1913 / 231 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Vestände an Zuecker

in den Zuckerfabriken ‘und amtlichen Niederlagen des deutschen Zollgebiets am 31. August 1913. Auf Grund der Bestandsübersichten, welhe von den Fabrikinhabern und Niederlageämtern eingesandt wurden,

7

zusammengestellt im Kaiserlichen Statistishen Amt.

Bezeichnung und Zahl der Lagerstätten

Verbrauhszudcker

granu- lierter Zucker

Kandis

ges mahlener Melis

flüssige Naffi« nade einshl. des Inverts udcker- rups

Zuckerhaltige 4 Waren

Gewicht des darin

ents

haltenen Zudckers

| Rohzucker

Autländisge, Zuker

j j

Nübenzuckerfabriken Zuckerraffinerien Melasseentzuckerungs- anstalten ohne Rüben- ‘verarbeitung . . Zuckerfabriken zusammen Oeffentliche Niederlagen Privatniederlagen . Niederlagen zusammen . Ueberhaupt Dagegen Bestand am 31. August 1912.

; Der Sollbestand an inländischem Zucker bere 1912 bis 31. August 1913 und abzüglih der Ausfuhr und des in de

2 070

48-899

26 658

39 806/

119/239

dz rein 20 400

72 424

] / Verbrauchszucker

50 962

26 698

159 045

92 824

1 745! 34 023

119

17: 595

27 983

12 190

1743/7 33 548

35 768

119

S971 T 140 794 S6 730

99 295

T121798

Berlin, ten 30. September 1913.

26 AAT| 16 910

—_ 1848 177 493

121 025

chnet sih (in Rohzuckerwert) unter n freien Verkehr geseßicn Zuckers \

Ermittelter Bestand .

28 230| 30 308

202

T4 35207

also weniger

Kaiserliches Statistishes Amt. Delbrü.

121054 43 019

192 g 30511

Zugrundelegung des Bestandes am 31. August 1912 owie des Bedarfs für deutshe Schiffe in dems 2761 475 dz

2 387 455

374 020 dz.

zuzüglich der clben Zeitraum auf:

202 2 781

114

: 20 782 Erzeugung in der Zeit vom 1. Septen

35 291 131333

Statifzik und Volkswirtschaft.

Die häufigsten Preise für Fleisch im Kleinhandel betrugen im Wohendurhschnitt der I. Hälfte des Monats September 1913

in den preußishen Orten

für 1 Kilogramm

Rindfleisch

Kalbfleis ch

Hammelfleisch

Scchweineflei\ch (eins{chl. von Rückenfett)

r

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Nuß, Ob Schuft)

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V es = a & ck Q l = Q Q

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vom Bu

(Schulter,

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durhschnitt von der Keule (Schlägel) (Schulter, Blatt) m

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Roßfleif

inländischen, geräucherten

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Königsberg i. Pr.

Memel L O ded Danz Graudenz .

Berlin...

Doam ee

randenburg a. H. rankfurt a. Oder .

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Stettin E

Köslin .

Stralsund . P

EON e romberg

Breslau . Görliß . . Liegniß . .

Königshütte O

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rburg a. Elbe .

A s Osnabrückt Emden . ., Münster . . Bielefeld . . preis

ortmund

O A Frantfutt A

tesbaden Koblenz . Düsseldorf Me s Neuß Sil... Saarbrücken Se Aben... Sigmartngen

Wilhelmshaven

im Durhs\ch

(aus\chl. Wilhelmshaven):

l. Hälfte September 1913

A 1, September 1912 . .,

B X. Ti L

i sa

170 160 155 165 171 145

160 | 160 | 160 | 160 |

160 100 140 180 150 160 160 135 170

150 |

150 200 180 180 180 180 140 180 190 190 170 170 170 165 160 170 170 165 184 140 196 155 160 180 160 180 160 150 160 190 180

| 166,0 | 165,7 173,7 149,5

178 T1 174 175 182 159 183 198 175 183 179 178 167 188 169 175 179 158 185 165 173 208 203 191 201 196 186 191 194 201 185 181 193 178 171 178 185 180 184 155 199 167 176 188 175 195 1760 ERT 186 190 203

183,1 182,7 193,4 170,2 149,9 | 168,7

136, | 156,6

“200

180 185 185 202 210 210 9230 200 200 180 213 200 240 200 190 190 180 185 180 | 200

240 230 190

250 | 240 | 240 | 990 | 990

240

240 | 200 | 990 | 190 | 200 | 900 | 210 | 210

190 210 | 290 | 191 | 209 | 215 | 200 | 920 | 200 | 200 | 990

200

240

| | |

2108| 1 210,3 | 2127| 1921 194,6 / 173,8 194,8

|

180,8 | 165,5

175 | 190 | 190 180 180 180 193 190 180 180 180 190 185 195 180 180 200 220 194 200" 192 190 190 190 200 200 | 190 | 200 | 190 | 190 | 190 180 | 200 | 220 | 240 | 200

200 | 195 | 200 | 205 | 240 | 900 | 200 | 220 | 200 | 200 |

196,9 | 196,2 | 204,4 |

120 100 100

100 | 92 |

96 50 90 60 70 80 80 80 100 70 90 80 90 100 100 130 80 100 91 90 70 150 80 60

120 30

38,3 | 89,5 | 17L,r

97, 78,2 878

89,9

580,3 379,9 389,0 342,4 344 6

360 | 360 | 348 | 440 446 400 360 400 400 400 380 360 350 400 400 380 350 400 480 440 400 400 380 380 440 400 400 520 280 400

190 215 220 210 190 200 190 180 200 200 210 190

* 200

180 200 180

190 200 200 220 200 190 200 210 200 180 200 190 210 200 200 190 190 200 200 209 190 240 260 220 200 199 200. 190 210 200 200 210 240 220

202 4 202 4 204,6 170,6 188,9

186,7 (Na der „Stat. Korr. “)

189,8 189,4

200 180 195

900 | 199 | 200 | 180 | 160 | 180 | 200 | 200 | 200 | 190 | 200

180 | 200 | 190

195 | 200 200 | 220 | 900 | 200 | 240 | 168 | 160 | 190 | 200 | 200 | 200 | 180 200 | 180 | 170 190 200 | 180 | 190

180 | 200

200

200

188 | 190

170

200

170 | 200 | 200 | 210 180

: Bruttoeinnahme der verpfändeten Monopole sowie Nettoergebni

Land- und Forstwirtschaft.

Der Vercin für Privatforstbeamte Deutschlands warnt schon seit Jahren vor dem Eintritt in die unsichere und überfüllte Privatforstbeamtenlaufbahn. Diese Warnung bezicht sich \fowohl auf den Schuß- wie auf den Verwaltungsdienst. Die Anzahl der Anwätter ist im Vergleih zu den vorhandenen Dienst- stellen so übermäßig, daß der genamte Verein si wieder ver- anlaßt sieht, die von der Schule. abgehenden jungen Leute vor einer Laufbahn zu warnen, die den meisten Anwärtern nach erfolgter Aus- bildung nur Enttäuschung, ja zu oft Elend bringt.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Oesterreih-Ungarn.

Wien, 29. September. . (W. T, B.) In Oporcek in Ga- Tizien ist ein weiterer Cholerafall mit tödlihem Ausgang vor-

gekommen. Nußland.

St. Petersburg, 29. September. _(W. T. B.) Der Gou- verneur von Astrachan meldet, in der Ortschaft Tabaskul bei Ta- lowka (Gouvernement Saratow) seien zwei pestverdächtige Erkrankungen mit tödlichem Ausgang vorgekommen,

Serbien.

Belgrad, 29. September. (W. T. B.) Bis zum 27. Sep- tember sind in Serbien 922 Cholerafälle vorgekommen, davon 124 seit der leßten Zählung. Von den Kranken sind 52 geheilt worden, 46 sind gestorben und 824 befinden sich noch in ärztlicher Behandlung.

Handel und Gewerbe.

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 29. Séptember 1913:

Nuhrrevier Oberschlesishes Nevier Anzahl der Wagen Gel L B03 12 387 Nit Je S —_ ,

Aus Anlaß - ihres 40jährigen Bestehens hat die Gelsen- firhener Bergwerks-Aktien esellschaft Rhetin-Elbe eine mit reichem Bildershmuck ausgestattete Denkschrift über die seitherige Entwicklung des Unternehmens veröffentlicht. :

In der gestrigen Sitzung des Aufiichtsrats der Mannes- mann-NRöhrenwerke gelangte laut Meldung des ,W. T. B.“ aus Düsseldorf die Bilanz und das Gewinn- und Verlustkonto für das am 30. Junt dieses Jahres abgelaufene Geschäftsjahr zur Vorlage. Der Umsay der deutschen Werke der Gesellschaft ist von 52308611 4 auf 64461145 #4 gestiegen. Dec Gesamt- umsag aller zum Mannesmann-Konzern gehörenden MRöhren-, Stahl- und Blehwerke des In- und Auslandes stellt ih auf 117 837 067 46 (im Vorjahre 95 937 314 4). Der Bruttogewinn beträgt 15 868 899 4 (11 268 773 46). Von ibm find abzusetzen Generalunkosten 3 826 435 F (3438 278 4), Obligationszinsen und Disagio 319048 6 (290588 1), Abschreibungen 2 857 374 (2445 480 M), sowie eine Ueberweisung an das Delkrederekonto von 69324 M (26 372 M). Von dem aus\Gließlich des Vortrages aus dem Vorjahre verbleibenden verfügbaren Reingewinn von 8 796 717 M (im Vorjahre 5 068053 4) sollen 439 835 4 (253 402 6) dem Reservefonds I1 und 300 000 / (200 000 #4) dem Reservefonds für Beamten- und Arbeiterwohlfahrt überwiesen, 90708 6 (50 000 4) für Talonsteuer und 200 000 4 (—) für Wehrbeitrag zurüdgestellt, 1000000 (0) den Prelsregulierung2rüdcklagen zu- eführt, 235 000 6 (162 232 4) als statutarishe Vergütung an den Aufsichtsrat gezahlt und an Dividenden 13F 9% (wie im Borjahre) auf 33 Millionen Mark alte Aktien und 64 0%/6- auf 28 Milli-nea Mark neue Aktien, insgesamt 6 345 000 46 (4 170 000 46) gezablt werden. Der Vortrag auf neue Rechnung erhöht sih von 1 040 432 46 auf 1226 606 M. Für das neue Geshäftsjahr wurde ein Auftragsbestand von 128 357 & fa Vorjahr 9% 770 t) übernommen.

Die gestrige Vertreterversanimlung der Nhetnish-West- fälishen Zementwerke hat laut Meldung des .W. T. B.“ aus Bochum beschlossen, den Beginn der freien Verkaufstätigkeit bis zum 1. November hinauszuschieben, falls bis heute abend 6 Ühr sämtliche Svyndikatswerke und Vercinigungen, au die außenstehenden Werke, ihre Zustimmung zu diesem Beschluß geben. Es soll dann, wenn diese Zustimmung erfolgt, in erneute Verhandlungen eingetreten werden. Erfolgt aber auch nur von einem Werke cine Absage, dann gilt diefer néue Versuch zum Zustandebringen eines neuen Syndikats als gescheitert, und die freie Verkaufstätigkeit wird dann am 1. Ok- tober beginnen. |

Wle die Direktion. der Metallbank in Frankfurt a. M. mit- teilt, ist laut Meldung des ,W. T. B.“ gestern eine Aktienge sell- schaft Horrem, Sttg in Horrem bei Cöln, mit einem Aktien- kapital von einer Million Mark. gegründet worden. An der neuen Aktiengesellshaft sind beteiligt die Chemische Fabrik Griesheim-Elektron und die Metallbank und Metallurgische Gesellshaft, Aktiengesellschaft. Zweck dér Gesellschaft is die Errichtung etner größeren WVer- suchsanlage für elektrische Herstellung von Metallen auf cinem Terrain an der Beiselarube bei Horrem.

Laut Meldung des „W. T. B." betrugen die Einnahmen der Anatolishen Eisenbahnen vom 3. bis 9, September 1913: 246850 Fr. (i. V. wentger 43353 Fr.), seit 1. Januar 1913: 7 860 677 Fr. (weniger 1679 868 Fr.). Die Einnahmen der Mazedontishen Eisenbahn (Saloniki—Monastir) betrugen vom 3. September bis 9. September 1913: Stammlinie (219 km) 98 869 Fr. (weniger 15 106 Fr.). Seit 1. Sanuar 1913: 1 816 304 Fr. (weniger 553 222 Fr.). Laut Meldung des „W. T. B.“ haben die Bruttocinnahmen der Canadian Pacific - Etsenbahn im Monat August 1913 um 817 000 Dollars, die Nettoeinnahmen um 757 000 Dollars gegen den gleihen Zeitraum des Vorjahres ab- genommen.

Belgrad, 29. September. (W.T. B.) Ausweis der Serbischen Autonomen Monopolverwaltung (Vorj. in ia e

der'Zölle, Obrtsteuer und Stempelmarken für den Monat August 1913 4 043-606 Fr. (5 350 442 Fr.), desgl. 1. Januar bis 31. Fuli 1913 29 198 629 Fr. (33280355 Fr,), zusammen 29242258 Fr. (38 630 797 Fr.). Verwendung der Einnahmen: 1) Für den Dienst der Staatsschuld 18 090050 Fr. (28 924215 Fr.), 2) Material- ankäufe und Betriebs\pesen 7 043 061 Fr. (6 997 092 Fr.), 3) Kassen- bestand 4 109 147 Fr. (2-709 490 Fr.), zusammen 29 242 258 Fr. (38 630 797 Fr.).

Kur3b*erichte von‘auswärtigen Fonds3märkten.

Hamburg, 29. September. (W. T. B.) Gold in Barren das Kilogramm 2790 Br., 2784 Gd., Silber in Barren das Kilogramm 85,00 Br., 8450 Gd.

Wien, 30. September, Vbrmittags 10 Uhr 40 Min. (W. T. B.)

Einh. 4 9% Rente M./N: pr. ult. 81,35, Einh. 40/4 Rente Januar/Juli pr. ult. 81,35, Oesterr. 4 9% Rente in Kr.-W. pr. ult.

81,65, Ungar. 4 9/9 Goldrente 101,60, Ungar. 4 9/0 Rente in Kr.-W. 81,05, Türkische Lose per medio 232,50, Orientbahnaktien pr. ult. 840,00, Oesterr. Staatsbahnaktien (Franz.) pr. ult. 696,25 Südbahn- gesellshaft (Lomb.) Akt. pr. ult. 126,50, Wiener Bankvereinaktien ——,_ BDesteré. Kreditanstalt Akt.“ pr. ult. 625,00, Ungar. p! Kreditbankaktien —,—, Oesterr. Länderbankaktien 517,25, Unionbank. aktien 592,00, Deutsche Reichsbanknoten pr. ult. 117,95, Brüxer Kohlenbergb.-Gesellsh.-Akt. —,—, Oesterr. Alpine Montangesell- shaftsaktien 853,00, Prager Eisenindustrieges.-Akt. 2935 *). Ruhig. Schwächere New Yorker Kurse drückten. Montanwerte nah shärferem RNüdkgang- leiht erholt. *) nah -2915,

London, 29. September. (W. T. B.) (Swluß.) 240%/% Eng- [ische Konsols 732 für November, Silber prompt 281, 2 Monate 287/16. Privatdiskont 4j. Bankausgang 200 000 Pfund Sterling.

Paris, 29. September. (W..T. B.) (Schluß.) 3 9/9 Franz. Nente 87,97. Y

Madrid, 29. September. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 106,40.

Lissabon, 29. September. (W. T. B.) Goldagio 17.

New York, 29. September. . (S{hluß.) (W. T. B.) Das Geschäft gestaltete sich anfänglich recht lebhaft, doch war die Tendenz der Börse nicht etnheitlich. Während Readings und Union Pacific Shares festere Haltung bekundeten, lagen Canadian Pacific Shares shwächer. Im weiteren Verlaufe - machte fih seitens der Baisse- \pekulation ein starker Abgabedruck bemerkbar, wozu die geringe Unter- nehmungslust settens führcnder Finanzfreise, ungünstige Ausweise der Eitenbaln esellshaften und Gerüchte - über ‘weitere Preisreduktionen für Fertigstahl Veranlassung gaben. Zeitweise stellten ih auf dem ermäßigten Kursstande Deckungen ein, ‘doch erwies ih die Tendenz in der Sghlußstunde als matt. Am stärksten wurden shließlich die Werke der Unton Pacific-Bahn in Meitleidenschaft gezogen, von denen die Stammaktien 2j und die Vorzugsaktien 3 Dollar im Kurse verloren. Für lettere spielte die Annahme, daß sie bei Verteilung eines Extragewinns nicht in Betracht kämen, eine besondere Rolle. Auch Steels büßten 24 Dollar und Candians 2&4 Dollar ein. Der Umsatz betrug 315 000 Shares. An der Börse liefen heute Gerühte um, nah denen bei der Union Pacific-Bahn aus dem Erlöse für die Southern Pacific Shares 1609/6 in bar und 17% in Shares der Baltimore and Ohio-Bahn verteilt werden sollen, doch wurde bezüglich Entscheidungen in dieser Angelegenheit anläßlih der heutigen Verwaltungsratssitzung der Union Pacific-Bahn nichts bekannt. Tendenz für Geld: Stetiz. Geld auf 24 Stunden- Durchschn.-Zinsrate 23, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 22, Wechlel auf London 4,8175, Cable Transfers 4,8575, Wechsel auf Berlin (Sicht) 947

Rio de Janeiro, 29. September. (W. T. B.) Wechsel auf London 16/2,

Kursberihte von au3wärtigen Warenmärkten.

Essener Börse vom 29. September 1913. Amtlicher Kursbericht. Kohlen, Koks und Briketts. (Preisnotierungen des Nheinisch- Westfälishen Kohlensyndikats für die Tonne ab Zeche.) 1. Gas- und Flammfkohle: a. Gasförderkohle 12 50—12,50 M, b. Gas- flammförderkohle 12,25—13,25 4, c. Flammförderfkohle 11,50 - big 12,00 4, d. Stüdfohle 14,00—15,50 6, e. Halbgesiebte 13,50 bis 1450 é, f. Nußkohle gew. Korn T und 11 1425—15,00 4, do. do. I[1 1425—15,00 46, do. do. IV 13,75—14,50 Æ, g. Nuß- grußkohle 0—20/30 mm 9,00—10,00 Æ, bo. 0—50/60 mm 10,50 bis 11,25 4, h. Gruskohle 8,00—10,75 Æ ; II. Fettfohle: a. Förder- kohle 12,00—12,75 Æ, b. Bestmeliecte Kohle 13,00—13,50 S, c. Stüdfohle 1400—14,50 , d. Nußkoble, gew. Korn 1 14,25 bis 15,00 M, do. do. IT 1425—15;00 Æ, do. do. III 1425—15,00 M, do. do. IV 13,775—1450 #4, e. Kokskohle 1329—14,00 4; ITI. Magere Kohle: a. Förderkohle 11,25—12,75 M, b. do. melierte 12,25—13,25 4, c. do. aufgebesserte je nah dem Stück- gehalt 13,25—14,75 4, d. Stüdfohle 13,75—16,25 Æ, e. Nuß. fohle, gew. Korn I und 11 15,75—19,00 4, do. do. IIT 16,50 bts 20,00 6, do. do. IV 12,26—14,75 4, f. Anthrazit Nuß Korn 1 20,90—22,00 A, do. do. 11 22,00—26,00 4, g. Fördergrus 10,25 bis 11,29 M, h. Grusfohle unter 10 mm 7,25—10,00 46; IV. Koks: a. HDochofenkofs 16,50—18,50- 46, b. Gießereikofs 19,00—21,00 M; c. Brechkoks 1 und 11 21,00—2400 4; V. Briketts: Briketts je nach Qualität 11,50—15,00 46. Die - nächste Börsenversamm- lung findet am Donnerstag, den 2. Oktober 1913, Nachmittags von 3s bis 44 Uhr, im „Stadtgartensaale" * (Eingang am Stadt- garten) statt.

Magdeburg, 30. September. (W.T.B.) Zuckerber iht. Korn- zucker 88 Grad ohne Sack —,—. Nachprodukte 75 Grad o. S. 1 Stil Rh: Buotrasfin. 1 ohne K ——. Kristallzucker 1 mit Sack —,—. Gem. Raffinade mit Sack —. Gem. Melis 1 mit Sack ——. Stimmung: Ruhig. Roh- zuer I. Produkt Transit frei an Bord Hamburg: September 9,724 Gd., 9,80 Br., Oktober 9,375 Gd., 9,40 L r, Ofktober- Dezember 9,377 Gd., 9,424 Br., Januar-März 9,575 Gd., 9,60 Br., Rae 9,774 Gd., 9,80" Br. August 9,974. Gd., 10,00 Br.

tubia.

Cöôln, 29. September. (W. T. B.) Nüböl loko 70,00, für Oktober 69,00,

Bremen, 29. September. (W. T. B.) Schmalz. Stetig. Loko, Tubs und Firkin 584, Doppeleimer 593. Kaffee. Fest. Baumwolle. Nuhig, stetig. American middling loko 74.

Vamburg, 30. September, Vormittags 10 Uhr. (W. T. B.) Zuckermarkt. Nuhig. Rübenrohzucker T. Produkt Basis 889%) Nendement neue Usance, frei an Bord Hamburg, für September 9,674, für Oktober 9,35, für Dezember 9,40, für Januar- März 9,55, für ‘Mai: 9,774, für August 9,971.

Hamburg, 30. September, Vormittags 10 Uhr 15 Minuten. (W. T. B.) Kaffee. Stetig. Good average Santos für September Gd., für Dezember 54 Gd., für. März 542 Ghd,, für Mai 55 Gd.

London, 29. September. (W. T. B.) Nübenrohzucker 889% September 9 sh. 64 d. Wert, stetig. Javazucker 969% prompt 10 h 7} d. nom., ruhig.

London, 29. September. (W. T. B.) (Shluß.) Standard- Kupfer fest, 728, 3 Monat 724.

Liverpool, 29. September, Nachmittags 4 Uhr 10 Minuten. W. T. B.) Baumwolle. Umsay - 7000 Ballen, davon für

pekulation und Export Ballen. Tendenz: Ruhig. Amerikanische middling Lieferungen: Stetig. September-Oktober 7,55, Oktober- November 7,48, November-Dezember 7,40, Dezember-Januar 7,40, Januar-Februar 7,40, Februar-März 7,40. März-April 7,40, April- Mai 7,39, Mai-Juni 7,39, Juni-Juli 7,36. |

Glasgow, 29. September. (W. T. B.) Geschlossen.

Paris, 29. September. (W. T. B.) (S{luß.) Rohzucker ruhig, 8809/9 neue Kondition 27—26)4. Weißer Zucker stetig, Nr. 3 für 100 kg für September 304, für Oktober 30}, für Oktober- Januar 303, für Januar-April 313.

Amsterdam, 29. September. (W. T. B.) Java-Kaffce good ordinary 414. Bancazinn 116.

Antwerpen, 29. September. (W. T. B.) Petroleum. Raffiniertes Type weiß loko 24} bez. Br., do. für September 24} Br., do. für Oktober 25 Br,, do. für November-Dezember 254 Br. Fest. Schmalz für September —. i

New York, 29. September. (W. T. B.) (S@luß.) Baumwolle loko middling 14,20, do. für Oktober 13,93, do. für Januar 13/63, do. in New Orleans loko middl. 13%/,6, Petroleum Refined (in Cases) 11,00, do. Standard white in New York 8,70, do. Credit Balances at Oil City 250, Schmalz Western steam 11,35, do. Rohe u. Brothers 11,80, Zucker fair ref. Muscovados 3,04, Getreidefraht nach Liverpool 22, Kaffee Nio Nr. 7 loko 97, do. für Oktober 9,39, do. für Dezember 9,64, Kuvfer Standard 16,50 Br., Zinn 41,40—41,60. Die “Visible Supplies betrugen in “der vergangenen Woche: an Weizen 49 433 000 Bushels, ‘an Canadaweizen 9 116 090 Bushels, an Mais 7 362 000 Bushels.

Theater und Musik,

Konzerte.

Einen guten Eindruck hinterließ das am Dieustag von den Damen Gertrud und Hilde Viätor veranstaltete Klavierkonzert im Beethovensaal, bet dem etn kleines Orchester unter Herrn Edwin Fis Tr umsihtiger Leitung begleitete. Fesselte {on das mit Geshmack aufgestellte Programm, so noch mehr das einheitliche

fein nuancierte, vornehme und tehnisch klare Spiel der beiden Künsi- t, welher man den Vorzug geben sollte, s Konzert füc 2 Klavtere in C-Dur mit Streichkörpers von Joh. Seb. Bach. Ein Nr. 1) von Christian Sinding ifi es fonst so ytelseitig veranlagten Nor- le Anklänge an Beethoven zeigt, im

anders stebt Op. 92) des Berliner Kom- e Sindingshe Tonstück ihre Et stt- shildert im ersten Saß mit scharfer derbarem Duft andrerseits die märkische seßt seiner Musik so leuhtende daran haben fann. stehen der herben Schönheiten „Abendstimmung* (Kloster {ließt sich

die Seele ft des Rheinsberger Parks zit hat Kaun von neuem gt, ‘dás ihn zu den bedeutendsten persönlih den Künstlerinnen danken, einén großen Erfolg brahten. Den „Coneérto pathétique“ von Uszt, das etne Wiedergabe erfuhr.

der Geiger Joan Manén, als * Begleiter , nnerstag in der Philharmonte genußreihen Konzertabend. Der Geiger begann Bruch und glänzte wiederum Technik; in leßterer Hinsicht (Tartint) und ch cin [iebenswürdiges Tonwerk d Presto*“ (Senaillé-Manén) Buhlig fette sein volles, warmes önnen, sowte seine eigenartige Auffassungs- 2 C-Moll- Variationen von Beethoven und einige Beide Künstler Die Klavierbegleitung der g vornheme Zurückhaltung aus. t Biolinistin Else schenOrcester imBeethoven- das nicht allzuviel Erfreulihes brachte. ten vielen Unebenheiten, die sogar im Andan A-Dur-Konzezrtes- auftraten, chwierigkeiten der darauf folgenden Chaconne von ] Mit bloßer Technik kommt man dieser Hier fehlte alles, Auffassung und Stilempfinden. erf kaum wiedererkannte.

Man wußte nich Die Einleitung bildete da Begleitung eines kleinen darauf folgendes Andante ein recht \{wächlidbes Werk dies wegers, das im Mittelsag star

gewisse Einförmigkeit _„Erste“ Suite“ ponisten Hugo Kaun, die wie das aufführung erfuhr. * Kaun Mealistik einerseits und wun Heide mit einer so be Lichter auf, Suite zeigt ti märkischer Natur.

(Märkische,

redten Tonsprache, daß man seine Freude efes Empfinden und Ver zweite Stü: hori: außerordentlich feingeistig angelegtes „Menuett“ Rokokofigürchen aus

Man glaubt

Mit diesem Werk

l _ (Nheinsberg) der - fridericianishen Zeit vor förmlich den Du einzuatmen: reifes Können gezei Gegenwart stempelt die seinem jüngsten Musenkinde Schluß bildête ‘das glänzende, erschöpfende S namhafte: Künstler :

ianist Richard -Buh lig

N eyer-Rädon-\{hufen am Do einen anregenden ‘und mit der ‘¿Schcttischen als Meister der. Vortragskunst und namentlih* auch’ in * der „Nachtigallgesang“ (Sarasate). eigener Bearbeitung „Introduktion un brahte er zu Gehör. Cmpfinden und gediegenes K

ein großes, önnern der

Walther

Phäntasie“ von

„Teufelstrillersonate“

kleinere Tonftücke ihre zahlreihen" Zuhörer dur Zugaben. Violinsoli zeichnete sh durch feinfühli - Tage fand ein Konzert der Mendel mit dem Philharmoni saal statt, Abzesehen von tesaß des Mozartschen

Weise den S Bach gewachsen.

Die Konzertgebeuin f Freunde beirren lassen. stetigem Feilen wird ihr manches besser gelingen, Den Schluß bildete Beethovens Verve dirigiert.

sodaß man das W ih nit dur. den Beifall einiger geseßtem Stüdium und die Befähigung hat sié D-Dur-Konzert, von Camillo Hildebrand mit bekannter Alwyn Browne hatte für seinen glei{zeitig lavierabend ein anregendes Der Vortrag des Künstlers ist kraft- Empfindung ; sehr ansprehhend ist dabei den von ihm gespielten Stücken mposition „Aus meinem Tage- Bei Liszt kam die große, gewandte

\hoa dazu.

Dex Pianist im Harmonium Programm zusammengestellt. voll und-zeugt au von tiefer seine Art, Chopin aufzufassen. neuerèr Touseßer war die Rege sche Ko buch" befónders bemerkenswert. Technik des“ Künstlers voll zur Im: Klindworth - abend Michael Pianist. Er batte zu Gehör gebtahte untek dem Namen „We

saal veranstalteten K

Scharwenkasaal erwies sich am Sonns adora wieder als ein gewandter und intelligenter einer Vortragsreihe verschiedene, noch nicht öffentlich Kompositionea von Liszt eingefügt. ihnachtsbaum“ zusawmengefaßter Ton- kizzierte der Spieler mit energischen Strichen. Später wenig bekannte Nhapsodien von Liszt, Nummer 16, 17, , 19, zum Vortrag, die in threr rhythmisch bewegten, leiden- tlihen Art die ‘typishea Züge des Komponisten aufweisen. fonnte der vortragende Künstler sein nicht nnen voll entfalten; seine Vorliebe für einen für eine kraftstroßende Farbenyebung kamen weit besser, als beim Vortrag einiger deren zartere Neize sich vor dieser Energie Der stark ausgeprägten Eigenart des die gebührende Anerkennung zuteil. gleihfalls am Sonnabend, für seinen Klavierabend im Bechstein saal Beethovens Es-Dur-Sonate an die Spitze feines ‘bunten Programms geftellt ;

mit feinem musikalishen Gefühl zu dis doh die guten Eigenschaften des Spielers verblaßten merklich vor der Mattigkeit der Charakterzeihnung; cin lebhafterer Eindruck konnte aus dem Grunde nicht scheidener Höhe hie! und Gedichtvorträge

dihlungen Lis4ts kamen noch vier

Bei ihrer Wiedergabe geringes pianistishes fast wuchtigen Anschlog, ier glänzend zu jtatten, Tondichtungen von Chopin, des Spiels verflüchtig ten. Pianisten wurde John Blackmore

wohl - wußte der Künstler ponieren und vorzutragen

Auf bes ten sih an demselben Abend die Liedervorträge

im Harmoniumsaal. sang mit zarter Sopranstimme ältere und neuere Lieder: die Dame bekundete dabei cine naive Anspruchslosigkeit inbezug auf die künstlerischen Auch bei den Gedichtvorträgen ist vo anzuerkennen als- die Gestaltungsfraft. gab der blinde Piantst Hugo Kander, der sich ren licß, mit dem Ph ilharmo- Professor X aver

Hella Kleinert

Darstellungsformen. rläufig der gute Wille der Sprecherin mehr Um dieselbe Zeit bereits hier vor ei nishen Orchester unter der Scharwenka im Beethovensaale einen Klavierabend zum Teil Das Spiel Kanders hat neben einigen Leiden zuzuschreiben sind, fo ungemein 1er Kunstgenossen in den Schatten stellt. Es ist nicht allein die Energte, die er auf sein musikalish-s Studium verwenden mußte, die Bewunderung abnötigt, sondern das durcgeistigte Spiel, das sein Junersles den Tasten anvertraut in ciner Weise, die stets tiefe Empfindungen im Zuhörer auslöst. Andantino semplice aus Ishaïkowskys B-Moll-Konzert so fein vermittelt worden wie hier, ebenfo im Brahmsschen Konzert der erste den Konipositionen das Herktömmliche

empfunden

nigen Jahren Lettung von

mit eigenen Kompositionen. Sckwächen, die allein seinem aroße Vorzüge, daß er viele etr

Wohl selten ist däs

zweite Sah. des Konzertgebers , hinausgehen.

niht über alles musikalisch em melodisch, nirgends aber läßt sich ein charakteristishes Moment Die eingangs gespielte Musik zu „Jephtas Gelübde“ großes Orchester, Solt und Chor), die tbre ist ein klangvolles Werk, das aber keinerlei Licht und Schatten sind darin verständig i stärkeren Steigerungen und Gegen Am geschicktesten ist darin die Blehbläserpartie gestaltet. Vedkompositionen, die der bekannte gilt das Gleiche; am meisten gefi

das nicht immer gleichmäßig straf mit ‘Liebe -

(dramatishe Dichtuyg für Erstaufführung erfuhr,

persönliche Note enthält. verteilt, aber ‘es fehlt an

Tenorist Leo Gollanin vortrug, elen ‘„Der' Mond {eint auf mein Philharmonische der Neuheit Hervorragend leitete Coenraad p. Bos die Lieder auf dem

er Geiger Sasha Culbertson, welch Winter hier vorteilhaft eingefühit hatte, abend, ‘einen Sonatenabend im Blüthnersaa Konzert ein gzdiegenes Pcógramm zugrunde gelegt ; bon Brahms, Reger Mozart und Beethoven. Der junge Künstler verfügt über éinen {önen, wenn au kleinen Ton, eine Technik und vor allem über etn bestrickendes sonders das zterlihe Figurenwerk in der C-Dur-Sonate von Mozart Die D - MoU - Sonate von Brahms einwandfrei wiedergegeben

r _nch s{chon im vorigen ihfalls am Sonns und hatte seinem es enthielt Werke

eichte, sichere

Piano, mit dem er be- reizvoll zu gestalten wußte. als guter Kammermusif\pieler.

luß sei hier des I. Musikabends im Marmorfaal des Esplanadehotels gedaht, das einige Tage vorher stattfand,