1913 / 29 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

4 ; J L f S Ï : \ x önigreich Preußen. Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den bisherigen Pfarrer an der Matthäikirche zu Düssel- dorf Lic. theol. Emil fennigsdorf zum ordentlichen ro- fessor in der Evangelis [POlogiien Fakultät der Universität nen un S M E M Raunasra? von Kleist im Finanzministerium den Charakter als Geheimer Rechnungsrat zu verleihen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht : dem Staatsarchivar, Archivrat Dr. Arnold in Osnabrück den Charakter als Geheimer Archivrat zu verleihen.

Auf Ihren Bericht vom 183. Januar d. J. will Jch der Cyeer Kleinbahr-Aktiengesellschaft in Lyck (Ost- preußen), welche die Genehmigung zum Bau und Betriebe einer Kleinbahn von Ly über Brodowen nah Thurowen mit Abzweigung von Brodowen nach Sawadden erhalten hat, das Enteignungsrecht zur Entziehung und zur dauernden Be- schränkung des für diese Anlage in Anspruch zu nehmenden Grundeigentums verleihen. Die eingereichte Karte folgt anbei zurü.

Berlin, den 22. Januar 1913.

Wilhelm R. von Breitenbach.

An den Minister der öffentlichen Arbeiten.

Ministerium der geistlichen und Unterricht s8- angelegenheiten.

Dem Erblandtruchseß im Herzogtum Schlesien Grafen Bolko von Sabér a auf Rohnstock ist der Titel Professor verliehen worden.

Königliche Akademie der Künste zu Berlin.

: bum den Shmidt-Michelsen-Preis Wettbewer G E Vas Sub 1073

auf dem Gebiete der Bildhauerei.

reis besteht in elnem Stipendium von 1500 4 und wird a eie e abwechselnd für Maler und Bildhauer aus- rieben. O E Wettbewerb für das Jahr 1913 wird hiermit für Bild- hauer eröffnet. Zum Wettbewerb werden nur folche unbemittelte Bewerber christliher Religion zugelassen, die thre Studien auf den der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin zugehörigen Bildungs- anstalten oder auf der Königlichen Kunstakademie zu Dresden machen oder gemacht haben. Seit dem Verlassen dieser Kunstunterrichts- institute dürfen zurzeit der R des Stipendiums niht mehr wet Jahre vergangen sein. : : | Die a sind verpflichtet, thren bisherigen künstlerishen DBildung8gang durch Zeugnisse nachzuweisen, gutachtliche Aeußerungen ihrer Lehrer über ibre künstlerishe Becabung und ihren Fletß beizu- bringen und sich über ihr Können durch Vorlegun künstlerischer Arbeiten auszuweisen. Diese Arbeiten dürfen zehn nit überschreiten, müssen von den Bewerbern felbständig gefertigt und tanerhalb der Tleßten zwei Li dem Ablieferungstermin ausgeführt oder igstens vollendet sein. i i E ines die {riftlich zu erfolgen haben, sind bis zum 15. Oktober 1913, Mittags 12 Uhr, an die Königliche Akademie der Künste zu Berlin W. 8, Parifer Plaß 4, einzusenden. Bis zum gleihen Zeitpunkt muß die Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten er- folgt sein. Für auswärtige Bewerber „übernimmt die Stiftung nur nach vorausgegangener Vereinbarung die Kosten für einfache Fracht bom Absendungsorte bis nach Berlin und von hier zurück an den ender. | O e O I Fegusigen: in ausführliher Lebenslauf, H | 2) ta Bb der für den Wettbewerb bestimmten Arbeiten mit der pflihtgemäßen Versicherung, daß dieselben selbständig ge- fertigt und innerhalb der A, e R ver dem Ablieferungs- i eführt oder wenigstens vollendet find, j E n über den Besuch der bezeihneten Kunstunterrichts- institute nebst den gutachtlichen Aeußerungen der Lehrer, 4) amtliwe Nachweise, daß Bewerber a. die deutsche Neichsangehörigkeit besitzt, ; b. in den Königreichen Preußen oder SaWhsen geboren oder der Brisiligen D igl hört . der christlihen Religion angehört, i A Â zur Zeit der Ausschreibung das 32. Lebensjahr nit über- schritten hat, C i . _ e. nach den eigenen Verhältnissen beziehungsweise denen seiner Eltern einer Unterstüßung bedürftig ist. E : : Gesuche, denen die unter 1 bis 4 aufgeführten Schriftstücke nit bei- liegen, bleiben L Ae E Einsendung der Gesuche hat ge- n den Arbeiten zu erfolgen. | L ; s p Zuerkennung bes Preises erfolgt im November 1913. Eine Teilung unter zwei oder mehrere Künstler ist ausgeshlossen. Das Sktipendtum steht \ogleih nach Zuerkennung zur Verfügung. Die Auszahlung erfolgt in zwei gleichen Raten. Vor Autzaßlung der zweiten Nate, d. h. nach Ablauf von etwa fünf Monaten nah der Ver- leihung, hat der Stipendiat dem Senat der Akademie in Berlin einen ausführlihen Bericht zu erstatten und einen Nachweis seiner Studien durch Vorlegung von Arbeiten zu erbringen. Bei Nicht- erfüllung diefer Bedingungen wird die weitere Auszahlung verweigert. Aus Bestimmung des Senats kann eine öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten stattfinden. i Berlin, den 1. Februar 1913. Der Senat, E Sektion für die bildenden Künste. L, Manzel.

Finanzministerium.

Der Steuersekretär Koep in Cöln ist zum Rentmeister in Berleburg ernannt worden.

Die Rentmeister stelle bei der Königlichen Kreiskasse in Wittlich, Regierungsbezirk Trier, ist zu beseßen.

Ministerium des Jnnern.

Der Regierungsassessor Lewii in Köslin ift zum Mit- gliede des bie Regierung in Köslin angegliederten Ober- versicherungsamtes ernannt worden.

ute vormittag im hiesigen Königlichen Schlosse den Vortrag E Chefs des Zivilkabinetts, Wictlid Valentini.

am 31. Januar in Algier eingetroffen.

3w : l Wählerklasse siegten die Freisinnigen, Landtag nah einer Meldung des

Nichfkamfklices. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 3. Februar 1913. Seine Majestät der Kaiser und König hörten

en Geheimen Rates von

f

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Vineta“

Lippe.

Bei den vorgestrigen vier Stichwahlen zum Landtage ischen Freisinnigen und Sozialdemokraten in der dritten ] [van sich der lippische „W. D. B.“ t endgültig, wie folgt, zusammensetzt h 10 Konservative, 2 © ational- ente, 7 Freisinnige, 1 Christlih-Sozialer und 1 Sozial- demoîrat. Der Besißstand der Parteien ist unverändert ge- blieben. S

Hamburg. S Nach dem vom „W. T. B.“ verbreiteten endgültigen Er- gebnis der Bürgerschaftswahlen haben die Vereinigten Liberalen einen Siß und die Rechte vier Siße gewonnen, das linke Zentrum hat fünf Siße verloren, die Linke und die Sozialdemokraten haben ihren Besißstand behauptet.

Oesterreih-Ungarn.

Das Armeeverordnungsblatt veröffentlicht einen Armee- befehl, der besagt, der verblichene Erzherzog Rainer sei bis in die leßten Tage auf vielen Gebieten des Staatslebens und des öffentlihen Wohles shaffend und fördernd erfolgreich wirksam gewesen. Jnsbesondere die Landwehr, deren Ober- kommandant der Erzherzog vierunddreißig Jahre lang gewesen, danke ihm ihre Fortschritte aus kleinen Anfängen bis zur der- zeitigen Entwicklung. Jn dankbarstem Gedenkten an den Dahin- gegangenen befiehlt der Kaiser, daß das „ZInfanterieregiment Nr. 59 den Namen „Erzherzog Rainer“ für immerwährende Zeiten zu führen habe.

Großbritannien und Jrland.

Wie das „Reutershe Bureau“ erfährt, haben die Bot- schafter nach der vorgestrigen Konferenz an ihre Regierungen Telegramme gerichtet, in denen sie die Ansichten der Konferenz über die türkishe Antwort wiedergeben. ; i i Der griechishe Ministerpräsident Venizelos ist mit dem Delegierten Streit vorgestern, Dr. Danew und die Se- kretäre der bulgarischen Mission sind gestern von London nah Paris abgereist. Dr. Danew erklärte vor seiner Abreise einem Vertreter des „Reutershen Bureaus“, daß das Bemerkens- werteste an der Lage die Einigkeit der Mächte und die Tat- sache sei, daß niemand den Wunsch hege, sich die schwierige Lage der Dinge im Nahen Osten zunuße gu machen. Er sei überzeugt, daß alle Mächte ohne Ausnahme den Frieden wünschten, und er shäße ihre Bemühungen, einen* Ausgleich zu fördern. Dr. Danew wiederholte dann, daß die in der Antwortnote der Pforte aufgestellten Bedingungen unannehmbar seien. : Die deutsche Kolonie in London vereinigte sih vor- gestern abend. im Hotel Cecil zur Feier des Geburtstages des Deutschen Kaisers. Das Fest fand unter zahlreicher Beteiligung deutscher Vereine statt; unter den Anwe)enden be- fanden sich das Personal der Botschaft und des Konsulats und ührende Mitglieder der Kolonie. Während des Festes hielt ho, deutsche Botschafter Fürst Lihnowsky eine Rede, in der er laut Bericht des „W. T. B.“ sagte: i . Das deutsche Volk ist troy seiner glorreihen Vergangenheit ein Friedensvolk. Die innigen Beztehungen, die Sie zu England ant knüpfen konnten, wo Sie ihre zweite Heimat fanden, R, der Aus- druck der friedlichen Politik, die Deutschland unter der Regierung des Kaisers vertrat, der es als eine seiner vornehmsten Aufgaben be- trachtet, Freundschaft gerade zu dem mächtigen blutéverwandten Infel- volke zu pflegen. Sie werden ganz befonders im Verlaufe der leßten Monate gesehen haben, daß die Negierung des Kaisers es als ihre vornehmste Pflicht betrachtet, in Uebereinstimmung mit unferen Verbündeten und in Gemeinscaft mit ter ihr eng befreundeten großbritannischen Regierung im Sinne der Erhaltung des europäischen Friedens zu wirken und Gegensäße durh ver- mittelndes Entgegenkommen beseitigen zu helfen. In diesem Sinne erreihten die Großmächte auf der Grundlage gegen- seitigen Vertrauens, daß der Weg zur Verständigung immer wieder cffen blieb, und fie sind auch weiterhin bestrebt, in innigstem Einver- nebmen an die Lösung etwa aufsteigender Probleme beranzutreten. Wir dürfen daber die Hoffnung aussprehen, daß die auf Anregung Sir Edwroard Greys zusammengetretene Versammlung der Botschafter sich au fernerhin bewähren und zu dem gewünschten Ziele der Erhaltung des europäischen Friedens führen wird. Auch sind wir bemüht, den beteiligten Staaten zur Mäßigung zu raten, in der Annahme, daß sich dadur vielleiht weiteres Blutvergießen vermeiden ließe. Wenn Deutshland und Großbritanniea sich verstehen und sich: vertragen, und wenn sie ents{chlossen sind, die ungestörte Arbeit bürgerlicher Entwicklung zu erhalten, so meine ih, daß wir mit Vertrauen allen Wechselfällen der Zukunft entgegensehen können. ;

Zum Schluß sprach der Botschafter seine besondere Be- friedigung aus über das glänzende Ergebnis der in London zum Jubilöum des Kaisers veranstalteten Sammlungen.

Frankreich. ; s

Der in Paris eingetroffene griechische „Ministerpräsident Venizelos besuchte vorgestern den Ministerpräfidenten Dri and und gestern Poincaré sowie den Minister des Aeußern Jonnart. :

Der General Lyautey, welcher vorgestern 6 Bordeaux nach Casablanca abgereist ist, erflärte, wie „W. T. B.“ meldet, einem Berichterstatter, daß die gegen- wärtige Lage in Marokko seine Anwesenheit erheische. Das Gebiet der militärischen Unternehmungen in Marokko habe sih beträchtlich erweitert. Die Mannschaftsbestände seien jedoch nicht vermehrt worden. Er verstehe die Gründe, sagte Lyautey, die es der Regierung verbieten, in einer Periode europäischer Spannung der Armee des Mutter- landes weitere Streitkräfte zu entziehen. Wenn er mehr Leute in Marokko hätte, wäre seine Aufgabe offenbar leichter, aber er werde auch so den Schwierigkeiten die Stirn bieten können.

einem entsprechenden Hafen auszustatten. nur den eigenen, sondern auch den über, die unter 2 Mangel eines solchen Hafens {wer Pflichten zu erfüllen j

Monat würden die Arbeiten Submission gelangen.

über |

Frankreich habe nicht fremden Kaufleuten egen- eiden, . Die Pläne seien fertig, und in einem für den Hafen in Casablanca zur

Rußland. Der Minister des Jnnern hat zur Begutachtung des Enlt-

wurfs über eine Reform der Polizei eine Konferenz der Gouverneure nah St. Petersburg

berufen.

Niederlande. | Wie amtlih gemeldet wird, hat das Befinden des

rinzen Heinrich der Niederlande, der si zur Hebung Ce Neuralgien seit drei Wochen in Oberursel im Taunus aufhält, sich erheblich gebessert.

Türkei.

Das Preßbureau in Konstantinopel veröffentlicht ein

Telegramm, das der Minister des Jnnern am 31. Januar von dem Wali von besagt:

Adrianopel erhalten hatte und das

Gerüchte, die seit dem Abschluÿ des Waffenstilistandes in Adria-

nopel verbreitet waren, hatten die ganze Bevölkerung ertmutigt. Das neue Kabinett hat den Belagerten neues Leben gegeben. Es gibt in Adrianopel niemanden, der nicht fein Leben opfern wird, um Adrig- nopel zu verteidigen, das ein sehr wichtiger Bestandteil des MNeiches ist. In der Festung gibt es Lebensmittel und Munition, die r.o4 sehr lange A nan offen sicher auf etnen Sieg. Bevö] Been Vau gemeinsam den Eid erneuert, die Stadt zu vertetdigcn, und es beginnt etn neues Leben in Adrianopel.

Die Verteidiger und die Bevölkerung Truppen und Bevölkerung Adrianopels

Das Komitee und die Subkomitees für die nationale

Verteidigung entfalten, wie „W. T. B.“ meldet, lebhafte

Tätigkeit. Die Einschreibung von Freiwilligen hat begonnen.

Die Notabeln von Afghanistan haben 250 Pfd. Sterl. als

, CTUE [ard c T Ergebnis einer Subskription gesandt. Telegramme aus den

Provinzstädten melden, daß die Bevölkerung zu allen Opfern

‘eit und entschlossen sei, für die Verteidigung des Vaterlandes Sra s Sn Vrufia n am Grabmale des Begründers der Türkei, des Sultans Osman, eine Versammlung statt, in der die Anwesenden shworen, nicht zu dulden, daß der Boden des Vaterlandes von Bulgaren betreten werde. Der e R Jzzet Pascha ist mit seinem Stabe nach T dscha abgereist. :

O Be trlischen Friedensbevollmächtigten haben Befehl erhalten, erst nach der Wiedereröffnung der Feindseligkeiten E London abzureisen. Eine offizióse Note erklärt obiger Que e zufolge, die türkischen Truppen seien angewiesen worden, nicht früher zu feuern, als bis die Bulgaren nach Ablauf der Kündigungsfrist des Waffenstillstandes zu schießen begönnen. Die Pforte hat es für nötig gehalten, diese Weisungen zu er- teilen, damit die öffentliche Meinung überzeugt werde, daß die Verantwortung für A EOLON an des Krieges aus\ließlicch

ie Verbündeten falle. : E M E Die Ualitnliwe Botschaft ist neuerlich in den leßten Tagen wiederholt bei der Pforte eingeschritten, damit die Cyrenaifa von den dort noch befindlichen türkischen Truppen geräumt werde und E die noh beseßten Jnseln der Türkei zurü erden können. : E A he Negieru ng_ hat nach einer Meldung des „W. T. B.“ im Bezirke Serres über _gwei- hundert bulgarische Komitatschis verhaften lassen, die an Plünderungen und Megeleien während des Krieges beteiligt gewesen sein sollen. Unter den Verhafteten befindet sich der von den Bulgaren zum Präfekten von Langasa eingeseßte Bandenführer Dumbalakoff, dem die schwersten Ausschreitungen

agt werden. V Numänien.

Der Prinz Eitel -Friedrih von Preußen is vor- gestern r in ‘Bukarest eingetroffen und auf dem Bahnhof vom König, dem Prinzen Ferdinand, den Ministern und dem deutschen Gesandten empfangen worden. Gestern nachmittag fand Wie W L B“ meldet, im Königlichen Palais die Taufe des Prinzen Mircea statt, der die gesamte König- liche Familie mit Ausnahme der Gemahlin des Prinzen Ferdinand, die \ich leidend fühlte, die Mitglieder des diplomatischen Korps, die Minister und die Spitzen „Der Mitre und Zivilbehörden beiwohnten. Am Abend fand ein Festmahl in der Deutschen Gesandtschaft statt, an dem der Prinz Eitel- Friedrih und der Thronfolger Prinz Ferdinand teilnahmen.

Serbien. n A

Der Vorstand der obersten Steuerverwaltung etrovitsch ist, S T. B.“ meldet, M der Regierung mit der Mission betraut worden, zur Regelung der staatsfinanziellen Fragen in den neu erworbenen Gebieten die N wirtschaftlihen und Steuerverhältnisse einem eingehenden Studium zu unterziehen.

Amerika.

Der amerikanische Senat hat, wie „W. T. B.“ meldet, mit Zweidrittelmehrheit eine Resolution angenommen, in der befürwortet wird, die Amtsdauer des Präsidenten auf sechs Jahre zu verlängern, eine Wiederwahl jedoh aus- zuschließen. Während der Debatte wurde darauf hingewiesen, daß diese Maßregel sih gegen etwaige Bestrebungen Roosevelts nach einer dritten Präsidentschaft rihte. Die Resolution geht jeßt an das Repräsentantenhaus. Der Senat hat ferner die Geseßzesvorlage über die Einwanderung, die eine Be- stimmung über ein Mindestmaß an Schulbildung enthält, . an-

n. , , , L G brasfilianishe Landwirischaftsminister hat obiger Quelle zufolge mit einer Gesellschaft für Landwirtschaft, Handel und Jndustrie einen Vertrag über die Einführung und Ansiedlung M oe europäishen Auswanderer- ilien abgeschlossen. E A Asien. : N j

Nach einer Meldung der „St. Petersburger Te egraphen- nan ist in Maimatschin eine mongolische Miliz organisiert und bewaffnet worden.

Parlamentarische Nachrichten.

Schlußbericht über die vorgestrige Sißung des Neldtiaas t Beit über die vorgestrige Sißung des Preußischen Herrenhauses und der Schlußbericht über die vorgestrige Sißung des Hauses der Abgeordneten befinden

Sodann wies Lyautey auf die Notwendigkeit hin, Marokko mit

sih in der Ersten und Zweiten Beilage.

Ihn der heutigen (124.) Si

geordneten,

Dallwiß beiwohnte, wurde die

des Minister

dem ersten Titel der dauernden

Ministers“,

Abg. Freiherr von Gerbalitn des Kreisaus\

Eingemeindung Interessen der durchaus tinnerha

asfelbe Recht wte die Selbstverwaltung von aua E wäre mit Recht als ein in die Selbstverwaltung der Wohnungspolizei anlangt, Sache kein Vorwurf. Ich

eboten worden, weil Berlin die

welcher der Minister des

Aus übliche allgemeine Bespre

Stadt Berlin nit zu erkennen.

lb feiner Selbstverwaltungsbefugnis g

bezeihnet worden.

gestellten Bedingungen nit atzeptiere

von den S Msemungen gilt, daß Berlin dur

den richtigen Zei

ungépolizei ist Er umfalit die Gesundheitspolizei, die Bau-, herausges{hält werden,

Es müßte das ihre Aufgaben Wohnungspflege. Wohnungspflege Volkskrankheiten

aber an Mitteln. Bitte, diesem Komitee aus dem ihm zur 90 000 6 zuweisen zu wollen oder,

vorhanden sein dieses Fonds : erklären, daß i

Teltow für fehr unerwünscht halte.

entstanden, daß

tpunkt verpaßt hat, triff

nun in der Tat kein

für besonders notwendig erachtet,

Von privater Seite ist ein und -fürsorge und tätig und hat segensreih gewirkt. Ich richte daher an

falls nit sollten, noch im laufenden Jahre e

herbeizuführen. Nicht verfehlen möchte ih, zu der Landtagswahl im Kreise

ch die Verzögerung Es ist dadur

die Verzögerung herbeigeführt worden fei, damit niht der liberale Kandidat in dieses H

aus komm

Gelegenheit erhalte, bet der Beratung des Etats des Kul

zu Worte zu kom

hinautges{oben wird. des Innern zu Unrecht gemacht worden

men.

Minifter sind sehr wichtige geseßgeberishe Aufgaben

vor allen Dingen Der Abg. Hirsch

die Bildung des Zweckverbants von Groß Berlin.

hat die Gemeindeverfassungsgeseßze als

bezeichnet, aber feine bestimmten Vorschläge gemacht.

sie für reformbedürftig, von Kardorff mit

rihtig sein, d

Vertreter in

lammenzuwirken. zelnen

flassenwahlsystem

Wahlsystem überzugehen wäre.

den Stadtkollegien u Cs mag insbesondere für die Berli verordnetenfraktion sehr uo sein,

Landcsteilen, wo Stadtvertretungen nit besteht, herrshaft erlangen. auch für Frankfurt a. M. Es wäre ernstlih zu erwägen, ob nicht au in den Landetteilen, in denen die

aber nah der Richtung, w Recht hervorgehoben hat. ein kleiner Bruhteil

mit den For eht aber die Gefahr, das

Es be

Dies gilt besonders für Schleswi

eine Reihe von Sozialdemokraten mit bürgerlicher Unters

worden ift, bedau

Verantwortung. Reichstags uns unsere Kritik an Polenpolitik unt i der

cheinen; in l

tammecnfassenden reih und nommen und

daß das Werk der ist, daß cs den

wesentlich gehoben Nepublik übernah

was die Preußen polnischer 3 haben sie do durch die Fürsorge des preußischen Staats erhalten. m Neichstage auszuseßen haben und wogegen wir

Verwahrung einlegen müssen, ist, daß er

Was wix an de

ständt eines \

gegenüber betrifft, so ist es y

Neichstagsbeihluß der MeiGetag beshlossen hätte, die ezu

Nuß 1 beruhen Gegenüber der Behauptung, daß die P Unkultur und Barbarei set,

ern auch wir. zwischen d

Was nun unsere Kritik an dem

den Neichstagsbeshlüssen ernommen worden ist. genau so

Nein, in

Sonne

zland in

einem angesehenen auf

sorgfältig ‘geprüften olenpolitik in

Ansiedlungskommission ein Kulturwerk

Standard of life der polnishen Landesteile sehr A1s Preußen diese von der glorreichen polnischen m, war dort Verelendung, Unkultur und Barbarei ; unge an Hebung der Kultur erhalten haben,

hat.

ist niht nur unser Necht, sondern au unsere Pflicht,

dem Reichstage selbst \huldig.

MNeidchstags ; Bahn des E fahren sollte. Einigung zum Rethe, daß

wird wie die etgenen.

ist das

Darin liegt keine H

herabsegen könnte ihn nur, wenn er auf der schicfen ingreifens in die bundesstaatli

Eines der festesten Bindemittel feste Vertrauen der deutschen

dieses ihre Souveränitätsre{te

nur das Recht des fühcenden Präsidialstaates, sondern

anderen unitaris{ch

ist ganz anders b Preußen, das preu Aktionen des Ne

bestimmten Einfluß ausüben muß.

müssen wir uns

Gliedstaaten. er Konvent auftun,

Sollte der Reichstag

egründet als die

ihs etne bestimmte Mitwirkung

unverkümmert bleibt.

(Schluß des

Blattes.)

ung des Hauses der Ab- Innern Dr. von zweite Beratung des Etats iums des Junern, und zwar zunächst die bei aben, „Gehalt des ung fortgeseßt. edliy und Neukirch (jreikons.): In dem usses des Kreises Teltow in Eezug auf die von Treptow ist eine Verleßung der Rechte und

Eingriff der Negierung Was die so trifft den Minister in dieser kann hier aus Erfahrung \prechen. Der Stadt Berlin ist seinerzeit in gewissem Umfange die Baupolizet an- die Verhandlungen sind aber im Sande verlaufen,

t auch jeßt zu. feststehender Begriff. die Sittenpolizei usw. was die Stadt Berlin für

für die Bekämpfung von

den Minister die dringende Verfügvng stchenten Fonds genügend Mittel

Dieses Gerücht ist natürlich haltlos, aber solche Gerüchte werden bervorgerufen, wenn ohne zwingender Grund die Wahl Der Vorwurf der Sterilität ist dem Ministerium Gerade unter dem jeßigen

Es mag sozialdemokratischer nter Umständen ner sozialdemokratishe Stadt-

Dreiklassenwahlsystem für die die Sozialdemokraten diz Ober-

} Gemeindeverfassung das Drei- bisher nit gehabt bat, nunmehr zu dem altpreußischen Daß bei den leßten Neichstagswahlen

Diese Wahlen sind zurückzuführen auf den tiefen Niß, der bet der Finanzreform Parteien sich aufgetan hat. Die Nationalliberalen tragen bier mit die

erkehrt, anzunehmen, daß aus Nücksiht auf unseré

belanglos, als tolle g auf die Ausführung unserer Geseße werden wir immer tun, was wir für recht halten. Meine Ausführungen über die revolutionären Strömungen außerhalb Preußens sind einer zu- Zusammenstellung über die Polenfrage in Oester- Jahrkuhch

steht fest und wird allgemein anerkannt,

zu seiner Kritik nicht zu-

war, fondern ollein der preußische Landtag, d chweren Uebergriffs und eines {weren Eiagriffs niffse des preußischen Landtags schuldig gemacht hat. Dies zu ertlären,

he Nechts\phäre fort-

A genau fo wahren Mit diefer Verwahrung vertreten wir nicht

sich weiter als 1 so könnte es auch ihnen so gehen, wie jeßt Preußen. Unfer Necht, uns mit Netch8angelegenheiten zu befassen, ] Zuständigkeit des Neichstags, weil Fische Staatsministerium, bei allen gesebgeberishen

Die Kontrolle dieses Einflusses ahren und darauf halten, daß dieses Nehtsverhältnis

Der Kreis hat ehandelt, er hat Berlin. Hier

Frage

n wollte. Was eigene Schuld Die Woh-

nämlich die Komitcee für

Es fehlt ihm

ine Verstärkung

ch das Gerücht

e und dadur tuêministeriums

gelöst worden, reformbedürftig Auch ih halte ie sie der Abg. wohl

nüßlih ist. tshrittlern zu- daß in ein-

g-Holstein und

tüßung gewählt en bürgerlihen Verfahren des bezug darauf

i wenn nicht mebr

ente Ermittlungen. den Ostmarken

ersten Nanges

er fi also in die Befug-

wir find dies erabfeßung des

der deutschen Einzelstaaten

au das der

at und einen

Statistik und Volkswirtschaft. Die häufigsten Kleinhandelspreise für Fletfch inPreußen

im 1V. Vierte

Nah einer „Stat. Korr.“

des Jahres 1912 und die Gesamthei ogramm: Rindflei\ch Nuß, Oberschale)

1 H,

im gleidßen Monat der drei

ljahr von 1912 und den dret Vorjahren.

t Statistishen Landesamt in der 1 veröffentlihten vergleihenden Uebersicht Kleinhandelépreise von Fleisch in den 50 bedeutendsten Marktorten

reußens während der Monate

bom preußischen

Oftober,

von der Keule

im Oktober 205,7 (gegen 183,

im November 198,3 H (gegen 182,6, 1825 und 169,9

Dezember 196,7 » (gegen 182,9,

vom Bug (Shulterbl tt, Schult (aegen 168 L 1e i R

1

und 136,0 F), im November 16

Nevember und Dezember “Und der drei letzten Vorjahre ergeben odendurchschnitten der häufigiten Preise für den ganzen Monat t der 50 Orte die folgenden Durchschnittspreise für

(Schwanzstück, Blume, Varjahre 1911, 1910 und 1 909),

1810 und 1702 0), N e Fut) im Milder 1888 „A und 1553 4), im November 83,2 „$ (gegen 167 9, 168,6 und ‘155,6 -$) und im Dezember 180,5 „4

168,2 und 155,8 4), Ri Vas ! (gegen 149,0, ‘147,3 Kindfleish vom Bau he im Okto

der häufigsten

sih aus den

Kugel, 9, 186,1 und

4) und im Nindfleish

(gegen 167,8, er 109,0 4

| 146,2, 147,6 und 136,1 F und im Dezember 1644 (gegen 145 6, 147,2 und 136,7 5), Rindfleisch im Gefamtdurhschnitt im Oktober 191,7 (gegen 169,4, 1705 und 155,9 4), im November 185,3 $ (gegen 168,2, 168.8 und 156,2 4) und im Dezember 182,7 S (gegen 168,2, 168,0 und 156,6 S); j Kalbflet\{ch von der Keule (Schlegel) im Oktober 213,3 S (gegen 195,0, 196,9 und 181,9 „s im gleihen Monat der drei Vor- jahre 1911, 1910 und 1909), im November 211,4 $ (geaen 194,1, 196,2 und 180,5 f und im Dezember 210,4 4 (gegen 193,7, 194,0 und 183,2 4), Kalbfleisch vom Bug (Schulter, Blatt), im Oktober 192,3 F (gegen 175,6, 178,3 und 166 1 S), im November 190,6 4 (gegen 174,8, 178,5 und 166,7 4) und im Dezember 189,3 4 (gegen 174,5, 176,7 und 167,0 S), Kalbfleisch im Gesamtdurchschnitt im Dftober 204,8 4 (gegen 187 2, 189,4 und 175,5 A), im November 203,1 A (gegen 186 4, 189,1 und 175,0 S) und im Dezember 202,0 (gegen 186,0, 187,1 und 176,7 5);

Hammelfleisch von der Keule (Schlegel) im Oktober 199,1 S (gegen 181,8, 182,3 und 1740 4 im gleihen Monat der trei Vorjahre), im November 1942 S (gegen 178,5, 179,7 und 171,4 4) und im Dezember 194,8" „g (gegen 176,7, 178.7 und 172,6 S), Hammelfleisch vom Bu g (Schulter, Blatt) im Oktober 1846 S (gegen 166,6, 1648 und 160,8 S), im November 178,1 4 4 (gegen 161,4, 1642 und 154,7 S) und im Dezember 178,2 (gegen 160,0, 164,6 und 154,4 $), Hammelfleish im Gesamt- durhschnttt im Oktober 1934 S (gegen 175,8, 175,3 und 168,7 4), im November 187,8 S (gegen 171,6, 173,6 und 164,7 ) und im Dezember 188,2 „g (gegen 170,0, 1730 und 109,3 .9)3

Schweinefleisch von der Keule (Hintershinken) im Oktober 203,0 S (gegen 165,3, 181,6 und 183,8 S im gleihen Monat der drei Vorjahre), im November 199,3 F (gegen 162,8, 180,6 und 185,9 „) und im Dezember 199,7 (gegen 161,8, 178,5 und 185,3 H), Schweinefleish vom Bug (Schuft, Sculterstück, Borderschinken) im Oktober 1898 S (gegen 1592 8, 169,0 und 1724 S), im November 1893 Z (gegen 149,7, 167,1 und 172,4 4) und im Dezember 188,6 (gegen 147,3, 163,6 und 1740 9), Kopf und Beine im Oktober 980 S (gegen (A T u n November 989 (gegen 80,8, 93,1 und 95,3 4) und im Dezember 98,3 (geaen 79,5, 90,4 und 96,6 4), frishes Nückenfett im Vktober 1885 „S (gegen 150,4, 163,5 und 168,7 5), im November 188,1 (gegen 149,3, 165,1 und 175,1 S) und im Dezember 187,5 (gegen 146,9, 161,8 und 175,7 Z), Schweinefleish im Gesamtdurch\chnitt im Of- tober 185,1 S (gegen 149 4, 1646 und 167,8 9) im November 183,4 4 (gegen 147,5, 164,1 und 170,3 $) und im Dezember 183,0 „5 (gegen 145,9, 161,5 und 170,7 4);

N oßfletsch im Oktober 91 1 (gegen 77,7, 77,1 und 74,5 im gleihen Monat der drei Vorjahre), im November 89,1 S (gegen R N und 75,59 S) und im Dezember 89,2 S (gegen 76,7, 76,7 und 74,9 „).

Während des vierten Vierteljahrs 1912 sind die Kleinhandels- preise für Nind-, Kalb-, Hammel- und Schweinefleisch, die seit dem Anfang des Jahres 1912 si fast ununte: brochen aufwärts bewegten und im September d. J. ihren Höhepunkt erreihten, wieder ein wenig gesunken. Der Preisrückgang war im Gesamtdur&\chnitt der 90 Berichtsorte während der Berichtszeit gegen September 1912 am bedeutendsten beim Nindfleish (um rund 12 5), sodann beim Hammelfleisch (um rund 11 A), wogegen die Preisermäßigung beim Kalb- und beim Schweinefleisch nur je 3 S betrug. Der Preis für

NRoßfletis war im Oktober 1912 mit rund 91 Z am hölsten; er steht der

sank {m November und Dezember auf 89 „4.

Gegen den entsprechßenden Monat des Jahres 1911 Dezemberpreis von 1912 höher beim Nindfleish um 144, beim Kalb, fleisch um 16, beim Hammelfleish um 18, beim Schweinefleish um 37 und beim Roßfleisch um 121 y.

Im einzelnen stellten _ch in der Berichtszeit die _Einheits- (Gesanitdurhschnitts-) Preise am höchsten für Nindfleisch im Oktober in Halle a. d. Saale mit 218, im November in Franfk- furt a. M. mit 210, im Dezember in Magdeburg mit 208 4, für Kalbfleisch in Altona mit 238 und 240 5, für Hammelfleisch im Oktober in Halle a. d. Saale mit 227, im November und Dezember in Magdeburg (im Dezember auch in Potsdam) mit 212 S, für S@weinefleisch in Frankfurt a. M. mit 220 s, für Noß- fleisch in Altona mit 130 F. Den niedrigsten Stand erretchten die Einheitêpreise für Nindfleisch im Oktober in Memel mit 154, im November in Graudenz mit 149, im Dezember in Königshütte mit 141 4, für Kalbfleish im Oktober in Memel mit 161, im November und Dezember in Allenstein mit 155 und 159 s, für Hammelfleish in Allenstein mit 149 und 151 H, für Schweinefleish im Oktober in Münster mit 153, {m November und Dezember in Königshütte mit 152 und 150 „s, für Roßfleish in Zilsit mit 55 y.

Zur Arbeiterbewegung.

In Hamburg haben, wie „,W. T. B.“ berichtet, die Verband- lungen zwls{chen der Hochbahngesell\chaft und den aussfländigen Angestellten zu einer Verständigung geführt (vgl. Nr. 28 d. Bl.). Den Ausständigen ift eine Lohnerhöhung in Aussiht gestellt und die Wiledereinstellung von sieben wegen Agitation ent- lassenen Zugführern zugestanden worden. Am Sonnabend hatte die Hochbahn infolge eines vermutlich dur die Ausständigen herbei- geführten Kurzschlusses Abends ¿wischen 9 und 10 Uhr den Be- trieb einstellen müssen. Die Züge lagen auf der Strecke fest. Der regelmäßige Betrieb wurde gestern vormittag um 10 Uhr wieder auf- genommen. Vis zu dieser Zeit war ein beschränkter Verkehr mit Vilfe des Aufsichtspersonals durchgeführt worden. Aus Marseille meldet ,„W. T. B.“; daß die Offiztere des Dampfers , Can ada”, der nah New York abgehen follte, gestern an Land gingen. Sie fordern Inkrafttreten der Bestimmungen für Sciffsoffiziere, die infolge des leßten Ausstandes der ein- geschriebenen Seeleute ausgearbeitet wurden und von den übrigen Schiffsgesellshaften angewendet werden.

te „Times* meldet aus New Vork vom 2. Februar: Der amerikanische Arbeiterver band hat troß kürzli vom Stahl- trust bewilligter Lohnerböhungen einen Aufruf zu einem allge- meinen Ausstand in den Walzwerken des Trusts im Bezirke von Pittsburg erlassen. Wenn dem Aufruf Folge geleistet werden jollte, würden 40 000 organisierte Arbeiter in den Ausstand treten. Der Ausstand der Angestellten der Canada-Pacific - bahn ift, wie ,W. T. B.“ qus Ottawa erfährt, zu Ende, da höhere LWhne bewilligt worden sind. Die Arbeit wird heute wieder aufgenommen werden,

(Weitere „Statistische Nachrichten" \. i. d. Dritten Beilage.)

Nr. 8 des Zentralblatts der Bauverwaltung“, heraus- egeben im Ministerium der öffentlihen Arbeiten, vom 29. Januar 1913 at folgenden Inhalt: Entwurfs\klzzen für den Neubau eines Köntg- lihen Opernhauses in Berlin. Die Vorschriften über die Aus- bildung und Prüfung für den Staatsdienst im höheren Baufach vom 13. November 1912. Vermischtes: Baltische Ausstellung in Malms 1914. Snhalt der Zeitschrift für Bauwesen. Bücherschau.

Kunft und Wissenschaft.

Im Kunstsalon Shulte sicht man cine Anzabl Landschaften, vor allem von der belgischen Küste, von der Hand des Düsseldorfers Eugen Kamvf frisch und temperamentvoll erfaßte, ge\chickt ver- einfahte Naturausschnitte, aber in ihrer Gesamters einung doch zu gleihmäßig dasselbe Nezept wiederholend, um wärmere Zustimmung

82 4 (gegen

*

Iäßt aus an etnigen neueren Arbeiten verfolgen. Sie ist nit erfreultd. Die Mittel dieser eleganten Bildniskunst, die ihr Bestes aus Erinnerungen an die Engländer des 18. Jahrhunderts zicht, werden immer äußerlicher. Die Aufmachung drängt sih in unfeiner Weise vor, die Darstellung des Menschlihen istazon einer ershreckenden Leere. Man mödte hoffen, daß der Maler?” dessen Namen man ungern unter dieser Markt- ware stehen sieht, sich wieder höheren und ernsteren Zielen zuwende. Armin Reumanns impressionistische Schilderungen non durch eine gewisse Kultur des Farbigen. Als Kompositionen sind fie haltlos und zerfahren. Das beste der Bilder, ein Soldatenporträt, lehnt sfi eng an Trübner an. Die Ausftellung der Künstlergruppe für Jagd und Sport, die regelmäßig in dieser Jahreszeit ers@eint bietet dasselbe Bild wie sonst. Daß diese Arbeiten, für die ja gewiß au% ein us vorhanden ist, hier und niht etwa auf einer JIágdausstellung ersheinen, erweckt falsche Vorstellungen und fordert etne herbe Kritik geradezu heraus. Der Salon Sgulte gibt den Bildern, die durhweg unter dem Niveau ausstellungsreifer Kunst- werke bleiben, ein Relief, das ihnen nicht zukommt.

Julie Genthe, eine aus der Schule Meunters und Bar- tholomés hervorgegangene Bildhauerin, stellt nach längerer Pause ihre Plastiken wieder in Berlin zur Schau. Die Künstlerin hat sich fast aus\{ltießlich dem Bildnis zugewendet, hier aber etne vielseitige Tätigkeit entfaltet. Ihre ME ersheint sicherer im Marmor als in der Bronze. Vor allem der „Vater der Künstlerin“ ist ein Werk, bei dem die innerlihste Kenntnis des Modells zu- sammengeht mit einer feinfühligen Kunst der Stilisierung. Der „General Treitschke“ ist naturalistisher und intecessiert durch die malerisch bewegte Lebendigkeit der Flächen. Aus neuerer Zeit ift der Kopf des Grafen Rangau zu nennen, ebenso sympathisch dur die tiefe, unaufdringlihe Belebung des einzelnen, wie dur die groß ge- sehene, energish betonte Gesamtform. Die Kinderbildnisse sind nicht alle so einleuhtend; das hübsche und vornehme Porträt des Sohnes von Exzellenz d'Elsa sei als ein glüd- liger Griff hervorgehoben. Cine Anzahl Damenstatuetten, bei denen die grazióse Sicherheit der Haltung mehr bestiht als das noch nicht immer bezwungene Detail der Gewandun , und eine kleine Sammlung von Plafetten, bei denen der französische Einfluß un- verkennbar ist, vervollständigen das Bild eines ernsten und gesunden Künstlertums, das vor allem in Sachsen, der Heimat der Künstlerin {on frühe au öffentliche Anerkennung gefunden hat ; eine Reihe der ausgestellten Werke stammt aus dem Besiß deutsGer Museen. T D

Literatur.

Elsbeth Steinbiß: Tief im Herzen der Menschen. No- vellen. Umfang etwa 250 Seiten tn elegantem Geschenkeinband. Preis 3 #. Phôönir-Verlag Siwinna, Kattowitz. Der Dichterin dieses Buches ist eine reie Phantasie, eine volle, tônende Sprache und ein tiefes Empfindungsleben gegeben. Sie sieht die Menschen durch das verklärende Licht ihrer eigenen \{önheitstrunkenen Seele. So sprechen ihre Menschen beinabe in Versen, und das hohe Pathos verläßt sie fast nie. Aber es ist leiter, einen Baum zu beschneiden, als Blätter aus dürren Aesten hervorzurufen, und deshalb kann man sih der Freude an dem tiefempfundenen und künstlerich wirkenden Buche getrost hingeben, mit der Zube1sicht, daß aus tausend duftenden

i noch einmal einige föstliche Früchte reifen werden. Die zwischen den Novellen eingestreuten Gedichte sind vielleiht das Beste des Buches, und es scheint, als hätte in ihnen die dichterishe Be- gabung der Verfasserin ihren glücklihsten Ausdruck gefunden.

C. Wagner. Heitere Lebensweisheit. Plauderstunden mit der Jugend. Aus dem Französischen überseßt von C. Fuhrmann mit einem Vorwort von Geh. Oberregierungsrat Dr. G. Norrenberg. 210 Seiten mit zahlreiden Abbildungen. In Originalleinenband 3,20 4. Verlag von Quelle und Meyer in Leipzig, 1912. Fn frischer, anmutiger Weise wird hier an der Hand kleiner Erzählungen allerhand Erziehliches für den Kinderverstand und das Kindergemüt ausgesprochen. An s{lichten Ereignissen, die täglih das Leben der Kinder berühren, sollen sie lernen, wie Mäßigkeit, Selbstbeherrschung, Wahr- haftigkeit und Güte nickt früh genug im Menschen ges pflegt werden fönnen, und wie das Schlehte verheerende Wirkungen auszuüben vermag, wennn es nicht rechtzeitig

unterdrückt wird. Das Buch Ful den Kindern eine einfache, natürliche Auffassung vom Leben ei; ein flarer Stil ift ihm eigen, der gern das Scherzende, Spielende, dem Kinde Ver- traute annimmt, feine «Moralpredigten® aufweist, sondern zum ge- funden Menschenverstande spricht, indem Ursache und Wirkung gezeigt werden. Liegt diese Art der Erziehung dur das Leben selbst u wobl jedem vernünftigen Menschen nahe, fo kann das Buch doch au hier Anregung geben und denen, die {wer Worte finden, den Weg weisen. Für alle die aber, die mit großer Strenge und vielen Strafen ihre Erziehung ausführen, fie mit Drohungen und Schreck- gespenstern_ begleiten, ist dies Buch ein Ruf zur einfachen, frohen Natürlichkeit, eine Warnung vor Engherzigkeit und Geschraubtheit. Die hübsche Ausstattung, die reiz- und humorvollen Vignetten erhöhen den Wert des fröhlichen, ansprechenden und gediegenen Werks. Von dem mit zahlreichen trefflichen Abbildungen versehenen Lieferungswerk „Die Wunder der Natur“, das bei Bong u. Co. in Berlin erscheint (65 Lieferungen zu je 60 g), liegen die Liefe- rungen 19 bis 22 vor. Sie enthalten u. a. Artikel und Aufsätze über die Schnecken der See von Dr. Thesing, den Tevfelszwirn von Dr. Welten, den Pottwal von Dr. Zell, über Meteore von Bürgel, See- igel von Professor Dr. Cori, elektrische Leuchtersheinungen von Dr. Neuburger, Heuschrecken von Dr. Heilborn, Nervenzellen und Nerven- fasern von Prof. Dr. Klaatsch und Flieger der Vorzeit von K. Neu- mann.

Technik.

In der Zeit vom 7. bis 15. Februar halten die großen Fa h- verbände der Ton-, Zement- und Kalkindustrie ihre Jahreshauptversammlungen im Weinbaus Rheingold zu Berlin ab. Am 7. und 8. Februar tagen der Verein der Kalk- sandsteinfabriken und der Verein Deutscher Kalkwerke. Die Ver- sammlung des Vereins deutsher Portlandzementfabrikanten und des Deutschen Vereins für Ton-, Zement- und Kalkiudustrie, der als Vater der Vereine gilt, finden vom 10. bis 12. Februar statt. Am 10. bezw. 11. Februar tagen der Verein deutscher Tonrohrfabrikanten, die Sektion der Dachgiegel fabrikaten und der Märkische Biegeleibesizerbund. Auf den 12. Februar fallen die Sißungen der Vereinigung der höheren tehnishen Baupoltzeibeamten Deutschlands, des Deutschen Gipsvereins und des Vereins der Fa- brikanten gelchter porôöser Tonwaren. Der Deutsche Betonverein hat den 13.—15. Februar zu seiner Hauptversammlun gewählt. Am zusammen der Verband deutscher Tonindustrieller,

d der Ee Deutschlands, der Ver- der n Ziegelverkaufsvereinigungen, der Verein Deutscher Verblendstein- und Terrakottenfabrikanten und der Verein deutscher Fabriken feuerfester Produkte, der au am 14. Februar tagt. Am 14. und 15. Februar ‘versammeln sich der Verein deutscher Firmen für Schornsteinbau und euerungêanlagen. Auf den leßten ers der Vereinswoche hat der ementwaren-Fabrikantenverein Deutschlands feine Hauptversammlung angeseßt. Die ausführlichen Programme über die einzelnen Veranstaltungen sind in dem von der Berliner Tonindustriezeitung* heraus Aen Büchelchen „Unfere Vereinswothe- 1913* (Preis 0,60 4) zu fa en. :

Theater und Mufik.

Im Königlichen Opernhause wird morgen, Dienst „Kerkyra“ (Korfu) gegeben. Weitere Wiederholungen sind für Donnerstag, den 6,, und Montag, den 10. d. M, vorgesehen.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen das neue Lustspiel „Wieselchen“ von Leo Lenz, mit räulein Heisler in der Titelrolle, Fräulein von Mayburg und den Herren Patry, Clewin

zu wecken. Die Entwicklung Raphael Schuster - Woldans

Keßler, Boetther und Vallentin in den anderen Hauptrollen, wiederhol