1894 / 192 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

_ Produktion gt die Verladung und die Bestände wachsen in- _ folge dessen wieder an. Stückkohlen finden A e bsaß, odaß der E E der frischen Förderung : in Bestand gebracht wird. „Würfelkohlen sind etwas mehr begehrt, doch kommt au in diesem Sortiment niht das ganze geförderte Quantum zur Absendung. Nuß kohlen sind gegenwärtig am meisten bevor- augh von diefer Sorte mußte theilweise sogar vom Bestande geladen werden. Die Aufträge auf Erbskohlen haben etwas nach- Len, laufen jedoch noch immer leidlich ein. Alle übrigen Sorten, als Kleinkohlen, Gries und Staub, finden nah wie vor hinreichenden Absaß als Betriebskohlen und zum Ne Gas- und Kokeskohlen blieben weiter gut begehrt, und man sieht von diesen Kohlensorten keine Bestände auf den Gruben lagern. Im Kokes- ge! châft blieb alles beim Alten; ‘die Produktion an Kokes kommt chlank zur Abfuhr, L Dlimnde auf Kokeswerken niht vorhanden sind. Für T heer und Theerprodukte blieb die Nachfrage auh weiter eine befriedigende.

Nach dem Geschäftsberiht der Porzellanfabrik Königs- zelt für 1893/94 ist der Umfaß um etwa 10 9/6 zurückgegangen. In das neue Geschäftsjahr tritt die Gesellshaft mit einem wesentlih größeren Bestand an Aufträgen als im Vorjahr, und erwartet einen größeren Absaßz in einigen neuen Façons. Von dem Geschäftsgewinn werden 50 974 4 zu Abschreibungen verwendet. Aus dem Rein- e von 183 584 A \chlägt die Verwaltung vor, 8490 4 dem

eservefonds, 8490 dem Dispositionsfonds zuzuwenden und eine Dividende von 9 9/0 zu zahlen.

Königsberg i. Pr., 15. August. Na einer Mittheilung, die dem ,W. T. B.* zugeht, hätte der Minister der öffentlichen Arbeiten für die Nordoftventsce Gewerbeaus stellung im Jahre 1895 kostenfreie Nückbeförderung der unverkauften Ausstellungs- gegenstände auf den preußischen Staatsbahnen bewilligt. :

Magdeburg, 15. August. (W. T. B.) Zuckerbericht. Korn- ucker att: von 929% —,—, neue —,—, Kornzucker exkl., 8809/6 Mendenn. 11,80—11,90, neue —,—, Nachprodukte exkl., 75 0/6 Rende- ment 7,70—9,50. Fest. Brotraffinade I. 25,00. Brotraffinade [T. —,—, Gem. Raffinade mit ay 24,00—25,25. Gem. Melis I., mit Pan 23,25. Ruhig. obzucker I. Produkt Transito f. a. B. 1

i f v Wasser verfrachtet werden, an Aufträgen fehlt. Die

mburg pr. August 11,85 bez. und Br., pr. September 11,40 bez, 425 Br., pr. Oktober-Dezember . 10,75 bez. und Br., pr. Januar- März 10,80 bez. und Br. Stetig, Schluß ruhig.

Leipzig, 15. August. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B. pr. August 3,327 46, pr. September 3,35 4, pr. Oktober 3,377 4, pr. November 3,40 4, pr. Dezember 3,423 4, pr. Januar 3,45 #4, pr. Februar 3,45 4,

r. März 3,477 4, pr. April 3,475 4, pr. Mai 3,473 #4, pr. uni 3,477 4, pr. Juli —. Umsatz: 1500 kg. Bremen, 15. August. (W. T. B.) (Börsen-Schluß-Bericht.) Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer bag Ruhig. Loko 4,65 Br. Baumwolle. Ruhiger. land middl. loko 36} ¿: Schmalz. Stetig. Wilcox 40 4,

Armour shield 394 4, Cudahy 40 4, Fairbanks 33 4. Sped. öher. Short clear middl. loko 38. Wolle. Umsay 86 Ballen. aback. Umsay 64 Faß Kentucky.

Wien, 16. August. (W. T. B.) Ausweis der Südbahn in der Woche vom 6. August bis 12. August 890 704 Fl.,, Mehr- einnahme 41 559 FI.

London, 15. August. (W. T. B.) An der Küste 5 Weizen- ladungen angeboten.

96% Javazuck er loko 13} stetig. Rüben-Rohzudcker loko 113 stetig. Chile-Kupfer 39, pr. 3 Monat 395.

Bern, 15. August. (W. T. B.) Die heutige General- versammlung der Aktionäre der Berner Handelsbank genehmigte die Zasammenlegung von drei bisherigen Aktien à 200 Fr. in eine à 500 Fr., sowte den mit einem Syndikat abgeshlossenen Vertrag wegen der Uebernahme von 800 neuen Aktien. In der nächsten ordentlihen Generalversammlung if die Erneuerung des Ms Verwaltungsraths vorzunehmen, da die bisherigen Mitglieder ihre Mandate der Generalversammlung zur Verfügung stellten.

Amsterdam, 15. August. (W. T. B.) S va«Kaffre good ordinary 513. Bankazinn 422.

New-York, 15. August. (W. T. B.) Die Börse eröffnete schwa, das Geschäft war im weiteren Verlaufe unregelmäßig, der Schluß schwach. Der Umsay der Aktien betrug 203 000 Stü. /

Weizen anfangs fest und steigend infolge großer Käufe sowie auf trockenes Wetter im Westen und bessere Kabelmeldungen, dann abgeshwäht und fallend auf Realisierungen. Schluß s{chwach. Mais steigend nah Eröffnung infolge großer Käufe, auf trockenes Wetter im Westen und ungünstige Ernteberichte, dann abges{hwächt und fallend. :

Chicago, 15. August. (W. T. B.) Weizen eröffnete fest und stieg dit festere ausländishe Märkte und auf Festigkeit in Mais, später fallend auf Realisierungen und auf Zunahme der Eingänge. en schwach. Mais s{chwankend während des ganzen Börsen- verlauss, je nahdem die Hausse- oder die Baissepartei die Führung übernahm. Schluß träge.

Verkehrs-Anftalten.

Der Postdampfer „P. Caland*“ der Niederländish- Amerikanischen Dampfschiffahrts - Gesellschaft ist am 13. August in New- York angekommen.

Bremen, 16. August. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der S Ier „Lahn“ ist am 14. August Vormittags von New-Y ork nah der Weser abgegangen. Der Schnelldampfer „Spree* is am 15. August Morgens in Southampton angekommen und hat die Reise nah Bremen fortgeseßt; er überbringt 542 Passagiere und volle Ladung. Der Dofiarupfer „München“ hat am 14. August Abends die Reise von Southampton nah Antwerpen fortgeseßt. - Der NReichs-Postdampfer „Hohenzollern“ is am 14. August Abends in Neapel angekommen.

Hamburg, 15. August. (W. T. B.) Hamburg-Ameri- kanishe Padetfahrt-Aktiengesellschaft. Der Postdampfer „Persia* hat heute Abend Helgoland passiert.

London, 15. August. (W. T. B.) Der Castledampfer „Tantallon Castle“ ist am Montag auf der Ausreise in Kap-

adt angekommen. Der Castledampser „Grantully Castle“ ist heute auf der Heimreise in London angekommen. Der Union- Dampfer „Greek* ist geftern auf der Ausreise von Lissabon abgegangen. Der Union-Dampfer „Athenian“ ist Mittwoch a der Heimreise von Madeira Tode,

16. August. (W. T. B.) Der Castle-Dampfer ,„Ha- warden Castle" hat heute auf der Ausreise Madeira pasfiert. Die Uniondampfer „Anglian“ und „Moor“ sind gestern auf der Heimreise von Kapstadt abgegangen.

Theater und Musik.

Das Lessing-Theater hat Ernst von Wildenbruh's Schau- spiel „Die Haubenlerhe*, Ludwig Fulda's Lustspiel „Die wilde Jagd“ und Paul Lindau's Lustspiel „Ein Erfolg“ erworben. -Diese drei Bühnenwerke sollen noch in der ersten Hälfte der Saison und zwar in auserlesener Beseßung zur Darstellung kommen.

Dem Schwank „Charley's Tante“, welher bei der Wiedereröff- nung des Ad olph Ernst-Theaters, am Sonnabend, zum 275. Mal zur Darstellung gelangt, wird, wie früher, die parodistishe Gesangs- posse „Die Bajazzi® vorausgehen.

Im Reell'iden Etablissement wirkt bei dem Konzert am Sonnabend der Erk’sche Männer-Gesangverein unter Leitung des Herrn Theodor Hauptstein mit. Das Programm ist sehr abwechselungsreih. Am Sonntag verabschiedet sich die Kapelle des Garde-Füsilier-Regiments (Dirigent Herr Frese), welche bei dieser Gelegenheit zum leßten Mal in Berlin vor dem Manöver spielen wird.

Maunigfaltiges.

Der Bürgermeister Kirschner is vom Urlaub zurückgekehrt und hat sein Amt wieder übernommen.

Die Urliste derjenigen Personen, welhe zu dem Amt eines chöffen oder Geshworenen für- das Jahr 1895 berufen werden können, ift jeßt aufaestellt; sie wird eine Woche lang und zwar vom 19. bis einschließlich 25. August d. J. täglich von 9 Uhr Vormittags bis 2 Uhr Nachmittags im Wahlbureau, Poststraße 16, IT Tr., zu Jedermanns Einsicht ausliegen. Gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Liste kann während dieser Zeit \{riftlich oder mündlih im Wahlbureau zu Protokoll Einsprache erhoben werden.

Die Restaurierung der Marienkirche geht, der „Nat.-Ztg.“ zufolge, jeßt {nell ihrer Vollendung entgegen. Ueber dem Haupt- portal erhebt fi die Gestalt des predigenden Christus. Rings um die Kirche laufen Asphaltbahnen. Das alte Haus an der Eke der Kloster- und Kaiser-Wilhelmstraße ist zum Abbruch geräumt.

Die großen Bären für die neue Moabiter Brücke, welche die Bildhauer Professor Karl Begas, Boese, Goeß und Piper mo- delliert haben, werden nunmehr in nächster Zeit in Bronze gegossen werden. Die städtishe Bauverwaltung legt Werth darauf, daß bei diesen Bronzegüssen chemisch reines Kupfer verwandt werde. Man hat, wie die „Nat.-Ztg." mittheilt, die Erfahrung gemacht, daß die Schönheit der Patinabildung davon abhängig ist, daß das mit Zinn vereinigte Kupfer nicht éwisse Beimischungen enthält. Derartige Be- standtheile haben bei älteren Berliner Denkmälern das Schwarzwerden der Bronze verursaht. Die städtishe Bauverwaltung verlangt daher jeßt ausdrücklich in dem Abkommen mit den ti daß diese zur Ausführung der Bildwerke nur hemisch reines Kupfer benußen, und wird sih hiervon durch Untersuchung einer Probe des Materials über- zeugen. Der Guß der Bären wird dermaßen gefördert werden, daß die Aufstellung auf der Brücke im Oktober erfolgen kann. Die Kolosse erhalten ihren Plaß auf den vier Ecken und werden den Kopf nach außen hin wenden.

Der Aktien-Gesellsha]t „Berliner Elektrizitätsw'erke ist neuerdings seitens des Magistrats die Genehmigung zur Ver- legung a. einer Speiseleitung von dem Ausgang der Zentrale in der Des rabe 46/47 durch die Wilhelm-, Prinz Albreht- und Dessauerstraße bis zur Eke der Bernburger- und Dessauerstraße und b. von Vertheilungskabeln in der Dessauerstraße vom Hafenplaßz bis zur Königgräterstraße, ferner in der Bernburgerstraße vom Askanischen Pia bis zur Köthenerstraße und in der e von der Bernburger- bis zur Königgräterstraße, und zwar überall zu beiden Seiten der unter b genannten Straßen ertheilt worden.

Die Herren Professor Aßmann-Berlin und Professor Ulrich- Heidelberg sowie der Akademische Ruderverein Berlin, der Akademische Nuderklub „Rhenus“-Bonn und die Ruderriege des Akademischen Turnvereins Breslau haben jeßt einen allgemeinen Aufruf zur Gründung von Akademischen Rudervereinen erlassen. Darin heißt es: Kommilitonen! Als Seine Majestät der Kaiser jüngst die Negatta zu Grünau mit Seinem Besuch beehrte, hat Allerhöchstderselbe Sein Interesse für den akademischen Nudersport in besonderer Weise zu erkennen gegeben, über die bisherige Pflege derselben Seine Befriedigung ausgesprochen, zugleich aber eine weitere Verbreitung als dringend wünschenswerth bezeichnet und gleich- zeitig einen Preis für eine Konkurrenz der A. N.-V. in Aussicht gestellt. Der Bonner A. R.-K. „Rhenus“ und der Berliner A. N.-V. haben die Betheiligung an einem folchen Wettkampf, der zum ersten Mal bei der nähstjährigen Regatta zu Grünau auszurudern wäre, zu- esichert, die NRuderabtheilung des Breslauer A. R.-V. die- sabe in Ausficht gestellt; die Stiftung des Preises und das Zustandekommen des Rennens i somit zu erwarten. Kommilitonen! Durch die A. N.-V. soll dem Studenten Gelegen- heit gegeben werden, innerhalb der altbewährten korporativen Ein- richtungen, in denen er sich allein heimish fühlt, einen Sport zu treiben, der, wie kein anderer es vermag, den Arm \tählt, den Sinn erfrisht, an Zucht und Ordnung gewöhnt, somit sich praktisch in den Dienst der Prinzipien stellt, welche das deutsche Studententhum in einer ruhmbvollen Vergangenheit erworben : körperlihe Tüchtigkeit, freie Männlichkeit! Kommilitonen! Es gilt, der Kaiserlihen Huld sich würdig zu erweisen; es gilt, dem NRudersport unter den Studenten Anerkennung, Liebe und überall die Verbreitung zu schaffen, wo die örtliche Lage der Uni- versitäten demselben obzuliegen gestatte. Wir fordern daher an allen diesen, wo derartige Vereinigungen bisher nicht bestehen, zur Gründung von Akademischen Rudervereinen auf.

Die Neu - Guinea - Kompagnie hat beschlossen, in der Königlichen Münze hierselbst zum Umlauf in ihrem Schutzgebiet bestimmte Münzen prägen zu lassen. Die Münzen werden unter dem Namen „Neu - Guinea - Mark“ 1) als Goldmünzen: Zwanzig- markstücke und Zehnmarkstücke, 2) als Silbermünzen: Fünf- markstücke, Zweimarkstücke, Einmarkstüle und Halbmarkstüde, und unter dem - Namen „Neu - Guinea - Pfennige“ 3) als Bronzemünzen: Zehnpfennigstücke, 4) als Kupfermünzen: Zwei- pfennigstücke und Einpfennigstücke ausgeprägt; die Goldmünzen aus einer Mis{ung von 900 Tausendtheilen feinen Goldes und 100 Tau- fendtheilen Kupfer, E 29,95 Zehnmarkstücke und 62,775 Zwanzig- markstückle je ein albes Kilo wiegen; die Silbermünzen aus einer Mischung von 909 Tausendtheilen feinen Silbers und 100 Tausendtheilen Kupfer, sodaß 90 A in Silber- münzen ein halbes Kilo wiegen. Die Gold-, Silber- und Bronzemünzen tragen auf der einen Seite das Bild eines Paradies- vogels, auf der anderen die Umschrift „Neu-Guinea-Kompagnie“, sowie die Werthbezeibnung und das Jahr der Prang: die Kupfermünzen auf der einen Seite die Inschrift „Neu-Guinea- ompagnie*, auf der anderen die Werthbezeilnung und das Jahr der Prägung. Gold- münzen werden im Betrage bis zu 100000 , Silbermünzen im Betrage bis zu 400 000 46, Bronzemünzen und Kupfermünzen zu- sammen bis zu 50 000 geprägt.

Cassel, 15. August. Die 23. Hauptversammlung des Deutschen Apothekervereins wurde heute Vormittag von Froelih-Berlin eröffnet und durch Vertreter der Staatsregierung wie der \tädtischen Behörden begrüßt. Die Versammlung, die etwa 500 Theilnehmer zählt, beschloß, wie ,W. T. B.“ meldet, unter anderem: es solle die Maturitätsprüfung als Vorbedingung des Apothekerberufs gefordert, sowie eine erweiterte Vorbildung der Berufsgenossen und eine Selbst- vertretung des Standes erstrebt werden.

Bremen, 15. August. Die Dampfyacht des Erbgroßherzogs von Oldenburg „Lensahn“*, über deren Ausbleiben beunruhigende Gerüchte umliefen, is nach einer Depesche des [Aen Bureaus* heute Nachmittag kurz nah 3 Uhr von nning in See gegangen und dürfte heute Nacht in Elsfleth eintreffen.

Mes, 15. August. Heute Nahmittag wurde in der Schlucht bei Gravelotte unter Theilnahme einer sehr zahlreihen Volksmenge eine Gedenkfeier für die in der Shlacht vom 18. August 1870 Gefallenen abgehalten. Eine allgemeine Shmückung der Gräber war, wie „W. T. B.° mittheilt, der Feier vorausgegangen.

London, 15. August. Gestern Abend explodierte in dem Briefkasten des Postbureaus der Londoner Vorstadt Newcroß eine Röhre aus brauner Pappe, die anscheinend mit E eia gefüllt war. Der Briefkasten und einige Briefe wurden beschädigt, sonst aber fein großer Schaden angerichtet. Die Röhre enthielt keine Adresse; auf der Außenseite des Umschlags stand: „Zum Andenken

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an Ravachol, Bourdin, Vaillant, Santos.“ Die Untersuchung i um

eingeleitet; man nimmt dem „W. T. B.“ zufolge an, daß es si

einen \{chlechten Scherz handele.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

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Wetterbericht vom 16. August, 8 Uhr Morgens,

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P. m. 59G. =4°NR.

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1) Nachts Böen. 2) Nachts Gewitter mit starkem Regen, 9) Nachmittags und Abends Gewitter. 4) Nachmittags Gewitter a Negen. 5) Nachts Regen. ®) Abends Gewitter. 7) Nachmittags und Abends Gewitter und starker Regen.

: Uebersicht der Witterung.

Das Maximum der die Wikfterungsverhältnisse Europas beherr- schenden Depression hat seine Lage über der Nordsee wenig verändert, seine Tiefe beträgt heute etwa 745 mm. Indeß erstreckt ih ein Ausläufer der Depression über Westdeutshland und Frankreich bis zum Mittelmeer. Demzufolge herrscht über Deutschland eine südliche Luftströmung vor und erreichen die Winde nur eine mäßige Stärke. Die Bewölkung ist daselbs wecselnd, die Morgentemperatur meist normal; im Binnenlande fanden fehr zahlreihe Gewitter und Regen- fâlle statt. Ueber Großbritannien steigt das Barometer stark,

Deutsche Seewarte.

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Theater-Anzeigen.

Lessing-Theater. Freitag: Die Grofßstadtluft.

Sonnabend : Madame Sans-Gêne. Sonntag: Madame Sans-Gêne.

Residenz-Theater. Freitag: Zu volksthümlihen Preisen. Zum 210. Male: Jugend. Ein Liebesdrama in 3 Akten von Mar Halbe. In Scene geseßt von Sigmund Lautenburg. Anfang 74 Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Jugend.

Theater Unter den Linden. Julius Frißshe. Freitag: Neu in Scene geseßzt: Der Zigeunerbaron. Operette in 3 Akten nach einer Erzählung M. Jokai’s von J. Schnißzer. Musik von Johann Strauß. Jn Scene geseßt von Julius Frißshe. Die Tänze arrangiert vom Balletmeister Herrn Louis Gundlach. Dirigent: Herr Kapellmeister Federmann. Anfang 74 Uhr.

Sonnabend: Der Zigeunerbaron.

Adolph Ern|- Theater. Sonnabend: Wieder - Eröffnung. Mun 275. Male. Charley’s Tante. Schwank in 3 Akten von Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistishe Posse in 1 Aft von Ed. Jacobfon und Benno Jacobson. Musik von Franz Noth. In Scene geseßt von Adolph Ernst. Anfang 74 Uhr.

Der BVilletverkauf findet von heute ab an der Theaterkasse von 10—2 Uhr statt.

Behrenstr. 57. Direktion

Konzerte.

Kroll’'s Etablissement. Freitag: Doppel - Konzert. Neues Orchester: P. Prill. Kapelle des 11. Garde-Dragoner-Regi- ments: A. Nosin. Anfang 6# Uhr. Entrée 50 Z. Duyend- Billets 4 |

Sonnabend: Konzert des Erk’shen Männer-Gesaängvereins, Diri- gent: Th. Hauptstein, unter Mitwirkung des Neuen Orchesters : Paul. Prill. Entrée 75 s.

Auf der bedeckten Terrasse am Königsplayz : Restáuraut, Cafs, Wein- und Bier-Ausschank bei freiem Entróe.

OIRNCMGMECGÄA C KRMD I D Q R S CEE A N A R NT E N I N R I SEAST E T

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Anni von Schwerin mit Hrn. Freiherrn Theodor Drachenfels a. d. eldhof in Kurland (Wustrau—Sehmen). Verehelicht: Per. ebhard v. d. Wense mit Frl. Lucy von Düring (Klüversborstel—Agra, Indien).

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Major a. D. Albert von der Mar- wiß (Gr. Kreuz).

Gestorben: Hrn. Hauptmann von Stumpf Tochter Huberta (Löberit bei Zörbig). Hr. Adolf Friedrich von Oerßen (Greifs- wald). Hr. Oberst-Lieut. a. D. Casimir von Trzebinsky (Ober- Salzbrunn). Verw. Fr. Major von Siegroth, geb. von Basse- wiß (Görliß).

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Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. H. Klee in Berlin, Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, 3 ¿ Berlin SW., Wilhelmstraße 32. i

Drei Beilagen (einschließlich4 Börsen-Beilage).

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[30615]

zum Deutschen Reichs-Anz

Erste Beilage

Berlin, Donnerstag, den 16. August

eiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1894,

„Mi 192.

Literatur.

Länderkunde.

Tirol und Vorarlberg. Neue Schilderung von Land und Leuten von Arthur Achleitner. Mit einer Karte, zahlreichen Sllustrationen und Originalbeiträgen von Mathias Schmid, Defregger, Grüßner 2c. Druck und Verlag von A. H. Payne in Leipzig. Dieses große, umfassende Werk, defsen zwei erste, künstlerish reich ausgestattete Lieferungen vor uns liegen, will in 49 Heften à 50 eine neue eigenartige Schilderung von Tirol und Vorarlberg bringen und wendet sich an alle Freunde dieser herrlichen denen es auch wärmstens emvfohlen sei. Jedermann, der eine hübshe Gegend bereiste, empfindet das lebhafte Verlangen, in einer müßigen Stunde die Bilder, die er sah, an si vorüberziehen zu lassen, und viele mögen es dankbar begrüßen, wenn ein kundiger Führer sie mit all’ den Dingen bekannt mat, welche weder im Baedeker noch au in den herkömmlichen Reiseschilderungen zu finden sind: mit den intimen Sitten und Gebräuchen, mit der Geschichte und den oft so poetishen Sagen. Daß Arthur A(hleitner die geeignete Person ist, treu und lebenswahr die großartige Bergwelt aufzufassen und widerzuspiegeln, ist hinlänglih bekannt, und wenn ih mit ihm die eminente Schaffenskraft so hervorragender Maler vereint, darf man mit Sicherheit eine Schöpfung erwarten, die in threr Art als einzig bezeichnet werden kann.

„Lustiges aus’'m Schwarzwald“ von Frit Reiß, Text Hoffmann und H. Domfch. tuttgart, Leivzig, Berlin, Wien, Deutsche Verlags-Anstalt. In Original-Einband Preis 10 # Dieses humoristishe Illustrationswerk bietet in bunter Folge eine Sammlung arakteristisher Typen der Be- völkerung und ihres von der heiteren Seite aufgefaßten Lebens und Treibens, nebst wißzigem Text in Prosa und Poesie in dem anheimelnden s{chwäbischen Dialekt. Gleich das erste Blatt, betitelt „Die Fremden kommen“, ist mit dem ironi- {en Grinsen der an den niedrigen Fenstern eines Bauernhauses er- sheinenden Gesichter von unwiderstehliher Komik: es ist, als ob man in den einverständnißvoll spöttish blinzelnden Augen dieser Naturkinder deutlich die Spiegelbilder der vorüberziehenden modishen männlichen und - weiblichen Städterfiguren sähe. Auch weiterhin bewährt der Künstler Friy Reiß sein vorzüglihes Talent im Charakterisieren ; wir nennen nur die Blätter „Der Festkuchen“ (eine niedlihe Gruppe kind- lider Leckermäuler), „Am Briefkasten" (ein verliebtes {chmudckes Dirnchen), „Der Maler und sein Modell“ (mit einem sehr drolligen dialektischen Begleitwort), ferner das „Familiendah“, den „Gang zur Kirche“, „Veim Tanz“. Freunde des an Naturreizen so reichen Schwarzwalds und seiner heiteren und lebensfrohen Bewohner werden an dem künstlerish vortrefflich ausgestatteten Werk (das\elbe ist Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog von Baden, dem Landesherrn gewidmet) ihre Freude haben und es gern als Erinnerung in die Heimath mitnehmen.

Unterhaltung.

Engelke und andere Erzählungen von Sven Lange. Einzig autorisierte Ueberseßzung aus dem Dänischen von Maria von Borch, Köln und Paris, Verlag von Albert Langen. Der junge dänische Schriftsteller, dessen Erzählungen der Herausgeber nicht als eine talentvolle Erstlingsarbeit, sondern als das erste Werk eines roßen Talents bezeihnet, gehört der modernsten Richtung an. Zur harakterisierung feiner Weltanschauung mögen seine eigenen Worte dienen, in denen er den Helden seiner ersten Erzählung die Aufgabe eines Schriftstellers nach seinem Sinne zeichnen gt. „Der Diwker, nah dem ‘ih mch .fehne, „heißt es da, „muß das Laster lieben, weil es da ist. Meine Poesie sol sein eine tiefe, zitternde Leidenschaft für das Böse; sie soll das Böse anerkennen als das Grundgeseß jedes Wesens. Meine Poesie be- trachtet die Welt mit dem frischen, bitteren Blick eines großen Schurken und mit dessen Ernst. Sie sieht uur Laster und Scham- losigkeit- in dem, was man mit edelen Namen zu bezeichnen pflegt.“ Es genügt wohl zu bemerken, daß der Verfasser in seinen Novellen, allerdings nit ohne Talent und Darstellungsgabe, an die Verwirk- lihung diefer ästhetishen Gruudsäge geht.

Die illustrierten Oktavhefte von „Ueber Land und Meer“ (Preis des Hefts 1 ; Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) beginnen mit dem kürzlich ausgegebenen ersten Heft einen reuen, ihren 11. Jahr- gang. Die Gediegenheit des von dieser Zeitschrift in literarisher wie fünstlerisher Beztehung Gebotenen hat ihr eine weite Verbreitung verschafft. Auch der Inhalt des vorliegenden Hefts ist ebenso reich- haltig wie mannigfah. Da findet man unter anderem eine interessante Erzählung: „Wars unrecht?“ von F. Freiherrn von Vinklage_und eine hübsche kleine Novelle: „Die Himmelsleiter" von E. von Schwarßkoppen. Die Tagesgeschichte ist durch Beiträge über die jüngste Katastrophe in Frankreih, über die Bennigsen-Feier und über die Enthüllung des Blücher-Denkmals in Kaub vertreten ; das Kunstleben der Gegenwart dur) Schilderungen des Künstlerfestes auf Burg Schwaneck mit Bildern von A. Schmidhammer und der neuen „Lobengrin“-Inscenierung an der Münchener Hofbühne; auch ein ausführliher Bericht über das XI. deutshe Bundes-

. Untersuchungs-Sachen.

. Aufgebote, Süslellürigen u. dergl.

: Ünkal und Invaliditäts- 2c. Versicherung. . Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. . Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Länder, |

\chießen in Mainz fehlt nicht. Dem Touristen, sowie dem Freunde des Wasser- und Bergspocrts werden die Bet- träge: „Cine Yachtfahrt in der Ostsee“ beschrieben und illustriert vou Ferd. Lindner, „Ein Klausenschlag in der Erzherzog Fohann- Klause in Tirol“ von A. Liederwald und „In der Hochschule der Kletterer“ von Emil Terschak, willkommen sein. Kleinere Beiträge bald ernsten, bald heitern Inhalts bewegen sih auf den verschiedensten Gebieten des wissenschaftlichen, gesells{aftlihen und häuëélichen Lebens. Fast alle Artikel sind mit reichem Bilderschmuck versehen, und da- neben werden außerdem sechs farbige Kunstbeilagen dargeboten.

Verschiedenes.

„Himmel und Erde". Illustrierte naturwissen\chaftlihe Monatsfchrift, herausgegeben von der Gesellshaft Urania, Verlag von H. Paetel in Berlin. Heft X. Jahrg. VI, 1894. Im August-Heft beendet Dr. W. Ule seine Darstellung der „großen Züge im Antliß der Erde" mit einer Besprehung der geographischen Homologien, der Beziehungen zwischen dem Verlauf der Gebirge und den Kontinentalumrissen, der Klimavertheilung und deren Einfluß auf die Verbreitung der Lebewesen. Professor Koppe in Braunschweig seßt seine Schilderungen über die „Vorarbeiten für den Bau der Gotthardbahn“ fort; es werden die Leistungen des Unter- nehmers Favre bei der Bauausführung gewürdigt und die großartigen tehnischen Anlagen, die das Unternehmen erforderte, in Worten und Bildern vor Augen geführt. Der leßte Theil des »Wunderlandes der Neuen Welt“ von Dr. M. Wilhelm Meyer be- schäftigt sich mit den Geyserphänomenen, den Wasserfällen und Schluchten des Yellowstonegebiets. Kleinere Mittheilungen über die Wöêrme der Sonnenflecken nah den neueren Arbeiten von Wilfon und über die Gefangennahme von Kometen durch den Planeten Jupiter, und der naturwissenschaftliche Literaturberihht beschließen das Heft.

Photographishe Rundschau. Halle a. S., Wilhelm Knapp. Jahrgang VIII, Heft 6. Wer Freude an der Photo- gapuie haben will, der muß die Fähigkeit besißen, Bilder zu finden ; ierzu gehört Aufmerksamkeit und ein kunstgebildetes Auge. Das vorliegende Heft bringt eine Anzahl photographischer Aufnahmen, welche von der höchsten Feinheit und Durchbildung des Geshmacks im Finden von Bildern zeugen. Dankbar anzuerkennen ist es au, daß die Schöpfer solcher Bilder deren Veröffentlihung gestatten. Solcher Dank is} hier zu widmen Ihrer Kaiserlihen und König- lichen Hoheit der Kronprinzessin-Wittwe von Oesterreih, Zhren Kaiserlihen und Königlichen Hoheiten der Erzherzogin Maria Theresia, der Erzherzogin Isabella, Seiner Kaiserlichen und König- lihen Hoheit dem Erzherzog Ferdinand V. Die Ueber- tragungen in Lihtdruck (J. B. Oberreuter, München), fowie die Heliogravuren (J. Blechinger, Wien)- zeihnen sich durch ‘Schärfe und Sauberkeit aus. Herr Ch. -Scolik -Wien stellt weitere Arbeiten hoher Freunde der Photographie (das ‘Wort „Amateurphotograph“ sollte allgemein bei Seite geseßt werden) in Aussicht. Aus dem weiteren Inhalt der Zeitschrift sei noch auf die vom Herausgeber Dr. N. Neuhaus“ gebaute Geheimkamera aus der Fabrik von A. Stegemann (Berlin 8., Oranienstraße 151) aufmerksam gemacht. Klein, leicht, zierlich wird der Apparat bei der Benußung nicht be- merkt, womit es ermöglicht wird, Augenblicksbilder in ungezwungener Haltung zu gewinnen.

Die „Wochenschrift für Aktienreht und Bankwesen, Steuer- undStempelfragen “, die vom Rechtsanwalt Dr. Paul Holdheim in Frankfurt a. M. (Verlag von Carl Heymann, Berlin W.) herausgegeben wird, hat in der vorliegenden Nr. 16 des IIT. Jahrgangs vom 4. August folgenden Inhalt: Englishe Börsen- verhältnisse. Mittheilung von Dr. Schuster. Elsaß-lothringisches Gesey, betr. das Pfandreht für die von den Boden-Kredit-Gesell- schaften ausgegebenen Schuldverschreibungen nebst Erläuterungsbericht von Dr. Petri. Gutachten der Hamburger Sachverständigen-Kom- mission für den Effektenhandel über den Bericht der Börsenenquête- Kommission. Rechts\sprüche. Vom Reichsgericht: Jlloyale Kon- kurrenz. Aus der NRechtspretung des österreichischen * obersten Gerichtshofs: Irrthum bei Geldumwechslung auf Seiten des Wechslers und zu dessen Nachtheil. Haftung aus dem Mehrempfang. Aus der Nechtsprehung des preußischen Ober-Verwaltungsgerihts. Die Negel des an sih für die Kommunalbesteuerung maßgebenden § 16 Ab}. 3 des Einkommensteuergeseßes findet nur da Anwendung, wo das der Kommunalbesteuerung unterliegende Einkommen sich mit dem staatósteuerpflihtigen deckt. Aus der Rechtsprehung des Kammer- gerichts. L. Anmeldung der Liquidatoren. 11. Legitimation des An- meldenden. 111. Stimmrecht in der Generalversammlung bei nicht- erfolgter Ausgabe von Attien und Interims\cheinen. Stempel- wesen. Steuerwesen. .— Aus den Handelskammern: -—- Kleine Mittheilungen. Gründung von Gejellsch m. b. H. in 1894. Neueste Eintragungen aus dem Zentral-Handelsregister, Aftiengesell- schaften betreffend. 4

Der „Häus liche a Me O ein praktishes Wochenblatt für alle deutschen Hausfrauen, begründet und herausgegeben von Robert Schhneeweiß in Breslau, enthält in der Nr. 30 neben den Fortseßungen der }pannenden Romane „Ein Damascenerdolch“ und „Umfonst geopfert!“ die belehrenden Artikel „Unser tägliches

Oeffentlicher Anzeiger.

Brod gieb uns heute“, „Briefe einer jungen L an ihre Freundin“, „Giebt cs keine Kinder mehr 2?“ und „Ueber das Einlegen im Haus- halt“. Den zweiten Theil des Blattes füllen kleinece Artikel über Gesfundheitspflege und Rezepte, die verschiedensten Branchen des häus- lichen Lebens betreffend. Die vorliegende Nummer zeichnet sh noch besonders durch geshmackvolle Handarbeiten aus. Der Verleger des Mes versendet Probenummern auf Verlangen unentgeltlih und postfrei.

_— Veröffentlihungen des „Allgemeinen deutschen Bäder-Verbandes “, herausgegeben von Dr. Franz C. Müller, Direktor der Wasserheilanstalt und des Stahlbades Alexandersbad im Fichtelgebirge, und Dr. Julius H. F. Kramer, Köni lich preußisher Stabsarzt a. D. und dirigierender Arzt des Oftsee- bades Misdroy. München, 1894. Leutner"\{he Buchhandlung (E. Stahl jun.). Dem offiziellen Bericht über die in Wiesbaden vom 2. bis 4. November 1893 abgehaltene ordent- lide und öffentliche Verbandsversammlung des „All- gemeinen deutschen Bäderverbandes“ entnehmen wir die nastechenden Angaben: Nachdem der Vorstand und Aus\{chuß des Bereins auf die Zeit vom Oktober 1893 bis ebendahin 1894 dur Zuruf wiedergewählt, als Ort für die nähste Jahresversammlung mit Stimmenmehrheit Kissingen festgeseßt und die Satzungen dur die Annahme einiger Anträge verändert bezw. ergänzt worden waren, berichtete Dr. Franz C. Müller-Alexandersbad über das Vereinsblatt, das nah dem Vorschlag des Geheimen Medizinal-Raths Dr. Wagner-Salzungen in Heften erscheinen foll, deren Zeitfolge dem Vorstand überlassen bleibt. Den Bericht über die Gruppenausstellung deutscher Bäder und Brunnen auf der Weltausstellung zu Chicago erstattete der Dr. Adrian Schüking - Pyrmont. Für die Betheiligung entschieden ih folgende vierundzwanzig Bäder: Bertrih, Birresborn, Ems, Fachingen, Harzburg, Helgoland, gipader, Homburg vor der O , Kreuznah, Kronenthal, Langenshwalbach , Misdroy, Niederselters, Nauheim, Nenndorf, Norderney, Oeynhausen, Pyrmont, Polzin, Schlangenbad, Soden, Theodorshalle, Weilbah und Wiesbaden. Chicago wurde mit und beschlossen, die

Von der Erbauung eines besonderen Pavillons in Rüksiht auf Kostenersparniß abgesehen , Ausstellung auf einem Plaß in der Agrikulturhalle zu veranstalten. Für die ganze Gruppe wurde eine Broschüre in 60000 Exemplaren gedruckt, die für die deutschen und hervorragenden englishen Aerzte Amerikas, für die Aerzte Deutschlands, sowie für die Ausstellung selbst bestimmt war. Jedes ausftellende Bad wurde darin mit ‘einer ganzen Seite be- daht. Nach den übereinstimmenden Berichten amerikanischer und deutscher Zeitungen war die Ausstellung der deutschen Bäder als durchaus gelungen zu betraten, was auch daraus hervorgeht, daß von den 25 Ausstellern der Gruppe folgende 14 mit Preisen ausgezeichnet wurden : ‘Vaden-Baden, Birresborn, Ems, Fachingen a. d. Lahn, Gerolstein, Soolbad Juliushall- Harzburg, Kronthaler Mineralquellen, Langenshwalbach, Nenndorf, Nieder-Selters, Schlangenbad, Theodors- halle und Kuranstalt Weinberg-HiBßaer. Man konte auf der Aus- stellung im Geiste die deutshen Bäder besuchen, fih ein Bild machen über das in ihnen herrshende Treiben und die Wirkungen ihrer natürlihen Heilmittel aus eigener Anschauung kennen lernen. Nach Beendigung der geschäftlihen Mittheilungen wurden in der Verbandsversammlung noch folgende Vorträge gehalten: „Bericht über die Ergebnisse der Rundfragen bei den deutfchen Kurverwaltungen, bezüglih der den Aerzten u. \. w. in den Kurorten gewährten Vergünstigungen“ von Dr. Kramer-Misdrov; „Die Hygiene in den Kurorten, von praktischen Gesichtspunkten aus betrachtet“ vom Geheimen ‘Medizinal-Rath Dr. Wagner-Salzungen, das Korreferat zu diesem Vortrag hatte der Fürstlih Pplessishe Brunnen- direktor Manser - Dbersal;brunn in Sthlesien übernommen ; „Üeber Miethsverträge und Miethsstreitigkeiten in den Bädern“ von Bürgermeister Kummert-Kolberg; „Ueber die Schwankungen im Gehalte der Mineralwasser“ vom Geheimen Hofrath, Profetiór Der. R. Fresenius-Wiesbaden; „Balneomethodik im Mittelalter“ von Dr. Hoefler-Tölz; „Ueber die Naturgeschichte der Stahlquellen mit befon- derer Berücksichtigung der Stebener Stahlquellen“ von Dr. Arel Winckler-Steben; „Karlsbader natürlïihes Sprudelsalz, Gebrau und Mißbrauch desfelben“ von Dr. C. Nagl-Karlsbad; „Die neuen Helgoländer Badeeinrihtungen von Dr. E. Lindemann-Helgoland; „Ueber mechanisdhe Badewirkung“ von demselben. Zum Schluß wird in dem Bericht eine Liste über die beim Kongreß anwesenden Mitglieder und eine vollständige Liste der ordentlichen und außerordentlichen Mit- glieder des „Allgemeinen deutshen Bâäderverbandes* gegeben. Danach beträgt die Zahl der ordentlichen Mitglieder 102, die der außerocdent- lihen Mitglieder 5; anwescnd waren bei der Verbandversammlung 57 Mitglieder.

Liederbuch für deutshe Studenten. (Fünfte ver- besserte Auflage.) 120. Preis elegant in Wachstuch gebunden 14, in Ganzleinwanddeckeln mit Biernägeln 1 80 „. (Karl Winters Universitätsbuchhandlung in Heidelberg.) Die fünfte Auflage dieses hon früher an dieser Stelle empfohlenen Liederbuchs ift sorgfältig durchgesehen und vermehrt worden, }odaß das Büchlein nunmehr über 200 von fkundiger Hand ausgewählte (die beliebtesten und neuesten) Lieder enthält.

. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesells. . Erwerbs- und Wirthschafts-Genossenschaften.

;. Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten.

9. Bank-Ausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

l) Untersuchungs-Sachen. Gege Steckbrief. il

¿n! 1) den Klempnergesellen Georg Schrittki aus-| [30696] Natibor, Jen} Im 2) den Klempnergesellen Gottesberg,

truges bezro. Beihilfe dazu verhängt. sucht dieselben zu verhaften und in das nächste rihtsgefängniß abzuliefern, sowie Nachricht hie gelangen zu lassen. IV. D. 154/94. Lublinitz, den 7. August 1894. Königliches Aintsgericht.

ang C.,

heleute 4 Anna MNechts-

l

[30447] Bekanutmachung. pflichtigen Stahn und Genossen in de! ohne be- | ènda, U, 1 49, 87 erlassene ersuhen veröffentliht in Nr. 185 voinht wolle die | 1 1887 dieses Blattes unter Nr. 23881 in Schlett-} üdche, urch gegen die unter Nr. 13 bis 19eises des den erneuert. : óhnhauses, be- Potsdam, den 28. Juli 1894. ¡sse, versteigert | ge Königliche Staatsanwaltschaber 1888, den immten ndlich erklären,

|

2) Aufgebote, Zustellungen

Zwangsversteigerung. Wege der Zwanq(svollstreckung foll das im August Gottert adk- (Grundbuche von den Umgebungen Berlins im Kreife der Miederbarnim Band 98 Nr. 3914 auf den Namen die zur Zeit unbekannten Aufenthalts, welche sich thte des Bauunternehmers Heinrih Brumm zu Berlin borgen halten, ist die Untersuhungshaft wegen Wee [eingetragene, in der Wildenowstr. Nr. belegene Es wird der [Brundstück am 24. Oktober 1894, Vormittags 0 Uhr, vor dem erihts\telle, Neue Friedrihstraße 13, Hof, {hoß, Saal 40, versteigert werden. Das Grundstück i} mit 2,13 4 Reinertrag und jer in [us Fläche von 9 a 04 qm zur Grundsteuer veranlagt.

Erdge

uszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des rundbuchblatts, etwaige Abshäßzungen und andere das [rundstück betreffende Nachweisungen, sorote besondere Das unter dem 4. August 1887 gegen dieer Beck, S können in der Gerichtsschreiberei, immer ofene Strafvoll* Genossen | alberechtigten werden aufgefordert, die | selbst auf den Ersteher übergehenden An- deren Vorhandensein 1 Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Ver- yerungsvermerks nicht hervorging, intbe} s Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- fenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Ver- jerungslermin vor der Aufforderung zur Abgabe 1

von Geboten anzumelden und,

Bert

Einstellung des

unterzeihneten Gericht, an

Ein- | des Zuschlags wird am

kündet werden. Berlin, den 3. August 1894.

[30694]

41, eingesehen werden. Ulle nicht oder Betrag aus

ondere der- No. ass. 69 fammt Zu

den 27,

j alls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte und der [ mächen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung «des ] g . eringsien Gebots nicht berücksichtigt werden und bei | haben die

beilung des Kaufgeldes gegen die berüdcksichtigten

Ansprüche im Nange zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungêtermins Verfahrens i widrigenfalls nab erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung 24. Oktober 1894, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben, ver-

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 86.

_In Sachen des Altsizers Heinri Jürgens in Kl. Lüben, Klägers, wider den Mühlenbesißer Fried- rich Brune in Parsau, Beklagten, wegen Hypo- thekzinsen 2c. ist nachbezeihnetes Grundstück des Be- lagten durch Beschluß vom heutigen Tage, ein- getragen in das Grundbu @odem die behufs der Zwangsversteigerung L Neuanbauerwesen ehôr in Parfau.

Termin zur Iun ist auf Dienstag, ovember 1894,

10 Uhr, vor Herzoglihem Amtsgerichte Vor- felde in der LTunaus'schen Gastwirthschaft in Pazsau angeseßt. Die hypothekarisden Gläubiger Hypothekenbriefe im Termine zu überreihen. Die Versteigerungsbedingungen, laut jeder Bieter auf Verlangen eines Be- theiligten Sicherheit bis zu 10 % seines Ge- botes durch Baarzahlung, Niederlegung kurs- fähiger Werthpapiere oder geeignete Bürgen zu leisten hat, sowie der Grundbuchauszug können inner- halb der legten zwei Wochen vor dem Versteigerungs- termin ae der Gerichtsschreiberei eingesehen, aud die Grundstücke selbft besichtigt werden. Vorsfelde, den 27. Juli 1894. Herzogliches Amtsgericht. Horenburg.

laubhaft zu

welcher

herbeizuführen,

[30519]

In Sachen der Ehefrau des Kaufmanns Albert Markmann, Charlotte, geb. Wilken, hier, Klägerin, wider den Müller Andreas Fruth hier, Beklagten, wegen Hypothelkapitalzinsen, wird, nachdem auf An- trag der Klägerin * die Beschlagnaßbme des dem Bes klagten gehörigen Aerstülks: „Von dem Plane Nr. 120 der Karte am Aa zu 38a 38 qm* zum Zwecke der Zwangsversteigerung durch Boi {luß vom 10. August 1894 ren, zus die Eintragung dieses Beschlusses im ndb an demselben Tage erfolgt ist, Termin zur Zwangs-

Vormittags