisenbau bemerkenswerten Hofansicht.

Reichhaltiger beshickt ist erklärlicherweise die Ausstellung von Betriebsgebäuden. Ihr besonderer Reiz liegt in den offensicht- )ihen Vershtédenheiten baulihen Charakters, wie er je nah der Zweckbestimmung des Gebäudes und der landschaftlichen Gegend zum Ausdruck kommt. Von der gewaltigen Flut des Postverkehrs künden die Berliner Postämter, so das ausgedehnte Annahme- und Bestellpostamt Berlin 8 (Französishe Straße), das am Reichstagsufer liegende Post- \heckamt, der mahtvolle Bau des Haupttelegraphenamts in der Oranien- burger Straße und diz Aemter 9 (Lnkstraße, am Potsdamer Bahn- hof) und 58 (Eberswalder Straße, noch im Bau). Auch das wuchtige Gebäude der Fernsprechzentrale mit ihren 8000 Fernspreh- anshlüssen und die in threr Architektur mehr das Geschäftshaus be- tonenden Postgebäude in Essen und Gelsenkirhen, alfo in Städten weltberühmten westdeutshen Arbeitslebens, erweckden dem Beschauer ohne weiteres die Vorstellung intensivsten:Betriebs. Fast idyllisch wirkt dem- aegenüber der mittelalterlih anmutende Bau des Gleiwiger Postamts. In Form eines Landhauses zeigt sich das Postamt der Station Wildpark, und das Postgebiude von Dresden-Striesen sucht dem landhaus- mäßigen, aber doch vornehmen Typus des Vorstadthaufes gerecht zu werden. Der interessante Trovenbau unseres Kolonialpostamts in Daresfalam beschließt die Abteilung. : :

Eine der jüngsten Errungenschaften der Posttehnik veran- \chauliht hauptsählich die dritte Grupve: diz Postbahnhö fe d. bh. jene Bahnhöfe, die aus\chließzlich für den Massenpafket- verkehr der Post errichtet sind. Wenn bisher die gelben Post- farren mit den aufgetürmten Paketen das verwirrende Getriebe auf den großen Eisenbahnhöfen unliebsam vermehren halfen, so wird dem durch dena Postbahnhof endgültig abgeholfen. Die in den Eisenbahnhof einlaufenden Bahnpostwagen werden nach dem nahen Postbahnhof weiter rangiert, hier vollzieht sih in aller Ruhe und un- behindert vom Meisebetrieb das Ein- und Ausladen der aiien massen, und von hier aus erhält der Eisenbahnhof die abgehenden Wagen fix und versandfertig wieder. Die Eisenbahnhöfe sind auf diese Weise vom Paketmassenverkehr befreit. Derzeit genießen allerdings nur Berlin, Leipzig und Cöln den Vorzug besonderer Postbahnhöfe. Ueber erstere beide gibt die Ausstellung im Bild und Grundriß Aufklärung. Den Besucher wird vor allem das recht ansprehende Modell des Leipziger Postbahnhofs anziehen. Es zeigt im Maßstab 1: 250 die Gesamtanlage des Postbahnhofs am Nordende der Brandenburger Straße mit seinen strahlenförmig in den Hallenbau mündenden 29 Schienenp zaren, dem 180 m langen und 8 m breiten Querbahnsteig, der die Verbindnng mit den Eisenbahnbetriebs- gleisen herstelit, und mit dem fast 200 m [angen Hauptgebäude, dem sich eine Rethe kleiner Betriebsgebäude angliedeit. Selbst Einzelheiten des Postbahnhofsbetriebs sind in dem Modell ebenso ge- \chickt wie deutl ch veranshauliht, so die gelben Postautomobile, Miniaturzüge und fogar die Perronkarren mit winzigen Paketchen. Fedenfalls stellt das im Baubureau der Oberpostdirektion Wipzig verfertigte Modell eine anerkennenewerte Leistung peinlihster Klein- arbeit dar. Werfen wir {ließli noch etnen kurzen Blick in die aus- liegende, rei illustrierte Denkschrift über den Leipziger Postbabhnhof. Neben vielen Einblickezn in die vershiedenartigen Zweige dies Dienst- getriebes erfahren wir dabei die Tatsah-, daß das Gebäude nicht wentger als 58000 qm umfaßt und daß die Anlage einshließlich 1 Mill. Mark Grunderwerbsko}ten der Yeichspostverwaltung einen Kostenaufwand von 4 Mill. Mark ve.ursaht hat.

Die vierte Abteilung „Bauten für Wohblfahrtszwecke" wird auss{chließlich bestritten durch Bilder und Grundrisse des groß- zügig angelegten Unterbeamtengenesungsheims Templin, einer idyllishen Kolonie von Unt rbeamtenwohnhäusern.

Wer des näheren in die Raumeinteilung und Gruppenverhält- nisse der Bauten in den vier Abteilungen einzudringen wünscht, dem Sietet sih hierzu an den beiden Drehständern der Sonderau-stellung reihlich Gelegenheit. Der Beschauer sfollte an ihnen aber auch deshalb nicht vorübergehen, weil fb ibm hier ein seltener Einblick in den ihm meist verschlessenen Fernsprech- betrieb bietet. Er sieht die Fernsprehzehilfinnen mit dem Kcpfhörer bei ihrer für unser Zeitalter des Verkehrs unentbehrlihen Tätigkeit, er fann beobadten, wie die starken bis zu 500 paarigen Papier fkabel in das Fernsprechamt einmünden, an den fogeñannten Hauptverteiler weitergeführt werden und von hier, in die Einzeldräbte zerlegt an den

Apparaten, wie den Relais, die dazu dienen, die Anrufzetchen (Lumpen) einzuschalten, den automatishen Gesprächszählern der Grundgebühren- teilnehmer fowie von der Innenelnrihtung der Aemter (u. a. Orts- und Fernamt Leipzig und «Fernsprehamt Hamburg mit voUem Ausbau für 80000 Anschlüsse). Auch die modernsten Vervollkomm- nungen des Fernsprechbetriebs sind vertreten: cin halbselbsttätiges Amt Poien bei dem die Klappen und. Anruflampen für die Einzel- teilnehmer wegfallen und deren Anrufe automatisch auf Abtragepläße verteilt werden, und das Selbstanshlußamt (ganz automatisch) der zum Oberpostdirektionsbezirk Leipzig gehörigen Residenzstadt Altenburg, wo jeder Teilnehmer ih selbst mitiels einer Nummernsheibe mit der gewünschten anderen Nummer zu verbinden vermag.

Verdingungen.

(Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „RNeih3- und Staatsanzeiger“ ausliegen, können in den Wochentazen in desfen Expedition während der Dienststunden von 9—3 Uhr eingesehen werden.)

FtalTien.

11. September 1913, Vorm. 10 Uhr: Bürgermeisteramt in Patti. Bau eines Schulhauses. Voranschlag 295 000 Lire. Zeug- nisse 2c. und vorläufige Sicherbett (10 000 Lire) bis 9. September 1913. ‘Endgültige Sicherheit 29 500 Lire. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“. Z

10. September 1913, Vorm. 11 Uhr: Bürgermeisteramt in Angri. Bau eines Wasserbassins und einer Wasserleitung. Vor- ausSlag 164 000 Lire. Zulasungsanträge und Zeugnisse 2c. bis 5. September 1913. Vorläufige Sicherheit 5000 Lire. Näheres in italienisher Sprache beim „Reich3anzeiger“. i

29. August 1913, Vormittags 9 Uhr. Bürgermeisteramt in Pentima: Nohhmalige Ausschreibung des Baues einer Wasserleitung, Voranschlag 49 914,65 Lire. Vorläufige Sicherheit 2000 Lire, end- gültige !/;5 der Zuschlagssumme. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“. Val. „Reichsanzeiger“ Nr. 180 vom 1. August 1913.

Aegypten.

929. September 1913, Vormittags 10 Uhr. Aegyptishe Staats- eisenbahnen und -telegrapben in Kairo: Vergebung der Lieferung von Bau- und Tischlerholz und Telegraphenstangen. Lastenheft in englisher und franzôsisher Sprache beim „Reichëanzeiger“ und îim Bureau der „Nachrichten für Handel, Industrie und Landwirtschaft“, Berlin W. 8, Wilhelmstraße 74.

Theater und Musik.

Im Königlihen Opernhause wird morgen, Mittwo, Puccinis „Madama Butterfly" aufgeführt. Fräulein Easton, welhe die Titelrolle fingt, sowie Herr Maclennan, der den Linkerton gibt, verabschieden si in dieser Vorstellung, um einem Rufe an das Ham- burger Stadttheater zu folgen. In den übrigen Hauptrollen find dite Damen Rothauser, Parbs, die Herren Bronsgeelt, Henke, Philipp und Krasa beschäftigt. Dirigent ist der Kapellmeister von Strauß.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen das vater- ländishe Schauspiel „1812“ von Otto von der Pfordten in der be- fannten Besetzung zum ersten Male in dteser Spielzeit wiederholt.

Im Schillertheater Charlottenburg ist, mit Rücksicht auf mehrere in anderen Berliner Theatern angeseßte Erstaufführungen, die ersle Aufführung von NRoseggers „Am Tage des Gerichts“ von Sonnabend auf Freitag, den 29. August, verlegt worden. Der Spiel- plan gestaltet sich also wie folgt: Donnerstag: „Geographie und Liebe“, Freitag: „Am Tage des Gertchts“, Sonnabend: „Am Tagê des Ger:chts*; nähsten Sonntagnahmittag: „Wilhelm Tell“, Abends: „Am Tage des Gerichts“.

Die Orgelkonzerte im Dom, die Anfang September wieder beginnen, finden von jeßt ab nicht mehr am Mittwoch, sondern alle 14 Tage am Dienstag, Nbends 8 Uhr, statt. Das 1. Orgel- konzert dieses Herbstes is für Dienstag, 2. September, festgeseßt.

Mannigfaltiges.

Berlin, 26. August 1913.

Der Magistrat hat, wie hiesige Blätter melden, zum heutigen Tage die im Viktoriapark errihtete Herme Theodor Körners durch die städtishe Parkverwaltung_ mit Blumen \chmüden laffen und einen Kranz niedergelegt, dessen Schleife die Aufschuift trägt: „Dem Freibheitedihter Tbeodor Körner im Gedenken an seinen Heldentod vor 100 Jahren. Die Stadt Berlin. 26. August 1913.“

Die Hundertjahrfeier zur Erinnerungan das Gefecht von Blankenfelde bei Berlin wurde vorgestern, wie die „Voss. Ztg.“ berihtet, durch Enthüllung eines Denkmals auf der Blankenfelder Dorfaue begangen. Unter den Teilnehmern befand sich unter anderen etne Abordnung des Infanterieregiments Prinz Friedri der Niederlande (2. Westfäl. Nr. 15); die weiße Atlasschleife des Kranzes, der im Auftrage des Regiments niedergelegt wurde, trug die Widmung: „Den tapferen Kriegern in dankbarer Erinnerung das Infanterieregiment Prinz Friedri der Nieder[ande“. Das Regiment verlor beim Gefecht 114 Mann, von diesen starben 28 Mann und der Leutnant Gervais den Heldentod; ihre sterblichen Ueberreste

wurden auf der Grerje zwishen Sühnstorf und Blankenfelde im Walde bestattet, und fechs Linten kennzeihnen noch heute den Ort, Die Gemeinde s{mückte die Giabitätte gesiern mit einem Lorbeer- franze. Das Denkmal selbst ist aus märkishen Findlingen gefertigt, und durch cine Anzahl hauptsächlih im Orte gefundener Kanonen- fugeln ge\chmüdcki. Eine Tafel an der Süofeite trägt die Inschrift : „Zum Gedächtnis an das siegreihe Gefeht von Blankenfelde, den 23. August 1813. Den Kämpfern zur Ehre Den Lebenden zur Mahnung Den Kommenden zur Nacheiferung.“ Auf der gegenüberliegenden Seite ift die von dem obengenannten Reatiment gestiftete Tafel eingelassen. Das Regiment widmet sie „seinen tapferen Kriegern in dankbarer Erinnerung an den 23. 8. 1813.“ Die Festrede hielt der Ortsgeistlihe, Pfarrer Zin ker, nagel. Er schilderte an der Hand der Chronik in den Kirhenbüchern die Schrecknifse des Schlachttags und erzählte von dem hartnädigen Festhalten des Octs durch den General Tauengzien, dessen zähes Aus harren die Schlacht und den Sieg bei Großbeeren zeitigte.

_ Pola, 25. August. (W. T. B.) Heute .nahmittag hat das feierlihe Leihenbegängnis des WVizeadmirals Grafen Lanjus unter Teilnahme der gesamten Garnifon und der Zivilbehörden stattgefunden. Auch der deutsche Konteradmiral Trummler - und ein Teil der Besaßung des im Hafen liegenden deutschen Kreuzers „Göben“ nahmen daran teil. Hinter dem Sarg schritt als Vertreter des Kaisers Flügeladjutant Oberstleutnant Graf Hoyos. Ihm folgten der Flügel, adjutant Major Graf von Kagenek als Vertreter des Deutschen Kaisers, der Obersthofmeister Freiherr von Rumerékirh in Ver- tretung des Erzherzogs Franz Ferdinand und der Marinekommandant Admiral Haus.

_ London, 25. August. (W. T. B.) Der Flieger Hawker ist beute fröühß um 5 Uhr 30 Minuten in Southampton zum Nundflug der Wasserflugzeuge um Großbritannien auf gestiegen und um 8 Uhr 10 Minuten in Ramsgate angekommen.

Deauville, 25. August. (W. T. B.) Der Flieger Bofano machte heute früh gelegentlich des Wettbewerbs von Wasser, flugzeugen einen Probeflug. Dabei stürzte das Flugzeug ins Meer, und Bosano wurde ziemlih schwer verlegt.

Catania, 25. August. (W. T. B.) In der vergangenen Nacht t über der Stadt ein \chwerer Aschenregen nieder- gegangen. Der Aetna ist mit dihtem Nebel bedeckt. Vermullih ist ein Ausbruch erfolgt.

Madrid, 25. August. (W. T. B.) In rida (Katalonien) {lug gestern während eines Gewitters der Blitz in eine Pulver- fabrik und führte eine Explosion herbei, durch die etne Person getôötet und 35 verleßt wurden. Der Schaden ist beträchtlich.

Stockholm, 25. August. (W. T. B.) Gestern abend um 9 Uhr fuhr bei Norrtelge ein Torpedoboot gegen ein Motorboot, dessen neun Insassen ins Wasser fielen. Ein Mann und zwei Frauen ertranken, die anderen wurden

gerettet.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen. i Washington, 25. August. (W. T. B.) Der Senat nahm ohne namentlihe Abstimmung den Abschnitt der Tarif - vorlage über die freie Einfuhr von R ohwolle an und ebenso das Amendement zur Tarifreform, daß dieser Abschnitt am 1. Dezember in Kraft treten foll. Dann wurde die ganze Freiliste angenommen, mit Ausnahme der Paragraphen über M NAEIEIIS die zur weiteren Beratung zurückverwiesen wurden.

Mexiko, 26. August. (W. T. B.) Der Abgesandte des Präsidenten Wilson, Lind, hat sich von dem Minister des Auswärtigen Gamboa verabschiedet und reist heute über Veracruz nah Washington zurück. Die leßte Unter- handlung hat keine Anzeichen datür ergeben, daß Mexiko von seiner vorher eingenommenen Stellung gegenüber ÍBilsons Vorschlägen zurückweihe. Es wird gemeldet, daß Präsident Huerta die meisten im Ruhestande befindlihen Offiziere zu den Fahnen zurückberufen habe.

Schanghai, 26. August. (W. T. B.) Bei Nanking haben in den leßten zehn Tagen heftige Gefechte stattgefunden. Nach den leßten Nachrichten \chließen die n ordchinesi schen Truppen unter General Changshun die Stadt ein. Sie sind jeßt endgültig im Besiß des Purpurberges, der den Schlüssel zu Nanking bildet.

(Fortsezung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

E Roggen ¿.« E Been ¿i } Malzgerste | Andere Gerste .

Roggenmehl . . Weizenmehl

Bielfahshränken enden; er bekommt ferner einen Begriff von allerlei

Theater.

Königliche Schauspiele. Mittwech: Opecnhaus. 154. Abonnementsvorstellung. Madama Butterfly. Javanishe Tra- gödie in drei Akten. Nach J. L. Long und O. Belasco von L. Illica und G Giacosa, deuts von A. Brüggemann. Musik von Giacomo Puccini. Musikalishe Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: Herr Regisseur Bahmann. Anfang 72 Uhr.

Schauspielhaus. 141. Abonnementsvor- stellung. LSU2. Schausptel in fünf Aufzügen von Otto von der Pfordten. Negie: Herr Oberregtfeur Patry. Anfang 74 Uhr.

Donnerstag: Opernhaus. 155. Abonne- mentsvorstelung. Dienst- und Freipläßge find aufgehoben. Der Ring des Nibelungen. Bühnenfestspiel von Richard Wagner. Zweiter Tag: Siegfried in En von Richard Wagner. Anfang ( T.

Schauspielhaus. 142. Abonnementsvor- stellung. (Goethes Geburtstag.) Göh von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schauspiel in 5 Aufzügen von Goethe. Anfang 7 Uhr.

Die Ausgabe Abonnementskarten für - den 30. und 31. August fowie für den Monat September 1913 zu 30 Opern- und 32 Schauspielvorstellungen findet am 27. und 28. August d. I., Vor- mittags von 10{—1 Uhr, in der Köôni lichen Theaterhauptkasse im Königlichen Schau- spielhause, Eingang Jägerstraße, und zwar nur gegen Vorlegung des Abonnements- vertrags statt. Es werden am 27. August d. J. nur die Karten zum 1. Rang und Parkett und am“ 28 August d. I.

der

diejenigen zum 2. Rang bezw. Balkon | straße 104—104 a.)

und 3. Rang bezw. 2. Balkon ver Gleichzeitig wird ersucht, den Geld- betrag abgezählt bereit zu halten. Die Abonnementskarten zur 139. ODpern- vorstellung werden hierbei in Anrechnung gebracht.

Deutsches Theater. Mittwoch, Abends $ Uhr: Faust, L. Teil.

Donnerstag : Der lebeude Leichnam.

Gee: Hamlet.

Sonnabend: Der lebende Leichnam.

Kammerspiele.

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Frühlings Erwacheu.

Donnerstag: Mein Freund Teddu.

Freitag: Zum ersten Male: Eine venetianishe Nacht.

Sonnabend : Kaiserliche Hoheit.

Berliner Theater. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Filmzauber. Große Pofse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Nudolf Bernauer und Nudolyh Schanzer.

Donnerstag und folgende Tage: Film- zauber.

Theater in der Königgrüßer Straße. Mittwo%, Abends 8 Uhr:

Die füuf Frankfurter. Lustspiel in drei Akten von Karl Nößler. Donnerstag und Sonnabend: Das Buch einer Frau. Freitag: Die fünf Frankfurter.

Deutsches Schauspielhaus. (Direk- tion: Adolf Lang. NW. 7, Friedrich- Mittwoch, Abends

8{ Uhr: Ensemble - Gastspiel. Das Farmermüädchen. Operette von Jarno und Okonkowski.

Donnerstag und Freitag: Das Farmer- mädchen.

Sonnabend: Zum ersten Male : Sieben tolle Tage.

Komödienhaus. Mittwoch, Abends 87 Uhr: Hochherrschaftliche Woh- nungen. Pofse in vier Bildern von Toni Impekoven. Musik von Willi Bred- schneider.

Donnerstag und folgende Tage: Hoch- herrschaftlice Wohnungeu.

Schillertheater. 0. (Wallner- theater) Gastspiel: Sachse - Oper. (Leßte Woe in dieser Spielzeit.) rat Abends 8 Uhr: Der Wild-

ß.

Donnerstag : Die weiße Dame. (Gast- spiel Kammersänger Kurt Frederich.)

reitag: Der Troubadour.

Sonnabend: Die weifie Dame.

Charlottenburg. Mittwoch, Abends 8 Vbr: Der Leibgardist. Komödte in drei Aufzügen von Franz Molnár.

Donrerstag: Geographie und Liebe.

Freitag: Zum ersten Male: Am Tage des Gerichts.

Sonnabend: Am Tage des Gerichts.

Theater des Westens. (Station: Zoologisher Garten. Kantstraße 12.) Mittwech, Abends 8 Uhr: Gastspiel Sylvester Schäffer. Vorher: Die beiden Einakter: Ein augebrochener

O und Das starke Stück. Sommer- preise. Donnerstag 1nd folxende Tage: Gastspiel Sylvester Schäffer. Dazu: Ein au- gebrochener Abend und Das ftarke Stück.

Sonntag: Abschiedsvorstellung.

/

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Mittwoch, Abends 8{ Uhr: So *n Windhund! Schwank in drei Akten von Curt Kraaß und Arthur Hoffmann.

Donnerstag: So ’n Windhund!

Freitag und Sonnabend: Majolika.

Residenztheater. Mittwoh, Abends 8t Ubr: Die Frau Präfidentin. (Madamos la Présidente.) Schwank in drei Akten von M. Hennequin und P. Veber.

Donnerstag und folgende Tage: Die Frau Präfidentin.

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Puppchen. Posse mit Gesang und Tanz in drei Akten von Iean Kren und Curt Kraag. Gesangsterte von Alfred Schönfeld. Musik von Jean Gilbert.

Donnerstag und folgende

Puppchen.

Tage:

Trianontheater. (Georgenstr., nahe Babnhof Friedrichstr.) Mittwoch, Abends 8 Ubr: Untreu. Vorher: Der abge- risscne Glockeuzua.

Donnerstag und folgende Tage: Unutreu. Vorher : Der abgerisseue Glockenzug.

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Irmintrud von Zenker mit Hrn. Leutnant Constantin von Burgsdorff (Rittergut Kreisha—Alten- burg, S.-A.). Frl. Eleanor Linnarÿ mit Hrn. Rudolf von Schack (Berlin- Grunewald—St. Goar).

Vereheliht: Hr. Leutnant d. Nes nan Stolze-Dehtow mit Frl. aria-Elisabeth von Krosigk (Defsau). Léonard Graf von Harbuval-Chamars mit Frl. Hedwig Bertling (Berlin). Geboren: Ein Sohn: Hrn. Ober- leutnant Claus-Gerd von Prefsentin (Mülheim - Cöln a. Rh.). Eine Tochter: Hrn. Oberleutnant Emil Dn E - Bockelberg (Frankfurt, er).

Gestorben: Hr. Oberstleutnant a. D. Friy Wichmann (Magdeburg).

——

a

__ Verantwortlicher Redakteur: DirektorDr. Tyrol inCharlottenburg.

Verlag der Expedition (Heid r i ch) in Berlin.

Dru der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32

Acht Beilagen

(einshließlich Börsenbeilage und Waren“ zeichenbeilage Nr. 67), sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 5 des öffentlicheu Anzeigers (einschließ lih der unter Nr. 2 veröffentlichten Bekanntmachungen), betreffend Kon- manditgesellshaften auf Aktien und Aktiengesellschaften für die Woche vom 18. bis 23. August 1913,

M 201.

| Erste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Dienstag, den 26. August

Amtliches.

Deutsches Reid. Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee. Offiziere, Fähnriche usw.

i M. Iacht v. der Lan cken, Maior a. D., zuleßt Bezirksoff. beim Landw. Bez. I Essen, eine etatmäßige Hauptmannsstelle beim JIn- validenhause in Carlshafen, v. Krüger, Oberlt. a. D., Schlesw. Holst. Ulan. Regt. Nr. 15, eine etatmäßige Oberleutnants- stelle beim Invalidenhause in E und zwar vom 1. September v. alenapbÞ, Stellung bei der Großherzogl. Mecklenb. Invalidenabt. in Schwerin

Swinemünde, an Bord S.

7, August.

1913 ab, verliehen.

enthoben.

Hauptm.,

„Hohenzollern“, zuleßt im

von seiner

Homburg vor der bhauf (Richard), Oberlt. im Inf. Regt. von Grolman (1. Pos.) Nr. 18, zur Dienstleistung als Lehrer für die Verstärkung der Kriegs- \s{ule in Glogau in dem Lertzenberger Lager, Shwahn, Oberlt. im Deutschordensinf. Negt. Nr. 152, vom 26. August 1913 ab zur Dienstleistung als Lehrer für die Verstärkung der Kriegsshule in DO as Ttommandiert. Hb

__ Homburg vor der Höhe, den 23. August. Hillertch, Fähur. im Inf. Regt. Hessen-Homburg. Nr. 166, unter S erievunt in das 2. Unterelsäff. Inf. Negt. Nr. 137, zum Lt. mit Patent vom 19. August 1911 befördert.

Nachweisung der beim Sanitätskorps eingetretenen Veränderungen. : Durch Verfügung des Generalstabs8arztes der Armee. Mit Wahrnehmung offener Assist. Arztstellen beauftragt : 22 ZUU 1913:

Höhe,

den 19. August.

Nessel-

am

Schuster, Unt. Arzt beim 7. Rhein. Inf. Regt.

Nr. 83,

Nr. 69, nach am 12. Juli 1913 erfolgter Versezung vom hef. Feldart. Negt. Nr. 47, Franke, Unt. Arzt bele 2. Oberelsäf}}. Feldart. Negt. Nr. 51; am 24. Juli 1913: Frebse, Unt. Arzt beim Meyer Inf. Negt. Nr. 98; am 4. Auguît 1913: Oeblmann, Unt. Arzt beim 5. Wesipr. Inf. Regt. Nr. 148; am 7. August 1913: Schroeder, Unt. Arzt beim arf tv gf von Wittich (3. Kurhef}s.)

: rzt beim 3. Lothring. Feldart. egt. Nr. 69. Hauer, Unt. Arzt beim- 6. Bad. Inf. * dai Friedri 111. Nr. 114; am A Sie N Le 2. irg Jns. S Nr. 151, eim Holstein. Fe dart. Regt. Nr. 24, eimbach, Unt. Ar i Niedershlef. Fußart. Negt. Nr. 5, S ite, Ge Arzt era Lci gardeinf. Regt. (1. Großherzogl. Hef.) Nr. 115, i beim 5. Hannov. Inf. Negt. Nr. 165.

Hoemann, Unt. A

am 12. August 1913:

19103

2 Siurs

: Hülsen, Unt. Arzt Wissemann, Unt. Arzt

Ernst, Unt. Arzt

Gesamtetnfuhr

Handel Deutschlands mit Getreide und Nach Erntejahren, beginnend mit L. August.

Vom 1. August bis 20. August (Mengen in äz = 190 Ks).

L) Ein- und Ausfuhr.

Davon sofort verzollt oder zollfrei

Gesamtausfuhr

Davon Ausfuhr

dem freien Verkehr

aus

1913/14

| |

1912/13 | 1911/12 |

1911/12

| 1913/14 | 1912

1913/14 | 1912/13 |

1911/12 |

Roggen Weizen. . . Malzgerste . Andere Gerste Gerste ohne nähere Ang. E 2 S O Roggenmehl . Weizenmehl .

5 11251 8| 1145 173

31 781 384 537 765 086

612 8 962

620! 9 859]

224 732| 392 030 1 524 986) 1 528 608 28 482

1 595 540 23 522 654 646 585 641

9 567

3801

32| 199 377 | 1 286 639 [9934

824 948]

O R O

O do DD S O —I D G0

pk Ey D

252 027 592 219 6192|

4 359|

938 209 434 591 627

4 738

303 076) 137 318 |

14 995! j

325 606| 164 212!

2895 203 159 833

5 067)

|

210 944, 31 889) 56 9539| 84 069

2 120

146 736) 37 670| 90 289 70 072

85 891 30 233 55 337

L Ci

3) Einfuhr in den freien Verkehr nach Verzollung.

Gesamte

verzollte Menge Warengattung

Davon

verzollt

299 144 20 954

45 90 994 21

50 284 69 573

beim unmittelbaren Eingang in den freten Verkehr

bet der Einfuhr von

Niederlagen, Freibezirken usw.

Warengattung

: 1913/14 | 1912/13

|

| 1911/12

| 1913/14 | 1912/13 | 1911/12

| | j

f

1913/14 |

267 099 1 15 644 }

4

Einfuhr

j

1 I 2. 6 3,

4. 9

in Freibezirke usw.

2) Mehlausfuhr gegen Einfuhrschein.

Gattung, Ausbeuteklasse

[913/14 | 1912/13 | 1911/12

Noggenmeh]: . Klasse (0—60 v. H.). .. (über 60—6d v. H.) i O Toggenshrotmehl *)

Weizenmehl: 1. Klasse (0—30 b. H). . Ober D D C O0 D) O O e (D D.)

Hartweizenmehl a)

50 278| 33 285 1524 6516| 8 953

| |

69 532 61 051 545)

6 254| 1244| 239| 199|

56 522| 46 544| 2 988 5 801) 1 189 83 702] 62 190| 211 13 277| 7245| 779)

R |

*) Ausbeute für jede Mühle besonders festgeseßt.

) Niederlageverkehr.

Verzollt von Nieder- lagen,

auf Niederlagen,

| | 1913/14 | 1912/13

j Frei- 1911/12 bezirken

Ausfuhr von Niederlagen, Freibezirken usw.

1913/14 | 1912/13 | 1911/12

250 026 1423 183| 1 2 996 290 6209| 1 283 450 702 914

32

2 456|

243 608| 1 195 169 542 1577 921| 1 307 258| 805 271| 11) S137!

Berlin, den 26.

E O

365 487 297 798 13 692 574 786 572 200 502 602 30

2 630

August 1913.

900 032| 196 360| 293088 1105 162! 1286 639| 1 182276 538| 2934| 12537 1124 034| 824 948| 1 252 468 274 625| 252 027| 538 156 713 792| 592219| 434551 11| 26| 30

2 8315| 2 195| 9 630

399 || Roggen . O22 N Been e 95 }| Gerste

Kaiserliches Statistishes Amt.

Delbrü.

33 827| 197 383) 294 499|

97 824| 130 442]

100!

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usw. |

98 942 346 332 382 539 116 437 151 090 174 4 h 4 829

95 355) 238 347 360 323| 132 510! 172 867|

wie 3, Spalte 8 bis 10

3 932/ 116 364| 14 880 48 213 99 742 91 886 37 649 5

361

73 129 124

4 18 104 29

3 894

82

31

144 189 L919 60 612 30 232 C 36 499 37

Berichte von deutschen Getreidebörsen und Fruchtmärkten.

Marktorte

Weizen

Hauptsächlich gezahlte Preise für 1 t (1000 kg) in Mark

Roggen :

Hafer

N

mittel

DD Cen

Königsberg i. Pr.

A e De «0

rankfurt a. M. . uobura + « O DEN « s Stuttgart . Mannheim . Hamburg

Berlin, den 26. August 1913.

214 198—202 n. E. 199 n. E. 197—199 193—195 n. E.

205—206,50 204-—206 197—200 205 210—212,50 206—208 n. E.

162 n. G. | 160 I 161,50 n. E.

159 n. E.

155— 156 156—158 n. E. 167,50—170

166—170

164—166

175

170—172,50

162—163 n. E.

171 164—171 155—158 156 —158 180—185 163—167 174—176

160 170—172,50 175—178

Kaiserliches Statistishes Amt.

Delbrü ck.

165 163—166

155 144—147

173—175 157,50

150—160 n. E. 170—175

176—180 172,50—177,50