1894 / 183 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

13 044600 M 4°/a, 13 485 000 A 449% und 2330100 Æ 5 9%, zusammen 45 362 700 #4 Pee von den Grundbesizern zu ver- zinsen sind. Zugesichert, aber noch nicht abgehoben find 194 700 A ____— Die „Köln, Ztg.“ {reibt unter dem 4. d. M.: Das Ergeb- u der heute bei der Königlihen Eisenbahn-Direktion ‘Köln (rechtsrheinisch) abgehaltenen Verdingverhandlung über 3750 Eis enbahn-Güterwagen verschiedener Art is für die heimishen Werke insofern günstig, als kein ausländisher Wettbewerb (Sitgesunden hat. Die preußischen Wagenbau - Anstalten nsbesondere sind freilich theils ducch süddeulshe Angebote, theils durch solhe von neu als Bewerber amgeletenen Werken um ein geringes unterboten worden. Die Geschäftslage der Eisen- bahnwagenfabriken ist, wie hierzu bemerkt wird, in der Besserung begriffen. Es fehlt nit an Aufträgen, und die Anstalten müssen fogar hier und da längere Lieferfristen in Anfpruch nehmen. - Die gedrückten Preise eigen allerdings noch keine Erhelung, doch sind wenigstens Anzeichen dafür vorhanden, daß man mit der Zeit auch wieder lohnendere Be- schäftigung erhalten wird. /

E eburg, 4. August. (W. T. B.) Zuckerberiht. Korn- zucker exkl., von 92 9/9 —, neue 12—12,10 Kornzuder exfl., 88 9/6 Rendem. 11,30—11,40, néue 11,45—11,50, Nachprodukte exkl, 75 9% Rende- ment 7,70 —9,10. Ruhig. Brotraffinade 1. 25,25. Brotraffinade IT. —,—., Gem. Raffinade mit Faß 24,25—25,50. Gem. Melis I., mit

23,25. Ruhig. Robzuker T. Probult Transito f, a. B. amburg pr. August 11,374 Gd., 11,45 Br., pr. September 10,973 ez., 11,00 Br., pr. Oktober-Dezembec 10,60 bez., 10,625 Br., pr. Januar-März 10,624 Gd., 10,65 Br. Nuhig, stetig. :

Leipzig, 4. ugust. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B. pr. August 3,25 4, pr. September 3,25 4, pr. Oktober 3,275 4, pr. November 3,275 M, pr. Dezember 3,30 #6, pr. Januar 3,324 Æ, pr. Februar 3,39 ä, r, März 3,374 #6, pr. April 3,37} #4, pr. Mai 3,374 4, pr. Juni —, pr. Juli —. Umsatz 20 000 kg.

Mannheim, 4. August. (W. T. B,) Produktenmarkt. Weizen pr. August —, pr. Nov, 13,35, pr. März 13,80. Roggen pr. August —, pr. Nov. 11,80, pr. März 12,25, Hafer per August —, pr. Nov. 12,15, pr. März 12,65. Mais pr. August —, pr. Nov.

10,95, pr. März 11,25. i (W. T. B.) (Börsen-S{hluß-Bericht.)

Bremen, 4. August. } | Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer Baumwolle. Nuhig.

etroleum-Börse.) Ruhig. Loko 4,65 Br. a ] ; pland middl. loko 364 $4. Schmalz. Höher. Wilcox 372 , Armour shield 37 Z, Cudahy 377 4, Fairbanks 4. Sped. (W. T. B.) Ausweis der öster reihi}\ch-

Sehr fest. Short clear middling loko 36.

Wien, 4. August. Au t ungarishen Staatsbahn (österreihishes Ney) für den Monat Fuli 2249892 Fl., Mehreinnahme gegen den entsprechenden Zeit- raum des vorigen Jahres 26 892 Fl.

6. August. (W. T. B.) Die Brutto-Einnahmen der Orientbahnen betrugen in der 28. Woche (vom 9. Juli bis 15. Juli 1894) 170647 Fr., Abnahme gegen das Vorjahr 51 995 Fr. Seit Beginn des Betriebsjahres (vom 1. Januar bis 15. Juli 1894) betrugen die Brutto-Einnahmen 5 616 743 Fr., Abnahme gegen das Vorjahr 1 006 409 Fr.

Pest, 4. August. (W. T. B.) Produktenmarkt. Weizen per Herbst 6,57 Gd, 6,58 Br., pr. Frühjahr 6,97 Gd., 6,98 Br., Roggen pr. Herbst 5,03 Gd., 5,05 Br., Hafer pr. Herbst 5,80 Gd., 5,82 Br., pr. Frühjahr 6,03 Gd., 6,05 Br. Mais pr. Mai-Juni 5,36 Gd., 5,37 Br., August-September 5,54 Gd., 5,95 Br., Kohlraps pr. August-September 9,95 Gd., 9,65 Br. i

London, 4. August. (W. T. B.) An der Küste 10 Weizen- ladungen angeboten.

Rüben-Roh-

96% TJavazucker loko 13} geschäftslos, zudcker loko 11 Fe :

6. August. (W. T. B.) Die Getreidezufuhren betrugen in der Woche vom 28. Juli bis 3. August: Engl. Weizen 1874, fremder 79 843, engl. Gerste 1562, fremde 12 087, engl. Malzgerste 23 875, fremde —, engl. . Hafer 13, fremder 122 104 Qrts., engl. Mehl 17 130, fremdes 56 065 Sack und 200 Fal

Amsterdam, 4. August. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 51. Bankazinn 403. /

Konstantinopel, 5. August. (W. T. B.) Die Annahme des von dem europäishen Syndikat der Türkenloos-Besigzer vorgeschlagenen Arrangements durch den türkishen Ministerrath er- folgte einstimmig. / E l

New-York, 4. August. (W. T. B.) Die Börse eröffnete fest und lebhaft und verblieb auch im weiteren Verlauf in angenehmerer Stimmung. Schluß war rect fest. : : /

Weizen eröffnete {chwach und fallend auf ungenügende Nach- frage für den Export und günstiges Wetter, sowie auf erwartete Zu- nahme der sichtbaren Vorräthe. Später icat -auf die Festigkeit des Piéais Erholung ein. Schluß stetig. Mais s{chwächte sih nach Eröffnung etwas ab infolge günstiger Witterung im Nordwesten, hee g auf Deckungen der Baissiers Erholung ein. Schluß ehr fest,

Der Werth der in der vergangenen Woche ein geführten Waaren betrug 10 478 290 Dollars gegen 9 040 825 Dollars in der Monale, davon für Stoffe 1 830 532 Dollars gegen 1696127 Dollars in der Vorwoche. : / A

Chicago, 4. August. (W. T. B) Weizen anfangs niedriger auf erwartete Zunahme der sihtbaren Vorräthe und bedeutende An- künfte, dann erholt infolge umfangreiher Käufe und Deckungen, sowie auf trocktene Witterung. Schluß stetig. Mais s{chwähte sich anfangs etwas ab infolge günstiger Witterung und geringer Nachfrage, später erholt. Schluß recht fest.

5 Verkehrs-Anstalten.

Laut Telegramm aus Herbesthal ist die zweite eng- lishe Post über Ostende vom 4. d. M. ausgeblieben. Grund: Zugverspätung in England.

Der Eofidam fer „Rotterdam“ der Niederländish-Ameri- fanischen Dampfschiffahrts-Gesellshaft ist am 3. August d. J. in New - York angekommen. j Bremen, d. August. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Postdampfer „Wittekind“ hat am 3. August Nachmittags D over passiert. z Triest, 4. August. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Thalia ist, von Alexandrien kommend, heute Nachmittag hier eingetroffen. 5. August. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Maria Theresia“ ist, von Konstantinopel kommend, heute Vormittag hier eingetroffen. New-YV ork, 4. August. (W. T. B.) Die Cunard-Linie hat den Zwischendecks-Passagepreis vom Kontinent nah New- York wieder auf 20 Dolars erhöht. Die übrigen an dem Tarif- kampfe betheiligten Gesellshaften dürften dieser Erhöhung folgen.

Theater und Musik.

In der 201. Aufführung des Halbe’shen Dramas „Jugend“, die am Mittwoch die Saison des Residenz-Theaters eröffnet, werden einige neue darstellerishe Kräfte debütieren: das Annchen wird von Fräulein Eleonore Driller vom Stadt-Theater in Riga, der Kaplan von Herrn Hermann Karlow, der gans von Herrn Gustav Gregory dargestellt werden. Die übrigen Rollen bleiben in der alten Besezung. : l

Im Theater Unter den Linden bleibt „Der Bettelstudent“ bis Donnerstag auf dem Spielplan. An diesem Tage gelangt die Sirauß’sche Operette „Der Zigeunerbaron“ neu insceniert zur ersten Aufführung. Die Regie führt Herr Direktor Frißshe. Herr Ballet- meister Gundlach hat zwei neue Balleteinlagen einstudiert, Außer

räulein Collin, den S Steiner und Schulz werden an diesem bend au noch die Solotänzerinnen Fräulein Gobini und Polednick sowie die Tänzer Gantenberg und Steuer debütieren.

flau,

“Betrieb der i i Semen ist auf 50 Jahre ertheilt, die Herstellung und die In- -

Mannigfaltiges.

Nach Beendigung der Sommerferien beginnen in dieser Woche in den städtischen Fortbildungs\ch{ulen wieder die Vorträge über Geseßeskunde. Jn der Anstalt Fruchtstraße 38/39 wird Dienstags, Abends von 7 bis 9 Uhr, zunächst über die Krbeiter- versicherung (Kranken-, Unfall-, Alters- und Invaliditäts-Versicherung) Vortrag gehalten werden. Der Zutritt zu den Vorlesungen ist unentgeltlich und steht nach Meldung bei dem Dirigenten der Anstalt Jedermann frei. E

Die Veröffentlihung der Genehmigung für die elektrische Straßenbahn Groß-Lichterfelde Lankwiß—Stegliß— Mariendorf (Kolonie Südende) ist nunmehr im Amtsblatt des Teltower Kreises erfolgt. Die Cm Bg erstreckt si auf [oigenee Linien: erstens vom Anhalter Bahnhof in Groß-Lichterfelde nah Bahnhof Steglitz, ausgehend von dem östlichen Ende der bestehenden elektrischen Bahn durch den Jungfernstieg, die Boothstraße, die Berlinerstraße und die Albrechtstraße; zweitens von Groß-Lichterfelde nah Stegliß, ausgebend von der bestehenden elekftrishen Eisenbahn bei der Chaussee- und Drakestraße durch die Chaufsee- und Schütenstraße bis zur Ein- mündung in die obengenannte Linie der «dl u e drittens vom Bahnhof Südende - Lankwip nach Bahnhof Stegliß, durch die Stegligzer- und Mariendorferslraße bis zur Einmündung in die erstgenannte Linie, sowie auf den bereits bestehenden eleftrishen Straßenbahn. Die betriebnahme der Bahn muß innerhalb sieben zum Bau geeigneter Monate nach der Veröffentlihung der Genehmigung erfolgen. Für den Fall der Nichterfüllung dieser Bedingung ist eine Konventionalstrafe von 15 000 M festgeseßt. Bei niht ordnungsgemäßem Betrieb der Bahn tritt eine Konventionalstrafe von 2000 ( ein. Die Fahrgeshwindig- keit darf 25 km in der Stunde an keiner Stelle übersteigen, in den Kurven und an verkehrsreichen Stellen ist sie auf 10 km in der Stunde zu ermäßigen. Für die Linie Südende-Steglit i} 18-, für alle andern Linien 15-Minultenverkehr vorgesehen.

Das Gros der Berliner Ferienkolonisten, 760 Kinder zählend, ist am Sonnabend Nachmittag nah Berlin zurückgekehrt und von den Eltern in Smn lang genommen worden. Heute trafen noch 58 Kinder aus Fürstenwalde und 11 Mädchen aus Greifenhagen hier ein. 36 Mädchen verbleiben noch bis zum 18. d. M. in Dargun in Mecklenburg. Neu ausgesandt wurden am heutigen Vormittag 223 Mädchen; von diesen gehen 60 in Seebäder ad Prerow und Zingst; die übrigen sollen in Soolbädern, in Kammin, Elmen,

Harzburg, Kösen, Luisenhall und Pyrmont Erholung suchen.

Danzig, 4. August. Premier-Lieutenant Groß von der Luft- \hifferabtheilung und Assistent Berson vom Meteorologischen Institut find, wie „W. T. B." meldet, heute Abend 6 Uhr mit dem Ballon „Phönix“ nach elfstündiger Fahrt bei Oliva nächst Danzig glatt gelandet. E

Geestemünde, 4. August. Jn Driftsethe bei Hagen wurden durch ein großes Feuer 9 Wohnhäuser und 14 mit Korn gefüllte Gebäude eingeäschert.

Halle a. S. 6. August. Der Rektor der Universität richtete am Schluß des Jubiläumsfestes ein Dank-Telegramm an Seine ajestät den Kaiser und König, worin es, dem D olge Veit Die - Universität spreqe_… Selier Majestät ihren tiefempsundenen Dank aus für die reichen und er- greifenden Zeichen Königlicher Huld, die Gewährung der Festdotation, das Bildniß Seiner Majestät, die Entsendung eines so von Herzen theilnehmenden Stellvertreters und vor allem für die an die Universität ergangene hochherzige und ermuthigende Königlihe Bot- schaft. Liebe und Dankbarkeit, sowie die Verehrung des Hohen- zollernhauses, welhem die Universität Halle ihr Dasein und ihre Blüthe verdanke, seien der Grundton der Feier gewesen unter der Zu- stimmung Deutschlands und des Auslandes.

Wittenberg, 4. August, Gegen 300 Fest gäste, Damen und Herren, welche an der Jubiläumsfeier in Halle theilgenommen hatten und unter denen sih auch Professor Jultus Oppert aus Paris befand, trafen, mit dem Rector magnificus Professor Beyschlag an der Spiye, heute Vormittag mittels Sonderzugs zum Besuch hier ein. Bürgermeister Große begrüßte die Gäste am Bahnhof mit einer Ansprache, in der er nah dem Bericht des ,W. T. B.“ u. a. sagte: „Die Universität Halle trägt noch den Namen Wittenberg mit in ihrem Schild, sie trägt und vflegt aber auch Wittenbergs Geist, sie hält treue Wacht an den Schäßzen evangelishen Glaubens, evangelischer Lehre, evangelischer Wissen]chast. Neidlos blickt Wittenberg hinüber nach Halle, neidlos und noh viel mehr dankbar für all den Segen, der von dort auch auf uns gekommen ist. Seien Sie uns denn hier herzlich willkommen; wir danken für die hohe Ehre, die unserer Stadt durch Jhren Besuch geworden ist, daß die alma mater die mater niht vergessen hat, und wünschen von Herzen, Sie möchten alle an den geweihten Stätten, die Jhren Herzen längst theuer, ge- segnete Feier halten.“ Vei dem von der Stadt Wittenberg gegebenen Frühstück sprachen unter anderen die Professoren Beyschlag- Halle und Haupt-Wittenberg. Gegen 1 Uhr Mittags brachen die Festgäste auf und besuhten in Gruppen die Stadtkirche, die Schloß- kfirhe, das alte Schloß, èas Gymnasium mit dem Friedrih'shen Kolossalgemälde „Luther auf dem Reichstag zu Worms“, endlich das Lutherhaus mit seinen Sammlungen und das Augusteum. Gegen 5 Uhr traten die Festtheilnehmer die Rückfahrt nah Halle an.

Karlöruhe, b, August, Dex Bund. der Nitler des Eisernen Kreuzes hielt heute im hiesigen großen Rathhausfaale seine Delegirtenversammlung ab, die von dem Bürgermeister Siegrist begrüßkt wurde. Es waren, wie „W. T. B.“ berichtet, 41 Vereine mit 7000 Mitgliedern vertreten. In der Frage des Chrensoldes für die Ritter des Eisernen Kreuzes beschloß die Versammlung, ein Immediatgesuch an Seine Majestät den Kaiser zu richten, worin die Regelung der Frage Seiner Majestät überlassen wird, und sih mit einer Petition an den Reichstag zu wenden, daß die in das Ermessen Seiner Majestät gestellte Summe aus Reichs- mitteln bewilligt werde. Der Jahresbeitrag wurde auf 29 für das Mitglied festgeseßt; die Gründung eines Vereins- organs wurde abgelehnt. Ueber die Veröffentlichung der Angriffe des Kyffhäuserdenkmals - Ausschusses in der „Parole drückte die Versammlung ihr Bedauern aus. Danach wurden eine Anzahl innerer Bundesangelegenheiten erledigt. Die Ver- fammlung richtete Begrüßungstelegramme an Seine Majestät den Kaiser, an Seine Königliche Hoheit den Großherzog von Baden und an den Fürsten Bismarck. An die Verhandlungen {loß sich Nach- mittags ein Festmahl und Abends ein Bankett in der Festhalle.

St. Petersburg, 5. August. „W. T. B.“ meldet: Die Nachricht, daß in Minsk ein ganzes Stadtviertel durch eine Feu er s- brunfst zerstört worden sei, is falsch; es sind nur aht Häuser und einige kleine Gebäude verbrannt.

NRoubaix, 5. August. Eine Feuersbrunst zerstörte ver- angene Nacht das hiesige Leihhaus. Der Schaden wird auf zwei Millionen geshägßt. Y

Nom, 4. August. Die vom Kriegs - Ministerium angestellten Erhebungen haben, wie „W. T. B.“ mittheilt, ergeben, daß es sich bei dem am 30, v. M. aus Busto-Arsizio gemeldeten Vorfall, wo der Trompeter Muracchioli mehrere Soldaten durch Schüsse verwundete und fich selbst darauf tödtete (vergl. das Tetgragin aus Mailand in Nr, 178 und 180 d. Bl.), um kein Komplott, son- dern um die That eines Wahnsinnigen handelte. Auch bei dem

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-

Vorfall in Garessio bei Coni sei von einem Komplott keine Rede, da die zwei Soldaten dur einen einzigen Schuß verwundet wurden, der wahrscheinlich durch Zufall gefallen ift.

Wetterbericht vom 6. August, 8 Uhr Morgens.

p

red. in Millim.

Stationen.

Temperatur

Bar. auf 0 Gr u. d. Meeres\y.

in 9 Celsius 59G. =4R

754 753 754 762 757 751 760 763

Belmullet Aberdeen Chriftianfund . Kopenhagen Stockholm . Haparanda . . St. Petersburg Moskau . ¿ | Cork, Queenstown . . . .| E elder a a N SlE Hamburg Swinemünde

| 1'beiter

TOT | 2'heiter 756 ftill|bededt 760 2 \roolkig 761 2Negen 763 3|Dunst 763 2 beiter!) 19 Neufahrwasser . 764 ( 2/halb bed. | 20 Memel e 3\wolkig 19 R Su E on 2\wolkenlos 19 Münfter . C a8 1 beiter IT E Ba 2/Dunst 20 Wiesbaden . E OTGE still|wolkenlos | 17 München 767 1\wolkenlos | 18 Chemnitz 765 |S 3/heiter 18 Berlin 765 |WSW 1 batb bed. | 18 Wien. . 767 \till|w olkenlos | 16 Breslau . 767 |SO 1| bedeckt 17

De d’Aix 756 |S 4 t. Nl M 765 ill |wolkenlos | 23 a N 766 |SW l1wolkenlos | 24 1) Nahm. Negen. Uebersiht der Witterung.

__ UPeber Zentral-Europa und Nußland is der Luftdruck hoch, sonst niedrig, Minima unter 750 mm befinden sih über Lappland und im Nordwesten der Hebriden, Ein Minimum unter 755 mm über der Biskayasee bedingt } in Verbindung mit einem Oesterreih, Bayern und Mitteldeutshland bedeckenden Gebiete 766 mm übersteigenden Luftdrucks über dem größten Theile Deutschlands eine schwache \üd- östlihe Luftströmung mit überwiegend heiterem Wetter bei nahezu normalen Wärmeverhältnissen, dürfte jedoch besonders für West- deutshland bald wieder Gewitterregen herbeiführen. MRegenfälle wur- den aus Deutschland nur von dem nordwestlichen Theil bis zur Oder- mündung gemeldet.

Deutsche Seewarte.

Theater-Anzeigen.

Lessing-Theater. Dienstag: Mauerblümchen.

Mittwoch : Die Sittenrichter. Donnerstag: Die Grofsstadtluft.

Residenz-Theater.

Jugend. Donnerstag und folgende Tage: Jugend.

Mittwoch: Eröffnungs - Vorstellung.

Adolph Ernst-Theater. Donnerstag : Extra-Vorstellung zum Besten der beim Erdbeben in Konstantinopel Verunglückten. Ein- malige Aufführung von Charley’s Taute. Die Gesammt-Einnahme ohne jeden Abzug wird zu dem wohlthätigen Zweck abgeliefert.

Theater Unter den Linden. Behrenstr. 57. Direktion Julius Frißsche. Dienstag: Neu in Scene gescßt: Der Bettel- \student. Operette in 3 Akten von F. Zell und Rich. Genée. Musik von Carl Millôker. In Scene gefeßt von Julius Frißs{che. Im 1. Akt Polnischer Nationaltanz, im 2. Akt „Mazurka“, arrangiert vom Balletmeister Louis Gundlah. Dirigent: Herr Kapellmeister Federmann. Anfang 7F Uhr. In Vorbereitung: Der Zigeuner- baron.

Konzerte.

Kroll's Etablissement. Dienstag: Doppel - Konzert. Neues Orchester; P. Prill. Auftreten des Waldhorn - Virtuosen Louis Savart. Kapelle des Garde-Füsilier-Regiments C. Frese. Anfang 6# Uhr. | |

Mittwoch: Doppel-Konzert. Sommerfest des Vereins Berliner Gastwirthe. Entrée 50 4. Dugzend-Billets 4 #4

Auf der bedeckten Terrasse am Königsplay : Reftauraut, Café, Wein- und Bier-Aus\chank bei freiem Entróe.

Familien-Nachrichteu.

Verlobt: Frl. Johanna Jacobs mit Hrn. Oberlehrer Dr. Emil Wangrin (Krefeld). Frl. Franziska Barchewiß mit Hrn. Dr. med. Eduard Quaas (Breslau). N :

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Rittergutsbesißer Walliczek (Riegers- dorf bei Sohrau O..S.). Hrn. Wilhelm Grafen Finck von Ge (Ziebingen). Hrn. Pastor Karl Feller (Petkus). Fine Tochter: Hrn. Amtsrichter Dr. Schaps (Hamburg). Hrn. Le Tanneux von St. Paul-Jaecknit (Otten).

Gestorben: Hr. Landes-RNath Franz Mende (Breélau). Hr. Geh. Sanitäts-Rath Dr. Gustav Weber (Dessau).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. H. Klee in Berlin. Verlag der Expedition (J. V.: Heidrich) in Berlin. Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße 32.

Vier Beilagen

(einschließlich Börsen-Beilage). (12708)

„M B83.

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 6. August

1894,

a

. Untersuchungs-Sachen.

; A e Zustellun en u. dergl.

. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung.

. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

| Deffentliher Anzeiger.

6. Kommandit-Gesellshaften auf Aktien u. Aktien-Gesells{. 7. Erwerbs- und ‘Bicth a 8. Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten.

9, f ee avre

10. Verschiedene

schafts-Genossenschaften.

ekanntmachungen.

1) Untersuchungs-Sachen.

{28814] Steckbrief.

Gegen die unten beschriebene unverhelihte Olga Mattusch aus Berlin, jeßt unbekannten Aufent- halts, geboren am 28. September 1874 zu Branden- burg a. H., welche sih verborgen hält, ift die Untersuchungshaft wegen Diebstahls in den Akten J. ITIT E. 867. 94 verhängt. Es wird ersucht, die- selbe zu verhaften und in das Untersuchungsgefängniß zu Berlin, Alt-Moabit 12 a. abzuliefern.

Berlin, den 28. Juli 1894.

Königliche Staatsanwaltschaft L.

Beschreibung: Alter 19 Jahre, Größe 1 m 58—60 cm, Statur s{lank, Haare dunkelblond, Stirn niedrig, Augenbrauen dunkelblond, Augen blaugrau, Nase gewöhnlih, Mund gewöhnli, Zähne oberen Vorderzähne fehlen, Kinn spiy, Gesicht \{chmal, Gesichtsfarbe blaß, Sprache deuts, Klei- dung rothe Blousentaille, baumwollenen Rock, ge- \treifte Schürze und bunte Lederpantoffeln.

[28815] Strafvollstreckungs-Erneuerung.

Das hinter den Knecht Ferdinand Butt, am 13, November 1865 zu Hohenwalde, Kreis Pyrit, geboren, zuleßt in Siede wohnhaft, unterm 29. Juni 1892 in erste Beilage-Nr. 156 unter Nr. 21844 er- lassene Strafvollstreckungs-Ersuchen wird erneuert,

Berlinchen, den 2. August 1894,

Königliches Amtsgericht.

[28856] A

Durch Beschlüsse der Strafkammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Mülhausen vom 4. Dezember und 27. Juli 1894 wurde das Vermögen der Nachgenannten, gegen welche das Hauptverfahren wegen Verletzung der Wehrpfliht vor der Strafkammer des Kaiser- lichen Landgerichtes hierselbst eröffnet ist, auf Grund des $ 1402 St.-G.-B. und der $8 325, 326, 480 St.-P.-O, da eine Deckung der die Angeklagten möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens dur Beschlagnahme einzelner, denselben gehöriger Gegenstände nicht möglich ift, zwecks dieser Deckung mit Beschlag belegt.

1) Sutter, Josef, geb. am 11. Januar 1873 zu SJenheim, :

2) Meyer, Karl, geb. am 7. Februar 1873 zu Bischweiler,

3)°*Oftertag, Karl, geb. am 25. Februar 1872 zu Drusenheim,

4) Hackelbusch, Ernst, geb. am 12. September 1873 zu Siegburg,

5) Binninger, Josef Eugen, geb. am 21. Mai 1871 zu Waldshut,

sämmtli zuleyt hier wohnhaft und z. Zt. ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort abwesend.

Mülhausen, den 1. August 1894.

Der A Staatsanwalt: zogt.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[28857] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von den Umgebungen im Kreise Niederbarnim Band 95 Nr. 3825 auf den Namen der Kommandit - Gesellshaft Soenderop et Co zu Berlin eingetragene, nah dem Kataster in der Outtenstraße belegene Grundstück am 17. Ofk- tober 1894, Vormittags Ul Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtsftelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Eingang C., Erdgeschoß, Saal 40, versteigert werden. Das Grundstü is mit 1,44 4 Reinertïag und einer Fläche von 6 a 14 qm zur Grundsteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschäßungen und andere das Grundstück betreffende ‘Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei, ebenda, Zimmer 41, eingesehen werden. Alle Realberehtigten werden aufgefordert, die nicht von selbs auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus tem Grundbuche zur Zeit der Ein- tragung des Versteigerungsvermerks nicht hervor- ging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im WVersteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten an- zumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des deringlten Gebots nicht berücksihtigt werden und bei Verthei- lung des Kaufgeldes gegen die berücksihtigten An- sprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolytem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grund- stüdcks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 17, Oktober 1894, Nach- mittags L Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben, verkündet werden.

Verlin, den 2. Juli 1894.

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 86.

[28858] cher Fwangtvo erung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuhe von den Invalidenhaus - Parzellen Band 11 Nr. 391 auf den Namen der Kommandit- peeQnan Soenderop & C°_ hier eingetragene, in der Clsasserstraße Nr. 34 belegene Grundstück am #29, September 1894, Vormittags 11 Uhr,

vor dem unterzeihneten Geriht, an Gerichtsstelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., part., Saal 40, versteigert werden. Das Grundstück ist bei ciner Fläche von 9 a 77 qm mit 21 750 Æ Nußungs- werth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrist des Grundbuch- blatts, etwaige Abshäßungen und andere, das Grund- sttück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kauf- bedingungen können in der Gerichtsschreiberei ebenda, Zimmer 41, eingeschen rœrden. Alle Real- berechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grund- buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks nicht hervorging, insbesondere derartige ; Mains von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden

ebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücsihtigt werden und bei Ver- theilung des Kaufgeldes gegen die berüksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden fusgeloTDers vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigen- falls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 29, September 1894, Nachmittags A Uhr, an Gerichtéstelle, wie oben, verkündet werden.

Berlin, den 4, Juli 1894.

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 86. [28823]

In Sachen, die Zwangsversteigerung der: zur Kon- fursmasse des Gastwirths Carl Hausdörfer zu Fürsten- berg gehörigen Grundstücke betreffend, werden die Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen unter An- gabe des Betrages an Kapital, Zinsen, Kosten und Nebenforderungen binnen zwei Wochen bei Ver- meidung des Ausschlusses hier anzumelden. Zur Erklärung über den Vertheilungsplan, sowie zur Vertheilung der Kaufgelder wird Termin auf den 30, August 1894, vor dem unterzeichneten Amts- gerte anberaumt, wozu die Betheiligten und der

rsteher hiermit vorgeladen werden.

Holzminden, den 29. Juli 1894.

Herzogliches Amtsgericht, H.-Cleve.

[15273] Aufgebot.

Auf den Antrag der Berechtigten werden die nach- verzeihneten angeblih verloren gegangenen, von der Lebens-, Pensions- und Leibrenten-Versicherungs- gesellshaft Jduna zu Halle a. S. autgestellten Ur- kunden aufgeboten :

1) Auf den Antrag des Klempnermeisters Heinrich Dietrich zu Brieg, der verehelichten Lokomotivführer Martha Kalus, geb. Dietrich, zu Breslau, der unver- chelihten großjährigen Elisabeth Dietrich zu Brieg und der unverehelihten großjährigen Jda Dietrich zu Brieg der Versicherungsshein Nr. 52363 4d. 4. Halle a. S., den 8. Juni 1863, inhaltsdessen die g Anna Dietrich, geb. Krause, zu Brieg ihr ‘eben in Höhe von 100 Thalern versichert hat,

2) auf den Antrag der Wittwe Ottilie Noczon, geb. Pollok, und des Fleischergesellen Jacob Pollok zu Michalfkowiy der Versiherungsschein Nr. 104 032 d. d. Halle a. S, den 3. März 1871, inhaltsdessen die Frau Auguste Magdalene Pollok, geb. Ulfig, zu Laurahütte ihr Leben in Höhe von 100 Thalecn versichert hat,

3) auf den Antrag des Rentiers Hermann Artikus, der Frau Lehrer Miers, Clara, geb. Artikus, und des Restaurateurs Hermann Artikus, sämmtlich zu Pase- walk, der Versicherungs\hein Nr. 32208 d. d. Halle a. S., den 31. Mai 1861, inhaltsdessen die Frau Caroline Wilhelmine Friederike Artikus, geb. Krohn, zu Berlin ihr Leben in Höhe von 60 Thalern versichert hat,

4) auf den Antrag des Lehrers Ernst Everling zu Melverode der Versicherungs[{hein Nr. 75 012 d. 4d. Halle a. S., den 3. Juli 1866, inhaltsdessen die Frau Christiane Conradine Henriette Beddies, geb. Klages, zu Braunschweig ihr Leben in Höhe von 50 Thalern versichert hat,

5) auf den Antrag der Kinder des verstorbenen Barbiers Emil Neich zu Kottbus der Depositalschein Nr. 4832 d. d. Halle a. S., den 12. August 1875, inhaltsdessen der Kammmachermeister Albert Reich zu Kottbus die auf sein Leben über 450 4 Ver- sicherungssumme nah Tabelle 1 auëgefertigte Police Nr. 78 987 d. d. Halle a. S., den 27. Dezember 1866 als Unterpfand für ein ihm laut Schuldschein vom 8. August 1875 gewährtes Darlehn von 65 bei der Iduna hinterlegt hat.

Die Inhaber der vorbezeihneten Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 21. De- zember 1894, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht, kl. Steinstraße Nr. 7 hier- selbst, Zimmer Nr. 32, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzu- legen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden élalen wird.

Halle a. S., den 29. Mai 1894.

Königliches Amtsgericht. [28860 __ Aufgebot.

Es ist das Aufgebot folgender Fundsachen:

1) des von dem Hausdiener Otto Guth, Sophien- straße 20, am 6. April 1894 Ecke Münz- und Dragonerstraße gefundenen Fischotterfelles,

2) des dem Robert Kurth, Treptow, Baumfchulen- weg 26, am 16. Dezember 1893 auf der Potsdamer-

straße zugelaufenen gelben Hundes (Affenpinschers),

3) des dem Handelsmanne Ernst Giersemehl, Kremmenerstraße 12, am 25. März 1894 in seiner Wohnung zugelaufenen braunen Hundes ohne Steuer- marke und ohne Maulkorb,

4) des dem Sohne des Robert Fröbus, Hallesches Ufer 16, am 29. Dezember 1893 am Belle-Alliance- plaß zugelaufenen kleinen weißen Hundes,

9) des dem Arbeiter Eduard Blache, Elbinger- straße 12, am 8. Februar 1894 zugelaufenen weißlih- grauen Hundes mit kleinen {warzen Fledcken, Leder- maulforb und gelber Marke Nr. 143, 1894,

6) des von dem Hausdiener Paul Jacob, Prenz- [auerstraße 56, am 10. April 1894 vor dem Haufe Prenzlauerstraße 56 gefundenen herrenlosen {chwarz- V iris Wallachs mit Stern und weißen Hinter- effseln,

7) der von dem Sohne des Militär-Intendantur- Seïretärs Philipp Brewiß, Blumenthalstraße 2, am 14. April 1894 an der Ecke der Potsdamer- und Bülowstraße gefundenen goldenen Damenubhr,

8) der von der Christine Franziska Leonhard, Plan-Ufer 21, am 14. oder 15. Dezember 1893 im Tunnel- des Zentral-Theaters, Alte Jakobstraße ge- fundenen goldenen Damen - Zylinderuhr, Fabrik- nummer 9333, mit weißem Zifferblatt, silbernem rie auf der Nückseite und s{chwarzer Jet-

ette,

9) des von der Tochter des Postshaffners F. Claus, E 106, am 20. Februar 1894 in der Brunnenstraße am Humboldthain gefundenen goldenen Armbandes,

10) des von der verehelihten Arbeiter Marie Heilscher, geb. Kaiser, Posenerstraße 14, am 2. Ofter- feiertag, den 26. März 1894, vor dem Hause

Brillanten,

11) der von dem Wilhelm Bischert, zu Schöne- bera, Tempelhofer Weg wohnhaft, am 5. April 1894 in der Potsdamerstraße gefundenen zwei goldenen Trauringe,

12) des von dem Hausdiener Franz Geschke, Simeonéstraße 25, am 18. September 1893 im Korridor der Deutschen Bank, Filiale König- straße 43/44 gefundenen Einhundertmark\ceines,

13) des von dem Lehrer Otto Gocksch, Fürsten- walderstraße 6, am 14. November 1893 auf der Landsberger Allee gefundenen Portemonnaies mit 31 M Inhalt,

von den zu 1 bis 10, 12 und 13 zu Berlin wohbn- haften Fintern bezw. deren Vertretern mit vorstehen- den Angaben beantragt.

Die Verlierer oder Gigenthümer dieser Gegenstände werden hierdurch aufgefordert, spätestens in dem auf den 6, November 1894, Mittags 123 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrichstr. 13, Hof, Flügel B., part., Saal 32, anberaumten Termine ihre Ansprüche und E anzumelden, widrigenfalls ihnen nur der Anspruh auf Herauêgabe des durch den Fund erlangten und zur Zeit der Erhebung des Anspruchs noch vorhandenen Vortheils vorbektalten, jedes weitere Recht derselben aber ausgeschloffen werden wird.

Berlin, den 25, Juli 1894.

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 81. Sirer,

[28832] Aufgebot. _Es sind angeblih zu Verlust gegangen folgende Spar|cheine der Distrikts\parkasse Hollfeld :

1) Nr. 3883 vom 6. September 1886 über 47 M 80 „, lautend auf Margaretha Schuster von Wadendorf;

2) Nr. 4422 vom 9. August 1888 über 175 M, lautend auf Johann Schwendner von Wohnsgehaig;

3) Nr. 3529 vom 1. Oktober 1885 über 130 4, lautend auf Friedrih Hertling von Auffeß;

4) Nr. 5011 vom 24. August 1890 über 100 #4 und Nr. 5104 vom 28. Dezember 1890 über 150 M, beide lautend auf Siebmacher Johann Heckel in Hollfeld.

Auf Antrag : »

ad 1 des Handelsmanns Löb Dessauer in Hollfeld als Zessionars,

ad 2 des „Oekonomen Johann Schwendner in Wohnsgehaig, J

ad 3 des Gastwirths Georg Schrenker in Aufseß als Zessionars,

ad 4 des Siebmachers Johann Heckel in Hollfeld,

werden nun die Inhaber obiger Sparscheine auf- gefordert, längstens im Aufgebotstermine, welcher hiermit auf Samstag, den 30, März 1895, Vormittags D Uhr, anberaumt wird, bei hiesigem Gerichte ihre Nechte anzumelden und die Sparscheine vorzulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung er- folgen wird.

Hollfeld, den 1. August 1894. Königliches Amtsgericht. Kreger.

[27361] , Aufgebot. Der Bahnhofswirth Johann Lemper zu Engers hat das Aufgebot von zwei angeblich verloren eti genen, vom Antragssteller am 19. Juni 1894 zu Dinslaken ausgestellten, auf die Eheleute Bahnhofs- wirth Wilhelm Kley und Johanna, geb. Meyerpeter, gezogenen und von diesem acceptierten, am 1. Sep- tember bezw. 1. Oktober 1894 zu Dinslaken zahl- baren Wesel über je 400 G beantragt. Der Ju- haber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 15. April 1895, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anbe» raumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- E dex Urkunde erfolgen wird. Dinslaken, den 13. Sar 1894.

Das Königliche Amtsgericht.

Posenerstraße 14 auf dem Bürgersteig gefundenen.

[147] He

Auf Antrag des Kaufmanns Adolf Rawiger in Santomischel wird der Inhaber des angeblich ver- loren gegangenen Wechsels de dato Santomischel, den 31. Juli 1891 über 600 M, zahlbar am 1. No- vember 1891, ausgestellt von Adolf Rawiter an eigene Ordre, acceptiert von dem Gastwirth J. Mincikiewicz in Schrimm, aufgefordert, seine Rechte auf diesen Wechsel spätestens im Aufgebotstermine den 12. Dezember 1894, Vorm. 11 Uhr, bei dem unterzeihneten Gericht, Zimmer Nr. 16 b., an- e ves und den Wechsel vorzulegen, widrigen- alls derselbe für fraftlos wird erflärt werden.

Schrimm, den 28. März 1894.

Königliches Amtsgericht.

[15274] __ Aufgebot.

Die Handelsgesellshaft H. F. Lehmann hier hat das Aufgebot des angeblich verloren gegangenen, von ihr unter dem 13. April 1894 hierselb über 45 000 M ausgestellten, am 17. Juli 1894 fälligen, von Rückert und Thölden zu Artern -angenommenen und bei Herrn H. F. Lehmann hier zahlbaren Wechsels beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 18. Januar 1895, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte, kl. Steinstraße Nr. 7, Zimmer Nr. 32, hierselbst anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Halle a. S., den 29. Mai 1894.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung VIIL.

[28829] Aufgebot.

Die Wittwedes Kothsafsen Christian Fricke, Johanne, geb. Behme, in Bettmar, für sih und als Vertreterin ihrer beiden Töchter Hermine und Ella Frick: hat das Aufgebot des Ablöfungsrezesses Nr. 14 176 vom 7. Januar 1846, auf Grund deffen auf dem ihr und ihren genannten Töchtern gehörigen Kothhofe No. ass. 29 zu Bettmar für Herzogliches Leihhaus zu Braunschweig ex jure cess0 Herzoglicher Kammer, Direktion der Domänen, ein Ablöfungskapital zu 304 e 56 S nebst 4% Zinsen zur Hypothek ein- srlrogen ist, unter Glaubhaftmachung, daß das frag- iche Kapital bereits vor dem 1. Oktober 1878 zu- rügezahlt, die Urkunde aber verloren gegangen und ihr zeitiger Inhaber unbekannt sei, gemäß $8 823 ff. R.-2-P-O. und $ 7 Nr. 7b. des Gesezes Nr. 12 vom 1. April 1879 beantragt. Der Inhaber der Urkunde und alle, die auf die Hyvothek Anspruch machen, werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 22. März 1895, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf- gebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Urkunde den Eigenthümern des bezeihneten Kothbofs gegenüber für kraftlos erklärt, die Hypothek selbst aber gelöscht werden wird.

Vechelde, den 1. August 1894.

Herzogliches Amtsgericht. (gez.) H. Winter. Zur Beglaubigung: (L. S.) C. Meinecke, als Gerihtesreiber.

[28830] Bekanntmachung.

Auf Antrag des Mühlenbesißers Karl Eduard Georges zu Großleinungen, vertreten durch den Rechtsanwalt Friedrich hierselb, wird des Antrag- stellers eheliher Sohn, der am 2. Juli 1854 ge- borene Bergmann Karl Wilhelm August Georges, welcher im Jahre 1882 Großleinungen verlassen hat und seitdem verschollen ift, aufgefordert, sich späte- stens im Aufgebotstermin am 25. Mai 1895, Vormittags LA Uhr, bei dem unterzeichneten Ge- richte zu melden, widrigenfalls derselbe für todt er- klärt werden wird.

Sangerhausen, den 21. Juli 1894.

öniglihes Amtsgericht. Abtheilung L.

[28833] Aufgebot.

Moser, Matthäus, geboren 7. Juli 1825 in Wies, Gemeinde Kimcatbbasen Söldneréssohw in den fünfziger Jahren nah Amerika ausgewandert und seitdem verschollen, soll auf Antrag seines Kurators Franz Josef Koh, Bauers in Bronnen, Gemeinde Kimratshofen, für todt erklärt werden. Es ergeht die Aufforderung an Matthäus Moser, spätestens in dem auf Mittwoch, den 22. Mai 1895, Vormittags 9 Uhr, im diesgerichtlihen Sißungs- saale anberaumten Aufgebotstermine fich perjönlih oder schriftlich beim unterfertigten Gerichte an- zumelden, widrigenfalls er für todt erklärt wird, an die Erbbetheiligten, ihre Interessen im Aufgebots- termine wahrzunehmen, und an alle diejenigen, welche über das Leben des Verschollenen Kunde es können, Mittheilung hierüber bei Gericht zu machen.

Kempten, den 30. Juli 1894.

Königliches Amtsgericht. (L. S.) (oe) Zübert. ur Beglaubigung :

Kempten, den 2. August 1894.

Der Gerichtsschreiber: 5 (L. S.) Hofmann, geschäftsl. Kgl. Sekretär.

[28835] Auf Antrag

Aufgebot. des Großh. Bürgermeisters Jakob Görnert I von Euingttanten, als Testamentserben

jeu am 9. Juli 18 4 nersies Ehefrau Anna arma , eD. er werden ) J Drechsler und Georg Diehl (Sohn der Stanis

Diehl, geb. Drechsler) bezw. deren F ü an den Na der Frau Görnert _im

aufgefordert, Anfp und Rechte reitag, deu 28. L 4 cum O Uhr, anzumelden, bezw. das T der