1913 / 229 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

der Kaiserlich Russischen kleinen goldenen Medaille für Eifer am Bande des St. Stanislausordens:

dem Oberzeugwart J. V. Maasch, dem Maschinenaufseher Uderstädt, / den Zeugwarts Grunwald, Koßzybik, Ladwig und Bin sack sowie dem Waffenmeister Rohde, sämtlich bei derselben Verwaltung ;

der Kaiserlich Russishen kleinen silbernen Medaille für Eifer am Bande des St. Stanislausordens: dém Hilfspförtner Klytta bei derselben Verwaltung; des Großoffizierkreuzes des Kaiserlich Japanischen Ordens der aufgehenden Sonne: dem Generalmajor von Bertrab, Oberquartiermeister und Chef der Landesaufnahme; des Kaiserlich Türkishen Osmaniéordens Dritter tale:

dem Militärintendanturrat Sauer bei der Jntendantur des VIIT. Armeekorps, zurzeit zur Verwendung in türkischen Diensten beurlaubt;

des Kommandeurkreuzes des Ordens der Königlich Jtalienischen Krone : dem Major Freiherrn von dem Buss\che- Hadden- hausen, Kommandeur des Husarenregiments König Humbert von Jtalien (1. Kurhessischen) Nr. 13; des Offizierkreuzes desselben Ordens : dem Rittmeister von Braumüller in demselben Regiment ; des Ritterkreuzes desselben Ordens : dem Leutnant Graeff in demselben Regiment ; des Offizierkreuzes des Königlich Jtalienischen St. Mauritius- und Lazarus ordens : dem Major. von Zieten beim Stabe Regiments ; des Ritterkreuzes desselben Ordens: dem Oberleutnant von der Lippe in demselben Regi-

ment und H dem“ Oberleutnant Bodenstedt, Adjutanten

Regiments ; des -Offizierkreuzes des Königlich Niederländischen Ordens von Oranien-Nassau: i dem Königlich württembergishen Hauptmann Mayer im Generalstabe des XVIII, Armeekorps ; des Kommandeurkreuzes des Ordens der Königlich “Rumänischen Krone: dem Major von Klewiß im Großen Generalstabe.

Fleischer,

desselben

desselben

Deutsches Neich.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht :

Kaiserlichen Telegraphendirektor Dr. Preisigke zum Le | R der Pilolghischen: Fakultät der Kaiser

M L e

T #

\ Seine Majestät der Kaiser haben im Namen des Neichs den Kaufmann Fredrik Wallin zum Konsul in Uleâborg ran und i :

den Konsularagenten Georg Bohne zum Vizekonsul in Petit Goâve (Haiti) zu ernennen geruht.

Dem Königlich niederländischen Konsul in Cassel August Pechmann und dem Vize- und Deputykonsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Barmen Julius Festner ist namens des Reichs das Erequatur erteilt worden. -

Bei der Rei chsbank sind ernannt: der bisherige Bankkassier Art in Hamburg zum Ober-

buchhalter bei der Reichsbankhauptstelle daselb;

: die bisherigen Bankkassiere Hohnstein in Schmölln (S.-A.) und Holländer in Dillenburg zu Bankvorständen;

h die bisherigen Bankbuchhalter Runge in Jnsterburg, Saalfeld in Allenstein und Hilpmann in Siegen zu Bank- tassieren ; e ;

die bisherigen Buchhaltereiassistenten Lüb cke und Gustav

: Richter in Berlin, Schwarzkopf in Chemniy, Lüce in

: Aschaffenburg, Kurt Büttner in Schleswig, Karl Friedrich in Zwickau i. S., Joh: Wischer in Gera, Hoßfeld in Cassel,

von Weiler in Düsseldorf und Theod. Hirsekorn in Aschers-

leben zu, Bankbuchhaltern;: S die ‘bisherigen Kanzlisten Wachtlin in Brandenburg a. H.

und Wedekind in Frankfurt a. Main zu Kanzléisekretären.

Königreich Preußen. Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

die Bauräte Zander (Bernhard) in Bréslau, Eggert in in Fulda sowie den Regierungs-

baumeister Renner in Berlin zu Regierungs- und Bauräten

Potsdam und Heuf ch

zu ernennen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

den bisherigen außerordentlichen Professor an der Universität Dimroth=« zum ' ordentlichen - Professor in der: philosophishen Fakultät ‘der Universität * in Greifswald

in München ‘Dr. .Otto

und

zu: ernennen sowie

dem ordentlihen Professor in der philosophischen Vintis Heinri

Herkner und dem ordentlichen Professor in der philosophischen

akultät der Universität in Göttingen Dr. Jacob Waker -

der Friedrich Wilhelms-Universität in Berlin Dr.

nagel den Charakter als Geheimer Regierungsrat und

dentlichen Professor in der juristishen Fakultät der C Bana f i Crome den Charakter als

Universität in Bonn Dr. Geheimer Justizrat zu verleihen.

den / Staatsbaurat Franzius in * Bremen ® zum etats- mäßigen Professor an der Technischen Hochschule zu Hannover

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

den bisherigen “Königlih bayerischen Regierungsassefsor Dr. Däumling aus Würzburg zum Direktor ‘bei der Königlich Preußischen (GGenerallolteriedirektion unter Verleihung des Charafters als Regierungsrat mit dem Range der Räte vierter Klasse zu ernennen und M : | dem Mitarbeiter bei dem Provinzialshulkollegium in Königsberg i. Pr., Professor Walter Glage den Rang der Räte vierter Klasse zu verleihen.

Auf den Bericht vom 8. September 1913 will Jch dem Preußischen Staate auf Grund des Geseßzes vom 11. Juni 1874 (Geseysamml. S. 221 f.) hiermit das Recht verleihen, das Grundeigentum, das zur Herstellung eines Durchstichs bei km 1 des Großen Friedrihsgrabens erforderli ist, nötigen- falls im Wege der Enteignung zu erwerben oder dauernd zu beschränken. Der eingereichte Lageplan folgt hierbei zurüd. Schloß Promniy, den 13. September 1913. Wilhelm R. von Breitenbach.

An den Minister der öffentlihen Arbeiten.

Justizministerium.

Verseßt sind: der Landgerichtsrat Hahn in Ratibor als Amtsgerichtsrat an das Amtsgericht daselbst, der Amtsrichter Schröter in Schweß nach Lüben und der Amtsrichter Franz in Kosel nah Neurode. j Der Amtsrichter Dr. Mulert vom Amtsgericht Berlin- Tempelhof ist behufs Uebertritts in die allgemeine Staats- verwaltung aus dem Justizdienst geschieden. : Dem Ersten Staatsanwalt, Geheimen Justizrat Eckert bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts in Düsseldorf ist die nachgesuchte Dienstentlassung mit Pension erteilt. Jn der Liste der Rechtsanwälte sind gelösht die Rechts- anwälte: Justizrat Jungeblodt in Dorsten - bei dem Land- gericht in Essen, Dr. Lucas bei dem Oberlandesgericht in Cöln und Dr. Siemsen in Annaburg bei dem Amtsgericht in Prettin. i :

Mit der Löschung des Rechtsanwalts Dr. Siemsen in Annaburg in der Nechtsanwaltsliste ist zugleih sein Amt als Notar erlofchen. 4 i

Jn die Liste der Rechtsanwälte sind eingetragen: der Rechtsanwalt Keßler vom Landgericht 1 in Berlin bei dem Amtsgericht in Charlottenburg mit dem Wohnsiz in Berlin- Wilmersdorf, die Gerichtsassessoren : Dr. Strzybny bei dem Oberlandes8geriht in Breslau, Dr. Adolf Ka zenstein und Schottlaender bei dem Oberlandesgericht in Frankfurt a. Me, Hans Levy und Dr. Siegfried Liebeck bei dem Landgericht 1[] in Berlin, Koepnick bei dem Landgericht in Cassel, Friß Salomon bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Guben, Dr. Boenisch bei dem Amisgericht und dem Land- gericht in Breslau, Spörhase bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Saarbrücken, Dr. Birkholz bei dem Amts- gericht in Kattowiß, Fremer bei dem Amtsgericht in Norden, Otto Müller bei dem Amtsgericht in. Arnsberg, Johannes Schulze-Eckel bei dem Amtsgericht in Borken i. Westf. und Kurt Keßler bei dem Amtsgericht in Pillkallen.

Dex, ns" oe d. J. in den Ruhestand verseßte

Ob :rlandeë ihtspräsi ent, 3 i Tiche Geheime Oberjustizrat Dr. Morkvrimer in Cöln isi 6.storben.

Ministerium der öffentlichen Arbeiten.

Zugeteilt sind die Regierungsbauräte Zander (Bernhard) der Oderstrombauverwaltung in Breslau, Eggert der Re- gierung in Schleswig, jedo erst vom 1. Januar 1914 ab, Heusch der Regierung in Allenstein und Renner der Re- gierung in Posen.

Versetzt sind der Baurat Thomas von Magdeburg nach Duisburg-Ruhrort und der Negierungsbaumeister Kumwert von Bromberg an die Elbstrombauverwaltung in Magdeburg.

Dem Architekten Hans Roß in Neumünster ist die durch Allerhöchsten Erlaß vom 17. Oktober 1912 gestiftete Denk- münze für verdienstvolle Leistungen im Bau- und Verkehrs- wésen in Bronze verliehen worden.

Ministerium der geistlihen und Unterricht 5-

angelegenheiten.

Der bisherige Oberlehrer am Luisen-Lyzeum in Burg bei Magdeburg Dr. Hermann Köster ist zum Kreisschulinspeftor in Recklinghausen ernannt worden.

Dem Chemiker Dr. Hans Goldschmidt in Essen ist das - Prädikat Professor beigelegt worden.

Finanzministerium.

- Der - bisherige Katasterkontrolleur Waebßm ann aus Sullenschin “ist zum Geheimen expedierenden Sekretär und Kalkulator beim Finanzministerium ernannt worden.

Belcnntua ung,

betreffend die Immatrikulation auf der Universität Halle-Wittenberg für das Winterhalbjahr 1913/14. -,

Diejenigen Studierenden, - welche beabsichtigen, sich an hiesiger Universität immatrikulieren “zu “lassen, wollen“ fh in der Zeit vom 716. ODftoberbis56 Novembexcr.- aufdem -Universitäts- ¿sekretariat, Universitätsverwaltungsgebäude, Zimmer

besuchter Universitäten und, falls/seit+dem“ Abgan Vierteljahr verflossen ift, polizeilihes Sührungsattest) melden. Deutsche, welhe ein Maturitätszeugnis niht besien, Len die für ihre Aufnahme erforderliche besondere Genehmigung ei der Immatrikulationskommission, und zwar ebenfalls unter ele Für reichsinländi|che Frauen geltèn die gleichen Bestimmungen, nur ist zu ihrer Immatrikulation, Fils fie nicht im Besige eines Neife- zeugnisses sind, in jedem einzelnen Falle die Genehmigung des Herrn Ministers der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten erforderlich. Ausländern kann das Vorlegen eines Neifezeugnisses erlassen werden.

reichung ihrer forte im Universitätssekretariat, nachzusuchen.

Nr. 85, während der Vormittagsstunden von 9 bis 11 Uhr. „unter : Abgabe MEELs Ae A Rit 8, Wgangeanisse Ier e von ¿ders ‘Schule* oder ‘von der leßten“ Universität" mehr als ‘œin?

Später eingehende Immatrikulationsanträge werden nur aus- nahmêweise und bei ausreichender Entschuldigung genchmigt werden. Halle a. S., den 24. September 1913. Dor V ; der Königlichen vercinigten Friedrihs-Universität Halle-Wittenberg. Kattenbusch.

Belanntm-ach ung.

Gemäß § 46 des Kommunalabgabengesezes vom 14. Juli 1893 (G.-S. S. 152) wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der im laufenden Steuerjahre zu den Kommunalabgaben einshäßbare Reingewinn aus dem Betriebsjahre 1912/13 bei der Niederlausißer Eisenbahn auf 113857 A6 50. S festgeseßt worden ist. Halle (Saale), den 24. September 1913.

Der Königliche Eisenbahnkommissar.

T 0: SMErintder,

Angekommen:

__ Seine Exzellenz der Staatsminister und Minister der öffentlichen Arbeiten von Breitenbach von Dienstreisen.

Nicßtamkliches.

Deutsches Nei.

Preusen. Berlin, 27. September 1913.

Seine Majestät der Kaiser und. König hörten heute vormittag im Jagdhaus Rominten die Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmarineamts, Großadmirals von Tirpiß, und des Chefs des Marinekabinetts, Admirals von Müller. :

Großbritannien und JFrland.

Am Schlusse der Heeresmanöver sagte der nig, wie „W. T. B.“ meldet, in einer unter seinem Vorsiz ab- gehaltenen Konferenz der Generale und Offiziere :

Die Anlagé der Uebungen hatte die Verwendung fo großer Truppenmassen unter einem Kommando zur Folge, wte es bisher in Gngland noch ntemals der Fall gewesen ist. Die dabei gewonnenen Lehren sind besonders wertyoll, weil die Natur des Geländes den Verkehr erschwerte. Ich freue mi über die bedeutende Vermehrung der Luftfahrzeuge. Nach dem, was ih beobachtet habe, bin ih über- zeugt, daß in der praktishen Schulung aller Grade große Fortschritte gemaht worden sind. Der Eifer von Offizieren und Mannschaften hat auf mich großen Eindruck gemacht.

Frankreich.

Die französishe Regierung hat, wie „W. T. B.“ meldet, auf Ansuchen Spaniens vom Sultan von Marokko verlangt, daß der Pascha von Tanger, der dem spanischen Konsul die Erlaubnis zur Ueberwachung der Kriegsfkonterbande verweigert hatte, verseßt. werde. Der Machsen hat dank der

f Intervention Englands und Frankreichs das von Spanien

beanspyuchte Recht, der Beschlagnahme der von ihm zur Anzeige gebrachten Kriegsfkonterbande beizuwohnen, anerkannt.

Jtalien.

Der Ministerrat ist gestern zusammengetreten, um über die Auflösung der Deputiertenkammer, über die Ein- berufung der Wähler, über den Zeitpunkt der Wahlen und über ein Exposé zu beraten, das die Gründe der Auflösung darlegt und gleichzeitig mit dem Auflösungsdekret veröffentlicht werden soll. Nach der „Tribuna“ findet der erste Wahlgang am 26. Oktober und die Stichwahlen am 2. November statt. Die neue Kammer wird auf den 2%. November einberufen werden.

Spanien.

Der Ministerrat hat nah einer Meldung des „W. T. YV.“ beschlossen, die Einladung der Vereinigten Staaten zu einer amtlichen Beteiligung Spaniens an der Weltaus- stellung in San Francisco anzunehmen.

Türkei.

Das türkisch-bulgarishe Uebereinkommen, be- treffend die Musftis, besteht laut Meldung des D. aus einer Sonderkonvention von neun Ariikeln, die auf der Grundlage der Konvention von 1909 die Art der Wahl der Musftis und des Obermusftis regelt, der die Jnvestitur von dem: Scheich-ül-Jslam erhalten wird. Die neue Verfügung bestimmt, daß in jedem Distrikte eine muselmanishe Gemeinde gebildet werden soll, die von der bulgarischen Regierung als juristische Person anerkannt wird und die Vakufgüter auf ihren Namen wird eintragen und auch anderes Eigentum wird besien können. Die bulgarishen Gemeinden in der Türkei werden alle Rechte der anderen niht muselmanishen Gemeinden ge- nießen. Jn den Verhandlungen über die Frage der Vakufs beharrten die türkischen Delegierten auf deren

Lösung. Serbien,

Die serbische Regierung hat an ihre Vertreter im Ausland nach einer Meldung des „Serbischen Pressebureaus““ folgende Note gerichtet:

Da dite serbishe Regizrung mit Vertrauen auf die Kontrolle der ‘Großmächte bet der Neuschäffung von Albanieù blickte, als einer starken Gewähr für Frieden und. Ordnung an der serbish- albanesishen Grenze, und da die Haltung der gesamten albanesishen „Bevölkerung der serbishen - Armee. gegenüber während deren

¡serbische Regterung, nahdem - die Demobilisierung / einmal beendet ae V der serbish-albanesishen Grenze nur zwei Regimenter zurü« gelassen, und die auf eine Front von mehr als 100 km verteilt wurden. Aufgewiegelt durch Agenten aus Valona und Elbassan, griffen in den leßten Tagen 10000 Albanesen unter dem Kommando eine, Mitgliedes der vorläufigen Regierung und gewisser fremder Offiziére und Komitatschis serbishes Gebiet an, drangen in mehrere Dörfer ein, die sie in Brand steckten, und meyzelten einen großen Teil der friedlichen Bevölkerung nieder. Sodann drangen die Albanesen in die Stadt Dibra ein, die nur von 2 Kompagnien verteidigt wurde. Der Einfall der Albanesen und ihr Vormarsch in serbishes Gebiet wurden leiht gemacht, weil die wenigen serbischen

Die Immatrikulation von Ausländerinnen ist nur mit besonderer Geiébüneing des Herrin Ministers zuläsfig.

Truppen auf die Aufforderung der Großmächte \ch aus den

endgültiger

«Aufenthalts in Albanien - durchaus - freund\aftlih .' war, * hat dite s

deren Friedenseffektivbestand ungefähr 2000 Mann betrug,

ategishen Stellungen an der Grenze und auf albanesisGem biet, die es ermöglicht hätten, albanesische Einfälle in llten es Gebiet abzuwehren, zurückgezogen hatten. Die Albanesen be- uten diese Gelegenheit, um in den Bezirk Dibra einzufallen, wo e serbischen Truppen, wenig zahlrei( und in strategisch ungünstigen tellungen, sie daran nicht hindern konnten. Um thr Gebiet und ire Würde zu \{üßen, hat die Königliche Regierung die Mobilifierung ines Teiles ihrer Armee angeordnet. Diese wird die Aufgabe haben, je Angreifer niederzuwerfen und an der Grenze Frieden und Ordnung gquernd sicherzustelleu.

Weiter veröffentlicht das „Pressebureau“ folgendes Com- uniqué:

Wie bereits gemeldet worden ist, hat die Königliche Regierun j Mobilisierung des ersten Ls der Morawabiviion an ordnet. Die Meldungen über die ® Tobilisi:rung anderer Divisionen id nit zutreffend. Durch einen gestern veröffentlihten Ufas wird ( Einberufungeorder für die Vebungsperiode bestätigt. Die Ne- uvisten werden die Vebung nicht außerhalb der alten Grenzen ab- sten, Zur Verteidigung des Gebiets gegen die Albanesen wird n die bereits entsandten aktiven Truppen verwenden.

Die „Neue Freie Presse“ meldet aus Belgrad, daß einer ntlichen Nachricht zufolge die eingetroffenen Verstärkungen, unterstüßt durch Artillerie, gestern die Al banesen aus savrovo und Kitschevo zurückgeworfen haben.

Bulgarien.

Der Minister des Auswärtigen Ghenadiew stellt, wie ß. T. B.“ meldet, in einem Jnterview entschieden in Ab- de, daß sich unter den albanesischen Aufständischen bulgarische fiziere befänden, und daß Bulgarien an der Vorbereitung her Durchführung der albanesischen Bewegung irgend nen Anteil hätte.

Asien.

Der japanische Gesandte in Peking hat, der „Times“ jolge, die Aufmerksamkeit der chinesischen Regierung auf die assache gelenkt, daß sie den japanischen Forderungen be- efffs des Zwischenfalls in Nanking keine Folge ge- hen habe. Der Gesandte erklärte, daß, wenn diese Forde- ngen niht binnen drei Tagen erfüllt würden, Japan sich für mächtigt halten würde, alle notwendigen Maßnahmen zu (fen. P mit Marinesoldaten voll beseßte japanische iegsschifse warten bei Nanking das Ergebnis ab: Wie sich zt herausstellt, hat sich der General Changhsuen im egensaß zu den früheren Meldungen bis jeßt nicht des- gen entschuldigt, daß seine Truppen in den leßten Gefechten «i Japaner getödtet. haben.

Der chinesishe Minister des Auswärtigen Sunpaochi {mah einer Meldung des „W. T. B.“ neue Verhand- nge2 mit dem russischen Gesandten über die Frage der ongole i begonnen auf der Grundlage eines zwischen Rußland, ina und der Mongolei abzuschließenden Vertrages, dessen indbestimmung die - Anerkennung der Unabhängigkeit der ter dem Hutuchtu geeinigten Mongolei und der Suzeränität jinas über fie sein würde.

Wie das „Reutersche Bureau“ meldet, hat Nußland der mngolishen Negierung zwei Millionen Rubel vorgestreckt, durch gewisse Einnahmen in den Distrikten bei Kobdo tantiert werden. Die russischen Steuereinnehmer haben ihre heit dort bereits begonnen.

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Das Einigung8amt des Gewerbegerichts hat der „Vofs. Ztg.“ zu- je aus eigenem Antrieb ¡r heute vormittag eine Besprehung des éstands der Berliner Lürschner (vergl. Nr. 211 d. Bl.) eraumt. Unter dem Vorsitz des Dr. Löwenstein solten die Vorsizenden drei in Betracht kommenden Verbände zusammentreten, um durch ehende Aussprache die Sachlage zu klären und möglicherweise eine indlage für weitere Einigungsverhandlungen zu schaffen. Die hl der Ausständigen beträgt nur noch 550. |

Dir Lohnbewegung der Straßenbahnangestellten inCassel | Nr. 228 d. Bl.) ist, wie die „Köln. Ztg.“ erfährt, vorläufig Stillstand gekommen. Auf die Zusicherung der Direktion, dem shtsrat möglihste Erfüllung der Wünsche der Angestellten zu vek haben die Straßenbahner beschlossen, von einem Ausstand \sehen.

Der anfänglih geringfügige AUsstand einiger bei der Firma lter & Patterson in London beschäftigten Leute breitet {ih, V. T. B.“ meldet, mit großer Schnelligkeit aus und droht (das gesamte Speditionsgewerbe Londons in Mitleiden- \t zu ziehen. Die Unternehmer scheinen geneigt, den Wünschen ) Crhöhung der Löhne und Verkürzung der Arbettszeit entgegen- mnen, lehnen es jedoch ab, die Union der Arbeiter anzuerkennen. Aus Verdun wird dem „W. T. B.“ gemeldet, daß 1100 fran- he, spanische und italientische Arbeiter, die bei dem 1 der neuen Kaserne beschäftigt waren, in den Ausstand ten find, weil ihre Forderungen nah Entlassung eines Werk- ers und Lohnerhöhung nicht bewilligt wurden. Fn Nancy / 90 bei dem Bau der neuen Artilleriekaserne beschäftigte zösische Arbeiter in den Ausstand getreten und haben die nischen Arbeiter gezwungen, si ihnen anzuschließen.

Aus Zürthch wird der „Köln. Ztg.“ telegraphiert: Der Aus- 1d am Tunnel Münster—Grenchen im Kanton Solothurn, dessen Verlauf es zu {weren Nuhestörungen und zu Militär- (boten fam, is beendet (vgl. Nr. 201 d. Bl.). Die Arbeiter nen die Arbeit zu Bedingungen auf, dite ihnen hon nah einem in lusstand angeboten worden waren. Der Tunnel wird von etner ¡sischen Unternehmung gebaut.

Kunst und Wissenschaft.

Die Galerie Eduard Schulte bringt in ihrer Oktober- Vstaltung (Eröffnung am 27. September) außer einer umfassenden îdtnisausstellung des 1912 verstorbenen Münchener Professors arl Haider noch größere Sammlungen von Werken von ri ald - Zinnwald, Max Clarenbach - Wittlaer, Professor Philipp l - Wannsee, rofessor Max Friy - Detmold, Wilhelm Funk- ! Jork, Jômae GaE Berlin, Professor Alfced Mohrbutter- [ftensee, Leonhard Sandrock - Friedenau und Willy “Tiedjen- then.

r die Rolle .des Großwildes bei der-Verbreitung ; der Schlafkrankheit Venlliht Dr. Höring, Stabsarzt in der Schu truppe für h Ostafrika, im „Deutschen Kolonialblatt“ ten Muas, in tr folgendes ausführt: Rastlos ist in den legten Jahren an der weiteren Erforschung der laffranfheit gearbeitet worden. Ganz besonders großen Anteil an der thrung unserer Kenntnisse von dem Wesen dieser Seuche haben (he und Engländer. Während auf unserer Seite die Arbeiten ch8 eine würdige Fortseßung unter Professor Kleine fanden, \ bei den englishen Autoren an erster Stelle Sir D. Bruce, "eit langem bekannt durch seine Verdienste als Erforscher von ‘ifrankheiten. Es mag als besonders erfreulich erwähnt werden,

1908 hatte Kleine

worden.

Großwild

bereits Nußzanwendungen

vollständige Vernichtung

tischen Bedeutung,

(Antilopen,

in seinen Ueberlegungen :

hohen

zu einem müssen.

pathogen ist, während das

scheidung Menschen nötig.

selbst, aber

teilnehmen. sein müssen. „Meservoir“ der Tiere unter gewiffen ür dte

Denn und damit (insbesondere

fie von vielen Kolontalmähte, Ausfall von kostspieligen,

sie Klarheit,

verspätet - und konnte werden. * Sie - ist im weise {chlecht ausgefallen.

falls unbefriedigend.

mäßige Nässe gelitten ; auf Orten find fi

de wissenschaftlichen Expeditionen beider Nationen stets in an-

der Felder ist in vollem

abzuleiten. Jm Gegensatz kaler und waren bereits zu

Yorke (Nbodesia) befanden Fälle von S&laffrankheit unter der Bevölkerung, in f (Portugiesisch Ostafrika) ließen heit unter den Menschen feststellen. Wildes und ein gleichfalls kaum niedrigerer Prozentsatz der Haustiere mit dem Erreger der Schlafkrankheit infiziert in einer Gegend, in der die Menschen aesund bletben. Stichen der infizierten Glossfinen in den großen Tietsegebieten ebenso- wenig entgehen wie das Wild und die Haustiere: es hätte also in den betreffenden Gebieten auch

grenzen, daß das leßtere außer

verschiedensten Art krank zu

auh an gef Kontrolltieren) Blut saugen.

werden können, wenn sie si Zweitens war damit der Bewei Haustiere an der Verbreitung der Schlafkrankheit zum mindesten nicht in dem von Kinghorn und Yorke angenommenen Umfange

man

Verbreitung der

Seiten, zum

umgepflügt werden müssen.

genehmen, freundschaftlichen Beziehungen zuetnander standen und ih gegenseitig, wo fch immer Gelegenheit dazu bot, zu fördern suchten. : die geshlechtliche Entwiklung der Trypano- sowmen (hierzu gehören die Schlafkrankheitäerreger) im Körper der Schlaffkrankheitsfliege (Glossina und damtt die früber verbreitete Ansicht von der rein mehanischen Uebertragung der Infektion berichtigt; 1911 erbrachte dessen Mitarbeiter Taute auf seine Veranlassung den praktisch sebr wichtigen Nachweis der Möglichkeit einer Uebertragung der Schlafkrantheit auch durch die gewöhnliche Tsetsefliege (Glossina mmorsitans). : Resultate waren ald darauf von Kinghorn und Yorke) nachgeprüft und in allen Punkten bestätigt In letzter Zeit wandte sich nun das Hauptinteresse der Unterfucher einer kaum minder wichtigen Frage zu: darum, festzustellen, ob und in welcbem Umfange ( und die Hausttere für die Verbreitung der Schlafkrankheit in Betracht kommen. Kleine und seine Mitarbeiter äußerten sih auf Grund ihrer bisherigen Beobachtungen und Versuche über die Nolle, welche die Säugetiere möglicherweise in der Natur als Träger von menschen pathogenen Trypanosomen und hielten es für verfrüht, aus den bisherigen experimentellen Studien

für

Prozent|joß mit ‘S{hlafkrankheit Da dies nicht der Fall war, ¡og Taute den Shluß, daß die von Kinghorn und ‘Yorke und von ihm selbst im Wild ge- fundenen Trypanosomen trotz

stimmung nicht identi\ch mit krankheit seien. Dies mußte nun nätürlich experimentell bewiesen werden, und hierin lag die Hauptshwterigkeit der Untersuhungen. Das Try pa- nosoma Brucei (das über ganz Afrika verbreitete gewöhnlihe Tier- trypanosoma), welches für eine Verwechslung in erster Linie in Betracht kam, läßt sich nämlich von dem Tryp. rhodesiense, dem Erreger der Schlafkrankheit, einzig und allein dadur als artverschieden ab- für Tiere auch für den Menschen Tryp. Brucei aus\chließlich Tiere der machen vermag.

dieser beiden Tryvanosomenarten In zwei Versuchsreihen

49 Glossinen (Tsetsefliegen),

Mit weitergeßenden ¡Sten wird man sehr vorsichtig wir

aud des

Verhältnissen

sich

der Natur anzustellenden Versuchen, wie fie von der englis{hen Negie- rung geplant sind, abzuwarten setn. sollen fie einwandfrei sein, große Schwierigkeiten; hoffentlih bringen

= Land- und Forstwirtschaft.

Ernteergebnisse und Getreidehandel in Nußland.

Das Kaiserliche Generalkonsulat in- Warschau berihtet unterm 22. September: Infolge des anhaltenden Negenwetters in den Mo- naten Jult und August hat [fi an manchen * Orten : erst

allge

Abgesehen davon, daß “der Ertrag an NRoagen und Weizen der zurücfiteht, hat das Getreide durch den vielen Regen und das lange Lagern hinsichtlih der Güte sehr Gerste hat außerdem zum großen Teil die Farbe verloren. Klee ist an vielen Orten verfault und auch dort, wo er als Kleesamen ge- erntet wurde, soll der Ertrag an Samen gering und minderwertig sein. Der Stand der Zuckerrüben und Kartoffeln ist eben- An vielen Stellen haben ganze Nübenfelder Die Kartoffeln haben dur die über- s{chwerem Boden und an niedrig gelegenen le zum größten Teil verfault, Die Winterbestellung

ange.

dazu urteilten die Engländer weit radi- Schlußfolgerungen gelangt, die auf eine ) des Wildes im Interesse der S(lafkrank- heit8bekämpfung hinausliefen. follten die Unterfuhungen von Kinghorn und Yorke bilden, nach deren Ansicht in Nordrhodesia die enorme Zahl von 16 v. H. des Wildes mit dem Trypanosoma rhodesiense, dem Erreger der dor- tigen Schlafkrankheit, infiziert ist.

Angesichts der großen Divergenz der Meinungen und der prak» i welche diese Angelegenheit bekämpfung hat, unterzog Stabsarzt Dr. Taute von der deuts{- ostafrifanishen Schußtruppe gelegentlih einer mit Mitteln des Reichs- amts des Innern unterstützten die Frage einer erneuten exrpertmentellen Prüfung. Die Resultate Tautes sind in dem soeben e „Arbeiten aus dem Kaiserlich sei davon das prafktisch Wesentliche kurz angeführt.

Zu feiner UeterrasBung fand Taute in 37 Stü erlegten Wildes Büffel, Wildschwein) sechsmal Trypanosomenart, die tn ihrem Aussehen und ihrer Pathogenität für Tier e vollkommen dem Tryp. rhodesiense, dem EGrreger der S{laf- krankheit, glich; bei der Untersuchung der wenigen Haustiere der Ein- geborenen erhob er ganz ähnlihe Befunde. die Feststellungen von Taute vollständig mit denen von Kinghorn und Yorke (f. o.) überein. T In dem Arbeitsgebiet von King horn und sih verhältnismäßig äußerst \pärliche

en Gesundheitsamt“

sih überhaupt keine Fälle dieser Krank-

die mit den aus den Antilopen stam- menden Trypanosomen infiziert waren, fünf Tage lang täglih an sih unden Hunden, Affen und Ziegen (als In elner dritten Versuchsreihe injklzierte sih Laute 2 cem Blut (gleih etwa 82 Millionen Trypanosomen) eines mit den strittigen Trypanosomen infizierten Hundes subkutan ; dieselbe oder eine geringere Dosis erhielten gleizeitig fieben Kontroll- tiere unter die Bauchhgut gesprigtt. In sämtlichen dret Versuchsreihen war das Nesuliat, daß die Kontrolltiere nah einer Inkubationezèit yon drei bis sech3 Tagen an Trypanosomiasis erkrankten und dann ras zugrunde gingen, während der Mensch dauernd gesund und ohne jede Reaktion blieb. impften Trypanosomen waren fomit als das Tryp. Bruceiundnichtals Sclafkrankheitserreger identifiziert. Trypanosomen in natürlich infiziertem Wild und in Haustieren nur dann mit Sicherheit als Erreger der Schlafkrankheit angesprochen als pathogen für den Menschen erweisen.

F ( Schlafkrankheit des Menschen da- gegen wax vie Bedeutung des Wildes und der Hagustiere von vielen

utoren beträhtlich überschäßt worben, und man wird sich nach Tautes Untersuhungen in dieser Hinsiht wieder dem \{chon 1909 von Kleine und seinen Mitarbeitern vertretenen Stank punkt nähern müssen. Zum mindesten ist eine Propaganda für den sofortigen Ab- {uß allen Wildes im Interesse der Sclafkrankheitsbekämpfung, wie Teil auch {hon in den Parlamenten der betrieben wird, nit am Plate.

Þalpalis) experimentell festgestellt

Diese beiden

Seite (Bruce,

englischer

es handelte si das afrikanische

spielen, mit großer Reserve

die Bekämpfung der St(hlafkrankheit

Eine Hauptstüßze für thre Annahme

für unsere Seucen-

Expedition in Portugiesisch Ostafrika rschienenen Heft T des Bandes 45 der veröffentlicht. Es

(in 162 v. H.) eine Bis hierher stimmen also

aute ging nun folgendermaßen weiter

einem eigenen

Es wären also über 16 v. H. des

Nun kann aber der Mensch den

die menshlihe Bevölkerung

infiziert sein

der weitgehenden sonstigen Ueberein- dem Erreger der menschlichen Schlaf-

Es ist daher zur Unter- das Experiment am ließ Taute 32 bezw.

Die ver-

Damit war festgestellt, daß

s erbraht, daß das Wild und die

&

dem Wild eine Rolle als als Verbreiter der Trypanosomen Tryp. Brucei, nanum, vivax)

sicher nicht absprehen können.

Hter wird erst der auf viele Jahre erstreckenden und in

Aber auch diese Versuche bieten,

ch© die Getreideernte ! in Polen * fehr jeßt - beendigt meinen * recht ; mittelmäßig, stellen- Menge nah“ gegen das Vorjahr

gelitten; es ift vielfah ausgewachsen.

größeren dramatishen Aufgaben

Die Getreidepreise stellten sh am 16. Septeinber wie folgt: Es wurden für das Pud = 16,33 kg gezahlt: : für Weizen . 1, 25—-1,32 Rbl.

« Roggen . 091—0,95 « DOer 0,76—0.,90 Gerste 0,92—0,92

St. Petersburg, 26. September. (W. T. B.) Nah der „Handels- und Industriezeitung“ fällt die Ernteshäßzung im Vergleich mit den Schäßungen vom Jult und August geringer aus, befonders im Südwesten und in Teilen des Zentrums und des Südens infolge von Negenfällen und im Often wegen der Dürre und der Hitze. Die Beurteilung der Ernte ift ungefähr dieselbe wie im letzten Monate : Roggen steht mittel, Winterweizen und Hafer fast gut, Sommerweizen und Gerste gut mittel. Der Ernteertrag- in 73 Gou- vernements wird, wie folgt, geschäßt in Millionen Pud: Winter- weizen 563, Sommerweizen 795, Winterroggen 1313, Hafer 940 und Gerste 611.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten unv Absperrungs- maßregeln.

A Desterreich. Die K. K. Seebehörde tn Triest hat unterm 11. d. M. verfügt,

daß wegen Auftretens von Pest die Herkünfte vom Piräus scebehördlihen Nundschreibens vom

R A Du tigon des “. «ugut 1904, Nr. 12468. zu behandeln find. (Val. N.-Anz.“ vom 1. Dezember 1904, Nr. 283.) N a R O Die K. K. Seebehörde in Triest hat unterm 12, d. M. verfügt, daß wegen Auftretens von Cholera die Herkünfte von Cherson nah den Bestimmungen des seebehördlihen Rundschreibens vom 12. August 1904, Nr. 12 468, zu behandeln find. (Val. „R.-Anz.“ vom 1. Dezember 1904, Nr. 283.) - j

Verdingungen.

(Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „NReichs- und Staatsanzeiger“ ausliegen, können in den Wochentagen in dessen Expedition während der Dienststunden von I—3 Uhr eingesehen werden.)

Italien.

7. Dftober 1913, Vormiitags 11 Uhr. Bürgermeisteramt * Brindisi: Bau einer Mädchenschule. Voranschlag 222 S( Ea Vorläufige Sicherheit 9000 Lire, endgültige '/14 der Zuschlagssumme. Näheres in italtenischer Sprache beim „Meichsanzeiger".

_8. Dftober 1913, Vormittags 10 Uhr. Provtnzialdeputation in Piacenza: Grweiterungsbauten an den neuen Pavillons der Pro- vinzialirrenanstalt. Voranschlag 87 000 Lire. Borläufige Sicherheit 4000 Lire. Zeugnisse 2c. bis spätestens 30. September 1913, Nach- mittags 4 Uhr. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichs anzeiger“.

Theater und Musik,

Neues Operntheater (Kroll).

Die Swhlierseer führten gestern, als Neubeit für Berlin Bauernshwank „Der ewige Jungg sell“ von E e Die auf und erzielten damit heitere Wirkungen. Besonders gut g? lungen ift die Exposition des Stückes, das gen den SWhluß „in etwas verflacht. Der „ewige Jungg”\ell" ist der Spißname des Bauernhofbesißers Dominik, der ein Weiber- und Ghefeind wurde, nachdem ihm jeine Augerkorene \chnöde verlassen haite, um mit einem anderen auf und davon zu gehen. So figt er denn, ohne ein weibliches Wesen um sich zu haben, einfam auf seinem Hof. Da scneit thm vlöuli eins ins Haus in Gestalt eines ausgeseßten Kindes. Well nun kiner von den Dorfbewohnern es ihm abnehmen will, bleibt ihm n chts Anderes Übrig, als eine „Hauserin“ zu #nch zu nehmen, die für die Pflege des Kindes zu sorgen hat, und Negerl, die hübsche Kellnezrin, ist die einzige, die sih dazu berbeiläßt. So hat er gleih zwet «Weiberleut“ in seiner Nähe. Es ist uns{chwer zu erraten, ‘was dann geschieht. Dke Mutter des au8geséßten Mädchens (beiläufig Dominiks ungetreue Geliebte) holt, nahdem fie nun selbst für dessen Unterhalt forgen kann, ihr Kind zurück, und Negerl, dte junge Hauserin, w int heiße Tränen, daß sie nun „koa Kindl“ mehr hat. Dcemiaik' aher, der sih inzwischen regelreht in Negerl verliebt hit, macht ihr „einen Heiratsantrag, und der Borhang fällt über: einem glüdcklihen Paar. Die Nolle des ebefeindlichen ominik ist so ret für Xaver Terofal geeignet, der sie mit dem ganzen Neichtun seines uners{chöpflichen Humors ausstattete. Die anderen bekannten Darstellerinnen und Darsteller der Schlierseer Frau Grhard-Vogeifang, Fannerl Terofal, Therese Dirnberger, Georg Vogelsana u. a. unter= O thn dabet auf das wirfsamste. So {loß der Abend, an dem au die musikalischen Gaben des beliebten Virtuosenterzetts sowie der obligate Schuhplattler nicht fehlten, wieder mit einem vollen Erfolge für die Schlierseer. i

Schillertheater Charlottenburg.

Als heitere Gabe, bevor es sih den für den Winter vorgesehene zuwendet, holte das Schillertheater gestern Oskar Blumenthals und Gustav Kadelburgs Schwank „Die Großstadtluft“" wieder hervor, der hon früher im Spielplan dieser L olfksbühne eine Neihe erfolgreidher Wieder- holungen erlebt hatte. Das Stück gehört zu denen, die jung ge- blieben sind, und verseßte wieder die das Haus bis auf den leßten füllenden Zuschauer in die behaglihste Stimmung. err Paeschke verlieh dem in die Kleinstadt verschlagenen, nah Großstadt- luft lehzenden Ingenieur Flemming ein frishes, natürliches Wesem, Herr Wirth gab dessen Schwiegervater, den eingefl-ishten Kleinstädter Schröter mit unaufdringliher Kon)? und Herr Menzel den an seine lustige Stkudienzeit gern zurüdckdenkenden Dr. Crusius mit gemüt- vollem Humor. Die weiblichen Hauvtrollen waren bei den Damen Hansen, Engel, Gundra gut aufgehoben, die Herren S°nger, Köstlin und andere vervollständigten unter Köstlins geschickter Regie das gut inetnandergreifende Zusammenspiel. Die beiden Borfafser, die der Anfführung ihres Schwankes betwohnten, wurden mit den Darstellern lebhaft hervorgerufen.

Im Königlichen Opernhause geht morgen, Sonntag, C. Saint-Saëns “Süinsos und Dalila“ zum hundertsten Mal in Sioie, Die Dalila singt Frau Arndt- Ober, den Samson: Herr Berger, den Dberpriester: Herr Bischoff, den Abimeleh: Herr Krasa, den alten Hebräer: Herr Schwegler. Dirigent is der Kapellmeister von Strauß. Die Erstaufführung fand am 28. PVéärz 1901 statt, sie war in den dret Hauptrollen mit Frau Goetze, Herrn Grüning und Herrn Hoffmann beseßt und von Dr. Strauß musikalisch- einstudiert. Der Komponist hat ih bereit erklärt, die nächste Aufführung seiner Oper persönlich zu. dirigteren, nachdem es legt, wegen der Vorbereitungen zur Verdi-Gedächtnisfeier, niht mögli: war, seinen Wünschen, betreffend Wiederherstellung einiger Striche, zu entsprechen. Am Meoutag wird/ Bohdme“,

‘mit den Damen Hempel,“ Alfermann,“ den Herren Jadlowker, „Brons- # „geest,! Habich' und Bachmann: in ‘den Häuptröllen + gegében. -— * Am |

Dienstag * geht,» neueinstudiert, « „Tristan und“Jsolde“ in ,Szene. Die Generalintendantur ‘weist nochmals datauf “hin, daß ‘den Dauer- beziehern / und; Reservatinhabern zu © einer der im Oktober d. I. stattfindenden vter Caruso-Vorstellungen ihre Pläge gegen Zahlung des vollen Kassenpreises eins{ließliÞ WVor- verkaufsgebühr zur Verfügung stehen. Die Abhebung der betreffenden Karten muß aber am 29. d. M., Vormittags zwischen 9—12 Uhr, und zwar für Parkett, 1. Rang, Orchester« loge - und Fremdenloge am Stwalter 1L und für die übrigen Pläße am Schalter 111 des Königlichen Opernhauses stattfinden. Ueber niht abgehobene Karten. wird sofort von der General»

intendantur anderweit verfügt, sodaß etne spätere Berücksichtigung der Dauerbezieher und Reservatinhaber nicht mehr stattfinden kann. Dig